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Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Solo-Selbständigkeit"
  • Literaturhinweis

    Vom Normalarbeitsverhältnis zum Arbeitskraftunternehmer: Telearbeit im Kontext sich wandelnder Arbeitsformen (2001)

    Nökel, Friederike;

    Zitatform

    Nökel, Friederike (2001): Vom Normalarbeitsverhältnis zum Arbeitskraftunternehmer. Telearbeit im Kontext sich wandelnder Arbeitsformen. Freiburg, 277 S.

    Abstract

    "Was unterscheidet die Erwerbsarbeit des 20. Jahrhunderts von der Erwerbsarbeit des 21. Jahrhunderts und welche Rolle wird die Telearbeit dabei spielen? Um dieser Frage nachzugehen, wird Arbeit im 2. Kapitel aus historischer, wirtschaftlicher und sozialer Perspektive dargestellt. Das 3. Kapitel stellt die Prototypen für den Einsatz von Arbeitskraft dar. Die beiden Pole bilden hier der verberuflichte Arbeitnehmer und der Arbeitskraftunternehmer. Die These ist, dass der verberuflichte Arbeitnehmer an Bedeutung verliert, während die Bedeutung des Arbeitskraftunternehmers zunimmt. Im 4. Kapitel werden das Normalarbeitsverhältnis, die Normalarbeitszeit und die Normalbiografie, die das Leben des verberuflichten Arbeitnehmers kennzeichnen, ausführlich dargestellt. Dabei werden verschiedene Definitionen des Normalarbeitsverhältnisses verglichen. Als Ergebnis wird eine eigene Definition kondensiert, die als Basis für die weitere Diskussion des Normalarbeitsverhältnisses in dieser Arbeit dient. Das 5. Kapitel geht den Gründen für die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses nach, wobei die Gründe in Veränderungen der Arbeitswelt sowie Veränderungen in den Werthaltungen der Individuen unterschieden werden. Diese Unterscheidung stellt allerdings lediglich eine grobe Unterteilung dar, da die Veränderungen der Arbeitswelt und die Veränderungen in den Werthaltungen der Individuen eng zusammenhängen und Veränderungen nicht in jedem Fall eindeutig einer der beiden Gruppen zugeordnet werden können. Das 6. Kapitel beschreibt zunächst ausführlich die vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Arbeitsformen. In einem zweiten Schritt werden dann die Form und das Ausmaß der Abweichungen dieser Arbeitsformen vom Normalarbeitsverhältnis dargestellt. Auch eine kurze Beschreibung der internationalen Bedeutung der vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Arbeitsformen ist Bestandteil des 6. Kapitels. Die Konsequenzen der Erosion des Normalarbeitsverhältnisses für die Lebensführung und Lebensorganisation der Beschäftigten sind Gegenstand des 7. Kapitels. Im 8. Kapitel geht es um die Bedeutung von Dienstleistungen für die Arbeitsgesellschaft. Dabei werden verschiedenen Formen von Dienstleistungen unterschieden und Perspektiven für die Beschäftigung im Dienstleistungssektor aufgezeigt. Das 9. Kapitel befasst sich ausführlich mit der Telearbeit und ihren verschiedenen Ausprägungen. Im 10. Kapitel wird die Telearbeit mit den zuvor erarbeiteten Kriterien des Normalarbeitsverhältnisses kontrastiert, während das 11. Kapitel nach der Relevanz vom Normalarbeitsverhältnis abweichender Arbeitsformen für Telearbeit fragt. Das 12. Kapitel widmet sich den Dimensionen von Telearbeit aus der Perspektive verschiedener Gruppen, um zu klären, wo Risiken und Chancen dieser neuen Arbeitsform liegen. Im 13. Kapitel schließlich werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Arbeit in der Informations- und Wissensgesellschaft gewagt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wirtschaftsbürger oder Marktopfer?: neue Beschäftigungsverhältnisse - ein Risiko für Gesellschaft, Recht und Ethik? (2001)

    Reichold, Hermann; Müller, Winfried; Hengsbach, Friedhelm; Würgler, Hans; Löhr, Albert; Löhr, Albert; Walwei, Ulrich ; Deiseroth, Dieter; Ott, Ursula; Hanau, Peter; Rüthers, Bernd; Blickle, Gerhard ; Stindt, Heinrich Meinhard; Wollert, Artur; Thurn, Valentin; Dostal, Werner; Voß, G. Günter;

    Zitatform

    Reichold, Hermann, Albert Löhr & Gerhard Blickle (Hrsg.) (2001): Wirtschaftsbürger oder Marktopfer? Neue Beschäftigungsverhältnisse - ein Risiko für Gesellschaft, Recht und Ethik? (DNWE-Schriftenreihe 08), München u.a.: Hampp, 242 S.

