Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Zwischen zwei Arenen: Betriebliche Mitbestimmung bei Leiharbeit und Werkverträgen (2018)
Barlen, Vivien;Zitatform
Barlen, Vivien (2018): Zwischen zwei Arenen. Betriebliche Mitbestimmung bei Leiharbeit und Werkverträgen. Wiesbaden: Springer VS, 272 S. DOI:10.1007/978-3-658-20575-1
Abstract
"Vivien Barlen beleuchtet die Teilhabe an betrieblicher Mitbestimmung als eine Dimension von Prekarität aus der Perspektive von Leih- und Werkvertragsarbeitnehmern und -nehmerinnen. Anhand problemzentrierter Leitfadeninterviews untersucht sie die Konfrontation der Beschäftigten mit zwei Mitbestimmungsarenen, nämlich im Einsatz- und Entsendebetrieb. Sie zeigt auf, wie Leih- und Werkvertragsarbeitnehmer/-innen ihre Mitbestimmungssituation bewerten und mit ihr umgehen. Ebenso wird analysiert, welche strukturellen und individuellen Bedingungen die Beschäftigtenperspektive beeinflussen. Die Studie bietet zugleich Anknüpfungspunkte für die Diskussion um gesetzliche Reformbedarfe und die (künftigen) Handlungsspielräume der Akteure der betrieblichen Mitbestimmung." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Can job search assistance improve the labour market integration of refugees? evidence from a field experiment (2018)
Zitatform
Battisti, Michele, Yvonne Giesing & Nadzeya Laurentsyeva (2018): Can job search assistance improve the labour market integration of refugees? evidence from a field experiment. (CESifo working paper 7292), München, 31 S.
Abstract
"We conducted a field experiment to evaluate the impact of job-search assistance on the employment of recently arrived refugees in Germany. The treatment group received jobmatching support: an NGO identified suitable vacancies and sent the refugees' CVs to employers. Results of follow-up phone surveys show a positive and significant treatment effect of 13 percentage points on employment after twelve months. These effects are concentrated among low-educated refugees and those facing uncertainty about their residence status. These individuals might not search effectively, lack access to alternative support programmes, and may be disregarded by employers due to perceived higher hiring costs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen in: Labour economics, 61 (2019), Art. 101745 -
Literaturhinweis
Zu den Auswirkungen der Reformen von befristeter Beschäftigung und Zeitarbeit sowie möglichem Reformbedarf bei der Arbeitszeitregulierung (2018)
Bauer, Frank; Wolter, Stefanie ; Haller, Peter; Hohendanner, Christian ; Buch, Tanja ; Jahn, Elke ; Weber, Enzo ;Zitatform
Bauer, Frank, Tanja Buch, Peter Haller, Christian Hohendanner, Elke Jahn, Enzo Weber & Stefanie Wolter (2018): Zu den Auswirkungen der Reformen von befristeter Beschäftigung und Zeitarbeit sowie möglichem Reformbedarf bei der Arbeitszeitregulierung. (IAB-Stellungnahme 13/2018), Nürnberg, 16 S.
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird das IAB seit mehreren Jahren um seine Expertise zu verschiedenen Aspekten des Arbeitsmarktes gebeten. Im Vorfeld des aktuellen Jahresgutachtens 2018/19 betraf dies unter anderem die Auswirkungen der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes sowie der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbarten Reform des Befristungsrechts und einen möglichen Reformbedarf beim Arbeitszeitgesetz. Im Herbst 2018 äußerte sich das IAB zum einen zu den Auswirkungen einer Beschränkung von Befristungen durch die unter anderem vorgesehene Quotenregelung bei sachgrundlosen Befristungen sowie durch die Begrenzung von Befristungsdauern und -ketten. Zum anderen befasste sich das IAB mit den Auswirkungen der zum 1. April 2017 in Kraft getretenen Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Es sieht als eine der wesentlichen Änderungen nach neun Monaten eine gleiche Entlohnung von Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern wie vergleichbare Stammmitarbeiter im Entleihbetrieb vor sowie eine Festlegung der Überlassungshöchstdauer auf 18 Monate bei demselben Entleiher. Schließlich äußerte sich das IAB zum Bedarf einer Modernisierung des deutschen Arbeitszeitgesetzes und ging dabei auch darauf ein, ob und inwieweit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund von modernen Kommunikationsmedien auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten arbeitsbezogen erreichbar sind. Die Erkenntnisse zu diesen drei Themenkomplexe werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; Wolter, Stefanie ; Hohendanner, Christian ; Buch, Tanja ; Jahn, Elke ; Weber, Enzo ; -
Literaturhinweis
Zur Regulierung von flexiblen Arbeitszeiten: Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags Nordrhein-Westfalen am 2. Mai 2018 (2018)
Bauer, Frank;Zitatform
Bauer, Frank (2018): Zur Regulierung von flexiblen Arbeitszeiten. Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags Nordrhein-Westfalen am 2. Mai 2018. (IAB-Stellungnahme 07/2018), Nürnberg, 22 S.
Abstract
"Die vorliegende IAB-Stellungnahme befasst sich mit dem Antrag 'Gute Arbeitszeiten sichern - Schutzrechte der Beschäftigten stärken - Die Digitalisierung der Arbeitswelt gestalten!' (Landtagsdrucksache 17/1665) der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag vom 9. Januar 2018. Darin werden das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) von 1994 und seine Funktion bei der Regulierung von flexiblen Arbeitszeiten diskutiert. Das IAB äußert sich zu dem Antrag auf der Grundlage von Forschungsergebnissen. Zunächst erfolgt ein kurzer Überblick über die Verbreitung von ausgewählten Formen derjenigen Arbeitszeiten, die vom Kriterium des 'Normalarbeitstags' abweichen, sowohl aus der methodischen Perspektive von repräsentativen Beschäftigten als auch aus der methodischen Perspektive von repräsentativen Betriebsbefragungen. Ein ergänzender Exkurs befasst sich mit Untersuchungen, die sich mit Veränderungen des Arbeitseinsatzes durch die flächendeckende Verbreitung von Kommunikationsmedien beschäftigen. Anschließend geht das IAB in der vorliegenden Stellungnahme auf empirische Untersuchungen ein, die analysieren, ob flexible Arbeitszeiten eher beschäftigtenorientiert oder eher betriebsorientiert eingesetzt werden. Abschließend wird vor dem Hintergrund der erörterten Forschungsergebnisse die Frage behandelt, ob das ArbZG aktuell als reformbedürftig zu betrachten ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; -
Literaturhinweis
Temporary workforce under pressure: poor occupational safety and health (OSH) as a dimension of precarity? (2018)
Zitatform
Becker, Karina & Thomas Engel (2018): Temporary workforce under pressure. Poor occupational safety and health (OSH) as a dimension of precarity? In: Management Revue, Jg. 29, H. 1, S. 32-54. DOI:10.5771/0935-9915-2018-1-32
Abstract
"The article focuses on concrete occurrences of work-related psychological stress and the strains of temporary workers. Because of their higher sickness rates and incapacity to work, our research question investigates the specific characteristics of temporary work employees compared to all other employees. We carried out a secondary cross-sectional data analysis of employee surveys from 2006 and 2012 to estimate the risks of poor working conditions and OSH deficiencies for temporary and non-temporary workers. We identify different working conditions and standards of occupational safety and health (OSH) in relation to the employment status and interpret them as a symptom of increasing labour precarity. Along with the decrease in collegiality, management segregation of the workday thus exerts discipline on workers in particular ways. Poor resources of gratification and collegiality together with difficult work-time arrangements, e. g. shift work, become characteristic features of the temporary workforce. These are connected with psychological health restrictions which leads more often to the phenomenon of attending work while ill (so called presenteeism) than its opposite - sickness absenteeism." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Young precariat and a new work order?: a case for historical sociology (2018)
Zitatform
Bessant, Judith (2018): Young precariat and a new work order? A case for historical sociology. In: Journal of Youth Studies, Jg. 21, H. 6, S. 780-798. DOI:10.1080/13676261.2017.1420762
Abstract
"This article assesses Guy Standing's (2011) account of 'the precariat' as a 'new class' to the many exercises undertaken in youth studies since the 1980s to make sense of the changing patterns of youth employment. While Standing's focus on the experience of fragmented and casualized work in many economies which now implicates young people has value, there are significant problems with his account that highlights the some difficulties in thinking in somewhat abstracted ways about 'structural' change processes that do not sufficiently consider the question of time. The case of Australia's of labour market regulation since the 1890s is used to test the validity of Standing's focus on the novelty of neoliberalism after the early 1980 to explain the emergence of precarious employment. Standing's claim that insecurity is central to the 'new precariat' because they lack the different kinds of security enjoyed by the 'working-class' after 1945, highlights the need for an interpretative framework attentive to the longer term role of state policy and the interplay of historical and local processes. The case is then made for developing a historical sociology that engages with what is now happening in respect to young people and their employment security." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Auswirkungen des Mindestlohns auf die Nachfrage nach freien Mitarbeitern sind gering (2018)
Betzl, Ute;Zitatform
Betzl, Ute (2018): Auswirkungen des Mindestlohns auf die Nachfrage nach freien Mitarbeitern sind gering. In: IAB-Forum H. 18.10.2018, o. Sz., 2018-10-16.
