Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Skill-Biased Technological Change: Keine Hoffnung für die Niedrigqualifizierten? (01.01.2003)
Universität Mannheim, Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und demographischer WandelWeiss, Matthias, Dr.Quelle: Projektinformation des MEA -
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Gering Qualifizierte in Deutschland und England: Kontrast der institutionellen Schnittstellen von Bildungs- und Beschäftigungssystem (01.09.2002)
Universität Bremen, Zentrum für SozialpolitikSchmid, AchimQuelle: Projektinformation beim ZeSBeschreibung
Das Projekt befasste sich mit der Frage wie Deutschland und England mit den zunehmenden Beschäftigungsproblemen gering qualifizierter Arbeitskräfte umgehen: Sind diese auf Ursachen zurückzuführen, die in der Struktur der Problemgruppe liegen oder verweisen sie auf Unschärfen der Bildungs- und Beschäftigtenstatistik im internationalen Vergleich? Des Weiteren sollte aus britischen Evaluationsstudien ermittelt werden, mit welchen Strategien und institutionellen Rahmenbedingungen Erfolge in der Arbeitsmarktintegration verbunden sind. Zuletzt sollten Entwicklungen an den Schnittstellen institutioneller Teilbereiche untersucht werden.>> Es bestätigte sich, dass der britische Arbeitsmarkt aufnahmefähiger für Personen mit einfachen Qualifikationen ist. Die jeweiligen Organisationsstrukturen der Vermittlungsinstanzen hatten keinen messbaren Einfluss auf Eingliederungschancen. Trotz der unterschiedlichen Bildungs- und Beschäftigungssysteme weisen die Länder Parallelen auf: Die Vereinheitlichung der Leistungen bei Arbeitslosigkeit und Aktivierungsbestrebungen setzen auf vergleichbare Instrumente; Erwerbslose wie Verwaltungen sollen durch neue Steuerungsinstrumente aktiviert werden; in beiden Ländern wurden Wettbewerbsmechanismen im Weiterbildungssektor eingeführt und Maßnahmen auf schnelle Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtet. Die Annahme, dass divergierende Bildungs- und Beschäftigungsregime deutlich voneinander abweichende Antworten auf ähnlich gelagerte Probleme geben, wurde daher nicht bestätigt.
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Mindeststandards für Arbeits- und Einkommensbedingungen und Tarifsystem (01.01.2002)
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut in der Hans-Böckler-StiftungBispinck, Reinhard, Dr.Beschreibung
Der Grad der Tarifbindung geht seit einigen Jahren zurück und die Verbindlichkeit des Tarifsystems hat nachgelassen. Im Zuge dieser Entwicklung verliert auch die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) von Tarifverträgen an Bedeutung und damit ein Instrument, das bislang in einer Reihe von Branchen einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung eines einheitlichen Niveaus von tariflichen Mindestbedingungen geleistet hat. Da bislang nur wenige empirische Kenntnisse über den Umfang und die Dynamik dieser Entwicklung vorliegen, dient die Untersuchung sowohl der Ermittlung einer verlässlichen empirischen Basis (unter besonderer Berücksichtigung Nordrhein-Westfalens) als auch der Analyse möglicher Handlungsoptionen zur Sicherstellung von Mindeststandards für Arbeits- und Einkommensbedingungen dienen. Am Beispiel des Einzelhandels wurde im Rahmen einer Branchenfallstudie untersucht, welche Konsequenzen ein Wegfall der AVE für die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Beschäftigten hat. Methoden: Auswertung geltender Tarifverträge (insbesondere in Niedriglohnbereichen) zum Thema tarifliche Mindeststandards;>> Analyse von Einkommensdaten (insbesondere IAB-Beschäftigtenstichprobe) zum Thema (effektive) Niedrigeinkommen, unter besonderer Berücksichtigung von NRW;>> Auswertung der einschlägigen Statistiken und Literatur zu den Themen Tarifbindung, Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen, Mindestlohn und Entsendegesetz unter besonderer Berücksichtigung von NRW;>> Fallstudie zu Tarifbindung und AVE im Einzelhandel Veröffentlichungen: Reinhard Bispinck, Johannes Kirsch, Claus Schäfer: Mindeststandards für Arbeits- und Einkommensbedingungen und Tarifsystem. Forschungsbericht für das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes NRW, Düsseldorf 2003, 452 S, http://www.boeckler.de/pdf/wsi_proj_mindeststandards_end.pdf ; Gabriele Peter, Otto Ernst Kempen, Ulrich Zachert: Rechtliche und rechtspolitische Aspekte der Sicherung von tariflichen Mindeststandards, Rechtsgu