    Abstract

    In einer interdisziplinären Bestandsaufnahme werden praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Reflexionen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengeführt, um ein wenig Licht in das mystische Dunkel um die neuen Beschäftigungsverhältnisse zu bringen. Dabei sollten vor allem konkrete Handlungsperspektiven deutlich werden. Inwiefern muß die Wissenschaft, insbesondere das Arbeitsrecht, überkommene Begriffssysteme transformieren? Welche Lösungsansätze für das neue Beschäftigungsproblem gibt es in der Praxis bereits? Wie sind diese Bemühungen ethisch zu bewerten? In den Beiträgen wird das Problemfeld aus arbeitsrechtlicher, sozial- und wirtschaftsethischer, arbeitssoziologischer und managementtheoretischer Sicht debattiert. Der Band hat drei Themenbereiche der Transformation arbeitsrechtlicher Strukturen herausgegriffen: (1) Wie sind die neuen Selbständigen ("Arbeitskraftunternehmer") zu bewerten? (2) Was bedeutet die neue Zivilcourage am Arbeitsplatz ("Whistleblowing")? (3) Wie geht die Gesellschaft mit den Verlierern ("wettbewerbsschwachen Arbeitnehmern") um? (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Soziale Absicherung neuer Selbständiger (2000)

    Bieback, Karl-Jürgen;

    Zitatform

    Bieback, Karl-Jürgen (2000): Soziale Absicherung neuer Selbständiger. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 810-817.

    Abstract

    "Der Unterschied zwischen geschützter abhängiger Arbeit einerseits und ungeschützter selbständiger Tätigkeit andererseits ist so stark, dass der Anreiz, abhängige Beschäftigung in "neue Selbständigkeit" umzuwandeln, groß ist. Deshalb und um der sozialen Schutzbedürftigkeit vieler "neuer Selbständiger" Rechnung zu tragen, muss diese Gefälle im sozialen Schutz beseitigt und müssen die "neuen Selbständigen" in die Schutzsysteme einbezogen werden. Im Zivil- und Arbeitsrecht bietet sich hier eine Ausdehnung des Status der "arbeitnehmerähnlichen Person" und eine Stärkung des sozialen Schutzes abhängiger Selbständiger an. Im Sozialrecht muss dies dazu führen, für die "neuen Selbständigen" eigene Sicherungsformen im allgemeinen Sozialversicherungssystem zu entwickeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Neue Selbständigkeit und Entrepreneurship: moderne Vokabeln und damit verbundene Hoffnungen und Irrtümer (2000)

    Bögenhold, Dieter ; Leicht, René;

    Zitatform

    Bögenhold, Dieter & René Leicht (2000): Neue Selbständigkeit und Entrepreneurship. Moderne Vokabeln und damit verbundene Hoffnungen und Irrtümer. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 779-787.

    Abstract

    "Der Beitrag setzt sich theoretisch und empirisch mit dem Gründungsgeschehen in Deutschland und den damit verbundenen Erwartungen auseinander. Aus Fakten zur Entwicklung beruflicher Selbständigkeit sowie zum Stellenwert kleiner und mittlerer Unternehmen und deren Arbeitsmarkteffekte schließen die Autoren, dass der neuerliche Gründerboom in Deutschland überwiegend durch einen Anstieg von Mikrofirmen und Solo-Selbständigen ausgelöst wird. Was verbirgt sich hinter diesem Trend? Entsteht hier bei zunehmender Flexibilisierung von Unternehmensorganisation und Beschäftigung ein modernes Tagelöhnertum? Oder verweist die Entwicklung auf ein neues Erwerbsverhalten von Personen, die ihre Arbeitskraft mit dem Versuch größtmöglicher Selbstbestimmung vermarkten? Sind diese Befunde gar im Zusammenhang mit Tendenzen in Richtung einer New Economy zu interpretieren? Aus den nüchternen Daten lassen sich nur erste Einschätzungen vornehmen. Sie zeigen aber, dass die vermeintlich "neue" Selbständigkeit ein äußerst vielschichtiges Phänomen darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Selbständige ohne Mitarbeiter: Erwerbstätige zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer?: Einheitlichkeit und Differenz (2000)

    Evers, George; Wijmans, Luuk;

    Zitatform

    Evers, George & Luuk Wijmans (2000): Selbständige ohne Mitarbeiter: Erwerbstätige zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer? Einheitlichkeit und Differenz. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 788-796.

    Abstract

    "Selbständigkeit scheint für immer mehr Menschen in den Niederlanden attraktiv zu werden, jedoch ist Skepsis angebracht, ob dieses Wachstum die Arbeitsbeziehungen radikal verändern wird. Die Zahl der Selbständigen ohne zusätzliche Beschäftigte im Vergleich zur Gesamtsumme der Erwerbstätigen bleibt stabil. Es gibt allerdings wichtige Veränderungen zwischen den Sektoren, in denen Selbständige vor allem zu finden sind: Immer weniger Selbständige arbeiten im Agrarsektor, die Mehrzahl der neuen Existenzgründungen findet im Dienstleistungsbereich statt. Die meisten neuen Selbständigen möchten allerdings allein arbeiten; sie haben nicht die Absicht, Personal einzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Abgrenzung abhängig Beschäftigter von selbständig Tätigen nach dem Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit (2000)

    Försterling, Joachim;

    Zitatform

    Försterling, Joachim (2000): Die Abgrenzung abhängig Beschäftigter von selbständig Tätigen nach dem Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 55, H. 7, S. 432-438.

