Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Die Rolle der Frau im geteilten Deutschland: eine exemplarische Untersuchung über den Einfluß gesellschaftlicher Kontextbedingungen auf die Einstellungen zur Rolle der Frau und die Frauenerwerbstätigkeit (1993)
Zitatform
Klein, Markus (1993): Die Rolle der Frau im geteilten Deutschland. Eine exemplarische Untersuchung über den Einfluß gesellschaftlicher Kontextbedingungen auf die Einstellungen zur Rolle der Frau und die Frauenerwerbstätigkeit. In: Politische Vierteljahresschrift. PVS-Literatur, Jg. 34, H. 2, S. 272-297.
Abstract
"Zu den wenigen Bereichen, in denen die Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR ihren verblichenen Staat seiner westlichen Systemalternative überlegen wähnten, gehörte die Frauenpolitik. Der Beitrag untersucht, ob sich der vermeintliche Emanzipationsvorsprung der DDR-Frauen auch empirisch belegen läßt. Es zeigt sich, daß die Einstellungen der DDR-Bevölkerung zur wünschenswerten Rolle der Frau in Familie, Partnerschaft und Beruf nur graduell von denjenigen der bundesrepublikanischen Bevölkerung abweichen. Hinsichtlich der wahrgenommenen Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf und der instrumentellen Befürwortung weiblicher Erwerbstätigkeit zeigen sich hingegen deutliche Unterschiede zwischen den beiden politischen Teilkulturen Deutschlands. Diese Unterschiede werden ebenso wie die deutlich divergierenden Frauenerwerbsquoten auf die spezifischen Charakteristika der jeweiligen sozialen, ökonomischen und politisch-kulturellen Kontextbedingungen zurückgeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Lebenslage von Frauen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - ein Ost-West-Vergleich: erste Interpretation empirischer Ergebnisse und Konsequenzen für die Instrumente des "zweiten" Arbeitsmarktes (1993)
Krieger, Ingrid; Lompe, Klaus;Zitatform
Krieger, Ingrid & Klaus Lompe (1993): Zur Lebenslage von Frauen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - ein Ost-West-Vergleich. Erste Interpretation empirischer Ergebnisse und Konsequenzen für die Instrumente des "zweiten" Arbeitsmarktes. (Forschungsberichte aus dem Seminar für Politikwissenschaft und Soziologie 01), Braunschweig, 52 S.
Abstract
"In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer vergleichenden Untersuchung über die Effektivität und Wirkung beruflicher Integrationsmaßnahmen vor allem aus der Sicht befristet in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen geförderter Frauen in einem westdeutschen und einem ostdeutschen Arbeitsamtsbezirk vorgestellt. Im Rahmen einer Längsschnittuntersuchung wurde im Arbeitsamtsbezirk Braunschweig neben Fragen des Verbleibs nach Beendigung der Maßnahme auch den Problemen von Diskontinuitäten im beruflichen Werdegang und den Wirkungen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auf die gesamte Lebenslage von Betroffenen nachgegangen. Eine in Magdeburg durchgeführte Erhebung knüpft daran an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitslose Frauen der neuen Bundesländer in der Fortbildung und Umschulung: Situation, Verhalten und Zukunftserwartung. Studie (1993)
Ladensack, Klaus; Buchholz, Karl; Buchholz, Lutz-Udo; Schulz, Uwe;Zitatform
Ladensack, Klaus, Lutz-Udo Buchholz, Karl Buchholz & Uwe Schulz (1993): Arbeitslose Frauen der neuen Bundesländer in der Fortbildung und Umschulung. Situation, Verhalten und Zukunftserwartung. Studie. Merseburg, 69 S.
Abstract
In der Studie werden die Probleme bei der Fortbildung und Umschulung von Frauen untersucht. Neben den Beweggründen und Standpunkten zur Weiterbildung interessieren vor allem auch die soziale Situation, in der sich die Frauen befinden, die Erwartungen an eine neue Beschäftigung und die breite Palette von Denk- und Verhaltensweisen, die - z.b. über Flexibilität - einen Einfluß auf die zukünftigen Arbeitsmarktchancen haben. Die Erhebungen wurden in 6 Lehrgängen zur Fortbildung (drei) und Umschulung (drei) mit vorwiegend frauentypischen Berufsinhalten, z.B. Bürokauffrau, Kauffrau für Bürokommunikation durchgeführt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Hochschulzugang von Frauen in den neuen Bundesländern (1993)
Lischka, Irene;Zitatform
Lischka, Irene (1993): Hochschulzugang von Frauen in den neuen Bundesländern. In: Beiträge zur Hochschulforschung H. 3, S. 291-310.
Abstract
"Der Anteil der Frauen unter den Studienanfängern der neuen Bundesländer ging in den zurückliegenden drei Jahren zurück. Allerdings ist der Hochschulzugang von Besonderheiten, z.B. der verstärkten Studienaufnahme von vorzeitig aus dem Wehrdienst entlassenen Männer, überlagert, so daß deshalb nur sehr bedingt auf eine veränderte Studierwilligkeit der Frauen geschlossen werden kann. Bedeutende Verschiebungen ergaben sich allerdings hinsichtlich der Wahl der Fächergruppen bzw. Studienbereiche. Diesbezüglich prägten sich die Unterschiede zwischen Frauen und Männern aus. Hinsichtlich der Gründe für die Studienaufnahme und die Studienfachwahl haben sich jedoch keine Unterschiede herausgebildet, werden die Haltungen der Frauen offensichtlich von der spezifischen Vergangenheit und Sozialisation stark geprägt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Befindlichkeit von Ingenieurinnen in den neuen Ländern (1993)
Minks, Karl-Heinz; Bathke, Gustav-Wilhelm;Zitatform
Minks, Karl-Heinz & Gustav-Wilhelm Bathke (1993): Berufliche Befindlichkeit von Ingenieurinnen in den neuen Ländern. (HIS-Kurzinformationen 1993/A01), S. 1-13.
Abstract
"Im Rahmen eines durch das BMBW geförderten Projektes über die berufliche Integration und den Weiterbildungsbedarf von jungen Ingenieurinnen aus den neuen Ländern, wurde ein besonderes Augenmerk auf die berufliche Befindlichkeit und die Beurteilung der mit der Wende 1989 eingetretenen Veränderungen gelegt. Eine große Zahl der befragten Ingenieurinnen mußte zumindest vorläufig aus dem Beruf ausscheiden bzw. sich auf andere, oft nicht der Ausbildung und dem Niveau ihrer Qualifikation angemessenen Tätigkeiten verlegen. Arbeitslosigkeit und Umschulung beschreiben die Situation von erheblich mehr Ingenieurinnen als Ingenieuren aus den neuen Ländern; dies selbst in den technischen Fachrichtungen, in denen die Berufschancen an sich nicht ungünstig sind. Beschäftigung - nach Möglichkeit als Ingenieurin - hat für sie jedoch nach wie vor einen hohen Stellenwert. Die Beurteilung der neuen Arbeits- und Lebensverhältnisse hängt daher in hohem Maße davon ab, ob es ihnen nach der Wende gelungen ist, an ihren Fähigkeiten und ihrem Qualifikationsprofil anzuknüpfen und einen angemessenen Arbeitsplatz zu erhalten. Die überwiegende Zahl Ingenieurinnen von DDR-Hochschulen sieht sich aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer beruflichen Erfahrung konkurrenzfähig mit ihren westdeutschen Fachkollegen. Dagegen ist mehr als ein Drittel von ihnen der Auffassung, westdeutsche Ingenieure würden bei Einstellungen bevorzugt. Das persönliche Fazit der deutschen Vereinigung fällt für sie unabhängig von der beruflichen Lage weniger positiv aus als für ihre männlichen Berufskollegen. Nur die beruflich integrierten Ingenieurinnen können für sich einstweilen aus diesem Prozeß überwiegend persönliche Vorteile verbuchen. Mit zunehmender beruflicher Desintegration wächst der Anteil der skeptischen bis enttäuschten Ingenieurinnen bis zu einem Wert von 75% an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Integration und Weiterbildung von Ingenieurinnen der neuen Länder (1993)
Minks, Karl-Heinz; Bathke, Gustav-Wilhelm;Zitatform
Minks, Karl-Heinz & Gustav-Wilhelm Bathke (1993): Berufliche Integration und Weiterbildung von Ingenieurinnen der neuen Länder. (HIS-Kurzinformationen 1993/A03), S. 1-28.