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Aktivierende Sozialhilfe: ein Weg zu mehr Beschäftigung und Wachstum (01.01.2002)
ifo-Institut für WirtschaftsforschungSinn, Hans-WernerQuelle: Projektinformation beim Ifo-InstitutBeschreibung
Der Sozialstaat wurde geschaffen, die Fehlfunktionen des Arbeitsmarktes zu korrigieren und mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen, als es der Markt vermag. Aber der Sozialstaat trägt seinerseits zu den sichtbaren Defekten des Arbeitsmarktes bei. Besonders problematisch ist die heutige Sozialhilfe, weil sie eine feste Lohnuntergrenze in das Tarifsystem einzieht. Kaum jemand ist bereit, zu einem Lohn unterhalb der Sozialhilfe zu arbeiten. Andererseits stellt kein Unternehmen jemanden ein, dessen Lohn höher ist als die Wertschöpfung, die er zu leisten vermag. Arbeitslosigkeit im Niedriglohnbereich ist die Folge.>> Das ifo Institut hat die Initiative ergriffen. Es zeigt einen Weg auf, die problematischen Implikationen der Sozialhilfe zu vermeiden und den Arbeitsmarkt im Niedriglohnbereich wieder funktionsfähig zu machen. Im Wesentlichen geht es darum, denjenigen, die durch ihre eigene Arbeit kein hinreichendes Einkommen verdienen können, durch Lohnergänzungsleistungen statt durch Lohnersatzleistungen zu helfen. Die Bedingung für die staatliche Hilfe ist also, dass man gemäß der eigenen Leistungsfähigkeit selbst einen Beitrag leistet. Die Bedingung ist nicht mehr, wie es heute der Fall ist, dass man sich aus dem regulären Arbeitsmarkt zurückzieht.>> Durch diese Änderung der Bedingung für staatliche Hilfe kämen die Löhne im Niedriglohnbereich ins Rutschen, und es würde für Unternehmen und private Haushalte attraktiv, neue Jobs zu schaffen. Der Vorschlag ist so austariert, dass für den Staat keine zusätzlichen Lasten entstehen und dass ehemalige Sozialhilfeempfänger trotz der Lohnsenkung bereits bei einer Halbtagsbeschäftigung in der Summe aus selbst verdientem Lohn und staatlicher Unterstützung mehr Einkommen erzielen, als sie heute an Sozialhilfe erhalten. Veröffentlichungen: Hans-Werner Sinn, Christian Holzner, Wolfgang Meister, Wolfgang Ochel und Martin Werding: Aktivierende Sozialhilfe: Ein Weg zu mehr Beschäftigung und Wachstum in: ifo Schnelldienst 09/200
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Gender, Ethnizität und Identität. Die neue Dienstmädchenfrage im Zeitalter der Globalisierung (01.11.2001)
Universität Münster, Fachbereich Erziehungwissenschaft und Sozialwissenschaften, Arbeitsstelle Interkulturelle PädagogikLutz Helma, Dr.Quelle: ProjekthomepageBeschreibung
Das Forschungsprojekt widmet sich einem aktuellen Phänomen, dessen wissenschaftliche Erforschung noch aussteht. Trotz großer technologischer Umwälzungen übernehmen Dienstmädchen, Kindermädchen, Putz- und Pflegekräfte in zunehmendem Maße die Versorgungsarbeit des modernen Haushalts. Die 'neuen Dienstmädchen' prägen in vergleichbarer Anzahl das Haushaltsleben des Techno-Zeitalters wie bereits vor hundert Jahren. Allerdings handelt es sich bei den Betroffenen heute oft um Migrantinnen aus Osteuropa, Ostasien und Lateinamerika, die nicht als Arbeitskräfte registriert sind und damit in der Schatten-Ökonomie operieren. Das Projekt ist im Schnittpunkt von drei Forschungsbereichen und -perspektiven verortet: der Migrationsforschung, der Genderforschung, sowie drittens der sozialhistorischen Studien zu Frauenarbeit in Europa, insbesondere der sogenannten 'Dienstmädchenforschung'. Die zentralen Fragenkomplexe lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: 1. Kommunikation, Selbst- und Fremdwahrnehmung: Hier ist zu untersuchen, wie sich interkulturelle Kommunikation, gegenseitige Abgrenzung und Konflikte, sowie Annäherung und Austausch gestalten. 