Abstract
"Hat die Einführung des Mindestlohns dazu geführt, dass die betroffenen Unternehmen statt regulär Beschäftigter verstärkt freie Mitarbeiter einstellen, weil sie diesen keinen Mindestlohn zahlen müssen? In einer Studie für die Mindestlohnkommission ist das IAB dieser Frage auf den Grund gegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The role of employment interruptions and part-time work for the rise in wage inequality (2018)
Zitatform
Biewen, Martin, Bernd Fitzenberger & Jakob de Lazzer (2018): The role of employment interruptions and part-time work for the rise in wage inequality. In: IZA journal of labor economics, Jg. 7, S. 1-34. DOI:10.1186/s40172-018-0070-y
Abstract
"The incidence of employment interruptions and temporary part-time work has grown strongly among full-time workers, yet little is known about the impact on wage inequality. This is the first study showing that such episodes play a substantial role for the rise in inequality of full-time wages, considering the case of Germany. While there are also strong composition effects of education for males and of age and experience for females, changes in industry and occupation explain fairly little of the inequality rise. Extending the analysis to total employment reveals substantial negative selection into part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Rolle sozialer Einbindung im Kontext der Wahrnehmung und Deutung von Erwerbssituationen: eine fallexemplarische Analyse (2018)
Brandt, Stefan; Böhnke, Petra;Zitatform
Brandt, Stefan & Petra Böhnke (2018): Die Rolle sozialer Einbindung im Kontext der Wahrnehmung und Deutung von Erwerbssituationen. Eine fallexemplarische Analyse. In: Sozialer Sinn, Jg. 19, H. 2, S. 333-365. DOI:10.1515/sosi-2018-0016
Abstract
"Im vorliegenden Beitrag wird ein mehrstufiges Analyseverfahren vorgestellt, das die theoretische Forderung nach einem erweiterten Prekaritätsverständnis methodisch aufgreift. Im Mittelpunkt steht der Versuch, die Wahrnehmung von Prekarität und die Deutung von Erwerbssituationen besser zu verstehen und dabei insbesondere das Zusammenspiel von Erwerbsarbeit und sozialer Einbindung als Integrationsmodi in den Blick zu nehmen. Wir fragen, vor welchem Hintergrund sinnstiftender Beziehungs- und Netzwerklogiken Akteurinnen und Akteure ihre Erwerbssituation wahrnehmen und was dazu beiträgt, diese als subjektiv prekär oder nicht prekär zu empfinden. Zur Annäherung an mögliche Entstehungsbedingungen subjektiver Prekarität kombinieren wir drei rekonstruktive Verfahren. Diese Kombination ermöglicht einerseits eine verzeitlichte Analyse von subjektiver Prekarität als auch eine systematische Einbeziehung unterschiedlicher Dimensionen sozialer Einbindung, durch die die Wahrnehmung von Prekarität abgefangen oder verstärkt werden kann. Andererseits werden Aspekte der Temporalisierung und Kontextualisierung im Hinblick auf ihre Rolle im Zuge der Entstehung und Ausformung spezifischer Wahrnehmungs- und Deutungsweisen von Erwerbssituationen analysiert." (Autorenreferat, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Geringfügige Beschäftigung aus der Perspektive von Beschäftigten und Betrieben sowie Verteilungs- und Arbeitsmarktwirkungen einer Ausweitung: Öffentliche Anhörung von Sachverständigen vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages am 26. November 2018 (2018)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Torsten Lietzmann, Jannek Mühlhan & Jens Stegmaier (2018): Geringfügige Beschäftigung aus der Perspektive von Beschäftigten und Betrieben sowie Verteilungs- und Arbeitsmarktwirkungen einer Ausweitung. Öffentliche Anhörung von Sachverständigen vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages am 26. November 2018. (IAB-Stellungnahme 16/2018), Nürnberg, 17 S.
Abstract
"Das IAB äußert sich in dieser Stellungnahme zum Gesetzentwurf der FDP-Bundestagsfraktion zur Dynamisierung der Verdienstgrenzen der geringfügigen Beschäftigung (Bundestagsdrucksache 19/4764). Der Entwurf sieht vor, die bisherigen starren Verdienstgrenzen für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse ('Minijobs') und Beschäftigungsverhältnisse in der Gleitzone ('Midijobs') durch eine Kopplung an die Entwicklung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns automatisch zu dynamisieren. Die Verdienstgrenze bei geringfügiger Beschäftigung soll auf das 60-fache und das Gleitzonenende für Midijobs auf das 145-fache des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns festgelegt werden. Das IAB geht in seiner Stellungnahme auf die Entwicklung und Struktur der geringfügigen Beschäftigung sowie auf die Motive zur Ausübung geringfügiger Beschäftigung, die Situation geringfügig Beschäftigter und die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Effekten einer geringfügigen Beschäftigung auf den Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ('Brückeneffekte') ein. Die direkten Verteilungswirkungen, die sich aus einer Dynamisierung der Entgeltgrenzen ergeben, werden anschließend zusammen mit den zu erwartenden Auswirkungen auf das Arbeitsangebot diskutiert. Abschließend werden Erkenntnisse zu geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen aus betrieblicher Perspektive dargestellt. Aus Sicht des IAB ist eine Dynamisierung der Entgeltgrenzen kein geeignetes Mittel, um Personen am unteren Einkommensrand besser zu stellen. Eine Reform geringfügiger Beschäftigung sollte nicht in Richtung einer Ausweitung, wie mit dem Gesetzesvorschlag der FDP-Bundestagsfraktion intendiert, sondern in Richtung einer schrittweisen Eingrenzung gehen. Dabei müssten die Regelungen im Rahmen einer umfassenderen Reform künftig im Wesentlichen darauf ausgerichtet werden, dass sich geringfügige Beschäftigung allein auf solche Personen konzentriert, für die eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung tendenziell nicht in Frage kommt wie Schüler, Studierende und Rentner. Zudem müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Lohnsteigerungen oder Arbeitszeitausweitungen innerhalb der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung realisieren zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Organisierung prekärer Arbeit an österreichischen Universitäten: das Beispiel der IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen (2018)
Zitatform
Cargnelli, Christian, Tamara Ehs & Anton Tantner (2018): Organisierung prekärer Arbeit an österreichischen Universitäten. Das Beispiel der IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen. In: Prokla, Jg. 48, H. 4, S. 641-661. DOI:10.32387/prokla.v48i193.1150
Abstract
"Die 1996 in Österreich gegründete Interessengemeinschaft LektorInnen und WissensarbeiterInnen setzt sich gegen die zunehmende Prekarisierung der Lebens- und Arbeitverhältnisse der an den österreichischen Universitäten tätigen Lehrenden und Forschenden ein. Der Beitrag beschreibt deren Situation, setzt sich mit wissenschaftlichen Thematisierungen des Prekariats auseinander und nennt Herausforderungen, mit denen die Organisierung prekärer Arbeit konfrontiert ist." (Autorenreferat, © Verlag Westfälisches Dampfboot)
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Literaturhinweis
Prekäre Arbeitswelten: Von digitalen Tagelöhnern bis zur Generation Praktikum (2018)
Dietl, Stefan;Zitatform
Dietl, Stefan (2018): Prekäre Arbeitswelten. Von digitalen Tagelöhnern bis zur Generation Praktikum. Münster: Unrast, 72 S.
Abstract
"Leiharbeit, Werkverträge, Minijobs, befristete Arbeitsverhältnisse - fast 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten inzwischen in derlei prekären Arbeitsverhältnissen. Für die Betroffenen bedeutet die Prekarität häufig niedrige Löhne, geringe soziale Absicherung und ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.
