Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Arbeitszeitpolitik
- Arbeitszeitentwicklung
- Arbeitszeit aus Sicht der Beschäftigten
-
Arbeitszeitgestaltung
- gleitende Arbeitszeit
- Vertrauensarbeitszeit
- Arbeitszeitkonten
- Schichtmodelle, Wochenendarbeit
- Langzeiturlaub, Blockfreizeit
- Arbeit auf Abruf, KAPOVAZ
- Bereitschaftsdienst
- Job Sharing, Teilzeit, Altersteilzeit
- Telearbeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung, Elternzeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- Alter
- Geschlecht
- geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
Industriebeschäftigte in hochflexiblen Arbeitszeitarrangements: Nutzbarkeit und Nutzung zeitlicher Gestaltungsspielräume (2001)
Zitatform
Promberger, Markus (2001): Industriebeschäftigte in hochflexiblen Arbeitszeitarrangements. Nutzbarkeit und Nutzung zeitlicher Gestaltungsspielräume. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 54, H. 10, S. 626-631.
Abstract
"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob die in vielen hochflexiblen Arbeitszeitregelungen vorgesehenen Gestaltungsspielräume gerade auch für Produktionsbeschäftigte im betrieblichen Alltag überhaupt nutzbar sind und ob sie genutzt werden. Als wesentliche Bedingungen lassen sich konjunkturelle Faktoren, aber auch Arbeitsorganisation, technische Strukturen des Produktionsprozesses, sowie abteilungs- und gruppenspezifische Nutzungskulturen ausmachen. Trotz teilweise vorfindlicher starker Restriktionen nutzen erstaunlich viele Beschäftigte diese Möglichkeiten, die ihnen nicht nur einen Zugewinn an persönlicher Freiheit bringen, sondern auch die bessere Abstimmung familialer und beruflicher Zeitanforderungen gestatten können. In der Begrenzung des unternehmerischen Zugriffs auf die persönlichen Arbeitszeiten liegt eine wesentliche Gestaltungsaufgabe für Betriebsräte in hochflexiblen Arbeitszeitarrangements." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexible employment practices in Europe: country versus culture (2001)
Zitatform
Raghuram, Sumita, Manuel London & Henrik Holt Larsen (2001): Flexible employment practices in Europe. Country versus culture. In: The international journal of human resource management, Jg. 12, H. 5, S. 738-753.
Abstract
Die Autoren vergleichen die Personalpraxis von Unternehmen aus 14 Ländern zu flexibler Beschäftigung. (IAB)
-
Literaturhinweis
Attraktive Teilzeitarbeit schafft neue Arbeitsplätze (2001)
Reinecke, Karsten; Mehlis, Peter;Zitatform
Reinecke, Karsten & Peter Mehlis (2001): Attraktive Teilzeitarbeit schafft neue Arbeitsplätze. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 54, H. 10, S. 622-625.
Abstract
"Der Beitrag referiert Zwischenergebnisse eines Forschungsprojekts, das sich mit den Auswirkungen des 'Tarifvertrags zur Beschäftigungsförderung in der niedersächsischen Metall- und Elektro-Industrie' befasst. Im Rahmen des Tarifvertrags können ArbeitnehmerInnen ihre Arbeitszeit freiwillig verkürzen und damit Erwerbslosen einen Arbeitsplatz verschaffen. Zunächst werden die Beschäftigungseffekte des Tarifvertrags untersucht. Dabei wird deutlich, dass nur ein kleiner Teil der an Teilzeitarbeit Interessierten die Option der Arbeitszeitverkürzung wahrnehmen konnte. Im Zentrum der Analyse stehen dann die Motive der Beschäftigten, ihre Arbeitszeit freiwillig zu reduzieren: Frauen erhoffen sich eine bessere Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Haus- und Familienarbeiten, während Männer vor allem am Freizeitgewinn interessiert sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeit und Reproduktionsarbeit: Zusammenhänge und Wechselwirkungen am Beispiel der Teilzeitarbeit (2001)
Rüling, Anneli;Zitatform
Rüling, Anneli (2001): Arbeitszeit und Reproduktionsarbeit. Zusammenhänge und Wechselwirkungen am Beispiel der Teilzeitarbeit. (Veröffentlichungsreihe der Querschnittsgruppe Arbeit & Ökologie beim Präsidenten des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 01-505), Berlin, 81 S.
Abstract
"In diesem Diskussionspapier wird untersucht, ob sich durch die Flexibilisierung der Arbeitszeit Potentiale für mehr Geschlechtergerechtigkeit ergeben. Als normatives Konzept werden Prinzipien der Geschlechtergerechtigkeit von Nancy Fraser herangezogen, die eine Umverteilung von Reproduktionsarbeit zwischen den Geschlechtern fordert. Ausgehend von Frasers Ansatz werden Kriterien für geschlechtergerechte Arbeitszeiten entwickelt. Teilzeitarbeit wird häufig als eine flexible Arbeitszeitform diskutiert, die eine Kombination von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit ermöglicht und daher Potentiale für mehr Geschlechtergerechtigkeit eröffnen könnte. Um dies zu überprüfen wird anhand der Kriterien der Geschlechtergerechtigkeit die aktuelle Entwicklung der Teilzeitarbeit in Deutschland analysiert. In der Regel führt Teilzeitarbeit nicht zu einer Umverteilung von Reproduktionsarbeit zwischen den Geschlechtern. Sie wird hauptsächlich von Frauen "in der Kinderphase" ausgeübt und bestätigt somit die Verantwortlichkeit der Frauen für die Reproduktionsarbeit. Darüber hinaus sind die Auswirkungen auf die weibliche Erwerbsbiographie ambivalent; häufig führt Teilzeitarbeit zu beruflichem Abstieg und mangelnder sozialer Sicherung. Die wenigen Männer, die Teilzeit arbeiten, tun dies meist nicht aus familiären Gründen, sondern zu Beginn und Ende der Berufsbiographie. Schließlich werden Vorschläge für eine politische Regulierung der Teilzeitarbeit und für eine umfassende Zeitpolitik gemacht, die zu mehr Geschlechtergerechtigkeit führen könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Auswirkungen von Normalarbeitszeitverkürzungen auf die Löhne: Ergebnisse vom IAB-Betriebspanel (2001)
Zitatform
Schank, Thorsten (2001): Auswirkungen von Normalarbeitszeitverkürzungen auf die Löhne. Ergebnisse vom IAB-Betriebspanel. In: L. Bellmann, K. Gerlach, O. Hübler & W. Meyer (Hrsg.) (2001): Beschäftigungseffekte betrieblicher Arbeitszeitgestaltung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 251), S. 33-71.
Abstract
"In dem Beitrag wird mit dem IAB-Betriebspanel die Auswirkung einer Normalarbeitszeitverkürzung auf die Löhne untersucht. Insbesondere wird geprüft, ob sich die Lohnanpassungen zwischen Betrieben ohne Tarifbindung, Betrieben mit einem Branchentarifvertrag und Betrieben mit einem (zwischen dem Betrieb und den Gewerkschaften geschlossenen) Firmentarifvertrag unterscheiden. Lohnregressionen ergeben einen vollen Lohnausgleich für Betriebe mit Tarifbindung, sowohl auf Branchen- als auch auf Firmenebene, d.h. das monatliche Einkommen bleibt nach einer Verkürzung der Normalarbeitszeit konstant. Dies entspricht nicht den theoretischen Erwartungen, dass gewerkschaftliche Lohnforderungen auf Firmenebene moderater ausfallen, wie in dem viel zitierten Papier von Calmfors & Driffill (1998) argumentiert wird. Die geschätzten Lohnanpassungen sind geringer in Betrieben ohne tarifliche Bindung, bei denen die Löhne zwar steigen, aber nicht genug, um das monatliche Einkommen konstant zu halten. Das Ansteigen der Stundenlöhne hat eine negative Rückwirkung auf die Arbeitsnachfrage und muss bei der Beurteilung des Beschäftigungserfolges einer Arbeitszeitreduzierung berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vertrauensarbeitszeit und arbeitszeitrechtliche Aufzeichnungspflicht nach § 16 II ArbZG (2001)
Zitatform
Schlottfeldt, Christian & Andreas Hoff (2001): Vertrauensarbeitszeit und arbeitszeitrechtliche Aufzeichnungspflicht nach § 16 II ArbZG. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 18, H. 10, S. 530-533.
Abstract
"Die für die Praxis bedeutsame Frage der Aufzeichnungspflicht von Überstunden ist Gegenstand der Erörterungen. Die Verfasser hinterfragen dabei kritisch die Regelungen des Arbeitszeitgesetzes, die auf europarechtlichen Vorgaben beruhen und machen sodann praxisgerechte Vorschläge für den Umgang mit § 16 II ArbZG." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wandel zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft fördert Ausweitung der Sonntagsarbeit (2001)
Zitatform
Schupp, Jürgen (2001): Wandel zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft fördert Ausweitung der Sonntagsarbeit. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 68, H. 27, S. 410-419.
Abstract
Auf der Grundlage von Daten des deutschen Mikrozensus, der EU-Arbeitskräftestichprobe und des sozio-ökonomischen Panels wird in dem Beitrag die Entwicklung der Sonntagsarbeit und die Zufriedenheit der sonntags Arbeitenden untersucht. "Deutschland rangiert bei der Sonntagsarbeit nach wie vor im unteren Drittel aller EU-Staaten. Die Zahl der Erwerbstätigen, die hier sonntags arbeiten, steigt aber seit Jahren ständig. Es ist wahrscheinlich, dass sich dies fortsetzen wird. Vor allem kulturelle und personenbezogene Dienstleistungen werden zunehmend auch sonntags angeboten und in Anspruch genommen. Dadurch entstehen neue Arbeitsplätze. Wenn die Koordination von Freizeit innerhalb eines Sieben-Tage-Intervalls für die meisten Menschen sichergestellt werden soll, darf die Sonntagsarbeit nicht überhand nehmen. Andererseits ist bei künftigen Regelungen zu berücksichtigen, dass - wie die Befragungen zeigen - gelegentlich sonntags Arbeitende im Durchschnitt sogar seltener unzufrieden sind als Erwerbstätige ganz ohne Sonntagsarbeit." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Zeitkonten: Von der Normalarbeitszeit zu kontrollierter Flexibilität (2001)
Seifert, Hartmut;Zitatform
Seifert, Hartmut (2001): Zeitkonten: Von der Normalarbeitszeit zu kontrollierter Flexibilität. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 54, H. 2, S. 84-91.
Abstract
"Der Beitrag befasst sich mit Arbeitzeitkonten. Gestützt auf die repräsentative Befragung von Betriebs- und Personalräten lässt sich empirisch zeigen, welchen Spielraum die rasche Ausbreitung von Arbeitszeitkonten geschaffen hat, um die Arbeitszeit variabel verteilen zu können. Bislang dominieren kurzfristige Zeitkonten mit moderaten Flexibilisierungsmöglichkeiten. Sie bieten den Betrieben neue Ansätze zur Rationalisierung des Arbeitseinsatzes und der Kostenreduktion. Aber auch die Beschäftigten können von den Zeitkonten profitieren und sie dazu nutzen, betriebliche und außerbetriebliche Zeitanforderungen besser aufeinander abzustimmen. Problematisch ist der bei zahlreichen Konten zu beobachtende ersatzlose Verfall von Zeitguthaben, der die Arbeitszeiten verlängert und den Beschäftigten Einkommensbestandteile vorenthält." (Autorenreferat, IAB-DOku)
-
Literaturhinweis
Lernzeitkonten für lebenslanges Lernen (2001)
Seifert, Hartmut;Zitatform
Seifert, Hartmut (2001): Lernzeitkonten für lebenslanges Lernen. (Gesprächskreis Arbeit und Soziales), Bonn, 47 S.
Abstract
"Für die zukünftige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft spielen die Qualifikationen der Beschäftigten eine entscheidende Rolle. Alle fünf Jahre verdoppelt sich in der Wissensgesellschaft der Wissensbestand. Eine gute Ausbildung reicht heute nicht mehr aus, um im Berufsleben zu bestehen. Lebensbegleitendes Lernen ist gefragt. Unternehmen geben für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter/innen hohe Summen aus. Viele Beschäftigte ergreifen von sich aus die Initiative und investieren Zeit und Geld, um sich weiterzubilden. Auch die Arbeitsverwaltung fördert die Qualifizierung von Arbeitslosen, um ihre Chancen bei der Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbessern oder um Arbeitslosigkeit gar nicht erst eintreten zu lassen. Die Sozialpartner und die Politik haben im Rahmen des Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit diesem Thema große Bedeutung beigemessen. Es fehlt aber bisher an Konzepten und flächendeckenden Angeboten, um die Anforderungen, die sich aus dem wachsenden Bedarf und den gestiegenen Ansprüchen an die Weiterbildung ergeben, umzusetzen. Mit der hier vorgelegten Expertise möchten wir einen Vorschlag für die zukünftige Ausgestaltung von Lernzeitkonten, einem Baustein für ein Konzept des lebenslangen Lernens, zur Diskussion stellen. Es knüpft an bestehende Ansprüche auf Weiterbildungszeiten an und zeigt, wie in Verbindung mit Arbeitszeitkonten solche Lernzeitkonten gestaltet werden können. Die Expertise stellt unterschiedliche Modelle von Lernzeitkonten vor und zeigt Wege zu ihrer Umsetzung auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Sabbatical und Langzeiturlaub: befristeter Ausstieg - Einstieg in mehr Lebensqualität? (2001)
Siemers, Barbara;Zitatform
Siemers, Barbara (2001): Sabbatical und Langzeiturlaub. Befristeter Ausstieg - Einstieg in mehr Lebensqualität? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 54, H. 10, S. 616-621.
Abstract
"Die Auswirkungen verbindlicher Arbeitszeitflexibilisierung auf die alltägliche Lebensführung sind, u.a. intensiv am Beispiel des VW-Modells der 28,8 Stunden-Woche, wissenschaftlich gut ausgeleuchtet. Wie aber gehen Beschäftigte mit optionalen Arbeitszeitmodellen um, die zudem in der Form geblockter Freizeiten die Grenzen des Berufsalltags überschreiten? Insbesondere den Fragen individueller Gestaltungsmöglichkeiten und Arrangements der NutzerInnen von Langzeitfreistellungen widmet sich derzeit eine qualitative empirische Studie der Universität Bremen. Der Beitrag stellt Teilergebnisse aus der noch laufenden Untersuchung vor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
How working time changes affect wages and employment (2001)
Zitatform
Simmons, Robert (2001): How working time changes affect wages and employment. In: L. Bellmann, K. Gerlach, O. Hübler & W. Meyer (Hrsg.) (2001): Beschäftigungseffekte betrieblicher Arbeitszeitgestaltung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 251), S. 1-31.
Abstract
"Der Beitrag bietet eine Synthese an von Modellen, in denen ein Betrieb und eine Gewerkschaft über die Löhne und die Arbeitszeit verhandeln, und erörtert, wie die Löhne und die Beschäftigung auf Änderungen in der Normalarbeitszeit reagieren. Die Zusammenstellung legt einige Probleme offen, die angesprochen werden müssen, sofern die Nachfrageseite der Arbeitszeittheorie mit der Empirie in Übereinstimmung gebracht werden soll. Unter diesen ist an zentraler Stelle das eindeutige empirische Ergebnis, dass die tatsächliche Arbeitszeit und die Normalarbeitszeit miteinander positiv korreliert sind, mit einer Elastizität nahe eins. Es wird gezeigt, wie eine Reihe von Verhandlungsmodellen zwischen Betrieben und Gewerkschaften zur Bestimmung von Lohn- und Beschäftigungsreaktionen auf Änderungen der Normalarbeitszeit herangezogen werden können, wobei auch auf die Konsistenz von diesen Modellen mit einigen stilisierten Fakten hingewiesen wird. Ebenfalls betrachtet wird das Potenzial von Betriebspaneldaten - wie beispielsweise dem IAB-Betriebspanel - zur Schätzung der Nachfrage nach Stunden und Beschäftigten, wenn Verhandlungen zwischen Betrieben und Gewerkschaften bedeutend sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Neue Zeiten - neue Gewerkschaften: auf der Suche nach einer neuen Zeitpolitik (2001)
Steinrücke, Margareta; Mückenberger, Ulrich; Raasch, Sibylle; Hildebrandt, Eckart; Spitzley, Helmut;Zitatform
Steinrücke, Margareta, Helmut Spitzley, Sibylle Raasch, Ulrich Mückenberger & Eckart Hildebrandt (Hrsg.) (2001): Neue Zeiten - neue Gewerkschaften. Auf der Suche nach einer neuen Zeitpolitik. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 33), Berlin: Edition Sigma, 347 S.
Abstract
"In der Arbeitszeitpolitik wird so deutlich wie in kaum einem anderen Politikfeld, wie sehr sich die gesellschaftlichen Grundlagen für erfolgsversprechende Gewerkschaftspolitik gewandelt haben. Es ist längst klar, dass kollektive Arbeitszeitverkürzungen mit Lohnausgleich und der Beibehaltung traditioneller Rhythmen kein vertretbares Ziel mehr sein können: Ihm stehen einerseits veränderte Strategien der Nutzung von Arbeitskraft durch die Unternehmen entgegen, andererseits aber auch Arbeitnehmer-Interessen sowohl an Beschäftigungssicherung durch Arbeitsumverteilung als auch im Hinblick auf individuelle Zeitwünsche, die nach Alter, Geschlecht, Ausbildung, Lebensform und beruflichen Status deutlich differieren. Zeitpolitik wird so zu einer zentralen Herausforderung an die Lernfähigkeit traditioneller Interessenvertretungen. Aber überfordert sie nicht die inhaltlichen und organisatorischen Kapazitäten der Gewerkschaften? Andererseits - könnte nicht gewerkschaftliches Organisationslernen Selbstblockaden lösen und die Attraktivität gerade für unzureichend vertretende Mitgliedergruppen erhöhen? Dieser Sammelband präsentiert Analysen und Erfahrungen gewerkschaftlicher Zeitpolitik und diskutiert Vorschläge und Strategien für die Zukunft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Bildungskarenz - ein innovatives arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Erhöhung der Lebens- und Arbeitszufriedenheit? (2001)
Stelzer-Orthofer, Christine; Fichtner, Marietta;Zitatform
Stelzer-Orthofer, Christine & Marietta Fichtner (2001): Bildungskarenz - ein innovatives arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Erhöhung der Lebens- und Arbeitszufriedenheit? In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 24, H. 2, S. 23-43.