2. Arbeitsidentität: Die Tätigkeit im Haushalt ist in den meisten Gesellschaften unterbewertet. Wie integrieren die Migrantinnen, die oft gut ausgebildet sind, diese neue Tätigkeit in ihre Lebensgeschichten? Netzwerkbildung: Aus anderen Studien ist bekannt, dass familiärfreundschaftliche Netzwerke für die Migration wichtig sind und auch neue Netzwerke durch die Migration entstehen, etwa um die Versorgung und Erziehung der zurückgelassenen Kinder oder Eltern zu gewährleisten. Welchen Einfluss haben die jeweiligen Netzwerke auf die Entwicklung transnationaler Identitäten? Wie gestaltet sich in solch einem Rahmen transnationale Mutterschaft? (S. auch: http://www.uni-muenster.de/FGEI/ ). Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Beobachtung, teilnehmend; Qualitatives Interview. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projek
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tele.soft - Qualifizierung von Arbeitslosen, insbesondere benachteiligter Gruppen, für die IT-Branche. (01.06.2001)
Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik, Büro NordSchlegel, Wolfgang, Dr.Quelle: ProjekthomepageBeschreibung
Im Projekt tele.soft werden ab März 2002 innovative Lösungsansätze zur Qualifizierung von Problemgruppen des Arbeitsmarktes für IT-Tätigkeiten entwickelt und an mehreren Standorten in Deutschland exemplarisch getestet. Das Projekt möchte damit sowohl neue Beschäftigungschancen für Arbeitslose erschließen als auch einen Beitrag zur Reduzierung des Fachkräftemangels in der IT-Branche leisten.>> Zielgruppen>>Das Projekt richtet sich insbesondere an benachteiligte Gruppen des Arbeitsmarktes, vor allem an un- und angelernte junge arbeitslose Menschen. Es geht dabei zum einen von der Annahme aus, dass sich auch bei diesen Zielgruppen Personen mit IT-Kenntnissen und -Erfahrungen finden sowie Begabungsreserven erschließen lassen. Zum anderen wird angenommen, dass sich durch die stetige Ausdifferenzierung der Tätigkeiten in der IT-Branche zunehmend auch ein Bedarf an Fachkräften unterhalb des Facharbeiterniveaus entwickelt.>>Projektstrategie>> Das Projekt arbeitet auf drei Ebenen:>> Bedarfsanalyse>>Geplant ist die Durchführung von Betriebsbefragungen in Bonn, Hamburg, München und im Landkreis Osterholz-Scharmbeck, um den qualitativen und quantitativen Bedarf an Fachkräften zu erheben. Basierend auf den Ergebnissen der Bedarfsanalyse werden mit Hilfe der DACUM ("Develop a Curriculum") Methode gemeinsam mit Betriebspraktikern konkrete Tätigkeitsprofile entwickelt.>> Teilnehmerauswahl>>Die Teilnehmerauswahl erfolgt im Rahmen eines mehrstufigen Assessmentverfahrens in Zusammenarbeit mit den Arbeitsämtern.>> Qualifizierung und Vermittlung>>Basierend auf den erarbeiteten Tätigkeitsprofilen werden in Kooperation mit Bildungsträgern vor Ort Qualifizierungsmodule entwickelt. Ihre curricularen Bausteine werden nach den individuellen Weiterbildungsplänen der ausgewählten Teilnehmer/-innen zusammengestellt und in mehrmonatigen Lehrgängen angeboten. Die Qualifizierung und Vermittlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Arbeitsämtern. Angestrebt wird die Vermittlung aller Tei
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Verteilungseffekte und fiskalische Kosten von Lohnsubventionen im Niedriglohnbereich (01.10.2000)
Zentrum für Europäische WirtschaftsforschungSteiner, Viktor, Prof. Dr.Beschreibung
