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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Lohnpolitik, Mindestlohn"
  • Literaturhinweis

    A persistence model of the National Minimum Wage (2007)

    Jones, Melanie K.; Sloane, Peter J.; Jones, Richard J. ; Murphy, Philip D.;

    Zitatform

    Jones, Melanie K., Richard J. Jones, Philip D. Murphy & Peter J. Sloane (2007): A persistence model of the National Minimum Wage. (IZA discussion paper 2595), Bonn, 32 S.

    Abstract

    "This paper utilises the panel element of the BHPS (waves 9 to 14) to examine the dynamics of the National Minimum Wage (NMW) introduced to Britain in 1999. Specifically a persistence measure based on a random effects probit model for those affected by the NMW is constructed. The conditional probabilities imply some degree of state dependence, but there is also a considerable amount of turnover from one year to the next among those affected by the NMW." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Gesetzlicher Mindestlohn: von Befürwortern und Gegnern überschätzt (2007)

    Kalmbach, Peter;

    Zitatform

    Kalmbach, Peter (2007): Gesetzlicher Mindestlohn. Von Befürwortern und Gegnern überschätzt. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 87, H. 7, S. 438-441.

    Abstract

    Die Debatte um die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland wird vor allem von Parteiinteressen bestimmt und weniger durch ökonomische Argumente. Der Autor kommt nach einer Diskussion zahlreicher Beiträge zu dem Schluss, dass die Frage eines Mindestlohnes unter zwei Gesichtspunkten geführt werden sollte: (1) Beschäftigungseffekte: Negative Auswirkungen in diesem Bereich sind für Geringqualifizierte zu erwarten, was also gegen eine Einführung spricht. Da die Arbeitslosigkeit in diesem Segment bereits sehr hoch ist, wäre es problematisch, mit gesetzlichen Maßnahmen die Probleme zu verschärfen. (2) Armutsbekämpfung: Die Erwartungen der Befürworter in diesem Bereich werden als überzogen bezeichnet. Mit anderen sozialen Instrumenten lassen sich nach Ansicht des Autors auf jeden Fall bessere Ergebnisse erzielen als mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlöhne in Deutschland: sollte das Arbeitnehmer-Entsendegesetz ausgeweitet werden? (2007)

    Kratzsch, Uwe;

    Zitatform

    Kratzsch, Uwe (2007): Mindestlöhne in Deutschland. Sollte das Arbeitnehmer-Entsendegesetz ausgeweitet werden? Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 68 S.

    Abstract

    "Im Frühjahr 2005 sorgten Medienberichte über den Einsatz entsandter 'Billigarbeitskräfte' in deutschen Schlacht- und Zerlegebetrieben für großes öffentliches Aufsehen. Von ihren Arbeitgebern aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten nach Deutschland entsandt, arbeiteten die Arbeitskräfte hierzulande unter oft bedrückenden Arbeitsbedingungen - und zu erheblich geringeren als den ortsüblichen Löhnen. Um negative Auswirkungen für deutsche Unternehmen und deren Beschäftigte durch ausländische Niedriglohnkonkurrenz abzuwenden, entbrannte in der Folge in der deutschen Politik eine kontroverse Diskussion, ob das seit 1996 auf die Bauwirtschaft sowie die Seeschifffahrtsassistenz beschränkte Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) ausgeweitet werden sollte. Nach der Bundestagswahl 2005 einigten sich CDU, CSU und SPD zunächst auf eine Erweiterung des Gesetzes auf das Gebäudereinigerhandwerk. Eine Ausweitung des Gesetzes auf weitere Branchen scheint jedoch nicht ausgeschlossen. Das Buch will die Frage beantworten, ob es aus ökonomischer Sicht vernünftig ist, deutsche Arbeitnehmer durch Mindestlöhne vor ausländischer Niedriglohnkonkurrenz zu schützen und ob dazu das AEntG ausgeweitet werden sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlohneffekte des Entsendegesetzes?: eine Mikrodatenanalyse für die deutsche Bauwirtschaft (2007)

    König, Marion; Möller, Joachim;

    Zitatform

    König, Marion & Joachim Möller (2007): Mindestlohneffekte des Entsendegesetzes? Eine Mikrodatenanalyse für die deutsche Bauwirtschaft. (IAB-Discussion Paper 30/2007), Nürnberg, 43 S.

    Abstract

    "Der Aufsatz untersucht anhand von Mikrodaten aus der Beschäftigtenstatistik die Lohn- und Beschäftigungseffekte der Mindestlohnregelungen, die durch das Entsendegesetz für alle gewerblichen Arbeiter im deutschen Baugewerbe im Jahr 1997 in Kraft traten. Angewendet wird ein Differenz-von-Differenzen Ansatz. Wir entwickeln eine Methode, die trotz fehlender Information über geleistete Arbeitsstunden eine Identifikation des Effekts erlaubt. Im Unterschied zu anderen Untersuchungen wird die Größe von Treatment- und Kontrollgruppe nicht exogen vorgegeben, sondern nach dem Maximum-Likelihood-Kriterium bestimmt. Unsere Ergebnisse zeigen für das Bauhauptgewerbe, sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland, positive Lohneffekte der Mindestlohnregelung. Bezüglich der Beschäftigungswirkung ergeben sich negative Effekte für Ostdeutschland, positive, statistisch allerdings nicht bzw. nur schwach signifikante Effekte für Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Möller, Joachim;
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  • Literaturhinweis

    Durch Niedriglohn zu mehr Beschäftigung?: ostdeutsche Erfahrungen oder Wie kann eine Gesamtstrategie für mehr Beschäftigung aussehen? Dokumentation der gemeinsamen Tagung des Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V. und der Hans-Böckler-Stiftung am 1. Dezember 2006 (2007)

    Lemme, Steffen; Horn, Gustav-Adolf; Jurk, Thomas; Brenke, Karl; Bispinck, Reinhard; Ziegler, Dagmar; Schöb, Ronnie ; Guggemos, Michael; Walwei, Ulrich ;

    Abstract

    Der Band dokumentiert die Beiträge und Diskussionen der gemeinsamen Tagung des 'Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V.' und der Hans-Böckler-Stiftung zu ostdeutschen Erfahrungen in Bezug auf den Zusammenhang von Niedriglohn und Beschäftigung. Massenarbeitslosigkeit ist die drängendste wirtschaftliche, soziale und gesellschaftspolitische Herausforderung an die Politik. Insbesondere die Situation in Ostdeutschland ist dadurch gekennzeichnet, dass strukturelle Probleme die Beschäftigungschancen von Menschen mit geringer Qualifikation und niedrigem Einkommen mindern. Der erste Teil der Tagung unternimmt eine Bestandsaufnahme der Situation in den neuen Bundesländern und diskutiert insbesondere die Themen, ob es sich bei dem sogenannten Niedriglohnsektor in Ostdeutschland nicht um eine schon weitgehend tariffreie Zone handelt und wie die Perspektiven der Lohn- und Tarifpolitik und die sektoralen und regionalen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt Ost sind. Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Tagung steht die Entwicklung einer Gesamtstrategie für mehr Beschäftigung. Die Beiträge erläutern, dass alle Erfahrungen des letzten Jahrzehnts zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen niedrigem Lohnniveau und hohem Beschäftigungsniveau in den ostdeutschen Ländern nicht existiert. Stagnierende Löhne dämpfen die Binnennachfrage und führen zu einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit. Die Tagung diskutiert das Konzept 'Vorrang für reguläre Arbeitsplätze: Ein Konzept für existenzsichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich', mit dem die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit geringer Qualifikation und geringen Einkommensmöglichkeiten verbessert werden sollen. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Armut von Erwerbstätigen in europäischen Wohlfahrtsstaaten: Niedriglöhne, staatliche Transfers und die Rolle der Familie (2007)

    Lohmann, Henning;

    Zitatform

    Lohmann, Henning (2007): Armut von Erwerbstätigen in europäischen Wohlfahrtsstaaten. Niedriglöhne, staatliche Transfers und die Rolle der Familie. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 276 S.

    Abstract

    "Im Zuge der wohlfahrtstaatlichen Reformen der letzten Jahre ist Armut von Erwerbstätigen auch in Europa zu einem Problem geworden. Allerdings bestehen deutliche Länderunterschiede im Ausmaß und in der Struktur der Armut von Erwerbstätigen. Der Autor argumentiert, dass dies eine Folge der unterschiedlichen Ausgestaltung institutioneller Rahmenbedingungen (soziales Sicherungssystem, Lohnverhandlungssystem, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie) ist. Weiter wird gefragt, welche Konsequenzen die gegenwärtigen Reformen für die Entwicklung der Armut von Erwerbstätigen haben. In empirischen Analysen wird die Entwicklung in 15 europäischen Ländern im Zeitraum von 1994 bis 2004 betrachtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Does the minimum wage cause inefficient rationing? (2007)

    Luttmer, Erzo F.P.;

    Zitatform

    Luttmer, Erzo F.P. (2007): Does the minimum wage cause inefficient rationing? In: The B.E. Journal of Economic Analysis and Policy, Jg. 7, H. 1, S. 1-42. DOI:10.2202/1935-1682.1768

    Abstract

    "By not allowing wages to clear the labor market, the minimum wage could cause workers with low reservation wages to be rationed out while equally skilled workers with higher reservation wages are employed. This paper exploits overlapping CPS panels to more precisely identify those most affected by the minimum wage, a group I refer to as the 'unskilled.' I test for inefficient rationing by examining whether the reservation wages of employed unskilled workers in states where the 1990-1991 federal minimum wage increase had the largest impact rose relative to reservation wages of unskilled workers in other states. I find that proxies for reservation wages of unskilled workers in high-impact states did not rise relative to reservation wages in other states, suggesting that the increase in the minimum wage did not cause jobs to be allocated less efficiently. However, even if rationing is efficient, the minimum wage can still entail other efficiency costs (e.g., from employment reductions)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen eines Mindestlohns auf kleine und mittlere Unternehmen: eine betriebswirtschaftliche Analyse nach Branchen, Betriebstypen und Standorten (2007)

    Meyer, Jörn-Axel;

    Zitatform

    Meyer, Jörn-Axel (2007): Auswirkungen eines Mindestlohns auf kleine und mittlere Unternehmen. Eine betriebswirtschaftliche Analyse nach Branchen, Betriebstypen und Standorten. (WISO Diskurs), Bonn, 64 S.