    Abstract

    "Die verschärfte Wettbewerbs- und Arbeitsmarktsituation der letzten Jahre hat dazu geführt, dass sich neben dem Kreis der abhängig Tätigen, die - von Ausnahmen abgesehen - nicht versicherungspflichtig sind, der Kreis der Scheinselbständigen immer stärker entwickelt hat, also vermehrt Personen auftauchen, die formal betrachtet wie selbständig Tätige auftreten, tatsächlich aber abhängig Beschäftigte sind. Durch gesetzliche Regelungen sollte die Einbeziehung dieser Erwerbstätigkeiten in die Sozialversicherung erleichtert werden. Zunächst trat das Gesetz zu Korrekturen in der Sozialversicherung und zur Sicherung der Arbeitnehmerrechte in Kraft, dessen Vorschriften nunmehr durch das Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit verändert und ergänzt worden sind. Der Beitrag gibt einen Einblick in die in diesem Zusammenhang auftretenden Rechtsprobleme." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Coole Leute mit heißen Jobs: neue Selbständige in einer Vorreiterbranche (2000)

    Gesterkamp, Thomas;

    Zitatform

    Gesterkamp, Thomas (2000): Coole Leute mit heißen Jobs. Neue Selbständige in einer Vorreiterbranche. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 45., H. 3, S. 350-357.

    Abstract

    Die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Medienindustrie stehen im Mittelpunkt des Beitrags. Das traditionelle Normalarbeitsverhältnis existiert hier schon lange nicht mehr: an seine Stelle sind befristete und (schein-)selbständige Beschäftigungsverhältnisse getreten. Mit der Ausbreitung des "Arbeitskraftunternehmers" (Pongratz/Voß) gelten die Beschäftigten der Informationswirtschaft als Vorboten der allgemeinen Entwicklung. Das Jobnomadentum stellt dabei nicht nur hohe Anforderungen an die Selbstorganisation und das Selbstmarketing, sondern hat auch gravierende Auswirkungen auf das Privatleben. Aus der unterschiedlichen Verteilung der Möglichkeiten und Risiken dieser offenen Erwerbsbiografien resultieren zahlreiche Probleme für eine gewerkschaftliche Interessenvertretung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Unternehmer in eigener Sache: die "neuen Selbständigen" am Beispiel der Medienbranche (2000)

    Gesterkamp, Thomas;

    Zitatform

    Gesterkamp, Thomas (2000): Unternehmer in eigener Sache. Die "neuen Selbständigen" am Beispiel der Medienbranche. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 51, H. 6, S. 375-382.

    Abstract

    "Die Arbeitswelt verändert sich immer mehr, neue technische Möglichkeiten machen eine 'Selbstorganisation' von Arbeit möglich. Besonders auf dem Medienarbeitsmarkt ist ein Veränderungsprozess im Gange: Die meisten Mitarbeiter arbeiten freiberuflich. Der Trend zur 'neuen Selbständigkeit' setzt sich aber auch in anderen Bereichen des Arbeitsmarktes fort. Diese Form der Beschäftigung birgt neben Chancen Gefahren in sich: ungesicherte Existenzen, Jobs auf Zeit und nach Bedarf, keine Versicherungspflicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Alleindienstleister in Kulturberufen: zwischen neuer Selbständigkeit und alten Abhängigkeiten (2000)

    Gottschall, Karin ; Schnell, Christiane;

    Zitatform

    Gottschall, Karin & Christiane Schnell (2000): Alleindienstleister in Kulturberufen. Zwischen neuer Selbständigkeit und alten Abhängigkeiten. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 804-810.

    Abstract

    "Der Bereich der Kulturberufe stellt ein aufschlussreiches Feld für die soziale Dynamik und politische Gestaltung der Einpersonenselbständigkeit (self-employment) dar. Steigende Akademisierungsgrade, eine hohe Repräsentanz von Frauen, Verberuflichungstendenzen und veränderte Arrangements von Arbeit und Leben deuten auf einen modernen, vglw. privilegierten Erwerbstypus hin. Gleichzeitig ist self-employment in diesem Bereich durch spezifische Risikostrukturen gekennzeichnet, die unter verschärften Marktbedingungen Prekarisierungsgefahren bergen. Neben individuellen und kollektiven Formen des Risikomanagements gewinnen institutionelle Formen des Risikoausgleichs wie die Künstlersozialversicherung an Bedeutung. Offen ist, ob die Regulationsformen dieses Feldes auf andere Bereiche übertragbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Scheinselbständige im Saarland: Teil 2 einer Studie über Tendenzen zur Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses durch die Zunahme ungesicherter Beschäftigungsverhältnisse, insbesondere im Dienstleistungssektor (2000)

    Grewer, Hans Günter; Reindl, Josef; Breit, Heiko;

    Zitatform

    Grewer, Hans Günter (2000): Scheinselbständige im Saarland. Teil 2 einer Studie über Tendenzen zur Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses durch die Zunahme ungesicherter Beschäftigungsverhältnisse, insbesondere im Dienstleistungssektor. Saarbrücken, 114 S.

