Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Lohnstruktur und Lohnniveau in den neuen Bundesländern (1992)
Schwarze, Johannes; Wagner, Gert;Zitatform
Schwarze, Johannes & Gert Wagner (1992): Lohnstruktur und Lohnniveau in den neuen Bundesländern. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 72, H. 4, S. 202-206.
Abstract
"Der Entwicklung der ostdeutschen Lohnstrukturen wird im Zuge des wirtschaftlichen Anpassungsprozesses eine Schlüsselrolle zufallen." In diesem Zusammenhang geht der Beitrag den Fragen nach, wo und in welchem Umfang eine stärkere Lohndifferenzierung notwendig ist und welchen Einfluß diese auf die Höhe des allgemeinen Lohnniveaus in Ostdeutschland hat. (IAB2)
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Literaturhinweis
Zwei Jahre nach der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion: zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1992)
Zitatform
(1992): Zwei Jahre nach der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion. Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den neuen Bundesländern. In: Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den neuen Bundesländern H. mit Anhang, S. 1-54. Anhang.
Abstract
Die Sonderausgabe bietet eine umfassende Dokumentation der aktuellen Situation auf den Gebieten Produktion, Außenwirtschaft, Investitionen, Arbeitsmarkt und Preise sowie der Lage der öffentlichen Haushalte und der Entwicklung von Einkommen und Konsum in den neuen Bundesländern zwei Jahre nach der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion. (IAB)
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Literaturhinweis
Einkommen und Verbrauch in den privaten Haushalten der neuen Bundesländer (1991)
Boje, Jürgen; Kellner, Marina; Grunert, Ruth; Gladisch, Doris;Zitatform
Boje, Jürgen, Doris Gladisch, Ruth Grunert & Marina Kellner (1991): Einkommen und Verbrauch in den privaten Haushalten der neuen Bundesländer. (Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Berlin. Forschungsreihe 11/91), Berlin, 72 S.
Abstract
"Die Informationen über Niveau und Struktur der verfügbaren Einkommen und Ausgaben privater Haushalte Ostdeutschlands basieren auf einer repräsentativen Befragung (1991). Im ersten Abschnitt wird über die personelle Zusammensetzung der Haushalte in sozialer Zuordnung und nach Haushaltsgrößen sowie über Höhe und Schichtung der verfügbaren Einkommen informiert. Hervorgehoben wird die nahezu völlige Ausschöpfung des Potentials an Beziehern eigener Einkommen. Im zweiten Abschnitt wird das Sparverhalten der Bevölkerung Ostdeutschlands seit der Herstellung der Währungsunion nachgezeichnet. Eine Belebung der Sparneigung im Zeitverlauf seit der Währungsunion und die schnelle Annahme von angebotener Sparformen werden hervorgehoben. Das Komfortverhalten bei Verbrauchs- und Gebrauchsgütern, im dritten Abschnitt behandelt, wird mit der Zeit vor der Herstellung der Währungsunion verglichen. Dabei stehen Reaktionen der Bevölkerung auf veränderte Preisstrukturen und deutlich besserem Angebot im Mittelpunkt. Bei größeren Anschaffungen wird ein Vergleich zwischen den im Juli 1990 befragten Kaufabsichten und den tatsächlich realisierten Anschaffungen angestellt (Abschnitt 4). Im abschließenden fünften Abschnitt wird herausgestellt, daß die Zufriedenheit mit den Wohnverhältnissen bei Besitzern mit Eigenheimen deutlich größer war im Vergleich zu Mietern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Realeinkommen und Lohnpolitik in den neuen Bundesländern (1991)
Nierhaus, Wolfgang;Zitatform
Nierhaus, Wolfgang (1991): Realeinkommen und Lohnpolitik in den neuen Bundesländern. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 44, H. 12, S. 3-5.
Abstract
"Trotz der kräftigen Preissteigerungen durch den Beginn der zweiten Stufe der Preisreform war die reale Kaufkraft der Einkommen vieler (vollzeitbeschäftigter) Arbeitnehmer in Ostdeutschland im Januar 1991 höher als ein Jahr zuvor. Die expansive Lohnpolitik hatte aber einen hohen Preis: Sie beeinträchtigte die Überlebensfähigkeit der 'alten' Betriebe, verschlechterte die Startchancen für 'junge' Unternehmen und vernichtete damit Arbeitsplätze in den neuen Bundesländern. Wird der gegenwärtige lohnpolitische Kurs beibehalten, dürfte sich für die ostdeutschen Erwerbstätigen der Marsch in die 'Zwei-Klassen-Gesellschaft' - Arbeitsplatzbesitzer und Arbeitslose - nicht nur fortsetzen, sondern sogar noch beschleunigen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Entwicklung der Realeinkommen ausgewählter Haushalte in den neuen Bundesländern (1991)
Nierhaus, Wolfgang; Meister, Wolfgang;Zitatform
(1991): Entwicklung der Realeinkommen ausgewählter Haushalte in den neuen Bundesländern. München, 59 S., Anhang.
Abstract
Die Kaufkraft-Analyse wurde für den Zeitraum 1989 bis 1991 durchgeführt. Dazu wurde die Entwicklung der realen Nettoeinkommen folgender Haushaltstypen untersucht:
- Haushaltstyp A: Durchschnittlicher Arbeitnehmerhaushalt (vier Personen, davon zwei Kinder unter 17 Jahren) mit zwei Verdienern.
