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Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

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  • Literaturhinweis

    Leiharbeit - für Arbeitslose (k)eine Perspektive? (2004)

    Jahn, Elke J. ;

    Zitatform

    Jahn, Elke J. (2004): Leiharbeit - für Arbeitslose (k)eine Perspektive? In: A. van Aaken & G. Grözinger (Hrsg.) (2004): Ungleichheit und Umverteilung, S. 215-236.

    Abstract

    Die Leiharbeitsregelung in Deutschland ist seit den 1990er Jahren Gegenstand arbeitsmarktpolitischer und arbeitsrechtlicher Reformen. Trotz kaum vorliegender Daten wird seit April 2003 neben der Überlassungshöchstdauer nun auch die Entlohnung im Leiharbeitssektor reguliert. Die Wirkung dieser Reform wird beurteilt. Dazu wird ein Überblick über die Verbreitung der Leiharbeit in Deutschland gegeben. Vor dem Hintergrund, dass es sich bei Leiharbeit überwiegend um einen Niedriglohnsektor handelt, werden die Einstiegsbedingungen, Verweildauer und der Übergang in den primären Arbeitsmarkt untersucht. Die Höhe der Lohndifferentiale zwischen 1975 und 1997 werden getrennt nach Geschlecht und Region geschätzt. Insgesamt ist zu erwarten, dass wegen der vorgeschriebenen Lohnanhebung Beschäftigung in dieser Branche abgebaut wird. Damit gehören die Geringqualifizierten als Hauptgruppe der Leiharbeitnehmer zu den Verlierern der Reform. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Jahn, Elke J. ;
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  • Literaturhinweis

    Personal-Service-Agenturen - Teil I: in der Fläche schon präsent (2004)

    Jahn, Elke J. ; Windsheimer, Alexandra;

    Zitatform

    Jahn, Elke J. & Alexandra Windsheimer (2004): Personal-Service-Agenturen - Teil I. In der Fläche schon präsent. (IAB-Kurzbericht 01/2004), Nürnberg, 5 S.

    Abstract

    "Seit April 2003 verleihen Personal-Service-Agenturen (PSA) Arbeitskräfte, um Arbeitslosen eine Brücke in den regulären Arbeitsmarkt zu bauen. Um den Erfolg des Instrumentes zeitnah zu beurteilen, führt das IAB eine umfassende wissenschaftliche Begleitforschung durch. In dem Kurzbericht wird über die Vertragsgestaltung, die Zielgruppen, die Zahl der abgeschlossenen Verträge, der bereitgestellten Plätze und über die Höhe der Grundbeträge informiert. Bis Mitte November 2003 wurden 982 PSA-Verträge abgeschlossen mit rund 30.000 Beschäftigten. Insgesamt stehen 42.882 PSA-Pätze zur Verfügung. Im Durchschnitt liegt die Zahl der Arbeitslosen, die eine PSA aufnimmt, bei 45. Beinahe die Hälfte aller PSA entlohnt ihre Beschäftigten nach dem Randstad-Tarifvertrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Jahn, Elke J. ;
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  • Literaturhinweis

    Personal-Service-Agenturen - Teil II: erste Erfolge zeichnen sich ab (2004)

    Jahn, Elke J. ; Windsheimer, Alexandra;

    Zitatform

    Jahn, Elke J. & Alexandra Windsheimer (2004): Personal-Service-Agenturen - Teil II. Erste Erfolge zeichnen sich ab. (IAB-Kurzbericht 02/2004), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    "Der Kurzbericht zu den Personal-Service-Agenturen (PSA) berichtet über die Strukturen und die Verleiheinsätze der PSA-Beschäftigten. Knapp 1.000 Personal-Service-Agenturen mit rund 30.000 Beschäftigten sind derzeit (November 2003) am Markt tätig. Vergleicht man die sozio-ökonomischen Eigenschaften der PSA-Beschäftigten mit den Charakteristika der traditionellen Leiharbeiter, lassen sich vor allem bei den Jugendlichen und den Langzeitarbeitslosen strukturelle Unterschiede erkennen. Auch bieten die PSA Arbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen eine Chance. Am häufigsten fragt das Verarbeitende Gewerbe PSA-Beschäftigte nach." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Jahn, Elke J. ;
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  • Literaturhinweis

    Der Kontrakt der Arbeit bei wissensintensiven Dienstleistungen (2004)

    Kalkowski, Peter;

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    Kalkowski, Peter (2004): Der Kontrakt der Arbeit bei wissensintensiven Dienstleistungen. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 11, H. 3, S. 246-269.

    Abstract

    "Der Beitrag beginnt mit einer Annäherung an das Konzept der postfordistischen Arbeitsregulation und plädiert dafür, die Regulation wissensintensiver Dienstleistungsarbeit aus der Vertragsperspektive zu betrachten. Er setzt sich mit der Kategorie Wissensarbeit sowie der Verbreitung dieses Arbeitstyps auseinander und begreift Projektorganisation als Merkmal postfordistischer Produktion. Es folgen Kapitel zur Kontraktualisierung von Wissensarbeit in und jenseits von Normalarbeitsverhältnissen. Gegenstand des Schlusskapitels sind Voraussetzungen und Perspektiven postfordistischer Arbeitsregulation. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die postfordistische Regulationsweise eine Stärkung von Individualrechten verlangt und durch Metaregeln gekennzeichnet ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Umbau des Altersteilzeitgesetzes im Rahmen von Hartz III (2004)

    Kallhoff, Stephan;

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    Kallhoff, Stephan (2004): Umbau des Altersteilzeitgesetzes im Rahmen von Hartz III. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 21, H. 13, S. 692-698.

    Abstract

    "Der Beitrag stellt die im Rahmen des Dritten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt geschaffenen Neuregelungen des Altersteilzeitgesetzes (ATG), die zum 1. 7. 2004 in Kraft getreten sind, dar. Dabei sollen die Neuregelungen anhand ihrer Zielsetzung auf der einen Seite und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Praxis auf der anderen Seite einer ersten Bewertung zugeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The myth of worksharing (2004)

    Kapteyn, Arie ; Kalwij, Adriaan ; Zaidi, Asghar ;

    Zitatform

    Kapteyn, Arie, Adriaan Kalwij & Asghar Zaidi (2004): The myth of worksharing. In: Labour economics, Jg. 11, H. 3, S. 293-313. DOI:10.1016/j.labeco.2003.08.001

    Abstract

    "Worksharing is considered by many as a promising public policy to reduce unemployment. This paper reviews the most pertinent theoretical and recent empirical contributions to the literature on worksharing. Next, we provide new empirical evidence on this issue by a longitudinal cross-country analysis of the long-run effects of a reduction in working hours on employment and wages, exploiting aggregate data for 16 OECD countries. The conclusions of the theoretical literature survey are indecisive: the efficacy of worksharing as an employment enhancing policy tool depends heavily on the setting in which the analysis takes place. In line with recent empirical studies, our results do not support the proposition that worksharing promotes employment. The results show a positive direct effect on employment of a reduction in working hours. However, taking into account indirect effects, in particular the upward effects on wages, we find that the long-run effect becomes small and insignificant." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Ich-AG und Überbrückungsgeld: eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (2004)

    Kleinen, Helmut; May-Strobl, Eva; Suprinovič, Olga; Wolter, Hans-Jürgen;

    Zitatform

    Kleinen, Helmut, Eva May-Strobl, Olga Suprinovič & Hans-Jürgen Wolter (2004): Ich-AG und Überbrückungsgeld. Eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. (Gesellschaft für Innovative Beschäftigungsförderung. Arbeitspapiere 12), Bottrop, 27 S.

    Abstract

    Die Studie untersucht am Beispiel der Ich-AG und des Überbrückungsgelds Förderinstrumente zu Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus. Zudem werden Ergebnisse einer Befragung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn zusammengefasst, die sich von Januar 2003 bis Mai 2004 erstreckte. An der telefonischen Befragung nahmen 567 Personen teil. Die Befragten waren meist über 40 Jahre alt. Bei den Ich-AG's überwiegen mit knapp 60 % weibliche Existenzgründerinnen, während bei dem Überbrückungsgeld Männer mit über 70 % die Förderung in Anspruch nahmen. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die Förderung der Bundesagentur in vielen Fällen - insbesondere bei den Ich-AG's - eine Art Initialzündung für den Schritt in die Selbstständigkeit darstellt. Entsprechend bewirken diese Programme vermutlich eine große Anzahl von zusätzlichen Gründungen. Im Hinblick auf das Antragsverfahren werden Pflichten wie beispielsweise die Einreichung eines begutachteten schriftlichen Geschäftsplanes von den Überbrückungsgeldempfängern kaum als Belastung empfunden. Es ist daher eine Überlegung wert, ob man nicht auch die Gewährung des Existenzgründungszuschusses an entsprechende Bedingungen hinsichtlich Beratung und Begutachtung im Vorfeld der Gründung knüpfen sollte, um auf diese Weise die wirtschaftlichen Risiken für die Ich-AG's zu reduzieren. Allerdings besteht noch erheblicher Forschungsbedarf, um belastbare Aussagen zu den Risiken von Ich-AG-Gründungen, dem Beitrag von Qualifikation und Beratung zum betrieblichen Erfolg und dem Verbleib von Ich-AG'lern, die keinen Antrag auf Förderung im zweiten Jahr gestellt haben, treffen zu können. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Understanding the development of temporary agency work in Europe (2004)

    Koene, Bas ; Paauwe, Jaap; Groenewegen, John;

    Zitatform

    Koene, Bas, Jaap Paauwe & John Groenewegen (2004): Understanding the development of temporary agency work in Europe. (ERIM report series research in management), Rotterdam, 35 S.

    Abstract

    "This article develops an explanatory framework for understanding the growth and development of temporary agency work (TAW) and the related industry. The analysis shows that explanations based on economic logic are helpful in understanding the choice of TAW in general. These explanations, however, fall short when trying to explain the growth of agency work over time or the variation in its use among European countries. To cope with these shortcomings, we extend our explanatory base to include a variety of sociocultural dynamics. Our analysis shows how deep-seated national work-related values ('deep embeddedness') affect the way TAW is regulated nationally. It also demonstrates how differences in more changeable norms, attitudes and practices ('dynamic embeddedness') affect the process of embedding agency work as a societally acceptable phenomenon, providing a basis for its subsequent proliferation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    (Des-)Integrationseffekte typischer und atypischer Erwerbsarbeit (2004)

    Kraemer, Klaus ; Speidel, Frederic;

    Zitatform

    Kraemer, Klaus & Frederic Speidel (2004): (Des-)Integrationseffekte typischer und atypischer Erwerbsarbeit. In: U. Brinkmann, B. Faulenbach, F.-J. Jelich & K. Kraemer (Red.) (2004): Jahrbuch Arbeit, Bildung, Kultur : Band 21/22. Schwerpunkt: Bildung als Bürgerrecht oder Bildung als Ware (Jahrbuch Arbeit, Bildung, Kultur, 21/22), S. 39-64.

    Abstract

    Der Beitrag diskutiert anhand zweier empirischer Untersuchungsfälle, inwieweit das Integrationspotential von Erwerbsarbeit durch die Diffusion atypischer, prekärer Beschäftigung geschwächt werden kann. Der erste Fall nimmt die Beschäftigungssituation von Leiharbeitern in einem großen Automobilwerk in den Blick, die im Sinne von Robert Castels der 'Zone der Prekarität' zugeordnet werden können. Der zweite Fall konzentriert sich auf IT-Wissensarbeiter im Bankensektor, der schon allein aufgrund der großen Anzahl überdurchschnittlich besoldeter und sozial abgesicherter Beschäftigungsverhältnisse der 'Zone der Normalität' zugerechnet werden kann. In beiden Untersuchungsfeldern konnten sowohl integrative als auch desintegrative Effekt beobachtet werden. Abschließend werden einige explorative Überlegungen angestellt, ob und in welcher Weise sich die innerhalb der Arbeitswelt gemachten Integrations- bzw. Desintegrationserfahrungen auf allgemeine politische Orientierungen auswirken können. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Leiharbeit: zur Integrationsproblematik einer atypischen Beschäftigungsform (2004)

    Kraemer, Klaus ; Speidel, Frederic;

    Zitatform

    Kraemer, Klaus & Frederic Speidel (2004): Prekäre Leiharbeit. Zur Integrationsproblematik einer atypischen Beschäftigungsform. In: B. Vogel (Hrsg.) (2004): Leiharbeit : neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform, S. 119-153.

    Abstract

    Am Beispiel der Leiharbeit werden die 'Schattenseiten flexibilisierter Arbeitsmärkte vermessen' und die sozialen Problemfelder identifiziert, die mit der Ausweitung relativ ungeschützter, atypischer Erwerbsarbeit zu Lasten regulärer Beschäftigungsverhältnisse verbunden sind. Hierzu wird zunächst bestimmt, was aus soziologischer Sicht unter prekärer Erwerbsarbeit und Prekarisierung zu verstehen ist. Im folgenden wird begründet, warum ungeachtet der sozialwissenschaftlichen Debatten zum 'Ende der Arbeitsgesellschaft' der Institution der Erwerbsarbeit auch weiterhin eine herausragende Bedeutung im Hinblick auf soziale Integrations-, Desintegrations- und Reintegrationsprozesse zuzuschreiben ist. Weiterhin werden die empirischen Befunde einer qualitativen Erhebung zum Einsatz ostdeutscher Leiharbeiter im Montagewerk eines Automobilherstellers vorgestellt. Ergänzend wurden Leiharbeiter, die bereits einige Jahre bei ein und demselben Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt sind, befragt. Im Ergebnis wird gezeigt, dass Leiharbeitnehmer sowohl Erfahrungen der Desintegration als auch der Integration gemacht haben. So wird die Beschäftigung im Automobilwerk als limitierte Rückkehr in die 'Zone der Normalität' angesehen. 'Je reibungsärmer diese Reintegration auf Zeit gelingt, desto nachhaltiger wirken desintegrierende Ängste vor einem erneuten Absturz in die Arbeitslosigkeit, vor dem Entzug mühsam erworbener symbolischer Anerkennung sowie vor dem erneuten Verzicht auf Teilhabechancen an der materiellen Kultur.' (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Managing labour market related risks in Europe: policy implications (2004)

    Laparra, Miguel; Vogler-Ludwig, Kurt; Frey, Luigi; Düll, Nicola; Lindley, Robert; Darmon, Isabelle ; Frade, Carlos;

    Zitatform

    Laparra, Miguel (2004): Managing labour market related risks in Europe. Policy implications. Pamplona u.a., 130 S.

    Abstract

    Die Studie wurde im Rahmen des Projekts ESCOPE erstellt, dessen Zielsetzung es ist, zu einem besseren vergleichenden Verständnis und zu einer besseren vergleichenden Bewertung sogenannter 'prekärer Beschäftigungsverhältnisse' als einer der Hauptaspekte sozialer und sozioökonomischer Unsicherheit und Risiken in Europa beizutragen. Leitende Forschungsfragen sind: Was wird unter 'prekären Beschäftigungsverhältnissen' sowohl seitens der Arbeitsmarktforschung als auch der Politik in fünf untersuchten Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien) aber auch auf europäischer und internationaler Ebene verstanden? Welches sind die Hauptmerkmale der Formen prekärer Beschäftigungsverhältnisse und wie wirken sich sektorale Faktoren und nationale Regulierungen aus? Welches Verständnis von 'prekärer Beschäftigung' könnte sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus operationaler Hinsicht besser geeignet sein, angemessene Maßnahmen seitens der Politik in Gang zu setzen? Unter dieser Zielsetzung ist der Projektbericht in vier Teile gegliedert: Der erste Teil umfasst eine Bestandsaufnahme der Literatur zu Inhalt und Bedeutung prekärer Beschäftigung, daran schließt ein Überblick über Umfang und Formen derartiger Beschäftigungsverhältnisse an, gefolgt von einer Analyse der Ursachen und Umstände prekärer Beschäftigung in Form von Fallstudien in den fünf Ländern. Abschließend werden die politischen Implikationen der Untersuchungsergebnisse auf europäischer Ebene diskutiert. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Early indication of program performance: The case of a Swedish temporary employment program (2004)

    Larsson, Laura ; Nordström Skans, Oskar;

    Zitatform

    Larsson, Laura & Oskar Nordström Skans (2004): Early indication of program performance: The case of a Swedish temporary employment program. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2004,07), Uppsala, 21 S.

    Abstract

    "This paper proposes an application of standard evaluation techniques to obtain an early indication of the efficiency of a social program. An explicit distinction is made between participation and treatment since non-participants in many cases can find treatment outside of the program. By estimating the amount of treatment participants would have received if there had been no program it is possible to derive the net treatment provided by the program as soon as the first participants have entered the program. Using propensity score matching to study substitutes in the recently implemented Swedish 'Career Break' pilot program we obtain three main results: First, the selection into the program favours participants that would have received treatment even without the program. Second, the net treatment provided by the program is on average only about half of the expected program length. Third, a simulation shows how the net treatment could be increased by a simple change in the eligibility criteria." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Berufliche Selbstständigkeit als neues Feld geschlechtsspezifischer Beratungs- und Forschungsstrategien (2004)

    Lasch, Vera; Wonneberger, Eva;

    Zitatform

    Lasch, Vera & Eva Wonneberger (2004): Berufliche Selbstständigkeit als neues Feld geschlechtsspezifischer Beratungs- und Forschungsstrategien. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Jg. 22, H. 2/3, S. 112-125.

    Abstract

    Mit der Einführung von Frauenberatungsstellen, Stammtischen speziell für unternehmerische Frauen, spezifischen Weiterbildungen für die weibliche Selbstständigkeit, Coachingkursen und Mentoring-Programmen sowie eigenen Gründungszentren ist deutlich geworden, dass Geschlechterunterschiede auch im Bereich von Existenzgründungen und beruflicher Selbstständigkeit virulent sind. Der Beitrag zeigt auf und analysiert, wie Wirtschaftsförderung und Beratungsangebote tatsächlich auf diese Unterschiede reagiert haben. Auch wird der Frage nachgegangen, wie Geschlechtergerechtigkeit derart gestaltet und strukturell gefördert werden kann, dass neue Formen von Arbeit entstehen, die mit den Geschlechterarrangements in den Familien in Einklang stehen. Nach wie vor ist eine begrenzte Arbeitszeit von Frauen typisch. Die Mehrzahl entscheidet sich für solche Formen der Selbstständigkeit, die nicht mehr als 30 Wochenstunden erfordern, jedoch nehmen die Anteilswerte von selbständigen Tätigkeiten mit mehr als 40 Arbeitsstunden pro Woche zu. Längerfristig ist das Ziel von Frauenselbstständigkeit die Schaffung existenzsichernder Verhältnisse, daher ist von der (zunächst scheinbar attraktiven) Förderung der Ich-AG nach dem Hartz-Konzept abzuraten und es wird den Existenzgründerinnen empfohlen, das Überbrückungsgeld in Anspruch zu nehmen. Es zeigt sich auch, dass Frauen und Männer unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse an die Beratungssituation herantragen. Skizziert wird der Stand der Forschung zu 'Existenzgründung und Frauen' seit den 80er Jahren, um dann zu analysieren, was die Befunde für geschlechtersensible Betrachtungen bedeuten. Abschließend werden aktuelle Fragen zu Wandel der Arbeit, Tätigkeiten und Erwerb behandelt. Fazit: Im Bereich konzeptioneller Überlegungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf besteht noch vielfältiger Entwicklungsbedarf. Forschung sollte daher den größeren Kontext untersuchen. (IAB)

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    Befristungen im Hochschulbereich: Rechtslage nach dem Urteil des BVerfG zur Juniorprofessur (2004)

    Löwisch, Manfred;

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    Löwisch, Manfred (2004): Befristungen im Hochschulbereich. Rechtslage nach dem Urteil des BVerfG zur Juniorprofessur. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 21, H. 19, S. 1065-1071.

