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Dossier

Bedingungsloses und solidarisches Grundeinkommen – Konzepte in der Diskussion

Trotz günstiger Beschäftigungslage laufen Langzeitarbeitslose immer noch Gefahr, den Anschluss an den ersten Arbeitsmarkt zu verlieren. Zudem gibt es die Sorge, dass sich diese Entwicklung durch den technologischen Wandel noch verstärken wird. Wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen die richtige Antwort? Kann ein solidarisches Grundeinkommen das Bürgergeld nach SGB II weiterentwickeln oder sogar ablösen? Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Literatur zum Thema zusammen und wirft einen Blick auf die aktuelle Diskussion.
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  • Literaturhinweis

    Das bedingungslose Grundeinkommen: Chancen und Risiken einer Entkoppelung von Einkommen und Arbeit (2015)

    Spannagel, Dorothee;

    Zitatform

    Spannagel, Dorothee (2015): Das bedingungslose Grundeinkommen. Chancen und Risiken einer Entkoppelung von Einkommen und Arbeit. (WSI-Report 24), Düsseldorf, 21 S.

    Abstract

    "Die Idee, dass ein Staat allen Bürgerinnen und Bürgern ein regelmäßiges monatliches Einkommen auszahlt - unabhängig davon, ob sie erwerbstätig sind oder nicht -, hat auch in Deutschland zahlreiche Anhänger. Die Modelle, die sie vertreten, sind höchst unterschiedlich: Sie reichen von neoliberalen Ansätzen, die das bedingungslose Grundeinkommen mit einer weitreichenden Deregulierung des Arbeitsmarktes und einer radikalen Vereinfachung des Steuer- und Transfersystems verbinden, bis zu emanzipatorischen Konzepten, die mit dem Grundeinkommen die kapitalistische Logik moderner Gesellschaften durchbrechen wollen. Die Analyse in diesem Report vergleicht die unterschiedlichen Ansätze und hinterfragt kritisch, wie sich ihre Einführung auf die sozialen und ökonomischen Verhältnisse in Deutschland auswirken würde. Dabei wird deutlich, dass die Umsetzung eines bedingungslosen Grundeinkommens nicht nur mit Vorteilen verbunden ist, sondern auch Schattenseiten hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The 'living wage', low pay and in work poverty: rethinking the relationships (2014)

    Bennett, Fran ;

    Zitatform

    Bennett, Fran (2014): The 'living wage', low pay and in work poverty. Rethinking the relationships. In: Critical social policy, Jg. 34, H. 1, S. 46-65. DOI:10.1177/0261018313481564

    Abstract

    "The 'living wage' is an idea with a long history in the UK currently enjoying a renaissance. This article explores possible reasons for its reemergence as a policy demand, but argues that thinking of low pay primarily as 'poverty pay' caused by employers' failure to pay a living wage raises practical and conceptual issues that are problematic. It examines to what extent recent attempts to resolve such issues in the UK and elsewhere have succeeded, and concludes by suggesting that alternative ways of analysing and addressing the two key issues associated with the living wage, low pay and in work poverty, are required." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Das Läba isch koin Schlotzer: ein bedingungsloses Grundeinkommen ist grober Unfug (2014)

    Berthold, Norbert;

    Zitatform

    Berthold, Norbert (2014): Das Läba isch koin Schlotzer. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist grober Unfug. In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Jg. 43, H. 8, S. 436-439.

    Abstract

    "Steht der europäische Sozialstaat vor einer Revolution? Alte sozialpolitische Glaubenssätze scheinen nicht mehr zu gelten. Manche träumen wieder einmal den schönen Traum eines bedingungslosen Grundeinkommens. In Deutschland ist man bisher allerdings über theoretische Diskussionen nicht hinausgekommen. Die Schweiz ist schon ein Schritt weiter (vgl. Habermacher, Kirchgässner, 2010). Ein Volksentscheid soll möglichst bald Klarheit bringen. Für Deutschland werden monatliche Beträge zwischen 500 und 1.500 Euro pro Person diskutiert. Die schweizerischen Initiatoren wollen heute schon mehr. 2.550 CHF für Erwachsene und 625 CHF für Kinder sind angedacht. Wäre damit der mühsame Kampf gegen die Armut ein für alle Mal entschieden?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Dynamik sozialpolitischer Innovationen: Deutungsmuster zum Bedingungslosen Grundeinkommen (2014)

