Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Working Poor: Arm oder bedürftig?: Umfang und Dauer von Erwerbstätigkeit bei Leistungsbezug in der SGB-II-Grundsicherung (2010)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Tobias Graf & Helmut Rudolph (2010): Working Poor: Arm oder bedürftig? Umfang und Dauer von Erwerbstätigkeit bei Leistungsbezug in der SGB-II-Grundsicherung. In: Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv. AStA, Jg. 4, H. 3, S. 201-222. DOI:10.1007/s11943-010-0085-8
Abstract
"Die Armutsmessung ist von einer Reihe von Annahmen abhängig, die Ausmaß und Struktur der Armutsbevölkerung beeinflussen. Die Ergebnisse hängen von der Wahl der Datenquelle, der Äquivalenzskalen und des mittleren Einkommens als Referenzgröße sowie von der Festlegung von Armutsschwellen ab. Mit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Sozialgesetzbuch II (SGB II) ist ein Berichtssystem entstanden, das umfangreicher als bisher über die Entwicklung von Armut berichtet. Der Aufsatz vergleicht die Armutsrisikoschwellen nach dem Konzept der Europäischen Union mit dem Haushaltsnettoeinkommen von Haushalten in der Grundsicherung. Er zeigt, wie die Verwaltungsdaten aus dem SGB II im Rahmen einer dynamischen Armutsbetrachtung für Untersuchungen der working poor genutzt werden können. Anschließend werden Ergebnisse einer Verweildaueranalyse aus den Jahren 2005 bis 2008 für die Dauer des Leistungsbezugs bei Beschäftigung vorgestellt. Es zeigt sich eine hohe Fluktuation unter den working poor. Die Ausstiegschance aus der Transferabhängigkeit hängt entscheidend vom Umfang der Beschäftigung ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prekäres Unternehmertum: Unsicherheiten von selbstständiger Erwerbstätigkeit und Unternehmensgründung (2010)
Bührmann, Andrea D. ; Inhetveen, Heide; Fischer, Ute Luise; Wienhold, Hanns; Gather, Claudia; Pongratz, Hans J. ; Simon, Stefanie; Bögenhold, Dieter ; Kay, Rosemarie ; Fachinger, Uwe; Kranzusch, Peter; Bierhoff, Oliver; Schmidt, Tanja ; Ulbricht, Susan; Schmitt, Mathilde; Dangel-Vornbäumen, Caroline; Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
(2010): Prekäres Unternehmertum. Unsicherheiten von selbstständiger Erwerbstätigkeit und Unternehmensgründung. (Wirtschaft und Gesellschaft), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 299 S.
Abstract
"Unternehmensgründung und selbstständige Erwerbstätigkeit eröffnen nicht nur Erfolgschancen, sondern bringen erhebliche Prekaritätsrisiken mit sich. Auf der Grundlage konzeptioneller Überlegungen und neuerer empirischer Befunde verknüpft der Band zwei aktuelle, aber bisher kaum im Zusammenhang betrachtete gesellschaftliche Entwicklungen: die zunehmende Bedeutung von Unternehmertum und die wachsende Gefahr der Prekarisierung der Erwerbsarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluating the German "Mini-Job" reform using a true natural experiment (2010)
Zitatform
Caliendo, Marco & Katharina Wrohlich (2010): Evaluating the German "Mini-Job" reform using a true natural experiment. In: Applied Economics, Jg. 42, H. 19, S. 2475-2489. DOI:10.1080/00036840701858125
Abstract
Die Frage, wie man die Arbeitsanreize für Menschen mit geringem Einkommen verstärken kann, ist ein gemeinsames Thema in der politischen Debatte über die europäischen Länder hinweg. Die am 1. April 2003 in Kraft getretene 'Mini-Job'-Reform befindet sich im Einklang mit dieser Politik, indem sie Arbeitseinkommen unterhalb einer bestimmten Schwelle von Steuern und Sozialabgaben der Arbeitnehmer befreit. In der Untersuchung wird eine ex-post Evaluation vorgenommen, um die Kurzzeiteffekte der Reform zu identifizieren. Die Identifikationsstrategie benutzt eine exogene Variante der Interviewmonate im deutschen Sozio-ökonomischen Panel (SOEP), die es ermöglicht, zwischen verschiedenen Gruppen, die von der Reform betroffen (oder nicht betroffen) sind, zu unterscheiden. Um saisonale Effekte berücksichtigen zu können, wird zusätzlich vom Ansatz der Difference-in-Differences-Methode Gebrauch gemacht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kurzzeiteffekte der Reform begrenzt sind. Es gibt keine signifikanten Kurzzeiteffekte für die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. Es gibt jedoch Hinweise dahingehend, dass unverheiratete Männer, die bereits in einem Arbeitsverhältnis stehen, umgehend reagieren und sich somit die Zahl der ausgeübten Zweitjobs erhöht. (IAB)
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Literaturhinweis
Wenig Licht, viel Schatten - der Dritte Sektor als arbeitsmarktpolitisches Experimentierfeld (2010)
Zitatform
Dathe, Dietmar, Christian Hohendanner & Eckhard Priller (2010): Wenig Licht, viel Schatten - der Dritte Sektor als arbeitsmarktpolitisches Experimentierfeld. In: Sozialpsychiatrische Informationen, Jg. 40, H. 2, S. 20-22.
Abstract
"Atypische Beschäftigungsverhältnisse wie Teilzeitjobs und befristete Arbeitsverträge dominieren den Dritten Sektor mehr und mehr. Es droht insbesondere mit den Ein-Euro-Jobs eine Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse und die Entwicklung zum Niedriglohnsektor. In Ostdeutschland sind 16 Prozent der Erwerbstätigen im Dritten Sektor in Ein-Euro-Jobs beschäftigt. Die Analysen zeigen, dass die Zahl der Beschäftigten in den letzten Jahren im Dritten Sektor relativ stabil geblieben ist, sich aber die Beschäftigungsstruktur stark verändert hat. Durch den hohen Anteil von Teilzeitbeschäftigung, befristeten Beschäftigungsverhältnissen und Ein-Euro-Jobs verliert der Dritte Sektor als Beschäftigungsbereich an Attraktivität . Dies kann auch zu einer Gefahr für seine Leistungsfähigkeit werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt der Zukunft: Trends und Perspektiven (2010)
Zitatform
Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2010): Der Arbeitsmarkt der Zukunft. Trends und Perspektiven. In: Vorgänge. Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik, Jg. 49, H. 3, S. 4-17.
Abstract
"Die Diskussion um die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes pendelt in den letzten Jahren zwischen Extremen. Während nach dem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über fünf Millionen Menschen im Jahr 2005 und auch im Verlauf der mittlerweile wieder ausklingenden Wirtschaftkrise Massenarbeitslosigkeit und die Abkopplung ganzer Bevölkerungsschichten vom Erwerbsleben befürchtet wurden, rückten im vergangenen Aufschwung die Schlagwörter Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel in den Vordergrund. Wenn die wirtschaftliche Erholung weiter voranschreitet und sich die Erwartungen für den Arbeitsmarkt erfüllen, wird sich die Diskussion in den nächsten Jahren voraussichtlich wieder verstärkt in diese Richtung verlagern. Was ist für die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes zu erwarten? Um sich dieser Frage zu nähern, ist es sinnvoll, einen Schritt zurückzutreten und sich die langfristigen Entwicklungen auf der Angebots- und der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes zu vergegenwärtigen. Aus dem Grad der Passung beider Marktseiten lassen sich die Zukunftsperspektiven des deutschen Arbeitsmarktes ablesen. Dabei wird deutlich, dass sich Deutschland auf einem Pfad zu einem zweigeteilten Arbeitsmarkt bewegt. Beide Seiten, der eines relativ stabilen Kernarbeitsmarktes und der eines relativ flexiblen Randarbeitsmarktes, sollen näher beleuchtet werden: zunächst die Herausforderungen, die sich aus einem absehbaren Fachkräftemangel ergeben, dann die Probleme wettbewerbsschwächerer Arbeitnehmer mit der Gefahr (dauerhafter) Arbeitslosigkeit und der zunehmenden Unsicherheit atypischer Erwerbsformen oder niedrig bezahlter Beschäftigungsverhältnisse." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung und Niedriglohnarbeit: Benchmarking Deutschland: Befristete und geringfügige Tätigkeiten, Zeitarbeit und Niedriglohnbeschäftigung (2010)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Paul Marx & Eric Thode (2010): Atypische Beschäftigung und Niedriglohnarbeit. Benchmarking Deutschland: Befristete und geringfügige Tätigkeiten, Zeitarbeit und Niedriglohnbeschäftigung. Gütersloh, 53 S.
Abstract
"Die Diskussion über die Schaffung neuer, zusätzlicher Arbeitsplätze durch institutionelle Reformen auf dem Arbeitsmarkt dreht sich im Kern in zahlreichen europäischen Staaten um die Rolle 'atypischer' Beschäftigungsverhältnisse. Diese orientieren sich nicht an unbefristeter Vollzeitarbeit (dem sogenannten Normalarbeitsverhältnis), die in der Regel tarifvertraglich geregelt ist und den vollen Schutz der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland gewährt. Auf der einen Seite bieten atypische Arbeitsverhältnisse tatsächlich zusätzliche Erwerbschancen insbesondere im Dienstleistungssektor, auf der anderen Seite zeichnen sie sich oft durch Abweichungen vom jeweiligen tarif-, unternehmens- oder betriebsüblichen Standard hinsichtlich Arbeitszeiten, Entlohnung oder Bestandssicherheit aus. Die Notwendigkeit der Re-Regulierung atypischer Beschäftigungsformen steht deshalb auf dem Prüfstand und wird je nach Perspektive - beschäftigungspolitische vs. sozialpolitische Orientierung - unterschiedlich bewertet. Auf der Grundlage der empirischen Beobachtungen ist ein differenziertes Urteil über die Bedeutung atypischer Beschäftigung und von deren Chancen und Risiken möglich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA research report , 25 -
Literaturhinweis
Sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelte (2010)
Frank, Thomas; Grimm, Christopher;Zitatform
Frank, Thomas & Christopher Grimm (2010): Sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelte. (Bericht der Statistik der BA), Nürnberg, 65 S.
