Rente mit 67 – oder später? Das Renteneintrittsalter in der Diskussion
Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Ziel ist es, die Finanzlage der Rentenversicherung zu stabilisieren und die Beschäftigung Älterer zu erhöhen.
Sind damit die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern oder muss über einen noch späteren Berufsausstieg nachgedacht werden? Droht die Altersarmut, da das höhere abschlagsfreie Rentenalter für viele zu einer Kürzung ihrer monatlichen Rente führt? Bleiben Ältere dadurch wirklich länger erwerbstätig und in welchem Ausmaß sind Unternehmen bereit Ältere zu beschäftigen?
Diese IAB-Infoplattform bietet Hintergrundinformationen zum Zusammenhang von Renteneintrittsalter und Beschäftigung und gibt einen Überblick über die Positionen der Akteure.
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Literaturhinweis
Geplantes und realisiertes Austrittsalter aus dem Erwerbsleben: Ergebnisse des Alterssurveys 1996 und 2002 (2004)
Zitatform
Engstler, Heribert (2004): Geplantes und realisiertes Austrittsalter aus dem Erwerbsleben. Ergebnisse des Alterssurveys 1996 und 2002. (Deutsches Zentrum für Altersfragen. Kurzbericht 03), Berlin, 30 S.
Abstract
In der Studie wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich der in den letzten Jahren vollzogene Paradigmenwechsel von einem frühen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben hin zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben in den Erwartungen und Plänen der Erwerbstätigen seinen Niederschlag findet. Es zeigt sich, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Erwartungen hinsichtlich des Eintritts in den Ruhestand in den letzten Jahren deutlich verändert haben. Der Anteil der Erwerbstätigen ab 40 Jahren, die mit spätestens 60 Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheiden wollten, fiel zwischen 1996 und 2002 von 50 auf 35 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen, die keine konkreten Angaben zum geplanten Ausstiegsalter machen können, von 18 auf 32 Prozent. Heute geht eine Mehrheit von 65 Prozent der Befragten davon aus, dass sie länger arbeiten werden, um im Ruhestand ein besseres Alterseinkommen zu erzielen. Die Abkehr von einem frühen Ausstieg aus dem Erwerbsleben vollzieht sich bei Frauen stärker als bei Männern und ist im Westen ausgeprägter als im Osten Deutschlands. Männer planen im Schnitt mit 62 Jahren ihren Austritt aus dem Erwerbsleben, Frauen mit 61,1 Jahren. Die Pläne und Erwartungen der Erwerbstätigen werden als Indikatoren für das tatsächliche Übergangsalter in den Ruhestand gewertet. (IAB)
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Literaturhinweis
Ageing and the transition to retirement: a comparative analysis of European welfare states (2004)
Zitatform
(2004): Ageing and the transition to retirement. A comparative analysis of European welfare states. (New perspectives on ageing and later life), Aldershot u.a.: Asgate, 295 S.
Abstract
"There are two conflicting trends in Europe: a demographic shift towards population ageing, and a massive decrease in the labour force participation of older workers (aged 50 years and over). This book offers a refined and authoritative understanding of these trends and the two socio-economic concerns of most European welfare states that have been re-enforced as a consequence. These are: the increasing costs for welfare states to finance 'pathways' from employment to official retirement, and the threat of labour market shortages in the near future as a result of both the ageing process and the early exit of older workers. A variety of new policy initiatives can be observed emerging from these changes in many European countries - this book examines the different welfare state arrangements in nine EU countries plus Hungary, Slovenia and Norway. It considers ways of integrating older workers in the labour market along with differing perspectives on the relation between ageing and work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Frühruhestand vor dem Ende: die kurzfristigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt (2004)
Pfeiffer, Ulrich; Simons, Harald;Zitatform
Pfeiffer, Ulrich & Harald Simons (2004): Frühruhestand vor dem Ende. Die kurzfristigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Köln, 62 S.
