Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf
Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.
- Ergebnisse und Projekte aus dem IAB
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Ausbildung, Rehabilitationsmaßnahmen
- Politik und Rechtsprechung für behinderte Menschen
- Rehabilitationseinrichtungen
- Berufsvorbereitung, Berufsberatung, Berufswahl
- Studium
- Berufsausbildung, Berufseinmündung
- Fortbildung und Umschulung
- betriebliche Rehabilitation
- Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
- Erfolgskontrolle, Kosten-Nutzen-Aspekte
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Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen
- Arbeitsmarktpolitik, Inklusion, Persönliches Budget
- Beschäftigungsentwicklung
- Arbeitslosigkeit
- Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen
- Beschäftigung in alternativen Einrichtungen, Selbsthilfefirmen
- Berufliche Selbständigkeit
- Hochqualifizierte behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt
- Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt
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Berufsleben und Arbeitswelt behinderter Menschen
- Personalpolitik, Arbeitgebereinstellungen, finanzielle Einstellungsanreize
- Eingliederungshilfe, BEM, Arbeitsassistenz, Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsplatzsicherung
- Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, technische Arbeitshilfen, Arbeitszeit
- Berufsverlauf, Berufserfolg
- Berufsstruktur, Einzelberufe
- Arbeitszufriedenheit
- Lohn, Einkommen
- Behinderungsart
- Alter
- Geografischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Die Arbeitssituation von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen in Deutschland (2015)
Zitatform
Gühne, Uta & Steffi G. Riedel-Heller (2015): Die Arbeitssituation von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen in Deutschland. Berlin, 69 S.
Abstract
Die Arbeit gibt zunächst eine konzeptionelle Übersicht zur Definition und Charakterisierung der hier betrachteten Personengruppe und eine Schätzung zur Häufigkeit von schweren psychischen Erkrankungen in Deutschland. Im Folgenden werden Zusammenhänge zwischen Arbeit und (schwerer) psychischer Erkrankung aufgezeigt und dabei zu zwei Modellen - der Selektionshypothese und der Kausalitätshypothese - Bezug genommen. Der dritte Abschnitt befasst sich mit der wissenschaftlichen Evidenz arbeitsrehabilitativer Ansätze. Hier wird insbesondere die Wirksamkeit von Supported Employment und traditionellen Ansätzen beruflicher Rehabilitation (Pre-vocational Training) in den Fokus gerückt. Anschließend werden zentrale Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation in Deutschland skizziert und Informationen zu den Nutzern gegeben. Letztlich werden auf Basis der zusammengestellten Befunde relevante Handlungsoptionen aufgezeigt. (IAB)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Die Arbeitsmarktsituation von schwerbehinderten Menschen (2015)
Hüser, Cornelia; Mackenrodt, Christian;Zitatform
Hüser, Cornelia & Christian Mackenrodt (2015): Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Die Arbeitsmarktsituation von schwerbehinderten Menschen. Nürnberg, 19 S.
Abstract
"- Schwerbehinderte Menschen sind meist älter; in Folge des demografischen Wandels wird ihre Zahl steigen.
- Schwerbehinderte Menschen arbeiten in allen Branchen. Häufig sind sie im öffentlichen Dienst tätig.
- Die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und hat stärker zugenommen als die Zahl der schwerbehinderten Menschen in der Bevölkerung.
- Der Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen wird weniger durch die Konjunktur und stärker durch rechtliche Rahmenbedingungen und die demografische Entwicklung beeinflusst.
- Schwerbehinderte Menschen profitieren von der aktuell guten Arbeitsmarktlage - wenn auch nicht im gleichen Umfang wie nicht-schwerbehinderte. Seit Mitte 2015 liegt die Zahl der arbeitslosen schwer-behinderten Personen deutlich unter dem Vorjahreswert.
- Arbeitslose mit Schwerbehinderung sind gut qualifiziert: Anteilig finden sich bei schwerbehinderten Arbeitslosen etwas mehr Fachkräfte als bei nicht-schwerbehinderten Arbeitslosen.
- Schwerbehinderten Arbeitslosen gelingt es trotzdem seltener als nicht-schwerbehinderten, eine Be-schäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen - gemessen am Arbeitslosenbestand werden sie allerdings auch nicht so häufig arbeitslos.
- Die Dynamik der Arbeitslosigkeit ist - auch in der mittleren Altersgruppe der 25- bis unter 55-Jährigen - bei schwerbehinderten Arbeitslosen deutlich geringer als bei nicht-schwerbehinderten. Die Dauer der Arbeitslosigkeit und der Anteil der Langzeitarbeitslosen sind daher deutlich höher.
- Die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik hat sich kaum verändert. Allerdings haben sich die Schwerpunkte in der Förderung schwerbehinderter Personen verändert: Die Teilnahmezahlen in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen und besondere Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Menschen sind rückläufig, während die Förderung mit Aktivierungs- und Eingliederungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zugenommen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Betriebliche Inklusion auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt (2015)
Zitatform
Klinkhammer, Dennis & Mathilde Niehaus (2015): Betriebliche Inklusion auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. In: H. Biermann (Hrsg.) (2015): Inklusion im Beruf (Inklusion in Schule und Gesellschaft, 03), S. 180-215.
Abstract
Die Autoren konstatieren erste inklusive Veränderungen im allgemeinbildenden Schulwesen, was sich am steigenden Anteil der integrativ beschulten Schüler mit Förderbedarf ablesen lässt. Im nachfolgenden Ausbildungssystem gibt es ein bedarfs- und zielgruppenspezifisches Rehabilitationssystem. Jedoch fehlt eine direkte Anbindung an den Ausbildungsmarkt und den ersten Arbeitsmarkt, da nur wenige behinderte Jugendliche eine betriebliche Berufsausbildung absolvieren. Positiv bewerten die Autoren den Beschäftigungszuwachs von Behinderten auf dem ersten Arbeitsmarkt, der jedoch vor allem ältere Arbeitnehmer betrifft. Hierzu tragen auch die Instrumentarien Integrationsvereinbarung und betriebliches Eingliederungsmanagement sowie betriebliche Schwerbehindertenvertretungen bei. (IAB)
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Literaturhinweis
Earnings, disposable income, and consumption of allowed and rejected disability insurance applicants (2015)
Zitatform
Kostøl, Andreas Ravndal & Magne Mogstad (2015): Earnings, disposable income, and consumption of allowed and rejected disability insurance applicants. In: The American economic review, Jg. 105, H. 5, S. 137-141. DOI:10.1257/aer.p20151063
Abstract
"Two key questions in thinking about the size and growth of the disability insurance program are to what extent it discourages work, and how valuable the insurance is to individuals and families. These questions motivate our paper. We begin by describing the earnings, disposable income, and consumption of awarded and rejected DI applicants, before and after the disability onset and the allowance decision. Next, we discuss how these descriptive results can be interpreted through the lens of alternative empirical approaches. Our analysis uses a Norwegian population panel data set with detailed information about every individual and household." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
New perspectives on health, disability, welfare and the labour market: special issue (2015)
Zitatform
(2015): New perspectives on health, disability, welfare and the labour market. Special issue. In: Social Policy and Administration, Jg. 49, H. 2, S. 139-298.
Abstract
"More than 2.4 million people of working age in the UK are out of work and claiming 'incapacity' or disability benefits (DBs). Reducing the high levels of benefit claiming among those with health limitations and disabilities has been a priority for successive governments (Lindsay and Houston 2013). Other countries of the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), ranging from Sweden, with its 'social democratic' welfare state (Hagelund and Bryngelson 2014), to the 'liberal' USA also report high rates of disability claiming, and have similarly prioritized measures to bring down welfare rolls (Milligan 2012). Given this context, policy debates have focused an both reforms to the administration of DBs and the content of targeted activation (Bannink 2014).
There is a need for continuing interdisciplinary research an the nature of the 'disability benefits problem' and the efficacy of current policy solutions and public services. This Special Issue brings together researchers who seek to explore the distinctive, yet interrelated, elements of die problems faced by disability claimants, and evaluate related policies and services." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Stand der ICF-Entwicklung und Nutzung im Bereich der Beruflichen Rehabilitation in Europa (2015)
Zitatform
Morfeld, Matthias, Anke Friedrichs, Wiebke Stritter, Rainer Lentz & Katja Robinson (2015): Stand der ICF-Entwicklung und Nutzung im Bereich der Beruflichen Rehabilitation in Europa. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 29, H. 1, S. 11-19.
