Arbeitsbedingungen und Gesundheit von Beschäftigten
Der Zusammenhang von Arbeitsbedingungen bzw. Arbeitsbelastungen und der Gesundheit von Beschäftigten erhält durch die demografische Entwicklung, Digitalisierung und Klimawandel neues Gewicht. Wie muss Arbeit gestaltet sein, damit die Beschäftigten langfristig und gesund erwerbstätig sein können?
Dieses Themendossier dokumentiert die Ergebnisse empirischer Forschung der letzten Jahre.
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
-
Literaturhinweis
Arbeitsgestaltung bei Digitalisierung: Merkmale menschzentrierter Gestaltung informationsverarbeitender Erwerbsarbeit (2022)
Hacker, Winfried;Zitatform
Hacker, Winfried (2022): Arbeitsgestaltung bei Digitalisierung. Merkmale menschzentrierter Gestaltung informationsverarbeitender Erwerbsarbeit. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 76, H. 1, S. 90-98. DOI:10.1007/s41449-022-00302-0
Abstract
"Der Arbeits- und Gesundheitsschutz bei vorwiegend informationsverarbeitenden, geistigen Erwerbstätigkeiten – zunehmend mit digitalen Arbeitsmitteln und künstlicher Intelligenz – erfordert das Verwirklichen der Merkmale menschenzentrierter Arbeitsgestaltung (DIN EN ISO 6385/2016). Der Beitrag betrifft das menschzentrierte Gestalten des Arbeitsprozesses, nicht der Arbeitsmittel. Das Erfüllen dieser Merkmale soll nicht nur physische und psychische Beeinträchtigungen der Arbeitenden verhindern, sondern auch ihre Kompetenzen erhalten und erweitern sowie das gesundheitliche Wohlbefinden und die Arbeitsleistung fördern. Es werden übertragbare (generische) Vorschläge an die präventive, bedingungszentrierte und partizipative Gestaltung, insbesondere die Funktionsteilung zwischen Menschen und Technik und die Arbeitsorganisation/-teilung bei informationsverarbeitenden Tätigkeiten abgeleitet, die helfen, die Merkmale menschzentrierter Gestaltung zu erfüllen. Arbeitsschritte zur praktischen Verwirklichung sind skizziert. Eine Schwierigkeit beim Anwenden der Vorschläge ist ihre allgemeingültige Form. Sie erfordert das Übertragen auf die vielfältigen informationsverarbeitenden Arbeitstätigkeiten. Eine Hilfe bei ihrer Übertragung sind bewährte duale, partizipative und iterative Strategien der Automatisierung. Das Hauptanliegen ist zu verdeutlichen, dass und in welcher Hinsicht menschenzentrierte Arbeitsgestaltung auch bei vorwiegend informationsverarbeitenden, geistigen Erwerbstätigkeiten unerlässlich ist, und dass Digitalisierung diese präventive menschzentrierte Gestaltung nicht ersetzt, sondern voraussetzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Das gut geregelte Homeoffice soll bleiben (2022)
Heimann, Klaus;Zitatform
Heimann, Klaus (2022): Das gut geregelte Homeoffice soll bleiben. In: Gute Arbeit, Jg. 34, H. 5, S. 8-11.
Abstract
"Im März 2022 endete die Pflicht oder der Vorrang für das Homeoffice – aus Gründen des Infektionsschutzes. Millionen Beschäftigte haben während der Corona-Pandemie monatelang zu Hause gearbeitet. Die neu gewonnene Flexibilität wollen sich viele Arbeitnehmer:innen nicht mehr nehmen lassen. Jetzt geht es darum, das Homeoffice gut zu gestalten und verbindlich zu regeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Corona - Chance für einen Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt?: Wie sich die Arbeitsbedingungen von Frauen (und Männern) in der Pandemie verändert haben : Eine Beschäftigtenumfrage (2022)
Holler, Markus; Richter, Mareike; Weusthoff, Anja;Zitatform
(2022): Corona - Chance für einen Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt? Wie sich die Arbeitsbedingungen von Frauen (und Männern) in der Pandemie verändert haben : Eine Beschäftigtenumfrage. Berlin, 38 S.
Abstract
"Auf den Schultern von Frauen lasten hohe Gesundheitsrisiken, sie stemmen große Belastungen, schlagen sich mit schlechten Arbeitsbedingungen herum und kämpfen mit finanziellen Einbußen. Zu diesen Ergebnissen kommt die vorliegende Sonderauswertung des DGB Index „Gute Arbeit“. Das unterstreicht noch einmal: Frauen dürfen nicht zu kurz kommen, wenn es darum geht, gute politische und betriebliche Rahmenbedingungen zu schaffen – beim Einkommen, beim Infektionsschutz, im Home-Office oder im Rahmen der Digitalisierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitsintensität und ihre Determinanten. Eine Übersicht über das Analysepotential von Erwerbstätigenbefragungen (2022)
Zitatform
Hünefeld, Lena, Elke Ahlers, Serife Erol Vogel & Sophie-Charlotte Meyer (2022): Arbeitsintensität und ihre Determinanten. Eine Übersicht über das Analysepotential von Erwerbstätigenbefragungen. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 76, H. 1, S. 1-9. DOI:10.1007/s41449-021-00273-8
Abstract
"Eine langanhaltende hohe Arbeitsintensität kann eine gesundheitsgefährdende Belastung für Beschäftigte darstellen. Für eine angemessene Gestaltung der Arbeit sind Kenntnisse von Determinanten dauerhaft erhöhter Arbeitsintensität von zentraler Bedeutung. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche empirischen Grundlagen zur Verfügung stehen, um die Verbreitung hoher Arbeitsintensität in Deutschland zu beschreiben und insbesondere potenzielle Determinanten zu identifizieren. Hierfür wurden sechs Erwerbstätigenbefragungen systematisch analysiert. Es konnten insgesamt 662 Fragebogenitems zum Thema „Arbeitsintensität und ihre Determinanten“ identifiziert und anhand von 11 Hauptkategorien – sechs Kategorien für Arbeitsintensität und fünf für Determinanten – und mehr als 65 Unterkategorien klassifiziert werden. Trotz empirischer Lücken zeigt sich damit, dass in Deutschland eine breite Datenbasis zur Analyse des Themas Arbeitsintensität und deren Determinanten zur Verfügung steht. In zukünftigen Erhebungen sollten auch Informationen zur Leistungspolitik, wie Kundenorientierung oder auch Dienstreisen, Zielvereinbarungen, dem Maß der Ergebnisorientierung und auch Eigenverantwortung als mögliche Determinanten von Arbeitsintensität erhoben werden. Ebenfalls sollte die ausführliche Erhebung von betrieblichen Rahmenbedingungen, wie die Unternehmensform oder auch existierende Personalengpässe stärker mitbedacht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Works councils and workplace health promotion in Germany (2022)
Zitatform
Jirjahn, Uwe, Jens Mohrenweiser & Stephen C. Smith (2022): Works councils and workplace health promotion in Germany. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 43, H. 3, S. 1059-1094. DOI:10.1177/0143831X20971051
Abstract
"From a theoretical viewpoint, there can be market failures and organizational failures resulting in an underprovision of occupational health and safety. Works councils may help mitigate these failures. Using establishment data from Germany, the empirical analysis in this article confirms that the incidence of a works council is significantly associated with an increased likelihood that the establishment provides more workplace health promotion than required by law. This result also holds in regressions accounting for the possible endogeneity of works council incidence. Furthermore, analysing potentially moderating factors such as collective bargaining coverage, industry, type of ownership, multi-establishment status and product market competition, the article finds a positive association between works councils and workplace health promotion for the various types of establishments examined. Finally, this study goes beyond the mere incidence of workplace health promotion and shows that works councils are positively associated with a series of different measures of workplace health promotion." (Author's abstract, © 2021 SAGE) ((en))
-
Literaturhinweis
Einfacharbeit und Arbeitsbedingungen - Auswirkung unterschiedlicher Operationalisierungen (2022)
Zitatform
Kaboth, Arthur, Marcel Lück & Lena Hünefeld (2022): Einfacharbeit und Arbeitsbedingungen - Auswirkung unterschiedlicher Operationalisierungen. (baua: Fokus), Dortmund, 24 S. DOI:10.21934/baua:fokus20220426
Abstract
"Bei der Erforschung der Einfacharbeit wird eine Vielzahl verschiedener Operationalisierungen verwendet, die zu unterschiedlichen Befunden führen können. Auswertungen der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 können die Differenzen zwischen den Operationalisierungen bestätigen. Dies betrifft sowohl die Anteile der Einfacharbeit an abhängiger Beschäftigung als auch die Soziodemografie, die Beschäftigungsmerkmale und die Arbeitsbedingungen. Zukünftige Forschung sollte die Wahl der Operationalisierung berücksichtigen und die psychischen Arbeitsanforderungen in der Einfacharbeit näher beleuchten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: baua: Fokus -
Literaturhinweis
Wissenschaft trifft Praxis: Gesundes Arbeiten - was lehrt uns die Pandemie? (Podium) (2022)
Zitatform
Kaltwasser, Lena; Markus Hofmann, Elisa Clauß, Laura Pohlan, Gerd Zika & Anita Tisch (sonst. bet. Pers.) (2022): Wissenschaft trifft Praxis: Gesundes Arbeiten - was lehrt uns die Pandemie? (Podium). In: IAB-Forum H. 17.06.2022 Nürnberg, 2022-06-15. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220617.01
Abstract
"Die Covid-19-Pandemie hat die Bedeutung des Themas „Gesundheit am Arbeitsplatz“ in vielfacher Hinsicht hervorgehoben. Der betriebliche Gesundheits- und Infektionsschutz wurde gewissermaßen zur Grundvoraussetzung betrieblichen Handelns. Um die Folgen der Pandemie für die Organisation von Arbeit in Betrieben und den hohen Stellenwert von Gesundheits- und Arbeitsschutz ging es in der Veranstaltung „Gesundes Arbeiten – was lehrt uns die Pandemie?“." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Digitalisation and Employees' Subjective Job Quality in the Second Half of Working Life in Germany (2022)
Zitatform
Kortmann, Lisa Katharina, Julia Simonson, Claudia Vogel & Oliver Huxhold (2022): Digitalisation and Employees' Subjective Job Quality in the Second Half of Working Life in Germany. In: Social indicators research, Jg. 162, H. 2, S. 577-597. DOI:10.1007/s11205-021-02854-w
Abstract
"Since digitalisation alters occupational task profiles via automation processes, job quality is also likely to be affected. While existing literature mainly focusses on objective job quality, this study asks if and how digitalisation is associated with employees’ subjective job quality in the second half of working life in Germany. Analyses are based on the German Ageing Survey 2014. Our sample includes n = 1541 employees aged 40–65 years who are subject to social insurance contributions. Subjective job quality is operationalised with regards to job satisfaction and perceived occupational stress in general, and ten aspects of job quality in detail. Digitalisation is approximated by substitution potentials of occupations. We control the association for compositional effects in the workforce, as well as for the moderating effect of perceived job insecurity. The results indicate that digitalisation is predominantly beneficial but also unfavourable in a few other respects for employees’ subjective job quality. The higher the degree of digitalisation, the higher is the employee’s general job satisfaction on average; for general perceived occupational stress, we find no significant association. Regarding single aspects of subjective job quality, employees working in more digitalised occupations are found to report on average higher satisfaction with working hours and earnings, and lower levels of stress due to tight schedules. However, they also report higher levels of stress due to negative environmental factors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
A Pay Change and Its Long-Term Consequences (2022)
Zitatform
Krüger, Miriam & Guido Friebel (2022): A Pay Change and Its Long-Term Consequences. In: Journal of labor economics, Jg. 40, H. 3, S. 543-572. DOI:10.1086/717728
Abstract
"In a professional services firm, top management unexpectedly adjusted the pay of consultants in some divisions to the pay in other divisions. In this quasi experiment, fixed wages increased and bonuses decreased, reducing pay for the high performers and increasing it for the low performers. Individual outputs and efforts decreased by 30%, and attrition and absenteeism increased. The effects were driven by those who were rationally expecting to lose from the pay change. Observing a period of more than 3 years, we show long-term negative reciprocity of those affected but no negative selection effects of new hires." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Viel Schatten, aber auch etwas Licht: Die Situation der Baubeschäftigten – Ergebnisse einer Online-Beschäftigtenbefragung (2022)
