Messung der Armut – Armutsforschung und Statistik
Armutsforschung und Sozialpolitik greifen bei der Definition und Messung von Armut auf verschiedene Konzepte, Daten und statistische Verfahren zurück. Verwendung finden dabei absolute und relative Armutsgrenzen, Warenkorbstandards aber auch Indikatoren für soziale Ungleichheit oder den Lebensstil. Dieses Themendossier präsentiert mit Literaturhinweisen wissenschaftliche Befunde und Diskussionen zur Armutsmessung.
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Literaturhinweis
Sozialbericht NRW 2007: Armuts- und Reichtumsbericht (2007)
Gerhardt, Anke; Korbmacher, Therese; Kersting, Volker; Munz, Eva; Hofmann, Michaela; Hullmann, Alfred; Alda, Holger; Hensel, Frank Johannes; Seifert, Wolfgang; Schräpler, Jörg; Schultz, Annett;Zitatform
Gerhardt, Anke, Alfred Hullmann, Therese Korbmacher, Eva Munz, Jörg Schräpler, Wolfgang Seifert, Annett Schultz, Holger Alda, Frank Johannes Hensel & Michaela Hofmann (2007): Sozialbericht NRW 2007. Armuts- und Reichtumsbericht. Düsseldorf, 565 S.
Abstract
"Eine umfassende Datenbasis und differenzierte Darstellung der sozialen Lage der Bevölkerung in NRW sind notwendige Voraussetzungen für die von der Landesregierung verfolgte vorausschauende Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Sie sind eine wichtige Planungsgrundlage zur zielgenauen Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung. Der Sozialbericht NRW 2007 spiegelt insbesondere die Situation und Lebenslagen unterversorgter Personen, Ausgrenzungstendenzen sowie die Entwicklung von Reichtum und Vermögen wider. Der Lebenssituation und Armut von Kindern und Jugendlichen, einem besonders drängendem Problem, widmet der Bericht ein eigenes Kapitel. Neu thematisiert werden zudem die 'Verwendung von Einkommen' sowie 'Unsichere Erwerbsverhältnisse'. Konkrete Armutsbekämpfung findet zunächst auf der kommunalen Ebene statt. NRW hat deshalb als erstes Bundesland vier Modellkommunen (Bielefeld, Bochum, Essen und Oberhausen) die Möglichkeit gegeben, in einem eigenen Berichtsteil Einblicke in ihre Situation und ihre Probleme vor Ort zu geben. Auch von der Freien Wohlfahrtspflege wird erstmals in einem Sozialbericht des Landes NRW in einem selbst verantworteten Kapitel anhand von zahlreichen Fallbeispielen ihre Sicht der Dinge zu Armut und Ausgrenzung aufgezeigt. Sozialberichterstattung sollte den Anspruch haben, für möglichst viele Akteurinnen und Akteure nützlich zu sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Armutsmessungen im Zeitverlauf: indirekte und direkte Armutsindikatoren im Vergleich (2007)
Zitatform
Groh-Samberg, Olaf & Jan Goebel (2007): Armutsmessungen im Zeitverlauf. Indirekte und direkte Armutsindikatoren im Vergleich. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 87, H. 6, S. 397-403.
Abstract
"Die Armut ist in Deutschland zu einem wachsenden Problem geworden. Trotz der aktuellen Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt ist damit zu rechnen, dass der 2008 erscheinende dritte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung für 2006 eine Rekordzahl für die Armutsentwicklung meldet. Wie lässt sich Armut am aussagefähigsten messen? Welche Indikatoren beschreiben neben dem Einkommen die Lebensbedingungen?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Probleme des deutschen Beitrags zu EU-SILC aus der Sicht der Wissenschaft: ein Vergleich von EU-SILC, Mikrozensus und SOEP (2007)
Hauser, Richard;Zitatform
Hauser, Richard (2007): Probleme des deutschen Beitrags zu EU-SILC aus der Sicht der Wissenschaft. Ein Vergleich von EU-SILC, Mikrozensus und SOEP. (RatSWD working paper 03), Berlin, 25 S.
Abstract
Seit 2005 wird in allen 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und in einigen Nachbarstaaten die EU-SILC (European Union Statistics on Income and Living Conditions) erhoben. Diese Erhebung wird jedes Jahr als rotierendes Panel durchgeführt. Sie wird sich zu einer der wichtigsten Haushaltsstichproben zur Analyse von Einkommen, Lebensbedingungen und Armut der in Deutschland lebenden Bevölkerung entwickeln. Noch stärker als auf nationaler Ebene werden die Ergebnisse von EU-SILC im europäischen Vergleich zwischen den Mitgliedsländern Bedeutung gewinnen; denn diese Erhebung soll die Basis für die Vergleiche im Rahmen der 'Offenen Methode der Koordinierung' darstellen. Aufgrund dieser großen politischen Bedeutung werden im Vortrag die Anforderungen an die zugrundeliegenden Haushaltsstichproben dargelegt. Diese müssen ein möglichst zeitnahes, repräsentatives Abbild der privaten Haushalte und Personen in einer Gesellschaft in allen relevanten Dimensionen ergeben. Daher bedarf diese Stichprobe einer intensiven Qualitätskontrolle zur Absicherung der Datenqualität. Dabei werden zwei Ebenen unterschieden: 1. die ex ante-Absicherung der Datenqualität, z.B. durch die Gestaltung der Erhebungsmethoden und 2. die post-Konsistenzprüfung durch Vergleiche mit anderen Statistiken. Im folgenden werden erste Qualitätsberichte über den deutschen Beitrag zur EU-SILC 2006 vorgestellt. Diese Qualitätsberichte können nach Ansicht der Autoren nicht alle Zweifel an der Qualität der erhobenen Daten ausräumen. Weiterhin führen sie eine ex post-Konsistenzprüfung des deutschen Beitrags durch einen Vergleich mit Daten des Mikrozensus und des Sozioökonomischen Panels durch. (IAB)
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Inequality and poverty re-examined (2007)
Jenkins, Stephen P. ; Bazen, Stephen; Nolan, Brian ; Micklewright, John; Phipps, Shelley; Booth, Alison L. ; Ravallion, Martin ; Bryan, Mark L. ; Sahn, David; Cappellari, Lorenzo ; Schnepf, Sylke V. ; Harding, Ann; Süssmuth, Bernd ; Levy, Horacio; Sutherland, Holly ; Lloyd, Rachel; von Weizsäcker, Robert K.; Micklewright, John; Younger, Stephen D.; Brandolini, Andrea ; Duclos, Jean-Yves; Warren, Neil; Lietz, Christine; Weizsäcker, Robert K. von; Jenkins, Stephen P. ; Whelan, Christopher T. ; Burton, Peter; Woolley, Frances;Zitatform
Jenkins, Stephen P. & John Micklewright (Hrsg.) (2007): Inequality and poverty re-examined. Cambridge u.a.: Oxford University Press, 306 S.
Abstract
"This book seeks to provide a guide to some of the new approaches that have been developed in the light of international initiatives to reduce poverty and the notable increases in income inequality and poverty that have occurred across many western countries in recent years. These new approaches have to some degree been facilitated by the emergence of new techniques and a growing availability of data that enables cross national comparisons not only of income variables but also of measures of welfare such as education achievement, nutritional status in developing countries and wealth and deprivation indicators in the developed world. Including specially commissioned research from a distinguished list of international authors, this volume makes a real contribution to the public debate surrounding inequality and poverty as well as providing new empirical information about them from around the world." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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New directions in the analysis of inequality and poverty (2007)
Zitatform
Jenkins, Stephen P. & John Micklewright (2007): New directions in the analysis of inequality and poverty. (DIW-Diskussionspapiere 700), Berlin, 40 S.
Abstract
"Over the last four decades, academic and wider public interest in inequality and poverty has grown substantially. In this paper we address the question: what have been the major new directions in the analysis of inequality and poverty over the last thirty to forty years? We draw attention to developments under seven headings: changes in the extent of inequality and poverty, changes in the policy environment, increased scrutiny of the concepts of 'poverty' and inequality' and the rise of multidimensional approaches, the use of longitudinal perspectives, an increase in availability of and access to data, developments in analytical methods of measurement, and developments in modelling." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 2814 -
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Using Household Panel data to understand the intergenerational transmission of poverty (2007)
Zitatform
Jenkins, Stephen P. & Thomas Siedler (2007): Using Household Panel data to understand the intergenerational transmission of poverty. (DIW-Diskussionspapiere 694), Berlin, 46 S.
Abstract
"This paper discusses how household panel surveys can be informative about the intergenerational transmission of poverty. We consider issues both of data and of the statistical methods that may be applied to those data. Although the data focus is on panel surveys from developed countries, we also briefly consider data availability in developing countries. We set out a list of survey data requirements for intergenerational analysis, and then discuss how the main household panel surveys in developed countries meet the criteria. In order to highlight the advantages and disadvantages of household panel surveys, the section also compares them with other types of longitudinal studies. Next, we review the estimation methods that have been used to examine the intergenerational transmission of poverty when using household panel surveys. Finally, we provide three examples of household panel surveys in developing countries (Indonesia, Malaysia and Mexico) that meet the data requirements for analysis of the intergenerational transmission of poverty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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A re-count of poverty in US Central Cities: just who and where are the urban poor? (2007)
Johnson, Christopher;Zitatform
Johnson, Christopher (2007): A re-count of poverty in US Central Cities. Just who and where are the urban poor? In: Urban studies, Jg. 44, H. 12, S. 2283-2303.