    Müller, Matthias ;

    Zitatform

    Müller, Matthias (2014): Dynamik sozialpolitischer Innovationen. Deutungsmuster zum Bedingungslosen Grundeinkommen. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 60, H. 3, S. 295-320. DOI:10.1515/zsr-2014-0305

    Abstract

    "Innovationen im Bereich der Technik sind omnipräsent. In der Sozialpolitik wird der Begriff Innovationen selten verwendet, häufiger wird von Reformen gesprochen. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, wie sozialpolitische Innovationen in die soziale Welt kommen. Am Beispiel der sozialpolitischen Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) wird gezeigt, ob und wie dieses an tradierte Deutungsmuster des bundesdeutschen Sozialmodells anknüpft, über diese hinausreicht oder mit diesen kollidiert. Im Zentrum des Beitrags steht die Analyse von Gruppendiskussionen, die nicht nur inhaltliche Deutungsmuster des BGE, sondern insbesondere deren Qualität als konsistente oder gebrochene Muster offenlegt. Die künstlich erzeugte kommunikative Dynamik der Diskussionen lässt auf sozialer Mikroebene Prozesse gesellschaftlicher Dynamik, Statik sowie Macht entstehen. Im 'Kleinen' wird gezeigt, wie voraussetzungsvoll die Durchsetzung sozialpolitischer Innovationen im 'Großen' ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Das allgemeine Grundeinkommen: warum utopisches Denken wichtig ist und was die Soziologie dazu beitragen kann (2014)

    Parijs, Philippe Van;

    Zitatform

    Parijs, Philippe Van (2014): Das allgemeine Grundeinkommen. Warum utopisches Denken wichtig ist und was die Soziologie dazu beitragen kann. In: WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung, Jg. 10, H. 2, S. 117-127.

    Abstract

    "Im Dezember 1516 erschien, dank der Unterstützung von Desiderius Erasmus, dem am wenigsten angepassten, aber trotzdem am meisten geachteten Lehrer der Universitätsstadt Leuven, ein merkwürdiges Büchlein in lateinischer Sprache. Es enthielt viele sonderbare Geschichten, erzählt angeblich von einem portugiesischen Reisenden, der die von ihm besuchten Orte ebenso scharfsichtig beobachtet zu haben schien, wie es Jahrhunderte später Alexis de Tocqueville auf seiner Reise durch Amerika tat. So fragte sich der Reisende zum Beispiel, warum es in England so viele Diebstähle und so viele Morde gebe, obwohl doch beides mit dem Tode bestraft werde. Bei Mord, so meinte er, sei das leicht zu erklären. Ein Dieb, der beim Stehlen beobachtet werde, könne denjenigen, der ihn gesehen habe, genauso gut töten. Schließlich sei die Strafe, die ihn erwarte, dieselbe, aber die Chance, erwischt zu werden, werde geringer, wenn er den Beobachter umbringe. Wenn man also weniger Morde wolle, sei es das Beste, die Strafen für Diebstahl zu mildern. Aber was tun, wenn man weniger Diebstähle will? Da müsse man zunächst auf die Ursache schauen, denn 'keine Strafe ist schwer genug, um die Leute von Diebereien abzuhalten, die kein anderes Gewerbe haben, um ihr Leben fristen zu können'. Von diesen Menschen gebe es, so erklärte der Reisende ausführlich, wegen der Auflösung der Allmenden viele. Und: 'Man setzt nämlich harte und grauenhafte Strafen für Diebe fest, während man vielmehr Vorsorge treffen sollte, daß sie irgendein Auskommen finden, damit keiner in die Zwangslage gerät, zuerst stehlen und dann sterben zu müssen.' Mit anderen Worten: Gebraucht wird Querdenken, radikales Denken, utopisches Denken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Architekten der Arbeit: Positionen, Entwürfe, Kontroversen (2014)

    Rahner, Sven; Kipping, Katja; Lindner, Christian; Biedenkopf, Kurt; Müntefering, Franz; Ederer, Brigitte; Sattelberger, Thomas; Göring-Eckardt, Karin; Sennett, Richard; Hall, Peter A. ; Sommer, Michael; Kagermann, Henning; Süssmuth, Rita; Bunz, Mercedes; Wallraff, Günter; Hagemann, Tim; Wetzel, Detlef; Freeman, Richard B. ; Horx, Matthias;

    Zitatform

    Rahner, Sven (2014): Architekten der Arbeit. Positionen, Entwürfe, Kontroversen. Hamburg: Edition Körber-Stiftung, 310 S.