Abstract
Die Versuche, durch Vorruhestand und frühzeitigen Rentenbeginn ohne Abschlag Arbeitslosigkeit in Deutschland zu verringern, endeten in der Sackgasse. Die Zahl der älteren Arbeitnehmer und damit das Arbeitsangebot vor allem in Großbetrieben wurde zwar drastisch reduziert, die strukturelle Reformen des Arbeitsmarktes wurden jedoch in den einzelnen Unternehmen und bei den Arbeitnehmern selbst als weniger dringlich empfunden. Die Strategie war finanziell nicht durchhaltbar und hatte Nebenwirkungen: Fortbildung und Qualifizierung für ältere Arbeitnehmer werden als weniger wichtig angesehen, wenn sie erwarten können, mit 55 Jahren aus dem Erwerbsleben auszutreten; Versuche zur Weiterbildung werden nur halbherzig unternommen; flexible Verträge werden als überflüssig betrachtet und gar nicht erst versucht. Insgesamt haben alle Akteure verlernt, ältere Arbeitnehmer in den Betrieben zu integrieren, wobei es durchaus Unterschiede in den Sektoren gibt. In Zukunft wird sich die Interessenlage älterer Arbeitnehmer verschieben. Aufgrund sinkender Rentenerwartungen wächst die Notwendigkeit zu eigener Vorsorge und damit der Wunsch, durch eine Verlängerung der Erwerbstätigkeit noch Zeit für die eigene Alterssicherung zu gewinnen. Durch vorzeitiges Ausscheiden älterer Arbeitnehmer konnten jüngere Mitarbeiter in der Hierarchie leicht aufsteigen. Ein steigendes Erwerbsaustrittsalter wird ab Mitte des nächsten Jahrzehnts in den Beförderungsstau führen. Deshalb müssen andere Anreize und andere Formen der Flexibilisierung in den Unternehmen gefunden werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Die neue deutsche Aktivierungspolitik im europäischen Ländervergleich und Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit (2004)
Zitatform
Stecker, Christian (2004): Die neue deutsche Aktivierungspolitik im europäischen Ländervergleich und Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 59, H. 3, S. 164-184.
Abstract
"Mit den in den vergangenen zwei Jahren eingebrachten und teilweise verabschiedeten Reformen am Arbeitsmarkt ('Hartz-Gesetze') reiht sich auch Deutschland in einen europaweit beobachtbaren Trend von Strukturanpassungen und Reformbestrebungen ein. Mit den Beschlüssen von Lissabon (2000) und Stockholm (2001) formulierte der Europäische Rat gemeinsame Ziele zur Beschäftigungssteigerung, wobei die bereits auf dem Beschäftigungsgipfel in Luxemburg (1997) erkannte Problematik um den sozialen Einschluss benachteiligter Gruppen ausgeweitet wurde. Seit Stockholm und Barcelona (2002) werden zudem die Bevölkerungsalterung und die langfristige Tragfähigkeit der Altersversorgung einschließlich der Sicherung angemessener und nachhaltiger Renten als zukünftige Herausforderungen erkannt. Ihre praktische Anwendung finden diese Ziele auf europäischer Ebene im Rahmen der so genannten offenen Methode der Koordinierung für den Bereich der Alterssicherung und in der Identifikation von Vorbildern (Best-practice Beispiele) sowie dem Vergleich der Mitgliedsstaaten (Benchmarking). In dem Beitrag erfolgt ein Politikfeldvergleich der bereits in den Niederlanden, Großbritannien und Dänemark zu Beginn der 1990er Jahre eingeleiteten Reformen in der Arbeitsmarkt- und Sozialhilfepolitik. Bemerkenswert ist, dass sich trotz der unterschiedlichen sozialstaatlichen Arrangements in allen drei Ländern eine ähnliche Tendenz zur Kürzung, Verschärfung und gestiegenen gesellschaftlichen Ächtung von Erwerbslosigkeit und Fürsorgeabhängigkeit verzeichnen lässt. Mit dem sich gerade abzeichnenden Politikwechsel nach dem Prinzip des 'Förderns und Forderns' folgt nun auch Deutschland den auf europäischer Ebene formulierten Zielen 'Arbeit lohnend machen' (making work pay) und der Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Insgesamt scheint sich aufgrund der Gleichgerichtetheit des sozialpolitischen Politikwechsels in den Feldern Arbeitsmarkt und Sozialhilfe allmählich eine Konvergenz der Wohlfahrtsstaaten anzudeuten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Situation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Baden-Württemberg: eine empirische Analyse bestehender Beschäftigungshemmnisse aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht. Schlussbericht. Kurzfassung (2004)
Strotmann, Harald ; Reichenmiller, Susanne; Dann, Sabine; Kirchmann, Andrea; Rosemann, Martin; Klee, Günther;Zitatform
Dann, Sabine, Andrea Kirchmann, Günther Klee, Susanne Reichenmiller & Martin Rosemann (2004): Zur Situation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Baden-Württemberg. Eine empirische Analyse bestehender Beschäftigungshemmnisse aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht. Schlussbericht. Kurzfassung. Stuttgart u.a., 22 S.