Abstract
"Poverty remains a persistent problem in central cities across the US and the government's approach to measuring it is not without shortcomings. This paper applies recently developed innovations in poverty measurement and presents improved estimates of central-city poverty across time. A broader and more comprehensive income concept is employed to measure family resources and important distributional aspects of poverty are incorporated by using the Sen index. In general, Sen indexes for the central city are significantly reduced when comprehensive income is used to evaluate poverty. Motivating these changes are the substantial reductions that occur in the depth of poverty and the relative income inequality among poor central-city residents. Regionally, the results suggest that the elements of comprehensive income have their greatest impact on estimates of poverty in Southern central cities, while the central cities of the West are least affected." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The many dimensions of poverty (2007)
Kakwani, Nanak; Alsop, Ruth; Hulme, David; Jansen van Rensburg, Linda; Silber, Jacques ; Kakwani, Nanak; Calvo, Cesar; Lever, Joaquina Palomar; Chambers, Robert; MacKay, Andy; Dercon, Stefan; Sindzingre, Alice; Alkire, Sabina; Thorbecke, Erik; Casal de Xerez, Marcelo; Weeden, Kim A. ; Grusky, David B. ; Cortes Neri, Marcelo; Berry, Sara;Zitatform
(2007): The many dimensions of poverty. Basingstoke: Palgrave Macmillan, 279 S.
Abstract
"This book takes a multidisciplinary approach to poverty, including five different perspectives from the disciplines of economics, sociology, anthropology, psychology and institutional economics. The book also explores the link between poverty and the concept of freedom, as articulated by Amartya Sen, in terms of capabilities that are valuable to people. There are also studies of chronicity of poverty, the concept of vulnerability, the political economy of poverty alleviation and the pro-poorness of government programs. The book presents a panorama, as large as possible, of the many facets of poverty. The broad view of poverty that the book offers is likely to orient research on poverty in directions neglected hitherto and to help those in charge of implementing poverty reduction policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Relative to what?: cross-national picture of European poverty measured by regional, national and European standards (2007)
Kangas, Olli E.; Ritakallio, Veli-Matti;Zitatform
Kangas, Olli E. & Veli-Matti Ritakallio (2007): Relative to what? Cross-national picture of European poverty measured by regional, national and European standards. In: European Societies, Jg. 9, H. 2, S. 119-145. DOI:10.1080/14616690601002632
Abstract
"In this paper three methods of relativizations are used: (1) we apply the conventional poverty approach: the poor are those whose income remains below 60 percent of the national equivalent disposable income, (2) we collapse nations together into one data pool and calculate a poverty line for the EU, and (3) we decompose nation states into smaller units representing the poorest and richest areas. Within-nation differences seem to be more pronounced than differences between nations. In the Nordic countries incomes between regions as well as between individuals are more evenly distributed and, consequently, the national means are more representative for the whole countries. Moreover, the Nordic cluster, together with central Europe, is robust against the method of comparison. The method affects the Mediterranean countries. The use of the European poverty line leads to poverty rates two to three times higher than analyses based on national data. The regional variation in these countries is the widest. For this reason, conclusions based on national means may be misleading and national means obscure more than they reveal. In societies with large socio-economic and regional variation in income, and consequently in consumption capacities, purchasing power parities implicitly assuming homogeneous consumption patterns over society may give a distorted picture of the price levels in the country in question." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zu ebener Erde und im ersten Stock: Armut und Reichtum in postindustriellen Gesellschaften (2007)
Kreutz, Henrik; Till, Matthias;Zitatform
(2007): Zu ebener Erde und im ersten Stock: Armut und Reichtum in postindustriellen Gesellschaften. In: Angewandte Sozialforschung, Jg. 25, H. 1/2, S. 9-233.
Abstract
"Die Beiträge in diesem Heft basieren überwiegend auf Referaten bei der Jahrestagung 2004/2005 der Sektion 'Methoden und Forschungsdesign' der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie an der Universität Salzburg'" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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International welfare comparisons and nonparametric testing of multivariate stochastic dominance (2007)
Zitatform
McCaig, Brian & Adonis Yatchew (2007): International welfare comparisons and nonparametric testing of multivariate stochastic dominance. In: Journal of Applied Econometrics, Jg. 22, H. 5, S. 951-969. DOI:10.1002/jae.964
Abstract
"This paper outlines a class of statistical procedures that permit testing of a broad range of multidimensional stochastic dominance hypotheses and, more generally, welfare hypotheses that rely upon multiple stochastic dominance conditions. We apply the procedures to data on income and leisure hours for individuals in Germany, the UK, and the USA. We find that no country first-order stochastically dominates the others in both dimensions for all years of comparison. Furthermore, while in general the USA stochastically dominates Germany and the UK with respect to income, in most periods Germany stochastically dominates with respect to leisure hours. Finally, we find evidence that bivariate poverty (which refers, for example, to the working poor, that is, those who have little leisure and low income) is lower in Germany than in either the UK or the USA. On the other hand, poverty comparisons between the UK and the USA are sensitive to the subpopulation of individuals considered." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The European socio-economic classification: a new social class schema for comparative European research (2007)
Zitatform
Rose, David & Eric Harrison (2007): The European socio-economic classification. A new social class schema for comparative European research. In: European Societies, Jg. 9, H. 3, S. 459-490. DOI:10.1080/14616690701336518
Abstract
"As a result of an initiative by the European Statistical Office as part of its Statistical Harmonisation Programme, a prototype of a common European Socio-economic Classification (ESeC) has been created. ESeC is a categorical social class schema based on the concept of employment relations. The paper explains the conceptual basis of ESeC, describes the categories of the classification and how they may be collapsed for analytic purposes, as well as indicating how it is operationalised. The operational variants of ESeC, depending on the data available for its construction, are also discussed. In the second part of the paper some key findings of comparative analyses which use ESeC to examine issues relating to unemployment, education, poverty, deprivation and health across the EU are summarised. These analyses demonstrate the potential of ESeC as a major advance for an improved understanding of the patterns of European social inequalities. As such, this new classification should be of vital importance to both academic and policy researchers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Measuring material deprivation with EU-SILC: lessons from the Irish survey (2007)
Zitatform
Whelan, Christopher T. & Bertrand Maître (2007): Measuring material deprivation with EU-SILC. Lessons from the Irish survey. In: European Societies, Jg. 9, H. 2, S. 147-173. DOI:10.1080/14616690701217767
Abstract
"In this paper we consider the consequences for measurement of material deprivation, consistent poverty and economic vulnerability of the shift from the ECHP data set to the EU-SILC instrument. Despite the restricted number of deprivation items available in EU-SILC, we show that there is a substantial overlap between such measures when they are estimated using EU-wide and a set of Irish specific indicators. By placing the EU-wide measures in the context of the full range of Irish indicators, we demonstrate that they allow us to identify clusters of individuals sharply differentiated in terms of their multidimensional deprivation profiles. They also provide an understanding of the socio-economic factors associated with such differentiation that departs in only modest respects from that derived from the more comprehensive set of Irish specific indicators." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gesellschaft auf einen Blick: OECD-Sozialindikatoren 2006 (2007)
Abstract
"Sollten die Regierungen mehr zur Bekämpfung der Kinderarmut und weniger für Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe ausgeben? Oder sollten sie sich auf die Reform der Rentensysteme und die Notwendigkeit einer familienfreundlichen Politik zur Unterstützung der Eltern, insbesondere der Mütter konzentrieren, um die berufliche Karriere mit dem Erziehen eines Kindes in Einklang zu bringen? Mit diesen und ähnlichen sozialpolitischen Herausforderungen setzt sich die neueste Ausgabe der OECD-Studie Gesellschaft auf einen Blick auseinander. Die Studie liefert vergleichbare Daten, die den OECD-Ländern die Möglichkeit gibt, sich selbst im Vergleich zu anderen Ländern zu betrachten. Sie enthüllt unter anderem, dass die öffentlichen Ausgaben in den OECD-Ländern in Bereichen, die traditionell von der Sozialpolitik abgedeckt worden sind, in den letzten 10 Jahren sanken, während die privaten Ausgaben gestiegen sind, insbesondere in den Vereinigten Staaten und den Niederlanden. Dieser Trend wird sich wahrscheinlich fortsetzen. Die Studie gibt mit Hilfe von Indikatoren, die aus OECD Studien und anderen Quellen stammen, eine Überblick über die sozialen Trends und sozialpolitischen Entwicklungen. Die Indikatoren umfassen die Anzahl arbeitsloser Haushalte, Eheschließungs- und Scheidungsraten, Daten zur Lebenserwartung, zum Renteneintrittsalter, Arbeitslosigkeit, Drogengebrauch und suchtrelevante Todesfälle, Ausländer in OECD-Ländern, Kontakte zu Familiemitgliedern und Freunden, Lebenszufriedenheit, etc." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Poverty lines around the world: a new methodology and internationally comparable estimates (2006)
Anker, Richard;Zitatform
Anker, Richard (2006): Poverty lines around the world. A new methodology and internationally comparable estimates. In: International Labour Review, Jg. 145, H. 4, S. 279-307.
Abstract
"Using the results of his work on poverty lines (sec previous article), Anker constructs a new methodology for estimating internationally comparable living wage levels. He goes on to compare his living wage estimates with median wages in 12 countries representing all development levels and regions of the world. While the percentage of workers earning a living wage increases with development level, median wages turn out to be lower than the living wage estimates except in higher-income countries. Moreover, median wage data are often for the modern sector where workers are typically better paid than in the informal economy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Auf dem Weg zu Indikatoren der Verwirklichungschancen in Deutschland (2006)
Arndt, Christian;Zitatform
Arndt, Christian (2006): Auf dem Weg zu Indikatoren der Verwirklichungschancen in Deutschland. In: IAW-Report, Jg. 34, H. 2, S. 1-26.