    Abstract

    "Die Diskussion über die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne in Deutschland wird derzeit sehr kontrovers und emotional geführt. Während einige Studien im Mindestlohn die Gefahr für den Verlust von mehr als 600.000 Arbeitsplätzen sehen (vgl. Heithecker 2007), prognostizieren andere Studien die Schaffung neuer Arbeitsplätze in vergleichbarer Höhe (vgl. Bartsch 2007). Ebenso widersprüchliche Forschungsbefunde gibt es beispielsweise zu den Mehreinnahmen des Staates durch zusätzliche Steuern und Sozialversicherungsbeiträge (vgl. Weinkopf/Kalina 2006). Unabhängig davon, welcher Meinung und welcher Studie man folgt, wird eines deutlich: Die Diskussion über die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne wird fast ausschließlich aus volkswirtschaftlicher Sicht geführt und abstrahiert von den tatsächlichen Verhältnissen in den Betrieben. Eine betriebswirtschaftliche Sicht ist bislang kaum eingenommen worden, erscheint jedoch zwecks Versachlichung und Differenzierung der - über alle Betriebsformen, Branchen und Standorte hinweg geführten - Diskussion notwendig. In dieser betriebswirtschaftlichen Herangehensweise liegt auch die Besonderheit der Studie. Sie wird hier auf die Sicht auf kleine und mittlere Unternehmen begrenzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Minimum wages and employment (2007)

    Neumark, David ; Wascher, William L.;

    Zitatform

    Neumark, David & William L. Wascher (2007): Minimum wages and employment. (Foundations and trends in microeconomics 03/1-2), Hanover u.a.: Now Publishers, 200 S. DOI:10.1561/0700000015

    Abstract

    "We review the burgeoning literature on the employment effects of minimum wages - in the United States and in other countries - that was spurred by the new minimum wage research beginning in the early 1990s. Our review indicates that there is a wide range of existing estimates and, accordingly, a lack of consensus about the overall effects on low-wage employment of an increase in the minimum wage. However, the oft-stated assertion that recent research fails to support the conclusion that the minimum wage reduces employment of low-skilled workers is clearly incorrect. A sizable majority of the studies surveyed in this monograph give a relatively consistent (although not always statistically significant) indication of negative employment effects of minimum wages. In addition, among the papers we view as providing the most credible evidence, almost all point to negative employment effects, both for the United States as well as for many other countries. Two other important conclusions emerge from our review. First, we see very few - if any - studies that provide convincing evidence of positive employment effects of minimum wages, especially from those studies that focus on the broader groups (rather than a narrow industry) for which the competitive model generally predicts disemployment effects. Second, the studies that focus on the least-skilled groups that are likely most directly affected by minimum wage increases provide relatively overwhelming evidence of stronger disemployment effects for these groups." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Minimum wage effects in the post-welfare reform era (2007)

    Neumark, David ;

    Zitatform

    Neumark, David (2007): Minimum wage effects in the post-welfare reform era. Washington, 38 S.

    Abstract

    Gesetzliche Regelungen zum Mindestlohn sind immer noch ein wichtiges Thema der politischen Diskussion, trotz jahrelanger Forschungen zu Kosten und Nutzen von Mindestlöhnen. Dies gilt auch für die USA. Sowohl auf der Ebene des Bundes als auch auf der der Einzelstaaten gibt es Überlegungen und Initiativen zur Erhöhung der geltenden Mindestlöhne. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Auswirkungen der von den Einzelstaaten in den USA erlassenen Mindestlöhne für den Zeitraum 1997-2005, d.h. nach den durchgeführten wohlfahrtsstaatlichen Reformen. Untersucht werden die Auswirkungen von Mindestlöhnen auf Beschäftigung, Einkommen und Verdienstmöglichkeiten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen (im Alter von 16 bis 24 Jahren), auf Gruppen mit den unterschiedlichsten demographischen Voraussetzungen und beruflichen Qualifikationen. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich negative Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen in erster Linie bei gering qualifizierten männlichen Jugendlichen, die einer Minderheit angehören, zeigen. Positive Auswirkungen hingegen ergeben sich für junge Frauen im Alter von 20-24 Jahren, die Minderheiten angehören. Dies geht jedoch zu Kosten anderer Gruppen, in erster Linie Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern aus den gleichen Minderheitengruppen. Gerade männliche Schulabbrecher sind von Arbeitslosigkeit und sinkenden Verdienstmöglichkeiten als Folge von Mindestlöhnen betroffen und auf staatliche Unterstützung angewiesen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Minimum wage effects in the longer run (2007)

    Neumark, David ; Nizalova, Olena ;

    Zitatform

    Neumark, David & Olena Nizalova (2007): Minimum wage effects in the longer run. In: The Journal of Human Resources, Jg. 42, H. 2, S. 435-452.

    Abstract

    "Exposure to minimum wages at young ages could lead to adverse longer-run effects via decreased labor market experience and tenure, and diminished education and training, while beneficial longer-run effects could arise if minimum wages increase skill acquisition. Evidence suggests that as individuals reach their late 20s, they earn less the longer they were exposed to a higher minimum wage at younger ages, and the adverse longer-run effects are stronger for blacks. If there are such longer-run effects of minimum wages, they are likely more significant than the contemporaneous effects on youths that are the focus of research and policy debate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Minimum wages and employment: a review of evidence from the new minimum wage research (2007)

    Neumark, David ; Wascher, William ;

    Zitatform

    Neumark, David & William Wascher (2007): Minimum wages and employment. A review of evidence from the new minimum wage research. (IZA discussion paper 2570), Bonn, 156 S.

    Abstract

    "We review the burgeoning literature on the employment effects of minimum wages - in the United States and other countries - that was spurred by the 'new minimum wage research' beginning in the early 1990's. The wide range of existing estimates makes it difficult for us to draw broad generalizations about the implications of the new minimum wage research. Clearly, no consensus now exists about the overall effects on low-skilled employment of an increase in the minimum wage. However, the oft-stated assertion that this recent research fails to support the traditional view that the minimum wage reduces the employment of low-skilled workers is clearly incorrect. The overwhelming majority of the studies surveyed in this paper give a relatively consistent (although not always statistically significant) indication of negative employment effects of minimum wages. In addition, among the papers we view as providing the most credible evidence, almost all point to negative employment effects. Moreover, the evidence tends to point to disemployment effects of minimum wages in the United States as well as many other countries. Two potentially more important conclusions emerge from our review. First, we see very few - if any - cases where a study provides convincing evidence of positive employment effects of minimum wages, especially from studies that focus on broader groups (rather than a narrow industry) for which the competitive model predicts disemployment effects. Second, when researchers focus on the least-skilled groups most likely to be adversely affected by minimum wages, we regard the evidence as relatively overwhelming that there are stronger disemployment effects for these groups." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Minimum wages, the Earned Income Tax Credit, and employment: evidence from the post-welfare reform era (2007)

    Neumark, David ; Wascher, William ;

    Zitatform

    Neumark, David & William Wascher (2007): Minimum wages, the Earned Income Tax Credit, and employment. Evidence from the post-welfare reform era. (IZA discussion paper 2610), Bonn, 38 S.

    Abstract

    "We study the effects of minimum wages and the EITC in the post-welfare reform era. For the minimum wage, the evidence points to disemployment effects that are concentrated among young minority men. For young women, there is little evidence that minimum wages reduce employment, with the exception of high school dropouts. In contrast, evidence strongly suggests that the EITC boosts employment of young women (although not teenagers). We also explore how minimum wages and the EITC interact, and the evidence reveals policy effects that vary substantially across different groups. For example, higher minimum wages appear to reduce earnings of minority men, and more so when the EITC is high. In contrast, our results indicate that the EITC boosts employment and earnings for minority women, and coupling the EITC with a higher minimum wage appears to enhance this positive effect. Thus, whether or not the policy combination of a high EITC and a high minimum wage is viewed as favorable or unfavorable depends in part on whose incomes policymakers are trying to increase." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Irrglaube Mindestlöhne: trügerische Hoffnung, zerstörte Beschäftigungschancen (2007)

    Raddatz, Guido; Wolf, Sascha;

    Zitatform

    Raddatz, Guido & Sascha Wolf (2007): Irrglaube Mindestlöhne. Trügerische Hoffnung, zerstörte Beschäftigungschancen. (Argumente zu Marktwirtschaft und Politik 99), Berlin, 20 S.