In kurzen und übersichtlichen Kapiteln gibt Stefan Dietl einen Einblick in die aktuelle Arbeitswelt. Im Fokus stehen dabei neue Formen der Prekarität wie die Arbeit auf Abruf, prekäre Beschäftigungsformen im digitalen Zeitalter, Leih- und Zeitarbeit sowie die Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse auf immer mehr/weitere Arbeitsbereiche. Nicht zuletzt richtet Dietl seinen Blick aber auch auf den Widerstand gegen Niedriglöhne und die wachsende soziale Unsicherheit." (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Who chooses part-time work and why? (2018)
Dunn, Megan;Zitatform
Dunn, Megan (2018): Who chooses part-time work and why? In: Monthly labor review, Jg. 141, H. March, S. 1-25. DOI:10.21916/mlr.2018.8
Abstract
"Often, discussions about part-time work focus on people who want to work full time. This article, however, examines the people who want to work part time among different demographic groups and their reasons for working part time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ohne Schutz und Sicherheit (2018)
Dälken, Michaela;Zitatform
Dälken, Michaela (2018): Ohne Schutz und Sicherheit. In: Gute Arbeit, Jg. 30, H. 6, S. 8-12.
Abstract
"Viele osteuropäische Beschäftigte in Deutschland arbeiten unter Bedingungen, die man längst überwunden glaubte. Sie leben und arbeiten in einer Schattenwelt des deutschen Arbeitsmarkts, in der Löhne umgangen und Arbeitsschutzvorgaben ausgehebelt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mit der Geduld am Ende?: Die Prekarisierung der academic workforce in der unternehmerischen Universität (2018)
Dörre, Klaus; Rackwitz, ;Zitatform
Dörre, Klaus (2018): Mit der Geduld am Ende? Die Prekarisierung der academic workforce in der unternehmerischen Universität. In: M. Laufenberg, M. Erlemann, M. Norkus & G. Petschick (Hrsg.) (2018): Prekäre Gleichstellung : Geschlechtergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und unsichere Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft, S. 185-209. DOI:10.1007/978-3-658-11631-6_8
Abstract
"Der Beitrag führt in die Prekarisierung im akademischen Feld ein. Dabei wird akademische Prekarität vor dem Hintergrund der objektiven Beschäftigungsbedingungen sowie der subjektiven Verarbeitungsformen in ihrer Mehrdimensionalität erfasst und damit ihre Feldspezifik herausgearbeitet. Ihre Hintergründe werden in einer neuen Landnahme im akademischen Feld verortet. Diese beschreibt den Übergang zur unternehmerischen Universität und den damit verbundenen tief greifenden Strukturwandel der Steuerungs- und Kontrollmechanismen in der Wissenschaftslandschaft. Damit korrespondiert eine Restrukturierung akademischer Arbeit und veränderte Tätigkeitsanforderungen und Arbeitsrealitäten des akademischen Personals. Insgesamt wirkt akademische Prekarität dank der immens gestiegenen Konkurrenz als ein Disziplinierungs- und Kontrollregime zur Verstärkung der Ausbeutung der academic workforce. Abschließend geht der Beitrag auf die Widerständigkeiten, Reibungen und Gegenmobilisierungen ein, die die unternehmerische Universität als umkämpfte und prinzipiell überwindbare Formation zum Vorschein bringen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die neuen Vagabunden: Prekarität in reichen Gesellschaften (2018)
Dörre, Klaus;Zitatform
Dörre, Klaus (2018): Die neuen Vagabunden. Prekarität in reichen Gesellschaften. In: U. Bittlingmayer, A. Demirovic & T. Freytag (Hrsg.) (2018): Handbuch Kritische Theorie, S. 1-23. DOI:10.1007/978-3-658-12707-7_53-1
Abstract
"Im Unterschied zum orthodoxen Marxismus zeichnen sich wichtige Strömungen in der Kritischen Theorie durch einen klaren Blick auf die Widerständigkeit der Verarmten und Ausgeschlossenen, der Vagabunden moderner Gesellschaften aus. Der Beitrag knüpft implizit an solche Überlegungen an und beschreibt die Prekarisierung von Arbeit und Leben in den reichen Gesellschaften des Nordens als Genese neuer Vagabunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Aussetzen von Beschäftigungsverhältnissen als betriebliche Strategie zum Ausgleich von Schwankungen des Personalbedarfs: ein Update (2018)
Zitatform
Eppel, Rainer, Thomas Horvath & Helmut Mahringer (2018): Das Aussetzen von Beschäftigungsverhältnissen als betriebliche Strategie zum Ausgleich von Schwankungen des Personalbedarfs. Ein Update. In: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung. Monatsberichte, Jg. 91, H. 11, S. 799-810.
Abstract
"Um kurzfristige, saison- und nicht saisonbedingte Schwankungen des Arbeitskräftebedarfs auszugleichen, beenden viele Betriebe in Zeiten geringerer Auslastung Beschäftigungsverhältnisse und stellen anschließend bei verbesserter Auftragslage dieselben Arbeitskräfte wieder ein ('temporärer Layoff'). Sie wälzen damit Personalkosten auf die Arbeitslosenversicherung ab, da viele betroffene Arbeitskräfte während der Beschäftigungsunterbrechung arbeitslos vorgemerkt sind und Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung beziehen. Diese personalpolitische Flexibilisierungsstrategie wurde bisher kaum thematisiert, spielt jedoch in Österreich seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle. Im Jahr 2017 waren 13,7% aller Beschäftigungsaufnahmen Wiedereinstellungen von temporär Arbeitslosen bei demselben Arbeitgeber innerhalb einer Zeitspanne von einem Jahr. Die registrierte Arbeitslosigkeit während temporärer Layoffs trug mehr als ein Achtel zur registrierten Gesamtarbeitslosigkeit bei. Sie war damit für rund 1 Prozentpunkt der Arbeitslosenquote maßgebend. Die Aussetzung von Beschäftigungsverhältnissen ist mit Kosten für die Arbeitslosenversicherung in einer Größenordnung von rund 500 Mio. EURO pro Jahr verbunden." (Autorenreferat, © WIFO - Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung)
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Literaturhinweis
Personalpolitik in hessischen Betrieben: IAB-Betriebspanel-Report Hessen 2017 (2018)
Fischer, Anna C.; Larsen, Christa;Zitatform
Fischer, Anna C. & Christa Larsen (2018): Personalpolitik in hessischen Betrieben. IAB-Betriebspanel-Report Hessen 2017. (IAB-Betriebspanel Hessen 2018,03), Frankfurt am Main, 20 S.
Abstract
"Die Gesamtbeschäftigung in Hessen ist in den vergangenen zehn Jahren auf über drei Millionen angestiegen. Trotz allgemeinem Beschäftigungszuwachs kam es in diesem Zeitraum innerhalb der meisten Betriebe zu personellen Fluktuationen. Zieht die Wirtschaft an, verbessern sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Jobaussichten. Gleichzeitig sind die Betriebe herausgefordert, attraktiv für die anvisierte Zielgruppe zu bleiben. Die Daten des IAB-Betriebspanels ermöglichen Einblicke in die personellen Veränderungen auf Betriebsebene. Diese werden in einem ersten Abschnitt dargestellt. Neben den verschiedenen Gründen für den Austritt aus einem Betrieb wird zudem über die Entwicklung der offenen Stellen berichtet. Hieran anschließend wird die Entwicklung der Teilzeit- und der Befristungsquote dargestellt. Darüber hinaus wird auf die Beschäftigung von Geflüchteten, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, eingegangen. Fragen zur Art ihrer Beschäftigung sowie ihrem Tätigkeitsniveau wurden 2017 erstmals erhoben. In einem letzten Abschnitt wird die Verbreitung schriftlich fixierter Pläne in der betrieblichen Personalarbeit dargestellt, welche eine langfristig angelegte und zielgerichtete Personalentwicklung unterstützen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Connecting with the Disconnected": Zur Bewältigung forschungspraktischer Herausforderungen in qualitativen Untersuchungen zu Menschen in prekären Lebenslagen (2018)
Zitatform
Fuchs, Philipp, Jan F. C. Gellermann & Stefan Kutzner (2018): "Connecting with the Disconnected". Zur Bewältigung forschungspraktischer Herausforderungen in qualitativen Untersuchungen zu Menschen in prekären Lebenslagen. In: Sozialer Sinn, Jg. 19, H. 1, S. 105-142., 2018-08-01. DOI:10.1515/sosi-2018-0005
Abstract
"Weil Menschen in prekären Lebenslagen wie insgesamt Angehörige randständiger Milieus für die Forschung nicht ohne Weiteres erreichbar sind, sind in diesem Bereich explorative Vorgehensweisen angezeigt, so dass hier vor allem qualitative Forschungsmethoden zur Anwendung kommen. Unabhängig von den Forschungsmethoden stellen sich im Kontakt mit Angehörigen dieser Personenkreise besondere Herausforderungen: Das betrifft die Feldzugänge, das Kontaktmanagement, die Interviewpraxis aber auch das Verhältnis der Forschenden zu ihren jeweiligen Interviewpartnern. Auch wenn immer wieder auf die hohe Bedeutung des Feldzugangs wie des Verhältnisses zu den Interviewpartnern hingewiesen wird, findet sich in der bestehenden Handbuchliteratur dazu relativ wenig. Damit korrespondiert, dass diese Probleme immer spezifisch und nicht durch Rückgriff auf standardisierte Verfahren angegangen werden müssen. Auf der Basis einer qualitativen Längsschnittuntersuchung zu sogenannten 'entkoppelten Jugendlichen' wird im Aufsatz dargestellt, wie diese Herausforderungen in den Phasen der Felderschließung und der Materialerhebung bewältigt wurden." (Autorenreferat, © De Gruyter)
Beteiligte aus dem IAB
Gellermann, Jan F. C.; -
Literaturhinweis
Temporary agency workers stepping into a permanent position: social skills matter (2018)
Zitatform
Galais, Nathalie & Klaus Moser (2018): Temporary agency workers stepping into a permanent position. Social skills matter. In: Employee relations, Jg. 40, H. 1, S. 124-138. DOI:10.1108/ER-08-2016-0158
Abstract
"Purpose
Temporary agency work (TAW) has increased enormously in recent decades. Most temporary agency workers are pushed involuntarily into this work arrangement and prefer permanent work arrangements. Therefore, the motive to find a permanent job through TAW is predominant for the majority of temporary agency workers. However, little is known about what helps in obtaining a permanent job in a client organization. The purpose of this paper is to examine the role of social skills by simultaneously considering the human capital aspects and motivational background of the individuals for transition success.