    Abstract

    Der Bericht zu Teil 2 einer Studie über Tendenzen zur Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses durch die Zunahme ungesicherter Beschäftigungsverhältnisse, insbesondere im Dienstleistungssektor, legt eine aktuelle Bestandsaufnahme über das quantitative Ausmaß der geringfügig Beschäftigten insbesondere im Dienstleistungssektor und andere qualitativ neue Formen, die nicht mehr unter das Normalarbeitsverhältnis fallen, auf der Basis von Expertengesprächen (AOK, Arbeitsamt, Statistisches Landesamt, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften) und durch Aufbereitung und Sekundäranalyse statistischer Daten, vor. Dabei geht es in der Studie auch darum, die Grauzone zwischen Selbständigkeit und Scheinselbständigkeit auszuleuchten und die Grenzen zwischen ungesicherter und gesicherter neuer Selbständigkeit, zwischen Chancen und Risiko auf eigenen Beinen zu stehen, genau zu ziehen. Dazu wird eine Trendanalyse bei den nicht-traditionalen Arbeitsformen der Scheinselbständigen, Selbstangestellten, freien Mitarbeitern, Honorarkräften etc. im Saarland vorgenommen. Die Untersuchung zeigt, dass die selbständige Erwerbsarbeit zunimmt und ihrerseits einem grundlegenden Strukturwandel unterliegt. Der Gründungsakt zu einem Unternehmen endet in der Regel mit der Selbstanstellung in Ein-Personen-Unternehmen. Sie kommt aber auch zu dem Ergebnis, dass das Normalarbeitsverhältnis im Saarland 'trotz der ausgedehnten Grauzone der Erwerbsarbeit und entgegen allen Spekulationen von seinem naheliegenden Ende seine Überlebensfähigkeit bewahrt' hat. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Quasi-employee, quasi-self-employees: more than just a name - the case of the Netherlands and Belgium (2000)

    Jaspers, Teun;

    Zitatform

    Jaspers, Teun (2000): Quasi-employee, quasi-self-employees. More than just a name - the case of the Netherlands and Belgium. In: Zeitschrift für ausländisches und internationales Arbeits- und Sozialrecht, Jg. 14, H. 3, S. 233-249.

    Abstract

    Der Artikel beinhaltet einen Vortrag der 27. Tagung der Gesellschaft für Rechtsvergleichung in Freiburg am 24.5.99 zum Thema arbeitnehmerähnliche Personen und Scheinselbständige in den Niederlanden und Belgien. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Grenzen der Vermarktlichung: die Mythen um unternehmerisch handelnde Mitarbeiter (2000)

    Kühl, Stefan ;

    Zitatform

    Kühl, Stefan (2000): Grenzen der Vermarktlichung. Die Mythen um unternehmerisch handelnde Mitarbeiter. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 818-828.

    Abstract

    "Mit Konzepten des 'Ein-Mann-Unternehmens', des 'Intrapreneurs' und der 'Selbst GmbH' wird die interne Steuerung von Unternehmen über Marktmechanismen propagiert. Dabei werden die einzelnen Mitarbeiter als selbständige unternehmerische Einheiten im Unternehmen begriffen. Dieser Artikel setzt sich mit den Mythen in der Managementliteratur über Intrapreneure auseinander. Es wird aufgezeigt, dass die widersprüchlichen Umweltanforderungen in den Unternehmen nur noch begrenzt durch Aufteilung in Abteilungen abgefedert werden, sondern vielmehr als paradoxe Verhaltensanforderungen an die sogenannten 'Intrapreneure' weitergegeben werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Scheinselbständige und arbeitnehmerähnliche Selbständige: die neuen Regeln des "Gesetzes zur Förderung der Selbständigkeit" (2000)

    Möllering, Jürgen;

    Zitatform

    Möllering, Jürgen (2000): Scheinselbständige und arbeitnehmerähnliche Selbständige. Die neuen Regeln des "Gesetzes zur Förderung der Selbständigkeit". (DIHT-Schriftenreihe 427), Bonn, 50 S.

    Abstract

    Der Autor analysiert aus der Sicht des DIHT die Vorschriften des am 12. November 1999 vom Deutschen Bundestag verabschiedeten "Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit." Einleitend werden die Änderungen im Überblick dargestellt. Anschließend werden die Prüfungsschemata zur "Scheinselbständigkeit" und zur Rentenversicherungspflicht des "arbeitnehmerähnlichen Selbständigen" unter besonderer Berücksichtigung der den Betroffenen eröffneten Optionen dargestellt. Der vollständige Wortlaut der neuen Vorschriften ist im Anhang aufgeführt." (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Scheinselbständigkeit: ein deutsches Phänomen und ein verkorkster Diskurs (2000)

    Reindl, Josef;

    Zitatform

    Reindl, Josef (2000): Scheinselbständigkeit. Ein deutsches Phänomen und ein verkorkster Diskurs. In: Leviathan, Jg. 28, H. 4, S. 413-433. DOI:10.1007/s11578-000-0026-y

