Springe zum Inhalt

Dossier

Rente mit 67 – oder später? Das Renteneintrittsalter in der Diskussion

Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Ziel ist es, die Finanzlage der Rentenversicherung zu stabilisieren und die Beschäftigung Älterer zu erhöhen.
Sind damit die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern oder muss über einen noch späteren Berufsausstieg nachgedacht werden? Droht die Altersarmut, da das höhere abschlagsfreie Rentenalter für viele zu einer Kürzung ihrer monatlichen Rente führt? Bleiben Ältere dadurch wirklich länger erwerbstätig und in welchem Ausmaß sind Unternehmen bereit Ältere zu beschäftigen?
Diese IAB-Infoplattform bietet Hintergrundinformationen zum Zusammenhang von Renteneintrittsalter und Beschäftigung und gibt einen Überblick über die Positionen der Akteure.

Zurück zur Übersicht
Ergebnisse pro Seite: 20 | 50 | 100
  • Literaturhinweis

    Extending working life: problems and prospects for social and public policy (2006)

    Phillipson, Chris ;

    Zitatform

    Phillipson, Chris (2006): Extending working life. Problems and prospects for social and public policy. In: Social Policy Association (Hrsg.) (2006): Social policy review 18 : analysis and debate in social policy, 2006, S. 221-247.

    Abstract

    Der Übergang älterer Arbeitnehmer in den Ruhestand wird in allen Wohlfahrtsstaaten zu einem immer wichtigeren Thema sowohl der Sozial- als auch der Wirtschaftspolitik. Dabei zeichnen sich unterschiedliche Trends ab wie ein möglichst frühes Ruhestandsalter, verschiedene 'Beschäftigungsbrücken' zur Erleichterung des Übergangs vom Arbeitsleben in den Ruhestand und eine Diversifizierung der Altersversorgung. Während in den 1970er und 1980er Jahren der Trend dahin ging, ältere Arbeitnehmer möglichst früh durch jüngere zu ersetzen, herrscht zu Beginn des 21. Jahrhunderts in allen westlichen Industrieländern der Wunsch auf Seiten der Politik vor, ältere Arbeitnehmer länger und möglichst über das offizielle Renteneintrittsalter in Beschäftigung zu halten. Der Beitrag erläutert am Beispiel Großbritanniens die Maßnahmenbündel, mit denen ein Wiedereintritt in das Berufsleben erleichtert und ein vorzeitiger Austritt aus dem Berufsleben verhindert werden sollen, und beschreibt den zugrundeliegenden politischen Paradigmenwechsel in drei Schritten. Zunächst wird der allgemeine politische Kontext der öffentlichen Debatte um Arbeit und Ruhestand geschildert und danach werden einige der Schlüsselfaktoren, die verantwortlich dafür sind, ältere Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben auszusondern, untersucht. In einem dritten Abschnitt werden die politischen Optionen analysiert und bewertet, die geeignet sind, die Lebensarbeitszeit zu verlängern. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Älter werden - aktiv bleiben: Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Erwerbstätigen in Deutschland (2006)

    Prager, Jens U.; Schleiter, Andre;

    Zitatform

    Prager, Jens U. & Andre Schleiter (2006): Älter werden - aktiv bleiben. Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Erwerbstätigen in Deutschland. Gütersloh, 20 S.

    Abstract

    "Die Studie ist das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage der Bertelsmann Stiftung zum Thema 'Beschäftigungsfähigkeit und Aktivität bis ins Alter'. Ziel dieser repräsentativen Untersuchung ist die Erfassung eines Meinungsbildes von Erwerbstätigen im Alter von 35 bis 55 Jahren, also derjenigen, die von den aktuellen Rentenreformen und der damit verbundenen Anhebung des Renteneintrittsalters betroffen sind. Im Fokus der Untersuchung stehen Fragen nach
    - den Voraussetzungen, die aus Sicht der Erwerbstätigen erfüllt sein müssten, um bis zum 65. Lebensjahr und darüber hinaus einem Beruf nachzugehen,
    - der Bereitschaft der Erwerbstätigen zur Beteiligung an Maßnahmen zur Sicherung bzw. Stärkung der eigenen Beschäftigungsfähigkeit,
    - den Vorstellungen der Erwerbstätigen bezüglich des Übergangs von der Erwerbs- in die Nacherwerbsphase und
    - nach der Bereitschaft der Erwerbstätigen zu einem über die Erwerbstätigkeit hinausgehenden gesellschaftlichen Engagement." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Anhebung der Rentenaltersgrenze: Pro und Contra Rente mit 67 (2006)

    Promberger, Markus ; Wübbeke, Christina;

    Zitatform

    Promberger, Markus & Christina Wübbeke (2006): Anhebung der Rentenaltersgrenze: Pro und Contra Rente mit 67. (IAB-Kurzbericht 08/2006), Nürnberg, 5 S.

