Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Jugend 1990 - 2. Teil (1991)
Friedrich, Walter; Förster, Peter;Zitatform
Friedrich, Walter & Peter Förster (1991): Ostdeutsche Jugend 1990 - 2. Teil. In: Deutschland-Archiv, Jg. 24, H. 7, S. 701-714.
Abstract
Der Beitrag schließt an den im Deutschland Archiv, H, 4/1991, veröffentlichten ersten Teil an. Die Autoren stützen sich bei ihrer Analyse der "Übergangsmentalität" der ostdeutschen Jugendlichen hauptsächlich auf die Ergebnisse von neun repräsentativen Umfragen, die zwischen November 1989 und Dezember 1990 vom Zentralinstitut für Jugend in Leipzig durchgeführt wurden (Größe der Gesamtstichprobem zwischen 1300 und 1800 Personen). Erfaßt wurden politisches Interesse, Wertwandel, Lebensorientierungen, Bewertung der wirtschaftlichen Situation zwischen Plan- und Marktwirtschaft, Bereitschaft zu Mobilität, Weiterbildung und Umschulung. (IAB)
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Literaturhinweis
Ost- und westdeutsche Jugendliche im Prozeß der Vereinigung: Ergebnisse der Schülerstudie '90 (1991)
Kabat vel Job, Otmar; Keiser, Sarina; Krüger, Heinz-Hermann; Zinnecker, Jürgen;Zitatform
Kabat vel Job, Otmar, Sarina Keiser, Heinz-Hermann Krüger & Jürgen Zinnecker (1991): Ost- und westdeutsche Jugendliche im Prozeß der Vereinigung. Ergebnisse der Schülerstudie '90. In: Deutsche Jugend, Jg. 39, H. 3, S. 113-120.
Abstract
Der Artikel berichtet über Ergebnisse einer im Mai und Juni 1990 bei knapp 2600 Schülern in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt durchgeführten Befragung. Die gestellten Fragen betrafen den Wert der Vereinigung, Wertvorstellungen, Schule, Familie, Freizeit und Kultur. "Für die Zukunft läßt sich vielleicht die Prognose wagen, daß zwei unterschiedliche Generationsgestalten aus dieser Erfahrung hervorgehen werden: eine durch das Miterleben des Wandels in der DDR politisch aufgestörte, aktivierte und polarisierte Ost-Jugendgeneration; und eine im Vergleich hierzu politisch 'ruhende' und weniger zu einem profilierten Selbstbewußtsein gekommene West-Jugendgeneration." (IAB2)
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Literaturhinweis
Das gestürzte Volk oder die unglückliche Einheit (1991)
Maaz, Hans-Joachim;Zitatform
Maaz, Hans-Joachim (1991): Das gestürzte Volk oder die unglückliche Einheit. Berlin: Argon, 159 S.
Abstract
Aus psychotherapeutischer Sicht analysiert der Autor die Befindlichkeiten der Ostdeutschen nach der "Wende". Sein Fazit: "Wenn wir begreifen, daß es nicht um Sieg und Niederlage eines Gesellschaftssystems geht, daß der Zusammenbruch des sozialistischen Imperiums letztlich das Symptom eines gnadenlosen Konkurrierens ist, dann können wir beginnen, Entscheidungen herbeizuführen, um die Politik und Wirtschaft zu lebensfördernden Formen umzugestalten." (IAB2)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsstruktur und Erwartungen in der DDR vor Einführung der Marktwirtschaft (1991)
Magens, Klaus;Zitatform
Magens, Klaus (1991): Beschäftigungsstruktur und Erwartungen in der DDR vor Einführung der Marktwirtschaft. In: Spektrum der Wissenschaft H. 10, S. 40-49.
Abstract
Die im Juni 1990 durchgeführte erste Befragung der DDR-Bürger im Rahmen des Sozio-ökonomischen Panels ergab detaillierte Aufschlüsse über die damalige Beschäftigungsstruktur und darüber, was man sich von der kapitalistischen Zukunft erwartete. In dem Beitrag werden neben Gesamtdaten Ergebnisse für fünf Teilpopulationen vorgelegt: die Frauen, den öffentlichen Dienst, die akademische Intelligenz, die Meister und die Bauern. Die Zukunftseinschätzungen der fünf Gruppen erwiesen sich als nüchtern realistisch. (IAB2)
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Literaturhinweis
Junge Frauen in der DDR 1990: Befindlichkeiten zwischen bisheriger Biographie und Zukunft (1991)
Schlegel, Uta;Zitatform
Schlegel, Uta (1991): Junge Frauen in der DDR 1990. Befindlichkeiten zwischen bisheriger Biographie und Zukunft. In: Jugend, Beruf, Gesellschaft, Jg. 42, H. 1, S. 13-27.