Abstract
"Der dritte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung wird in konzeptioneller und inhaltlicher Hinsicht wesentlich auf aktuellen IAW-Forschungsergebnissen aufbauen. Der Beitrag nimmt dies zum Anlass, um die Zielsetzung und die Ergebnisse der aktuellen IAW-Machbarkeitsstudie zu Armut und Reichtum an Verwirklichungschancen im Überblick vorzustellen. Der vom Wirtschaftsnobelpreisträger Amartya Sen geprägte Begriff der Verwirklichungschancen bringt spezifische Vorteile für die Berichterstattung mit sich und kann bereits heute zumindest näherungsweise operationalisiert werden. Die Beschränkung auf eine umfassende und einheitliche Paneldatengrundlage erlaubt darüber hinaus (i) Mehrfachbelastungen und -privilegierungen, (ii) gefährdete und besonders privilegierte Bevölkerungsgruppen sowie (iii) Ursachen von Armut und Reichtum an Verwirklichungschancen empirisch geeignet zu ermitteln. Es wird allerdings auch betont, dass das vorgeschlagene Leitindikatorensystem noch unter breiter Beteiligung von Betroffenen, ihrer Verbände sowie von Politik und Wissenschaft weiter diskutiert und auch präzisiert werden muss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Das Konzept der Verwirklichungschancen (A. Sen): empirische Operationalisierung im Rahmen der Armuts- und Reichtumsmessung. Machbarkeitsstudie. Endbericht an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2006)
Zitatform
Arndt, Christian, Sabine Dann, Rolf Kleimann, Harald Strotmann & Jürgen Volkert (2006): Das Konzept der Verwirklichungschancen (A. Sen). Empirische Operationalisierung im Rahmen der Armuts- und Reichtumsmessung. Machbarkeitsstudie. Endbericht an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Tübingen, 209 S., Anhang.
Abstract
"In der nationalen und internationalen Diskussion zur Armuts- und Reichtumsberichterstattung, beispielsweise auf EU-Ebene im Rahmen der Weiterentwicklung der Laeken-Indikatoren, besteht ein Konsens, dass Armut künftig - mehr noch als bisher - multidimensional verstanden und operationalisiert werden muss. Hierbei kommt Amartya Sens Ansatz der Verwirklichungschancen ('Capabilities') eine wichtige Bedeutung zu. Das IAW1 hat gezeigt, dass der Ansatz der Verwirklichungschancen eine vielversprechende konzeptionelle und methodische Basis für die nationale Armuts- und Reichtumsberichterstattung sowie für die 'Nationalen Aktionspläne zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung' darstellt. Im nun vorliegenden Forschungsprojekt hat das IAW konkrete Vorschläge zur empirischen Operationalisierung des Konzepts der Verwirklichungschancen für die Armuts- und Reichtumsberichterstattung erarbeitet und deren Umsetzbarkeit anhand der verfügbaren Datenquellen beurteilt. Ziel dieser Studie ist eine Überprüfung, ob im SOEP ausreichend Informationen für eine empirische Umsetzung von Sens Ansatz der Verwirklichungschancen vorhanden sind. Insofern werden für die einzelnen Dimensionen der Verwirklichungschancen verfügbare Daten im SOEP auf ihre Aussagefähigkeit beurteilt, Datenprobleme besprochen und Alternativvorschläge unterbreitet. Der vorliegende Endbericht gibt in Teil I zunächst einen Überblick über das Grundkonzept und die wesentlichen Dimensionen des Ansatzes der Verwirklichungschancen für den Kontext der deutschen Armuts- und Reichtumsberichterstattung. Anschließend werden in Teil II und Teil III Vorschläge für ein umfassendes Indikatorensystem erarbeitet, und mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) operationalisiert. Hierbei widmet sich Teil II ausschließlich der empirischen Armutsmessung und Teil III der empirischen Reichtumsmessung. Dabei werden neben eindimensionalen Analysen von Armuts- und Reichtumsindikatoren auch deskriptive und multivariate Analysen von Mehrfachdefiziten und Mehrfachprivilegierungen durchgeführt. Teil IV enthält eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und Empfehlungen, insbesondere mit Blick auf die Verwendung des neuen europäischen Paneldatensatzes EU-SILC." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Equivalence scales, poverty lines and subjective data in Switzerland (2006)
Falter, Jean-Marc;Zitatform
Falter, Jean-Marc (2006): Equivalence scales, poverty lines and subjective data in Switzerland. In: Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, Jg. 142, H. 2, S. 263-284.
Abstract
"Die Schätzung von Äquivalenzskalen ist für die Beurteilung der Armut und der Einkommensungleichheit wichtig. Die meisten Forschungsergebnisse und wirtschaftspolitischen Empfehlungen beruhen auf sogenannten Expertenskalen, wie jenen der SKOS. Diese Äquivalenzskalen sind allerdings nicht durch statistische Untersuchungen über die Kosten der Kinder validiert. Im Gegensatz zu allen anderen Untersuchungen in der Schweiz, die auf der Analyse des Ausgabeverhaltens von Haushalten beruhen, verwendet diese Arbeit subjektive Variablen, wie die Zufriedenheit mit dem Einkommen oder das allgemeine Wohlbefinden. Damit werden die Probleme der traditionellen Verfahren umgangen. Es zeigt sich, dass die Expertenskalen das Wohlergehen von grossen gegenüber kleinen Haus-halten unterschätzen. Die Ergebnisse hängen allerdings sowohl von der ökonometrischen Spezifikation als auch von der verwendeten subjektiven Variablen ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fuzzy set approach to multidimensional poverty measurement (2006)
Zitatform
Lemmi, Achille & Gianni Betti (Hrsg.) (2006): Fuzzy set approach to multidimensional poverty measurement. (Economic studies in inequality, social exclusion and well-being 3), Berlin: Springer London, 279 S.
Abstract
"Recent theoretical and empirical studies have concluded that in order to be accurate, poverty and deprivation must be measured within a multidimensional framework that is consistent, efficient, and statistically robust. The fuzzy sets approach to poverty measurement was developed in the early 1990s and continues to be refined by scholars of economics and sociology who find the traditional 'monetary-only' indicators to be inadequate and arbitrary. This volume brings together advanced thinking on the multidimensional measurement of poverty, including the theoretical background, applications to cross-sections using contemporary European examples, and longitudinal aspects of multidimensional fuzzy poverty analysis that pay particular attention to the transitory, or impermanent, conditions that often occur during transitions to market economies." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Konzepte und Methoden von Sozialberichterstattung: eine empirische Analyse kommunaler Armuts- und Sozialberichte (2006)
Mardorf, Silke;Zitatform
Mardorf, Silke (2006): Konzepte und Methoden von Sozialberichterstattung. Eine empirische Analyse kommunaler Armuts- und Sozialberichte. (Forschung Pädagogik), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 340 S.
Abstract
"Theorien und Konzepte zur Erstellung kommunaler Armuts- und Sozialberichte, die an den kommunalen Datenverfügbarkeiten vorbeigehen, sind ebenso unbrauchbar wie ausgefeilteste Datenbanken, die jeglicher theoretischer und konzeptioneller Grundlage entbehren. Ziel und Ergebnis der Arbeit ist daher die Kombination zweier Ziele und Zugangswege. Zum einen die Entwicklung eines idealtypischen, interdisziplinären Berichtskonzepts und zum anderen die Analyse kommunaler Armuts- und Sozialberichte, ihrer Datenverfügbarkeiten, Methoden und Berichtsansätze sowie ihrer Barrieren und kreativen Potentiale bei der Umsetzung konzeptioneller Ansprüche.
Über wen und wie ist eigentlich in Armuts- oder Sozialberichten zu berichten? Diese Frage stellt sich jede Berichterstatterin und jeder Berichterstatter aufs Neue. Die Autorin entwickelt konzeptionelle Leitlinien für kommunale Berichterstattung. Bezugspunkte hierbei sind kommunale Anforderungen an ein Berichtssystem sowie Theorien und Konzepte zur Erfassung sozialer Lagen und Armut. Eine kritische Analyse von über 100 Armuts- und Sozialberichten, die in Deutschlands Kommunen zwischen 1985 und 2004 entstanden sind, gibt schließlich Antwort auf die Frage: Über wen und wie wird tatsächlich berichtet? Art und Auswahl der verwendeten Sozialstatistiken haben Konsequenzen für die Berichterstattungslandschaft, die dadurch folgende Charakteristika aufweist: Individuenzentrierung und Haushaltsblindheit, Defizit- statt Ressourcenorientierung, aber auch konzeptionelle Vielfalt, Kreativität und Methodenreichtum. Hinsichtlich Methodik und Datenzugang sind drei empirisch begründete Typen unterscheidbar: Statistiker, subjektorientierte Empiriker und Pragmatiker. Berichterstattung ist ein Lernprozess. Kommunen können voneinander lernen, so sie wollen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Globalisation, inequality and poverty relationships: a cross country evidence (2006)
Zitatform
Neutel, Marcel & Almas Heshmati (2006): Globalisation, inequality and poverty relationships. A cross country evidence. (IZA discussion paper 2223), Bonn, 39 S.
Abstract
"In this research, the relationship between globalisation and poverty and income inequality is determined. A whole new globalisation index has been constructed based on data covering a large sample of 65 developing countries. The index is based on the globalisation index proposed by A.T. Kearney / Foreign Policy Magazine. The index is composed of four sub-indices, namely: economic integration, personal contacts, technological connections and political engagement. Results from cross-sectional regression analysis show that there is a significant relationship between globalisation and poverty and income inequality. Globalisation leads to poverty reduction and it reduces income inequality. The relationship between globalisation and poverty remains significant when controlled for regional heterogeneity. A non-linear analysis shows that poverty has diminishing returns to benefits from globalisation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Rethinking relative measures of poverty (2006)
Zitatform
Sallila, Seppo, Heikki Hiilamo & Reijo Sund (2006): Rethinking relative measures of poverty. In: Journal of European social policy, Jg. 16, H. 2, S. 107-120.