    Abstract

    "Unbestritten ist, dass in den nächsten Jahrzehnten immer weniger Beschäftigte immer mehr Rentnern immer länger die Rente bezahlen müssen. Kontrovers ist hingegen, ob die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre der richtige Weg ist, um dieses Problem zu entschärfen. Es spricht zwar eine Reihe guter Gründe für die Anhebung des Rentenalters, zu denen der Geburtenrückgang, die steigende Lebenserwartung, die wachsende Gesundheit und Leistungsfähigkeit Älterer sowie der drohende Fachkräftemangel in gar nicht so ferner Zukunft zählen. Auf der anderen Seite sind ungelöste Arbeitsmarktprobleme ins Feld zu führen, soziale Härten bis hin zur Altersarmut und die eher geringen finanziellen Entlastungseffekte für die Rentenkassen. Wägt man die 'Pros' und 'Contras' sorgfältig gegeneinander ab, so bleibt die Empfehlung, über bestimmte Aspekte der 'Rente mit 67' noch einmal gründlich nachzudenken. So müssten etwa mögliche negative Arbeitsmarkteffekte näher untersucht werden. Auch die Gefahr sozialer Härten bei Arbeitnehmern mit berufsbedingter Erwerbsunfähigkeit sollte bei der Ausgestaltung berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Promberger, Markus ;
    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Länger arbeiten muss sein - aber wie?: konzeptionelle Überlegungen zu einem Rentenzugang bis 67 (2006)

    Schmid, Josef;

    Zitatform

    Schmid, Josef (2006): Länger arbeiten muss sein - aber wie? Konzeptionelle Überlegungen zu einem Rentenzugang bis 67. In: P. König, G. Bäcker & J. Schmid (2006): Rente mit 67 : Steuerungspotenziale in der Renten- und Beschäftigungspolitik, S. 24-31.

    Abstract

    "Im Folgenden soll nun versucht werden, die Verlängerung des Rentenzugangs auf 67 Jahre als eine mögliche Lösungsstrategie auszuloten, was dann auch heißt, die entsprechenden Voraussetzungen und Folgen eines solchen Vorschlags in die Betrachtung mit einzubeziehen. Damit verbunden ist ein Wechsel des Paradigmas, d.h. die Betonung liegt weniger auf einer Analyse von Ausgaben und Einnahmen der Alterssicherung sowie den damit verbundenen fiskalischen Stellgrößen, sondern der Blick richtet sich auf Beschäftigung, Arbeitsorganisation und neue Formen der Regulierung. Plädiert wird dabei nicht für einen großen Wurf, sondern für ein kluges Patchwork anstelle eines radikalen Systemwechsels (in welche Richtung er auch immer gedacht wird)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Potemkins Rente (2006)

    Staiger, Martin;

    Zitatform

    Staiger, Martin (2006): Potemkins Rente. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 51, H. 2, S. 203-212.

    Abstract

    Der Beitrag setzt sich kritisch mit den im IV. Kapitel des Koalitionsvertrages von CDU/CSU und SPD formulierten Grundsätzen zur Rentenpolitik auseinander, deren Ziel es ist, die Beitragssätze zur gesetzlichen Rentenversicherung stabil zu halten. Um dies zu erreichen sollen das gesetzliche Renteneintrittsalter auf 67 Jahre erhöht und 'nicht realisierte Dämpfungen von Rentenanpassungen' nachgeholt werden. Die daraus resultierenden Leistungskürzungen versuchen Banken und Versicherungen durch Angebote zur privaten Vorsorge auszugleichen. Nach Ansicht des Autors bieten derartige Angebote weder die notwendige langfristige Versorgungssicherheit noch ist die Mehrzahl der Beitragszahler, die damit rechnen muss, in Zukunft mit der gesetzlichen Rente nicht mehr ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, in der Lage, zusätzliche private Leistungen zu finanzieren. Um drohende Altersarmut zu vermeiden, werden drei unterschiedliche Konzepte zum nachhaltigen Erhalt der Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung vorgestellt und miteinander verglichen: Steuerfinanzierung, Bürgerversicherung und Wertschöpfungsabgabe. In der Abwägung der Vor- und Nachteile dieser drei Finanzierungsmodelle plädiert der Beitrag für letzteres, d.h. für die Erhebung wertschöpfungsabhängiger Arbeitgeberbeiträge. 'In der Rentenformel müsste eine an der Wertschöpfung orientierte Finanzierung entsprechend abgebildet werden.' (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Flexiblere Rentenregelungen können Härten der Neuregelung abmildern (2006)

    Thiede, Reinhold;

    Zitatform

    Thiede, Reinhold (2006): Flexiblere Rentenregelungen können Härten der Neuregelung abmildern. In: Soziale Sicherheit, Jg. 55, H. 11, S. 360-368.