    Abstract

    "Mit seinem Urteil vom 27.7.2004 (NJW 2004, 2803) hat das BVerfG das gesamte 5. HochschulrahmengesetzÄnderungsgesetz (5. HRGÄndG) vom 16. 2. 2002 für nichtig erklärt. Damit sind neben den Vorschriften über die Juniorprofessur auch die in diesem Gesetz getroffenen Neuregelungen über die Befristung von Arbeitsverhältnissen im Hochschulbereich im Orkus verschwunden. Nachfolgender Beitrag erörtert, welches Recht für befristete Neueinstellungen im Hochschulbereich nunmehr gilt (I), wie Verträge zu behandeln sind, die unter dem für nichtig erklärten Recht abgeschlossen worden sind (II), welche Folgerungen sich für Verträge aus der Zeit vor der für nichtig erklärten Neuregelung ergeben (III), und schließlich, wo die Kompetenz für eine etwaige Neuregelung des Befristungsrechts im Hochschulbereich liegt (IV)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Contract length as risk management when labor is not homogeneous (2004)

    Maxcy, Joel G.;

    Zitatform

    Maxcy, Joel G. (2004): Contract length as risk management when labor is not homogeneous. In: Labour, Jg. 18, H. 2, S. 177-189.

    Abstract

    "This paper examines the choice of contract length for workers who possess unique skills. Uncertainty, facing both the worker and the firm, creates an incentive to reallocate risk. The uncertainty arises from two sources: variation in the market value of the worker's human capital and fluctuation in the worker's physical production. Long-term contracts are typically modeled as compensating wage differentials, or as a solution to the problem of asymmetric information. This paper develops a model proposing more complex behavior in the reallocation of risk between the contracting parties. The model shows that long-term labor contracts are most likely to be observed when price uncertainty in the labor market exceeds the worker's productive uncertainty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Absenkung des Tarifniveaus durch die Gründung von AÜG-Gesellschaften als alternative oder flankierende Maßnahme zum Personalabbau (2004)

    Melms, Christopher; Lipinski, Wolfgang;

    Zitatform

    Melms, Christopher & Wolfgang Lipinski (2004): Absenkung des Tarifniveaus durch die Gründung von AÜG-Gesellschaften als alternative oder flankierende Maßnahme zum Personalabbau. In: Betriebs-Berater, Jg. 59, H. 44, S. 2409-2417.

    Abstract

    "Die Reformen des AÜG haben einerseits die Einsatzmöglichkeiten für Leiharbeit flexibilisiert, andererseits durch die Einführung des Gleichbehandlungsgebots zwischen Leiharbeitnehmern und der Stammbelegschaft im Entleiherbetrieb ('equal pay') auf den ersten Blick starre Regeln für die Nutzung von Leiharbeit festgelegt. Allerdings ist das Gleichbehandlungsgebot tarifdispositiv. Inzwischen existieren einschlägige Branchentarifverträge, so dass auch diesbezüglich die notwendige Flexibilität wieder hergestellt scheint. Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag das Modell vor, nach dem Unternehmen eigene Arbeitnehmerüberlassungsgesellschaften gründen, von denen sie Arbeitnehmer entleihen, um sie im internen Produktionsprozess einzusetzen. Dieses Modell dient auch dazu, auf wirtschaftliche Schwierigkeiten nicht (allein) mit Personalabbau zu reagieren, sondern setzt den Hebel an den hohen, meist in besseren Zeiten vereinbarten Flächentarifleistungen an. Die Autoren erläutern die rechtlichen Zulässigkeitskriterien für dieses Modell." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wages and wage growth of fixed-term workers in East and West Germany (2004)

    Mertens, Antje ; McGinnity, Frances ;

    Zitatform

    Mertens, Antje & Frances McGinnity (2004): Wages and wage growth of fixed-term workers in East and West Germany. In: Applied economics quarterly, Jg. 50, H. 2, S. 139-163.

    Abstract

    Vor dem Hintergrund einer lebhaften Debatte über die Konsequenzen von befristeten Arbeitsverträgen, werden die Löhne von befristet Beschäftigten in Ost- und Westdeutschland untersucht. Dazu werden Daten des Sozioökonomischen Panels GSOEP der späten 90er Jahre herangezogen. Frühere Forschungen, die sich der Schätzmethode der kleinsten Quadrate bedienen (Ordinary-Least-Squares-Regression OLS), zeigten, dass befristet beschäftigte Arbeitskräfte signifikant weniger verdienen als ihre unbefristet beschäftigten Kollegen. Verglichen mit einfachen OLS-Schätzungen, werden mit einem Fixed-Effects-Modell geringere Lohnunterschiede zwischen unbefristet und befristet Beschäftigten ermittelt. Dies legt nahe, dass sich befristet beschäftigte Arbeitskräfte von unbefristet beschäftigten durch unbeobachtbare Faktoren unterscheiden. Zudem verzeichnen befristet Beschäftigte durchschnittlich signifikant höhere Lohnzuwächse als Arbeiter mit festem Vertrag. Dies läßt darauf schließen, dass wenigstens einige der befristet Beschäftigten in der Lage sind 'aufzuholen'. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Zeitarbeit in Deutschland und den USA: eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit (2004)

    Mitlacher, Lars W.;

    Zitatform

    Mitlacher, Lars W. (2004): Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit. (Personal, Organisation und Arbeitsbeziehungen 34), Lohmar u.a.: Eul, 430 S.

    Abstract

    "Die Zeitarbeitsbranche hat in den vergangenen Jahren durch erhebliche Wachstumsraten auf sich aufmerksam gemacht. Im internationalen Vergleich ist die Nutzung von Zeitarbeit in Deutschland aber noch sehr gering verbreitet, obwohl ihr im Rahmen der Hartz-Reformen des Arbeitsmarktes eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zugedacht wurde. Damit die Zeitarbeit ihre beschäftigungspolitische Funktion entfalten kann, muss sie als personalwirtschaftliches Instrument für Unternehmen attraktiv sein. Deshalb sind sowohl theoretische als auch empirische Aufschlüsse über Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit erforderlich, um Rückschlüsse auf die unterschiedliche Nutzung von Zeitarbeit ziehen zu können. Die Arbeit vergleicht deshalb die Nutzungsmotive von Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Neben rechtlichen und strategischen Einflussfaktoren erfolgt auch eine Analyse von weiteren Faktoren, wie der Arbeitsmarktkonstellation, dem Angebot und der Struktur der Zeitarbeitsbranche, dem Wertewandel, dem Image und der Akzeptanz der Zeitarbeit sowie kulturellen Aspekten. Im Rahmen einer qualitativen empirischen Untersuchung wird der Einfluss dieser Faktoren auf die Nutzungsentscheidung in deutschen und amerikanischen Unternehmen analysiert und verglichen. Hieraus werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Gesetzgeber und Arbeitsmarktpolitiker entwickelt, um auch in Deutschland eine bessere Nutzung und Verbreitung der Zeitarbeit und die beschäftigungspolitisch intendierten Ziele zu erreichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Employment relationships in the new economy (2004)

    Neumark, David ; Reed, Deborah;

    Zitatform

    Neumark, David & Deborah Reed (2004): Employment relationships in the new economy. In: Labour economics, Jg. 11, H. 1, S. 1-31. DOI:10.1016/S0927-5371(03)00053-8

    Abstract

    Basieren die Stellen in der New Economy eher auf atypischen Beschäftigungsverhältnissen als auf traditionellen Normalarbeitsverhältnissen? Die Antwort auf diese Frage hängt vor allem von der Definition von New Economy ab. Zählt man die New-Economy-Stellen zur High-Tech-Industrie, so sind New-Economy-Stellen nicht weniger traditionell. Wertet man jedoch die Aufenthaltsdauer in Städten mit High-Tech-Industrie aus, so sind gelegentliche und wechselnde Beschäftigungsverhältnisse in der New Economy eher anzutreffen. Definiert man New-Economy-Stellen jedoch als Stellen in Industrien mit dem höchsten Wachstum, so basieren sie in hohem Maße auf gelegentlichen oder wechselnden Beschäftigungsverhältnissen; ein Großteil dieses Unterschieds ist durch die Beschäftigung auf dem Bau oder bei Personalagenturen bedingt, wo Beschäftigung möglicherweise 'immanent' gelegentlich oder wechselnd ist. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Competitive tendering and contracting of temporary work agencies in Germany (2004)

    Ochel, Wolfgang;

    Zitatform

    Ochel, Wolfgang (2004): Competitive tendering and contracting of temporary work agencies in Germany. In: CESifo DICE report, Jg. 2, H. 2, S. 69-74.

    Abstract

    Seit 2003 sind private Zeitarbeitsagenturen, die sogenannten Personal-Service Agenturen (PSA), zusätzliche Elemente der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. In jedem der 180 Arbeitsmarktbezirke ist mindestens eine PSA eingerichtet worden. Die PSA werden durch ein Ausschreibungsverfahren ausgewählt und arbeiten mit den Arbeitsämtern zusammen bei der Vermittlung der zu beschäftigenden Arbeitslosen. Das Ausschreibungs- und Auswahlverfahren wird ebenso beschrieben wie Ziele und Finanzierung der PSA. Berichtet wird über den aktuellen Stand: Im März 2004 existierten 919 PSA mit annähernd 27.000 Beschäftigten. Nur 43 Prozent dieser Beschäftigten werden in Firmen vermittelt, wobei ein Anwachsen dieses Anteils für die Zukunft erwartet wird. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Non-standard work in two different employment regimes: Norway and the United States (2004)

    Olsen, Karen M. ; Kalleberg, Arne L.;

    Zitatform

    Olsen, Karen M. & Arne L. Kalleberg (2004): Non-standard work in two different employment regimes. Norway and the United States. In: Work, employment and society, Jg. 18, H. 2, S. 321-348. DOI:10.1177/09500172004042772

    Abstract

    "This article examines organizations' use of non-standard work arrangements - fixed-term employees hired directly by the organization, workers from temporary help agencies (THA), and contractors - in the United States and Norway. Our analysis is based on information obtained from surveys of 802 establishments in the US and 2130 in Norway. We find that Norwegian establishments make greater use of non-standard arrangements than the US establishments; we argue that this is due in part to the greater overall restrictive labour market regulations on hiring and firing regular workers, and greater demand for temporary labour resulting from generous access to leaves of absence, in Norway. We also find that certain institutional factors have a similar impact in both countries. First, establishments in the public sector are more likely to use direct-hired temporary workers and less apt to use contractors and THAs; this pattern is particularly striking in Norway, but is also evident in the United States. Second, highly unionized establishments tend to have the lowest use of non-standard arrangements in both countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zwischen Prekarität und Ausgrenzung: Krisenstrategien von Working poor (2004)

    Pelizzari, Alessandro;

    Zitatform

    Pelizzari, Alessandro (2004): Zwischen Prekarität und Ausgrenzung. Krisenstrategien von Working poor. In: Widerspruch. Beiträge zu sozialistischer Politik, Jg. 24, H. 46, S. 43-52.

    Abstract

    Der Autor geht davon aus, dass in der individualisierten modernen Arbeitsgesellschaft eine uneinheitliche Gruppe der am Arbeitsmarkt Marginalisierten entsteht, die sich in einer Übergangszone zwischen Aufstieg und Abstieg, Integration und Ausgrenzung, Etablierung und Deklassierung befindet. Der Beitrag beschäftigt sich mit der sich in dieser Überganszone stellenden Frage nach dem Zusammenhang zwischen strukturellem Wandel und individuellen Zugriffschancen und Teilnahmevoraussetzungen an den neuen Formen subjektivierter Arbeit anhand der Ergebnisse einer Studie über 'Working poor'. Beschrieben werden der normative Leittypus des 'Arbeitskraftunternehmers' und Erwerbshabitus und milieuspezifische Krisenstrategien von Working poor. Während am Arbeitsmarkt auf der einen Seite der Typus des 'Arbeitskraftunternehmers' an Bedeutung gewinnt, weiten sich gleichzeitig ungeschützte und prekäre Arbeitsverhältnisse aus. Nach Meinung des Autors schließen sich Sozialhilfe und Lohn keineswegs aus. Mit der Sozialhilfe werden vielmehr erst die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Arbeitsverhältnisse zu sehr niedrigen Löhnen, die unter dem Existenzminimum legen, 'zugemutet' werden können. In dieser 'Zone der Verwundbarkeit' sind Integration und Exklusion auf engste verknüpft: Ausgrenzung soll wenn möglich nicht dauerhaft sein, denn nur wenn diese erwartbar temporär bleibt, erzeugt sie 'bei den Ausgeschlossenen nicht lediglich materielle Not und Statusverlust, sondern zugleich die Bereitschaft, die eigenen Forderungen und damit die Bedingungen des Wiedereintritts zu modifizieren'. (IAB)

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    REGAM-Studie: Atypische Beschäftigung in den Betrieben - eingesetzt zur Umgehung des Kündigungsschutzes? (2004)

    Pfarr, Heide; Bradtke, Marcus; Schneider, Julia; Ullmann, Karen; Kimmich, Martin; Bothfeld, Silke ;

    Zitatform

    Pfarr, Heide, Silke Bothfeld, Marcus Bradtke, Martin Kimmich, Julia Schneider & Karen Ullmann (2004): REGAM-Studie: Atypische Beschäftigung in den Betrieben - eingesetzt zur Umgehung des Kündigungsschutzes? In: Betriebs-Berater, Jg. 59, H. 11, S. 602-608.

    Abstract

    Der Beitrag befasst sich mit der Verbreitung atypischer Beschäftigungsformen und den Gründen für ihren Einsatz. Die Ergebnisse beruhen auf einer WSI-Befragung zur betrieblichen Personalpolitik. Darin wurde insbesondere auch der Frage nachgegangen, welche Faktoren einen Einfluss darauf haben, dass Betriebe angeben, mit atypischer Beschäftigung den Kündigungsschutz vermeiden zu wollen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Typisch Arbeitskraftunternehmer?: Befunde der empirischen Arbeitsforschung (2004)

    Pongratz, Hans J. ; Voß, G. Günter;

    Zitatform

    Pongratz, Hans J. & G. Günter Voß (Hrsg.) (2004): Typisch Arbeitskraftunternehmer? Befunde der empirischen Arbeitsforschung. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 56), Berlin: Edition Sigma, 306 S.

    Abstract

    "Werden immer mehr Erwerbstätige zu Unternehmern ihrer eigenen Arbeitskraft? Und in welchen Arbeitsfeldern ist das vor allem der Fall? Die empirisch fundierten Beiträge dieses Bandes untersuchen diese viel diskutierten Fragen in einem breiten Spektrum von Erwerbsarbeit: typische Vorreitergruppen (z.B. Protagonisten der New Economy oder Erwerbstätige mit häufigen Arbeitsplatzwechseln) ebenso wie eher durch Einzelmaßnahmen geprägte Arbeitsbereiche (z.B. in neuen Formen von Teamarbeit oder bei flexibilisierten Arbeitszeitregelungen), aber auch unspezifisch betroffene oder von Prekarisierung bedrohte Erwerbstätige. Gemeinsamer Bezugspunkt aller Aufsätze in diesem Buch ist die Arbeitskraftunternehmer-These der Herausgeber, die pointiert eine neue Qualität der Anforderungen an Selbst-Kontrolle, Selbst-Ökonomisierung und Selbst-Rationalisierung hervorhebt. Zwar fallen - wie die Beiträge illustrieren - die subjektiven Bewältigungsstrategien sehr unterschiedlich aus, doch gleichen sich die Befunde dazu über verschiedene Erwerbsgruppen hinweg. Inkonsistenzen und Widersprüche zeugen von einem komplexen Spannungsverhältnis zwischen Arbeitskrafttypus und Subjektivität." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Temporary agency workers in Italy: alternative techniques of classification (2004)

    Porro, Giuseppe ; Vezzulli, Andrea ; Iacus, Stefano Maria;

    Zitatform

    Porro, Giuseppe, Andrea Vezzulli & Stefano Maria Iacus (2004): Temporary agency workers in Italy. Alternative techniques of classification. In: Labour, Jg. 18, H. 4, S. 699-725. DOI:10.1111/j.1121-7081.2004.00284.x

    Abstract

    "Cluster analysis and the classification tree technique are applied to investigate the relationship between the individual characteristics of Italian temporary help agency (THA) workers and their probability of achieving a temporary job. The application aims to show some advantages of these techniques with respect to traditional econometric tools. Sketches of the most common profiles among Italian THA workers are obtained as a result. Besides the typical THA worker pointed out by previous studies (young male workers, with a medium-high level of education, living in the Northern regions), two new profiles have been identified: the first comprising male manual workers with previous job experience, whose average age is over 30 and whose educational level is low; the second comprising young female workers with a medium-high level of education, working in the service sector or in the public sector. The results are compared with the more usual logit analysis and show their robustness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Welche Betriebe nutzen Leiharbeit?: Verbreitung und Typik von Einsatzbetrieben und Arbeitsumwelten von Leiharbeitern (2004)

    Promberger, Markus ; Theuer, Stefan;

    Zitatform

    Promberger, Markus & Stefan Theuer (2004): Welche Betriebe nutzen Leiharbeit? Verbreitung und Typik von Einsatzbetrieben und Arbeitsumwelten von Leiharbeitern. In: B. Vogel (Hrsg.) (2004): Leiharbeit : neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform, S. 34-60.

    Abstract

    Nicht erst seit den Reformvorschlägen der Hartz-Kommission genießt Leiharbeit eine allmählich wachsende Wertschätzung am Arbeitsmarkt. In einer Clusteranalyse aus dem Jahr 2002 für die alten Bundesländer werden Strukturen, Kontexte und Verläufe von Angebot und Nachfrage nach Leiharbeit in Verleihfirmen und Einsatzbetrieben untersucht. Zudem wird analysiert, in welchem Maße die Leiharbeit nach wie vor auf die Funktion eines überbetrieblichen Beschäftigungspuffers beschränkt ist, oder ob sie sich auch in zukunftsträchtige Sektoren und Segmente des Arbeitsmarktes auszudehnen vermag - etwa in den Dienstleistungsbereich oder in hochqualifizierte Berufsfelder. Fazit: Die Flexibilität von Betrieben findet hauptsächlich über 'flexible scheduling' statt. Daneben lassen sich verschiedene zusammengesetzte Randbelegschaften feststellen: im verarbeitenden Gewerbe seltener und kleiner, außerhalb davon häufiger und größer. Leiharbeit hat dabei meist eine eher untergeordnete Bedeutung. Die Arbeitsrealität von Leiharbeitern, wie auch die Chancen auf einen Dauerarbeitsplatz im Einsatzbetrieb unterscheiden sich dabei erheblich. Der industriell-großbetriebliche Kontext bietet noch am ehesten eine Chance auf einen Dauerarbeitsplatz im Einsatzbetrieb, Kleinbetriebe sind als instabiles Arbeitsumfeld anzusehen, während Einsätze in der Dienstleistungsbranche das Problem einer dauerhaften Marginalität verstärken. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Promberger, Markus ; Theuer, Stefan;
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    Arbeitsmarkt und Gesundheit: gesundheitliche Implikationen der neuen Arbeitsmarktpolitik und Ansätze zur Prävention (2004)

    Pröll, Ulrich;

    Zitatform

    Pröll, Ulrich (2004): Arbeitsmarkt und Gesundheit. Gesundheitliche Implikationen der neuen Arbeitsmarktpolitik und Ansätze zur Prävention. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 1018), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 95 S.