Abstract
"Mit der Novellierung des Arbeitslosenversicherungsrechts sowie den notwendigen Adaptierungen im Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz mit 1. Jänner 1998 wurden auch in Österreich Möglichkeiten für einen individuellen, temporären Verzicht von Erwerbsarbeit geschaffen: das Solidaritätsprämienmodell, die Freistellung gegen Entfall des Arbeitsgelts sowie die Bildungskarenz. Während die Inanspruchnahme der beiden erstgenannten Varianten hinter den Erwartungen zurückbleibt, wird die Bildungskarenzierung, die eine betriebliche Auszeit zwischen drei und zwölf Monaten für den Besuch von Weiterbildungsmaßnahmen ermöglicht, mittlerweile vergleichsweise rege genutzt. Im Jahr 2000 haben österreichweit mehr als 8500 Personen Bildungskarenz in Anspruch genommen. Ungeachtet dessen, dass Bildungskarenz mehr zeitliche Souveränität hinsichtlich persönlicher und beruflicher Qualifikationsziele ermöglicht, wird von KritikerInnen befürchtet, dass eine längere betriebliche Absenz auch zu Dequalifikation, allenfalls zum Verlust des Arbeitsplatzes führen kann. Im Rahmen einer postalischen Befragung wurde daher erhoben, ob die individuellen Ziele durch die Bildungskarenz erreicht werden konnten sowie ob und wie sich die Lebens- und Arbeitssituation nach der Inanspruchnahme von Bildungskarenz verändert hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Does the statutory overtime premium discourage long workweeks? (2001)
Zitatform
Trejo, Stephen J. (2001): Does the statutory overtime premium discourage long workweeks? (IZA discussion paper 373), Bonn, 34 S., Anhang.
Abstract
In dem Beitrag wird anhand jährlicher Erhebungen in den USA untersucht, inwieweit gesetzliche Regelungen der Überstundenbezahlung die Wochenarbeitszeit beeinflussen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungswirksame Arbeitszeitmodelle (2001)
Ulich, Eberhard;Zitatform
Ulich, Eberhard (Hrsg.) (2001): Beschäftigungswirksame Arbeitszeitmodelle. (Mensch, Technik, Organisation 29), Zürich: Vdf Hochschulverlag, 376 S.
Abstract
"Das Buch beschäftigt sich mit Arbeitszeitmodellen, deren Ziel es ist, die Entlassung von Beschäftigten zu vermeiden bzw. zusätzliche Einstellungen zu ermöglichen. Beispiele aus Deutschland, Dänemark, Frankreich sowie aus der Schweiz und den Niederlanden belegen mögliche positive Beschäftigungswirkungen verschiedener Modelle und zeigen gleichzeitig, dass dies auch mit positiven Auswirkungen auf andere Lebensbereiche verbunden sein kann. In diesem Zusammenhang spielt auch die Teilbarkeit von Führungsaufgaben, die in mehreren Beiträgen behandelt wird, eine bedeutsame Rolle. Interessant ist schliesslich, dass solche beschäftigungswirksamen Arbeitszeitmodelle im Sinne eines Personalmarketing inzwischen auch dazu benutzt werden, attraktivere Arbeitsbedingungen zu schaffen." Inhalt: Eberhard Ulich: Arbeitszeit und Beschäftigung - Vergangenheit und mögliche Zukunft (5-21); Marinanne Resch: Kürzen arbeiten - anders leben? (23-40); Kerstin Jürgerns: Volkswagen - Exportschlager in Sachen Arbeitszeit? (41-63); Axel Kohfeldt, Hubert Resch, Helmut Spitzley: Beschäftigungsbrücken zwischen Alt und Jung als Positiv-Summen-Spiel (65-74); Johannes Stange: Teilzeit, damit Arbeitslose Arbeit finden (75-85); Sandra Peter, Nathalie Portmann, Eberhard Ulich: Beschäftigungswirksame Arbeitszeitmodelle - Evaluation des Solidaritätsmodells bei der Post (87-107); Mirko Degener: Beschäftigungswirksame Arbeitszeitgestaltung mit Weiterbildungskomponente in einem schweizerischen Unternehmen der Baubranche (109-127); Sandra Peter, Oliver Strohm: Beschäftigungswirksame Arbeitszeitmodelle - Erfahrungen aus dem Gesundheitsbereich (129-164); Herrad Höcker: Arbeitsumverteilung, Qualifizierung, Organisaitonsentwicklung und Jobrotation in Dänemark (165-211); Uwe Becker: Ein liberal-korporatistisches Musterland? Beschäftigungs- und Sozialstaatsentwicklung in den Niederlanden (213-250); Heinz Schüpach, Martina Zölch, Katrin Soll: Arbeitszeitverkürzung und Arbeitszeitgestaltung - Gesetzliche Rahmenbedingungen und betriebliche Projekte in Frankreich (251-285); Jürg Baillod: Teilzeitarbeit und Job Sharing in Führungspositionen (287-330); Frauke Melchers, Martina Zölch: Fühjrungskräfte in Teilzeitarbeit: Beweggründe, Arbeitsorganisation, Kommunikation (331-351): Nathalie Portmann, Corina Stofer: Topsharing in Schweizer Institutionen (353-376). (IAB2)
-
Literaturhinweis
Zeitnutzung und Zeitknappheit im mittleren Management (2001)
Vedder, Günther;Zitatform
Vedder, Günther (2001): Zeitnutzung und Zeitknappheit im mittleren Management. (Personalwirtschaftliche Schriften 18), München u.a.: Hampp, 279 S.
Abstract
"Wie gehen mittlere Führungskräfte mit ihrer Zeit um. Dieser Frage geht das Buch auf der Grundlage von 35 Fallstudien aus einem großen Industrieunternehmen nach. Es wird herausgearbeitet, welche positiven bzw. negativen Folgen aus dem Zeitdruck in Unternehmen resultieren und wie die mittleren Führungskräfte besser mit den Konsequenzen fertig werden können. Der empirische Teil der Arbeit basiert auf Ausführungen zur Entwicklung der kapitalistischen Zeitkultur, zur Entstehung von Zeitknappheit, zur Zeitallokationstheorie, zu systemischen Zeitanalysen und zu den allgemeinen Arbeitsbedingungen von Führungskräften." (Autorenreferat, IAB-DOku)
-
Literaturhinweis
Erfolgreiche Beschäftigungspolitik in Frankreich (2001)
Volz, Joachim;Zitatform
Volz, Joachim (2001): Erfolgreiche Beschäftigungspolitik in Frankreich. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 68, H. 40, S. 613-618.
Abstract
"Seit Mitte der 90er Jahre konnte die Arbeitslosigkeit in Frankreich stark gesenkt werden. Die standardisierte Arbeitslosenquote lag zuletzt mit 8,5 % nur noch geringfügig über derjenigen Deutschlands und des Europaraumes. Gleichzeitig ist die Beschäftigung rascher als in Deutschland gestiegen. Die gegenwärtige Konjunkturflaute bremst zwar den weiteren Fortschritt auf dem Arbeitsmarkt auch in Frankreich. Die Kombination von Wachstums-, Arbeitsmarkt- und Arbeitszeitverkürzungspolitik ist dort aber durchaus geeignet, nach Überwindung der konjunkturellen Schwäche an die beschäftigungspolitischen Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen." (Autorenreferat, IAB-doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitsouveränität in Dienstleistungstätigkeiten: eine Betrachtung aus transaktionskostentheoretischer Sicht (2001)
Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Voss-Dahm, Dorothea (2001): Arbeitszeitsouveränität in Dienstleistungstätigkeiten. Eine Betrachtung aus transaktionskostentheoretischer Sicht. In: L. Bellmann, H. Minssen & P. Wagner (Hrsg.) (2001): Personalwirtschaft und Organisationskonzepte moderner Betriebe : IAB-Kontaktseminar vom 11. bis 15.12.2000 am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 252), S. 15-32.
Abstract
"Dienstleistungarbeit, die Kunden in den Arbeitsprozess einbezieht, stellt Unternehmen vor ein Informations- und Kotrolldilemma. Dieses Dilemma entsteht dadurch, dass die Unternehmen nicht mehr aktiv an der Produktion mitwirken, sondern die Dienstleistung durch Interaktion zwischen Kunden und Beschäftigten hergestellt wird. Unternehmen entstehen aufgrund des Informations- und Kontrolldilemmas hohe Transaktionskosten, wenn die zeitliche Koordination von Arbeitszeit und Nachfrage nach Dienstleistungen durch einen verstärkten hierarchischen Durchgriff auf die Beschäftigten bewältigt wird. Die Einführung von 'Arbeitszeitsouveränität' dagegen stellt eine kostengünstigere Lösung des Dilemmas dar, was hier am Beispiel der IT-Branche und des Einzelhandels veranschaulicht wird. Es wird deutlich, dass 'Arbeitszeitsouveränität' in eine nunmehr trilaterale Kontrollbeziehung zwischen Unternehmen, Beschäftigten und Kunden eingebettet ist, die die bilaterale Kontrollbeziehung zwischen Unternehmen und Beschäftigten ablöst. Das Konzept 'Arbeitszeitsouveränität' ist eng verbunden mit einer Arbeitsorganisation, die auf die Nutzung der Fähigkeiten von Beschäftigten zur Selbstorganisation setzt. Die Einführung von 'Arbeitszeitsouveränität' durch die Unternehmen zielt daher auf die Entfaltung des Produktivitätspotenzials, welches in der Selbstorganisation von Arbeitsabläufen durch die Beschäftigten liegt. Doch weil die Beschäftigten nun stärker als vor der Einführung von 'Arbeitszeitsouveränität' mit den Rahmenbedingungen der Arbeit konfrontiert werden, ergeben sich neue Probleme und Fragen für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Der Betrieb als Politikarena: ein Vergleich arbeitszeitpolitischer Entscheidungsprozesse in deutschen, luxemburgischen und britischen Banken (2001)
Wienecke, Susanne;Zitatform
Wienecke, Susanne (2001): Der Betrieb als Politikarena. Ein Vergleich arbeitszeitpolitischer Entscheidungsprozesse in deutschen, luxemburgischen und britischen Banken. (International vergleichende Schriften zur Personalökonomie und Arbeitspolitik 11), München u.a.: Hampp, 249 S.
Abstract
"Um Fragen nach dem Einfluss unterschiedlicher nationaler Systemen der Arbeitsbeziehungen auf die betriebliche Arbeitszeitpolitik zu beantworten, hat die Autorin den Betrieb als Politikarena definiert, in der Institutionen der Arbeitsbeziehungen die Handlungsspielräume der betrieblichen Akteure festlegen. Durch die Verbindung eines institutionentheoretischen Ansatzes mit einer akteurorientierten Perspektive wird das Verhalten der Akteure im arbeitszeitpolitischen Entscheidungsprozess transparent gemacht. Kern der Studie sind eigens erhobene Unternehmensdaten von 16 Banken in drei Ländern sowie Informationen der in denselben Banken tätigen Arbeitnehmervertretungen. Mit dieser international vergleichende Politikanalyse der Arbeitsbeziehungen werden für die Bankenbranche funktionale Äquivalente in den deutschen, luxemburgischen und britischen Arbeitsbeziehungen aufgedeckt. Damit fordert die Autorin stereotype Bilder von nationalen Arbeitsbeziehungen heraus. Sie zeigt, dass der länderunabhängige tiefgreifende Wandel hin zu hochflexiblen Zeitkontenmodellen durch eine inkrementale Politikstrategie der Bankarbeitgeber in allen drei Ländern gefragt wird. Dass der gegenwärtige Arbeitszeitwandel entlang länderspezifischer historischer Entwicklungspfade verläuft, führt sie darauf zurück, dass die betrieblichen Akteure unterschiedliche nationale Arbeitszeitkompromisse und -gesetze berücksichtigen müssen. Solange es diese gibt, werden länderspezifische Arbeitszeitmuster bestehen bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Working time in comparative perspective: volume 1: Patterns, trends, and the policy implications for earnings inequality and unemployment (2001)
Wong, Ging; Picot, Garnett;Zitatform
Wong, Ging & Garnett Picot (Hrsg.) (2001): Working time in comparative perspective. Volume 1: Patterns, trends, and the policy implications for earnings inequality and unemployment. Kalamazoo: Upjohn Institute for Employment Research, 387 S.
Abstract
"This is the first of two volumes of selected papers presented at the conference on 'Changes in Working Time in Canada and the United States', which was held in Ottawa, Ontario, on June 13 - 15, 1996. It reflects a renewed interest in recent years in the empirical evidence for changing labor supply - both hours of work and labor market participation - and the implications for employment, income support benefits, and taxation policies and programs."
-
Literaturhinweis
Lernen, ein Leben lang: Strategien für ein Lernzeit-Konto (2001)
Abstract
Die beiden in dem Beitrag präsentierten Varianten für Lernzeitkonten entwerfen einen Rahmen, der sich auf die zeitliche Organisierung für ein Konzept des Lebenslangen Lernens konzentriert. Thematisiert werden aber auch Fragen der Finanzierung von beruflicher Weiterbildung. Variante 1 "Lernzeitkonten in den Unternehmen" nimmt die bestehenden Arbeitszeitkonten als Basis und entwickelt sie weiter. In der zweiten Variante wird ein beitragsfinanziertes System für Lernzeitkonten vorgeschlagen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Wettbewerbsvorteil Familienbewusste Personalpolitik: Leitfaden für mittelständische Unternehmen (2001)
Zitatform
(2001): Wettbewerbsvorteil Familienbewusste Personalpolitik. Leitfaden für mittelständische Unternehmen. (BMWi-Dokumentation 488), Berlin, 83 S.
Abstract
Mit dem Leitfaden soll gezeigt werden, "welche Bandbreite möglicher Maßnahmen mittelständischen Unternehmen zur betriebsspezifischen Umsetzung einer familienbewussten Personalpolitik zur Verfügung steht. Er informiert über kostengünstige Maßnahmen, die ohne großen administrativen Aufwand umgesetzt werden können. Alle vorgestellten Maßnahmen verfolgen ein Ziel: Eine tragfähige Balance zwischen Unternehmenszielen, Kundenwünschen und den Belangen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit durch flexiblere Arbeitszeiten: Ergebnisse und Praxisbeispiele aus einem Beratungsprogramm (2001)
Zitatform
(2001): Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit durch flexiblere Arbeitszeiten. Ergebnisse und Praxisbeispiele aus einem Beratungsprogramm. (Berichte aus der Arbeitsmarktforschung), Mainz, 98 S.
Abstract
Im Rahmen des Förderprogramms "Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit durch flexible Arbeitszeiten" hat das rheinland-pfälzische Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit seit 1998 Arbeitszeitberatungen in 60 kleinen und mittleren Unternehmen gefördert. Der Band enthält Praxisbeispiele aus der Informations- und Kommunikationswirtschaft und aus sozialen Dienstleistungsorganisationen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Umgang des Gesetzgebers mit Überstunden: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP - Drucksache 14/6775 (2001)
Zitatform
(2001): Umgang des Gesetzgebers mit Überstunden. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP - Drucksache 14/6775. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 14/6926 (20.09.2001)), 6 S.
Abstract
"Der beschäftigungswirksame Abbau von Überstunden gehört von Beginn an zu den wichtigen Gesprächsgegenständen im Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben in ihrer Erklärung im Rahmen des 3. Spitzengesprächs beim Bundeskanzler am 6. Juli 1999 übereinstimmend erklärt, für eine "differenzierte und flexibilisierte Arbeitszeitpolitik und den beschäftigungswirksamen Abbau von Überstunden" einzutreten. Die Tarifvertragsparteien wurden aufgefordert, soweit noch nicht geschehen, entsprechende Vereinbarungen anzustreben. Am 20. Juli 2001 haben BDA und DGB gemeinsam festgestellt, dass die von ihnen am 6. Juli 1999 getroffenen Vereinbarungen in wesentlichen Teilen im Bündnis konkretisiert und von den Tarifpartnern umgesetzt werden konnten. Die Bundesregierung beobachtet vor dem dargestellten Hintergrund die weitere Entwicklung der Überstunden sehr genau. Derzeit ist aber weder ein gesetzliches Verbot noch eine gesetzliche Begrenzun von Überstunden geplant." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Von den Nachbarn lernen: beschäftigungswirksame Arbeitszeitpolitik in Europa. Dokumentation der gemeinsamen Tagung "Von den Nachbarn lernen" des Instituts zur Erforschung sozialer Chancen und des Instituts Arbeit und Technik am 1. März 2001 in Köln (2001)
Zitatform
(2001): Von den Nachbarn lernen. Beschäftigungswirksame Arbeitszeitpolitik in Europa. Dokumentation der gemeinsamen Tagung "Von den Nachbarn lernen" des Instituts zur Erforschung sozialer Chancen und des Instituts Arbeit und Technik am 1. März 2001 in Köln. (Institut zur Erforschung sozialer Chancen. Bericht 62), Köln, 121 S.