Abstract
"Ein zentrales Ziel der Studie war es, anhand von Fallstudien in ausgewählten Betrieben die Relevanz möglicher Beschäftigungshemmnisse für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu analysieren und Ansatzpunkte für eine bessere und dauerhafte Integration Älterer in der Erwerbsprozess zu identifizieren. Ein besonderes Augenmerk lag darüber hinaus auf dem Thema 'Weiterbildung für Ältere'. Zu diesem Zweck wurden in den Regionen Neckar-Alb und Stuttgart im Sommer/Herbst 2003 insgesamt 26 kleinere und mittlere Betriebe befragt. Die Ergebnisse:
- Ältere werden zwar geschätzt, aber dennoch bleibt Alter bei Einstellungen ein wichtiges (Vor-)Selektionskriterium;
- Kündigungsschutzbestimmungen - insbesondere tariflicher Art - und Senioritätsprivilegien wirken teilweise als Einstellungshemmnis;
- Betriebe sind bislang nur unzureichend auf den demographischen Wandel eingestellt;
- der Widerspruch zwischen 'optimalem' Renteneintrittsalter aus Sicht der drei Betriebsparteien und der volkswirtschaftlichen Notwendigkeit einer längeren Lebensarbeitszeit ist eklatant;
- die zunehmende psychische Belastung der Älteren ist ein besonderes Problem;
- das Verhältnis zwischen Alt und Jung wird insgesamt als positiv und befruchtend bewertet - aber gerade Ältere müssen auch lernen, von Jüngeren zu lernen;
- Die Diskrepanz zwischen der von Älteren geäußerten Bereitschaft zu Lebenslangem Lernen und Weiterbildung und der Einschätzung der Personalverantwortlichen und Betriebsräte ist groß;
- Betriebliche Weiterbildung und Förderung außerbetrieblicher Weiterbildung sind selten strategisch und langfristig angelegt;
- Die Fallstudien lassen Informationsdefizite zwischen den Betriebsakteuren erkennen;
- Die Akzeptanzprobleme von Weiterbildung sind bei Älteren mit geringer Qualifikation besonders groß;
- Die betrieblichen Maßnahmen der Arbeitsorganisation werden kaum in Zusammenhang mit einer strategischen Personal- und Qualifizierungspolitik gesehen;
- Die betriebliche Weiterbildung ist immer noch nachrangig gegenüber der Ausbildung;
- Es gibt Akzeptanzprobleme gegenüber verschiedenen Maßnahmen bei den Älteren;
- Es besteht ergänzender Forschungsbedarf zur Bedeutung von Größe, Branche und Wettbewerbssituation für die betriebliche Umsetzung von Personal- und Qualifizierungsstrategien." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Sozialpolitische Flankierung einer verlängerten Erwerbsphase (2004)
Zitatform
(2004): Sozialpolitische Flankierung einer verlängerten Erwerbsphase. (Gesprächskreis Arbeit und Soziales 102), Bonn, 93 S.
Abstract
Der Band dokumentiert Ergebnisse einer Tagung, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung im Jahr 2004 veranstaltet wurde. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche sozialpolitischen Maßnahmen geeignet sind, um eine Verlängerung der Erwerbsphase zu unterstützen (IAB).
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Literaturhinweis
Bericht der Hochrangigen Gruppe über die Zukunft der Sozialpolitik in der erweiterten Europäischen Union (2004)
Abstract
"Die Hochrangige Gruppe hat für die nächste sozialpolitische Agenda drei große Herausforderungen herausgestellt (Kapitel 1):
- Erweiterung,
- Alterung der Bevölkerung,
- Globalisierung.