    Abstract

    "Die Bundesregierung will die Regelaltersgrenze der Rentenversicherung auf 67 Jahre heraufsetzen. Seit dem 1. November 2006 liegt ein Referentenentwurf des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes2 vor, durch das das Regelrentenalter auf 67 Jahre erhöht wird. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie flexiblere Regelungen im Rentenrecht die mit der Erhöhung des Regelrentenalters verbundenen Härten abmildern können und skizziert Möglichkeiten der Flexibilisierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Der demographische Wandel: Herausforderung für Politik und Wirtschaft (2006)

    Walla, Wolfgang; Eggen, Bernd; Lipinski, Heike;

    Zitatform

    Walla, Wolfgang, Bernd Eggen & Heike Lipinski (2006): Der demographische Wandel. Herausforderung für Politik und Wirtschaft. Stuttgart: Kohlhammer, 261 S.

    Abstract

    Der demographische Wandel beherrscht die öffentliche und politische Diskussion mit Themen wie Generationenvertrag, künftige Altersvorsorge, Geburtendefizite, Zuwanderung von Ausländern, Alterung der Gesellschaft, Kinderlosigkeit von Akademikerinnen, schrumpfende Städte oder auch Leerstand von Wohnungen. Das Buch unternimmt den Versuch, der Vielzahl der Meinungen die Daten amtlicher Statistiken entgegenzusetzen. Es gibt eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Lebensbereiche (Familie, Bildung, Gesundheit und Soziale Sicherung, Arbeitsmarkt und Wirtschaft, Raum- und Kommunalentwicklung) und die Herausforderungen, die auf diese zukommen. Es wird gezeigt, dass die anstehenden und die zu lösenden Aufgabe weltweit auftreten oder auftreten werden. Im Fokus steht Deutschland. Dabei wird Deutschland im internationalen Zusammenhang betrachtet. Einzelne Sachverhalte werden beispielhaft für Baden-Württemberg detaillierter dargestellt. Dabei wird deutlich: Was für Baden-Württemberg gilt, gilt für alle Bundesländer (für die westlichen mehr als für die östlichen) und was für Deutschland zutrifft, trifft meist auch für andere hoch entwickelte Staaten zu. Die Daten lassen die Autoren zu der Schlussfolgerung kommen, dass im internationalen Vergleich einige Länder die Herausforderungen durch den demographischen Wandel mutiger und tatkräftiger angenommen haben als andere. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Bericht der Bundesregierung über die gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere über die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben, der Nachhaltigkeitsrücklage sowie des jeweils erforderlichen Beitragssatzes in den künftigen 15 Kalenderjahren gemäß § 154 SGB VI (Rentenversicherungsbericht 2005) (2006)

    Abstract

    Der Rentenversicherungsbericht 2005 gliedert sich in vier Teile: -Teil A: Die gesetzliche Rentenversicherung in den letzten Jahren -Teil B: Vorausberechnung der Einnahmen, der Ausgaben und des Vermögens -Teil C: Eine Modellrechnung zur Angleichung der Renten in den alten und neuen Bundesländern im mittelfristigen Zeitraum 2004 bis 2009 -Teil D: Auswirkungen der Heraufsetzung der Altersgrenzen. Der Anhang enthält Tabellen mit wichtigen Kenngrößen der gesetzlichen Rentenversicherung. Ziel der Regierungspolitik ist es, 'die Dynamik der Zuweisungen aus dem Bundeshaushalt an die Rentenversicherung zu stoppen, ohne die gesetzten Beitrags- und Niveausicherungsziele zu gefährden'. Im Rentenversicherungsbericht 2005 schließt die Bundesregierung eine Kürzung der Renten bis 2009 aus. Allerdings werden sie in den nächsten drei Jahren auch nicht steigen. Nicht realisierte Dämpfungen von Rentenanpassungen sind ab dem Jahr 2012 vorgesehen. Der Rentenbeitragssatz soll bis 2020 die 20-Prozent-Marke nicht überschreiten. Das Rentenniveau verringert sich von rund 52,7 Prozent des durchschnittlichen Arbeitseinkommens vor Steuern im Jahr 2005 auf nur noch 46,3 Prozent im Jahr 2019. Vom Jahr 2012 bis 2029 soll die Altersgrenze schrittweise von derzeit 65 auf 67 Jahre steigen. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Neue Wege zur Flexibilisierung des Renteneintritts (2006)