Abstract
"Das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie (MASQT) hat die 'Landesinitiative Moderne Arbeitszeiten' ins Leben gerufen. Dabei sollten auch die Ziele und Erfahrungen in der Arbeitszeitpolitik in den an Nordrhein-Westfalen angrenzenden Nachbarländern einbezogen werden. Deshalb lud das MASQT am 1. März 2001 zu einer Tagung unter dem Motto: 'Von den Nachbarn lernen - Beschäftigungswirksame Arbeitszeitpolitik in Europa' ein. Expertinnen und Experten aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Dänemark informierten über die jeweiligen Kernkonzepte und Leitbilder der Arbeitszeitpolitik, wobei folgende Gesichtspunkte im Vordergrund standen: a) die Beschäftigungswirksamkeit verschiedener Konzepte der Arbeitszeitgestaltung, b) die Sozialverträglichkeit von Maßnahmen der Arbeitszeitgestaltung und c) beschäftigungswirksame Koppelungen von Arbeitszeit- und Qualifizierungspolitik. Die jeweiligen Darstellungen der Politik und Praxis wurden von vier deutschen Arbeitszeitexperten kommentiert. Von hohem Interesse und Informationswert erwies sich im Erfahrungsaustausch in Dänemark die Qualifizierungspolitik, insbesondere die Jobrotation; in Belgien die beschäftigungssichernden, staatlich subventionierten Arbeitszeitverkürzungen; in Frankreich die gesetzliche Arbeitszeitverkürzung auf 35-Stunden und die daraus folgenden Beschäftigungseffekte; und in den Niederlanden die massive Ausweitung der Teilzeitarbeit und deren Effekte auf das Einkommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Prophetes en leur pays-les pionniers des 35 heures et les autres (2000)
Aucouturier, Anne-Lise; Coutrot, Thomas; Debauche, Etienne;Zitatform
Aucouturier, Anne-Lise, Thomas Coutrot & Etienne Debauche (2000): Prophetes en leur pays-les pionniers des 35 heures et les autres. In: Travail et emploi H. 82, S. 53-72.
Abstract
"Vorgestellt werden die ausführlichen Ergebnisse einer Umfrage, die im März und April 1999 im Auftrag der DARES vom Institut CSA bei 500 Leitern von Betrieben mit 10 und mehr Beschäftigten zu Fragen der Arbeitszeitverkürzung (AZV) durchgeführt wurde. 120 dieser Betriebe wurden unter den Unterzeichneten entsprechender Robien- und Aubry-Vereinbarungen (erstes Gesetz) ausgelost, während 380 weitere eine repräsentative Stichprobe von Unternehmen bilden, die nicht unterzeichnet haben. Die statistische Untersuchung der Einflußfaktoren für die Einstellung der Betriebe zur AZV macht die Bedeutung der sozio-politischen Parameter bei der Entscheidung für die Beteiligung an diesem Prozeß deutlich. Die organisatorischen Faktoren spielen auch eine wichtige Rolle, während die rein wirtschaftlichen Gesichtspunkte offenbar weniger entscheidend, wenn auch erheblich, sind. Der zweite Teil des Artikels untersucht die Auswirkungen der AZV auf die Betriebe, die sie eingeführt haben, wobei die Unternehmensleiter in detaillierter qualitativer Form um eine diesbezügliche Beurteilung gebeten werden. Auf einer Basis von nur 105 Fällen läßt die Studie immerhin erste Tendenzen erkennen, die durch spätere Untersuchungen auf breiterer Grundlage bestätigt oder korrigiert werden müssen. Die wirtschaftliche Auswirkung der AZV scheint insgesamt positiv zu sein, nicht nur hinsichtlich der Arbeitsplätze, sondern auch im Bezug auf die wichtigsten Wettbewerbsparameter. Die Qualität der vorausgehenden Verhandlungen sowie eine tiefgreifende Neuorganisation haben einen eindeutig positiven Einfluß auf die Erfolgschancen. Der Artikel ist Bestandteil eines Schwerpunktheftes zu ersten Erfahrungen mit der Umsetzung und Einführung der 39-Stundenwoche in Frankreich." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Flexibilisierungstendenzen in der betrieblichen Personalpolitik: Anreize, Arbeitszeiten und Qualifikation. Beiträge zum 3. Köln-Bonner Kolloquium zur Personalökonomie (2000)
Zitatform
Backes-Gellner, Uschi, Matthias Kräkel, Bernd Schauenberg & Gunter Steiner (Hrsg.) (2000): Flexibilisierungstendenzen in der betrieblichen Personalpolitik. Anreize, Arbeitszeiten und Qualifikation. Beiträge zum 3. Köln-Bonner Kolloquium zur Personalökonomie. (Beiträge zur Personal- und Organisationsökonomik 07), München u.a.: Hampp, 332 S.
Abstract
"Die Dynamik des internationalen Wettbewerbs erfordert eine kontinuierliche Anpassung und Flexibilisierung der betrieblichen Personalpolitik. Neben neuen Anforderungen an die Anreizgestaltung bedingt diese Entwicklung auch neue Herausforderungen an die Flexibilität und die Qualifikation von Arbeitnehmern. Die Beiträge dieses Tagungsbandes widmen sich diesem aktuellen Untersuchungsgebiet aus unterschiedlichen Perspektiven. Ihre inhaltliche Bandbreite reicht dabei vom Setzen von Leistungsanreizen durch Vergütungs- und Kontrollsysteme über die Holdup-Problematik bei der Personalqualifikation bis hin zum Einfluss von Arbeitsmarktinstitutionen auf die Einsatzflexibilität von Mitarbeitern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Probleme der Arbeitszeitgestaltung im Krankenhaus: Erfahrungen aus der Evaluation eines Modellprojekts (2000)
Bauer, Frank;Zitatform
Bauer, Frank (2000): Probleme der Arbeitszeitgestaltung im Krankenhaus. Erfahrungen aus der Evaluation eines Modellprojekts. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 9, H. 3, S. 191-203. DOI:10.1515/arbeit-2000-0304
Abstract
"Gegenstand des Aufsatzes sind Erfahrungen aus der Evaluation eines Modellprojekts, das im Auftrag des Landes NRW ausgewählte Krankenhäuser bei der Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes beraten hat. Neben den strukturellen Schwierigkeiten der Arbeitszeitgestaltung im Krankenhaus, die sich aus seiner komplexen Gesamtorganisation ergeben, sind hier vor allem Probleme der Ausgestaltung des Arbeitsbündnisses zwischen Berater und Klient von Interesse: Wie kann es der Beratung gelingen, in einem Handlungsfeld, welches ihr Auftraggeber nicht kontrolliert, dessen politischen Zielvorgaben zur Geltung bringen, auch wenn diese zumindest nicht unmittelbar im Interesse aller Beschäftigten im Krankenhaus liegen? Welche Schlußfolgerungen sind aus dieser Konstellation der "Beratung im Dreieck", die für öffentlich geförderte Beratungsprojekte nicht unüblich sein dürfte, zu ziehen? Der Text stellt einen Diskussionsbeitrag zu diesen Problemen dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; -
Literaturhinweis
Zeitbewirtschaftung in Familien: Konstitution und Konsolidierung familialer Lebenspraxis im Spannungsfeld von beruflichen und außerberuflichen Anforderungen (2000)
Bauer, Frank;Zitatform
Bauer, Frank (2000): Zeitbewirtschaftung in Familien. Konstitution und Konsolidierung familialer Lebenspraxis im Spannungsfeld von beruflichen und außerberuflichen Anforderungen. (Soziale Chancen 01), Opladen: Leske und Budrich, 373 S.
Abstract
Die Untersuchung ist als theoretisch-empirische Arbeit angelegt. Nach einer gesellschaftstheoretischen Grundlegung wird das theoretische Konzept der Lebenspraxis entwickelt, welches die Prozesse der familialen Aushandlung und Balancierung begrifflich umfaßt. Der empirische Teil stützt sich auf die Sekundäranalyse von Daten aus einer repräsentativen Befragung von Ost- und Westdeutschen von 1995 und auf Intensivinterviews mit Beschäftigten, die ebenfalls an der standardisierten Repräsentativerhebung teilgenommen haben, wobei der Personenkreis auf Paare mit mindestens einem Kind beschränkt wurde. In Ausweitung früherer Befragungen des ISO-Instituts zu Arbeitszeiten, Arbeitszeitformen und -wünschen werden hier auch die außerberuflichen Zeitanforderungen und die Bewältigung der zeitlichen Koordination von erwerbsarbeitsbedingten und lebensweltlichen Anforderungen untersucht. Kernstück des empirischen Teils sind vier Sequenzanalysen von Intensivinterviews. "In den Fallstudien steht thematisch die Balance von individuellem Eigeninteresse und familialer Verpflichtung zwischen den Ehepartnern, die Bewältigung von Zeitknappheit, die Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen der Erwerbsarbeit und die Erwerbsbeteiligung der Frauen und Mütter im Zentrum." (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; -
Literaturhinweis
Paid and unpaid overtime working in Germany and the UK (2000)
Zitatform
Bell, David N.F., Robert A. Hart, Olaf Hübler & Wolfgang Schwerdt (2000): Paid and unpaid overtime working in Germany and the UK. (IZA discussion paper 133), Bonn, 30 S.
Abstract
"Significant numbers of employees work more hours in the workplace than their contract stipulates. Such overtime work can either be paid or unpaid. This research considers overtime working in Germany and the UK and shows that the quantitative significance of both paid and unpaid overtime is greater in the UK. Empirical work is based on the UK Labour Force Survey and the German Socio-Economic Panel in 1993. Overtime influences the effective average hourly wage positively in the case where overtime is paid at premium rates and negatively where such hours are not remunerated. The authors demonstrate via Mincer wage growth equations that accounting for unpaid work leads to revised estimates of experience and tenure both within and between the two countries. They estimate overtime hours equations, using these to test several of their theories that might explain the apparent irrationality of unpaid work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung in den Erwerbsbiographien der zukünftigen Rentnerinnen und ihre Auswirkungen auf die Altersvorsorge: eine Kohortenbetrachtung auf Basis der Untersuchung Altersvorsorge in Deutschland 1996 (AVID '96) (2000)
Bieber, Ulrich; Stegmann, Michael;Zitatform
Bieber, Ulrich & Michael Stegmann (2000): Sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung in den Erwerbsbiographien der zukünftigen Rentnerinnen und ihre Auswirkungen auf die Altersvorsorge. Eine Kohortenbetrachtung auf Basis der Untersuchung Altersvorsorge in Deutschland 1996 (AVID '96). In: Deutsche Rentenversicherung H. 6, S. 364-383.
Abstract
"Der Beitrag setzt sich mit der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung von Frauen und deren Wirkung auf die Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung auseinander. Auf Basis der Erhebung 'Altersvorsorge in Deutschland 1996 (AVID '96)', die es erstmals ermöglicht, rentenversicherungsrelevante Sachverhalte und Teilzeitbeschäftigung auch im Detail aufeinander zu beziehen, wird die Struktur der Teilzeitbeschäftigung nach Verbreitung, Dauer, Lage und der Zusammenhang mit sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigung dargestellt. Ein Vergleich der projizierten Anwartschaften von Frauen mit und ohne Teilzeitbeschäftigungsphasen zeigt schließlich, dass diesen Phasen eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Familienarbeit und Vollzeitbeschäftigung zukommt, was letztlich auch zu höheren selbsterworbenen Anwartschaften führt. Eine Unterstützung von Teilzeitbeschäftigung im Sinne einer Höherbewertung niedriger Entgelte während der Kinderberücksichtigungszeit im Rahmen der Rentenberechnung würde insoweit die eigenständige soziale Sicherung der Frauen verbessern helfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Erwerbswünsche und Arbeitszeitpräferenzen in Deutschland und Europa: Ergebnisse einer Repräsentativbefragung (2000)
Bielenski, Harald;Zitatform
Bielenski, Harald (2000): Erwerbswünsche und Arbeitszeitpräferenzen in Deutschland und Europa. Ergebnisse einer Repräsentativbefragung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 4, S. 228-237.
Abstract
"Der Beitrag basiert auf einer Repräsentativbefragung bei mehr als 30 000 Personen im erwerbsfähigen Alter, die 1998 in allen 15 Mitgliedstaaten der EU und in Norwegen durchgeführt wurde. Es wird gezeigt, dass es in Deutschland und in Europa einen nicht unerheblichen Bedarf an zusätzlichen Arbeitsplätzen der quantitativ weit größer ist als die aktuellen Arbeitslosenzahlen vermuten lassen. Gleichzeitig gibt es ein großes Interesse an kürzeren Arbeitszeiten - insbesondere an mehr Möglichkeiten, in Teilzeit zu arbeiten -, sowie den Wunsch, Überstunden vermehrt durch Freizeit auszugleichen, und ein Interesse an Langzeiturlauben. Daraus ergibt sich ein erhebliches Potential für Arbeitsumverteilung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vom Erwerbsleben in den Ruhestand: eine Praxisdarstellung der Formen des frühzeitigen und gleitenden Übergangs (2000)
Boecken, Winfried; Spieß, Nicole;Zitatform
Boecken, Winfried & Nicole Spieß (2000): Vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Eine Praxisdarstellung der Formen des frühzeitigen und gleitenden Übergangs. (Arbeits- und Sozialrecht 59), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 269 S.
Abstract
"Der Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand, das heißt, die Phase der Beendigung einer Erwerbstätigkeit und der sich hieran anschließende Eintritt in einen Lebensabschnitt, der materiell in der Regel durch den Bezug von Alterseinkommen abgesichert ist, wird heute vor allemunter den Schlagwort 'Frühzeitiger Übergang' und 'Gleitender Übergang' diskutiert. Während mit jenem die Beendigung des Erwerbslebens zu einem Zeitpunkt vor der Vollendung des 65. Lebensjahres und damit vor dem Erreichen der rentenversicherungsrechtlich als sogenannte Regelaltersgrenze definierten Lebensalters gemeint ist, beschreibt diese eine Form des Ausscheidens aus dem Erwerbsleben, das sich als ein über einen längeren Zeitraum stattfindender Prozess, während dem der in den Ruhestand wechselnde Arbeitnehmer den Umfang seiner Arbeitsleistung reduziert, darstellt. In der Lebenswirklichkeit spielt der frühzeitige Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand seit langem eine viel bedeutsamere Rolle als das Ausscheiden nach der Vollendung des 65. Lebensjahres: Die gesetzlich als 'Regelaltersrente' bezeichnete Altersrente ab Vollendung des 65. Lebensjahres ist schon seit langem zu einem Ausnahmetatbestand des Rentenzugangs geworden. Insbesondere wegen der damit verbundenen erheblichen finanziellen Belastungen für die Sozial- und vor allem auch Rentenversicherung versucht der Gesetzgeber, mit einem Konzept der Lebensarbeitszeitverlängerung der sogenannten 'Frühverrentung' Einhalt zu gebieten. Zu diesem Konzept zählen ganz wesentlich die Anhebung der frühzeitigen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung, die Erschwerung der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen unter Inanspruchnahme von Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit wie auch die Stärkung eines gleitenden Übergangs in den Ruhestand. Das Buch zielt darauf ab, die für einen frühzeitigen und gleitenden Übergang in den Ruhestand maßgebenden rechtlichen Grundlagen darzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeit und Arbeitsorganisation: zur Rolle von Produkt- und Arbeitsmärkten im internationalen Vergleich (2000)
Bosch, Gerhard;Zitatform
Bosch, Gerhard (2000): Arbeitszeit und Arbeitsorganisation. Zur Rolle von Produkt- und Arbeitsmärkten im internationalen Vergleich. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 9, H. 3, S. 175-190. DOI:10.1515/arbeit-2000-0303
Abstract
"In diesem Beitrag wird der Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Arbeitsorganisation thematisiert. Es wurde erstens gezeigt, dass die Veränderungsdynamik bei der Arbeitszeit heute gleichzeitig aus den Produkt- und den Arbeitsmärkten kommt. Während die Beschleunigung der Wirtschaft auf eine Aufhebung aller zeitlichen Begrenzungen beim Arbeitseinsatz zielt, wollen die Arbeitskräfte verschiedene Lebensbereiche in Einklang bringen, sind also nur mit Restriktionen, einsetzbar. Zweitens wurde erkennbar, dass nur ein Teil der Unternehmen dezentrale post-tayloristische Formen der Arbeitsorganisation einführt. Auf der anderen Seite kann man aber eine Wiederbelebung des Taylorismus beobachten, der allerdings nicht mehr wie in der Vergangenheit auf Standardarbeitszeiten basiert, sondern auf der Koordination von Beschäftigtengruppen mit unterschiedlichen Arbeitszeiten. Drittens wurde nachgewiesen, dass man angesichts dieser Ausdifferenzierung der Formen der Arbeitsorganisation für eine Politik der Arbeitsumverteilung unterschiedliche Strategien entwickeln muss. In post-tayloristischen Formen der Arbeitsorganisation mit einer hohen Selbstorganisation breiten sich überlange Arbeitszeiten aus. In den tayloristischen Arbeitsorganisation mit kurzen Arbeitszeiten geht es vor allem um die Bereitschaft der Beschäftigten zu kurzfristigen Arbeitszeitvariationen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeit '99: Ergebnisse einer repräsentativen Beschäftigungsbefragung zu traditionellen und neuen Arbeitszeitformen in der Bundesrepublik Deutschland (2000)
Bundesmann-Jansen, Jörg; Groß, Hermann; Munz, Eva;Zitatform
Bundesmann-Jansen, Jörg, Hermann Groß & Eva Munz (2000): Arbeitszeit '99. Ergebnisse einer repräsentativen Beschäftigungsbefragung zu traditionellen und neuen Arbeitszeitformen in der Bundesrepublik Deutschland. Düsseldorf, 205 S.
Abstract
Der Band berichtet über eine bundesweit durchgeführte repräsentative Beschäftigtenbefragung zu Arbeitszeitformen und -wünschen, die im Kontext einer kontinuierlichen Berichterstattung zur Arbeitszeit- und Betriebszeitentwicklung steht. Zentrales Untersuchungsziel der Erhebung von 1999 war außerdem die flächendeckende Erfassung der nach Inhalt und Form höchst unterschiedlichen Arbeitszeitkontenmodelle. Hierzu wurden zwischen Januar und März 4024 abhängig Beschäfigte im erwerbsfähigen Alter mündlich befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass schon rund 85 % der Erwerbstätigen in irgendeiner Form flexibler Arbeitszeiten beschäftigt sind, also beispielsweise Schicht- und Nachtarbeit, Wochenendarbeit, Teilzeitarbeit und Überstunden leisten. Gleichzeitig wünschen sich die Beschäftigten mehr Teilzeitangebote und weniger Überstunden, sind also an individueller Arbeitszeitverkürzung interessiert. 37 % der Beschäftigten sind in irgendeiner Form von Arbeitszeitkontenmodellen tätig. Durch dieses Flexibilisierungsinstrument lassen sich die Kapazitäten besser nutzen, eröffnen sich den Beschäftigten aber auch Spielräume zu mehr Teilzeit und weniger Überstunden. (IAB)
-
Literaturhinweis
Employment stability via annualized hours contracts? (2000)
Carstensen, Vivian;Zitatform
Carstensen, Vivian (2000): Employment stability via annualized hours contracts? (Diskussionspapiere / Universität Hannover, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften 230), Hannover, 29 S.