Abstract
"Mit diesem Bericht nimmt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Statistik der BA) die regelmäßige statistische Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelte von Beschäftigten auf. Diese neue statistische Information ist Bestandteil der von der Statistik der BA erstellten Beschäftigungsstatistik und basiert auf den Angaben aus dem Meldeverfahren zur Sozialversicherung. Damit werden andere Quellen zu Verdiensten und Einkommen wie z.B. die Verdienststrukturerhebung, der Mikrozensus oder das Soziooekonomische Panel (SOEP) um eine wichtige neue Quelle ergänzt. Die neue Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie als Vollerhebung regional tief differenzierte Ergebnisse nach Arbeitsort und Wohnort vorlegen kann, die mit anderen Merkmalen aus der Beschäftigungsstatistik kombiniert werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
In-work poverty and labour market segmentation in the EU: key lessons. Synthesis report (2010)
Frazer, Hugh; Marlier, Eric;Zitatform
Frazer, Hugh & Eric Marlier (2010): In-work poverty and labour market segmentation in the EU. Key lessons. Synthesis report. Brüssel, 64 S.
Abstract
"Until now in-work poverty and labour market segmentation have not received sufficient attention in the EU's efforts to tackle poverty and social exclusion. However, given that the 17 million working poor in the EU represent about 15% of the new Europe 2020 social inclusion target, this is likely to become a more important issue in the future. The analysis of in-work poverty and labour market segmentation presented here is a first step to fill this gap and to suggest how progress can be made on this issue. It is also intended as a contribution to the monitoring of the EU 'Active Inclusion' process, which was launched at the end of 2008 and which is a crucial part of the EU's efforts to tackle poverty and social exclusion.
The Network Core Team's Synthesis Report is based on individual country reports prepared by members of the EU Network of Independent Experts on Social Inclusion. The experts' reports cover three elements. First, they provide a general statistical overview of the situation in their country in a comparative perspective, presenting some of the agreed indicators used to monitor the Social Open Method of Coordination and European Employment Strategy objectives. This is complemented with any available national data. Secondly, they examine the main explanatory factors for inwork poverty and labour market segmentation by undertaking a critical review of national studies by Governments and researchers. They also highlight the political debate at national level on these issues. Thirdly, they present and analyse policies in Member States to address in-work poverty and labour market segmentation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Marginal employment and the demand for heterogeneous labour: elasticity estimates from a multi-factor labour demand model for Germany (2010)
Zitatform
Freier, Ronny & Viktor Steiner (2010): Marginal employment and the demand for heterogeneous labour. Elasticity estimates from a multi-factor labour demand model for Germany. In: Applied Economics Letters, Jg. 17, H. 12, S. 1177-1182. DOI:10.1080/00036840902862140
Abstract
"We develop a structural multi-factor labour demand model which distinguishes between eight labour categories including marginal employment, i.e. low-paying jobs with only a few working hours and partially exempted from employee's social security contributions. Using a new panel data set for Germany, the model is estimated both for the number of workers and total working hours. For unskilled and skilled workers in full-time employment, we find labour demand elasticities similar to previous estimates. Our new estimates of own-wage elasticities for marginal employment range between -0.13 (number of male workers in West Germany) to -1 (working hours for women)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Keine Perspektive ohne Ausbildung: Eine Analyse junger Erwachsener ohne Berufsabschluss in Westdeutschland (2010)
Zitatform
Funcke, Antje, Dirk Oberschachtsiek & Johannes Giesecke (2010): Keine Perspektive ohne Ausbildung: Eine Analyse junger Erwachsener ohne Berufsabschluss in Westdeutschland. Gütersloh, 36 S.
Abstract
"Die der Studie zugrunde liegenden empirischen Analysen nehmen die Gruppe der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss im Alter von 25 bis 34 Jahren in Westdeutschland näher in den Blick. Damit wird zum einen von der in der Bildungsberichterstattung üblichen Altersabgrenzung der 20- bis 29-Jährigen abgewichen, da sich erst ab einem Alter von 25 Jahren bei niedriger qualifizierten Personen keine gravierenden Veränderungen bei den Qualifikationen beobachten lassen. Zum anderen wird aufgrund der deutlichen strukturellen Unterschiede zwischen dem ost- und dem westdeutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nur eine auf Westdeutschland beschränkte Untersuchung vorgenommen. Die Analysen zeigen, dass die Gruppe der Hauptschulabsolventen zunehmend von jungen Erwachsenen mit höheren Bildungsabschlüssen im Berufsbildungssystem verdrängt wird. Dementsprechend verfügen rund zwei Drittel der 25- bis 34-Jährigen ohne Ausbildungsabschluss höchstens über einen Hauptschulabschluss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The NAIRU and the extent of the low-pay sector (2010)
Zitatform
Garz, Marcel (2010): The NAIRU and the extent of the low-pay sector. (IMK working paper 2010,12), Düsseldorf, 36 S.
Abstract
"Die Schaffung zusätzlicher Jobs im Niedriglohnbereich gilt als Instrument zur Senkung von Arbeitslosigkeit, insbesondere in Hinsicht auf gering qualifizierte Arbeitnehmer. Die Ausweitung des Niedriglohnsektors der vergangenen 15 Jahre ist mittlerweile empirisch bestätigt, was auf eine erfolgreiche Umsetzung entsprechender Empfehlungen von Arbeitsmarktexperten hindeutet. Um die Beschäftigungseffekte eines wachsenden Niedriglohnsektors zu analysieren, wird in dieser Arbeit auf das Konzept der inflationsstabilen Arbeitslosenrate (NAIRU) zurückgegriffen. In einem ersten Schritt wird die unbeobachtbare NAIRU für Deutschland per Zustandsraummodell geschätzt. In einem zweiten Schritt werden Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verwendet, um eine Zeitreihe mit dem Ausmaß des Niedriglohnsektors zu berechnen. Schließlich wird der Einfluss der Größe des Niedriglohnbereichs auf die NAIRU mittels Fehlerkorrekturmodell geschätzt. Nach den Befürwortern der Niedriglohnexpansion sollte zwischen beiden Variablen ein negativer Zusammenhang bestehen. Diese Hypothese kann empirisch nicht bestätigt werden. Stattdessen weisen die Daten für die Zeit nach der Deutschen Wiedervereinigung auf einen kointegrierten, leicht positiven Zusammenhang hin." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Low-wage work in the wealthy world (2010)
Gautie, Jerome; Berg, Peter ; Jaehrling, Karen ; Appelbaum, Eileen; Batt, Rosemary ; Westergaard-Nielsen, Niels; James, Susan ; Mayhew, Ken; Weinkopf, Claudia ; Bosch, Gerhard; Warhurst, Chris ; Dresser, Laura; Wanner, Eric; Gautie, Jerome; Voss-Dahm, Dorothea; Mason, Geoff; Vanselow, Achim; Lloyd, Caroline ; Klaveren, Maarten van; Bernhardt, Annette; Meer, Marc van der; Eskildsen, Jacob; Tilly, Chris ; Grundert, Klaus G.; Solow, Robert M.; Carré, Françoise; Salverda, Wiemer ; Schmitt, John; Moss, Philip; Grimshaw, Damian ; Mehaut, Philippe;Zitatform
Gautie, Jerome & John Schmitt (Hrsg.) (2010): Low-wage work in the wealthy world. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 485 S.
Abstract
"The book builds on an earlier Russell Sage Foundation study (Low-Wage America) to compare the plight of low-wage workers in the United States to five European countries - Denmark, France, Germany, the Netherlands, and the United Kingdom - where wage supports, worker protections, and social benefits have generally been stronger. By examining low-wage jobs in systematic case studies across five industries, this groundbreaking international study goes well beyond standard statistics to reveal national differences in the quality of low-wage work and the well being of low-wage workers. The United States has a high percentage of low-wage workers - nearly three times more than Denmark and twice more than France. Since the early 1990s, however, the United Kingdom, the Netherlands, and Germany have all seen substantial increases in low-wage jobs. While these jobs often entail much the same drudgery in Europe and the United States, quality of life for low-wage workers varies substantially across countries. The authors focus their analysis on the 'inclusiveness' of each country's industrial relations system, including national collective bargaining agreements and minimum-wage laws, and the generosity of social benefits such as health insurance, pensions, family leave, and paid vacation time - which together sustain a significantly higher quality of life for low-wage workers in some countries. Investigating conditions in retail sales, hospitals, food processing, hotels, and call centers, the book's industry case studies shed new light on how national institutions influence the way employers organize work and shape the quality of low-wage jobs. A telling example: in the United States and several European nations, wages and working conditions of front-line workers in meat processing plants are deteriorating as large retailers put severe pressure on prices, and firms respond by employing low-wage immigrant labor. But in Denmark, where unions are strong, and, to a lesser extent, in France, where the statutory minimum wage is high, the low-wage path is blocked, and firms have opted instead to invest more heavily in automation to raise productivity, improve product quality, and sustain higher wages. However, as the book also shows, the European nations' higher level of inclusiveness is increasingly at risk. 'Exit options,' both formal and informal, have emerged to give employers ways around national wage supports and collectively bargained agreements. For some jobs, such as room cleaners in hotels, stronger labor relations systems in Europe have not had much impact on the quality of work. The booked offers an analysis of low-wage work in Europe and the United States based on concrete, detailed, and systematic contrasts. Its revealing case studies not only provide a human context but also vividly remind us that the quality and incidence of low-wage work is more a matter of national choice than economic necessity and that government policies and business practices have inevitable consequences for the quality of workers' lives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Höheres Risiko für Geringqualifizierte: Wie sich die berufliche Mobilität in Deutschland verändert hat (2010)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Jan Paul Heisig (2010): Höheres Risiko für Geringqualifizierte: Wie sich die berufliche Mobilität in Deutschland verändert hat. (WZBrief Arbeit 07), Berlin, 6 S.
Abstract
"Eine Untersuchung zur Arbeitsplatzmobilität in Westdeutschland von 1984 bis 2008 zeigt: Die Erwerbsverläufe sind für die meisten Beschäftigten nicht instabiler geworden. Für geringqualifizierte Beschäftigte hat sich das Risiko eines Arbeitgeberwechsels oder des Arbeitsplatzverlusts deutlich verschärft. Der innerbetriebliche Aufstieg ist für männliche Beschäftigte in großen Betrieben und mit geringer Arbeitsmarkterfahrung begrenzter geworden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? (2010)
Zitatform
Grgic, Mariana (2010): Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? In: H.- G. Soeffner (Hrsg.) (2010): Unsichere Zeiten: Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen : Verhandlungen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena 2008, S. 1-12.