    Abstract

    Die Publikation setzt sich kritisch mit den Plänen zur Einführung von Mindestlöhnen auseinander und verweist unter Auswertung ausländischer Erfahrungen auf die ökonomischen Langfristgefahren, die mit einer solchen Einführung verbunden wären. Der Vorwurf an die Befürworter von Mindestlöhnen lautet, dass diese ihre Einführung fordern mit der Begründung, dass negative Arbeitsmarkteffekte empirisch nicht eindeutig nachgewiesen seien, und die mit Mindestlöhnen verbundenen beachtlichen ökonomischen Risiken ignorieren. Die Autoren betonen, dass Mindestlöhne keine 'vernachlässigbaren politischen Stellschrauben' sind. Sie gehen davon aus, dass aufgrund ihrer komplexen Wirkung auf den Marktmechanismus niemand mit endgültiger Sicherheit vorherzusehen oder gar zu quantifizieren vermag, welche Effekte die Einführung von Mindestlöhnen auf den deutschen Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Entwicklung und das Wohlstandsniveau ausüben würden. Sie jedoch verweisen darauf, 'dass die überwältigende Mehrzahl empirischer Studien und die ökonomische Theorie negative Effekte befürchten lassen', Aus diesem Grund vertreten sie die Überzeugung, dass die Einführung von Mindestlöhnen einem 'Beschäftigungsverhinderungsprogramm' gleichkommen würde. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    The empirical relevance of minimum wages for the low-wage sector (2007)

    Ragnitz, Joachim; Thum, Marcel ;

    Zitatform

    Ragnitz, Joachim & Marcel Thum (2007): The empirical relevance of minimum wages for the low-wage sector. In: CESifo forum, Jg. 8, H. 2, S. 35-37.

    Abstract

    In der Diskussion um die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland sind dessen ökonomische Konsequenzen umstritten. In dem Beitrag wird geschätzt, wie groß der von Mindestlohn betroffene Personenkreis in Deutschland ist, und wieviele Arbeitsplätze durch Mindestlohn verloren gehen würden. Ausgegangen wird von einem Stundenlohn von 7,50 EUR bzw. 6,50 EUR. Bei einem Mindestlohn von 7,50 EUR wird bei insgesamt 30,8 Millionen Beschäftigten im Niedriglohnbereich ein Rückgang von 1.108.000 Beschäftigten berechnet; 620.000 Beschäftigte in der Privatwirtschaft wären von Mindestlohn betroffen. Bei einem Mindestlohn von 6,50 EUR ginge die Beschäftigung im Niedriglohnbereich um 826.000 Beschäftigte zurück. Dabei ist der Beschäftigungsrückgang in Ostdeutschland jeweils mehr als doppelt so hoch wie in Westdeutschland. Für diejenigen, die ihren Arbeitsplatz behalten, führt Mindestlohn zwar zu höheren Einkommen, volkswirtschaflich betrachtet ist dies jedoch nur von geringer Bedeutung. Als Fazit wird festgehalten, dass höhere Einkommen auf der einen Seite durch Arbeitsplatzverluste auf der anderen Seite teuer erkauft werden. Als effizientere Alternative wird auf die negative EInkommenssteuer verwiesen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Zur Einführung von Mindestlöhnen: Empirische Relevanz des Niedriglohnsektors (2007)

    Ragnitz, Joachim; Thum, Marcel ;

    Zitatform

    Ragnitz, Joachim & Marcel Thum (2007): Zur Einführung von Mindestlöhnen: Empirische Relevanz des Niedriglohnsektors. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 14, H. 3, S. 36-39.

    Abstract

    "Die mögliche Einführung von Mindestlöhnen führt gegenwärtig zu heftigen Kontroversen über die ökonomischen Auswirkungen eines solchen Eingriffs. Die einen befürchten den Wegfall des kompletten Niedriglohnbereichs. Die anderen sehen darin Chancen zu Lohnerhöhungen ohne nennenswerte Konsequenzen. Dieser Beitrag versucht abzuschätzen, wie groß der vom Mindestlohn betroffene Personenkreis überhaupt ist und wie stark die Arbeitsplatzverluste ausfallen könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlöhne 2007: Beträge zwischen 92 EUR und 1570 EUR brutto pro Monat (2007)

    Regnard, Pierre;

    Zitatform

    Regnard, Pierre (2007): Mindestlöhne 2007. Beträge zwischen 92 EUR und 1570 EUR brutto pro Monat. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 71/2007), Brüssel, 6 S.

    Abstract

    "Im Januar 2007 variierten die gesetzlichen Mindestlöhne von 92 bis 1570 Euro brutto pro Monat. Im Januar 2007, gab es in 20 der 27 Mitgliedstaaten der EU sowie in einem Kandidatenland gesetzliche Mindestlöhne. Bei der Höhe der Mindestlöhne waren große Unterschiede zu verzeichnen: Die Spanne reichte von 92 Euro pro Monat in Bulgarien bis zu 1 570 Euro pro Monat in Luxemburg. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten werden die Unterschiede jedoch deutlich geringer. In den Mitgliedstaaten sind die Mindestlöhne in EUR jährlich um durchschnittlich 1 % bis 18 % gestiegen. Der Anteil der Vollzeitarbeitnehmer mit Mindestlohn variiert stark zwischen den einzelnen Ländern und ist bei Frauen im Allgemeinen sehr viel höher als bei Männern. Der Mindestlohn liegt zwischen 33 % und 52 % der durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste in der Industrie und im Dienstleistungssektor." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Impact of the minimum wage on the incidence of second job holding in Britain (2007)

    Robinson, Helen; Wadsworth, Jonathan ;

    Zitatform

    Robinson, Helen & Jonathan Wadsworth (2007): Impact of the minimum wage on the incidence of second job holding in Britain. In: Scottish Journal of Political Economy, Jg. 54, H. 4, S. 553-574. DOI:10.1111/j.1467-9485.2007.00429.x

    Abstract

    "The advent of any earnings boost, such as provided by the introduction of a minimum wage, might be expected to reduce the supply of low-paid individuals wanting to hold a second job. This paper uses difference-in-differences estimation on a panel of individuals matched across successive Labour Force Surveys around the time of the introduction of the national minimum wage in the United Kingdom in order to estimate the impact of the minimum wage and its subsequent upratings on second job working. There is little evidence to suggest that the extra pay provided by the introduction of the minimum wage was sufficient to affect the incidence of second job holding significantly. However, hours worked in the main job by second job holders may have risen relative to those not covered by the minimum wage; and hours worked in second jobs may have fallen for those whose second job was initially below the minimum." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Sind 3 Euro schon zu viel? Aufklärendes zu Lohnspreizung und Beschäftigung (2007)

    Schettkat, Ronald;

    Zitatform

    Schettkat, Ronald (2007): Sind 3 Euro schon zu viel? Aufklärendes zu Lohnspreizung und Beschäftigung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 6, S. 335-343. DOI:10.5771/0342-300X-2007-6-335

    Abstract

    "In der Diskussion um die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne in Deutschland dominieren düstere Beschäftigungsprognosen. Lohnkompression am unteren Ende vernichte Arbeitsplätze, so lautet die Warnung. Es ergeben sich zwei Fragen: Sind die theoretischen Wirkungszusammenhänge adäquat erfasst und ist die Lohnstruktur tatsächlich überaus stark komprimiert? Der Zusammenhang zwischen Lohnhöhe und Beschäftigung im unteren Qualifikationssegment ist nur unter starken theoretischen Annahmen über den Marktkontext eindeutig negativ. Abweichungen vom idealisierten Marktmodell führen zu einer theoretischen Indeterminiertheit, weshalb eine gründliche empirische Analyse der Lohnstreuung und des Zusammenhanges von Lohnstruktur und Beschäftigung notwendig ist. Konnten sich die Vertreter der Lohnkompressionsthese bislang auf eine relativ enge und konstante deutsche Lohnstruktur berufen, so zeigen neuere Analysen eine rasante Zunahme der Lohnspreizung, insbesondere am unteren Ende der Lohnskala seit Mitte der 1990er Jahre. Im Vergleich zu den USA zeigt sich in Deutschland im Niedriglohnbereich sogar eine stärkere Lohnspreizung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    European minimum wage policy: a concrete project for a social Europe (2007)

    Schulten, Thorsten; Watt, Andrew;

    Zitatform

    Schulten, Thorsten & Andrew Watt (2007): European minimum wage policy. A concrete project for a social Europe. (European economic and employment policy brief 02/2007), Brüssel, 10 S.

    Abstract

    "This Policy Brief starts by briefly describing the national minimum wage systems and levels in the countries of the EU 27. It then reviews the arguments for placing these national systems within a more general European-level framework. Finally, it discusses existing legal and political points of departure for the idea of a European minimum wage and reflects on debates on the subject within the European trade union movement. It aims to stimulate discussion within the policymaking community and trade unions and serve as a springboard for further work in this area." (author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Niveau sozialrechtlicher Existenzsicherung und Mindestlohn in Deutschland (2007)

    Spindler, Helga;

    Zitatform

    Spindler, Helga (2007): Niveau sozialrechtlicher Existenzsicherung und Mindestlohn in Deutschland. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 6, S. 328-334. DOI:10.5771/0342-300X-2007-6-328

    Abstract

    "Die Frage nach der Höhe eines existenzsichernden Mindestlohns in Deutschland ist schwierig zu beantworten. Bislang gibt es dazu keine eigenständigen Erhebungen. Wohl aber existiert eine lange Tradition im Bereich des Sozialhilferechts: Dort werden Elemente des Existenzminimums bestimmt. Zu diesen Elementen zählen die Regelsätze und die tatsächlichen Kosten für eine angemessene Unterkunft. Diese beiden Elemente, deren Bestimmung aber auch immer wieder umstritten ist, beziehen sich allerdings nur auf das Existenzminimum eines nicht Erwerbstätigen. Bei Erwerbstätigen müssen zusätzlich noch die Werbungskosten und Vorsorgebeiträge und der darüber hinaus gehende Mehrbedarf für Erwerbstätige berücksichtigt werden. Unter Einbeziehung dieses Bedarfs kann ein existenzsichernder Mindestlohn Ende 2006 bestimmt werden. Seine Höhe müsste - abhängig von weiteren Grundannahmen - zwischen 5,46 und 6,19 EURO netto bzw. 7,46 und 8,78 EURO brutto liegen. Keine Alternative dazu sind Konzepte, die das Existenzminimum mit Hilfe einer negativen Einkommensteuer sichern wollen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsförderung und Einkommenssicherung im Niedriglohnbereich: Wege und Irrwege (2007)

    Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Steiner, Viktor (2007): Beschäftigungsförderung und Einkommenssicherung im Niedriglohnbereich. Wege und Irrwege. (DIW-Diskussionspapiere 747), Bonn, 29 S.