    Abstract

    "Die neue Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung zielt auf grundlegende Strukturveränderungen an der Schnittstelle von Beschäftigungssystem und Arbeitsmarkt. Durch neue flexible und transitorische Beschäftigungsmodelle (Personal-Service-Agenturen, Ich-AGs und Mini-Jobs) sollen Übergänge von Arbeitslosigkeit (bzw. Schwarzarbeit) in Beschäftigung erleichtert werden; Reformen im Bereich Arbeitsförderung und Arbeitsvermittlung (Job-Center-Konzept, Arbeitslosengeld II usw.) sollen das Prinzip 'Fordern und Fördern' konsequent umsetzen. Aufgabe der Studie war es, Auswirkungen dieser neuen Arbeitsmarktpolitik auf die gesundheitliche Lage von Beschäftigten und Erwerbslosen abzuschätzen sowie geeignete Ansatzpunkte und Strategien für gesundheitliche Prävention zu identifizieren. Methodisch basiert sie vor allem auf Literaturstudien, Desktop-Recherchen und Expertengesprächen. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die neue Arbeitsmarktpolitik zu einem beschleunigten Wachstum von 'flexibler Unterbeschäftigung' führt und damit Risiken sowohl für die Qualität der Arbeit wie die Gesundheit der betroffenen Arbeitskräfte birgt. Dringend erforderlich sind deshalb wirksamere Gestaltungs- und Präventionsansätze vor allem für 'atypische' Beschäftigungsformen (Zeitarbeit, neue Selbstständigkeit, geringfügige Beschäftigung), die sich am Prinzip des flexicurity orientieren. Notwendig - und durch die Reformen z.T. leichter möglich - ist außerdem eine engere praktische Verzahnung von Arbeitsförderung und Arbeitsvermittlung mit Prävention und Gesundheitsförderung. Handlungsoptionen auf beiden Feldern werden in der Studie vorgestellt und diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    The work environment in fixed-term jobs: are poor psychosocial conditions inevitable? (2004)

    Saloniemi, Antti ; Vahtera, Jussi ; Virtanen, Pekka ;

    Zitatform

    Saloniemi, Antti, Pekka Virtanen & Jussi Vahtera (2004): The work environment in fixed-term jobs. Are poor psychosocial conditions inevitable? In: Work, employment and society, Jg. 18, H. 1, S. 193-208. DOI:10.1177/0950017004040770

    Abstract

    "Our concern in this article is to shed light on the relationship between temporary employment and the quality of working life. We analyse empirical data from Finnish working life in the late 1990s, asking whether fixed-term employment poses a threat to the quality of the psychosocial work environment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Stepping-stones or traps: The consequences of labour market entry positions on future careers in West Germany, Great Britain and Italy (2004)

    Scherer, Stefani ;

    Zitatform

    Scherer, Stefani (2004): Stepping-stones or traps: The consequences of labour market entry positions on future careers in West Germany, Great Britain and Italy. In: Work, employment and society, Jg. 18, H. 2, S. 369-394. DOI:10.1177/09500172004042774

    Abstract

    "This article addresses the question of whether the first job functions as a 'stepping stone' or as a 'trap'. It does so by using individual longitudinal data to estimate the consequences on future occupational attainment of entry into the labour market via (a) 'under-qualified' jobs or (b) via temporary contracts. A cross-national comparison of West Germany, Great Britain and Italy allows assessment of the impact of different labour market structures on this allocation process. With regard to 'under-qualified' positions, the findings are not consistent with the stepping-stone hypothesis but provide some support for the entrapment hypothesis. Despite the greater mobility chances of over-qualified workers, the initial disadvantage associated with status-inadequate jobs is not fully overcome during their future careers. The article shows, however, that the negative effects are not due to the mismatch as such but rather to the relatively lower level positions. These effects are mediated by the national labour market structure, with the British flexible model providing the best chances of making up for initial disadvantages, and the more tightly regulated and segmented markets in Germany and Italy leading to stronger entrapment in lower status positions. No negative effects of the type of contract are found for later occupational positions in any of the countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Betriebspanel Report Hessen: besondere Beschäftigungsformen in Hessen 2003. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Hessen 2003 (2004)

    Schmid, Alfons; Baden, Christian;

    Zitatform

    Schmid, Alfons & Christian Baden (2004): Betriebspanel Report Hessen. Besondere Beschäftigungsformen in Hessen 2003. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Hessen 2003. In: ABF aktuell.

    Abstract

    "Der Bericht ist der vierte Report im Rahmen der IAB-Betriebspanel-Befragung 2003 und befasst sich mit 'besonderen Beschäftigungsformen'. Die Ausführungen basieren auf der Befragung von 1.024 Betrieben in Hessen vom Sommer 2003. Diese Stichprobe ist repräsentativ; die Ergebnisse wurden auf alle Betriebe in Hessen hochgerechnet. Der Begriff 'besondere Beschäftigung' definiert sich dabei durch die Abgrenzung zum 'Normalarbeitsverhältnis': Es werden somit alle Beschäftigungsformen hierunter subsumiert, die nicht dem unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsverhältnis entsprechen: Teilzeitbeschäftigung, Mini- oder Midijobs, Leiharbeit, freie Mitarbeiter, befristete Beschäftigung. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Zahl der Mini-Jobs als auch der Midi-Jobs und Leiharbeitsverhältnisse leicht gestiegen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Neue Selbstständigkeit und wachsender Grenzbereich zwischen selbstständiger und abhängiger Erwerbsarbeit: europäische Trends vor dem Hintergrund sozialpolitischer und arbeitsrechtlicher Entwicklungen (2004)

    Schulze Buschoff, Karin;

    Zitatform

    Schulze Buschoff, Karin (2004): Neue Selbstständigkeit und wachsender Grenzbereich zwischen selbstständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. Europäische Trends vor dem Hintergrund sozialpolitischer und arbeitsrechtlicher Entwicklungen. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2004-108), Berlin, 52 S.

    Abstract

    "Das duale System der Erwerbstätigkeit mit der klaren Unterscheidung zwischen abhängiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit ist historisch gewachsen. In Bezug auf das Arbeitsrecht zeigen sich deutliche Übereinstimmungen in den betrachteten Ländern Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Italien und Schweden: Arbeitsrechtliche Bestimmungen beziehen sich bislang in der Regel ausschließlich auf die abhängig Beschäftigten, während das Zivil- und Handelsrecht für die Selbstständigen eher Markt- als soziale Schutzrechte regelt. Während diese grundlegende Übereinstimmung im Arbeitsrecht augenfällig ist, gibt es, je nach wohlfahrtsstaatlicher Tradition, deutliche Unterschiede in der sozialversicherungsrechtlichen Behandlung von Selbstständigen und abhängig Beschäftigten in den einzelnen Ländern. Aufgezeigt wird, dass sowohl im Arbeitsrecht als auch im Sozialversicherungsrecht die Grenzen zwischen Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung tendenziell fließender werden. In der Praxis nehmen in diesem Grenzbereich Beschäftigungsformen wie die wirtschaftlich abhängige Selbstständigkeit bzw. die Scheinselbstständigkeit auch infolge geänderter Unternehmensstrategien in Form von Outsourcing und Franchising zu. Ebenso gewinnen Formen 'neuer Selbstständigkeit' an Bedeutung. Während der Zugang zur Selbstständigkeit sich in den ersten Dekaden nach dem zweiten Weltkrieg noch deutlicher durch Voraussetzungen wie Human- und Finanzkapital begrenzt wurde, wird das Bild der Selbstständigkeit in den letzten Jahrzehnten insgesamt bunter. In einigen Ländern steigt der Zugang von Alleinselbstständigen, Frauen und Personen mit geringer Kapitalausstattung, die direkt aus der Arbeitslosigkeit kommen. Spezielle Arbeitsmarktprogramme tragen in manchen Ländern dazu bei, dass sich die Erwerbsform Selbstständigkeit diesen neuen Gruppen öffnet. Trotz dieser europaweiten Trends gibt es deutliche Unterschiede in der Art und dem Umfang der Selbstständigkeit. Insbesondere bei der Entwicklung der Sozialversicherung für Selbstständige ist in den einzelnen Ländern eine starke Pfadabhängigkeit bedingt durch wohlfahrtsstaatliche Traditionen zu beobachten. Im Ländervergleich wird vor allem der deutsche konservative Wohlfahrtsstaat, der Selbstständige traditionellerweise nicht in die Systeme der sozialen Sicherung integriert, der neuen Vielfalt und der zunehmenden Schutzbedürftigkeit Selbstständiger nicht gerecht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Kleine Beschäftigungsverhältnisse: Kein Jobwunder: dauerhafter Rückgang von Zweitbeschäftigungen? (2004)

    Schupp, Jürgen ; Birkner, Elisabeth;

    Zitatform

    Schupp, Jürgen & Elisabeth Birkner (2004): Kleine Beschäftigungsverhältnisse: Kein Jobwunder. Dauerhafter Rückgang von Zweitbeschäftigungen? In: DIW-Wochenbericht, Jg. 71, H. 34, S. 487-497.

    Abstract

    "Die von der Bundesknappschaft im Juni 2003 erstmals identifizierten 6,4 Mill. Minijobs bestanden vermutlich zum größten Teil bereits vorher als kleine Beschäftigungsverhältnisse am Rande des Arbeitsmarktes. Der seither registrierte Zuwachs kann somit zum erheblichen Teil auf Substitution aus bisheriger Beschäftigung zurückgeführt werden. Die deutliche Ausweitung kleiner Beschäftigungsverhältnisse von 2000 bis 2003 geht zwar mit einer zunehmenden Erwerbsintegration von Frauen einher, diese beschränkt sich jedoch vielfach auf weniger stabile und niedrig entlohnte Arbeitsplätze. Arbeitslose haben bislang nicht unmittelbar von den Minijobs profitieren können; zwar stiegen die Chancen von Arbeitslosen, einen solchen Job zu bekommen, doch gleichzeitig sind bei geringem wirtschaftlichem Wachstum ihre Chancen gesunken, eine reguläre Teilzeit- oder Vollzeitstelle zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Chronic presenteeism: The multiple dimensions to men's absence from part-time work (2004)

    Sheridan, Alison;

    Zitatform

    Sheridan, Alison (2004): Chronic presenteeism: The multiple dimensions to men's absence from part-time work. In: Gender, Work and Organization, Jg. 11, H. 2, S. 207-225.

    Abstract

    "While there is considerable debate in the popular press about the changing roles of men and women, labour force statistics suggest that there has been little change in the work patterns of men and women. Despite the increasing availability of part-time work, men in professional and managerial roles are not considering part-time as an option for them. Rather, there are increasing organizational pressures for men to be working long hours in the paid workforce. In this paper, men's absence from part-time work is considered from a multidisciplinary perspective. Factors operating at the individual, social and organizational levels are identified and explored in terms of their impact on men's working patterns. A model is presented that characterizes men's absence from part-time work as a result of the mutually reinforcing nature of these factors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Leiharbeit als Flexibilisierungsinstrument?: eine empirische Untersuchung über die Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg und die mit ihr verknüpften Erwartungen (2004)

    Strotmann, Harald ; Vogel, Alexander;

    Zitatform

    Strotmann, Harald & Alexander Vogel (2004): Leiharbeit als Flexibilisierungsinstrument? Eine empirische Untersuchung über die Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg und die mit ihr verknüpften Erwartungen. (IAW-Kurzbericht 2004,05), Tübingen, 34 S.

    Abstract

    Auf der Grundlage des IAB-Betriebspanels werden Verbreitung und Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg untersucht. Weiterhin geht es um die Nutzung der Leiharbeit als betriebliches Flexibilisierungsinstrument und als Mittel zur Personalrekrutierung. Im Ergebnis wird dargestellt, dass Leiharbeit in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Formen atypischer Beschäftigung bislang weiterhin von nachrangiger Bedeutung ist. Rund 24.000 Personen waren zum 30. Juni 2003 in den baden-württembergischen Betrieben als Leiharbeitskräfte eingesetzt, was etwa 0,6 Prozent der regulären, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich aufgrund der weiterhin eingetrübten Konjunktur eine rückläufige Tendenz in der Verbreitung um rund 5.000 Leiharbeitskräfte beobachten. Aushilfen, Praktikanten und Freie Mitarbeiter werden in erheblich stärkerem Maße von den Betrieben nachgefragt. Leiharbeit wird dabei insbesondere im gewerblichen Bereich, und dort nicht etwa nur für einfache Tätigkeiten, sondern auch im Bereich der qualifizierten Facharbeit eingesetzt, während sie im Angestelltenbereich kaum eine Rolle spielt. (IAB)

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    Mini- und Midijobs - Ausmaß, Struktur und Dynamik: empirische Ergebnisse mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg (2004)

    Strotmann, Harald ; Vogel, Alexander;

    Zitatform

    Strotmann, Harald & Alexander Vogel (2004): Mini- und Midijobs - Ausmaß, Struktur und Dynamik. Empirische Ergebnisse mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg. (IAW-Kurzbericht 2004,06), Tübingen, 23 S.

    Abstract

    Ziel der am 1. April 2003 beschlossenen Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung ist eine Ausweitung derartiger Beschäftigungsverhältnisse. Einerseits verspricht sich die Politik erhebliche Beschäftigungswirkungen durch die Änderung, andererseits soll es durch die Reform gelingen, Schwarzarbeit insgesamt und gerade im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen einzudämmen. Wesentliche Merkmale der Neuregelung im Bereich der geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) sind die Anhebung der Geringfügigkeitsgrenze auf 400 Euro sowie die Aufhebung der Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 15 Stunden. Neu eingeführt wurde eine Gleitzone zwischen Einkommen von 400,01 Euro und 800 Euro, in welcher der arbeitnehmerseitige Beitragssatz von 4 Prozent sukzessive ansteigt und bei 800 Euro den Wert von knapp 21 Prozent erreicht (Midijobs). Der Beitrag verfolgt das Ziel, über die Verbreitung von Beschäftigung im unteren Lohnsegment in Baden-Württemberg zu informieren. Die empirische Analyse stützt sich dabei auf das IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg. Die Ergebnisse belegen, dass in baden-württembergischen Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30. Juni 2003 insgesamt rund 538.000 Personen in Minijobs und weitere 138.000 Personen in Midijobs beschäftigt waren. Dies entspricht einem Beschäftigungsanteil von 11% bzw. 3%. Knapp ein Fünftel der Midijobs sind dabei Vollzeitstellen, vier Fünftel der Jobs in der Gleitzone sind jedoch als Teilzeitarbeitsplätze vergeben. Überdurchschnittlich verbreitet sind Mini- und Midijobs in Kleinbetrieben, in den Branchen des Dienstleistungssektors und im Handel, unterdurchschnittlich dagegen im Verarbeitenden Gewerbe. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Defining the flexicurity index in application to European countries (2004)

    Tangian, Andranik S.;

    Zitatform

    Tangian, Andranik S. (2004): Defining the flexicurity index in application to European countries. (WSI-Diskussionspapier 122), Düsseldorf, 73 S.

    Abstract

    "The notion of flexicurity was introduced in the 1990s to promote a better job security and social security of atypically employed (other than permanent full-time). The given paper suggests an operational definition of flexicurity which implies the corresponding flexicurity index. For analytical purposes two other indices, the norm-security of 'normally', i.e. permanent full-time, employed and the All-security of all, i.e. both 'normally' and atypically employed, are defined. The indices are derived from qualitative juridical data. For this purpose, employment groups in different countries are ranked with respect to five partial criteria: the eligibility to public pensions, to unemployment insurance, etc. Due to the specificity of criteria, the ranking is generally possible and is not that confusing as the task of numerical evaluation. A dedicated mathematical proposition estimates the error in the index which results from 'ordinal rounding' of the input variables comparing to using the 'exact' variable values. Thus even if the 'exact' (latent) variables are not known then the rank-scaled input is sufficient to approximate the index which otherwise could not be obtained at all. The index is calculated for 16 European countries for the years 1990-2003." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Teilzeit- und Befristungsgesetz - Oder : Von der Schwierigkeit eines Kompromisses zwischen Beschäftigungsförderung und Arbeitnehmerschutz (2004)

    Thüsing, Gregor;

    Zitatform

    Thüsing, Gregor (2004): Teilzeit- und Befristungsgesetz - Oder : Von der Schwierigkeit eines Kompromisses zwischen Beschäftigungsförderung und Arbeitnehmerschutz. In: Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 35, H. 1, S. 67-99.

    Abstract

    Das im Jahre 2000 erlassene Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) erscheint heute bereits als ein fester Bestandteil des deutschen Arbeitsrechts und ist in wesentlichen Teilen europarechtlich vorgegeben. Angesichts einer schon umfangreichen Rechtsprechung wird eine Zwischenbilanz des gesetzlichen Regelwerks gezogen, das sich als ein Kompromiss zwischen Beschäftigungsförderung und Arbeitnehmerschutz darstellt. Ausgangspunkt ist der Anspruch auf Teilzeitarbeit nach Paragraph 8 TzBfG; es folgt eine Darstellung und Bewertung der neueren BAG-Rechtsprechung und ein Blick auf die neuen Befristungsmöglichkeiten, die durch das Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt und das Gesetz zu Reformen des Arbeitsrechts geschaffen wurden. Behandelt wird außerdem die Einstellung befristet Beschäftigter und die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes ab dem 1.1.2004. In einem zusammenfassenden Überblick wird dann dargestellt, wie schwierig es ist, die beiden zumeist gegensätzlich positionierten Zwecke des TzBfG zu versöhnen. Dabei scheint die Rechtsprechung den Arbeitnehmerschutz zuweilen ernster zu nehmen als die beschäftigungspolitischen Impulse, die vom TzBfG ausgehen könnten. (IAB)

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    The difficulty of reconciling flexibility and security in Spain: the paradigmatic case of part-time work (2004)

    Valdés Dal-Ré, Fernando;

    Zitatform

    Valdés Dal-Ré, Fernando (2004): The difficulty of reconciling flexibility and security in Spain: the paradigmatic case of part-time work. In: Transfer, Jg. 10, H. 2, S. 248-262. DOI:10.1177/102425890401000208

    Abstract

    "Zwischen 1984 und 1993 haben sich die Teilzeitbeschäftigungsquoten in Spanien verdreifacht. Die zunehmende Verbreitung von Teilzeitarbeit war Ausdruck der in diesem Zeitraum und darüber hinaus geführten Beschäftigungspolitik die darauf abzielte, ein Höchstmaß an Flexibilität beim Abschluss von Arbeitsverträgen, d.h. sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitverträgen, zu gewähren. Teilzeitarbeit war und ist in gewissem Maße auch heute noch mit einer hohen Beschäftigungsunsicherheit verbunden. Der Beitrag untersucht die aufeinander folgenden und zum Teil widersprüchlichen Maßnahmen, die seit 1994 von den Sozialpartnern und der Regierung ergriffen wurden, um die Qualität und die Sicherheit der Teilzeitarbeit zu erhöhen. Er befasst sich mit der Frage, inwieweit diese Maßnahmen ihre Ziele erreicht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Der Beitrag der Analyse der Regulierung der Zeitarbeit zur Steuerung des deutschen Arbeitsmarktes (2004)

    Vitols, Katrin;

    Zitatform

    Vitols, Katrin (2004): Der Beitrag der Analyse der Regulierung der Zeitarbeit zur Steuerung des deutschen Arbeitsmarktes. (Duisburger Beiträge zur soziologischen Forschung 08/2004), Duisburg, 40 S.

    Abstract

    "Dieser Beitrag widmet sich der Antwort der Frage, ob das deutsche Modell der korporatistischen Interessenaushandlung im Bereich der Arbeitsmarktpolitik durch die Erfolge der autonomen Hartz-Kommission in Frage gestellt wird, die Lösungen bieten konnte, wo das korporatistische System der Interessenaushandlung versagt hatte. Am Beispiel der atypischen Beschäftigungsform Zeitarbeit zeigt der Beitrag auf, dass tief greifende Reformen in Deutschland zwar außerhalb des Systems der triparitätischen Interessenaushandlung initiiert werden mussten, allerdings in der Umsetzung wieder weitgehend auf die alten Strukturen der Interessenaushandlung zwischen den Sozialpartnern zurückgreifen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Leiharbeit: Neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform (2004)

    Vogel, Berthold;

    Zitatform

    Vogel, Berthold (Hrsg.) (2004): Leiharbeit: Neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform. Hamburg: VSA-Verlag, 182 S.