Abstract
"Die Einführung des Existenzgründungszuschusses (§4211, SGB III) im Rahmen der so genannten 'Hartz-Reformen' als sozialstaatliche Gründungsförderung am 01.01.2003 führte zu einem regelrechten 'Gründungsboom' unter Arbeitslosen und zu einer Belebung des Gründungsgeschehens. Bis zur Abschaffung des Förderinstruments 'ICH-AG', wie es gemeinhin bezeichnet wurde, zum 01.07.2006 wurden rund 400.00 ehemals Arbeitslose beim Aufbau einer selbständigen Existenz unterstüzt. Dabei betrug der Förderbetrag im ersten Jahr der Selbständigkeit 600 Euro monatlich und sank von 360 Euro im zweiten Jahr auf 240 Euro im letzten Jahr der Förderung (§4211, SGB III). Durch den Rechtsanspruch auf Förderung, der ICH-AG-Gründern bis November 2004 gewährt wurde, und als Ergebnis eines Selektionseffekts in Zusammenhang mit dem bestehenden Förderinstrument Überbrückungsgeld (§57 (1), SGB III) ergab sich eine interessante Verteilung der ICH-AG-Gründer hinsichtlich ihrer Qualifikation: Beinahe ein Viertel der ICH-AG-Gründer hat nie einen Beruf erlernt und sich trotzdem für die berufliche Selbständigkeit entschieden. Gleichzeitig steigen die beruflichen Anforderungen mit Beginn der Selbständigkeit und neue Kompetenzen werden notwendig (Fehling et al. 2001: 102). Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob gering qualifizierte Existenzgründer - eine in der Gründungsforschung bisher kaum beachtete Personengruppe - trotz ihrer Defizite in der Humankapitalausstattung als Selbständige auf dem Arbeitsmarkt bestehen können. Dies erfolgt auf Basis der 'Stichprobe der Integrierten Erwerbsbiografien' des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), anhand derer Einflussfaktoren auf den Verbleib in Förderung identifiziert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Analyse des Arbeitsmarktes für Alleinerziehende 2009 (2010)
Grimm, Christoph; Renner, Konrad;Zitatform
(2010): Analyse des Arbeitsmarktes für Alleinerziehende 2009. (Analytikreport der Statistik), Nürnberg, 52 S.
Abstract
Der Analytikreport beschreibt die Situation von Alleinerziehenden am Arbeitsmarkt hinsichtlich Bevölkerungsdaten, Beteiligung am Erwerbsleben, Stellenangebote, Arbeitslosigkeit, Grundsicherung und Arbeitsmarktpolitik. (IAB)
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Literaturhinweis
Grundsicherung für Arbeitsuchende: Erwerbstätige Arbeitslosengeld II-Bezieher: Begriff, Messung, Struktur und Entwicklung (2010)
Hartmann, Michael;Zitatform
Hartmann, Michael (2010): Grundsicherung für Arbeitsuchende: Erwerbstätige Arbeitslosengeld II-Bezieher. Begriff, Messung, Struktur und Entwicklung. (Bericht der Statistik der BA), Nürnberg, 60 S.
Abstract
"Erwerbstätige Arbeitslosengeld II-Bezieher werden definiert als erwerbsfähige Hilfebedürftige, die Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende und gleichzeitig Brutto-Einkommen aus abhängiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit beziehen. Im Dezember 2008 verdienten rund 1,316 Mio oder 27,4 Prozent aller erwerbsfähigen Hilfebedürftigen Einkommen aus Erwerbstätigkeit, davon 1,222 Mio oder 25,5 Prozent in abhängiger und 100.000 oder 2,1 Prozent in selbständiger Erwerbstätigkeit. Über eine integrierte Auswertung mit der Beschäftigungsstatistik können u.a. Informationen über Art und Arbeitszeit der abhängigen Beschäftigungsverhältnisse gewonnen werden. ...
Erwerbstätige Arbeitslosengeld II-Bezieher mit höheren Erwerbseinkommen beenden ihre Hilfebedürftigkeit schneller als Arbeitslosengeld II-Bezieher mit niedrigen oder ohne Erwerbseinkommen. Der Anteil der Langzeitbezieher mit mehr als drei Jahren Leistungsbezug am Bestand ist bei erwerbstätigen Arbeitslosengeld II-Beziehern mit höheren Erwerbseinkommen niedriger als bei Arbeitslosengeld II-Beziehern mit niedrigen oder ohne Erwerbseinkommen.
Die Zahl der erwerbstätigen Arbeitslosengeld II-Bezieher ist von Januar 2005 bis Ende 2007 stark und danach nur noch leicht gestiegen. Dabei war die Entwicklung in den Beschäftigungsformen ab 2007 unterschiedlich: Während Selbständigkeit und Teilzeitbeschäftigung weitere Zuwächse verzeichneten, war die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung schon 2007 stagnierend und zuletzt rückläufig. In der Grundsicherung üben deutlich mehr Hilfebedürftige eine Erwerbstätigkeit aus als in der alten Arbeitslosen- und Sozialhilfe.
Bedarfsgemeinschaften können mit ihrem Erwerbseinkommen ihr Haushaltsbudget deutlich erhöhen. Das Haushaltsbudget setzt sich zusammen aus dem verfügbaren eigenen Einkommen und den Geldleistungen aus der Grundsicherung. Bedarfsgemeinschaften mit Erwerbseinkommen erreichen ein Haushaltsbudget das im Durchschnitt um 200 Euro über dem rechnerischen Bedarf liegt. Der Differenzbetrag reicht von durchschnittlich 153 Euro bei Single-Bedarfsgemeinschaften bis zu durchschnittlich 281 Euro bei Paarbedarfsgemeinschaften mit volljährigen Kindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Ergänzende Regionaltabellen -
Literaturhinweis
Eltern wollen Chancen für ihre Kinder: Anhaltspunkte der aktuellen Forschung (2010)
Zitatform
Henkel, Melanie & Michael Steiner (2010): Eltern wollen Chancen für ihre Kinder. Anhaltspunkte der aktuellen Forschung. (Monitor Familienforschung 23), Berlin, 28 S.
Abstract
"Was brauchen Kinder, damit sie sich gut entwickeln können? Was können Eltern, Staat und Gesellschaft dazu beitragen? Nicht erst seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Angemessenheit der SGB-II-Regelsätze für Kinder sind dies einige der zentralen sozialpolitischen Fragen, die Politik, Forschung, Verbände und Praktiker zu beantworten haben. Im vorliegenden Monitor soll der Fokus auf die Situation der Kinder gerichtet werden, die derzeit in Haushalten mit Arbeitslosengeld-II-Bezug leben oder zu den Geringverdienerfamilien gehören - darunter fallen auch Familien mit weniger als 70 Prozent des mittleren äquivalenzgewichteten Haushaltsnettoeinkommens. Zunächst wird in dieser Ausgabe auf der Basis von Studien berichtet, wofür das vorhandene Geld in Familien mit geringem Einkommen benötigt wird und inwiefern sich die soziale Teilhabe der Kinder an Bildung, Betreuung sowie Förder- und Freizeitangeboten in einkommensschwachen Familien von der anderer Familien unterscheidet. Dann wird gezeigt, welche Faktoren sich in besonderer Weise auf die Gesundheit von Kindern auswirken; eine kurze Zusammenfassung folgt am Ende." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirkungen von Ein-Euro-Jobs für ALG-II-Bezieher: Macht die Dosierung einen Unterschied? (2010)
Zitatform
Hohmeyer, Katrin & Joachim Wolff (2010): Wirkungen von Ein-Euro-Jobs für ALG-II-Bezieher: Macht die Dosierung einen Unterschied? (IAB-Kurzbericht 04/2010), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Ein-Euro-Jobs sollen vorwiegend Arbeitslosengeld-II-Bezieher mit besonderen Eingliederungsproblemen an den Arbeitsmarkt heranführen. Neue Ergebnisse zeigen, dass dies in der Regel und im Schnitt mittelfristig auch gelingt. Allerdings sind die Effekte auf die Beschäftigungsaussichten nicht sehr hoch. Die Studie untersucht für die Einführungsphase des SGB II, welche Rolle Teilnahmedauer und Arbeitszeit dabei spielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Teilnahme versus Nicht-Teilnahme - Nettoeffekt der Zusatzjob-Teilnahme auf die regulären Beschäftigungschancen -
Literaturhinweis
Der Arbeitskräftebedarf nach Wirtschaftszweigen, Berufen und Qualifikationen bis 2025: Modellrechnungen des IAB (2010)
Zitatform
Hummel, Markus, Angela Thein & Gerd Zika (2010): Der Arbeitskräftebedarf nach Wirtschaftszweigen, Berufen und Qualifikationen bis 2025. Modellrechnungen des IAB. In: R. Helmrich & G. Zika (Hrsg.) (2010): Beruf und Qualifikation in der Zukunft : BIBB-IAB-Modellrechnungen zu den Entwicklungen in Berufsfeldern und Qualifikationen bis 2025, S. 81-102.
Abstract
"Mithilfe einer Trendfortschreibung von Mikrozensus-Strukturen für den Zeitraum von 1996 bis 2007 können die im IAB bereits vorhandenen Projektionen des Arbeitskräftebedarfs nach Wirtschaftszweigen in einen Bedarf nach Berufsfeldern und im Anschluss nach Qualifikationsstufen bis 2025 überführt werden. Dabei bestätigen sich die schon länger konstatierten Befunde. Produktionsbezogene Berufe verlieren an Bedeutung, wohingegen vor allem in den sekundären Dienstleistungsberufen mit weiteren Beschäftigungsgewinnen zu rechnen ist. Dementsprechend steigt der Bedarf an Personen mit Fachhochschul- bzw. Hochschulausbildung weiter an, während für Ungelernte die Arbeitsmarktchancen weiter schwinden. Die dominante Ausbildungsform in Deutschland bleibt aber nach wie vor die betriebliche Lehre bzw. ihre schulischen Alternativen. Hier ist mit einer konstanten Beschäftigungsentwicklung zu rechnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Grundsicherung und Geschlecht: gleichstellungspolitische Befunde zu den Wirkungen von Hartz IV (2010)
Jaehrling, Karen ; Schmidt, Tanja ; Dittmar, Vera; Schwarzkopf, Manuela; Schierhorn, Karen; Graf, Julia; Rudolph, Clarissa; Betzelt, Sigrid; Scheele, Alexandra ; Knuth, Matthias ; Brussig, Martin ; Hieming, Bettina; Booth, Melanie; Jaehrling, Karen ; Worthmann, Georg; Karl, Ute ;Zitatform
Jaehrling, Karen & Clarissa Rudolph (Hrsg.) (2010): Grundsicherung und Geschlecht. Gleichstellungspolitische Befunde zu den Wirkungen von Hartz IV. (Arbeit - Demokratie - Geschlecht 13), Münster: Verl. Westfälisches Dampfboot, 248 S.