    Abstract

    "Staatliche Instrumente zur Beschäftigungsförderung und Einkommenssicherung im Niedriglohnbereich durch 'Kombilohn-Modelle' existieren auch in Deutschland schon seit längerem und wurden im Zuge der jüngsten Arbeitsmarktreformen ausgeweitet. Diese haben das Ziel, durch eine einkommensabhängige Lohnsubvention geringe Erwerbseinkommen zu ergänzen und die finanziellen Anreize zur Aufnahme einer gering entlohnten Tätigkeit zu verbessern. Eine spezielle Form dieser Lohnsubventionen ist die vollkommene oder teilweise Freistellung der Sozialbeiträge bei geringfügiger Beschäftigung ('Mini Jobs'). Aktuelle Vorschläge aus Politik und Wissenschaft, die vom Kombilohn-Modell des Sachverständigenrats bis zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns reichen, haben die weiterführende Reform des Niedriglohnsektors in Deutschland zum Ziel. In diesem Beitrag werden die theoretisch zu erwartenden Arbeitsmarkteffekte von Lohnsubventionen im Niedriglohnbereich dargestellt, empirische Evaluationsergebnisse zu den Effekten der wichtigsten im Zuge der 'Hartz-Gesetze' umgesetzten Arbeitsmarkreformen präsentiert und aktuelle Reformvorschläge zur Förderung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im Niedriglohnbereich bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Traum vom Mindestlohn: ein Ländervergleich (2007)

    Tiltag, Andreas;

    Zitatform

    Tiltag, Andreas (2007): Der Traum vom Mindestlohn. Ein Ländervergleich. (IAAEG discussion paper 2007,02), Trier, 29 S.

    Abstract

    "Ein gesetzlicher Mindestlohn erzeugt Träume. Positiv sieht er so aus: jede arbeitende Person verdient genug, um aus eigener Kraft einen angemessenen Lebensstandard zu erreichen. Negativ so: Arbeitskräfte, deren Produktivität unterhalb des Mindestlohnes liegt, werden arbeitslos. Die zentrale Frage des Papiers ist die Schlüssigkeit folgenden Arguments: 'Großbritannien hat einen Mindestlohn und keine hohe Arbeitslosigkeit.' Unberücksichtigt in dieser Aussage bleibt der Einfluss anderer Arbeitsmarktinstitutionen auf die Arbeitslosigkeit. Es sollen daher Muster, die hoher und niedriger Arbeitslosigkeit zu Grunde liegen, aufgedeckt werden. Die empirische Grundlage bildet ein Ländervergleich unter Verwendung von Qualitative Comparative Analysis (QCA). Es zeigt sich, dass ein Mindestlohn nur im Zusammenhang mit anderen Regelungen auf dem Arbeitsmarkt zutreffend beurteilt werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Minimum wages and social welfare expenditures: substitutes or complements? (2007)

    Waltman, Jerold; Marsh, Christopher ;

    Zitatform

    Waltman, Jerold & Christopher Marsh (2007): Minimum wages and social welfare expenditures. Substitutes or complements? In: Policy Studies, Jg. 28, H. 2, S. 163-174. DOI:10.1080/01442870701312092

    Abstract

    "Are minimum wage policies substitutes for or complements to expenditure oriented social welfare policies? We address this research question from a cross national perspective through the utilization of OECD data. We find that countries with high levels of expenditure on traditional social welfare policies are decidedly less likely to have any type of minimum wage policy than lower spending nations. However, we also find that there is a strong correlation between the level of the minimum wage and the percentage of GDP spent on social welfare among countries that have minimum wage policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohn und Förderoptionen (2007)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (2007): Niedriglohn und Förderoptionen. In: Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie (Hrsg.) (2007): Durch Niedriglohn zu mehr Beschäftigung? : ostdeutsche Erfahrungen oder Wie kann eine Gesamtstrategie für mehr Beschäftigung aussehen? Dokumentation der Tagung des Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V. und der Hans-Böckler-Stiftung am 1.12.2006, S. 59-72.

    Abstract

    In dem Beitrag wird die These formuliert, dass in der Bundesrepublik Deutschland mehr Niedriglohnbeschäftigung gebraucht wird, dass diese jedoch anders 'besetzt' sein soll, um den harten Kern der Arbeitslosen aufzuweichen oder gar aufzulösen. Der Autor betont dabei die Bedeutung existenzsichernder Löhne im Niedriglohnbereich auf dem Niveau des Arbeitslosengeldes II. Nach Auffassung des Autors muss sich die Bewertung aller Förderoptionen im Niedriglohnbereich daran messen lassen, ob diese der Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenwirken. Nach einem Überblick über die Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquote bis 2004 und der relativen Größe des Niedriglohnsektors werden unterschiedliche Förderoptionen und Studien zum Niedriglohnsektor einer Bewertung unterzogen. Diskutiert werden befristete und unbefristete Kombilohnmodelle, Einstiegsgeld, Zuverdienstmöglichkeiten, Mini-Jobs, Arbeitsgelegenheiten sowie die Magdeburger Alternative. Zusammenfassend plädiert der Autor für das im Gutachten 'Vorrang für das reguläre Arbeitsverhältnis, ein Konzept für Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich' vorgestellte Modell, das aus drei Komponenten besteht: der Beibehaltung des Arbeitslosengeld-II-Niveaus, einer Abgabensenkung im Niedriglohnbereich durch Steuergutschriften und einem Mindestlohn von 4,50 Euro (750 Euro Vollzeiteinkommen im Monat), wobei letzterem besondere Wichtigkeit beigemessen wird, 'weil Unternehmen letztlich nicht erwarten dürfen, dass der Staat jeden noch so niedrigen Lohnsatz aufstockt.' Gleichzeitig soll die Begünstigung von Minijobs und Midijobs aufgegeben werden. Langfristig sieht der Autor in einer deutlichen Senkung der Sozialabgaben den 'Königsweg' zur Förderung der Beschäftigung in Deutschland. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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    A reexamination of Card and Krueger's state-level study of the minimum wage (2007)

    Wessels, Walters;

    Zitatform

    Wessels, Walters (2007): A reexamination of Card and Krueger's state-level study of the minimum wage. In: Journal of labor research, Jg. 28, H. 1, S. 135-146.

    Abstract

    "Card and Krueger's (1995) difference-in-difference study of the 1990-1991 federal minimum wage hikes compared states by the proportion of workers directly affected by the minimum wage. They found 'no evidence that the increase in the minimum wage significantly lowered teenage employment rates more in highly affected states' and they concluded the minimum wage did not reduce employment. Their paper was highly influential and convinced many that the minimum wage did not reduce employment. However, when I apply their model to the 1996-1997 federal minimum wage hike, I find that increases in the minimum wage significantly lowered teenage employment rates more in highly affected states. Using Card and Krueger's interpretation, this implies the minimum wage did reduce teenage employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Gesetzliche Mindestlöhne und wissenschaftliche Politikberatung in den USA (2007)

    Wockenfuß, Christof;

    Zitatform

    Wockenfuß, Christof (2007): Gesetzliche Mindestlöhne und wissenschaftliche Politikberatung in den USA. In: List-Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik, Jg. 33, H. 4, S. 379-387.

    Abstract

    "Der Beitrag fasst den Sachstand nach der bereits in Kraft getretenen Erhöhung des bundesweiten, gesetzlichen Mindestlohns in den USA zusammen und beschreibt die Debatte, die das Gesetzgebungsverfahren begleitet hat. Darüber hinaus wird auf empirische Untersuchungen verwiesen, welche nahelegen, dass es heute kaum mehr möglich sein dürfte, negative Beschäftigungswirkungen gesetzlicher Mindestlöhne nicht erwarten zu wollen. Deshalb kann von einem Versagen der wissenschaftlichen Politikberatung in den USA gesprochen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    National Minimum Wage: Low Pay Commission Report 2007 (2007)

    Abstract

    Die Höhe des Nationalen Mindestlohns in Großbritannien wird jährlich so festgesetzt, dass einerseits etwa eine Million Arbeitskräfte im Niedriglohnbereich davon profitieren, andererseits sich aber keine negativen Auswirkungen auf Beschäftigung und Inflation ergeben. Die jährliche Anpassung des Mindestlohns beruht auf Berichten der Niedriglohnkommission (Low Pay Commission). Der Bericht gibt einen Überblick über die Entwicklung des Mindestlohns in Großbritannien, über die aktuelle wirtschaftliche Situation, und auf die Auswirkungen des Mindestlohns auf gesamtwirtschaftlicher und betrieblicher Ebene. Speziell eingegangen wird auf die Auswirkungen in Wirtschaftszweigen mit Niedriglöhnen, auf Auswirkungen auf spezielle Personengruppen wie Frauen, ethnische Minderheiten, Behinderte, Leiharbeiter und Heimarbeiter, auf Auswirkungen auf Jugendliche und Auszubildende sowie auf Umsetzung und Durchsetzung des Mindestlohns. Die Kommission bewertet den Mindestlohn als Erfolg, da er zu einer Erhöhung der Niedriglöhne geführt hat, ohne Beschäftigung und Wirtschaft negativ zu beeinflussen. Aufgrund der Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung schlägt die Kommission eine vorsichtige Anpassung des Mindestlohns vor. Zum ersten Mal seit Einführung des Mindestlohns ist die Anzahl der Stellen im Niedriglohnsektor gesunken. Zudem ist eine Erhöhung des Urlaubsgeldes geplant. Ab Oktober 2007 wird der Mindestlohn für Erwachsene auf 5,52 festgesetzt (bisher 5,35), für junge Erwachsene steigt er von 4,25 auf 4,60 und für die Altersgruppe der 16-17jährigen von 3,30 auf 3,40. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Gesamtwirtschaftliche Wirkungen der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland auf der Basis der Konzeption der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di: eine aktualisierte Simulationsstudie mit dem makroökonometrischen Deutschlandmodell LAPROSIM Version 10.32. Gutachten (2007)