Zitatform
Kümmerling, Angelika, Gerhard Bosch, Frederic Hüttenhoff & Claudia Weinkopf (2022): Viel Schatten, aber auch etwas Licht. Die Situation der Baubeschäftigten – Ergebnisse einer Online-Beschäftigtenbefragung. (IAQ-Report 2022-06), Duisburg ; Essen, 24 S. DOI:10.17185/duepublico/76127
Abstract
"Eine Online-Befragung unter 3052 Baubeschäftigten zeigt, dass rund jeder vierte Beschäftigte in “näherer Zukunft“ beabsichtigt, seinen Arbeitgeber oder sogar die Branche zu wechseln. Baubeschäftigte beschreiben ihren Beruf als abwechslungsreich, vielfältig und lernförderlich und schätzen die Entscheidungsspielräume. Negativ werden die hohe körperliche Belastung und die Verdichtung der Arbeit durch neue Technologien gesehen. Ein hoher Anteil berichtet auch, dass der Fachkräftemangel in ihrem Betrieb bereits spürbar sei. Die Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen insgesamt, den Arbeitszeiten und der Bezahlung ist hoch und stellt einen Hauptgrund für Wechselabsichten dar. Nur gut jeder fünfte Arbeiter ist der Meinung, seinen Beruf bis zum gesetzlichen Renten-Einstiegsalter durchhalten zu können. Arbeiter wünschen sich einen Renteneintritt mit 60,7 Jahren, Angestellte mit 61,7 Jahren. Die Wechselneigung ist nicht betriebsunabhängig: Beschäftigte, die ihren Betrieb für zukunftsfähig halten und die das Betriebsklima als gut einschätzen, zeigen eine geringere Wechselneigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Does my Computer Protect me from Burnout?: Cross-country Evidence on the Impact of ICT use within the Job Demands-Resources Model (2022)
Zitatform
Leitner, Sandra M. & Roman Stöllinger (2022): Does my Computer Protect me from Burnout? Cross-country Evidence on the Impact of ICT use within the Job Demands-Resources Model. (WIIW working paper 216), Wien, 44 S.
Abstract
"This paper uses a large sample of employees from 35 European countries to study the direct and indirect effects of ICT use on burnout and work engagement as two opposite poles of employee psychological health, where the former comprises the three dimensions of exhaustion, cynicism and professional efficacy. It applies the Job Demands-Resources (JD-R) model and analyses the mediating role of three job demands (work extensity, work intensity, social demands) and four job resources (social support from management or colleagues, job control, rewards) on workers’ psychological health. It accounts for the importance of the place of work for the effect of ICT use on workers’ psychological health by differentiating between four types of workers: home-based workers, highly mobile workers, occasionally mobile workers, and workers who always work at the employer’s premises. The results show that ICT use is associated with lower levels of exhaustion but is unrelated to work engagement. Furthermore, work intensity, work extensity, social demands and rewards mediate the effect of ICT use on exhaustion, while job control and rewards mediate the effect of ICT use on work engagement. Our multi-group analysis attributes the negative effect of ICT use on exhaustion mainly to occasionally mobile workers and to workers who always work at the employer’s premises and highlights that the factors that mediate the effect of ICT use on workers’ psychological health differ across the four types of workers. Home-based workers stand out in two important respects: first, ICT use per se is unrelated to burnout; second, only one factor – work intensity – mediates the effect of ICT use on burnout, but its effect is especially strong." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Depression and loneliness may predict work inefficiency among professionally active adults (2022)
Mokros, Łukasz ; Świtaj, Piotr ; Bieńkowski, Przemysław ; Sienkiewicz-Jarosz, Halina ; Święcicki, Łukasz ;Zitatform
Mokros, Łukasz, Piotr Świtaj, Przemysław Bieńkowski, Łukasz Święcicki & Halina Sienkiewicz-Jarosz (2022): Depression and loneliness may predict work inefficiency among professionally active adults. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 95, H. 8, S. 1775-1783. DOI:10.1007/s00420-022-01869-1
Abstract
"Both depression and loneliness have been recognized as major public health issues, yet investigation into their role among young and middle-aged, professionally active persons is still required. The aim of the present study was to evaluate whether depression and loneliness may independently predict inefficiency at work among professionally active adults." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
-
Literaturhinweis
Informal care-giving and the intention to give up employment: the role of perceived supervisor behaviour in a cohort of German employees (2022)
Zitatform
Montano, Diego & Richard Peter (2022): Informal care-giving and the intention to give up employment: the role of perceived supervisor behaviour in a cohort of German employees. In: European Journal of Ageing, Jg. 19, H. 3, S. 575-585. DOI:10.1007/s10433-021-00660-4
Abstract
"Current social policies in the European Union addressing employment, retirement and long-term care are expected to result in increasing employment rates among informal carers. The present investigation contributes to previous research by focusing on how specific work-related factors, in this case supervisor behaviour, may facilitate the fulfilment of the demands arising from paid work and care and ultimately influence the desire to give up employment. To this end, population data from the German Cohort Study on Work, Age, Health and Work Participation conducted in 2011 and 2014 are analysed (n = 3916). Three research hypotheses investigating the associations between care-giving, supervisor behaviour, the intention to give up employment and work-private-life conflict are tested by means of cumulative link models. The results suggest that the intention to give up employment is stronger among employed carers. In addition, the perception that one's supervisor is considerate towards subordinates and is effective in planning, coordinating work and solving conflicts is found to be negatively related to the desire to give up employment, especially among carers. The statistical analyses reveal that supervisor behaviour mediates the association between the level of work-private-life conflict and the intention to give up employment. It is concluded that the working conditions may exert a substantial influence on the levels of psychosocial load carers experience by facilitating or hindering the extent to which carers are allowed to accommodate their work schedules and job assignments to the conflicting demands of their dual role as workers and carers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Will Markets Provide Humane Jobs? A Hypothesis (2022)
Nekoei, Arash;Zitatform
Nekoei, Arash (2022): Will Markets Provide Humane Jobs? A Hypothesis. (CESifo working paper 9533), München, 37 S.
Abstract
"Most of the key amenities of our today jobs did not emerge in private contracts; instead, they appeared in collective agreements and regulations. I argue that understanding this observation can guide the provision of future amenities. I show that markets underprovide an amenity if workers who value it more have a lower average unobserved productivity. Universal mandate of such amenities improves social welfare when taste-productivity correlation is high. Policies that leverage heterogeneity in the taste-productivity correlation by observable characteristics, e.g., quota and tagging, dominate mandate in the presence of a mild adverse selection." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working Conditions in Global Value Chains: Evidence for European Employees (2022)
Zitatform
Nikulin, Dagmara, Joanna Wolszczak-Derlacz & Aleksandra Parteka (2022): Working Conditions in Global Value Chains: Evidence for European Employees. In: Work, Employment and Society, Jg. 36, H. 4, S. 701-721. DOI:10.1177/0950017020986107
Abstract
"This article investigates a sample of almost nine million workers from 24 European countries in 2014 to conclude how involvement in global value chains (GVCs) affects working conditions. We use employer–employee data from the Structure of Earnings Survey merged with industry-level statistics on GVCs based on the World Input-Output Database. Given the multidimensional nature of the dependent variable, we compare estimates of the Mincerian wage model with zero-inflated beta regressions focused on other aspects of working conditions (overtime work and bonus payments). Wages prove to be negatively related to involvement in GVCs: workers in the more deeply involved sectors have lower and less stable earnings, implying worse working conditions. However, they are also less likely to have to work overtime. We prove that the analysis of social implications of increasing involvement of countries in global production must compare wage effects of GVCs with other aspects of complex changes in workers’ well-being." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Precarious employment and mental health across European welfare states: a gender perspective (2022)
Zitatform
Padrosa, Eva, Christophe Vanroelen, Carles Muntaner, Joan Benach & Mireia Julià (2022): Precarious employment and mental health across European welfare states: a gender perspective. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 95, H. 7, S. 1463-1480. DOI:10.1007/s00420-022-01839-7
Abstract
"The aim of this article was to examine the relationship between precarious employment (PE), welfare states (WS) and mental health in Europe from a gender perspective. Data were derived from the European Working Conditions Survey 2015. PE was measured through the Employment Precariousness Scale for Europe (EPRES-E), validated for comparative research in 22 European countries, and categorized into quartiles. Countries were classified into Continental, Anglo-Saxon, Scandinavian, Southern and Central-Eastern WS. Mental health was assessed through the WHO-5 Well-Being Index and dichotomized into poor and good mental health. In a sample of 22,555 formal employees, we performed gender-stratified multi-level logistic regression models. Results showed greater prevalences of PE and poor mental health among women. However, the association between them was stronger among men. Cross-country differences were observed in multi-level regressions, but the interaction effect of WS was only significant among women. More precisely, Central-Eastern WS enhanced the likelihood of poor mental health among women in high precarious employment situations (quartiles 3 and 4). These findings suggest the interaction between contextual and individual factors in the production of mental health inequalities, both within and across countries. They also call for the incorporation of gender-sensitive welfare policies if equitable and healthy labor markets are to be achieved in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
-
Literaturhinweis
Appreciation and job control predict depressive symptoms: results from the Study on Mental Health at Work (2022)
Zitatform
Pohrt, Anne, Daniel Fodor, Hermann Burr & Friederike Kendel (2022): Appreciation and job control predict depressive symptoms: results from the Study on Mental Health at Work. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 95, H. 2, S. 377-387. DOI:10.1007/s00420-021-01735-6
Abstract
"Depressive symptoms are a leading cause of disability retirement and sick leave. The aim of this study was to assess the risk of depressive symptoms in German employees and its associations with factors from both the occupational and the non-occupational domain and gender." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
-
Literaturhinweis
Digitale Transformation – Veränderungen der Arbeit aus Sicht der Beschäftigten: Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit 2022 (2022)
Schmucker, Rolf; Holler, Markus; Sinopoli, Robert;Zitatform
Schmucker, Rolf, Robert Sinopoli & Markus Holler (2022): Digitale Transformation – Veränderungen der Arbeit aus Sicht der Beschäftigten. Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit 2022. (DGB-Index Gute Arbeit : Report ... 2022), Berlin, 23 S.