    Abstract

    Der Gesprächskreis Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung hat im Rahmen einer Konferenz im Mai 2005 Experten und Expertinnen der Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik darum gebeten, zu den zentralen Fragen eines flexiblen Renteneintritts und dessen Auswirkungen Stellung zu nehmen. Zunächst werden die unterschiedlichen rechtlichen Regelungen zum Renteneintrittsalter mit dazugehörigen empirischen Befunden dargestellt und unter Bezug auf die Tagungsbeiträge sowie weiterer Literatur einer Bewertung unterzogen. In den Einzelbeiträgen wird schwerpunktmäßig thematisiert, wie die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer z.B. durch Weiterbildung erhöht werden können. Dies geht mit Überlegungen einher, wie die bisherige Flexibilität des vorzeitigen Renteneintritts zu gestalten ist. Außerdem wird die Frage aufgeworfen, ob und wie für bestimmte Berufsgruppen, die in ihrem Berufsleben außerordentlich starken Belastungen ausgesetzt sind, ein besonderer Status beim Rentenzugang eingeräumt werden kann. Darüber hinaus wird erörtert, welche Herausforderungen für die Rentenpolitik aufgrund der immer häufiger anzutreffenden neuen Lebensbiographien entstehen, die sich u. a. durch unstetige Erwerbsbiographien, veränderte Familiensituationen und Bildungsphasen auszeichnen. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Ergänzender Bericht der Bundesregierung zum Rentenversicherungsbericht 2005 gemäß § 154 Abs. 2 SGB VI (Alterssicherungsbericht 2005) (2006)

    Abstract

    "Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die langfristige Finanzierung der sozialstaatlichen Sicherungssysteme zu gewährleisten und sie damit zukunftsfest zu machen. Folgende Maßnahmen sind beschlossen worden:
    - Modifizierung der Rentenanpassungsformel ab der Rentenanpassung 2005 durch Einführung eines Nachhaltigkeitsfaktors, der das Verhältnis von Leistungsbeziehern und versicherungspflichtig Beschäftigten bei der Rentenanpassung berücksichtigt, und Orientierung der Rentendynamik an der beitragspflichtigen Bruttolohn- und Gehaltsumme.
    - Anhebung der Altersgrenze für den frühestmöglichen Beginn der vorzeitigen Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit auf das 63. Lebensjahr unter Wahrung des Vertrauensschutzes für Versicherte, die vor dem 1.1.2004 über die Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses disponiert haben oder an diesem Tag arbeitslos waren.
    - Umwandlung der zum 1.1.2004 von 0,5 auf 0,2 Monatsausgaben herabgesetzten Schwankungsreserve in eine Nachhaltigkeitsrücklage durch Anhebung des oberen Zielwerts für die Schwankungsreserve auf 1,5 Monatsausgaben.
    - Tragung der bisher von der gesetzlichen Rentenversicherung übernommenen Beitragsteile (0,85 % der Rente) zur Pflegeversicherung ab 1.4.2004 durch die Rentner selbst.
    - Aussetzung der Rentenanpassung zum 1.7.2004
    - Verschiebung des Rentenauszahlungstermins vom Monatsanfang an das Monatsende für erstmals ab 1.4.2004 zu bewilligende Renten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Ergänzender Bericht der Bundesregierung zum Rentenversicherungsbericht 2005 gemäß § 154 Abs. 2 SGB VI (Alterssicherungsbericht 2005) - Kurzfassung (2006)

    Abstract

    "Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die langfristige Finanzierung der sozialstaatlichen Sicherungssysteme zu gewährleisten und sie damit zukunftsfest zu machen. Folgende Maßnahmen sind beschlossen worden:
    - Modifizierung der Rentenanpassungsformel ab der Rentenanpassung 2005 durch Einführung eines Nachhaltigkeitsfaktors, der das Verhältnis von Leistungsbeziehern und versicherungspflichtig Beschäftigten bei der Rentenanpassung berücksichtigt, und Orientierung der Rentendynamik an der beitragspflichtigen Bruttolohn- und Gehaltsumme.
    - Anhebung der Altersgrenze für den frühestmöglichen Beginn der vorzeitigen Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit auf das 63. Lebensjahr unter Wahrung des Vertrauensschutzes für Versicherte, die vor dem 1.1.2004 über die Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses disponiert haben oder an diesem Tag arbeitslos waren.
    - Umwandlung der zum 1.1.2004 von 0,5 auf 0,2 Monatsausgaben herabgesetzten Schwankungsreserve in eine Nachhaltigkeitsrücklage durch Anhebung des oberen Zielwerts für die Schwankungsreserve auf 1,5 Monatsausgaben.
    - Tragung der bisher von der gesetzlichen Rentenversicherung übernommenen Beitragsteile (0,85 % der Rente) zur Pflegeversicherung ab 1.4.2004 durch die Rentner selbst.
    - Aussetzung der Rentenanpassung zum 1.7.2004.
    - Verschiebung des Rentenauszahlungstermins vom Monatsanfang an das Monatsende für erstmals ab 1.4.2004 zu bewilligende Renten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) (2006)

    Zitatform

    (2006): Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/3794 (12.12.2006)), 60 S.