Abstract
"The paper proves that working time arrangements, which include hours flexibility and enable hours deposits, are appealing under product market uncertainty. The model integrates efficiency wage arguments into an implicit insurance-contract environment, thus extending the existing literature. The solutions are renegotiation proof and the long-run optimum is spot implementable. Moreover, well-defined complementarities with additional Instruments exist: institutionalized Systems of firm level communication and Information, investments in Information technology and further training as well as team work together with working time accounts imply positive system effects, thus constituting a complementary human resource management system." (Author's abstract, IAB-Dok) ((en))
-
Literaturhinweis
Intervention publique et negociation collective: le cas de la reduction du temps de travail en Europe (2000)
Zitatform
Cette, Gilbert (2000): Intervention publique et negociation collective. Le cas de la reduction du temps de travail en Europe. In: Futuribles H. 250, S. 35-39.
Abstract
Der Autor analysiert in einem Vergleich zwischen den EU-Ländern Deutschland, Dänemark, Belgien, Italien und Niederlande die jeweilige Bedeutung von staatlicher Intervention und Tarifverhandlungen für die Arbeitszeitverkürzung. Es stellt sich heraus, dass sich die beiden Strömungen nicht widersprechen, sondern eng verzahnt sein können. (IAB)
-
Literaturhinweis
Working time: theory and policy implications (2000)
Contensou, Francois; Vranceanu, Radu;Zitatform
Contensou, Francois & Radu Vranceanu (2000): Working time. Theory and policy implications. Cheltenham u.a.: Elgar, 232 S.
Abstract
"The contemporary context of unemployment and its political ramifications have made working time a highly topical and sensitive issue, not merely in the EU, but also in other areas of the global labor market. The book reviews the traditional doctrines concerning working time that are influencing political and intellectual attitudes. The authors illustrate how tools of microeconomic analysis must be modified to explain the terms of contemporary labor contracts. They introduce concepts such as a generalized productions function, cost structure, compensating wage and trade union negotiation, to highlight the scope for political intervention on working time." (Author's abstract, IAB-Doku) (en)
-
Literaturhinweis
Work time regimes in Europe: can flexibility and gender equity coexist? (2000)
Figart, Deborah M.; Mutari, Ellen;Zitatform
Figart, Deborah M. & Ellen Mutari (2000): Work time regimes in Europe. Can flexibility and gender equity coexist? In: Journal of Economic Issues, Jg. 34, H. 4, S. 847-871.
Abstract
Die Autoren untersuchen den Einfluss der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitszeit in den EU-Staaten auf das Geschlechterverhältnis. Hierzu analysieren sie die institutionellen und kulturellen Faktoren, welche die Gestaltung der Arbeitszeit beeinflussen. Die Zunahme der Teilzeitarbeit, die Normalisierung sehr langer Arbeitszeiten und die Abkehr von der 'Standard'-Arbeitswoche haben sich nach Ansicht der Autoren negativ auf die Gleichstellung der Frau ausgewirkt. Als Indikatoren hierfür werden die Erwerbsbeteiligung verheirateter Frauen und der geschlechtsspezifische Lohnunterschied herangezogen. Anstatt für mehr Flexibilisierung plädieren die Autoren abschließend für eine Verkürzung der Standardarbeitszeit. In Ländern mit kürzeren Arbeitswochen, wie Dänemark, Frankreich, Belgien und Finnland ist die Frauenerwerbstätigkeit höher und Teilzeitarbeit geht zurück. (IAB)
-
Literaturhinweis
Arbeit - Zeit - Geschlechterverhältnis (2000)
Geissler, Birgit;Zitatform
Geissler, Birgit (2000): Arbeit - Zeit - Geschlechterverhältnis. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 51, H. 4, S. 230-235.
Abstract
Die Autorin anerkennt die Erfolge gewerkschaftlicher Politik der Arbeitszeitverkürzung, konstatiert aber zugleich, dass diese nicht verhindern konnte, dass lange (männliche) Arbeitszeiten privilegiert sind, während die "weiblichen" Erwerbs- und Arbeitszeitformen diskriminiert werden. Sie demonstriert diese Entwicklung an Hand von drei Thesen und leitet daraus Konsequenzen für die gewerkschaftliche Zeitpolitik ab. (IAB)
-
Literaturhinweis
Changing times: work and leisure in postindustrial society (2000)
Zitatform
Gershuny, Jonathan (2000): Changing times. Work and leisure in postindustrial society. Oxford u.a.: Oxford University Press, 304 S.
Abstract
"Time allocation, whether considered at the level of the individual or of the society, is a major focus of public concern. Yet there is surprisingly little substantive evidence of how individuals and societies spend their time, and of how this has changed in the developed world over the recent past. The book brings together, for the first time, data gathered in some forty national scale 'time-diary' studies, from twenty countries, and covering the last third of the twentieth century. It examines the newly emerging political economy of time, in the light of new estimates of how time is actually spent, and of how this has changed, in the developed world." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working time: international trends, theory and policy perspectives (2000)
Golden, Lonnie; Gerson, Kathleen; Golden, Lonnie; Figart, Deborah M.; Harris, Naomi; Bluestone, Barry; Jacobs, Jerry A. ; Brubaker, Tanya; Kashian, Russel; Caplan, Robert; Leete, Laura ; Costanza, David; Lehndorff, Steffen; Figart, Deborah M.; Mutari, Ellen; George, David; Walker, Tom; Bell, Linda A.; Burkett, Paul; Prasch, Robert E.; Drago, Robert ; Riggs, Lynn T.; Cloud, Darnell; Rose, Stephen; Bosch, Gerhard; Schor, Juliet B. ;Zitatform
Golden, Lonnie & Deborah M. Figart (Hrsg.) (2000): Working time. International trends, theory and policy perspectives. (Advances in social economics), London u.a.: Routledge, 288 S.
Abstract
"Working time is a crucial issue for both research and public policy. This book presents a comprehensive analysis of both paid and unpaid work time, integrating a discussion of overwork, underwork, shortening of the working week, and flexible work practices. Time at work is affected by a complex web of evolving culture and social relations, as well as market, technological, and macroeconomic forces, and institutions such as collective bargaining and government policy. Using a variety of new data sources, the authors review the latest trends on working time in numerous countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Grenzen von Tarifverträgen zur Beschäftigungssicherung durch Arbeitszeitverkürzung (2000)
Gotthardt, Michael;Zitatform
Gotthardt, Michael (2000): Grenzen von Tarifverträgen zur Beschäftigungssicherung durch Arbeitszeitverkürzung. In: Der Betrieb, Jg. 53, H. 29, S. 1462-1466.
Abstract
"Tarifverträge, welche das vorhandene Arbeitsvolumen durch Arbeitszeitverkürzung gegen einen zeitlich begrenzten Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen auf die Arbeitnehmer verteilen und so Entlassungen vermeiden, sind heute weit verbreitete Praxis. Als Beispiele seien der Tarifvertrag bei VW zur Einführung der Vier-Tage-Woche und die gemäß § 3 des Tarifvertrags zur sozialen Absicherung vom 6.7.1992 i.d.F. des Änderungstarifvertrags Nr. 2 vom 5.5.1998 (TVSozSich) in den ostdeutschen Bundesländern möglichen Tarifverträge zur Reduzierung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit genannt. Derartige Tarifverträge sind im Grundsatz rechtlich zulässig. Tarifliche Arbeitszeitverkürzung zum Zweck der Beschäftigungssicherung ist von der Regelungskompetenz der Tarifvertragsparteien aus Art. 9 Abs. 3 Satz 1 GG gedeckt. So geht das BVerfG davon aus, dass aus beschäftigungspolitischen Gründen ein geringeres Entgelt vereinbart werden darf. Für die Arbeitszeit kann nichts anderes gelten. Der im Gegenzugz gewährte zeitlich begrenzte Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen begegnet im Ergebnis ebenfalls keinen rechtlichen Bedenken. Mit der weitergehenden Frage, wo in diesen Fällen die Grenzen der Regelungskompetenz der Tarifpartner liegen, war jetzt soweit ersichtlich, erstmals das LAG Berlin befasst. Vor dem Hintergrund dieses Urteils geht der Beitrag der Frage nach, in welchem Maße die Tarifvertragsparteien zur Beschäftigungssicherung die Arbeitszeit verkürzen dürfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexibilisierung der Arbeit: Erfahrungen aus erfolgreichen schweizerischen Unternehmen (2000)
Graf, Stefan; Schmid, Hans; Henneberger, Fred;Zitatform
Graf, Stefan, Fred Henneberger & Hans Schmid (2000): Flexibilisierung der Arbeit. Erfahrungen aus erfolgreichen schweizerischen Unternehmen. Bern u.a.: Haupt, 116 S.
Abstract
"Die Diskussion um die Flexibilisierung der Arbeit beschränkt sich üblicherweise auf die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Das Spektrum an Flexibilisierungsmöglichkeiten, das den Unternehmen in der betrieblichen Praxis aber tatsächlich zur Verfügung steht, reicht über die zeitliche Dimension weit hinaus. Immer mehr in den Vordergrund rücken in jüngster Zeit lei-stungsorientierte, variable Entlohnungssysteme (finanzielle Dimension der Flexibilisierung) sowie die Entkoppelung des Arbeitsortes vom Standort des Betriebes (räumliche Dimension der Flexibilisierung). Die Kombination verschiedener Flexibilisierungsoptionen eröffnet zudem neue Handlungsspielräume, von denen auch der Arbeitsmarkt profitieren kann. Jedoch darf nur eine Flexibilisierung, die allen beteiligten Akteuren zugute kommt, als innovative Flexibilisierung bezeichnet werden. Die hier präsentierten schweizerischen Unternehmen erfüllen diese hohe Anforderung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Teilzeit für Ältere Arbeitnehmer (2000)
Grawert, Achim; Mölders, Heinz-Willi; Bögelein, Margareta; Knoll, Leonhard; Moog, Manfred;Zitatform
Grawert, Achim, Leonhard Knoll, Heinz-Willi Mölders, Manfred Moog & Margareta Bögelein (2000): Teilzeit für Ältere Arbeitnehmer. In: Personal : Zeitschrift für Human Resource Management, Jg. 52, H. 3, S. 114-134.
Abstract
Das Schwerpunktthema des Heftes problematisiert die Altersteilzeit als Instrument der Arbeitszeitflexibilisierung. Mit den Beiträgen sollen Unternehmen und Mitarbeitern Entscheidungshilfen und Erfahrungswerte zur Verfügung gestellt werden. 1. Achim Grawert/Leonhard Knoll: Flexibles Ende der Lebensarbeitszeit und Altersteilzeit. Das Beispiel des VW Zeit-Wertpapiers (114-119); 2. Heinz-Willi Mölders: Betriebliche Vereinbarungen zur Altersteilzeit. Das Beispiel der RWE Energie AG (120,122); 3. Manfred Moog: Flexible Gestaltung der Arbeitszeit. Das Beispiel der Commerzbank (124-126); 4. Margareta Bögelein: Marktübersicht: Hardware für das Arbeitszeitmanagement (128-134). (IAB2)
-
Literaturhinweis
Verbreitung und Struktur von Arbeitszeitkonten (2000)
Groß, Hermann; Seifert, Hartmut; Munz, Eva;Zitatform
Groß, Hermann, Eva Munz & Hartmut Seifert (2000): Verbreitung und Struktur von Arbeitszeitkonten. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 9, H. 3, S. 217-229. DOI:10.1515/arbeit-2000-0306
Abstract
"Arbeitszeitkonten haben sich in den letzten Jahren massiv verbreitet. Mittlerweile verfügen mindestens 37% der abhängig Beschäftigten über Arbeitszeitkonten. In mindestens 60% der Betriebe sind unterschiedliche Formen von Arbeitszeitkonten eingeführt. Sie revolutionieren das Arbeitszeitsystem und ersetzen das bisherige Leitbild der Normalarbeitszeit durch variable Arbeitszeitformen. Kennzeichnend für die Struktur von Arbeitszeitkonten ist eine Balance von Deregulierung und Regulierung. Arbeitszeitkonten haben, weil sie zu einem Abbau von bezahlten, vor allem von unbezahlten Überstunden führen, beschäftigungsfördernde Effekte. Zugleich scheinen diese Effekte wieder durch Produktivitätssteigerungen, die ebenfalls aus dem Einsatz von Arbeitszeitkonten resultieren, zumindest teilweise kompensiert zu werden. Schließlich nützen Arbeitszeitkonten aus der Sicht der Beschäftigten den Betrieben und den Beschäftigten gleichermaßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeit 2000 in Nordrhein-Westfalen: Auswertung einer telefonischen Befragung von abhängig Beschäftigten, Selbständigen und Erwerbssuchenden (2000)
Groß, Hermann; Munz, Eva;Zitatform
Groß, Hermann & Eva Munz (2000): Arbeitszeit 2000 in Nordrhein-Westfalen. Auswertung einer telefonischen Befragung von abhängig Beschäftigten, Selbständigen und Erwerbssuchenden. Düsseldorf, 48 S.
Abstract
Die telefonische Befragung von insgesamt 1500 deutschen Erwerbspersonen aus Nordrhein-Westfalen zu Arbeitszeitformen, Arbeitszeitwünschen und arbeitszeitpolitischen Themen steht im Kontext einer seit 1987 laufenden Arbeitszeitberichterstattung, in deren Rahmen bisher fünf repräsentative Beschäftigtenbefragungen und zwei Betriebsbefragungen durchgeführt worden sind. Die Befragten gaben Auskunft über ihre Interessen und Motive etwa zu Teilzeitangeboten, Überstundenabbau oder Altersteilzeit. Sie benannten die aus ihrer Sicht vorrangigen arbeitszeitpolitischen Ziele und Maßnahmen und ihre Erwartungen an Staat und Tarifpartner. Die Ergebnisse zeigen, dass erhebliche Diskrepanzen bestehen nicht nur zwischen Arbeitszeitwunsch und -wirklichkeit, sondern vor allem zwischen vertraglich vereinbarter und faktischer Arbeitszeitrealität. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Untersuchung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen: Vorgaben - Untersuchungsansatz - Ergebnisse - Konsequenzen - Perspektiven (2000)
Hansis, Hermann;Zitatform
Hansis, Hermann (2000): Untersuchung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen. Vorgaben - Untersuchungsansatz - Ergebnisse - Konsequenzen - Perspektiven. In: Wirtschaft und Erziehung, Jg. 52, H. 9, S. 303-308.
Abstract
1997 wurde vom Arbeitsstab Aufgabenkritik beim Finanzministerium Nordrhein-Westfalen die Untersuchung der Lehrerarbeitszeit in Auftrag gegeben. Grundlage war eine Erhebung in rund 185 Schulen mit ca. 6500 Lehrkräften, deren Auswahl auf einer vom Lehrstuhl für Statistik der Universität Dortmund festgelegten Stichprobe beruhte. Der Beitrag dokumentiert zunächst die Vorgaben, den Untersuchungsansatz und den Untersuchungsverlauf. Die Ergebnisse und mögliche Konsequenzen für die Unterrichtsverpflichtung werden sowohl am Beispiel eines modifizierten Pflichtstundenmodells wie auch eines Jahresarbeitszeitmodells diskutiert. Abschließend werden Überlegungen zum Abbau nicht-pädagogischer Arbeit vorgestellt und nachgewiesen, dass die durchschnittliche Arbeitszeit aller Lehrerinnen und Lehrer deutlich über der des übrigen öffentlichen Dienstes liegt, was "jedes weitere Drehen an der Arbeitszeitschraube" verbietet. (BIBB2)
-
Literaturhinweis
Wages, hours and human capital over the life cycle (2000)
Zitatform
Hart, Robert A. & Yue Ma (2000): Wages, hours and human capital over the life cycle. (IZA discussion paper 139), Bonn, 27 S., Anhang.
Abstract
In dem Papier wird ein Modell vorgestellt, das die Verteilung der Lohn/Arbeitszeit-Entwicklung über den Verlauf eines Erwerbslebens beschreibt. Das Modell basiert auf dem Humankapitalansatz und setzt asymmetrische Information voraus. Das Modell wird mit dem britischen Household Panel Survey (1991-1997) und dem British Labour Force Survey (1993/4) getestet. (IAB)
-
Literaturhinweis
Menschengerechte Gestaltung der Nacht- und Schichtarbeit (2000)
Hellert, Ulrike;Zitatform
Hellert, Ulrike (2000): Menschengerechte Gestaltung der Nacht- und Schichtarbeit. In: Personalführung, Jg. 33, H. 3, S. 72-74.
Abstract
"Technische Gründe, Just-in-time-Produktion, scharfer Wettbewerb, Kundenorientierung und der durch die Globalisierung bedingte Trend zur 24-Stunden-Gesellschaft führen dazu, dass Nachtarbeit an Bedeutung gewinnt. Doch die innere Uhr des Menschen lässt sich nicht beliebig vor- oder zurückstellen. Weil Nachtarbeitnehmer gegen ihren biologischen Rhythmus arbeiten und schlafen müssen, sollten Schichtpläne so gestaltet werden, dass sowohl betriebliche Interessen als auch Bedürfnisse der Belegschaft bestmöglich berücksichtigt werden. Die Beratungsstelle 'Flexible Arbeitszeit' der Industrie- und Handelskammer Hagen berät kleine und mittlere Unternehmen bei der sozialverträglichen Gestaltung von Schichtund Nachtarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Einführung der 35-Stunden-Woche in Frankreich (2000)
Hermann, Christoph;Zitatform
Hermann, Christoph (2000): Die Einführung der 35-Stunden-Woche in Frankreich. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 26, H. 4, S. 561-578.