Abstract
"Die ICF stellt das von der WHO entwickelte Rahmenkonzept der funktionalen Gesundheit mit einer entsprechenden Klassifikation dar. Der Beitrag untersucht auf Basis von Recherchen und Literatur den Grad der Nutzung der ICF im Bereich der Beruflichen Rehabilitation in Europa. Dabei zeigt sich, dass die Verbreitung der ICF im Bereich der beruflichen Rehabilitation in Europa sehr unterschiedlich fortgeschritten ist. Als führende Nation auf dem Gebiet der ICF-Implementierung in der beruflichen Rehabilitation können nach Stand dieser Recherche (ausgenommen Deutschland) vor allem die Schweiz, Italien, die Niederlande, Schweden und Norwegen genannt werden. In diesen Ländern wird die ICF in Wissenschaft und Praxis weitestgehend selbstverständlich als zu Grunde liegendes Konzept für die berufliche Rehabilitation angesehen und verwendet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Autismus und Arbeit: Inklusion von Menschen im autistischen Spektrum in das Arbeitsleben. Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten, empirische Untersuchung (2015)
Müller, Kyra;Zitatform
Müller, Kyra (2015): Autismus und Arbeit. Inklusion von Menschen im autistischen Spektrum in das Arbeitsleben. Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten, empirische Untersuchung. (Wissenschaftliche Arbeiten zum Autismus-Spektrum 04), Hannover: Verlag Rad und Soziales, 118 S.
Abstract
"Die unausgewogenen Chancen von Personen im Autismus-Spektrum auf dem Arbeitsmarkt, die oft in keinem Verhältnis zu den nutzbaren Fähigkeiten stehen, waren die Grundlage für die Arbeit der Autorin. Sie erscheinen wie eine Verschwendung: Für die Gesellschaft, für die Arbeitgeber, aber auch als unnötige Einschränkung für die Menschen, die dadurch ihr Leben oft nicht selbstbestimmt führen können. Im Zeitalter von Inklusion und Fachkräftemangel muss es Wege aus dieser Fehlentwicklung geben. Zum Einstieg in das Thema werden daher Erläuterungen der aktuellen Gesetzeslage, inklusive der UN-Behindertenkonvention gegeben. Der umfassende Überblick über die Arbeitsmarktstruktur und die verschiedenen Fördermöglichkeiten sind eine wichtige Grundlage, um Inklusion gelingen zu lassen. Dazu werden aktive deutsche Firmen, aber auch beispielhafte Unterstützungsmöglichkeiten in anderen Ländern vorgestellt.
Besonders spannend und das Herzstück des Buches ist eine Untersuchung zum Bereich 'Autismus und Arbeit', an der insgesamt 344 Menschen teilgenommen haben. Von den 273 Teilnehmenden, welche die Online-Befragung komplett beendet haben, sind 241 im autistischen Spektrum. Sie geben einen sehr guten Überblick zur aktuellen Situation und den Unterstützungswünschen der Personen. Dies sind Ansatzpunkte, damit Menschen im Autismus-Spektrum ihre Fähigkeiten einsetzen können, um damit ihren Lebensweg in einem größeren Maße als bisher eigenverantwortlich zu gehen. Die Gesellschaft und die Arbeitswelt werden davon profitieren." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Chancen unterstützt kommunizierender Personen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aus der Sicht potentieller Arbeitgeber (2015)
Renner, Gregor; Leichtle, Sophia;Zitatform
Renner, Gregor & Sophia Leichtle (2015): Chancen unterstützt kommunizierender Personen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aus der Sicht potentieller Arbeitgeber. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 66, H. 11, S. 564-574.
Abstract
"Menschen mit Kommunikationsbehinderung, die Unterstützte Kommunikation nutzen, begegnen beim Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt in Deutschland massiven Barrieren. Die Haltung von Arbeitgebern kann eine wesentliche Barriere zum allgemeinen Arbeitsmarkt darstellen. Diese Haltung von Arbeitgebern zu untersuchen, war Ziel dieser Studie. Dafür wurden telefonisch Experteninterviews mit Personalverantwortlichen von Hilfsmittelfirmen mit Schwerpunkt Kommunikationshilfsmittel durchgeführt, um ihre Einschätzung der Arbeitschancen von unterstützt kommunizierenden Personen - auch im eigenen Betrieb - zu ermitteln. Neun Personalverantwortliche wurden befragt. Nur ein Personalchef sah keine Möglichkeit einer entsprechenden Beschäftigung. Acht Befragte sind zu einer Beschäftigung bereit, von denen ein Personalverantwortlicher bereits ein Arbeitsverhältnis mit einer unterstützt kommunizierenden Person abgeschlossen hatte. Schulabschluss und Zeugnisse der unterstützt kommunizierenden Bewerber sind aus Sicht der Personalverantwortlichen weniger bedeutend als deren Fähigkeiten, charakterliche Eigenschaften und die Arbeitseinstellung. Es gibt eine dokumentierte Bereitschaft von Arbeitgebern, unterstützt kommunizierenden Personen eine Chance auf eine Anstellung zu geben. Aus anderen Studien ist bekannt, dass unterstützt kommunizierende Erwachsene Arbeit wünschen, aber kaum Arbeitsverträge bestehen. Um diese Lücke zwischen geringer Integration in den Arbeitsmarkt trotz der Berufswünsche der unterstützt kommunizierenden Personen auf der einen und der Bereitschaft von Arbeitgebern auf der anderen Seite zu schließen, bedarf es weiterer Forschung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Teilhabe (Partizipation) von Menschen mit schwerer motorischer Bewegungseinschränkung und schwerer Kommunikationsbeeinträchtigung: Analyse qualitativer Fallstudien und -beschreibungen (2015)
Renner, Gregor;Zitatform
Renner, Gregor (2015): Berufliche Teilhabe (Partizipation) von Menschen mit schwerer motorischer Bewegungseinschränkung und schwerer Kommunikationsbeeinträchtigung. Analyse qualitativer Fallstudien und -beschreibungen. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 66, H. 6, S. 289-301.
Abstract
"Zu den Berufschancen von Menschen mit schwerer motorischer Bewegungseinschränkung und schwerer Kommunikationsbeeinträchtigung in Deutschland liegen bisher keine belastbaren Daten vor. Es gibt jedoch eine Reihe von Fallbeschreibungen. Ziel dieser Studie ist eine Auswertung der Fallbeschreibungen, um einen ersten Eindruck der Beschäftigungssituation dieser Zielgruppe zu erhalten und weitere Forschungsbedarfe abzuleiten. Als Forschungsmethode kommen die systematische Recherche nach Fallbeschreibung und eine qualitative und quantitative Analyse der Recherche-Ergebnisse zum Einsatz. Im Ergebnis zeigen sich in der internationalen Literatur einige erfolgreiche Beispiele der beruflichen Integration, während aus Deutschland kein dokumentierter Fall eines unterstützt kommunizierenden Erwachsenen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermittelt werden konnte Die berufliche Teilhabe von Menschen mit Bedarf an Unterstützter Kommunikation ist möglich, wird in Deutschland derzeit jedoch durch massive Partizipationsbarrieren verhindert. Erheblicher Bedarf an Forschung und innovativen Praxisprojekten besteht, um diese Situation im Sinne des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) zu ändern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Teilhabe von Menschen mit wesentlichen Behinderungen am Arbeitsmarkt: Gutachten im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (2015)
Ritz, Hans-Günther;Zitatform
Ritz, Hans-Günther (2015): Teilhabe von Menschen mit wesentlichen Behinderungen am Arbeitsmarkt. Gutachten im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. (WISO Diskurs), Bonn, 79 S.
Abstract
Die Studie stellt die aktuelle Beschäftigungssituation von Menschen mit wesentlichen Behinderungen dar und beleuchtet das Spektrum an Teilhabemöglichkeiten an Arbeit. Darüber hinaus werden Perspektiven und Alternativvorschläge für bessere Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit wesentlichen Behinderungen aufgezeigt. Die Expertise zeigt, dass heute Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) eine zentrale Bedeutung für die Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen haben. Die Studie beleuchtet außerdem die sozialrechtlichen Bedingungen für die Teilhabe an Arbeit. Für das wichtigste Hemmnis hält der Autor die sozialhilferechtlichen Regelungen, die den Einsatz von Einkommen und Vermögen z.B. für behinderungsbedingt notwendige Leistungen im Wohnbereich verlangen. Dieser sozialhilferechtliche Rückgriff führt zu dauerhafter Armut wegen der Behinderung. Abschließend werden einige der in den vergangenen Jahren entwickelten Alternativen zu den WfbM vorstellt, wie z.B. Integrationsprojekte oder die Unterstützte Beschäftigung. (IAB)
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Literaturhinweis
Predictors of differential employment statuses of adults with multiple sclerosis (2015)
Zitatform
Roessler, Richard T., Phillip D. Rumrill Jr., Jian Li & Mykal J. Leslie (2015): Predictors of differential employment statuses of adults with multiple sclerosis. In: Journal of Vocational Rehabilitation, Jg. 42, H. 2, S. 141-152. DOI:10.3233/JVR-150731
Abstract
"Adults with multiple sclerosis experience high rates of unemployment post-diagnosis even though they continue to have considerable employment potential. The purpose of this study is to identify factors predictive of unemployment among adults with multiple sclerosis and to recommend interventions that increase the probability of full and part-time employment. Responding to a national survey of the employment concerns of Americans with multiple sclerosis (MS), participants in this study consisted of 1,839 members of nine National Multiple Sclerosis Society (NMSS) chapters representing 21 states and Washington, DC.