    Abstract

    Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Lebenserwartung und sinkender Geburtenzahlen sieht der Gesetzentwurf die stufenweise Anhebung der Altersgrenze für die Regelaltersrente von bisher 65 Jahren auf das 67. Lebensjahr vor, um die gesetzlichen Beitragssatz- und Niveausicherungsziele einhalten zu können. Flankierend dazu soll die Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer in Deutschland weiter verbessert werden. Weiterhin enthält der Gesetzentwurf eine Modifizierung der Schutzklausel bei der Rentenanpassung: Ab 2011 werden seit 2005 unterbliebene Anpassungsdämpfungen realisiert, wenn aufgrund der Lohnentwicklung Rentensteigerungen möglich sind. Durch eine Bestandsprüfungsklausel wird die Bundesregierung verpflichtet, den gesetzgebenden Körperschaften vom Jahre 2010 an alle vier Jahre über die Entwicklung der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer zu berichten. Darüber hinaus enthält der Entwurf im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung im Wesentlichen Rechtsänderungen hinsichtlich der Frist- und Verfahrensvorschriften zum Rentensplitting unter Ehegatten; der Rücknahmepflicht bei bestandskräftigen Verwaltungsakten und der Einführung einer Übergangsregelung in das Fremdrentengesetz (FRG). (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Entwicklung und Bestand von arbeitsmarktbedingten Erwerbsminderungsrenten: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP (Drucksache 16/1189) (2006)

    Zitatform

    (2006): Entwicklung und Bestand von arbeitsmarktbedingten Erwerbsminderungsrenten. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP (Drucksache 16/1189). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/1273 (24.04.2006)), 12 S.

    Abstract

    Gegenstand der Kleinen Anfrage an die Bundesregierung sind arbeitsmarktbedingte Erwerbsminderungsrenten, welche Personen erhalten, die medizinisch nur teilerwerbsgemindert sind, aber Renten wegen voller Erwerbsminderung erhalten, weil sie keine auf dem Arbeitsmarkt übliche Beschäftigung finden konnten. 'Ob ein Arbeitsplatz im konkreten Fall vorhanden ist, bemisst sich danach, ob Rentenversicherung oder Bundesagentur für Arbeit innerhalb eines Jahres dem Versicherten einen für ihn in Betracht kommenden Arbeitsplatz anbieten können.' Die Bundesagentur für Arbeit erstattet der Rentenversicherung pauschal die Hälfte der Aufwendungen für diese Renten, für den Zeitraum, für den ansonsten ein Anspruch auf Arbeitslosengeld bestanden hätte. Die in der Antwort der Bundesregierung ausgewiesenen Daten zu arbeitsmarktbedingten Erwerbsminderungsrenten im Rentenzugang basieren auf Sonderauswertungen der Statistik der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Dabei wird bei den Rentenzugängen wegen verminderter Erwerbsfähigkeit zwischen Altfällen (Fälle mit Rentenbeginn vor dem 1. Januar 2001 an arbeitsmarktbedingten Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten) und Neufällen (Fälle mit Rentenbeginn ab dem 1. Januar 2001 an arbeitsmarktbedingten Erwerbsminderungsrenten) unterschieden. Im einzelnen dargestellt werden die Entwicklung der jährlichen Ausgaben der Rentenversicherung für Erwerbsminderungsrenten, die jährliche Anzahl der Rentenneuzugänge, die statistische Verteilung des Rentenzahlbetrags, das durchschnittliche Rentenzugangsalter sowie die medizinischen Ursachen nach Diagnosegruppen. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Interdependenzen in der sozialen Sicherung: Wirkungen und Reformoptionen. Jahrestagung 2004 des Forschungsnetzwerks Alterssicherung (FNA) am 2. und 3. Dezember 2004 in Leipzig (2005)

    Allmendinger, Jutta; Eichenhofer, Eberhard; Udsching, Peter; Eisen, Roland; Schulte, Bernd; Bieback, Karl-Jürgen; Ruland, Franz; Barth, Hans J.; Fuchs, Maximilian ; Rehfeld, Uwe G.; Ebsen, Ingwer; Gunkel, Alexander;

    Zitatform

    Allmendinger, Jutta, Eberhard Eichenhofer, Peter Udsching, Roland Eisen, Bernd Schulte, Karl-Jürgen Bieback, Franz Ruland, Hans J. Barth, Maximilian Fuchs, Uwe G. Rehfeld, Ingwer Ebsen & Alexander Gunkel (sonst. bet. Pers.) (2005): Interdependenzen in der sozialen Sicherung. Wirkungen und Reformoptionen. Jahrestagung 2004 des Forschungsnetzwerks Alterssicherung (FNA) am 2. und 3. Dezember 2004 in Leipzig. (DRV-Schriften 60), Frankfurt am Main, 136 S.