Im Projekt sollen alternative Formen von angebots- und nachfrageseitigen Lohnsubventionen im Niedriglohnbereich untersucht werden. Der Schwerpunkt unseres Interesses liegt dabei auf einer Abschätzung der Verteilungseffekte und fiskalischen Kosten dieser Maßnahmen. Im Zusammenhang mit bisherigen Ergebnissen über deren Beschäftigungseffekte wird dadurch eine umfassende Bewertung möglich. Methoden: Grundlage der Berechnungen bilden mikroökonomische Arbeitsangebots- und Arbeitsnachfragemodelle. Im Rahmen eines partialen Arbeitsmarktmodelles werden anhand von geschätzten Elastizitäten Beschäftigungs- und Lohneffekte prognostiziert. Ein am ZEW entwickeltes Steuer-Transfer-Simulationsmodell erlaubt die Berechnung des Haushaltsnettoeinkommens für Haushalte im SOEP in Abhängigkeit vom Umfang der Beschäftigung und von der Subventionsvariante. Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Sekundäranalyse masch.-lesbarer Daten, sozioökonomisches Panel, Mikrozensen; Deutschland Veröffentlichungen: Steiner, Viktor ; Jacobebbinghaus, Peter (2001): Verteilungswirkungen der Subventionierung von Sozialbeiträgen im Niedriglohnbereich. In: Becker, I ; Ott, N. ; Rolf, G.: Soziale Sicherung in einer dynamischen Gesellschaft, Frankfurt, S. 618-646 ; Steiner, Viktor ; Jacobebbinghaus, Peter (2003): Reforming Social Welfare as We Know it? A Microsimulation Study for Germany, ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/dp/dp0333.pdf
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Wissenschaftliche Begleitung der Modellprojekte zur Förderung der Beschäftigung von Geringqualifizierten im Rahmen des "Bündisses für Arbeit Nordrhein-Westfalens" (01.01.2000)
Institut Arbeit und TechnikWeinkopf, Claudia, Dr.Beschreibung
Im Rahmen des Bündnis für Arbeit NRW sind von der Arbeitsgruppe "Besondere Personengruppen", die vom Arbeitsministerium NRW koordiniert wird, Kriterien für Modellprojekte zur Förderung der Beschäftigung von Geringqualifizierten entwickelt worden. Aus den vorliegenden Vorschlägen für regionale Modellprojekte wurden Ende 1999 einige zur Umsetzung ausgewählt, in deren Rahmen unterschiedliche Ansätze und Instrumente zeitlich befristet erprobt werden sollen. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung, die vom Arbeitsministerium NRW finanziert wird, sollen Ergebnisse und Erfahrungen dokumentiert und für die weitere Gestaltung politischer Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung von Geringqualifizierten nutzbar gemacht werden. Die Erprobung verschiedener Träger, Organisationsformen, Tätigkeitsbereiche und Förderinstrumente bietet die Möglichkeit, die Erfahrungen und Ergebnisse im Vergleich zu analysieren - z.B. hinsichtlich der Struktur der Beschäftigten, des Grades der Einmündung und des V erbleibs von Zielgruppenangehörigen im Beschäftigungssystem, der Kostendeckung und wirtschaftlichen Tragfähigkeit etc. Die zentrale Fragestellung der wissenschaftlichen Begleitung ist, mittels welcher Instrumente und in welchen Bereichen zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Geringqualifizierte erschlossen werden können. Unterhalb dieser zentralen Fragestellung sind insbesondere folgende übergreifende Aspekte zu untersuchen: 1. Die Erfahrungen der Projekte bei der Rekrutierung von TeilnehmerInnen bzw. Beschäftigten und Ansätze bzw. Maßnahmen zur Verringerung von evtl. auftretenden Problemen bei der Rekrutierung. 2. Strukturelle Merkmale der Beschäftigten bzw. TeilnehmerInnen nach Alter, Geschlecht, Qualifikation, Dauer der Arbeitslosigkeit etc. sowie darüber hinaus auch strukturelle Merkmale derjenigen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht einbezogen wurden bzw. selbst kein Interesse zeigten. 3. Die Wirksamkeit flankierender Maßnahmen und Angebote zur Gewinnung und zur S
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Working Poor in der Schweiz: Definition, Deskription, Einflussfaktoren, Datenevaluation (01.01.2000)
Büro für arbeits- und sozialpolitische StudienBauer, TobiasQuelle: Gesamtbericht über das ProjektBeschreibung