Design/methodology/approach
The paper is based on a questionnaire study of 151 temporary agency workers with two measurement points. The questionnaires were first administered at the very beginning of their work as a temp (and again five months later).
Findings
The findings show that the social skills of temporary agency workers in contrast to various aspects of human capital and motives for temping had a significant impact on becoming a permanent worker in a client organization.
Research limitations/implications
The generalizability of the finding that social skills help temporary agency workers to find a permanent job in a client organization may be restricted due to the particularities of the work setting in the clerical sector. The incidences as well as the determinants of transition success may depend on the industry sector because of the respective assignment characteristics as well as the clients' reasons of using temporary agency workers. Future research should investigate more thoroughly the role of assignment characteristics for the experiences of the workers.
Practical implications
Social skills seem to play a crucial role for transition success in TAW. Qualification measures should therefore include the training of interpersonal behavior. It would be desirable when the involved organizations would assume responsibility in this respect. Furthermore, policy makers should provide adequate training formats since they promote TAW as a stepping stone opportunity for unemployed people.
Originality/value
This paper suggests that career mobility in the context of flexible work arrangements may be driven by more informal processes of social integration into the existing permanent team. While TAW is seen as a temporary solution in Germany, this study focuses on the individual determinants of transition success of temporary agency workers that is still rare in studies on the topic." (Author's abstract, © Emerald Group) ((en)) -
Literaturhinweis
The political consequences of outsider labour market status in the United States: a micro-level study (2018)
Zitatform
Gelepithis, Margarita & Anne-Marie Jeannet (2018): The political consequences of outsider labour market status in the United States. A micro-level study. In: Social policy and administration, Jg. 52, H. 5, S. 1019-1042. DOI:10.1111/spol.12277
Abstract
"This article contributes to recent research that seeks to understand the political consequences of 'outsider' labour market status. There is an emerging consensus that labour market outsiders have systematically different policy preferences and display systematically different political behaviour to securely employed 'insiders' in Europe. Yet the political consequences of outsider status in the USA are less clear. They may be expected to differ from those that have been documented in the European context, because: (1) the USA is characterized by low employment protection of insiders; and (2) there is evidence that Americans are more reluctant than Europeans to hold governments responsible for personal economic hardship. We therefore use the General Social Survey to examine how outsider labour market status is related to voting behaviour and to social policy preferences in the USA. We find that the concept of 'labour market outsider' - as conventionally operationalized - holds little explanatory power in the American context. Disaggregating the outsider category, our results suggest that the political consequences of outsider labour market status may be contingent on individual beliefs about government responsibility." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Sports Psychology in the English Premier League: 'It Feels Precarious and is Precarious' (2018)
Zitatform
Gilmore, Sarah, Christopher Wagstaff & John Smith (2018): Sports Psychology in the English Premier League: 'It Feels Precarious and is Precarious'. In: Work, employment and society, Jg. 32, H. 2, S. 426-435. DOI:10.1177/0950017017713933
Abstract
"The literatures on gender status stereotyping and the 'glass-ceiling' have shown that women managers have more difficult job experiences than men, but whether these experiences result in lower job satisfaction is still an open question. Using fixed-effects models in a longitudinal national sample, this study examines differences in job satisfaction between women and men promoted into lower and higher-level management, after controlling for key determinants of job satisfaction. Results indicate that promotions to management are accompanied by an increase in job satisfaction for men but not for women, and that the differing effect lasts beyond the promotion year. Moreover, following promotion, the job satisfaction of women promoted to higher-level management even starts declining. The type of promotion (internal or lateral) does not modify this effect. By clarifying the relationship between gender, promotion to managerial position and job satisfaction, the study contributes to the literature on the gender gap in managerial representation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Dynamiken subjektiver Erwerbsprekarität in der späten Erwerbsphase (2018)
Zitatform
Golsch, Katrin & Anja-Kristin Abendroth (2018): Dynamiken subjektiver Erwerbsprekarität in der späten Erwerbsphase. In: M. Giesselmann, K. Golsch, H. Lohmann & A. Schmidt-Catran (Hrsg.) (2018): Lebensbedingungen in Deutschland in der Längsschnittperspektive, S. 207-223. DOI:10.1007/978-3-658-19206-8_12
Abstract
"Eine Vielzahl an empirischen Studien hat die zunehmende Bedeutung von prekären Beschäftigungsverhältnissen und deren Einfluss auf den individuellen Lebenslauf aufgezeigt. Ein wichtiger Befund dieser Studien ist, dass Prekarität gesellschaftliche Teilhabebedingungen und -chancen einschränkt. Jedoch wird Prekarität in quantitativen Untersuchungen bislang kaum multidimensional und im Längsschnitt betrachtet. Außerdem wird häufig das Augenmerk nur auf die erste Erwerbsphase gerichtet. Auch die Frage, ob Prekarität subjektiv so erlebt wird oder nicht, ist noch nicht ausreichend erforscht.
In dieser Studie zeigen wir auf, wie bestehende Forschung in mehrfacher Hinsicht erweitert werden kann. Dazu betrachten wir im Unterschied zu vielen anderen Studien die letzte Erwerbsphase von Männern und Frauen und analysieren auf Basis von Individual- und Paardaten des Sozioökonomischen Panels (2008-2014) inwieweit a) unterschiedliche Dimensionen und Grade von Prekarität, b) die Kumulation von Prekarität in der Beschäftigungshistorie, sowie c) die Kumulation von Prekarität in Partnerschaften die subjektive Prekaritätswahrnehmung steigern. Die Ergebnisse unserer Analysen zeigen, dass vier Prekaritätsdimensionen - Beschäftigungsprekarität, Einkommensprekarität, Prekarität der Beschäftigungsfähigkeit und sozialrechtliche Prekarität - einen signifikanten Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung der eigenen Arbeitsplatzsicherheit haben und diese wechselseitig verstärken. Gleichzeitig steigert die Kumulation von Prekarität in der Beschäftigungshistorie sowie die Kumulation von Prekarität in der Partnerschaft die subjektive Prekaritätswahrnehmung." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
The labor market in Sweden since the 1990s: the Swedish economy continues to have high employment and rapidly rising real wages (2018)
Gottfries, Nils;Zitatform
Gottfries, Nils (2018): The labor market in Sweden since the 1990s. The Swedish economy continues to have high employment and rapidly rising real wages. (IZA world of labor 411), Bonn, 12 S. DOI:10.15185/izawol.411
Abstract
"Heute zählt Schweden zu den EU-Staaten mit der höchsten Erwerbsbeteiligung und Beschäftigungsquote. Seit 2001 sind die Reallöhne - bei stabiler, komprimierter Lohnverteilung - stetig gestiegen, während das geschlechtsspezifische Lohngefälle deutlich zurückgegangen ist. Probleme bereiten allerdings die Beschäftigungsquoten von Zuwanderern und Personen mit geringer Bildung. Hier sind politische Maßnahmen erforderlich, um Qualifikationen (z. B. sprachliche und berufsspezifische Fähigkeiten) zu vermitteln. Die Lohnverteilung sollte am unteren Ende ausgeweitet werden, um mehr Arbeitsplätze für weniger qualifizierte Arbeitskräfte zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die deutsche Kurzfassung -
Literaturhinweis
Reform des Befristungsrechts - mögliche Auswirkungen des Koalitionsvertrags auf Betriebe und Beschäftigte (2018)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole & Alexander Kubis (2018): Reform des Befristungsrechts - mögliche Auswirkungen des Koalitionsvertrags auf Betriebe und Beschäftigte. In: IAB-Forum H. 03.07.2018, o. Sz., 2018-04-19.