    Abstract

    "Die vierte FNA-Jahrestagung am 2. und 3. Dezember 2004 in Leipzig hatte die 'Interdependenzen in der sozialen Sicherung' zum Thema. Genauer gesagt, ging es um die gegenseitigen Bedingtheiten der sozialen Sicherungseinrichtungen in Deutschland. Trotz dieser geografischen Beschränkung wurde eine Vielzahl von Wechselwirkungen evident." (Textauszug, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Höhere Fertilität, steigendes Rentenzugangsalter und Migration: wie die zukünftige Belastung der Gesellschaft in Deutschland erträglich gestaltet werden kann (2005)

    Bomsdorf, Eckart;

    Zitatform

    Bomsdorf, Eckart (2005): Höhere Fertilität, steigendes Rentenzugangsalter und Migration. Wie die zukünftige Belastung der Gesellschaft in Deutschland erträglich gestaltet werden kann. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 60, H. 8/9, S. 439-459.

    Abstract

    "In der Diskussion um die demografische Entwicklung und deren Folgen für die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland wird immer wieder auf die niedrigen Geburtenzahlen verwiesen. Dabei wird meist betont, dass eine Fertilitätsrate von 2,1 notwendig wäre, um den Bevölkerungsumfang stabil zu halten. Der folgende Beitrag zeigt, dass bei Berücksichtigung der Migration auch eine deutlich niedrigere Fertilitätsrate ausreicht, um den Bevölkerungsumfang zu halten bzw. nicht so stark absinken zu lassen. Gleichzeitig wird die Entwicklung von Jungenquotient sowie Altenquotient in Abhängigkeit von den verschiedenen Fertilitätsannahmen präsentiert. Abschließend wird dargelegt, wie durch Erhöhung des Rentenzugangsalters und steigende Fertilität die Belastung der erwerbsfähigen Bevölkerung durch die Rentnergeneration in Grenzen gehalten werden könnte; die aus dem demografischen Wandel resultierende zusätzliche Belastung würde sich dann drastisch reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Politik für ältere Beschäftigte oder Politik für alle?: zur Teilnahme älterer Personen am Erwerbsleben in Europa (2005)

    Bosch, Gerhard; Schief, Sebastian;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard & Sebastian Schief (2005): Politik für ältere Beschäftigte oder Politik für alle? Zur Teilnahme älterer Personen am Erwerbsleben in Europa. (IAT-Report 2005-04), Gelsenkirchen, 11 S.

    Abstract

    "Der Europäische Rat beschloss auf seiner Sitzung in Stockholm im März 2001, die Beschäftigungsquote der 55-64-Jährigen bis zum Jahr 2010 auf mindestens 50% anzuheben. Deutschland ist mit 41,4 % im Jahr 2004 weit von diesem Ziel entfernt. Bis jetzt haben nur fünf der fünfzehn alten EU-Länder dieses Ziel erreicht. Um die 50%-Quote zu erreichen, müssen in Deutschland bis 2010 800.000 mehr Ältere als heute beschäftigt werden, in der EU 15 sind es rund 7 Millionen zusätzlich gegenüber 2002. In den meisten EU-Ländern erreicht nur die Gruppe der hoch qualifizierten Männer eine Beschäftigungsquote von über 50 Prozent. Besonders gering Qualifizierte und Frauen ab 55 Jahren sind kaum noch in Beschäftigung. Die Beendigung der Vorruhestandspolitik alleine wird nicht genügen, um das Stockholmer Ziel zu erreichen. Die Rentenreformen müssen durch eine Förderung lebenslangen Lernens und eine Politik der Gleichstellung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt unterfüttert werden. Schließlich muss der Konflikt zwischen Jung und Alt auf dem Arbeitsmarkt durch wirtschaftliches Wachstum und eine Umverteilung der Erwerbsarbeit, vor allem kürzere Arbeitszeiten am Ende des Erwerbslebens, entschärft werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Ältere Beschäftigte in Europa: neue Formen sozialer Ungleichheit (2005)

    Bosch, Gerhard; Schief, Sebastian;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard & Sebastian Schief (2005): Ältere Beschäftigte in Europa. Neue Formen sozialer Ungleichheit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 58, H. 1, S. 32-39.