Abstract
"Die Änderungen, die durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum SGB II erfolgten, sind vielfältig. Nach fünf Jahren 'Hartz IV' und einer Reihe von Studien und Evaluationen zur Umsetzung des SGB II in die Praxis können erste Ergebnisse und Erkenntnisse dieser Neu-Konzeption der Arbeitsmarktpolitik zusammengeführt werden. Dabei wird sichtbar, dass die Bewertung der Ergebnisse aufgrund von ambivalenten Folgen und Wirkungen insbesondere aus gleichstellungspolitischer Perspektive eine besondere Herausforderung darstellt, der in der vorliegenden Publikation eingehend nachgegangen wird. Fluchtpunkt der Analyse ist die Perspektive einer geschlechtergerechten und geschlechterdemokratischen Gesellschaft, deren Verwirklichung sicherlich mehr als nur einer Integration von Gleichstellungsaspekten bzw. eines Gender Mainstreaming bedarf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Immer mehr verdienen immer weniger: Zur Entwicklung und Struktur des Niedriglohnsektors: warum Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn braucht (2010)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2010): Immer mehr verdienen immer weniger: Zur Entwicklung und Struktur des Niedriglohnsektors. Warum Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn braucht. In: Soziale Sicherheit, Jg. 59, H. 6-7, S. 205-211.
Abstract
"Während Deutschland lange für seine ausgeglichene Einkommensstruktur bekannt war, ist der Anteil der Niedriglohnbeschäftigung seit Mitte der 1990er Jahre deutlich gestiegen. Dies haben mehrere Studien in den vergangenen Jahren übereinstimmend gezeigt. In dem Beitrag werden neueste Zahlen zum Niedriglohnbereich vorgestellt. Es wird die quantitative Entwicklung in diesem Bereich zwischen 1995 und 2008 und die Struktur der Betroffenen analysiert. Dabei zeigt sich: Mittlerweile stellen Beschäftigte mit Berufs- oder Hochschulausbildung vier Fünftel aller Beschäftigten im Niedriglohnsektor. Und: Die Durchschnittslöhne in diesem Sektor rutschen immer weiter nach unten. Vor allem die zunehmende Ausdifferenzierung der Löhne nach unten spricht aus Sicht der Autoren dafür, dass es dringend einer verbindlichen Lohnuntergrenze bedarf, um der zunehmenden 'Unordnung' im Niedriglohnsektor entgegenzuwirken." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung 2008: Stagnation auf hohem Niveau - Lohnspektrum franst nach unten aus (2010)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2010): Niedriglohnbeschäftigung 2008. Stagnation auf hohem Niveau - Lohnspektrum franst nach unten aus. (IAQ-Report 2010-06), Essen, 12 S. DOI:10.17185/duepublico/45646
Abstract
"Der Niedriglohnanteil stagniert seit 2006 auf hohem Niveau. Auch 2008 arbeitete gut jede/r Fünfte für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten ist demgegenüber seit 1998 kontinuierlich gestiegen: Im Jahr 2008 arbeiteten 6,55 Millionen Beschäftigte für Löhne unterhalb der Niedriglohnschwelle und damit rund 162.000 mehr als 2007. Gegenüber 1998 ist die Zahl der gering Verdienenden sogar um fast 2,3 Millionen gestiegen.
Das Lohnspektrum in Deutschland franst zunehmend nach unten aus: Ein steigender Anteil der Niedriglohnbeschäftigten verdient weniger als 50% des Medianlohnes, während so niedrige Löhne in vielen anderen Ländern durch gesetzliche Mindestlöhne unterbunden werden. Weder die Sittenwidrigkeitsgrenze noch branchenbezogene Mindestlöhne können die Ausdifferenzierung des Lohnspektrums wirksam begrenzen. Daher ist ein gesetzlicher Mindestlohn auch in Deutschland unverzichtbar. Wenn man sich am relativen Niveau der gesetzlichen Mindestlöhne in anderen europäischen Ländern orientieren würde, müsste in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn zwischen 5,93 EURO und 9,18 EURO pro Stunde eingeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Low-wage jobs: stepping stone or poverty trap? (2010)
Zitatform
Knabe, Andreas & Alexander Plum (2010): Low-wage jobs. Stepping stone or poverty trap? (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 337), Berlin, 29 S.
Abstract
"We examine whether low-paid jobs have an effect on the occupational advancement probability of unemployed persons to obtain better-paid jobs in the future (stepping-stone effect). We make use of data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) and apply a dynamic random-effects probit model. Our results suggest that low-wage jobs can act as stepping stones to better-paid work. The improvement of the chance to obtain a high-wage job by accepting low-paid work is particularly large for less-skilled persons and for individuals with longer unemployment experiences. Low-paid work is less beneficial if the job is also associated with a low social status." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Beschäftigungszuschuss im SGB II: Ein neues Instrument als Ultima Ratio (2010)
Zitatform
Koch, Susanne, Michael Kvasnicka & Joachim Wolff (2010): Beschäftigungszuschuss im SGB II: Ein neues Instrument als Ultima Ratio. (IAB-Kurzbericht 02/2010), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Mit dem Beschäftigungszuschuss (BEZ) nach § 16e SGB II wurde im Jahr 2007 erstmals in der aktiven Arbeitsmarktpolitik ein Instrument für Langzeitarbeitslose eingeführt, das die unbefristete Förderung einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung vorsieht. Daher kommt der Teilnehmerauswahl hier noch mehr als bei anderen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten eine besondere Bedeutung zu. Das IAB hat gemeinsam mit Kooperationspartnern im Auftrag des BMAS untersucht, welche Personen bis Ende 2008 für die Förderung mit dem BEZ ausgewählt wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Tätigkeitsfelder bei der Förderung mit Beschäftigungszuschuss
- Tätigkeitsfelder bei der Förderung mit Beschäftigungszuschuss (nur bei Maßnahmeträgern) im Vergleich zu denen bei Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs)
- Zugänge in die Förderphase des Beschäftigungszuschusses - Oktober 2007 bis September 2009
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Literaturhinweis
Ein-Euro-Jobs - sinnvolle Eingliederungsmaßnahme oder billiges Allzweckmttel in der Arbeitsmarktpolitik? (2010)
Koppenfels-Spies, Katharina von;Zitatform
Koppenfels-Spies, Katharina von (2010): Ein-Euro-Jobs - sinnvolle Eingliederungsmaßnahme oder billiges Allzweckmttel in der Arbeitsmarktpolitik? In: Neue Zeitschrift für Sozialrecht, Jg. 19, H. 1, S. 2-7.
Abstract
Der Ein-Euro-Job ist seit seiner Einführung im Jahr 2005 das quantitativ bedeutendste Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik im SGB II. Die Verfasserin gibt einen Überblick über die in der Theorie bestehenden Zielsetzungen von und die rechtlichen Anforderungen an Ein-Euro-Jobs und kontrastiert diese mit der Rechtswirklichkeit. Ein-Euro-Jobs sollen vor allem der Integration in den ersten Arbeitsmarkt dienen. Sie setzen eine im öffentlichen Interesse liegende Tätigkeit und die Zusätzlichkeit dieser Tätigkeit voraus. In Hinblick auf die Ausgestaltung von Ein-Euro-Jobs macht das Gesetz keine Vorgaben. Es kann eine Mehraufwandsentschädigung gezahlt werden, die jedoch dem Lohnabstandsgebot unterliegt. Die ausgeübten Tätigkeiten entsprechen in der Praxis selten den gesetzlichen Anforderungen. Für die Hilfsbedürftigen bleiben die Ein-Euro-Jobs weitgehend wirkungslos. Hier muss die Effizienz dieser Maßnahme gesteigert werden. Außerdem müssen zu beobachtende Verdrängungseffekte ausgeschaltet werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Mindestlöhne für Deutschland? (2010)
Königsmarck, Imke Gräfin von;Zitatform
Königsmarck, Imke Gräfin von (2010): Mindestlöhne für Deutschland? In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Jg. 39, H. 11, S. 555-559.
Abstract
Die Autorin fragt nach den positiven Anreizen und negativen Ausweicheffekten von Mindestlöhnen und beschreibt die Folgen von Mindestlöhnen im Niedriglohnsektor. Sie kommt zu dem Schluss, dass "angesichts der widersprüchlichen theoretischen wie auch empirischen Ergebnisse in Bezug auf die Folgen einer Einführung von Mindestlöhnen...Mindestlöhne eine politische Entscheidung bleiben." (IAB)
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Literaturhinweis
Persönlichkeitsmerkmale und Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten: Ergebnisse einer Umfrage bei mittelständischen Unternehmen (2010)
Lausch, Matthias; Thießen, Friedrich;Zitatform
Lausch, Matthias & Friedrich Thießen (2010): Persönlichkeitsmerkmale und Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten. Ergebnisse einer Umfrage bei mittelständischen Unternehmen. (WWDP, Diskussionspapiere der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Chemnitz 104/2010), Chemnitz, 19 S.