Das Bundesamt für Statistik BFS hat Grundlagen für den geplanten Aufbau der Berichterstattung zu den working poor erarbeiten lassen. Im wesentlichen geht es dabei um die definitorische Abgrenzung der Gruppe der working poor, um die Deskription dieser Gruppe und die Ursachenanalyse anhand der Daten der schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE 1992-1999 sowie um die Evaluation von möglichen weiteren Datenquellen. In diesem Zusammenhang nennt das BFS folgende Ziele: Entwickeln einer operationalen Definition der working poor und Identifizierung der Gruppe. Dabei soll auch die in der SAKE 1999 zusätzlich gestellte Frage zu den finanziellen Engpässen evaluiert werden. Deskription der working poor anhand von demographischen und sozioökonomischen Merkmalen(inkl. Berufsklassifikation ISCO 1-steller, Haushaltstyp). Abgesehen von der persönlichen Problemlage soll auch auf das arbeitsmarktliche Umfeld der betreffenden Personen eingegangen werden (z.B. wenig regulierte und ungesicherte Arbeitsverhältnisse). Untersuchung des Ursachenbündels für das Risiko, zu den working poor zu gehören. Abklärung der Bedeutung von beschäftigungspolitischen Massnahmen, soweit dies aufgrund des vorhandenen Datenmaterials möglich ist. Der Identifikation von Verlaufsmustern (abgebrochene Ausbildung, Arbeitslosigkeit etc.) soll dabei ein spezielles Augenmerk zukommen. Evaluation der Daten und Ausblick auf die Nutzung von zusätzlichen Daten aufgrund der Erkenntnisse der Studie. Bezugszeitraum: A 1992 |99|; E 1999 |99| Methoden: Literaturstudie; Datenevaluation; deskriptiv-statistische Auswertungen; logistische Regression und Panelanalyse aufgrund der SAKE-Daten
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Erprobung und Umsetzung des Hessischen Kombilohns (01.10.1999)
Institut für angewandte WirtschaftsforschungKirchmann, AndreaQuelle: Kurzfassung des AbschlussberichtsBeschreibung
Mit dem Projekt wird die Wirksamkeit des Spermann-Konzepts auf die Arbeitsanreize und Beschäftigungschancen von langzeitarbeitslosen Sozialhilfeempfängern in einem Modellversuch getestet. Zielsetzung ist es, durch vermehrte Anreize eine möglichst große Zahl von Sozialhilfeempfängern in den ersten Arbeitsmarkt zurückzuführen. Hierfür gewähren die Kommunen einen zeitlich befristeten Zuschuß und können im Gegenzug jedoch Sozialhilfe einsparen, wenn sich eine deutlich höhere Anzahl von Hilfeempfängern Arbeit beschafft und damit Teile des erzielten Einkommens auf die Sozialhilfe anrechnen lassen. Methoden: a) Gemeinsame Erarbeitung regionaler eigenständiger Konzeptionen sowie Implementation (Städte/Landkreise und IAW); b) Evaluation der Konzepte;c) Analyse von Beschäftigungspotentialen durch Sekundäranalyse; d) Vergleich von bisherigen Erfahrungen durch Literaturauswertung und Gesprächen vor Ort; e) Bestandsaufnahme vor Ort. Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Experiment Veröffentlichungen: Dann, Sabine ; Kirchmann, Andrea ; Spermann, Alexander ; Volkert, Jürgen: Modellversuch "Hessischer Kombilohn". Wissenschaftliche Begleitforschung des hessischen Modellversuchs. Kurzfassung des Schlussberichts, Tübingen 2002. http://www.iaw.edu/pdf/hk_kurzfass.pdf
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Labor Market Effects of Income Support Programs in Germany and the United States - Comparative Analyses and Lessons for Economic Policy (01.08.1999)
Zentrum für Europäische WirtschaftsforschungSteiner, Viktor, Dr.Quelle: Projektinformation des ZEWBeschreibung
In diesem Projekt werden vergleichende empirische Analysen zu den Arbeitsmarkteffekten von staatlichen Programmen zur Einkommenssicherung in Deutschland und den USA durchgeführt. In einem ersten Schritt werden die Unterschiede in der Arbeitsmarktentwicklung und der Ausgestaltung der relevanten sozialpolitischen Programme in den beiden Ländern herausgearbeitet. Die folgenden staatlichen Programme werden berücksichtigt: Arbeitslosenunterstützung, Einkommenssicherung bei Frühverrentung und Invalidität sowie Lohnsubventionen an Geringqualifizierte. Diese Programme hängen eng zusammen und beeinflussen die Inzidenz und Dauer der Arbeitslosigkeit sowie die Erwerbsbeteilung bestimmter sozioökonomischer Gruppen. Die Verteilungseffekte dieser Programme sollen ebenfalls analysiert werden. Eine zentrale Fragestellung ist dabei, inwieweit einkommensbezogene Lohnsubventionen, wie der Earned Income Tax Credit, der in den USA als Einkommenssicherungsprogramm praktiziert wird, auf die unterschiedliche deutsche Situation übertragbar sind und zur Erhöhung der Beschäftigung im Niedriglohnbereich beitragen können.