Abstract
"Im Rahmen eines durch das BMBW geförderten Projektes über die berufliche Integration und den Weiterbildungsbedarf von jungen Ingenieurinnen aus den neuen Ländern, wurden knapp 1.000 Ingenieurinnen und gut 300 Ingenieure befragt, die überwiegend in den 80er Jahren - also vor der Wende - an DDR-Hochschulen ihr Diplom erworben haben. Die Untersuchung gibt Auskunft darüber, wie sich junge Ingenieurinnen verschiedener Studienrichtungen unter den für sie neuen Verhältnissen der Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland beruflich integrieren konnten. Ein Hauptaugenmerk lag auf der Analyse von Merkmalen, die sich positiv bzw. negativ auf die berufliche Integration der betreffenden Frauen auswirken. Ein weiterer Untersuchungsschwerpunkt liegt in der Beschreibung des Bedarfs, der Nutzung und der Bewertung von beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen nach der Wende. Ingenieurinnen zählen zu den besonders benachteiligten Absolventinnengruppen. Mehr als jede fünfte der jungen Ingenieurinnen ist arbeitslos, aber nur 4% der männlichen Ingenieure. Häufig haben sie bereits Arbeitslosigkeit hinter sich (23% vs. 14%) und befinden sich oft auf unsicheren und nicht fach- bzw. niveaugerechten Arbeitsplätzen. Nur eine Minderheit von ihnen ist beruflich relativ gut integriert (43% vs. 73% ihrer männlichen Kollegen). Beschäftigung - nach Möglichkeit als Ingenieurin - hat für sie jedoch nach wie vor einen hohen Stellenwert. Die überwiegende Zahl Ingenieurinnen von DDR-Hochschulen sieht sich aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer beruflichen Erfahrungen durchaus konkurrenzfähig mit ihren westdeutschen Fachkolleginnen und -kollegen. Dagegen ist mehr als ein Drittel von ihnen der Auffassung, westdeutsche Ingenieure würden auf dem Arbeitsmarkt bevorzugt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Verliererinnen der Vereinigung? Entwicklungen der Frauenbeschäftigung in Ostdeutschland (1993)
Zitatform
Quack, Sigrid & Friederike Maier (1993): Verliererinnen der Vereinigung? Entwicklungen der Frauenbeschäftigung in Ostdeutschland. In: Beschäftigungsobservatorium Ostdeutschland H. 9, S. 3-5.
Abstract
"Der ökonomische Transformationsprozeß in Ostdeutschland geht mit einer weitreichenden Umverteilung von Arbeitsplätzen, Einkommen und individuellen Lebenschancen einher. Aus diesem Umverteilungsprozeß scheinen Frauen als die großen Verliererinnen hervorzugehen. Während in der DDR Erwerbsarbeit ein selbstverständlicher Bestandteil des weiblichen Lebensentwurf war, zeichnet sich jetzt eine zunehmende Verdrängung der Frauen aus dem Beschäftigungssystem ab. Ostdeutsche Frauen werden häufiger arbeitslos, und ihnen stehen weniger Wege aus der Arbeitslosigkeit offen als ihren männlichen Kollegen. Trotz ihrer ungünstigen Arbeitsmarktsituation halten sie aber an ihrem Wunsch nach einer Erwerbstätigkeit fest. Der erwartete Rückzug ostdeutscher Frauen vom Arbeitsmarkt und ihre Anpassung an traditionellere Erwerbsbiographien der Frauen im Westen zeichnen sich also bislang nicht ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frauen in den neuen Bundesländern: zurück in eine andere Moderne? (1993)
Schenk, Sabine; Schlegel, Uta;Zitatform
Schenk, Sabine & Uta Schlegel (1993): Frauen in den neuen Bundesländern. Zurück in eine andere Moderne? In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 3, H. 3, S. 369-384.
Abstract
Die Autorinnen wollen spezifische Risikolagen, Anpassungskonflikte und Überbrückungsleistungen von Frauen in den neuen Bundesländern transparent machen. Dabei greifen sie auf Ergebnisse von Kurzstudien zurück, die im Auftrag der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW) angefertigt wurden. (IAB)
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Literaturhinweis
Zur Lebenssituation älterer Frauen in den neuen Bundesländern (1993)
Schmidtke, Heidrun;Zitatform
Schmidtke, Heidrun (1993): Zur Lebenssituation älterer Frauen in den neuen Bundesländern. In: Umbruch. Beiträge zur sozialen Transformation H. 7, S. 34-49.
Abstract
Die Autorin thematisiert in ihrem Beitrag die veränderte Lebenssituation älterer Frauen nach der Wende. "Die schnelle Installation einer neuen Rechts- und Sozialordnung ab 1990 führte zu großen Verunsicherungen unter den Älteren, die Mitte 1991 ihren Tiefpunkt erreichte und allmählich in eine Konsolidierung des Alltagslebens übergeht. Dennoch bleibt ein ambivalentes Grundgefühl bestehen, denn den Verbesserungen einiger sozialer Lebenslagen (z.B. Einkommensverhältnisse) stehen andere Problemfelder gegenüber, so zum Beispiel, wenn der Verlust persönlicher Sicherheit erfahren und soziale Alltagskompetenzen erst neu herausgebildet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Deutsche Vereinigung: Der Abwicklungsskandal an den ostdeutschen Universitäten und seine Folgen für Frauen (1993)
Young, Brigitte;Zitatform
Young, Brigitte (1993): Deutsche Vereinigung: Der Abwicklungsskandal an den ostdeutschen Universitäten und seine Folgen für Frauen. In: Feministische Studien, Jg. 11, H. 1, S. 8-20. DOI:10.1515/fs-1993-0103
Abstract
"Die Autorin, US-amerikanische Professorin der Politikwissenschaften, hat mit 'fremdem' Blick eine Bestandsaufnahme des Umstrukturierungsprozesses der ehemaligen DDR und ihrer Hochschulen vorgenommen. Frauenfeindliche Altlasten aus beiden deutschen Universitäts- und Gesellschaftssystemen verstärkten sich gegenseitig mit dem Effekt, daß Frauen an den Hochschulen der neuen Bundesländer ihren Anteil am wissenschaftlichen Personal, wie er in DDR-Zeiten bestanden hatte, bei weitem nicht erreichen werden. Schlimmer noch, sie werden hier noch weit weniger vertreten sein, als Frauen an den Universitäten der alten Bundesländer präsent sind. Es ist, neben dem grundsätzlich konservativen politischen Rahmen, in dem die Politik der Vereinigung und der 'Abwicklung' angesiedelt ist, vor allem die 'homosoziale Welt' der deutschen Hochschulen - gemeinhin auch als 'Männerbund' bezeichnet -, die nach Ansicht der Autorin zu diesem für die jahrzehntelang mit viel Energie von Frauen betriebene Gleichstellungs- und Frauenpolitik desaströsen Ergebnis führen konnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frauen im mittleren Alter: Lebenslagen der Geburtskohorten von 1935 bis 1950 in den alten und neuen Bundesländern (1993)
Zitatform
(1993): Frauen im mittleren Alter. Lebenslagen der Geburtskohorten von 1935 bis 1950 in den alten und neuen Bundesländern. (Schriftenreihe des Bundesministeriums für Frauen und Jugend 13), Stuttgart u.a.: Kohlhammer, 388 S.
Abstract
"Die heutigen Frauen in den mittleren Lebensjahren sind Teil einer Generation, in deren Biographien sich die Wandlungsprozesse und Umbrüche nach dem Zweiten Weltkrieg widerspiegeln. Diese Wandlungsprozesse - die technisch-arbeitsorganisatorischen Veränderungen im Beschäftigungssystem, die Veränderung gesellschaftlicher Normen und Leitbilder, Umbrüche in der Bewertung von Arbeit, Familie und Freizeit, aber auch die damit verbundenen subjektiven Erlebensweisen und Verarbeitungsmuster der Frauen aus den alten und neuen Bundesländern - werden in diesem Bericht dargestellt.
Der Bericht folgt dabei einer Dreiteilung:
Thema des einführenden Kapitels im ersten Teil sind die 'Politiken' und Leitbilder, die anhand der Berichte der Bundesregierungen und der einschlägigen Rechtsformen und Gesetzesänderungen entfaltet werden. In den Konzepten für Frauenpolitik werden gesellschaftliche Entwicklungen und Umwertungen, aber auch die normativ wirksamen Leitbilder über Frauen deutlich (Kapitel I).
Im zweiten Kapitel des Berichts werden die unterschiedlichen, sich verändernden Strukturbedingungen und Lebenslagen der Frauen der Geburtskohorten von 1935 - 50 im Überblick dargestellt anhand der Familiensituation, der Bedingungen der Erwerbsarbeit und der materiellen Sicherung sowie Aspekte des Gesundheits- und Krankheitsverhaltens dieser Frauen. Besonderer Raum wird dabei ihren subjektiven Bewertungen und Erfahrungen eingeräumt, die sie mit ihren Lebensentwürfen verbinden, denn gerade die Analyse dieser subjektiven Erlebensweisen und ihrer Begründungszusammenhänge macht die Besonderheiten dieser Frauengeneration sichtbar (Kapitel II).