    Abstract

    "Die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten werden, beschäftigt wohl jeden, der Arbeit nicht nur als Broterwerb begreift. Arbeit dient längst nicht mehr nur dem Lebensunterhalt, sie ist auch Teil der eigenen Identität, des sozialen Status. Arbeit soll sich wieder lohnen, Erfüllung bieten und den eigenen Wohlstand ebenso wie den des Landes mehren - ein hoher Anspruch, allzu selten eingelöst. Prekäre und entwürdigende Arbeitsverhältnisse sind auch in Deutschland keine Seltenheit. Das digitale Zeitalter verändert die Arbeitswelt radikal, schafft neue Freiheiten ebenso wie neue Zwänge: Burn-out ist auch die Krankheit einer Gesellschaft, in der immer alles möglich sein muss.
    Sven Rahner wagt mit 18 Gesprächspartnern einen Blick in die Zukunft der Arbeit. Er hat die Architekten einer neuen Arbeitswelt getroffen, die beobachten, planen und gestalten, wie Arbeit sich in den nächsten Jahrzehnten verändern wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Money for nothing? - Das bedingungslose Grundeinkommen. Begründungsversuche und ihre ökonomische Bewertung (2013)

    Eicker-Wolf, Kai;

    Zitatform

    Eicker-Wolf, Kai (2013): Money for nothing? - Das bedingungslose Grundeinkommen. Begründungsversuche und ihre ökonomische Bewertung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 62, H. 6, S. 172-177. DOI:10.3790/sfo.62.6.172

    Abstract

    "Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen spielt in den aktuellen Diskussionen um die künftige Ausgestaltung des deutschen Sozialstaats eine große Rolle. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich kritisch mit zwei Aspekten der Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen: Zum einen werden die zentralen ökonomischen Argumente hinterfragt, die zur Begründung dieser recht radikalen sozialstaatlichen Reformkonzepte ins Feld geführt werden. Zum anderen werden Überlegungen darüber angestellt, welche ökonomischen Folgen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens hätte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Alternative Wege - Das bedingungslose Grundeinkommen und seine Folgen (2013)

    Fischer, Ute;

    Zitatform

    Fischer, Ute (2013): Alternative Wege - Das bedingungslose Grundeinkommen und seine Folgen. In: Sozialmagazin. Die Zeitschrift für soziale Arbeit, Jg. 38, H. 3-4, S. 74-81.

    Abstract

    "Finanzielle Transfers für Kinder und Familien bringen für eine nachhaltige Armutsbekämpfung nicht viel, bessere Ergebnisse erzielen präventive und im Lebensverlauf früh ansetzende Maßnahmen zur Bildungs- und sozialen Teilhabe. So lautet die Einschätzung des Vierten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung (z. B. BMAS 2013, S. II). In diesem Beitrag wird dennoch - scheinbar paradox - als alternativer Ansatz in der Sozialpolitik ein Transfer-Riese vorgestellt: Das bedingungslose Grundeinkommen. Ob und inwiefern in diesem Vorschlag Chancen liegen, sowohl vor Armut zu schützen als auch soziale Gerechtigkeit und Teilhabe zu fördern, wird diskutiert ebenso wie die Grenzen dieser provokativen Idee." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Das Bedingungslose Grundeinkommen - ein tragfähiges Konzept?: Zeitgespräch (2013)

    Straubhaar, Thomas; Quaas, Georg; Eichhorn, Wolfgang; Flassbeck, Heiner; Friedrich, Lothar; Werner, Götz W.; Habermacher, Florian ; Thieme, Sebastian ; Kirchgässner, Gebhard;

    Zitatform

    Straubhaar, Thomas, Götz W. Werner, Wolfgang Eichhorn, Lothar Friedrich, Florian Habermacher, Gebhard Kirchgässner, Heiner Flassbeck, Georg Quaas & Sebastian Thieme (2013): Das Bedingungslose Grundeinkommen - ein tragfähiges Konzept? Zeitgespräch. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 93, H. 9, S. 583-605. DOI:10.1007/s10273-013-1571-8