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Modellversuch Einstiegsgeld in Baden-Württemberg (01.02.1999)
Institut für angewandte WirtschaftsforschungKirchmann, AndreaQuelle: SchlussberichtBeschreibung
Das Spermann-Konzept eines zielgruppenspezifischen Kombi-Einkommens (sog. Einstiegsgeld für langzeitarbeitslose Sozialhilfeempfänger) wird in neun Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs modellhaft erprobt. Ziel ist es, Hilfeempfängern durch einen spürbaren Zuschuss lohnende Erwerbschancen zu eröffnen (verbesserte Anrechnung) und zugleich denkbare Einsparpotentiale auf kommunaler Ebene auszuloten. Erprobt werden soll, inwieweit durch vermehrte Arbeitsanreize eine starkere (Re-)Integration von Hilfeempfänger als Ergänzung zu anderen beschäftigungspolitischen Maßnahmen gelangen kann. Methoden: a) Gemeinsame Erarbeitung regional eigenständiger Kombi-Einkommenskonzeptionen (Städte/Landkreise und IAW) sowie der Implementation; b) Evaluation der Konzepte durch Bildung von Experiment- und Vergleichsgruppen sowie durch Matching-Verfahren; c) Befragung der Zielgruppe des Einstiegsgeldes (sofern von den Modellkreisen gewünscht); d) Analyse von Beschäftigungspotentialen durch Sekundäranalyse und Sonderauswertung des Landesarbeitsamts; e) Vergleich von bisherigen Erfahrungen durch Literaturauswertung und Gesprächen vor Ort; f) Erörterung optimaler Konzepte - für jeden Kreis einzeln- in Gruppengesprächen und Workshops; g) Bestandsaufnahme vor Ort durch eigene Erhebungen (Aktenanalyse); h) Diskussion der Ergebnisse auf Tagungen, Symposien und in Workshops. Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Gruppendiskussionen mit Gruppen bestehend aus Entscheidungsträgern und Verantwortlichen für die Umsetzung der Konzepte; Akten-, Dokumentenanalyse von mehreren tausend Sozialhilfeakten in den beteiligten Kreisen (Totalerhebung); Sekundäranalyse masch.-lesbarer Daten, eigene und Sonderauswertungen zur Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt etc.; Bildung von Experiment- und Vergleichsgruppen, Matchingverfahren. Veröffentlichungen: Volkert, Jürgen: Das Einstiegsgeld für langzeitarbeitslose Sozialhilfeempfänger - ein Modellversuch in Baden-Württemberg, in: Ludwig-Erhard-Stiftung (Hrs
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Niedriglöhne (01.03.1998)
Institut Arbeit und TechnikWeinkopf, Claudia, Dr.Quelle: Projektinfo beim IAQBeschreibung
Angesichts der problematischen Arbeitsmarktsituation von gering Qualifizierten und den ungünstigen Prognosen für die Zukunft wird diskutiert, mittels welcher Maßnahmen für diese Personengruppe neue Beschäftigungsmöglichkeiten erschlossen werden können. Beherrscht wurde diese Diskussion zunächst von Vorschlägen, die an der Höhe der Löhne und Sozialleistungen ansetzten. Dabei wurde die These vertreten, dass eine stärkere Lohndifferenzierung nach dem Vorbild der USA notwendig sei, um insbesondere für gering Qualifizierte neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu erschließen. Teilweise wurden solche Forderungen verknüpft mit dem Vorschlag, Niedrigeinkommen durch staatliche Transferzahlungen aufzustocken. Andere Vorschläge beinhalteten eine Subventionierung von Sozialversicherungsbeiträgen, um die Attraktivität gering entlohnter Tätigkeiten für Arbeitgeber und Beschäftigte zu steigern. Daneben gibt es sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern bereits Projekte und Programme zur Förderung der Schaffung von niedrig entlohnten Arbeitsplätzen.