In einem zweiten Teil des Berichtes wird nach einer chronologischen Darstellung frauenpolitischer Maßnahmen, Gesetze und besonderer historischer Ereignisse von 1945 bis zur Auflösung der DDR auf die Situation der Frauen in den neuen Bundesländern eingegangen.
Den Abschluß und dritten Teil des Berichtes bildet eine vergleichende Skizze zur Situation in den alten und neuen Bundesländern." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Frauen als selbständige Unternehmerinnen in freien Berufen und in Führungspositionen der Wirtschaft im Land Sachsen-Anhalt: eine Studie (1992)
Bratzke, Gunthard; Schärfer, Harald; Schädlich, Michael; Conrad, Gudrun; Maier, Magdalena; Claus, Thomas; Gotter, Gabriele;Zitatform
Bratzke, Gunthard, Michael Schädlich & Gudrun Conrad (1992): Frauen als selbständige Unternehmerinnen in freien Berufen und in Führungspositionen der Wirtschaft im Land Sachsen-Anhalt. Eine Studie. Halle, 73 S., Anhang.
Abstract
Die Studie untersucht, in welchem Umfang Frauen an Existenzgründungen beteiligt sind, wie hoch ihre Zahl tatsächlich ist, auf welche Branchen, Berufsgruppen und Regionen sich Existenzgründerinnen konzentrieren und in welchem Maße Frauen in Führungspositionen vertreten sind. Die Untersuchung bezieht sich auf die neuen Bundesländer und insbesondere auf Sachsen-Anhalt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Befindlichkeiten, Meinungen und Konflikte erwerbsloser und von Erwerbslosigkeit bedrohter Frauen. Forschungsbericht (1992)
Braun, Anneliese; Richter, Michaela;Zitatform
(1992): Befindlichkeiten, Meinungen und Konflikte erwerbsloser und von Erwerbslosigkeit bedrohter Frauen. Forschungsbericht. Berlin, 86 S.
Abstract
"Schätzungsweise 55 bis 60% der im Jahre 1989 noch berufstätigen ostdeutschen Frauen sind entweder (überwiegend) unfreiwillig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden oder unmittelbar von Erwerbslosigkeit bedroht. Hierbei wurden einbezogen: die als arbeitslos gemeldeten Frauen, die Vorruheständlerinnen/Empfängerinnen von Altersübergangsgeld, Frauen, die sich in ABM, Fortbildung und Umschulung oder in Kurzarbeit befinden (letztere umgerechnet in "Null- Kurzarbeiterinnen" in Abhängigkeit vom Arbeitszeitausfall). Zudem wurde eine Dunkelziffer berücksichtigt, die sich auf faktisch erwerbslose, aber nicht als arbeitslos gemeldete Frauen bezieht." Für diese Untersuchung wurden die Fragebögen von 1246 Frauen, die einer der vorstehenden Gruppen zuzurechnen sind, unter folgenden Gesichtspunkten ausgewertet:
1. Psychische, gesundheitliche und finanzielle Situation
2. Berufliche Motivation, Arbeitszeitwunsch
3. Einschätzung von Arbeitsmarktchancen und Probleme bei der Arbeitsuche
4. Qualifizierungsbedarf und -bereitschaft
5. Bereitschaft, bestimmte Bedingungen zu akzeptieren (Dequalifizierung, Einkommenseinbußen, ungeschützte Beschäftigung). Die Ergebnisse werden für unterschiedliche Gruppen vergleichend dargestellt (u.a. Alter, Qualifikation, alleinerziehned)." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Frauenerwerbsarbeit in den neuen Bundesländern und Anforderungen an Frauenpolitik: am Beispiel von empirischen Ergebnissen einer soziologischen Studie aus Sachsen (1992)
Bütow, Birgit;Zitatform
Bütow, Birgit (1992): Frauenerwerbsarbeit in den neuen Bundesländern und Anforderungen an Frauenpolitik. Am Beispiel von empirischen Ergebnissen einer soziologischen Studie aus Sachsen. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis, Jg. 15, H. 4, S. 376-393.
Abstract
Es wird über einige Ergebnisse einer empirischen Studie zurFrauenerwerbsarbeit in Sachsen berichtet, die im Sommer 1992 von der Forschungsstelle Frauenforschung in der Gesellschaft für Jugend- und Sozialforschung e.V. (Leipzig) durchgeführt wurde. Es wurden 919 Frauen mit einem standardisierten Fragebogen befragt, die nach einem Quotenplan mit den Kriterien "Erwerbsstatus", "Alter" und "Qualifikation" zufällig ausgewählt wurden. Die Befragung erfolgt unter folgenden Schwerpunkten:
- Einstellungen von Frauen zu den gesellschaftlichen Veränderungen, Zukunftsoptimismus und Wertorientierung
- Grenzen und Möglichkeiten von Frauenerwerbstätigkeit
- Freizeit- und Beratungsinteressen von Frauen
- Politische und öffentliche Partizipation von Frauen.
Die Befragung hatte vor allem erkundende Funktion für eine im nächsten Jahr geplante Längsschnittstudie mit 2-3 Befragungswellen in den Jahren 1993 bis 1997/98 unter o.g. Schwerpunkten und unter Einbeziehung einer Kontrollpopulation männlicher Probanden. (IAB2) -
Literaturhinweis
Bedingungen der Frauenerwerbsarbeit im deutsch-deutschen Einigungsprozeß (1992)
Zitatform
Engelbrech, Gerhard, Sabine Schenk & Petra Wagner (Hrsg.) (1992): Bedingungen der Frauenerwerbsarbeit im deutsch-deutschen Einigungsprozeß. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 167), Nürnberg, 112 S.
Abstract
Der Band enthält Referate einer Fachtagung der Arbeitsgruppe "Arbeitsmarktstrukturen und Frauenerwerbstätigkeit" im Dezember 1990 an der Humboldt-Universität zu Berlin. In einem deutsch-deutschen Diskurs wurden die arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Implikationen des Vereinigungsprozesses für die Umstrukturierung der Frauenerwerbsarbeit aus westlicher und östlicher Sicht beleuchtet. Die einzelnen Beiträge behandeln:
- Frauen und Arbeitsmarktforschung in der ehemaligen DDR;
- Der Arbeitsmarkt für Frauen in den alten und neuen Bundesländern;
- Qualifikationsstruktur und Qualifikationsbedarf erwerbstätiger Frauen in den neuen Bundesländern;
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Eine frauenspezifische Problemstellung;
- Arbeitszeiten als Determinante weiblicher Erwerbsarbeit;
- Die Organisation weiblicher Erwerbsarbeit im Umbruch - Überlegungen zur Entwicklung geringfügiger Beschäftigung in den neuen Bundesländern;
- Die Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt der früheren DDR und ihre Folgen für die Lebensverhältnisse von Jugendlichen. (IAB) -
Literaturhinweis
Die Situation von Frauen in den neuen Bundesländern beim Übergang zur Marktwirtschaft: Individualisierung arbeitsmarkt- und sozialpolitscher Problemlagen oder gesellschaftliche Herausforderung? (1992)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1992): Die Situation von Frauen in den neuen Bundesländern beim Übergang zur Marktwirtschaft. Individualisierung arbeitsmarkt- und sozialpolitscher Problemlagen oder gesellschaftliche Herausforderung? In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 18, H. 4, S. 477-493.
Abstract
"Als Folge der Übertragung des westdeutschen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems auf die neuen Bundesländer veränderte sich sowohl die Arbeitsmarktsituation als auch die soziale Infrastruktur. Von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und den 'neuen' Problemen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind insbesondere Frauen betroffen. So nahm die Erwerbsquote von Frauen von ca. 90 % zum Zeitpunkt der Wende auf 77 % bereits im April 1991 deutlicher als die der Männer (86 %) ab. Parallel dazu stieg die Arbeitslosenquote von Frauen stärker als die der Männer. Damit geraten mit der Wiedervereinigung und dem damit verbundenen Strukturwandel, der zugleich das bisherige Wertesystem beeinflußt, erwerbstätige Frauen in den neuen Bundesländern in einen Doppelkonflikt zwischen tradierte individuelle und veränderte gesellschaftliche Erwartungen an die Erwerbstätigkeit von Frauen und zwischen individuelle Ansprüche und deren faktische Realisierungsmöglichkeiten angesichts der gegenwärtigen Arbeitsmarktlage. Mit zunehmender Abdrängung von Frauen vom Arbeitsmarkt und längerem Verharren in einer 'industriellen Reservearmee' entwertet sich aber deren Qualifikation, damit nehmen die zukünftigen Arbeitsmarktchancen weiter ab und es besteht die Gefahr des endgültigen Verschwindens weiblicher 'discouraged workers' vom Arbeitsmarkt. Individuelle Problemlösungsstrategien lassen die abnehmende Erwerbstätigkeit von Frauen in der Öffentlichkeit zu einem statistischen Phänomen werden. Staatliche Maßnahmen zur Förderung innerfamilialer Kinderbetreuung über mittelbare oder unmittelbare Transferzahlungen unterstützen die aus der Arbeitsmarktkrise entstandenen Individualisierungstendenzen. Demgegenüber würde weitergehende 'aktive' Familien- und Arbeitsmarktpolitik zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf dem Selbstverständnis der Frauen zur Erwerbstätigkeit in den neuen Bundesländern entgegenkommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unterm neuen Kleid der Freiheit das Korsett der Einheit: Auswirkungen der deutschen Vereinigung für Frauen in Ost und West (1992)
Zitatform
Faber, Christel & Traute Meyer (Hrsg.) (1992): Unterm neuen Kleid der Freiheit das Korsett der Einheit: Auswirkungen der deutschen Vereinigung für Frauen in Ost und West. Berlin: Edition Sigma, 186 S.