    Abstract

    "Der Band bietet einen Einblick und zieht eine erste Bilanz der neuen Vielfalt gesellschaftswissenschaftlicher Studien zur Beschäftigungsform der Leiharbeit - zu ihren sozialen Strukturen, ihren Institutionen und ihrer Organisation. Auch die Erfahrungen der Leiharbeitskräfte und deren Erwerbsverläufe, die periodisch oder dauerhaft in diese spezifische Beschäftigungsform führen, sind Thema der Erörterungen. In seiner Zusammenstellung aktueller Forschung beleuchtet der Band drei zentrale Felder der Leiharbeit (auch Zeitarbeit bzw. Arbeitnehmerüberlassung): die gesellschaftliche Position der Leiharbeitskräfte, das betrieblich-soziale Feld der Leiharbeitsfirmen und der Entleihbetriebe und schließlich die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Wirkungen der Leiharbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Geringfügige Beschäftigung und Segmentation auf innerbetrieblichen Arbeitsmärkten des Einzelhandels (2004)

    Voss-Dahm, Dorothea;

    Zitatform

    Voss-Dahm, Dorothea (2004): Geringfügige Beschäftigung und Segmentation auf innerbetrieblichen Arbeitsmärkten des Einzelhandels. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 4, S. 354-367. DOI:10.1515/arbeit-2004-0404

    Abstract

    "Das starke Wachstum der geringfügigen Beschäftigung wirft die Frage auf, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf betriebliche Beschäftigungssysteme hat. Am Beispiel von zehn Einzelhandelsunternehmen wird gezeigt, dass der zunehmende Anteil geringfügig Beschäftigter in einigen Unternehmen zu einer vertieften Spaltung in eine Stamm- und eine Randbelegschaft führt. In anderen Unternehmen ist trotz hoher Anteile geringfügiger Beschäftigung eine Spaltung des betrieblichen Arbeitsmarktes nicht festzustellen, denn geringfügig Beschäftigte sind hier Teil der Stammbelegschaft. Die Zunahme der geringfügigen Beschäftigung im Einzelhandel ist durch eine Interessenkoalition zwischen Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot zu erklären: Unternehmen erhalten durch Beschäftigte in kurzen Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen ein hohes Maß an numerischer Flexibilität und einige Erwerbsgruppen sind in bestimmten Lebensphasen und unter den institutionellen Rahmenbedingungen von Erwerbsarbeit an einer geringfügigen Beschäftigung interessiert. Ob die Regulierung des geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses unter beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten sowie unter dem Aspekt einer nur eingeschränkten Partizipation bestimmter Erwerbsgruppen am Erwerbssystem gesellschaftlich wünschenswert ist, bleibt zu diskutieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Personal-Service-Agenturen: kritische Zwischenbilanz eines neuen arbeitsmarktpolitischen Ansatzes (2004)

    Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Weinkopf, Claudia (2004): Personal-Service-Agenturen. Kritische Zwischenbilanz eines neuen arbeitsmarktpolitischen Ansatzes. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2004): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2003/2004, S. 153-169.

    Abstract

    "Personal-Service-Agenturen (PSA) sind seit Anfang 2003 auf Vorschlag der Hartz-Kommission in ganz Deutschland gegründet worden, um Arbeitslose über den Umweg der Arbeitnehmerüberlassung wieder in Beschäftigung zu bringen. Der PSA-Ansatz wird nicht erst seit der spektakulären Maatwerk-Pleite im Februar 2004, dem bis dahin größten PSA-Betreiber, kontrovers diskutiert: Welchen Beitrag können sie zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten? Profitieren davon auch schwer Vermittelbare? Sind die Subventionen gerechtfertigt oder werden kommerzie lle Zeitarbeitsfirmen verdrängt? Welche Rückwirkungen haben die PSA auf den Arbeitsmarkt insgesamt ? In diesem Beitrag wird vor dem Hintergrund früherer Erfahrungen mit vermittlungsorientierter Arbeitnehmerüberlassung eine kritische Zwischenbilanz des Konzeptes, der Umsetzung und der bisherigen Ergebnisse der PSA gezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Gründung aus Arbeitslosigkeit: Ergebnisse des Forums 1 (2004)

    Wießner, Frank;

    Zitatform

    Wießner, Frank (2004): Gründung aus Arbeitslosigkeit. Ergebnisse des Forums 1. In: J. Lange (Hrsg.) (2004): Klein aber fein - trotzdem pleite? : Finanzierung und Beratung von Kleinstunternehmen (Loccumer Protokolle, 2004,10), S. 119-124.

    Abstract

    Kleine und kleinste Unternehmen machen den größten Teil der Neugründungen von Unternehmen aus. Oft aus der Not geboren, nicht selten auch als ein Ausweg aus der Arbeitslosigkeit - zur Schaffung des eigenen Arbeitsplatzes gegründet - stellen die 'kleinen und mittleren Betriebe' (KMU) einen erheblichen Anteil der Arbeits- und Ausbildungsplätze der deutschen Volkswirtschaft und erwirtschaften zugleich einen beträchtlichen Teil des Inlandsproduktes. Nicht alle dieser neugegründeten Unternehmen sind auf Vollerwerb in Vollzeittätigkeit ausgerichtet. Oft genug starten die neuen Unternehmerinnen und Unternehmer auch mit dem Ziel des Zuerwerbs oder Nebenerwerbs. Der Beitrag stellt Ergebnisse einer Diskussion vor, die sich mit der 'Gründung aus Arbeitslosigkeit' befasste. Nach einer allgemeinen Einführung aus Sicht der Arbeitsmarktforschung kamen verschiedene Intermediäre aus dem Bereich der Gründungsforschung für Arbeitslose zu Wort sowie ein Vertreter des Sozialamtes Kassel, das in beispielhafte Weise geeigneten Sozialhilfeempfängern zu einer selbständigen Existenz verhilft. (IAB)

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    Kündigungsschutz, Befristung und Leiharbeit in Europa (2004)

    Zachert, Ulrich;

    Zitatform

    Zachert, Ulrich (2004): Kündigungsschutz, Befristung und Leiharbeit in Europa. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 57, H. 3, S. 132-137.

    Abstract

    "Die vergleichende Untersuchung der normativen und tatsächlichen Lage in verschiedenen europäischen Ländern gibt Anhaltspunkte dafür, dass viele gegen die bestehenden Schutzstandards in der nationalen Debatte wiederholt vorgetragenen Argumente entweder unrichtig oder undifferenziert sind. Der Beitrag bietet eine Darstellung der rechtlichen Aspekte des Kündigungsschutzes (z.B. das Verhältnis zwischen Richterrecht und Gesetzesrecht, die Regelung von Schwellenwerten und Abfindungen und Prekaritätsabfindungen, die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung und die Präventivfunktion) und ergänzt diese um eine Darstellung der rechtlichen Regelungen zur Befristung und Leiharbeit. Dabei wird untersucht, dass die atypischen Beschäftigungsformen als Ausweichstrategie für zu rigiden Kündigungsschutz genutzt werden können oder aber als Brücke zum Dauerarbeitsvertrag oder Drehtüreffekt dienen. Ein wesentliches Ergebnis des Beitrags ist, dass der Zusammenhang zwischen Arbeitsmarkt und Regulierungsintensität der Beendigungstatbestände in der (fach-)öffentlichen Diskussion stark überschätzt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Insider und Outsider (2004)

    Zilian, Hans Georg;

    Zitatform

    Zilian, Hans Georg (Hrsg.) (2004): Insider und Outsider. München u.a.: Hampp, 242 S.

    Abstract

    "Glück und Unglück des modernen Menschen entscheidet sich auf dem Arbeitsmarkt. Nicht nur wird die Arbeitslosigkeit zu einem Instrument der sozialen Kontrolle, sondern die Arbeitsmarktsegmentierung erzwingt auch Anpassung und freiwillige Fortbildung. Mit dem Ende der Arbeitsplatzsicherheit von einst beginnt sich das Normalarbeitsverhältnis aufzulösen. Es wird in zunehmendem Ausmaß von einer feindifferenzierten Struktur von Arbeitsmöglichkeiten ersetzt, die sich hinsichtlich ihrer Nähe zum Zentrum des arbeitsweltlichen Geschehens also zur Macht, zum Prestige und zum Einkommen unterscheiden. Den mächtigen und wohlversorgten Mitgliedern des Zentrums der Arbeitswelt stehen dann jene gegenüber, die an die Peripherie gedrängt wurden. Im Band werden diese Entwicklungen von Fachleuten aus den USA, aus Großbritannien, Deutschland und Österreich dargestellt, die dabei auch dem Beitrag gewerkschaftlicher und wohlfahrtsstaatlicher Politik zu diesen wenig wünschenswerten Prozessen Rechnung tragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Befristungsregeln im Forschungsbereich in Deutschland: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (Dr. 15/4004) (2004)

    Zitatform

    (2004): Befristungsregeln im Forschungsbereich in Deutschland. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (Dr. 15/4004). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 15/4189 (10.11.2004)), 7 S.

    Abstract

    Die zurzeit geltende 5-Jahres-Befristungsregel und die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geplante Wiedereinführung der 12- bzw. 15-Jahres-Befristungsregel behindern die Arbeit junger Forscher, denn ein Großteil der Forschung wird im Rahmen projektbezogener und zeitlich begrenzter Arbeitsverhältnisse durchgeführt. Die Beschränkung dieser Anstellungen auf einen bestimmten Zeitraum führt nicht wie erwartet zu unbefristeten Beschäftigung von Wissenschaftlern, verhindert aber, dass junge Wissenschaftler weiter in Deutschland in der Forschung arbeiten können. Vor diesem Hintergrund wurde eine Kleine Anfrage Abgeordneter der FDP an die Bundesregierung zu den Befristungsregeln im Forschungsbereich in Deutschland gestellt. Seitens der Bundesregierung ist zu vernehmen, dass die heutige Situation vom Wissenschaftsrat als unbefriedigend und nicht sachgerecht angesehen wird. Gleichzeitig wird jedoch festgestellt, dass die Bundesregierung weitgehend für Befristungsfragen nicht zuständig ist: Die Schaffung unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse im Bereich der Hochschulen fällt in den Zuständigkeitsbereich der Länder. In Übereinstimmung mit den Wissenschaftsverwaltungen der Länder, der Hochschulrektorenkonferenz und den Wissenschaftsorganisationen wird der im Bereich der Medizin vorgesehene Zeitrahmen von zwölf Jahren bzw. 15 Jahren als ein für die wissenschaftliche Qualifizierung ausreichend bemessener Zeitraum gehalten. (IAB)

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    Atypical employment and "flexicurity" (2004)

    Zitatform

    (2004): Atypical employment and "flexicurity". In: European Industrial Relations Review H. 371, S. 23-26.

    Abstract

    "The incidence of atypical forms of working - predominantly part-time, fixed-term and temporary contracts, low income jobs and self-employment - is increasing in Germany, largely as a result of recent changes to labour market legislation. This feature examines these types of working and analyses the degree of flexibility and security they offer." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Mini- und Midijobs in Deutschland: Sonderbericht Dezember 2004 (2004)

    Abstract

    "Für Ende Dezember 2003 liegen erstmals Auswertungen zu den Midijobs vor. Zu diesem Stichtag gab es 26,75 Mio sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Darunter waren 669.000 Arbeitnehmer oder 2,5 Prozent, die die Midijob-Regelung in Anspruch genommen haben, davon 155.000 während der gesamten Beschäftigungszeit und 514.000 wenigstens zeitweise (so genannte Mischfälle). Zusätzlich zu ihrer sozialversicherungspflichtigen Haupttätigkeit übten 1,44 Mio Beschäftigte oder 5,4 Prozent einen Minijob als Nebentätigkeit aus. Darüber hinaus waren Ende Dezember 4,54 Mio Personen ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigt. Minijobs finden sich im Westen relativ häufiger als im Osten, während die Inanspruchnahme der Midijob-Regelung gleich groß war. Mini- und Midijobs werden vor allem von Frauen genutzt, besonders ausgeprägt die Midijobs. Während die Altersstruktur bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigen, den Midi- und den Nebenjobbern recht ähnlich ist, sind bei den ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten Jüngere und Ältere überdurchschnittlich vertreten. Jeder achte ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte bezieht gleichzeitig Lohnersatzleistungen nach dem SGB III. Jeder zehnte ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte hat im Verlauf eines Jahres ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis aufgenommen. Die Domäne der Miniund Midijobs sind die Dienstleistungsbranchen. Stark vertreten sind sie in privaten Haushalten, im Reinigungsgewerbe und in der Gastronomie. Zudem konzentrieren sich Minijobs in Klein- und Mittelbetrieben. Die Entwicklung bei den Minijobs war seit Einführung der neuen Regelungen im April 2003 sehr dynamisch. Differenzierte Auswertungen liegen bis zum März und Trendschätzungen bis zum Juni 2004 vor. Danach hat die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten von März 2003 bis März 2004 um 523.100 oder 12,6 Prozent auf 4.658.900 zugenommen. Bis Juni 2004 gab es einen weiteren Zuwachs auf 4,84 Mio. Daten zu den geringfügig entlohnten Nebenjobbern liegen erst ab Juni 2003 vor, da diese Beschäftigungsform vor der gesetzlichen Neuregelung statistisch nicht erfasst werden konnte; nach einer Schätzung dürften es vor der Gesetzesänderung ca. 700.000 gewesen sein. Ihre Zahl nahm von Quartal zu Quartal erheblich zu; bis März 2004 erhöhte sie sich um ca. 850.000 oder 121 Prozent auf 1.551.700 Beschäftigte. Die Trendschätzung ergibt für Juni ein weiteres Plus auf 1,69 Mio. Insgesamt waren Ende März 6.210.600 Personen in einem Minijob beschäftigt. Im Vergleich mit dem Stand vor der Reform waren das ca. 1,37 Mio oder ca. 28 Prozent mehr. Bis Juni 2004 nahm die Zahl der Minijobs noch auf 6,53 Mio zu. Während Minijobs erheblich zugenommen haben, nahm die Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter deutlich ab. Ob und inwieweit sozialversicherungspflichtig Beschäftigte durch Minijobs verdrängt wurden, bleibt weiterer Forschung überlassen. Statistische Auswertungen zeigen, dass die Ausweitung ausschließlich geringfügig entlohnter Beschäftigung zum größeren Teil auf Betriebe mit Zuwächsen bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung entfällt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Die institutionelle Repräsentativität der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen im Leiharbeitssektor: Zusammenfassung (2004)

    Abstract

    Dargestellt wird die institutionelle Repräsentativität der Sozialpartner in der Europäischen Union vor dem 1. Mai 2004 im Leiharbeitssektor. Die in diesem Bericht enthaltenen nationalen zusammenfassenden Berichte schildern die Situation in den 15 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union unter folgenden Rubriken: 1. Abgrenzung des Tätigkeitsspektrums, das unter den Leiharbeitssektor fällt; 2. Beschreibung der allgemeinen Merkmale des Sektors (Beschäftigung, Unternehmen); 3. Übersicht über den sozialen Dialog auf Sektorebene: Strukturen, Tarifverträge, wichtigste Verhandlungsgegenstände und Akteure; 4. Beschreibung der Gewerkschafts- und Arbeitgeberorganisationen, die am sozialen Dialog im Leiharbeitssektor beteiligt sind: Repräsentativität und Anerkennung der Organisation, Beteiligung an Tarifverhandlungen, Verbindungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Der Stand des sozialen Dialogs in diesem Sektor variiert von Land zu Land beträchtlich, ebenso die wichtigsten Themen der Gespräche und Verhandlung. Diese betreffen u.a. die Berechnung der Berufsjahre, die Diskriminierung von Arbeitnehmervertretern sowie das Ausmaß der gesetzlichen Auflagen für Leiharbeit. 'Obwohl das soziale Klima insgesamt relativ friedlich ist, steht der Ausbau des sozialen Dialogs in manchen Ländern vor recht hohen Hindernissen.' In Deutschland befürchten z.B. die Arbeitnehmer, dass es durch Tarifverträge und gesetzliche Regelungen zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit des Leiharbeitssektors kommt. Auf europäischer Ebene bildet das Euro-CIETT (Internationaler Verband der Zeitarbeitunternehmen) zusammen mit UNI-Europa (Union Network International Europa) den Ausschuss für den soziale Dialog im Leiharbeitsektor. Ein Hauptziel ist die Herstellung eines größeren Bewusstseins für den Beitrag, den die Leiharbeit für den Arbeitsmarkt leistet. (IAB)

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    Die ZEW-Erhebung bei Zeitarbeitsbetrieben: Dokumentation der Umfrage und Ergebnisse von Analysen (2003)

    Ammermüller, Andreas; Boockmann, Bernhard; Garloff, Alfred ; Spermann, Alexander; Kuckulenz, Anja;

    Zitatform

    Ammermüller, Andreas, Bernhard Boockmann, Alfred Garloff, Anja Kuckulenz & Alexander Spermann (2003): Die ZEW-Erhebung bei Zeitarbeitsbetrieben. Dokumentation der Umfrage und Ergebnisse von Analysen. (ZEW-Dokumentation 2003-07), Mannheim, 51 S.

    Abstract

    Unter den Mitteln zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes spielt die Zeitarbeit eine wichtige Rolle. Sie könnte auch in Deutschland künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Das 'Erste Gesetz über moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt', sieht die Einrichtung von Personal- Service-Agenturen (PSA) vor, die wie Zeitarbeitsbetriebe Arbeitnehmerüberlassung betreiben. Die Erhebung bei Zeitarbeitsbetrieben soll mit ihren Ergebnissen dazu beitragen, die Lücken im Wissen über die Bedingungen der Arbeitnehmerüberlassung zu schließen. 471 Betriebe aus allen Regionen Deutschlands haben Angaben zu ihren Arbeitskräften und deren Qualifikation sowie zu Einsatzbranche und zu unternehmensspezifischen Kontrollvariablen gemacht. Zudem wurde die relative Höhe der Verrechnungssätze erfragt, welche die Betriebe von den Firmen für die Überlassung verlangen. Weitere Fragen beziehen sich auf die Perspektiven der Zeitarbeit in Deutschland, insbesondere die erwartete Auswirkung des Hartz-Konzeptes auf die Entwicklung der Geschäftstätigkeit. Im ersten Teil wird die Vorgehensweise bei der Datenerhebung geschildert, im zweiten Teil werden auf die Grundgesamtheit hochgerechnete Auswertungen des Datensatzes wiedergegeben. Hierbei erfolgt eine Beschränkung auf univariate Darstellungen. Im dritten Teil werden die Einschätzungen der Betriebe zu den im Hartz-Paket enthaltenen Maßnahmen auch in multivariaten Analysen ausgewertet. Als zentrales Ergebnis erwartet die überwiegende Mehrheit der befragten Betriebe steigende Personalkosten und sinkende Umsätze als Folge der gesetzlichen Neuregelung durch das 'Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt'. Dies gilt vor allem für Betriebe, die stark im Wettbewerb mit anderen Zeitarbeitsbetrieben stehen und einen weiten Kundenkreis an Nutzerunternehmen haben, und für Betriebe in den 'traditionellen' Einsatzbranchen der Zeitarbeit wie der Metall- und Elektrobranche. Nur wenige Betriebe und hier vor allem große Betriebe mit über 75 Zeitarbeitnehmern haben ein Interesse daran, als PSA tätig zu werden. Die Höhe der Verleihsätze, welche Betriebe für die Entleihung ihrer Zeitarbeitnehmer verlangen, variiert stark zwischen den Betrieben und mit der Qualifikation der zu entleihenden Arbeitnehmer. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Die Arbeitsangebotseffekte der neuen Mini- und Midijobs: eine ex-ante Evaluation (2003)

    Arntz, Melanie ; Spermann, Alexander; Feil, Michael;

    Zitatform

    Arntz, Melanie, Michael Feil & Alexander Spermann (2003): Die Arbeitsangebotseffekte der neuen Mini- und Midijobs. Eine ex-ante Evaluation. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 3, S. 271-290.

    Abstract

    "Die gesetzlichen Bestimmungen zu den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen wurden am 1. April 2003 zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren grundsätzlich ge-ändert. Wesentliche Komponenten der 2003-Reform sind die Anhebung der Geringfügigkeitsgrenze von 325 EURO auf 400 EURO (Minijobs) und die Einführung einer Gleitzone zwi-schen 400 EURO und 800 EURO (Midijobs). Der Beitrag untersucht in Form einer ex-ante Evaluation, welche maximalen Arbeitsangebotseffekte von dieser Reform der geringfügigen Beschäftigung zu erwarten sind. Theoretische Überlegungen zur Wirkung auf das Arbeitsangebot zeigen, dass für Haupterwerbstätige ohne Transferbezug nach der Reform Anreize bestehen, 400 EURO bis 800 EURO statt bisher 325 EURO zu verdienen. Außerdem werden Minijobs für bereits Beschäftigte als Hinzuverdienstmöglichkeit attraktiv. Für Personen, die schon eine geringfügige Beschäftigung im Nebenerwerb ausüben, besteht nur Anlass, ihre Tätigkeit bis zur Grenze von 400 EURO auszuweiten. Auch für bisher unbeschäftigte Ehepartner sind Minijobs interessant. Im empirischen Teil der Untersuchung wird die Arbeitsangebotsreaktion von Hauptbeschäftigten mit Hilfe des Steuer-Transfer-Mikrosimulationsmodells STSM simuliert. Die Datenbasis ist das Sozioökonomische Panel (SOEP). Zunächst werden die im Zuge der Reform veränderten Nettoeinkommen berechnet (Mikrosimulation). Anschließend wird der daraus resultierende Angebotseffekt mit einem konditionalen Logit-Modell prognostiziert. Die Arbeitsangebotsreaktion fällt bei Haushalten ohne Anspruch auf Transfer schwach aus. Zudem zeigen Haushalte mit Transferbezug gemäß der theoretischen Überlegungen eine nochmals deutlich schwächere Reaktion. Am eigentlichen Reformbedarf des Arbeitsmarktes, Arbeitslosengeld- und Sozialhilfeempfänger in stärkeren Maße in Arbeit zu bringen, geht die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse erwartungsgemäß eindeutig vorbei. Es wird evident, dass durch die Reform zwar das Problem der Abgabenfalle weitgehend gelöst wurde, die Sozialhilfefalle jedoch bestehen bleibt. Ein starker Effekt auf die Zahl ausschließlich geringfügig Beschäftigter ist nicht zu erwarten. Allenfalls die Zahl der Nebenerwerbstätigen und Zweitverdiener in Haushalten ohne Transferbezug könnte deutlich zunehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Arntz, Melanie ;
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    Les "quasi-salariés" en Grèce: un statut atypique et hybride (2003)

    Athanassouli, Kyriaki;

    Zitatform

    Athanassouli, Kyriaki (2003): Les "quasi-salariés" en Grèce. Un statut atypique et hybride. In: Formation Emploi H. 81, S. 5-21.

