Tarifbindung in Deutschland
Tarifverträge bilden den Rahmen für die Arbeitsbedingungen und Lohnniveaus in Deutschland. Die Anwendung eines kollektivvertraglichen Verbands- oder Flächentarifs bringt sowohl dem Unternehmen als auch den Beschäftigten Vorteile. Dennoch wurde in den vergangenen Jahren die mangelnde Flexibilität von Tarifverträgen und ihre geringe Orientierung an betrieblichen Anforderungen von Unternehmen kritisiert.
Die Infoplattform bietet Literatur, insbesondere zu den Auswirkungen der Tarifbindung auf Löhne, Produktivität und Beschäftigung, Informationen zu Forschungsprojekten sowie Links zur Empirie der Tarifgebundenheit bundesdeutscher Unternehmen.
Die regionalen Ergebnisse des IAB-Betriebspanels zum Thema Tarifbindung finden Sie auf der Infoplattform IAB-Betriebspanel im Kapitel "Betriebliche Lohnpolitik und industrielle Beziehungen"
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Literaturhinweis
The future of the German model after the labour market reforms (2016)
Möller, Joachim;Zitatform
Möller, Joachim (2016): The future of the German model after the labour market reforms. In: B. Dallago, G. Guri & J. McGowan (Hrsg.) (2016): A global perspective on the European economic crisis, S. 162-178, 2015-05-04.
Abstract
"This paper discusses the specific features of the German model as a specific variety of capitalism that is distinct from the Anglo-Saxon model because it builds more on social security and social partnership. It argues that the German model has experienced increasing pressure due to growth in systemic unemployment since the mid-1970s. The situation worsened as a result of the financial distress experienced after re-unification. Therefore, although painful for some groups of workers, the labor market reforms implemented from 2003 to 2005 were necessary to keep the German model alive. I argue that a certain erosion of the German model resulting from less collective bargaining coverage, labor market segmentation and higher wage inequality has falsely been attributed to the reforms. Rather, these phenomena are caused by long-run trends that were already occurring in the 1990s or even earlier.
The German economy successfully passed the stress test of the Great Recession and is exhibiting ongoing employment growth. Basic features of the German model such as long tenures for qualified prime-age workers or the dual training system remain essentially intact. Hence, the German model is not dead, but vitally alive. However, some prudent counter-measures need to be implemented to fight against creeping erosion from segmentation and inequality. These should be taken with a sense of proportion in order to not jeopardize the great employment-related successes of the reform." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim;Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Competition, collective bargaining, and immigrant wage gaps within German establishments (2016)
Zitatform
Ohlert, Clemens, Miriam Beblo & Elke Wolf (2016): Competition, collective bargaining, and immigrant wage gaps within German establishments. (WiSo-HH working paper series 35), Hamburg, 26 S.
Abstract
"We study the effects of competitive pressure and collective bargaining on establishment-specific wage gaps between immigrants and natives. Using linked employer-employee panel data for the period from 2000 to 2010, we adjust total wage gaps within establishments for differences in human capital. Controlling for establishment fixed effects, we find that non-German workers face significantly lower wage gaps in establishments covered by collective bargaining agreements, but that no effect from works councils is evident. Using Herfindahl-indices, as well as a subjective assessment of establishments' competitive pressure, we observe that competitive pressure on both product and labour markets reduces unexplained wage gaps by nationality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
United, yet apart? A note on persistent labour market differences between Western and Eastern Germany (2016)
Zitatform
Schnabel, Claus (2016): United, yet apart? A note on persistent labour market differences between Western and Eastern Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 236, H. 2, S. 157-179. DOI:10.1515/jbnst-2015-1012
Abstract
"Durch Vergleich aggregierter Statistiken und ausgewählter empirischer Studien zeigt dieser Beitrag, dass 25 Jahre nach der deutschen Einheit sich die Merkmale und Ergebnisse der Arbeitsmärkte in West- und Ostdeutschland in mancher Hinsicht weitgehend angeglichen haben, andererseits aber immer noch deutliche Unterschiede bestehen. Während bei den Arbeitsnachfrageentscheidungen der Firmen und bei der Vertretung von Arbeitnehmern durch Betriebsräte und Gewerkschaften keine substanziellen Unterschiede festgestellt werden können, liegen die beiden Teile des Landes beim Arbeitsangebot, der Arbeitsproduktivität, den Löhnen und der Tarifbindung weiter auseinander, und sie unterscheiden sich deutlich in der Arbeitslosenquote. Diese Unterschiede dürften beobachtbare und unbeobachtbare Merkmale ökonomischer Akteure wie auch Unterschiede im Verhalten, bei Normen und bei individuellen Einstellungen widerspiegeln." (Autorenreferat, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
European growth models and working class restructuring: an International post-Keynesian Political Economy perspective (2016)
Zitatform
Stockhammer, Engelbert, Cédric Durand & Ludwig List (2016): European growth models and working class restructuring. An International post-Keynesian Political Economy perspective. In: Environment and Planning. A, International Journal of Urban and Regional Research, Jg. 48, H. 9, S. 1804-1828. DOI:10.1177/0308518X16646373
Abstract
"This paper builds on post-Keynesian macroeconomics, the French Regulation Theory and a Neo-Gramscian International Political Economy approach to class analysis to propose an International post-Keynesian Political Economy approach that is used to offer an empirical analysis of European growth models and working class restructuring in Europe between 2000 and 2008. We will distinguish between the 'East', the 'North' and the 'South' and structure our analysis around industrial upgrading, financialisation and working class coherence. We find an export-driven growth model in the North, which came with wage suppression and outsourcing to the East. In the East, the growth model can be characterised as dependent upgrading, which allowed for high real wage growth despite declining working class coherence. The South experienced a debt-driven growth model with a real estate bubble and high inflation rates resulting in large current account deficits. Our analysis shows that class restructuring forms an integral part in the economic process that resulted in European imbalances and the Euro crisis." (Author's abstract, © 2016 a Pion publication) ((en))
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Literaturhinweis
Betriebspanel Berlin 2015: Ergebnisse der zwanzigsten Welle (2016)
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel wurde im Jahr 2015 als bundesweite Befragung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen zum zwanzigsten Mal in Folge durchgeführt. Ziel dieses Panels ist es, repräsentative Daten über die Struktur der Beschäftigungsentwicklung sowie Informationen über ausgewählte wirtschaftliche Kennziffern der Betriebe in Berlin zu erhalten. Im vorliegenden Auswertungsbericht werden aktuelle Trends hinsichtlich der betrieblichen Nachfrage nach Arbeitskräften sowie der betrieblichen Aus- und Weiterbildungsbeteiligung als zwei wesentliche Säulen der Fachkräftesicherung präsentiert. Vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass gute Arbeitsbedingungen wichtige Standortfaktoren für die zukünftige Fachkräftesicherung darstellen sowie des besonderen Anliegens der Berliner Arbeitsmarktpolitik, auf gute Arbeitsbedingungen hinzuwirken, wird auch auf aktuelle Befunde zu den unterschiedlichen Formen von Beschäftigungsverhältnissen, zur Entwicklung von Löhnen und Gehältern sowie zur Tarifbindung eingegangen. In diesem Zusammenhang werden auch aktuelle Befunde zu den betrieblichen Reaktionen auf die zum 1. Januar 2015 erfolgte Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes präsentiert. Darüber hinaus werden Ergebnisse zu ausgewählten wirtschaftlichen Kennziffern vorgestellt, die für die betriebliche Nachfrage nach Arbeitskräften eine hohe Bedeutung haben. Dazu zählen die Investitions- und Innovationsaktivitäten der Betriebe und die Umsatzentwicklung einschließlich des Exports. Die Darstellung der genannten, jährlich abgefragten Themen wird ergänzt um aktuelle Informationen zur Verbreitung von betrieblichen Maßnahmen zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit älterer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Darüber hinaus stehen mit der letzten Befragungswelle aktuelle Informationen zu den Einstellungschancen von älteren Bewerbern und Bewerberinnen zur Verfügung." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Sachsen-Anhalt: Ergebnisse der zwanzigsten Welle 2015 (2016)
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel wurde in Sachsen-Anhalt als jährliche mündliche Arbeitgeberbefragung auf Leitungsebene von Juli bis Oktober 2015 zum 20. Mal durchgeführt. Der Auswertungsbericht für Sachsen-Anhalt wurde im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt erarbeitet. Ziel des Berichtes ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung sowie Informationen über ausgewählte wirtschaftliche Kennziffern der Betriebe Sachsen-Anhalts bereitzustellen und entsprechende Vergleiche mit Betrieben in Ost- und Westdeutschland vorzunehmen.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) führt seit 1996 bundesweit jährlich eine Arbeitgeberbefragung durch (IAB-Betriebspanel). Im Jahr 2015 fand diese Befragung zum 20. Mal statt. Für Auswertungen in Sachsen-Anhalt liegen für das Jahr 2015 Interviews von 964 Betrieben vor. Um landespezifische Auswertungen zu ermöglichen, wurde die vom IAB finanzierte Basisstichprobe vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt im selben Umfang aufgestockt. Mit der Stichprobe wurden in Sachsen- Anhalt 1,7 % der Betriebe mit 7,4 % der Beschäftigten erfasst." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Befristung, Leiharbeit und Outsourcing in Bundesministerien und deren nachgeordneten Behörden: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/7272) (2016)
Zitatform
(2016): Befristung, Leiharbeit und Outsourcing in Bundesministerien und deren nachgeordneten Behörden. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/7272). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/7432 (01.02.2016)), 34 S.