Abstract
Dieser Tagungsband vereinigt Beiträge aus sehr unterschiedlichen Themenbereichen, die alle beitragen sollen zu einer Kontaktaufnahme zwischen Wissenschaftlerinnen aus Ost und West nach dem Zusammenschluß ihrer beider Staaten. Sie wurden präsentiert und diskutiert im Rahmen einer Ringvorlesung in Berlin im Sommersemester 1990. Es geht den Autorinnen darum,
1. die unterschiedlichen Strukturen in den Bereichen Erwerbstätigkeit, Familie, Recht, soziale Sicherung in ihren Auswirkungen für die Lebenssituation und den Status von Frauen und
2. die Konsequenzen der staatlichen Vereinigung aufzuzeigen. (IAB) -
Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktsituation von Akademikerinnen und Wissenschaftlerinnen in den neuen Bundesländern: das Beispiel Berlin/Brandenburg (1992)
Felber, Christina; Hussein, Brigitte; Röhl, Sabine; Monte, Krisha;Zitatform
Felber, Christina, Brigitte Hussein, Krisha Monte & Sabine Röhl (1992): Zur Arbeitsmarktsituation von Akademikerinnen und Wissenschaftlerinnen in den neuen Bundesländern. Das Beispiel Berlin/Brandenburg. In: Bulletin. Zentrum für interdisziplinäre Frauenforschung H. 4, S. 26-87.
Abstract
Mehrere Beiträge dieses Heftes befassen sich mit der Arbeitsmarktsituation von Akademikerinnen und Wissenschaftlerinnen in den neuen Bundesländern:
- Bericht und Protokoll zum Workshop "Zur Situation von Frauen und Frauenforschung an Berliner und Brandenburger Universitäten und Hochschulen"
- Situation und Perspektiven der Frauen im Umstrukturierungsprozeß an der Humboldt-Universität zu Berlin
- Lage der Akademikerinnen (wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen/Hochschullehrerinnen) und Personalentwicklungstrends am Institut für Anglistik/Amerikanistik im FB Fremdsprachliche Philologien - Beschäftigungsperspektiven für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie weitere in FuE Beschäftigte im Bereich der außeruniversitären Forschung der neuen Bundesländer unter den Bedingungen der Veränderungen des Wissenschaftssystems in Deutschland
- Zum ABM-Projekt "Beschäftigungssituation von Wissenschaftlerinnen im Raum Berlin/Brandenburg." Ferner ist die Bundestagsdrucksache 12/1653 "Situation der Wissenschaftlerinnen in den neuen Bundesländern" abgedruckt. (IAB2) -
Literaturhinweis
Umbruch am ostdeutschen Arbeitsmarkt benachteiligt auch die weiterhin erwerbstätigen Frauen: dennoch anhaltend hohe Berufsorientierung (1992)
Zitatform
Holst, Elke & Jürgen Schupp (1992): Umbruch am ostdeutschen Arbeitsmarkt benachteiligt auch die weiterhin erwerbstätigen Frauen. Dennoch anhaltend hohe Berufsorientierung. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 59, H. 18, S. 235-241.
Abstract
Aufgrund von Auswertungen der ersten beiden Wellen der Oststichprobe des Sozio-oekonomischen Panels vom Juni 1990 und März/April 1991 wird festgestellt, daß vom Beginn der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion an die Entwicklung auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt für Frauen ungünstiger verlief als für Männer. "So ist die Frauenarbeitslosigkeit überdurchschnittlich hoch, und es gibt Tendenzen, Frauen in die Nichterwerbstätigkeit abzudrängen. Im Transformationsprozeß wurden verstärkt Teilzeitarbeitsplätze abgebaut, qualifizierte Arbeitsplätze für Frauen gingen in erheblichem Maße verloren. Wenn Frauen indes ihren Arbeitsplatz wechselten, dann hatte dies einen positiveren Einfluß auf die Lebensqualität als bei Männern. Frauen, die ihren Arbeitsplatz verloren, ließen sich als arbeitsuchend (arbeitslos) registrieren. Lediglich ältere Frauen zogen sich aus dem Erwerbsleben zurück. Ein 'freiwilliger' Rückzug der jüngeren und mittleren Generationen in die Nichterwerbstätigkeit fand nicht statt. Auch in Zukunft ist eine weiterhin hohe Erwerbsneigung bei den ostdeutschen Frauen zu erwarten." (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeits- und Lebenssituation von Frauen im Einzelhandel der neuen Bundesländer im Prozeß des sozialen und politischen Wandels (1992)
Kaluza, Jens; Rieger, Kathrin; Molnar, Doreen; Richter, Jenny;Zitatform
Kaluza, Jens, Doreen Molnar, Jenny Richter & Kathrin Rieger (1992): Arbeits- und Lebenssituation von Frauen im Einzelhandel der neuen Bundesländer im Prozeß des sozialen und politischen Wandels. (Kommission für die Erforschung des Sozialen und Politischen Wandels in den Neuen Bundesländern. Graue Reihe 120), Halle, 33 S.
Abstract
Im Mittelpunkt der Befragung von ausgewählten Verkäuferinnen, Betriebsrätinnen und Personalleitern im Frühjahr 1991 standen folgende Fragen:
- Welche Veränderungen ergeben sich mit der Einführung marktwirtschaftlicher Bedingungen in den Einzelhandelsbetrieben der neuen Bundesländer für die weiblichen Beschäftigten bezüglich: Beschäftigungsverhältnis, Arbeitsaufgaben, Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen, Qualifikation, Arbeitsklima, Perspektiven?
- Wie beurteilen, erleben und bewältigen die Frauen diesen Veränderungsprozeß?
Der auf der Grundlage der 1991 und weiterer 1992 erhobenen Daten erstellte Situationsbericht kommt zu folgenden (ausgewählten) Ergebnissen: Steigende Betriebs- und Lohnkosten und instabile bzw. sinkende Umsätze durch den Bau immer neuer Märkte, veranlaßten Ost- wie Westunternehmen durch permanenten Personalabbau, die Personalkosten schrittweise zu reduzieren. Damit hat der Handel seine Stellung als Schwerpunktbereich der Arbeitslosenzugänge beibehalten. Durch den hohen Anteil der weiblichen Beschäftigten im Handel sind natürlich Frauen am meisten von dieser Entwicklung betroffen. Maßnahmen zur Reduktion der Personalkosten sind: Entlassungen, Aufhebungsverträge und Abfindungen, Vorruhestandsregelung, Abbau von Verwaltungs- und Technikkräften, Teilzeitarbeit, Änderungen im Personaleinsatz sowie der Firmenservice. Neben der ständigen Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes verbinden sich für die Frauen mit dem permanenten Personalabbau auch folgende Belastungsfaktoren:
- die Reduzierung der Arbeitszeit auf Teilzeit,
- ein vielfach erhöhtes Arbeitspensum,
- Überstunden,
- Defizite in der sozialen Kommunikation, - Defizite in der sozialen Komunikation, - Kompetenzverluste. (IAB2) -
Literaturhinweis
Frauenarbeit in den neuen Bundesländern: Rück- und Ausblick (1992)
Nickel, Hildegard Maria;Zitatform
Nickel, Hildegard Maria (1992): Frauenarbeit in den neuen Bundesländern. Rück- und Ausblick. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 2, H. 1, S. 39-48.