Abstract
"This paper attempts to develop an alternative measure for relative poverty. The aim is to combine information both on the depth of poverty and the number of people living in poverty. We seek, moreover, to establish a yardstick that would be relatively simple and easy to understand, so as to facilitate the use of such a new method in sociological poverty research and political decision making. The Cumulative Poverty Index (CUPI) indicates how many times poorer on average the poor households are, compared to all households on average (or the other way round: the ratio of the mean income of poor households to the mean income of all households). The empirical analysis demonstrates that CUPI seem to reflect changes in the incomes of the poor more accurately than do head-count ratios based on median income." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Armutsgefährdung: Auf EU-Ebene gemeinsam vereinbarte neue Indikatoren (2005)
Bardone, Laura; Guio, Anne-Catherine;Zitatform
Bardone, Laura & Anne-Catherine Guio (2005): Armutsgefährdung: Auf EU-Ebene gemeinsam vereinbarte neue Indikatoren. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 05/2005), Brüssel, 10 S.
Abstract
Erwerbstätigkeit gilt als beste Absicherung gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Allerdings reicht ein Arbeitsplatz nicht immer aus, Armut zu verhindern, da diese auch von anderen sozialen Indikatoren (wie z.B. Familienstruktur, Bildungsgrad oder Bezug von Niedriglohn) abhängt. In dem Beitrag werden die möglichen Ansätze für eine Messung der Schnittstellen zwischen Armut und Arbeit erörtert und das methodische Instrumentarium beschrieben, das auf EU-Ebene zur Definition gemeinsamer Indikatoren und Variablen für einschlägige Messungen zur Anwendung kommt. Es werden die Ergebnisse einer ECHP-Erhebung präsentiert, die sich vor allem auf die 15 alten EU-Mitgliedstaaten beziehen. Die für die neuen Mitgliedstaaten ebenfalls vorliegenden Daten sind nicht unmittelbar vergleichbar. Mit der Annahme gemeinsam vereinbarter Indikatoren haben die Mitgliedstaaten das Problem der Armutsgefährdung erkannt und sind in der Lage, Messungen darüber anzustellen, in welchem Maße Beschäftigung nicht vor Einkommensschwäche schützt. Die vorliegenden Daten zeigen jedoch, dass eine vollständige Erforschung der Armutsgefährdung von Erwerbstätigen eine tiefer gehende Analyse der Haushaltsstrukturen und Erwerbsmuster der Haushalte verlangt. (IAB)
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Dunkelziffer der Armut: Ausmaß und Ursachen der Nicht-Inanspruchnahme zustehender Sozialhilfeleistungen (2005)
Zitatform
Becker, Irene & Richard Hauser (2005): Dunkelziffer der Armut. Ausmaß und Ursachen der Nicht-Inanspruchnahme zustehender Sozialhilfeleistungen. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 64), Berlin: Edition Sigma, 287 S.
Abstract
"Es gehört zu den sozialstaatlichen Mindestansprüchen, für Bedürftige ein sozio-kulturelles Existenzminimum zu sichern; hierzulande sollen Sozialhilfe, die bedarfsorientierte Grundsicherung für Alte und dauerhaft Erwerbsunfähige und das Arbeitslosengeld II dafür sorgen. Allerdings ist fraglich, ob dieses Minimalziel überhaupt erreicht wird. Denn ein Teil der Bedürftigen nimmt zustehende Leistungen nicht in Anspruch - niemand weiß genau, wie groß dieser Anteil ist und wo die Ursachen der Nicht-Inanspruchnahme liegen. Die Dunkelziffer der Armut ist nicht unmittelbar beobachtbar; sie zu ermitteln setzt ein avanciertes Methodeninventar voraus. Genau dieser Herausforderung stellt sich diese Studie: Sie schätzt die Größe und soziodemographische Struktur des Bevölkerungsteils in 'verdeckter Armut' anhand verschiedener Mikrodatenquellen ab. Mit Simulationsmodellen wird geprüft, welche Haushalte anspruchsberechtigt sind und ob sie die zustehende Leistung erhalten haben. Ausgehend von theoretischen Überlegungen und vorliegenden Untersuchungen werden schließlich Ursachen analysiert; dabei stehen subjektiv ausgerichtete Fragen an die Bevölkerung des Niedrigeinkommenssektors v.a. zu Kenntnissen des Leistungsrechts, zu Einstellungen, Wahrnehmungen und Stigmatisierungsängsten im Zentrum." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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A framework for the decomposition of poverty differences with an application to poverty differences between countries (2005)
Zitatform
Biewen, Martin & Stephen P. Jenkins (2005): A framework for the decomposition of poverty differences with an application to poverty differences between countries. In: Empirical economics, Jg. 30, H. 2, S. 331-358. DOI:10.1007/s00181-004-0229-1
Abstract
Zur Zerlegung von Armutsunterschieden wird das Oaxaca-Blinder-Verfahren vorgeschlagen, welches auf einem parametrischen Modell der Einkommensverteilung basiert und eingesetzt werden kann, um die Unterschiede bei den Armutsraten von Ländern über Jahre hinweg zu zerlegen. Armutsunterschiede werden dabei zerlegt in Unterschiede bei der zugrunde liegenden Verteilung armutsrelevanter Merkmale und in Unterschiede beim Auftreten von Armut aufgrund dieser Merkmale. Diese Methode wird anhand eines Vergleichs relativer Armutsniveaus und Armutsmuster in den USA, Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland in den 1990er Jahren erläutert. Die Ergebnisse zeigen, dass die im Vergleich zu Deutschland höheren aggregierten Armutsraten in den USA und Großbritannien zum allergrößten Teil auf die Merkmale entfallen, die teilweise durch eine günstigere Verteilung von armutsrelevanten Merkmalen und hier insbesondere höhere Erwerbsquoten ausgeglichen werden. (IAB)
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Principles and practicalities for measuring child poverty in the rich countries (2005)
Corak, Miles;Zitatform
Corak, Miles (2005): Principles and practicalities for measuring child poverty in the rich countries. (IZA discussion paper 1579), Bonn, 69 S.
Abstract
"This paper has three objectives. The first is to discuss the major issues involved in defining and measuring child poverty. The choices that must be made are clarified, and a set of six principles to serve as a guide for public policy are stated. The second objective is to take stock of child poverty and changes in child poverty in the majority of OECD countries since about 1990 when the Convention on the Rights of the Child came into force. Finally, the third objective is to formulate a number of suggestions for the setting of credible targets for the elimination of child poverty in the rich countries. This involves a method for embodying the ideal of children having priority on social resources into a particular set of child poverty reduction targets, it involves the development of appropriate and timely information sources, and finally it involves the clarification of feasible targets that may vary across the OECD." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Measuring poverty in a growing world (or measuring growth in a poor world) (2005)
Zitatform
Deaton, Angus (2005): Measuring poverty in a growing world (or measuring growth in a poor world). In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 87, H. 1, S. 1-19.
Abstract
"The extent to which growth reduces global poverty has been disputed for 30 years. Although there are better data than ever before, controversies are not resolved. A major problem is that consumption measured from household surveys, which is used to measure poverty, grows less rapidly than consumption measured in national accounts, in the world as a whole and in large countries, particularly India, China, and the United States. In consequence, measured poverty has fallen less rapidly than appears warranted by measured growth in poor countries. One plausible cause is that richer households are less likely to participate in surveys. But growth in the national accounts is also upward biased, and consumption in the national accounts contains large and rapidly growing items that are not consumed by the poor and not included in surveys. So it is possible for consumption of the poor to grow less rapidly than national consumption, without any increase in measured inequality. Current statistical procedures in poor countries understate the rate of global poverty reduction, and overstate growth in the world." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Optimal anti-poverty programmes: horizontal equity and the paradox of targeting (2005)
Ebert, Udo;Zitatform
Ebert, Udo (2005): Optimal anti-poverty programmes. Horizontal equity and the paradox of targeting. In: Economica, Jg. 72, H. 287, S. 453-468. DOI:10.1111/j.0013-0427.2005.00425.x
Abstract
Der Beitrag untersucht das Problem der optimalen Zielgruppenansprache bei Haushalten mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Zudem werden Verfahren der Messung von Armut angewandt, die auf der Deprivation der Haushalte basieren. Die Bedürfnisse der Haushalte werden sorgfältig modelliert, dabei werden Haushaltsgröße und Haushaltsbedüfnisse mittels Äquivalenzskalen und Äquivalenzgewichtung dargestellt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der paradoxen Situation, in der die Leistungen, die einem Haushalt gewährt werden, sinken können, wenn die Bedürfnisse dieses Haushaltstyps - gemessen durch den entsprechenden Skalenwert - steigen. Als Ergebnis wird festgehalten, dass Programme zur Armutsbekämpfung dann und nur dann als horizontal gerecht betrachtet werden können, wenn die Gewichtung der einzelnen Haushaltstypen dem ensprechenden Äquivalenzwert entspricht. In diesem Fall kann das Paradox nicht auftreten. (IAB)
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Armut ökonomisch betrachtet: zur methodischen Klärung eines viel genutzten Begriffes (2005)
Faik, Jürgen;Zitatform
Faik, Jürgen (2005): Armut ökonomisch betrachtet. Zur methodischen Klärung eines viel genutzten Begriffes. In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Jg. 34, H. 10, S. 542-547.