    Abstract

    Der Autor greift die Diskussion zum Thema "Scheinselbständigkeit" vor dem Hintergrund eines Wandels im Erwerbssystem auf. Der Dualismus im Arbeits- und Sozialrecht, der nur zwischen Arbeitnehmer und Selbständigen unterscheidet, werde der Differenzierung der Gruppe der Selbständigen nicht gerecht. Eine Lösung könnte in der allgemeinen Sozialversicherungspflicht liegen. Das arbeitsrechtliche Pendant wäre die Einbeziehung der Scheinselbständigen in den Geltungsbereich der Betriebsverfassung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Freelance and contract workers in Germany: enterprise perspectives form the IAB Establishment Panel (1999)

    Dietrich, Hans ;

    Zitatform

    Dietrich, Hans (1999): Freelance and contract workers in Germany. Enterprise perspectives form the IAB Establishment Panel. In: J. Merz & M. Ehling (Hrsg.) (1999): Time use : research, data and policy. Contributions from the International Conference on Time Use (ICTU), University of Lüneburg, April 22-25, 1998 (Publications of the Research Institute on Professions, 10), S. 227-240.

    Abstract

    In dem Beitrag werden Beschäftigungsformen betrachtet, die in der Grauzone zwischen abhängiger Erwerbstätigkeit und beruflicher Selbständigkeit angesiedelt sind. Auf der Grundlage der Daten des IAB-Betriebspanels 1994-1997 wird untersucht, inwieweit Betriebe solche Scheinselbständigen einsetzen. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietrich, Hans ;
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  • Literaturhinweis

    Empirische Befunde zur selbständigen Erwerbstätigkeit unter besonderer Berücksichtigung scheinselbständiger Erwerbsverhältnisse (1999)

    Dietrich, Hans ;

    Zitatform

    Dietrich, Hans (1999): Empirische Befunde zur selbständigen Erwerbstätigkeit unter besonderer Berücksichtigung scheinselbständiger Erwerbsverhältnisse. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 32, H. 1, S. 85-101.

    Abstract

    "Die Zahl der selbständig Erwerbstätigen in Deutschland hat seit Beginn der 80er Jahre leicht und seit Beginn der 90er Jahre verstärkt zugenommen. Ausgehend von den 70er Jahren ist ein beachtlicher Wandel der Betätigungsfelder der seit jeher äußerst heterogenen Gruppe der Selbständigen zu beobachten. So veränderte sich die sektorenspezifische Verteilung der Selbständigen deutlich, aber auch die Gruppenzusammensetzung der Selbständigen hat eine tiefgreifende Veränderung erfahren. Verstärkt wandten sich Frauen oder Ausländer dieser Erwerbsform zu; in qualifikationsspezifischer Hinsicht waren es primär die (Fach-)Hochschulabsolventen. Immer schon bildete die selbständige Erwerbstätigkeit auch ein Betätigungsfeld für Erwerbstätige, die ausschließlich alleine, ohne (sozialversicherungspflichtige) Mitarbeiter tätig sind. Mit leichten Schwankungen betrug der Anteil dieser Ein-Personen-Selbständigen an den Selbständigen insgesamt jeweils etwa 50 %. Besondere Beachtung kommt in diesem Zusammenhang Erwerbstätigen zu, die als Scheinselbständige bezeichnet werden. Der Begriff Scheinselbständige kennzeichnet Erwerbstätige, die de facto wie selbständig Erwerbstätige tätig sind, auf Grund der spezifischen Erwerbssituation (dem materiellen Vertragsverhältnis) und entsprechend dem jeweils verwendeten Abgrenzungskonzept jedoch als abhängig Beschäftigte zu bewerten sind. Für den Fall, daß formal selbständig Erwerbstätige eigentlich als abhängig Beschäftigte zu bewerten sind, bestehen für sie der arbeits- und sozialrechtliche Schutz sowie die Pflichten als Arbeitnehmer entsprechend den in Deutschland für Arbeitnehmer gültigen gesetzlichen Regelungen. Auf Basis einer umfangreichen Befragung (IAB-Scheinselbständigen-Studie) wird aufgezeigt, welche Bedeutung der Wahl des Abgrenzungsmodells bei der Identifizierung scheinselbständig Erwerbstätiger sowohl in quantitativer, als auch in qualitativer Hinsicht zukommt. So hängt nicht nur der Umfang der als Scheinselbständige identifizierten Erwerbstätigkeit, sondern auch die Verteilung der so bestimmten Erwerbsgruppe etwa in beruflicher, materieller und sozialer Hinsicht wesentlich von der Wahl des Abgrenzungsmodells ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietrich, Hans ;
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  • Literaturhinweis

    Freie Mitarbeit im Journalismus: zur Entwicklung von Erwerbsformen zwischen selbständiger und abhängiger Beschäftigung (1999)

    Gottschall, Karin ;

    Zitatform

    Gottschall, Karin (1999): Freie Mitarbeit im Journalismus. Zur Entwicklung von Erwerbsformen zwischen selbständiger und abhängiger Beschäftigung. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 51, H. 4, S. 635-654.