Abstract
"Die Digitale Transformation der Arbeitswelt schreitet voran. Mehr als 80 Prozent der knapp 6.700 Arbeitnehmer*innen, die sich an der Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2022 beteiligt haben, arbeiten mit digitalen Arbeitsmitteln. Neben der elektronischen Kommunikation sind softwaregesteuerte Arbeitsabläufe, digitale Assistenzsysteme und internetbasierte Projektarbeit weit verbreitet. In der Regel nutzen die Befragten bei ihrer Arbeit mehrere der genannten Technologien. Das Potential digitaler Arbeitsmittel für eine menschengerechte Gestaltung von Arbeit wird allerdings zu selten genutzt. Tatsächlich fühlen sich die Befragten durch die Digitalisierung ihrer Arbeit eher stärker belastet (40%) als entlastet (9%). Ein wachsendes Arbeitspensum, mehr Multitasking und technische Störungen sowie Bedienungsprobleme sind häufig genannte Belastungsfaktoren. Auch die Kontrolle und Überwachung der eigenen Arbeitsleistung ist durch den Einsatz der digitalen Technologien für viele Beschäftigte größer geworden (33%). Ein Kernproblem der digitalen Transformation besteht darin, dass die Beschäftigten selbst in die Veränderungsprozesse zu wenig einbezogen sind. Drei Viertel der Befragten haben keinen Einfluss darauf, wie die digitale Technik an ihrem Arbeitsplatz eingesetzt wird. Wie wichtig Beteiligung und Mitbestimmung für die Arbeitsgestaltung sind, wird in den Daten ebenfalls deutlich: Wenn Partizipation möglich ist, werden die Ergebnisse der Digitalisierung durch die Betroffenen positiver bewertet" (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Ergänzender Tabellenband -
Literaturhinweis
Arbeitsverdichtung – wissenschaftliche Erschließung eines (un)bekannten Konstrukts (2022)
Zitatform
Soucek, Roman & Amanda Sophie Voss (2022): Arbeitsverdichtung – wissenschaftliche Erschließung eines (un)bekannten Konstrukts. In: DGUV-Forum, Jg. 14, H. 7/8, S. 9-12.
Abstract
"Arbeitsverdichtung wird oft im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung und Flexibilisierung genannt und mit negativen Folgen für die Gesundheit und Leistung assoziiert. Mit dem Prozessmodell zur Arbeitsverdichtung wurde dieses Thema für Forschung und Praxis erschlossen und Instrumente zur Erfassung der Arbeitsdichte entwickelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
A job is good, but is a good job healthier?: Longitudinal analyses on the health consequences of unemployment and precarious employment in Europe (2022)
Zitatform
Tattarini, Giulia (2022): A job is good, but is a good job healthier? Longitudinal analyses on the health consequences of unemployment and precarious employment in Europe. Potsdam, 182 S. DOI:10.25932/publishup-53672
Abstract
"Among all of the negative consequences of job loss and employment precariousness, this study focuses on (maybe) the less noticeable: decreases in individual health. It is a common belief that good health merely means the absence of disease or infirmity and that, consequently, it depends only on the access and quality of health care. However, as defined by the WHO, health can be regarded as ‘a state of complete physical, mental and social wellbeing (WHO 1948) and ‘the extent to which an individual or group is able on the one hand to realize aspirations and satisfy needs; and, on the other hand, to change or cope with the environment’ (WHO 1984)1 . In this sense, health is a comprehensive concept covering different dimensions of well-being and capacities and a personal and social resource necessary for living. Therefore, besides the most ‘proximal’ factors such as the formal health care settings and the most obvious being intrinsic biological characteristics such as age, sex, and genes, health and health inequalities2 depend on a wide range of social determinants3 , including work and employment (Solar and Alec 2010; Link and Phelan 1995; Wilkinson and Marmot 2003). Health, then, is not just a medical issue but a complex social and economic phenomenon and a critical social justice concern (Sen 2002). Although there are other crucial effects of unemployment and precarious work - such as on future careers as well as on economic well-being or fertility choices (e.g. Scherer 2004; 2009; Giesecke 2009; Giesecke and Groß 2003; Modena and Sabatini 2012; Del Bono, Weber, and Winter-Ebmer 2012; Kreyenfeld 2010; for a review on the far-reaching consequences of job loss see Brand 2015) - the effects on health are arguably the most remarkable. This study aims to advance our knowledge about the health consequences that unemployment and precariousness cause over the life course. In particular, I investigate which moderating factors may offset or increase the impact of employment instability and insecurity on individual health. In doing so, I focus on other social determinants of health, namely, gender, the family, and the broader cultural and institutional context." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Sicherheit und Gesundheit in der digitalisierten Arbeitswelt: Kriterien für eine menschengerechte Gestaltung (2022)
Zitatform
Tisch, Anita & Sascha Wischniewski (Hrsg.) (2022): Sicherheit und Gesundheit in der digitalisierten Arbeitswelt. Kriterien für eine menschengerechte Gestaltung. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 338 S. DOI:10.5771/9783748927372
Abstract
"Roboter, Künstliche Intelligenz, Big Data, mobile Arbeit, Industrie 4.0 – die Arbeitswelt befindet sich im digitalen Wandel. Spürbar ist der Wandel zunächst in den von Menschen ausgeübten Tätigkeiten. Das Buch liefert Antworten auf die Frage, wie stark die Digitalisierung bereits Einzug in unterschiedliche berufliche Tätigkeiten genommen und dadurch die spezifischen Arbeitsanforderungen verändert hat. Durch interdisziplinäre Expertinnen und Experten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin werden darauf aufbauend Kriterien für eine menschengerechte und gesunde Arbeitsgestaltung in der digitalisierten Arbeitswelt vorgestellt, wie auch eine Zukunftsvision für den organisatorischen und technischen Arbeitsschutz diskutiert." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Early retirement intentions: the impact of employment biographies, work stress and health among a baby-boomer generation (2022)
Zitatform
Toczek, Lisa, Hans Bosma & Richard Peter (2022): Early retirement intentions: the impact of employment biographies, work stress and health among a baby-boomer generation. In: European Journal of Ageing, Jg. 19, H. 4, S. 1479-1491. DOI:10.1007/s10433-022-00731-0
Abstract
"In recent years, early retirement decisions have become more frequent in the European Union despite political efforts to prevent early retirement. This is a growing problem for the social security system. The study focuses on a life course approach using employment biographies and investigates the influence of work stress and health on early retirement intentions. Data of employees who were born in either 1959 or 1965 of the German cohort study on work, age, health and work participation are analysed (n = 3338). By linking survey and register data from 1993 to 2011, a sequence analysis is conducted to identify employment biographies. To analyse the relationship between the employment biographies and intended early retirement, a longitudinal path analysis is computed and includes work stress, measured through effort-reward imbalance, and self-rated health. The statistical analyses identify three adverse employment biographies, i.e. part-time work, episodes of unemployment or marginal employment. In addition, two favourable employment biographies are determined, characterised by full-time work and few episodes of unemployment. The results of the path analysis show that employment biographies with high work-related stress have early retirement intentions. Among adverse employment biographies, indirect effects of poor health on the association between work stress and early retirement intentions are found. Unexpectedly, among full-time workers, work stress is also associated with early retirement intentions with an additional mediation through health. The findings of this study highlight the importance of the life course perspective when analysing retirement decisions. In addition to health-promoting interventions in the labour market, effects of psychosocial factors should be focussed on in order to reduce early exits from the labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Work–family conflict and depressive symptoms among dual-earner couples in Germany: A dyadic and longitudinal analysis (2022)
Zitatform
Yucel, Deniz & Lea-Sophie Borgmann (2022): Work–family conflict and depressive symptoms among dual-earner couples in Germany: A dyadic and longitudinal analysis. In: Social science research, Jg. 104. DOI:10.1016/j.ssresearch.2021.102684
Abstract
"This study contributes to the existing literature by testing the longitudinal effects of both types of work–family conflict (i.e., work-to-family conflict [WTFC] and family-to-work conflict [FTWC]) on depressive symptoms, using data from three waves of the German Family Panel (pairfam) survey collected over a four-year period. Using responses from 631 married or cohabiting heterosexual couples, the analyses are estimated using dyadic data analysis and auto-regressive and cross-lagged panel models. This analytical approach tests direct causation, reverse causation, and reciprocal relationships among WTFC, FTWC and depressive symptoms. The results suggest a reciprocal relationship with significant cross-lagged actor effects between WTFC (and FTWC) and depressive symptoms. However, there were no gender differences in the cross-lagged actor effects between men and women, and no significant partner effects. These results highlight the bidirectional nature of the relationship between work–family conflict and depressive symptoms, which has several implications for research and practice." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))