Abstract
Auf der Grundlage zahlreicher Untersuchungen am Zentralinstitut für Jugendforschung, Leipzig, wird versucht sowohl das Erreichte in der Persönlichkeitsentwicklung junger Frauen und in der Gleichberechtigung der Geschlechter als auch Probleme und offene Fragen zu skizzieren. Dabei ergeben sich unterschiedliche Interessen- und Problemlagen, Wertorientierungen, Ansprüche und Bedürfnisse. "Als die zwei höchsten und stabilsten Lebensziele weiblicher Jugendlicher erweisen sich - ähnlich wie bei den männlichen - in unseren Untersuchungen der Beruf/beruflicher Erfolg und ein glückliches Familienleben. Junge Frauen leiten ihren sozialen Status, ihre Anerkennung und Wertschätzung in der Gesellschaft aus ihrer eigenen Entwicklung, aus ihrer eigenen beruflichen Leistung ab und nicht mehr aus dem Beruf oder gesellschaftlichen Erfolg des Ehemannes. Diese starke Orientierung weiblicher Jugendlicher auf eigene Erwerbstätigkeit schließt aus verschiedenen Motiven ihre Orientierung auf eine abgeschlossene Berufsbildung ein - zeitweilige oder angelernte Erwerbstätigkeit wird nicht angestrebt. Folgerichtig verfügen heute die jungen Frauen in der DDR (bis etwa Mitte 40) über die gleiche Allgemein-, Berufs- und Hochschulbildung wie die Männer ihres Alters.
Das häufige Argument, daß die hohe Erwerbstätigkeit der DDR-Frauen - zuletzt 91 % (davon rund ein Viertel teilzeitbeschäftigt - gegenüber der BRD 54 %, davon rund ein Drittel teilzeitbeschäftigt - Mikrozensus April 1988) - nur ökonomischen Zwängen geschuldet sei ("welcher DDR-Mann kann schon von seinem Einkommen eine vierköpfige Familie ernähren?") bzw. weibliche Orientierung auf Erwerbstätigkeit sich auf die Einsicht in diese Zwänge reduziere, ist nicht ausreichend, weil die Einbettung des eigenen Berufs in die Lebenswerte vielfältiger ist und wie beispielsweise auch Untersuchungen während des bezahlten "Babyjahres" belegen mit Mangelerlebnissen hinsichtlich Selbstbestätigung, sozialer kontakte zu den Kollegen u.a." (IAB2) -
Literaturhinweis
Neue Erfahrung Arbeitslosigkeit: wer sind die Wendeverlierer? (1991)
Zierke, Irene;Zitatform
Zierke, Irene (1991): Neue Erfahrung Arbeitslosigkeit. Wer sind die Wendeverlierer? In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 37, H. 11/12, S. 746-758.
Abstract
Die Autorin zeigt, "daß Arbeitslosigkeit für die Bürger der ehemaligen DDR eine neue soziale Erfahrung ist und verweist insbesondere auf die Gruppe der 'Wendeverlierer'. Unzufriedenheit und Wertewandel machten sich in der seinerzeitigen DDR-Gesellschaft schon seit Mitte der achtziger Jahre breit, beförderten den Wunsch nach Besserung der Lebensverhältnisse und schließlich den Willen zur 'Wende'. Dennoch trifft die neue soziale Erfahrung Arbeitslosigkeit die Bevölkerung recht unvorbereitet, trifft sie vor allem in ihrer noch tief verankerten Arbeitszentriertheit. Gerade auch Frauen sind davon betroffen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Abschlußbericht zur repräsentativen Umfrage 10/90 unter Ost-Berliner Arbeitslosen (1991)
Abstract
"Gegenstand der Untersuchung war eine repräsentative Umfrage unter Arbeitslosen in Ost-Berlin zur Klärung folgender Fragestellungen:
- Soziale Zusammensetzung der registrierten Arbeitslosen Ostberlins
- Bisherige Tätigkeitsbereiche und Entlassungsgründe
- Bewerbungsverhalten und Meinung zu den eigenen Arbeitsmarktchancen
- Einstellungen zu Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen
- gewünschte Umschulungsthemen
- Meinungen zum Arbeitsamt
- Aktuelle Befindlichkeit der Arbeitslosen, Erwartungen, Hoffnungen sowie
- Einstellung zu verschiedenen aktuellen politischen Sachverhalten." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Ausländerfeindlichkeit in der ehemaligen DDR (1991)
Zitatform
(1991): Ausländerfeindlichkeit in der ehemaligen DDR. (Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Forschungsbericht Sozialforschung 210), Bonn, 148 S.