>> Zielsetzung des Projektes war die Aufarbeitung, Analyse und Bewertung der unterschiedlichen Vorschläge zur Schaffung von Arbeitsplätzen für gering Qualifizierte bzw. zur Ausweitung der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland hinsichtlich ihrer beschäftigungspolitischen Implikationen und möglichen (Neben-)Wirkungen sowie die Überprüfung von Alternativen. Dabei wurden auch die Erfahrungen mit bereits laufenden Projekten und Programmen im In- und Ausland einbezogen.>> Stand vor einigen Jahren noch die Frage, wie mehr Niedriglohnbeschäftigung geschaffen werden kann, im Mittelpunkt der Debatte, ist zwischenzeitlich deutlich geworden, dass der Niedriglohnsektor in Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre deutlich an Bedeutung gewonnen und im internationalen Vergleich bereits ein beachtliches Ausmaß erreicht hat. Dies hat dazu geführt, dass nunmehr über die Notwendigkeit der Einführung tariflicher oder gesetzlicher Mindestlöhne
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Zulässigkeit von Tarifverträgen zum Mindestlohn von Leiharbeitnehmern unter Übernahme eines gesamten Tarifgitters
Universität Hamburg, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche FakultätMayer, Udo, Prof. Dr.Beschreibung
Die Leiharbeitsbranche hat bis jetzt noch keinen gesetzlichen Mindestlohn. Ab 01.05.2011 greift aber die volle Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus Ost-Europa. Dann könnten osteuropäische Verleihfirmen Leiharbeitskräfte aus den Beitrittsstaaten zu Dumping-Tarifen anbieten. Deshalb müssen Mindestlohnsätze in Form eines tätigkeitsbezogenen Lohngitters festgelegt werden.>> Kontext / Problemlage: Es ist fraglich, ob die Leiharbeitsbranche mit einem einzigen Mindestlohn ausreichend geschützt ist, um Verwerfungen auf dem Leiharbeitsmarkt durch den Einsatz ausländischer Leiharbeitskräfte zu verhindern, wenn am 01.05.2011 die volle Freizügigkeit auch für osteuropäische Arbeitnehmer herrscht. Diese Frage stellt sich um so dringlicher, als die Leiharbeitsbranche durch die Leiharbeits-Richtlinie auf den Grundsatz der Gleichbehandlung zwischen Leiharbeitskräften und Stammkräften der Entleihbetriebe festgelegt wird. Von diesem Grundsatz darf zwar durch spezielle Tarifverträge für Leiharbeitskräfte abgewichen werden. Die Richtlinie setzt dieser tariflichen Abweichungsmöglichkeit jedoch bestimmte Grenzen, auf deren Einhaltung die Mitgliedstaaten achten müssen. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob zum Schutz der Leiharbeitskräfte ein tätigkeitsbezogenes Lohngitter in eine Mindestlohnregelung aufgenommen werden müsste.>> Fragestellung: Die Notwendigkeit eines Lohngitters könnte nach der Leiharbeitsrichtlinie gemeinschaftsrechtlich geboten sein. Sie verlangt eine Gleichbehandlung von Leiharbeitskräften mit den Stammkräften des entleihenden Unternehmens. Zwar erlaubt die Richtlinie, dass die Arbeitsbedingungen für Leiharbeitskräfte in gesonderten Tarifverträgen festgelegt werden, die andere Standards enthalten dürfen als diejenigen, die für die Stammkräfte der Entleihunternehmen gelten. Diese Tarifverträge für Leiharbeitnehmer müssen sich aber von dem Ziel leiten lassen, ein Gesamtschutzniveau zu wahren, das sich am Schutzniveau der Vergleichsgruppe (Stammkräfte des entl
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Armut unterhalb der Alg II-Grenze