    Abstract

    "Hinsichtlich der Beschäftigung Älterer hat sich die Europäische Union ehrgeizige Ziele gesetzt. Im März 2001 legte der Europäische Rat in Stockholm fest, dass bis 2010 mindestens die Hälfte der EU-Bevölkerung im Alter von 55 bis 64 Jahren in Beschäftigung sein soll. Der Beitrag untersucht die Erwerbsbeteiligung Älterer in der Europäischen Union und zeigt auf, welche Merkmale von besonderem Einfluss auf diese Erwerbsbeteiligung sind. Während Qualifikation und Geschlecht einen starken Einfluss auf die Erwerbsbeteiligung Älterer haben, ist jener der Arbeitszeit geringer einzuschätzen. Insgesamt gilt, dass gezielte Maßnahmen zur Erhöhung der Beschäftigungsquote Älterer mit einer Politik der Gleichstellung, sowie der Entwicklung einer Kultur des Lebenslangen Lernens und flexibler Erwerbsverläufe verbunden sein müssen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Mehr Beschäftigung für ältere Arbeitskräfte - wider Arbeitslosigkeit und Frührente (2005)

    Bräuninger, Dieter;

    Zitatform

    Bräuninger, Dieter (2005): Mehr Beschäftigung für ältere Arbeitskräfte - wider Arbeitslosigkeit und Frührente. (Deutsche Bank Research. Aktuelle Themen 328), Frankfurt am Main, 16 S.

    Abstract

    "Die Erwerbsquote der 55-64jährigen nimmt nach langer Talfahrt in den 80er und 90er Jahren wieder leicht zu. Mit nur 39,2 % liegt die Quote in Deutschland aber noch immer weit unterhalb des OECD-Durchschnitts von 50,7%. Die Finanzprobleme der Sozialversicherung, der Standortwettbewerb und der drohende Arbeitskräftemangel erfordern eine nachdrückliche Trendumkehr. In Dänemark, Japan, Neuseeland, Schweden oder der Schweiz sind über 60% dieser Altersgruppe erwerbstätig. In Deutschland steigt die Lebenserwartung im Trend um mehr als 1 1/2 Monate pro Jahr. Es kann daher nicht dabei bleiben, dass Arbeitnehmer mit 60 Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Das faktische muss rasch dem gesetzlichen Renteneintrittsalter angenähert und letzteres muss ab 2010 schrittweise von 65 auf 67 oder 68 Jahre angehoben werden. Dazu konnte sich die Politik, wie auch die aktuellen Wahlprogramme zeigen, bislang nicht durchringen. Allerdings wurden in den letzten Jahren Fehlanreize, wie die Möglichkeit vorzeitig eine Rente ohne Abschläge beziehen zu können, deutlich reduziert. Auf das sich abzeichnende Ende der 'Vorruhestandskultur' ist der deutsche Arbeitsmarkt noch kaum vorbereitet. Es besteht das Risiko, dass aus der veränderten Interessenlage der Älteren auf absehbare Zeit keine nennenswerten Beschäftigungsgewinne resultieren, sondern höhere Arbeitslosigkeit. Daher ist die Wirtschaftspolitik gefordert, die Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung zu verbessern. Dazu gehören konsequente Arbeitsmarktreformen, v.a. eine Liberalisierung des Kündigungsschutzes, die es den Unternehmen erleichtern sollte, ältere Arbeitskräfte in den Betrieben zu halten. Für die Unternehmen kommt es darauf an, dass Entlohnung und Produktivität der älteren Mitarbeiter zueinander passen. Das ist angesichts der noch immer verbreiteten Senioritätsregeln bei den direkten und indirekten Entgelten (Arbeitszeit, Urlaub) fraglich. Durch die Produktivität nicht gedeckte Vergünstigungen erhöhen die Arbeitskosten älterer Mitarbeiter und vermindern so deren Beschäftigungsmöglichkeiten. Statt starrer Entgeltregeln sind flexible, leistungs- und erfolgsabhängige Vergütungskomponenten erforderlich. Wenn die Produktivität sinkt, muss auch das Entgelt niedriger werden. Unternehmen und ältere Arbeitnehmer sollten gemeinsam darauf hinwirken, dass die Älteren einen angemessenen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten können. Der langfristigen Mitarbeiterentwicklung, der individuellen Weiterbildung und der Arbeitsgestaltung kommen dabei Schlüsselrollen zu. 'Employability' der Älteren ist zentrales Thema der alternden Gesellschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Höhere Erwerbsbeteiligung in Westdeutschland - Mehr Arbeitslosigkeit und Frühverrentungen in Ostdeutschland: regionale und sozioökonomische Merkmale strukturieren den Altersübergang (2005)

    Büttner, Renate;

    Zitatform

    Büttner, Renate (2005): Höhere Erwerbsbeteiligung in Westdeutschland - Mehr Arbeitslosigkeit und Frühverrentungen in Ostdeutschland. Regionale und sozioökonomische Merkmale strukturieren den Altersübergang. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2005-05), Gelsenkirchen, 14 S.