The sample included 397 men (22%) and 1,436 women (78%). Older (average age of 54) White (76%) individuals, the majority were unemployed (59%) but well educated (98% were high school graduates, 46% were college graduates). Findings from multinomial logistic regression analyses underscore the complexity involved in predicting who will and will not maintain full and part-time employment while coping with the physical, cognitive, psychological, and support system challenges of multiple sclerosis. Younger, better educated individuals with less severe MS and greater financial security were more likely to be involved in full or part-time employment. Early intervention efforts at the worksite are suggested as one means to enable adults with MS to maintain their employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Inklusive berufliche Bildung (IBB): ein bayerischer Modellversuch im berufsschulischen Bereich (2015)
Zitatform
Stein, Roland, Stephanie Wagner & Hans-Walter Kranert (2015): Inklusive berufliche Bildung (IBB). Ein bayerischer Modellversuch im berufsschulischen Bereich. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 66, H. 5, S. 243-256.
Abstract
"Inklusion in der beruflichen Bildung stellt trotz gesetzlicher Vorgaben immer noch Neuland dar, indem es bundeslandspezifisch Einzellösungen mit Vorreiterrolle gibt. Im vierjährigen Modellversuch Inklusive berufliche Bildung in Bayern werden unter zweijähriger wissenschaftlicher Begleitung Kooperationsformen zwischen allgemeiner und Förderberufsschule hinsichtlich der inklusiven Beschulung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an neun Standorten entwickelt und erprobt. Insbesondere im Hinblick auf die Förderschwerpunkte Lernen und Emotionale und Soziale Entwicklung ist kritisch zu hinterfragen, in welchen Ausbildungsberufen und unter welchen Kooperationsformen und -bedingungen/-voraussetzungen Inklusion gelingen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Modellversuch inklusive berufliche Bildung (IBB) - erste Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung (2015)
Zitatform
Stein, Roland, Stephanie Wagner & Hans-Walter Kranert (2015): Der Modellversuch inklusive berufliche Bildung (IBB) - erste Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung. In: Die berufsbildende Schule, Jg. 67, H. 10, S. 328-333.
Abstract
Seit dem Schuljahr 2012/2013 führt die Stiftung Bildungpakt Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Kultusministerium den Modellversuch "Inklusive berufliche Bildung" (IBB) durch. Ziel ist die bisher in Bayern getrennt agierenden Förder- und allgemeinen Berufsschulen in ihrer Arbeit stärker zusammenzuführen, die Möglichkeiten der Kooperation zwischen beiden Schulformen und die Gelingensbedingungen inklusiver Bildung zu untersuchen. Förderschwerpunkte sind dabei sozial-emotionale Entwicklung und Lernen. Im Modellversuch werden nun erstmals auch Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die eine Ausbildung auf Fachpraktikerebene absolvieren, in den Kooperationsklassen an der allgemeinen Berufsschule gemeinsam mit Auszubildenden im Vollberuf unterrichtet. Damit verbunden sind große Herausforderungen hinsichtlich der Koordination des inklusiven Unterrichts, der Kooperation bzw. den teilweise räumlich weit entfernten Standorten der Schulen. Der Beitrag informiert über die Projektentwicklung des Modellversuches, der von der spezifischen Situation in Bayern ausgeht und Neuland betritt, indem das ausgebaute System der Förderberufsschulen als Ressource genutzt wird. Deutlich wird im Gesamtbild, so der Autor, dass es für einen Teil der Schüler Sinn macht, eine inklusive Beschulung an allgemeinen Berufsschulen zu realisieren, soweit parallel sonderpädagogische Beschulung verfügbar ist. Zugleich zeichnet sich ab, dass für eine andere Gruppe von Schülern das Vorhalten besonderer Beschulungsformen wichtig ist, um ihr Scheitern zu verhindern. (BIBB-Doku)
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Literaturhinweis
Handbuch Arbeit: wie psychisch kranke Menschen in Arbeit kommen und bleiben (2015)
Storck, Joachim; Plößl, Irmgard;Zitatform
Storck, Joachim & Irmgard Plößl (Hrsg.) (2015): Handbuch Arbeit. Wie psychisch kranke Menschen in Arbeit kommen und bleiben. Köln: Psychiatrie Verlag, 437 S.
Abstract
"Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung stoßen auf vielfältige Barrieren bei der Teilhabe am Arbeitsleben. Dabei ist der Zugang zu bezahlter, sinnstiftender, stabilisierender Arbeit für sie von besonderer Bedeutung. Wie also können passende Arbeitsverhältnisse vorbereitet, geplant, gefunden und erhalten werden?
Das 'Handbuch Arbeit' stellt umfassend die Möglichkeiten der beruflichen Rehabilitation und Integration psychiatrieerfahrener Menschen vor. Das vollständig überarbeitete und neu strukturierte Standardwerk führt sicher durch die unübersichtliche Rehabilitationslandschaft, und beschreibt praxisnah die Anforderungen an professionelle Unterstützende.
Das Buch stellt aktuelle Studienergebnisse vor und gibt einen ausführlichen Überblick über Instrumente und Methoden zur Rehabilitation und Inklusion sowie der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen. Sichtweisen und Möglichkeiten der Nutzer, Arbeitgeber, Leistungserbringer und Kostenträger werden umfangreich dargestellt. Bei der Teilhabeplanung helfen das Downloadmaterial und ein ausführliches Stichwortverzeichnis." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis. -
Literaturhinweis
Career development of young adult cancer survivors: a conceptual framework (2015)
Zitatform
Strauser, David R., Ashleigh Jones, Cung-Yi Chiu, Tim Tansey & Fong Chan (2015): Career development of young adult cancer survivors. A conceptual framework. In: Journal of Vocational Rehabilitation, Jg. 42, H. 2, S. 167-176. DOI:10.3233/JVR-150733
Abstract
"Research with young adult cancer survivors has found that they are often lacking appropriate career development skills. As a result, they are often disconnected with the labor market and deal low levels of career readiness, low career self-efficacy, and higher rates of under and unemployment. The purpose of this article is to describe a multi-domain model that provides a framework for conceptualizing the career development of young adult cancer survivors. This study utilized a comprehensive review of the literature to develop a theoretical based conceptual model.
The model emphasizes the interaction of contextual and career development domains to improve participation in the areas of work, society, community, and home. A brief discussion of potential implications regarding research, service and policy are offered with the overall goal of conceptualizing career development as a public health intervention for young adult cancer survivors and other young adults with chronic health conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Inanspruchnahme begleitender Hilfen im Arbeitsleben von hörgeschädigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Nordrhein-Westfalen (2015)
Weber, A.; Kaul, T.; Schlenker-Schulte, C.; Menzel, F.; Niehaus, M.; Weber, U.;Zitatform
Weber, A., F. Menzel, U. Weber, M. Niehaus, T. Kaul & C. Schlenker-Schulte (2015): Inanspruchnahme begleitender Hilfen im Arbeitsleben von hörgeschädigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Nordrhein-Westfalen. In: Das Gesundheitswesen, Jg. 77, H. 8/9, S. 565-569.
Abstract
Ziel der Studie: Begleitende Hilfen am Arbeitsplatz sind ein wichtiger Faktor für die Teilhabe von Menschen mit einer Hörschädigung am Arbeitsleben. Im folgenden Beitrag werden die Ergebnisse aus der GINKO-Studie (Gesetzeswirkungen bei der beruflichen Integration schwerhöriger, ertaubter und gehörloser Menschen durch Kommunikation und Organisation; Projektförderung: BMAS) vor dem Hintergrund eines Gutachtens der Universität zu Köln (Auftraggeber: MAIS) reflektiert, um so einen umfassenden Blick auf die berufliche Lage von Menschen mit einer Hörschädigung in NRW zu erhalten. Im Mittelpunkt steht bei der Zusammenführung der beiden Studien die Frage, wie die Ergebnisse der GINKO-Studie für NRW durch das Gutachten der Universität zu Köln erklärt werden können.
Methodik: In der in Kooperation mit dem Deutschen Schwerhörigenbund e.V. und dem Deutschen Gehörlosen Bund e.V. durchgeführten GINKO-Studie wurden erwerbstätige Betroffene mit einem standardisierten Fragebogen, der auch online mit Gebärdensprachfilmen zur Verfügung stand, schriftlich zu ihrer Situation am Arbeitsplatz befragt. In der NRW-Studie wurde partizipativ die Versorgungslage schwerhöriger, gehörloser und taubblinder Menschen über Interviews bewertet und die Versorgungssituation über amtliche Statistiken analysiert.
Ergebnisse: Die Ergebnisse der bundesweiten GINKO-Studie zeigen, dass die befragten hörgeschädigten Menschen in NRW tendenziell die gesetzlich vorgesehenen begleitenden Hilfen im Arbeitsleben häufiger in Anspruch nehmen als hörgeschädigte Menschen im restlichen Deutschland. Statistisch lassen sich Unterschiede für die Bereiche "Erhaltung und Erweiterung der beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten" und "Psychosoziale Hilfen bei behinderungsbedingt auftretenden Konflikten" nachweisen.