Abstract
Der Bericht der Bundesregierung enthält eine detaillierte Aufstellung über den Einsatz von flexiblen Beschäftigungsformen wie Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge in den Bundesministerien und deren nachgeordneten Behörden. Außerdem geht es darum, welche Dienstleistungen derzeit von den Ministerien sowie den nachgeordneten Behörden an externe Unternehmen ausgegliedert sind. Dabei werden auch die Anforderungen erläutert, die beauftragte Unternehmen im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen und das Mindestentgelt erfüllen müssen. So werden Tarifverträge bei der Vergabe von Dienstleistungen berücksichtigt, wenn sie für allgemeinverbindlich erklärt worden sind. (IAB)
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Literaturhinweis
Declining unions and the coverage wage gap: can German unions still cut it? (2015)
Zitatform
Addison, John T., Paulino Teixeira, Jens Stephani & Lutz Bellmann (2015): Declining unions and the coverage wage gap. Can German unions still cut it? In: Journal of labor research, Jg. 36, H. 3, S. 301-317. DOI:10.1007/s12122-015-9209-9
Abstract
"That German trade unionism is in profound decline seems to be beyond dispute. More controversial is the implied change in union impact on worker wages. A linked employer-employee dataset is deployed over an interval of continuing decline in unionism to address this issue. Over the sample period 2000 - 2010 it is found that joining a sectoral agreement always produces higher wages, while exiting one no longer leads to wage losses if the transition is to a firm agreement. Leaving a firm agreement to non-coverage also leads to wage reductions, while joining one from noncoverage appears decreasingly favorable. The one constant is the persistence of a small positive union wage gap." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tarifbindung in Deutschland: Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung (2015)
Amlinger, Marc; Bispinck, Reinhard;Zitatform
Amlinger, Marc & Reinhard Bispinck (2015): Tarifbindung in Deutschland. Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung. (WSI-Report 25), Düsseldorf, 16 S.
Abstract
"Die Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes erlaubt ei-ne differenziertere Auskunft über den Stand der Tarifabdeckung in Deutschland als dies bisherige Datenquellen taten. Während gesamtwirtschaftlich betrachtet im Jahr 2010 55 % der Arbeitnehmer und Arbeitnehmer in tarifgebundenen Betrieben tätig waren, sind erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern festzustellen. Solche regionalen Unter-schiede finden sich auch innerhalb einzelner Branchen wieder. In der chemischen Industrie variiert die Tarifbindung beispielsweise von 29 % in Sachsen-Anhalt bis zu 88 % in Rheinland-Pfalz/Saarland. Große Diskrepanzen zeigen sich auch in Abhängigkeit vom Einkommen und weiteren Beschäftigtenmerkmalen: Die geringste Tarifbindung weisen Beschäftigte im untersten Einkommensquintil mit 31 % auf, die höchste in den beiden obersten Quintilen mit 63 %." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Monopsonistic competition, low-wage labour markets, and minimum wages: an empirical analysis (2015)
Zitatform
Bachmann, Ronald & Hanna Frings (2015): Monopsonistic competition, low-wage labour markets, and minimum wages. An empirical analysis. (Ruhr economic papers 599), Essen, 29 S. DOI:10.4419/86788695
Abstract
"Vor dem Hintergrund der Einführung des einheitlichen Mindestlohns im Januar 2015 untersuchen wir den Grad der Monopsonmacht deutscher Arbeitgeber. Im Gegensatz zu einer Situation des vollkommenen Wettbewerbs, führt ein bindender Mindestlohn in einem monopsonistischen Arbeitsmarkt nicht zwangsläufig zu Beschäftigungsverlusten. Wir verwenden einen semi-strukturellen Schätzansatz, der auf einem dynamischen Modell des monopsonistischen Wettbewerbs basiert. Die empirischen Analysen werden mit Hilfe von integrierten Betriebs- und Personendaten durchgeführt. Dies ermöglicht sowohl für individuelle als auch für betriebliche Heterogenität zu kontrollieren. Die Ergebnisse zeigen, dass deutliche Unterschiede im Grad des monopsonistischen Wettbewerbs zwischen verschiedenen Niedriglohnbranchen existieren: Während der Einzelhandel und das Hotel- und Gastgewerbe durch monopsonistische Arbeitsmärkte gekennzeichnet sind, ist dies in der Landwirtschaft, im Bergbau und bei privaten und unternehmensbezogenen Dienstleistungen nicht der Fall. Aus einer wirtschaftspolitischen Perspektive sind folglich voneinander abweichende Beschäftigungseffekte in Branchen mit einer ähnlichen Lohnstruktur zu erwarten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
We want them all covered! Collective bargaining and firm heterogeneity: theory and evidence from Germany (2015)
Zitatform
Baumann, Florian & Tobias Brändle (2015): We want them all covered! Collective bargaining and firm heterogeneity. Theory and evidence from Germany. (IAW-Diskussionspapiere 114), Tübingen, 41 S.
Abstract
"This paper establishes a link between the extent of collective bargaining and the degree of productivity dispersion within an industry. In a unionised oligopoly model we show that for only small differences in productivity levels. a sector-union can design a collective wage contract that covers a wide range of heterogeneous firms. In sectors with higher productivity dispersion, an industry union has an incentive to demand firm-level wage contracts with the most productive firms, so that they can prevent low-productivity firms from leaving collective coverage. However, such firm-level contracts may not prevent firms at the lower end of the productivity distribution from avoiding collective coverage in sectors with high productivity dispersion. We test the predictions of the model using German linked employer-employee data between 1996 and 2010 and find support for our theoretical results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen in: BJIR, Vol. 55, No. 3 (2017), S. 463-499 -
Literaturhinweis
Der holprige Weg zum gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland (2015)
Bosch, Gerhard;Zitatform
Bosch, Gerhard (2015): Der holprige Weg zum gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 64, H. 7, S. 173-181. DOI:10.3790/sfo.64.7.173
Abstract
"Mit der Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland geht das deutsche System der Lohnfindung von einem autonomen zu einem gemischten System über. Der neue Mindestlohn sollte, wie schon zuvor die Branchenmindestlöhne, keinen Systembruch mit der deutschen Tarifautonomie kennzeichnen, sondern, darin waren sich alle Akteure einig, so pfadabhängig wie möglich gestaltet werden. Es wurde Teil eines Gesetzespakets mit dem Titel 'Tarifautonomiestärkungsgesetz', das neben der Einführung des Mindestlohnes auch darauf abzielt, die Tarifbindung wieder zu erhöhen und Allgemeinverbindlicherklärungen zu erleichtern. Angesichts der starken Erosion des deutschen Lohnsystems ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes eine der größten Sozialreformen der Nachkriegszeit. Die Beschäftigungsrisiken sind gering, da der deutsche Mindestlohn vorsichtig angesetzt ist. Inwieweit das neue Gesetzespaket - wie beabsichtigt - auch zu einer Revitalisierung der Tarifverhandlungen und damit zu ripple-Effekten bis in die Mitte der Einkommensverteilung führt, ist zurzeit noch nicht absehbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Shrinking collective bargaining coverage, increasing income inequality: a comparison of five EU countries (2015)
Bosch, Gerhard;Zitatform
Bosch, Gerhard (2015): Shrinking collective bargaining coverage, increasing income inequality. A comparison of five EU countries. In: International Labour Review, Jg. 154, H. 1, S. 57-66. DOI:10.1111/j.1564-913X.2015.00226.x
Abstract
"Wage-setting institutions can play a crucial part in containing the socio-economically destabilizing growth of income inequality. Using an analytical framework that distinguishes between protective and participative standards, the author examines their respective effects on the incidence of low-paid employment and income inequality under the wage-setting systems of Belgium, France, Germany, Sweden and the United Kingdom. His comparative focus on the interplay of statutory minimum wages and collective wage bargaining shows that while the latter is more effective than the former at reducing inequality, both require state intervention, with particular emphasis on participative standards to counter the erosion of industrial relations institutions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Verringerung von Lohnungleichheit durch staatliche Schutz- und Beteiligungsstandards: Schweden, Frankreich und Deutschland im Vergleich (2015)
Zitatform
Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (2015): Verringerung von Lohnungleichheit durch staatliche Schutz- und Beteiligungsstandards. Schweden, Frankreich und Deutschland im Vergleich. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 24, H. 3/4, S. 195-213. DOI:10.1515/arbeit-2016-0014
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Einflussmöglichkeiten des Staates bei der Gestaltung von Arbeitsbedingungen am Beispiel der Lohnsetzung. Der Vergleich von drei Ländern mit vergleichsweise inklusiven Lohnsystemen - Schweden, Frankreich und Deutschland - veranschaulicht, dass der Staat auch in einem Umfeld globalisierter Märkte über wirkungsvolle Instrumente zur Verringerung von Lohnungleichheit verfügt und hierbei unterschiedliche Kombinationen von Schutz-und Beteiligungsstandards nutzen kann. Staatliches Handeln und strategische Entscheidungen zentraler Akteure werden durch spezifische Entwicklungspfade geprägt, können aber auch andere Richtungen einschlagen und versuchen, neue Institutionen aufzubauen." (Autorenreferat, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Revitalisierung der Tarifpolitik durch den gesetzlichen Mindestlohn? (2015)
Zitatform
Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (2015): Revitalisierung der Tarifpolitik durch den gesetzlichen Mindestlohn? In: Industrielle Beziehungen, Jg. 22, H. 3/4, S. 305-324. DOI:10.1688/IndB-2015-03-Bosch
Abstract
"Seit Januar 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 EURO pro Stunde. Die Mindestlohneinführung ist Teil eines Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie, das darauf abzielt, die Tarifbindung wieder zu erhöhen und Allgemeinverbindlicherklärungen zu erleichtern. In diesem Beitrag gehen wir der Frage nach, ob und inwieweit die in einigen anderen Ländern festgestellten ripple-Effekte - also Verhandlungen über höhere Tariflöhne auf der Plattform des Mindestlohns - auch in Deutschland zu erwarten sind. Auf der Basis der Erfahrungen mit den branchenbezogenen Mindestlöhnen nach dem Arbeitnehmer- Entsendegesetz und der Übertragung einer Ländertypologie auf unterschiedliche Branchen in Deutschland arbeiten wir systematische Gründe für mögliche Branchenunterschiede heraus und identifizieren Faktoren, die hierfür von Bedeutung sind. Aus unserer Sicht ist noch offen, ob und inwiefern es gelingen wird, die auf der politischen Ebene angestrebte Stärkung des Tarifvertragssystems zu realisieren. Letztlich hängt vieles davon ab, ob die Durchsetzung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland konsequent und ernsthaft betrieben wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Firms' rents, workers' bargaining power and the union wage premium (2015)
Zitatform
Breda, Thomas (2015): Firms' rents, workers' bargaining power and the union wage premium. In: The economic journal, Jg. 125, H. 589, S. 1616-1652. DOI:10.1111/ecoj.12198
Abstract
"This article identifies the wage premium associated with firm-level union recognition in France. An average premium of 2% is found despite the fact that most workers are already covered by industry-level agreements. To explore the origin of the premium, I construct a simple bargaining model from which I derive three predictions, which are tested empirically using matched employer - employee data. The main prediction is that if intra-firm bargaining is behind the union wage premium, the latter increases with the amount of quasi-rents available in the firms that unions organise. This prediction is validated empirically when firms' market shares are used as a proxy for their rents." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The one constant: A causal effect of collective bargaining on employment growth?: evidence from German linked-employer- employee data (2015)
Zitatform
Brändle, Tobias & Laszlo Goerke (2015): The one constant: A causal effect of collective bargaining on employment growth? Evidence from German linked-employer- employee data. (IAW-Diskussionspapiere 116), Tübingen, 32 S.
Abstract
"A large number of articles have analysed 'the one constant┐ in the economic effects of trade unions, namely that union bargaining reduces employment growth by two to four percentage points per year. Evidence is, however, mostly related to Anglo-Saxon countries. We investigate whether a different institutional setting might lead to a different outcome, making the constant a variable entity. We use linked-employer-employee data for Germany and analyse the effect of collective bargaining coverage on employment growth in German plants. We find a robust and negative correlation between being covered by a sector-wide bargaining agreement or firm level contract and employment growth per annum of about 0.8 percentage points. Using various approaches, however, we cannot establish a causal interpretation of the effects, suggesting that the cross-section results are driven by selection." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
- spätere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "The one constant: a causal effect of collective bargaining on employment growth? Evidence from German linked-employer-employee data" in: Scottish Journal of Political Economy, 65 (2018), 5, 445-478
- spätere (möglw. abweichende) Version erschienen als: IZA discussion paper , 11518
- spätere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "The one constant: A causal effect of collective bargaining on employment growth?" als: IZA discussion paper, 11518
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Literaturhinweis
Trade and unemployment revisited: do institutions matter? (2015)
Zitatform
Capuano, Stella & Hans-Jörg Schmerer (2015): Trade and unemployment revisited. Do institutions matter? In: The World Economy, Jg. 38, H. 7, S. 1037-1063., 2014-01-13. DOI:10.1111/twec.12220
Abstract
"This paper revisits the trade to unemployment nexus for Germany based on the estimation of a model featuring heterogeneous firms and search unemployment. We structurally estimate parameters that match the key moments of the German labour market. Our estimation and calibration are based on a single plant-level data source, that is, the IAB establishment and worker panel. The calibration shows that trade liberalisation reduces unemployment in the long run. In our counter-factual policy simulations, we focus on the effect of labour market policies on the trade and unemployment nexus and we explore how the magnitude of the effects differs under different bargaining regimes. Labour market institutions have stronger effects under collective bargaining. Compared with trade or the bargaining power of unions, the effect of unemployment benefits on unemployment turns out to be rather modest." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Schmerer, Hans-Jörg; -
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Sachsen-Anhalt 2014: Ergebnisse der neunzehnten Welle 2014 (2015)
Dahms, Vera; Bennewitz, Emanuel; Putzing, Monika; Frei, Marek;Zitatform
Dahms, Vera, Marek Frei, Monika Putzing & Emanuel Bennewitz (2015): IAB-Betriebspanel Sachsen-Anhalt 2014. Ergebnisse der neunzehnten Welle 2014. Berlin, 95 S.
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel wurde in Sachsen-Anhalt als mündliche Arbeitgeberbefragung auf Leitungsebene von Juli bis Oktober 2014 zum 19. Mal durchgeführt. Der Auswertungsbericht für Sachsen- Anhalt erfolgte im Auftrag des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt. Ziel des Berichtes ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung sowie Informationen über ausgewählte wirtschaftliche Kennziffern der Betriebe des Landes bereitzustellen und entsprechende Vergleiche mit Betrieben in Ost- und Westdeutschland vorzunehmen.
Vor dem Hintergrund des in Deutschland seit dem 01. Januar 2015 flächendeckend geltenden Mindestlohns wurden in die Befragungswelle 2014 Informationen sowohl zur potenziellen betrieblichen Reichweite als auch zur Beschäftigtenreichweite von Mindestlöhnen aufgenommen. Die vorliegenden Informationen sind belastbare Ergebnisse aller Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen-Anhalt sowie in Ost- und Westdeutschland. Sie stellen eine Null-Messung dar und geben einen Überblick, in welchen Betrieben 2014 Beschäftigte tätig waren, die Brutto-Stundenlöhne unterhalb von 8,50 EURO erhielten. Das IAB-Betriebspanel ist die einzige Datenquelle, die über alle Branchen und Betriebsgrößenklassen gesicherte Informationen dazu liefert." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Mecklenburg-Vorpommern: Ergebnisse der 19. Welle 2014 (2015)
Dahms, Vera; Frei, Marek; Putzing, Monika; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Dahms, Vera, Marek Frei, Monika Putzing & Emanuel Bennewitz (2015): IAB-Betriebspanel Mecklenburg-Vorpommern. Ergebnisse der 19. Welle 2014. Berlin, 89 S.