Abstract
Die Studie beschäftigt sich mit den Ursachen, dem Umfang und den Auswirkungen von Ausländerfeindlichkeit auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und zeigt Möglichkeiten ihrer Überwindung auf. Die Mehrzahl der Befragten (Ausländer, Deutsche und Experten) ist davon überzeugt, daß Ausländerfeindlichkeit nach der Wende zugenommen habe. Die Tendenz zur Ausländerfeindlichkeit ist sowohl schichtspezifisch als auch regional unterschiedlich ausgeprägt. "Ob und wie schnell es gelingt, die in der ehemaligen DDR bestehende Ausländerfeindlichkeit zu überwinden, dürfte entscheidend von der allgemeinen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in den fünf neuen Bundesländern abhängen. Wenn Deutsche und Ausländer für sich eine gesicherte Zukunftsperspektive sehen, wird eine der wesentlichen Ursachen der Ausländerfeindlichkeit schwinden." (IAB2)
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Literaturhinweis
BRD-DDR: Alte und neue Rassismen im Zuge der deutsch-deutschen Einigung (1990)
Kleff, Sanem; Albert, Marie-Theres; Broszinsky-Schwabe, Edith; Marburger, Helga; Karsten, Marie-Eleonora;Zitatform
Kleff, Sanem, Edith Broszinsky-Schwabe, Marie-Theres Albert, Helga Marburger & Marie-Eleonora Karsten (1990): BRD-DDR: Alte und neue Rassismen im Zuge der deutsch-deutschen Einigung. (Interkulturelle Forschungs- und Arbeitsstelle. Werkstattberichte 01), Frankfurt: Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 90 S.
Abstract
"Im Osten wie im Westen, im Süden wie im Norden der vereinigten Republik erinnern zunehmender Fremdenhaß und Rassismus an eines der traurigsten Kapitel gesamtdeutscher Geschichte. Und wie schon einmal zuviele Menschen weggesehen haben oder 'von nichts gewußt' haben, sind auch jetzt wieder viele zu sehr mit ihren eigene Problemen beschäftigt, als daß sie bereit wären, die Gefahr eines anwachsenden Nationalismus und Rassismus zu sehen und ihr entgegenzutreten. Einer solchen Blindheit stellen sich die fünf Autorinnen des Buches entgegen. Es ist ihr Anliegen, darauf aufmerksam zu machen, daß mit dem Fall der Mauer neue Rassismen in diesem Land aufgebaut und alte wiederbelebt worden sind. Mit der Einschätzung, wir können und wir müssen etwas tun und uns widersetzen, versuchen sie, mit unterschiedlichen Zugängen und Sichtweisen die bedrückende Entwicklung zu analysieren, um die Auseinandersetzung mit Rassismen in Deutschland voranzutreiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Manager ehemaliger DDR-Betriebe: Zwischen Fehleinschätzung und Zweckoptimismus: Ergebnisse einer Befragung in den neuen Bundesländern (1990)
Abstract
Der Band dokumentiert die Ergebnisse einer Befragung von Geschäftsführern, Hauptabteilungsleitern oder Direktoren in 155 Betrieben der fünf neuen Bundesländer. Im Mittelpunkt der Interviews standen Fragen nach
- der Akzeptanz der sozialen Marktwirtschaft
- der Existenzfähigkeit ihrer Betriebe,
- den Absatzchancen ihrer Produkte,
- der Notwendigkeit westlicher Hilfe zum Überleben und
- den Erwartungen an die Treuhand und die Gesamtregierung.
Dabei zeigte sich bei den Befragten häufig eine völlig unterschiedliche Bewertung von Chancen und Risiken ihrer Betriebe. (IAB2) -
Literaturhinweis
Deutschland nach der Vereinigung: Meinungen und Einstellungen zu Familie, Kindern und zur Familienpolitik in Ost und West (1993/94)
Störtzbach, Bernd;Zitatform
Störtzbach, Bernd (1993/94): Deutschland nach der Vereinigung: Meinungen und Einstellungen zu Familie, Kindern und zur Familienpolitik in Ost und West. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 2, S. 151-167.
Abstract
"In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse einer vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung 1992 im Rahmen des European Comparative Population Policy Acceptance Survey (PPA) durchgeführten Untersuchungen zur Akzeptanz familienpolitischer Maßnahmen vorgestellt. In dieser Untersuchung wurden insgesamt 10 000 repräsentativ ausgewählte deutsche Frauen und Männer im Alter von 20 bis 39 Jahren zu ihren Meinungen und Einstellungen zur Familie und zum Kind und zu bereits existierenden oder auch möglichen familienpolitischen Maßnahmen befragt. Das Hauptaugenmark dieser ersten Ergebnisanalyse richtet sich auf die Herausarbeitung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Meinungsbild der Befragten im früheren Bundesgebiet und in der ehemaligen DDR. Die Ergebnisse zeigen in der Bewertung von Gründen für den Geburtenrückgang, der Wertorientierung zur Familie und zum Kind und in der Beurteilung der derzeitigen Familienpolitik der Bundesregierung sowie einzelner familienpolitischer Maßnahmen deutliche Unterschiede zwischen den beiden ehemaligen Teilgebiten Deutschlands. Diese Unterschiede dürften einerseits aus der mehr als 40jährigen Zugehörigkeit zu sehr verschiedenen Gesellschaftssystemen resultieren, andererseits aber auch Beleg dafür sein, daß sich der durch die Vereinigung ausgelöste und insbesondere die neuen Bundesländer betreffende gesellschaftliche Transformationsprozeß auch auf der Ebene der Bewertung demographischer und sozialpolitischer Sachverhalte noch nicht abgeschlossen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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