    Abstract

    "Die beruflichen Eingliederungsprozesse sowie die Stabilisierungsperspektiven der Beschäftigungsituationen von Ingenieuren in Griechenland legen nahe, die spezifischen Formen der Flexibilität und der Organisation des Arbeitsmarktes zu hinterfragen. So können anhand der Auswertung einer Erhebung, die mit allen Diplomingenieuren (mit Diplomabschluss und mehr) der Athener Ingenieur-Hochschule durchgeführt wurde, die spezifischen Beschäftigungsformen hinsichtlich beruflicher Eingliederung sowie beruflicher Mobilität auf dem griechischen Arbeitsmarkt ausgemacht werden. Dabei lässt sich eine hybride Beschäftigungskategorie erkennen, die an der Grenze zwischen Selbständigem und Arbeitnehmer angesiedelt ist. Es handelt sich dabei um einen absolut einzigartigen und spezifischen Status innerhalb der EU." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Migration ohne Integration?: temporäre Arbeitsmigration polnischer Saisonarbeiter nach Deutschland (2003)

    Becker, Jörg;

    Zitatform

    Becker, Jörg (2003): Migration ohne Integration? Temporäre Arbeitsmigration polnischer Saisonarbeiter nach Deutschland. In: F. Swiaczny & S. Haug (Hrsg.) (2003): Migration - Integration - Minderheiten : Vorträge gehalten auf der 4. Tagung des Arbeitskreises Migration - Integration - Minderheiten der Deutschen Gesellschaft für Demographie (Materialien zur Bevölkerungswissenschaft, 107), S. 7-15.

    Abstract

    Bei der neuen Ost-West-Wanderung aus Osteuropa handelt es sich größtenteils um temporäre Arbeitsmigration. Einen großen Anteil daran hat die Migration polnischer Saisonarbeiter nach Deutschland. Die politischen und rechtliche Voraussetzungen der Saisonarbeit in der Bundesrepublik Deutschland sowie die wirtschaftliche Bedeutung der Saisonbeschäftigung für die deutsche Landwirschaft wird geklärt. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit bei polnischen Saisonarbeitern von Integration - im Sinne eines Prozesses der Angleichung - die Rede sein kann. Auf der einen Seite durchlaufen polnische Saisonarbeiter, die in der Bundesrepublik arbeiten, einen vielfältigen Anpassungsprozess. So unterziehen sie sich einem vom Aufnahmeland entworfenen Anwerbe- und Auswahlverfahren, beantragen Aufenthaltsvisum und Arbeitsgenehmigung und passen sich einem von den Erfordernissen der Landwirtschaft geprägten Arbeitsrhythmus an. Auf der anderen Seite kann bei einem höchstens dreimonatigen Aufenthalt in Deutschland jedoch von Integration in einem nur sehr eingeschränkten Sinn die Rede sein. Vor diesem Hintergrund wird diskutiert, ob der Integrationsansatz überhaupt in der Lage ist, das Phänomen temporäre Arbeitsmigration angemessen zu thematisieren. (IAB)

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    Contingent employment in Europe and the United States (2003)

    Bergström, Ola ; Paauwe, Jaap; Perez Perez, Manuel; Bergström, Ola ; Peuntner, Thomas; Ellis, Rebecca; Pot, Ferrie; Koene, Bas ; Purcell, John; Storrie, Donald; Storrie, Donald; Glasgow, Doug; Tailby, Stephanie; Cam, Surhan; McGlashan, Kay;

    Zitatform

    Bergström, Ola & Donald Storrie (Hrsg.) (2003): Contingent employment in Europe and the United States. Cheltenham u.a.: Elgar, 256 S.

    Abstract

    "The book examines the developments in labour markets in advanced economies in the 21st century, as regards contingent employment. This is defined as employment relationships that can be terminated with minimal costs within a predetermined period of time. This includes fixed-term contracts, temporary agency work and self-employment. Contingent employment has been the subject of much legislative activity in the last decade, at both the national and European level. Temporary agency work, in particular, has recently been extensively deregulated in most European countries and currently we await the fate of a proposed EU directive on agency work. Using evidence from Germany, Spain, Sweden, the Netherlands, the UK and the US, the authors assess the increasing use of contingent employment against the legislative and institutional background in these countries. The European countries represent a wide range of regulatory regimes within the European Union, and comparison with the United States, where contingent employment is least regulated, is a useful feature of the book. Some emphasis is placed on the role of temporary work agencies. This is not only due to recent spate of legislation but also because agency work is the type of contingent employment that grew most rapidly in the last decade, it is a relatively novel form of employment, and has several interesting theoretical features." (Author's abstract, IAB-Doku)

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    Works councils and fixed-term employment: evidence from West German establishments (2003)

    Boockmann, Bernhard; Hagen, Tobias ;

    Zitatform

    Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2003): Works councils and fixed-term employment. Evidence from West German establishments. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 123, H. 3, S. 359-381.

    Abstract

    "Die Position von Betriebsräten wie Arbeitnehmern gegenüber befristeten Neueinstellungen ist uneindeutig. Zum einen können befristet Beschäftigte für die 'Insider' eine Bedrohung darstellen, zum anderen können sie zu einer (weiteren) Stabilisierung der Stammbelegschaften beitragen. Unsere empirischen Befunde dokumentieren diese Ambiguität: Unter sonst gleichen Bedingungen geht die Existenz eines Betriebsrates einerseits mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einher, dass Unternehmen befristete Neueinstellungen vornehmen. Andererseits ist der Anteil der befristet beschäftigten Arbeitnehmer in Betrieben mit einer gewählten Arbeitnehmervertretung signifikant niedriger als in vergleichbaren Unternehmen ohne Betriebsrat. Diese Unterschiede sind weniger mit der unterschiedlichen Laufzeit der Verträge, als vielmehr mit der unterschiedlichen hohen Zahl an befristet Beschäftigten zu erklären." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Befristung und Leiharbeit: Brücken in reguläre Beschäftigung? (2003)

    Bothfeld, Silke ; Kaiser, Lutz;

    Zitatform

    Bothfeld, Silke & Lutz Kaiser (2003): Befristung und Leiharbeit: Brücken in reguläre Beschäftigung? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 8, S. 484-493.

    Abstract

    "Die Deregulierung arbeitsrechtlicher Schutzvorschriften wird trotz ausbleibender empirischer Belege immer wieder als beschäftigungspolitisches Wundermittel gefordert. Durch die Neuregelung der Befristung von Arbeitsverhältnissen und der Überlassung von ArbeitnehmerInnen hat die rot-grüne Bundesregierung die Beschäftigung von Befristeten und LeiharbeitnehmerInnen in vielerlei Hinsicht erleichtert. Der Beitrag entwickelt zwei Argumente. In der theoretischen Perspektive wird deutlich, dass eine bloße Deregulierung von Schutzvorschriften kein effektives Instrument zur Erschließung eines zusätzlichen Beschäftigungsvolumens sein kann, weil zentrale Faktoren des betrieblichen Handelns (Unsicherheit, Gewohnheit) unberücksichtigt bleiben. In der empirischen Perspektive wird deutlich, dass befristete Beschäftigung und Leiharbeit auf bestimmte Segmente des Arbeitsmarktes beschränkt und Übergänge in eine dauerhafte Beschäftigung nur für eine selektive Minderheit der Beschäftigten möglich sind. Die gesetzlichen Neuregelungen weisen zwar in die richtige Richtung, weil sie einen Ausgleich zwischen der Beibehaltung sozialer Schutzvorschriften und den betrieblichen Interessen schaffen. Dennoch sind Nachbesserungen, etwa beim Verbot der erneuten sachgrundlosen Befristung von früheren MitarbeiterInnen oder der Gleichbehandlung von Arbeitslosen bei der Arbeitnehmerüberlassung dringend zu empfehlen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Unsichere Beschäftigung - unsichere Integration?: Auswirkungen destandardisierter Beschäftigung auf die Einbindung in Familie und soziale Netzwerke (2003)

    Diewald, Martin ; Eberle, Michael;

    Zitatform

    Diewald, Martin & Michael Eberle (2003): Unsichere Beschäftigung - unsichere Integration? Auswirkungen destandardisierter Beschäftigung auf die Einbindung in Familie und soziale Netzwerke. (Duisburger Beiträge zur soziologischen Forschung 01/2003), Duisburg, 52 S.

    Abstract

    "Gegenstand des Artikels sind die Auswirkungen unsicherer und diskontinuierlicher Beschäftigung auf die Verfügbarkeit verbindlicher, vertrauensvoller und emotional gehaltvoller - in der Terminologie Granovetters (1977) 'starker' - Beziehungen. Es werden dazu Analysen auf der Basis des Familiensurvey 2000 vorgestellt, die Art und Ausmaß dieses Zusammenhangs auch dahingehend untersuchen werden, ob es sich bei den Zusammenhängen zwischen Erwerbsbiographien einerseits und Beziehungsmustern zu Verwandten und Freunden andererseits tatsächlich um Abhängigkeiten zwischen Erfahrungen in zwei unterschiedlichen Lebensbereichen handelt oder aber um die Folge bestimmter Persönlichkeitsmerkmale, die den Lebensverlauf und damit auch das Engagement in beiden Lebensbereichen entsprechend steuern bzw. den Zusammenhang zwischen beiden Lebensbereichen moderieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Geringfügige und kurzfristige Beschäftigung: die wichtigsten Änderungen für Unternehmen (2003)

    Dröge, Sandra;

    Zitatform

    Dröge, Sandra (2003): Geringfügige und kurzfristige Beschäftigung. Die wichtigsten Änderungen für Unternehmen. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 3, S. 42-47.

    Abstract

    Der Artikel beschreibt die Änderungen im zustimmungspflichtigen 2. Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. Sie betreffen hauptsächlich die so genannten Mini-Jobs. Die diesen zugrunde liegenden Regelungen werden wegen der nötigen Anpassungen erst zum 1.4.2003 in Kraft treten. Es bleibt die Unterscheidung zwischen geringfügiger und kurzfristiger Beschäftigung. (IAB2)

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    Beschäftigungsstabilität in der Wissensgesellschaft (2003)

    Erlinghagen, Marcel ; Knuth, Matthias ;

    Zitatform

    Erlinghagen, Marcel & Matthias Knuth (2003): Beschäftigungsstabilität in der Wissensgesellschaft. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2003): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2002/2003, S. 173-186.

    Abstract

    "Die westdeutschen Gesellschaften befinden sich seit Jahren im Globalisierungs- und Flexibilisierungsfieber." Daraus resultieren Annahmen, dass immer weniger Erwerbstätige in unbefristeten, arbeits- und sozialrechtlich geschützten Beschäftigungsverhältnissen tätig sind, Arbeitsplätze öfter gewechselt werden und die Erfahrung der Arbeitslosigkeit zur Normalität wird. Derartige Argumentationen werden einer empirischen Überprüfung unterzogen. Als Datenbasis diente die IAB-Beschäftigtenstichprobe für die Jahre 1975 bis 1995 mit Angaben zu den Erwerbsverläufen von ca. 560.000 Personen. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Stabilität der Beschäftigungsverhältnisse im Analysezeitraum zu- und nicht etwa abgenommen hat. Die von hohem Niveau ausgehende Abnahme der Stabilität der Beschäftigung in Großbetrieben ist mehr als kompensiert worden durch eine zunehmende Beschäftigungsstabilität in Kleinbetrieben. Im Gegensatz zum produzierenden Gewerbe sind die Beschäftigungsverhältnisse im Dienstleistungsgewerbe stabiler geworden. Das allgemeine Arbeitslosigkeitsrisiko ist nicht gestiegen, hat aber für die Gruppe der älteren Arbeitnehmer und für Geringqualifizierte eine steigende Tendenz. Abschließend ordnen die Autoren diese Ergebnisse in die theoretischen Debatten zur Wissensgesellschaft ein und skizzieren Fragen für die künftige Forschung. Sie kommen u. a. zu dem Schluss, dass die Beschäftigungsstabilisierung, die in weiten Teilen des deutschen Arbeitsmarktes stattgefunden hat, darauf hindeutet, "dass in einer mehr und mehr auf Wissen und flachen Hierarchien beruhenden dezentralen Produktion für den größten Teil der Arbeitsmarktakteure die Bedeutung einer verlässlichen und dauerhaften Kooperation zwischen Betriebsleitung und Arbeitnehmer wächst." (IAB2)

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    Temporary employment and employability: training opportunities and efforts of temporary and permanent employees in Belgium (2003)

    Forrier, Anneleen ; Sels, Luc ;

    Zitatform

    Forrier, Anneleen & Luc Sels (2003): Temporary employment and employability. Training opportunities and efforts of temporary and permanent employees in Belgium. In: Work, employment and society, Jg. 17, H. 4, S. 641-666.

    Abstract

    "Lifetime employability is often put forward as an alternative to lifetime employment with the same employer: At first sight, temporary employment relations and employability is less dramatic when it is linked to a higher employability. Opponents, however, claim that temporary employment and employability are at odds. They argue that both employers and temporary employees may be faced with dilemmas relating to the enhancement of employability through training. In this article, we deal with this question. We study the training efforts of temporary and permanent employees as well as the training opportunities offered by their respective employers. Moreover, we differentiate between different groups of temporary employees. We study this in the Belgian institutional setting.The results indicate that, although temps to largely take responsibility for their own training, they get fewer opportunities to enhance their employability than do permanent employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Flexible Arbeitsformen: Arbeitsbedingungen, -belastungen und Beschwerden. Eine Analyse empirischer Daten (2003)

    Fuchs, Tatjana; Conrads, Ralph ; Kistler, Ernst;

    Zitatform

    Fuchs, Tatjana & Ralph Conrads (2003): Flexible Arbeitsformen. Arbeitsbedingungen, -belastungen und Beschwerden. Eine Analyse empirischer Daten. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 1006), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 310 S.

    Abstract

    "Der Forschungsbericht analysiert auf Basis repräsentativer Befragungen die Verbreitung von Arbeitsbelastungen und Beschwerden unter den abhängig Beschäftigten. Im Rahmen der Identifizierung von Wirkungszusammenhängen wird dem Einfluss von flexiblen Arbeitsformen, v.a. befristeter Beschäftigung, Leih- bzw. Zeitarbeit sowie Schicht-, Wochenend- und Nachtarbeit, besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Der empirisch angelegte Bericht vergleicht zunächst die Verbreitung von psychischen und physischen Arbeitsbelastungen unter den abhängig Beschäftigten von 1985/86 mit 1998/99 und skizziert die Entwicklung von flexiblen Arbeitsformen. Schließlich wird unter Rückgriff auf bivariate und multivariate Methoden der Einfluss von flexiblen Arbeitsformen auf die Belastungs- und Beschwerdesituation der abhängig Beschäftigten analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Kehrtwende am Arbeitsmarkt durch Mini-Jobs und Reformen im Niedrigeinkommensbereich? (2003)

    Funk, Lothar;

    Zitatform

    Funk, Lothar (2003): Kehrtwende am Arbeitsmarkt durch Mini-Jobs und Reformen im Niedrigeinkommensbereich? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 52, H. 4, S. 91-94.

    Abstract

    "Der Bundesrat hat kurz vor Weihnachten 2002 den Weg für eine Ausweitung der Mini-Jobs und des sogenannten Niedriglohnbereichs frei gemacht. Die Neuregelung, die Beschäftigungsverhältnisse bis 800 Euro Bruttolohn im Monat betrifft, ist zum 1. April 2003 in Kraft getreten. Sie erhöht die Geringfügigkeitsgrenze der rund 4,15 Millionen kleinen Beschäftigungsverhältnisse (vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2002, 248) von 325 auf 400 Euro, und Arbeitnehmer zahlen als Brücke in den regulären Arbeitsmarkt reduzierte Beiträge zur Sozialversicherung zwischen 400,01 und 800 Euro. Die Bundesregierung hofft auf 320 000 neue Arbeitsplätze durch diese Reformen, indem kleinere Servicedienste etwa in der Industrie und den Kommunen, aber auch im Haushalt und bei der Kinderbetreuung erleichtert werden. Der Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft schätzt jedoch die damit verbundenen Belastungen der Staatskasse auf rund 1,6 Milliarden Euro. Der Beitrag beschreibt die Regelungen im Detail und versucht ihre Wirkungen aus volkswirtschaftlicher Perspektive abzuschätzen. (IAB2)

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    Anpassung bei Zeitarbeitnehmern: eine Längsschnittstudie zu individuellen Determinanten der Übernahme und des Wohlbefindens (2003)

    Galais, Nathalie;

    Zitatform

    Galais, Nathalie (2003): Anpassung bei Zeitarbeitnehmern. Eine Längsschnittstudie zu individuellen Determinanten der Übernahme und des Wohlbefindens. Nürnberg: Mielentz, 481 S.

    Abstract

    Die Leiharbeitsbranche gehört zu den Spitzenwachstumsbranchen der gesamten westlichen Wirtschaftswelt. Für die Arbeitnehmer stellt Zeitarbeit eine Not- bzw. Übergangslösung dar, denn sie geht mit einem wesentlich geringeren Verdienst als eine Normalbeschäftigung, eingeschränkten Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten sowie geringerer Beschäftigungsstabilität einher. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Beschäftigungsform Zeitarbeit aus der Perspektive der betroffenen Zeitarbeitnehmer. Die Arbeit beschäftigt sich mit den individuellen Determinanten einer Übernahme und dem gesundheitlichen Befinden der Zeitarbeitnehmer aus Sicht der Arbeits- und Organisationspsychologie. Hierzu wurden bisherige Forschungsergebnisse ausgewertet und eine Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten bei 152 kaufmännischen Zeitarbeitnehmern in Form einer schriftlichen Befragung durchgeführt. Fazit: Knapp 45 Prozent der befragten Zeitarbeitnehmer waren vor der Zeitarbeit erwerbslos gewesen, zum zweiten Messzeitpunkt arbeiteten ca. 56 Prozent weiterhin als Zeitarbeitnehmer und 23 Prozent hatten das Ziel einer Übernahme erreicht. Etwa 12 Prozent waren in einem anderen Unternehmen beschäftigt und drei Prozent arbeitslos geworden. Die Ergebnisse weisen nicht auf eine Zunahme psychosomatischer Beschwerden über den Untersuchungszeitraum von einem halben Jahr hin. Insgesamt waren die Zeitarbeitnehmer recht zufrieden, sowohl mit den Zeitarbeits- wie mit dem Einsatzunternehmen, wobei die Zufriedenheit mit dem Einsatzunternehmen signifikant höher ausfiel. Im Anhang werden stichprobenspezifische Auswertungen und die Ergebnisse in tabellarischer Form wiedergegeben. (IAB)

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    Freie Lanzenträger mit schwacher Rüstung: "Ich-AGs" und die ideologische Verklärung der Selbstbeschäftigung (2003)

    Gesterkamp, Thomas;

    Zitatform

    Gesterkamp, Thomas (2003): Freie Lanzenträger mit schwacher Rüstung. "Ich-AGs" und die ideologische Verklärung der Selbstbeschäftigung. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 54, H. 7, S. 433-439.