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel wurde in Mecklenburg-Vorpommern als mündliche Arbeitgeberbefragung auf Leitungsebene von Juli bis Oktober 2014 zum 19. Mal durchgeführt. Vor dem Hintergrund des in Deutschland seit dem 01. Januar 2015 flächendeckend geltenden Mindestlohns wurden in die Welle 2014 Informationen zur potenziellen betrieblichen Reichweite wie auch zur Beschäftigtenreichweite von Mindestlöhnen aufgenommen. Die vorliegenden Informationen sind belastbare Ergebnisse aller Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Ost- und Westdeutschland. Sie stellen eine Null- Messung dar und geben einen Überblick, in welchen Betrieben 2014 Beschäftigte tätig waren, die Brutto-Stundenlöhne unterhalb von 8,50 EURO erhielten. Das IAB-Betriebspanel ist die einzige Datenquelle, die über alle Branchen und Betriebsgrößenklassen gesicherte Informationen dazu liefert. Im aktuellen Bericht bilden darüber hinaus die Themen 'Fachkräfte', 'Ausbildung' und 'Weiterbildung' wiederum einen Auswertungsschwerpunkt. Aufgrund zunehmender Besetzungsschwierigkeiten von Fachkräftestellen wurden in der aktuellen Befragungswelle erneut Informationen zu betrieblichen Strategien erhoben, mit denen Betriebe befürchteten Problemen bei der Deckung ihres Fachkräftebedarfs begegnen wollen. Auch das Thema 'atypische Beschäftigungsverhältnisse' (Teilzeitbeschäftigung einschließlich Mini-Jobs, befristete Beschäftigung und Leiharbeit) ist wiederum ein Schwerpunktthema. Neben Informationen zur Beschäftigungsentwicklung erfolgen Analysen ausgewählter wirtschaftlicher Kennziffern, die für die betriebliche Nachfrage nach Arbeitskräften eine hohe Bedeutung haben. Dazu zählen die Investitions- und Innovationsbereitschaft der Betriebe, Umsatz einschließlich Export, Löhne und Gehälter, Tarifbindung sowie Produktivität." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2014 (2015)
Zitatform
Ellguth, Peter & Susanne Kohaut (2015): Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2014. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 68, H. 4, S. 290-297. DOI:10.5771/0342-300X-2015-4-290
Abstract
"Der Beitrag stellt zunächst anhand der aktuellen Daten des IAB-Betriebspanels die Tarifbindung der Betriebe in ihrer Verteilung nach Branche und Betriebsgröße dar. Danach arbeiteten 2014 rund 53 % der westdeutschen und etwa 36 % der ostdeutschen Beschäftigten in Betrieben, die einem Branchentarif unterliegen. Seit 1996 hat die Flächentarifbindung in beiden Landesteilen eine deutlich rückläufige Tendenz, auch wenn die Entwicklung in jüngster Zeit weniger eindeutig verläuft. Für die betriebliche Ebene wird dann die Verbreitung sowohl von Betriebsräten als auch von betriebsspezifischen Mitarbeitervertretungen betrachtet. Es zeigt sich für Ostdeutschland mit 33 % der Beschäftigten in der Privatwirtschaft eine im Vergleich zum Vorjahr leicht abnehmende Reichweite der Mitbestimmung. In Westdeutschland wird mit 43 % der Vorjahreswert erreicht. Aber auch hier ist in der langen Sicht ein abnehmender Deckungsgrad zu konstatieren. Zu alternativen betrieblichen Vertretungsformen liegen Informationen seit 2004 vor. Diese Einrichtungen zeigen nicht annähernd die gleiche Stabilität, wie dies die Institution des Betriebsrats auszeichnet. In der gemeinsamen Betrachtung der betrieblichen und sektoralen Ebene der Interessenvertretung wird vor allem auf die ausgedehnten betrieblichen Vertretungslücken sowie die 'weißen Flecken' in der Tarif- und Mitbestimmungslandschaft' hingewiesen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung der Tariflandschaft: Immer größere Flächen trocknen aus (2015)
Zitatform
Ellguth, Peter & Susanne Kohaut (2015): Entwicklung der Tariflandschaft: Immer größere Flächen trocknen aus. In: IAB-Forum H. 1, S. 84-91., 2015-04-29. DOI:10.3278/IFO1501W084
Abstract
Die Tarifautonomie ist traditionell eine zentrale Institution der bundesdeutschen Wirtschaftsordnung. Allerdings ist die Reichweite von Branchentarifverträgen im Osten wie im Westen seit Jahren rückläufig, wobei das Ausgangsniveau in Ostdeutschland deutlich niedriger war.
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Literaturhinweis
Tarifbindung im Einzelhandel: Trends und Lohneffekte (2015)
Zitatform
Felbermayr, Gabriel & Sybille Lehwald (2015): Tarifbindung im Einzelhandel. Trends und Lohneffekte. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 68, H. 11, S. 33-40.
Abstract
"Eine Bestandsaufnahme der aktuellen Tarifstruktur im deutschen Einzelhandel zeigt, dass die Bedeutung von Kollektivverträgen deutlich zurückgegangen ist: Während 2000 noch knapp drei Viertel aller Beschäftigten im Handelsgewerbe an einen Tarifvertrag gebunden waren, sind es im Jahr 2010 nur noch knapp die Hälfte. Aus betrieblicher Perspektive ist der Anteil tarifgebundener Betriebe über den entsprechenden Zeitraum von 56 auf 31% zurückgegangen. Betriebe mit Kollektivvertrag unterscheiden sich im Hinblick auf zahlreiche Charakteristika von Betrieben ohne Tarifbindung: Sie sind im Durchschnitt größer, älter und zahlen zwischen 25 und 32% höhere Entgelte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel - Fachkräftesituation und -zukunft der Betriebe in Nordrhein-Westfalen: Ergebnisse der jährlichen Arbeitgeberbefragung 2014 (2015)
Frei, Marek; Dahms, Vera; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Frei, Marek, Vera Dahms & Emanuel Bennewitz (2015): IAB-Betriebspanel - Fachkräftesituation und -zukunft der Betriebe in Nordrhein-Westfalen. Ergebnisse der jährlichen Arbeitgeberbefragung 2014. Düsseldorf, 79 S.
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit führt jährlich eine Befragung von Arbeitgebern durch (IAB-Betriebspanel). Im Jahr 2014 fand diese bundesweite Befragung zum 19. Mal statt. Für regionalisierte Auswertungen liegen Interviews von rund 1.500 Betrieben aus Nordrhein-Westfalen vor.
Die Ergebnisse:
Hohe betriebliche Einstellungsbereitschaft. Nachfrage nach Arbeitskräften auf Rekordniveau. Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe hat sich im zurückliegenden Jahr wieder deutlich erhöht.
Starker Gebrauch von Befristungen bei Einstellungen. Höchster Wert der letzten 15 Jahre. Größere Betriebe stellten mehrheitlich nur befristet ein.
Aktueller Bedarf an Fachkräften konnte überwiegend gedeckt werden, Anteil unbesetzter Fachkräftestellen ist aber gestiegen.
Fast jeder dritte Betrieb plant Besetzung von Fachkräftestellen, allerdings Mangel an qualifizierten Bewerbern befürchtet. Forcierung der betrieblichen Weiterbildungsanstrengungen, um Fachkräftemangel vorzubeugen.
Regelungen zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sind nur einer Minderheit bekannt.
Betriebe werden nach wie vor mehrheitlich von Männern geführt. Frauenanteil an den Spitzenpositionen hat sich nicht erhöht.
Ausbildungsbeteiligung leicht rückläufig. Anteil unbesetzter Ausbildungsplätze leicht gestiegen. Übernahmequote stabil.
Gewinnung von ausländischen Ausbildungsplatzbewerbern spielt derzeit nur eine untergeordnete Rolle.
Weiterbildungsquote auf Rekordhoch, aber stark selektive Weiterbildungsbeteiligung der einzelnen Beschäftigtengruppen.
Tarifvertragssystem mit Stabilisierungstendenzen. Wieder mehr Betriebe und Beschäftigte mit tariflicher Bindung.
Löhne und Gehälter auf Durchschnittsniveau, aber erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Beschäftigungseffekte der Mindestlohneinführung vermutlich eher gering." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Beschäftigungstrends: Ergebnisse der jährlichen Arbeitgeberbefragung: IAB-Betriebspanel Bremen. Befragungswelle 2014 (2015)
Frei, Marek; Dahms, Vera; Bennewitz, Emanuel; Welker, Carsten;Abstract
"Die Ergebnisse der 14. Befragungswelle für das Jahr 2014 liegen vor. Im vorliegenden Bericht werden Informationen zu Umfang und Struktur der regionalen Arbeitskräftenachfrage in Bremen präsentiert. Zudem legt die diesjährige Auswertung einen Schwerpunkt auf die Themen Frauen in Beschäftigung sowie Frauen in Führungspositionen. In Reaktion auf die Einführung des flächendeckenden allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 wurden Fragen sowohl zur betrieblichen Reichweite als auch zur Beschäftigungsreichweite von Mindestlöhnen aufgenommen.
Für die Befragungswelle 2014 liegen verwertbare Interviews von bundesweit 16.000 Betrieben vor. Darunter befinden sich 859 Bremer Betriebe." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Do higher corporate taxes reduce wages? (2015)
Zitatform
Fuest, Clemens, Andreas Peichl & Sebastian Siegloch (2015): Do higher corporate taxes reduce wages? (IZA discussion paper 9606), Bonn, 77 S.