Hans-Böckler-StiftungBecker, Irene, Dr.Quelle: Projektinformation bei der Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Ein Schwerpunkt der gegenwärtigen sozialpolitischen Auseinandersetzungen ist die Gestaltung der Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums. Die Diskussion wird begleitet von Verlautbarungen über eine angebliche "Kostenexplosion" bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende und Unterstellungen verbreiteten Leistungsmissbrauchs, ohne dass bisher auf relevante empirische Informationen zum Niedrigeinkommensbereich zurückgegriffen werden konnte. Von daher werden die auf relative Armutsgrenzen (50% des arithmetischen Mittels oder 60% des Medians der Nettoäquivalenzeinkommen) bezogenen vorliegenden Studien über Armut in Deutschland um eine Analyse von Armut "nach gesetzlicher Lesart" - d. h. der Bevölkerung unterhalb des gesetzlich definierten minimalen Lebensstandards - ergänzt. Mit dieser Bestandsaufnahme soll ein Beitrag zur sachlichen Interpretation der faktischen Entwicklung der Zahl der Leistungsempfänger geleistet werden.>> Das zentrale Anliegen des Projekts ist die Ermittlung von Größe und Struktur der Bevölkerung in Deutschland mit Einkommen unterhalb des soziokulturellen Existenzminimums. Dieses Minimum ergibt sich aus den Vorschriften des SGB II bzw. SGB XII zur Bemessung des mit Alg II und Sozialgeld bzw. mit Hilfe zum Lebensunterhalt zu sichernden Bedarfs. Es kennzeichnet damit eine Armutsgrenze "nach gesetzlicher Lesart". In welchem Ausmaß diese Armutsgrenze unterschritten wird bzw. im Falle von Leistungsbezug ohne die Grundsicherungsleistung unterschritten werden würde, wird auf der Basis von repräsentativen Mikrodaten ermittelt. Neben der Abschätzung der Bedürftigkeit insgesamt wird der Frage nach gruppenspezifischen Betroffenheiten nachgegangen. Wesentliche Aspekte sind die Erwerbsbeteiligung - inwieweit also Arbeitslosigkeit oder niedrige Erwerbseinkommen zu Hilfebedürftigkeit führen, wobei nach Männern und Frauen differenziert wird - sowie der Haushaltstyp und die Bedürftigkeit von Kindern. >> Insgesamt erweisen sich etwa 10 Mio. Personen der
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Optimale Einkommenstransfer-Programme und Beschäftigung in einer alternden Gesellschaft - Großbritannien und Deutschland im Vergleich
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, BerlinSteiner, ViktorQuelle: Projektinformation des DIWBeschreibung
Das Ziel des Projektes ist die empirische Analyse von Arbeitsmarkt- und Wohlfahrtseffekten der gegenwärtigen Steuer- und Transfer-Systeme sowie verschiedener Reformvorschläge in Großbritannien und Deutschland. Die Arbeit basiert auf zwei Mikrosimulationsmodellen, dem "TAXBEN" für Großbritannien und dem "STSM" für Deutschland. Diese Modelle bilden detailliert die Steuer- und Abgabensysteme beider Länder ab und können zu Ex ante-Analysen von Arbeitsmarkt- und Wohlfahrtseffekten spezifischer Politikreformen verwendet werden. Dies erlaubt die Evaluation noch nicht realisierter Politikmaßnahmen im jeweiligen Land. Beispielsweise kann untersucht werden, welche Konsequenzen die Einführung von beschäftigungsbezogenen Unterstützungsleistungen nach britischem Vorbild ("in-work support") für Deutschland hätte. Oder es kann gefragt werden, inwiefern die Implementierung neuer Lohnsubventionen für ältere Arbeitnehmer - wie momentan in der Diskussion für Deutschland - das Arbeitsangebot und die ökonomische Wohlfahrt beeinflussen würde.
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Working poor (project within the EU network of excellence "Reconciling Work and Welfare in European Societies -RECWOWE-")
Universität Hamburg, Centrum für Globalisierung und GovernanceQuelle: Projektinformation in SOFIS -
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"Working Poor"-Familien in Deutschland * Armutslagen, Alltagsbewältigung und Ansatzpunkte für familienpolitische Unterstützung
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