Abstract
"In ihrem Koalitionsvertrag verständigten sich die Regierungsparteien auf deutliche Beschränkungen der Befristungsmöglichkeiten. Ein erheblicher Teil der Betriebe dürfte bei deren Umsetzung gezwungen sein, den Anteil sachgrundlos befristeter Beschäftigungsverhältnisse spürbar zu reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit auf Abruf, Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst: Wenn die Arbeit ruft (2018)
Zitatform
Hank, Eva & Jens Stegmaier (2018): Arbeit auf Abruf, Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst: Wenn die Arbeit ruft. (IAB-Kurzbericht 14/2018), Nürnberg, 11 S.
Abstract
"Fragen der Arbeitszeit und ihrer Flexibilität werden seit einiger Zeit wieder vermehrt diskutiert. Während Arbeitgeber die Bedeutung eines flexiblen Personaleinsatzes für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen betonen, hebt die Arbeitnehmerseite hervor, dass die Kontrolle über flexible Arbeitszeitmodelle nicht einseitig bei den Arbeitgebern liegen darf. In diesem Zusammenhang rückte Arbeit auf Abruf - bei der Arbeitgeber und Arbeitnehmer lediglich die Dauer, nicht aber die Lage der Arbeitszeit vereinbaren - in den Fokus der Diskussion. In dem Kurzbericht wird zunächst die Verbreitung unterschiedlicher Formen von 'Rufarbeit' untersucht: Arbeit auf Abruf, Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst. Der Fokus liegt dann auf den Determinanten und möglichen Folgen dieser Arbeitsformen und abschließend werden aktuelle Änderungsvorhaben der Bundesregierung betrachtet, die Arbeit auf Abruf in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Anteil der Beschäftigten in Rufarbeit nach Berufssegmenten
- Anteil der Beschäftigten in Rufarbeit nach Branche
- Anteil der Beschäftigten in Rufarbeit nach Beschäftigtenstatus
- Anteil der Beschäftigten in Rufarbeit nach Existenz eines Betriebsrats
- Anteil der Beschäftigten in Rufarbeit nach Unternehmensgröße
- Anteil der Beschäftigten in Rufarbeit nach Tarifbindung des Unternehmens
- Anteil der Beschäftigten in Rufarbeit
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Literaturhinweis
Atlas der Arbeit: Daten und Fakten über Jobs, Einkommen und Beschäftigung (2018)
Haufler, Daniel; Jakob, Johannes; Rademaker, Maike; Zach, Frank;Zitatform
(2018): Atlas der Arbeit. Daten und Fakten über Jobs, Einkommen und Beschäftigung. Berlin, 62 S.
Abstract
"Der Atlas der Arbeit der Hans-Böckler-Stiftung und des DGB zeigt die vielfältigen Facetten von Arbeit auf. Wie verändert die demografische Entwicklung unsere Arbeitswelt? Wie entwickeln sich Einkommen? Welche Auswirkungen hat bereits heute die Digitalisierung? Der Atlas vergleicht Systeme in verschiedenen Staaten und beschreibt, wie Arbeitsbedingungen gestaltet werden können.
Und er zeigt auch, wie weit wir von dem Ziel entfernt sind, allen Beschäftigten gute Rahmenbedingungen und gleiche Rechte bei der Arbeit zu bieten. So wird deutlich, wo und wie politisches Handeln notwendig ist und welche Möglichkeiten wir - besonders Politik, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft - haben, die Arbeitswelt zum Besseren hin zu verändern. Der Atlas der Arbeit bietet zu 25 Themen mit vielen anschaulichen Grafiken die Grundlage, um über die Arbeit der Zukunft zu diskutieren." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Flexibilisierung im Erwerbsleben von Beschäftigten in sozialen Berufen und kollektive Interessenorganisation - Methodische Grundsatzüberlegungen (2018)
Heinz, André;Zitatform
Heinz, André (2018): Flexibilisierung im Erwerbsleben von Beschäftigten in sozialen Berufen und kollektive Interessenorganisation - Methodische Grundsatzüberlegungen. In: Soziale Passagen, Jg. 10, H. 1, S. 167-172. DOI:10.1007/s12592-018-0282-9
Abstract
"Im Rahmen dieses Dissertationsprojektes wird die Verbindung zwischen verschiedenen Flexibilisierungsgraden und kollektivem Handeln untersucht. Neben äußeren Faktoren (u.?a. strukturelle Rahmenbedingungen) sind die individuellen Voraussetzungen für kollektives Handeln unter den Beschäftigten der Hauptgegenstand der Untersuchung. Im ersten Abschnitt wird der Hintergrund der Fragestellung kurz umrissen und im zweiten Abschnitt das methodische Fundament der quantitativen Hauptuntersuchung sowie der aktuelle Fortschritt des Projekts vorgestellt." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Wahrnehmung der eigenen Prekarität: Grundlagen einer Theorie zur sozialen Erklärung von Ungleichheitswahrnehmungen (2018)
Hense, Andrea;Zitatform
Hense, Andrea (2018): Wahrnehmung der eigenen Prekarität. Grundlagen einer Theorie zur sozialen Erklärung von Ungleichheitswahrnehmungen. (Sozialstrukturanalyse), Wiesbaden: Springer VS, 321 S. DOI:10.1007/978-3-658-15991-7
Abstract
"Andrea Hense entwickelt ein theoretisches Modell zur sozialen Erklärung subjektiver Ungleichheitswahrnehmungen, das eine theoriegeleitete Hypothesengenerierung anleitet und empirisch prüfbar ist. Ihr PFH-Modell kombiniert Lindenbergs Theorie sozialer Produktionsfunktionen mit Bourdieus Feld- und Habitustheorie und ergänzt ressourcenorientierte Ansätze mit einer relationalen und zeitlichen Analyseperspektive. Die Autorin wendet das Modell zur Analyse sozialer Einflussfaktoren selbst wahrgenommener Beschäftigungs- und Einkommensprekarität an und zeigt, wie es zur Hypothesengenerierung eingesetzt werden kann.
Der Inhalt
Prekarität: Expansion neuer sozialer Unsicherheit
Wahrnehmung aus Sicht des Methodologischen Individualismus von Lindenberg und des Methodologischen Relationalismus von Bourdieu Soziales Erklärungsmodell der Ungleichheitswahrnehmung: Das PFH-Modell Untersuchung sozialer Einflussfaktoren der Prekaritätswahrnehmung: Eine empirische Überprüfung des PFH-Modells" (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Labor (2018)
Zitatform
Herod, Andrew (2018): Labor. (Resources series), Cambridge: Polity Press, 242 S.
Abstract
"Labor is the source of all wealth. Without workers, the world's natural resources cannot be transformed into finished goods and services cannot be delivered. Labor, though, is a uniquely important resource for the very simple reason that working people have sentience. Whilst a business might seek to employ workers in much the same way as it does any other resource, unlike these other resources labor is capable of altering its own conditions of existence and so of challenging how it is used by others.
In this book, Andrew Herod offers an original and wide-ranging analysis of labor as a multi-faceted and truly global resource. Opening with a rich overview of the migration streams and demographic trends that have shaped the planetary distribution of labor, he goes on to explore how globalization and the growth of precarious work are impacting working people's lives. A wide range of examples is examined to illustrate the ongoing struggles faced by workers worldwide - from forced labor and child labor in West Africa's cocoa and southeast Asia's shrimping industries to the labor practices affecting so-called 'knowledge workers'. Herod concludes by surveying some of the ways in which working people are taking action to improve their lives, including forming trade unions and other labor organizations, occupying factories in places like Argentina and Greece, and establishing anti-sweatshop campaigns." (Publisher information, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Befristete Beschäftigung in Deutschland (2018)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2018): Befristete Beschäftigung in Deutschland. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 12 S.