    Abstract

    Der Autor kritisiert die Propagierung der "Ich-AG" als Erwerbsalternative für Arbeitslose, weil das Leitbild der "neuen Selbständigkeit" und "Selbstverantwortung" ideologisch überhöht sei und nicht umstandslos übertragen werden könne von den Arbeitsmärkten für Medien-, IT- und Kulturberufe, wo berufliche Selbständigkeit verbreitet ist, auf andere Tätigkeitsfelder. Der Erfolg von Existenzgründern ist von der Ausstattung mit ökonomischen und sozialen Ressourcen abhängig. Wo diese fehlen, ist die Ausdehnung prekärer Lebens- und Arbeitsbedingungen zu befürchten. (IAB)

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    Temporary employment: chance or risk? (2003)

    Giesecke, Johannes ; Groß, Martin ;

    Zitatform

    Giesecke, Johannes & Martin Groß (2003): Temporary employment. Chance or risk? In: European Sociological Review, Jg. 19, H. 2, S. 161-177.

    Abstract

    "The paper investigates whether increased labour-market flexibility leads to a reinforcement of the existing segmentation of the labour market or to a dismantling of barriers in the labour market. Using spell data (employment and unemployment periods) from the German Socio-economic Panel (GSOEP, time period: 1984 - 1999), both determinants of temporary employment and their consequences (e.g. renewed temporary employment, unemployment) are investigated with the help of random-effects logit-models. The results show that respondents' characteristics (amount and type of human capital, previous periods of unemployment), structural variables (industry, firm size), and occupational characteristics (position, marginal employment) influence the risk of finding a temporary job. Furthermore it is shown that fixed-term contracts increase the risk of finding another temporary job or of becoming unemployed after termination of the contract. These results show that fixed-term contracts are primarily part of the secondary labour market, and that they have negative consequences for the employees in this segment. At the same time fixed-term contracts can be seen as providing opportunities in that they are at least an alternative to unemployment. Therefore, an overly simplistic evaluation of temporary employment is to be avoided." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Self-employment in Germany and the UK: labor market regulation, risk-management and gender in comparative perspective (2003)

    Gottschall, Karin ; Kroos, Daniela;

    Zitatform

    Gottschall, Karin & Daniela Kroos (2003): Self-employment in Germany and the UK. Labor market regulation, risk-management and gender in comparative perspective. (ZeS-Arbeitspapier 2003/13), Bremen, 26 S.

    Abstract

    "Within the wide range of new forms of work self-employment seems to be a distinct feature concerning a growing part of the male and female labor force in industry and services in both Germany and the UK. Especially the growth of different forms of solo self-employment is subject to pessimistic as well as optimistic interpretations of the future quality of work and life as well as gender equality. Sound knowledge on the extent and nature of this type of work, however is rare - our comparative analysis therefore seeks to highlight the development of solo self-employment and strategies of risk-management in Germany and the UK. Concentrating on the cultural industries as an emblematic section of the global new economy, it is based on a secondary analysis of national quantitative and qualitative data and on own empirical research. After an introductory summary of the main strands of scientific debate on self-employment, we will first present an overview of volume and structure of solo self-employment growth on the one side, and of social risks tied to this employment status on the other side. We will secondly highlight collective and individual strategies of risk-management from within a regulatory approach. The results of this analysis show that self-employment growth, though a cross-national phenomenon, displays nation specific characteristics if development in time, branch distribution, social risk, and gender are looked at. At the same time new ways of both individual and collective risk-management are emerging. These strategies, however vary in extend and sustainability, indicating an ongoing influence of different national labor market regulations and gender regimes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Die Ich-AG als Arbeitnehmer (2003)

    Greiner, Stefan ;

    Zitatform

    Greiner, Stefan (2003): Die Ich-AG als Arbeitnehmer. In: Der Betrieb, Jg. 56, H. 19, S. 1058-1063.

    Abstract

    "Ich-Ag's unterfallen - entgegen ihrer allgemeinen Wahrnehmung als einer neuen Form 'kleiner Selbständigkeit' - vielfach dem arbeits- und steuerrechtlichen Arbeitnehmerbegriff. Die hieraus resultierenden Gefahren für die Ich-AG und ihre Auftraggeber werden im Einzelnen dargestellt. Zugleich zeigt der Beitrag Missbrauchsgefahren auf und thematisiert praktische Probleme der Anerkennung als Ich-AG, insbesondere die Frage nach dem Prüfungsmaßstab bei der Neubewilligung des Existenzgründungszuschusses." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Beschäftigungsstabilität: Entwicklung und Arbeitszufriedenheit: Ergebnisse aus der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-1997 und der BIBB/IAB-Erhebung (2003)

    Grotheer, Michael; Struck, Olaf ;

    Zitatform

    Grotheer, Michael & Olaf Struck (2003): Beschäftigungsstabilität: Entwicklung und Arbeitszufriedenheit. Ergebnisse aus der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-1997 und der BIBB/IAB-Erhebung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 3, S. 300-328.

    Abstract

    "Seit einigen Jahren blicken wir auf eine Diskussion um die Reichweite einer Entstandardisierung von Beschäftigungsformen und Beschäftigungsstabilität. Hier werden einerseits tiefgreifende Strukturbrüche, anderseits Beständigkeit und Grenzen der Destabilisierung, vor allem in Bereichen qualifizierter, innovativer oder verantwortungsvoller Arbeit konstatiert. Diese Diskussion aufgreifend werden in dem Beitrag zunächst die Argumente der bislang ergebnisoffenen Debatte nachvollzogen. Im Anschluss wird zweitens die Entwicklung der Beschäftigungsformen anhand des Mikrozensus u.a. sowie die Entwicklung der Beschäftigungsdauer anhand der BIBB/IAB-Erhebung und der IAB-Beschäftigtenstichprobe untersucht. Hier zeigt sich: Die Entstandardisierung der Vertragsformen von Erwerbsarbeit schreitet langsam voran. Empirische Belege für einen tiefgreifenden Strukturbruch zeigen sich jedoch nicht. Vielmehr lassen sich seit den siebziger Jahren erhebliche Anteile kurzzeitiger Beschäftigungsverhältnisse beobachten, wobei allerdings ihr Anteil in den neunziger Jahren stieg. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse wird in einem dritten Schritt auf der Datengrundlage der BIBB/IAB-Erhebungen 1991/92 und 1998/99 untersucht, welche Merkmale stabile und instabile Beschäftigungsverhältnisse kennzeichnen. Verdeutlicht wird: Hinweise auf betrieblich-funktionale Grenzen einer stetigen Entstandardisierung beschränken sich - entgegen der Annahmen der Beständigkeits- bzw. Begrenzungsthese - auf einen relativ kleinen Kreis stabil Beschäftigter mit Vorgesetztenfunktionen. Die Ausübung qualifizierter, innovativer oder allgemein verantwortungsvoller Tätigkeiten ist Merkmal sowohl kurz- wie längerfristiger Beschäftigungsverhältnisse. In einem vierten Schritt werden diese Analysen durch Untersuchungen zur Arbeitszufriedenheit einzelner Stabilitätsgruppen ergänzt. Hier sind es vor allem ausbildungsadäquat eingesetzte Beschäftigte ohne subjektives Entlassungsrisiko, die höhere Zufriedenheitswerte aufweisen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung in der EU: die Umsetzung der europäischen Entsenderichtlinien in deutsches Recht (2003)

    Görres, Steffen;

    Zitatform

    Görres, Steffen (2003): Grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung in der EU. Die Umsetzung der europäischen Entsenderichtlinien in deutsches Recht. (Schriften für das gesamte Arbeits- und Sozialrecht 02), Berlin u.a.: BWV Berliner Wissenschafts-Verlag u.a., 418 S.

    Abstract

    "Das Buch behandelt die grenzüberschreitende Entsendung von Arbeitnehmern innerhalb der Europäischen Union. Dabei steht die Baubranche im Zentrum der Betrachtung, denn in diesem Wirtschaftssektor traten und treten die mit der grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung verbundenen Probleme am stärksten zu Tage. Im ersten Teil erfolgt eine Aufarbeitung des rechtlichen Umfeldes der Arbeitnehmerentsendung in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen. Im zweiten Teil wird die europäische Entsenderichtlinie vorgestellt und insbesondere auf ihre Vereinbarkeit mit europäischem Primärrecht hin geprüft. Der dritte Teil behandelt das deutsche Arbeitnehmer-Entsendegesetz. Hier wird neben der Frage der Europarechtskonformität auch der Vereinbarkeit mit nationalem deutschen Recht nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Do fixed-term contracts increase the long-term employment opportunities of the unemployed? (2003)

    Hagen, Tobias ;

    Zitatform

    Hagen, Tobias (2003): Do fixed-term contracts increase the long-term employment opportunities of the unemployed? (ZEW discussion paper 2003-49), Mannheim, 56 S.

    Abstract

    In dem Beitrag wird mit Daten des Socio-oekonomischen Panels untersucht, ob der Abschluss von befristeten Arbeitsverträgen ein Mittel sein kann, Arbeitslose langfristig wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. (IAB)

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    Does fixed-term contract employment raise firms' adjustment speed?: evidence from an establishment panel for West Germany (2003)

    Hagen, Tobias ;

    Zitatform

    Hagen, Tobias (2003): Does fixed-term contract employment raise firms' adjustment speed? Evidence from an establishment panel for West Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 223, H. 4, S. 403-421. DOI:10.1515/jbnst-2003-0403

    Abstract

    "Befristete Verträge sind seit Jahren in der arbeitsmarktpolitischen Debatte. Ihr Einsatz wurde in den achtziger Jahren mit dem Ziel dereguliert, die Flexibilität des Arbeitsmarktes zu erhöhen. Allerdings konnten die bisherigen empirischen Analysen auf Basis von Branchen-Daten keinen positiven Effekt befristeter Verträge auf die Flexibilität des Arbeitsmarktes finden. In diesem Beitrag werden dyanmische Arbeitsnachfragefunktionen auf Basis des IAB-Betriebspanels geschätzt. Dabei wird jeweils eine Funktion für die Gesamtbeschäftigung und eine Funktion für die Beschäftigung abzüglich der Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen geschätzt. Es zeigt sich, dass die 4,3 Prozent befristeten Verträge im Datensatz den Median der Anpassung abhängig von der gewählten Spezifikation um 0,2 bis 3,0 Monate erhöhen. Dieses Ergebnis lässt sich dahingehend interpretieren, dass befristete Verträge von Unternehmen als Anpassungsinstrument für Nachfrageschwankungen genutzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Werkvertrag oder Arbeitnehmerüberlassung? (2003)

    Hamann, Wolfgang;

    Zitatform

    Hamann, Wolfgang (2003): Werkvertrag oder Arbeitnehmerüberlassung? In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 4, S. 20-25.

    Abstract

    "Ob die Reform der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung effektive Impulse für den Arbeitsmarkt bringen wird, muss angesichts der beschlossenen Gesetzesfassung bezweifelt werden. Im Gegenteil steht zu befürchten, dass die "Flucht in den Werkvertrag" zunehmen wird. Wer sich als Unternehmer in den Grenzbereich zur Arbeitnehmerüberlassung begibt, muss Risikovorsorge betreiben. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Werkunternehmer über eine gültige Überlassungserlaubnis verfügt. Die Folgen einer illegal in Form eines Scheinwerkvertrags praktizierten Arbeitnehmerüberlassung stehen in keinem Verhältnis zu dem finanziellen und bürokratischen Aufwand, der mit der Beschaffung einer Überlassungserlaubnis verbunden ist. Und sachlich nicht begründbare Ressentiments gegenüber der Arbeitnehmerüberlassung dürfen für Unternehmen, die am Markt bestehen wollen, ohnehin keine Rolle spielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Wer versorgt den Arbeitskraftunternehmer?: Überlegungen zur Entgrenzung von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen (2003)

    Henninger, Annette;

    Zitatform

    Henninger, Annette (2003): Wer versorgt den Arbeitskraftunternehmer? Überlegungen zur Entgrenzung von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen. In: K. Schönberger & S. Springer (Hrsg.) (2003): Subjektivierte Arbeit : Mensch, Organisation und Technik in einer entgrenzten Arbeitswelt, S. 164-181.

    Abstract

    "Die Autorin prüft die Eignung des Arbeitskraftunternehmer-Konzepts als theoretischen Rahmen für eine Untersuchung der Erwerbsbiografien und der Arrangements von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen im Sektor Neue Medien und Kulturindustrie. Neben der Frage nach Grenzverschiebungen zwischen Arbeit und Leben interessiert dabei, ob sich bei der untersuchten Gruppe Tendenzen für einen Wandel von Geschlechterarrangements identifizieren lassen. Zwar weist der Arbeitskraftunternehmer-Ansatz bestimmte Vorzüge auf, die ihn für eine solche Untersuchung geeignet erscheinen lassen. Für eine gendersensible Analyse von selbständigen Tätigkeiten in hochqualifizierten Dienstleistungsberufen schlägt Henninger jedoch vor, den Ansatz zu erweitern. Hierzu werden unter Rückgriff auf das Konzept der Alltäglichen Lebensführung Vorschläge entwickelt." (Autorenreferat, IZ-Doku)

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    Der Arbeitskraftunternehmer und seine Frau(en): eine geschlechterkritische Revision des Analysekonzepts (2003)

    Henninger, Annette;

    Zitatform

    Henninger, Annette (2003): Der Arbeitskraftunternehmer und seine Frau(en). Eine geschlechterkritische Revision des Analysekonzepts. In: E. Kuhlmann & S. Betzelt (Hrsg.) (2003): Geschlechterverhältnisse im Dienstleistungssektor : Dynamiken, Differenzierungen und neue Horizonte (Schriften des Heidelberger Instituts für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, 06), S. 119-132.

    Abstract

    In ihrem Beitrag unterzieht die Autorin das Konzept des Arbeitskraftunternehmers von Voß und Pongratz (2001) einer Diskussion aus geschlechterkritischer Perspektive. Dabei wird der theoretische Input für eine empirische Untersuchung der Erwerbsbiografien und Arrangements von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen in den Berufsfeldern Journalismus, Webdesign und Softwareentwicklung untersucht. Den Ausgangspunkt der Analyse bildet die These, wonach das Konzept bestimmte Vorzüge aufweist, die es für eine solche Untersuchung geeignet erscheinen lässt. Ebenso finden sich aber Hinweise darauf, dass der Arbeitskraftunternehmer implizit als männlicher Idealtypus konzipiert ist und die damit verbundenen Geschlechterarrangements unterbelichtet bleiben. Dem gemäß orientieren sich die Ausführungen an den Fragen, ob der idealtypische Arbeitskraftunternehmer eine Arbeitsmonade ist oder in einer Partnerschaft lebt und wenn ja, welche partnerschaftlichen Geschlechterarrangements dabei zu erwarten sind. In einem ersten Schritt wird sodann das Konzept des Arbeitskraftunternehmers dargestellt, das sich durch die Annahme einer Entgrenzung von Arbeit (Erwerbsarbeit, berufliche Weiterbildung, berufsbezogenes Engagement) und Leben (Familie, Freizeit, soziale Bindungen, gesellschaftliches oder politisches Engagement) auszeichnet. Im Anschluss werden Vorschläge für eine Erweiterung dieses Modells präsentiert. Hier wird auf Überlegungen zurückgegriffen, die mit dem Konzept der Alltäglichen Lebensführung oder mit Ansätzen der sozialstrukturell orientierten Lebenslaufforschung arbeiten. Sie gliedern sich in Anstöße für die Analyse (1) selbständiger Arbeit und (2) der Verknüpfung von Arbeit und Leben. In einem dritten, abschließenden Schritt gelangt die Autorin aufgrund der Befunde zu der Annahme, dass sich das von Voß und Pongratz entwickelte Konzept entlang der Frage weiterentwickeln lässt, mit welchen Geschlechterarrangements der Leittypus des Arbeitskraftunternehmers verbunden sein wird. (IZ-Doku)

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    The change in work arrangements in Denmark and Germany: erosion or renaissance of standards? (2003)

    Hoffmann, Edeltraud; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Hoffmann, Edeltraud & Ulrich Walwei (2003): The change in work arrangements in Denmark and Germany. Erosion or renaissance of standards? In: S. Houseman & M. Osawa (Hrsg.) (2003): Nonstandard work in developed economies : causes and consequences, S. 15-52.

    Abstract

    Es werden die allgemeinen Trends bei Beschäftigungsverhältnissen in Europa dargestellt (Vollzeit-, Teilzeitarbeit, Selbständigkeit, zeitweise Beschäftigung) und die Änderungen in Dänemark und Deutschland für den Zeitraum 1985 bis 1998 diskutiert. Während in Deutschland der Anteil der Vollzeitbeschäftigung in diesem Zeitraum von 68 auf 63% gesunken ist, stieg er in Dänemark von 57 auf 62%. Dieser Unterschied ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass in Deutschland stärkere Regulierungen im Arbeitsmarkt existieren und höhere Sozialkosten anfallen. Insofern deuten die Änderungen in Deutschland weniger auf einen künftigen diversifizierten Arbeitsmarkt hin, als vielmehr auf die Notwendigkeit von Reformen. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Nonstandard work in developed economies: causes and consequences (2003)

    Houseman, Susan; Osawa, Machiko;

    Zitatform

    Houseman, Susan & Machiko Osawa (Hrsg.) (2003): Nonstandard work in developed economies. Causes and consequences. Kalamazoo: Upjohn Institute for Employment Research, 513 S.

    Abstract

    Der Sammelband befasst sich mit dem Wandel der Normalarbeitsverhältnisse von der Vollzeitbeschäftigung hin zu Formen wie Leiharbeit oder Zeitarbeit. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    The role of temporary agency employment in tight labor markets (2003)

    Houseman, Susan N. ; Erickcek, George A.; Kalleberg, Arne L.;

    Zitatform

    Houseman, Susan N., Arne L. Kalleberg & George A. Erickcek (2003): The role of temporary agency employment in tight labor markets. In: Industrial and Labor Relations Review, Jg. 57, H. 1, S. 105-127.

    Abstract

    Auf der Grundlage von Fallstudien in sechs Krankenhäusern und bei fünf Autoteileherstellern, in deren Verlauf 1999 und 2000 intensive Gespräche geführt wurden, wird in dem Beitrag dargestellt, warum Arbeitgeber Leiharbeitnehmer für hoch- und niedrigqualifizierte Tätigkeiten einstellen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Female labour force participation: past trends and main determinants in OECD countries (2003)

    Jaumotte, Florence ;

    Zitatform

    Jaumotte, Florence (2003): Female labour force participation. Past trends and main determinants in OECD countries. (OECD Economics Department working papers 376), Paris, 66 S. DOI:10.1787/082872464507

    Abstract

    "This paper examines the determinants of female labour force participation in OECD countries, including a number of policy instruments such as the tax treatment of second earners (relative to single individuals), childcare subsidies, child benefits, paid maternity and parental leaves, and tax incentives to sharing market work between spouses. The econometric analysis uses a panel data set covering 17 OECD countries over the period 1985-1999, and distinguishes between part-time and full-time female participation rates. It shows a positive impact on female participation of a more neutral tax treatment of second earners (relative to single individuals), stronger tax incentives to share market work between spouses, childcare subsidies, and paid maternity and parental leaves Unlike childcare subsidies, child benefits reduce female participation due to an income effect and their lump-sum character. Finally, female education, the general labour market conditions, and cultural attitudes remain major determinants of female participation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Entstandardisierte Erwerbsmuster im europäischen Vergleich: eine empirische Analyse für fünf Länder unter besonderer Berücksichtigung von Deutschland (2003)

    Kaiser, Lutz C.;

    Zitatform

    Kaiser, Lutz C. (2003): Entstandardisierte Erwerbsmuster im europäischen Vergleich. Eine empirische Analyse für fünf Länder unter besonderer Berücksichtigung von Deutschland. Bochum, 500 S.