-
Literaturhinweis
Reduced well-being during the COVID-19 pandemic - The role of working conditions (2022)
Zitatform
Zoch, Gundula, Ann-Christin Bächmann & Basha Vicari (2022): Reduced well-being during the COVID-19 pandemic - The role of working conditions. In: Gender, work & organization, Jg. 29, H. 6, S. 1969-1990., 2021-11-03. DOI:10.1111/gwao.12777
Abstract
"The COVID-19 pandemic has had diverse impacts on the employment conditions and family responsibilities of men and women. Thus, women and men were exposed to very different roles and associated challenges, which may have affected their well-being very differently. Using data from the National Educational Panel Study and its supplementary COVID-19 web survey for Germany (May–June 2020), we investigate gender differences in the relationship between working conditions and within-changes in subjective well-being. We systematically consider the household context by distinguishing between adults with and without younger children in the household. The results from multivariate change-score regressions reveal a decline in all respondents' life satisfaction, particularly among women with and without younger children. However, the greater reduction in women's well-being cannot be linked to systematic differences in working conditions throughout the pandemic. Kitagawa–Oaxaca–Blinder counterfactual decompositions confirm this conclusion. Further analyses suggest that women's caregiving role, societal concerns, and greater loneliness partly explain the remaining gender differences in altered satisfaction. From a general perspective, our results suggest important gender differences in social life and psychological distress at the beginning of the pandemic, which are likely to become more pronounced as the crisis has unfolded." (Author's abstract, © John Wiley & Sons, Inc.) ((en))
-
Literaturhinweis
Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: Berichtsjahr 2021: Unfallverhütungsbericht Arbeit (2022)
Zitatform
(2022): Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: Berichtsjahr 2021. Unfallverhütungsbericht Arbeit. (baua: Bericht), Dortmund, 361 S. DOI:10.21934/baua:bericht20220718
Abstract
"In jedem vierten Jahr ist der Bericht zum Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in umfassender Form vorzulegen - so auch im Berichtsjahr 2021. Neben den jährlich enthaltenen Daten zu Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, Arbeitsbedingungen, Arbeitsunfähigkeit, Renten usw. bietet der vorliegende Bericht damit einen breiten Überblick über ausgewählte Entwicklungen, Aktivitäten und Forschungsprojekte im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle liegt im Berichtsjahr 2021 mit 865.609 etwa 5 % über dem Vorjahr, aber noch deutlich unter der Zeit vor der Pandemie (2019: 937.456). Entsprechend liegt auch die Unfallquote je 1.000 Versicherte für das Berichtsjahr 2021 mit 20,6 zwischen 2020 (19,4) und 2019 (21,9). Die tödlichen Arbeitsunfälle hingegen liegen mit 628 Todesfällen auf dem Niveau von 2019 (626). 2020 lag diese Zahl mit 508 deutlich darunter. Allerdings ist anzumerken, dass im Jahr 2021 91 tödliche Unfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 zu verzeichnen sind. Auch für die hohe Zahl der Unfälle 2019 gibt es eine Erklärung: Nach Abschluss eines Strafverfahrens wurden 84 "Altfälle" aus den Jahren 2000 bis 2005 mitgezählt. Die Zahl der meldepflichtigen Wegunfälle liegt mit 173.039 zwischen den beiden Vorjahren (2020: 154.817; 2019: 188.827). Die tödlichen Wegeunfälle hingegen sind aber weiter gesunken. Nach 242 Todesfällen im Vorjahr verunglückten im Jahr 2021 234 Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder zurück - und damit weiter deutlich weniger als noch 2019 (312). Das Berufskrankheitengeschehen ist nach wie vor deutlich von der SARS-CoV-2-Pandemie geprägt. So haben sich die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit verdoppelt und liegen mit 232.206 deutlich über 2020 (111.055) und über 2019 (84.853). Schaut man auf die Entwicklungen bei den Infektionskrankheiten (BK-Nr. 3101) in diesen drei Jahren, wird schnell deutlich, dass diese ursächlich für die Zuwächse sind (2021: 153.755; 2020: 33.595; 2019: 1.898). Ähnlich zeigt sich das für anerkannte Berufskrankheiten, die insgesamt von 20.422 über 39.551 auf 126.213 angestiegen sind. Auch hier sind die Anstiege weitestgehend auf die Infektionskrankheiten (BK-Nr. 3101) zurückzuführen (2021: 102.322; 2020: 18.959; 2019 782). Wie in den Vorjahren gehen nahezu zwei Drittel der 2.559 Todesfälle Berufserkrankter mit Tod infolge der Berufskrankheit auf asbestbedingte Erkrankungen (1.652; 65 %) zurück." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Psychische Belastungen in der Arbeitswelt: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE(Drucksache 20/3374) (2022)
Zitatform
(2022): Psychische Belastungen in der Arbeitswelt. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE(Drucksache 20/3374). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/3671 (26.09.2022)), 30 S.
Abstract
Mit der Kleinen Anfrage sollen der aktuelle Stand psychischer Belastungen in der Arbeitswelt und die diesbezüglichen Vorhaben der Bundesregierung erfragt werden. Die Fragen betreffen Arbeitsunfähigkeitstage und Ausfallzeiten aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen, differenziert nach Altersgruppen und Wirtschaftszweigen, Rentenzugänge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit nach psychischen und Verhaltensstörungen, Schätzungen der volkswirtschaftlichen Kosten im Sinne des Produktionsausfalls durch Arbeitsunfähigkeit. Auf Befragungen basierende Daten liefern Aussagen zur Häufigkeit der psychische Belastungen durch (a) Termin- oder Leistungsdruck, (b) verschiedene Arbeiten gleichzeitig betreuen zu müssen, (c) häufig bei der Arbeit gestört, unterbrochen zu werden, (d) Arbeiten an der Grenze der Leistungsfähigkeit, (e) Unterforderung (hinsichtlich fachlicher Kenntnisse und Arbeitsmenge), (f) monotones Arbeiten. Dargestellt wird weiterhin die Anzahl der Beschäftigten, die häufig Einfluss auf die Arbeitsmenge haben, die häufig selbst entscheiden, wann Pause gemacht wird, häufig eigene Arbeit selbst planen und einteilen, häufig Hilfe und Unterstützung von Kollegen/-innen oder von ihrem/ihrer direkten Vorgesetzten erhalten. Weitere Themen sind überlange Arbeitszeiten (mehr als 48 Wochenstunden) nach Wirtschaftszweigen (2015-2021) und Auswirkungen der Corona-Pandemie. (IAB)
-
Literaturhinweis
SARS-CoV-2-Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen in deutschen Betrieben: Ergebnisse einer Befragung von Arbeitsschutzexpertinnen und -experten (2021)
Adolph, Lars; Eickholt, Clarissa; Tausch, Alina; Trimpop, Rüdiger;Zitatform
Adolph, Lars, Clarissa Eickholt, Alina Tausch & Rüdiger Trimpop (2021): SARS-CoV-2-Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen in deutschen Betrieben: Ergebnisse einer Befragung von Arbeitsschutzexpertinnen und -experten. (baua: Fokus), Dortmund, 11 S. DOI:10.21934/baua:fokus20210205
Abstract
"Die Corona-Pandemie hat seit März 2020 erheblichen Einfluss auf das gesellschaftliche Leben und betrifft die gesamte Arbeitswelt. Im April 2020 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard veröffentlicht. Damit wurde ein branchenübergreifender und bundeseinheitlicher Mindeststandard für den betrieblichen Arbeitsschutz in Zeiten der Pandemie für alle Unternehmen und Beschäftigten geschaffen. Er wird durch die am 20. August 2020 in Kraft getretene SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel konkretisiert. In der Arbeitsschutzregel werden die Maßnahmenansätze aus dem Standard mit konkreteren Schutzmaßnahmen untersetzt. Sie erläutert zentrale Begriffe des Infektionsschutzes für den Arbeitsschutz und präzisiert die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung in der aktuellen pandemischen Lage. Des Weiteren sind für die Beschäftigten und Unternehmen Verordnungen, Vorschriften und Empfehlungen von Seiten der Länder, der Unfallversicherungsträger und der Behörden vor Ort relevant. Im Rahmen des dieser Veröffentlichung zugrundeliegenden Forschungsprojekts wurde eine erste Evaluation der Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen in deutschen Betriebe vorgenommen. Die hier dargestellten ausgewählten Projektergebnisse sollen dazu dienen, den Umgang der Betriebe mit den Corona-Arbeitsschutzstandards einzuschätzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Willingness to Pay for Workplace Safety (2021)
Zitatform
Anelli, Massimo & Felix Koenig (2021): Willingness to Pay for Workplace Safety. (CESifo working paper 9469), München, 59 S.
Abstract
"This paper develops a revealed-preference approach that uses budget constrain discontinuities to price workplace safety. We track hourly workers who face the decision of how many hours to work at varying levels of Covid-19 risk and leverage state-specific discontinuities in unemployment insurance eligibility criteria to identify the labor supply behavior. Results show large baseline responses at the threshold and increasing responses for higher health risks. The observed behavior implies that workers are willing to accept 34% lower incomes to reduce the fatality rate by one standard deviation, or 1% of income for a one in a million chance of dying." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Worker Stress and Performance Pay: German Survey Evidence (2021)
Zitatform
Baktash, Mehrzad B., John S. Heywood & Uwe Jirjahn (2021): Worker Stress and Performance Pay: German Survey Evidence. (GLO discussion paper / Global Labor Organization 1000), Essen, 38 S.