Abstract
Der Beitrag beleuchtet die Hintergründe der Einführung der gesetzlichen 35-Stunden-Woche ab Februar 2000 für Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten und 2002 für jene mit 20 und weniger Beschäftigten. Im ersten Kapitel werden zentrale Bedingungen diskutiert, welche die Einführung der 35-Stunden-Woche möglich gemacht haben. Die Kapitel 2 und 3 behandeln die Planung und den konkreten Inhalt der Gesetze. Im letzten Abschnitt werden erste Ergebnisse vorläufiger Evaluationen präsentiert. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Early retirement and economic incentives (2000)
Hernoes, Erik; Sollie, Marte; Strom, Steinar;Zitatform
Hernoes, Erik, Marte Sollie & Steinar Strom (2000): Early retirement and economic incentives. In: The Scandinavian journal of economics, Jg. 102, H. 3, S. 481-502.
Abstract
"In Norway, early retirement programmes have gradually reduced the retirement age from 67 to 62 for a majority of the labour force. Based on micro data for 1990 and 1992, we estimate a competing-risk model with three states: full retirement, partial retirement/part-time work and full-time work. We then use the estimated model in simulations to study how financial incentives can be strengthened to extend working life. Financial incentives, educational background and industry affiliation are found to influence retirement behaviour. For low and medium incomes, the tax system shifts the incentives heavily towards early retirement and, in particular, towards partial retirement combined with part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Reflexive Lebensführung: zu den sozialökologischen Folgen flexibler Arbeit (2000)
Hildebrandt, Eckart; Linne, Gudrun;Zitatform
Hildebrandt, Eckart & Gudrun Linne (Hrsg.) (2000): Reflexive Lebensführung. Zu den sozialökologischen Folgen flexibler Arbeit. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 24), Berlin: Edition Sigma, 395 S.
Abstract
"Flexibilisierung - ein Begriff für fundamentale Veränderungen der Arbeitswelt in der letzten Dekade, mit dem sich sowohl Hoffnungen auf neue Gestaltungschancen als auch Befürchtungen in bezug auf neue soziale Risiken verbinden. Arbeitsverhältnisse, Arbeitszeiten und -orte, auch Arbeitsinhalte werden zur geschmeidigen Abstimmung zwischen der Auftragslage in den Betrieben und der Leistungen der Beschäftigten verflüssigt. Als indirekte Folge dieser 'atmenden Fabrik' müssen die Beschäftigten mit einer zunehmenden Komplexität ihrer alltäglichen Lebensführung fertig werden. Die Alltagsorganisation wird durch die vielfältigen, individualisierten und flexibilisierten Arbeitszeiten schwieriger und voraussetzungsvoller, weil die entlastenden Routinen, Rhythmen und Traditionen schwinden. Lebensführung wird zum ständigen Neuarrangement zwischen wechselnden und widersprüchlichen Anforderungen, sie wird reflexiv. Dem industriellen Zeitwandel ist ein Verbund sozialwissenschaftlicher Forschungsprojekte über mehrere Jahre hinweg nachgegangen; dieser Sammelband stellt die dabei zusammengetragenen Ergebnisse zum neuen Typ flexibler Arbeit und reflexiver Lebensführung im Überblick dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Deregulierung der Öffnungszeiten und Flexibilisierung der Beschäftigung im Einzelhandel (2000)
Hilf, Ellen; Jacobsen, Heike;Zitatform
Hilf, Ellen & Heike Jacobsen (2000): Deregulierung der Öffnungszeiten und Flexibilisierung der Beschäftigung im Einzelhandel. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 9, H. 3, S. 204-216. DOI:10.1515/arbeit-2000-0305
Abstract
"Im Streit um die Ladenöffnungszeiten geht es um die Frage, ob eine gesetzliche Regulierung der Arbeits(zeit)bedingungen einer Branche noch zu rechtfertigen ist. Als Beitrag zur Versachlichung der Debatte werden die Erfahrungen mit der Erweiterung der Öffnungsmöglichkeiten seit 1996 auf der Grundlage repräsentativer Befragungen von Betrieben und Beschäftigten des Einzelhandels bilanziert. Untersucht werden die Effekte auf die Handelsstruktur, die Beschäftigung und die Arbeits(zeit)bedingungen. Es wird gezeigt, dass sich die an die Deregulierung des Ladenschlussgesetzes geknüpften positiven Erwartungen - mehr Umsatz, mehr Beschäftigung - nicht erfüllt haben. Beschäftigung wurde abgebaut und dereguliert, flexible Arbeitszeitregelungen haben zugenommen. Vor dem Hintergrund der branchenspezifischen Bedingungen im Einzelhandel verstärken längere Öffnungszeiten die eingeschlagenen Entwicklungspfade mit negativen Folgen für die Handelsstruktur, die Beschäftigung und die Qualität des Handelsangebotes." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Geeignete Alternative zum Stellenabbau (2000)
Homberger, Sonia; Hänecke, Kerstin; Grzech-Sukalo, Hiltaud; Peter, Sandra; Degener, Mirko; Sager, Marion; Frank, Gudrun;Zitatform
Homberger, Sonia, Mirko Degener, Sandra Peter, Gudrun Frank, Kerstin Hänecke, Hiltaud Grzech-Sukalo & Marion Sager (2000): Geeignete Alternative zum Stellenabbau. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 55, H. 9, S. 400-404.
Abstract
"Die Autoren des Beitrages sind Mitglieder des Informations- und Beratungspools 'Beschäftigung durch Arbeitszeit' bei der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft e.V. Sein Ziel ist es, Möglichkeiten der Schaffung neuer Arbeitsplätze mittels eines optimalen Arbeitszeitmanagements aufzuzeigen und bei der Entwicklung beschäftigungswirksamer Arbeitszeitmodelle als auch bei der Umsetzung in die Praxis zu unterstützen. Im Berliner Memorandum 'Arbeitszeitpolitik 2000' aus dem Jahre 1995 ist die Arbeitszeitgestaltung als eine der fünf Strategien zur Halbierung der Arbeitslosigkeit verankert. Die Hoffnung, durch Verwirklichung dieser Strategien die Arbeitslosigkeit bis zum Jahr 2000 zu halbieren, erfüllte sich nicht. Die Ursache hierfür liegt nicht zuletzt in einer mangelnden Umsetzung in der betrieblichen Praxis. Das betrifft auch beschäftigungswirksame Arbeitszeitmodelle. Im Beitrag möchten die Autoren durch Darstellung konkreter Beispiele dazu anregen, sich dieser Problematik stärker zu widmen und die Anwendung entsprechender Systeme zu forcieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Working time, employment, and work sharing: evidence from Sweden (2000)
Zitatform
Jacobsen, Tor & Henry Ohlsson (2000): Working time, employment, and work sharing. Evidence from Sweden. In: Empirical economics, Jg. 25, H. 1, S. 169-187.
Abstract
Mit schwedischen Daten untersuchen die Autoren, ob durch eine Umverteilung bzw. Verkürzung der Arbeitszeit die Beschäftigung erhöht werden kann. (IAB)
-
Literaturhinweis
Dokumentation Arbeitszeit-Praxisbeispiele: Forschungsbericht (2000)
Jelenski, Jana; Pieper, Michael; Schlottfeldt, Christian; Weidinger, Michael;Zitatform
Jelenski, Jana, Michael Weidinger, Michael Pieper & Christian Schlottfeldt (2000): Dokumentation Arbeitszeit-Praxisbeispiele. Forschungsbericht. (Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Forschungsbericht Sozialforschung 281), Bonn, 463 S.
Abstract
In dem Band werden die Entstehungsgeschichte, die Besonderheiten des jeweiligen Modells und die Umsetzungserfahrungen praktizierter flexibler Arbeitszeitregelungen in bundesdeutschen Betrieben dargestellt. Ziel ist es, Unternehmen, die den Prozess der Arbeitszeitflexibilisierung noch vor sich haben, erfahrungsgestützte Informationen über Gestaltungsalternativen, Möglichkeiten des Vorgehens sowie bewährte Problemlösungen - sowohl in Bezug auf die Regelung selbst als auch insbesondere auf deren praktische Umsetzung - zur Verfügung zu stellen. Die Praxis-Beispiele wurden auf Basis schriftlicher Unterlagen sowie mit Hilfe ausführlicher Telefon- bzw. persönlicher Interviews recherchiert, die entsprechenden Fallstudien mit den Unternehmen im Detail abgestimmt. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Overtime hours in Great Britain over the period 1975-1999: a panel data analysis (2000)
Kalwij, Adriaan S.; Gregory, Mary;Zitatform
Kalwij, Adriaan S. & Mary Gregory (2000): Overtime hours in Great Britain over the period 1975-1999. A panel data analysis. (IZA discussion paper 153), Bonn, 23 S.
Abstract
In dem Beitrag wird mit Paneldaten der Jahre 1975 bis 1999 untersucht, welche Determinanten es für Überstunden in Großbritannien gibt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitgestaltung und Chancengleichheit für Frauen: Workshop am 18. November 1999 in Bonn (2000)
Klenner, Christina;Zitatform
Klenner, Christina (Hrsg.) (2000): Arbeitszeitgestaltung und Chancengleichheit für Frauen. Workshop am 18. November 1999 in Bonn. (Edition der Hans-Böckler-Stiftung 36), Düsseldorf, 98 S.
Abstract
"Analysiert wurden neue Tendenzen der Arbeitszeitflexibilisierung in den 90er Jahren und ihre Auswirkungen auf Frauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexible Arbeitszeit und Schichtarbeit (Themenheft) (2000)
Knauth, Peter ; Wöckinger, Gerda; Hall, Gordon; Heslegrave, Ronald J.; Hornberger, Susanne; Knauth, Peter ; Beyers, Joanne; Knutsson, Anders; Dov, Zohar; Kundi, Michael; Gauderer, Patric C.; Lowden, Arne; Akerstedt, Torbjörn; Nave, Tov; Epstein, Rachel; Nela, Chillag; Boggild, Henrik; Peretz, Lavie; Tzischinsky, Orna; Reinish, Lawrence;Zitatform
Wöckinger, Gerda, Gordon Hall, Ronald J. Heslegrave, Peter Knauth, Joanne Beyers, Anders Knutsson, Zohar Dov, Michael Kundi, Patric C. Gauderer, Arne Lowden, Torbjörn Akerstedt, Tov Nave, Rachel Epstein, Chillag Nela, Henrik Boggild, Lavie Peretz, Orna Tzischinsky & Lawrence Reinish (sonst. bet. Pers.) (2000): Flexible Arbeitszeit und Schichtarbeit (Themenheft). In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 54, H. 5, S. 289-334.
Abstract
Die Beiträge des Themenheftes gehen auf das "XIV International Symposion on Night and Shiftwork" zurück, das vom 13. bis 17. September 1999 in Wiesensteig stattfand.
-
Literaturhinweis
Erfolgsfaktor familienbewußte Personalpolitik (2000)
Zitatform
Knauth, Peter, Sonia Hornberger, Sibylle Olbert-Bock & Jürgen Weisheit (2000): Erfolgsfaktor familienbewußte Personalpolitik. (Arbeitswissenschaft in der betrieblichen Praxis 16), Frankfurt am Main u.a.: Lang, 234 S.
Abstract
"Gut ausgebildete, leistungsstarke und kreative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das entscheidende Potential unternehmerischen Erfolgs. Nur eine Personalpolitik, die auch familiäre Lebensbedürfnisse bewußt einbezieht, vermag dieses Potential optimal auszuschöpfen. Die Autoren des Buches waren im Rahmen eines großangelegten Forschungsprojektes zur familienorientierten Personalpolitik für das Teilprojekt "Betriebliche Modellversuche in der Großindustrie" verantwortlich. Ziele dieses Teilprojektes waren die Initiierung von Pilotmodellen und die Optimierung bestehender Modelle familienbewußter Personalpolitik. Über umfangreiche Evaluationen wurde ein Konzept zur erfahrungsgestützten Vorgehensweise in Industriebetrieben zur erfolgreichen Implementierung und Optimierung von familienfreundlichen Maßnahmen entwickelt und überprüft. Die Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, daß familienorientierte Maßnahmen erst dann ihre Wirksamkeit voll entfalten können, wenn sie als Bestandteile eines ganzheitlichen Konzeptes in den Leitlinien des Unternehmens verankert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Innovative Arbeitszeitgestaltung: Wirtschaftlichkeit und Humanität (2000)
Zitatform
Knauth, Peter (2000): Innovative Arbeitszeitgestaltung. Wirtschaftlichkeit und Humanität. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 54, H. 5, S. 292-299.
Abstract
"In dem Beitrag werden Arbeitszeitmodelle auf der Basis der beiden arbeitswissenschaftlichen Oberziele 'Humanität' und. 'Wirtschaftlichkeit' in vier Kategorien eingeteilt. Danach werden fünf Arbeitszeitmodelle vorgestellt, in denen für den Arbeitgeber und die Arbeitnehmer eine 'win-win'-Situation realisiert wurde. Es handelt sich dabei um ein flexibles diskontinuierliches Schichtsystem, eine Dienstplangestaltung durch die Mitarbeiter, ein Jahresarbeitszeitmodell, ein Modell zeitautonomer Arbeitsgruppen sowie ein variables Arbeitszeitmodell auf Vertrauensbasis. Abschließend wird auf die Bedeutung der Einführungsstrategie hingewiesen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Innovatives Arbeitszeitmanagement: Beiträge zu einem Workshop im Rahmen des 45. Kongresses der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft in Karlsruhe am 10. März 1999 (2000)
Zitatform
Knauth, Peter & Gert Zülch (Hrsg.) (2000): Innovatives Arbeitszeitmanagement. Beiträge zu einem Workshop im Rahmen des 45. Kongresses der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft in Karlsruhe am 10. März 1999. (Forschungsberichte aus dem Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation der Universität Karlsruhe 22), Aachen: Shaker, 188 S.
Abstract
Der erste Abschnitt des Tagungsbands setzt sich mit dem Thema "Innovation und Arbeitsschutz" auseinander. Im ersten Beitrag wird hierzu der Zusammenhang hergestellt zwischen dem Generalthema des Kongresses "Arbeitsschutz-Managementsysteme" und den Risiken, die mit ungünstigen Arbeitszeitsystemen verbunden sind. Im zweiten Beitrag wird der Frage nachgegangen, wann ein Arbeitszeitmodell als innovativ bezeichnet werden kann. Im zweiten Abschnitt werden dann praktizierte flexible Arbeitszeitmodells vorgestellt, die sowohl betriebliche Ziele als auch Interessen der Mitarbeiter und der Gesellschaft berücksichtigen. Weitere flexible Arbeitszeitmodelle in der Industrie, im Gesundheitswesen, bei der Polizei und im Einzelhandel werden anschließend beschrieben. Da die Gestaltung von neuen Arbeitszeitmodellen eine komplexe Aufgabe darstellt, ist es wichtig, die Betriebe durch Instrumente und Verfahren bei der Lösung dieser Aufgabe zu unterstützen. Der letzte Abschnitt stellt daher Anleitungen zur Verrechnungen von Abwesenheitszeiten und Feiertagen, zur Konstruktion "übergroßer Gruppen" und ein Softwareprogramm zur Arbeitszeitgestaltung unter Berücksichtigung arbeitswissenschaftlicher Empfehlungen vor. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Aktuelle Fragen der Lehrerarbeitszeit: im Spannungsfeld einer Flexibilisierung des öffentlichen Dienstes und der Fürsorgepflicht des Dienstherrn (2000)
Koch, Christian;Zitatform
Koch, Christian (2000): Aktuelle Fragen der Lehrerarbeitszeit. Im Spannungsfeld einer Flexibilisierung des öffentlichen Dienstes und der Fürsorgepflicht des Dienstherrn. In: Recht der Jugend und des Bildungswesens, Jg. 48, H. 3, S. 264-279.
Abstract
Der Autor geht auf die verschiedenen Ebenen der Lehrerarbeitszeit ein: zum einen auf die Makro-Ebene der Lebensarbeitszeit (mit den Regelungselementen der Einstellungsteilzeit und der Altersteilzeit), und zum anderen auf die Mikro-Dimension, das Regelstundenmaß angemessen festzusetzen. "In der Zusammenschau bilden Teilzeitkonzepte, Altersteilzeit und Bemühungen um eine Neukonstruktion der Lehrerarbeitszeit ebenso wie Verschiebungen innerhalb der Komponenten der Lehrerarbeitszeit und ihre Begründungen unterschiedliche Facetten eines Systemzusammenhangs. Für das den verschiedenen Arbeitsstadien des Lehrerberufs zuzuordnende Stundenkontingent wird die Jahresarbeitszeit deutlicher zum verbindenden und verbindlichen Gesamtmaß. Aus den Konstruktionen der Lebensarbeitszeit, aus deren verschiedenartigen Gestaltungsmöglichkeiten, wie insbesondere der Altersteilzeit, verlängerte wöchentliche Arbeitszeiten oder auch nur Schwerpunktverlagerungen auf erhöhte Unterrichtszeiten zu begründen, überzeugt nicht." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Theorie und Empirie unterschiedlich langer Arbeitstage am Beispiel von Schicht- und Teilzeitarbeit (2000)
Krings, Achim;Zitatform
Krings, Achim (2000): Theorie und Empirie unterschiedlich langer Arbeitstage am Beispiel von Schicht- und Teilzeitarbeit. (Beiträge zur Personal- und Organisationsökonomik 05), München u.a.: Hampp, 250 S.