Abstract
Die aktuellen Daten zu befristeter Beschäftigung in Deutschland umfassen:
Befristete Beschäftigung in Deutschland im Jahr 2017 nach betrieblichen Merkmalen (Befristungen nach Branchen und Sektoren und Verteilung der Beschäftigung auf Branchen und Sektoren); die Entwicklung der Befristungsanteile seit 2010 in den Branchen und Sektoren; die Entwicklung befristeter Beschäftigung seit 2010 nach Branchen und Sektoren; die Personalabgänge in Deutschland im Jahr 2017 sowie die Art der Personalabgänge nach Branchen, Sektoren, Betriebsgröße und Region und Personalabgänge infolge des Auslaufens befristeter Verträge und Arbeitgeberkündigungen. (IAB) -
Literaturhinweis
Reform der befristeten Beschäftigung im Koalitionsvertrag: Reichweite, Risiken und Alternativen (2018)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2018): Reform der befristeten Beschäftigung im Koalitionsvertrag: Reichweite, Risiken und Alternativen. (IAB-Kurzbericht 16/2018), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Befristete Arbeitsverträge haben im Jahr 2017 mit 8,3 Prozent der Beschäftigten einen neuen Höchststand erreicht. Zugleich sind die Übernahmechancen in unbefristete Beschäftigung seit 2009 kontinuierlich gestiegen. Die Bundesregierung plant nun eine Reform, um Zahl und Dauer der Befristungen zu beschränken. Es ist jedoch offen, ob die im Koalitionsvertrag geplanten Vorhaben im Hinblick auf die Beschäftigungsmöglichkeiten der Betroffenen zielführend sind. Daher sollten mögliche Alternativen geprüft werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Online, on call: the spread of digitally organised just-in-time working and its implications for standard employment models (2018)
Zitatform
Huws, Ursula, Neil H. Spencer & Dag S. Syrdal (2018): Online, on call: the spread of digitally organised just-in-time working and its implications for standard employment models. In: New Technology, Work and Employment, Jg. 33, H. 2, S. 113-129. DOI:10.1111/ntwe.12111
Abstract
"This article questions whether the dominant policy discourse, in which a normative model of standard employment is counterposed to 'non-standard' or 'atypical' employment, enables us to capture the diversity of fluid labour markets in which work is dynamically reshaped in an interaction between different kinds of employment status and work organisation. Drawing on surveys in the UK, Germany, Sweden and the Netherlands that investigate work managed via online platforms ('crowdwork') and associated practices, it demonstrates that crowdwork represents part of a continuum. Not only do most crowd workers combine work for online platforms with other forms of work or income generation, but also many of the ICT-related practices associated with crowdwork are widespread across the rest of the labour market where a growing number of workers are 'logged'. Future research should not just focus on crowdworkers as a special case but on new patterns of work organisation in the regular workforce." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Prekarität und Erwerbsarmut im Fokus: Entwicklungen in Vorarlberg von 2008 bis 2018 (2018)
Häfele, Eva;Zitatform
Häfele, Eva (2018): Prekarität und Erwerbsarmut im Fokus. Entwicklungen in Vorarlberg von 2008 bis 2018. Feldkirch, 144 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie nimmt die Entwicklungen von Prekarität und Erwerbsarmut in Vorarlberg im Zeitraum 2008 bis 2018 in den Blick. Sie ist damit eine Folgeuntersuchung zu den beiden Studien im Auftrag der AK Vorarlberg 'Schicksal Prekarität? Maßnahmen für Vorarlberg' aus dem Jahr 2008 und 'Arm trotz Arbeit. Working Poor (Erwerbsarme) in Vorarlberg' aus dem Jahr 2010. Prekäre Beschäftigungen gehen in vielen Fällen mit Phasen der Erwerbsarmut einher, nämlich dann, wenn sie nicht genügend zum Haushaltseinkommen beisteuern, um dieses über die Armutsgefährdungsschwelle zu heben. In diesem Zeitraum der vergangenen zehn Jahre sind neue Entwicklungen des Arbeitsmarktes infolge von Zuwanderung aus den EU-Staaten und seit 2015 auch von Geflüchteten spürbar geworden. Digitalisierung und Automatisierung haben zugenommen und werden in den nächsten Jahren verstärkt sowohl in den Produktions- als auch in den Dienstleistungsbranchen in Erscheinung treten. Prekarität in Form atypischer Beschäftigungen ist in ihren unterschiedlichen Ausprägungen generell gewachsen. Dies gilt vor allem für die Beschäftigung von Frauen in Teilzeit. Deren gestiegene Zahl ist die größte quantitative Veränderung innerhalb der zehn Jahre. Geringfügig Beschäftigte haben leicht abgenommen, aber neue Erwerbsformen wie Crowdworking und Sharing-Plattformen nehmen zu. Bei den selbständig Erwerbstätigen geht das zahlenmäßige Wachstum vor allem auf die Ein-Personen-Unternehmen zurück - hier wiederum in besonderem Maß auf die von Frauen gegründeten Unternehmen und ganz konkret auf die wachsende Zahl der selbständigen Personenbetreuerinnen. Bei den Arbeitskräfteüberlassungen kann in Vorarlberg eine Zunahme der Personen aus dem EWR-Ausland festgestellt werden, auch die Zahl der ausländischen Beschäftigten nach der EU-Entsenderichtlinie steigt kontinuierlich an. Risikogruppen für Prekarität und Erwerbsarmut haben sich qualitativ in den letzten zehn Jahren nicht verändert. Es sind nach wie vor Beschäftigte in Niedriglohnbranchen sowie Geringqualifizierte mit maximal Pflichtschulabschluss. Sie haben das größte Risiko, immer wieder arbeitslos zu werden beziehungsweise in eine dauerhafte Langzeiterwerbslosigkeit zu geraten. Um dem gegenzusteuern, ist der zweite Arbeitsmarkt zur Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt ein unverzichtbares Instrument geworden. Dies zeigt sich in der Zunahme der Eintritte in Projekte des zweiten Arbeitsmarktes bis Anfang 2017, wobei ein vorläufiger Rückgang der Eintritte auf Grund guter konjunktureller Entwicklung folgte. Aus der Darstellung der verschiedenen Formen von Prekarität und Erwerbsarmut sowie der statistischen Erfassung ihres Umfangs werden im abschließenden Teil der Studie Handlungsfelder für Maßnahmen identifiziert. Hier haben auch Expertinnen- und Experteninterviews wertvolle Einsichten geliefert. Die Arbeiterkammer Vorarlberg formuliert am Schluss die aus ihrer Sicht wichtigsten Forderungen, um Prekarität und Erwerbsarmut in Vorarlberg wirkungsvoll zu begegnen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsbedingungen von Leiharbeitnehmern im Fokus: Ergebnisse aus der BAuA-Arbeitszeitbefragung (2018)
Zitatform
Hünefeld, Lena & Susanne Gerstenberg (2018): Arbeitsbedingungen von Leiharbeitnehmern im Fokus. Ergebnisse aus der BAuA-Arbeitszeitbefragung. (baua: Fokus), Dortmund, 18 S. DOI:10.21934/baua:fokus20180109
Abstract
"Leiharbeit gehört in Deutschland mit zu den am schnellsten wachsenden Beschäftigungsformen. Während die körperlichen und umgebungsbezogenen Arbeitsbedingungen von Leiharbeitnehmern bereits intensiv betrachtet wurden, liegen derzeit wenige Studien vor, die sich mit ihren psychischen Arbeitsbedingungen beschäftigen. In diesem Beitrag wird auf die Verbreitung von Leiharbeit in Deutschland eingegangen. Auf Basis der Daten aus der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2015 werden sowohl physisch-physikalische und technische als auch psychische Arbeitsbedingungen von Leiharbeitnehmern sowie ihre Gesundheit und Zufriedenheit untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Precarious work (2018)
Kalleberg, Arne L.; Vallas, Stephen P.;Zitatform
Kalleberg, Arne L. & Stephen P. Vallas (Hrsg.) (2018): Precarious work. (Research in the sociology of work 31), Bingley: Emerald, 466 S.
Abstract
"This volume presents original theory and research on precarious work in various parts of the world, identifying its social, political and economic origins, its manifestations in the USA, Europe, Asia, and the Global South, and its consequences for personal and family life.
In the past quarter century, the nature of paid employment has undergone a dramatic change due to globalization, rapid technological change, the decline of the power of workers in favor of employers, and the spread of neoliberalism. Jobs have become far more insecure and uncertain, with workers bearing the risks of employment as opposed to employers or the government. This trend towards precarious work has engulfed virtually all advanced capitalist nations, but unevenly so, while countries in the Global South continue to experience precarious conditions of work.
This title examines theories of precarious work; cross-national variations in its features; racial and gender differences in exposure to precarious work; and the policy alternatives that might protect workers from undue risk. The chapters utilize a variety of methods, both quantitative statistical analyses and careful qualitative case studies. This volume will be a valuable resource that constitutes required reading for scholars, activists, labor leaders, and policy makers concerned with the future of work under contemporary capitalism." (Publisher information, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Precarious lives: job insecurity and well-being in rich democracies (2018)
Kalleberg, Arne L.;Zitatform
Kalleberg, Arne L. (2018): Precarious lives. Job insecurity and well-being in rich democracies. Cambridge: Polity Press, 248 S.