    Abstract

    "In der Schweiz betreibt eine Initiative aktuell ganz konkret einen Volksentscheid mit dem Ziel, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. In Deutschland wird das Konzept lebhaft diskutiert. Allerdings wird seine Wirkung auf Beschäftigung, Besteuerung, Einkommensverteilung und die Bereitstellung von staatlichen Leistungen ganz unterschiedlich beurteilt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Basic Income Reconsidered: Social Justice, Liberalism, and the Demands of Equality (2012)

    Birnbaum, S.;

    Zitatform

    Birnbaum, S. (2012): Basic Income Reconsidered. Social Justice, Liberalism, and the Demands of Equality. (Exploring the Basic Income Guarantee), New York: Palgrave Macmillan US - Palgrave Macmillan, XII, 246 S. DOI:10.1057/9781137015426

    Abstract

    "Basic income is one the most innovative, powerful and controversial proposals for addressing poverty and growing inequalities. This book examines the arguments for and against basic income from the point of view of economic and social justice." (Verlagsangaben)

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    Die zentrale Bedeutung von Erwerbarbeit als Hindernis für alternative Formen der Vergemeinschaftung (2012)

    Englert, Kathrin ; Grimm, Natalie; Sondermann, Ariadne;

    Zitatform

    Englert, Kathrin, Natalie Grimm & Ariadne Sondermann (2012): Die zentrale Bedeutung von Erwerbarbeit als Hindernis für alternative Formen der Vergemeinschaftung. In: Widersprüche, Jg. 32, H. 124, S. 11-23.

    Abstract

    "Die zentrale Bedeutung von Erwerbarbeit als Hindernis für alternative Formen der Vergemeinschaftung Erwerbsarbeit ist ganz zweifellos der nach wie vor zentrale Modus gesellschaftlicher Integration. Das Deutungsmuster, nach dem eine vollwertige gesellschaftliche Teilhabe an die Voraussetzung von Erwerbsarbeit geknüpft ist, hat nichts an seiner Hegemonie verloren, im Gegenteil: Die Erwerbsarbeitsnorm wird im öffentlichen Diskurs vielmehr forciert und keineswegs in Frage gestellt. Die aktuelle Hyperarbeitsgesellschaft (Voß/Pongratz 2001), die mehr denn je in allen Bereichen von Erwerbsarbeit geprägt ist, beinhaltet allerdings auch eine enorme Zunahme prekärer und nicht-existenzsichernder Beschäftigung sowie eine anhaltende Erwerbslosigkeit für einen Teil der Bevölkerung. Aus dieser Gleichzeitigkeit zweier widersprüchlicher Entwicklungen resultiert ein offenkundiges Dilemma: Einerseits wird Erwerbsarbeit als Norm, Quelle der Anerkennung und zentraler Modus der Vergesellschaftung seit Jahren von arbeitsmarktpolitischer Seite verstärkt - und andererseits erweist sich Erwerbsarbeit für nicht wenige Menschen zunehmend als unsicher oder sogar obsolet für eine stabile soziale Integration und vollwertige gesellschaftliche Teilhabe. Dies gilt nicht allein für Langzeiterwerbslose, die kaum noch eine Chance auf eine Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt haben, sondern auch für prekär Beschäftigte bzw. Personen, die in ihrer Biographie mehrfach oder dauerhaft zwischen Erwerbsarbeit und Leistungsbezug wechseln (Grimm/Vogel 2008; Grimm/Vogel 2010). Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach möglichen alternativen Orientierungen und Handlungsstrategien, mit denen die Zentralität von Erwerbsarbeit relativiert werden könnte, in besonderer Weise. Wir möchten dieser Frage in unserem Beitrag anhand der subjektiven Sicht und alltäglichen Handlungsstrategien von prekär Beschäftigten und Erwerbslosen nachgehen und herausarbeiten, ob und inwiefern bei ihnen Formen der Vergemeinschaftung und Solidarisierung erkennbar werden, die man als Ansätze für Alternativen zur hegemonialen Vergesellschaftung über Erwerbsarbeit bezeichnen könnte. Lässt sich bei prekär Beschäftigten und Erwerbslosen eine 'innere' Distanz gegenüber dem zentralen Integrationsmodus finden, welche der faktisch schwindenden Integrationskraft von Erwerbsarbeit Rechnung tragen würde?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Basic Income Worldwide: Horizons of Reform (2012)

    Murray, M.; Pateman, C.;

    Zitatform

    Murray, M. & C. Pateman (Hrsg.) (2012): Basic Income Worldwide. Horizons of Reform. (International Political Economy Series), London: Palgrave Macmillan UK - Palgrave Macmillan, XV, 271 S. DOI:10.1057/9781137265227

    Abstract

    "In the midst of growing criticism of current economic orthodoxies and welfare systems, basic income is growing in popularity. This is the first book to discuss existing at examples of basic income, in both rich and poor countries, and to consider its prospects in other places around the world." (Verlagsangaben)

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  • Literaturhinweis

    Das Grundeinkommen: Würdigung - Wertungen - Wege (2012)

    Werner, Götz W.; Eichhorn, Wolfgang; Friedrich, Lothar;

    Zitatform

    Werner, Götz W., Wolfgang Eichhorn & Lothar Friedrich (Hrsg.) (2012): Das Grundeinkommen. Würdigung - Wertungen - Wege. Karlsruhe: KIT Scientific Publishing, 371 S.

    Abstract

    "Das Buch umfasst 25 Beiträge von Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen zum Thema Grundeinkommen und ein Essay aus der Sicht eines Künstlers. Alle Arbeiten widmen sich dem Ziel der Verbesserung der Wohlfahrt der Gesellschaft und ihrer Glieder.
    Die Autoren sind überzeugt, dass die Einführung von Grundeinkommen sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht einen bedeutenden Beitrag zur Lösung der großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit wie Arbeitslosigkeit, Armut, Menschenwürde, wachsende Ungleichheit der Einkommensverteilung leisten kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Das Grundeinkommen: Bilanz einer Utopie: eine gerechtigkeitstheoretische Bestandsaufnahme der deutschen Debatte (2011)

    Neumann, Frieder;

    Zitatform

    Neumann, Frieder (2011): Das Grundeinkommen: Bilanz einer Utopie. Eine gerechtigkeitstheoretische Bestandsaufnahme der deutschen Debatte. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 57, H. 2, S. 119-148. DOI:10.1515/zsr-2011-0202

    Abstract

    "Die Verbindung von Gerechtigkeit und Grundeinkommen aus normativer und empirischer Perspektive ist Thema dieser theoriegeleiteten Sozialpolitikanalyse. Im Rückgriff auf normative Gerechtigkeitstheorien fragt der Beitrag zunächst mit einem mehrdimensionalen Gerechtigkeitsmaßstab nach den Gerechtigkeitsprofilen ausgewählter Grundeinkommensmodelle und kontrastier' diese anschließend mit der Zustimmung e verschiedenen Gerechtigkeitsdimensionen in Deutschland, um eine grobe Einschätzung ihrer Verwirklichungschancen e erhalten. Dabei zeigt das Modell der Grünen Baden-Württemberg zwar die größte Kongruenz zwischen theoretisch ermitteltem Gerechtigkeitsprofil und den Zustimmungswerten. Gleichwohl stößt das fundamentale Prinzip der Bedingungslosigkeit in der Bevölkerung mehrheitlich auf Widerstand, weshalb die Verwirklichungschancen eher bescheiden bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsangebot und Grundeinkommen (2011)

    Petersen, Thieß; Barth, Veronica; Venhaus, Marc;

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    Petersen, Thieß, Veronica Barth & Marc Venhaus (2011): Arbeitsangebot und Grundeinkommen. In: Das Wirtschaftsstudium, Jg. 40, H. 7, S. 926-930.

    Abstract

    "Die Idee, Erwerbsarbeit und Einkommen zu entkoppeln, wird schon seit Jahrzehnten diskutiert. Die Debatte entzündete sich erneut, seit sich der Unternehmer Götz Werner publikumswirksam für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzte. Dabei handelt es sich um ein sozialpolitisches Transfermodell, wonach jeder Bürger eine gleiche, gesetzlich festgelegte Zahlung vom Staat erhält, für die er keine Gegenleistung erbringen muss. Wie wirkt sich ein solches Grundeinkommen auf das Arbeitsangebot eines nutzen-maximierenden Haushalts aus?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Bedingungsloses Grundeinkommen als Kern eines neuen Sozialstaates? (2011)

    Wiemeyer, Joachim;

    Zitatform

    Wiemeyer, Joachim (2011): Bedingungsloses Grundeinkommen als Kern eines neuen Sozialstaates? (Kirche und Gesellschaft 381), Köln: Bachem, 16 S.

    Abstract

    "Das bedingungslose Grundeinkommen gehört zu den auf den ersten Blick faszinierenden Ideen, mit denen man angesichts der Komplexität einer modernen Gesellschaft eine Vielzahl von Problemen zugleich lösen kann. Weil ein bedingungsloses Grundeinkommen von der Analyse der Ausgangslage, seinen Folgen und Voraussetzungen, vor allem finanzieller Art, und seinen normativen Grundimplikationen her problematisch ist, gibt es bisher weltweit kein Land, in dem es eingeführt worden ist.
    Der Wert von Grundeinkommensideen liegt darin, dass sie auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen (Höhe der Langzeitarbeitslosigkeit, Komplexität von Sozialgesetzen, Eigendynamik einer Sozialbürokratie) hinweisen. Damit geben sie den Anstoß, Fehlentwicklungen im Sozialsystem abzubauen. Der Wert der Grundeinkommensideen liegt also gerade nicht in der praktischen Realisierung ihres Vorschlags, sondern im Anstoß zur Reform und Weiterentwicklung bestehender Institutionen." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Kritik der reinen Aktivierung: Analysen zu Praxis und Deutungsmustern professioneller Arbeitsvermittler und Arbeitsloser mitsamt Überlegungen zu sozialpolitischen Folgen eines bedingungslosen Grundeinkommens (2010)

    Behrend, Olaf; Ludwig-Mayerhofer, Wolfgang; Sondermann, Ariadne;

    Zitatform

    Behrend, Olaf, Wolfgang Ludwig-Mayerhofer & Ariadne Sondermann (2010): Kritik der reinen Aktivierung. Analysen zu Praxis und Deutungsmustern professioneller Arbeitsvermittler und Arbeitsloser mitsamt Überlegungen zu sozialpolitischen Folgen eines bedingungslosen Grundeinkommens. In: M. Franzmann (Hrsg.) (2010): Bedingungsloses Grundeinkommen : eine Antwort auf die Krise der Arbeitsgesellschaft, S. 197-247.

    Abstract

    Basis der Untersuchung sind offen geführte, leitfadengestützte Einzelinterviews mit Arbeitsvermittlern und Arbeitslosen aus den Jahren 2005 und 2006. Gegenstand der Interviews mit Arbeitslosen sind ihre Bildungs- und Berufsbiografien, ihre Erfahrungen und Handlungsweisen in der Arbeitslosigkeit sowie ihr Umgang mit Institutionen, vor allem mit den Arbeitsvermittlern. Hier konzentriert sich die Untersuchung auf drei Fallstudien. Die Arbeitsvermittler wurden dahin gehend befragt, wie sie zur Institution kamen, wie sie die Hartz-Reformen einschätzen und umsetzen, wie sie Instrumente einsetzen und wie sie die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt sowie die für sie beruflich relevanten politischen Vorgaben einschätzen und deuten. Abschließend werden Thesen im Hinblick auf mögliche konkrete Ausformungen eines bedingungslosen Grundeinkommens formuliert, die die Wirkungen eines Grundeinkommens auf gesellschaftliche Partizipation und Stigmatisierung, seine Höhe und mögliche Autonomie fördernde Effekte betreffen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Grundeinkommen: Geschichte - Modelle - Debatten (2010)

    Blaschke, Ronald; Schepers, Norbert; Schepers, Norbert; Kusstatscher, Sepp; Otto, Adeline ; Otto, Adeline ; Kipping, Katja; Klaus, Melina; Holm, Ruurik; Fernandez, Jose Iglesias;

    Zitatform

    Blaschke, Ronald, Adeline Otto & Norbert Schepers (Hrsg.) (2010): Grundeinkommen. Geschichte - Modelle - Debatten. (Rosa-Luxemburg-Stiftung. Texte 67), Berlin: Karl Dietz Verlag, 421 S.

    Abstract

    Das Buch setzt sich in seinem ersten Teil mit der vielschichtigen Geschichte der Idee des Grundeinkommens anhand ausgewählter Protagonisten und deren Grundeinkommensansätze seit dem 18. Jahrhundert auseinander (Paine, Spence, Charlier, Gesell, Fourier, Considerant, Rhys Williams, Vobruba, Gorz, Fromm). Dabei werden unterschiedliche politische Traditionslinien erkennbar. Beim Grundeinkommen handelt es sich um ein Bürgerrecht, wie ein Essay im zweiten Teil des Buches deutlich macht. Im dritten Teil des Buches werden aktuelle Vorschläge vorgestellt, die in Richtung des Ausbaus steuerfinanzierter Sozialtransfers zielen. Dazu zählen Grund- und Mindestsicherung, Bürgergeld, negative Einkommensteuer, partielles oder bedingungsloses Grundeinkommen. Ein gesondertes Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wie sich der Bestimmung einer Transferhöhe genähert werden kann, die die Existenz sichert und Teilhabe ermöglicht. Abschließend wird die Grundeinkommensdebatte in Europa aus linker Perspektive resümiert. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Ideal und Konzept des Grundeinkommens: zur Struktur einer über sich selbst hinausweisenden Idee (2010)

    Booms, Martin;

    Zitatform

    Booms, Martin (2010): Ideal und Konzept des Grundeinkommens. Zur Struktur einer über sich selbst hinausweisenden Idee. (Impulse für eine unternehmerische Gesellschaft 3), Karlsruhe: KIT Scientific Publishing, 52 S.

    Abstract

    "Das bedingungslose Grundeinkommen ist Gegenstand einer stark polarisierten Debatte zwischen ebenso unbedingten Befürwortern wie Gegnern. Das Buch vertritt demgegenüber eine differenzierte These: Demnach entfaltet sich das gesellschaftspolitische Potential des Grundeinkommens als regulativer Idee noch vor und unabhängig von der Frage, ob man den Vorschlag des Grundeinkommens als inhaltliches Konzept befürwortet oder nicht - die Grundeinkommensidee weist aus sich selbst über sich selbst hinaus." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Die 'Krise der Arbeitsgesellschaft' in Interviews mit Adoleszenten: welche Auswirkungen hätte ein bedingungsloses Grundeinkommen auf ihr Leben? (2010)

    Daniels, Eva; Franzmann, Manuel ; Jung, Matthias ;

    Zitatform

    Daniels, Eva, Manuel Franzmann & Matthias Jung (2010): Die 'Krise der Arbeitsgesellschaft' in Interviews mit Adoleszenten. Welche Auswirkungen hätte ein bedingungsloses Grundeinkommen auf ihr Leben? In: M. Franzmann (Hrsg.) (2010): Bedingungsloses Grundeinkommen als Antwort auf die Krise der Arbeitsgesellschaft, S. 167-196.

    Abstract

    "Das soziologische Forschungsprojekt 'Praxis als Erzeugungsquelle von Wissen', aus dem die in diesem Aufsatz dargestellten Forschungsergebnisse hervorgegangen sind, untersucht, wie sich in der praktischen Bewältigung der Adoleszenzkrise Erfahrung konstituiert und an diesem privilegierten Ort der Entstehung des Neuen gesellschaftliche Transformationsprozesse in Gang kommen. In der Phase dieser Krise muss sich das sich bildende Subjekt gegenüber den drei unvermeidbaren Bewährungsdimensionen des Lebens - individueller Leistung in einer Berufsarbeit, zukünftiger Elternschaft und dem zu Gemeinwohl zu leistenden Beitrag als Staatsbürger - stabil positionieren. Datengrundlage der Untersuchung bilden nichtstandardisierte Interviews mit Adoleszenten, die mit der Methode der objektiven Hermeneutik ausgewertet werden. Wir möchten in dem Aufsatz die Frage erhellen, inwiefern sich die Krise der Arbeitsgesellschaft in diesen Adoleszenteninterviews abbildet. Zu diesem Zweck sollen drei Fälle exemplarisch vorgestellt werden, indem wir jeweils kurz die Fallkonstruktion skizzieren und dann auf dieser Grundlage fragen, wie diese Adoleszenten jeweils reagieren würden, wenn sie dauerhaft keine Arbeit fänden, und welche Folgen es je konkret für ihr Leben hätte, wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe." (Textauszug, IAB-Doku)

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