Abstract
"Bei der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung ist u.a. die Länge des Arbeitstages zu bestimmen. Die Relevanz dieses Entscheidungsproblems zeigt sich beispielweise bei der Arbeitszeitgestaltung in Krankenhäusern, wo über die Frage diskutiert wird, ob zu lange Schichtdienste von Ärzten die Qualität der Patientenversorgung beeinträchtigen. Auch in der Diskussion um Teilzeitarbeit wird über die Frage gestritten, welche Konsequenzen mit unterschiedlich langen Arbeitstagen verbunden sind. Die vorliegende Arbeit greift zur Beantwortung dieser Fragen auf arbeitswissenschaftliche und personalökonomische Argumente zurück und intergriert diese auf der Basis eines produktionstheoretischen Modells. Die abgeleiteten Hypothesen werden u.a. in einer empirischen Untersuchung auf chirurgischen Intensivstationen überprüft. Unter den dort vorherrschenden Bedingungen sind zwölfstündige Arbeitstage mit besseren Produktionsergebnissen verbunden als achtstündige Arbeitstage." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Partial retirement and pension policy in industrialized countries (2000)
Zitatform
Latulippe, Denis & John Turner (2000): Partial retirement and pension policy in industrialized countries. In: International Labour Review, Jg. 139, H. 2, S. 179-195.
Abstract
Die Autoren diskutieren Auswirkungen und Vor- und Nachteile der Altersteilzeit in Industrieländern und geben einen knappen Überblick über die einschlägigen Regelungen in acht Ländern (Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Japan, USA, Norwegen, Schweden). (IAB)
-
Literaturhinweis
Die Arbeits- und Betriebszeiten in der europäischen Automobilindustrie (2000)
Lehndorff, Steffen;Zitatform
Lehndorff, Steffen (2000): Die Arbeits- und Betriebszeiten in der europäischen Automobilindustrie. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2000-13), Gelsenkirchen, 59 S.
Abstract
"In dem Bericht werden die Ergebnisse einer Erhebung zur betrieblichen Arbeitszeitorganisation in der europäischen Automobilindustrie vorgestellt. Auf der Basis von Angaben aus 39 Automobilfabriken in elf Ländern werden die Dauer der Arbeits- und Betriebszeiten sowie die Organisation der Schichtsysteme im Stichjahr 1998 verglichen sowie Veränderungen gegenüber dem Beginn der 90er Jahre analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mut und Kalkül: der französische Weg zur 35-Stunden-Woche (2000)
Lehndorff, Steffen;Zitatform
Lehndorff, Steffen (2000): Mut und Kalkül. Der französische Weg zur 35-Stunden-Woche. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 45, H. 1, S. 53-63.
Abstract
Der Artikel gibt einen Überblick über die Einführung der 35-Stunden-Woche als gesetzliche Arbeitszeit in Frankreich. Zunächst wird die französische Arbeitszeitpolitik der letzten Jahre beschrieben, die in dem Gesetz zur 35-Stunden-Woche mündete. Erste Umsetzungserfahrungen zeigen eine erhebliche Zunahme der Verhandlungsdynamik zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften. zirka 100.000 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse werden dem Arbeitszeitgesetz zugeschrieben. Lohnausgleich, Überstunden und Flexibilisierung erweisen sich bei den Verhandlungen als heikle Reizthemen. Das Gesetz, das am 1.2.2000 in Kraft treten wird, baut auf die Verknüpfung von "Zuckerbrot und Peitsche" und gibt des Kollektivvertragsparteien weitere Gestaltungsspielräume. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Flexible Arbeitszeitorganisation in der Praxis: eine Untersuchung in sechs Unternehmen (2000)
Lindecke, Christiane;Zitatform
Lindecke, Christiane (2000): Flexible Arbeitszeitorganisation in der Praxis. Eine Untersuchung in sechs Unternehmen. (Arbeit und Technik 18), München u.a.: Hampp, 219 S.
Abstract
"Die Einführung neuer, flexibler Arbeitszeitmodelle ist mit unterschiedlichen Erwartungen und Interessen verbunden. Unternehmen wollen flexiblere Betriebszeiten und eine kostengünstigere Anpassung an Schwankungen der Auftragslage erreichen. Von Seiten der Beschäftigten gibt es die Erwartung, dass innovative Arbeitszeitregelungen zu einem Gewinn an 'Zeitsouveränität' führen können. Schließlich gibt es noch die Hoffnung, dass durch flexible Arbeitszeitmodelle positive Beschäftigungseffekte erreicht werden können. Diese Untersuchung von sechs Unternehmen - fünf des produzierenden Gewerbes und eines Dienstleistungsunternehmens - geht der Frage nach, inwieweit flexible Arbeitszeitregelungen in der Praxis diese unterschiedlichen Erwartungen erfüllen. Es wird davon ausgegangen, dass betriebliche Ansätze, die diese unterschiedlichen Interessen berücksichtigen, mit Änderungen der Arbeitsorganisation verbunden sind. Welchen Flexibilitätsanforderungen sind die untersuchten Unternehmen unterworfen? Welche Anforderungen werden gewählt? Gelingt es den Unternehmen, durch ihre Arbeitszeitmodelle ihre Zielsetzungen zu erreichen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten bieten die Arbeitszeitmodelle den Beschäftigten? Sind die untersuchten Arbeitszeitmodelle mit positiven Beschäftigungseffekten verbunden? Inwieweit wurden Veränderungen der Arbeitszeitorganisation mit neuen Varianten von Arbeitsorganisation verbunden?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Employment and distributional effects of restricting working time (2000)
Zitatform
Marimon, Ramon & Fabrizio Zilibotti (2000): Employment and distributional effects of restricting working time. In: European Economic Review, Jg. 44, H. 7, S. 1291-1326. DOI:10.1016/S0014-2921(00)00032-5
Abstract
Mit einem Gleichgewichtsmodell analysieren die Autoren die Auswirkungen von gesetzlichen Arbeitszeitverkürzungen auf Beschäftigung und Einkommensverteilung. (IAB)
-
Literaturhinweis
Substitution between working hours and employment: an empirical analysis for Switzerland (2000)
Marti, Michael;Zitatform
Marti, Michael (2000): Substitution between working hours and employment. An empirical analysis for Switzerland. In: Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, Jg. 136, H. 3, S. 397-415.
Abstract
"Aufgrund der hohen Arbeitslosenraten seit Mitte der 70er Jahre entstand in Europa eine kontroverse politische Diskussion zur Frage, ob eine Reduktion der Arbeitsstunden je Beschäftigten eine Zunahme der Beschäftigung bewirkt. Während diese Frage in vielen westeuropäischen Ländern bereits seit Mitte der 80er Jahre erörtert wird, wurde sie in der Schweiz erst relevant, als die Arbeitslosenzahl in den 90er Jahren anstieg. Die Arbeit untersucht die Frage in einem statischen und einem dynamischen Rahmen, unter der Verwendung von aggregierten Schweizer Daten. Die erzielten Resultate weisen auf keinen nennenswerten Effekt einer Reduktion der Arbeitsstunden hin." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Probleme um Arbeitszeitkonten (2000)
Märkle, Claudia; Petri, Ulrich;Zitatform
Märkle, Claudia & Ulrich Petri (2000): Probleme um Arbeitszeitkonten. In: Arbeit und Recht, Jg. 48, H. 12, S. 443-448.
Abstract
"Arbeitszeitkonten spielen eine wichtige Rolle bei der immer stärkeren Flexibilisierung der Arbeitszeit. Sie haben für Arbeitgeber viele Vorteile, z.B. Vermeidung von Überstunden und Anpassung der Arbeitszeit an den jeweiligen Arbeitsanfall. Auch für den Arbeitnehmer können sie Vorteile haben, wie weniger Stress auf dem Arbeitsweg oder die mögliche Verlängerung des Wochenendes und des Urlaubs durch Freischichten bzw. Freistellungsphasen, andererseits aber auch Probleme aufwerfen, wie den Schutz der Arbeitszeitkonten bei Insolvenz des Betriebes oder Beendigung des Anstellungsverhältnisses. Die Autoren sind der Überzeugung, dass Arbeitszeitflexibilisierung im Gegensatz zu Arbeitszeitverkürzung keinen positiven Effekt auf den Arbeitsmarkt hat. Mehrere Male betonen sie die Wichtigkeit des Grundsatzes, dass geleistete Arbeit zu bezahlen ist. Conditio sine qua non dafür ist die konsequente Erfassung der Arbeitszeit. Flexibilisierung muss ferner freiwillig sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Working-time changes: social integration through transitional labour markets (2000)
Zitatform
(2000): Working-time changes. Social integration through transitional labour markets. (Labour markets and employment policy), Cheltenham u.a.: Elgar, 369 S.
Abstract
In den letzten zwanzig Jahren hat die Arbeitslosigkeit und die Arbeitszeitflexibilität in Europa zugenommen, wobei die Flexibilisierung der Arbeitszeit zu zwiespältigen Bewertungen geführt hat. Beim Konzept der "Transitional Labour Markets" steht die Analyse der Faktoren und politischen Strategien zur Verhinderung von Massenarbeitslosigkeit durch Flexibilisierung von Arbeitsorganisation und Arbeitszeit im Mittelpunkt. Das analytische Konzept der "Transitional Labour Markets" wird mit seinen theoretischen und methodologischen Grundlagen vorgestellt. Die Beiträge in dem Sammelwerk gruppieren sich um die Fragen, ob Arbeitszeitflexibilität ein Mittel zur Erhöhung der Erwerbsquote ist, ob Arbeitszeitflexibilität Arbeitslosigkeit verhindern kann, und um die Frage der Durchlässigkeit zwischen Normalarbeitsverhältnis und peripherer Beschäftigung. Auf der Grundlage von Längsschnitten und qualitativen Fallstudien wird der Arbeitsmarktwandel in Spanien, Schweden, Irland, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden diskutiert. Außerdem wird der Wandel des britischen und des deutschen Bankensektors sowie des britischen, französischen und niederländischen Gesundheitswesens untersucht. (IAB)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungseffekte und Kosten einer Rente mit 60 (2000)
Peters, Ralf-Henning; Steiner, Viktor;Zitatform
Peters, Ralf-Henning & Viktor Steiner (2000): Beschäftigungseffekte und Kosten einer Rente mit 60. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 80, H. 4, S. 236-243.
Abstract
"Eine Verkürzung der Arbeitszeit wird in Deutschland wie auch in anderen europäischen Ländern als beschäftigungspolitisches Instrument diskutiert. Eine Option ist hierbei die 'Rente mit 60'. Welche Kosten verursacht diese Form der Frühverrentung, und welche Beschäftigungseffekte sind von ihr zu erwarten? Trägt die 'Rente mit 60' zur Lösung der Arbeitsmarktprobleme bei? Wie schneidet im Vergleich dazu eine Altersteilzeitregelung ab?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Flexibilisierung der Arbeitszeiten in der Bundesrepublik Deutschland: Ausmaß, Bewertung und Präferenzen (2000)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (2000): Die Flexibilisierung der Arbeitszeiten in der Bundesrepublik Deutschland. Ausmaß, Bewertung und Präferenzen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 14-15, S. 32-38.
Abstract
"Die Entwicklung der Arbeitszeiten ist in der Bundesrepublik in den letzten Jahren zwei Trends mit weit reichenden wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Folgen gekennzeichnet: eine deutliche Arbeitszeitverkürzung und eine zunehmende Arbeitszeitflexibilisierung. In quantitativer Hinsicht lässt sich feststellen, dass das 'Flexibilisierungspotential' mit zunehmender Arbeitszeitverkürzung gewachsen ist. Ein Überblick über die Grundmuster flexibler Arbeitszeitgestaltung zeigt die Bandbreite der Variationsmöglichkeiten auf. Entscheidend für das Potential der einzelnen Arbeitszeitmuster an 'Zeitsouveränität' ist, ob Optionsmöglichkeiten und Mitspracherecht der Arbeitnehmer bei der Arbeitszeitgestaltung z.B. in Form von Betriebs- oder Tarifvereinbarungen festgeschrieben sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vom Normalarbeitsverhältnis zur Flexibilisierung: über den Wandel der Arbeitszeitmuster: Ausmaß, Bewertung und Präferenzen (2000)
Schulze Buschoff, Karin; Rückert-John, Jana;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (2000): Vom Normalarbeitsverhältnis zur Flexibilisierung. Über den Wandel der Arbeitszeitmuster: Ausmaß, Bewertung und Präferenzen. (Veröffentlichungsreihe der Querschnittsgruppe Arbeit & Ökologie beim Präsidenten des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 00-518), Berlin, 29 S.
Abstract
"In dem Papier werden Entwicklungen der Erwerbsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland seit der Nachkriegszeit aufgezeigt, die vom 'Normalarbeitsverhältnis zur Flexibilisierung' führen. Aufgezeigt wird auch, wie diese Entwicklungen in der politischen Debatte um die Arbeitszeitfragen beurteilt werden. Ein Überblick über 'atypische' (das heißt vom Normalarbeitsverhältnis abweichende) Arbeitszeitmuster stellt den derzeitigen Stand und die Bandbreite der Flexibilisierung der Arbeitszeit dar. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Flexibilisierung atypischer Arbeitszeitformen in Hinblick auf Arbeitgeberinteressen und auf die Lebensqualität der Arbeitnehmer. Weiterhin wird auf der Basis von Umfrageergebnissen (Datenbasis: Sozioökonomisches Panel) die Bereitschaft der Arbeitnehmer zur Arbeitszeitverkürzung und Arbeitszeitflexibilisierung aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Altersteilzeit als personalpolitisches Steuerungsinstrument: Erfahrungen eines mittelständischen metallverarbeitenden Betriebes (2000)
Sczesny, Cordula; Fingerhuth, Christl;Zitatform
Sczesny, Cordula & Christl Fingerhuth (2000): Altersteilzeit als personalpolitisches Steuerungsinstrument. Erfahrungen eines mittelständischen metallverarbeitenden Betriebes. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 9, H. 4, S. 323-328. DOI:10.1515/arbeit-2000-0408
Abstract
"Angesichts einer anhaltenden hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland steht die Altersteilzeit seit einiger Zeit als arbeitsmarktpolitisches Instrument in der öffentlichen Diskussion. Sie wird als eine Möglichkeit angesehen, älteren Beschäftigten einen gleitenden Ausstieg aus dem Erwerbsleben zu ermöglichen und gleichzeitig die Beschäftigungsmöglichkeiten junger bzw. arbeitsloser Erwerbspersonen zu fördern. Die Entscheidung für oder gegen den Einsatz von Altersteilzeit wird in den Betrieben jedoch nicht nur von der allgemeinen Arbeitsmarktlage, sondern auch von ihrem konkreten Personalbedarf beeinflusst. Altersteilzeit bietet zum einen die Möglichkeit, den bisherigen Personalbestand zugunsten jüngerer Beschäftigter umzubauen und somit neue Qualifikationen ins Unternehmen zu holen. Zum anderen kann Altersteilzeit für eine sozialverträgliche Personalanpassung stehen, wenn von einer Wiederbesetzung der freigewordenen Stellen abgesehen wird. Ist Altersteilzeit auch ein praktikables personalpolitisches Instrument für Klein- und Mittelbetriebe? Kann Altersteilzeit auch vor dem Hintergrund enger gesteckter personeller und finanzieller Ressourcen auf der Basis freiwilliger Betriebsvereinbarungen umgesetzt werden? Im Beitrag wird die Entwicklung und Umsetzung einer Vereinbarung in einem mittelständischen metallverarbeitenden Betrieb beschrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
enthält alle Kurzbeiträge des Heftes -
Literaturhinweis
Arbeitszeit nach Wunsch verkürzen? (2000)
Seifert, Hartmut;Zitatform
Seifert, Hartmut (2000): Arbeitszeit nach Wunsch verkürzen? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 4, S. 237-246.
Abstract
"Ausgangspunkt des Beitrages ist der Tatbestand, dass ein nicht unerheblicher Teil der Beschäftigten die bestehenden Arbeitszeiten als lediglich suboptimal bewertet und unter Zeitrestriktionen leidet. Eine gezielte Arbeitszeitverkürzung würde nicht nur den Zeitwünschen besser entsprechen, sondern auch für nicht unerhebliche Beschäftigungseffekte sorgen können. Der Beitrag versucht abzuschätzen, wie groß das an kürzeren Arbeitszeiten interessierte Potential ist, welche Bedingungen unter Beachtung des Kriteriums der Kostenneutralität erfolgt sein müssen, damit die Diskrepanzen zwischen bestehenden und gewünschten Arbeitszeiten verkleinert oder gar aufgehoben werden können und welche Beschäftigungseffekte von gezielten zu erwarten sind. Die Überlegungen in zusätzliche Beschäftigung, die Ausweitung der Teilzeitarbeit und die Umwandlung von Geldzuschlägen für Nacht- und Sonntagsarbeit in entsprechenden Freizeitausgleich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitpolitik: Eine Analyse der gewünschten Arbeitszeit, der Überstunden und der Stundenrestriktionen in der Schweiz (2000)
Sousa-Poza, Alfonso; Henneberger, Fred;Zitatform
Sousa-Poza, Alfonso & Fred Henneberger (2000): Arbeitszeitpolitik: Eine Analyse der gewünschten Arbeitszeit, der Überstunden und der Stundenrestriktionen in der Schweiz. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 2, S. 277-289.