Abstract
"Der deutsche Einigungsprozeß hat tiefgreifende Konsequenzen für die Erwerbsarbeit von Frauen - vor allem in den fünf neuen Bundesländern. Die Autorin skizziert zunächst noch einmal die Entwicklung der (hohen) Frauenerwerbsarbeit in der ehemaligen DDR und die damit einhergehenden Probleme und Paradoxien. Ihre Kernthese ist, daß sich unter staatssozialistischen Bedingungen Segmentationsprozesse in der von Frauen infolge der Geschlechterpolarisierung beobachten von Frauen infolge der geschlechterpolarisierung beobachten ließen. Beides läßt - als 'Startbedingungen' gesehen - erwarten daß Frauen zu den Verlierern des deutsch-deutschen Transformationsprozesses gehören werden. Neue Optionen und Chancen für Frauen sieht die Autorin in der Pluralisierung weiblicher Lebensentwürfe." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Zu Problemen der Erwerbsbeteiligung der Frauen in den neuen Bundesländern (1992)
Roloff, Juliane;Zitatform
Roloff, Juliane (1992): Zu Problemen der Erwerbsbeteiligung der Frauen in den neuen Bundesländern. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 18, H. 4, S. 465-475.
Abstract
"In den neuen Bundesländern vollziehen sich derzeitig in der Erwerbsbeteiligung der Frauen, die in der ehemaligen DDR sehr hoch gewesen war, brisante und nachhaltige Veränderungen. Wesentlich mehr Frauen als Männern droht Arbeitslosigkeit und/oder völlige Verdrängung aus dem Arbeitsprozeß. In dem Beitrag wird kurz auf die Gründe für das damalige hohe Niveau der Frauenerwerbstätigkeit eingegangen. Es wird anhand der offiziellen Arbeitslosenstatistik und eigener Untersuchungen aufgezeigt, ob und in welchem Maße Frauen gegenwärtig Chancen am ostdeutschen Arbeitsmarkt haben. Abschließend wird ein erster Schritt unternommen, einen möglichen Zusammenhang zwischen den Veränderungen im Erwerbsleben der ostdeutschen Frauen und ihrem generativen Verhalten nachzuweisen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aber jetzt ist man ja echt gehandikapt, wenn man eine Frau ist: die Vereinigung Deutschlands aus der Sicht von Frauen aus der ehemaligen DDR - eine Interviewstudie (1992)
Schambortski, Heike;Zitatform
Schambortski, Heike (1992): Aber jetzt ist man ja echt gehandikapt, wenn man eine Frau ist. Die Vereinigung Deutschlands aus der Sicht von Frauen aus der ehemaligen DDR - eine Interviewstudie. In: Frauenforschung, Jg. 10, H. 4, S. 77-88.
Abstract
In dem Beitrag berichtet die Verfasserin über ihre Gespräche mit 13 Umschülerinnen (Alter 24 bis 41 Jahre) in den neuen Bundesländern über ihre Lebenssituation nach der Vereinigung Deutschlands. "Die Interviewpartnerinnen betonen, daß sie sich ein Leben ohne Berufstätigkeit nicht vorstellen können. Ihr Lebensentwurf ist geprägt durch die Vorstellung kontinuierlicher Berufstätigkeit. Die psycho-sozialen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit werden von diesen Frauen ähnlich erlebt, wie von männlichen Arbeitslosen, da Haushalt und Kindererziehung von ihnen nicht als gleichberechtigte Alternative zur Berufsarbeit angesehen werden.
Die befragten Frauen fühlen sich für ihre Kinder und das Familienleben verantwortlich und richten ihre beruflichen Vorstellungen nach den Bedürfnissen ihrer Familien aus. So streben die Interviewpartnerinnen in der Regel keine berufliche Karriere an, weil diese mit dem Familienleben nicht vereinbar sei. Andererseits sehen sie aber ihre Berufstätigkeit durchaus im Sinne ihrer Kinder, die dadurch zu mehr Selbständigkeit erzogen würden und mehr Kontakte zu anderen Kindern hätten, als Kinder von nicht-berufstätigen Müttern.
Trotz der Kritik an den Verhältnissen in der ehemaligen DDR fühlen sich die Frauen als Verliererinnen der Vereinigung. Sie erleben es als zunehmend problematisch, Beruf und Familie zu vereinbaren. Selbst diejenigen, die keine Kinder haben, sehen weniger Möglichkeiten, als Frau einen Arbeitsplatz zu bekommen." (IAB2) -
Literaturhinweis
Landfrauen in Sachsen-Anhalt: Studie über die soziale Situation von Frauen in ländlichen Räumen (1992)
Schmidt, Elke;Zitatform
Schmidt, Elke (1992): Landfrauen in Sachsen-Anhalt. Studie über die soziale Situation von Frauen in ländlichen Räumen. Magdeburg, 72 S.
Abstract
"Die Studie über die soziale Situation von Frauen, die in ländlichen Gebieten Sachsen-Anhalts leben, beruht auf einer breit angelegten empirischen Untersuchung, deren Schwerpunkt eine schriftliche Befragung im April 1992 war. Außerdem fließen die Ergebnisse einer Vielzahl von Gesprächen ein, die mit Gleichstellungsbeauftragten, mit Vertreterinnen des Landfrauenverbandes, des Bauernverbandes und der evangelischen Kirche geführt wurden. Durch die Untersuchungen sollen Antworten auf folgende Fragen gefunden werden: Welche Einstellungen und Bedürfnisse bestehen in bezug auf die privaten Lebensbereiche Familie und individuelle Freizeit? Wie zufrieden sind die Frauen damit? Wie stabil ist der Wert des Lebensbereiches Erwerbstätigkeit? Wie groß ist die räumliche und berufliche Mobilität von Frauen im ländlichen Raum? Welche Einstellungen haben die Frauen in bezug auf Fortbildung, Umschulung oder den Aufbau einer selbständigen Existenz? Welche Veränderungen hat der gesellschaftliche Wandel im Leben der Frauen bewirkt? Da sich in der Landwirtschaft sehr tiefgreifende Strukturveränderungen vollziehen, ist die Situation ehemals in der Landwirtschaft beschäftigter Frauen in einem speziellen Kapitel dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Familienstrukturen und Erwerbsbeteiligung in den neuen Bundesländern: erste Veränderungen im Spiegel von Längsschnittanalysen (1992)
Zitatform
Schupp, Jürgen (1992): Familienstrukturen und Erwerbsbeteiligung in den neuen Bundesländern. Erste Veränderungen im Spiegel von Längsschnittanalysen. In: N. Ott & G. Wagner (Hrsg.) (1992): Familie und Erwerbstätigkeit im Umbruch. Referate der Herbsttagung 1991 des Arbeitskreises "Bevölkerungsökonomie" der Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung. Sonderheft, 148), S. 209-252.
Abstract
Mit Hilfe der Ost-Stichprobe des SOEP, deren erste Welle im Juni 1990 noch in der DDR erhoben wurde, analysiert der Verfasser die Entwicklungen auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt vom Beginn der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion im Juni 1990 bis zum Frühjahr 1991. Dabei werden Unterschiede zwischen Frauen und Männern ebenso wie z.T. zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland herausgearbeitet. Mit Hilfe eines multivariaten Schätzmodells werden die Abgangswahrscheinlichkeiten aus Erwerbstätigkeit anhand der Übergänge von Erwerbstätigen im Juni 1990 in die Nichterwerbstätigkeit bestimmt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Erwerbsmuster im Umbruch: Zur Umstrukturierung der Frauenerwerbsarbeit in den neuen Bundesländern: Kurzstudie (1992)
Zitatform
Schäfgen, Katrin, Kerstin Bast-Haider, Heike Solga & Heike Trappe (1992): Erwerbsmuster im Umbruch: Zur Umstrukturierung der Frauenerwerbsarbeit in den neuen Bundesländern. Kurzstudie. (Kommission für die Erforschung des Sozialen und Politischen Wandels in den Neuen Bundesländern. Graue Reihe 201), Halle, 159 S.
Abstract
Fünf Einzelstudien untersuchen in diesem Band unter verschiedenen Blickwinkeln die Arbeitsmarktrisiken von Frauen nach der Wende. Die erste Studie beschreibt die Veränderung institutioneller Rahmenregelungen für die Verbindung von Berufstätigkeit und Familie in ihren Wirkungen auf die individuelle Lebensgestaltung von Frauen. Der folgende Teil analysiert die Veränderung der Wirtschaftsstruktur und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und stellt die Frage, ob die prognostizierte Tertiarisierung positive Beschäftigungseffekte für Frauen bringen kann.
In den zwei folgenden Teilstudien werden Beschäftigungsentwicklungen und -perspektiven von Frauen in zwei Branchen differenzierter betrachtet: in einem Unternehmen der Bekleidungsindustrie, einer Branche, die massiven Schrumpfungen unterliegt und einem Finanzdienstleistungsunternehmen, dem allgemein eine expansive Entwicklung prognostiziert wird.
Im letzten Teil werden mittels linearer Regressionsmodelle die geschlechtsspezifischen Personalabbau- und -rekrutierungsstrategien von Treuhandunternehmen tiefer hinterfragt.