Sie hält es für erforderlich, die nächste sozialpolitische Agenda im Rahmen der Lissabon-Strategie zu konzipieren, auch wenn diese Strategie einer Aktualisierung bedarf (Kapitel 2).
Die Gruppe hat fünf wesentliche politische Orientierungslinien herausgearbeitet (Kapitel 3):
- Ausrichtung der europäischen Beschäftigungsstrategie auf drei Zielsetzungen: Verlängerung des Erwerbslebens; Durchsetzung des lebenslangen Lernens; Bewältigung des wirtschaftlichen Strukturwandels;
- Reform der sozialen Sicherungssysteme;
- Förderung der sozialen Eingliederung;
- Schaffung der notwendigen Voraussetzungen, damit Paare in Europa alle vorhandenen Kinderwünsche realisieren können;
- Entwicklung einer europäischen Zuwanderungspolitik.
Laut Vorschlag der Gruppe sollten alle europäischen Instrumente miteinander kombiniert werden, um diese strategischen Zielsetzungen zu erreichen (Kapitel 4). In einem weiteren Abschnitt enthält der Bericht eine Zusammenfassung der politischen Empfehlungen im operationellen Kontext." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Living happily ever after: the economic implications of ageing societies: Germany (2004)
Abstract
In den kommenden Jahrzehnten werden sich viele Industrienationen mit dem Problem konfrontiert sehen, einen wachsenden inaktiven Bevölkerungsteil mit immer weniger Erwerbstätigen finanziell unterhalten zu müssen. Die Lösung dieses Problems liegt in der Einführung von Programmen, die eine Teilnahme aller Altersgruppen am Arbeitsprozess ermöglichen. Die demographische Entwicklung Deutschlands seit 1950 wird statistisch belegt und die zukünftige Entwicklung der arbeitenden und nicht-arbeitenden Bevölkerung bis 2030 prognostiziert. Die Erwerbstätigenrate in Deutschland liegt für alle Alters- und Geschlechtsgruppen niedriger als in den fünf führenden OECD-Ländern. Es werden Vorschläge unterbreitet, wie insbesondere die Beteiligung älterer Arbeitnehmer (55+) am Arbeitsmarkt erfolgen kann. Das Ziel ist bis 2030 die sogenannten Transferkosten auf das Niveau der fünf führenden OECD-Länder abzusenken. (IAB)
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Literaturhinweis
Perspektiven älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt: Beschäftigungsförderung statt Anhebung der Altersgrenzen (2003)
Bäcker, Gerhard;Zitatform
Bäcker, Gerhard (2003): Perspektiven älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt. Beschäftigungsförderung statt Anhebung der Altersgrenzen. In: Soziale Sicherheit, Jg. 52, H. 11, S. 381-384.
Abstract
Der Autor diskutiert Ursachen und Veränderungsmöglichkeiten der unbefriedigenden Beschäftigungslage älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt. Er wendet sich gegen die gegenwärtig diskutierte weitere Heraufsetzung der Altersgrenzen und benennt eine Umkehr der betrieblichen Personalpolitik als entscheidenden Hebel der Besserung. Weiter werden die Einbettung der Arbeitszeitpolitik in eine lebenszeitliche Perspektive und verbesserte Möglichkeiten eines geleitenden Übergangs vom Arbeitsleben in den Ruhestand thematisiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Führt eine Erhöhung des Rentenalters zu mehr Jugendarbeitslosigkeit?: Überprüfung der These des Generationenaustausches (2003)
Döring, Diether; Trabert, Lioba;Zitatform
Döring, Diether & Lioba Trabert (2003): Führt eine Erhöhung des Rentenalters zu mehr Jugendarbeitslosigkeit? Überprüfung der These des Generationenaustausches. (Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft Hessen. Report 660), Wiesbaden, 40 S.