Abstract
"Zielgerichtete Wirtschafts- und Sozialpolitik setzt eine präzise Eingrenzung des wissenschaftlichen Konstrukts 'Armut' unbedingt voraus. Eine solche Eingrenzung nimmt der nachfolgende Beitrag vor. Nach der Behandlung möglicher Begriffsinhalte von Armut wird auf Probleme der Armutsmessung Bezug genommen, wobei verschiedene alternative Armutsmaße diskutiert werden. Es folgen eine Reihe spezifischer methodischer Festlegungen, welche für Armutsanalysen zentral sind. Im Einzelnen geht es hierbei um die Wahl des Wohlstandsindikators und der Untersuchungseinheit, um den Einfluss von Äquivalenzskalen sowie um die zeitliche Perspektive von Armut (d. h. statische versus dynamische Armut)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zur langfristigen Entwicklung von Einkommen und Armut in Deutschland: starke Reduktion der arbeitsmarktbedingten Ungleichheit durch sozialstaatliche Maßnahmen (2005)
Frick, Joachim R.; Grabka, Markus M. ; Goebel, Jan ; Schäfer, Andrea; Wagner, Gert G. ; Tucci, Ingrid ; Krause, Peter ;Zitatform
Frick, Joachim R., Jan Goebel, Markus M. Grabka, Peter Krause, Andrea Schäfer, Ingrid Tucci & Gert G. Wagner (2005): Zur langfristigen Entwicklung von Einkommen und Armut in Deutschland. Starke Reduktion der arbeitsmarktbedingten Ungleichheit durch sozialstaatliche Maßnahmen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 72, H. 4, S. 59-68.
Abstract
"Seit dem Jahr 2000 ist in Deutschland ein neuerlicher Anstieg sowohl der Ungleichheit der Einkommen als auch der relativen Einkommensarmut zu beobachten. Dies geht übereinstimmend aus Berichten hervor, die in jüngster Zeit auf Grundlage unterschiedlicher Einkommenskonzepte und Datenquellen veröffentlicht wurden. Viele der Einzelergebnisse basieren auf Daten des vom DIW Berlin in Zusammenarbeit mit Infratest Sozialforschung erhobenen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Bei einer Vertiefung und Gesamtbetrachtung dieser Ergebnisse können noch weitere Erkenntnisse gewonnen werden. Besonders hervorzuheben ist, dass die Zunahme von Ungleichheit und Armut seit Mitte der 80er Jahre keineswegs linear - im Sinne eines säkularen Trends in Richtung stetig steigender Ungleichheit - verlief. Vielmehr lassen sich im Gleichklang mit der konjunkturellen Entwicklung und insbesondere der Entwicklung der Arbeitslosigkeit Phasen zu- und auch abnehmender Ungleichheit beobachten. Im Zuge einer sinkenden Arbeitslosigkeit dürfte auch wieder mit abnehmender Ungleichheit und weniger Armut zu rechnen sein. Freilich funktioniert das sozialstaatliche Transfer- und Umverteilungssystem in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit nach wie vor. So ist die Reduktion der Ungleichheit von am Markt erzielten Einkommen weiterhin hoch, in Ostdeutschland deutlich stärker als in Westdeutschland. Insofern kann von einem weitreichenden Abbau des Sozialstaats nicht die Rede sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zur Entwicklung der Einkommen privater Haushalte in Deutschland bis 2004: zunehmender Einfluss von Arbeitslosigkeit auf Armut und Ungleichheit (2005)
Zitatform
Frick, Joachim R. & Markus M. Grabka (2005): Zur Entwicklung der Einkommen privater Haushalte in Deutschland bis 2004. Zunehmender Einfluss von Arbeitslosigkeit auf Armut und Ungleichheit. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 72, H. 28, S. 429-436.
Abstract
"In Ostdeutschland gab es 2004 - anders als in Westdeutschland - eine weitere, wenngleich geringe Zunahme von Einkommensungleichheit und Armut gegenüber den Vorjahren. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit der in Ostdeutschland weiter stark gestiegenen Arbeitslosigkeit, was sich besonders in der zunehmenden Ungleichheit der Markteinkommen niedergeschlagen hat. Im Jahre 2004 waren über 40 % der Ostdeutschen und immerhin auch fast 20 % der Westdeutschen entweder selbst oder indirekt - von der Arbeitslosigkeit eines Haushaltsmitgliedes im Jahr zuvor - betroffen. Mit der vorliegenden Untersuchung wird eine Reihe von Wochenberichten des DIW Berlin fortgesetzt, in denen die langfristige Entwicklung von Einkommen und Armut in Deutschland für die Bevölkerung insgesamt sowie in vertieften Analysen für ausgewählte Teilgruppen dargestellt wird. Dabei wurden bisher die Daten des vom DIW Berlin in Zusammenarbeit mit Infratest Sozialforschung erhobenen Soziooekonomischen Panels (SOEP) bis zum Befragungsjahr 2003 untersucht, die auch in dem im März 2005 erschienenen 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung Eingang gefunden haben. Nunmehr wird diese Berichterstattung bis zum Befragungsjahr 2004 weitergeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Regional income stratification in unified Germany using a Gini decomposition approach (2005)
Zitatform
Frick, Joachim R. & Jan Goebel (2005): Regional income stratification in unified Germany using a Gini decomposition approach. (IZA discussion paper 1891), Bonn, 35 S.
Abstract
"This paper delivers new insights into the development of income inequality and regional stratification in Germany after unification using a new method for detecting social stratification by a decomposition of the GINI index which yields the obligatory between- and within-group components as well as an 'overlapping' index for the different sup-populations. We apply this method together with a jackknife estimation of standard errors. We find that East Germany is still a stratum on its own when using post-government income, but since 2001 no longer is when using pre-government income. These results remain stable when using alternatively defined regional classifications. However, there are also indications of some regional variation within West Germany. Overall, these findings are important for the political discussion with respect to a potential regional concentration of future transfers from East to West Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Income distribution and poverty in OECD countries in the second half of the 1990s (2005)
Förster, Michael; D'Ercole, Marco Mira;Zitatform
Förster, Michael & Marco Mira D'Ercole (2005): Income distribution and poverty in OECD countries in the second half of the 1990s. (OECD social, employment and migration working papers 22), Paris, 81 S. DOI:10.1787/882106484586
Abstract
"This report provides evidence on income distribution and poverty in 27 OECD countries over the second half of the 1990s, using data that correct for many of the features that limit cross-country and intertemporal comparisons in this field. Patterns for income distribution and relative poverty in the second half of the 1990s - a period of significant improvement in labour market conditions in most OECD countries - conform to many of the longer-term trends identified in previous OECD analysis, but also highlight some significant departures.
* Inequality in the distribution of household disposable income among the total population increased slightly over the second half of the 1990s, continuing the trend of the previous decade.
* Relative poverty, measured with respect to a threshold set at half of median income, affected in 2000 around 11% of the OECD population, with an increase since the mid-1990s that is similar to that of the previous decade. Absolute income poverty, which had declined by more than onethird in the decade from the mid-1980s to the mid-1990s, fell by close to one-fourth in the five years to 2000.
* Following steady increases in inequality in the distribution of market income among the population of working age in previous decades, several OECD countries reversed or halted this trend in the second half of the 1990s. Impacts on inequality in the distribution of disposable income and relative poverty have so far been muted because of a reduction in the effectiveness of public transfers and taxes in reaching those with greater needs.
* Relative poverty is, in most countries, most common among children than among the entire population, and this increased further in the second half of the 1990s. While child poverty rates are lower in countries with higher level of maternal employment, there is much diversity in country experiences, suggesting that specific factors increase risks of destitution for children in some OECD countries.
* Income of the elderly, relative to that of the rest of the population, stopped improving in the second half of the 1990s. Their poverty rates, measured using a relative threshold, also increased in several OECD countries, mainly reflecting changes in public transfers and taxes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Materielle Entbehrung in der EU (2005)
Guio, Anne-Catherine;Zitatform
Guio, Anne-Catherine (2005): Materielle Entbehrung in der EU. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 21/2005), 11 S.
Abstract
"Auf EU-Ebene stützen sich die am häufigsten verwendeten Indikatoren im Bereich von Armut und sozialer Ausgrenzung auf einen eindimensionalen (monetären) Ansatz, der relativ ist (d. h. sich an einem Grenzwert orientiert, der in Bezug auf die Einkommensverteilung in den einzelnen Länder definiert ist). Mit dem in diesem Papier vorgeschlagenen Ansatz sollen die in den Indikatoren zusammengefassten Informationen ergänzt werden, indem auf der Grundlage unterschiedlicher Dimensionen ('ökonomische Anspannung', 'unfreiwilliger Mangel an Gebrauchsgütern' und 'Wohnen') 'absolutere' Messgrößen der materiellen Entbehrung (Deprivation) betrachtet werden. Die Überschneidungen zwischen relativer monetärer Armut und materieller Entbehrung werden ebenso untersucht wie die Risikofaktoren der Entbehrung innerhalb der verschiedenen Dimensionen. Vorgeschlagen wird darüber hinaus eine gewichtete Version der Indikatoren, um eine weniger 'absolute', eher dem jeweiligen nationalen Kontext entsprechende Darstellung der materiellen Entbehrung zu ermöglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Leben in Europa: die neue Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen (2005)
Körner, Thomas; Timm, Ulrike; Minkel, Hertmut; Meyer, Iris;Zitatform
Körner, Thomas, Iris Meyer, Hertmut Minkel & Ulrike Timm (2005): Leben in Europa. Die neue Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen. In: Wirtschaft und Statistik H. 11, S. 1137-1152.
Abstract
"Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung im Jahr 2001 als politisches Ziel mit hoher Priorität ausgerufen. In diesem Zusammenhang wurde vereinbart, die Erfolge bei der Armutsbekämpfung mit Hilfe eines Systems von Berichten und Indikatoren in allen Mitgliedstaaten einem jährlichen Monitoring zu unterziehen. Die Bereitstellung einer zuverlässigen und vergleichbaren Datenbasis zur Berechnung dieser Indikatoren ist eine der Aufgaben der Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC), die in Deutschland den Namen LEBEN IN EUROPA trägt und jährlich durchgeführt wird. In Deutschland ist EUSILC erstmals im Jahr 2005 erhoben worden. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Ziele und methodischen Grundlagen der Erhebung, die Implementierung von Stichprobe, Feldarbeit und Aufbereitung in Deutschland. Ein Ausblick auf die künftigen Nutzungsmöglichkeiten der im Rahmen von EU-SILC gewonnenen Daten schließt den Beitrag ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Messung von Armutsgefährdung und Deprivation (2005)
Lamei, Nadja; Till-Tentschert, Ursula;Zitatform
Lamei, Nadja & Ursula Till-Tentschert (2005): Messung von Armutsgefährdung und Deprivation. In: Statistische Nachrichten, Jg. 60, H. 4, S. 349-359.