Schlussfolgerung: Eine Ursache für die tendenziell positivere Bewertung der Befragten in NRW könnte durch die besondere Angebotsstruktur begründet sein. Diese Ergebnisse in NRW dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in vielen Bereichen in NRW die hörgeschädigtengerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes für einen Großteil der Befragten (noch) nicht realisiert ist und auch begleitende Hilfen offensichtlich noch nicht alle Betroffenen erreicht haben. -
Literaturhinweis
Improving benefit systems and employment services for jobseekers with mental ill-health (2015)
Zitatform
(2015): Improving benefit systems and employment services for jobseekers with mental ill-health. In: OECD (Hrsg.) (2015): Fit Mind, Fit Job, S. 141-173. DOI:10.1787/9789264228283-9-en
Abstract
"The ability of benefit systems to identify clients’ mental illness is crucial to helping them back into the labour market quickly and sustainably. Mental ill-health is highly prevalent not only among disability benefit recipients, but also among unemployment and social assistance recipients. Across OECD countries, between one-third and one-half of all benefit recipients suffer from mental ill-health. Activation policies can assure fast return to work for those people and prevent high caseloads in the disability benefit scheme." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ältere, schwerbehinderte Arbeitslose in Hartz IV: eine abgehängte Zielgruppe am Arbeitsmarkt (2015)
Zitatform
(2015): Ältere, schwerbehinderte Arbeitslose in Hartz IV. Eine abgehängte Zielgruppe am Arbeitsmarkt. (Arbeitsmarkt aktuell 2015,05), Berlin, 14 S.
Abstract
"Für schwerbehinderte Menschen sind die Risiken am Arbeitsmarkt besonders hoch. Sie sind häufiger arbeitslos und besonders von Langzeitarbeitslosigkeit und Hartz-IV-Bedürftigkeit bedroht. In 2014 wurden 68.000 schwerbehinderte Menschen von der Arbeitslosenversicherung betreut, aber 112.000 vom Hartz-IV-System. Insbesondere im Hartz IV-System ist der Anteil älterer, schwerbehinderter Menschen in den letzten Jahren angestiegen - trotz relativ günstiger Arbeitsmarktlage und erhöhtem Fachkräftebedarf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wage discrimination against workers with sensory disabilities (2014)
Zitatform
Baldwin, Marjorie L. & Chung Choe (2014): Wage discrimination against workers with sensory disabilities. In: Industrial relations, Jg. 28, H. 1, S. 101-124. DOI:10.1111/irel.12048
Abstract
"We link information on occupation-specific job demands to data from the Survey of Income and Program Participation to provide first-ever estimates of wage discrimination against workers with sensory disabilities. Estimates are derived from wage models that control for job demands related to sensory abilities, and interactions between job demands and workers' sensory limitations. Results indicate approximately one third (one tenth) of the male (female) disability-related wage differential is potentially attributed to discrimination. The results differ from estimates of discrimination against workers with physical disabilities obtained with similar methods, underscoring the importance of accounting for heterogeneity of the disabled population in discrimination studies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Hochqualifizierte Menschen mit Behinderung: Ergebnisse einer regionalen Transitionsstudie von der Hochschule in die Erwerbstätigkeit (2014)
Zitatform
Bauer, Jana & Mathilde Niehaus (2014): Hochqualifizierte Menschen mit Behinderung. Ergebnisse einer regionalen Transitionsstudie von der Hochschule in die Erwerbstätigkeit. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. Spezial 6, S. 1-16.
Abstract
"Mit Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland dazu verpflichtet, auch in den Bereichen Bildung und Erwerbsarbeit Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung zu stärken, sich deren volle und wirksame Teilhabe zum Ziel zu machen sowie Chancengleichheit und Barrierefreiheit zu sichern. Jedoch fehlen systematische Informationen zur Erwerbssituation hochqualifizierter Menschen mit Behinderung. Forschungsprojekte sind entweder sehr praxisorientiert, regional begrenzt oder beziehen sich auf niedrigqualifizierte Menschen mit Behinderung. An dieser Forschungslücke setzt das vorliegende von Aktion Mensch geförderte Pilotprojekt an. Am Beispiel der Region Köln-Bonn wird die Situation hochqualifizierter Menschen mit Behinderung am Übergang ins Erwerbsleben analysiert: Wie erfolgreich gelingt eine Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt? Welche Barrieren ergeben sich? Wie stellen sich die Perspektiven unterschiedlicher Akteure dar? Zur Beantwortung dieser Fragen werden verschiedene Informationsquellen integriert: Öffentliche Daten und Statistiken, Veröffentlichungen zum Fachkräftemangel sowie die Ergebnisse einer Zukunftswerkstatt. Die Zukunftswerkstatt hat zudem aktivierenden und handlungsorientierten Charakter. Es wird deutlich, dass eine bedeutsame Gruppe hochqualifizierter Menschen mit Behinderung existiert, dass diese jedoch noch nicht gleichberechtigt am ersten Arbeitsmarkt partizipiert und von vielen Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik nicht konsequent als inländische Fachkräfteressource behandelt wird. Insbesondere psychologische Barrieren scheinen hierbei eine Rolle zu spielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Supported employment - improving competitive employment for people with mental illness: the role of motivation and social network (2014)
Zitatform
Brantschen, Elisabeth, Wolfram Kawohl, Wulf Rössler, Bettina Bärtsch & Carlos Nordt (2014): Supported employment - improving competitive employment for people with mental illness. The role of motivation and social network. In: Journal of Vocational Rehabilitation, Jg. 40, H. 1, S. 41-47. DOI:10.3233/JVR-130661
Abstract
"Background: Self-motivation, subjective norms, and support of social network are central factors in supported employment.
Objective: To measure these factors a short questionnaire was developed and tested.
Methods: 116 people with mental illness were enrolled. RESULTS: In the present study we found that self-motivation was high; 98% of the consumers think competitive employment is important or very important. The perceived motivation of the social network was also high, but significantly lower than self-motivation. Furthermore, the consumers assume that their social network supports their desire to work.
Conclusion: People with mental illness are motivated to work, they are not idle." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Was wir aus Erfahrung beruflich erfolgreicher gehörloser und schwerhöriger Menschen lernen können (2014)
Bühler, Christian; Gutjahr, Anja; Losch, Antonia; Hintermair, Manfred; Strauß, Hans-Christoph; Cremer, Inge; Reins, Frank;Zitatform
Bühler, Christian, Inge Cremer, Anja Gutjahr, Manfred Hintermair, Antonia Losch, Frank Reins & Hans-Christoph Strauß (2014): Was wir aus Erfahrung beruflich erfolgreicher gehörloser und schwerhöriger Menschen lernen können. In: Hörgeschädigtenpädagogik, Jg. 68, H. 5, S. 190-193.
Abstract
"Der vorliegende Beitrag berichtet über Ziele, theoretische, Hintergründe und methodische Vorgehensweisen eines vorn Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) seit 2013 geförderten Forschungsprojekts. Es befasst sich mit der Lebenssituation beruflich erfolgreicher gehörloser und schwerhöriger Menschen und möchte mittels qualitativer Methoden herausfinden, was die wesentlichen biografischen Erfahrungen sind, die zum beruflichen Erfolg der interviewten Teilnehmer beigetragen haben. Die gewonnenen Erkenntnisse können gegebenenfalls Konsequenzen für die Gestaltung von Bildungsprozessen in Frühförderung, Kindergarten und Schule haben. Erste Ergebnisse werden im Lauft des Jahres 2015 vorliegen, die Endergebnisse Ende 2016." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Employer attitudes toward blind or visually impaired employees: initial development of a measurement instrument (2014)
Capella McDonnal, Michele;Zitatform
Capella McDonnal, Michele (2014): Employer attitudes toward blind or visually impaired employees. Initial development of a measurement instrument. In: Rehabilitation Counseling Bulletin, Jg. 58, H. 1, S. 29-36. DOI:10.1177/0034355213504140
Abstract
"The purpose of this research project was to create an instrument to measure attitudes of employers towards persons who are blind or visually impaired as employees. Items were developed based on prior research with employers that identified their concerns about hiring people with disabilities. A 15-item attitude scale (which was revised based on an expert panel review and results of a pilot test) was administered to a sample of 194 employers in hiring positions located in four states. Psychometric analyses included evaluation of coefficient alpha estimates, item-total correlations, and a common factor analysis procedure (n = 158 for these analyses). Items were hypothesized to load on two factors: productivity of blind/ visually impaired people as employees and challenges to employing blind/visually impaired people, which was supported by the data. As a result of the psychometric analyses, four items were removed from the attitude measure, resulting in an 11-item instrument consisting of a five-item productivity subscale and a six-item challenges subscale. Evidence for criterion validity was provided by significant differences in scores of employers based on whether they had ever hired someone with a visual impairment. Overall, results provide good initial evidence for the instrument's reliability and validity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Career guidance for learning-disabled youth (2014)
Chen, Charles P.; Chan, Janice;Zitatform
Chen, Charles P. & Janice Chan (2014): Career guidance for learning-disabled youth. In: International Journal for Educational and Vocational Guidance, Jg. 14, H. 3, S. 275-291. DOI:10.1007/s10775-014-9270-6
Abstract
"Lernschwierigkeiten (LS) beschreiben eine Reihe von Störungen, welche die Art und Weise beeinflussen wie Informationen erworben, behalten, organisiert und verstanden werden. Dieser Artikel möchte das wichtige Thema der Verbesserung des beruflichen Wohlbefindens von Jugendlichen mit LS angehen. Er untersucht zunächst einige kritische Themen, die Schüler/Jugendliche mit LS in ihrer Laufbahnentwicklung beeinflussen. Dann werden einige wichtige Laufbahn- und Beratungstheorien integriert um Laufbahn Themen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe zu konzeptualisieren und zu analysieren. Aufgrund dieser grundlegenden theoretischen Erkenntnisse werden einige Strategien für Berufsberatung und Beratungsintervention zur Hilfe und Verbesserung des beruflichen Wohlbefindens dieser Zielgruppe betrachtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Berufliche Perspektiven für junge Menschen mit Autismus in Berufsbildungswerken (2014)
Dalferth, Matthias;Zitatform
Dalferth, Matthias (2014): Berufliche Perspektiven für junge Menschen mit Autismus in Berufsbildungswerken. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 28, H. 4, S. 319-333.