Abstract
Die Erwerbstätigkeit älterer Menschen rückt angesichts der zu erwartenden demografischen Entwicklung zunehmend in den Blickpunkt der öffentlichen Diskussion. Ein späterer Renteneintritt Älterer soll zu einer höheren Erwerbsbeteiligung älterer Personen führen. In diesem Zusammenhang wird in der Studie untersucht, welche Auswirkungen eine erhöhte Erwerbsbeteiligung Älterer bzw. ein höheres Rentenalter auf die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit hat. Zunächst werden die Erwerbstätigenquoten von Älteren und die Arbeitslosenquoten von Jüngeren im internationalen Vergleich gegenübergestellt. Anschließend wird für ausgewählte Länder eine Hintergrundanalyse vorgenommen, die sich mit den Faktoren des Zusammenspiels einer hohen Alterserwerbstätigkeit und Jugendarbeitslosigkeit beschäftigt. Hierbei werden einige Rahmenbedingungen wie die Entwicklung der Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation, die Gestaltung des sozialen Sicherungssystems und des Ausbildungssystems sowie die Arbeitsorganisation und die Bevölkerungsstruktur analysiert. Hinsichtlich der Beschäftigungssituation von Älteren sowie der Arbeitslosenquoten von Jüngeren zeigen sich gute Ergebnisse für die Schweiz, Norwegen, Schweden, Dänemark und Großbritannien. In diesen Ländern scheint ein Zusammenspiel von hoher Alterserwerbstätigkeit und geringer Jugendarbeitslosigkeit möglich zu sein. Auch wird deutlich, dass sich seit Mitte der 90erJahre eine Entwicklung von steigender Alterserwerbsarbeit bei gleichzeitig sinkender Jugendarbeitslosigkeit abzeichnet. (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Expertise für Hans-Böckler-Stiftung -
Literaturhinweis
Die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung: aktuelle Optionen (2003)
Dünn, Sylvia; Fasshauer, Stephan;Zitatform
Dünn, Sylvia & Stephan Fasshauer (2003): Die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung. Aktuelle Optionen. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 58, H. 8, S. 444-464.
Abstract
"Obwohl die letzte große Rentenreform noch nicht einmal drei Jahre zurückliegt, waren die vergangenen Monate geprägt von einer intensiven politischen, wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion um die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme und damit auch der gesetzlichen Rentenversicherung. In dem Aufsatz werden die aktuell diskutierten Optionen für weitere Reformen des Alterssicherungssystems dargestellt und analysiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Reformansätzen, die von der Kommission für die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme (so genannte Rürup-Kommission) und von der Kommission 'Soziale Sicherheit' (so genannte Herzog-Kommission) behandelt wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit in einer alternden Gesellschaft: Problembereiche und Entwicklungstendenzen der Erwerbssituation Älterer (2003)
Zitatform
Herfurth, Matthias, Martin Kohli & Klaus F. Zimmermann (Hrsg.) (2003): Arbeit in einer alternden Gesellschaft. Problembereiche und Entwicklungstendenzen der Erwerbssituation Älterer. (Sozialwissenschaften im Überblick), Opladen: Leske und Budrich, 304 S., CD-ROM.
Abstract
Der Band gibt aus ökonomischer und soziologischer Perspektive einen Überblick über den Forschungsstand zur Beteiligung Älterer am Erwerbsleben und den Bedingungen und Konsequenzen ihres Übergangs in den Ruhestand. Nach einer Problemeinführung erläutert Kapitel 2 den demografischen Hintergrund und zeigt an Modellrechnungen Tendenzen der zukünftigen Entwicklung für ältere ArbeitnehmerInnen auf. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Erwerbsbeteiligung Älterer und deren Arbeitsmarktsituation. Dabei wird insbesondere auf die Bereiche Gesundheit und Qualifikation eingegangen. Kapitel 4 erläutert die am Individuum ansetzende mikroökonomische Erklärung der Wahl des Zeitpunktes des Übergangs in den Ruhestand. Kapitel 5 widmet sich der betrieblichen Praxis im Umgang mit älteren ArbeitnehmerInnen und zeigt dabei eine gewisse Diskrepanz zwischen betrieblicher Realität und wissenschaftlichen Erkenntnissen. In Kapitel 6 wird der Blickwinkel auf die Konsequenzen der Alterung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erweitert. Von Interesse ist hier v.a. der Zusammenhang von Alterung und Arbeitsproduktivität, Einkommen und Humankapitalbildung. Analysiert werden auch die aus den Budgetdefiziten resultierenden finanzpolitischen Reformzwänge. Das abschließende 8. Kapitel vermittelt einen Überblick zu Wissenschaftsentwicklung, Forschungsstand und Methodik bisheriger Studien zum Themengebiet. (IAB2)
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Literaturhinweis
Mit 55 arbeitslos, mit 67 in Rente?: zu einigen Vorschlägen der Rürup-Kommission (2003)
Reusch, Jürgen;Zitatform
Reusch, Jürgen (2003): Mit 55 arbeitslos, mit 67 in Rente? Zu einigen Vorschlägen der Rürup-Kommission. In: Arbeit & Ökologie Briefe H. 6, S. 24-27.