Abstract
"In Deutschland ist die Gruppe der Geringqualifizierten am meisten vom Risiko der Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote dieser Gruppe liegt seit Jahren bei etwa 20% gegenüber Werten von deutlich unter 10% der übrigen arbeitsfähigen Bevölkerung. Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung stellen fast 40% aller Arbeitslosen. Es gibt verschiedene Hypothesen über die Ursachen dieses Zustandes. Dabei werden selten die Unternehmen selbst befragt. Um diese Lücke etwas zu schließen, wurden 17 Unternehmen in Sachsen mit Tiefeninterviews zu verschiedenen Aspekten der Einstellung von Geringqualifizierten befragt. Zwei wesentliche Ergebnisse der Befragung waren die folgenden: die These, dass Arbeitsmöglichkeiten für Geringqualifizierte durch Phänomene wie Technisierung und Globalisierung entfallen seien, kann nicht aufrechterhalten werden. Es gibt in allen Unternehmen Tätigkeiten, die nach kurzer Anlernzeit auch von Geringqualifizierten durchgeführt werden können. Der Engpass für die Beschäftigung von Geringqualifizierten ist nicht die Zahl der verfügbaren Stellen. Vielmehr haben sich als Engpass bestimmte Persönlichkeitsmerkmale erwiesen. Unternehmen sind heute fixiert auf reibungslose Abläufe. Das Überwachen von Personen ist unbeliebt. Gegen mögliche Störungen in Abläufen, hervorgerufen z.B. durch Unzuverlässigkeiten von Arbeitnehmern, zeigen sich Unternehmen sehr empfindlich. Dies ist der Grund, warum Unternehmen Arbeitnehmer, die sie mit derartigen Zuständen in Verbindung bringen, nicht einstellen. Häufig sind Geringqualifizierte betroffen. Einige Unternehmen beschäftigen auch auf fachlich anspruchslosen Stellen lieber qualifizierte Arbeitnehmer als Geringqualifizierte. Andere Unternehmen verzichten ganz auf die möglichen Dienstleistungen, die Geringqualifizierte erbringen könnten. Zur Verbesserung der Arbeitschancen für Geringqualifizierte wird im Beitrag diskutiert, mehr Wert auf die Förderung der sozialen Kompetenzen von Geringqualifizierten zu legen, z.B. entweder durch bessere Schulausbildung in dieser Hinsicht oder auch durch eine Einstellungs- und damit Anlernpflicht durch Unternehmen. Gleichzeitig regen wir an, über eine größere Toleranz der Gesellschaft gegenüber Leistungsschwankungen von Arbeitnehmern nachzudenken und eine Diskussion zu beginnen, wie man diese institutionell verankern könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armut von Erwerbstätigen in Ost- und Westdeutschland: die Bedeutung von niedrigen Löhnen und unterschiedlichen Erwerbsmustern (2010)
Zitatform
Lohmann, Henning & Marco Giesselmann (2010): Armut von Erwerbstätigen in Ost- und Westdeutschland. Die Bedeutung von niedrigen Löhnen und unterschiedlichen Erwerbsmustern. In: P. Krause & I. Ostner (Hrsg.) (2010): Leben in Ost- und Westdeutschland : eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010, S. 299-311.
Abstract
In dem Beitrag wird die Entwicklung von Armut von Erwerbstätigen und der Niedriglohnbeschäftigung in Ost- und Westdeutschland von 1992 bis 2008 auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels untersucht. Eine weitere Frage zielt auf den Zusammenhang zwischen Niedriglohn und Armut, welcher über den Haushaltskontext ermittelt wird. Die Hypothese ist hier, dass auf Grund der unterschiedlichen Erwerbsmodelle in Ost- und Westdeutschland ein unterschiedlich starker Zusammenhang zwischen Niedriglohn und Armut von Erwerbstätigen in den beiden Landesteilen besteht. Es wird aber auch davon ausgegangen, dass die dominanten regionenspezifischen Erwerbsmodelle im Zeitverlauf erodiert sind und sich der Zusammenhang zwischen niedrigen Löhnen und Armut dementsprechend verändert hat. Dies geht auf die - unter anderem arbeitslosigkeitsbedingte - Abkehr vom Doppelverdienermodell in Ostdeutschland bei einer gleichzeitig zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen in Westdeutschland zurück. Die Ergebnisse der Analysen zeigen deutliche, sich im Zeitverlauf sogar verstärkende Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland im Ausmaß von Armut von Erwerbstätigen und einen weiterhin großen Abstand in den Niedriglohnquoten. (IAB2)
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Literaturhinweis
Nachhaltige Beschäftigungsperspektiven für Arbeitslose und Geringqualifizierte durch berufliche Weiterbildung: erste Befunde aus einem Forschungsprojekt zur Qualifizierungsoffensive in der Hafenwirtschaft (2010)
Mehlis, Peter; Eberwein, Wilhelm; Quante-Brandt, Eva;Zitatform
Mehlis, Peter, Wilhelm Eberwein & Eva Quante-Brandt (2010): Nachhaltige Beschäftigungsperspektiven für Arbeitslose und Geringqualifizierte durch berufliche Weiterbildung. Erste Befunde aus einem Forschungsprojekt zur Qualifizierungsoffensive in der Hafenwirtschaft. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 19, S. 1-20.
Abstract
"Die stark unterproportionale Beteiligung von gering qualifizierten Personen an beruflicher Weiterbildung wird zunehmend als gesellschaftliches Problem wahrgenommen. Diese Erwerbspersonen sind im besonderen Maße von Arbeitslosigkeit betroffen oder bedroht. Gleichzeitig bilden sie das Potential, aus dem angesichts des demographischen Wandels verstärkt der zukünftige Fachkräftebedarf gedeckt werden muss. Die Fragen nach adäquaten Lösungen für verbesserte Angebote beruflicher Weiterbildung von Geringqualifizierten und deren nachhaltiger Integration in den Arbeitsmarkt gewinnen daher an Dringlichkeit. In der Hafenwirtschaft haben die Tarifparteien in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium und der Bundesagentur für Arbeit eine Qualifizierungsoffensive verabredet, um einen drohenden Fachkräftemangel abzuwenden. Arbeitslose werden qualifiziert und bei erfolgreichem Abschluss der Qualifizierung in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen. Der zukünftige Fachkräftebedarf verliert auch in der wirtschaftlichen Krise nicht an Bedeutung. Um die aktuelle Krise zu überbrücken und gleichzeitig die Chancen langfristiger Wachstumsperspektiven mit konjunktureller Erholung wahrnehmen zu können, unterbreiten Hafenbetriebe geringer qualifizierten Beschäftigten Qualifizierungsangebote im Zusammenhang mit Kurzarbeit. Im Beitrag werden ein von der Hans-Böckler-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt vorgestellt sowie erste Befunde aus dem laufenden Forschungsprozess zu Rahmenbedingungen, Konzeption und Umsetzung der Qualifizierungsoffensive referiert. Es soll überprüft werden, ob die Qualifizierungsoffensive ihren Intentionen gerecht wird und welche Konzepte praktikabel sind, um eher bildungsferne Personen in Prozesse der Weiterbildung einzubinden und erfolgreich zu qualifizieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Sind Selbständige zeit- und einkommensarm?: eine Mikroanalyse der Dynamik interdependenter multidimensionaler Armut mit dem Sozio-ökonomischen Panel und den deutschen Zeitbudgeterhebungen (2010)
Merz, Joachim; Rathjen, Tim;Zitatform
Merz, Joachim & Tim Rathjen (2010): Sind Selbständige zeit- und einkommensarm? Eine Mikroanalyse der Dynamik interdependenter multidimensionaler Armut mit dem Sozio-ökonomischen Panel und den deutschen Zeitbudgeterhebungen. (FFB-Diskussionspapier 82), Lüneburg, 29 S.
Abstract
"Nach herkömmlicher Meinung sind Selbständige - als Freiberufler und Unternehmer (Gewerbetreibende) - nicht nur einkommensreich sondern auch zeitreich, da sie aufgrund ihrer Unabhängigkeit und Zeitsouveränität auch verhältnismäßig viel und disponible Zeit zur Verfügung haben. Unsere Studie untersucht diese These und damit erstmals die Wohlfahrtssituation von Selbständigen indem nicht nur nach der Einkommensarmut gefragt wird, sondern auch Zeitarmut im Rahmen eines neuen interdependenten multidimensionalen Armutskonzepts Berücksichtigung findet. Datenbasis ist einerseits das Sozioökonomische Panel für die bevölkerungsrepräsentative Bewertung der Substitutionalität/trade-off zwischen genuiner, persönlicher Freizeit und Einkommen als auch die beiden Zeitbudgeterhebungen 1992/92 und 2001/2 des Statistischen Bundesamtes. Zentrales Ergebnis: Selbständige sind hinsichtlich alleiniger Einkommensarmut, alleiniger Zeitarmut und interdependenter multidimensionaler Zeit- und Einkommensarmut in beiden Jahren weit stärker betroffen als alle anderen Gruppen der armen Erwerbstätigen, der 'working poor'. Ein erheblicher Anteil von nicht-einkommensarmen aber zeitarmen Erwerbstätigen generell, und Selbständige im Besonderen, ist nicht in der Lage, ihr Zeitdefizit durch ihr Einkommen zu kompensieren. Würde man Selbständige bei der Armuts- und Wohlfahrtsdiskussion außen vor lassen, so würde eine bedeutende Gruppe der 'working poor' zu unrecht vernachlässigt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Low-wage careers: are there dead-end firms and dead-end jobs? (2010)
Zitatform
Mosthaf, Alexander, Claus Schnabel & Jens Stephani (2010): Low-wage careers: are there dead-end firms and dead-end jobs? (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 66), Nürnberg, 27 S.
Abstract
"Mit repräsentativen verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten der Bundesagentur für Arbeit verdeutlicht diese Studie, dass nur jeder siebte Vollzeitbeschäftigte, der 1998/99 einen Niedriglohn (von weniger als zwei Dritteln des Medianlohns) bezog, bis 2003 den Niedriglohnsektor verlassen konnte. Bivariate Probit-Schätzungen mit endogener Selektion deuten darauf hin, dass die Aufwärtsmobilität für jüngere und besser qualifizierte Geringverdiener höher ausfällt, wohingegen Frauen deutlich weniger erfolgreich sind. Wir zeigen, dass auch die Merkmale des Beschäftigungsbetriebes die Aufstiegswahrscheinlichkeit beeinflussen. Insbesondere kleinere Betriebe und solche mit einem hohen Anteil von Niedriglohnbeschäftigten scheinen häufig Sackgassen für Geringverdiener darzustellen. Die Wahrscheinlichkeit, den Niedriglohnsektor zu verlassen, ist ferner relativ gering, wenn man in bestimmten (meist weniger qualifizierten) Jobs verharrt. Die Abwanderung aus solchen Betrieben und Beschäftigungen, die Sackgassen darstellen, dürfte deshalb ein wichtiges Mittel sein, um höhere Löhne zu erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Strukturentwicklung in der modularen abschluss¡orientierten Nachqualifizierung (2010)
Munk, Peter; Schweigard-Kahn, Eva; Dauser, Dominique;Zitatform
Munk, Peter, Dominique Dauser & Eva Schweigard-Kahn (2010): Regionale Strukturentwicklung in der modularen abschluss¡orientierten Nachqualifizierung. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 19, S. 1-21.