In sechzehn Thesen fassen die Autorinnen abschließend gemeinsam ihre Ergebnisse zu den Perspektiven der Frauenerwerbsbeteiligung in den neuen Bundesländern zusammen. (IAB2) -
Literaturhinweis
Die ökonomische Situation der Frau in den neuen Bundesländern (1992)
Stieler, Brigitte;Zitatform
Stieler, Brigitte (1992): Die ökonomische Situation der Frau in den neuen Bundesländern. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 2, H. 1, S. 59-66.
Abstract
"Im vorliegenden Text werden zunächst die grundsätzlichen politischen und ökonomischen Veränderungen beim Übergang der ehemaligen DDR-Planwirtschaft zur Marktwirtschaft für den Zeitraum 1989 bis Frühjahr 1991, insbesondere hinsichtlich der Konsequenzen für die Arbeitsmarktentwicklung, herausgearbeitet. Danach folgt die Analyse der Entwicklung der Situation der Frauen in den neuen Bundesländern auf dem Arbeitsmarkt und der Nachweis, daß Frauen überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen sind. In 4 Thesen werden Ursachen und Bedingungen für diese Entwicklung aufgezeigt. Der Beitrag schließt ab mit dem Nachweis der gravierenden sozialökonomischen Konsequenzen für die Lage der Frauen, insbesondere der alleinstehenden und alten Frauen in den neuen Bundesländern." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Informationsmappe Frauenerwerbstätigkeit in den neuen Bundesländern (1992)
Zitatform
Wagner, Petra (1992): Informationsmappe Frauenerwerbstätigkeit in den neuen Bundesländern. (Dokumentationsdienst des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Nürnberg, Getr. Sz.
Abstract
Der Transformationsprozeß in den neuen Bundesländern bedingt auch weitreichende Veränderungen für die Erwerbsarbeit von Frauen. Im Diskussionsmittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen einer verstärkten geschlechtsspezifischen Konkurrenz um knappe, existenzsichernde Arbeitsplätze und die daraus resultierende Abdrängung der Frauen vom Arbeitsmarkt. War die Situation von Frauen in der ehemaligen DDR von einer hohen Erwerbsbeteiligung geprägt, läßt sich jetzt der Erwerbswunsch vieler Frauen oft nicht realisieren. Hinzu kommt die Einschränkung bzw. der Abbau sozialpolitischer Maßnahmen zur Vereinbarung von Berufstätigkeit und Familienarbeit. Es besteht für einen Teil der Frauen die Gefahr, dauerhaft in die Erwerbslosigkeit abgedrängt zu werden. Die arbeitsmarkt- und sozialpolitischen, aber auch individuelle Aspekte dieser Entwicklung sind Gegenstand der Informationsmappe "Frauenerwerbstätigkeit in den neuen Bundesländern". Sie enthält Literaturhinweise, Forschungsprojektbeschreibungen und Archivmaterial zum Thema. Grundlage hierfür sind die Datenbanken (Literatur- und Forschungsdokumentation) und das Archiv zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung des IAB. (IAB)
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Literaturhinweis
Erwerbschancen für Frauen aus landwirtschaftlichen Berufen/ländlichen Regionen der neuen Bundesländer (1992)
Zitatform
(1992): Erwerbschancen für Frauen aus landwirtschaftlichen Berufen/ländlichen Regionen der neuen Bundesländer. (Materialien zur Frauenpolitik 19/1992), Bonn, 124 S.
Abstract
In den ländlichen Regionen der ehemaligen DDR sind die Frauen überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Am Beispiel von fünf ländlich strukturierten Landkreisen will die Expertise untersuchen, wie dieser Entwicklung entgegengewirkt werden kann und welche Maßnahmen dazu beitragen können, die Erwerbschancen für Frauen zu verbessern. Im einzelnen werden folgende Aufgabenkomplexe bearbeitet:
- Quantifizierung der arbeitslosen und der von Arbeitslosigkeit bedrohten Frauen und die Ermittlung der Struktur dieser Personengruppe (z.B. Alter, Qualifikation, Mobilität);
- Ermittlung der regionalen Agrarstruktur und des regionalen Arbeitsmarktes;
- Beschreibung der vorhandenen und perspektivischen Arbeitsmarktchancen;
- Ermittlung und Überprüfung des Angebots und der Akzeptanz von Qualifizierungsmaßnahmen;
- Beschreibung des zur Verbesserung der regionalen Erwerbschancen von Frauen erforderlichen Qualifizierungsbedarfs;
- Erkundung regionaler frauenspezifischer Beschäftigungsinitiativen und Entwicklung von Modellen zur Förderung der Arbeitsmarktchancen von Frauen. (IAB2) -
Literaturhinweis
Kurzberichte 1991 (1992)
Zitatform
(1992): Kurzberichte 1991. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 42.13), Nürnberg, 247 S.
Abstract
Der Band enthält die 1991 vom IAB herausgegebenen Kurzberichte. Diese Berichte sollen zu aktuellen Fragen des Arbeitsmarktes rasch und knapp aus dem wissenschaftlichem Raum Auskünfte geben. Die Auskünfte fallen entweder als spezifische Recherche aus gegebenem Anlaß oder frühes Teilresultat aus laufenden Forschungsprojekten an. Die Kurzberichte 1991 behandeln größtenteils Entwicklungen in den neuen Bundesländern, z.B. den Beschäftigungsabbau in Problembranchen, die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, den Ausbildungsstellenmarkt und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Frauen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum Brandenburg (1992)
Zitatform
(1992): Frauen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum Brandenburg. (Gesprächskreis Frauenpolitik 07), Bonn, 51 S.
Abstract
Nach zwei einleitenden Statements von Mitarbeiterinnen der brandenburgischen Landesregierung zur Entwicklung und Perspektive der Landwirtschaft in Brandenburg sowie zur Zukunft der Frauenbeschäftigung im ländlichen Raum befaßt sich der dritte Beitrag der Broschüre mit einem Rückblick auf die Arbeits- und Lebenssituation von Frauen in den ländlichen Regionen dieses Bundeslandes zur Zeit der DDR und den Folgen des staatlichen Zusammenschlusses für die verschiedenen Lebensbereiche in Gegenwart und Zukunft. Den letzten Beitrag bildet ein kurzer Erfahrungsbericht über das Modellprojekt Hertefeld, das über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zur Umstrukturierung des Dorfes und letztendlich zur Schaffung von Dauerarbeitsplätzen insbesondere für Frauen beitragen soll. (IAB)
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Literaturhinweis
Frauen als arbeitsmarktpolitische Zielgröße in Rostock (1991)
Bohnenkamp, Ulrike; Eisbach, Joachim;Zitatform
Bohnenkamp, Ulrike & Joachim Eisbach (1991): Frauen als arbeitsmarktpolitische Zielgröße in Rostock. Bremen, 74 S.
Abstract
"Hohe Arbeitslosigkeit, Unsicherheit über die Zukunft der Kinderbetreuungseinrichtungen, die familiären Folgen latenter Resignation oder des Wochenendpendelns vieler Familienväter sind nur einige Stichwörter, die die gegenwärtige Situation der Frauen in den neuen Bundesländern beschreiben. Im Unterschied zu diesen allgemeinen Trends ist die Arbeitsmarktdiskussion an der Küste jedoch durch die Zukunft des maritimen Sektors und insbesondere durch die Auseinandersetzung um die Zukunft der Werften geprägt. Neue arbeitsmarktpolitische Konzepte wie die Beschäftigungsgesellschaften sind dementsprechend vor allem auf die ehemaligen Beschäftigten des maritimen Sektors ausgerichtet. Infolge des niedrigen Frauenanteils im Schiffbau werden dadurch vorrangig Beschäftigungsmöglichkeiten für Männer geschaffen. Die nachhaltigen regionalwirtschaftlichen Folgen der Krise des Schiffbaus in Ostdeutschland lassen die Probleme anderer Arbeitnehmergruppen in den Hintergrund treten. Dieses Spannungsverhältnis war Anlaß, sich auch und gerade in Rostock systematisch mit 'Frauen als arbeitsmarktpolitischer Zielgröße' zu befassen. Dabei gilt es, statistisch signifikante Veränderungen und Trends zur bisherigen und zukünftigen Entwicklung der Frauenbeschäftigung und -arbeitslosigkeit herauszuarbeiten. Die aus der Bevölkerung ableitbaren Besonderheiten bisherigen und künftigen Erwerbsverhaltens der Frauen werden hier nachgezeichnet und zu einem Szenario der Frauenerwerbstätigkeit Rostocks im Jahre 2000 verdichtet. Hierbei wird entsprechend dem IAB-Ansatz verfahren." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Vom Arbeitskräftemangel zum gegenwärtigen Arbeitskräfteüberschuß: Frauen und Erwerbsarbeit in den neuen Bundesländern (1991)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1991): Vom Arbeitskräftemangel zum gegenwärtigen Arbeitskräfteüberschuß: Frauen und Erwerbsarbeit in den neuen Bundesländern. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 24, H. 4, S. 648-657.