Abstract
"In der Studie werden die gewünschten Arbeitszeiten, die Überstunden und die Stundenrestriktionen der abhängig Erwerbstätigen in der Schweiz analysiert. Als Datenbasis verwenden die Autoren einerseits die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) des Jahres 1998. Dabei wird folgendes deutlich: (i) Die meisten Schweizer Arbeitnehmer sind mit ihrer Arbeitszeit/Lohn-Kombination durchaus zufrieden, wenn man die gewünschte mit der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit vergleicht. (ii) Der größte Teil der Arbeitnehmer, die Stundenrestriktionen empfinden, möchte lieber kürzer arbeiten und entsprechend weniger verdienen (17 % der männlichen und 22 % der weiblichen ARbeitskräfte). (iii) Es besteht sowohl für Männer als auch für Frauen ein Mangel an Teilzeitstellen vor allem für hochqualifizierte Arbeitskräfte. (iv) Männer und Frauen leisten im Durchschnitt 3,15 bzw. 1,69 Überstunden pro Woche. Überstunden werden in den meisten Fällen durch Freizeit, weniger häufig gar nicht und in den selteneren Fällen durch Geldleistungen kompensiert. (v) Ein Vergleich zwischen der tatsächlichen und der gewünschten Arbeitszeit ergibt, dass ein bedeutender Anteil an Arbeitnehmern Stundenrestriktionen erleidet. Das äußert sich darin, dass diese es vorziehen würden, kürzer zu arbeiten. Andererseits zeigen die Autoren anhand der Daten des International Social Survey Programme (ISSP) von 1997, dass (i) Schweizer Arbeitnehmer im internationalen Verleich mit ihrer gegenwärtigen Arbeitszeit/Lohn-Kombination sehr zufrieden sind und (ii) die Schweiz jedoch über den höchsten Anteil an Arbeitnehmern verfügt, die kürzer arbeiten und damit weniger verdienen möchten. Aus den Ergebnissen der Analyse werden schließlich einige wirtschaftspolitische Empfehlungen abgeleitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zeit gewinnen - Bündnis für Arbeit und Lebensqualität (2000)
Spitzley, Helmut;Zitatform
Spitzley, Helmut (2000): Zeit gewinnen - Bündnis für Arbeit und Lebensqualität. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 51, H. 4, S. 217-226.
Abstract
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen die Industriegewerkschaften vor verschiedenen "Zukünften der Arbeit". Eine Vielfach diskutierte Variable ist dabei die Verteilung der Arbeitszeit. Die Devise "Kürzer arbeiten statt entlassen" wirft dabei die Frage auf, ob eine Vollbeschäftigung neuen Typs möglich ist. Der Autor diskutiert vor diesem Hintergrund Aspekte des Bündnisses für Arbeit, die Fragen von (Arbeits-)Zeit und Lebensqualität tangieren. (IAB)
-
Literaturhinweis
Weg von Überstunden: hin zu befristeten Verträgen (2000)
Spitznagel, Eugen;Zitatform
Spitznagel, Eugen (2000): Weg von Überstunden. Hin zu befristeten Verträgen. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 55, H. 5, S. 207-211.
Abstract
"Die Suche nach Möglichkeiten, einen Teil des bestehenden Überstundenvolumens in neue Beschäftigungsverhältnisse umzumünzen, steht nach wie vor im Vordergrund der arbeitsmarktpolitischen Diskussion. Es geht dabei vor allem um die bezahlten Überstunden, also um jene, die nicht früher oder später durch Freizeit ausgeglichen werden. Ihr Volumen betrug im Jahr 1999 schätzungsweise ca. 1,8 Milliarden Stunden. Im Allgemeinen wird nicht infrage gestellt, dass ein gewisser Sockel an Überstunden als notwendige Bedingung für betriebliche Flexibilität und Wettbewerbstätigkeit betriebswirtschaftlich unverzichtbar ist. Dessen ungeachtet bleibt umstritten, welche Beschäftigungspotenziale im Überstundenvolumen liegen und wo die Grenzen dieses Ansatzes bei einer praktischen Umsetzung sind." Der Beitrag behandelt einen Modellversuch zur Substitution von bezahlten Überstunden durch befristete Beschäftigung im Arbeitsamtsbezirk Neuwied. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Substitution von Überstunden durch Beschäftigte: das BAFF-Modell im Arbeitsamtsbezirk Neuwied (2000)
Spitznagel, Eugen; Teriet, Bernhard;Zitatform
Spitznagel, Eugen & Bernhard Teriet (2000): Substitution von Überstunden durch Beschäftigte. Das BAFF-Modell im Arbeitsamtsbezirk Neuwied. (IAB-Werkstattbericht 02/2000), Nürnberg, 13 S.
Abstract
Mit dem Modell "Befristete Arbeitsstellen finden und fördern (BAFF)" entwickelte das Arbeitsamt Neuwied ein Förderkonzept, das darauf zielt, Überstunden abzubauen oder zu vermeiden und dabei gleichzeitig die Beschäftigtenzahl zu steigern, indem Arbeitslose eingestellt weden. Die eingestellten Arbeitslosen sollen somit an einer Verkürzung der individuellen Arbeitszeit der Beschäftigten beteiligt werden. Im Rahmen der Wirkungsforschung des IAB zu dem Modell, wurden in 40 Unternehmen, die von Mitte 1997 bis Anfang 1999 an dem Versuch teilgenommen haben, Befragungen durchgeführt. Der Beitrag stellt erste Ergebnisse vor. Als vorläufiges Zwischenfazit wird festgehalten, dass das BAFF-Modell während seiner Laufzeit durch die Substitution von Überstunden zu Einstellungen geführt und positive Beschäftigungseffekte erzielt hat. Eine über den konjunkturbedingten Abbau hinausgehende Absenkung der Überstundenintensität nach Auslaufen der Förderung dürfte aber nur teilweise erreicht worden sein. (IAB)
-
Literaturhinweis
Employment effects of work sharing: an econometric analysis for West Germany (2000)
Steiner, Viktor; Peters, Ralf-Henning;Zitatform
Steiner, Viktor & Ralf-Henning Peters (2000): Employment effects of work sharing. An econometric analysis for West Germany. (ZEW discussion paper 2000-20), Mannheim, 37 S.
Abstract
"In this paper the authors estimate the employment effects of a reduction in weekly normal hours in West German manufacturing on the basis of an econometric models using industry panel data. They distinguish between unskilled, skilled and high-skilled workers and show that labor demand elasticities with respect to real wages differ significantly between these three skill groups. Given wages, the direct employment effect of a reduction in weekly normal hours is negligible for all three groups. However, taking the adjustment of wages into account, which compensates workers to some extent for lost income due to the reduction of working hours, the net employment effect becomes negative on average. Due to their relatively large wage elasticity, this negative effect is particularly strong for the unskilled. 'Work sharing' by means of general hours-reductions can thus not be considered an adequate policy to reduce unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Im Zeichen der Zeit? - industrielle Beziehungen, Gewerkschaftspolitik und 35-Stunden-Woche in Frankreich: eine Zwischenbilanz (2000)
Steinhilber, Jochen;Zitatform
Steinhilber, Jochen (2000): Im Zeichen der Zeit? - industrielle Beziehungen, Gewerkschaftspolitik und 35-Stunden-Woche in Frankreich. Eine Zwischenbilanz. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 4, S. 265-275.
Abstract
"Das Projekt der 35-Stunden-Woche in Frankreich stellt das wichtigste Reformvorhaben der Regierung Jospin in der laufenden Legislaturperiode dar. In den vergangenen beiden Jahren wurde es zum Kristallisationspunkt zahlreicher Debatten über Arbeitslosigkeit, Flexibilität und die Transformation der industriellen Beziehungen. Ziel des Artikels ist es, die institutionellen Grundlagen der Arbeitszeitverkürzung, ihre widersprüchliche Umsetzung und die Zusammenarbeit sowie die Konflikte der sozialen Akteure in diesem Kontext aufzuzeigen und zu analysieren. Nach einer kurz gehaltenen Analyse der historischen und institutionellen Grundlagen der AZV sowie der industriellen Beziehungen geht der Artikel auf die bisherige Bilanz der AZV auf drei Feldern ein: Beschäftigung und Lohn; Flexibilibierung; Auswirkungen auf die sozialen Akteure. Schließlich werden vor dem Hintergrund des zweiten Gesetzes, das am 1. Januar 2000 in Kraft tritt, die Perspektiven der AZV diskutiert, von denen entscheidend die Stabilität und Legitimität der pluralistischen Linken in Frankreich abhängt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Verhandelbarkeit von Arbeitszeitverkürzung: zum Versuch neokorporatistischer Beschäftigungssteuerung im "Bündnis für Arbeit" (2000)
Vetterlein, Antje;Zitatform
Vetterlein, Antje (2000): Verhandelbarkeit von Arbeitszeitverkürzung. Zum Versuch neokorporatistischer Beschäftigungssteuerung im "Bündnis für Arbeit". (Veröffentlichungsreihe der Querschnittsgruppe Arbeit & Ökologie beim Präsidenten des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 00-517), Berlin, 92 S.
Abstract
"Mit Verweis auf erfolgreiche Beschäftigungspakte in anderen europäischen Staaten, insbesondere den Niederlanden, werden auch in Deutschland immer wieder derartige Anstrengungen gefordert. Die 'neue' sozialdemokratisch geführte Regierung hat nun ein solches Bündnis zu einem Kernthema ihrer Politik gemacht. Dieses Paper analysiert die Wahrscheinlichkeit des Gelingens des jetzigen 'Bündnisses für Arbeit', gemessen am 'harten' Kriterium 'Abbau der Arbeitslosigkeit'. Ausgehend von der Verhandlungs- und Neokorporatismustheorie werden zwei Bedingungen für den Erfolg eines solchen Verhandlungssystems abgeleitet. Es wird geprüft, ob beide - nämlich Verhandlungswilligkeit und -fähigkeit von Verbänden - tatsächlich gegeben sind. Das Nicht-Vorhandensein beider Voraussetzungen bringt derartige neokorporatistische Arrangements in eine Dilemmasituation: Maßnahmen, die grundsätzlich verhandelbar wären, lösen das Beschäftigungsproblem nicht, und beschäftigungswirksame Maßnahmen sind nicht verhandelbar. Das heißt nicht, daß das 'Bündnis für Arbeit' zum Scheitern verurteilt ist, macht aber die spezifische Selektivität derartiger neokorporatistischer Verhandlungssysteme deutlich. Dies wird exemplarisch an der Arbeitszeitpolitik dargestellt, welche ein Thema im Bündnis ist und ein äußerst wirkungsvoller Weg, um Arbeitslosigkeit zu reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungspolitik: Frankreich geht andere Wege - und erzielt Erfolge: vor allem die staatlich verordnete Arbeitszeitverkürzung läuft gegen den internationalen Trend (2000)
Werner, Heinz;Zitatform
Werner, Heinz (2000): Beschäftigungspolitik: Frankreich geht andere Wege - und erzielt Erfolge. Vor allem die staatlich verordnete Arbeitszeitverkürzung läuft gegen den internationalen Trend. (IAB-Kurzbericht 13/2000), Nürnberg, 6 S.
Abstract
Die Beschäftigungspolitik der sozialistischen Regierung Frankreichs nach dem Regierungswechsel von 1997 läuft dem international zu beobachtenden Trend vielfach entgegen. Vor allem die staatlich verordnete Arbeitszeitverkürzung auf 35 Wochenstunden ist ungewöhnlich. In dem Beitrag werden die Erfolge der französichen Strategie untersucht. Es wird gezeigt, dass das Wirtschaftswachstum in Frankreich nicht nur höher als in Deutschland ausfiel, sondern auch schneller zu einem Anstieg der Beschäftigung führte. Ein relativ großer Teil des Beschäftigungsaufschwungs beruht auf der Zunahme von befristeten Arbeitsverträgen und auf dem relativ großen (und beschäftigungsintensiven) Dienstleistungssektor. Allein aufgrund der generellen Arbeitszeitverkürzung sind bisher - nach Angaben der französischen Regierung - ca. 200000 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten worden. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Loosening hours constraints on the supply of labor: what if Germans had a Dutch labor market? (2000)
Zitatform
Wolf, Elke (2000): Loosening hours constraints on the supply of labor. What if Germans had a Dutch labor market? (ZEW discussion paper 2000-54), Mannheim, 42 S.
Abstract
Die Autorin geht der Frage nach, welcher Spielraum in Deutschland zur Umverteilung von Arbeitszeit besteht. Sie simuliert dabei die Bedingungen des flexibleren niederländischen Arbeitsmarktes und überträgt sie auf Deutschland. Es zeigt sich, daß in Deutschland ein Potenzial für mehr Arbeitsumverteilung besteht. (IAB)
-
Literaturhinweis
Die industrielle Arbeitswelt der DDR unter dem Primat der sozialistischen Ideologie: exemplarisch untersucht am Schrifttum über Nacht- und Schichtarbeit (2000)
Zimmermann, Wolfgang;Zitatform
Zimmermann, Wolfgang (2000): Die industrielle Arbeitswelt der DDR unter dem Primat der sozialistischen Ideologie. Exemplarisch untersucht am Schrifttum über Nacht- und Schichtarbeit. Bochum, 820 S.
Abstract
"Die vorliegende Arbeit über den politisch-ideologischen Einfluss der SED auf die industrielle Arbeitswelt in der DDR beschäftigt sich mit der Mehrschichtarbeit als Instrument zum Machterhalt. Diese Arbeitszeitform hatte die SED trotz sozialer und gesundheitlicher Vorbehalte skrupellos für ihre Zwecke eingesetzt. Mehrschichtarbeit diszipliniert schon im Allgemeinen das Leben stark. Sie setzt einen fremden Zeitrhythmus gegen den individuellen und sozial dominanten. Damit verändert sich auch die Freizeit. Schichtarbeiter sind in spezifischer Zeitnot. Sie sind gezwungen, sorgfältig und bewusst mit der restlichen Zeit umzugehen. Mit der Ausweitung der Mehrschichtarbeit aus primär politisch-ideologischen Gründen nötigte die SED den Werktätigen in verstärktem Umfange Zeitstrukturen auf, die sowohl dem biologischen Rhythmus als auch der herrschenden sozialen Zeit zuwiderliefen. Die Partei griff folglich in die Verfügung über Lebenszeit eines großen Teiles der Werktätigen ein und beschnitt damit eines der elementaren Persönlichkeitsgüter der Menschen, denn nicht anders als durch Zeitsouveränität kann er sich als Individuum verwirklichen.
Inzwischen existiert der DDR-Staat nicht mehr. Die vorliegende Analyse versteht sich analog als historische Arbeit. Freilich deutet die Entwicklung der letzten Jahre darauf hin, dass die in den zurückliegenden vierzig Jahren in der DDR gewachsenen Strukturen auch in der Gegenwart weiterwirken. Insofern wäre es voreilig, eine historische Analyse für wenig relevant zu erachten. Diese Untersuchung über den politisch-ideologischen Einfluss der SED auf die industrielle Arbeitswelt wurde begonnen, als der revolutionäre Umbruch, der sich im Herbst 1989 in der DDR ereignete, noch nicht absehbar war. Die Analyse wurde dann von den dynamischen Prozessen der Wende zu einem Zeitpunkt überrascht, als die Konzeption der Arbeit abgeschlossen war.
Die Tatsache, dass die Konzeption der Analyse in Unkenntnis der sich seit Herbst 1989 in der DDR vollziehenden Prozesse entwickelt wurde, muss aber nicht als nachteilig angesehen werden. Denn so geriet die Untersuchung nie in Gefahr, unter dem Eindruck der erst später in ihrem vollen Ausmaß bekannt gewordenen Missstände in der sozialistischen Arbeitswelt pauschal und ausschließlich vom gegenwärtigen Standpunkt aus zu bewerten. Dennoch wurden die später bekannt gewordenen Fakten nicht ignoriert, sondern vielmehr da, wo es sich anbot, als eine Möglichkeit genutzt, die erarbeiteten Hypothesen, Befunde und Interpretationen einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Um auch die Quellen aus den ehemals verschlossenen Magazinen nutzen zu können, musste die Untersuchung über einen längeren Zeitraum ausgedehnt werden, als ursprünglich geplant war. Die eigentliche Analyse beschränkt sich auf den Zeitraum von 1949 bis zum 3.10.1990." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Öffentlichkeits- und Marketingstrategie demographischer Wandel (2000)
Abstract
Die Frage nach den Konsequenzen des demografischen Wandels für Unternehmen und Arbeitswelt veranlasste das Bundesministerium für Bildung und Forschung 1994 einen Förderschwerpunkt zum Thema "Demografischer Wandel und Zukunft der Erwerbsarbeit am Standort Deutschland" zu initiieren. Ab 1996 bearbeiteten fünf Forschungsverbünde das Themengebiet. Um die erarbeiteten Lösungen in die Praxis umzusetzen und die Öffentlichkeit weiter zu sensibilisieren, wurde 1999 das Transferprojekt "Oeffentlichkeits- und Marketingstrategie demografischer Wandel" gestartet. Das Gesamtprojekt setzt sich aus 15 Teilprojekten zusammen, deren inhaltliche Schwerpunkte die Beratung und Gestaltung betrieblicher Lösungen zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels sind. Die Themen im einzelnen: Wachsende Innovativität mit allen Altersgruppen, Beratung von KMU, Alternde Belegschaften in Software-Unternehmen, Laufbahngestaltung im Handwerk, Lebensarbeitszeitgestaltung in der Altenpflege, Generationenübergreifende Personalpolitik, Öffentlichkeits- und Marketingstrategie, Demografischer Wandel, Sensibilisierung und Aktivierung für die Probleme älterer Erwerbspersonen in der Regionältautoprobleme lösen und Arbeitsplätze schaffen, Sensibilisierung von Arbeitsmarktmediatoren, Arbeits- und Laufbahngestaltung zur Bewältigung begrenzter Tätigkeitsdauer im Generationenaustausch, Sensibilisierung und Aktivierung intermediärer Institutionen, Beratungsstrategien für alternsgerechte Arbeits- und Personalpolitik, Dynamische Arbeitsgestaltung für jüngere und ältere Innovierer, Generationenübergreifende Teams im Innovationsprozess, Alternsgerechte flexible Arbeitsplätze im Handwerk. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Wie verwenden Frauen und Männer ihre Zeit?: drei europäische Studien (2000)
Abstract
"Die Veröffentlichung enthält Zusammenfassungen von drei Studien, die im Rahmen des mittelfristigen Aktionsprogramms der Gemeinschaft für die Chancengleichheit von Frauen und Männern (1996-2000) in Auftrag gegeben und von transnationalen Teams von Forscherinnen und Forschern erstellt wurden. Sie basieren auf nationalen Berichten über ihre Feldforschung." "In der ersten, von Diane Perrons (London School of Economics) koordinierten Studie "Flexible Arbeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie - eine neue Form ungesicherter Lebensverhältnisse" werden flexible Arbeitszeitregelungen als Möglichkeit für Frauen untersucht, Beruf und Familie zu vereinbaren. Am Ende der Studie werden die Vor- und Nachteile der Flexibilität dargestellt; es wird jedoch darauf hingewiesen, daß mit dieser Flexibilität u.U. die Abhängigkeit der Frauen von ihren Partnern oder von staatlicher Unterstützung bestehen bleibt. Gegenstand der zweiten, von Annie Junter und Nicole Malpas (Engender) koordinierten Studie "Arbeitszeitgestaltung... Chancengleichheit von Frauen und Männern... Schaffung von Arbeitsplätzen... lassen sie sich miteinander verbinden?" ist die Verknüpfung von Gleichstellung von Frauen und Männern, Arbeitszeitverkürzung und Schaffung von Arbeitsplätzen, Förderung des Humankapitals und besserer Arbeitszeitgestaltung. Die Studie enthält eine Analyse positiver Beispiele von Unternehmen, die innovative Arbeitszeitregelungen anwenden, um Arbeitsplätze zu schaffen und ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Die dritte, von Maria-Angeles Durn (Consoje Superior de Investigaciones Cientificas) koordinierte Studie "Die Zukunft der Arbeit in Europa" beschäftigt sich mit geschlechtsspezifischen Mustern der Zeitverteilung und deren Auswirkung auf die demografische Entwicklung und den Arbeitsmarkt in Europa. Abschließend werden einige Maßnahmen zur Förderung einer neuen Arbeitskultur vorgeschlagen, die auf ein ausgewogenes Verhältnis von bezahlter und unbezahlter Arbeit bei Frauen und Männern abzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ad-hoc-Umfrage zur Arbeitsmarktlage in der Industrie (2000)
Zitatform
(2000): Ad-hoc-Umfrage zur Arbeitsmarktlage in der Industrie. In: Europäische Wirtschaft. Beihefte B H. 1, S. 1-16.