    Abstract

    "Der Strukturwandel der Erwerbsarbeit manifestiert sich u.a. in Grenzverschiebungen zwischen abhängiger und selbständiger Arbeit, die soziologisch nicht leicht zu bestimmen sind. Es wird die These vertreten, dass der vorherrschende arbeitssoziologische und arbeitsmarkttheoretische Interpretationshorizont, der das Aufkommen neuer Beschäftigungsformen im Kontext der Erosion des Normalarbeitsverhältnisses verortet, für eine Analyse dieser Grenzverschiebungen ergänzungsbedürftig ist, weil hier auch strukturelle Veränderungen von bestimmten Formen von Selbständigkeit eine Rolle spielen. Am Beispiel der Entwicklung von freier Mitarbeit im Journalismus wird gezeigt, dass semi-abhängige Beschäftigungsformen, die weder dem traditionell dominanten Typus abhängiger Arbeit noch dem klassischen Typus freiberuflicher Tätigkeit entsprechen, im bundesrepublikanischen Erwerbssystem schon länger institutionell verankert sind. Im Zuge von verschärften Wettbewerbsbedingungen wie auch angesichts eines erhöhten Angebots akademisch qualifizierter Arbeitskräfte erfährt dieser Beschäftigungstypus im Mediensektor in den neunziger Jahren jedoch eine marktliche Radikalisierung, die freie Mitarbeit als frei wählbare und existenzsichernde Erwerbsform für einen Teil der Erwerbstätigen in Frage stellt. Diese Ergebnisse werden auf ihre Übertragbarkeit auf weitere qualifizierte Dienstleistungsberufe überprüft und im Hinblick auf den Ertrag der Denkfigur des 'Arbeitskraftunternehmers' diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Erwerbsverhalten in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit: zur Erfassung scheinselbständig Erwerbstätiger und deren vertragliche, berufliche und soziale Lage (1998)

    Dietrich, Hans ;

    Zitatform

    Dietrich, Hans (1998): Erwerbsverhalten in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. Zur Erfassung scheinselbständig Erwerbstätiger und deren vertragliche, berufliche und soziale Lage. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 205), Nürnberg, 240 S.

    Abstract

    "Der Begriff Scheinselbständige kennzeichnet Erwerbstätige, die de facto wie selbständig Erwerbstätige tätig sind, auf grund der spezifischen Erwerbssituation jedoch letztlich als abhängig Beschäftigte zu bewerten sind. Für den Fall, daß formal selbständig Erwerbstätige eigentlich als abhängig Beschäftigte tätig sind, besteht für sie der arbeits- und sozialrechtliche Schutz sowie die Pflichten als Arbeitnehmer entsprechend den in Deutschland für Arbeitnehmer gültigen gesetzlichen Regelungen. In einem ersten Schwerpunkt wird die Abgrenzungsproblematik von selbständiger und abhängig ausgeübter Erwerstätigkeit aus der Perspektive von Colemanns Konzept des korporativen Akteurs, der Transaktionskostentheorie, der Theorie der Unternehmung oder der Segmentationstheorie sowie aus alternativen rechtswissenschaftlichen Positionen erörtert. Aus rechtswissenschaftlicher Perspektive werden drei Konzepte aufgegriffen, die sich für die Studie als erkenntnisleitend erweisen. Dabei handelt es sich um eine Operationalisierung, die eng an der Rechtsprechung von Bundesarbeits- und Sozialgerichtsbarkeit angelehnt ist und den Leitbegriff der "persönlichen Abhängigkeit" in den Mittelpunkt stellt (sog. BAG-Modell), eine Operationalisierung, die insbesondere auf Vorschläge von Wank zurückgeht und am Leitbegriff "Unternehmerrisiko" orientiert ist (sog. Alternativmodell) sowie ein Operationalisierungsvorschlag, der auf einem Entwurf der Spitzenverbände der Sozialversicherung zurückgreift (sog. Verbandsmodell) und die Frage der Mitgliedschaft und Beitragspflicht in der Sozialversicherung zum Leitbegriff hat. In einem zweiten Schwerpunkt werden Probleme einer angemessenen empirischen Identifizierung scheinselbständiger Erwerbsverhältnisse diskutiert. Neben Problemen der Operationalisierung zentraler Begriffe stehen hier insbesondere auch Fragen nach einem angemessenen empirischen Design im Mittelpunkt. Auf Basis einer umfangreichen Befragung werden in einem dritten Schritt Befunde zur Verbreitung von scheinselbständig Erwerbstätigen dargestellt. Dabei wird unter anderem deutlich, daß je nach dem zugrunde gelegten Abgrenzungsmodell eine deutlich unterschiedliche Zuordnung von Erwerbstätigen zur Gruppe der selbständig bzw. abhängig Erwerbstätigen erfolgt und demzufolge auch das jeweils geschätzte quantitative Aufkommen von scheinselbständig Erwerbstätigen beachtlich variiert. Aufbauend auf diese modellspezifische Bestimmung der Gruppe der Scheinselbständigen wird die berufliche, materielle und soziale Situation sowie die Einbindung in das System der sozialen Sicherung von scheinselbständig Erwerbstätigen differenziert analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietrich, Hans ;
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  • Literaturhinweis

    Möglichkeiten und Grenzen der empirischen Erfassung von "Scheinselbständigkeit" (1998)

    Dietrich, Hans ;

    Zitatform

    Dietrich, Hans (1998): Möglichkeiten und Grenzen der empirischen Erfassung von "Scheinselbständigkeit". In: J. Schupp, F. Büchel, M. Diewald & R. Habich (Hrsg.) (1998): Arbeitsmarktstatistik zwischen Realität und Fiktion, S. 131-165.