Abstract
"While performance pay can benefit firms and workers by increasing productivity and wages, it has also been associated with a deterioration of worker health. The transmission mechanisms for this deterioration remain in doubt. We examine the hypothesis that increased stress is one transmission mechanism. Using unique survey data from the German Socio-Economic Panel, we find performance pay consistently and importantly associates with greater stress even controlling for a long list of economic, social and personality characteristics. It also holds in instrumental variable estimations accounting for the potential endogeneity of performance pay. Moreover, we show that risk tolerance moderates the relationship between performance pay and stress. The risk tolerant receiving performance pay suffer less stress than the risk averse." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working conditions and sustainable work: An analysis using the job quality framework (2021)
Biletta, Isabella; Cabrita, Jorge; Parent-Thirion, Agnès; Gerstenberger, Barbara; Eiffe, Franz; Vargas, Oscar; Weber, Tina;Zitatform
Biletta, Isabella, Jorge Cabrita, Franz Eiffe, Barbara Gerstenberger, Agnès Parent-Thirion, Oscar Vargas & Tina Weber (2021): Working conditions and sustainable work. An analysis using the job quality framework. (Eurofound flagship report), Dublin, 72 S. DOI:10.2806/938302
Abstract
"This flagship report summarises the key findings of Eurofound’s research on working conditions conducted over the programming period 2017–2020. It maps the progress achieved since 2000 in improving working conditions and examines whether all workers have benefited equally from positive change. It highlights which groups are the most at risk of experiencing poor working conditions and being left behind. Given the changes in the world of work, emerging challenges for good job quality are identified. The report also provides evidence for measures that could lead to the further improvement of work and the achievement of fair working conditions for all in the EU. The analysis shows that, overall, job quality in the EU is improving, if slowly. Not all workers are benefiting to the same extent, however. Furthermore, gender, age and contractual status have a significant bearing on a person’s working conditions. And while digitalisation helps to address some job quality issues, it also creates new challenges. The COVID-19 pandemic has exacerbated trends, reinforcing concerns and highlighting the importance of achieving job quality for all." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitssituation und Belastungsempfinden im Kontext der Corona-Pandemie: Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von abhängig Beschäftigten im Februar 2021 : Expertise (2021)
Zitatform
Bonin, Holger, Annabelle Krause-Pilatus & Ulf Rinne (2021): Arbeitssituation und Belastungsempfinden im Kontext der Corona-Pandemie. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von abhängig Beschäftigten im Februar 2021 : Expertise. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht 570), Berlin, 36 S.
Abstract
"Eine der Auswirkungen der Corona-Pandemie ist, dass sich die Arbeitssituation für viele Beschäftigte spürbar verändert hat. Diesbezügliche Veränderungen sind für die Zeit der ersten Welle im Pandemieverlauf gut dokumentiert, da in der Anfangsphase der Gesundheitskrise wissenschaftlich fundierte Erhebungen kurzfristig angestoßen und umgesetzt wurden. Allerdings sind im Laufe des Jahres 2020 diese Initiativen meist nicht systematisch fortgeführt oder eingestellt worden, sodass über die Entwicklung der Arbeitsbedingungen im Verlauf der laufenden zweiten Pandemiewelle kaum belastbare Daten vorliegen. Vor diesem Hintergrund ermittelt diese Expertise ein aktuelles Lagebild der Arbeitssituation der abhängig Beschäftigten im Februar 2021. Hierfür wurden repräsentative Primärdaten im Querschnitt erhoben und ausgewertet. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Verbreitung von Homeoffice, die Veränderungen der Arbeitssituation durch die Ende Januar 2021 in Kraft getretene Corona-Arbeitsschutzverordnung, das von den Beschäftigten empfundene Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz sowie ihr allgemeines Belastungsempfinden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitssituation und Belastungsempfinden im Kontext der Corona-Pandemie im Juni 2021: Kurzexpertise im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (2021)
Zitatform
Bonin, Holger & Ulf Rinne (2021): Arbeitssituation und Belastungsempfinden im Kontext der Corona-Pandemie im Juni 2021. Kurzexpertise im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. (IZA research report 120 570/6), Bonn, 53 S.
Abstract
"Diese Expertise ermittelt ein aktuelles repräsentatives Lagebild zur Arbeitssituation der abhängig Beschäftigten in Deutschland unter den Bedingungen der Corona-Pandemie im Juni 2021. Die aktuelle Untersuchung führt vergleichbare Querschnittserhebungen zur Arbeitssituation fort, die Mitte Februar, Mitte März, im Zeitraum von Ende März bis Anfang April, Mitte April sowie Mitte Mai durchgeführt wurden. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Verbreitung von Homeoffice, der Fortschritt der Corona-Schutzimpfungen bei den Beschäftigten, die Verbreitung von Corona-Tests und deren Nutzung, Arbeitsschutzmaßnahmen und deren weitere Perspektiven, das von den Beschäftigten empfundene Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz sowie ihr allgemeines Belastungsempfinden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Public Sector Jobs: Working in the Public Sector in Europe and the US (2021)
Zitatform
Checchi, Daniele, Alessandra Fenizia & Claudio Lucifora (2021): Public Sector Jobs: Working in the Public Sector in Europe and the US. (IZA discussion paper 14514), Bonn, 38 S.
Abstract
"This paper reviews recent theoretical and empirical work on public employment management and presents novel stylized facts on public sector jobs. In the first part, we examine the evolution of managerial practices in the public sector and discuss the contractual arrangement of public sector workers and the labor market institutions that are prevalent in this setting. We argue that, for public sector employees, standard incentive schemes have a low power and are generally less effective than in the private sector. In the second part, we use two international surveys (6th European Working Conditions Survey, covering 28 European countries, and 2nd American Working Conditions Survey for the United States) to investigate selection into public sector employment, public-private pay differentials, and differences in working conditions in Europe and the US. While in Europe the public-private earning gap is positive for low-skilled workers and turns negative for skilled individuals, the gap is negative and relatively flat over the skill distribution in the US. We also document a positive public-private earnings differential in healthcare and education services in Europe, and a negative differential, though not statistically significant, in the US. We find that, in the US, two out of three public sector employees are exposed to some performance-related pay scheme, while in Europe is less than one in four. We do not find evidence that the public sector ensures a fairer work environment, as instances of harassment, discrimination, and obnoxious behavior are widespread." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Schichtarbeit und Vereinbarkeit: Auswirkungen zeit- und arbeitsbedingter Belastungen für das Privatleben (2021)
Dohme, Ann-Kathrin;Zitatform
Dohme, Ann-Kathrin (2021): Schichtarbeit und Vereinbarkeit. Auswirkungen zeit- und arbeitsbedingter Belastungen für das Privatleben. (AutoUni – Schriftenreihe 158), Wiesbaden: Imprint: Springer VS, XXIX, 271 S. DOI:10.1007/978-3-658-35677-4
Abstract
"In Gesellschaften existieren zeitliche Rhythmen der Ruhe und Aktivität. Schichtarbeitende stehen aufgrund ihrer Arbeitszeiten in einem interessanten Verhältnis zu diesen Zeitrhythmen. Hinzu kommen aus der oftmals damit verbundenen Produktionsarbeit körperliche Belastungen. Im Rahmen dieser Analyse werden Fragebögen von Schichtarbeitenden eines Automobilunternehmens zum Thema Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben ausgewertet und einige ergänzende Interviews geführt. Während in der theoretischen Herleitung der Fokus vor allem auf die Arbeitszeiten und insbesondere ihre Lage und Variabilität gelegt wird, zeigt sich im empirischen Teil besonders die hohe Bedeutung der Arbeitsbelastung für die Vereinbarkeit der Lebensbereiche. Die Autorin Ann-Kathrin Dohme arbeitet für einen Automobilkonzern im Bereich Konzern HR Innovation und soziale Nachhaltigkeit. Ihr Themenschwerpunkt ist der Wandel der Arbeit im Büro und in der Fabrik. ." (Verlagsangaben)
-
Literaturhinweis
Women and men in leadership positions: health and work-related attitudes and their associations with work-related stressors, private stressors, and privacy-work conflict (2021)
Zitatform
Galliker, Sibylle, Denise Nyffenegger, Norbert K. Semmer & Achim Elfering (2021): Women and men in leadership positions: health and work-related attitudes and their associations with work-related stressors, private stressors, and privacy-work conflict. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 75, H. 1, S. 29-45. DOI:10.1007/s41449-020-00203-0
Abstract
"Die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ist für Führungskräfte schwierig. Eine repräsentative Stichprobe von 1070 Schweizer Führungskräften wurde zu Arbeitsstressoren (AS), privaten Stressoren (PS) und Arbeitsressourcen befragt. Einzelskalen wurden zu Indices zusammengefasst. Frauen berichteten höhere PS (Hedges' g = -0.66) und etwas niedrigere AS (g = 0.16). Höhere AS, nicht aber höhere PS sagten eine geringere affektive Bindung ans Unternehmen, geringere Arbeitszufriedenheit und grössere Fluktuationsabsicht vorher. AS und PS hingen mit stärkerer emotionaler Erschöpfung, schlechterem Gesundheitszustand und stärkeren psychosomatischen Beschwerden zusammen. Die Varianzaufklärung war jeweils grösser für AS als für PS. Die Arbeitsressourcen sagten sowohl Arbeitseinstellungen als auch Gesundheitsindikatoren vorher. Eine Zweifachinteraktion zeigte einen stärkeren Zusammenhang zwischen PS und emotionaler Erschöpfung bei Männern als bei Frauen; es zeigten sich keine Dreifachinteraktionen zwischen AS, PS und Geschlecht. Der Konflikt zwischen Privatleben und Arbeit (PWC) wurde als Mediator des Zusammenhangs zwischen PS und Arbeitszufriedenheit, emotionaler Erschöpfung, psychosomatischen Beschwerden und Gesundheitsstatus bestätigt. Entgegen der Erwartung war der Pfad zwischen PS und PWC bei Männern stärker als bei Frauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gratifikationskrisen, Arbeitsfähigkeit und Wunsch nach beruflichen Veränderungen: eine Querschnittsstudie bei Pflegepersonen (2021)