    Abstract

    "ver.di hat folgendes Szenario mit einem gesamtwirtschaftlichen Modell für Deutschland durchrechnen lassen: Was passiert in Deutschland, wenn - ab 2008 ein gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 EURO eingeführt wird, - dieser Mindestlohn bis 2009 schrittweise auf 9,00 EURO erhöht wird, - und er in den Folgejahren jeweils in Höhe des verteilungsneutralen Spielraums steigt? Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen: Durch die Einführung und die folgende Anhebung des Mindestlohns wird die Einkommenslage von bis zu vier Millionen Vollzeitbeschäftigten und etwa fünf Millionen geringfügig und Teilzeitbeschäftigten - zum Teil deutlich - verbessert. Menschen mit niedrigen Einkommen geben praktisch jeden zusätzlichen Euro vollständig aus. Zum Sparen kommen sie erst gar nicht. Deshalb würde die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohn kurzfristig einen Konsumschub und hierdurch rund 450.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Die Studie berücksichtigt, dass sich die anfänglichen Wachstums- und Beschäftigungswirkungen längerfristig aufgrund zeitverzögert wirksamer Preis- und Rationalisierungseffekte teilweise wieder zurückbilden; es wurde hier also nichts 'schöngerechnet'. Aber auch unter Berücksichtigung aller 'Nebenwirkungen' bleiben langfristig leichte, aber dauerhafte Beschäftigungsgewinne in Höhe von über 100.000 Personen. Ohne Einführung des gesetzlichen Mindestlohns gäbe es diese zusätzlichen Arbeitsplätze nicht, und der Niedriglohnsektor würde bleiben und sich weiter ausbreiten. Die Ergebnisse der Untersuchung decken sich mit den Resultaten zahlreicher anderer Studien zum Zusammenhang von Mindestlöhnen und Beschäftigung aus Ländern mit bereits bestehenden Mindestlohnregelungen. Sie widersprechen der 'Angstmache' diverser Vertreter von Arbeitgeberverbänden bzw. arbeitgebernaher Forschungsinstitute, die das Gespenst von Beschäftigungsverlusten in Millionenhöhe im Fall der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns an die Wand malen. Gegen diese interessengeleitete Behauptung sprechen schon die einfachsten Fakten: In 20 von 27 EU-Ländern gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn, und alle hatten in den letzten Jahren eine bessere Entwicklung der Beschäftigung als Deutschland. Gegen Mindestlöhne ist, wer zu den Profiteuren von zunehmend maßlosem Lohndumping gehört. Gegen Mindestlöhne ist auch, wer die Empfänger von 'Hartz IV' zur Lohndrückerei gegen die noch Beschäftigten benutzen will. Nach der Abschaffung fast aller Zumutbarkeitsregeln für Arbeitslose würde der gesetzliche Mindestlohn eine Grenze nach unten einziehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wachsender Niedriglohnsektor in Deutschland: Sind Mindestlöhne sinnvoll? (2006)

    Benke, Karl;

    Zitatform

    Benke, Karl (2006): Wachsender Niedriglohnsektor in Deutschland: Sind Mindestlöhne sinnvoll? In: DIW-Wochenbericht, Jg. 73, H. 15/16, S. 197-205.

    Abstract

    "Beschäftigte, die weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns erhalten, werden im Allgemeinen zum sogenannten Niedriglohnsektor gerechnet. Gemessen an den Bruttolöhnen ist dieser Bereich seit Ende der 90er Jahre deutlich größer geworden. Das hängt in starkem Maße mit der Zunahme der Zahl geringfügig Beschäftigter zusammen. Sie erhalten meist relativ niedrige Bruttolöhne, müssen darauf aber auch keine Abgaben entrichten. Bezogen auf die Nettolöhne ist der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnsektor kaum gewachsen. Im Jahre 2004 lag die Niedriglohngrenze bei knapp 9,50 Euro brutto je Stunde. Reichlich ein Fünftel aller Beschäftigten in Deutschland musste sich mit weniger als diesem Lohn begnügen. In Westdeutschland waren es 17 %, im Osten 40 %. In vielen Fällen - abhängig von der Haushaltszusammensetzung - sind die auf dem Markt erzielbaren Löhne kaum höher als die staatlichen Unterstützungsleistungen für Arbeitslose. Mitunter liegt die Unterstützung sogar über der Niedriglohngrenze, am ehesten in Ostdeutschland. Deshalb, vor allem aber aus sozialpolitischen Erwägungen, wird die Einführung von Mindestlöhnen gefordert. Insbesondere in Ostdeutschland müssten dann für einen erheblichen Teil der Beschäftigten die Löhne angehoben werden. Dies hätte deutliche Auswirkungen auf das gesamte Lohngefüge. Mindestlöhne würden vor allem kleine Betriebe betreffen - auch in den alten Bundesländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Vorrang für das reguläre Arbeitsverhältnis: Ein Konzept für Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich: Gutachten für das Sächsische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) (2006)

    Bofinger, Peter; Walwei, Ulrich ; Dietz, Martin; Genders, Sascha;

    Zitatform

    Bofinger, Peter, Martin Dietz, Sascha Genders & Ulrich Walwei (2006): Vorrang für das reguläre Arbeitsverhältnis: Ein Konzept für Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich. Gutachten für das Sächsische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA). o.O., 127 S.

    Abstract

    Die Beschäftigungsprobleme wettbewerbsschwächerer Arbeitnehmer sind schon seit langer Zeit gravierend. Projektionen der langfristigen Arbeitsmarktentwicklung verdeutlichen die Dringlichkeit des Problems. Der Trend in Richtung wachsender Qualifikationsanforderungen wird sich weiter fortsetzen, so dass sich die Aussichten für die Problemgruppen des Arbeitsmarktes ohne entschlossenes Gegensteuern verschlechtern werden. Daher muss es in der nahen Zukunft darum gehen, für wettbewerbsschwächere Arbeitnehmer eine schrittweise Verbesserung zu erzielen. Das Gutachten schlägt ein aus drei Elementen bestehendes Maßnahmenbündel vor. Plädiert wird für ein am ALG II-Anspruch orientiertes abgabenfreies Mindesteinkommen bei Vollzeitbeschäftigung in Form einer bedarfsorientierten Steuergutschrift. Gleichzeitig sind spezifische Anreize für atypische Erwerbsformen abzubauen, insbesondere bestehende Subventionen zu Gunsten von Mini-Jobs. In Kombination mit der Streichung des befristeten Zuschlags beim Übergang von ALG I in ALG II und modifizierten Hinzuverdienstmöglichkeiten, die auf eine stärkere Anrechnung niedriger Einkommen zielen, erhöht sich der Anreiz für Grundsicherungsempfänger, eine Existenz sichernde Beschäftigung aufzunehmen. Die Kernelemente werden durch komplementäre Maßnahmen ergänzt. Das Maßnahmenbündel ist fiskalisch mit überschaubaren Kosten verbunden, die Einführungskosten des Gesamtansatzes dürften nach Meinung der Gutachter weniger als die Kosten einer Senkung der Sozialabgaben um einen Prozentpunkt ausmachen. Laut Gutachten besteht zudem die große Chance, mit Hilfe des noch stärker auf Fördern und Fordern setzenden Gesamtansatzes Zug um Zug schwer vermittelbare Personengruppen in den Arbeitsmarkt zurückzuführen und damit der Persistenz von Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ; Dietz, Martin;
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  • Literaturhinweis

    Mindestlöhne in Großbritannien: ein geglücktes Realexperiment (2006)

    Bosch, Gerhard; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (2006): Mindestlöhne in Großbritannien. Ein geglücktes Realexperiment. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 3, S. 125-130.

    Abstract

    "Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes (National Minimum Wage - NWM) in Großbritannien ist bis heute eine Erfolgsstory, aus der Deutschland lernen kann. Wichtige Erfolgsfaktoren waren eine sorgfältige Vorbereitung und Begleitung des Prozesses durch eine unabhängige Expertenkommission, die Empfehlungen gegeben und zahlreiche Studien in Auftrag gegeben hat. Durch die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes wurde den Unternehmen ausreichend Zeit eingeräumt, sich darauf einzustellen. Die britische Regierung hat überdies keinen Zweifel daran gelassen, dass es ihr mit der Einführung und Kontrolle des NWM ernst war - auch um die staatliche Subventionierung von Ausbeuterlöhnen zu beenden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Gesetzliche Mindestlöhne auch in Deutschland? (2006)

    Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (2006): Gesetzliche Mindestlöhne auch in Deutschland? (Gesprächskreis Arbeit und Qualifizierung), Bonn, 66 S.