Abstract
"Mit der Wiedervereinigung und dem damit verbundenen Strukturwandel, der zugleich das bisherige Wertesystem beeinflußt, geraten erwerbstätige Frauen in den neuen Bundesländern in einen Doppelkonflikt:
- zwischen tradierte individuelle und veränderte gesellschaftliche Erwartungen an die Erwerbstätigkeit von Frauen und
- zwischen individuelle Ansprüche und deren faktische Realisierungsmöglichkeiten angesichts der gegenwärtigen Arbeitsmarktlage.
Die derzeitige berufliche Situation von Frauen ist bestimmt durch einen Rückgang der Arbeitsplätze auf dem "ersten" Arbeitsmarkt, wie er in der Zahl von zumindest 1,5 Mio. verlorengegangenen Arbeitsplätzen und in der Kurzarbeit zum Ausdruck kommt. Die Verluste konnten zum Teil durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Weiterbildungsangebote "abgefedert" werden. Für einen großen Teil der Frauen folgte daraus jedoch Abdrängung in Arbeitslosigkeit oder in die Stille Reserve. Auch das bisherige System kollektiver Kinderbetreuung ändert sich unter den neuen Bedingungen. Die Übernahme familialer Pflichten vornehmlich durch Frauen geht ebenfalls zu Lasten der Erwerbstätigkeit. Bei der Beurteilung zukünftiger Möglichkeiten von Frauen auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin zu berücksichtigen, daß trotz der Systemunterschiede zwischen der alten DDR und der alten Bundesrepublik über weite Bereiche hinweg die Berufsausbildung stark geschlechtsspezifisch segregiert war. Sowohl beim Wegfall von Ausbildungsplätzen wie auch bei der Neubesetzung von Arbeitsplätzen wirkt sich die - im Vergleich zu jüngeren Männern - stärkere Konzentration auf wenige Ausbildungsbereiche für die weiteren beruflichen Möglichkeiten junger Frauen negativ aus." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
The labour market for women in the Old and New Länder of the Federal Republic of Germany (1991)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1991): The labour market for women in the Old and New Länder of the Federal Republic of Germany. In: Labour, Jg. 5, H. 3, S. 105-121.
Abstract
Der Autor beschreibt die Arbeitsmarktperspektiven von Frauen in Ost- und Westdeutschland nach der Wiedervereinigung. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufliche Weiterbildung für Frauen in den neuen Ländern: Ergebnisse eines Forschungsprojektes zur Arbeitssituation und zum beruflichen Weiterbildungsverhalten (1991)
Gensior, Sabine; Panzig, Christel; Engel, Helga; Herget, Claudia;Zitatform
Gensior, Sabine (1991): Berufliche Weiterbildung für Frauen in den neuen Ländern. Ergebnisse eines Forschungsprojektes zur Arbeitssituation und zum beruflichen Weiterbildungsverhalten. (Bildung, Wissenschaft aktuell 1991, 11), Bonn, 67 S.
Abstract
Berufliche Weiterbildung, die gezielt an dem vorhandenen hohen Qualifikationspotential und den konkreten Bedarf in den neuen Bundesländern ansetzt, ist gerade für die Frauen besonders wichtig, um ihnen Chancen zur gleichberechtigten Teilhabe am Arbeitsmarkt zu eröffnen. Die Ergebnisse der Studie, die in Zusammenarbeit von Forscherinnen aus Ost- und West-Berlin von Oktober bis Dezember 1990 erstellt wurde, liefern hierfür zahlreiche Ansatzpunkte. Sie spiegeln die berufliche Situation von Frauen in den neuen Ländern kurz nach Beitritt sowie ihren beruflichen Werdegang und ihr Weiterbildungsverhalten zur Zeit der ehemaligen DDR wider. Sie zeigen, daß für viele der befragten Frauen Weiterbildung eng mit dem beruflichen Fortkommen im Betrieb verknüpft war. Jede zweite der in der Untersuchung befragten Frauen hatte in der Vergangenheit mindestens einmal an Weiterbildung teilgenommen, in erster Linie um berufliche Zusatzqualifikationen zu erwerben. Die meisten Frauen haben hierdurch ihre berufliche Position verbessern können. Die Frauen in den neuen Ländern bringen umfassende Weiterbildungserfahrungen und eine hohe Motivation mit, sich zusätzlich berufliche Qualifikationen anzueignen. Mehr als die Hälfte der hier befragten Frauen ist zum Berufswechsel mit vorhergehender Zusatzqualifikation oder Umschulung bereit, insbesondere wenn damit zukünftige Beschäftigungsperspektiven eröffnet werden. Die abschließend vorgelegten Empfehlungen zur Weiterbildungspolitik orientieren sich an den Arbeitserfahrungen und an der beruflichen Situation der für diese Untersuchung befragten Frauen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Frauenerwerbstätigkeit in den neuen und alten Bundesländern: Befunde des Sozio-ökonomischen Panels (1991)
Zitatform
Holst, Elke & Jürgen Schupp (1991): Frauenerwerbstätigkeit in den neuen und alten Bundesländern. Befunde des Sozio-ökonomischen Panels. (DIW-Diskussionspapiere 37), Berlin, 23 S.
Abstract
"Der Beitrag konzentriert sich auf die Rolle der Frau am Arbeitsmarkt. Er analysiert die Ausgangssituation in beiden Teilen Deutschlands. Anhand objektiver wie subjektiver Indikatoren wird aufgezeigt und begründet, weshalb sich die Erwerbsquoten der Frauen in Ostdeutschland nicht jenen der Frauen in Westdeutschland angleichen, sondern nur annähern werden. Dabei wurde der Schwerpunkt der Analysen auf die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung von Frauen in Ostdeutschland gelegt. Grundlage der empirischen Analysen ist das Sozio-ökonomische Panel, (Befragung Juni 1990 und März/April 1991)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erste Ergebnisse der Berufstätigenerhebung 1990 in den neuen Bundesländern (1991)
Kusch, Horst; Winter, Horst;Zitatform
Kusch, Horst & Horst Winter (1991): Erste Ergebnisse der Berufstätigenerhebung 1990 in den neuen Bundesländern. In: Wirtschaft und Statistik H. 12, S. 779-786.
Abstract
"Die Berufstätigenerhebung 1990 wurde auf Basis des Einigungsvertrags durchgeführt und stellt die erste auf Beschäftigung und Erwerbstätigkeit bezogene Totalerhebung auf dem Gebiet der fünf neuen Bundesländer und des Ostteils von Berlin nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten dar. Insgesamt wurden zum Stichtag 30. November 1990 7,613 Mill. Beschäftigungsfälle gezählt. Gut 4 Mill. Männern standen dabei 3,6 Mill. Frauen gegenüber. Im Vergleich mit den alten Bundesländern zeigen sich erhebliche Unterschiede sowohl in der wirtschaftsfachlichen Gliederung als auch bezüglich der Stellung der Beschäftigten im Beruf: So war in den neuen Bundesländern eine wesentlich größere Bedeutung der Landwirtschaft und des Produzierenden Gewerbes festzustellen, wogegen Dienstleistungen ein geringeres Gewicht aufwiesen. Während in den alten Bundesländern der Anteil der 'Selbständigen' und der 'Mithelfenden Familienangehörigen' an allen Beschäftigten bei etwa 10% lag, betrug er in den neuen Bundesländern nur etwa 3%. Die in der ehemaligen DDR sehr große Frauen-Erwerbstätigkeit kommt auch in den Ergebnissen der Berufstätigenerhebung 1990 noch klar zum Ausdruck. Während sich der Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen in den alten Ländern auf etwa 40% belief, betrug er in den neuen Ländern etwa 47%. Eine fast ausschließliche Domäne der Frauen stellte dabei die Teilzeitbeschäftigung dar. Von den rund 740 000 teilzeitarbeitenden Beschäftigten waren nahezu 93% weiblichen Geschlechts." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Geschlechterverhältnisse der DDR im Umbruch: zur Bedeutung von Arbeitsmarkt und Sozialpolitik (1991)
Maier, Friederike;Zitatform
Maier, Friederike (1991): Geschlechterverhältnisse der DDR im Umbruch. Zur Bedeutung von Arbeitsmarkt und Sozialpolitik. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 37, H. 11/12, S. 648-662.