    Abstract

    Ziel des Beitrages ist es, die Grenzen und Möglichkeiten der theoretischen und praktischen Erfassung von Erwerbstätigen in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit aufzuzeigen, Vorschläge zu einer angemessenen Operationalisierung zu entwickeln, auf dieser Basis eine entsprechende empirische Umsetzung vorzunehmen und ausgewählte empirische Befunde knapp darzustellen. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietrich, Hans ;
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  • Literaturhinweis

    Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft: eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit (1998)

    Voß, Günter G.;

    Zitatform

    Voß, Günter G. (1998): Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft. Eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 473-487.

    Abstract

    "Leitgedanke dieses Beitrages ist, daß der gegenwärtige 'Wandel der Organisationsbedingungen von Arbeit' zu einer Entgrenzung der Arbeitsverhältnisse führt, die auch das Verhältnis von 'Arbeit' und 'Leben' tangiert. Betroffene Arbeitskräfte werden zunehmend zu einer selbstverantwortlichen Strukturierung des Arbeitens und damit der gesamten Alltagsorganisation gezwungen. Konsequenz könnte langfristig eine Entgrenzung auch der gesellschaftlichen Verfassung von Arbeitskraft in Richtung auf einen individualisierten 'Arbeitskraftunternehmer' sein, mit nachhaltigen Auswirkungen auf die Qualifikation und Qualifizierung Erwerbstätiger. Hintergrund der Überlegungen sind Befunde und Thesen eines soziologischen Forschungsprojekts zum Wandel alltäglicher Lebensführung Berufstätiger." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Empirische Befunde und Analysen zur Scheinselbständigkeit (1997)

    Dietrich, Hans ;

    Zitatform

    Dietrich, Hans (1997): Empirische Befunde und Analysen zur Scheinselbständigkeit. In: N. Egloff & R. Schmiede (Hrsg.) (1997): Ungleiche Beschäftigung : soziale und geschlechtliche Strukturen von Arbeitsmärkten (Arbeitskreis Sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung. Arbeitspapier, 1997, 01), S. 53-91.

    Abstract

    Die Studie, die auf Befunden aus dem IAB-Projekt 4-448V (Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit - 'Scheinselbständige') basiert, zeigt, dass mit dem Begriff der Scheinselbständigkeit zentrale Aspekte des gesellschaftlichen Wandels, insbesondere Veränderungen in der Organisation von Erwerbsarbeit, beschrieben werden, dass aber auch konkrete arbeits- und sozialrechtliche Problemlagen erfasst werden, die nicht vereinbar sind mit der derzeit vorherrschenden Rechtsmeinung. Der Beitrag zeigt Grenzen und Möglichkeiten der theoretischen Erfassung in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit auf und beschreibt auf Basis einer angemessenen Operationalisierung und empirischen Erhebung ausgewählte Befunde zur Frage der sozialen Sicherung. Unter Rückgriff auf empirische Befunde wird gezeigt, dass die Wahl eines geeigneten Abgrenzungsmodells als theoretisches Konstrukt zur unterschiedlichen Zuordnung zu selbständiger bzw. abhängiger Erwerbsarbeit nachhaltigen Einfluss auf die Quantität der so erfassten und hinsichtlich ihres Erwerbsstatus als scheinselbständig beurteilten Erwerbstätigen hat. Die Einführung alternativer Abgrenzungskonzepte ermöglicht darüber hinaus eine Systematisierung der Varianz der Beschreibung der sozialen Lagen der so identifizierten Erwerbsgruppe. Drei Modelle (BAG-Modell, Alternativmodell, Verbandsmodell) werden vorgestellt und miteinander verglichen. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

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  • Literaturhinweis

    Empirische Befunde zur "Scheinselbständigkeit": zentrale Ergebnisse des IAB-Projektes "Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit" (1996)

    Dietrich, Hans ;

    Zitatform

    Dietrich, Hans (1996): Empirische Befunde zur "Scheinselbständigkeit". Zentrale Ergebnisse des IAB-Projektes "Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit". (IAB-Werkstattbericht 07/1996), Nürnberg, 14 S.

    Abstract

    Um Informationen über die zahlenmäßige Verteilung von Erwerbstätigen in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Beschäftigung zu gewinnen und deren arbeits- und sozialrechtliche Einstufung bestimmen zu können, wurden 21 486 deutschsprachige Personen im Alter von über 14 Jahren befragt. Im ersten Erhebungsabschnitt wurden die in Frage kommenden Erwerbstätigen identifiziert. Im zweiten Schritt wurden die der Grauzone zuzurechnenden Personen dann ausführlich über ihre Erwerbssituation und deren vertragliche Ausgestaltung befragt. Als ein zentrales Ergebnis wird dann gezeigt, daß die Erwerbstätigen in der Grauzone je nach dem für die Berechnung zugrundegelegten Rechtsmodell (BAG-Modell, Alternativmodell, Verbandsmodell) in deutlich unterschiedlichem Ausmaß der Gruppe der Selbständigen bzw. der Gruppe der abhängig Beschäftigten zugeordnet werden können. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

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  • Literaturhinweis

    Empirische Befunde zur "Scheinselbständigkeit": Ergebnisse des IAB-Projekts 4-448 "Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit" (1996)

    Dietrich, Hans ;

    Zitatform

    Dietrich, Hans (1996): Empirische Befunde zur "Scheinselbständigkeit". Ergebnisse des IAB-Projekts 4-448 "Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit". (Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Forschungsbericht Sozialforschung 262), Bonn, 167 S.