Gräske, Johannes ; Urban, Svenja; Boguth, Katja; Koppe, Louise; Neumann, Fränze; Forbrig, Theresa A. ;Zitatform
Gräske, Johannes, Theresa A. Forbrig, Louise Koppe, Svenja Urban, Fränze Neumann & Katja Boguth (2021): Gratifikationskrisen, Arbeitsfähigkeit und Wunsch nach beruflichen Veränderungen. Eine Querschnittsstudie bei Pflegepersonen. In: Das Gesundheitswesen, Jg. 85, H. 5, S. 419-426. DOI:10.1055/a-1706-0629
Abstract
"Seit der Sars-Cov-2 Pandemie haben sich die Arbeitsbedingungen beruflich Pflegender verschärft. Dies führt zu einem erhöhten Wunsch, den Beruf zu verlassen. Da Ausstiegsgedanken von Faktoren wie Arbeitsfähigkeit und dem Verhältnis von Aufwand und Belohnung beeinflusst werden, soll beides erhoben und in Bezug zum Wunsch des Berufsausstieges untersucht werden. In einer standardisierten, onlinebasierten Querschnittsstudie wurden Pflegende aus allen Bereichen zu ihrer Arbeitsfähigkeit (Work-Ability-Index: WAI), dem Verhältnis von Aufwand und Belohnung (Effort-Reward-Imbalance: ERI-Ratio) sowie dem Wunsch den Beruf zu verlassen bzw. den*die Arbeitgeber*in zu wechseln, befragt. Insgesamt konnten Fragebögen von 2.689 Pflegenden (durchschnittlich 41,3 Jahre alt, 75,1% weiblich) ausgewertet werden. Der WAI indiziert eine durchschnittlich gute Arbeitsfähigkeit (37,9 (6,7)). Pflegende erbringen mehr Aufwand als sie Belohnung erfahren (ERI-Ratio 1,7 (0,5)). 38,3% der Pflegenden denken mehrmals monatlich oder häufiger daran, den Beruf zu verlassen bzw. 30,6% daran, den Arbeitgeber zu wechseln. Prädiktoren sind WAI (OR 0,881, 95%-CI 0,866; 0,897 bzw. 0,923, 95%-CI 0,908; 0,938) und ERI-Ratio (OR 4,076, 95%-CI 3,224; 5,149 bzw. 4,203, 95%-CI 3,312; 5,334). Der Einfluss der Arbeitsfähigkeit und insbesondere der Wahrnehmung von beruflichem Aufwand und erhaltener Belohnung zeigt sich als einflussnehmend auf den Gedanken an den Berufsausstieg. Dass dem ERI dabei eine besondere Bedeutung zukommt, zeigen die vorliegenden Ergebnisse. Entsprechend gilt es zu ergründen, welche Belohnungsfaktoren sich günstig auf den Berufsverbleib auswirken. Der überdurchschnittliche Anteil an Pflegenden mit einem akademischen Abschluss kann die Ergebnisse beeinflusst haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The effect of paid vacation on health: evidence from Sweden (2021)
Zitatform
Hofmarcher, Thomas (2021): The effect of paid vacation on health: evidence from Sweden. In: Journal of Population Economics, Jg. 34, H. 3, S. 929-967. DOI:10.1007/s00148-020-00789-z
Abstract
"This study estimates the causal effect of paid vacation on health. Using register data on the universe of central government employees in Sweden, I exploit an age-based rule stipulated in the collective agreement covering these employees. I achieve identification by combining a regression discontinuity with a difference-in-differences design to control for time-invariant differences between consecutive birth cohorts and isolate the true effect at two separate discontinuities at ages 30 and 40. The main results indicate that an increase of three paid vacation days at age 30 and four days at age 40 do not cause significant changes in health, as proxied by visits to specialized outpatient care, inpatient admissions, and long-term sick leaves. These findings challenge the anecdotal view of additional paid vacation days as an adequate means to improve workers' health." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
-
Literaturhinweis
DGB-Index Gute Arbeit: Report 2021 : Unter erschwerten Bedingungen - Corona und die Arbeitswelt: Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit 2021 (2021)
Holler, Markus; Schmucker, Rolf; Sinopoli, Robert;Zitatform
(2021): DGB-Index Gute Arbeit: Report 2021 : Unter erschwerten Bedingungen - Corona und die Arbeitswelt. Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit 2021. (DGB-Index Gute Arbeit : Report ... 2021), Berlin, 23 S.
Abstract
"Von Januar bis Juni 2021 wurden 6.407 zufällig ausgewählte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit dem DGB-Index Gute Arbeit befragt. Schwerpunktthema waren die Veränderungen der Arbeit im Kontext der Corona-Pandemie. Der Befragungszeitraum war von hohen Infektionszahlen (2. und 3. "Corona-Welle") und verschärften Maßnahmen des Infektionsschutzes (z.B. "Homeoffice-Pflicht") gekennzeichnet. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich trotz der betrieblichen Maßnahmen viele Beschäftigte Sorge um eine Ansteckung bei der Arbeit machten. Jede*r Vierte fühlte sich im Betrieb gar nicht oder nur in geringem Maß geschützt. Bei Beschäftigten, die mit anderen Menschen arbeiten (Interaktionsarbeit), waren die Sorgen noch ausgeprägter. Unter den Erzieher*innen fühlten sich knapp 60 Prozent bei der Arbeit schlecht vor einer Ansteckung geschützt. Wenn eine Gefährdungsbeurteilung zum Infektionsrisiko durchgeführt wurde, bewerteten die Beschäftigten ihre Situation deutlich besser. Während der Pandemie wurden verstärkt digitale Arbeitsmittel eingesetzt. Knapp die Hälfte der Befragten arbeitete mit neuer Software, ein Viertel mit neuer Hardware. Diese wurde u.a. zur Reduzierung von persönlichen Kontakten genutzt. Etwa 60 Prozent der Befragten hatten bei ihrer Arbeit persönliche durch digitale Kommunikation ersetzt. Ein Drittel davon nahmen diese Veränderung als zusätzliche Belastung wahr. Nur eine Minderheit fühlte sich durch die Verwendung digitaler Arbeitsmittel entlastet. Der Homeoffice-Anteil war im Befragungszeitraum sehr hoch. Knapp ein Drittel der Befragten arbeitete (sehr) häufig von zu Hause aus. Auch bei der Bewertung des Homeoffice wurde von den Betroffenen häufiger einer Mehrbelastung als eine Entlastung genannt. Die Belastung war besonders stark ausgeprägt, wenn Kinder zu betreuen waren, die Wohnung für die Arbeit ungeeignet war oder ohne ausreichende Schulung und Unterstützung mit neuen digitalen Arbeitsmitteln gearbeitet wurde. Insgesamt wird auch in der Pandemie eine große Ungleichheit zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen deutlich. In Abhängigkeit von beruflicher Tätigkeit und Qualifikationsniveau unterscheiden sich die Auswirkungen der Pandemie stark. Die Möglichkeiten, Arbeit im Homeoffice zu erledigen oder persönliche Kontakte durch digitale zu ersetzen, war vor allem in Bereichen mit höheren Qualifikationsanforderungen gegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Keine Angst vor der Digitalisierung! Zum Stand digitalisierter Arbeitsanforderungen in verschiedenen Industriebranchen und Tätigkeitsfeldern sowie Zusammenhänge zwischen Belastung, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen in Deutschland (2021)
Härtwig, Christian; Sapronova, Anna;Zitatform
Härtwig, Christian & Anna Sapronova (2021): Keine Angst vor der Digitalisierung! Zum Stand digitalisierter Arbeitsanforderungen in verschiedenen Industriebranchen und Tätigkeitsfeldern sowie Zusammenhänge zwischen Belastung, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen in Deutschland. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 75, H. 1, S. 58-73. DOI:10.1007/s41449-020-00205-y
Abstract
"Ziel der Studie war es, den Stand der Digitalisierung in zwölf Industriebranchen in Deutschland zu untersuchen. In der Fragebogen-Erhebung unter 14.007 Beschäftigten zeigte sich, dass die Digitalisierung oft noch am Anfang steht und primär durch den Einsatz von IKT-Systemen geprägt ist. Unterschiede zwischen acht verschiedenen Blue- und White-Collar-Tätigkeitsfeldern fallen statistisch bedeutsamer aus als zwischen einzelnen Branchen in Hinblick auf die Nutzung digitaler Arbeitsmittel, Arbeitsanforderungen und Ressourcen. Überraschenderweise zeigt sich eine hohe Bereitschaft und Zuversicht der Beschäftigten, die Veränderungen der Digitalisierung zu bewältigen; Befürchtungen und Unsicherheiten spielen in der Breite der Belegschaften eine eher untergeordnete Rolle. Anhand eines Strukturgleichungsmodells werden Wirkzusammenhänge zwischen allgemeinen sowie digitalisierungsspezifischen Arbeitsanforderungen und Ressourcen, Aspekten der beruflich-sozialen Entkopplung und psychischen Beanspruchungsfolgen deutlich. Mögliche Ergänzungen theoretischer Modelle werden diskutiert sowie Anregungen für Forschung und betriebliche Praxis skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berufliche Belastungen, psychische Beanspruchung und Gesundheitskompetenz bei Pflegekräften in der ambulanten Altenpflege: Eine quantitative Online-Befragung in ausgewählten bayerischen Großstädten (2021)
Zitatform
Janson, Patrick & Katharina Rathmann (2021): Berufliche Belastungen, psychische Beanspruchung und Gesundheitskompetenz bei Pflegekräften in der ambulanten Altenpflege: Eine quantitative Online-Befragung in ausgewählten bayerischen Großstädten. In: Prävention und Gesundheitsförderung, Jg. 22, H. 2, S. 103-120. DOI:10.1007/s11553-020-00826-5
Abstract
"In ihrer täglichen Arbeit sind Altenpflegekräfte einer Vielzahl von Belastungsfaktoren ausgesetzt. Gesundheitskompetenz (GK) kann hierbei als protektiver Faktor aufgefasst werden. Ziele der Befragung sind berufliche Belastungen, psychische Beanspruchung und GK von ambulanten Pflegekräften zu erfassen. Darüber hinaus werden die Zusammenhänge zwischen beruflichen Belastungen und häufigen Gedanken an einen Berufswechsel sowie zwischen der GK und häufigen Gedanken an einen Berufswechsel analysiert. Berufliche Belastungen und psychische Beanspruchung wurden mit dem Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ) und die GK mit der Kurzform des European Health Literacy Questionnaire (HLS-EU-Q16) im Rahmen einer Online-Befragung in sieben bayerischen Großstädten erfasst. Neben uni- und bivariaten Auswertungen wurden auch multivariate statistische Analysen durchgeführt. Die Reduktion von beruflichen Belastungen und die Förderung der GK kann eine wirksame Maßnahme darstellen, um Gedanken an einen Berufswechsel zu reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag )
-
Literaturhinweis
Digitaler Stress im Arbeitsleben und das Auftreten von Burnout: Vorstellung eines Forschungsmodells und eines zugehörigen Erhebungsinstrumentes (2021)
Komorowski, Tim;Zitatform
Komorowski, Tim (2021): Digitaler Stress im Arbeitsleben und das Auftreten von Burnout. Vorstellung eines Forschungsmodells und eines zugehörigen Erhebungsinstrumentes. (BIBB discussion paper), Bonn, 32 S.