Abstract
"This paper estimates the incidence of corporate taxes on wages using a 20-year panel of German municipalities. Administrative linked employer-employee data allows estimating heterogeneous worker and firm effects. We set up a general theoretical framework showing that corporate taxes can have a negative effect on wages in various labor market models. Using an event study design, we test the predictions of the theory. Our results indicate that workers bear about 40% of the total tax burden. Empirically, we confirm the importance of both labor market institutions and profit shifting possibilities for the incidence of corporate taxes on wages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
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Literaturhinweis
Sharp teeth or empty mouths?: european institutional diversity and the sector-level minimum wage bite (2015)
Zitatform
Garnero, Andrea, Stephan Kampelmann & François Rycx (2015): Sharp teeth or empty mouths? European institutional diversity and the sector-level minimum wage bite. In: BJIR, Jg. 53, H. 4, S. 760-788. DOI:10.1111/bjir.12104
Abstract
"The article explores the link between different institutional features of minimum wage systems and the minimum wage bite. We notably address the striking absence of studies on sectoral-level minima and exploit unique data covering 17 European countries and information from more than 1,100 collective bargaining agreements. Results provide evidence for a neglected trade-off: systems with bargained sectoral-level minima are associated with higher Kaitz indices than systems with statutory floors, but also with more individuals actually paid below prevailing minima. Higher collective bargaining coverage can, to some extent, reduce this trade-off between sharp teeth (high wage floors) and empty mouths (non-compliance/non-coverage)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Beschäftigungstrends 2014 Niedersachsen: Auswertung des IAB-Betriebspanels 2014 für das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (2015)
Gerlach, Knut; Meyer, Wolfgang;Zitatform
(2015): Beschäftigungstrends 2014 Niedersachsen. Auswertung des IAB-Betriebspanels 2014 für das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Hannover, 110 S.
Abstract
Im Jahr 2014 gingen von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - gemessen am niedersächsischen Bruttoinlandsprodukt - nach der letztjährigen Stagnation wieder beschäftigungssteigernde Impulse aus. Die Personalstruktur verändert sich langfristig zu Gunsten der Beschäftigten mit qualifizierten Tätigkeiten. Gut jeder zweite Betrieb erwartet im Sommer 2014 für die nächsten zwei Jahre keine personalpolitischen Probleme. Gegenüber 2012 ist dieser Anteil etwas zurückgegangen, d. h die personalpolitischen Probleme haben sich etwas verstärkt. Wie in den Vorjahren war der Arbeitsmarkt 2014 sehr fluide. Die Zahl der Einstellungen wie die der Abgänge war hoch (218 bzw. 184 Tsd.) und das hat zum höchsten Personalumschlag seit dem Jahr 2000 geführt. Die Ausbildungsbeteiligung der Betriebe ist seit Längerem verhältnismäßig konstant; knapp ein Drittel bildete 2014 aus. Die niedersächsischen Betriebe haben 2013 (dem letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor der Befragung) im Durchschnitt einen Umsatz von 2,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Für 2014 rechnen sie mit einer Steigerung um 1,2 Prozent. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Bedeutung von Tarifverträgen für den Gender Wage Gap: eine empirische Untersuchung (2015)
Zitatform
Grimm, Veronika, Julia Lang & Gesine Stephan (2015): Die Bedeutung von Tarifverträgen für den Gender Wage Gap. Eine empirische Untersuchung. (LASER discussion papers 90), Erlangen, 32 S.
Abstract
"The article uses LIAB data for the years 2000 to 2010 to analyze the gender pay gap in Germany among full time workers, distinguishing the part of the economy not covered by collective wage agreements and the part covered by industry collective agreements. The results show that the gap was roughly of the same size at the beginning of the time period, but drifted apart afterwards. Meanwhile the gap is much larger in the part of the economy not covered by collective wage agreements. A Juhn-Murphy-Pierce decomposition between both regimes reveals that much of the difference in gender-wage gaps is due to unobservable factors. On the one hand, unobserved productivity differences between men and women working under collective contracts might be smaller. On the other hand wage discrimination might be less severe under collectively negotiated contracts. An additional analysis by economic sectors shows that the gender wage gap is lower under collective bargaining coverage in most industries. The net gender pay gap is mostly higher in manufacturing than in service sectors, with the exception of financial intermediation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Outsourcing of public services in Europe and segmentation effects: the influence of labour market factors (2015)
Grimshaw, Damian ; Rubery, Jill ; Weinkopf, Claudia ; Neumann, László; Anxo, Dominique; Bacache-Beauvallet, Maya ;Zitatform
Grimshaw, Damian, Jill Rubery, Dominique Anxo, Maya Bacache-Beauvallet, László Neumann & Claudia Weinkopf (2015): Outsourcing of public services in Europe and segmentation effects. The influence of labour market factors. In: European journal of industrial relations, Jg. 21, H. 4, S. 295-313. DOI:10.1177/0959680115580685
Abstract
"This article examines the influence of labour market factors on public authorities' decisions to outsource public services in five countries. The dominant focus in the outsourcing literature is on a narrow range of factors: public - private gaps in pay, union membership and collective bargaining coverage. We find such differences to be variable, and develop a more encompassing perspective. This includes consideration of labour market rules that establish wage floors and employment protection (especially for outsourced workers) and the possible differentiation of legal status between public and private employees. Our case studies from local government in five countries highlight a set of country-specific interconnections between labour market factors and outsourcing. These lead to variations in both managers' and unions' approaches towards outsourcing and in outcomes for pay and working conditions. We call for a strengthening of the inclusiveness of industrial relations structures to combat problems of workforce fragmentation caused by outsourcing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Sozialstaat 4.0: Tarifbindung und Arbeitszeit entscheiden (2015)
Zitatform
Hofmann, Jörg & Tanja Smolenski (2015): Sozialstaat 4.0. Tarifbindung und Arbeitszeit entscheiden. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 68, H. 6, S. 466-472. DOI:10.5771/0342-300X-2015-6-466
Abstract
"Die Arbeitszeit trägt entscheidend zur Formung des individuellen Arbeitslebens bei und bestimmt Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Arbeit und Leben. Ihre Gestaltung - Länge und Verteilung - ist damit zugleich ein wichtiger Eckpunkt des gesamten sozialstaatlichen Arrangements. Die Veränderungen der Arbeitszeitpolitik - in der gewerkschaftlichen Tarif- und Mitbestimmungspolitik - stehen in einem engen Kontext mit den sozialstaatlichen Entwicklungen. Dies macht das Beispiel der Arbeitszeitpolitik der IG Metall deutlich. Damit wird zugleich klar, dass Arbeitszeitpolitik und Tarifbindung konstitutionelle Eckpfeiler des deutschen Sozialstaatsmodells sind - und bleiben müssen. Eine innovative Arbeitszeitgestaltung ist also die Grundlage für ein neues Normalarbeitsverhältnis. Und Voraussetzung ist die Ausweitung der Tarifbindung. Politisches Ziel ist, Arbeitspolitik und vor allem Arbeitszeitpolitik zu einem gewerkschaftlichen und sozialpolitischen Projekt zu machen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Reducing precarious work in Europe through social dialogue: the case of Germany. (1st part of national report) (2015)
Zitatform
Jaehrling, Karen & Ines Wagner (2015): Reducing precarious work in Europe through social dialogue. The case of Germany. (1st part of national report). Duisburg, 49 S.
Abstract
"Unlike in other countries the 'Great Recession' has not intensified the growth in atypical employment in Germany. Income inequality has not increased either, at least not over the short term (until 2012). The recent slow-down in the increase of atypical work has nevertheless hardly diminished but rather 'freezed' the income inequality and labour market segmentation which has evolved over many years leading up to the crisis. (...) To sum up, the current situation is characterized by novel labour market structures where an all-time high for the level of employment co-exists with a stable and high level of atypical employment and precariousness. It is a contested issue among social partners, political actors and academic observers if and to what extent the latter is a necessary precondition of the first. As we will see in the following paragraphs, however, recent trends both at the legislative level and in collective bargaining indicate that the novel structure is by no means a new equilibrium which would qualify for the term 'New German Social model'. Instead, recent years have witnessed several reforms aimed at re-regulating the labour market, due not least to massive pressures from the trade unions, most importantly the introduction of the national minimum wage in 2015 (see section 2.1), and a partial re-regulation of temp agency work (see section 4). The following report will take stock of the different gaps in employment protection that have evolved both for core and non-core workers and will discuss the strategies of social partners and the government in addressing these gaps. The report is based on documents, available literature and 6 expert interviews (3 each with representatives from trade unions and employer associations)." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
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Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2014: Teil II: Repräsentative Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels 2014 (2015)
Kistler, Ernst; Wiegel, Constantin; Baier, Carolin; Böhme, Stefan; Werner, Daniel; Eigenhüller, Lutz; Hoffmann, Antje;Zitatform
Kistler, Ernst & Constantin Wiegel (2015): Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2014. Teil II: Repräsentative Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels 2014. (Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2014,2), Stadtbergen, 102 S.