    Abstract

    "Die höhere Erwerbstätigkeit im Alter ist maßgeblich auf die gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen zurückzuführen: im Vergleich zu Männern weisen sie in allen Alterskategorien deutlich höhere Beschäftigungszuwächse auf. Diese resultieren jedoch zu einem erheblichen Teil aus der Zunahme der geringfügigen Beschäftigung sowie einer höheren Teilzeitquote der 60- bis 64-jährigen Frauen, während die Vollzeittätigkeit von Frauen ab dem 50. Lebensjahr im Beobachtungszeitraum zurückgegangen ist. Zwischen 1996 und 2003 ist die Erwerbstätigkeit von Älteren zwar gestiegen, von dieser Entwicklung ausgenommen sind jedoch Männer zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr: ihre Erwerbstätigenquote sinkt im Zeitverlauf um 3 Prozentpunkte; gleichzeitig nimmt (Alters-) Teilzeitarbeit von Männern zu, und zwar in allen Alterskategorien. Trotz einer Zunahme der Erwerbstätigkeit in den neuen Bundesländern ist hier die Erwerbsbeteiligung von Älteren deutlich geringer, die Anteile an Rentenbeziehern und Arbeitslosen sind dagegen weitaus höher als in Westdeutschland. Diese Befunde spiegeln die massive Ausgliederung von Älteren aus dem ostdeutschen Arbeitsmarkt über Arbeitslosigkeit und Frühverrentung wider. Aus diesem Grunde ist auch die Erwerbsbeteiligung von älteren Frauen in Westdeutschland inzwischen ebenso hoch wie in Ostdeutschland - bzw. ab dem 60. Lebensjahr sogar höher. Beim Altersübergang von westdeutschen Frauen spielt der Bezug einer eigenen Rente dagegen eine geringere und Nichterwerbstätigkeit eine größere Rolle als bei ostdeutschen Frauen. Die Erwerbsbeteiligung im Alter hängt in hohem Maße von der Qualifikation ab: Je höher der erworbene Berufsabschluss ist, desto höher ist die Erwerbstätigenquote und umso geringer die Wahrscheinlichkeit, vor dem 60. Lebensjahr aus dem Erwerbsleben auszuscheiden oder arbeitslos zu werden. Gering Qualifizierte sind im Alter häufiger und ab dem 55. Lebensjahr im Zeitverlauf in zunehmendem Maße auf Sozialhilfe angewiesen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Die Deutschen gehen wieder später in Rente - arbeiten sie auch länger?: aktuelle Veränderungen im Altersübergangsverhalten (2005)

    Büttner, Renate; Brussig, Martin ; Weiß, Walter;

    Zitatform

    Büttner, Renate, Martin Brussig & Walter Weiß (2005): Die Deutschen gehen wieder später in Rente - arbeiten sie auch länger? Aktuelle Veränderungen im Altersübergangsverhalten. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2005): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2005, S. 65-76.

    Abstract

    "Ziel des Beitrages ist es, Veränderungen im Altersübergangsverhalten, d. h. den Übergang vom Ende der Erwerbstätigkeit bis zum Eintritt in eine Rente einschließlich eventueller Zwischenstadien, insbesondere Arbeitslosigkeit, aufzuzeigen. Dabei werden schwerpunktmäßig folgende Fragen diskutiert:
    - Entspricht dem späteren Eintritt in Rente auch eine verlängerte Erwerbstätigkeit?
    - Wie haben sich Zugänge in verschiedene Rentenarten entwickelt? Haben die Rentenformen, nach denen Rentenabschläge bei vorgezogenem Renteneintritt hinzunehmen waren, dazu geführt, dass vermehrt Renten beansprucht wurden, die noch einen abschlagsfreien Renteneintritt ermöglicht haben?
    - Wie hat sich die Arbeitslosigkeit unter älteren Erwerbspersonen entwickelt? Wird der spätere Renteneintritt erst nach einer womöglich längeren Arbeitslosigkeit erreicht?
    Übergreifendes Ergebnis der integrierten Betrachtung vom Austritt aus Erwerbstätigkeit und Eintritt in den Ruhestand ist, dass der Renteneintritt tatsächlich im Durchschnitt später erfolgt, dies aber für einen erheblichen - und phasenweise wachsenden - Teil von Menschen mit höherer Unsicherheit in Form von Arbeitslosigkeit verbunden ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen