Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Das IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Niedriglohnstrategien im Hochlohnsektor: Öffnung des Arbeitsmarktes und Beschäftigung von MOE-Arbeitskräften in der Metall- und Elektroindustrie (2006)
Lippert, Inge;Zitatform
Lippert, Inge (2006): Niedriglohnstrategien im Hochlohnsektor. Öffnung des Arbeitsmarktes und Beschäftigung von MOE-Arbeitskräften in der Metall- und Elektroindustrie. (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 129), Düsseldorf, 66 S.
Abstract
"Im Zusammenhang mit der Öffnung der Arbeitsmärkte nach Mittel- und Osteuropa und der EU-Osterweiterung setzen sich seit einigen Jahren verstärkt neue Formen der Arbeitsmigration durch: die Entsendung von Arbeitnehmern aus MOE-Ländern, die auf Basis von Werkverträgen Dienstleistungen in Deutschland erbringen. Neu an diesen Migrationsformen ist ihr temporärer Charakter. Viele deutsche Firmen nutzen das temporäre Arbeitsangebot, um Teile ihrer Stammbelegschaft durch flexibel einsetzbares und kostengünstigeres Personal aus den mittel- und osteuropäischen Ländern zu ersetzen. Diese Ansätze treiben den Übergang von der Beschäftigung arbeitsvertraglich gebundenen Personals hin zu einer stärker marktmäßigen Arbeitskräftepolitik weiter voran. Die Metall- und Elektroindustrie gehörte in der Vergangenheit nicht zu den Vorreitern der Nutzung von Niedriglohnarbeitskräften aus MOE-Ländern. Mit der Einführung der Dienstleistungsfreiheit nimmt der Einsatz von Werkvertragsarbeitnehmern aus den Beitrittsländern jedoch auch hier rasch an Bedeutung zu. Damit stellt sich die Frage, wie groß die Gefahr eines Verdrängungswettbewerbs und einer 'Nivellierung von Standards nach unten' in dieser beschäftigungsstarken Branche einzuschätzen ist und welche Bereiche hiervon bereits betroffen sind bzw. in Zukunft besonders betroffen sein werden. Die Studie zeichnet die aktuellen Entwicklungen der Arbeitsmigration in der M+E-Industrie nach, skizziert die empirischen Muster der Beschäftigung und Beschäftigungsbedingungen von MOE-Arbeitskräften in der Branche und nimmt Einschätzungen über die Auswirkungen der neuen Entwicklungen auf den Arbeitsmarkt vor. Damit wird das Ziel verfolgt, den Kenntnisstand über den Status Quo und die anstehenden Entwicklungen in diesem Sektor zu erhöhen. Während für einzelne Branchen, z.B. die Baubranche, bereits umfassende Erkenntnisse über die Folgen der Öffnung der Arbeitsmärkte und der temporären Arbeitsmigration vorliegen, ist die Situation in der Metall- und Elektroindustrie bislang kaum transparent." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die subjektive Beurteilung der Arbeitsbeziehung in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen (2006)
Martin, Albert;Zitatform
Martin, Albert (2006): Die subjektive Beurteilung der Arbeitsbeziehung in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen. In: Die Betriebswirtschaft, Jg. 66, H. 2, S. 146-175.
Abstract
"Das Normalarbeitsverhältnis löst sich auf. Beschäftigungsverhältnisse, die bislang eher ein Randdasein geführt haben, gewinnen an empirischer Bedeutung. Der Beitrag beschäftigt sich mit den beiden folgenden Fragen: Was charakterisiert die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen und schlagen sich diese Unterschiede in der Bewertung der Arbeitssituation nieder? Die Grundthese des Beitrags lautet: Die Beziehungsqualität der so genannten neuen Beschäftigungsverhältnisse unterscheidet sich stark von der des Normalarbeitsverhältnisses, die Gesetzmäßigkeiten, die das soziale Miteinander bestimmen, sind hiervon aber nicht grundlegend betroffen. Dadurch, dass andere arbeitsrechtliche Regelungen relevant sind und auch dadurch, dass sich neue Arbeitsorientierungen entwickeln, verändern sich zwar die 'Rahmenbedingungen' eines Arbeitsverhältnisses, aber nicht die 'Mechanismen', die ein Arbeitsverhältnis tragen. Als Grundlage der empirischen Analyse dienen Studien in mehreren Organisationen und eine Befragung Freier Journalisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Normalarbeitsverhältnis in Internetfirmen?: zur schleichenden Entwertung eines Konzeptes (2006)
Mayer-Ahuja, Nicole;Zitatform
Mayer-Ahuja, Nicole (2006): Normalarbeitsverhältnis in Internetfirmen? Zur schleichenden Entwertung eines Konzeptes. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 6, S. 335-340.
Abstract
"In Debatten über die 'Erosion des Normalarbeitsverhältnisses' wurde das NAV als statistische Normalität und zugleich als Norm und Ideal politisch regulierter abhängiger Beschäftigung ausgemacht. Bis heute gilt es implizit als stabiles Konstrukt - Erosion heißt quantitative Reduzierung, nicht veränderte Qualität. In diesem Beitrag wird umrissen, was der Begriff des Normalarbeitsverhältnisses in den 1980er Jahren beinhaltete und auf welche Teile des Arbeitsmarktes er sich bezog. Ausgehend von Auseinandersetzungen um aktuelle Erosionstendenzen wird argumentiert, dass Statistiken zwar nach wie vor einen hohen Anteil von Normalarbeitsverhältnissen belegen, die Vorstellung von einem wandlungsresistenten Kern der Arbeitswelt aber dennoch illusorisch ist: Das umfassende Konstrukt NAV ist weitgehend unbemerkt auf 'unbefristete Vollzeitarbeit' abgeschmolzen, und in der Praxis vieler Betriebe verschleiert die Dominanz solcher Stellen ein mit dem ursprünglichen Konzept unvereinbares Niveau von Unsicherheit, wie am Beispiel der Internetbranche gezeigt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Start-up success of freelancers: new microeconometric evidence from the German socio-economic panel (2006)
Merz, Joachim; Paic, Peter;Zitatform
Merz, Joachim & Peter Paic (2006): Start-up success of freelancers. New microeconometric evidence from the German socio-economic panel. (IZA discussion paper 2036), Bonn, 32 S.
Abstract
"If certain start-up characteristics will indicate a business success, knowing such characteristics could generate more successful start-ups and more efficient start-up counseling. Our study will contribute to this by quantifying individual success determinants of freelance start-ups. The data base for the microeconometric analyses of the survival of the first three years is a revised German Socio-Economic Panel (SOEP) for 1992 until 2002, which allows to incorporate institutional, personal and family/household socio-economic variables. We describe and discuss the datawork to achieve compatible information over time within a revised GSOEP and present microeconometric rare events logit, logit and probit results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Fachnahe studentische Erwerbsarbeit in den Ingenieurwissenschaften und ihre Bedeutung für den Arbeitsmarkt: Abschlussbericht (2006)
Metz-Göckel, Sigrid; Neef, Wolfgang; Kebir, Noara; Selent, Petra; Klein, Annette;Zitatform
(2006): Fachnahe studentische Erwerbsarbeit in den Ingenieurwissenschaften und ihre Bedeutung für den Arbeitsmarkt. Abschlussbericht. Berlin u.a., 60 S.
Abstract
Rund siebzig Prozent der Studierenden ist inzwischen neben dem Studium erwerbstätig. Der Beitrag untersucht Ausmaß und Bedeutung fachnaher studentischer Erwerbsarbeit von Studierenden technischer Fächer (Bauingenieurwesen, Informatik und Maschinenbau) mittels quantitativer und qualitativer Methoden. Es zeigt sich, dass das Bild vom Vollzeitstudierenden mit der heutigen Studienrealität nicht mehr zu vereinbaren ist. Die meisten Studierenden studieren nur mehr in Teilzeit. Rund die Hälfte aller Studierenden arbeitet schon während des Studiums nahezu halbtags fachnah, das heißt nahe an oder in ihrem künftigen Beruf. Für diese fachnah Jobbenden stellt ihre Erwerbstätigkeit eine Investition in die Zukunft dar. Die damit verbundene Verlängerung der Studiendauer sollte bei der Gestaltung der Studiengänge berücksichtigt werden, da nicht davon auszugehen ist, dass sich die finanzielle Situation der Studierenden in der nächsten Zukunft deutlich verbessern wird. Studiengebühren werden die Lage eher verschärfen, weil dieses Geld für viele Studierende nun auch noch durch Jobben verdient werden muss. (IAB)
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Literaturhinweis
Temporary agency work in Europe (2006)
Michon, Francois;Zitatform
Michon, Francois (2006): Temporary agency work in Europe. In: S. E. Gleason (Hrsg.) (2006): The shadow workforce : perspectives on contingent work in the United States, Japan, and Europe, S. 269-304.
Abstract
Der Beitrag gibt eine Überblick über die Rolle atypischer Beschäftigung in Europa und diskutiert die institutionelle Antwort auf dieses Problem in Gestalt von Zeitarbeitsunternehmen. Diese stellten ein Instrument zur Erleichterung der Flexibilität des Arbeitsmarktes dar. Die Vorschriften, nach denen solche Unternehmen tätig werden können, unterscheiden sich innerhalb der EU von Land zu Land, wobei die EU das Ziel verfolgt, die Bestimmungen insoweit zu regulieren und aneinander anzupassen, dass sie zur Integration auf dem europäischen Arbeitsmarkt beitragen. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Zeitarbeitsunternehmen in den Mitgliedsstaaten der EU und erläutert die arbeitsmarktspezifischen Unterschiede. Da es an einer gemeinsamen Definition von Zeitarbeitsunternehmen fehlt, ist auch eine länderübergreifende Analyse schwierig. In Deutschland kommen sie in erster Linie im industriellen Sektor und bei der Vermittlung männlicher Arbeitskräfte zum Einsatz, während in Dänemark der Dienstleistungssektor mit gut ausgebildeten weiblichen Arbeitskräften ihr wichtigstes Einsatzfeld ist. Erläutert werden auch die unterschiedlichen nationalen Regulierungsansätze und die unterschiedlichen Haltungen der Sozialpartner (Arbeitgeber und Gewerkschaften). Während z.B. die Arbeitgeber von Zeitarbeitsunternehmen auf nationaler Ebene organisiert sind, fehlt auf gewerkschaftlicher Seite ein entsprechendes Pendant, weil die Gewerkschaften dieser Arbeitsform grundsätzlich skeptisch gegenüber stehen. Nach Meinung des Autors bleibt die EU aufgefordert, einen integrativen Ansatz zur Regulierung von Zeitarbeit zu entwickeln. (IAB)
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Literaturhinweis
The organization of Human Resource Management in temporary work agencies: towards a comprehensive research agenda on temporary agency work in Germany, the Netherlands and the US (2006)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2006): The organization of Human Resource Management in temporary work agencies. Towards a comprehensive research agenda on temporary agency work in Germany, the Netherlands and the US. In: Human Resource Management Review, Jg. 16, H. 1, S. 67-81. DOI:10.1016/j.hrmr.2006.02.004
Abstract
"While many studies suggest that companies use temporary agency work only as a short-term instrument to adjust the workforce in line with demand, recent research has pointed to new developments in employers' use of temporary agency work. Studies have highlighted the development of increasing long-term contractual relationships between temporary work agencies and client companies in countries such as Germany, the Netherlands and the US. What is missing in the current debate so far are insights on how temporary work agencies are responding to new expectations by client companies. Therefore, possible strategies are analyzed with special regard to the design of Human Resource Management instruments in temporary work agencies. Although the Human Resource Management is the core competency of temporary work agencies, surprisingly little attention in the academic literature has been paid to the question how Human Resource Management should be structured in order to support the adopted strategies by the agencies. This will be analyzed in the paper with a special focus on the situation in Germany, the Netherlands and the US, developing propositions for further research and a comprehensive research agenda for international comparative studies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zwischen Lifelong Learning, Qualitätsdebatte und Werkvertrag: Beiträge im Anschluß an die Fachtagung "Kompetenzen, Berufsfelder und Arbeitsbedingungen von TrainerInnen" vom 5. Oktober 2005 in Wien (2006)
Mosberger, Brigitte; Sturm, René;Zitatform
Mosberger, Brigitte & René Sturm (Hrsg.) (2006): Zwischen Lifelong Learning, Qualitätsdebatte und Werkvertrag. Beiträge im Anschluß an die Fachtagung "Kompetenzen, Berufsfelder und Arbeitsbedingungen von TrainerInnen" vom 5. Oktober 2005 in Wien. (AMS report 53), Wien, 71 S.
Abstract
"Die Praxis der Trainingsarbeit (Arbeitsbedingungen) im Spannungsfeld zwischen den programmatischen Vorgaben von Lifelong Learning, Arbeitsmarktpolitik, betriebswirtschaftlichen Logiken und individueller Motivation stand im Mittelpunkt der Tagung. Der AMS report beinhaltet die teilweise überarbeiteten und erweiterten Beiträge sowie eine Zusammenfassung der Podiumsdiskussion dieser Tagung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The "continuous collaborators" in Italy: hybrids between employment and self-employment? (2006)
Zitatform
Muehlberger, Ulrike & Silvia Pasqua (2006): The "continuous collaborators" in Italy. Hybrids between employment and self-employment? (CHILD working paper 10/2006), Turin u.a., 26 S.
Abstract
"Over the last decade Italy has seen a strong increase in the number of workers on the border between self-employment and employment. Depending on the data source the 'parasubordinati', i.e. workers with a 'contract of continuous collaboration' (collaborators) represented between 1.8% (ISTAT, 2004) and 5.3% (Alteri and Oteri , 2004) of the Italian labour force. Since most of them work only for one company and are, moreover, strongly integrated into the firm of the contract partner, we argue that the Italian labour and social security law strongly discriminates against these workers who are, in fact, very close to employees. We investigate whether and in what respect the group of the collaborators differs from the group of employees and the group of the self-employed using the Italian Labour Force Survey (ILFS) of 2004 (4th quarter). Additionally, we analyse the short-term labour market transitions of collaborators to other labour market statuses. In contrast to other European countries, these collaborators are not low qualified workers, but young, highly educated professionals. At the same time the contracts of continuous collaboration are not a port of entry into the labour market nor do we find that these contracts are a vehicle to more stable jobs. However, they seem to be a possibility for women to work part-time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Workers on the border between employment and self-employment (2006)
Zitatform
Muehlberger, Ulrike & Silvia Pasqua (2006): Workers on the border between employment and self-employment. (International Centre for Economic Research. Working paper 11/2006), Torino, 22 S.
Abstract
"The number of workers on the border between self-employment and employment strongly increased across Europe over the last decade. This paper investigates whether and in what respect these workers differ from employees and self-employed and analyses whether these work relationships are a stepping stone to more stable employment in the short-run using Italian data. Depending on the data source the 'para-subordinates' represent between 1.8% and 5.3% of the Italian labour force. Since most of them work only for one company and are strongly integrated into the firm of the contract partner, we argue that labour and social security law discriminates against these workers who are in fact very close to employees. We find that they are not low qualified workers, but young, highly educated professionals. At the same time these contracts are not a port of entry into the labour market nor do we find that they are a vehicle to more stable jobs. However, they are a possibility for women to work part-time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Bildende Künstler in Berlin (2006)
Mundelius, Marco;Zitatform
Mundelius, Marco (2006): Bildende Künstler in Berlin. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 73, H. 22, S. 321-326.
Abstract
"Eine lebendige Kunstszene ist für die Reputation Berlins von großer Bedeutung. Künstler und ihre Kunstwerke sind auch Botschafter ihres Standortes im In- und Ausland. Die öffentlichkeitswirksame Darstellung ihrer Leistung kann positive wirtschaftliche Effekte, etwa in Form touristischer Anziehungskraft, erzeugen. Der Wert von Kunst- und Kulturproduktion lässt sich nicht immer in Geldeinheiten messen. Viele Künstler sind in erster Linie intrinsisch motiviert, folgen also nicht oder nicht primär dem Prinzip der Gewinnmaximierung. Dennoch sind sie ökonomischen Zwängen ausgesetzt, wollen sie überhaupt produktiv arbeiten. Eine aktuell vom DIW Berlin durchgeführte Studie zeigt, dass die wirtschaftliche Lage Bildender Künstler in Berlin zumeist extrem angespannt ist. Nicht einmal der Hälfte der Befragten gelingt es, sich ausschließlich der künstlerischen Tätigkeit zu widmen, Einkommensdefizite müssen vielfältig über Nebentätigkeiten ausgeglichen werden. Nur einem Drittel der Akteure ist es möglich, adäquate Arbeitsräume zu finanzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Praktikum als prekäre Beschäftigung: Ausbeutung oder Chance zur Integration? (2006)
Mörchen, Melanie;Zitatform
Mörchen, Melanie (2006): Praktikum als prekäre Beschäftigung. Ausbeutung oder Chance zur Integration? (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 149), Dortmund, 23 S.
Abstract
Der Beitrag fragt auf der einen Seite nach dem Stand der empirischen Forschung zu Praktika von Hochschulabsolventen und untersucht auf der anderen Seite auf der Basis von Interviews mit Betroffenen die individuellen Motive und die Selbstwahrnehmung von Praktikanten. Es zeigt sich, dass zur genauen Bestimmung des Ausmaßes des Problems Absolventenpraktika zuverlässige Daten fehlen. Der Wandel der Arbeit wird als Prozess der Prekarisierung interpretiert. Praktika sind dabei eine Form der prekären Beschäftigung, von der Jugend insbesondere betroffen ist. So wie junge Erwachsene nach der betrieblichen Berufsaubildung häufig nur in befristete Teilzeitjobs übernommen werden, müssen junge Akademiker in den ersten Jahren nach dem Ende des Studiums in prekären Beschäftigungsverhältnissen - unter anderem durch Praktika - den Berufseinstieg schaffen und sich auf dem Arbeitsmarkt etablieren. Das Prekarisierungspotential hängt dabei stark von den Motiven der betroffenen Praktikanten ab. Vier Motive für Praktika spielen dabei eine Rolle: Die Gestaltung einer positiven Biographie für zukünftige Arbeitgeber, die Suche nach einer Anschlussbeschäftigung, die Erweiterung des soziales Kapitals sowie der Wunsch nach weiterer Ausbildung nach dem Studium. (IAB)
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Literaturhinweis
Förderung der Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit (2006)
Münchhausen, Gesa;Zitatform
Münchhausen, Gesa (2006): Förderung der Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 35, H. 2, S. 47-51.
Abstract
"Die Frage der Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit wurde bisher in Forschung und Praxis vernachlässigt. Da diese Erwerbsform jedoch zunehmend expandiert, ist es notwendig, Konzepte zur Kompetenzentwicklung für diese Zielgruppe aufzuzeigen. Im Beitrag werden Forschungsergebnisse skizziert, die in einem BIBB-Forschungsprojekt zu diesem Thema erhoben wurden. Ergebnisse aus Fallstudien in den Niederlanden, aus einer Studie in Frankreich, aus Befragungen deutscher Zeitarbeiter/-innen wie auch der Zeitarbeitsunternehmen verdeutlichen, dass die Chancen für eine Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit selber liegen, nämlich in dem Lernen in der Arbeit und den dabei informell erworbenen Kompetenzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The determinants of contract length in temporary help employment (2006)
Nannicini, Tommaso;Zitatform
Nannicini, Tommaso (2006): The determinants of contract length in temporary help employment. In: Labour, Jg. 20, H. 3, S. 453-474.
Abstract
"This paper investigates the determinants of labor contract duration in the case of temporary help employment. A simple theoretical model is developed, in order to depict the choice of contract length made by a firm that recruits temporary agency workers to deal with activity peaks. Assuming that the hiring of a new worker is associated with selection and training costs, longer contracts have an option value in face of a greater persistence of positive shocks. The model has two testable implications. First, the degree of serial correlation in market demand positively affects contract length. Second, the shortage of alternative employment opportunities negatively affects contract length. Using data on Italian temporary agency workers, both implications are confirmed by the econometric analysis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Neue Erwerbsbiografien und berufsbiografische Diskontinuität: Identitäts- und Kompetenzentwicklung in entgrenzten Arbeitsformen (2006)
Neuendorff, Hartmut; Kunzendorf, Martina; Klatt, Rüdiger; Woltering, Stephan; Ott, Bernd; Bolder, Axel; Kwehl, Verena; Ewers, Eyko; Neuendorff, Hartmut; Heinze, Rolf G.; Nölle, Kerstin; Kastner, Michael; Ollmann, Rainer; Benikowski, Bernd; Ott, Bernd; Hafkesbrink, Joachim ; Petersen., Olaf; Keupp, Heiner; Schraps, Ulrike; Hoff, Ernst-H.; Schütte, Volker; Ciesinger, Kurt-Georg; Wolf, Mia;Zitatform
(2006): Neue Erwerbsbiografien und berufsbiografische Diskontinuität. Identitäts- und Kompetenzentwicklung in entgrenzten Arbeitsformen. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren, 210 S.
Abstract
"Die Modernisierung der Gesellschaft bringt für immer mehr erwerbstätige Menschen Umbrucherfahrungen mit sich. Das ehemals etablierte Normalarbeitsverhältnis scheint prekären Beschäftigungsverhältnissen und nichtlinearen Erwerbsverläufen in virtualisierten Arbeitszusammenhängen zu weichen. Diese Entwicklung und die damit einhergehenden neuen Forschungsfragen wurden auf einem Workshop am 20.05.2005 in Dortmund diskutiert. Der Tagungsband dokumentiert u. a. die theoretischen und praxisorientierten Ergebnisse der Forschungsprojekte im DLR-Schwerpunktprogramm 'Arbeitsgestaltung in virtuellen Unternehmen' zur menschengerechten Gestaltung entgrenzter Arbeitsformen in der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The emergence of temporary work agencies (2006)
Zitatform
Neugart, Michael & Donald Storrie (2006): The emergence of temporary work agencies. In: Oxford economic papers, Jg. 58, H. 1, S. 137-156. DOI:10.1093/oep/gpi050
Abstract
Seit den 1990er Jahren sind die Arbeitsmärkte in der OECD durch die schnelle Verbreitung von Leiharbeitsunternehmen gekennzeichnet. In dem Beitrag wird die Matching-Theorie der Gleichgewichtsarbeitslosigkeit von Pissarides und Mortensen durch Leiharbeitsunternehmen ergänzt. Dadurch wird gezeigt, wie eine Verbesserung des Matchings in den Unternehmen zum Entstehen und zum Wachstum der Leiharbeitsbranche geführt hat. Außerdem wird belegt, dass Leiharbeit keine Verdrängung regulärer Beschäftigung nach sich zieht, und sich wohlfahrtsökonomisch positiv auswirkt. (IAB)
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Literaturhinweis
Aus der Not geboren?: besondere Merkmale und Determinanten von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (2006)
Niefert, Michaela; Tchouvakhina, Margarita;Zitatform
Niefert, Michaela & Margarita Tchouvakhina (2006): Aus der Not geboren? Besondere Merkmale und Determinanten von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. (ZEW discussion paper 2006-010), Mannheim, 25 S.
Abstract
"In dieser Studie werden Gründungen aus Arbeitslosigkeit der Jahre 2003 und 2004 inklusive der seit Anfang 2003 geförderten Ich-AGs auf repräsentativer empirischer Basis analysiert. Es zeigt sich, dass Gründungen aus Arbeitslosigkeit im Durchschnitt kleiner sind als andere Gründungen und relativ häufig in wenig kapitalintensiven Branchen mit geringen Markteintrittsbarrieren erfolgen. Vormals arbeitslose Gründer unterscheiden sich kaum von anderen Gründern hinsichtlich Alter und Bildungsniveau, verfügen jedoch über ein weitaus niedrigeres Haushaltseinkommen. Die relativ geringe Größe von Gründungen aus Arbeitslosigkeit ist aber nicht allein durch finanzielle Restriktionen zu erklären. Vielmehr entscheiden sich Arbeitslose oft eher notgedrungen für die Selbständigkeit als aus Überzeugung vom Erfolg ihrer Geschäftsidee und sind daher bestrebt, das Investitionsrisiko möglichst gering zu halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit: ein Platz an der Sonne oder vom Regen in die Traufe? (2006)
Noll, Susanne; Wießner, Frank;Zitatform
Noll, Susanne & Frank Wießner (2006): Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit. Ein Platz an der Sonne oder vom Regen in die Traufe? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 5, S. 270-277.
Abstract
"In den letzten Jahren hat in der Arbeitsmarktpolitik ein Paradigmenwechsel stattgefunden, der sich auch in einer zunehmenden Individualisierung von Sozialrisiken niederschlägt. Ein vergleichsweise altbekanntes Instrument ist dabei die Förderung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit, die Menschen hilft, die ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen wollen. Der Weg in die Selbstständigkeit kann sich dabei als 'Brücke', aber auch als 'Falle' erweisen. Empirische Befunde zeigen, dass die Schaffung des eigenen Arbeitsplatzes realisierbar ist, sie weisen aber auch auf Problempotenziale hin. Es besteht ein gesamtgesellschaftliches Interesse, die Erfolgsaussichten von Existenzgründungen zu verbessern, da im Fall des Scheiterns hohe, auch kollektiv zu tragende Folgekosten anfallen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirkungsanalyse zur ergänzenden Existenzgründungsförderung durch das ESF-BA-Programm: Zwischenergebnisse der Begleitforschung (2006)
Zitatform
Oberschachtsiek, Dirk (2006): Wirkungsanalyse zur ergänzenden Existenzgründungsförderung durch das ESF-BA-Programm. Zwischenergebnisse der Begleitforschung. (IAB-Projektbericht), Nürnberg, 132 S.
Abstract
"Die Untersuchung gibt zunächst einen Überblick über die Inhalte und die Inanspruchnahme der Gründungsförderung der Bundesagentur für Arbeit (BA). Hierzu gehören das Überbrückungsgeld und der Existenzgründungszuschuss als finanzielle Basisinstrumente. Ebenfalls zum Bereich der BA-Gründungsförderung gehören die Gründungshilfen (Freien Förderung, § 10 SGB III), die unterschiedlich als finanzielle oder als inhaltlich orientierte Förderung von den Agenturen genutzt werden. Zu den inhaltlich orientierten Förderinstrumenten gehören die beiden Leistungen im Rahmen des ESF-BA-Programms: Gründerseminare (wird seit 2003 über die SGB Ill-Regelförderung finanziert) und das Gründercoaching. Ein erster Schwerpunkt der Untersuchungen ist die Gegenüberstellung der einzelnen Förderinstrumente sowie die Analyse von Förderkombinationen. Im Mittelpunkt stehen die beiden Instrumente des ESF-BA-Programms. Bisher gibt es nur wenige Analysen, die sich damit beschäftigten, inwieweit verschiedene Förderprogramme auf Personenebene kombiniert werden und welche Faktoren eine bestimmte Art der Kombination von Förderinstrumenten beeinflussen. Ein zweiter Schwerpunkt der Studie liegt in der Frage, welche kausalen Wirkungseffekte von spezifischen Förderkombinationen ausgehen können. Untersucht wird, welche Wirkung eine inhaltlich orientierte ergänzende Förderung auf die Überlebenswahrscheinlichkeit des neu gegründeten Unternehmens hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Chancen für Unternehmen und Arbeitssuchende durch eingliederungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung (2006)
Oberste-Beulmann, Wilhelm;Zitatform
Oberste-Beulmann, Wilhelm (2006): Chancen für Unternehmen und Arbeitssuchende durch eingliederungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung. In: Leistung und Lohn H. 424-427, S. 1-50.
Abstract
Die Broschüre fasst die Erfahrungen der Zeitarbeitsagentur 'START Zeitarbeit NRW GmbH' in den letzten elf Jahren zusammen, in denen es gelungen ist, mehr als 20.000 Menschen in eine unbefristete Beschäftigung zu vermitteln. Neben einer Darstellung der rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen der Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland sowie der arbeitsmarktpolitischen Aspekte dieses Instrumentes werden die Zielsetzungen und Praktiken der Zeitarbeitsagentur in Bezug auf folgende Bereiche dargestellt: Organisation und Verwaltung, Vertrieb und Marketing, Kooperationsstrukturen, regionale Standortnetzwerke, Qualifizierungsmaßnahmen, Verbundausbildung, Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz, Kundenstruktur, Entleihbetriebe, Integrationsförderung. Das erfolgreiche Modell START wird als Beispiel einer effizienten und Kosten sparenden Personalsteuerung für Betriebe empfohlen. (IAB)
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Literaturhinweis
Zur Gestaltung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und Privatleben in den 'Creative Industries' (2006)
Papouschek, Ulrike; Reidl, Sybille; Schiffbänker, Helene;Zitatform
Papouschek, Ulrike, Helene Schiffbänker & Sybille Reidl (2006): Zur Gestaltung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und Privatleben in den 'Creative Industries'. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 31, H. 4, S. 82-95.
Abstract
"Die 'Creative Industries' gelten als Modell zukünftiger Arbeitswelt und 'Vorreiterinnen' neuer Erwerbsformen und neuer Formen von 'Arbeit und Leben'. Der Beitrag beschäftigt sich - auf der Grundlage einer empirischen Studie über Teilsegmente der Creative Industries (Architektur, Werbung, Design, Film, IT-Dienstleistungen wie Multimedia etc.) - mit den Auswirkungen veränderter Anforderungen aus der Erwerbsarbeit auf das Verhältnis von Arbeit und Leben. Fokussiert wird dabei auf eine zeitliche Entgrenzung von Beschäftigungsverhältnissen in Form der Flexibilisierung der Lage und Dauer der Arbeitszeit sowie auf eine räumliche Entgrenzung in Form von wechselnden Arbeitsorten und zunehmenden Mobilitätsanforderungen. Die Frage ist, ob es den Beschäftigten gelingt, die mit der räumlichen und zeitlichen Flexibilisierung verbundenen Gestaltungsoptionen zu nutzen und eine neue Balance zwischen Berufsarbeit und Leben aktiv zu gestalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Trajectoires d'emploi précaire et formation continue (2006)
Zitatform
Perez, Coralie & Gwenaelle Thomas (2006): Trajectoires d'emploi précaire et formation continue. In: Economie et Statistique H. 388/389, S. 107-127.
Abstract
"Indem die berufliche Weiterbildung den Erwerb und die Weitergabe von Kenntnissen fördert und die Anpassung der Arbeitnehmer an die Beschäftigungsnachfrage der Unternehmen erleichtert, kann sie der Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse entgegenwirken und zur Stabilisierung der beruflichen Laufbahnen, die am meisten von Unsicherheit und Arbeitslosigkeit betroffen sind, beitragen. Um die Prekarität besser als durch die bloße Berücksichtigung des beruflichen Zustands zu einem bestimmten Zeitpunkt anzugehen, werden die Erwerbstätigen, die der Prekarität zwischen 1997 und 2000 am meisten ausgesetzt waren, anhand von sieben typischen beruflichen Werdegängen charakterisiert, angefangen von den von Arbeitslosigkeit dominierten Werdegängen bis hin zu denjenigen, die von der Flexibilisierung der Beschäftigung (befristete Arbeitsverträge, Zeitarbeit) geprägt sind. Unter ansonsten gleichen Voraussetzungen haben die Personen mit solchen Werdegängen weniger Chancen als die anderen (die 'stabilen' Arbeitnehmer), Zugang zur Ausbildung zu erlangen. Deren im Schnitt längere Dauer scheint auf den ersten Blick dieses Handikap auszugleichen. Sie ist auch das Indiz für eine qualifizierende Ausbildung. Diese insgesamt positive Feststellung entspricht in Wirklichkeit tiefgreifenden Ungleichheiten innerhalb der von der Prekarität geprägten Population. Beim Zugang zur Ausbildung sind die von Praktika und Fördermaßnahmen dominierten Laufbahnen sowie die Zeitverträge im öffentlichen Dienst die einzigen Kategorien, deren Lage sich mit derjenigen der stabilen Arbeitnehmer vergleichen lässt. Die langen Ausbildungszeiten sind durch die Arbeitslosigkeit bedingt und werden hauptsächlich vom Staat finanziert, wohingegen bei flexiblen Beschäftigungen eher kürzere Schulungen angeboten werden, die eine Anpassung an die Erfordernisse eines bestehenden Arbeitsverhältnisses ermöglichen sollen. Mithin haben die prekären Arbeitnehmer zugleich weniger Chancen als die anderen, eine von ihrem Arbeitgeber finanzierte Ausbildung zu erhalten, und nur wenige Gelegenheiten, eine vom Staat finanzierte qualifizierende Ausbildung zu absolvieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung - Frauensache?: Formen, Verbreitung, Bestimmungsfaktoren flexibler Arbeit (2006)
Zitatform
Pernicka, Susanne & Bettina Stadler (2006): Atypische Beschäftigung - Frauensache? Formen, Verbreitung, Bestimmungsfaktoren flexibler Arbeit. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 31, H. 3, S. 3-21.
Abstract
"In dem Aufsatz fragen wir nach objektiven und subjektiven Erklärungsfaktoren für den hohen Anteil von Frauen in jenen Wirtschaftssektoren, in denen atypische Beschäftigung dominiert, und gelangen dabei teils zu erwartbaren und teils zu kontraintuitiven Ergebnissen: Frauen arbeiten zu einem großen Anteil Teilzeit und geringfügig und konzentrieren sich in jenen Wirtschaftssektoren, die für ein hohes physisches und psychisches Anspruchsniveau, niedrige Löhne und wenig Aufstiegsmöglichkeiten bekannt sind (z. B. Handel, Gesundheits- und soziale Berufe, persönliche Dienste). Zudem sind Frauen mit Kindern und ohne Kinder häufiger als Männer atypisch beschäftigt, sodass die Vermutung nahe liegt, dass nicht nur das Vorhandensein von Kindern Frauen in atypische Beschäftigung drängt, sondern das Geschlecht per se ebenfalls eine Erklärungswirkung für die Atypisierung aufweist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungswirkungen von befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeit: theoretische Überlegungen und empirische Evidenz (2006)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2006): Beschäftigungswirkungen von befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeit. Theoretische Überlegungen und empirische Evidenz. In: L. Bellmann & U. Ludwig (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsanalysen mit den Daten des IAB-Betriebspanels : Tagungsband. Beiträge zum Workshop des IAB und IWH 2005 (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft, 2006,01), S. 130-152.
Abstract
"Befristete Beschäftigung und Leiharbeit werden gemäß der Theorie des dualen Arbeitsmarktes als kurzfristiges Anpassungsinstrument bei Nachfrageschocks genutzt. Zudem können sie als verlängerte Probezeiten dienen und zu einem besseren Matching führen. Eine solche Screening-Funktion scheint dabei eher befristeten Arbeitsverträgen als Leiharbeit zuzukommen. Die mikroökonometrischen Analysen basieren auf der niedersächsischen Teilstichprobe des IAB-Betriebspanels. Dabei wird zum einen geprüft, ob Nachfrageschocks und eine Übernahmestrategie Einfluss auf die Nutzungsintensität der bei- den Beschäftigungsformen haben. Zum anderen werden Beschäftigungsveränderungen analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The incidence of temporary employment in advanced economies: why is Spain different? (2006)
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Polavieja, Javier G. (2006): The incidence of temporary employment in advanced economies. Why is Spain different? In: European Sociological Review, Jg. 22, H. 1, S. 61-78. DOI:10.1093/esr/jci042
Abstract
"This study analyses the determinants of the rate of temporary employment in 15 advanced economies using both macro-level data drawn from the OECD and EUROSTAT databases, as well as micro-level data drawn from the eighth wave of the European Household Panel. Comparative analysis is set out to test different explanations originally formulated for the Spanish case. The evidence suggests that the overall distribution of temporary employment in the analysed countries does not seem to be explicable by the characteristics of national productive structures. This evidence seems at odds with previous interpretations based on segmentation theories. As an alternative explanation, two types of supply-side factors are tested: crowding-out effects and educational gaps in the workforce. Both seem ill suited to explain the distribution of temporary work in the analysed economies. Institutional factors do, however, seem to play an important role. Multivariate analysis shows that the level of institutional protection in standard employment during the 1980s, together with the degree of coordinated centralization of the collective bargaining system, seem to have a significant impact on the distribution of temporary employment in the countries examined. Yet these institutional variables alone still fail to account for the Spanish difference. The Spanish puzzle seems, however, explicable when an interaction between employment protection in standard contracts and unemployment shocks is accounted for. This interaction is expected from a theoretical standpoint and proves consistent with both country-specific and comparative evidence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Leiharbeit - Flexibilität und Prekarität in der betrieblichen Praxis (2006)
Zitatform
Promberger, Markus (2006): Leiharbeit - Flexibilität und Prekarität in der betrieblichen Praxis. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 5, S. 263-269.
Abstract
"Leiharbeit wächst, was die Zahlen wie auch das öffentliche Ansehen betrifft. Hierbei stellen sich mehrere Fragen, von denen zwei Gegenstand dieses Aufsatzes sind: Erstens: Worin besteht der Flexibilisierungsbeitrag der Leiharbeit in der betrieblichen Praxis? Zweitens: Wie prekär ist Leiharbeit heute hinsichtlich der Strukturen und Bedingungen des Arbeitsverhältnisses? Auf Basis des IAB-Betriebspanels und anderer Datenquellen wird gezeigt, dass Leiharbeit immer noch vorwiegend als einfache Arbeit in Großbetrieben des verarbeitenden Gewerbes eingesetzt wird - bei ansatzweiser Ausbreitung in den Dienstleistungssektoren. Dabei ist Leiharbeit - von signifikanten Ausnahmen abgesehen - auf eine ergänzende Rolle im betrieblichen Flexibilisierungshandeln beschränkt. In zentralen Dimensionen des Beschäftigungsverhältnisses, etwa dem Kündigungsgeschehen, der Beschäftigungsdauer, der Partizipation und dem Entgeltniveau, erweist si! ch Leiharbeit nach wie vor als prekäre Beschäftigungsform." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Leiharbeit im Betrieb: Strukturen, Kontexte und Handhabung einer atypischen Beschäftigungsform: Abschlussbericht des Forschungsprojektes HBS-2002-418-3, gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung (2006)
Promberger, Markus ; Bellmann, Lutz ; Dreher, Christoph; Theuer, Stefan; Sowa, Frank ; Schramm, Simon;Zitatform
Promberger, Markus (2006): Leiharbeit im Betrieb: Strukturen, Kontexte und Handhabung einer atypischen Beschäftigungsform. Abschlussbericht des Forschungsprojektes HBS-2002-418-3, gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung. Nürnberg, 185 S.
Abstract
"Leiharbeit ist in der Fläche nach wie vor eher randständig, wird in einer - nicht ganz kleinen - Minderheit von Betrieben jedoch intensiv genutzt. Hier kann es mitunter auch zu Verdrängungsprozessen kommen, die jedoch keineswegs generell der Leiharbeit zuzuschreiben sind, sondern mit bestimmten Randbelegschaftsstrategien der Unternehmen korrespondieren. Übernahmen kommen eher dort vor, wo wenige Leiharbeiter anzutreffen sind und reguläre Beschäftigung wächst. Leiharbeit ist nach wie vor unterprivilegierte Arbeit - sie ist im Schnitt schlechter bezahlt, weniger stetig, schlechter qualifiziert und seltener mitbestimmt. Leiharbeit organisiert in Deutschland mittlerweile große Teile des gering qualifizierten, vorwiegend industriellen 'jedermann/frau'-Arbeitsmarkts vor allem urbaner Zentren, doch breitet sie sich mehr und mehr ins Segment einfacher Dienstleistungsarbeit aus. Die durch die geänderte Gesetzeslage hervorgerufene Tarifbindung der Branche hat die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter zwar nicht unmittelbar verbessert, jedoch standardisiert und sichtbar gemacht - eine wichtige Voraussetzung für künftige erfolgreiche Tarifpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lebens- und Arbeitsqualität von Selbstständigen: objektive Lebens- und Arbeitsbedingungen und subjektives Wohlbefinden einer heterogenen Erwerbsgruppe (2006)
Zitatform
Protsch, Paula (2006): Lebens- und Arbeitsqualität von Selbstständigen. Objektive Lebens- und Arbeitsbedingungen und subjektives Wohlbefinden einer heterogenen Erwerbsgruppe. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2006-106), Berlin, 56 S.
Abstract
"Die berufliche Selbstständigkeit hat in den letzten Jahren einen enormen Anstieg erlebt. Die Ursachen und (gesamt-)wirtschaftlichen Konsequenzen dieses Bedeutungszuwachses werden jedoch kontrovers diskutiert. In diesem Zusammenhang wird zwar darauf verwiesen, dass das Phänomen nicht einseitig betrachtet werden darf, da die Gruppe der Selbstständigen sehr heterogene soziale Lagen umfasst. Die Untersuchung der tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Selbstständigen ist jedoch zu großen Teilen ins Hintertreffen geraten. Dies gilt im Besonderen für Aspekte des subjektiven Wohlbefindens, welche neben den objektiven Lebensbedingungen die Lebensqualität von Individuen bestimmen. Die Analyse auf Basis des Eurobarometers 56.1 (2001) stellt sich diese Frage nach der Lebens- und Arbeitssituation von Selbstständigen. Wie unterscheiden sich Selbstständige und abhängig Beschäftigte und wie heterogen sind die Selbstständigen untereinander? Der Schwerpunkt der Studie liegt auf Deutschland, wobei zentrale Ergebnisse auf der Ebene der EU (EU-15) repliziert werden um deren Geltung auch unabhängig vom Länderkontext feststellen zu können. Themen des deskriptiven Teils sind Lebens- und Arbeitszufriedenheit, Zentralität von Arbeit, Einkommen, Zeitwohlstand, soziale Sicherung (vor allem die Altersvorsorge), die Qualität der Arbeitsaufgaben und das Ausmaß des Arbeitsdruckes. Es lässt sich eine oftmals stärkere Heterogenität der Lebens- und Arbeitsbedingungen unter den Selbstständigen feststellen, aber auch eindeutige Tendenzen, die sie als Gruppe von den abhängig Beschäftigten unterscheiden. Besonders auffällig ist, dass Selbstständige einerseits durchschnittlich sehr viel zufriedener mit ihrer Arbeit sind als abhängig Beschäftigte und die Qualität ihrer Arbeitsaufgaben positiver einschätzen. Andererseits stehen sie häufiger unter starkem Arbeitsdruck. Es konnte mittels linearer Regressionsmodelle nachgewiesen werden, dass dieser Zusammenhang auch unter der Kontrolle von persönlichen und berufsspezifischen Merkmalen bestätigt werden kann. Außerdem zeigen die multivariaten Analysen, dass die höhere Arbeitszufriedenheit der Selbstständigen auf die bessere Qualität ihrer Arbeit zurückzuführen ist. Diese Ergebnisse konnten sowohl für Deutschland als auch auf der Ebene der EU-15 bestätigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Part-time work and occupational attainment amongst a cohort of British women (2006)
Prowse, Victoria L.;Zitatform
Prowse, Victoria L. (2006): Part-time work and occupational attainment amongst a cohort of British women. (IZA discussion paper 2342), Bonn, 39 S.
Abstract
"Using data on a cohort of British women who were born in 1958, this paper investigates the effects of qualifications, household structure and family background on the occupational penalty suffered by women in part-time employment. The analysis is conducted using a dynamic multinomial modelling framework in which hours of work and occupational attainment are jointly determined. The results reveal that at the bottom of the occupational hierarchy degree level qualifications improve the occupational attainment of women in part-time employment relative to that of women working full-time. In contrast, at top of the occupational hierarchy, degree level qualifications benefit full-timers more than part-timers. Contrary to the conventional wisdom, women with children have higher occupational attainment than childless women thus suggesting that women with children are relatively selective in terms of the jobs they are willing to accept. Furthermore, women with children experience a smaller part-time occupational penalty than childless women. Family background effects are present but small." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Regulating new forms of employment: local experiments and social innovation in Europe (2006)
Regalia, Ida; Lope, Andreu; Marginson, Paul; Ballarino, Gabriele ; Mcilroy, Rachel; Duclos, Laurent; Meriaux, Olivier; Gibert, Francesc; Regalia, Ida; Bortolotti, Franco; Scherer, Stefani ; Giaccone, Mariao;Zitatform
Regalia, Ida (Hrsg.) (2006): Regulating new forms of employment. Local experiments and social innovation in Europe. London u.a.: Routledge, 289 S.
Abstract
"Using a comparative framework, this new volume focuses on how non-standard employment can be regulated in very different social, political and institutional settings. After surveying these new forms of work and the new demands for labour-market regulation, the authors identify possible solutions among local-level actors and provide a detailed analysis of how firms assess the advantages and disadvantages of flexible forms of employment. The authors provide six detailed case studies to examine the successes and failures of experimental approaches and social innovation in various regions in the UK, France, Germany, Italy and Spain." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Neue Beschäftigungsformen: Brücken aus der Arbeitslosigkeit? (2006)
Rudolph, Helmut;Zitatform
Rudolph, Helmut (2006): Neue Beschäftigungsformen: Brücken aus der Arbeitslosigkeit? In: B. Badura, H. Schellschmidt & C. Vetter (Hrsg.) (2006): Fehlzeiten-Report 2005 : Arbeitsplatzunsicherheit und Gesundheit. Zahlen, Daten, Analysen aus allen Branchen der Wirtschaft, S. 35-56.
Abstract
"Hohe Arbeitslosigkeit und sinkende sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fordern die Arbeitsmarktpolitik heraus, neue Brücken zu Einkommen und sozialer Sicherheit zu bauen. Durch Änderungen der Rahmenbedingungen bei der Sozialversicherung und im Arbeitsrecht versucht der Gesetzgeber Beschäftigungsformen wie Mini- und Midi Jobs, befristete Arbeitsverträge und Zeitarbeit zu fördern, um Betriebe zur Ausweitung ihrer Arbeitsplätze und zur Einstellung von Arbeitslosen zu veranlassen. Trotz Expansion der 'neuen' Beschäftigungsformen ist ihre Wirkung als Brücke für Arbeitslose in sozialversicherte Beschäftigung eingeschränkt, weil ihr betrieblicher Einsatz auf spezifische Aufgaben oder bestimmte Arbeitnehmergruppen beschränkt ist. Auch mit Substitutionseffekten muss gerechnet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The potential of temporary migration programmes in future international migration policy (2006)
Zitatform
Ruhs, Martin (2006): The potential of temporary migration programmes in future international migration policy. In: International Labour Review, Jg. 145, H. 1/2, S. 7-36.
Abstract
"This article explores the potential of temporary migration programmes (TMPs) for managing international labour migration in a way that is both practical and sensitive. Drawing upon the experiences of past and current TMPs, Ruhs discusses how TMPs can: help high-income countries meet their market needs; provide people from low-income countries with better access to labour markets in higher-income countries; maximize migration's developmental impact on countries of origin; and address high-income countries' concerns about the permanent settlement of migrants and the diversity of their societies. In conclusion, he identifies the core considerations and policies needed to formulate and effectively implement TMPs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Saisonale Beschäftigungsschwankungen im Bauwesen (2006)
Ruprechtsberger, Martin;Zitatform
Ruprechtsberger, Martin (2006): Saisonale Beschäftigungsschwankungen im Bauwesen. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 29, H. 2, S. 109-132.
Abstract
Die oberösterreichische Bauwirtschaft übergibt im Winter regelmäßig mehr als 10.000 Beschäftigte in die Hände des Arbeitsmarktservice. Parallel zur steigenden Winterarbeitslosigkeit wächst der Arbeitsdruck und damit die gesundheitliche Belastung im Sommer. Die enormen saisonalen Beschäftigungsschwankungen dieser Branche belasten aber nicht nur die betroffenen Arbeitnehmerinnen, sondern auch die Kassen der Arbeitslosenversicherung und aufgrund der intensiven Arbeit im Sommer jene des Gesundheitssystems. Damit nicht weiterhin allein das Interesse der Unternehmen und der Bauträgerinnen an niedrigen Kosten über die Gesundheit der Arbeiterinnen bestimmt, ist ein Eingreifen der Politik unumgänglich. Dass zumindest öffentlich finanzierte Baustellen ganzjährig betrieben werden, ist in anderen Staaten selbstverständlich. (IAB2)
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Who invests in training if contracts are temporary?: empirical evidence for Germany using selection correction (2006)
Zitatform
Sauermann, Jan (2006): Who invests in training if contracts are temporary? Empirical evidence for Germany using selection correction. (IWH-Diskussionspapiere 2006,14), Halle, 25 S.
Abstract
"Ähnlich zu anderen europäischen Ländern wurde die Nutzung von befristeten Beschäftigungsverhältnissen in Deutschland seit den 1980ern durch verschiedene Reformen vereinfacht. Im Gegensatz zu unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen, enden befristete Beschäftigungsverhältnisse mit dem Ende der Laufzeit, wodurch keine institutionellen Kündigungskosten entstehen. Obwohl die Nutzung der Befristung insgesamt relativ gering ist, ist gerade bei neu eingegangenen Beschäftigungsverhäaltnissen der Anteil der Befristung hoch. Trotz positiver Aspekte befristeter Beschäftigungsverhältnisse wie der Senkung der Anpassungskosten und Screening, können befristete Beschäftigungsverhältnisse auch zu geringeren Aufstiegschancen oder unsicheren Erwerbsverläufe führen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist ein negativer Zusammenhang zwischen Befristung und Investitionen in berufliche Weiterbildung. Um zudem Unterschiede im Investitionsverhalten zwischen Arbeitgebern und (befristeten) Arbeitnehmern aufzudecken, werden Schätzungen getrennt für Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-finanzierte Weiterbildung durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass befristet Beschäftigte weniger an Weiterbildung partizipieren. Weil Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen wie auch die Befristung von unbeobachtbaren Faktoren beeinflusst werden kann, wird f┐ur Selektion kontrolliert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Selbständige Erwerbsarbeit und soziales Risikomanegement: ein deutsch-britischer Vergleich (2006)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (2006): Selbständige Erwerbsarbeit und soziales Risikomanegement. Ein deutsch-britischer Vergleich. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 52, H. 4, S. 521-546. DOI:10.1515/zsr-2006-0408
Abstract
"Sowohl in Deutschland als auch im Vereinigten Königreich hat die selbstständige Erwerbsarbeit in den letzten Dekaden an Bedeutung gewonnen. Vor allem der Anteil an Solo-Selbstständigkeit ist stetig gestiegen. Diese Entwicklung ist mit neuen Herausforderungen an ein soziales Risikomanagement für die zuständigen Akteure und Institutionen verbunden. Es stellt sich die Frage, ob und in welcher Form die staatlichen Sicherungssysteme, kollektive Interessenvertretungen und die Individuen selbst auf diese Herausforderungen eingestellt sind. Um diese Frage zu beantworten, werden als Beispiele für kollektives Risikomanagement die Absicherung der Selbstständigen durch die nationalen sozialen Sicherungsysteme sowie die kollektive Interessenvertretung durch Organisationen und Verbände beschrieben. Als ein Beispiel für individuelles soziales Risikomanagement wird am Ende die private Vorsorge der Selbstständigen fürs Alter im Ländervergleich skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Own-account workers in Europe: flexible, mobile, and often inadequately insured (2006)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2006): Own-account workers in Europe. Flexible, mobile, and often inadequately insured. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2006-122), Berlin, 37 S.
Abstract
"Die selbstständige Erwerbsarbeit hat in den letzten Jahrzehnten in der Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten an Bedeutung gewonnen. Insbesondere der Anteil von Klein- und Solo-Unternehmen weist eine steigende Tendenz auf. Im Kontext der Theorie der Übergangsarbeitsmärkte wird ein Mobilitätskonzept entwickelt und die Dynamik der Solo-Selbstständigkeit anhand von Mobilitätsraten und Mobilitätsmustern (Eintritte, Austritte, Dauer) in fünf europäischen Ländern (Deutschland, den Niederlanden, Italien, Großbritannien und Schweden) verglichen. Abschließend wird auf die national unterschiedliche institutionelle Absicherung von Mobilität bzw. von Übergängen eingegangen. Am Beispiel der staatlichen Rentenversicherungssysteme wird aufgezeigt, ob Statuswechsel in und aus der Solo-Selbstständigkeit heraus in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht in den betrachteten Ländern mit Nachteilen verbunden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Allein, flexibel und mobil: Solo-Selbständigkeit nimmt in Europa stark zu (2006)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2006): Allein, flexibel und mobil. Solo-Selbständigkeit nimmt in Europa stark zu. In: WZB-Mitteilungen H. 112, S. 30-34.
Abstract
"Immer mehr Erwerbstätige in Europa sind Solo-Selbstständige. Diese zeichnen sich durch hohe Mobilität und häufige Statuswechsel aus. Eine vergleichende Untersuchung Deutschlands, der Niederlande, Italiens, Großbritanniens und Schwedens belegt diese Dynamik, die mit Hilfe der Theorie der Übergangsarbeitsmärkte vergleichend analysiert werden kann. In Deutschland spielt die Solo-Selbstständigkeit als Übergang in abhängige Beschäftigung und in die Arbeitgeberselbstständigkeit eine besonders große Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die soziale Sicherung von selbstständig Erwerbstätigen in Deutschland (2006)
Schulze-Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze-Buschoff, Karin (2006): Die soziale Sicherung von selbstständig Erwerbstätigen in Deutschland. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2006-107), Berlin, 36 S.
Abstract
"In Deutschland ist der Anteil selbstständiger Erwerbsarbeit außerhalb der Landwirtschaft seit den 1990er Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Bedeutungszunahme der Selbstständigkeit ist verbunden mit einer Änderung ihrer Struktur. So wächst die Zahl der 'neuen' Selbstständigen, die oftmals direkt aus der Arbeitslosigkeit kommen und häufig Klein- und Kleinstunternehmen, vornehmlich im Dienstleistungssektor, gründen. Der Boom und die Struktur der 'neuen' Selbstständigkeit stellen neue Herausforderungen an wohlfahrtsstaatliche Akteure und Institutionen. Unmittelbar gefordert sind die gesetzlichen Sozialversicherungssysteme. Die Frage, ob und in welcher Form die gesetzlichen Sozialversicherungssysteme auf die Herausforderungen eingestellt sind bzw. wie sie ihnen begegnen, soll im Folgenden erörtert werden. Erläutert werden Art und Umfang der Einbeziehung der Selbstständigen in die einzelnen Sozialversicherungszweige, Sonderregelungen für bestimmte Gruppen von Selbstständigen, die gesetzlichen Regelungen zur Scheinselbstständigkeit und besondere sozialrechtliche Bedingungen bei arbeitsmarktpolitisch geförderter Selbstständigkeit (Ich-AG und Überbrückungsgeld). Es wird argumentiert, dass die Gesetzgebung zur sozialen Sicherung Selbstständiger widersprüchlich und unvollständig bleibt. Überfällig ist die Anerkennung des generellen sozialen Schutzbedarfs der Selbstständigen und die Ausweitung der Sozialversicherungspflicht auf alle Selbstständigen. Abschließend werden aktuelle Bestrebungen zur Reform der Sozialversicherungsregelungen für Selbstständige erörtert und bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gründungsalltag, Gender und Gründungsfinanzierung: eine genderdifferenzierende Studie zum Gründungsprozess österreichischer UnternehmerInnen mit dem Schwerpunkt auf der Unternehmensfinanzierung (2006)
Schwarz, Claudia;Zitatform
Schwarz, Claudia (2006): Gründungsalltag, Gender und Gründungsfinanzierung. Eine genderdifferenzierende Studie zum Gründungsprozess österreichischer UnternehmerInnen mit dem Schwerpunkt auf der Unternehmensfinanzierung. (Ibw-Schriftenreihe 133), Wien, 161 S.
Abstract
"Ziel dieser im Rahmen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft 'Alternative: Selbständigkeit, Frauen unternehmen' durchgeführten Studie war es, geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Gründerinnen und Gründern herauszuarbeiten, forschungspraktisch also geschlechterdifferenzierte Daten zum Unternehmensgründungsprozess zu erheben. Es sollten die unterschiedlichen Ansätze, Vorgehensweisen und Probleme von Frauen im Vergleich und in Abgrenzung von männlichen Gründern dargestellt werden. Der Fokus der Analyse liegt vor allem auf den Charakteristika von 'Frauenbetrieben' und den spezifischen Bedürfnissen von Frauen im Gründungsprozess, um ihre Einstiegs- aber auch Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern. Ziel des Gender-Mainstreaming-Ansatzes der Entwicklungspartnerschaft 'Alternative: Selbständigkeit' ist die Entwicklung von geeigneten Rahmenbedingungen für einen geschlechtsneutralen Zugang zur Selbständigkeit als existenzsichernde Alternative zur unselbständigen Tätigkeit. Im Rahmen aller Projektmodule wird der Ansatz der Chancengleichheit von Frauen und Männern im Bereich der Unternehmensgründung verfolgt, die dann besser erreicht werden kann, wenn auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen (etwa in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, alternative Finanzierungsmöglichkeiten) eingegangen wird und erfolgreiche Gründungsstrategien auf die Anwendung von Frauen adaptiert werden. Zentrale Themenbereiche der Studie sind daher die Unternehmensfinanzierung und die Betreuungspflichten, die im Zuge der Unternehmensgründung bestanden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Teilzeitarbeit im Dienstleistungsbereich: Strategien und Handlungsfelder in den Branchen Einzelhandel, Gesundheitswesen sowie Hotel- und Gaststättengewerbe (2006)
Sczesny, Cordula; Marino, Daniela; Wingen, Sascha; Langhoff, Thomas;Zitatform
Sczesny, Cordula, Sascha Wingen, Thomas Langhoff & Daniela Marino (2006): Teilzeitarbeit im Dienstleistungsbereich. Strategien und Handlungsfelder in den Branchen Einzelhandel, Gesundheitswesen sowie Hotel- und Gaststättengewerbe. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 1076), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 58 S.
Abstract
"Immer mehr Betriebe setzen auf eine flexible Arbeitszeitgestaltung. Dabei gewinnt auch die Teilzeitarbeit zunehmend an Bedeutung. Nach einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit arbeiteten im Jahr 2004 im Durchschnitt 29 % der abhängig Beschäftigten in Teilzeit (Wanger u. Bach, 2005). Anfang der 90er Jahre lag die Teilzeitquote noch bei 15 %. Zwei Strukturmerkmale der Teilzeitarbeit haben sich in den letzten Jahren kaum verändert: Teilzeitarbeit wird überwiegend von Frauen geleistet. Und Teilzeitarbeit findet in Deutschland nach wie vor überwiegend im Dienstleistungsbereich statt. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des Projekts eine Vielzahl von Teilzeitmodellen in drei ausgewählten Dienstleistungsbranchen untersucht. Dabei handelt es sich um den Einzelhandel, das Gesundheitswesen sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Globalization and deregulation: does flexicurity protect atypically employed? (2006)
Zitatform
Seifert, Hartmut & Andranik Tangian (2006): Globalization and deregulation. Does flexicurity protect atypically employed? (WSI-Diskussionspapier 143), Düsseldorf, 24 S.
Abstract
"Hitherto, discussion of flexicurity has focused on normal employment (permanent full-time), with atypical work receiving only cursory attention. Nevertheless, the most affected are just atypically employed (= other than normally employed). To monitor effects of flexicurity policies in Europe, flexicurity indices are constructed from: (a) scores of the strictness of employment protection legislation provided by the OECD, (b) qualitative juridical data on social security benefits (unemployment insurance, public pensions, etc.), and (c) data on the dynamics of employment types (permanent, temporary, full-time, part-time, self-employed, etc.). The empirical investigation shows that, contrary to political promises and theoretical opinions, the deregulation of European labour markets absolutely predominates. Its moderate compensation by advantages in social security occurred only twice: in Denmark and Netherlands at the end of the 1990s. The flexibilization reduces the average employment status, i.e. employees are more often employed not permanently but temporarily, not full-time but part-time, and more frequently they involuntary turn to self-employment. On the other hand, the eligibility to social benefits depends on the employment status. Thereby these trends disqualify employees from social benefits. The apparent compensation of the labour market deregulation by social advantages is therefore insufficient." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Was hat die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gebracht? (2006)
Seifert, Hartmut;Zitatform
Seifert, Hartmut (2006): Was hat die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gebracht? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 11, S. 601-608.
Abstract
"Der Aufsatz bilanziert und bewertet die in den letzten zwei Jahrzehnten erfolgten zahlreichen Schritte zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Eine zusammenfassende Übersicht zeigt, dass die Deregulierungen bei der Arbeitszeit, dem Lohnersatz, dem Arbeitsrecht, den Beschäftigungsformen und den tariflichen Regelungsstrukturen den Spielrum für Flexibilität am Arbeitsmarkt in umfassender Weise ausgeweitet haben. Infolge dieser Änderungen blieben die Effektiveinkommen über einen langen Zeitraum hinter dem verteilungsneutralen Spielraum zurück, nahm die Lohnspreizung zu, gewannen atypische Beschäftigungsformen an Bedeutung und wurde die Arbeitszeit flexibler. Gleichwohl hat die Deregulierungspolitik bei der Lösung der Arbeitsmarktprobleme versagt. Wie zahlreiche neuere Untersuchungen zeigen, lässt sich kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Deregulierung und Beschäftigung ausmachen. Dagegen hat die Deregulierungspolitik neue Probleme aufgeworfen und das Entstehen neuer Armut sowie Unterinvestitionen in Bildung und Weiterbildung begünstigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Selbstständigkeit in Randbereichen der Legalität: Schattenwirtschaft als Einstieg in die Selbstständigkeit? (2006)
Sieverding, Julia;Zitatform
Sieverding, Julia (2006): Selbstständigkeit in Randbereichen der Legalität. Schattenwirtschaft als Einstieg in die Selbstständigkeit? Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 116 S.
Abstract
"Die Schattenwirtschaft ist seit Jahren die uneingeschränkte Wachstumsbranche nicht nur der deutschen Volkswirtschaft. Die Autorin analysiert am Beispiel der Schwarzarbeit mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes, ob die illegale Selbstständigkeit ein Einstieg in die legale sein kann und inwiefern sonst die illegale die legale Selbstständigkeit begünstigt. Unter anderem gibt es Hinweise darauf, dass den Tätigkeiten im 'informellen Sektor' keine dementsprechenden Einbußen der offiziellen Wirtschaft gegenüberstehen, sondern dass sie eher eine Ergänzung zur regulären Ökonomie darstellen. Weil zwischen dem formellen und dem informellen Sektor vielfältige Verflechtungen und gegenseitige Abhängigkeiten bestehen, ist es erforderlich, sich konkret mit den Bedürfnissen und individuellen Erwerbsstrategien der Selbstständigen in Randbereichen der Legalität auseinander zu setzen. Die Autorin verfolgt daher im Rahmen ihrer Analyse die Frage nach den Entwicklungsmöglichkeiten unternehmerischer Potenziale in der Schattenwirtschaft. Das Buch enthält keinen Appell zur Ausübung illegaler Beschäftigungen, soll jedoch internationale Unterschiede herausstellen und bestehende Vorurteile relativieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Das neue Saison-Kurzarbeitergeld: gute Aussichten für Bauarbeiter in der kalten Jahreszeit (2006)
Stang, Brigitte; Asshoff, Gregor;Zitatform
Stang, Brigitte & Gregor Asshoff (2006): Das neue Saison-Kurzarbeitergeld. Gute Aussichten für Bauarbeiter in der kalten Jahreszeit. In: Soziale Sicherheit, Jg. 55, H. 5, S. 152-158.
Abstract
"Am 1. Mai ist das Gesetz zur Förderung der ganzjährigen Beschäftigung in Kraft getreten. Es verschafft den Beschäftigten der Bauwirtschaft durch einen Anspruch auf Zahlung von Saison-Kurzarbeitergeld bei witterungs- oder auftragsbedingtem Arbeitsausfall ab der Winterperiode 2006/2007 erstmals die Aussicht auf eine weitgehende Verstetigung ihrer Beschäftigungsverhältnisse. Die Durchführung von Saison-Kurzarbeit ist für die Arbeitgeber kostenneutral. Die mit diesem neuen Instrument beabsichtigte deutliche Verringerung der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten ist gesetzlich leider (noch) auf die Bauwirtschaft begrenzt. Andere Branchen mit saisonalen Beschäftigungsschwankungen können frühestens nach einer Evaluation des Systems ab Sommer 2008 diese Regelungen einführen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die Ausweitung von Instabilität?: Beschäftigungsdauern und betriebliche Beschäftigungssysteme (BBSS) (2006)
Zitatform
Struck, Olaf, Christoph Köhler, Ina Goetzelt, Michael Grotheer & Tim Schröder (2006): Die Ausweitung von Instabilität? Beschäftigungsdauern und betriebliche Beschäftigungssysteme (BBSS). In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 15, H. 3, S. 167-180. DOI:10.1515/arbeit-2006-0304
Abstract
"Der Aufsatz stellt die Frage nach der Erosion Interner Arbeitmärkte und der Generalisierung von Beschäftigungsrisiken und Prekarität in West- und Ostdeutschland. Quantitative Analysen von betrieblicher Beschäftigungspolitik und der Beschäftigungsepisoden von Individuen belegen eine Koexistenz von langfristiger mit kurz- und mittelfristiger Beschäftigung, wobei letztere seit Beginn der neunziger Jahre begrenzt, aber deutlich zugenommen hat. Die Konzepte der Arbeitsmarktsegmentation und der Betrieblichen Beschäftigungs-Sub-Systeme (BBSS) erlauben es, die makrostatistischen Analysen zu spezifizieren: Ein großer Teil der Veränderungen in der Arbeitsmarktstruktur erfolgt über endogene Modifikationen von Geschlossenen und Offenen BBSS als Bausteinen von Internen und Externen Arbeitsmärkten. Als Schlussfolgerung sprechen wir daher eher von dynamischer Segmentation als von einer Erosion Interner Arbeitsmärkte und einer Generalisierung von Beschäftigungsrisiken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Commitment freier Mitarbeiter: Erscheinungsformen und Einflussmöglichkeiten am Beispiel von IT-Freelancern (2006)
Zitatform
Süß, Stefan (2006): Commitment freier Mitarbeiter. Erscheinungsformen und Einflussmöglichkeiten am Beispiel von IT-Freelancern. In: Zeitschrift für Personalforschung, Jg. 20, H. 3, S. 255-275.
Abstract
"Seit Jahren ist die Tendenz zu erkennen, dass Arbeitsverhältnisse flexibler gestaltet werden. Bislang wenig erforscht ist, was das für Loyalität und Commitment der flexibel beschäftigten Mitarbeiter bedeutet. Daher wird in diesem Beitrag die Frage aufgegriffen, ob Freelancer Commitment gegenüber einem Unternehmen empfinden können und unter welchen Bedingungen das der Fall ist. Eine empirische Studie bei IT-Freelancern verdeutlicht, dass sie vor allem affektives Commitment gegenüber ihren Auftraggebern aufweisen. Korrelations- und Regressionsanalysen zeigen unterschiedlich starke Zusammenhänge zwischen demographischen Merkmalen, Arbeitsbedingungen und arbeitsbezogenen Erwartungen der Freelancer zu dem von ihnen empfundenen Commitment. Vor diesem Hintergrund lassen sich Ansatzpunkte zur Förderung der Verbundenheit von Freelancern erkennen; allerdings müssen auch die Grenzen beachtet werden, denen die Förderung von Commitment unterliegt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Temporary agency work in the Netherlands (2006)
Zitatform
Tijdens, Kea, Maarten van Klaveren, Hester Houwing, Marc van der Meer & Marieke van Essen (2006): Temporary agency work in the Netherlands. (AIAS working paper 54), Amsterdam, 59 S.
Abstract
"This paper is the result of a study on temp agency workers and on the role that temp agency work played in company's staffing strategies and on industry and national regulations regarding temp agencies and temp agency work. It was conducted in 2004-2006, as part of a larger project on low wage work in the Netherlands, which was part of a five country study for the Russell Sage Foundation, USA. In order to provide a background for understanding temporary agency work, recent developments in and the various forms of external numerical flexibility in the Netherlands are sketched first. The temporary agency market apparently is well equipped to provide services for firms' demands for flexible labor. The largest volume of temp work through agencies includes rather low-skilled jobs for manufacturing, transport, cleaning and administrative work, although most large temp work agencies also maintain specialized departments for outsourcing nurses, secretaries, managers, and other professional medical or technical staff. If one relates the 2004 figures to the Dutch dependent workforce at large, temp agency workers made up 6.0 percent (head-count) of that workforce, and 4.5 percent in FTEs. In firms using temp agency workers, on average 7 percent of the workforce recently was made up of temp agency workers. Major motives for companies to hire temp agency workers are peaks in production, mostly predictable peaks, as well as replacement of staff falling ill. As for the regulatory regime, in the late 1990s, two species of legislation were introduced that are of relevance here. The Flexibility and Security ('Flexicurity') Act of 1999, replacing the 1965 law, is most important for the regulation of employment relationships in and by temp work agencies. The 1998 WAADI Act regulates the temp agency product market, and abolished the former license system, although the government kept the option open to reinstate such a system 'in the interest of good relations on the labour market or the interests of the personell concerned'. For temp work agencies the main implication of the new law was that agreements between them and employees were to be employment contracts. As temp work agencies are assumed to bear employer responsibility, this may lead to larger security for temp agency workers. Temp agency workers are for the larger part covered by a collective agreement, concluded by General Federation Temporary Work Agencies - ABU with the major trade unions. After mandatory extension, about 94 percent of the temp agency workers were covered by an agreement. For typologies of temp agency workers on employment status and education we have analysed the 2004 data of the Wage Indicator, collected via a web-based survey addressing the labor force in the Netherlands. The analyses show that 1.7 percent of the observations concerned a temp agency worker. Of this group, one out of ten indicated to be a school pupil or student. Another five percent was a housewife/man with a job on the side, partly disabled, unemployed, or working without loss of unemployment benefits. Temp agency work is often associated with people with a weak position in the labour market, but it appeared that temp agency workers did not significantly differ from other workers with regard to their years of education, although they more often had enjoyed general education instead of vocational education. Temp agency workers are typically young workers, as they proved to be relatively younger than the workforce of any other large branch of industry. Compared with their share in the total Dutch workforce, migrant workers, from western or from non-western origin, are comparatively more often employed via temp work agencies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Black Box "Neue Selbstständigkeit": wo Licht ist, ist auch Schatten (2006)
Trube, Achim; Wießner, Frank; Weiß, Carsten;Zitatform
Trube, Achim, Carsten Weiß & Frank Wießner (2006): Black Box "Neue Selbstständigkeit". Wo Licht ist, ist auch Schatten. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 60, H. 7/8, S. 39-43.
Abstract
"Die Einführung des Existenzgründungszuschusses (Ich-AG) löste einen Gründungsboom aus. Eine neue Studie untersucht hierzu die Möglichkeiten der Erforschung von Gründungsmotiven und geht erstmalig der Frage nach, inwieweit empirisch fundierte Aussagen zur Relevanz von Schwarzarbeit im Vorfeld von Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit machbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The working conditions and health of non-permanent employees: are there differences between private and public labour markets? (2006)
Virtanen, Pekka ; Saloniemi, Antti ; Vahtera, Jussi ; Virtanen, Marianna ; Kivimäki, Mika ; Koskenvuo, Markku;Zitatform
Virtanen, Pekka, Antti Saloniemi, Jussi Vahtera, Mika Kivimäki, Marianna Virtanen & Markku Koskenvuo (2006): The working conditions and health of non-permanent employees. Are there differences between private and public labour markets? In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 27, H. 1, S. 39-65. DOI:10.1177/0143831X06061072
Abstract
"Increasing levels of non-permanent employment have raised concern about quality of working life in the public sector. This Finnish study examines whether the public sector can be characterized as a 'model employer' with regard to the working conditions and well-being of fixed-term employees. Compared to the private sector, the difference in the physical load between non-permanent and permanent employees is significantly smaller in the public sector. Comparison of psychosocial strain shows a difference in favour of non-permanent employees, particularly among women working in the public sector. The association between type of employment contract and health is similar in both sectors. The equality between permanent and nonpermanent employees gives reason to benchmark the public sector as a model, even if the present findings may be due partly to sectorspecific occupational structures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexible Beschäftigung und soziale Ungleichheit: Teilzeitbeschäftigung in Großbritannien und Deutschland im Vergleich (2006)
Vogel, Claudia;Zitatform
Vogel, Claudia (2006): Flexible Beschäftigung und soziale Ungleichheit. Teilzeitbeschäftigung in Großbritannien und Deutschland im Vergleich. Berlin, 230 S.
Abstract
"Ein Viertel der britischen Beschäftigten und mehr als ein Fünftel der Beschäftigten in Deutschland arbeiten Teilzeit, mit steigender Tendenz in beiden Ländern. In der vorliegenden Arbeit werden die Teilzeit als am weitesten verbreitete Form flexibler Beschäftigung und ihre Konsequenzen untersucht, um zu diskutieren, welche Möglichkeiten und Schwierigkeiten hieraus für die Erwerbstätigen entstehen. Darüber hinaus werden die Konsequenzen für den regulierten deutschen und den flexiblen britischen Arbeitsmarkt kontrastiert. Befürworter der Arbeitsmarktflexibilisierung argumentieren, dass Teilzeit als Arbeitsmarktchance anzusehen ist, etwa für solche Beschäftigtengruppen wie Frauen, die bislang vom Normalarbeitsverhältnis, durch unbefristete Vollzeitbeschäftigung charakterisiert, ausgeschlossen waren (Inklusionsthese). Deshalb ist eine Egalisierung von weiblichen und männlichen Erwerbsverläufen zu erwarten. Im Gegensatz dazu argumentieren Gegner flexibler Beschäftigung, eine Ausweitung der Teilzeit bedroht gültige Beschäftigungsstandards und führt zu einer Zunahme sozialer Ungleichheit im segmentierten Arbeitsmarkt (Exklusionsthese). Ergebnisse auf der Basis des British Household Panel Survey 1991 bis 2001 und des Deutschen Sozio-ökonomischen Panel 1984 bis 1991 zeigen auf, dass Teilzeit großes Potenzial hat, Individuen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, das bislang jedoch nicht vollständig genutzt wird. Besonders für Frauen entstehen Arbeitsmarktchancen durch Teilzeit. Allerdings sind Beschäftigte mit höheren Bildungsinvestitionen, wie nach der Humankapitaltheorie zu erwarten war, stärker an Vollzeitbeschäftigung interessiert, um ihre Einkommen zu maximieren. Außerdem sind Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse von durchschnittlich geringerer Dauer und Teilzeitbeschäftigte weisen ein höheres (geringeres) Risiko auf, im Falle eines beruflichen Wechsels abzusteigen (aufzusteigen) als Vollzeitbeschäftigte. Zusammengenommen weisen diese Ergebnisse darauf hin, dass die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern auf dem Arbeitsmarkt zwar abnimmt, bedingt durch die Heterogenisierung sowohl der weiblichen als auch der männlichen Beschäftigten, jedoch ein Bedarf an attraktiven Teilzeitstellen auf dem Level qualifizierter Beschäftigung fortbesteht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Part-time pensions and part-time work in Sweden (2006)
Zitatform
Wadensjö, Eskil (2006): Part-time pensions and part-time work in Sweden. (IZA discussion paper 2273), Bonn, 36 S.
Abstract
"Sweden had a special partial pension scheme between 1976 and 2001. It was one of three part-time pension schemes in the social security system. The other two were a partial early old-age pension, and a partial disability pension. The special partial pension scheme became very popular with a high take-up rate and was criticized for being too expensive. As a part of the decision on the old age pension scheme in 1994, the partial pension scheme was made less generous, and the scheme was totally abolished from year 2001. The other two options for combining work and receiving a pension continue. In this paper the effect on the total number of hours worked of the subsidized part-time pension system is analysed. The analysis indicates that the effect that people continue to work part-time instead of taking an early exit route is larger than the effect that people who would have continued to work full-time until ordinary retirement age instead work part-time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitszeitpolitik: Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität (2006)
Zitatform
Wanger, Susanne (2006): Arbeitszeitpolitik: Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität. (IAB-Kurzbericht 07/2006), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"In über einem Drittel aller Betriebe in Deutschland arbeiten Teilzeitkräfte mit einer höheren Stundenzahl als geringfügig Beschäftigte. Sie sind vor allem im Dienstleistungsbereich zu finden, im Produzierenden Gewerbe dagegen eher selten. Teilzeit entspricht oft den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen ebenso wie den Wünschen der Beschäftigten. Unter ertragsrelevanten Aspekten wird Teilzeitarbeit von den Betrieben einhellig als sehr vorteilhaft eingeschätzt. Denn sie fördert insbesondere deren Flexibilität und Produktivität. Unter kostenrelevanten Gesichtspunkten beurteilen die Betriebe Teilzeit dagegen sehr unterschiedlich: Kleinbetriebe sehen eher Vorteile, weil hier eine Vollzeitkraft häufig nicht ausgelastet wäre. Bei Großbetrieben überwiegen die Nachteile, da Arbeitsabläufe und Kommunikationswege vielfach reorganisiert werden müssten. In 17,5 Prozent der Betriebe mit Teilzeitbeschäftigten sind im Jahr 2004 Teilzeitarbeitsplätze entstanden. Großteils wurden sie zusätzlich eingerichtet oder eine Vollzeit- in eine Teilzeitstelle umgewandelt. Die Aufteilung auf mehr Teilzeitstellen spielt eine geringere Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mindestbedingungen für die Zeitarbeitsbranche?: Expertise (2006)
Zitatform
Weinkopf, Claudia (2006): Mindestbedingungen für die Zeitarbeitsbranche? Expertise. Gelsenkirchen, 30 S.
Abstract
Im Mittelpunkt der Expertise steht die Frage nach möglichen Auswirkungen der Einführung allgemein verbindlicher Mindeststandards in der Zeitarbeitsbranche: Führen diese - wie häufig behauptet - zu negativen wirtschaftlichen Auswirkungen in der Branche selbst oder bei den Kundenunternehmen? Sind Arbeitsplätze bedroht und verschlechtern sich dadurch die Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten? Die Analyse zeigt, dass sich die Argumente der Gegner/innen weitestgehend widerlegen lassen. Dies liegt zum einen daran, dass das Niveau der Einstiegslöhne im Tarifvertrag zur Regelung von Mindestarbeitsbedingungen in der Zeitarbeit nur geringfügig über den heute bereits überwiegend üblichen Standards liegt. Deutlichere Steigerungen ergäben sich lediglich gegenüber Haus- und Konzerntarifen, die aber nur eine geringe Reichweite haben, sowie bezogen auf das Lohnniveau in Ostdeutschland und Sonderregelungen im Tarifvertrag, der zwischen CGZP und AMP abgeschlossen worden ist, die eine Absenkung der Einstiegslöhne in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung erlauben. Zum anderen liegen den Befürchtungen negativer Effekte vielfach aber auch Annahmen zugrunde, die in der Wissenschaft durchaus strittig sind. Dies betrifft sowohl die Beschäftigungswirkungen von Mindestlöhnen als auch den Zusammenhang zwischen der Lohnspreizung in einer Gesellschaft und den Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten. Eine besonders hohe Beschäftigungsquote von gering Qualifizierten weist z.B. Schweden auf - ein Land mit einer im internationalen Vergleich sehr geringen Lohnspreizung. Darüber hinaus wird gezeigt, dass weitere gewichtige wirtschafts-, arbeitsmarkt- und ordnungspolitischer Argumente für die Notwendigkeit von Mindeststandards sprechen:
- So würden erstens die befürchteten Gefahren (Arbeitsplatzverluste) eher drohen, wenn zunehmend ausländische Anbieter auf den deutschen Markt drängen könnten, ohne dass sie zur Einhaltung von Mindeststandards verpflichtet wären.
- Zweitens sind einige der in bestehenden Tarifverträgen vereinbarten Löhne so niedrig, dass sie als Dumpinglöhne anzusehen sind.
- Niedrigstlöhne in der Zeitarbeit erscheinen drittens aus sozial- und ordnungspolitischer Sicht besonders problematisch, weil sie nicht nur das Lohnniveau in der Zeitarbeitsbranche selbst unter Druck setzen, sondern auch auf andere Branchen ausstrahlen können.
- Für eine Begrenzung der Lohnspirale nach unten - nicht nur in der Zeitarbeit, sondern auch bezogen auf die Gesamtwirtschaft - spricht viertens, dass sich Unternehmen ohne verbindliche Mindeststandards darauf verlassen können, dass der Staat durch ergänzende Leistungen der Grundsicherung die 'Ausfallbürgschaft' für niedrige Löhne übernimmt.
- Fünftens schließlich zeigt der Vergleich mit gesetzlichen Mindestlöhnen in anderen Ländern (gemessen am jeweiligen Durchschnittslohn von Vollzeitbeschäftigten), dass sich Deutschland mit den höchsten aktuell diskutierten Standards zwar im oberen Drittel der Vergleichsländer positionieren würde, damit aber etwa auf dem Niveau der westeuropäischen Nachbarländer läge. Mit einem Mindestlohn von 5 EURO oder sogar nur 4,50 EURO würde Deutschland demgegenüber selbst hinter den bisherigen 'Schlusslichtern' im internationalen Vergleich - den USA und Estland - zurückbleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku -
Literaturhinweis
Die Minijob-Reform im deutschen Mittelstand: eine empirische Analyse mit den Daten der Studie "MIND 04" (2006)
Zitatform
Werner, Arndt (2006): Die Minijob-Reform im deutschen Mittelstand. Eine empirische Analyse mit den Daten der Studie "MIND 04". In: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.) (2006): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 1/2006 (Schriften zur Mittelstandsforschung. N.F., 112), S. 69-92.
Abstract
"Trotz dieses rasanten Wachstums der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland konnte bislang nicht abschließend geklärt werden, ob hier tatsächlich zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden sind oder ob diese Zunahme auf die Zerlegung bereits vorhandener sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze zurückzuführen ist. Mit der Beantwortung dieser Forschungsfrage hat sich das Forschungsprojekt beschäftigt. Die empirische Analyse der Untersuchung greift dabei auf die aktuelle Erhebung der MIND-Studie 04 - einer repräsentativen Befragung mittelständischer Unternehmen in Deutschland - aus dem Jahr 2005 zurück. Im Kern der Arbeit wurde multivariat untersucht, wie sich die betriebliche Fluktuationsrate, anstehende Rationalisierungs- bzw. Kostensenkungsmaßnahmen und der (geplante) Abbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung - unter Kontrolle zahlreicher unternehmensspezifischer und struktureller Einflussfaktoren - auf den Ausbau von Mini- und Midijobs auswirkt. Die Befunde liefern empirisch fundierte Hinweise darauf, dass im deutschen Mittelstand zum Teil für einfache Tätigkeiten und in spezifischen Branchen eine Zerlegung von Normalarbeitsverhältnissen in Mini- und Midijobs stattfindet. In eine ähnliche Richtung deuten auch die Ergebnisse zur Personalfluktuation und betrieblichen Rationalisierungsbestrebungen. KMU mit hohen Personal-Austauschraten weisen einen höheren Anteil an Mini- und Midijobbern in ihrer Belegschaft auf. Auch Unternehmen, welche rationalisieren bzw. Kosten senken wollen, haben anteilig mehr Mini- und Midijobber in der Belegschaft als solche, die nicht rationalisieren wollen. Dagegen spielt sowohl die wirtschaftliche Situation des Unternehmens als auch das Unternehmensalter, Import- und Exportaktivitäten und die Betriebszugehörigkeitsdauer der Belegschaft keine Rolle für die betriebliche Entscheidung, Stellen mit Mini- und Midijobbern zu belegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der neue Gründungszuschuss: ein Vergleich mit den bisherigen Leistungen für arbeitslose Existenzgründer (2006)
Winkel, Rolf;Zitatform
Winkel, Rolf (2006): Der neue Gründungszuschuss. Ein Vergleich mit den bisherigen Leistungen für arbeitslose Existenzgründer. In: Soziale Sicherheit, Jg. 55, H. 8/9, S. 284-288.
Abstract
"Seit dem 1. August gelten für die Förderung von Beziehern von Arbeitslosengeld (I), die sich selbstständig machen, neue Regeln. Der neue Gründungszuschuss nach § 57 des dritten Sozialgesetzbuchs ersetzt seitdem das bisherige Überbrückungsgeld und die bereits zum 30. Juni 2006 ausgelaufenen Existenzgründungszuschüsse, mit denen die so genannten Ich-AG's gefördert wurden. Im Folgenden wird der neue Gründungszuschuss im Detail vorgestellt und mit den bisherigen Leistungen zur Existenzgründungsförderung von Arbeitslosen verglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Stellungnahme der Bundesregierung zu der Entschließung des Bundesrates zur Beschäftigung von ausländischen Saisonarbeitskräften (2006)
Zitatform
(2006): Stellungnahme der Bundesregierung zu der Entschließung des Bundesrates zur Beschäftigung von ausländischen Saisonarbeitskräften. (Verhandlungen des Bundesrates. Drucksachen 469/06 (26.06.2006)), 3 S.
Abstract
In der Entschließung des Bundesrates zur Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften wurde die Bundesregierung aufgefordert, Verhandlungen mit der polnischen Regierung bezüglich der Einführung einer Regelung für geringfügige Beschäftigte in Anlehnung an das deutsche Recht durchzuführen. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung darauf, dass diese Verhandlungen erfolglos geführt wurden und eine Änderung der polnischen Rechtslage nicht beabsichtigt ist. Weiterhin wurde die Bundesregierung gebeten, in die neue Eckpunkteregelung für die Jahre 2006 und 2007 zur Zulassung ausländischer Saisonkräfte eine Härtefallregelung mit Öffnungsklausel aufzunehmen. "Hierzu wird mitgeteilt, dass die mit den beteiligten Verbänden der Arbeitgeber und Gewerkschaften vereinbarten und vom Kabinett gebilligten Eckpunkte u. a. Folgendes vorsehen: Für jeden Betrieb werden mittel- und osteuropäische Beschäftigte in Höhe von 80 Prozent der Zulassungen des Jahres 2005 ohne individuelle Prüfung der Vermittlungsmöglichkeiten inländischer Arbeitsuchender zur Beschäftigung zugelassen. Wenn sich angesichts der Kürze der Zeit bis zu den ersten Ernten bis Mitte 2006 nicht die erforderliche Zahl von Saisonarbeitern am deutschen Markt erreichen lässt, wird mit dem Restbedarf flexibel verfahren werden. Danach können die Agenturen für Arbeit weitere mittel- und osteuropäische Saisonbeschäftigte bewilligen, wenn sich herausstellen sollte, dass sich für die Erfüllung der Inländerquote von 10 Prozent nicht rechtzeitig in ausreichender Zahl geeignete inländische Arbeitsuchende für die Arbeiten finden lassen. Die Landwirtschaft soll ihren saisonalen Arbeitskräftebedarf decken können." (IAB2)
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Literaturhinweis
Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung (Drucksache 16/429): Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen (2006)
Zitatform
(2006): Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung (Drucksache 16/429). Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16(11)77 (10.02.2006)), 50 S.
Abstract
Durch das Gesetz zur Förderung der ganzjährigen Beschäftigung soll das bisher auf die Bauwirtschaft beschränkte Sondersystem der Winterbauförderung weiterentwickelt und in das System des Kurzarbeitergeldes integriert werden. In der Schlechtwetterzeit, von Dezember bis März, soll künftig Saison-Kurzarbeitergeld bei witterungs- oder auftragsbedingtem Arbeitsausfall gezahlt werden. Neben Beschäftigten und Betrieben des Baubereichs können auch andere Wirtschaftsbranchen wie die Land- und Forstwirtschaft, die Baustoffindustrie, das Maler- und Lackiererhandwerk oder das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk von dem Saison-Kurzarbeitergeld profitieren. Die Zusammenstellung enthält die schriftlichen Stellungnahmen folgender eingeladender Verbände und Einzelsachverständiger zum Gesetzesentwurf: 1. Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), 2. Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA); 3. Bundesagentur für Arbeit; 4. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufssforschung (IAB): Das IAB äußert sich auf der Basis wissenschaftlicher Befunde vor allem zur Regelmäßigkeit und Erheblichkeit des Arbeitsausfalls, zu möglichen Beschäftigungseffekten, Budgeteffekten und Substitutionsrisiken sowie zu Änderungen der Meldungen zur Statistik der BA. 5. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.; 6. Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.; 7. Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt; 8. Prof. Dr. Gerhard Bosch, Gelsenkirchen; 9. Sozialpolitische Arbeitsgemeinschaft Steine-Erden; 10. Sabine Graf, Berlin; 11. Prof. Dr. Gerhard Bosch, Institut Arbeit und Technik. Außerdem werden folgende schriftliche Stellungnahmen nicht eingeladener Verbände dokumentiert: 12. Zentralverband des Deutschen Handwerks ZDH; 13. Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. (IAB)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Bilanz der finanziellen Förderung der Ich-AG durch die Bundesagentur für Arbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP - Drucksache 16/1573 (2006)
Zitatform
(2006): Bilanz der finanziellen Förderung der Ich-AG durch die Bundesagentur für Arbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP - Drucksache 16/1573. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/1792 (08.06.2006)), 4 S.
Abstract
Die Bundesregierung gibt in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion Auskunft über den Umfang der finanziellen Förderung von Ich-AGs. Diese werden seit dem 1. Januar 2003 durch die Bundesagentur für Arbeit mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Im Februar 2006 lief für die ersten Ich-AGs die dreijährige Förderdauer ab, der Existenzgründungszuschuss wird ab Juli 2006 durch ein neues Förderinstrument abgelöst. Seit der Einführung der Ich-AG wurden insgesamt ca. 380.000 Gründer mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Hierfür wurden von der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 3,03 Mrd. Euro aufgewendet. Am häufigsten gefördert wurden Gründungen in den Wirtschaftszweigen Grundstücks- und Wohnungswesen, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen, Handel, Reparaturen sowie Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen. Rund 80 Prozent der Geförderten sind rd. 1,5 Jahr nach Gründung weiterhin selbstständig. Hauptgründe für eine Aufgabe der Selbstständigkeit sind Auftragsmangel, Finanzierungsengpässe und familiäre Gründe. (IAB)
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Liberalisierung und Prekarisierung: Beschäftigungsbedingungen bei den neuen Briefdienstleistern in Deutschland (2006)
Abstract
Nach gegenwärtiger Rechtslage ist das verbliebene Monopol der Deutschen Post AG bis zum Ende des Jahres 2007 befristet. Ab dem 1. Januar 2008 soll der deutsche Briefmarkt zur Gänze liberalisiert sein. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, wie sich die Qualität der Beschäftigung bei den neuen Briefdienstleistern in den Jahren der Marktöffnung ab 1998 entwickelt hat und gegenwärtig darstellt. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob auf dem deutschen Markt für Briefdienstleistungen für die zurückliegenden Jahre Prozesse der Prekarisierung erkennbar und inwieweit solche - so nachzuweisen - durch die Liberalisierung dieses Marktes ermöglicht und befördert worden sind. Im Rahmen der Untersuchung wurden vorhandene Statistiken und Stellenanzeigen der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet sowie Beschäftigte, Betriebsräte und gewerkschaftliche Interessenvertreter aus dem Bereich der neuen Briefdienstleister befragt. Außerdem werden die Beschäftigungsbedingungen in drei Unternehmen in Form von Fallbeispielen geschildert. Im Ergebnis wird festgestellt, dass die bei den neuen Anbietern am deutschen Briefmarkt entstandenen Arbeitsplätze ein ausgeprägt prekäres Potenzial hinsichtlich Beschäftigungsstabilität, Einkommen und Teilhabe aufweisen. Mit der Liberalisierung als entscheidender Voraussetzung haben vor allem die nachfolgend genannten fünf Faktoren ein Bedingungsgefüge entstehen lassen, in dessen Rahmen sich am Briefmarkt Anbieter etablieren konnten, deren Geschäftsmodell vornehmlich auf den Kostenvorteilen prekärer Beschäftigung basiert: 1. hohe Arbeitslosigkeit mit ausgeprägten regionalen Schwerpunkten; 2. die arbeitsmarktpolitische Erleichterung und Subventionierung geringfügiger Beschäftigung; 3. staatliche Transferzahlungen an Niedriglohnbezieher, die bereits heute de facto im Sinne eines Kombilohnmodells wirken; 4. die mangelnde gewerkschaftliche Organisationsmacht bei den neuen Briefdienstleistern; 5. die regulatorische Zurückhaltung der Bundesnetzagentur bei der Anwendung des Instruments der sozialen Lizenzauflagen. (IAB)
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Literaturhinweis
Entwurf eines Gesetzes zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung: Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD (2006)
Zitatform
(2006): Entwurf eines Gesetzes zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung. Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/429 (24.01.2006)), 20 S.
Abstract
Das Gesetz soll in der Bauwirtschaft und in anderen Wirtschaftszweigen mit hohen saisonbedingten Arbeitsausfällen zu einer Verstetigung der Beschäftigungsverhältnisse beitragen und damit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten entgegenwirken. Das bisher auf die Bauwirtschaft beschränkte Sondersystem der Winterbauförderung wird weiterentwickelt und in das System des Kurzarbeitergeldes integriert. In der Schlechtwetterzeit, von Dezember bis März, wird künftig das Saison-Kurzarbeitergeld bei witterungs- oder auftragsbedingtem Arbeitsausfall gezahlt. Neben Beschäftigten und Betrieben des Baubereichs können auch andere Wirtschaftsbranchen wie die Land- und Forstwirtschaft, die Baustoffindustrie, das Maler- und Lackiererhandwerk oder das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk von dem Saison-Kurzarbeitergeld profitieren. Ergänzende Leistungen an Arbeitnehmer bei Nutzung von Arbeitszeitkonten zur Überbrückung von Ausfallstunden und an Arbeitgeber zur Entlastung von den Kosten der Kurzarbeit setzen weitere Anreize zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit. Die Finanzierung dieser ergänzenden Leistungen erfolgt durch eine branchenspezifische Umlage, deren Einführung eine Mitwirkung der Tarifpartner erfordert und diese damit aktiv an der Beschäftigungssicherung in ihrer Branche beteiligt. Die Neuausrichtung der Förderung der ganzjährigen Beschäftigung führt auch zu einer Verfahrenserleichterung auf Arbeitgeberseite und auf Seiten der Bundesagentur für Arbeit. (IAB)
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Literaturhinweis
Existenzgründung in Zeiten von Hartz IV: DIHK-Gründerreport 2006. Zahlen und Einschätzungen der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Deutschland (2006)
Zitatform
(2006): Existenzgründung in Zeiten von Hartz IV. DIHK-Gründerreport 2006. Zahlen und Einschätzungen der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Deutschland. (DIHK-Gründerreport), Berlin, 20 S.
Abstract
"Mit dem Gründerreport legt der DIHK jährlich eine Einschätzung der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Industrie, Handel und den Dienstleistungsbranchen vor. Grundlage für die DIHK-Aussagen sind Erfahrungsberichte der IHK-Existenzgründungsberater aus den 81 IHKs sowie eine statistische Auswertung zum IHK-Gründerservice. Insgesamt fußt der DIHK-Gründerreport 2006 auf über 380.000 Kontakten von IHK-Existenzgründungsberatern mit angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern. Mit der Untersuchung wird somit ein Großteil des Gründungsgeschehens in Deutschland erfasst. Im Jahr 2005 war die Suche nach einem Ausweg aus der Arbeitslosigkeit das Hauptmotiv zur Existenzgründung in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Grünbuch der Kommission der Europäischen Gemeinschaften: Ein moderneres Arbeitsrecht für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (2006)
Zitatform
(2006): Grünbuch der Kommission der Europäischen Gemeinschaften: Ein moderneres Arbeitsrecht für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. (Verhandlungen des Bundesrates. Drucksachen 868/06 (29.11.2006)), 18 S.
Abstract
Die Modernisierung des Arbeitsrechts ist von zentraler Bedeutung für eine bessere Anpassungsfähigkeit von Arbeitnehmern und Unternehmen. In dem Grünbuch wird untersucht, wie durch Weiterentwicklung des Arbeitsrechts insbesondere durch Fortschritte bei der 'Flexicurity'-Agenda positive Wirkungen im Hinblick auf das Ziel der Lissabon-Strategie erzielt werden können, nachhaltiges Wachstum und gleichzeitig mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen. Das Grünbuch soll dazu dienen, (1) die zentralen Herausforderungen zu ermitteln, die sich aus der klaren Diskrepanz zwischen dem derzeitigen Rechtsrahmen und der Arbeitsvertragssituation einerseits und den Gegebenheiten der Arbeitswelt andererseits ergeben; (2) die Regierungen der Mitgliedstaaten, die Sozialpartner und andere relevante Akteure in eine ergebnisoffene Debatte darüber einzubinden, wie das Arbeitsrecht zur Förderung der Flexibilität beitragen kann; (3) die Diskussion darüber anzuregen, wie durch unterschiedliche Arten vertraglicher Beziehungen bei gleichen Arbeitsrechten für alle Arbeitnehmer die Schaffung von Arbeitsplätzen erleichtert werden kann und (4) einen Beitrag zur Agenda für bessere Rechtsetzung zu leisten durch Förderung der Modernisierung des Arbeitsrechts unter Berücksichtigung der Gesamtvorteile und Gesamtkosten, sodass die einzelnen Arbeitnehmer und die Unternehmen klarer ihre Rechte und Pflichten erkennen können. (IAB)
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Literaturhinweis
Atypical work and compensation (2005)
Zitatform
Addison, John T. & Christopher J. Surfield (2005): Atypical work and compensation. (IZA discussion paper 1477), Bonn, 43 S.
Abstract
"Atypical work, or alternative work arrangements in U.S. parlance, has long been criticized for providing poorly-compensated employment. Although one group of atypical workers (contractors) seems to enjoy a wage premium, our cross-section results from the CPS and NLSY for the better-known category of temporary workers point to a negative wage differential of some 7-12 percent. It emerges that much of the latter disparity stems from unobserved worker heterogeneity (accounting for which supports a wage advantage for contracting work). Turning to fringes, the appearance in cross section of a potentially large deficit in atypical worker health benefits is again reduced after accounting for permanent unobserved individual heterogeneity. But on this occasion the reduction is very modest. Further, there is now some indication that the wage advantage of contract workers partly compensates for their reduced access to such benefits." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitsmärkte in großstädtischen Agglomerationen: Auswirkungen der Deregulierung und Flexibilisierung am Beispiel der Regionen Stuttgart und Lyon (2005)
Albrecht, Susanne;Zitatform
Albrecht, Susanne (2005): Arbeitsmärkte in großstädtischen Agglomerationen. Auswirkungen der Deregulierung und Flexibilisierung am Beispiel der Regionen Stuttgart und Lyon. (Wirtschaftsgeographie 29), Münster u.a.: LIT, 278 S.
Abstract
"Am Beispiel zweier wirtschaftlich dynamischer europäischer Agglomerationen wird untersucht, welche Umstrukturierungen die regionalen Arbeitsmärkte durch die wachsende Bedeutung flexibler Beschäftigungsformen erfahren. Die methodisch-konzeptionelle Vorgehensweise umfasst eine Mehrebenen-Analyse, bei der sowohl die nationalen Rahmenbedingungen als auch die regionalen Arbeitsmarktentwicklungen und die akteursbedingten Konstellationen (Flexibilisierungsstrategien von Arbeitgebern und Arbeitnehmern am Beispiel des Metallbereichs und des Kreditgewerbes) berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beschäftigungsverhältnisse (2005)
Alda, Holger;Zitatform
Alda, Holger (2005): Beschäftigungsverhältnisse. In: M. Baethge (Red.), P. Bartelheimer (Red.), T. Fuchs (Red.), N. Kratzer (Red.) & I. Wilkens (Red.) (2005): Berichterstattung zur sozioökonomischen Entwicklung in Deutschland : Arbeit und Lebensweisen. Erster Bericht, S. 245-269.
Abstract
Beschäftigungsverhältnisse bilden die Schnittstelle zwischen ökonomisch motivierten quantitativen und qualitativen Veränderungen von Erwerbsarbeit, die als Flexibilisierungen bezeichnet werden, und gewandelten sozialen Ansprüchen an die Arbeits- und Lebensgestaltung (Zeitsouveränität, Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben, soziale Sicherung von Übergängen, persönliche Entfaltung). In der Bundesrepublik Deutschland war lange Zeit die soziale Form des 'Normalarbeitsverhältnisses' die prägende Form von Beschäftigungsverhältnissen in der Industrie und in mittel- und großbetrieblichen Arbeitsorganisationen. Der Bericht beschreibt den sozialen Wandel im System der bezahlten Erwerbsarbeit und die Folgen für die von angebots- und nachfrageorientierten Chancen, Risiken und Charakteristika beeinflussten Beschäftigungsverhältnisse. Für diese Veränderungen, die aus der Perspektive der Betriebe und der Beschäftigten unterschiedlich bewertet werden können, werden Messkonzepte vorgeschlagen und erörtert. Einer Überblicksbeschreibung der Erwerbsformen insgesamt folgt die Detailanalyse einzelner Erwerbsformen (Teilzeitbeschäftigung, geringfügige Beschäftigung, befristete Beschäftigung, Leiharbeit) und ihrer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Befunde lassen vermuten, dass die Zunahme der vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Beschäftigungsverhältnisse zu einer Stabilisierung der internen Arbeitsmärkte und zu Beschäftigungssicherung und geringer Fluktuation der Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen führt, dies allerdings unter Inkaufnahme einer doppelten Benachteiligung (schlechtere und unsichere Arbeitsverhältnisse sowie weitgehender Ausschluss von Qualifizierung) der in diesen Erwerbsformen Beschäftigten. (IAB)
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Fair wages and the co-employment of hired and rented hands: an experimental study (2005)
Zitatform
Alewell, Dorothea, Colette Friedrich, Werner Güth & Wiebke Kuklys (2005): Fair wages and the co-employment of hired and rented hands. An experimental study. Mannheim, 25 S.
Abstract
"A firm with stochastic demand can rely on hired hands when demand is low and rent additional labour when demand is higher. For high demand this implies the co-employment of hired hands, paid directly by the firm, and of rented hands who are paid by a rental agency. This may cause severe problems if wages differ systematically between hired and rented hands. Will rented hands accept lower wages than hired hands? Or will rented hands demand higher wages as a compensation for flexibility? Fairness norms might play an important role in wage-setting decisions. We will explore theoretically and experimentally possible fairness considerations of the involved parties." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Institutional structures of the flexible assignment of personnel between enterprises: an economic comparison of temporary agency work, interim management and consulting (2005)
Zitatform
Alewell, Dorothea, Katrin Bähring & Kirsten Thommes (2005): Institutional structures of the flexible assignment of personnel between enterprises. An economic comparison of temporary agency work, interim management and consulting. In: Management Revue, Jg. 16, H. 4, S. 475-493.
Abstract
Leiharbeit, Interimsmanagement und Consulting sind drei Formen des flexiblen Personaleinsatzes in Unternehmen, welche hinsichtlich ihrer ökonomischen Struktur zwar mehr oder wenig ähnlich sind, in Deutschland und in verschiedenen Marktsegmenten jedoch unterschiedlichen vertraglichen und rechtlichen Regelungen unterworfen sind. In dem Papier werden die empirischen und institutionellen Aspekte dieser drei Formen aus ökonomischer Sicht betrachtet. (IAB)
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Do temporary help jobs improve labor market outcomes for low-skilled workers?: evidence from random assignments (2005)
Zitatform
Autor, David & Susan N. Houseman (2005): Do temporary help jobs improve labor market outcomes for low-skilled workers? Evidence from random assignments. (Upjohn Institute staff working paper 05-124), Kalamazoo, 53 S.
Abstract
"A disproportionate share of low-skilled U.S. workers is employed by temporary help firms. These firms offer rapid entry into paid employment, but temporary help jobs are typically brief and it is unknown whether they foster longer-term employment. We draw upon an unusual, large-scale policy experiment in the state of Michigan to evaluate whether holding temporary help jobs facilitates labor market advancement for low-skilled workers. To identify these effects, we exploit the random assignment of welfare-to-work clients across numerous welfare service providers in a major metropolitan area. These providers feature substantially different placement rates at temporary help jobs but offer otherwise similar services. We find that moving welfare participants into temporary help jobs boosts their short-term earnings. But these gains are offset by lower earnings, less frequent employment, and potentially higher welfare recidivism over the next one to two years. In contrast, placements in direct-hire jobs raise participants' earnings substantially and reduce recidivism both one and two years following placement. We conclude that encouraging low-skilled workers to take temporary help agency jobs is no more effective- and possibly less effective-than providing no job placements at all." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 11743 -
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Temporary agency employment as a way out of poverty? (2005)
Autor, David; Houseman, Susan;Zitatform
Autor, David & Susan Houseman (2005): Temporary agency employment as a way out of poverty? (Upjohn Institute staff working paper 2005-123), Kalamazoo, 39 S.
Abstract
"The high incidence of temporary agency employment among participants in government employment programs has catalyzed debate about whether these jobs help the poor transition into stable employment and out of poverty. We provide direct evidence on this question through analysis of a Michigan welfare-to-work program in which program participants were randomly allocated across service providers ('contractors') with different job placement practices. We draw on a telephone survey of contractors and on administrative program data linked with wage records data on all participants entering the program over a three-and-a half-year period. Our survey evidence documents a consensus among contractors that temporary help jobs are generally easier for those with weak skills and experience to obtain, but no consensus on whether temporary help jobs confer long-term benefits to participants. Our analysis of the quasiexperimental data introduced in Autor and Houseman (2005) shows that placing participants in either temporary or direct-hire jobs improves their odds of leaving welfare and escaping poverty in the short term. However, we find that only direct-hire placements help reduce welfare dependency over longer time horizons. Our findings raise questions about the incentive structure of many government employment programs that emphasize rapid placement of program participants into jobs and that may inadvertently encourage high placement rates with temporary help agencies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 11742 -
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Making work pay in a rationed labour market: the mini-job reform in Germany (2005)
Zitatform
Bargain, Olivier, Marco Caliendo, Peter Haan & Kristian Orsini (2005): Making work pay in a rationed labour market. The mini-job reform in Germany. (DIW-Diskussionspapiere 536), Berlin, 29 S.
Abstract
"To tackle mass unemployment and increase participation rates, the German government over recent years has mainly focused on supply side strategies, including 'making work pay' policies. The 2003 Mini-Job reform introduced an extended subsidy of social security contributions for low wage workers. In this paper, we evaluate the employment effects of this reform using a behavioural tax-benefit microsimulation model. Ex-ante micro policy evaluations based on labour supply models usually ignore involuntary unemployment. This leads to biased estimates of labour supply elasticities and erroneous predictions of the effects of the measure. This aspect is all the more important in a country like Germany, characterized by high unemployment. In this analysis we evaluate the employment effects of the Mini-Job reform by controlling for involuntary unemployment through a double-hurdle model. When focusing on the main labour force, we show that the Mini-Job reform has only a small positive effect on the extensive margin, which is outweighed by a reduction of working hours at the intensive margin." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 2033 -
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Fixed-term employment and job satisfaction: evidence from individual-level data accounting for selectivity bias (2005)
Zitatform
Beckmann, Michael, Andrea Binz & Bernd Schauenberg (2005): Fixed-term employment and job satisfaction. Evidence from individual-level data accounting for selectivity bias. Mannheim, 28 S.
Abstract
"The paper examines the relationship between fixed-term employment and job satisfaction using individual-level data from the German Socio Economic Panel (GSOEP). According to current theoretical debates on this topic, fixed-term employment should be associated with a relative low level of job satisfaction, and the majority of empirical investigations is in line with this prediction. However, none of these studies accounts for the fact that a worker's choice of whether or not to accept a temporary working contract might substantially be driven by individual characteristics and is therefore endogenous. In contrast to prior studies, our preferred model specification explicitly accounts for a potential selectivity bias. The estimation results of our treatment effects model actually indicate a positive connection between fixed-term employment and job satisfaction. Hence, we conclude that job satisfaction on average is not negatively affected by the pure duration of an employment contract, but by individual characteristics, job-related factors, and working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Comparing three alternative types of employment with permanent full-time work: how do employment contract and perceived job conditions relate to health complaints? (2005)
Zitatform
Bernhard-Oettel, Claudia, Magnus Sverke & Hans De Wittec (2005): Comparing three alternative types of employment with permanent full-time work. How do employment contract and perceived job conditions relate to health complaints? In: Work and Stress, Jg. 19, H. 4, S. 301-318. DOI:10.1080/02678370500408723
Abstract
"Previous research has found that alternative employment arrangements are associated with both impaired and improved well-being. Since such inconsistencies are likely to derive from the type of employment contract as well as the characteristics of the job, this paper compares permanent full-time work with forms of alternative employment (permanent part-time, fixed-term and on-call work) in order to investigate how different employment contracts and perceptions of job conditions relate to individual well-being. This study contributes to the literature by addressing several questions. Different forms of alternative employment are distinguished and individual background characteristics that might be intertwined with the employment contract are controlled for. Moreover, the scope of this study extends to the effects of perceived job conditions, and possible interactive effects with type of employment are tested. Analyses of questionnaire data from 954 Swedish healthcare workers show that perceptions of the job (job insecurity, job control and demands), but not the type of employment contract, predicted health complaints. However, type of employment interacted with perceptions of job insecurity, in that insecurity was associated with impaired well-being among permanent full-time workers, while no relationship was found for on-call or core part-time employees. Despite the absence of interactions between employment contract and job demands or job control, it can be concluded that knowledge about the relationship between alternative employment arrangements and the well-being of workers can be enhanced when the combined effects of employment contract and job conditions are studied." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Beschäftigung Scheinselbständiger: arbeits-, sozialversicherungs- und strafrechtliche Folgen (2005)
Bisson, Frank; Schwab, Rouven;Zitatform
Bisson, Frank & Rouven Schwab (2005): Beschäftigung Scheinselbständiger. Arbeits-, sozialversicherungs- und strafrechtliche Folgen. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 60, H. 5, S. 276-280.
Abstract
"In der Praxis spielt die Beschäftigung von freien Mitarbeitern eine große Rolle. Die Vorteile einer solchen Beschäftigung liegen auf der Hand: Mangels Arbeitsverhältnisses ist der Unternehmer weder zur Abführung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung noch zur hälftigen Übernahme der Krankenversicherungsbeiträge verpflichtet, und die Versteuerung des Entgelts ist Sache des freien Mitarbeiters. Dennoch ist Vorsicht geboten: Oft liegt entgegen der anders lautenden Bezeichnung und des entgegenstehenden Willens der Beteiligten ein Arbeitsverhältnis vor. Nach In-Kraft-Treten verschiedener Änderungen auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts zeigt dieser Beitrag, welche Kriterien bei der Abgrenzung von freier Mitarbeit und Arbeitsverhältnis maßgeblich sind. Darüber hinaus gehen die Verfasser nachfolgend auf die Risiken des Arbeitgebers bei der Beschäftigung von Scheinselbständigen, insbesondere aus Sicht des Straf- und Steuerrechts, ein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Türöffner Zeitarbeit?: Kompetenz und Erwerbsverlauf in der Praxis der Leiharbeit (2005)
Bolder, Axel; Naevecke, Stefan; Schulte, Sylvia;Zitatform
Bolder, Axel, Stefan Naevecke & Sylvia Schulte (2005): Türöffner Zeitarbeit? Kompetenz und Erwerbsverlauf in der Praxis der Leiharbeit. (Soziale Chancen 03), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 173 S.
Abstract
Zur Analyse der Entwicklung von Kompetenzen und beruflichen Perspektiven von Leiharbeitnehmern wurden alle drei beteiligten Personengruppen ins Auge gefasst, die Nutzer von Zeitarbeit, die gleichzeitig potentielle Anbieter unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse sind, die Zeitarbeitsunternehmen und die Leiharbeitnehmer selbst. Deren bildungs- und erwerbsbiographische Erfahrungen mit Leiharbeit werden in Form von 12 Fallbeispielen vorgestellt. Es wird von einigen positiven und ambivalenten Einschätzungen der Leiharbeit berichtet, die vor allem mit einem instrumentellen Erwerbstätigkeitsbezug und der Bedrohung durch Arbeitslosigkeit einhergehen. Die negativen Bewertungen überwiegen jedoch bei weitem; in extrem negativen Bilanzen wird Leiharbeit als Sklavenhandel beschrieben. Aus diesen Bewertungen wird gefolgert, dass Leiharbeit nicht als "Türöffner" zu betrachten ist: "Allenfalls in Ausnahmefällen führt Zeitarbeit zu Beschäftigung im Segement des ersten Arbeitsmarktes; im Regelfall verstetigt Zeitarbeit verunsicherte Beschäftigungsperspektiven. Und allenfalls in Ausnahmefällen, am ehesten wohl noch bei Wiedereinsteigern, kann von Kompetenzentwicklung in und durch Zeitarbeit ausgegangen werden; im Regelfall findet kontinuierliche Dequalifizierung gegebenenfalls vorhandener Qualifikationsniveaus statt." (IAB2)
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Overworked Britons?: part-time work and work-life balance (2005)
Bonney, Norman;Zitatform
Bonney, Norman (2005): Overworked Britons? Part-time work and work-life balance. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 391-401.
Abstract
Besonders lange Arbeitszeiten gelten als typisch für Großbritannien. Wirtschaft, Regierung und Wissenschaft gehen gemeinsam davon aus, dass es notwendig ist, mit der Kultur der langen Arbeitszeiten zu brechen, um Arbeitsleben und Familienleben wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Empirische Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Annahme überlanger Arbeitszeiten für Großbritannien falsch ist. Die wöchentliche Arbeitszeit in Großbritannien entspricht dem EU-Durchschnitt und internationalen Standards. Diese Diskrepanz kommt dadurch zustande, dass Teilzeitarbeitsplätze bei der Berechnung der Arbeitszeiten in Großbritannien im allgemeinen nicht mit einbezogen werden. Dies bedeutet, das 20 Prozent der Beschäftigten - vor allem Frauen - hierbei unberücksichtigt bleiben. Seit 1960 ist die Zahl der Teilzeitbeschäftigten in Großbritannien kontinuierlich gestiegen, und immer mehr Menschen sehen darin die Möglichkeit, Arbeit und familiäre Verpflichtungen, wie z.B. Kinderbetreuung, in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Der hohe Anteil an Teilzeitarbeit in Großbritannien wird positiv bewertet, denn er ermöglicht einem größeren Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung, und hier besonders Müttern mit kleinen Kindern, eine kontinuierliche Teilhabe am Arbeitsprozess. (IAB)
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Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? (2005)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2005): Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 305-324.
Abstract
"Der Einfluss atypischer Arbeit auf die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes hängt von der Art ihrer Nutzung ab. In der Arbeit definieren wir zunächst drei Nutzungsmotive: die Anpassung an Schwankungen der Geschäftstätigkeit, die Verbesserung der Personalauswahl durch die Verlängerung von Probezeiten und die Substitution unbefristeter Arbeit aus Kostengründen. Wir diskutieren, welche Effizienzwirkungen diese Nutzungsarten haben. Für jedes Motiv lassen sich in der theoretischen Betrachtung mögliche Effizienzgewinne, aber auch Effizienzverluste anführen. Für die befristeten Verträge als der in Deutschland am weitesten verbreiteten atypischen Beschäftigungsform untersuchen wir auf der Basis von Individualdaten auf Betriebs- und Personenebene, inwieweit die Nutzung in Deutschland mit diesen Nutzungsmotiven übereinstimmt und welche Evidenz es für die Effizienzwirkungen atypischer Arbeit gibt. Die Ergebnisse deuten am ehesten auf die Funktion der Personalauslese. Diese Gesichtspunkte werden auch in Bezug auf Leiharbeit, rechtlich selbständige Beschäftigung und auf Minijobs diskutiert. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Gründen für die Nutzung unterschiedlicher Formen atypischer Arbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitk: Konsequenzen für Arbeitnehmerrechte, den Arbeitsmarkt und den Zusammenhang von Wohlfahrt und Beschäftigung (2005)
Brandt, Torsten;Zitatform
Brandt, Torsten (2005): Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitk. Konsequenzen für Arbeitnehmerrechte, den Arbeitsmarkt und den Zusammenhang von Wohlfahrt und Beschäftigung. (WSI-Diskussionspapier 142), Düsseldorf, 61 S.
Abstract
"Einleitend werden die Forschungsdefizite zu Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik dargestellt. Daran anschließend wird der theoretische Zugang des RESORE Projektes (Employees resources and social rights in Europe) skizziert, die Begriffe 'subventionierte Beschäftigung' und 'work-welfare nexus' näher erläutert und die sich daraus ableitenden expliziten Fragestellungen des Beitrags aufgeführt. Darauf aufbauend werden in den weiteren Abschnitten die Konsequenzen der Neuregelung für die Mini- und Midijobber und deren Arbeitgeber differenziert dargestellt, qualitative und quantitative Befunde aktueller Evaluierungen zusammengefasst und Effekte für den Arbeitsmarkt, die industriellen Beziehungen und für Verteilungswirkungen innerhalb des Systems der sozialen Sicherung skizziert. Danach werden Konsequenzen für die deutsche wohlfahrtstaatliche Konzeption des Zusammenhangs von Beschäftigung und Wohlfahrt aufgeführt und im abschließenden Ausblick politische Perspektiven - auch für Gewerkschaften - angeregt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Employee attitudes, earnings and fixed-term contracts: international evidence (2005)
Zitatform
Brown, Sarah & John G. Sessions (2005): Employee attitudes, earnings and fixed-term contracts. International evidence. In: Review of world economics, Jg. 141, H. 2, S. 296-317. DOI:10.1007/s10290-005-0029-5
Abstract
Das Verhältnis zwischen Einstellungen, Einkommen und der Laufzeit von Arbeitsverträgen wird anhand britischer und internationaler Daten untersucht. Es zeigt sich, dass befristete Verträge mit geringerem Einkommen verbunden sind. Dies wird als Indiz für eine Lohndiskriminierung von Arbeitskräften mit befristeten Verträgen betrachtet. Auch die Rolle der Bildung wird berücksichtigt, wobei dem Bildungsabschluss bei fest Angestellten eine stärkere Signalwirkung zukommt als bei befristet Beschäftigten. Unbefristete Verträge wirken sich auch auf die Einstellungen der Angestellten aus. Einerseits führen feste Verträge zu mehr Zufriedenheit und Sicherheit, andererseits zu stärkerer Arbeitsbelastung und Stress, was eventuell durch mehr Fehlzeiten zum Ausdruck kommt. (IAB)
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Part-time work in EU countries: labour market mobility, entry and exit (2005)
Buddelmeyer, Hielke; Mourre, Gilles; Ward, Melanie;Zitatform
Buddelmeyer, Hielke, Gilles Mourre & Melanie Ward (2005): Part-time work in EU countries. Labour market mobility, entry and exit. (IZA discussion paper 1550), Bonn, 47 S.
Abstract
"This paper looks at the role of part-time work in labour mobility for 11 European countries. We find some evidence of part-time work being used as a stepping stone into full-time employment, but for a small proportion of individuals (less than 5%). Part-time jobs are also found to be more frequently taken up as a means to enter the labour market than to leave it. Multinomial logit regression of the determinants of part-time work reveals household composition, past labour market history and country of residence as very important for both men and women in their decision to work part time. Random effects regression controlling for individual heterogeneity, and the comparison of results for Europe and the US, reveals that a significantly higher proportion of female workers in Europe prefer inactivity and a significantly lower percentage prefer full-time, over part-time employment, than in the US, with considerable variation across EU countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Temporary agency work and precarious employment: a review of the current situation in Australia and New Zealand (2005)
Zitatform
Burgess, John, Julia Connell & Erling Rasmussen (2005): Temporary agency work and precarious employment. A review of the current situation in Australia and New Zealand. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 351-369.
Abstract
"This paper reviews three key issues associated with temporary agency work (referred to as agency work herewith) by drawing on Australian and New Zealand trends and experiences. First, the authors contend that it is surprising, in light of its high flexibility, that agency work constitutes a relatively small proportion of total employment in both countries. This article presents several reasons which can provide an explanation for employers' relatively limited use of agency employment. These reasons also show that agency work must be seen as part of the wider expansion of atypical employment arrangements. Second, the paradoxical mix of glamour and precariousness often associated with agency work is discussed. White labour flexibility is often associated with insecurity and precariousness, there are also advantageous forms of agency employment for all parties concerned. Consequently, this article provides an overview of recent research findings. It is evident from the research literature an agency work that there is either an emphasis on its precarious nature or on the individual preferences and choices of the temps themselves. In many countries, extensive regulatory arrangements exist that govern both the agency sector and the agency employment contract. This is not the case, however, in Australia and New Zealand and the effects of this unregulated approach are discussed as is the possibility of regulatory interventions that could be introduced at a future date." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Exits from temporary jobs in Europe: a competing risks analysis (2005)
Zitatform
D'Addio, Anna Cristina & Michael Rosholm (2005): Exits from temporary jobs in Europe. A competing risks analysis. In: Labour economics, Jg. 12, H. 4, S. 449-468. DOI:10.1016/j.labeco.2005.05.002
Abstract
"We study transitions out of temporary jobs using the waves 1994-1999 of the European Community Household Panel applying a discrete time duration model. Specifically, we use a multinomial logit model distinguishing between exits into permanent employment and non-employment. Two different specifications are presented, one does not account for unobserved heterogeneity while the other does. Unobserved heterogeneity is assumed to follow a discrete distribution. The competing risks model is estimated jointly for all EU Member States. The duration dependence parameters suggest that in general for EU as a whole, very short contracts provide higher chances of labour market exclusion especially for men. We discuss potential implications of our findings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Précarisation de l'emploi et représentation syndicale (2005)
Dufour, Christian; Fondeur, Yannick; Vincent, Catherine; Tuchszirer, Carole; Hege, Adelheid; Thomann, Bernard; Jolivet, Annie ; Pignoni, Maria Teresa; Lefresne, Florence; Wierinck, Marie; Meilland, Christele;Zitatform
Dufour, Christian, Yannick Fondeur, Adelheid Hege, Annie Jolivet, Florence Lefresne, Christele Meilland, Maria Teresa Pignoni, Bernard Thomann, Carole Tuchszirer, Catherine Vincent & Marie Wierinck (2005): Précarisation de l'emploi et représentation syndicale. In: Chronique Internationale de l'IRES H. 97, S. 1-142.
Abstract
Die Sonderausgabe der 'Chronique internationale de l'IRES' widmet sich dem Verhältnis von prekärer Beschäftigung und Gewerkschaftspolitik. Die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses, der Trend zur atypischen Beschäftigung und der Ausgleich zwischen Flexibilität und Sicherheit stellen neue Herausforderungen an gewerkschaftliche Politik dar. Neun Länderstudien werden durch zwei Überblicksartikel ergänzt, die sich Querschnittsfragen widmen. (IAB)
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Entsicherte Arbeitsgesellschaft: Politik der Entprekarisierung (2005)
Dörre, Klaus;Zitatform
Dörre, Klaus (2005): Entsicherte Arbeitsgesellschaft. Politik der Entprekarisierung. In: Widerspruch. Beiträge zu sozialistischer Politik, Jg. 25, H. 49, S. 5-18.
Abstract
Der Beitrag erläutert auf der Grundlage der Ergebnisse einer empirischen Studie im Rahmen des Projekts 'Prekäre Beschäftigung - Ursachen von sozialer Desintegration und Rechtsextremismus' die Gründe für die Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse. Als heuristische Folie dient die Castel'sche Zentralhypothese. Danach spalten sich die Lohnarbeitsgesellschaften in drei große Segmente. Die 'Zone der Entkoppelung' umfasst die von regulärer Erwerbsarbeit Ausgeschlossenen. Die oberen und mittleren Ränge der Arbeitsgesellschaft sind noch immer in einer 'Zone der Integration' mit formal gesicherten Normbeschäftigungsverhältnissen angesiedelt. Dazwischen expandiert eine 'Zone der Prekarität' mit heterogenen Beschäftigungsformen, die sich allesamt durch ihre Verwundbarkeit auszeichnen. Der Beitrag behandelt typische Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigung, den Bedeutungswandel von Erwerbsarbeit, die Unterschiede zwischen flexibler und prekärer Arbeit und die Integration in Subgesellschaften. Anschließend beschreibt der Autor die Politik der Prekarisierung und entwirft abschließend Gegenstrategien einer Politik der Entprekarisierung. Für eine solche Politik, die die Anerkennung prekärer Arbeits- und Lebensverhältnisse voraussetzt, gibt es aus seiner Sicht vier zentrale Ansatzpunkte, die im einzelnen erläutert werden: Offensive Beschäftigungspolitik, Mindestlohn, Organizing und Aktivitätsstatus. Der Autor fordert, dass sich eine Politik der Entprekarisierung als klar identifizierbare Alternative zu einer Aktivierungsideologie präsentieren muss, die das individuelle Verhalten der diskriminierten 'faulen Arbeitslosen' und 'Sozialparasiten' zum Angelpunkt für die Bekämpfung von Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit macht. (IAB)
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Prekarität - Eine arbeitspolitische Herausforderung (2005)
Dörre, Klaus;Zitatform
Dörre, Klaus (2005): Prekarität - Eine arbeitspolitische Herausforderung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 58, H. 5, S. 250-258.
Abstract
"Der Beitrag zielt auf die aktuelle arbeitspolitische Debatte. Er geht von der These aus, dass der Trend zur Prekarisierung der Erwerbsarbeit in dieser Debatte noch immer unterschätzt wird. Anhand einer aus empirischen Forschungen gewonnenen Typologie zeigt er, dass die Ausbreitung unsicherer Beschäftigungsverhältnisse zunehmend auch geschützte Stammbelegschaften diszipliniert. In der Konsequenz plädiert der Beitrag für eine Strategie der Entprekarisierung als Eckpfeiler eines neuen arbeitspolitischen Koordinatensystem auch der Gewerkschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Temporary contracts and employee effort (2005)
Zitatform
Engellandt, Axel & Regina T. Riphahn (2005): Temporary contracts and employee effort. In: Labour economics, Jg. 12, H. 3, S. 281-299. DOI:10.1016/j.labeco.2003.11.006
Abstract
Befristete Arbeitsverträge bieten für Arbeitgeber die Möglichkeit, die neuen Beschäftigten zu testen, gleichzeitig sind sie für die Beschäftigten ein Sprungbrett in unbefristete Beschäftigung. Aus beiden Gründen stellen befristete Arbeitsverträge für die Beschäftigten einen Anreiz dar, mehr als die Stammbelegschaft zu leisten. Hierzu werden Daten zu unbezahlten Überstunden und Fehlzeiten aus der Schweiz analysiert, die belegen, dass befristet Beschäftigte tatsächlich eine höhere Leistungsbereitschaft zeigen: mit 60 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit leisten sie unbezahlte Mehrarbeit. Der Einfluss unterschiedlicher Formen von Befristung, geschlechtsspezifische Unterschiede und die Relevanz endogener Selektion in befristete Beschäftigung werden untersucht. (IAB)
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Determinants of successful immigrant entrepreneurship in the Federal Republic of Germany (2005)
Zitatform
Fertala, Nikolinka (2005): Determinants of successful immigrant entrepreneurship in the Federal Republic of Germany. Tübingen, 258 S.
Abstract
"Obwohl der Migrationpolitik sowohl in der allgemeinen Diskussion als auch in der wissenschaftlichen Fachdebatte enorme Bedeutung zugesprochen wird, ist kaum etwas über den betriebswirtschaftlichen Erfolg von Immigranten-Unternehmern in Deutschland bekannt. Während die Selbständigenquote im Lande im internationalen Vergleich bereits eher gering ist, ist diese unter den Immigranten noch niedriger. Allerdings ist zu erwähnen, dass die unternehmerischen Aktivitäten von Immigranten eine dynamischere Entwicklung als diese der Deutschen aufweisen. Somit stellt sich berechtigt die Frage nach den Einflussfaktoren von Unternehmensgründungen durch Immigranten in Deutschland sowie auch nach den Erfolgsbedingungen solcher Gründungen nichts zuletzt angesichts der Hoffnung, welche die Arbeitsmarktpolitik auf eine zunehmende Selbständigkeit und Gründungsaktivität setzt. Die Dissertationsschrift erarbeitet verschiedene theoretische und empirische Modelle, um die sozioökonomischen Faktoren zu identifizieren, welche sich auf das Entscheidungskalkül eines Immigranten, selbständig zu sein oder nicht, auswirken. Darüber hinaus wird untersucht, ob Investitionen in Human- und Sozialkapital den betriebswirtschaftlichen Erfolg positiv beeinflussen, und wie sich die Zusammensetzung von Belegschaften innerhalb der Unternehmen auf deren Erfolg auswirkt. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen, signifikant die Wahrscheinlichkeit ein Unternehmen zu gründen, beeinflussen. Immigranten aus dem EU-Raum weisen im Vergleich zu Immigranten aus dem Nicht-EU-Raum eine deutlich höhere Neigung auf, eine selbständige Tätigkeit auszuüben. Abschließend wurde mit Hilfe des Hazard-Modells herausgefunden, dass die Überlebenschancen der Immigranten-Unternehmen um 1,24 Jahre kürzer als diese der deutschen Unternehmen sind. Diese Unterschiede sind branchen- und nationalspezifisch." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Was hat die Reform der Minijobs bewirkt?: Erfahrungen nach einem Jahr (2005)
Zitatform
Fertig, Michael, Jochen Kluve & Markus Scheuer (2005): Was hat die Reform der Minijobs bewirkt? Erfahrungen nach einem Jahr. (RWI-Schriften 77), Berlin: Duncker & Humblot, 143 S. DOI:10.3790/978-3-428-51798-5
Abstract
Die Untersuchung beinhaltet eine Analyse der Auswirkungen der "Hartz-Reformen" im Bereich der Minijobs. "Untersucht werden insbesondere die Quellen des Zuflusses in Minijobs nach der Reform sowie der Handlungsbedarf, der dadurch entsteht, dass Arbeitslose nicht im erwarteten Umfang derartige Beschäftigungsverhältnisse aufnehmen bzw. aus ihnen heraus in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wechseln.
Die Ergebnisse liefern ein gemischtes Bild: So wurde das Ziel, die Attraktivität geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse zu steigern, zwar erreicht, jedoch sind erhebliche Zweifel angebracht, ob Minijobs für Arbeitslose tatsächlich als Brücke in nicht-geringfügige Beschäftigung dienen können. Um diese Funktion zu stärken, wird der "Erweiterte Minijob für Arbeitslose" vorgestellt, der in bestimmten Fällen eine zeitlich befristete Erhöhung der Einkommensgrenze vorsieht, wobei gleichzeitig die Hinzuverdienstmöglichkeiten generöser gestaltet werden. Zur Abrundung werden die Arbeitsmarktwirkungen sowie die "Kosten" des Reformvorschlags abgeschätzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhaltsübersicht:
Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1. Institutioneller Hintergrund
2. Aufgabenstellung und Überblick über die Untersuchung
Erstes Kapitel: Literaturüberblick und theoretischer Hintergrund
1. Ziele der Neuregelung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse
2. Theoretischer Hintergrund
3. Ex ante-Evaluation
Zweites Kapitel: Der Niedriglohnsektor in Deutschland - ein statistisches Porträt
1. Das Sozio-Ökonomische Panel
2. Niedriglohnschwelle
3. Inzidenz der Niedriglohnbeschäftigung
4. Dynamik der Niedriglohnbeschäftigung
5. Determinanten der Niedriglohnbeschäftigung
Drittes Kapitel: Beschäftigte in Minijobs - Design und Ergebnisse der Befragung
1. Design und Durchführung der Erhebung
2. Repräsentativität der Stichprobe
3. Ergebnisse der Erhebung
Viertes Kapitel: Zwischenfazit und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
1. Zusammenfassung der Ergebnisse
2. Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
Fünftes Kapitel: Ein Reformvorschlag - der erweiterte Minijob für Arbeitslose
1. Finanzielle Anreize im Wohlfahrtssystem
2. Das kanadische SSP: Bestandteile und Resultate
3. Der erweiterte Minijob für ArbeitsloseÄhnliche Treffer
auch erschienen als: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung: Schriften, H. 77Weiterführende Informationen
Open Access, unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 verfügbar -
Literaturhinweis
Agency working in Britain: character, consequences and regulation (2005)
Zitatform
Forde, Chris & Gary Slater (2005): Agency working in Britain. Character, consequences and regulation. In: British Journal of Industrial Relations, Jg. 43, H. 2, S. 249-271. DOI:10.1111/j.1467-8543.2005.00354.x
Abstract
"Debate over the nature of temporary agency work has intensified in recent times, spurred on by a proposed European directive and by speculation about links with the much heralded 'knowledge' economy. This paper examines the debate, focusing on the current character of agency work in Britain. Using data from the Labour Force Survey (LFS), we assess some of the claims commonly made about agency work, relating to the personal and employment characteristics of those engaged in such work, the motives of agency workers and the prospects for those who take up agency jobs. In considering the arguments surrounding regulatory change, we find there is a strong case for regulation, but that this rests on the continued disadvantage associated with agency work, with little evidence of an impact from the purported 'knowledge' economy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
New modes of business organization and precarious employment: towards the recommodification of labour? (2005)
Zitatform
Frade, Carlos & Isabelle Darmon (2005): New modes of business organization and precarious employment. Towards the recommodification of labour? In: Journal of European social policy, Jg. 15, H. 2, S. 107-121.
Abstract
"While much of the international debate on the future of work focuses on the links between new forms of employment and social protection, and especially on transitions between jobs, this paper addresses a still under-researched issue: the interconnections between employment regulations and business strategies in the production of precarious employment. It seeks to make a contribution to a new strand of research which has emerged in France, Britain and the United States and has cast light on the link between new modes of business organization and new forms of employment. The paper particularly highlights labour recommodification processes as the key instrument in this link and illustrates the dynamics at play in three service sectors known for a high incidence of precarious employment - call centres, performing arts, and domiciliary care for the elderly, in five European countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Betrieblicher Einsatz befristeter Beschäftigung (2005)
Zitatform
Fritsch, Anja & Thorsten Schank (2005): Betrieblicher Einsatz befristeter Beschäftigung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 9, S. 211-220.
Abstract
"Auswertungen mit repräsentativen Daten des IAB-Betriebspanels von 1996 bis 2002 zeigen, dass durchschnittlich gut 13 Prozent der ostdeutschen und 10 Prozent der westdeutschen Betriebe befristet Beschäftigte einsetzen. Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen der Betriebsgröße und befristeter Beschäftigung. Werden jedoch nur die Betriebe einbezogen, die überhaupt befristet beschäftigen, so sinken die Befristungsanteile mit zunehmender Betriebsgröße. Die ökonometrische Analyse deutet darauf hin, dass auch nach Kontrolle betriebsspezifischer Merkmale die Größen- und Branchenstruktur einen entscheidenden Bestimmungsgrund von befristeter Beschäftigung darstellt. Die Ergebnisse liefern keinen Beleg dafür, dass sich Änderungen des kündigungsschutzrechtlichen Schwellenwertes auf das betriebliche Einstellungsverhalten von befristet Beschäftigten ausgewirkt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Trajectoires et identités dans les emplois précaires en Italie (2005)
Zitatform
Fullin, Giovanna (2005): Trajectoires et identités dans les emplois précaires en Italie. In: Formation Emploi H. 91, S. 123-135.
Abstract
"Die Berufssphäre stellt eine der Dimensionen dar, in denen Identitäten aufgebaut werden. Welche Auswirkungen können unsichere Beschäftigungsverhältnisse nun auf diese Identitätsbildung haben? Eine in Italien realisierte Untersuchung zeigt, dass sich die Verbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse in ambivalenter Weise auf die Identitätsbildung der Arbeitnehmer auswirkt. Lässt man die Unsicherheit des Arbeitsvertrages außer Acht, so können sich mit ihrer Arbeit zufriedene Arbeitnehmer damit identifizieren, während Arbeitnehmer, die eine Tätigkeit ausüben, die nicht ihren Erwartungen entspricht, diese Unsicherheit nutzen, um den Aufbau ihrer Identität auf später zu verschieben. Dieses abwartende Verhalten kann jedoch riskant sein, da dadurch die strategischen und vertraglichen Kapazitäten der Arbeitsnehmer gemindert werden können" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The dynamics of repeated temporary jobs (2005)
Gagliarducci, Stefano;Zitatform
Gagliarducci, Stefano (2005): The dynamics of repeated temporary jobs. In: Labour economics, Jg. 12, H. 4, S. 429-448. DOI:10.1016/j.labeco.2005.05.001
Abstract
"The path to a permanent job often implies a sequence of temporary contracts, sometimes including periods of unemployment. This has usually been disregarded in previous studies on the transition from temporary to permanent employment. To account for these transitions, I apply multiple-spell duration techniques to an Italian dataset. I find that the probability of moving from a temporary to a permanent job increases with the duration of the contract, but decreases with repeated temporary jobs and especially with interruptions. This suggests that it is not temporary employment per se but the intermittence associated with it that is detrimental to employment prospects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work?: an econometric analysis of two different schemes (2005)
Zitatform
Gerfin, Michael, Michael Lechner & Heidi Steiger (2005): Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work? An econometric analysis of two different schemes. In: Labour economics, Jg. 12, H. 6, S. 807-835. DOI:10.1016/j.labeco.2004.04.002
Abstract
Subventionierte Beschäftigungsmaßnahmen sind ein wichtiges Instrument aktiver Arbeitsmarktpolitik zur Verbesserung der Wiedereinstellungschancen von Arbeitslosen. Auf der Basis individueller Daten aus Verwaltungsakten werden die Auswirkungen zweier unterschiedlicher Modelle von subventionierter Zeitarbeit, die in der Schweiz eingeführt wurden, untersucht. Es handelt sich einmal um gemeinnützige Beschäftigungsprogramme (EP) und zum anderen um Zuschüsse für zeitlich befristete Arbeitsverträge in privaten und öffentlichen Unternehmen (TEMP). Ökonometrische Abgleichungsmethoden zeigen, dass TEMP erfolgreicher als EP in dem Bemühen ist, Arbeitslose zurück in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Wenn man vergleichsweise diejenigen heranzieht, die an gar keinem Programm teilnehmen, dann sind EP und TEMP ineffizient für Arbeitslose, die leicht und überall eine Anstellung finden und deren Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer ist. Für potentielle und tatsächliche Langzeitarbeitslose können beide Programme positive Effekte haben, aber der Effekt von TEMP ist größer. (IAB)
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Work in the e-society: freelancing in new media. A response to Henninger and Gottschall (2005)
Gill, Rosalind;Zitatform
Gill, Rosalind (2005): Work in the e-society. Freelancing in new media. A response to Henninger and Gottschall. In: Journal für Psychologie, Jg. 13, H. 1/2, S. 21-28.
Abstract
"Vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen zu veränderten Arbeitsbedingungen in der E-Society geht dieser Beitrag auf die Arbeit von Gottschall und Henninger ein, die die aktuelle Debatte um solide empirische Befunde erweitert. Dieser Beitrag setzt sich kritisch mit der Arbeit auseinander und beleuchtet vor allem drei Aspekte. Diese betreffen die methodologischen und epistemologischen Grundannahmen der Forschung, die Entstehung neuer Formen von Ungleichheit sowie ein als 'Post-Feminismusproblem' neu identifiziertes Problemfeld." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Freelancer in den Kultur- und Medienberufen: freiberuflich, aber nicht frei schwebend (2005)
Zitatform
Gottschall, Karin & Annette Henninger (2005): Freelancer in den Kultur- und Medienberufen. Freiberuflich, aber nicht frei schwebend. In: N. Mayer-Ahuja & H. Wolf (Hrsg.) (2005): Entfesselte Arbeit - neue Bindungen : Grenzen der Entgrenzung in der Medien- und Kulturindustrie, S. 153-183.
Abstract
In den Berufsfeldern Webdesign, Softwareentwicklung und Journalismus wurde die Verknüpfung von Erwerbsarbeit und Privatleben bei Alleinselbstständigen untersucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, inwiefern an die Stelle traditioneller, auch geschlechtsspezifischer Fremdbindung im Hinblick auf Marktverhalten und Privatleben neue Formen der reflexiveren Selbstbindung treten. Im Rahmen der Untersuchung wurden 39 leitfadengestützte, berufsbiografische Interviews mit Alleinselbständigen geführt, die Einsichten in die Organisation von Erwerbsarbeit und Privatleben in der Alltags- und Lebenslaufperspektive eröffnen. Im Ergebnis stellen die Autoren eine hohes Maß an erwerbsbiografischer Kontinuität bei allen Untersuchungsgruppen fest. Den meisten Befragten gelingt eine nachhaltige Marktbehauptung sowie eine eigenständige Stabilisierung der Lebensführung. Die Alleinselbstständigen verfügen über ein komplexes Gefüge unterschiedlicher Bindungen, wie z.B. zu Kunden und Kollegen, die ständig gepflegt werden müssen. "Die Selbstbindung an den Beruf schafft eine hohes Maß an subjektiv empfundener Kontinuität auch über einen Wechsel der Erwerbsform hinaus. Private partnerschaftliche Arrangements unterstützten und fordern zugleich eine kontinuierliche Erwerbstätigkeit." (IAB2)
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Desintegration am Arbeitsmarkt?: eine empirische Analyse zur Stabilität von Erwerbsverläufen (2005)
Zitatform
Grunow, Daniela, Karin Kurz & Steffen Hillmert (2005): Desintegration am Arbeitsmarkt? Eine empirische Analyse zur Stabilität von Erwerbsverläufen. In: J. Berger (Hrsg.) (2005): Zerreißt das soziale Band? : Beiträge zu einer aktuellen gesellschaftspolitischen Debatte (Mannheimer Jahrbuch für Europäische Sozialforschung, 09), S. 143-170.
Abstract
Vor dem Hintergrund von Mobilitäts- und Arbeitslosigkeitshypothesen werden empirische Ergebnisse aus einer Längsschnittanalyse der Westdeutschen Lebensverlaufsstudie (Beschäftigungskarrieren westdeutscher Männer dreier Geburtskohorten von deren Arbeitsmarkteintritt bis zum 40. Lebensjahr) analysiert. Hauptanliegen der Untersuchung ist es dabei, Desintegrationstendenzen auf dem deutschen Arbeitsmarkt nachzuweisen. Wesentliche Annahmen bezüglich steigender Instabilität im Lebenslauf und der zunehmenden Herauslösung von Individuen aus traditionellen Mustern gesellschaftlicher Strukturierung lassen sich allerdings nicht oder nur teilweise bestätigen. Wie oft vermutet, hat sich in jüngster Zeit keineswegs eine Generation von Job-Hoppern gebildet; die Langfristigkeit der Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hat sich offenbar nicht prinzipiell verändert. Die typisch männliche Erwerbskarriere in Westdeutschland ist nach wie vor vom traditionellen Normalarbeitsverhältnis geprägt ist und die zwischenbetriebliche Mobilität männlicher Arbeitnehmer sich nicht erhöht hat. (IAB)
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Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit (2005)
Haak, Carroll;Zitatform
Haak, Carroll (2005): Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 4, S. 573-595.
Abstract
"Die Anzahl erwerbstätiger Künstler nimmt in Deutschland seit Jahrzehnten zu. Ein differenzierter Blick auf die Arbeitsmärkte von Künstlern verdeutlicht allerdings die Dimensionen, in denen sich dieses Wachstum bewegt. Im Kultursektor werden abhängige Beschäftigungsverhältnisse abgebaut, unbefristete Stellen werden zugunsten befristeter Beschäftigungsverhältnisse zurückgenommen. Insgesamt geht die abhängige Beschäftigung zugunsten der Selbständigkeit zurück. Im vorliegenden Beitrag wird die Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Musikern, darstellenden Künstlern und bildenden Künstlern auf der Basis einer Analyse von Individualdaten (Mikrozensus 2000) seit den achtziger Jahren nachgezeichnet. Dabei werden spezifische Charakteristika der Erwerbsformen, insbesondere der abhängigen Beschäftigungsverhältnisse sowie der Selbständigkeit, analysiert und diskutiert. An die deskriptive Datenanalyse schließen sich zwei logistische Regressionen an, anhand derer folgende Fragen beantwortet werden: Welche Faktoren determinieren die Erwerbsformen bei Künstlern? Welche sozialstrukturellen Merkmale beeinflussen das Befristungsrisiko bei den Beschäftigungsverhältnissen von Künstlern?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gleichbehandlung geringfügig Beschäftigter beim Entgelt (2005)
Hanau, Peter;Zitatform
Hanau, Peter (2005): Gleichbehandlung geringfügig Beschäftigter beim Entgelt. In: Der Betrieb, Jg. 58, H. 17, S. 946-948.
Abstract
"Minijobs gelten den Einen als Beschäftigungswunder, Anderen als Vernichter regulärer Arbeitsplätze. Der Beitrag zeigt, dass die Wirkung der Minijobs vor allem davon abhängt, ob die gebotene Gleichbehandlung mit vergleichbaren vollbeschäftigten Arbeitnehmern an deren Brutto- oder Nettoentgelt orientiert wird, und befürwortet die Orientierung am Bruttoentgelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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When non-standard work becomes precarious: insights from the New Zealand call centre industry (2005)
Hannif, Zeenobiyah; Lamm, Felicity;Zitatform
Hannif, Zeenobiyah & Felicity Lamm (2005): When non-standard work becomes precarious. Insights from the New Zealand call centre industry. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 324-350.
Abstract
"The issue of precarious employment has gained increasing currency over recent years, as OECD countries have shifted away from traditional standard employment models. Nevertheless, there has been little empirical research on the experiences of non-standard workers and the links that can be established with precarious work. This article attempts to address this gap by introducing precarious employment as a sub-set of non-standard work and highlighting its distinguishing features. The Tucker model is introduced as a useful bridge between non-standard work and precariousness, and is used as a framework for examining employment experiences within two New Zealand call centres. Initial observations indicate evidence of precariousness in both workplaces, although more severe in the case of the small, outsourced call centre. In-depth analysis suggests precariousness varies depending on the nature of the employment arrangement and questions are put forth about the applicability of the 'Tucker' model to the call centre context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Welfare to temporary work: implications for labor market outcomes (2005)
Zitatform
Heinrich, Carolyn J., Peter R. Mueser & Kenneth R. Troske (2005): Welfare to temporary work. Implications for labor market outcomes. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 87, H. 1, S. 154-173. DOI:10.1162/0034653053327667
Abstract
"We explore the effects of temporary help employment on welfare recipients' subsequent employment and welfare dynamics. We find that any employment -in temporary help services or other sectors - yields substantial benefits compared to no employment. Although welfare recipients who go to work for temporary help service firms have lower initial wages than those with jobs in other sectors, they experience faster subsequent wage growth. Two years later, they are no less likely to be employed, their wages are close to those of other workers, and they are only slightly more likely to remain on welfare." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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