Abstract
"In der Nachqualifizierung sind in den letzten Jahren unterschiedliche Instrumente, Unterstützungsleistungen und Standards für eine bedarfsgerechte Qualifizierung arbeitsloser und beschäftigter An- und Ungelernter mit und ohne Migrationshintergrund entwickelt und erprobt worden. Ein wesentliches Ergebnis der bisherigen Forschung ist, dass die vorhandenen Finanzierungsmöglichkeiten und Beratungs- und Unterstützungsstrukturen noch nicht ausreichend auf den tatsächlichen regionalen und betrieblichen Bedarf ausgerichtet und miteinander verzahnt sind und daher nicht effektiv genug eingesetzt werden. Durch den Auf- und Ausbau regionaler Strukturen mit relevanten Arbeitsmarktakteuren können geeignete Voraussetzungen geschaffen und Rahmenbedingungen verbessert werden, damit sich Nachqualifizierung regional als Regelangebot etablieren kann. In dem Beitrag werden zentrale Handlungsfelder regionaler Strukturentwicklung in der Nachqualifizierung vor dem Hintergrund von 'Perspektive Berufsabschluss' dargestellt, einem laufenden Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dabei wird ebenso auf Querschnittsthemen wie Gender und Cultural Mainstreaming mit dem Ziel der Herstellung von Chancengerechtigkeit eingegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employment effects of a sectoral minimum wage in Germany (2010)
Müller, Kai-Uwe;Zitatform
Müller, Kai-Uwe (2010): Employment effects of a sectoral minimum wage in Germany. (DIW-Diskussionspapiere 1061), Berlin, 45 S.
Abstract
"In this paper employment effects of a sectoral minimum wage in the German construction sector are estimated from a single cross-sectional wage distribution using parametric and semi-parametric models. Parametric functional form assumptions seem too restrictive and lead to implausible results. We suggest semi-parametric censored quantile regression models to relax these assumptions and find that employment levels would be 4-5% higher without the minimum wage in the East German construction sector. That the effect for the West is clearly smaller (only 1-2%) is theoretically plausible, since the level of the minimum wage in East Germany was set much higher in relation to the wage distribution. There is heterogeneity hidden in the mean effect: employment losses are mostly borne by young construction workers, employees not covered by collective bargaining agreements and individuals working in small establishments. Although the paper confirms previous findings of a negative employment effect for East Germany, its magnitude is substantially larger than previously estimated." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labor market and income effects of a legal minimum wage in Germany (2010)
Müller, Kai-Uwe; Steiner, Viktor;Zitatform
Müller, Kai-Uwe & Viktor Steiner (2010): Labor market and income effects of a legal minimum wage in Germany. (IZA discussion paper 4929), Bonn, 42 S.
Abstract
"In view of rising wage and income inequality, the introduction of a legal minimum wage has recently become an important policy issue in Germany. We analyze the distributional effects of a nationwide legal minimum wage of 7.50 EURO per hour on the basis of a microsimulation model which accounts for the complex interactions between individual wages, the tax-benefit system and net household incomes, also taking into account potential employment effects as well as indirect effects on consumption. Simulation results show that the minimum wage would be rather ineffective in raising net household incomes and reducing income inequality, even if it led to a substantial increase in hourly wages at the bottom of the wage distribution. The ineffectiveness of a minimum wage in Germany is mainly due to the existing system of means-tested" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Prekäre Beschäftigung - unsichere Gesundheit?: eine Analyse der Situation von Frauen im Niedriglohnbereich (2010)
Mümken, Sarah;Zitatform
Mümken, Sarah (2010): Prekäre Beschäftigung - unsichere Gesundheit? Eine Analyse der Situation von Frauen im Niedriglohnbereich. Bremen, 286 S.
Abstract
"In der Arbeit wird zunächst eine Betrachtung der makroökonomischen Rahmenbedingungen vorgenommen. Dazu wird die Relevanz, Verbreitung und Entwicklung atypischer Arbeitsverhältnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt analysiert. Flexiblere Arbeitsverhältnisse und -bedingungen werden insbesondere vonseiten der Wirtschaft und Politik gefordert. Übersehen wird dabei leider leicht, dass diese Flexibilität häufig zuungunsten der Beschäftigten einseitig verteilt ist. Prekär ist ein Begriff, der insbesondere in Bezug auf derartige Arbeitsbedingungen zahlreich verwendet wird. Die Bedeutung von prekär variiert jedoch sehr stark und nicht selten bleibt eine genaue Definition aus. In dem folgenden Kapitel soll daher basierend auf einer internationalen Literaturrecherche eine Konkretisierung des Prekaritätsbegriffes vorgenommen und Indikatoren zu dessen Operationalisierung vorgestellt werden. Die anschließende Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Erwerbsarbeit und Gesundheit bringt deutliche Hinweise dafür hervor, dass Zusammenhänge zwischen den Prekaritätsindikatoren und der gesundheitlichen Verfassung der Beschäftigten bestehen. Als theoretische Modelle werden das Salutogenese-Konzept und das Gratifikationskrisenmodell vorgestellt. Im empirischen Teil dieser Arbeit werden die Konzeption und die Ergebnisse einer Befragung von über 400 weiblichen Reinigungskräften dargestellt. Zunächst wird hierzu allgemein die Situation der Reinigungskräfte analysiert sowie der eingesetzte Fragebogen und die methodische Durchführung beschrieben. Anschließend werden die Ergebnisse der Befragung dargestellt. Hierzu wird das im theoretischen Teil entwickelte Analyseraster für prekäre Arbeits- und Lebenslagen verwendet. Im folgenden Kapitel werden hierauf aufbauend differenzierte Auswertungen zur Arbeitsplatzunsicherheit insbesondere im Hinblick auf die Gesundheit präsentiert. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und einem Ausblick, in welchem vor dem Hintergrund der dargestellten Untersuchungsbefunde weiterführende Anforderungen an Forschung und Praxis abgeleitet werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Escaping low pay: do male labour market entrants stand a chance? (2010)
Zitatform
Pavlopoulos, Dimitris & Didier Fouarge (2010): Escaping low pay. Do male labour market entrants stand a chance? In: International journal of manpower, Jg. 31, H. 8, S. 908-927. DOI:10.1108/01437721011088575
Abstract
"The purpose of this paper is to investigate the extent and the human-capital determinants of low-wage mobility for labour market entrants in the UK and Germany. Using panel data for the UK (BHPS) and Germany (GSOEP), a competing-risks duration model is applied that allows the study of transitions from low pay to competing destination states: higher pay, self-employment, unemployment and inactivity. Unobserved heterogeneity is tackled by a non-parametric mass-point approach. It is found that low pay is only a temporary state for most young job starters. However, there is a small group of job starters that is caught in a trap of low pay, unemployment or inactivity. In the UK, job starters escape from low pay mainly by developing firm-specific skills. In Germany, involvement in formal vocational training and the attainment of apprenticeship qualifications account for low pay exits. Over the past decades, unemployment and low-wage employment have emerged as major challenges facing young labour market entrants. While most empirical studies focus exclusively on the transition from low pay to high pay, the paper shows that a significant percentage of young entrants are caught in a low-pay-non-employment trap. Moreover, it is shown that, depending on the institutional context, different types of human capital investments can account for a successful low-pay exit." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reform der Hinzuverdienstregeln in der Grundsicherung: kein Entkommen aus der Transferfalle (2010)
Zitatform
Peichl, Andreas, Hilmar Schneider & Sebastian Siegloch (2010): Reform der Hinzuverdienstregeln in der Grundsicherung. Kein Entkommen aus der Transferfalle. (IZA Standpunkte 26), Bonn, 14 S.
Abstract
"Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Höhe der Regelsätze in der Grundsicherung hat in Deutschland eine breite öffentliche Diskussion über Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich ausgelöst. Der BDA und das IW haben in diesem Zusammenhang einen Vorschlag in die Diskussion eingebracht, der zum Ziel hat, die bisherige Förderung von Kleinstjobs zu überwinden. Die FDP hat diesen Vorschlag aufgegriffen und propagiert nun ihrerseits zwei mögliche Varianten. Wir untersuchen die potenziellen Beschäftigungseffekte dieser Vorschläge und ergänzen sie in einem zweiten Schritt jeweils um eine Arbeitszeitbedingung. Diese soll etwaige Mitnahmeeffekte verhindern, die durch die großzügigere Ausgestaltung der Hinzuverdienstregeln insbesondere für Zweitverdiener entstehen könnten. Unsere Simulationsergebnisse zeigen die bekannten Probleme von Kombilohnreformen: Ohne Arbeitszeitbedingung führen die vorgeschlagenen Änderungen der Hinzuverdienstregelung zwar tendenziell dazu, dass es für Aufstocker mäßig attraktiver wird, ihre Arbeitszeit auszuweiten, so dass insgesamt mehr gearbeitet wird als im Status Quo. Doch je attraktiver die Anrechnungsregeln ausgestaltet werden, desto stärker wird der Staatshaushalt belastet. Zum einen wächst die Bedeutung von Mitnahmeeffekten, zum anderen schränken bei großzügigeren Hinzuverdienstmöglichkeiten tendenziell vor allem Zweitverdiener ihre Arbeitszeit ein, um von den Anrechnungsregeln zu profitieren. Die Transferabhängigkeit wird nicht überwunden, sondern sogar noch verstärkt. Mit einer Stundenrestriktion ließen sich solche Effekte einschränken, so dass wesentlich günstigere Arbeitsmarktwirkungen und damit zusätzlich deutlich geringere fiskalische Kosten erzielbar wären. Die praktische Umsetzung dürfte dennoch schwierig sein, da Arbeitszeitbedingungen in der Praxis leicht unterlaufen werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hemmnisse der Arbeitsmarktintegration von niedrigqualifizierten Frauen mit Migrationshintergrund (2010)
Schmolke, Judith;Zitatform
Schmolke, Judith (2010): Hemmnisse der Arbeitsmarktintegration von niedrigqualifizierten Frauen mit Migrationshintergrund. (Beiträge zu Migration und Integration 03), Nürnberg, 288 S.