Abstract
Die Autorin "stellt die Rolle der Sozialpolitik bei der Gestaltung der Geschlechterverhältnisse in Ost und West heraus. Sie stellt dar, wie die Gefährdung ökonomischer Selbständigkeit durch Arbeitslosigkeit, Abbau sozialpolitischer Leistungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Übertragung bundeseutscher Arrangements (wie Erziehungsgeld und Ehegattensplitting) die bisherigen Lebenspläne der Frauen in der früheren DDR in Frage stellt." Dabei wird zunächst ein Überblick zur Sozialpolitik und den Geschlechterverhältnissen in der DDR gegeben. Es wird herausgestellt, daß die sozialpolitischen Regelungen der DDR einerseits die Unterschiede zwischen den Geschlechtern verringert haben, soweit sie sich auf Erwerbsbeteiligung, Qualifizierungsmöglichkeiten und ökonomische Eigenständigkeit bezogen haben. Andererseits habe die Verausgabung von weiblicher Arbeitskraft sowohl im Erwerbssystem wie auch in der Familie zur Reproduktion "klassischer" sozialer Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen beigetragen. Dem wird im weiteren die Sozialpolitik der Bundesrepublik Deutschland gegenübergestellt. Insbesondere wird auf die Risiken im Transformationsprozeß nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland eingegangen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Beyond socialism: The ambivalence of women's perspectives in the unified Germany (1991)
Rudolph, Hedwig; Appelbaum, Eileen; Maier, Friederike;Zitatform
Rudolph, Hedwig, Eileen Appelbaum & Friederike Maier (1991): Beyond socialism: The ambivalence of women's perspectives in the unified Germany. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers FS 1 90-12), Berlin, 28 S.
Abstract
"Frauen waren in der alten DDR fast in gleichem Umfang erwerbstätig wie Männer. Die Struktur ihrer Beschäftigungsbereiche und der Berufsausbildung verwies allerdings auf Prozesse der "Integration mittels Segregation". Diese wurden gestützt durch gesetzliche, institutionelle und finanzielle Regelungen zur Vereinbarkeit von Familienaufgaben und Beruf, die praktisch ausnahmslos auf Frauen bzw. Mütter gerichtet waren. Frauen haben bei der Umstrukturierung der Wirtschaft in den neuen Bundesländern vermutlich die schlechteren Karten hinsichtlich Beschäftigungschancen, zumal das infrastrukturelle Netzwerk abgebaut wird." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Junge Frauen in der DDR 1990: Befindlichkeiten zwischen bisheriger Biographie und Zukunft (1991)
Schlegel, Uta;Zitatform
Schlegel, Uta (1991): Junge Frauen in der DDR 1990. Befindlichkeiten zwischen bisheriger Biographie und Zukunft. In: Jugend, Beruf, Gesellschaft, Jg. 42, H. 1, S. 13-27.
Abstract
Auf der Grundlage zahlreicher Untersuchungen am Zentralinstitut für Jugendforschung, Leipzig, wird versucht sowohl das Erreichte in der Persönlichkeitsentwicklung junger Frauen und in der Gleichberechtigung der Geschlechter als auch Probleme und offene Fragen zu skizzieren. Dabei ergeben sich unterschiedliche Interessen- und Problemlagen, Wertorientierungen, Ansprüche und Bedürfnisse. "Als die zwei höchsten und stabilsten Lebensziele weiblicher Jugendlicher erweisen sich - ähnlich wie bei den männlichen - in unseren Untersuchungen der Beruf/beruflicher Erfolg und ein glückliches Familienleben. Junge Frauen leiten ihren sozialen Status, ihre Anerkennung und Wertschätzung in der Gesellschaft aus ihrer eigenen Entwicklung, aus ihrer eigenen beruflichen Leistung ab und nicht mehr aus dem Beruf oder gesellschaftlichen Erfolg des Ehemannes. Diese starke Orientierung weiblicher Jugendlicher auf eigene Erwerbstätigkeit schließt aus verschiedenen Motiven ihre Orientierung auf eine abgeschlossene Berufsbildung ein - zeitweilige oder angelernte Erwerbstätigkeit wird nicht angestrebt. Folgerichtig verfügen heute die jungen Frauen in der DDR (bis etwa Mitte 40) über die gleiche Allgemein-, Berufs- und Hochschulbildung wie die Männer ihres Alters.
Das häufige Argument, daß die hohe Erwerbstätigkeit der DDR-Frauen - zuletzt 91 % (davon rund ein Viertel teilzeitbeschäftigt - gegenüber der BRD 54 %, davon rund ein Drittel teilzeitbeschäftigt - Mikrozensus April 1988) - nur ökonomischen Zwängen geschuldet sei ("welcher DDR-Mann kann schon von seinem Einkommen eine vierköpfige Familie ernähren?") bzw. weibliche Orientierung auf Erwerbstätigkeit sich auf die Einsicht in diese Zwänge reduziere, ist nicht ausreichend, weil die Einbettung des eigenen Berufs in die Lebenswerte vielfältiger ist und wie beispielsweise auch Untersuchungen während des bezahlten "Babyjahres" belegen mit Mangelerlebnissen hinsichtlich Selbstbestätigung, sozialer kontakte zu den Kollegen u.a." (IAB2) -
Literaturhinweis
Frauen in den neuen Bundesländern im Prozeß der deutschen Einigung: Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage (1991)
Zitatform
(1991): Frauen in den neuen Bundesländern im Prozeß der deutschen Einigung. Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage. (Materialien zur Frauenpolitik 11/1991), Bonn, 54 S.
Abstract
Im Mittelpunkt dieser Repräsentativumfrage bei 1.432 Frauen in der ehemaligen DDR (16-60 Jahre) stehen die Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zwar in der spezifischen Konstellation der früheren DDR, aber mit Blick auf die Rahmenbedingungen und Wertvorstellungen der alten Bundesrepublik. Damit im Zusammenhang stehen Fragen zur Erwerbstätigkeit und zu dem Stellenwert, den sie für die Frauen hat, wie auch Fragen nach der Arbeitsteilung im Haushalt und die Meinungserforschung zur Gleichberechtigung und zur geschlechtsspezifischen Rollenzuweisung. Als wesentliches Ergebnis kristallisiert sich dabei heraus, daß die Berufstätigkeit für die Frauen in den neuen Bundesländern ein selbstverständliches und obendrein unverzichtbares Element ihrer Lebensplanung ist. Die Alternativrolle "Hausfrau" existiert generell nicht als Lebensperspektive und ist nur für eine deutliche Minderheit im eigenen Wertsystem verankert. Trotzdem unterscheidet sich die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen nicht wesentlich von der in der alten Bundesrepublik. (IAB2)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven für Frauen in den neuen Bundesländern (1990)
Brandner, Sylvia;Zitatform
Brandner, Sylvia (1990): Beschäftigungsperspektiven für Frauen in den neuen Bundesländern. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 43, H. 35/36, S. 32-39.
Abstract
Der politische und wirtschaftliche Systemwandel auf dem Gebiet der ehemaligen DDR führte innerhalb kurzer Zeit zu einer hohen Zahl von Arbeitslosen und Kurzarbeitern. Angesichts des allgemeinen Beschäftigungsrückgangs und der zu erwartenden strukturellen Veränderungen gilt es, die Aussichten verschiedener Gruppen von Arbeitnehmern auf dem neugeschaffenen Arbeitsmarkt zu untersuchen. Hierbei spielen neben dem Wirtschaftszweig, in dem diese Personen bisher beschäftigt waren, ihrer beruflichen Qualifikation sowie regionalen Gesichtspunkten auch demographische Merkmale wie z.B. Alter und Geschlecht eine Rolle. Die überproportional hohe Frauenarbeitslosigkeit ist Anlaß für eine zusammenfassende Darstellung der Frauenerwerbstätigkeit und ihrer Voraussetzungen in der ehemaligen DDR. Daran schließt sich ein Überblick an über die bisherige Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf Frauen. In der sektoralen Betrachtung lassen sich einige Problembereiche mit einem starken Beschäftigungsabbau aufzeigen, wie z. B. in der Textil- und Leichtindustrie. Andererseits bestehen im Dienstleistungsbereich günstige Aussichten. Inwieweit Frauen diese Chancen wahrnehmen können, wird allerdings vom Angebot an Kindertagesstätten und von der Beteiligung der Frauen an Weiterbildungsmaßnahmen abhängen. (IAB)
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Literaturhinweis
Erwerbsbeteiligung und Familienstand von Frauen: ein deutsch-deutscher Vergleich (1993/94)
Roloff, Juliane;Zitatform
Roloff, Juliane (1993/94): Erwerbsbeteiligung und Familienstand von Frauen. Ein deutsch-deutscher Vergleich. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 1, S. 105-112.
Abstract
Familienstand, Altersstruktur und Kinderzahl beeinflussen die Erwerbsbeteiligung von Frauen im Westen der Bundesrepublik. In den neuen Bundesländern weicht dagegen nur die Erwerbsquote der älteren Frauen über 55 Jahre in nennenswertem Umfang von der sonst gleichmäßig hohen Erwerbsbeteiligung der Frauen ab. In puncto Wochenarbeitszeit ergeben sich die Unterschiede zwischen Ost und West im Hinblick auf das Vorhandensein von Kindern. (IAB)
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