Berufswahl
Was will ich werden? Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir und bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigen biographischen Weichenstellungen, auch wenn sie heute keine Festlegung für ein ganzes (Berufs-)leben mehr darstellt. Sie hat Auswirkungen auf die spätere ökonomische Sicherheit, den sozialen Status und auf Chancen zur Entfaltung der Persönlichkeit.
Dieses Themendossier bietet eine Auswahl von Literatur- und Forschungsprojektnachweisen zur Berufswahlforschung in Deutschland und anderen Ländern. Sie gibt einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Erklärung des Berufswahlverhaltens, zu Motiven der Berufswahl bei besonderen Personengruppen sowie zu Bestimmungsgründen und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung.
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Literaturhinweis
Wirkungen von Geschlecht und sozialer Herkunft auf Schullaufbahn und Berufswahl (1992)
Flitner, Elisabeth;Zitatform
Flitner, Elisabeth (1992): Wirkungen von Geschlecht und sozialer Herkunft auf Schullaufbahn und Berufswahl. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 38, H. 1, S. 47-63.
Abstract
An den Wiederholungsquoten des ersten Schuljahres gemessen sind Mädchen im französischen Schulsystem von Anfang an erfolgreicher als Jungen. Und das scheint auch bis zum Ende der Schulzeit so zu bleiben, wenn man sich an den Abiturientenquoten orientiert. 1989 legten gut 40% der 18jährigen ein baccalaureat ab - 45,8% der Mädchen dieses Alters gegenüber 35,5% der Jungen. Im allgemeinbildenden französischen Schulsystem liegen die Mädchen offensichtlich vorne. Allerdings - die Einschränkung wird nicht überraschen - wahren sie ihren "Schulvorteil" nicht, sobald sie die Schule verlassen. Ihre Berufsausbildungen sind kürzer und weniger rentabel als die Berufsausbildung von Jungen mit vergleichbaren Schulabschlüssen. Wie diese Nachteile für die Mädchen praktisch durch die unterschiedlichen Schullaufbahnen und Schulabschlüsse (so gibt es etwa 50 verschiedene baccalaureats) präjudiziert werden, beschreibt die Autorin in ihrem Beitrag, der sich hauptsächlich auf das Buch "L'ecole des ihrem Beitrag, der sich hauptsächlich auf das Buch "L'ecole des filles" von Marie Dura stützt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Studienmotive oder Klassenhabitus?: strukturelle Beziehungen zwischen sozialer Herkunft und Studienfachwahl (1990)
Preißer, Rüdiger;Zitatform
Preißer, Rüdiger (1990): Studienmotive oder Klassenhabitus? Strukturelle Beziehungen zwischen sozialer Herkunft und Studienfachwahl. In: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie, Jg. 10, H. 1, S. 53-71.
Abstract
"Das Konzept der 'Studienmotive' wird diskutiert und als ungeeignet verworfen, um den Prozeß der Studienfachwahl zu erklären. Eine schichtspezifische Auswertung von Studienmotiven zeigt eine unterschiedliche soziale Wertigkeit der Studienfächer bei Studierenden aus unterschiedlichen Sozialgruppen. Sie verweist auf strukturelle Zusammenhänge zwischen den finanziellen, sozialen und kulturellen Ressourcen der Studienanwärter, der Anforderungsstruktur der Studienfächer und ihren erwartbaren Erträgen auf dem Arbeitsmarkt und im Raum der sozialen Positionen. Sie werden weder nach der Logik eines rationalen Entscheidungsmodells, noch aufgrund von persönlichkeitsstrukturellen Gründen, sondern durch die 'blinde' Wirkungsweise des klassenspezifischen Habitus hergestellt." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Parental influence and teenagers' motivation to train for technological jobs (1988)
Breakwell, Glynis M.; Fife-Schaw, Chris; Devereux, John;Zitatform
Breakwell, Glynis M., Chris Fife-Schaw & John Devereux (1988): Parental influence and teenagers' motivation to train for technological jobs. In: Journal of occupational psychology, Jg. 61, H. 1, S. 79-88.
Abstract
Der Beitrag berichtet über Ergebnisse einer überregionalen Umfrage unter 13 bis 18 Jahre alten englischen Jugendlichen, in der nach den Einflüssen auf die Motivation, sich in technischen Berufen ausbilden zu lassen, gefragt wurde. Es zeigt sich, daß der Einfluß der Eltern in der Wahrnehmung der Jugendlichen eher indirekten als direkten Einfluß auf die Berufswahl hat. (IAB)
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Literaturhinweis
Milieueinflüsse auf die Berufswahl (1983)
Jaide, Walter;Zitatform
Jaide, Walter (1983): Milieueinflüsse auf die Berufswahl. In: (1983): Arbeit und Beruf. Band 1, S. 410-449.