    Abstract

    "Die Expertise zeigt: Die häufig geführte Auseinandersetzung um die Notwendigkeit der Einführung eines Niedriglohnsektors ist eine 'Phantomdebatte'. Nach den Berechnungen der AutorInnen haben 17% der Vollzeitbeschäftigten einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Der Niedriglohnsektor existiert in Deutschland also bereits und er ist keine Randerscheinung - Tendenz steigend. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland inzwischen mit dem Anteil an Niedriglohnbeschäftigten über dem EU-Durchschnitt. Auch die Strukturanalyse der Niedriglohnbeschäftigung ist aufschlussreich: So sind z. B. Frauen stärker betroffen als Männer, Junge stärker als Ältere, manche Wirtschaftszweige stärker als andere, Beschäftigte in Kleinbetrieben mehr als die in großen Unternehmen. Die Gründe für diese Entwicklung sehen die AutorInnen u.a. in der abnehmenden Bedeutung der Tarifbindung für die Lohnentwicklung in Deutschland. Ein starkes Argument gegen die Einführung von Mindestlöhnen ist ihr vermuteter negativer Effekt auf die Beschäftigungsentwicklung. Die AutorInnen setzen sich deshalb sowohl mit theoretischen Überlegungen als auch mit den empirischen Befunden zu diesem Thema detailliert auseinander. Fazit: Eindeutige Belege für negative Beschäftigungseffekte können aus den Studien nicht abgeleitet werden. Entscheidend für die Akzeptanz und die Wirksamkeit von Mindestlöhnen ist die Gestaltung des Einführungsprozesses. Dies wird am Beispiel der Einführung des NMW (National Minimum Wage) in Großbritannien ausführlich beschrieben. Die Mitwirkung der Sozialpartner, die Expertise der Wissenschaft sowie eine strikte Fakten- und Sachorientierung waren wesentliche Voraussetzungen für diese Erfolgsstory. Nachweislich haben Mindestlöhne hier der Beschäftigung nicht geschadet. Das Beispiel zeigt auch, dass Mindestlöhne als Ordnungsinstrumente für den Arbeitsmarkt unter verschiedenen Aspekten sinnvoll sind. 'Neben der Armutsbekämpfung geht es um die Garantie fairer Wettbewerbsbedingungen, die Setzung von Anreizen zur Weiterbildung und Innovationen, um die Schonung der Staatskassen und um die Glaubwürdigkeit des Sozialstaates'. Abschließend werden die Argumente und Fakten zusammengeführt und verdichtet und die Perspektiven für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wage mobility: do institutions make a difference (2006)

    Cardoso, Ana Rute ;

    Zitatform

    Cardoso, Ana Rute (2006): Wage mobility. Do institutions make a difference. In: Labour economics, Jg. 13, H. 3, S. 387-404. DOI:10.1016/j.labeco.2004.

    Abstract

    "This paper checks empirically the assertion that strict labour market regulation leads to low wage mobility, addressing an apparent puzzle. Indeed, most economic reasoning links a combination of regulations in the labour market to low wage flexibility and mobility, but the scarce empirical evidence available challenges that view. I focus on Portugal, one of the most regulated labour markets in Europe. The evidence gathered indicates that an aggregate view - of minimum wage enforcement, unionisation rates and extension of collective bargaining contracts - provides a misleading idea of the actual constraints imposed by the institutional framework on wage setting. Instead, micro conditions at the firm level play a major role shaping wage mobility in Portugal. Some comparisons with the UK, traditionally pointed out as a flexible labour market, are provided. Remarkable similarities in mobility level and trend are detected between the two countries, further suggesting that a regulated institutional framework does not necessarily reduce individual mobility in the wage distribution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Indicators and policies to make work pay: proceedings of the workshop organised by the European Commission (Economic and Financial Affairs DG) (2006)

    Carone, Giuseppe; Salomäki, Aino;

    Zitatform

    Carone, Giuseppe & Aino Salomäki (Hrsg.) (2006): Indicators and policies to make work pay. Proceedings of the workshop organised by the European Commission (Economic and Financial Affairs DG). (European economy. Special report 02/2005), Brüssel, 199 S.

    Abstract

    "The Commission's Directorate-General for Economic and Financial Affairs hosted a workshop on making-work-pay policies and indicators in March 2005, a particularly opportune moment to discuss these issues since it coincided with the new start for the Lisbon strategy with its increased focus on growth and jobs. The purpose of the workshop was to contribute to the debate on reforms of tax and benefit systems. It took stock of the most recent studies by academic researchers in this area and brought some recently developed indicators on work incentives to the attention of the participants. It also provided an opportunity for discussion between academic researchers and labour market experts in national administrations and EU institutions. The papers presented in the workshop demonstrate that there are tangible benefits in bringing together academic researchers and national policy-makers to exploit research findings, compare experiences and exchange best practices to shape further reforms. This volume brings those contributions together. They shed light on highly topical issues such as indicators on incentives, the role of incentives, eligibility rules and enforcement, the responsiveness of labour supply and the lessons that can be learnt from national labour market reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The impact of the National Minimum Wage: pay differentials and workplace change (2006)

    Denvir, A.; Loukas, G.;

    Zitatform

    Denvir, A. & G. Loukas (2006): The impact of the National Minimum Wage. Pay differentials and workplace change. Brighton, 108 S.

    Abstract

    Untersucht wurde, wie britische Betriebe in Reaktion auf eine Erhöhung des Mindestlohns im Jahr 2005 im darauf folgenden Jahr ihre Organisationsstruktur und ihre Anreizsysteme anpassten. Hierzu wurden Telefoninterviews mit Beschäftigten in Klein-, Mittel- und Großbetrieben im Einzelhandel, Gesundheitswesen und im Dienstleistungssektor durchgeführt, um das Ausmaß des Strukturwandels zu bestimmen. Zusätzlich wurden Tiefeninterviews zur Natur des Strukturwandels durchgeführt. Die Erhöhung des Mindestlohns führte zu einer Verringerung der Lohndifferenzierung und zu höheren Arbeitskosten. Die meisten Betriebe fingen die Verluste ab und konzentrierten sich auf eine Reorganisation der Lohnstruktur und auf eine Anpassung der Arbeitsorganisation, der Arbeitszeit und des Personals. Direkte Beziehungen konnten jedoch nicht nachgewiesen werden; bei dem betrieblichen Struktrurwandel handelt sich vor allem um indirekte Wirkungen der Erhöhung des Mindestlohns. Die Ergebnisse zeigen, dass am häufigsten Lohnsenkungen auftraten, bzw. der Wegfall von Sonderzahlungen. Daneben ist Personalabbau eine übliche Strategie. Am geringsten fiel der Einfluss auf die betriebliche Weiterbildung aus. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Kombilöhne und Mindestlöhne als Instrumente der Beschäftigungspolitik: Erfahrungen und Handlungsoptionen (2006)

    Eichhorst, Werner;

    Zitatform

    Eichhorst, Werner (2006): Kombilöhne und Mindestlöhne als Instrumente der Beschäftigungspolitik. Erfahrungen und Handlungsoptionen. (IZA discussion paper 2120), Bonn, 36 S.

    Abstract

    "Das Papier vergleicht die Wirkung unterschiedlicher Kombinationen von Mindest- und Kombilöhnen auf die Beschäftigung von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen in ausgewählten Ländern. Bezogen auf die gegenwärtige Diskussion in Deutschland plädiert es für Zurückhaltung bei der Festlegung zusätzlicher Mindestlohnbestimmungen und gegen eine Ausweitung von Kombilöhnen bei gegebenem Sicherungsniveau. Besser wäre eine konsequente Aktivierung nach der Grundkonzeption von Hartz IV." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Minimum wage regulations in selected European countries (2006)

    Funk, Lothar; Lesch, Hagen;

    Zitatform

    Funk, Lothar & Hagen Lesch (2006): Minimum wage regulations in selected European countries. In: Intereconomics, Jg. 41, H. 2, S. 78-92.

    Abstract

    Der Beitrag vergleicht Mindestlohnregelungen in 15 europäischen Ländern. Verglichen werden die rechtlichen und tarifvertraglichen Regelungen in den einzelnen Ländern, die Entwicklung der Mindestlöhne, ihr Verhältnis zu den durchschnittlichen Einkommen und zum Niedriglohnsektor, die Zielgruppen, für die Mindestlöhne infrage kommen, strukturelle Merkmale der Mindestlohnregelungen (z.B. die Differenzierung bezüglich Alter, Region oder Qualifikation), die Anpassung der Mindestlöhne in den einzelnen Ländern (Frequenz, Anpassungskriterien, Durchsetzung, Überwachungsbehörde, Strafen bei Nichtbefolgung), die Positionen der jeweiligen Regierungen und der Sozialpartner zu den Mindestlohnregelungen sowie beschäftigungs- und verteilungspolitische Aspekte. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlohnbestimmungen in ausgewählten EU-Ländern (2006)

    Funk, Lothar; Lesch, Hagen;

    Zitatform

    Funk, Lothar & Hagen Lesch (2006): Mindestlohnbestimmungen in ausgewählten EU-Ländern. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 55, H. 4, S. 83-94.