Abstract
"Im Zuge der Digitalisierung vollzieht sich eine zunehmende Durchdringung von betrieblichen Arbeitsprozessen mit Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT; Information and Communication Technologies). Obwohl die Digitalisierung verschiedenste Vorteile mit sich bringt, ist der Einsatz von Digitalen Technologien für Erwerbstätige oftmals auch mit psychischem Stress verbunden. Aufbauend auf einem systematischen Review von empirischen Untersuchungen zum Thema Technostress, Persönlichkeit und den Folgen von Technostress (Im Druck; Komorowski & Vieten, 2021) wird in diesem BIBB Discussion Paper ein Forschungskonzept zur empirischen Untersuchung des Zusammenhangs von Digitalem Stress und Burnout vorgestellt. Dieses Konzept umfasst (1) ein empirisch prüfbares Forschungsmodell (2) ein Erhebungsinstrument sowie dessen Implementierung als Online-Fragebogen und (3) ein Vorgehen zur Erhebung von Befragungsdaten über eine internetgestützte Erwerbsarbeitsplattform (Cloud-Working-Plattform). Im Rahmen des vorgestellten Forschungsmodells wird angenommen, dass der Zusammenhang von Digitalem Stress und Burnout sowohl durch Faktoren auf der individuellen als auch auf der interpersonellen Ebene moderiert wird. Die verwendeten Konzepte und theoretischen Modelle stammen größtenteils aus der Arbeits- und Organisationspsychologie sowie der psychologischen Stressforschung. Das vorgestellte Befragungsinstrument greift auf bestehende psychometrisch abgesicherte Verfahren und Konzepte zurück und umfasst darüber hinaus auch neukonzipierte Items. Unter Verwendung der Software LimeSurvey wurde das Befragungsinstrument als Online-Fragebogen implementiert und steht in seiner finalisierten Form zum Einsatz bereit. Zur Rekrutierung von Erwerbstätigen für Online-Befragungen wird auf die Möglichkeiten des Einsatzes von Erwerbsarbeitsplattformen eingegangen und abschließend ein Resümee gezogen." (BIBB-Autorenreferat)" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
New Work: Die Effekte von Leader-Member Exchange auf psychologisches Empowerment, extraproduktives Verhalten und Fluktuationsabsicht der Mitarbeitenden (2021)
Zitatform
Lorra, Jana & Hannah Möltner (2021): New Work: Die Effekte von Leader-Member Exchange auf psychologisches Empowerment, extraproduktives Verhalten und Fluktuationsabsicht der Mitarbeitenden. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 75, H. 3, S. 322-336. DOI:10.1007/s41449-020-00238-3
Abstract
"New Work ist aktuell fraglos ein Trendthema, wobei darunter je nach Façon jedoch unterschiedlichste neue Formen der Arbeitsgestaltung verstanden werden. Trotz der Unterschiedlichkeit steht die Demokratisierung von Unternehmen und die Ermächtigung der darin arbeitenden Menschen im Fokus von New Work. Der vorliegende Beitrag stellt daher Bezüge zwischen New Work und der Literatur zum psychologischen Empowerment her. Letzteres beschreibt einen Zustand, in dem Mitarbeitende Macht und Selbstbestimmung erleben. Dafür ist die Beziehung zwischen Führung und Mitarbeitenden besonders relevant, da die neuen Arbeitsformen darauf abzielen Hierarchien abzubauen. Anhand einer quantitativen Erhebung (N = 150) an zwei Erhebungszeitpunkten wird untersucht, ob der Zusammenhang zwischen Leader-Member Exchange (LMX) und Organizational Citizenship Behavior (OCB) bzw. der Fluktuationsabsicht über psychologisches Empowerment mediiert wird. Die Ergebnisse des Strukturgleichungsmodells stützen die angenommen indirekten Zusammenhänge zwischen LMX und OCB als auch zwischen LMX und Fluktuationsabsicht, vermittelt jeweils durch das psychologische Empowerment. Der direkte Effekt zwischen LMX und OCB und zwischen LMX und Fluktuationsabsicht erreichte keine statistische Signifikanz. Somit mediiert psychologisches Empowerment die beiden Zusammenhänge vollständig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
How self-perceived job insecurity affects health: Evidence from an age-differentiated mediation analysis (2021)
Lübke, Christiane;Zitatform
Lübke, Christiane (2021): How self-perceived job insecurity affects health: Evidence from an age-differentiated mediation analysis. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 42, H. 4, S. 1105-1122. DOI:10.1177/0143831X19846333
Abstract
"While the detrimental health effects of self-perceived job insecurity are well documented, less is known about the mechanisms through which insecurity affects health. In this article, potential explanations for this relationship are examined separately for three age groups (18 - 35, 36 - 50, and 51 - 65). Mediation analyses based on the German Socio-economic Panel show an 'immediate shock effect' that occurs when a person becomes worried, as well as a 'prolonged stress effect' that sets in when job loss worries persist over a longer period. Second, the results reveal that for middle-aged workers, both effects of self-perceived job insecurity are largely explained by the following factors: perceived financial problems, feelings of stress, exhaustion, and anxiety, a perceived lack of control, and family dissatisfaction. Yet it appears that these factors do not fully explain the detrimental health effects of job insecurity among younger or older workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
The impact of automation and artificial intelligence on worker well-being (2021)
Zitatform
Nazareno, Luísa & Daniel S. Schiff (2021): The impact of automation and artificial intelligence on worker well-being. In: Technology in Society, Jg. 67. DOI:10.1016/j.techsoc.2021.101679
Abstract
"Discourse surrounding the future of work often treats technological substitution of workers as a cause for concern, but complementarity as a good. However, while automation and artificial intelligence may improve productivity or wages for those who remain employed, they may also have mixed or negative impacts on worker well-being. This study considers five hypothetical channels through which automation may impact worker well-being: influencing worker freedom, sense of meaning, cognitive load, external monitoring, and insecurity. We apply a measure of automation risk to a set of 402 occupations to assess whether automation predicts impacts on worker well-being along the dimensions of job satisfaction, stress, health, and insecurity. Findings based on a 2002–2018 dataset from the General Social Survey reveal that workers facing automation risk appear to experience less stress, but also worse health, and minimal or negative impacts on job satisfaction. These impacts are more concentrated on workers facing the highest levels of automation risk. This article encourages new research directions by revealing important heterogeneous effects of technological complementarity. We recommend that firms, policymakers, and researchers not conceive of technological complementarity as a uniform good, and instead direct more attention to mixed well-being impacts of automation and artificial intelligence on workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Being Your Own Boss and Bossing Others: The Moderating Effect of Managing Others on Work Meaning and Autonomy for the Self-Employed and Employees (2021)
Zitatform
Nikolova, Milena, Boris Nikolaev & Christopher Boudreaux (2021): Being Your Own Boss and Bossing Others. The Moderating Effect of Managing Others on Work Meaning and Autonomy for the Self-Employed and Employees. (IZA discussion paper 14909), Bonn, 37 S.
Abstract
"We examine the moderating role of being a supervisor for meaning and autonomy of self-employed and employed workers. We rely on regression analysis applied after entropy balancing based on a nationally representative dataset of over 80,000 individuals in 30 European countries for 2005, 2010, and 2015. We find that being a self-employed supervisor is correlated with more work meaningfulness and autonomy compared with being a salaried supervisor working for an employer. Wage supervisors and self-employed supervisors experience similar stress levels and have similar earnings, though self- employed supervisors work longer hours. Moreover, solo entrepreneurs experience slightly less work meaningfulness, but more autonomy compared with self-employed supervisors. This may be explained by the fact that solo entrepreneurs earn less but have less stress and shorter working hours than self- employed supervisors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working conditions in essential occupations and the role of migrants (2021)
Zitatform
Nivorozhkin, Anton & Friedrich Poeschel (2021): Working conditions in essential occupations and the role of migrants. (EUI working paper RSCAS 2021,40), Florenz, 20 S.
Abstract
"Following a national lockdown in response to the Covid-19 pandemic, state governments in Germany published lists of “essential” occupations that were considered necessary to maintain basic services such as health care, social care, food production and transport. Against this background, this paper examines working conditions and identifies clusters of similar jobs in these essential occupations. Differences across clusters are highlighted using detailed data on job characteristics, including tasks, educational requirements and working conditions. Two clusters with favourable or average working conditions account for more than three-quarters of jobs in essential occupations. Another two clusters, comprising 20% of jobs in essential occupations, are associated with unfavourable working conditions such as low pay, job insecurity, poor prospects for advancement and low autonomy. These latter clusters exhibit high shares of migrants. Further evidence suggests that this pattern is linked to educational requirements and how recent migrants evaluate job characteristics. It is argued that poor working conditions could affect the resilience of basic services during crises, notably by causing high turnover. Policies towards essential occupations should therefore pay close attention to working conditions, the role of migrant labour and their long-term implications for resilience." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Global, regional, and national burdens of ischemic heart disease and stroke attributable to exposure to long working hours for 194 countries, 2000-2016: A systematic analysis from the WHO/ILO Joint Estimates of the Work-related Burden of Disease and Injury (2021)
Pega, Frank ; Driscoll, Tim ; Descatha, Alexis ; Fischer, Frida M.; Nafradi, Balint ; Godderis, Lode ; Ujita, Yuka; Woodruff, Tracey J. ; Prüss-Üstün, Annette M.; Sørensen, Kathrine ; Momen, Natalie C. ; Rugulies, Reiner ; Kiiver, Hannah M.; Magnusson Hanson, Linda L. ; Streicher, Kai N. ; Li, Jian ;Zitatform
Pega, Frank, Balint Nafradi, Natalie C. Momen, Yuka Ujita, Kai N. Streicher, Annette M. Prüss-Üstün, Alexis Descatha, Tim Driscoll, Frida M. Fischer, Lode Godderis, Hannah M. Kiiver, Jian Li, Linda L. Magnusson Hanson, Reiner Rugulies, Kathrine Sørensen & Tracey J. Woodruff (2021): Global, regional, and national burdens of ischemic heart disease and stroke attributable to exposure to long working hours for 194 countries, 2000-2016. A systematic analysis from the WHO/ILO Joint Estimates of the Work-related Burden of Disease and Injury. In: Environment International, Jg. 154. DOI:10.1016/j.envint.2021.106595
-
Literaturhinweis
Does Pain Lead to Job Loss?: A Panel Study for Germany (2021)
Zitatform
Piper, Alan, David G. Blanchflower & Alex Bryson (2021): Does Pain Lead to Job Loss? A Panel Study for Germany. (Quantitative Social Science working paper / UCL Social Research Institute 2021-19), London, 25 S.