Abstract
"Zur Messung von Armut bedarf es zunächst ihrer theoretischen Definition. Je nachdem, ob man Armut direkt über deprivierte Lebenslage oder indirekt über Einkommen definiert, liegen unterschiedliche Annahmen zugrunde: Der einkommenszentrierte Ansatz unterstellt gleiche Wirkung des gleichen Einkommens - was faktisch nicht gegeben ist. Menschen haben je nach Lebenslage verschiedene Bedürfnisse, aber auch Möglichkeiten zu wirtschaften. Bei der direkten Armutsdefinition steht vielmehr die tatsächliche Wirkung der Ressourcen im Vordergrund. Beide Ansätze betonen also andere Aspekte; die Schwierigkeit ergibt sich daraus, sie miteinander in Beziehung zu setzen. In diesem Artikel wird dazu eine in der Armutsforschung etablierte Typologie übernommen, die Personen als nicht-arm, einkommensarm, von mangelnder Teilhabe betroffen oder in verfestigter Armut klassifiziert. Anhand von Daten der neuen Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen EU-SILC für das Jahr 2003 werden in diesem Beitrag verschiedene Armutslagen in Österreich besprochen. Dabei werden schwerpunktmäßig die methodischen Implikationen behandelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Trois apports des donnees longitudinales a l'analyse de la pauvrete (2005)
Lollivier, Stefan; Verger, Daniel;Zitatform
Lollivier, Stefan & Daniel Verger (2005): Trois apports des donnees longitudinales a l'analyse de la pauvrete. In: Economie et Statistique H. 383/384/385, S. 245-282.
Abstract
"Teil 1: Messfehler und Eintritt in die Armut/Austritt aus der Armut: Die Messung des Eintritts in die Armut und des Austritts aus der Armut durch bloßen Vergleich der jährlichen Einkommen, die mittels Erhebungen bei Haushalten erfasst werden, bringt konzeptuelle und empirische Schwierigkeiten mit sich. Der Mangel an Ressourcen innerhalb eines kurzen Zeitraums reicht nicht aus, um eine Situation der Armut zu definieren. Diese muss eher in einem durchschnittlichen Zeitraum von einigen Jahren (fünf Jahre werden oftmals als relevante Dauer erachtet) bewertet werden. Beobachtungsfehler sind für Jahresentwicklungen verantwortlich, die fälschlicherweise auf eine hohe Volatilität dieses Phänomens schließen lassen. Die statistischen Bereinigungsmethoden, die ökonometrischen Analysen zugrunde liegen, ermöglichen eine partielle Korrektur der Beobachtungsfehler, die allerdings nur wenig stabil ist und insbesondere von den herangezogenen Hypothesen abhängt. Die auf diese Weise vorgenommenen Korrekturen sind umfangreich: Die Reduzierung der Faktoren, die als Parasiten betrachtet werden, mindert die Fälle des Austritts aus der Armut um ca. zwei Drittel. Die Korrelation zwischen den einzelnen Formen der Armut - monetäre Armut, Armut bezüglich der Lebensbedingungen und subjektive Armut - wird dadurch geringfügig gestärkt, bleibt aber gering; denn die Unterschiedlichkeit der Formen der Armut ist kein Artefakt.
Teil 2: Dynamik der Armut: kann das Gemenge der Kausalitäten entflochten werden? Dass es sich bei der Armut um ein vielschichtiges Phänomen handelt, hierüber herrscht heute nahezu Einvernehmen. Gegenstand von Diskussionen ist aber immer noch die Anzahl der zu berücksichtigenden Dimensionen und mithin der zu wählende Grad der Aggregation für die synthetischen Indikatoren. Auch wenn drei Formen der Armut - monetäre Armut, Armut bezüglich der Lebensbedingungen und so genannte 'subjektive' Armut wegen der Schwierigkeiten, das Budget auszugleichen - in der Regel das Interesse gilt, könnten andere partielle Skalen die Analyse ergänzen: geringe Ressourcen im Hinblick auf die Gesundheit oder des Gesellschaftskapitals, schlechte Eingliederung in den Arbeitsmarkt oder auch Gewährung gezielter institutioneller Beihilfen für die benachteiligten Bevölkerungs- gruppen. Die Bevölkerungsgruppen, die durch die diversen Mängel gekennzeichnet sind, unterscheiden sich, auch wenn sie teilweise gleiche Merkmale aufweisen. Insbesondere treten die verschiedenen Armutssymptome nicht zeitgleich auf. Allerdings scheint sich ein kohärenter zeitlicher Prozess abzuzeichnen, der auf das Vorhandensein von Kausalitätsbeziehungen zwischen den einzelnen Armutsformen schließen lässt. Die subjektive Armut ist offenbar ein Frühindikator für sämtliche Schwierigkeiten und materiellen Entbehrungen, die beim Verarmungsprozess recht früh auftreten im Gegensatz zu den institutionellen Hilfen, die viel später gezahlt werden. Gesundheitliche Schwierigkeiten scheinen eine zentrale Rolle zu spielen und sind eher Ursache oder Folge der Armut.
Teil 3: Absolute und relative Armut: einige Überlegungsansätze und ein Quantifizierungsversuch:
Die meisten Ansätze zur Messung der Armut berücksichtigen entweder alle absoluten Messungen oder alle relativen Messungen, wobei jeder Ansatz Vor- und Nachteile aufweist; in jüngster Zeit wurden aber einige Versuche zur Definierung gemischter Messungen unternommen. Foster bemühte sich, das von Gordon Fisher beschriebene Konzept der 'Einkommenselastizität der Armutsgrenze' zu instrumentalisieren, wozu er eine Armutsgrenze zog, die als der geometrische Durchschnitt einer absoluten und einer relativen Grenze definiert ist, mit einer Elastizität zwischen 0 (Wert, der dem strikt absoluten Ansatz entspricht) und 1 (Wert, der dem relativen Ansatz entspricht). Da die Messung die mehr oder minder impliziten normativen Beurteilungen der untersuchten Gesellschaft widerzuspiegeln hat, muss sich der Wert dieser Elastizität nach den beobachteten effektiven Verhaltensweisen richten und darf nicht willkürlich gewählt werden. Die Schätzung, die anhand französischer Daten über das Ende der 1990er Jahre vorgenommen wurde, ergibt einen Wert von annähernd 1 (der über ähnlichen Schätzungen für die Vereinigten Staaten liegt), der aber merklich unter diesem Wert liegt: die spontanen Ausdrucksformen entsprechen somit eher den für die statistische Messung des Phänomens gewählten relativen Konzepten als dem alternativen Ansatz mittels absoluter Werte, lassen aber nur eine partielle Indexierung erkennen, da die Normen die Entwicklungen der Lebensweisen nur schrittweise und selektiv bestätigen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Relative Armut und Konzentration der Einkommen deutlich gestiegen: Indikatoren und Analysen zur Entwicklung der Ungleichheit von Einkommen und Ausgaben (2005)
Zitatform
Noll, Heinz-Herbert & Stefan Weick (2005): Relative Armut und Konzentration der Einkommen deutlich gestiegen. Indikatoren und Analysen zur Entwicklung der Ungleichheit von Einkommen und Ausgaben. In: Informationsdienst Soziale Indikatoren H. 33, S. 1-6.
Abstract
"Der Beitrag untersucht zunächst anhand verschiedener Indikatoren, ob und wie sich zentrale Aspekte der Verteilung der Einkommen in Deutschland verändert haben. Aus der hier verfolgten Perspektive der Wohlfahrtsmessung und Sozialberichterstattung konzentriert sich das Interesse dabei auf die Verteilung der monatlichen Nettoeinkommen, über die die privaten Haushalte verfügen. Um die aktuellen Veränderungen angemessen bewerten und in einen größeren Zusammenhang stellen zu können, wird die Entwicklung über einen längeren Zeitraum betrachtet: In Westdeutschland seit der Mitte der 1980er Jahre, in Ostdeutschland sowie für Deutschland insgesamt seit der Vereinigung am Beginn der 1990er Jahre. Die für die entsprechenden Analysen verwendete Datengrundlage ist das Sozio- ökonomische Panel. Neben der Einkommensseite wird in einem weiteren Schritt der Analyse die Ungleichheit der Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte und deren Entwicklung in West- und Ostdeutschland untersucht. Als Datengrundlage werden dafür die Mikrodatensätze der Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) von 1983 bis 2003 verwendet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Armut in der Wohlstandsgesellschaft: auch eine Frage der Definition (2005)
Schröder, Christoph;Zitatform
Schröder, Christoph (2005): Armut in der Wohlstandsgesellschaft. Auch eine Frage der Definition. Köln: Deutscher Instituts-Verlag, 43 S.