    Abstract

    "Der Beitrag vergleicht die unterschiedlichen Mindestlohnregelungen von 21 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Unberücksichtigt bleiben einige kleinere Länder (Luxemburg, Malta, Portugal und Zypern). Von den 21 untersuchten Ländern haben insgesamt 15 einen gesetzlichen Mindestlohn. Hierzu gehören sieben der 'alten' 15er-Gemeinschaft und die acht neuen EU-Mitgliedstaaten aus Mittel- und Osteuropa. Während die Benelux-Staaten, Frankreich, Griechenland oder Spanien schon lange gesetzliche Mindestlöhne nutzen, um Niedrigeinkommen zu stützen, wurden gesetzliche Mindestlöhne in Irland und im Vereinigten Königreich erst Ende der neunziger Jahre eingeführt. In den übrigen Ländern der 15er- Gemeinschaft - Dänemark, Deutschland, Finnland, Italien, Österreich und Schweden - gibt es keine gesetzlichen, sondern kollektiv zwischen den Tarifparteien ausgehandelte Mindestlöhne (tarifliche Mindestlöhne). Aus älteren Studien ist bekannt, dass es manche Übereinstimmung, aber auch viele Unterschiede in den gesetzlichen oder tarifvertraglichen Regelungen gibt. Ziel dieses Beitrags ist es, diese Studien zu ergänzen und verschiedene neuere Entwicklungen darzustellen. Der Aufsatz basiert dabei vor allem auf einem strukturierten Fragebogen der Autoren in Zusammenarbeit mit dem European Industrial Relations Observatory (EIRO), den die nationalen EIRO-Zentren beantwortet haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Hartz plus: Lohnsubventionen und Mindesteinkommen im Niedriglohnsektor (2006)

    Gerhardt, Klaus-Uwe;

    Zitatform

    Gerhardt, Klaus-Uwe (2006): Hartz plus: Lohnsubventionen und Mindesteinkommen im Niedriglohnsektor. (Perspektiven der Sozialpolitik), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 247 S.

    Abstract

    "Mit Lohnsubventionen und sozialen Einschnitten neue Jobs zu schaffen, war das Reformziel des ehemaligen VW-Managers Peter Hartz. Der Reformerfolg bleibt jedoch bislang aus. Arbeitsanreize für Minijobs bewirken nur dann eine spürbare Verbesserung der Arbeitsnachfrage, wenn eine Lohnuntergrenze und neue Investionsanreize für eine dynamische Binnennachfrage sorgen. Überdies ist das Ende der Vollbeschäftigung erreicht. Der Autor untersucht, ob und wie sich die Grundsicherung zu einem garantierten Grund- bzw. Mindesteinkommen weiterentwickeln lässt. Er zeigt Perspektiven zur Annäherung von Erwerbstätigkeit und nicht marktvermittelter Tätigkeiten (z. B. Familien- bzw. Eigen- und Gemeinwesenarbeit) auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitnehmerpolitik zwischen Wunsch und Wirklichkeit: beschäftigungsfördernde Lohnpolitik und deutscher Mindestlohn (2006)

    Greifenstein, Ralf;

    Zitatform

    Greifenstein, Ralf (2006): Arbeitnehmerpolitik zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Beschäftigungsfördernde Lohnpolitik und deutscher Mindestlohn. Bonn, 47 S.

    Abstract

    "Die Studie präsentiert die Ergebnisse zweier miteinander thematisch vernetzter Tagungen des Arbeitskreises Arbeit-Betrieb-Politik, in der Gesprächsreihe 'Arbeitnehmerpolitik zwischen Wunsch und Wirklichkeit':
    - Möglichkeiten und Grenzen einer beschäftigungsorientierten Arbeitsmarkt- und Lohnpolitik im Zeitalter der Globalisierung. (Berlin, März 2006)
    - Der gesetzliche Mindestlohn vor seiner Einführung in Deutschland - neue Existenzsicherung in der Bürgergesellschaft oder staatlicher Dirigismus und Eingriff in Tarifautonomie? (Berlin, Juni 2006)
    Die erste Tagung begutachtete die Lohnpolitik im Hochlohnland Deutschland mit einer gleichzeitigen Arbeitsmarktmisere. Vor diesem Hintergrund wurde ausgelotet, ob eine beschäftigungsorientierte Lohnpolitik neben anderen beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitischen Handlungsstrategien die Arbeitsnachfrage steigern könnte. An diesem Konzept scheiden sich in Wissenschaft wie Politik noch immer die Geister. Die Vorschläge sind unbefriedigend, welcher lohnpolitische Paradigmenwechsel als sinnvoll, sachgerecht und zukunftsfähig zu gelten hat, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, die Beschäftigung zu sichern und einen qualifizierten Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit zu leisten.
    Die zweite Tagung überprüfte das aktuelle Vorhaben zu einem existenzsichernden Mindestlohn angesichts der Befürchtung, dass immer mehr Beschäftigte mit ihren Niedriglöhnen 'arm trotz Arbeit' werden. Die unüberlegte Einführung einer Mindestlohnregelung würde indes nicht viel weiter helfen. Daher wurden Informationen vermittelt und abseits von Pauschalurteilen verschiedene Problemstellungen zwischen Politik und Arbeitnehmervertretern besprochen, welche die Voraussetzungen, den konzeptionellen Zuschnitt als auch die Folgen eines Mindestlohns thematisieren. Der Dialog beinhaltete folglich die Reichweite, den Geltungsbereich, die Höhe und die Umsetzungsmodalitäten einer deutschen Mindestlohnregelung sowie die Chancen und Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft.
    Beide Veranstaltungen kennzeichnete letztlich ein Balanceakt zwischen 'sozialstaatstauglichen' Konzepten und internationalen Wettbewerbserfordernissen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Mindestlohn in den Vereinigten Staaten von Amerika (2006)

    Hegewisch, Ariane;

    Zitatform

    Hegewisch, Ariane (2006): Der Mindestlohn in den Vereinigten Staaten von Amerika. (Focus America 01/2006), Washington, 5 S.

    Abstract

    "Der gesetzliche Mindestlohn wurde das letzte Mal unter der Clinton-Regierung 1997 erhöht und beträgt US Dollar 5.15 pro Stunde. Seitdem gab es verschiedene Gesetzesinitiativen im Kongress, den Mindestlohn zu erhöhen, die aber alle gescheitert sind. Schätzungsweise die Hälfte aller Arbeiter, die den Mindestlohn verdienen, sind illegale Einwanderer. In der Öffentlichkeit wird zur Zeit über die Zukunft der in den USA lebenden illegalen Einwanderer kontrovers diskutiert. Den illegalen Arbeitern den Weg in die Legalität zu ebnen, würde sie unter anderem vor illegalen Praktiken seitens der Arbeitgeber schützen und Unternehmen die Möglichkeit nehmen, die Rechte der Arbeiter zu untergraben. Da sich im amerikanischen Kongress, im Gegensatz zu einer Zustimmung in der Öffentlichkeit von 70 bis 80 %, keine Mehrheit für eine Erhöhung des Mindestlohns findet, haben eine Reihe von Bundesstaaten in den letzten drei Jahren eigene Gesetze verabschiedet, um den Mindestlohn anzuheben. Während es im Kongress nur wenige Republikaner gibt, die die Erhöhung des Mindestlohns unterstützten, so ist dies auf bundesstaatlicher Ebene anders, da die republikanische Partei dieses Feld nicht den Demokraten zur Mobilisierung ihrer Wählerschaft - im Vorfeld der mid-term Wahlen im November - überlassen will." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland: eine Modellrechnung für das Jahr 2004 (2006)

    Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2006): Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland. Eine Modellrechnung für das Jahr 2004. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2006): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2006, S. 97-110.

    Abstract

    "In dem Beitrag geht es nicht um die Frage nach möglichen Beschäftigungswirkungen eines Mindestlohnes in Deutschland. Diese hängen von einer Vielzahl von Rahmenbedingungen und Reaktionsmustern ab, die sich nur schwierig prognostizieren lassen. Vielmehr gehen wir auf der Basis einer Modellrechnung mit dem Sozioökonomischen Panel (SOEP) für das Jahr 2004 der Frage nach, in welchem Umfang ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 7,50 EURO brutto pro Stunde zur Steigerung der Löhne in Deutschland beitragen würde. Darüber hinaus wird gezeigt, welche Personengruppen und Branchen von der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland betroffen wären und welche Auswirkungen dies auf die Kosten der Unternehmen und die Einnahmen des Staates und der Sozialversicherungen haben könnte. Mögliche Anpassungen auf der Nachfrage- oder Angebotsseite werden dabei außer acht gelassen., d. h. es wird unterstellt, dass die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes beschäftigungsneutral verläuft, was aufgrund der in Großbritannien gemachten Erfahrungen als eine plausible Annahme erscheint . Damit liefern wir einen Diskussionsbeitrag zur Debatte um den gesetzlichen Mindestlohn, indem wir untersuchen, welche Beschäftigungsgruppen und Branchen besonders betroffen wären. Zudem liefert unsere Schätzung zu den Kosten der Einführung eines Mindestlohns von 7,50 EURO einen ersten Anhaltspunkt dafür, ob diese Höhe ein sinnvoller Richtwert für den Einstieg in einen Mindestlohn sein kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ein gesetzlicher Mindestlohn auch in Deutschland?!: Modellrechnungen für Stundenlöhne zwischen 5,00 und 7,50 Euro - und wie ist es bei den anderen? (2006)

    Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2006): Ein gesetzlicher Mindestlohn auch in Deutschland?! Modellrechnungen für Stundenlöhne zwischen 5,00 und 7,50 Euro - und wie ist es bei den anderen? (IAT-Report 2006-06), Gelsenkirchen, 10 S.