Abstract
"Übergreifendes Erkenntnisinteresse der qualitativen Studie ist es, einen tiefen Einblick in die Lebenswelten von niedrigqualifizierten Frauen mit Migrationshintergrund zu erhalten, die sowohl in Deutschland als auch aus globaler Perspektive am wenigsten in den Arbeitsmarkt integriert sind und sozioökonomisch im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung des Gastlandes relativ marginalisiert leben. Sie gelten als die Gruppe, die auf dem Arbeitsmarkt am schwersten zu vermitteln ist. Berufe Niedrigqualifizierter werden in der Regel von der Aufnahmegesellschaft gering geschätzt; der 'sekundäre' Arbeitsmarkt ist insgesamt eher mit negativen Vorurteilen und Abwertungen belastet. Die Untersuchung gibt einen dezidiert vertieften Einblick in die Lebenswelten der ausgewählten Gruppe von Frauen. Sie wurde auf der individuellen Ebene durchgeführt, um ein möglichst tiefes Verständnis für die Probleme dieser Frauen und der sie verursachenden Hintergründe zu erhalten. In der Diskussion der verschiedenen Ergebnisfelder aus den Bereichen Ökonomie, Intersektionalität sowie konstruierten Geschlechter- und Kulturdifferenzen tritt ein Grundprinzip erfolgreicher Integration in den Vordergrund: Die Aufhebung der Trennungsräume zwischen Menschen - seien sie kulturell, religiös, sozial oder persönlich bedingt - braucht Prinzipien, einen geistigen Boden für die daraus erwachsenden Handlungen. Erfolgreiche Integration benötigt einen geistigen Füllstoff, der Menschen miteinander verbindet. Diese Studie kommt zu dem Ergebnis einer neuen und gleichzeitig alten Theorie einer Zuschreibungspraxis: dem Ansatz der gleichen Augenhöhe. Dieser Ansatz plädiert für ein gegenseitiges Verstehen, das auf Empathie und kognitiver Reflektion beruht. Integration bedeutet nicht zuletzt ein Annehmen auf gleicher Augenhöhe jedes Menschen, die Reflektion von Fremdem und das empathische Kennenlernen in der Dekonstruktion von Vorurteilen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employer wage subsidies and wages in Germany: empirical evidence from individual data (2010)
Zitatform
Stephan, Gesine (2010): Employer wage subsidies and wages in Germany. Empirical evidence from individual data. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 43, H. 1, S. 53-71. DOI:10.1007/s12651-010-0029-3
Abstract
"Eingliederungszuschüsse sind zeitlich befristete Lohnkostenzuschüsse, die Arbeitgeber bei der Einstellung von Personen mit eingeschränkter Vermittelbarkeit erhalten können. Dieser Beitrag nutzt Prozessdaten der Bundesagentur für Arbeit, um die Arbeitsentgelte von Personen, die mit einem solchen Eingliederungszuschuss gefördert wurden, mit denen ähnlicher, aber ungefördert eingestellter Personen zu vergleichen. Die Ergebnisse zeigen, dass geförderte Beschäftigungsverhältnisse kurzfristig im Mittel weder mit höheren noch mit geringeren Tagesentgelten einhergehen. Da geförderte Personen jedoch in der Folgezeit mit höherer Wahrscheinlichkeit beschäftigt sind als vergleichbare ungeförderte Personen, fallen ihre kumulierten Arbeitsentgelte über einen längeren Zeitraum betrachtet höher aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs (2010)
Südekum, Jens;Zitatform
Südekum, Jens (2010): Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 230, H. 1, S. 92-114. DOI:10.1515/jbnst-2010-0107
Abstract
"Human capital is unequally distributed across cities or regions within a country. The way how the spatial distribution of human capital evolves over time sheds light on the strength of concentration forces for high-skilled workers, such as localised increasing returns to human capital. In this paper I analyse the impact of human capital on local employment growth for Western German regions (1977-2006). Two main empirical facts are established: 'Skilled cities' in Western Germany grow faster. At the same time there is convergence of human capital shares across cities, i.e., high-skilled workers do not increasingly concentrate in space. Whereas the first fact (the 'smart city hypothesis') similarly holds in Germany and in the US, there is a striking difference when it comes to the second fact. Some researchers have found an opposite trend of human capital divergence across US metropolitan areas. My findings suggest that human capital exhibits a different spatial trend in different countries. I present a theoretical model which shows that the spatial convergence trend does not imply that concentration forces for high-skilled workers are absent in Western Germany, but only that they are relatively weak compared to countervailing dispersion forces. I further discuss some reasons that may explain the differences between Western Germany and the US. I emphasise the role of the tax system and the impact of pro-dispersive regional policy in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Gute Erwerbsbiographien: Arbeitsbedingungen und Erwerbsverlauf (2010)
Trischler, Falko; Kistler, Ernst;Zitatform
Trischler, Falko & Ernst Kistler (2010): Gute Erwerbsbiographien. Arbeitsbedingungen und Erwerbsverlauf. (Gute Erwerbsbiographien. Arbeitspapier 02), Stadtbergen, 72 S.
Abstract
"Das Projekt untersucht die Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und Erwerbsbiographien und deren Auswirkungen auf die Absicherung durch die GRV. Dabei geht es auch um die Frage, inwieweit und für wen die Voraussetzungen einer höheren Beschäftigungsquote/Rente mit 67 (nicht) gegeben sind und welche Gruppen dadurch einem erhöhten Risiko (bis hin zur Altersarmut) ausgesetzt sind.
Durch den Wandel der Erwerbsarbeit werden Beschäftigte zunehmend mit wachsender Unsicherheit konfrontiert. Arbeitslosigkeitsphasen und prekäre Beschäftigungsformen perforieren Erwerbsbiographien. Hinzu kommen Veränderungen bei den Arbeitsbedingungen, die es vielen ArbeitnehmerInnen verunmöglichen, gesund bis zur Rente zu arbeiten. Über die Kumulation der Risiken liegen zu wenige Informationen vor. Geringe Einkommen, unstetige Erwerbsbiographien, höhere Arbeitslosigkeit bzw. prekäre Beschäftigung, geringere Chancen des Tätigkeitswechsels, höhere und wenig alternsgerechte Arbeitsbelastungen korrelieren nicht nur, sondern kumulieren in ihrem Effekt - und das nicht nur mit Blick auf die Möglichkeiten länger arbeiten zu können, sondern ganz konkret auch bei den Rentenansprüchen bzw. entstehenden Zahlbeträgen der gesetzlichen Rente. Die Gefahr einer Altersarmut steigt und ist hochgradig gruppenspezifisch. Die Rente mit 67 könnte diese Probleme verschärfen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
The minimum wage revisited in the enlarged EU (2010)
Vaughan-Whitehead, Daniel; Masso, Jaan ; Moutos, Thomas; Bosch, Gerhard; Nestic, Danijel; Fotoniata, Eugenia; Nolan, Brian ; Grimshaw, Damian ; Salverda, Wiemer ; Köllö, János; Skedinger, Per ; Kalina, Thomas; Krillo, Kerly; Gautie, Jerome; Erdogdu, Seyhan; Wallusch, Jacek; Tzanov, Vassil;Zitatform
(2010): The minimum wage revisited in the enlarged EU. Genf: International Labour Office, 544 S. DOI:10.4337/9781781000571
Abstract
"This book provides in-depth and innovative analysis of the minimum wage in Europe, looking at its scope within the enlarged EU and posing the question of harmonization between the minimum wages of the individual Member States - or even a common EU minimum wage. It also explores the role of the minimum wage at the national level, looking at trends and effects, with case studies on specific national policy issues or industrial sectors. Minimum wage fixing has returned quite prominently to the core of policy debates, as illustrated by the adoption of a statutory minimum wage by Austria, Ireland and the United Kingdom, and the ongoing discussions in Germany and Sweden. Proposals to have common rules at EU level have also multiplied since EU enlargement, in particular to minimize 'social dumping'. Bringing together 15 national studies from noted European specialists in the field, this timely collection aims to stimulate the current debate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Warum Frauen von einem gesetzlichen Mindestlohn besonders profitieren würden (2010)
Zitatform
Weinkopf, Claudia (2010): Warum Frauen von einem gesetzlichen Mindestlohn besonders profitieren würden. In: Femina politica, Jg. 19, H. 2, S. 112-115.
Abstract
Die Autorin diskutiert die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland als Konsequenz aus der großen Lohnungleichheit von Frauen und Männern und dem hohen Anteil von Frauen im Niedriglohnsektor. Ein Mindestlohn könnte sowohl Armut trotz Erwerbstätigkeit vermindern und zu einer eigenständigen Existenzsicherung von Frauen beitragen, er verhindert darüber hinaus auch Lohndumping incl. das dadurch nötige Aufstocken. (IAB)
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Literaturhinweis
Ein-Euro-Jobs für hilfebedürftige Jugendliche: hohe Verbreitung, geringe Integrationswirkung (2010)
Zitatform
Wolff, Joachim, Sandra Popp & Cordula Zabel (2010): Ein-Euro-Jobs für hilfebedürftige Jugendliche. Hohe Verbreitung, geringe Integrationswirkung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 63, H. 1, S. 11-18. DOI:10.5771/0342-300X-2010-1-11
Abstract
"Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches II im Jahr 2005 haben öffentlich geförderte Zusatzjobs ('Ein-Euro-Jobs') mit teils mehr als 700.000 Förderungen pro Jahr eine herausragende Bedeutung gewonnen. Insbesondere Hilfebedürftige zwischen 15 und 24 Jahren werden überproportional häufig in Zusatzjobs vermittelt. Das Ziel besteht in ihrer Heranführung an den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Ob Zusatzjobs die Ausbildungs- und Erwerbschancen von hilfebedürftigen Jugendlichen tatsächlich erhöhen und zu einer Beendigung des Leistungsbezugs führen, wird anhand von administrativen Personendaten geschätzt. Mit 'Prospensity Score Matching' werden dabei Kontrollpersonen bestimmt, die nicht an Zusatzjobs teilnehmen, sich bezüglich persönlicher Eigenschaften von jungen Zusatzjobteilnehmern aber nur wenig unterscheiden. Unser Vergleich zwischen Teilnehmern und Kontrollpersonen weist insgesamt eher keine oder gar negative Teilnahmeeffekte nach. Allerdings erhöht sich für spezifische Personengruppen, wie z. B. ostdeutsche Männer ohne Berufsabschluss, die Chance auf Arbeit oder betriebliche Ausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Eingliederungsorientierte Arbeitsmarktpolitik in Deutschland (2010)
Zielkowski, Frank;Zitatform
Zielkowski, Frank (2010): Eingliederungsorientierte Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. Nürnberg, 292 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland ist seit Jahren vorrangig auf die schnelle Wiedereingliederung von Arbeitslosen unter besonderer Berücksichtigung sog. Problemgruppen ausgerichtet. Dabei stellt sich die Frage, welche Maßnahmen wie gut geeignet sind, dieses Ziel mikro- und makroökonomisch zu erreichen. Vor diesem Hintergrund werden zunächst empirische Daten beschrieben, die auf eine sehr ungleiche Verteilung von Arbeitslosigkeit über verschiedene Personengruppen hinweg hindeuten, wenngleich sich diese Verteilung nicht schlüssig mit Hilfe der gängigen theoretischen Erklärungsansätze begründen lässt. Anschließend werden die wichtigsten Ziele und Instrumente der deutschen Arbeitsmarktpolitik vorgestellt. Den Hauptteil dieser Arbeit bildet die Analyse bestehender mikroökonomischer Evaluationsstudien, die im Wesentlichen zu folgenden Ergebnissen führt: (1) Diejenigen arbeitsmarktpolitischen Instrumente, die auf eine direkte Erwerbstätigkeit am ersten Arbeitsmarkt abzielen, stellen eine aussichtsreichere Strategie für die Geförderten dar als jene Instrumente, die zunächst den 'Umweg' über einen staatlich bezuschussten zweiten Arbeitsmarkt beschreiten. (2) Die vorgestellten Studien weisen bei der Teilnehmerauswahl eine eindeutige Tendenz zur Positivselektion aus dem Kreis der potenziellen Teilnehmer auf. (3) Die untersuchten Instrumente erweisen sich in aller Regel selbst dann nicht als kosteneffizient, wenn die Eingliederungswirkungen positiv sind. Abschließend werden die gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungseffekte arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen sowohl mit Hilfe eines theoretischen Analyserahmens als auch anhand einer Evaluationsstudie vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Alleinerziehende im SGB II (2010)
Abstract
"Für alleinerziehende Eltern stellt es eine große Herausforderung dar, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, die den Bedarf für die ganze Familie deckt. Die Grundsicherung übernimmt daher für 645.000 Ein-Eltern-Bedarfsgemeinschaften eine wichtige Funktion in der Sicherung des Lebensunterhalts. Die Broschüre der Bundesagentur für Arbeit - Arbeitsmarktberichterstattung bietet weiterführende Informationen.