Abstract
"In westliche Gesellschaften gelten nach wie vor lediglich 5 bis 6 Prozent der Menschen aus dem autistischen Spektrum als kompetitiv beschäftigt. Seit einem Jahrzehnt ist man bemüht, die Beschäftigungszahlen durch spezielle Firmengründungen, durch Unterstützte Beschäftigung und die außerbetriebliche Ausbildung in BBW zu erhöhen. Als insgesamt erfolgreich und nachhaltig haben die Bemühungen der BBW zu gelten, die sich für die berufliche Qualifizierung dieses Personenkreises einsetzen: So ergab eine Befragung von 12 BBW, dass die Anzahl der Geförderten auf 649 Personen im Jahr 2013 angewachsen ist. Von den jungen Menschen, die bereits eine Ausbildung erfolgreich abschließen konnten, befanden sich zum Untersuchungszeitpunkt 40,5% in einem regulären Beschäftigungsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt,12,2% starteten eine weiterqualifizierende Ausbildung oder ein Studium, 2,3% standen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, 4,6% hatten eine Tätigkeit in einer WfbM aufgenommen und 40,4% galten noch als arbeitsuchend. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass Menschen mit Autismus erfolgreich ausgebildet werden können, jedoch spezielle Unterstützung beim beruflichen Einstieg benötigen. Längsschnittuntersuchungen zeigen allerdings, dass 2 von 3 Absolventen mittelfristig kompetitiv tätig werden. Die hohe Vermittlungsdiskrepanz zwischen einigen BBW legt nahe, BBW-interne Leitlinien zu entwickeln, in denen Standards für die Förderung dieses Personenkreises festgelegt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Rahmenbedingungen der Beschäftigung von Menschen mit geistiger Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt: erste Ergebnisse einer Fragebogenerhebung als Teilfragestellung der empirischen Studie "MEGBAA" (2014)
Fischer, Erhard; Kießling, Christina; Gebert, Tina;Zitatform
Fischer, Erhard, Tina Gebert & Christina Kießling (2014): Rahmenbedingungen der Beschäftigung von Menschen mit geistiger Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Erste Ergebnisse einer Fragebogenerhebung als Teilfragestellung der empirischen Studie "MEGBAA". In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 65, H. 6, S. 212-217.
Abstract
"Im Rahmen der derzeit am Lehrstuhl für Pädagogik bei Geistiger Behinderung der Universität Würzburg durchgeführten 'MEGBAA'-Studie wurde ein Fragebogen entwickelt, der sich an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geistiger Behinderung richtet, die sozialversicherungspflichtig auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt sind. Das Anliegen der Fragebogenerhebung bestand vorrangig darin, eine quantitative Datengrundlage zur Arbeitsplatzsituation der befragten Personen zu schaffen, auf deren Basis individuelle qualitative Befragungen stattfinden sollen, die als Schwerpunkt der Studie anzusehen sind. In vorliegendem Artikel werden die wichtigsten Ergebnisse der Fragebogenerhebung dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Visual difficulty and employment status in the world (2014)
Harrabi, Hanen; Aubin, Marie-Josee; Zunzunegui, Maria Victoria; Freeman, Ellen E.; Haddad, Slim;Zitatform
Harrabi, Hanen, Marie-Josee Aubin, Maria Victoria Zunzunegui, Slim Haddad & Ellen E. Freeman (2014): Visual difficulty and employment status in the world. In: PLoS one, Jg. 9, H. 5, S. 1-6. DOI:10.1371/journal.pone.0088306
Abstract
"Purpose: Using a world-wide, population-based dataset, we sought to examine the relationship between visual difficulty and employment status.
Methods: The World Health Survey was conducted in 70 countries throughout the world in 2003 using a random, multistage, stratified, cluster sampling design. Far vision was assessed by asking about the level of difficulty in seeing and recognizing a person you know across the road (i.e. from a distance of about 20 meters). Responses included none, mild, moderate, severe, or extreme/unable. Participants were asked about their current job, and if they were not working, the reason why (unable to find job, ill health, homemaker, studies, unpaid work, other). The occupation in the last 12 months was obtained. Multinomial regression was used accounting for the complex survey design.
Results: Of those who wanted to work, 79% of those with severe visual difficulty and 64% of those with extreme visual difficulty were actually working. People who had moderate, severe, or extreme visual difficulty had a higher odds of not working due to an inability to find a job and of not working due to ill health after adjusting for demographic and health factors (P,0.05).
Conclusions: As the major causes of visual impairment in the world are uncorrected refractive error and cataract, countries are losing a great deal of labor productivity by failing to provide for the vision health needs of their citizens and failing to help them integrate into the workforce." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Die Zunahme psychischer Krankheitsbilder im Berufsbildungswerk: wie lässt sich dieser Umstand erklären und bewältigen? (2014)
Henkelmann, Thomas;Zitatform
Henkelmann, Thomas (2014): Die Zunahme psychischer Krankheitsbilder im Berufsbildungswerk. Wie lässt sich dieser Umstand erklären und bewältigen? In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 28, H. 2, S. 110-119.
Abstract
"Psychische Störungen nehmen in den Berufsbildungswerken zu, obwohl Kohortenstudien keine generelle Zunahme in der Bevölkerung belegen. Dieser diskrepante Befund scheint der speziellen Stichprobe Berufsbildungswerk geschuldet zu sein, da sich hier junge Erwachsene aus bildungsfernen Schichten, mit geringem Erziehungskapital, gezeichnet von riskanten psychosozialen Verhaltensweisen und Lebensstilen sammeln. Die Zunahme an psychischen Störungen im BBW korreliert aber wahrscheinlich auch mit dem Umstand, dass junge Erwachsene mit psychischen Krankheiten einem verstärkten Mechanismus der gesellschaftlichen Ausgrenzung unterliegen, der insbesondere in der Schule und Arbeitswelt greift. Dabei zeigt sich, dass das gestiegene Bewusstsein (Awareness) hinsichtlich psychischer Krankheiten keinesfalls bedeutet, dass die gesellschaftliche Toleranz gegenüber psychischen Erkrankungen gestiegen wäre." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die berufliche Integration von unterstützt kommunizierenden Menschen in Deutschland: Ergebnisse einer empirischen Studie (2014)
Ivanecic, Verena; Orthmann Bless, Dagmar;Zitatform
Ivanecic, Verena & Dagmar Orthmann Bless (2014): Die berufliche Integration von unterstützt kommunizierenden Menschen in Deutschland. Ergebnisse einer empirischen Studie. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 65, H. 10, S. 385-391.
Abstract
"Über die berufliche Eingliederung von unterstützt kommunizierenden Menschen in Deutschland liegen bisher kaum empirische Erkenntnisse vor. Mittels einer computergestützten Befragung werden die berufliche Situation von unterstützt kommunizierenden Menschen in Deutschland erhoben und Zusammenhänge mit Kommunikationssituation, Hilfebedarf und formaler Bildung exploriert. Die berufliche Integration unterstützt Kommunizierender vollzieht sich derzeit überwiegend in geschützten Werkstätten und Tagesfördereinrichtungen. Keiner der 33 Probanden ist in den ersten Arbeitsmarkt integriert. Ein erheblicher Teil der Personengruppe ist gänzlich aus dem beruflichen Bereich ausgeschlossen. Besonders der Hilfebedarf für die Alltagsbewältigung und die Kommunikationssituation stehen im Zusammenhang mit der beruflichen Situation." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zugang zum Allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen: Bestandsaufnahme und Ergebnisse einer Expertise im Auftrag der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes (2014)
Kardorff, Ernst von; Ohlbrecht, Heike;Zitatform
Kardorff, Ernst von & Heike Ohlbrecht (2014): Zugang zum Allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen. Bestandsaufnahme und Ergebnisse einer Expertise im Auftrag der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 28, H. 3, S. 267-287.