Abstract
"Employment relations in advanced, post-industrial democracies have become increasingly insecure and uncertain as the risks associated with work are being shifted from employers and governments to workers. Arne L. Kalleberg sets out to examine the impact of the liberalization of labor markets and welfare systems on the growth of precarious work and job insecurity for indicators of well-being such as economic insecurity, family formation and happiness, in six advanced capitalist democracies: the United States, the United Kingdom, Germany, Japan, Spain, and Denmark. This insightful cross-national analysis demonstrates how active labor market policies and generous social welfare systems can help to protect workers and give employers latitude as they seek to adapt to the rise of national and global competition and the rapidity of sweeping technological changes. Such policies thereby form elements of a new social contract that offers the potential for addressing many of the major challenges resulting from the rise of precarious work." (Publisher's text, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Prekäre Gleichstellung: Geschlechtergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und unsichere Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft (2018)
Laufenberg, Mike; Erlemann, Martina; Norkus, Maria; Petschick, Grit;Zitatform
Laufenberg, Mike, Martina Erlemann, Maria Norkus & Grit Petschick (Hrsg.) (2018): Prekäre Gleichstellung. Geschlechtergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und unsichere Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft. Wiesbaden: Springer VS, 307 S. DOI:10.1007/978-3-658-11631-6
Abstract
"Der vorliegende Band nimmt Wechselbeziehungen zwischen Gleichstellungspolitiken, strukturellen Diskriminierungsformen und prekären Arbeitsverhältnissen in der neoliberalen Hochschule in den Blick.
Die Arbeits- und Lebenssituation von Wissenschaftler_innen hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten tief greifend verändert. Die fortschreitende Ökonomisierung von Hochschulen und anderen Wissenschaftsorganisationen hat zu einer Zuspitzung von Wettbewerb und Konkurrenz geführt, die sich auch auf die Arbeits- und Wissenschaftskultur auswirkt. Insbesondere der akademische Mittelbau ist von einer verschärften Prekarisierung wissenschaftlicher Arbeitsverhältnisse und Laufbahnen betroffen. Zeitgleich lässt sich eine verstärkte Institutionalisierung von Gleichstellungs- und Diversitypolitiken in der Wissenschaft beobachten. Doch während an den hiesigen Universitäten heute mehr Frauen als je zuvor studieren, promovieren und wissenschaftliche Laufbahnen einschlagen, wirken strukturelle gruppenbezogene Benachteiligungen und Diskriminierungsformen fort. Die Ökonomisierung und Prekarisierung wissenschaftlicher Arbeit sowie die Thematisierung von Geschlechterungleichheit, institutionellem Rassismus und sozialer Selektivität in der Wissenschaft haben in den vergangenen Jahren als Einzelphänomene Aufmerksamkeit erfahren, wurden bislang jedoch nur selten systematisch in Bezug zueinander untersucht." (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Handwerk als prekäres Unternehmertum: Soloselbstständige zwischen Autonomie und radikaler Marktabhängigkeit (2018)
Lorig, Philipp;Zitatform
Lorig, Philipp (2018): Handwerk als prekäres Unternehmertum. Soloselbstständige zwischen Autonomie und radikaler Marktabhängigkeit. (Labour Studies 17), Frankfurt: Campus-Verl., 311 S.
Abstract
"Immer mehr soloselbstständige Handwerker bieten ihre Dienstleistungen auf Internetportalen an. Für ihre Teilnahme am Arbeitsmarkt zahlen sie einen hohen Preis: unsichere Lebensplanung, radikale Marktabhängigkeit und Konkurrenzdruck. Sie kommen aus dem Niedriglohnbereich nicht raus und haben keine Aussicht auf eine staatliche Altersvorsorge. Das Ideal der Selbstverwirklichung verkehrt sich in sein Gegenteil. Letztlich bringt das postfordistische Produktionsmodell, wie Philipp Lorig in seiner Studie zeigt, ein neues Tagelöhnertum hervor, das auf längst überwunden geglaubte Arbeitsformen zurückgreift." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Who takes care of non-standard career paths? The role of labour market intermediaries (2018)
Zitatform
Lorquet, Nadége, Jean-François Orianne & François Pichault (2018): Who takes care of non-standard career paths? The role of labour market intermediaries. In: European journal of industrial relations, Jg. 24, H. 3, S. 279-295. DOI:10.1177/0959680117740425
Abstract
"As flexible career paths become more common in European labour markets, how to combine the flexibility required by non-standard work with new patterns of security is the focus of political debate. Some European Union (EU) countries have launched radical labour market reforms, while in others such reforms remain limited. This paves the way for bottom-up solutions developed by private and non-profit labour market intermediaries in order to support the job transitions of non-standard workers. We map these initiatives through a multidimensional grid and explore the extent to which they contribute to renewed regulation of modern labour markets. We outline two ideal-typical approaches. The first extends internal labour markets to triangular employment relationships by considering workers as 'quasi-employees'. The second involves more disruptive solutions by treating non-standard workers as 'quasi-self-employed'." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Overview of new forms of employment: 2018 update. Working conditions. Produced for the 17th EU-Japan Symposium 'The future of work - new forms of employment', 4 July 2018 (2018)
Mandl, Irene; Biletta, Isabella;Zitatform
Mandl, Irene & Isabella Biletta (2018): Overview of new forms of employment. 2018 update. Working conditions. Produced for the 17th EU-Japan Symposium 'The future of work - new forms of employment', 4 July 2018. (Eurofound ad hoc report), Dublin, 26 S. DOI:10.2806/09266
Abstract
"Across Europe, new forms of employment are emerging that differ significantly from traditional employment. Some of these forms of employment transform the relationship between employer and employee while others change work organisation and work patterns. They often involve locations other than the usual employer's premises, and or extensive use of information and communications technology. This report identifies nine forms of employment that are either new or have become increasingly important in Europe since the year 2000. All of the nine forms discussed are aimed at increasing flexibility for employers and/or employees. Some may benefit employers and employees equally, but in a few cases there are concerns regarding their impact on working conditions and the labour market. The report highlights the need for awareness of potential problems and of safety nets for workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Weiterbildungsbeteiligung sogenannter "bildungsferner Gruppen" in sozialraumorientierter Forschungsperspektive (2018)
Zitatform
Mania, Ewelina (2018): Weiterbildungsbeteiligung sogenannter "bildungsferner Gruppen" in sozialraumorientierter Forschungsperspektive. (Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung), Bielefeld: Bertelsmann, 216 S. DOI:10.3278/14/1139w
Abstract
"Die Autorin erarbeitet in ihrer Dissertation anhand problemzentrierter Interviews ein Modell zum Weiterbildungsverhalten bildungsferner Gruppen. Die Auswertung der Interviews mit Besuchenden eines sozial benachteiligten Quartiers in Berlin-Mitte erfolgt in Anlehnung an die Grounded Theory. Damit nimmt sie eine sozialraumorientierte Forschungsperspektive ein.