Abstract
Die Umfrage wurde 1999 fünf Jahre nach der letzten Erhebung durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse:
"- Hauptmerkmale der Beschäftigungsstruktur in der Industrie sind - noch etwas deutlicher als im Dienstleistungssektor - die vorherrschende Vollzeitbeschäftigung, der hohe Prozentsatz qualifizierter Arbeitskräfte und der hohe Anteil unbefristeter Arbeitsverhältnisse.
- Die befragten Unternehmen in der Industrie halten ihre derzeitige Beschäftigungslage für recht zufriedenstellend, wobei zwischen dem Aggregat EU-15 und der Euro-Zone kein wesentlicher Unterschied besteht. Im Gegensatz zum Dienstleistungssektor sind die Antworten zur gewünschten Beschäftigungsveränderung per Saldo nur in Irland und den Niederlanden positiv, was darauf schließen läßt, daß in diesen beiden Mitgliedstaaten Spielraum für die Schaffung von Arbeitsplätzen besteht.
- Die Arbeitsnachfrage der Industrieunternehmen wird sich auf qualifizierte Vollzeitkräfte konzentrieren.
- Rechtliche Verfahren, Rechtsvorschriften zur Begrenzung der Arbeitszeit und Beschränkungen für die Einstellung von Mitarbeitern mit Zeitverträgen werden von der Industrieunternehmen als Haupthindernisse für einen flexibleren Einsatz ihrer Arbeitskräfte genannt.
- Den Umfrageergebnissen zufolge haben sich Betriebszeiten und Arbeitszeiten in den letzten zehn Jahren weiter voneinander abgekoppelt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Overtime work and overtime compensation in Germany (1999)
Zitatform
Bauer, Thomas K. & Klaus F. Zimmermann (1999): Overtime work and overtime compensation in Germany. In: Scottish Journal of Political Economy, Jg. 46, H. 4, S. 419-436. DOI:10.1111/1467-9485.00141
Abstract
"Sharing the available stock of work more fairly is a popular concern in the public policy debate. One policy proposal is to reduce overtime work in order to allow the employment of more people. This paper suggests that such a concept faces major problems. Using Germany as a case study, it is shown that the group of workers with the highest risks of becoming unemployed, namely the unskilled, also exhibit low levels of overtime work. Those who work overtime, namely the skilled, face excess demand on the labour market. Since skilled and unskilled workers are largely complements in production, a general reduction in overtime will lead to less production and hence also to a decline in the level of unskilled employment. The paper provides empirical support for this line of argument. It is also shown that paid overtime work has lost relative importance over time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Überstundenarbeit und Überstundenkompensation in Deutschland (1999)
Zitatform
Bauer, Thomas K. & Klaus F. Zimmermann (1999): Überstundenarbeit und Überstundenkompensation in Deutschland. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 79, H. 8, S. 480-486.
Abstract
"Im Rahmen der Diskussion zur Lösung des deutschen Beschäftigungsproblems wird als potentieller Lösungsweg die Umverteilung des bestehenden Bestandes an Arbeit gefordert." Thematisiert wird das in der Forderung nach Verringerung der Überstunden. Die Autoren gehen der Frage nach, ob eine derartige Politik zu einer signifikaten Verringerung der Arbeitslosigkeit führen kann oder ob es auch Mechanismen gibt, die das Gegenteil befürchten lassen. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Overtime working in an unregulated labour market (1999)
Zitatform
Bell, David N.F. & Robert A. Hart (1999): Overtime working in an unregulated labour market. (IZA discussion paper 44), Bonn, 27 S.
Abstract
Unter Verwendung von Daten einer britischen Verdiensterhebung werden Überstunden und Überstundenzuschläge männlicher Arbeitnehmer geschätzt. Die Verhältnisse auf dem unregulierten britischen Arbeitsmarkt werden mit denen in den USA verglichen, wo Überstunden vorgeschrieben sind. (IAB)
-
Literaturhinweis
New paths in working time policy (1999)
Boulin, Jean-Yves; Hoffmann, Reiner; Liceras, Dolores; Nätti, Jouko ; Burg, Jeke van den; Passchier, Catelene; Fagan, Colette ; Reissert, Bernd; Hutsebaut, Martin; Schmid, Herman; Delsen, Lei ; Schuller, Tom; Boulin, Jean-Yves; Hoffmann, Reiner;Zitatform
Boulin, Jean-Yves & Reiner Hoffmann (Hrsg.) (1999): New paths in working time policy. Brüssel: ETUI, 211 S.
Abstract
In den Beiträgen des Bandes wird nach neuen Wegen in der Arbeitszeitpolitik gesucht. Es werden Konzepte der Lebensarbeitszeit beschrieben, die Teilzeitarbeit in Europa verglichen, Arbeitszeitverkürzungs- und Berufsaustrittsmodelle vorgestellt und Programme für einen flexiblen Ruhestand behandelt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Die "Stechuhr" hat ausgedient: flexiblere Arbeitszeiten durch technische Entwicklungen (1999)
Büssing, Andre; Seifert, Hartmut;Zitatform
Büssing, Andre & Hartmut Seifert (Hrsg.) (1999): Die "Stechuhr" hat ausgedient. Flexiblere Arbeitszeiten durch technische Entwicklungen. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 12), Berlin: Edition Sigma, 216 S.
Abstract
"Mit der Technikforschung einerseits und der Arbeitszeitforschung andererseits verknüpft der Sammelband zwei aktuelle Forschungs- und Diskussionsstränge, die bislang weitgehend isoliert voneinander behandelt wurden. Aus der Verbindung erwachsen zwei neue Untersuchungsperspektiven: Zum einen gehen die Beiträge der Frage nach, inwieweit die Technikentwicklung und speziell der rasch in sämtliche Arbeitsbereiche vordringende Einsatz der modernen Informations- und Kommunikationstechniken die Gestaltung der Arbeitszeit verändert. Zum anderen wird die Untersuchungsperspektive umgekehrt und thematisiert, wie sich die moderne Technik für arbeitszeitpolitische Ziele nutzen lässt. Übereinstimmend kommen die Beiträge zu dem Ergebnis, dass die neuen Techniken den bisher engen räumlichen und zeitlichen Bezug lockern. Arbeitsabläufe lassen sich unterbrechen, Ergebnisse nahezu unbegrenzt bereitstellen und Tätigkeiten zu anderen Zeitpunkten und an fast beliebige Orten fortsetzen. Zukünftig wird die Arbeitszeit erheblich differenzierter ausgestaltet werden können. Bei einer ergebnisorientierten Arbeitsorganisation zählt nicht mehr die Dauer der täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeit, sondern es kommt auf den Termin der zu erbringenden Leistung sowie deren vereinbarte Qualität an. Traditionelle Muster der Arbeitszeitverkürzung greifen immer weniger, um die Arbeit gleichmäßiger umzuverteilen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Generelle Verkürzung der Wochenarbeitszeit verdrängt ungelernte Arbeitnehmer (1999)
Zitatform
Dreger, Christian & Jürgen Kolb (1999): Generelle Verkürzung der Wochenarbeitszeit verdrängt ungelernte Arbeitnehmer. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 5, H. 12, S. 3-6.
Abstract
"In der öffentlichen Diskussion spielt die generelle Verkürzung der Wochenarbeitszeit eine prominente Rolle. Dabei stehen die Wirkungen dieses Instruments auf die Gesamtbeschäftigung im Vordergrund. Darüber hinaus sind jedoch auch strukturelle Effekte zu beachten. Diese können sich insbesondere in einer Veränderung der Arbeitsnachfrage der Unternehmen nach einzelnen Qualifikationen der Arbeitnehmer zeigen. So führt eine Arbeitszeitverkürzung tendenziell zu steigenden Kosten und vergrößert damit für Unternehmen den Anreiz, Arbeit durch Kapital zu ersetzen. Eine solche Substitution dürfte sich vor allem im Bereich einfacher Arbeit niederschlagen. Andererseits scheint die Idee, das Arbeitsvolumen durch Arbeitszeitverkürzungen auf mehr Köpfe zu verteilen am ehesten im Bereich niedriger Qualifikation realisierbar zu sein. In diesem Segment sind Arbeitsplätze organisatorisch und qualifikatorisch am leichtesten teilbar. Die Nettowirkung der Arbeitszeitverkürzung wird mit einer empirischen Analyse für Branchen des Produzierenden Gewerbe Westdeutschlands im Zeitraum von 1975 bis 1990 ermittelt. Danach ist die tarifliche Arbeitszeit eine der Determinanten der Nachfrage nach bestimmten Qualifikationsgruppen. Empirisch zeigen sich Beschäftigungsgewinne bei Facharbeitern, während für Hochschulabsolventen keine spürbaren Effekte auftreten. Dagegen ist im Segment der Ungelernten eine Ausdünnung der Arbeitsnachfrage zu beobachten. Eine weitere generelle Verkürzung der tariflichen Wochenarbeitszeit dürfte daher in einen zusätzlichen Abbau von gering qualifizierten Arbeitsplätzen münden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland: empirische Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 1993-1997 (1999)
Düll, Herbert; Ellguth, Peter;Zitatform
Düll, Herbert & Peter Ellguth (1999): Arbeitszeitstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland. Empirische Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 1993-1997. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 871), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 150 S.
Abstract
"Der Bericht enthält eine statistischen Beschreibung solcher Arbeitszeitformen, die zur Entkoppelung von individuellen Arbeitszeiten und Betriebszeiten beitragen, und i.d.R. mit ungünstigen Arbeitszeitlagen und besonderen Belastungsmomenten für die Beschäftigten einher gehen. Im besonderen geht es um die betriebliche Verbreitung von Schicht- und Wochenendarbeit und deren Nutzungsintensitäten, gemessen an den Anteilen der jeweils betroffenen Beschäftigten. Die Datengrundlage stellen Befragungsergebnisse aus den Jahren 1993, 1996 und 1997 dar, die im IAB-Betriebspanel gewonnen wurden. Diese Repräsentativbefragung enthält neben anderen Themenschwerpunkten auch Grundinformationen über das Arbeitszeit- und Betriebszeitmanagement aus Sicht betrieblicher Entscheidungsträger. Aufgrund des Paneldesigns ist es möglich, bei einer Betrachtung der gleichen Betriebe im Zeitverlauf die betrieblichen Verhaltensänderungen von Ab- und Zuwanderungsbewegungen abzugrenzen. Somit wird neben einer Bestandsaufnahme der genannten Arbeitszeitformen im zeitlichen Vergleich den Bedeutungsverschiebungen und betrieblichen Entwicklungslinien des Arbeitszeitmanagements nachgegangen. Empirisch relevante Konstellationen in der Nutzung der Arbeitszeitformen und - lagen werden identifiziert. Ein Ergebnis der Längsschnittanalysen ist, daß sich hinter nur graduellen Veränderungen im zeitlichen Vergleich der Bestandsgrößen doch eine große Dynamik verbirgt: Auf Betriebsebene zeigt sich bei allen betrachteten Arbeitszeitformen eine erhebliche Austauschbewegung von in die Nutzung ein- bzw. aussteigenden Betrieben ('Drehtüreffekt'). Ein deutlicher Trend ist dabei nur bei der Wochenendarbeit auszumachen. In der Beschäftigtenperspektive ist in den meisten Betrieben, welche die eine oder andere Arbeitszeitform nutzen, eine erhebliche Veränderung der jeweils einbezogenen Belegschaftsanteile im Zeitverlauf festzustellen. Auch hier kann insgesamt nicht von einer durchgängigen Aufwärtsbewegung gesprochen werden, da zwar viele Betriebe ihre Nutzungsintensitäten steigern, andere aber diese auch wieder z.T. beträchtlich verringern ('Fahrstuhleffekt')." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
TeilZEIT: Lebensqualität trotz Beschäftigungskrise (1999)
Ebener, Jost; Kongshoj Madsen, Per; Jacoby-Ebener, Irmgard; Volz, Joachim; Christiansen, Jens; Steffen, Johannes ; Fulton, Lionel; Pfeuffer, Andreas; Geissler, Birgit; Pfau-Effinger, Birgit ; Holland, Jürgen; Peinelt-Jordan, Klaus; Endl, Hans-L.; Paridon, Kees van; Heisig, Ulrich; Nadai, Eva ; Ganßmann, Heiner; Möhlmann, Dieter; Bauer, Frank; Madsen, Per Kongshøj ;Abstract
Die Beiträge des Bandes behandeln die beschäftigungspolitischen Aspekte neuer Arbeitszeitmodelle, die mit vermehrter Teilzeitarbeit einhergehenden kulturellen, betrieblichen, individuellen und geschlechtsspezifischen Fragen und blicken auf die Arbeitszeitpolitik der Nachbarländer. Die Titel lauten:
1. Heisig: Ende des Normalarbeitsverhältnisses? Neue Formen der Arbeits(zeit)gestaltung
2. Ganßmann: Mehr Beschäftiung in Deutschland. Ein dritter Weg zwischen Markt und Staat?
3. Möhlmann: Arbeitszeitverkürzungen in "Flexiblen Arbeitszeitmodellen"
4. Steffen: Altersteilzeit. Zwischenbilanz der Möglichkeiten und Hindernisse
5. Geissler/Pfau-Effinger: Wandel der Erwerbsbiographie und der Lebensplanung junger Frauen
6. Bauer: Teilzeit ist nicht gleich Teilzeit. Besonderheiten der Teilzeitbeschäftigung von Männern
7. Peinelt-Jordan: Personalpolitik für aktive Väter
8. Holland: Optionale Arbeitszeit für alle. Die Förderung qualifizierter Teilzeitarbeit als Aufgaben der Tarif- und Betriebspolitik
9. Jacoby-Ebener/Ebener: Teilzeitarbeit im Erziehungsurlaub. Gesetzliche Verbesserungen und Klarstellungen erforderlich!
10. Christiansen: Vollbeschäftigung durch Deregulierung? Das US-amerikanische Modell
11. Volz: Entschärfung der Arbeitsmarktkrise durch beschäftigungspolitische Doppelstrategie? Wirtschaftspolitik in Frankreich mit neuen Akzenten
12. Pfeuffer: Staatliche Intervention und soziale Bewegung. Der französische Weg
13. Madsen: Arbeitszeitpolitik und Vereinbarungen über bezahlte Freistellung. Die dänischen Erfahrungen in den 90er Jahren
14. Nadai: Weniger ist mehr. Die Schweiz: Die doppelte 25-Stunden-Woche als Modell zur Umverteilung von Arbeit
15. Fulton: Der britische Arbeitsmarkt und die Politik von New Labour
16. van Paridon: Modell Holland? Der niederländische Arbeitsmarkt seit 1980. (IAB2)Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; -
Literaturhinweis
Female labour supply, flexibility of working hours, and job mobility in the Netherlands (1999)
Zitatform
Euwals, Rob (1999): Female labour supply, flexibility of working hours, and job mobility in the Netherlands. (IZA discussion paper 83), Bonn, 21 S.
Abstract
"In the empirical literature on labour supply, several static models are developed to incorporate constraints on working hours. These models do not address to what extent working hours are constrained within jobs, and to what extent working hours can be adjusted by means of changing employer. The aim of this paper is to measure the flexibility of working hours within and between jobs by utilizing subjective information on individual preferences to adjustments in working hours. The potential endogeneity of both the subjective information and job mobility will be taken into account. Furthermore, the author argues that the Netherlands is an interesting country for the study of working hour flexibility, as part-time employment is fairly common. Empirical analysis based on a sample of employed women in the Dutch Socio-Economic Panel (1987-1989) shows, however, that the flexibility of working hours within jobs is low. Job mobility is a means of adjustment in working hours mainly for women who want to work more hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Aspekt auswählen:
- Arbeitszeitpolitik
- Arbeitszeitentwicklung
- Arbeitszeit aus Sicht der Beschäftigten
-
Arbeitszeitgestaltung
- gleitende Arbeitszeit
- Vertrauensarbeitszeit
- Arbeitszeitkonten
- Schichtmodelle, Wochenendarbeit
- Langzeiturlaub, Blockfreizeit
- Arbeit auf Abruf, KAPOVAZ
- Bereitschaftsdienst
- Job Sharing, Teilzeit, Altersteilzeit
- Telearbeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung, Elternzeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- Alter
- Geschlecht
- geografischer Bezug