Abstract
"Auf dem Hintergrund des Forschungsstandes zum Zugang (schwer-) behinderter Menschen zum Allgemeinen Arbeitsmarkt sowie aktueller Programme zur Förderung der Arbeitsmarktinklusion im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention werden die zentralen Ergebnisse einer auf qualitativen Erhebungen beruhenden Expertise dargestellt, die im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Themenjahr 2073 'Selbstbestimmt dabei. Immer' erstellt wurde. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel zwischen sozialpsychologischen (Vorurteile, Interaktionsprobleme), verfahrensbedingten und strukturellen Barrieren, die einer Teilhabe (schwer-) behinderter Arbeitssuchender und Arbeitnehmer/innen am Arbeitsleben entgegenstehen. Befragt wurden dabei Unternehmen unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlicher Erfüllung der Beschäftigungsquote, Fachkräfte des Vermittlungssystems sowie arbeitssuchende und beschäftigte Menschen mit Behinderungen, Am Schluss des Beitrags finden sich aus den Ergebnissen abgeleitete Empfehlungen für die Politik, für Unternehmen, Fachkräfte und die betroffenen Menschen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Die Arbeitsmarktsituation von schwerbehinderten Menschen (2014)
Klaus, Anton; Kriegbaum, Susanne;Zitatform
Klaus, Anton & Susanne Kriegbaum (2014): Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Die Arbeitsmarktsituation von schwerbehinderten Menschen. Nürnberg, 19 S.
Abstract
"Das Wichtigste in Kürze:
Die Zahl schwerbehinderter Menschen steigt infolge der demografischen Alterung. Denn Schwerbehinderte sind überwiegend ältere Menschen und zumeist ist eine im Lebensverlauf erworbene Krankheit die Ursache einer Schwerbehinderung. Die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Arbeitslosigkeit hat zuletzt leicht zugenommen. Fast zwei Fünftel der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen sind 55 Jahre und älter. Daher wirkt sich das Auslaufen der Sonderregelungen für Ältere besonders stark auf die Zahl älterer schwerbehinderter Arbeitsloser aus. Anteilig finden sich bei schwerbehinderten Arbeitslosen etwas mehr Fachkräfte als bei nicht schwerbehinderten Arbeitslosen. Schwerbehinderten Arbeitslosen gelingt es trotzdem seltener als nicht schwerbehinderten, eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen - gemessen am Arbeitslosenbestand werden sie allerdings auch nicht so häufig arbeitslos. Die Dynamik der Arbeitslosigkeit ist - auch in der mittleren Altersgruppe der 25- bis unter 55-Jährigen - bei schwerbehinderten Arbeitslosen deutlich geringer als bei nicht schwerbehinderten. Die Dauer der Arbeitslosigkeit und der Anteil der Langzeitarbeitslosen sind daher deutlich höher. Die Zahl der schwerbehinderten Menschen, die an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik teilgenommen haben, ist zurückgegangen. Besonders starke Rückgänge gab es bei Marktersatzmaßnahmen (insbesondere Arbeitsgelegenheiten). Anstiege waren bei Instrumenten der beruflichen Weiterbildung und bei Maßnahmen zur Aktivierung und berufliche Eingliederung zu verzeichnen. Von den geförderten schwerbehinderten Menschen haben zwei Fünftel an allgemeinen oder besonderen Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben teilgenommen - waren also schwerbehinderte Rehabilitanden." (Textauszug, IAB-Doku) -
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Erwerbsarbeit als Identitätsziel: ein Modell von Möglichkeiten für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung (2014)
Koenig, Oliver;Zitatform
Koenig, Oliver (2014): Erwerbsarbeit als Identitätsziel. Ein Modell von Möglichkeiten für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Wiesbaden: Springer VS, 448 S. DOI:10.1007/978-3-658-05426-7
Abstract
"Inwieweit und auf der Basis welcher Faktoren ist es Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung möglich für sich Arbeit als Identitätsziel zu verhandeln? Auf der Basis von 18 rekonstruierten Lebensverläufen konstruiert Oliver Koenig das theoretische Modell von Enabling & Disabling. Es zeigt auf, wie durch spezifische Qualitäten unterschiedlicher Kontexte Personen der Zugang zu bestimmten Ressourcen ermöglicht oder vorenthalten wird. Die Akkumulation dieses 'Verhandlungskapitals' über den Lebenslauf ist schlussendlich mitentscheidend, ob die Personen in die Lage versetzt werden, die sie umgebenden Strukturen aktiv zu gestalten und für sich eigenständige Identitätsentwürfe entwickeln und realisieren können oder ob sie, in Ermangelung dieser Ressourcen, einen Beitrag zur Reproduktion der sozialen Konstruktion von Intellektueller Beeinträchtigung leisten. Das Modell soll auch verstanden werden als 'Anleitung' zur Systemtransformation, die Räume für praktischen und theoretischen Aktivismus und Identitätspolitik öffnen will." (Textauszug, IAB-Doku)
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"Zappelphilipp" und "Hans-Guck-in-die-Luft". Trotz Aufmerksamkeitsstörung ins Berufsleben (2014)
Krawetz, Nora; Liebisch, Marion;Zitatform
Krawetz, Nora & Marion Liebisch (2014): "Zappelphilipp" und "Hans-Guck-in-die-Luft". Trotz Aufmerksamkeitsstörung ins Berufsleben. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 28, H. 2, S. 128-134.
Abstract
"Seit Jahren nehmen auch die Teilnehmer mit AD(H)S in den Berufsbildungswerken zu. Sie in Gesellschaft und Beruf zu integrieren, kann gelingen durch das Zusammenwirken eines multimodalen Behandlungskonzepts, welches das psychiatrische Setting um eine spezifische ADHS -- Gruppe ergänzt. Die Selbststeuerung des eigenen Verhaltens und der Transfer des Erlernten an den Ausbildungsplatz stellen wichtige Pfeiler zum Erreichen des Behandlungszieles dar. Diese Aspekte, das Angebot einer Nachsorgegruppe sowie die Netzwerkstrukturen eines Berufsbildungswerks dienen der langfristigen Sicherung von Behandlungserfolg." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Berufshinführung für Jugendliche mit Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung im Vergleich europäischer Länder (2014)
Krussek, Martin; Grüning, Eberhard;Zitatform
Krussek, Martin & Eberhard Grüning (2014): Berufshinführung für Jugendliche mit Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung im Vergleich europäischer Länder. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 65, H. 5, S. 164-172.
Abstract
"Die Europäische Kommission (2010) bestärkt mit der Strategie Europa 2020 eine engere Zusammenarbeit in der Berufshinführung sowie in der Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen zwischen den Staaten der europäischen Gemeinschaft. Vor diesem Hintergrund und unter Einbeziehung der UN-Behindertenrechtskonvention (United Nations, 2008) erscheint ein europäischer Vergleich der Bedingungen für die Berufshinführung von Jugendlichen mit Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung sinnvoll. Der vorliegende Artikel stellt Leistungen zur beruflichen Teilhabe in Dänemark, England, Schweiz und Deutschland heraus. Im Fokus stehen berufliche Vorstellungen und Motivationen von Jugendlichen sowie die Perspektiven von Lehrkräften hinsichtlich des Transitionsprozesses zwischen Schule und Beruf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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"Just having a job": career advancement for low-wage workers with intellectual and developmental disabilities (2014)
Zitatform
Lindstrom, Lauren, Kara Hirano, Colleen McCarthy & Charlotte Alverson (2014): "Just having a job". Career advancement for low-wage workers with intellectual and developmental disabilities. In: Career Development and Transition for Exceptional Individuals, Jg. 37, H. 1, S. 40-49. DOI:10.1177/2165143414522092
Abstract
"This study examined career development and early employment experiences for four young adults with intellectual and developmental disabilities. Researchers used a multiple-method, multiple case-study longitudinal design to explore career development within the context of family systems, high school and transition programs, adult services, and early and continued experiences in the labor market. Data sources included school and rehabilitation records, job observations, and interviews with young adults, family members, high school special education personnel, employers, and adult agency staff (N = 39). During the early career years, participants maintained stable employment, but earned annual wages well under the federal poverty line. Employment opportunities seemed to be influenced by family advocacy and expectations, schoolbased work experiences, job development services, and work environments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Aspergers - different, not less: occupational strengths and job interests of individuals with Asperger's syndrome (2014)
Lorenz, Timo; Heinitz, Kathrin;Zitatform
Lorenz, Timo & Kathrin Heinitz (2014): Aspergers - different, not less: occupational strengths and job interests of individuals with Asperger's syndrome. In: PLoS one, Jg. 9, H. 6, S. 1-8. DOI:10.1371/journal.pone.0100358
Abstract
"Rooted in the neurodiversity approach, this study provides an overview of the strengths and interests of individuals with Asperger's Syndrome. We interviewed136 individuals with Asperger's Syndrome and 155 neurotypical individuals via an online survey with regards to (a) demography, (b) occupational strengths, (c) general self-efficacy, (d) occupational selfefficacy, and (e) the job interest profile according to Holland. The vocational and educational fields of the individuals with Asperger's in the sample are more diverse than and surpass those classical fields stated in research and biographical literature. The comparison of both groups in cross-tables showed that the indicated strengths differ in several areas (WCramer = .02 - .47), which means that a specific strength profile can be derived, and this profile goes beyond the clinical view of the diagnostic criteria. Individuals with Asperger's indicate lower self-efficacy, both general and occupational. Furthermore, a high concentration of individuals with Asperger's can be found in the areas I (Investigative) and C (Conventional) of Holland's RIASEC model." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Trends in vocational rehabilitation services and outcomes of youth with autism: 2006-2010 (2014)
Zitatform
Migliore, Alberto, John Butterworth & Agnieszka Zalewska (2014): Trends in vocational rehabilitation services and outcomes of youth with autism: 2006-2010. In: Rehabilitation Counseling Bulletin, Jg. 57, H. 2, S. 80-89. DOI:10.1177/0034355213493930
Abstract