Auf einen Blick:
- 41 Prozent aller Alleinerziehenden-Haushalte in Deutschland waren im Jahr 2009 auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen.
- Im Jahr 2009 lebten 53 Prozent der Kinder, die Leistungen nach dem SGB II erhielten, in Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaften.
- Rund 60 Prozent der alleinerziehenden Frauen waren 2009 erwerbstätig, 42 Prozent davon in Vollzeit.
Im Jahr 2009 wurden 88 Prozent der arbeitslosen Alleinerziehenden im Rechtskreis SGB II und lediglich 12 Prozent im SGB III betreut.
- Fast ein Drittel der erwerbsfähigen hilfebedürftigen Alleinerziehenden ging einer Erwerbsarbeit nach.
- 6 Prozent der hilfebedürftigen Alleinerziehenden arbeiteten in Vollzeit. Das war ein Prozentpunkt weniger als unter den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen insgesamt.
- Erwerbsfähige alleinerziehende Hilfebedürftige waren doppelt so häufig in Teilzeit beschäftigt, wie die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen insgesamt.
- Der Arbeitgeberservice der BA unterstützt die Akquise 'familienfreundlicher' Arbeitsplätze und wirbt bei den Personalverantwortlichen für die Einstellung von Alleinerziehenden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Die Anwendung des Postmindestlohns und seine Auswirkungen auf Löhne, Unternehmen, Wettbewerb und Arbeitsplätze in der Briefbranche (2010)
Abstract
Die Studie untersucht die faktische Anwendung und Relevanz der Postmindestlohnverordnung und die realen Auswirkungen des Postmindestlohns auf das Lohnniveau bei den Briefzustellern und anderen Beschäftigten der Branche, auf die im Sektor tätigen Unternehmen, den Wettbewerb und die Anzahl der Arbeitsplätze. Hierzu wurden aktuelle Studien und Gutachten, Presse- und Internetrecherchen sowie Experteninterviews ausgewertet. Die Analyse zeigt, dass der für allgemeinverbindlich erklärte Postmindestlohn nur von wenigen Firmen außerhalb der Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbands Postdienste e.V. tatsächlich bezahlt wurde; dabei handelt es sich um die Töchter der WAZ-Mediengruppe, die PIN Mail AG, die Nordbayern Post in Nürnberg sowie Post Modern in Dresden und Arriva in Konstanz/Freiburg. Außerdem zeigt sich eine positiver Effekt auf die Lohnentwicklung infolge der öffentlichen Debatte um die Arbeitsbedingungen bei den neuen Briefdienstleistern und die politischen Initiativen, die letztlich zur Aufnahme der Branche in das Arbeitnehmerentsendegesetz und der darauf fußenden Rechtsverordnung führten. Die Analyse der Lohnentwicklung belegt, dass sich das durchschnittliche Lohnniveau bei den Lizenznehmern im Jahr 2008 deutlich verbessert hat. Außerdem wird gezeigt, dass die Geschäftsaktivitäten der Briefdienstleister durch die Postmindestlohnverordnung nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Dies wird belegt durch die geringe Anzahl von Marktaustritten (PIN Group) und die vergleichsweise hohe Anzahl neu vergebener Lizenzen im Jahr 2008. Die Autoren argumentieren gegen die 'Kollateralschäden', die dem Postmindestlohn vielfach angelastet werden: '(negative) externe Wirkungen kann nur ein Mindestlohn entfalten, der tatsächlich bezahlt wird und somit die wirtschaftliche Situation des betroffenen Unternehmens beeinflusst.' Sie gehen davon aus, dass die Mindestlohnverordnung aufgrund ihrer eingeschränkten Anwendung 'keinen nennenswerten Effekt auf die Wettbewerbssituation und die Beschäftigungsentwicklung ausüben konnte'. Im Anhang wird die rechtliche Auseinandersetzung um die Rechtmäßigkeit und Anwendung der Postmindestlohnverordnung und konkurrierender Tarifverträge nachgezeichnet. (IAB2)
Weiterführende Informationen
Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Hartz IV - weil der Lohn nicht reicht (2010)
Zitatform
(2010): Hartz IV - weil der Lohn nicht reicht. (Arbeitsmarkt aktuell 2010,02), Berlin, 8 S.
Abstract
"Die Zahl der arbeitslosen Hartz IV-Empfänger hat sich von 2,827 Mio. im September 2005 auf 2,206 Mio. im September 2009 und damit um rd. 620.000 bzw. um 22 Prozent verringert. Zugleich erhöhte sich die Zahl der erwerbstätigen Hartz IV-Empfänger von 951.000 auf 1,366 Mio. im Herbst 2009. Dies sind gut 400.000 bzw. 43,6 Prozent mehr als vier Jahre zuvor. Auf zehn Arbeitslose im Hartz IV-System kommen rechnerisch bereits sechs Hartz IV-Empfänger, die erwerbstätig sind, davon aber nicht leben können. ... Der Niedriglohnbereich wächst immer weiter. Arbeitslose nehmen immer öfter Arbeit zu miserablen Löhnen und Arbeitsbedingungen weit unter ihrem Qualifikationsniveau an, weil sie dies wegen der Verschärfung der Zumutbarkeitsregeln müssen. Die Löhne liegen häufig unter Tarif. ... Die Unternehmen bestätigen denn auch, "dass sich Bewerber häufiger als früher auch um inadäquate Arbeitsplätze bemühen." Die Konzessionsbereitschaft Arbeitsloser sei sowohl im Hinblick auf die Lohnhöhe, die Arbeitsbedingungen und das Qualifikationsniveau gestiegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Made simple in Germany? Entwicklungsverläufe industrieller Einfacharbeit (2009)
Zitatform
Abel, Jörg, Hartmut Hirsch-Kreinsen & Peter Ittermann (2009): Made simple in Germany? Entwicklungsverläufe industrieller Einfacharbeit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 11, S. 579-585. DOI:10.5771/0342-300X-2009-11-579
Abstract
"Der Beitrag betrachtet die Entwicklungsdynamik industrieller Einfacharbeit und vertritt die These, dass diese - anders als vielfach vermutet - kein Auslaufmodell in der Wirtschaft ist. Gezeigt wird zum einen, dass trotz einer unbestrittenen Erosion gering qualifizierter Tätigkeiten in der Industrie in den letzten Jahrzehnten von einem empirisch belegbaren Sockel industrieller Einfacharbeit auszugehen ist. Zum zweiten werden die industriellen Hochburgen der Einfacharbeit identifiziert. Zum dritten wird belegt, dass industrielle Einfacharbeit keine Referenzfolie prekärer Beschäftigung ist. Viertens wird auf verschiedene arbeitsorganisatorische Muster von Einfacharbeit hingewiesen: Diese erschöpfen sich nicht in klassisch-tayloristischen Tätigkeiten, sondern umfassen weitere Typen (extra)funktional mehr oder weniger angereicherter Einfacharbeit. Der Artikel basiert auf den ersten Ergebnissen eines laufenden DFG-Projektes." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wege in die Betriebe: Lernbedarfe in einfachen Tätigkeiten und Grundbildung als Element betrieblicher Personalentwicklung (2009)
Zitatform
Abraham, Ellen & Joachim Schroeder (2009): Wege in die Betriebe: Lernbedarfe in einfachen Tätigkeiten und Grundbildung als Element betrieblicher Personalentwicklung. In: Report. Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, Jg. 32, H. 4, S. 33-42.
Abstract
"Der Beitrag geht den Fragen nach, welche Kompetenzen und Qualifikationen im untersten Segment des Arbeitsmarktes erforderlich und welche Lernangebote geeignet sind, diese zu erwerben und auch geringer Qualifizierte für lebensbegleitendes Lernen zu ermutigen. Verschiedene Anforderungsprofile von Schriftsprachlichkeit im betrieblichen Kontext werden beschrieben. Auf die Bedeutung betrieblicher Multiplikatoren, die sich für Grundbildung im Unternehmen engagieren, wird verwiesen. Exemplarische Wege, die in GRAWiRA eingeschlagen wurden, um Grundbildung als Element betrieblicher Personalentwicklung konkret(er) werden zu lassen, werden nachgezeichnet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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