Abstract
"Der Anteil der Bevölkerung in Deutschland, der von relativer Einkommensarmut betroffen ist, ist zwischen 1998 und 2003 gestiegen. Gleichzeitig nahm der Anteil des reichsten Zehntels der Bevölkerung am Gesamtvermögen zu. Nun müssen auch die größten Skeptiker zugeben: Zahlen lügen nicht! Die eigentliche Frage aber ist: Sagen sie denn die ganze Wahrheit? Darauf eine Antwort zu finden und auf viele andere Fragen, die mit dem Thema Armut zusammenhängen, ist die Absicht dieser Broschüre. Und Armut ist nun einmal relativ. Deshalb wird der Blick keineswegs nur auf Deutschland beschränkt, sondern bezieht insbesondere die 'alte' EU mit ihren 15 Mitgliedsstaaten in die Betrachtung ein." (Textauszug, IAB-Doku)
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Option für die Armen: die Entmarginalisierung des Armutsbegriffs in den Wissenschaften (2005)
Sedmak, Clemens; Koller, Peter; Kunrath, Sabine; Baumann, Urs; Nuscheler, Franz; Döring, Daiva; Nussbaumer, Josef; Fent, Thomas; Zimmerling, Ruth; Kirchgässner, Gebhard; Zurbriggen, Ludwig; Brieskorn, Norbert; Exenberger, Andreas; Zitz, Edith;Zitatform
Sedmak, Clemens (Hrsg.) (2005): Option für die Armen. Die Entmarginalisierung des Armutsbegriffs in den Wissenschaften. Freiburg u.a.: Herder, 629 S.
Abstract
Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer und droht, solidarische Bande zu zerschneiden. Welche Rolle kann die Wissenschaft angesichts des Anliegens, an einer menschlichen Welt zu bauen, spielen? Dieser Frage geht der vorliegende Band nach. Die ursprünglich nur binnentheologisch diskutierte "Option für die Armen" wird hier fruchtbar gemacht für zahlreiche Wissenschaftsdisziplinen. Wissenschaftler aus vielen Bereichen setzen sich mit ihr auseinander, z.B. aus den Bereichen Afrikanistik, Architektur, Bevölkerungswissenschaft, Bodenforschung, Chemie, Computerwissenschaft, Cultural Studies, Ernährungswissenschaft, Ethnologie, Forstökologie, Geschichte, Geographie, Klimaforschung, Krebsforschung, Kunstwissenschaft, Landwirtschaft, Musikwissenschaft, Pharmazie, Philosophie, Physik, Politikwissenschaft, Psychologie, Publizistik, Rechtswissenschaft, Sprachwissenschaft, Soziologie, Statistik, Technik, Umweltforschung, Verkehrsplanung, Volkswirtschaft, Wassertechnik. Es zeigt sich, dass die Option für die Armen Forschung und Erkenntnis in neue Bahnen lenken kann. (Textauszug, IAB-Doku)
Zum Themenbereich 'Gesellschaft-Wirtschaft-Recht' sind u. a. die folgenden Beiträge enthalten:
Ludwig Zurbriggen: Soziologie des gesellschaftlichen Leidens und die "Option für die Armen" (245-258);
Daiva, Döring: "Option für die Armen" in der Soziologie? (259-273);
Sabine Kurath, Urs Baumann: Armut aus psychologischer Perspektive (275-299);
Ruth Zimmerling Option für die Armen: Politikwissenschaft (301-319);
Franz Nuscheler: Politikwissenschaft und Option für die Armen (321-345);
Norbert Brieskorn: Option für die Armen in den Wissenschaften des Rechts Rechtswissenschaft, Völkerrecht und Rechtsphilosophie (385-398);
Peter Koller, Edith Zitz: Armut und Recht (399-418);
Thomas Fent: Armut, Bevölkerungsdynamik und Wirtschaftswachstum (419-428);
Gebhard Kirchgässner: Option für die Armen: eine ökonomische Perspektive (439-458);
Andreas Exenberger, Josef Nussbaumer: Eine Option für die Armen? Ökonomische Chiffren zu einem brennenden Globalproblem (459-482). -
Literaturhinweis
Armut und Reichtum an Verwirklichungschancen: Amartya Sens Capability-Konzept als Grundlage der Armuts- und Reichtumsberichterstattung (2005)
Volkert, Jürgen ; Leßmann, Ortrud ; Kleimann, Rolf; Kuklys, Wiebke; Klasen, Stephan ; Scholtes, Fabian; Volkert, Jürgen ; Scheuerle, Ulrich; Klee, Günther; Schneider, Friedrich ;Zitatform
Volkert, Jürgen (Hrsg.) (2005): Armut und Reichtum an Verwirklichungschancen. Amartya Sens Capability-Konzept als Grundlage der Armuts- und Reichtumsberichterstattung. (Forschung Gesellschaft), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 309 S.
Abstract
"Der Ansatz der Verwirklichungschancen (Capabilities) des Ökonomienobelpreisträgers Amartya Sen bildet eine neue Grundlage der deutschen Armuts- und Reichtumsberichterstattung. Diese konzeptionelle Weiterentwicklung trägt damit auch der zunehmenden internationalen Verbreitung und Akzeptanz des Capability-Ansatzes Rechnung. Bereits seit längerem ist er die Basis der von den Vereinten Nationen publizierten Human Development Reports sowie der Human Poverty Indizes I und II für arme und reiche Länder. Inzwischen spielen die Sen'schen Überlegungen auch für die Weiterentwicklung der Armuts- und Sozialberichterstattung bei der Weltbank, der OECD und der EU eine bedeutsame Rolle. In einem Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung hat das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Tübingen (IAW) ferner gezeigt, dass Sens Ansatz als zielführende Konzeption sowohl für Armuts- als auch für Reichtumsberichte sehr gut geeignet ist. Der erste deutschsprachige Sammelband zu Fragen der Armut und des Reichtums aus einer Capability-Perspektive diskutiert konzeptionelle Grundlagen sowie empirische Anwendungen ebenso wie Forschungsperspektiven." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armut, Gesundheit und sozialer Kontext von Kindern (2005)
Wenzig, Claudia;Zitatform
Wenzig, Claudia (2005): Armut, Gesundheit und sozialer Kontext von Kindern. (SOCIALIA 71), Hamburg: Kovac, 480 S.
Abstract
"Ein erstes Ziel der Autorin liegt in der Beschreibung des Armutsausmaßes und des Erlebens finanzieller Belastungen bei Vorschulkindern und ihren Familien in Nürnberg. Zusätzlich werden zentrale Armutsdeterminanten untersucht. Befunde zum erhöhten Armutsausmaß von Kindern führen direkt zu Fragen nach möglichen Auswirkungen der Armutserfahrungen im frühen Kindesalter. Mit Hilfe von multivariater Analysen werden individuelle Einflussfaktoren der Gesundheit (z.B. Übergewicht, Sprachentwicklungsstörungen und intellektuelle Entwicklungsstörungen) und gesundheitsrelevanter Aspekte (Gesundheitsvorsorge und -verhalten) untersucht. Der Rolle der Armutsbetroffenheit wird dabei mit ihren möglichen negativen Folgen für die kindliche Gesundheit ein besonderer Schwerpunkt eingeräumt. Neben der Armutsbetroffenheit als individuelle Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen rückt zunehmend auch die räumliche Dimension von Armut in den Blickpunkt. US-amerikanische Studien zeigen, dass über den Effekt der individuellen Benachteiligung hinaus, die Sozialstruktur des Wohnumfeldes als Einflussgröße der kindlichen Entwicklung angesehen werden muss (sog. Nachbarschaftseffekte). Ob diese Ergebnisse auch auf Deutschland übertragen werden können, ist ein weiterer Schwerpunkt der Dissertation. Zur Erklärung kindlicher Gesundheit werden daher neben den individuellen Faktoren zusätzlich sozialstrukturelle Merkmale im Sinne eines sozialen Kontextes für Kinder einbezogen und mit Hilfe von Kontextanalysen auf ihre Einflusskraft überprüft. Datenbasis der empirischen Arbeit stellt die erste Welle des Nürnberger Kinderpanels dar, einer Langzeitstudie zur Lebenssituation und gesundheitlichen Lage von Einschülern in Nürnberg. Das Nürnberger Kinderpanel verknüpft Ergebnisse der medizinischen Einschulungsuntersuchung von Kindern mit Elternangaben zur ihrer Wohn-, Familien-, und Freizeitsituation." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wenzig, Claudia; -
Literaturhinweis
Indicators and targets for social inclusion in the European Union (2004)
Zitatform
Atkinson, Anthony B., Eric Marlier & Brian Nolan (2004): Indicators and targets for social inclusion in the European Union. In: Journal of Common Market Studies, Jg. 42, H. 1, S. 47-75.
Abstract
"In December 2001, the Laeken European Council adopted a set of commonly agreed and defined indicators for social inclusion. These should play a central role in monitoring the performance of Member States in making progress towards the key EU objectives in this area set by the Nice European Council in 2000, and represent a major step forward in the development of EU social policy. This article reviews the scientific and political basis on which the indicators were selected, and the implications for the future development of policy-making in Europe. It describes the key features of the indicators and some of the ways in which they can be developed. Finally, it investigates some important issues that need to be addressed when setting quantitative targets in the context of the social inclusion process." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Teilhabe, Gefährdung und Ausgrenzung als Leitbegriffe der Sozialberichterstattung (2004)
Bartelheimer, Peter;Zitatform
Bartelheimer, Peter (2004): Teilhabe, Gefährdung und Ausgrenzung als Leitbegriffe der Sozialberichterstattung. In: Mitteilungen. Soziologisches Forschungsinstitut, Göttingen H. 32, S. 47-62.