Abstract
"Dieser Bericht basiert auf Angaben aus Interviews mit Inhabern bzw. Personalverantwortlichen von 1.233 repräsentativ ausgewählten bayerischen Betrieben und Dienststellen (Erhebungszeitraum Juni bis Oktober 2014) im Rahmen der jährlichen bundesweiten Erhebungen des IAB-Betriebspanels. Mit der Auswertung dieser Daten hat das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration in Kooperation mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit das Internationale Institut für Empirische Sozialökonomie (INIFES) beauftragt. Der Bericht 2014 wird, wie in den Vorjahren, in zwei Teilen übergeben.
Der im April vorgelegte erste Berichtsteil enthält Ergebnisse zu den Themen/Befragungsschwerpunkten Beschäftigungsentwicklung, Wirtschaftliche Lage (2013), Personalstruktur, Personalsuche, Personal-/ Fachkräftebedarf, Ausbildung, Arbeitszeit und Arbeitszeitkonten (in Kurzform sind die Ergebnisse des ersten Berichtsteils in Abschnitt 1.2 wiedergegeben). Der vorliegende zweite Berichtsteil enthält Kapitel zu den Themen:
- Investitionen und Innovationen,
- Personalpolitik,
- Arbeitsbedingungen
- Frauen in Führungspositionen
- Weiterbildung.
Die wichtigsten Ergebnisse dieses zweiten Berichtsteils wurden einleitend komprimiert zusammengefasst. Die einzelnen Kapitel enthalten jeweils eine detailliertere Zusammenfassung." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Did the German model survive the labor market reforms? (2015)
Möller, Joachim;Zitatform
Möller, Joachim (2015): Did the German model survive the labor market reforms? In: Journal for labour market research, Jg. 48, H. 2, S. 151-168., 2015-04-15. DOI:10.1007/s12651-015-0182-9
Abstract
"Der Aufsatz diskutiert entlang verschiedener Dimensionen die Kennzeichen des deutschen Modells als einer besonderen Spielart des Kapitalismus. Diese unterscheidet sich vom angelsächsischen Modell, da sie stärker auf soziale Absicherung und Sozialpartnerschaft setzt. Er argumentiert, dass das deutsche Modell aufgrund der seit Mitte der 1970er Jahre schubartig angewachsenen Sockelarbeitslosigkeit zunehmend unter Druck geraten ist. Die Situation verschlechterte sich noch aufgrund der finanziellen Belastungen durch die deutsche Wiedervereinigung. Obgleich schmerzhaft für bestimmte Arbeitnehmergruppen, waren die in den Jahren 2003 bis 2005 durchgeführten Arbeitsmarktreformen letztlich unvermeidlich, um einen Kollaps des Systems zu verhindern. Gewisse Erosionserscheinungen am deutschen Modell wie die rückläufige Tarifabdeckung, die zunehmende Segmentation des Arbeitsmarktes und die höhere Lohnungleichheit werden fälschlicherweise den Reformen zugeschrieben. Die empirischen Fakten belegen, dass diesen Phänomenen längerfristige Trends zugrunde liegen, die schon vor den Reformen in den 1990er Jahren oder sogar früher einsetzten. Nach den Reformen überstand die deutsche Wirtschaft den Stresstest der Großen Rezession erfolgreich und zeigte nachhaltiges Beschäftigungswachstum. Wesentliche Bestandteile des deutschen Modells wie die langen Betriebszugehörigkeiten von qualifizierten Facharbeiter/innen, das duale Ausbildungssystem, die starke Exportorientierung sowie eine solide finanzierte Sozialversicherung sind im Wesentlichen erhalten geblieben. Deswegen ist das deutsche Modell keineswegs abgewickelt, sondern im Kern weiterhin sehr lebendig. Eine gewisse Bedrohung ergibt sich aus den schleichenden Erosionserscheinungen durch wachsende Segmentation und Ungleichheit. Hierauf sollte mit ausgewogenen Gegenmaßnahmen reagiert werden, die jedoch nicht die Beschäftigungserfolge des bisherigen Reformprozesses wieder in Frage stellen sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim; -
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel, Länderbericht Thüringen: Ergebnisse der neunzehnten Welle 2014 (2015)
Zitatform
Schaffner, Sandra, Lea Eilers, Hanna Frings, Matthias Kaeding & Adam Pilny (2015): IAB-Betriebspanel, Länderbericht Thüringen. Ergebnisse der neunzehnten Welle 2014. Erfurt, 76 S.
Abstract
"Mit dem Betriebspanel als mündliche Arbeitgeberbefragung beteiligte sich der Freistaat bereits zum 19. Mal an der einzigen für alle Betriebsgrößen und Branchen repräsentativen Arbeitgeberbefragung in Deutschland.
2014 wurden in Thüringen 1.100 Betriebe und Einrichtungen befragt. Mit dieser Stichprobe konnten 1,8 Prozent der Unternehmen mit 6,8 Prozent der Beschäftigten erfasst werden.
Die Befragten repräsentieren die Grundgesamtheit von 60.600 Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Durch die Ergebnisse des Betriebspanels wird die amtliche Statistik ergänzt. In einigen Punkten ist das Panel sogar die einzige Datenquelle für Aussagen auf Betriebsebene. Beispielsweise für Informationen zur Tarifbindung werden die Paneldaten regelmäßig genutzt. Aufbauend auf den Ergebnissen der bisherigen Befragungen liefert auch der jetzt vorliegende Bericht interessante Daten insbesondere zur Beschäftigungssituation im Freistaat Thüringen.
In der 19. Welle liegt der Fokus auf der Deckung des Fachkräftebedarfs, Frauen in Führungspositionen und ersten Auswertungen zur Mindestlohneinführung. Die Ergebnisse des Betriebspanels bestätigen in einigen Punkten bereits bekannte bzw. vermutete Trends und Entwicklungsstände auf dem Thüringer Arbeitsmarkt, zeigen aber oft auch Fakten auf, die vor dem Hintergrund der Ländervergleiche und langen Entwicklungstrends wertvolle Informationen und Hinweise für fachpolitisches Handeln geben. So zeigt sich beispielsweise, dass es in Thüringen zu einem Anstieg der Beschäftigung gekommen ist, obwohl die Zahl der Betriebe zurückging. Auch die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt wurden durch die positive Beschäftigungsentwicklung abgefedert." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
United, yet apart? A note on persistent labour market differences between Western and Eastern Germany (2015)
Zitatform
Schnabel, Claus (2015): United, yet apart? A note on persistent labour market differences between Western and Eastern Germany. (IZA discussion paper 8919), Bonn, 28 S.
Abstract
"Comparing aggregate statistics and surveying selected empirical studies, this paper shows that the characteristics and results of labour markets in eastern and western Germany have become quite similar in some respects but still differ markedly in others even 25 years after unification. Whereas no substantial differences can be detected in firms' labour demand decisions and in employees' representation via works councils or trade unions, both parts of the country are somewhat apart concerning labour supply behaviour, labour productivity, wages, and bargaining coverage, and they still exhibit substantially different rates of unemployment. These differences may reflect observable and unobservable characteristics of economic actors as well as differences in behaviour, norms, and individuals' attitudes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Sector-level strategies against precarious employment in Germany: evidence from construction, commercial cleaning, hospitals and temporary agency work (2015)
Schulten, Thorsten; Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulten, Thorsten & Karin Schulze Buschoff (2015): Sector-level strategies against precarious employment in Germany. Evidence from construction, commercial cleaning, hospitals and temporary agency work. (WSI-Diskussionspapier 197), Düsseldorf, 63 S.
Abstract
"This study focuses on describing and analyzing the concrete initiatives taken by trade unions and employers to combat pre-carious employment. It is based on an evaluation of recent data, research literature and policy documents as well as a number of interviews with experts from all four sectors. The study is also part of a wider European project called 'Bargaining for Social Rights at Sector Level' (BARSORIS) which include studies from seven European countries (Denmark, Germany, Italy, Netherlands, Slovakia, Spain and the UK)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Anspruchslöhne: immer noch Unterschiede zwischen Ost und West (2015)
Zitatform
Weber, Christoph S. & Philipp Dees (2015): Anspruchslöhne. Immer noch Unterschiede zwischen Ost und West. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 68, H. 8, S. 593-603. DOI:10.5771/0342-300X-2015-8-593
Abstract
"Fast 25 Jahren nach der Wiedervereinigung gibt es weiterhin einen signifikanten Unterschied zwischen den Löhnen, die West- und Ostdeutsche mindestens erwarten, um eine offene Stelle anzunehmen. D.h. es gibt nicht nur ein nach wie vor bestehendes Lohngefälle zwischen West- und Ostdeutschland, sondern auch die Anspruchslöhne sind im Osten geringer. Dieser Unterschied besteht, wie die vorgelegte Analyse zeigt, auch dann noch, wenn für eine Vielzahl von Einflussfaktoren auf die Lohnerwartung, wie bspw. die sektorale und qualifikatorische Zusammensetzung oder das Mietpreisniveau, kontrolliert werden. Diese Befunde verweisen darauf, dass das bestehende niedrigere Lohnniveau in Ostdeutschland auch die Anspruchslöhne absenkt und damit die Lohnlücke zementiert. Mit Blick auf die politisch und gesellschaftlich gewünschte Angleichung der Löhne zwischen Ost und West stellt dies eine Herausforderung dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sonderzahlungen in Deutschland: eine Analyse auf Basis der Verdienststrukturerhebung 2010 (2015)
Zitatform
Weber, Thomas & Martin Beck (2015): Sonderzahlungen in Deutschland. Eine Analyse auf Basis der Verdienststrukturerhebung 2010. In: Wirtschaft und Statistik H. 4, S. 69-83.
Abstract
"Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die Verbreitung von Sonderzahlungen für Arbeitnehmer in Deutschland. Nach einer deskriptiven Analyse der auf Basis der Verdienststrukturerhebung 2010 gewonnenen Ergebnisse werden anschließend die für das Auftreten und die Höhe einer Sonderzahlung maßgeblichen Faktoren mithilfe von Regressionsmodellen auf ihren Einfluss untersucht. Es zeigt sich, dass Merkmale des Arbeitgebers und die Branche die entscheidenden Faktoren für den Bezug einer Sonderzahlung sind. Nachgewiesen werden kann ein positiver Zusammenhang von Einkommen und bestimmten Branchen auf die Höhe der Sonderzahlung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebspanel Berlin 2014: Ergebnisse der neunzehnten Welle (2015)
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit führt seit 1996 jährlich eine Befragung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen in Berliner Betrieben durch (Betriebspanel Berlin). Im Jahr 2014 fand diese Befragung zum neunzehnten Mal statt. Für Auswertungen liegen Interviews von rund 900 Berliner Betrieben vor.
Die Ergebnisse:
Erfolgreiche Beschäftigungsentwicklung der letzten Jahre setzte sich auch im letzten Jahr fort, Prognosen lassen weiteres Wachstum erwarten.
Mehrheit der Arbeitsplätze setzt eine Ausbildung voraus, überdurchschnittlich hoher Anteil von akademisch qualifizierten Beschäftigten in Berlin.
Atypische Beschäftigung leicht gesunken, aber rund jede zweite Neueinstellung befristet.
Keine Steigerung des Frauenanteils auf der ersten Führungsebene, dafür höhere Beteiligung von Frauen auf der zweiten Führungsebene.
Nachfrage nach Fachkräften im letzten Jahr wieder gestiegen, Nichtbesetzungsquote niedriger als im Vorjahr.
Betriebe mit geplanten Stellenbesetzungen befürchten mehrheitlich Probleme bei der Gewinnung geeigneter Bewerber und Bewerberinnen.
Kenntnis des Anerkennungsgesetzes und Bedeutung für die Personalarbeit.
Betriebliche Ausbildungsbeteiligung erstmals seit Jahren wieder gestiegen, bessere Chancen für Auszubildende auf Übernahme.
Weiterbildungsbeteiligung der Betriebe gestiegen.
Tarifbindung im letzten Jahr weiter gesunken, Löhne gestiegen, aber unter dem Bundesdurchschnitt.
Mindestlohnregelungen betreffen nur eine Minderheit der Betriebe, dort jedoch zahlreiche Beschäftigte.
Umsätze gestiegen, Investitionsintensität gesunken." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel, Bericht Sachsen: neunzehnte Welle 2014 (2015)
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bescheinigt den sächsischen Betrieben ein besonders hohes Niveau bei der Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen. Die Betriebe setzten bei der Fachkräftegewinnung verstärkt auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und sind auch bereit höhere Löhne zu bezahlen.
Auch die Chance, nach der Ausbildung eine Beschäftigung im Ausbildungsbetrieb aufzunehmen ist in Sachsen derzeit besser als in Westdeutschland. Seit 2005, dem Jahr des beginnenden Beschäftigungsaufbaus, werden anteilig immer mehr Jugendliche vom Ausbildungsbetrieb übernommen. In 2014 bildeten wieder mehr Betriebe in Sachsen aus, was insbesondere auf eine steigende Ausbildungsbeteiligung von Kleinstbetrieben zurückzuführen ist. Demgegenüber verringerte sich das Ausbildungsengagement mittlerer und größerer Betriebe." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Union decline and the coverage wage gap in Germany (2014)
Zitatform
Addison, John T., Paulino Teixeira, Jens Stephani & Lutz Bellmann (2014): Union decline and the coverage wage gap in Germany. (IZA discussion paper 8257), Bonn, 40 S.
Abstract
"Using linked employer-employee data, this paper provides new estimates of the effect of collective bargaining coverage on wages over an interval of pronounced decline in collective bargaining coverage. Unobserved firm and worker heterogeneity is dealt with using two establishment sub-samples of collective bargaining joiners and never members on the one hand and collective bargaining leavers and always members on the other, each in combination with subsets of worker job stayers. Leaving a sectoral agreement is always found to produce lower wages, while joining one no longer produces wages gains. These results are consistent with the observed decline in unionism." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Indicative and updated estimates of the collective bargaining premium in Germany (2014)
Zitatform
Addison, John, Paulino Teixeira, Katalin Evers & Lutz Bellmann (2014): Indicative and updated estimates of the collective bargaining premium in Germany. In: Industrial relations, Jg. 53, H. 1, S. 125-156., 2013-04-16. DOI:10.1111/irel.12049
Abstract
"This study provides updated evidence on the union contract differential in Germany using establishment-wide wage data and two estimation strategies. It provides pairwise estimates of the union differential based on separate samples of collective bargaining leavers and joiners vis-à-vis the corresponding counterfactual groups. We report that average wages increase by 3 to 3.5 percent after entering into a collective agreement and decrease by 3 to 4 percent after abandoning a collective agreement. Excluding establishments that experience mass layoffs does not significantly influence these net findings, although such establishments record wage losses - statistically insignificant for joiners but up to 10 percent in the case of leavers, as compared with the counterfactuals. The backdrop to these new indicative estimates, which are properly conditioned on establishment size and industry affiliation, inter alia, is one of wage stagnation and continuing union decline." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Lohnhöhe und Tarifbindung: Bestimmungsfaktoren der individuellen Verdiensthöhe (2014)
Amlinger, Marc;Zitatform
Amlinger, Marc (2014): Lohnhöhe und Tarifbindung. Bestimmungsfaktoren der individuellen Verdiensthöhe. (WSI-Report 20), Düsseldorf, 26 S.
Abstract
"Trotz der insgesamt abnehmenden Prägekraft tarifvertraglicher Lohnsetzung in Deutschland zeigt eine Analyse der Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes, dass durch die kollektive Aushandlung der Verdienst- und Arbeitsbedingungen auf Branchen- oder Firmenebene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach wie vor einen signifikant höheren effektiven Bruttostundenverdienst erzielen. Gesamtwirtschaftlich betrachtet lässt sich dies zu einem gewissen Teil aus den strukturellen Unterschieden zwischen tarifgebundenen und nicht tarifgebundenen Betrieben und Beschäftigtengruppen erklären: Sind insbesondere wirtschaftlich starke Großbetriebe tarifgebunden, so wirkt sich dies auch auf das tarifliche Lohndifferenzial aus. Kontrolliert man den Lohneffekt der Tarif-bindung um Betriebs- und Personeneffekte, so ergibt sich jedoch für Beschäftige in branchentarifgebundenen Betrieben immer noch ein um 5,6 Prozent und in firmentarifgebundenen Betrieben ein um 8,2 Prozent höherer Bruttostundenverdienst im Vergleich zu Beschäftigten, für die kein Tarifvertrag gilt. Werden die Verdienste und Arbeitsbedingungen kollektiv auf Branchen- oder Firmenebene ausgehandelt, ergeben sich somit auch unter sonst gleichen Arbeitsplatzmerkmalen signifikant höhere Bruttostundenlöhne." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifbindung, außertarifliche Entlohnung und Mitarbeiterbeteiligung in Baden-Württemberg: ein Bericht auf Basis des IAB-Betriebspanels Welle 2013 (2014)
Zitatform
Brändle, Tobias (2014): Tarifbindung, außertarifliche Entlohnung und Mitarbeiterbeteiligung in Baden-Württemberg. Ein Bericht auf Basis des IAB-Betriebspanels Welle 2013. (IAW-Kurzberichte 2014,04), Tübingen, 56 S.