- Haushaltstyp B: Durchschnittlicher Arbeitnehmerhaushalt (mit zwei Kindern unter 17 Jahren) mit einem Verdiener und einem weiteren Haushaltsmitglied, das ab dem 1. Januar 1991 Arbeitslosengeld bezieht.
- Haushaltstyp C: Ein-Personen-Rentnerhaushalt (ohne eigenes Arbeitseinkommen).
Insbesondere sollten in der Studie die Auswirkungen der Anhebung der Mieten bzw. der Verkehrs- und Energietarife auf die reale Kaufkraft der privaten Haushalte aufgezeigt werden. (IAB2) -
Literaturhinweis
Entwicklung der Haushaltseinkommen in Ostdeutschland 1989/90 (1991)
Schwarze, Johannes; Parakenings, Birgit;Zitatform
Schwarze, Johannes & Birgit Parakenings (1991): Entwicklung der Haushaltseinkommen in Ostdeutschland 1989/90. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 58, H. 17, S. 215-220.
Abstract
In dem Bericht werden die Ergebnisse einer ersten differenzierten Analyse der Haushaltseinkommen in der ehemaligen DDR vorgestellt. Den Berechnungen liegen Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) zugrunde, die um eine Modellrechnung ergänzt wurden. Die Basiserhebung in den neuen Bundesländern (SOEP-Ost) fand im Juni 1990 statt. Erfaßt wurden 2179 Haushalte, in denen 4453 Personen befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen, daß die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in Ostdeutschland von Mitte 1989 bis Ende 1990 nominal um ein Fünftel gestiegen sind. "Von der Einkommensentwicklung profitieren allerdings nicht alle Bevölkerungsgruppen im gleichen Ausmaß. Einkommensverluste mußte zwar nur ein geringer Teil der Haushalte hinnehmen, aber in vielen Fällen hatten Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit einen unterdurchschnittlichen Zuwachs zur Folge. Die Rentnerhaushalte erzielten dagegen starke Einkommensverbesserungen. Immer noch hoch ist die Bedeutung der Erwerbstätigkeit von Frauen für die Einkommen der Haushalte in Ostdeutschland. Sie erzielten - vor allem aufgrund der pauschalen Lohnerhöhung - prozentual überdurchschnittliche Einkommenszuwächse." (IAB2)
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Literaturhinweis
Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den ostdeutschen Ländern (1990)
Bäcker, Gerhard; Müller, Gernot; Seitert, Hartmut; Küchle, Hartmut;Zitatform
Bäcker, Gerhard, Hartmut Küchle, Gernot Müller & Hartmut Seitert (1990): Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den ostdeutschen Ländern. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 43, H. 11, S. 707-713.
Abstract
"Die sich seit Einführung der Währungsunion sprunghaft verschlechterte Situation im Bereich der industriellen Produktion der Ex-DDR wird sich in den kommenden Monaten voraussichtlich nicht wesentlich verändern. Die Situation am Arbeitsmarkt dagegen wird sich von Beginn des Jahres 1991 an dramatisch zuspitzen. Die Kosten der Lebenshaltung sind bisher relativ stabil geblieben. Wenn der zu erwartende Mietanstieg nicht zu große Sprünge macht, wird die befürchtete Verteuerung der Lebenshaltung ausbleiben. Die seitens der Bundesregierung eingeleiteten Hilfsmaßnahmen sind zwar nicht unbedingt rechtzeitig und nicht immer zweckmäßig genug eingeleitet worden. Trotzdem hält das WSI es für möglich, daß sich die wirtschaftliche Lage der ehemaligen DDR im späteren Verlauf des Jahres 1991 stabilisiert." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Lohnpolitik als Instrument zur Eindämmung der deutsch-deutschen Übersiedlung (1990)
Meckl, Jürgen;Zitatform
Meckl, Jürgen (1990): Lohnpolitik als Instrument zur Eindämmung der deutsch-deutschen Übersiedlung. (Sonderforschungsbereich Internationalisierung der Wirtschaft. Serie 2 110), Konstanz, 14 S.
Abstract
Das Papier untersucht die Möglichkeiten durch ein politisch fixiertes Lohnniveau die Übersiedlerwelle von der DDR in die BRD einzudämmen. Unterstellt man Einkommensdifferenzen als Motiv für die Abwanderung, so besteht - unter für die DDR realistischen Bedingungen bezüglich ihres Faktorsubstitutionspotentials - ein eindeutiger und negativer Zusammenhang zwischen Lohnsatz und Größe der Bevölkerung. Die Lohnpolitik kann damit an einem "Bevölkerungsziel" ausgerichtet werden. Bei langsamer Kapitalstockakkumulation kann diese Zielvorgabe entweder langfristig durch Setzen eines bestimmten Lohnsatzes, oder kurzfristig und dauerhaft durch ständige Lohnanpassung erreicht werden. Diese zweite Alternative wird zusätzlich attraktiv, da sich die lohnbildenden Parteien bei ihrer praktischen Umsetzung ausschließlich an den tatsächlichen Übersiedlerzahlen orientieren können. (Autorenreferat)
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