    Abstract

    "Im Rahmen eines interdisziplinär angelegten Forschungsvorhabens wurde versucht, eingebunden in die Abgrenzungsproblematik der Arbeitnehmereigenschaft, alternative Rechtsmodelle zu operationalisieren und einer empirisch-quantitativen Forschungskonzeption zugänglich zu machen, um fundierte Informationen über das Aufkommen und die Verbreitung von Erwerbstätigen zu ermitteln, die vielfach als Scheinselbständige bezeichnet werden. Dabei galt es äußerst komplexe juristische Konzepte für das Forschungsvorhaben zu systematisieren und darauf aufbauend zu operationalisieren. Ferner galt es, empirische Instrumente und Erhebungsdesigns zu konzipieren, zu testen und letztendlich umzusetzen, mittels derer die Erwerbs- und Vertragssituation der Erwerbstätigen in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit zu erfassen waren, um sie unter Verwendung dreier juristischer Konzepte auf das Aufkommen möglicher 'scheinselbständiger' Erwerbsverhältnisse hin zu hinterfragen. Insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, komplexe juristische Sachverhalte empirisch-quantiativ angemessen zu erheben, wurden im Rahmen dieser empirisch-quantitativ ausgerichteten Forschungskonzeption Grenzen aufgezeigt. Dennoch hat sich das gewählte Verfahren im wesentlichen bestätigt, zumindest aus der Perspektive dieser erstmaligen Bestandsaufnahme. Eine Fundierung und Absicherung des Instrumentariums wird, aus einer methodischen Perspektive, erst im Zuge einer wiederholten Testung des entwickelten Instrumentariums erzielt werden können. Mit diesen Einschränkungen konnte gezeigt werden, daß die Frage der Identifizierung von 'scheinselbständigen' Erwerbsverhältnissen in einem hohen Maße von den dabei verwendeten rechtlichen Modellen abhängt. Dies betrifft nicht nur den Aspekt des quantitativen Aufkommens möglicher scheinselbständiger Erwerbsformen. Vielmehr wurde auch deutlich, daß insbesondere die inhaltliche Ausgestaltung der Erwerbsverhältnisse, die unter Zuhilfenahme der einzelnen Rechtsmodelle als mögliche 'scheinselbständige' Erwerbsverhältnisse identifiziert werden konnten, erheblich variiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietrich, Hans ;
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  • Literaturhinweis

    Neue Selbständige in Ostdeutschland: Statusentscheidung, Realisierungschancen und materielle Zufriedenheit (1992)

    Büchel, Felix; Pannenberg, Markus;

    Zitatform

    Büchel, Felix & Markus Pannenberg (1992): Neue Selbständige in Ostdeutschland. Statusentscheidung, Realisierungschancen und materielle Zufriedenheit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 25, H. 4, S. 544-552.

    Abstract

    "In der Studie werden verschiedene Aspekte der beruflichen Selbständigkeit in Ostdeutschland analysiert. Sie stützt sich auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) der Jahre 1990 und 1991. Untersucht werden zunächst Determinanten des Übergangs von abhängiger zu selbständiger Beschäftigung. In einem zweiten Schritt wird dieser Übergang nur für diejenigen Personen betrachtet, die zuvor die Absicht geäußert hatten, sich selbständig machen zu wollen. Schließlich werden die Determinanten der Zufriedenheit mit dem Haushaltseinkommen - als Indikator für den materiellen Erfolg - bestimmt. Unter den 'neuen' ostdeutschen Selbständigen finden sich überdurchschnittlich viele Männer, Beschäftigte mit einem Meisterabschluß, Berufe mit einem hohem Berufsprestige sowie Personen mit Haus- oder Grundbesitz; untervertreten sind dagegen ungenügend qualifizierte Personen, Ingenieure sowie Personen mit vorhergehender längerer Betriebszugehörigkeitsdauer. Bei der tatsächlichen Umsetzung der zuvor geäußerten Absicht, sich selbständig machen zu wollen, haben Männer sowie Personen mit hohem Berufsprestige durchschnittlich hohe, von Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftigte jedoch deutlich geringere Erfolgschancen. Während die Einkommenszufriedenheit vor dem Wechsel des Wirtschaftssystems weitgehend nivelliert war, bildet sich schon kurz nach der Wende die in einer freien Marktwirtschaft erwartete Struktur heraus. Insbesondere ist ein positiver Effekt des Status Selbständigkeit auf die Einkommenszufriedenheit zu beobachten. Die Autoren plädieren dafür, gründungswilligen Personen ohne hinreichende Eigenkapitalausstattung, Frauen sowie Abgängern aus arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen den Übergang in Selbständigkeit durch geeignete Förderprogramme zu erleichtern." (Autorenreferat)

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