Abstract
In diesem Beitrag wird erörtert, welchen Einfluß insbesondere die Familie auf die Berufswahl hat. Berufliche Sozialisation durch die Familie wird dabei im Kotext verschiedener Einflußgrößen betrachtet: der Zugehörigkeit zu einer Sozialschicht, der praktizierten Erziehungsstile, des familialen Kulturmileus mit seinen Anregungen und Anforderungen, des Informationsverhaltens in den Familien bezüglich der Berufswahl, direkter Berufspräferenzen der Eltern für ihre Kinder, der Elterneinflüsse in Kommunikation oder in Konkurrenz mit peer groups, Schule und Berufsberatung. Mit in die Betrachtung einbezogen werden zeitgeschichtliche Veränderungen der Sozialstruktur. (IAB)
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Literaturhinweis
Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem: Ergebnisse der Basiserhebungen einer Längsschnitt-Untersuchung (1980)
Saterdag, Hermann; Stegmann, Heinz;Zitatform
Saterdag, Hermann & Heinz Stegmann (1980): Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem. Ergebnisse der Basiserhebungen einer Längsschnitt-Untersuchung. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 41), Nürnberg, 235 S.
Abstract
"Die ... Arbeit berichtet über die beiden Basiserhebungen der IAB-Längsschnittuntersuchung "Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem", die 1977 durchgeführt wurden. Die erste Erhebung richtete sich an 62 825 Schüler, die während des Schuljahres 1976/77 die 9. Klasse einer allgemeinbildenden Schule besuchten sowie an deren Eltern. Sie fand in den Monaten Mai und Juni 1977 statt. In die zweite Erhebung wurden 33 021 Absolventen bzw. Abgänger aus Abschlußklassen allgemeinbildender Schule einbezogen. Diese Erhebung wurde in den Monaten Oktober bis Dezember 1977 durchgeführt. Es handelte sich in beiden Fällen um schriftliche Erhebungen, bei denen jeweils eine Rücklaufquote von rd. 80 % erzielt wurde." "Untersuchungsgegenstand der Basiserhebung an der ersten Stichprobe sind die Ausbildungs- und Berufsperspektiven bei Jugendlichen am Ende der 9. Klasse, und zwar mit folgenden Themenbereichen: ++ Ausbildungs- und Berufspläne, ++ Vorbereitung der Berufswahl (Informationsverhalten), ++ aktuelle Rahmenüberlegungen für Ausbildungs- und Berufsentscheidungen (z.B. Kriterien der Ausbildungswahl, Konzessionsbereitschaft bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, Alternative Schule - Beruf). ++ Berufsthematische Zielvorstellungen (z.B. Wertorientierungen, Merkmale der gewünschten beruflichen Tätigkeit). Mit der Basiserhebung an der zweiten Stichprobe werden Ausbildungsentscheidungen von Absolventen und Abgängern aus allgemeinbildenden Schulen untersucht. Im einzelnen sind es folgende Themenbereiche: ++ Nachfrage nach betrieblichen und schulischen Ausbildungsplätzen, ++ Bewerbungsverhalten, ++ Realisierung der Nachfrage nach beruflichen Ausbildungsplätzen."
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Literaturhinweis
Bildungsentscheidungen im Arbeitermilieu (1978)
Bolder, Axel;Zitatform
Bolder, Axel (1978): Bildungsentscheidungen im Arbeitermilieu. (Untersuchungen des Instituts zur Erforschung sozialer Chancen, Köln), Frankfurt: Campus-Verl., 291 S.
Abstract
"Nach einem Rückblick auf die Ausgangsposition des Bildungsbooms der sechziger Jahre, der Chancengleichheit für alle suggerierte, werden die Bedingungen des Ausbildungsverhaltens untersucht, um herauszufinden, welche Faktoren die Schulwahl von Arbeiterkindern steuern.
In Anlehnung an den Bahrdtschen Umwelt- und Situationsbegriff werden wesentliche Bereiche, die die Entscheidung zur Schulwahl bestimmen, in ihrer gesamten Handlungsrelevanz dargestellt. Es läßt sich nachweisen, daß nicht individuelle Persönlichkeitsfaktoren, sondern verschiedene Umweltebenen von entscheidendem Einfluß auf die Schulwahl sind. Die wichtigsten sind familialer Kontext, Stellung im Produktionsprozeß, Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Studien- und Berufswünsche Frankfurter Abiturienten, ihr Alter und die Berufe ihrer Väter: eine statistische Untersuchung der Entlaßjahrgänge 1957 bis 1962 im Arbeitsamtsbezirk Frankfurt am Main (o. J.)
Steininger, Alexander;Zitatform
Steininger, Alexander (o. J.): Studien- und Berufswünsche Frankfurter Abiturienten, ihr Alter und die Berufe ihrer Väter. Eine statistische Untersuchung der Entlaßjahrgänge 1957 bis 1962 im Arbeitsamtsbezirk Frankfurt am Main. Frankfurt, 32 S.
Abstract
Das Heft informiert über eine statistische Untersuchung der Berufsberatung für Abiturienten im Arbeitsamt Frankfurt/Main. Sie zielt auf die Verteilung und Steuerung der Studien- und Berufswünsche schulentlassener Abiturienten der Jahrgänge 1957 bis 1962, deren Alter und die Berufe ihrer Väter. (IAB)