    Abstract

    Erwerbsarbeit übernimmt in ihrer heutigen Form die Funktion der monetären Teilhabe an gesellschaftlicher Wohlfahrt und der nicht-pekuniären Positionierung innerhalb der gesellschaftlichen Realität. Als Maßstab für die Bewertung dieser Teilhabe und Positionierung kann die individuelle Erwerbschance in Form der Wahrscheinlichkeit der Besetzung einer bestimmten Erwerbsform bzw. der Position des Status Nichterwerbstätigkeit gelten. Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung entstandardisierter Erwerbsmuster theoretisch und empirisch zu erfassen und auf dieser Basis einen Ausblick auf eine sich weiter verändernde Organisation von Erwerbsarbeit zu geben. Im Mittelpunkt steht die Gegenüberstellung standardisierter und entstandardisierter Erwerbsmuster und deren Konsequenzen für die jeweiligen Bezugsgruppen. Auf Basis eines internationalen Vergleichs von Deutschland mit Dänemark, den Niederlanden, Portugal und Großbritannien wird untersucht, wie sich entstandardisierte Erwerbsmuster in den jeweiligen Ländern entwickelt haben, welche Formen von entstandardisierten Erwerbsmustern bzw. welche jeweiligen (empirischen) Größenordnungen sich abzeichnen und wie jene theoretisch erklärt werden können. Außerdem wird untersucht, ob und inwiefern sich unterschiedliche entstandardisierte Erwerbsformen hinsichtlich der Arbeitszufriedenheit zu standardisierten Erwerbsformen unterscheiden, da zumindest für stabile und gesicherte Beschäftigungsverhältnisse eine hohe Arbeitsmotivation nachgewiesen wurde. Insgesamt zeigen die deskriptiven Analysen, dass sich hinter der pauschalen Hypothese der sogenannten Erosion von Normalarbeitsverhältnissen in erster Line ein vermehrtes Erwerbsstreben von Frauen verbirgt. Die Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass in erster Linie Frauen entstandardisierte Erwerbsformen nachfragen anstatt, wie auf Seiten von Männern, standardisierte Erwerbsformen zu besitzen. (IAB)

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    Prekäre Beschäftigung im Vereinigten Königreich und Deutschland: welche Rolle spielen unterschiedliche institutionelle Kontexte? (2003)

    Kim, Anna; Kurz, Karin ;

    Zitatform

    Kim, Anna & Karin Kurz (2003): Prekäre Beschäftigung im Vereinigten Königreich und Deutschland. Welche Rolle spielen unterschiedliche institutionelle Kontexte? In: W. Müller & S. Scherer (Hrsg.) (2003): Mehr Risiken - mehr Ungleichheit? : Abbau von Wohlfahrtsstaat, Flexibilisierung von Arbeit und die Folgen (Mannheimer Jahrbuch für Europäische Sozialforschung, 07), S. 167-197.

    Abstract

    Der Beitrag vergleicht die Arbeitsmärkte in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland, wobei die Deregulierung in den 1980er- und 1990er-Jahren und die Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse (Teilzeitarbeit, befristete Verträge, Ein-Personen-Selbständigkeit) im Mittelpunkt stehen. Die Unterschiede zwischen den beiden Ländern in Bezug auf Bildungssystem und die Geschlechterdimension des Wohlfahrtsstaates wird dargestellt. Die vergleichende empirische Analyse zeigt, dass prekäre Beschäftigungen auf den ersten Blick sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien überraschend wenig verbreitet zu sein scheinen. Im Jahr 1996 waren lediglich vier Prozent der deutschen und sieben Prozent der britischen Erwerbstätigen von marginaler Teilzeitarbeit betroffen, wobei der Anteil niedrig qualifizierter Frauen dabei hoch ist. Mit neun Prozent ist auch der Anteil befristeter Verträge in beiden Ländern niedrig. Vor allem in Deutschland sind hier auch hoch Qualifizierte betroffen. Hinsichtlich der beruflichen Selbständigkeit unterscheiden sich beide Länder bezüglich der Qualifikation: In Großbritannien sind niedrig Qualifizierte häufiger selbstständig als in Deutschland, wo stärkere Auflagen in Bezug auf Bildung und Berufserfahrung die Ein-Personen-Selbständigkeit einschränken. Aufgrund der institutionellen Besonderheiten in beiden Ländern sind die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung mit jeweils unterschiedlichem Ausmaß an Unsicherheit verbunden. (IAB)

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    Atypische Beschäftigung: auf der Suche nach den Grenzen zwischen Missbrauch und gewünschter sowie sozialpolitisch vertretbarer Flexibilität (2003)

    Kirisits, Marcel;

    Zitatform

    Kirisits, Marcel (2003): Atypische Beschäftigung. Auf der Suche nach den Grenzen zwischen Missbrauch und gewünschter sowie sozialpolitisch vertretbarer Flexibilität. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 29, H. 1, S. 39-61.

    Abstract

    "Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist auf dem österreichischen Arbeitsmarkt eine Zunahme von Beschäftigungsverhältnissen festzustellen, die vom so genannten Normalarbeitsverhältnis, welches durch abhängige, vollzeitliche, kontinuierliche und auf geregelter Arbeitszeit und geregeltem Einkommen basierende Tätigkeit charakterisiert wird, abweichen. Alle Beschäftigungsverhältnisse, die dieser Norm nicht entsprechen, werden in der Literatur unter dem Sammelbegriff 'atypische Beschäftigung' zusammengefasst. Darunter fallen so unterschiedliche Ausprägungen wie Teilzeitarbeit, geringfügige Beschäftigung, befristete Beschäftigung, Leiharbeit und (Schein-)Selbstständigkeit in Form von Werk- und freien Dienstverträgen. Die unterschiedliche arbeits- und sozialrechtliche Ausgestaltung dieser Beschäftigungsformen sowie heterogene Motiv- und Lebenslagen betroffener Personen machen eine generelle Beurteilung aus Sicht von Arbeitnehmerinteressenvertretungen schwierig. Vor allem die zunehmende Verbreitung neuer (Schein-)Selbstständigkeit entzieht sich dem tradierten Unternehmer-Arbeitnehmer-Schema und verschleiert nach wie vor bestehende Mechanismen von Machtausübung und Ausbeutung sowie die damit verbundene Externalisierung bestimmter Unternehmerrisiken. Die veränderte Struktur des Arbeitsmarktes wirft schließlich Fragen nach dem Sinn einer im Wesentlichen an quantitativen Zielen orientierten Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Die Hartzschen Mini-Jobs - Eine Chance für Arbeitslose? (2003)

    Knabe, Andreas ;

    Zitatform

    Knabe, Andreas (2003): Die Hartzschen Mini-Jobs - Eine Chance für Arbeitslose? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 83, H. 4, S. 245-250.

    Abstract

    Die Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes sehen auch die Ausweitung der geringfügig entlohnten Beschäftigung vor. In dem Beitrag wird untersucht, ob die so genannten Mini-Jobs einen arbeitsmarktpolitischen Fortschritt bedeuten. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass durch die Reform keine neuen Arbeitsplätze entstehen werden und die Arbeitslosigkeit nicht sinken wird. (IAB)

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    Mini- und Midi-Jobs als Niedrigeinkommensstrategie in der Arbeitsmarktpolitik: "Erfolgsstory" oder Festschreibung des geschlechtsspezifisch segregierten Arbeitsmarktes (2003)

    Koch, Angelika; Bäcker, Gerhard;

    Zitatform

    Koch, Angelika & Gerhard Bäcker (2003): Mini- und Midi-Jobs als Niedrigeinkommensstrategie in der Arbeitsmarktpolitik. "Erfolgsstory" oder Festschreibung des geschlechtsspezifisch segregierten Arbeitsmarktes. (WSI-Diskussionspapier 117), Düsseldorf, 28 S.

    Abstract

    Der Beitrag konzentriert sich in einer empirischen Analyse auf die Förderung von Mini- und Midi-Jobs. Mit der zum 01.04.2003 in Kraft getretenen Neuregelung in diesem Bereich setzt die Bundesregierung - unter besonderer Berücksichtigung der Förderung sog. haushaltsnaher Dienstleistungen - zum einen auf die Ausweitung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse (Mini-Jobs) durch Anhebung der Einkommensgrenze auf 400 Euro. Zum anderen sollen Arbeitsplätze im Einkommensbereich zwischen 400 und 800 Euro durch reduzierte Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer/innen geschaffen werden (Midi-Jobs). Die Studie geht der Fragen nach, wie der Beschäftigungseffekt einzuschätzen ist, welche Annahmen zu den Entwicklungen von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage sich treffen lassen und welche Rückwirkungen die Förderegelungen auf die nicht-subventionierten Arbeitsverhältnisse haben. Des weiteren wird untersucht, welches (unausgesprochene) geschlechtspolitische Leitbild die Politik prägt und welche Entwicklungen zu prognostizieren sind. Auch werden die Auswirkungen auf das Ziel einer ausreichenden materiellen und sozialen Sicherung beleuchtet. Abschließend wird analysiert, inwieweit arbeitsmarktpolitische, sozialrechtliche und steuerrechtliche Regelungen ineinander greifen. Die Analyse zeigt u.a. unter beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten, dass die Reform kaum zum Abbau von Arbeitslosigkeit sowie zur Schaffung neuer Arbeitsplätze geeignet ist, da im hohen Maße Mitnahme- und Substitutionseffekte zu erwarten sind. Mit dieser Reform wird die Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt fort- und festgeschrieben. Avancieren die "kleinen Jobs" zum beschäftigungspolitischen Hoffnungsträger, beinhaltet dies zum einen eine Abkehr von gesellschaftspolitischen Leitbild des bestehenden Normalarbeitsverhältnisses und zum anderen von einer Perspektive, die dessen geschlechtshierarchische Konstruktion zu überwinden sucht. (IAB)

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    Ich-AG oder Überbrückungsgeld?: Wer die Wahl hat, hat die Qual (2003)

    Koch, Susanne ; Wießner, Frank;

    Zitatform

    Koch, Susanne & Frank Wießner (2003): Ich-AG oder Überbrückungsgeld?: Wer die Wahl hat, hat die Qual. (IAB-Kurzbericht 02/2003), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    Mit der Ich-AG wurde am 1. Januar 2003 neben dem Überbrückungsgeld ein zweites Förderinstrument für Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit eingeführt. In dem Beitrag werden die beiden Instrumente in Beispielrechnungen verglichen. Es wird festgestellt, dass auch die Neuregelung ihre Tücken hat. Sie lohnt sich vor allem für Existenzgründer mit geringem Arbeitslosengeldanspruch, weil auch deren Überbrückungsgeld entsprechend niedrig wäre - also für Geringqualifizierte oder vor der Arbeitslosigkeit Teilzeitbeschäftigte. Übersteigt das Arbeitseinkommen des neugegründeten Unternehmens schon im ersten Jahr 25000 Euro, ist das Überbrückungsgeld aber oft die bessere Alternative. Welchen Beitrag das neue Instrument zur Schaffung zusätzlicher Beschäftigung leisten kann, ist noch nicht abzusehen. (IAB)

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    Die "Ich-AG" - ein neuer Weg aus der Arbeitslosigkeit (2003)

    Koch, Susanne ; Wießner, Frank;

    Zitatform

    Koch, Susanne & Frank Wießner (2003): Die "Ich-AG" - ein neuer Weg aus der Arbeitslosigkeit. In: Bundesarbeitsblatt H. 3, S. 4-9.

    Abstract

    Die Autoren stellen das neue Förderungsinstrument der "Ich-AG" bzw. "Familien-AG" vor, das als Existenzgründungszuschuss seit dem 1. Januar 2003 fester Bestandteil des Instrumentariums der aktiven Arbeitsmarktpolitik ist. Sie erläutern Modellrechnungen zum Vergleich bestehender Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für vormals arbeitslose Existenzgründer (Überbrückungsgeld) mit dem neuen Angebot. (IAB)

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    Mit Mini- und Midi-Jobs aus der Arbeitslosigkeit?: die Neuregelungen zur Beschäftigungsförderung im unteren Einkommensbereich (2003)

    Koch, Angelika; Bäcker, Gerhard;

    Zitatform

    Koch, Angelika & Gerhard Bäcker (2003): Mit Mini- und Midi-Jobs aus der Arbeitslosigkeit? Die Neuregelungen zur Beschäftigungsförderung im unteren Einkommensbereich. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 52, H. 4, S. 94-102.

    Abstract

    Der Beitrag beschreibt die Neuregelungen zur Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich und vergleicht sie mit den Regelungen aus dem Jahr 1999. Daran anschließend werden die geänderten rechtlichen Bestimmungen analysiert und ihre Auswirkungen bewertet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sie unter Beschäftigungspolitischen Aspekten zu beurteilen und welche sozial- und geschlechterpolitischen Folgen zu erwarten sind. (IAB2)

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    Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit (2003)

    Kossens, Michael;

    Zitatform

    Kossens, Michael (2003): Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 2, S. 21-23.

    Abstract

    Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die zentralen Inhalte des Zweiten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, das mit Ausnahme der Regelungen über die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (Geltung ab 1.4.2003) zum 1.1.2003 in Kraft trat. Selten ist ein Gesetzentwurf im Vermittlungsausschuss so grundlegend verändert worden. Die von der Hartz-Kommission vorgeschlagene "Ich-AG" findet sich nur noch als Zuschussregelung im SGB III wieder. Und schließlich wurde neben der eigentlich nicht geplanten Aufhebung von § 7 Abs. 4 SGB IV (Scheinselbständigkeit) eine Neugestaltung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse und des Niedriglohnsektors bis 800 Euro vorgenommen. (IAB2)

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    Arbeitsbedingungen und Perspektiven von Zeitarbeitern (2003)

    Kvasnicka, Michael ; Werwatz, Axel ;

    Zitatform

    Kvasnicka, Michael & Axel Werwatz (2003): Arbeitsbedingungen und Perspektiven von Zeitarbeitern. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 70, H. 46, S. 717-725.

    Abstract

    "In dem Bericht wird erstmals die seit 2001 im Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des DIW Berlin erfasste Tätigkeit in einer Zeitarbeitsfirma mit Blick auf die Arbeitsbedingungen ausgewertet. Zudem werden die beruflichen Perspektiven von Arbeitnehmern vor und während ihrer Tätigkeit in einem Zeitarbeitsverhältnis näher betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass vormals beschäftigte Zeitarbeiter weitaus öfter ihre frühere Stelle durch eine Betriebsstilllegung oder durch eine arbeitgeberseitige Kündigung verloren als andere Arbeitnehmer; auch hatten sie im Vergleich zu diesen zum Zeitpunkt der Beendigung des letzten Arbeitsverhältnisses weitaus seltener konkrete Perspektiven hinsichtlich einer Anschlussbeschäftigung. Zeitarbeiter schätzen den folgenden Stellenwechsel im Vergleich zu Stellenwechslern in der Gesamtwirtschaft zwar weniger positiv ein, aber vor dem Hintergrund der eigenen Erwerbsbiographie stufen sie die Arbeitsbedingungen in der neuen Anstellung überwiegend gleichwertig oder sogar besser als in der vorausgegangenen ein. Insgesamt sind Zeitarbeiter kaum unzufriedener mit der Arbeit als vergleichbare Arbeitnehmer in anderen Beschäftigungsverhältnissen. Während hinsichtlich der Einschätzung des herrschenden Arbeitsklimas und der Fortbildungsmöglichkeiten keine bedeutenden Unterschiede vorliegen, geben Zeitarbeiter häufiger als vergleichbare Arbeitnehmer an, belastenden Umwelteinflüssen und Unfallrisiken ausgesetzt zu sein. In Bezug auf die beruflichen Perspektiven schätzen Zeitarbeiter das Risiko, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, nicht höher ein als andere. Allerdings ist für sie die Wahrscheinlichkeit größer, von sich aus bald eine neue Stelle zu suchen, einen beruflichen Neuanfang zu machen oder in die Selbständigkeit überzuwechseln, denn einen beruflichen Aufstieg im gegenwärtigen Betrieb erachten Zeitarbeiter als wenig wahrscheinlich. Alles in allem erscheinen die Arbeitsbedingungen und die beruflichen Perspektiven von Zeitarbeitern im Vergleich zu Arbeitnehmern in der Gesamtwirtschaft gemessen an den Erwartungen weitaus heterogener; die Bedingungen sind aber nicht, wie bislang oft angenommen, durchweg schlechter." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Leiharbeit und befristete Beschäftigung: neue Formen sozialer Gefährdung oder Chance auf Arbeitsmarktintegration? (2003)

    Linne, Gudrun; Vogel, Berthold;

    Zitatform

    Linne, Gudrun & Berthold Vogel (Hrsg.) (2003): Leiharbeit und befristete Beschäftigung. Neue Formen sozialer Gefährdung oder Chance auf Arbeitsmarktintegration? (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 68), Düsseldorf, 62 S.

    Abstract

    "Befristete Arbeitsverhältnisse und Leiharbeit werden zunehmend zu Hoffnungsträgern der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Bereits mehrfach hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten zur Befristung von Arbeitsverträgen und zum Einsatz von Leiharbeit erweitert. Und das seit Jahresbeginn 2003 gültige 'Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' - Resultat der Hartz-Kommission - macht deutlich, dass befristete Arbeitsverhältnisse und speziell die Leiharbeit zu den entscheidenden Stellschrauben bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit avancieren. Doch Leiharbeit und Befristungen bleiben konträr diskutierte Beschäftigungsformen. Ihre Befürworter werten sie als 'Einstiegshilfen' in das Arbeitsleben und geeignete Instrumente einer neuen, flexibleren Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Skeptiker hingegen sehen in diesen Arbeitsverhältnissen die Gefahr, dass sich verminderte Beschäftigungsstandards und instabile Beschäftigunsformen ausbreiten. In dem Band ... stellen verschiedene AutorInnen neuere Forschungsbefunde zur Leiharbeit und befristeten Beschäftigung vor und diskutieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln die rechtlichen, arbeitsmarktpolitischen und sozialen Wirkungen dieser Beschäftigungsverhältnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Befristungen von Arbeitsverhältnissen im Wissenschaftsbetrieb der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in der ärztlichen Weiterbildung (2003)

    Lipke, Gert-Albert;

    Zitatform

    Lipke, Gert-Albert (2003): Befristungen von Arbeitsverhältnissen im Wissenschaftsbetrieb der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in der ärztlichen Weiterbildung. Neuwied u.a.: Luchterhand, 105 S.

    Abstract

    "Im Zentrum der Reform des Hochschulrahmengesetzes steht die Neuordnung des Qualifikationsweges für Hochschullehrer (Stichwort Juniorprofessur). Ziel ist die Förderung der personellen Fluktuation zur Sicherung der Innovationsfähigkeit von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Regelung der Beschäftigung in befristeten Arbeitsverhältnissen in den §§ 57a ff. HRG ist konzeptionell vollkommen umgestaltet worden. Diese Bestimmungen sind von eminent praktischer Bedeutung, da sie die Beschäftigung des wissenschaftlichen Nachwuchses im sogenannten 'Mittelbau' betreffen.
    Erläutert werden:
    - das neue Regelungssystem mit den jeweiligen Befristungshöchstgrenzen
    - Verhältnis der §§ 57a ff. HRG zum TzBfG und zu den Sonderregelungen für Zeitangestellte, Angestellte für Aufgaben mit begrenzter Dauer und für Aushilfsangestellte
    - Befristungsmöglichkeiten außerhalb des HRG." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Die Vorgeschichte der "Ich-AG": Prekäre Arbeit im Reinigungsgewerbe (2003)

    Mayer-Ahuja, Nicole;

    Zitatform

    Mayer-Ahuja, Nicole (2003): Die Vorgeschichte der "Ich-AG": Prekäre Arbeit im Reinigungsgewerbe. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 10, S. 604-609.