Abstract
Vor dem Hintergrund des Vorschlags der Rürup-Kommission, das gesetzliche Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre anzuheben, thematisiert der Autor die tatsächliche gegenwärtige Situation älterer Arbeitnehmer und älterer Arbeitsloser auf dem Arbeitsmarkt und in den Unternehmen. Eine Abkehr vom als "Jugendwahn" charakterisierten Verhalten der Unternehmen, ältere Mitarbeiter zugunsten einer möglichst jungen Belegschaft zu verdrängen, ist nicht festzustellen. Der Autor favorisiert Konzepte einer alter(n)sgerechten Gestaltung von Arbeit, mit der einer "Kultur der Altersarbeit" zum Durchbruch verholfen werden könnte. Eine wesentliche Rolle müsste dabei die Stärkung der Prävention in der Arbeitswelt spielen, um es mehr Älteren zu ermöglichen, das Rentenalter gesund zu erreichen. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt und Alterssicherung: Jahrestagung 2002 des Forschungsnetzwerkes Alterssicherung (FNA) am 5. und 6. Dezember 2002 in Dresden (2003)
Zitatform
(2003): Arbeitsmarkt und Alterssicherung. Jahrestagung 2002 des Forschungsnetzwerkes Alterssicherung (FNA) am 5. und 6. Dezember 2002 in Dresden. (DRV-Schriften 42), Frankfurt am Main, 126 S.
Abstract
Der Band gibt die Vorträge des Symposiums zum Thema Arbeitsmarkt und Alterssicherung in deutscher Sprache wieder. (IAB)
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Literaturhinweis
Bericht der Kommission "Soziale Sicherheit" zur Reform der sozialen Sicherungssysteme, Berlin, 29. September 2003 (2003)
Abstract
Vorgestellt werden die Reformkonzepte, die von der Kommission 'Soziale Sicherheit' der CDU (Herzog-Kommission) für die verschiedenen Säulen der gesetzlichen Sozialversicherung erarbeitet wurden, um die sozialen Sicherungssysteme auf eine langfristig tragfähige Finanzierungsbasis stellen zu können. Die Reformvorschläge erstrecken sich auf die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung sowie auf die Systeme der Alterssicherung. Vorrangiges Ziel aller Vorschläge ist die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Systeme unter veränderten demographischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die nachhaltige Stabilisierung der Beitragssätze, um sowohl die Belastung der Versicherten als auch die Lohnnebenkosten dauerhaft auf ein ertragbares Maß zu begrenzen. Auf der Basis eines demographischen und wirtschaftlichen Szenarios wurden die finanziellen Auswirkungen der Reformen auf die Lohnnebenkosten, auf das Leistungsvolumen der einzelnen Versicherungen, auf die aggregierten Verteilungswirkungen zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Rentnern sowie auf die Einkommensentwicklung in ausgewählten Bevölkerungsgruppen hin analysiert. Die Kommission spricht sich gegen eine Bürgerversicherung aus. Stattdessen empfiehlt sie ein kapitalgedecktes, einkommensunabhängiges und demographiefesteres System mit Kopfpauschalen sowie einer Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre. Eigenbeteiligung und Selbstverantwortung der Versicherten werden als zentrale Elemente hervorgehoben. (IAB)
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Literaturhinweis
Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherungssysteme: Bericht der Kommission (2003)
Abstract