    Abstract

    "Von einem Mindestlohn in Höhe von 7,50 EURO würden in Deutschland rund 4,9 Millionen Beschäftigungsverhältnisse erfasst, bei einer Höhe von 5,00 EURO wären es immerhin noch 1,5 Millionen. Gesamtwirtschaftlich würden die Arbeitnehmerbruttolöhne bei einem Mindestlohn von 7,50 EURO um etwa 12 Milliarden EURO steigen. Bei 5,00 EURO läge die Steigerung bei lediglich gut 2,2 Milliarden EURO. Mit der Lohnsteigerung durch einen Mindestlohn von 7,50 EURO wären Mehreinnahmen für die Sozialversicherungen von knapp 4,2 Milliarden EURO verbunden, bei 5,00 EURO wären es lediglich gut 660 Millionen EURO. Der Vergleich mit Mindestlöhnen in anderen Ländern zeigt, dass sich Deutschland mit einem Mindestlohn von 7,50 EURO bezogen auf den Anteil am Durchschnittlohn und den Anteil an den Vollzeitbeschäftigten im oberen Drittel positionieren würde - aber z.B. gegenüber Frankreich noch deutlich zurückbliebe. Ein Mindestlohn von 5,00 EURO würde demgegenüber nur 1,3% aller Vollzeitjobs erfassen und läge bei rund 33% des Durchschnittlohnes - was den Werten der USA mit ihrem eher symbolischen Mindestlohn entspräche." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Minimum wages and firm training (2006)

    Lechthaler, Wolfgang ; Snower, Dennis J.;

    Zitatform

    Lechthaler, Wolfgang & Dennis J. Snower (2006): Minimum wages and firm training. (Kieler Arbeitspapier 1298), Kiel, 21 S.

    Abstract

    "The paper analyzes the influence of minimum wages on firms' incentive to train their employees. We show that this influence rests on two countervailing effects: minimum wages (i) augment wage compression and thereby raise firms' incentives to train and (ii) reduce the profitability of employees, raise the firing rate and thereby reduce training. Our analysis shows that the relative strength of these two effects depends on the employees' ability levels. Our striking result is that minimum wages give rise to skills inequality: a rise in the minimum wage leads to less training for low-ability workers and more training for those of higher ability. In short, minimum wages create a 'low-skill trap'." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Ein zweiter Blick auf den Mindestlohn: zur Bewertung der Arbeitsmarktpolitik der großen Koalition aus wissenschaftlicher Sicht (2006)

    Möller, Joachim;

    Zitatform

    Möller, Joachim (2006): Ein zweiter Blick auf den Mindestlohn. Zur Bewertung der Arbeitsmarktpolitik der großen Koalition aus wissenschaftlicher Sicht. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 59, H. 7, S. 17-20.

    Abstract

    Angesichts der politischen Diskussion um die Einführung eines Mindestlohns resümiert der Autor wissenschaftliche Theorien und empirische Erkenntnisse zum Thema Mindestlohn. Während ein Mindestlohn im Paradigma des Wettbewerbsmarktes unweigerlich zu Arbeitslosigkeit Niedrigqualifizierter führt, kann er im klassischen Monopson-Modell des Arbeitsmarktes zu einer Ausweitung der Beschäftigung führen. Aus suchtheoretischer Perspektive spielt die Lohnverteilung und die Höhe des Mindestlohns eine zentrale Rolle. Mindestlohnregelungen können zudem auch eingesetzt werden, um Verdrängungseffekte durch ausländische Arbeitskräfte zu vermeiden. Weder aus den geläufigen Arbeitsmarkttheorien noch aus empirischen Studien lässt sich ein einheitliches Bild zu den Beschäftigungswirkungen von Mindestlohnregelungen gewinnen. Der Autor plädiert daher für eine differenzierte Beurteilung von Mindestlöhnen. "Weder ist eine Verteufelung angezeigt, noch eine Hochstilisierung zur arbeitsmarktpolitischen Wunderwaffe." Er geht davon aus, "dass ein Mindestlohn - sofern er nicht überzogen ist - zunächst beschäftigungsneutral oder gar beschäftigungssteigernd wirkt. Wird hingegen eine kritische Marke überschritten, dominieren die negativen Effekte. Diese kritische Marke ist bestimmt von Faktoren wie dem Verhältnis des Mindestlohns zum Durchschnittslohn sowie dem Betroffenheitsgrad." Je nach Region, Altersgruppe und Wirtschaftszweig gibt es diesbezüglich beträchtliche Abweichungen. Nach Meinung des Autors sollte diesen Unterschieden bei Einführung eines Mindestlohns durch eine Differenzierung Rechnung getragen werden; außerdem sollte der Mindestlohn mit anderen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten abgestimmt werden. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Möller, Joachim;
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  • Literaturhinweis

    Evaluating the introduction of a national minimum wage: evidence from a new survey of firms in Ireland (2006)

    O'Neill, Donal; Nolan, Brian ; Williams, James ;

    Zitatform

    O'Neill, Donal, Brian Nolan & James Williams (2006): Evaluating the introduction of a national minimum wage. Evidence from a new survey of firms in Ireland. In: Labour, Jg. 20, H. 1, S. 63-90. DOI:10.1111/j.1467-9914.2006.00334.x

    Abstract

    "In April 2000 the Irish government introduced a national minimum wage of IR£4.40 ( EURO5.58) an hour. We use data from a specifically designed survey of firms to estimate the employment effects of this change. Employment growth among firms with low-wage workers prior to the legislation was no different from that of firms not affected by the legislation. A more refined measure of the minimum wage, however, suggests that the legislation may have had a negative effect on employment for the small number of firms most severely affected by the legislation. However, the size of these effects is relatively modest." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Mindestlöhne 2006: Beträge zwischen 82 EUR und 1503 EUR brutto pro Monat (2006)

    Regnard, Pierre;

    Zitatform

    Regnard, Pierre (2006): Mindestlöhne 2006. Beträge zwischen 82 EUR und 1503 EUR brutto pro Monat. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 09/2006), Brüssel, 8 S.

    Abstract

    "In 18 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Belgien, Spanien, Estland, Griechenland, Frankreich, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Vereinigtes Königreich) sowie in zwei Beitrittsländern (Bulgarien, Rumänien) und einem Kandidatenland (Türkei) beruhen die Tarifverhandlungen auf einem nationalen gesetzlichen Mindestlohn. In den übrigen Mitgliedstaaten gibt es keinen nationalen gesetzlichen Mindestlohn. Im Januar 2006 lag der Mindestlohn in den einzelnen Ländern zwischen 82 EUR und 1503 EUR brutto pro Monat. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten werden die Unterschiede zwischen den nationalen Mindestlöhnen um die Hälfte geringer. In den Mitgliedstaaten sind die Mindestlöhne in EUR jährlich um durchschnittlich 1 % bis 12 % gestiegen. Der Anteil der Vollzeitarbeitnehmer, die den Mindestlohn beziehen, ist bei Frauen sehr viel höher als bei Männern. Der Mindestlohn liegt zwischen 34 % und 50 % der durchschnittlichen Bruttomonatsverdientse in der Industrie und im Dienstleistungssektor." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The impact of the minimum wage on the incidence of second job holding in Britain (2006)

    Robinson, Helen; Wadsworth, Jonathan ;

    Zitatform

    Robinson, Helen & Jonathan Wadsworth (2006): The impact of the minimum wage on the incidence of second job holding in Britain. (IZA discussion paper 2445), Bonn, 33 S.

    Abstract

    "The advent of any earnings boost, such as provided by the introduction of a minimum wage, might be expected to reduce the supply of low paid individuals wanting to hold a second job. This paper uses difference-in-differences estimation on a panel of individuals matched across successive Labour Force Surveys around the time of the introduction of the national minimum wage in the United Kingdom in order to estimate the impact of the minimum wage and its subsequent upratings on second job working. There is little evidence to suggest that the extra pay provided by the introduction of the minimum wage was sufficient to affect the incidence of second job holding significantly. However, hours worked in the main job by second job holders may have risen relative to those not covered by the minimum wage; and hours worked in second jobs may have fallen for those whose second job was initially below the minimum." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Auf dem Prüfstand: Niedriglöhne - Kombilöhne - Mindestlöhne: Anmerkungen zur aktuellen beschäftigungspolitischen Diskussion (2006)

    Satilmis, Ayla;

    Zitatform

    Satilmis, Ayla (2006): Auf dem Prüfstand: Niedriglöhne - Kombilöhne - Mindestlöhne. Anmerkungen zur aktuellen beschäftigungspolitischen Diskussion. In: A. Beier, K. Eicker-Wolf, S. Körzell & A. Truger (Hrsg.) (2006): Investieren, sanieren, reformieren ? : die Wirtschafts- und Sozialpolitik der schwarz-roten Koalition, S. 87-109.

    Abstract

    Der Beitrag diskutiert arbeitsmarktpolitische Konzepte im Zusammenhang mit der Ausweitung des Niedriglohnbereiches. Im Mittelpunkt der Analyse stehen dabei die in der öffentlichen Debatte kursierenden Vorschläge und Konzeptionen zu Kombilöhnen und Mindestlöhnen, die damit verbundenen Erwartungen und ihre beschäftigungs- und sozialpolitischen Implikationen. Unter Hinzuziehung internationaler Erfahrungen und Erkenntnisse werden Chancen und Risiken der avisierten Strategien und Maßnahmen geprüft. Abschließend werden Eckfeiler eines Lösungskonzepts formuliert, das in der Lage ist, der Tendenz zur Prekarisierung von Arbeits- und Lebensbedingungen Grenzen zu setzen. Voraussetzung dafür sind nach Auffassung der Autorin die Einführung von branchenübergreifenden Mindestlohnregelungen sowie die politische Unterstützung für Ansätze, gesellschaftlich unentbehrliche Arbeiten in komplexe Tätigkeiten und Berufsbilder zu integrieren und den Anteil regulärer, sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung auszubauen und nicht eine pauschale Förderung von 'einfachen' Dienstleistungen durch Kombilöhne. (IAB)

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