    Abstract

    "Das Reinigungsgewerbe ist in vieler Hinsicht typisch für den gering qualifizierten Dienstleistungssektor, dessen gezielte Ausweitung laut Befürwortern der 'Niedriglohnstrategie' die Massenarbeitslosigkeit reduzieren soll. In dem Beitrag wird argumentiert, dass zwischen 1973 und 1998 keine nennenswerte Schaffung zusätzlicher Stellen nachzuweisen ist. Vielmehr fand eine Verlagerung von Arbeitsplätzen aus dem öffentlichen Dienst in private Reinigungsfirmen und schließlich in Privathaushalte statt, was mit einem Übergang von sozialversicherter Voll- und Teilzeitarbeit zu 'geringfügiger' Beschäftigung einherging. Diese magere Bilanz ist umso bemerkenswerter, als die Arbeitsverhältnisse von Reinigungsfrauen (wie vielfach gefordert) immer kostengünstiger, rechtlich flexibler und kurzfristiger wurden bzw. immer weiter hinter den materiellen, rechtlichen und betrieblichen Integrationsstandards zurückblieben, die (spätestens seit Ende der 1950er Jahre) durch das bundesdeutsche 'Normalarbeitsverhältnis' gesetzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Wieder dienen lernen? Vom westdeutschen "Normalarbeitsverhältnis" zu prekärer Beschäftigung seit 1973 (2003)

    Mayer-Ahuja, Nicole;

    Zitatform

    Mayer-Ahuja, Nicole (2003): Wieder dienen lernen? Vom westdeutschen "Normalarbeitsverhältnis" zu prekärer Beschäftigung seit 1973. Berlin: Edition Sigma, 359 S.

    Abstract

    "Wir müssen wieder lernen, uns bedienen zu lassen!" So lautet die Forderung derer, die eine gezielte Ausweitung gering qualifizierter Dienstleistungen als Mittel zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit anpreisen. Wie Menschen arbeiten, die lernen sollen, "uns" zu dienen, gerät dabei meist aus dem Blick. Dies ist um so erstaunlicher, als prekäre Beschäftigung in der Bundesrepublik keineswegs Zukunftsmusik ist. Die Autorin rekonstruiert in diesem Buch die wechselvolle Geschichte von Jobs, die hinter den Integrationsstandards des sozialpolitischen Nachkriegs-Arrangements "Normalarbeitsverhältnis" zurückblieben. Der Fall des Reinigungsgewerbes zeigt dabei, wie unterschiedlich sich staatlicher und unternehmerischer Umgang mit "einfachen" Dienstleistungen gestalten konnte, wenn sie im öffentlichen Dienst, in Reinigungsfirmen oder aber im Privathaushalt verrichtet wurden. Die mit der Wirtschaftskrise im Jahre 1973 einsetzende Tendenz zu Lohnsenkung, rechtlicher Flexibilisierung und betrieblicher Isolierung verschlechterte die Arbeitsbedingungen aller Reinigungskräfte. Der versprochene massive Zuwachs an Arbeitsplätzen für benachteiligte Beschäftigtengruppen ist hingegen in dieser Branche nicht nachweisbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Der "Gleichheitsgrundsatz" bei Leiharbeit: Entlohnung und Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern im europäischen Vergleich (2003)

    Nienhüser, Werner ; Matiaske, Wenzel ;

    Zitatform

    Nienhüser, Werner & Wenzel Matiaske (2003): Der "Gleichheitsgrundsatz" bei Leiharbeit. Entlohnung und Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern im europäischen Vergleich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 8, S. 466-473.

    Abstract

    "Auf Basis der Daten des 'Third European Survey on Working Conditions' (ESWC) (eine Befragung von über 21 Tsd. Arbeitnehmer und Selbständige aus 15 EU-Ländern, darunter 345 Leiharbeitern) untersuchen die Autoren, ob Leiharbeiter - im Vergleich zu Beschäftigten im Normalarbeitsverhältnis - ungünstigere Arbeits- und Entlohnungsbedingungen haben und ob diese Unterschiede auf die Leiharbeit 'an sich' oder auf Merkmale wie Qualifikation, Berufserfahrung etc. zurückzuführen sind. Darüber hinaus analysieren sie, ob in europäischen Ländern, in denen für Leiharbeiter der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt, dieselben Unterschiede wie in Ländern bestehen, in denen dieser Grundsatz nicht gilt. Die Befunde zeigen erstens, dass die als Diskriminierung zu wertenden Unterschiede zwischen Leiharbeitern und Beschäftigten im Normalarbeitsverhältnis auch nach statistischer Kontrolle anderer Einflussgrößen bestehen bleiben. Zweitens reduziert die Geltung des Gleichbehandlungsgrundsatzes die Schlechterstellung hinsichtlich des Einkommens, erhöht sie aber bei der Weiterbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Hartz and more: Zum Abbau der Arbeitlosigkeit durch Leiharbeit (2003)

    Ochel, Wolfgang;

    Zitatform

    Ochel, Wolfgang (2003): Hartz and more: Zum Abbau der Arbeitlosigkeit durch Leiharbeit. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 56, H. 1, S. 21-32.

    Abstract

    "Eine Reform des Arbeitsmarktes ist überfällig. Im Verlaufe des Jahres 2002 sind dazu mehrere grundlegende Vorschläge vorgelegt worden - unter anderem vom ifo Institut, der Hartz-Kommission und vom Sachverständigenrat -, die das Instrument der Leiharbeit nutzen wollen, um Arbeitlose in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. In der öffentlichen Debatte haben die Vorschläge der Hartz-Kommission die größte Aufmerksamkeit gefunden. Sie beinhalten den Ausbau der gewerblichen Leiharbeit und die Schaffung von Personal-Service-Agenturen (PSA). Diese Maßnahmen dürften einen positiven Beitrag zur Reduktion der Arbeitslosigkeit leisten. Allerdings sollte der Begünstigtenkreis eingeschränkt und auf eine großzügige Subventionierung der PSAs verzichtet werden, um zu große fiskalische Belastungen zu vermeiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Erwerbsformen im Wandel: Integration oder Ausgrenzung durch atypische Beschäftigung?: Berlin und die Bundesrepublik Deutschland im Vergleich (2003)

    Oschmiansky, Heidi; Oschmiansky, Frank;

    Zitatform

    Oschmiansky, Heidi & Frank Oschmiansky (2003): Erwerbsformen im Wandel: Integration oder Ausgrenzung durch atypische Beschäftigung? Berlin und die Bundesrepublik Deutschland im Vergleich. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2003-106), Berlin, 91 S.

    Abstract

    "Seit den 80er Jahren haben atypische Erwerbsformen gegenüber dem traditionellen Normalarbeitsverhältnis in der Bundesrepublik Deutschland an Bedeutung gewonnen. In der arbeitsmarktpolitischen Debatte gilt das Interesse an Erwerbsformen wie Leiharbeit, geringfügige und befristete Beschäftigung deren Beitrag zur Arbeitsmarktintegration. Diese Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob atypische Erwerbsformen den Übergang in reguläre Beschäftigung eher erleichtern oder erschweren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Risikopotential atypischer Erwerbsformen mit Blick auf den zukünftigen Erwerbsverlauf. Auf Basis des Mikrozensus wird die Entwicklung der Erwerbsformen zwischen 1985 und 2001 in der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin verglichen. In die Analyse, die auch eine geschlechtsspezifische Differenzierung bietet, ist die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung mit einbezogen. Die empirischen Befunde zeigen, dass das Normalarbeitsverhältnis in der Bundesrepublik nach wie vor die bedeutsamste Erwerbsform darstellt und die Erwerbsquote in dieser Erwerbsform seit Mitte der 80er Jahre fast konstant geblieben ist. In Berlin hat sich allerdings seit Beginn der 90er Jahre ein dramatischer Einbruch bei den Normalarbeitsverhältnissen gezeigt. Dagegen weisen alle atypischen Erwerbsformen, insbesondere die befristete und die Teilzeitbeschäftigung wie auch die Leiharbeit, in der Bundesrepublik und in Berlin große Zuwachsraten auf. Mit der Ausweitung atypischer Erwerbsformen in der Bundesrepublik ging auch der Anstieg der Frauenerwerbsbeteiligung einher. Die Zunahme der atypischen Erwerbsformen hat demnach die Arbeitsmarktintegration von Frauen forciert. Doch welche längerfristigen Effekte hat atypische Beschäftigung auf den individuellen Erwerbsverlauf? Hinweise hierauf bieten die Segmentationstheorien und insbesondere das Modell des viergeteilten Arbeitsmarktes von Sengenberger. Analog zum segmentierten Arbeitsmarkt ist die Vorstellung von segmentierten Erwerbsformen denkbar. Danach sind atypische Erwerbsformen den externen Teilarbeitsmärkten mit unsicheren Arbeitsbedingungen zuzuordnen; sie werden zur Deckung von Nachfrageschwankungen, zur Kostenentlastung und zur Abwälzung von Beschäftigungsrisiken eingesetzt. Zwischen den Erwerbsformen erschweren Mobilitätsbarrieren den Übergang aus einer atypischen Erwerbsform in ein Normalarbeitsverhältnis. Die Segmentation vollzieht sich als dynamischer Prozess, d.h. weitere Erwerbstätigkeit im Rahmen einer atypischen Erwerbsform mindert die Chance, zukünftig im Rahmen eines Normalarbeitsverhältnisses tätig zu sein. Die atypisch Erwerbstätigen haben ein steigendes Risiko, dauerhaft von regulärer Beschäftigung ausgeschlossen zu bleiben. Sengenbergers Stigmatisierungsthese entsprechend wird zudem eine frühere Erwerbstätigkeit im Rahmen atypischer Beschäftigungsform bei zukünftigen Bewerbungen zum Stigmatisierungsgrund. Die Hypothese der Mobilitätsbarrieren zwischen den Erwerbsformen wird anhand verschiedener quantitativer und qualitativer Studien zu atypischen Erwerbsformen geprüft. Die Studien zeigen, dass der Übergang aus atypischen Erwerbsformen in reguläre Beschäftigung erschwert ist. Zum Teil ist die Wahrscheinlichkeit nach Beendigung einer atypischen Beschäftigung wieder atypisch erwerbstätig zu sein, gleich hoch oder sogar höher. Die Stigmatisierungshypothese lässt sich nicht direkt empirisch nachweisen, in einigen angeführten Studien finden sich jedoch Hinweise darauf. Abschließend werden ausgewählte neuere arbeitsmarktpolitische Regelungen und Reformen zu den atypischen Erwerbsformen diskutiert. Einige der Regelungen werden zwar die Übergangsmöglichkeiten aus einer atypischen Beschäftigung vergrößern. So wird beispielsweise die Neuregelung zur Teilzeitbeschäftigung dazu beitragen, die Mobilitätsbarrieren zwischen Teil- und Vollzeit zu verringern. Die meisten hier diskutierten arbeitsmarktpolitischen Regelungen der jüngsten Zeit zielen aber auf die Ausweitung atypischer Beschäftigung, so die Regelungen zu den Minijobs, zur Ich-AG, die Neuerungen zur befristeten Beschäftigung und zur gewerblichen Leiharbeit. Sie werden zu einer Verdrängung und Aufsplittung von Normalarbeitsverhältnissen wie zu vermehrter Scheinselbständigkeit führen und die Segmentierung zwischen den Erwerbsformen eher verstärken. Damit vergrößern sie die Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Betroffen hiervon werden vor allen Frauen und Jüngere sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Zeitarbeit - eine alternative Beschäftigungsform zur "Normalarbeit"? (2003)

    Pietrzyk, Ulrike ; Bergmann, Bärbel;

    Zitatform

    Pietrzyk, Ulrike & Bärbel Bergmann (2003): Zeitarbeit - eine alternative Beschäftigungsform zur "Normalarbeit"? In: Wirtschaftspsychologie, Jg. 5, H. 1, S. 65-68.

    Abstract

    In dem Beitrag wird nach Bedingungen und Voraussetzungen gefragt, die die Leiharbeit für Qualifizierung und berufliche Kompetenzentwicklung sowie den Erhalt von Gesundheit bereitstellt. Hierzu werden erste empirische Ergebnisse einer vergleichenden Querschnittuntersuchung von Leiharbeitnehmern (n= 62) und dauerhaft beschäftigten Facharbeitern (n=36) in der Fertigungsbranche zur Diskussion gestellt. Es zeigt sich, dass die Arbeitssituation von Leiharbeitnehmern Risiken für die Entwicklung beruflicher Kompetenz und gesundheitliche Gefahren birgt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitskraftunternehmer: Erwerbsorientierungen in entgrenzten Arbeitsformen (2003)

    Pongratz, Hans J. ; Voß, G. Günter;

    Zitatform

    Pongratz, Hans J. & G. Günter Voß (2003): Arbeitskraftunternehmer. Erwerbsorientierungen in entgrenzten Arbeitsformen. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 47), Berlin: Edition Sigma, 279 S.

    Abstract

    "Entgrenzte Formen der Arbeit - etwa bei Gruppen- und Projektarbeit - stellen die Beschäftigten vor neue Anforderungen. Wie stellen sie sich darauf ein? Findet man in ihren Orientierungen und Interessen Anhaltspunkte für jenen neuen Typus von Arbeitskraft, für den die Autoren - mit großem Echo in der Fachdiskussion - die Bezeichnung 'Arbeitskraftunternehmer' vorgeschlagen haben? Diesen Fragen geht die qualitative empirische Studie mit Leitfadeninterviews mit 60 Arbeiter/inne/n und Angestellten in sechs Betrieben verschiedener Branchen nach. Für die im Zentrum stehenden Bereiche: Leistungsorientierungen, berufsbiographische Orientierungen und Elastizitätsmuster von Arbeit und Privatleben fallen die Antworten unterschiedlich aus. Einerseits ist eine neue Form der Leistungsbereitschaft zu erkennen; in einer Mischung von Streß und Spaß wird hier Effizienz mit emotionaler Erlebnisqualität verbunden. Andererseits bleibt eine erwartungsstarke Bindung an etablierte Sicherungsstrukturen von Erwerbsarbeit bestimmend. Die Ergebnisse lassen den Schluß zu, daß ein erweiterter Zugriff auf Subjektivität als maßgeblicher Faktor der Produktivkraftentwicklung an Bedeutung gewinnt. Es zeichnet sich eine Pluralität der Arbeitskraft-Typen ab, die für die Vertretung kollektiver Interessen eine beträchtliche Herausforderung darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Gesundheitliche Auswirkungen flexibler Arbeitsformen: Risikoabschätzung und Gestaltungsanforderungen (2003)

    Pröll, Ulrich; Gude, Dietmar;

    Zitatform

    Pröll, Ulrich & Dietmar Gude (2003): Gesundheitliche Auswirkungen flexibler Arbeitsformen. Risikoabschätzung und Gestaltungsanforderungen. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 986), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 210 S.

    Abstract

    "Betriebliche und arbeitsmarktpolitische Flexibilisierungsprozesse bilden die Grundlage für ein wachsendes Spektrum von Arbeits- und Erwerbsformen, die vom 'Normalarbeitsverhältnis' abweichen. Kunden- und nachfragegesteuerte Arbeitszeiten, Formen neuer Selbstständigkeit, Arbeit auf Abruf, teilautonome Gruppen- und Projektarbeit sind typische und verbreitete Ausprägungen. In jüngster Zeit mehren sich die Indizien, dass solche flexiblen Arbeits- und Beschäftigungsformen nicht nur Chancen eröffnen, sondern auch spezifische gesundheitliche Risiken beinhalten könnten. Die Aufgabe des Projektes bestand darin, diese Risiken abzuschätzen und Ansatzpunkte zu deren Bewältigung aufzuzeigen. Risikoabschätzung und Gestaltungsvorschläge stützen sich auf die Auswertung der internationalen (empirischen) Forschungsliteratur sowie ergänzende eigene Erhebungen (Expertengespräche, explorative Interviews, schriftliche Expertenbefragung im Internet). Theoretische Basis ist ein heuristisches Rahmenkonzept, das belastungs-, ressourcen- und regulationsorientierte Perspektiven zu integrieren versucht. Es zeigt sich, dass in allen Grundkategorien flexibler Arbeit typische gesundheitskritische Konstellationen in unterschiedlichem Maße verbreitet sind. Es existiert ein Querschnittstrend zu intensiven Arbeitssystemen mit wachsenden Selbstregulationsanforderungen und zunehmenden Unsicherheitserfahrungen der Arbeitenden. Die zur Bewältigung erforderlichen äußeren und personalen Ressourcen sind oft prekär. Um negativen Public-Health-Effekten entgegen zu wirken, sollten weitere Flexibilisierungsprozesse durch einen gezielten Ausbau solcher Ressourcen flankiert werden, die die Anforderungsbewältigung erleichtern. Dies setzt neben betrieblichen und personorientierten Maßnahmen die Einbeziehung regionaler Handlungsebenen und eine engere Verzahnung der Prävention mit anderen Fachpolitiken voraus, u.a. im Bereich Bildung, Leistung, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Zugleich sind Vorkehrungen erforderlich, die 'entgrenzte' Leistungsanforderungen wieder enger an die jeweils vorhandene Ressourcenausstattung der Arbeitenden rückkoppeln. Grundlage könnte ein alternatives europäisches Leitbild nachhaltigen Arbeitens und Wirtschaftens sein, das auch der Arbeitsschutzpraxis und der Präventionsforschung als Orientierungshilfe dienen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Freie Mitarbeit und Mini-Jobs nach der Hartz-Reform (2003)

    Reiserer, Kerstin; Freckmann, Anke;

    Zitatform

    Reiserer, Kerstin & Anke Freckmann (2003): Freie Mitarbeit und Mini-Jobs nach der Hartz-Reform. (Aktuelles Recht für die Praxis), München: Beck, 200 S.

    Abstract

    Zum Jahreswechsel 2002/2003 hat der Bundestag das Erste und Zweite Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ('Hartz-Gesetze') beschlossen. Für den Bereich der freien Mitarbeit bzw. der Scheinselbständigkeit ist dies das dritte Reformwerk seit 1999. U.a. wurden zum 1.1.2003 die bisherigen Kriterien für Scheinselbständige beseitigt und mit der 'Ich-AG' ein neues Instrument zur Förderung der Selbständigkeit eingeführt. Auch die geringfügige Beschäftigung hat zum 1.4.2003 grundlegende Änderungen erfahren. Der Anwendungsbereich der 'Mini-Jobs' wurde erweitert durch die Erhöhung der Geringfügigkeitsgrenze auf EURO 400.-, die Einführung einer so genannten Gleitzone bis EURO 800.- sowie Sonderregelungen für Tätigkeiten im Privathaushalt. Ferner ist es seit dem 1.4.2003 wieder möglich, einen versicherungsfreien Minijob neben der Hauptbeschäftigung auszuüben. Aus der Sicht der anwaltlichen Praxis wird ein Überblick über die gesetzliche Neuregelung beider Komplexe unter Beachtung der arbeitsrechtlichen, sozialversicherungsrechtlichen und steuerrechtlichen Besonderheiten gegeben. Zahlreiche Übersichten, Checklisten und Beispiele veranschaulichen die Wirkungsweise der einzelnen Normen im Zusammenspiel. (IAB)

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    Mehr Arbeitsintensität, mehr Zeit- und Leistungsdruck: Belastungswandel und die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses (2003)

    Reusch, Jürgen;

    Zitatform

    Reusch, Jürgen (2003): Mehr Arbeitsintensität, mehr Zeit- und Leistungsdruck. Belastungswandel und die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses. In: Arbeit & Ökologie Briefe H. 1, S. 19-24.

    Abstract

    "Unter dem Druck von Markt, Wettbewerb, Flexibilisierung und Deregulierung haben sich die Arbeitsbedingungen in Deutschland und in der gesamten EU tiefgreifend verändert. 'Klassische' physische Belastungen und Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz wurden teilweise zwar abgebaut, haben aber in der gesamten Wirtschaft ein hohes Niveau behalten, das auch nicht weiter rückläufig ist. Gleichzeitig haben die psychischen Belastungen dramatisch zugenommen, sowohl im gewerblichen als auch im Dienstleistungsbereich. Ähnlich hohe Zahlen ergeben sich bei Zeit- und Leistungsdruck. Zusammengenommen kann man das als Steigerung der Arbeitsintensität bezeichnen. Körperliche und psychische Belastungen verdichten sich zu einem Komplex von Belastungen, die sich häufig gegenseitig verstärken. Dies alles geht einher mit einer fortschreitenden Aushöhlung des früheren Normalarbeitsverhältnisses. Dazu gehören die Entgrenzung und Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Leistungsanforderungen und die Tendenz zum 'Arbeiten ohne Ende'. 'Atypische' Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitszeit- und Leistungsbedingungen sind entweder schon die Regel geworden oder sind auf dem Wege dorthin, Wer unter solchen Bedingungen arbeitet, ist physischen und psychischen Belastungen in besonderem Maße ausgesetzt. Die Schutzmechanismen der sozialen Sicherungssysteme greifen unter diesen Bedingungen nur noch in geringerem Maße." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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