In ihren Ergebnissen zeigt die Autorin regulierende Elemente für Teilnahme und Nicht-Teilnahme an organisierter Weiterbildung sowie mögliche Konsequenzen für die Gestaltung von Erwachsenen- und Weiterbildung." (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Regulating casual employment in Australia (2018)
Zitatform
Markey, Raymond & Joseph McIvor (2018): Regulating casual employment in Australia. In: The journal of industrial relations, Jg. 60, H. 5, S. 593-618. DOI:10.1177/0022185618778084
Abstract
"The rise of precarious and non-standard working arrangements has received substantial attention in recent times. In Australia precarious work has been particularly associated with the phenomenon of casual work, defined as employment without the leave benefits provided by the National Employment Standards. Casual employment status is at the employers' discretion. It may be long term and involve short shifts of less than 4 hours. In the recent Modern Awards Review by the Australian Fair Work Commission, the Australian Council of Trade Unions submitted proposals to limit employers' ability to unilaterally determine the employment relationship and to reduce the degree of precariousness associated with casual employment. The Australian Council of Trade Unions sought the right for long-term casuals to convert to permanent employment and to extend minimum hours for shifts. This article surveys the evidence, primary and secondary, regarding the extent and nature of Australian casual employment, including its impact on flexibility, earnings security and productivity. In this context, we explore the implications of the Australian Council of Trade Unions claims and Fair Work Commission decision, and present data from a survey of casual employees regarding employment preferences. Whilst some employees prefer casual status, we find that many would benefit from protective regulations, and that most casuals support such regulation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang: eine geschlechtersoziologische Perspektivenerweiterung am Beispiel von Für- und Selbstsorgearrangements prekär Beschäftigter (2018)
Zitatform
Motakef, Mona, Julia Bringmann & Christine Wimbauer (2018): Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang. Eine geschlechtersoziologische Perspektivenerweiterung am Beispiel von Für- und Selbstsorgearrangements prekär Beschäftigter. In: Gender, Jg. 10, H. 3, S. 101-117. DOI:10.3224/gender.v10i3.08
Abstract
"Fragen der Un-/Gerechtigkeit v. a. in der Erwerbssphäre sind (wieder) auf die politische Agenda gerückt. Ausgehend von der geschlechtersoziologischen Kritik an einem engen Arbeitsbegriff plädieren wir dafür, Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang zu betrachten. Wir fragen, welche Missstände aus einer Perspektive des Lebenszusammenhangs als ungerecht erfahren werden, basierend auf narrativen Interviews mit prekär Beschäftigten, die wir in einem hermeneutischen Auswertungsprozess interpretierten. Wir rekonstruieren, welche Missstände die Befragten als nicht erfüllte Gerechtigkeitsansprüche erheben und welche nur als nicht erfüllte Wünsche, wobei wir Sorgearrangements ins Zentrum stellen. Anhand dreier Fallbeispiele zeigen wir, dass nur Fürsorge normative Kraft entfalten kann, während zur Einforderung angemessener Bedingungen zur Selbstsorge meist normative Rahmen fehlen. Fürsorge ist zudem vergeschlechtlicht und aus dem Anspruch, gute Pflege zu leisten, kann selbstdestruktives Potenzial erwachsen. Gesellschaftspolitisch ist zu fragen, wie normative Rahmen für angemessene Selbstsorge und gerechte Bedingungen für selbstsorgsame Pflege von Anderen etabliert werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Normalarbeit: Nur Vergangenheit oder auch Zukunft? (2018)
Zitatform
Muckenhuber, Johanna, Josef Hödl & Martin Griesbacher (Hrsg.) (2018): Normalarbeit. Nur Vergangenheit oder auch Zukunft? (Gesellschaft der Unterschiede 37), Bielefeld: Transcript, 357 S.
Abstract
"Im Zuge der breit und kontinuierlich geführten Debatte um 'atypische' Beschäftigungsverhältnisse als gesellschaftliche Herausforderung ist das 'typische' Normalarbeitsverhältnis zunehmend aus dem Fokus des Interesses gerückt. Doch was verstehen wir unter Normalarbeit? Welche Erwartungen sind mit ihr verbunden? Ist sie ein Bild der Vergangenheit oder ein Weg in die Zukunft der Arbeit?
Die Beiträge des Bandes liefern eine vertiefte kritisch-interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Konzept und der Wirklichkeit von 'Normalarbeit' und behandeln ihre begrifflichen Rahmenlinien und Entstehungsbedingungen. Aspekte der Arbeitszeit und Besonderheiten der Kompetenzanforderungen sowie beruflichen Qualifikation werden ebenso thematisiert wie interessenpolitische Perspektiven." (Verlagsangaben, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe vom Verlag -
Literaturhinweis
Prekäre Wissenschaftskarrieren und die Illusion der Chancengleichheit (2018)
Möller, Christina;Zitatform
Möller, Christina (2018): Prekäre Wissenschaftskarrieren und die Illusion der Chancengleichheit. In: M. Laufenberg, M. Erlemann, M. Norkus & G. Petschick (Hrsg.) (2018): Prekäre Gleichstellung : Geschlechtergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und unsichere Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft, S. 257-278. DOI:10.1007/978-3-658-11631-6_11
Abstract
"Christina Möller untersucht in ihrem Beitrag die Effekte von sozialer Herkunft auf die Erfolgs- und Karrierebedingungen von Wissenschaftler_innen und betrachtet diesen Zusammenhang im Kontext des gegenwärtigen strukturellen Wandels in der Wissenschaft. Wie Möller belegt, lässt sich parallel zur Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft und einer steigenden Verunsicherung der Berufsperspektiven des akademischen Mittelbaus in den letzten Jahren eine soziale Schließung innerhalb der Gruppe der Professor_innen beobachten. Die erhöhte Konkurrenzsituation im Feld produziert sozialstrukturelle Ausschlüsse, die insbesondere den Nachwuchs aus hochschulfernen sozialen Klassen betreffen. Doch auch Frauen und andere marginalisierte, insbesondere mehrfach benachteiligte Gruppen sind durch die jüngeren Prozesse der Hierarchisierung und Ausdifferenzierung des wissenschaftlichen Feldes mit alten und neuen sozialen Selektionsmechanismen konfrontiert." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existiert ein verfestigtes "Prekariat"?: prekäre Beschäftigung, ihre Gestalt und Bedeutung im Lebenslauf und die Konsequenzen für die Strukturierung sozialer Ungleichheit (2018)
Zitatform
Promberger, Markus, Kerstin Jahn, Brigitte Schels, Jutta Allmendinger & Stefan Stuth (2018): Existiert ein verfestigtes "Prekariat"? Prekäre Beschäftigung, ihre Gestalt und Bedeutung im Lebenslauf und die Konsequenzen für die Strukturierung sozialer Ungleichheit. (Hans-Böckler-Stiftung. Working paper Forschungsförderung 085), Düsseldorf, 25 S.
Abstract
"Nach zwei Jahrzehnten Debatte um das Prekariat wird hier erstmals eine längsschnittliche Größenmessung prekärer Beschäftigung und prekärer Lebenslagen in Deutschland vorgelegt. Die Vorgehensweise stützt sich auf einen multidimensionalen Index und Sequenzmusteranalysen von Lebens- und Erwerbsverläufen auf Basis des SOEP und beantwortet die Frage, inwieweit sich in Deutschland tatsächlich ein verfestigtes Prekariat herausgebildet hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Forms of employment in European comparison (2018)
Zitatform
Rhein, Thomas & Ulrich Walwei (2018): Forms of employment in European comparison. In: IAB-Forum H. 09.05.2018, o. Sz.
Abstract
"Germany does not stand alone in having experienced changes in the landscape of work. However, these changes differ in comparison to other countries - both in relation to the relative importance of different forms of employment, and in terms of their development over time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Was bleibt von der Verkäuferin?: die historische Entwicklung aktueller Probleme von Beschäftigten im Einzelhandel (2018)
Rienks, Manuela;Zitatform
Rienks, Manuela (2018): Was bleibt von der Verkäuferin? Die historische Entwicklung aktueller Probleme von Beschäftigten im Einzelhandel. In: Arbeits- und industriesoziologische Studien, Jg. 11, H. 1, S. 38-59.
Abstract
"Dieser Beitrag untersucht zwei aktuelle Probleme von Beschäftigten im Einzelhandel, prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse durch verschiedene Formen zeitlich begrenzter Arbeit sowie das Auslagern von Tätigkeiten an Kundinnen, Kunden und Maschinen, hinsichtlich ihrer historischen Wurzeln. Beiden Phänomenen liegt die Aufspaltung der einstmals komplexen Verkaufshandlung in verschiedene Teilhandlungen zugrunde. Begleiterscheinungen dieser Entwicklungen sind die Dequalifizierung und Marginalisierung der Beschäftigten, eine schlechtere Entlohnung sowie die Entfremdung von der Arbeit. Mit einer praxeologischen Perspektive sowie mit der Methode der historischen Raumanalyse werden die zentralen Veränderungen in der Arbeitswelt des Einzelhandels von den 1950er Jahren bis in die 1990er Jahre, vor allem die Durchsetzung der Selbstbedienung in den 1960er Jahren und die Computerisierungswelle der 1980er Jahre, in ihren jeweiligen historischen Kontexten untersucht. Diese Herangehensweise ermöglicht es, die derzeitigen Veränderungen im Einzelhandel in eine langfristige historische Entwicklung einzubetten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Challenges and contradictions in the "normalising" of precarious work (2018)
Zitatform
Rubery, Jill, Damian Grimshaw, Arjan Keizer & Mathew Johnson (2018): Challenges and contradictions in the "normalising" of precarious work. In: Work, employment and society, Jg. 32, H. 3, S. 509-527. DOI:10.1177/0950017017751790
Abstract
"Precarious work is increasingly considered the new 'norm' to which employment and social protection systems must adjust. This article explores the contradictions and tensions that arise from different processes of normalisation driven by social policies that simultaneously decommodify and recommodify labour. An expanded framework of decommodification is presented that identifies how the standard employment relationship (SER) may be extended and flexibilised to include those in precarious work, drawing examples from a recent study of precarious work across six European countries. These decommodification processes are found to be both partial and, in some cases, coexisting with activation policies that position precarious work as an alternative to unemployment, thereby recommodifying labour. Despite these challenges and contradictions, the article argues that a new vision of SER reform promises greater inclusion than alternative policy scenarios that give up on the regulation of employers and rely on state subsidies to mitigate against precariousness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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