"As the number of adults with a diagnosis of autism continues to grow, attention is drawn to whether they receive adequate services and achieve satisfactory employment outcomes, compared with their peers with other disabilities. After examining data from the U.S. state vocational rehabilitation programs from the years 2006 - 2010, we found that youth with autism received similar levels of services and reported similar employment outcomes compared with their peers with other disabilities. However, these outcomes were modest, declining, and substantially different across states, regardless of the types of disabilities. We recommend continuous monitoring of services and outcomes of people with autism and other disabilities as a means to promote their economic self-sufficiency and inclusion in society." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Employer engagement that works: the European expansion of project SEARCH (2014)
O¿Bryan, Anne; Daston, Maryellen M.; Riehle, Erin;Zitatform
O¿Bryan, Anne, Maryellen M. Daston & Erin Riehle (2014): Employer engagement that works. The European expansion of project SEARCH. In: Journal of Vocational Rehabilitation, Jg. 41, H. 1, S. 45-51. DOI:10.3233/JVR-140697
Abstract
"Project SEARCH is an employer-led approach to training young people with learning (intellectual) disabilities for employment in substantial paid careers. It is a one-year school-to-work transition program that is designed for students whose goal is competitive employment. The program takes place in a business setting. Students are totally immersed in the workplace, which facilitates the teaching and learning process through continuous feedback and acquisition of employability and competitive work skills. The Cincinnati-based Project SEARCH leadership team was invited by the English government to introduce the Project SEARCH model in the UK and to provide technical assistance for program start-up. The first program sites resulting from this initiative were hosted by Norfolk and Norwich University Hospitals, with their partner Serco, with their first students graduating in 2009. Expansion of the program has continued beyond the initial introduction so that there are now twenty-four programs in the United Kingdom and one in the Republic of Ireland. This manuscript describes the challenges, successes, and lessons learned in the process of adapting this program, which was developed in the U.S., to the European disability resource system." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Berufliche Bewältigungsstrategien und 'Behinderung': Undoing Disability am Beispiel hochqualifizierter Menschen mit einer Hörschädigung (2014)
Popescu-Willigmann, Silvester;Zitatform
Popescu-Willigmann, Silvester (2014): Berufliche Bewältigungsstrategien und 'Behinderung'. Undoing Disability am Beispiel hochqualifizierter Menschen mit einer Hörschädigung. Wiesbaden: Springer VS, 224 S. DOI:10.1007/978-3-658-03990-5
Abstract
"Normalisierungs- und Normierungspraxen der Mehrheitsgesellschaft schließen Menschen mit zugeschriebener Behinderung von der gleichberechtigten Teilhabe am Erwerbsleben aus. Der Autor geht von einer kulturellen Genese behindernd wirkender sozialer Praktiken aus und rekonstruiert aus dieser Perspektive die Laufbahnen hochqualifizierter, beruflich erfolgreicher Menschen mit einer signifikanten Hörschädigung. Der Autor entwickelt ein Modell ihres 'Kampfes um (berufliche) Anerkennung', in dessen Zentrum Bewältigungsstrategien stehen. Das Buch bietet Anknüpfungspunkte für weitere Forschung sowie Anregungen für Betroffene und die organisierte Selbsthilfe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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DSM-IV-TR Axes-I and II mental disorders in a representative and referred sample of unemployed youths: results from a psychiatric liaison service in a job centre (2014)
Reissner, Volker ; Mühe, B.; Kuhnigk, Olaf; Hebebrand, Johannes ; Kis, Bernhard ; Wellenbrock, S.; Dietrich, Hans ;Zitatform
Reissner, Volker, B. Mühe, S. Wellenbrock, Olaf Kuhnigk, Bernhard Kis, Hans Dietrich & Johannes Hebebrand (2014): DSM-IV-TR Axes-I and II mental disorders in a representative and referred sample of unemployed youths. Results from a psychiatric liaison service in a job centre. In: European psychiatry, Jg. 29, H. 4, S. 239-245., 2013-07-01. DOI:10.1016/j.eurpsy.2013.06.001
Abstract
"Objectives: Increased levels of anxiety, depression and alcohol abuse are associated with unemployment. This study compares both DSM-IV-TR Axis-I and Axis-II mental disorders between a representative and a referred sample of unemployed youths aged 16.0 to 24.9.
Methods: One hundred subjects were randomly recruited on the premises of the vocational services centre in the urban region of Essen, Germany (representative sample, RS). One hundred and sixty-five subjects constituting the 'clinical sample' (CS) were preselected and referred by case managers to the onsite psychiatric liaison service. Structured Clinical Interviews for DSM-IV (SCID-I and -II), measures of psychopathology and health service utilization were administered.
Results: Ninety-eight percent and 43% of CS and RS subjects fulfilled DSM-IV criteria for mental disorders. Mood-, anxiety- and substance-related disorders were the most common Axis-I disorders in both samples. Personality disorders were diagnosed significantly more frequently in the CS. Despite the more severe psychopathology in subjects with mental disorders from the CS compared to the RS, no differences were found for recent mental health service utilisation.
Conclusion: Because the sample of unemployed youths referred by case managers was significantly more disturbed in psychiatric terms, such a pre-selection is deemed useful in conjunction with a psychiatric liaison service on the premise of a job centre." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Pathways to employment: a national survey of adults with intellectual disabilities (2014)
Zitatform
Siperstein, Gary N., Miriam Heyman & Jeffrey E. Stokes (2014): Pathways to employment: a national survey of adults with intellectual disabilities. In: Journal of Vocational Rehabilitation, Jg. 41, H. 3, S. 165-178. DOI:10.3233/JVR-140711
Abstract
"The federal government has invested billions of dollars to promote employment for adults with intellectual disabilities. Despite this investment, the employment rate within this population has remained stable during the recent decades.
The objective of this study is to identify characteristics of adults with intellectual disabilities who are employed, and to understand the paths towards employment for these individuals.
Respondents included a nationally representative sample of 1,055 parents/guardians of adult children (21 years of age or older) with an intellectual disability surveyed by Gallup. These parents/guardians were selected from approximately 341,000 households screened by Gallup. This methodology allowed for the inclusion of a sample of adults with ID who had never been in the labor force or even sought employment.
Several characteristics are associated with greater likelihood of employment, including younger age, early work experience, higher levels of adaptive behavior, and absence of emotional and behavioral problems. These characteristics are especially predictive of employment in a competitive setting, and relatively less predictive of sheltered employment. There is very little movement between the two types of employment settings: very few people currently in competitive employment ever worked in a sheltered setting.
The results from this study have clear implications for policies and programs. Young adults with intellectual disabilities need early opportunities to work in community settings. These community-based experiences must provide them with the opportunity to develop necessary adaptive, behavioral, and emotional skills. Finally, policy makers must recognize that sheltered employment is not a stepping-stone to employment in a competitive setting." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Teilhabe am Arbeitsleben bei Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen (2014)
Zitatform
Stengler, Katarina, Thomas Becker & Steffi G. Riedel-Heller (2014): Teilhabe am Arbeitsleben bei Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. In: Fortschritte der Neurologie, Psychiatrie, Jg. 82, H. 1, S. 43-53. DOI:10.1055/s-0033-1356142
Abstract
"Ziele des Beitrags sind Folgende:
- einen Einblick in die Thematik der Rehabilitation bei Menschen mit psychischen Erkrankungen zu geben
- Wissen über Formen und gesetzliche Rahmenbedingungen für Rehabilitation in Deutschland zu vermitteln
- rehabilitatives Handeln als komplexen, dynamischen Prozess zu definieren, bei dem es um die Förderung von Kompetenzentwicklung und Gesundheitsverhalten sowie um das Überwinden von Defizitorientierung bei Menschen mit psychischen Erkrankungen geht
- die große Bedeutung, die Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe psychisch kranker Menschen am Arbeitsleben im Gesamtprozess der Rehabilitation haben sollten, hervorzuheben -unterschiedliche Strategien beruflicher Rehabilitation, v.?a. international erfolgreiche Modelle, aufzuzeigen" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Berufliche Rehabilitation bei schweren psychischen Erkrankungen (2014)
Zitatform
Stengler, Katarina, Steffi G. Riedel-Heller & Thomas Becker (2014): Berufliche Rehabilitation bei schweren psychischen Erkrankungen. In: Der Nervenarzt, Jg. 85, H. 1, S. 97-107. DOI:10.1007/s00115-013-3846-0
Abstract
"Arbeit ist nicht nur ein Bedürfnis, sondern auch ein Grundrecht aller Menschen. Berufliche Tätigkeit hat in der Psychiatrie eine lange Tradition; ihr wurde zu allen Zeiten ein großer Stellenwert im therapeutischen Prozess beigemessen. Für die berufliche Rehabilitation gibt es in Deutschland hinreichende gesetzliche Grundlagen, gute Evidenz einzelner Maßnahmen und eine breite Basis für strukturelle Umsetzungen. Erfahrungen aus international erfolgreichen Modellen finden allerdings noch zu wenig Anwendung in der praktischen Gestaltung, was die zurückhaltenden Erfolge bei der Integration psychisch Kranker in den ersten Arbeitsmarkt erklärt. Auf der Basis des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes wird dargestellt, wie berufliche Rehabilitation bei Menschen mit psychischen Erkrankungen erfolgreich sein kann. Orientiert an den sozialrechtlichen Gegebenheiten in Deutschland werden Formen, Inhalte, konzeptuelle Schwerpunkte und Organisationsstrukturen der Rehabilitation mit ihren Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt. Mit Blick auf internationale Perspektiven der Rehabilitation bleibt abschließend der Konsens darüber, dass zukünftig Versorgungssysteme anzustreben sind, die Prävention, kurative Behandlung, Rehabilitation und Nachsorge besser miteinander verzahnen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Anders und doch Gleich. Junge Menschen mit Autismus zwischen Ausbildung und Arbeitswelt (2014)
Wegner, Renate;Zitatform
Wegner, Renate (2014): Anders und doch Gleich. Junge Menschen mit Autismus zwischen Ausbildung und Arbeitswelt. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 28, H. 2, S. 120-127.