Ziel der von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Rürup-Kommission war es, umsetzbare und langfristig tragfähige Vorschläge zu erarbeiten, die sowohl geeignet sind, im Interesse einer Verbesserung der Beschäftigungslage die Lohnnebenkosten zu senken als auch aus Gründen der Generationengerechtigkeit die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherungssysteme zu erhöhen. Der Bericht stellt die von der Rürup-Kommission erarbeiteten Vorschläge zur langfristigen Stabilisierung der Gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung vor. Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherungssysteme wird als eine Voraussetzung für deren Erhalt betrachtet. Die Vorschläge zielen vor allem darauf, die Einnahmenseite unabhängiger von der demographischen und konjunkturellen Entwicklung zu machen. Mit einer Lockerung der engen Bindung zwischen den Einnahmen der Sozialen Sicherungssysteme und den Kosten des Faktors Arbeit soll erreicht werden, dass die Kosten der sozialen Sicherung Wachstum und Beschäftigung nicht behindern. Angesichts einer alternden Gesellschaft wird das Ziel einer gleichmäßigen Lastenverteilung auf alle Generationen formuliert. Dies konkretisiert sich in den Vorschlägen der Kommission, das Rentenalter bis 2003 von 65 auf 67 Jahre anzuheben und einen Nachhaltigkeitsfaktor bei der Rentenanpassung einzuführen, der den Anstieg der Renten dämpft. Auch für die Pflegeversicherung wird ein Gesamtkonzept vorgeschlagen, das sich an der gleichmäßigen Belastung aller Generationen, dem Erhalt des realen Leistungsniveaus sowie der dauerhaften Beitragsstabilität orientiert. Insgesamt laufen die Vorschläge auf eine nachhaltige Entlastung der Beitragszahler und eine in den Augen der Kommission vertretbare Belastung der Rentner hinaus. In der Gesetzlichen Krankenversicherung steht die Politik vor der Entscheidung zwischen zwei Alternativen zur lohnzentrierten Finanzierungsweise: der Bürgerversicherung, die dem Leistungsprinzip verpflichtetet ist, und der Gesundheitsprämie mit steuerfinanziertem Einkommensausgleich, die dem Äquivalenzprinzip verpflichtetet ist. Der Kommissionsbericht referiert beide Modelle. Neben den von der Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen werden auch Reformoptionen diskutiert, die von der Kommission abgelehnt wurden. (IAB)
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Literaturhinweis
Rentenversicherung im internationalen Vergleich (2003)
Zitatform
(2003): Rentenversicherung im internationalen Vergleich. (DRV-Schriften 45), Frankfurt am Main, 465 S.
Abstract
Die in diesem Band zusammengefassten 14 Länderberichte und der abschließende rechtsvergleichende Beitrag führen in die Grundlagen und Entwicklungen der verschiedenen Alterssicherungssysteme ein. Hintergrund sind die sich verändernden demografischen Rahmenbedingungen, welche in allen untersuchten Ländern eine Reform der Alterssicherung erforderlich machen. Wie der Rechtsvergleich zeigt, gehen die Lösungsansätze vielfache in dieselbe Richtung: 'So ist z. B. neben der Anhebung der Altersgrenzen und der Zurückdrängung der Frühverrentung vielerorts eine Stärkung des Versicherungsprinzips im Wege einer modifizierten Rentenberechnung oder ein Ausbau privater Formen der Alterssicherung zu beobachten.' Die Beiträge geben den Rechtsstand Januar 2003 wieder. Neuere Entwicklungen sind in den Kapiteln 'Reformtendenzen' beschrieben. Die Publikation knüpft an den Rechtsvergleich des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger aus den Jahren 1989 und 1999 an. Die Länderberichte gliedern sich wie folgt: 1. Die Alterssicherung im System der sozialen Sicherheit; 2. Organisationsform; 3. Erfasster Personenkreis; 4. Finanzierung; 5. Risiken und Leistungen; 6. Zeitkomponenten in der Versicherungskarriere; 7. Alterssicherung von Frauen; 8. Versorgungsniveau; 9. Anpassung der Leistungen; 10. Besteuerung; 11. Elemente des sozialen Ausgleichs; 12. Reformtendenzen.