Abstract
"Es gehört zu den Kernaufgaben von Sozialberichterstattung, den Ertrag wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung für die individuelle Lebenssituation zu messen. Dazu werden Begriffe benötigt, welche die Stellung von Personen und Haushalten im Gefüge sozialer Ungleichheit angeben. Sozialwissenschaftliche Begriffe zur Beobachtung sozialer Ungleichheit, wie sie etwa für die Armuts- und Reichtumsberichterstattung benötigt werden, haben stets theoretische und politische Wurzeln. Sie berühren das 'soziale Bewusstsein' (De Swaan 1993) der Gesellschaft, also die vorherrschenden Vorstellungen von Gerechtigkeit, und gesellschaftliche 'Toleranzgrenzen' (Allmendinger/Hinz 1998) für Ungleichheit. Und sie sind immer auf Sozialpolitik bezogen, sollen sie doch nicht zuletzt Maßstäbe für die Leistungsfähigkeit der Systeme sozialer Sicherung liefern. Stand das Konzept der Lebensqualität, das Zapf (1972) für die Wohlfahrtsmessung vorschlug, noch in Verbindung mit offensiven Gestaltungsansprüchen wie qualitatives Wachstum und aktive Gesellschaftspolitik (Noll/Schröder 1994, Zapf 1999), so bestimmen heute eher Defensivziele wie die Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung die gesellschaftspolitische Tagesordnung. Dabei hat sich der Schwerpunkt des Interesses in der Sozialberichterstattung von der Erfassung der allgemeinen Lebensbedingungen zur Beobachtung von Ungleichheit und von Lebenslagen 'des untersten Segments der Gesellschaft' (Hauser 1998) verlagert. Zum neuen Erscheinungsbild der 'sozialen Frage' findet sich jedoch kein gefestigter sozialwissenschaftlicher Forschungsstand. Daher unterliegt auch das Vokabular, mit dem Politik und Wissenschaft zu fassen versuchen, wie sich die Gesellschaft unter dem Einfluss von Arbeitslosigkeit und Armut ändert, seit den 80er Jahren einem ständigen Wandel. Sozialwissenschaften und Sozialberichterstattung haben eine Reihe neuer Begriffe für soziale Spaltungslinien angeboten, die neben 'klassische' Kategorien der Sozialstruktur wie Schicht oder Klasse treten: Armut, Deprivation, Unterklasse, Anomie und Ausgrenzung (Bieling 2001)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Social Europe: living standards and welfare states (2004)
Berthoud, Richard; Iacovou, Maria ; Schils, Trudie ; Frick, Joachim; Robson, Karen L.; Deding, Mette C.; Pedersen, Peder J.; Whelan, Christopher T. ; Muffels, Ruud J. A.; Spieß, C. Katharina ; Maître, Bertrand ; Schizzerotto, Antonio ; Lucchini, Mario ; Fouarge, Didier ; Layte, Richard ; Schmidt, Torben D.; Kaiser, Lutz C.; Uunk, Wilfried; Iacovou, Maria ; Berthoud, Richard; Gershuny, Jonathan ;Zitatform
Berthoud, Richard & Maria Iacovou (Hrsg.) (2004): Social Europe. Living standards and welfare states. Cheltenham u.a.: Elgar, 277 S.
Abstract
"The book analyses the diverse dynamics of the lives of people across Europe. It is the first quantitative analysis of its kind to make a systematic comparison of life chances across the fifteen countries of the EU. This wide perspective enables the researchers to illustrate how social policy regimes interact with personal resources and circumstances to affect people's well-being. Assessing changes in individuals' lives over time, the study highlights variations in life-opportunities across the EU in the key domains of family, employment and income. The research is based on a new and powerful survey that has followed a large sample of families in each country over a period of years. This 'longitudinal' approach provides insights into the processes by which people acquire their social positions over time. The analysis identifies systematic differences between countries, and looks for explanations in terms of the welfare regime or other characteristics of the countries concerned. Thus the 'micro' dynamics of personal experience are related to 'macro' trends in institutions and policies, social norms and economic conditions." (Text excerpt, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armut und Armutsentwicklung in Deutschland: Status Quo und mögliche Folgen der Reformpolitik (2004)
Buhr, Petra;Zitatform
Buhr, Petra (2004): Armut und Armutsentwicklung in Deutschland. Status Quo und mögliche Folgen der Reformpolitik. (ZeS-Arbeitspapier 2004/04), Bremen, 37 S.
Abstract
"Durch den ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung im Jahre 2001 wurde die Existenz von Armut in Deutschland 'offiziell' anerkannt. Seither sind im Rahmen der Agenda 2010 eine Reihe von sozialpolitischen Reformen verabschiedet worden, die insbesondere auf die 'Aktivierung' von Arbeitslosen und Sozialhilfebeziehenden zielen. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Arbeitspapier zunächst ein aktueller Überblick über Armut in Deutschland gegeben. Im Anschluss daran werden die möglichen Auswirkungen der Reformgesetze auf die zukünftige Armutsentwicklung untersucht. Zu vermuten ist, dass im Gefolge der Aktivierungspolitik in Zukunft andere Gruppen als heute primär von Armut betroffen sein werden und auch insofern eine Hypothek auf die Zukunft aufgenommen wird, als die Gefahr besteht, dass Armut im Alter wieder an Bedeutung zunehmen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Monetäre Armut in den neuen Mitgliedstaaten und den Bewerberländern (2004)
Dennis, Ian; Guio, Anna-Catherine;Zitatform
Dennis, Ian & Anna-Catherine Guio (2004): Monetäre Armut in den neuen Mitgliedstaaten und den Bewerberländern. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 12/2004), Luxemburg, 11 S.
Abstract
"Auf dem Europäischen Rat von Laeken im Dezember 2001 nahmen die europäischen Staats- und Regierungschefs ein erstes Paket von 18 gemeinsamen statistischen Indikatoren für Armut und soziale Ausgrenzung an. Um die Mehrdimensionalität des Phänomens soziale Ausgrenzung zu verdeutlichen, umfassen die Indikatoren vier wichtige Aspekte: monetäre Armut, Beschäftigung, Gesundheit und Bildung. Die Ausgabe von 'Statistik kurz gefasst' gibt einen Überblick über die monetären Aspekte der Armut und beschreibt
- die gemeinsamen Indikatoren für die soziale Eingliederung,
- die Vergleichbarkeit der Indikatoren zwischen EU-15, den neuen Mitgliedstaaten und den Bewerberländern,
- den Anteil der von Armut bedrohten Bevölkerung,
- den Begriff Armut,
- das Ausmaß der Armut,
- die Häufigkeit der Armutsgefährdung nach individuellen Merkmalen,
- die Ungleichheit der Einkommensverteilung,
- die Umverteilungseffekte der Sozialtransfers sowie
- die Auswirkungen der Äquivalenzskala." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Armut und soziale Ausgrenzung in der EU (2004)
Dennis, Ian; Guio, Anne-Catherine;Zitatform
Dennis, Ian & Anne-Catherine Guio (2004): Armut und soziale Ausgrenzung in der EU. (Statistik kurz gefaßt. Bevölkerung und soziale Bedingungen 16/2004), 11 S.
Abstract
Im Dezember 2001 nahm der Europäische Rat eine Reihe von Kriterien und ein Paket von 18 gemeinsamen statistischen Indikatoren für soziale Eingliederung an, mit deren Hilfe die Fortschritte der Mitgliedsstaaten bei der Verwirklichung der gemeinsamen Ziele auf vergleichbare Weise überwacht werden können. Die vorliegende Veröffentlichung gibt einen Überblick über die monetären Indikatoren, berechnet auf der Grundlage des Haushaltspanels der Europäischen Gemeinschaft (ECHP). Es wird gezeigt, dass 15 Prozent der EU-Bevölkerung 2001 von Armut bedroht waren, d.h. sie lebten in Haushalten mit einem 'verfügbaren Äquivalenzeinkommen' von weniger als 60 Prozent des medianen Äquivalenzeinkommens ihres Landes (Armutsgefährdungsschwelle). Jedoch gibt es beträchtliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. So reicht die Bandbreite des armutsgefährdeten Bevölkerungsanteils von neun Prozent in Schweden bis hin zu 21 Prozent in Irland. Als weiterer Indikator wird die 'Armutsgefährdungslücke' angeführt. Hiermit lässt sich genau messen, wie weit das Einkommen armutsgefährdeter Personen unterhalb der Schwelle liegt. Eine Messgröße für die dauerhafte Armutsgefährdung ist das über eine Dauer von vier Jahren hinweg anhaltende Armutsrisiko. Weiterhin wird der Zusammenhang zwischen Einkommensverteilung und Armutsrisiko analysiert. Abschließend wird die Rolle der Politik bei der Armutsbekämpfung beurteilt. Anhand der ECHP-Daten wird hierzu der Umverteilungseffekt der Sozialtransfers und ihre Rolle bei der Verringerung des Armutsrisikos nachvollzogen. (IAB)
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Literaturhinweis
A review of decomposition of income inequality (2004)
Zitatform
Heshmati, Almas (2004): A review of decomposition of income inequality. (IZA discussion paper 1221), Bonn, 29 S.
Abstract
"This paper is a review of recent developments of parametric and non-parametric approaches to decompose inequality by subgroups, income sources, causal factors and other unit characteristics. Different methods of decomposing changes in poverty into growth, redistribution, poverty standard and residual components are described. In parametric approaches the dynamics of income accounting for transitory and permanent changes in individual and household earnings conditional of various covariates are also reviewed. Statistical inferences for inequality measurement including delta and bootstrapping and other methods to provide estimates of the sampling distribution are presented. These issues are important in the design of policy measures and expectations about their impacts on earnings inequality and poverty reductions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Growth, inequality and poverty relationship (2004)
Zitatform
Heshmati, Almas (2004): Growth, inequality and poverty relationship. (IZA discussion paper 1338), Bonn, 31 S.
Abstract
"This paper examines the causal relationship between inequality and a number of macroeconomic variables frequently found in the inequality and growth literature. These include growth, openness, wages, and liberalisation. We review the existing cross-country empirical evidence on the effects of inequality on growth and the extent to which the poorest in society benefit from economic growth. The linkage between growth, redistribution and poverty is also analysed. In the review of literature mainly empirical examples from 1990s are taken. In addition we test the conditional and unconditional relationship between inequality and growth in the post World War II period using WIDER inequality database. Regression results suggest that income inequality is declining over time. Inequality is also declining in growth of income. There is a significant regional heterogeneity in the levels and development over time. The Kuznets hypothesis represents a global U-shape relationship between inequality and growth." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