Abstract
"Eine größer werdende Anzahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit autistischen Symptomen in ihren Begabungen zu fördern und sozial schwieriges Verhalten zu mindern, ist eine Herausforderung für unsere Gesellschaft und ihre Institutionen. Im folgenden Beitrag wird dargelegt, wie man sich dieser Aufgabe an einem Berufsbildungswerk konzeptuell stellen kann: durch ein multiprofessionelles Team werden am Einzelfall orientierte Behandlungen und ein spezifisches einjähriges Gruppentraining angeboten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Evaluation des Behindertengleichstellungsgesetzes: Abschlussbericht (2014)
Welti, Felix ; Hlava, Daniel; Groskreutz, Henning; Ramm, Diana; Wenckebach, Johanna; Rambausek, Tonia;Zitatform
Groskreutz, Henning, Daniel Hlava, Tonia Rambausek, Diana Ramm & Johanna Wenckebach (2014): Evaluation des Behindertengleichstellungsgesetzes. Abschlussbericht. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht Sozialforschung 445), Berlin, 598 S.
Abstract
"Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) ist am 1. Mai 2002 in Kraft getreten. Ziel des BGG ist, die Benachteiligung von behinderten Menschen zu beseitigen, ihre gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Kernstück des BGG ist die Barrierefreiheit. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe. Gut zehn Jahre nach seinem Inkrafttreten war es an der Zeit, das BGG im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wissenschaftlich auf seine Wirkung zu überprüfen. Im Fokus standen dabei die Fragen, ob alle Gruppen von Menschen mit Behinderungen ausreichend berücksichtigt sind und sich die Instrumente des BGG bewährt haben. Bei der Evaluation waren die Vorgaben der UN-BRK zu berücksichtigen. Die Perspektive von Menschen mit Behinderungen wurde von Anfang an einbezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Positionspapier der Deutschen Rentenversicherung zur Bedeutung psychischer Erkrankungen in der Rehabilitation und bei Erwerbsminderung (2014)
Abstract
"Die Deutsche Rentenversicherung hat ein Positionspapier zur Bedeutung psychischer Erkrankungen in der Rehabilitation und bei Erwerbsminderung veröffentlicht. Damit reagiert die Deutsche Rentenversicherung auf die Entwicklungen in den vergangenen Jahren, in denen sich deutschland- und weltweit eine zunehmende Relevanz psychischer Störungen gezeigt hat. Rehabilitations- und Rentenstatistiken und Daten zu Arbeitsunfähigkeitszeiten der Krankenkassen unterstreichen die wachsende Bedeutung psychischer Erkrankungen innerhalb des Gesundheitssystems. Das Positionspapier stellt aktuelle Daten und Fakten zusammen, bewertet diese und entwickelt daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis. Es legt dar, an welchen Stellen wichtige Handlungsfelder für die Rentenversicherung, aber auch für andere Akteure im Gesundheitswesen bestehen. Die Darstellung orientiert sich - soweit möglich - an den Phasen des Behandlungsprozesses, ausgehend vom Reha-Zugang bis zur beruflichen Wiedereingliederung. Somit werden sowohl die Primärprävention als auch die Sekundär- und Tertiärprävention thematisiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leitkonzept Arbeitsvermittlung und Vermittlung von schwerbehinderten Menschen (Nicht-Reha): das arbeitnehmerorientierte Integrationskonzept der Bundesagentur für Arbeit (SGB II und SGB III) (2014)
Abstract
"Das Integrationskonzept beschreibt das rechtskreisübergreifende Geschäfts-modell für die Integrationsprozesse in den Agenturen und den Jobcentern mit der Zielstellung,
a) den gesetzlichen Auftrag und die darauf aufbauende geschäftspolitische Zielerreichung in den Rechtskreisen SGB II und SGB III zu unterstützen und rechtskreisimmanente Fehlsteuerungsanreize zu vermeiden,
b) den Führungskräften sowie den Vermittlungs- und Beratungsfachkräften ein Geschäftsprozessmodell zur Verfügung zu stellen, das eine systematische, qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Aufgabenerledigung im Sinne der Zielerreichung und der Rechtmäßigkeit des Handelns sicherstellt sowie eine effektive fachliche Führung über erhöhte Transparenz und verbesserte operative Steuerbarkeit ermöglicht,
c) für die Bürgerinnen und Bürger ein professionelles und kundenorientiertes Dienstleistungsangebot zur Verfügung zu stellen, dass deren individuelle Problemlage aufgreift und einer Lösung zuführt." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland - Kurzinformation: Der Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen (2014)
Abstract
"- Die Zahl schwerbehinderter Menschen steigt infolge der demografischen Alterung. Denn Schwerbehinderte sind überwiegend ältere Menschen, und zumeist ist eine im Lebensverlauf erworbene Krankheit die Ursache einer Schwerbehinderung.
- Die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Arbeitslosigkeit hat zuletzt leicht zugenommen.
- Fast zwei Fünftel der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen sind 55 Jahre und älter. Daher wirkt sich das Auslaufen der Sonderregelungen für Ältere auf die Zunahme der Zahl älterer schwerbehinderter Arbeitsloser aus.
- Anteilig finden sich bei schwerbehinderten Arbeitslosen etwas mehr Fachkräfte als bei nicht schwerbehinderten Arbeitslosen.
- Schwerbehinderten Arbeitslosen gelingt es trotzdem seltener als nicht schwerbehinderten, ei-ne Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen - gemessen am Arbeitslosenbestand werden sie allerdings auch nicht so häufig arbeitslos.
- Die Dynamik der Arbeitslosigkeit ist - auch in der mittleren Altersgruppe der 25- bis unter 55-Jährigen - bei schwerbehinderten Arbeitslosen deutlich geringer als bei nicht schwerbehinderten. Die Dauer der Arbeitslosigkeit und der Anteil der Langzeitarbeitslosen sind daher höher.
- Die Zahl der schwerbehinderten Menschen, die an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik teilgenommen haben, ist zurückgegangen. Stärkere Rückgänge der Teilnehmerzahlen gab es bei Arbeitsgelegenheiten und bei Eingliederungszuschüssen für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen.
- Jahresdurchschnittlich 26.000 schwerbehinderte Rehabilitanden haben im Juli 2014 an allgemeinen und besonderen Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben teilgenommen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Abschlussbericht der Gesamtbetreuung Job4000 (2014)
Abstract
"Mit dem Programm 'Job4000' sollte die berufliche Integration schwerbehinderter Menschen vorangetrieben werden. Zugleich sollte die Bundesagentur für Arbeit bei der Durchführung ihrer gesetzlichen Aufgaben im Rahmen der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung unterstützt werden. Mit dem Programm wurde zugleich die Ankündigung der Bundesregierung im Koalitionsvertrag vom 11. November 2005 umgesetzt, wonach die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung intensiviert und mehr Arbeitsmöglichkeiten außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen geschaffen werden sollen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Integration schwerbehinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt: gute Beispiele aus den Landkreisen (2014)
Zitatform
(2014): Integration schwerbehinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Gute Beispiele aus den Landkreisen. (Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte der Deutschen Landkreise 124), Berlin, 24 S.
Abstract
"Die Broschüre enthält eine Reihe von Beispielen, wie die Arbeitsmarktintegration von schwerbehinderten Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, in den Landkreisen umgesetzt wird. Die Beispiele reichen von der Bildung spezialisierter Teams im Jobcenter über Konzepte zur Stabilisierung der Beschäftigungsfähigkeit und Qualifikation bis hin zur verstärkten Sensibilisierung und Förderung der Einstellungsbereitschaft bei Arbeitgebern." (Textauszug, IAB-Doku)
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