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Literaturhinweis
Werden wir immer älter?: die Umkehr der Beweislast (2002)
Zitatform
Weizsäcker, Jakob von & Martin Werding (2002): Werden wir immer älter? Die Umkehr der Beweislast. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 55, H. 11, S. 42-45.
Abstract
"Nach einer neuen Arbeit der Bevölkerungswissenschaftler Jim Oeppen und James W. Vaupel steigt die Lebenserwartung von Frauen jedes Jahr um etwa 89 Tage, die Lebenserwartung von Männern um etwa 81 Tage. Gilt dies auch in Deutschland, dürfen wir auf eine Lebenserwartung von 93,1 Jahren für Frauen und 85,9 Jahren für Männer im Jahre 2050 hoffen. Die deutsche Rentenpolitik - und auch die Modellrechnungen des ifo Instituts - basieren bisher auf Vorausschätzungen wie der Variante 2 der 9. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes. Dieses Szenario sieht bis 2050 lediglich einen Anstieg der Lebenserwartung um knapp vier Jahre von heute 80,5 Jahre für Frauen und 74,4 Jahre für Männer auf 84,5 Jahre bzw. 78,1 Jahre vor. Ersetzt man im ifo Modell diese Annahmen durch die von Oeppen und Vaupel ermittelten Trends, so verändern sich die Rechnungsgrundlagen für die Entwicklung von Rentenbeiträgen und Rentenniveau in der langfristigen Vorausschau dramatisch: Während der Alterslastquotient, also das Zahlenverhältnis der 65-Jährigen und Älteren zu den 15- bis 64-Jährigen, bis 2050 schon im Szenario Statistisches Bundesamt von derzeit 25% auf 48% ansteigt, erreicht er im Szenario Trendfortschreibung zuletzt 64%. Nach Ansicht des ifo Instituts könnte eine Lösung zur Rentenfinanzierung in der Anknüpfung des Renteneintrittsalters an die Entwicklung der Lebenserwartung bestehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bericht der Bundesregierung über die gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere über die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben, der Schwankungsreserve sowie des jeweils erforderlichen Beitragssatzes in den künftigen 15 Kalenderjahren gemäß § 154 SGB VI (Rentenversicherungsbericht 2002) und Gutachten des Sozialbeirats zum Rentenversicherungsbericht 2002 (2002)
Zitatform
(2002): Bericht der Bundesregierung über die gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere über die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben, der Schwankungsreserve sowie des jeweils erforderlichen Beitragssatzes in den künftigen 15 Kalenderjahren gemäß § 154 SGB VI (Rentenversicherungsbericht 2002) und Gutachten des Sozialbeirats zum Rentenversicherungsbericht 2002. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 15/110 (27.11.2002)), 140 S.
Abstract
Der Rentenversicherungsbericht 2002 gliedert sich in vier Teile:
-Teil A: Die gesetzliche Rentenversicherung in den letzten Jahren
-Teil B: Vorausberechnung der Einnahmen, der Ausgaben und des Vermögens
-Teil C: Eine Modellrechnung zur Angleichung der Renten in den alten und neuen Bundesländern im mittelfristigen Zeitraum 2001 bis 2006
-Teil D: Auswirkungen der Heraufsetzung der Altersgrenzen.
Darüber hinaus enthält die Bundestagsdrucksache auch das Gutachten des Sozialbeirats zum Rentenversicherungsbericht 2002. (IAB) -
Literaturhinweis
Erhöhung der Beschäftigung: die Rolle eines späteren Renteneintritts (2002)
Zitatform
(2002): Erhöhung der Beschäftigung. Die Rolle eines späteren Renteneintritts. In: OECD-Wirtschaftsausblick H. 72, S. 177-195.
Abstract
Die Studie analysiert Trends bei der Frühverrentung von Arbeitnehmern in OECD-Ländern und die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung und des effektiven Renteneintritts seit 1970. Sie zeigt, welche Maßnahmen denkbar und sinnvoll sind und was bisher getan wurde, um den Trend zur Frühverrentung umzukehren und die Erwerbsbeteiligung von Älteren zu erhöhen. (IAB)