Abstract
"Seit Beginn der 1990er Jahre ändert sich zunehmend das Entlohnungssystem in Deutschland. Hierbei ist zum einen der Flächentarifvertrag unter Druck geraten, andererseits sind alternative Formen der Entlohnung und auch der Vertragsgestaltung, abweichend vom Normalarbeitsverhältnis, auf dem Vormarsch. Der vorliegende Beitrag stellt diese Entwicklung für Baden-Württemberg zusammen und geht dabei insbesondere auf die Tarifbindung, auf außertarifliche Entlohnung und auf erfolgsabhängige Entlohnung der Mitarbeiter ein. Eine vergleichbare Analyse liefern bereits Heinbach et al. (2008), deren Ergebnisse teilweise anhand neuester Daten validiert werden. Ausgehend von der Frage, ob auch in Baden-Württemberg ein Rückgang der Flächentarifvertragsbindung zu verzeichnen ist, erfolgt zunächst eine detailliertere Analyse der Tarifbindung in Baden-Württemberg, ihres Ausmaßes, ihrer Struktur und ihrer zeitlichen Entwicklung. Ein besonderes Augenmerk dieser Studie liegt in der Analyse außertariflicher Beschäftigung in tarifgebundenen Betrieben. Dieses Phänomen wird am aktuellen Rand und in der zeitlichen Entwicklung untersucht. Außerdem werden die betrieblichen Determinanten der Existenz und des Ausmaßes an außertariflicher Entlohnung festgestellt. Ein weiteres Augenmerk der Studie bildet eine Analyse der Mitarbeiterbeteiligung in Baden- Württemberg. Hierbei wird auch untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen abnehmender Tarifbindung und Mitarbeiterbeteiligung gibt. Im letzten Kapitel wird die Beschäftigungsentwicklung in Betrieben untersucht. Dabei werden einerseits Job-Flow- Analysen durchgeführt, andererseits das Entlassungs- und Einstellungsverhalten der Betriebe untersucht. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass sich tarifgebundene und nicht tarifgebundene Betriebe oder Betriebe mit und ohne Mitarbeiterbeteiligung darin unterscheiden sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Collective versus decentralized wage bargaining and the efficient allocation of resources (2014)
Zitatform
Cai, Xiaoming, Pieter A. Gautier, Coen N. Teulings & Makoto Watanabe (2014): Collective versus decentralized wage bargaining and the efficient allocation of resources. In: Labour economics, Jg. 26, H. January, S. 34-42. DOI:10.1016/j.labeco.2013.11.003
Abstract
"In a search model with two sided heterogeneity and on-the-job search, we compare collective bargaining agreements (CBA) with a decentralized bargaining outcome case. Under CBA, a union chooses a pay-scale schedule and the firm can select a wage from this pay scale after observing match quality. An advantage of collective bargaining agreements is that search and business-stealing externalities can be internalized. A disadvantage is that it takes more time before an optimal allocation is reached. What the most desirable system is, depends on worker bargaining power (ß) and the relative efficiency of on- versus off- the job search. We find both for the Netherlands and the US that as long as ß lies between 0.1 and 0.7, CBA is less desirable." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2013 (2014)
Zitatform
Ellguth, Peter & Susanne Kohaut (2014): Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2013. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 67, H. 4, S. 286-295. DOI:10.5771/0342-300X-2014-4-286
Abstract
"Der Beitrag präsentiert aktuelle Ergebnisse zur Tarifbindung und der betrieblichen Interessenvertretung. Er knüpft damit an die alljährlich in den WSI-Mitteilungen publizierte Berichterstattung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur Reichweite von Tarifbindung und Mitbestimmung an. Die Befunde basieren auf Daten des IAB-Betriebspanels, das als einzige repräsentative Datenquelle entsprechende Auskünfte in einer langen Zeitreihe für die Gesamtwirtschaft liefert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland: neue Einsichten (2014)
Gühne, Michael; Markwardt, Gunther;Zitatform
Gühne, Michael & Gunther Markwardt (2014): Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Neue Einsichten. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 21, H. 3, S. 37-44.
Abstract
"Auch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer bestehen weiterhin erhebliche Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. In Abhängigkeit der Messmethode und der Datengrundlage beträgt der Lohnabstand zwischen zwanzig und dreißig Prozent [vgl. FUCHS-SCHÜNDELN (2009), IWH et al. (2011), PAQUE (2009), RAGNITZ (2012)]. Dieser Beitrag untersucht empirisch die ökonomischen Bestimmungsgründe des nach wie vor bestehenden Lohnunterschieds zwischen Ost- und Westdeutschland. Durch die Verwendung eines Mikrodatensatzes, welcher Angaben zur Personen- und Betriebsebene über die Zeit enthält, und die Anwendung neuer ökonometrischer Methoden ergeben sich zum Teil unerwartete neue Einsichten in die Thematik. Im Ergebnis zeigt sich, dass auf der Ebene der Betriebe nur die unterschiedliche Branchenstruktur zwischen Ost- und Westdeutschland einen bedeutsamen Teil des Lohndifferenzials erklärt. Entgegen der weit verbreiteten Erwartung haben die durchschnittlich kleineren Betriebe, die geringere Verbreitung von Betriebsräten oder die lückenhaftere Abdeckung von Tarifverträgen in Ostdeutschland in Summe nur einen statistisch vernachlässigbaren Einfluss. Auf der Ebene der Beschäftigten haben strukturelle Ausstattungsdifferenzen, wie z. B. Ausbildungstand oder Berufsstruktur, nur einen sehr geringen Einfluss auf die Ost-West-Lohnunterschiede. Das hervorstechendste und überraschendste Ergebnis der Untersuchung findet sich auf der Personenebene. Die unterschiedlichen Renditen auf Berufserfahrung erklären einen Großteil des Ost-West-Lohnabstands. Dies bedeutet, dass Beschäftigte in Ostdeutschland ihr Lohnniveau im Laufe des Berufslebens im Vergleich zu Beschäftigten in Westdeutschland nur wenig steigern können. Unsere Berechnungen zeigen, dass dieser Effekt die quantitativ wichtigste Ursache für die noch immer bestehende Ost-West-Lohndifferenz ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Adverse effects of competition and rents on collective bargaining status: evidence from Germany (2014)
Martensen, Finn;Zitatform
Martensen, Finn (2014): Adverse effects of competition and rents on collective bargaining status. Evidence from Germany. (Working paper series / University of Konstanz, Department of Economics 2014-15), Konstanz, 27 S.
Abstract
"Why do firms and workers bargain individually or collectively? I test the effect of product market competition and rents with German establishment data. Against intuition, competition and rents have opposite effects. Competition has a u-shaped effect on the probability of collective bargaining. This contradicts the existing theory (Ebell and Haefke 2006; Boeri and Burda 2009). By contrast, firms with higher rents are more prone to collective bargaining. For both competition and rents, the effect is stronger for sector-level than for firm-level collective bargaining. Indicators of higher productivity also matter: A higher export share drives firms into individual wage bargaining, while a higher share of workers with higher education drives firms into firm-level bargaining. Thus, the interplay between productivity, competition, and the wage setting regime is much more subtle than suggested by the existing theory." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Export dependence and institutional change in wage bargaining in Germany (2014)
Zitatform
Raess, Damian (2014): Export dependence and institutional change in wage bargaining in Germany. In: International studies quarterly, Jg. 58, H. 2, S. 282-294. DOI:10.1111/isqu.12096
Abstract
"This article explores the adjustment of wage bargaining institutions to international trade in Germany. Embracing IPE as opposed to CPE lenses yields a novel interpretation of change in the institution of wage bargaining. Export dependence of a sector, we argue, has destabilizing effects for industry-wide bargaining by sparking an intra-sectoral cleavage between domestic and export-oriented enterprises. Specifically, the greater the degree of export dependence of a sector, the greater the degree to which domestic-oriented enterprises within that sector will abandon collective bargaining. We also explain how workplace employee representation through works councils mitigates this effect, such that the presence of works councils helps domestically oriented firms to hold to collective bargaining agreements in the face of a sector's deepening exposure to export markets. These claims find empirical support in the history of labor relations developments in the metal industry and, especially, in extensive analysis of a cross-section of establishments. Our findings attribute major responsibility to the firms driving globalization for undermining collective bargaining institutions and suggest that economic globalization is a cause of dualization. In all, the article provides fresh ammunition for a version of globalization-induced institutional convergence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