Abstract
"The cross-sectional association between pain and unemployment is well-established. But the absence of panel data containing data on pain and labor market status has meant less is known about the direction of any causal linkage. Those longitudinal studies that do examine the link between pain and subsequent labor market transitions suggest results are sensitive to the measurement of pain and model specification We contribute to this literature using large-scale panel data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP) for the period 2002 to 2018. We show that pain leads to job loss. Workers suffering pain are more likely than others to leave their job for unemployment or economic inactivity. This probability rises with the frequency of the pain suffered in the previous month. The effect persists having accounted for fixed unobserved differences across workers, is apparent among those who otherwise report good general health and is robust to the inclusion of controls for mental health, life satisfaction and the employee’s occupation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper, 28863 -
Literaturhinweis
Krise - Wandel - Aufbruch: Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung 2021 (2021)
Rennert, Dirk; Richter, Matthias; Kliner, Karin;Zitatform
Rennert, Dirk, Matthias Richter & Karin Kliner (2021): Krise - Wandel - Aufbruch: Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung 2021. In: F. Knieps, H. Pfaff (Hrsg.) (2021): Krise - Wandel - Aufbruch : Zahlen, Daten, Fakten : mit Gastbeiträgen aus Wissenschaft, Politik und Praxis : BKK Gesundheitsreport 2021, S. 59-81.
Abstract
"Im Juni 2021 - fast genau ein Jahr nach der Umfrage für den BKK Gesundheitsreport 2020 - wurden im Auftrag des BKK Dachverbands im Rahmen einer Online-Umfrage wiederum insgesamt 3.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zu verschiedenen Aspekten ihrer Gesundheit und Arbeit sowie zu den kurz- und langfristigen Auswirkungen und Folgen der Coronavirus-Pandemie durch das Marktforschungsinstitut Kantar befragt. Um abschätzen zu können, welche Veränderungen innerhalb des letzten Jahres stattgefunden haben, werden die Ergebnisse aus der Umfrage 2021, soweit möglich, denen der Umfrage 2020 vergleichend gegenübergestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The 24/7 economy and work during unsocial hours in Europe: Examining the influence of labor market dualization, regulation and collective bargaining (2021)
Zitatform
Riekhoff, Aart-Jan, Oxana Krutova & Jouko Nätti (2021): The 24/7 economy and work during unsocial hours in Europe: Examining the influence of labor market dualization, regulation and collective bargaining. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 42, H. 4, S. 1080-1104. DOI:10.1177/0143831X19846330
Abstract
"This article examines the individual- and country-level factors that contribute to the risk of working unsocial hours in 30 European countries. Using the EU labor force survey data, the authors test for the influence of labor market dualization, product- and labor market regulation, and collective bargaining on the individual risk of working unsocial hours. The risks of working unsocial hours are strongly dualized in all countries, but the size of the risk gap between low-skilled outsiders and high-skilled insiders varies. In countries where collective bargaining plays a greater role in regulating work hours the gap between low- and high-skilled workers is smaller." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Ein Jahr Arbeitsschutzkontrollgesetz: Grundlegender Wandel in der Fleischindustrie? (2021)
Schulten, Thorsten; Specht, Johannes;Zitatform
Schulten, Thorsten & Johannes Specht (2021): Ein Jahr Arbeitsschutzkontrollgesetz: Grundlegender Wandel in der Fleischindustrie? In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Jg. 71, H. 51/52, S. 36-41.
Abstract
"Lange wurde die deutsche Fleischindustrie mit menschenverachtenden Arbeitsverhältnissen verbunden. Das im Dezember 2020 verabschiedete Arbeitsschutzkontrollgesetz ist ein erster Schritt, um das Geschäftsmodell der Branche grundlegend neu zu ordnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Informationsbezogene Tätigkeiten im digitalen Wandel: Arbeitsmerkmale und Technologieeinsatz (2021)
Zitatform
Tegtmeier, Patricia (2021): Informationsbezogene Tätigkeiten im digitalen Wandel: Arbeitsmerkmale und Technologieeinsatz. (baua: Preprint / Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin), Dortmund, 27 S. DOI:10.21934/baua:preprint20210115
Abstract
"Tätigkeiten wie Recherchieren, Analysieren, Informieren und Dokumentieren bei denen Informationen ein zentraler Arbeitsgegenstand und das eigene Wissen ausschlaggebend für die Wertschöpfung ist, spielen eine immer wichtigere Rolle in der Arbeitswelt. Welche Auswirkungen hat die digitale Transformation auf diesen Tätigkeitsbereich? Und vor welchen neuen Gestaltungsaufgaben steht der Arbeitsschutz? Diese Fragen untersucht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in ihrem Schwerpunktprogramm "Sicherheit und Gesundheit in der digitalen Arbeitswelt" (BAuA 2018). Vorgestellt werden Auswertungen auf der Basis der zwei repräsentativen Datensätze BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 und der Befragung "Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung“ (DiWaBe) für drei Subcluster informationsbezogener Tätigkeiten mit unterschiedlichen Lern- und Kreativanforderungen: solchen mit Routineanforderungen sowie aufgabenflexiblen oder kreativproblemlösenden Anforderungen. Auf den ersten Blick zeigt sich ein Bild, das typischerweise mit Wissensarbeit in Verbindung gebracht wird: informationsbezogenen Tätigkeiten gehen häufig mit langandauerndem Sitzen einher. Bei der Arbeit kommen in hohem Maße computergestützte Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) als Kerntechnologien zum Einsatz. Im Detail zeigen sich aber auch erhebliche Unterschiede hinsichtlich der aktuellen Arbeitsbedingungen und dem Stand der Digitalisierung. So lassen sich insbesondere mobile IKT eher dem Subcluster mit kreativ-problemlösenden Anforderungen zuordnen, während in den beiden anderen betrachteten Gruppen immer noch der Desktop-PC an erster Stelle steht. Im Bereich der Arbeitsbedingungen lässt die detaillierte Betrachtung der drei Subcluster gerade in den Bereichen Arbeitsintensität, Monotonie und Handlungsspielraum deutliche Unterschiede erkennen und geht damit über bisherige Betrachtungen zu Technologieeinsatz und Arbeitsbedingungen hinaus. Im Ganzen ist der Einsatz neuer Technologien nicht pauschal als gut oder schlecht für die Arbeitsgestaltung der Beschäftigten anzusehen. Allerdings erscheint das Potenzial, das der Einsatz gerade vernetzter Technologien bietet, gerade mit Blick auf monotone Arbeitsinhalte oder hohe Lern- und Problemlöseanforderungen trotz der sehr hohen Durchdringung mit IKT noch nicht wirklich ausgereizt. Dabei sollten die Unterstützungsmöglichkeiten insbesondere durch den Einsatz von Algorithmen jedoch auch vor dem Hintergrund einer möglichen Polarisierung von Qualifikationen für informationsbezogene Tätigkeiten weiter untersucht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Job separation and sick leave in the long-term care sector in England (2021)
Zitatform
Vadean, Florin & Eirini Saloniki (2021): Job separation and sick leave in the long-term care sector in England. (GLO discussion paper / Global Labor Organization 994), Essen, 37 S.
Abstract
"Staff turnover in the long-term care (LTC) sector in England is perceived to be relatively high. Most job leavers do not leave the sector, but rather move to other LTC employers. Nevertheless, there are concerns that the high 'churn' has a negative impact on continuity and quality of care, care providers' recruitment and training costs, and the remaining staff workload and motivation. Using a large employer-employee panel dataset, this study aimed to provide quantitative evidence on the drivers of LTC staff retention and sick leave in England, with a focus on job quality. After controlling for observed individual, organisational and local market characteristics as well as unobserved worker and employer heterogeneity, we found that, everything else being equal, wages and employment conditions (i.e. full time contracts and contracts with guaranteed working hours) significantly improve staff retention. The wage effect was significantly underestimated when not controlling for unobserved heterogeneity. Our findings show that improving pay and employment conditions for care staff employed by independent providers would reduce the staff turnover in LTC. We also found that, everything else being equal, the amount of sick leave was strongly associated with employment in publicly owned care establishments, most likely due to the relatively more generous sick leave terms they offer." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Entwicklung der Löhne und Arbeitsbedingungen in der Brief- und Paketzustellungsbranche: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 20/172) (2021)
Zitatform
(2021): Entwicklung der Löhne und Arbeitsbedingungen in der Brief- und Paketzustellungsbranche. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 20/172). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/299 (17.12.2021)), 17 S.
Abstract
Die Anfrage zur Entwicklung der Löhne und Arbeitsbedingungen in der Brief- und Paketzustellungsbranche beruht auf Berichten über die schlechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen in dieser stark gewachsenen Branche. Die acht Detailfragen betreffen die Entwicklung der Bruttomonatsentgelte für die Ziffern H532/H531, die Zahl der Beschäftigten (WZ 53.1 und WZ 53.2), den Anteil der Niedriglohnbezieher und die Zahl der 'Aufstocker' seit dem Jahr 2009. Gefragt wird darüber hinaus nach einer Überprüfung der Wirkung des Paketboten-Schutz-Gesetzes nach Inkrafttreten am 23. November 2019 (Stichwort: Generalunternehmerhaftung in der Paketdienstbranche) und schließlich nach der Anzahl der Kontrollen in der betreffenden Branche durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit. (IAB)
-
Literaturhinweis
Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie heute: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31790) (2021)
Zitatform
(2021): Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie heute. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31790). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/32204 (24.08.2021)), 18 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zum Thema Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. (IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitsintensivierung in den Betrieben?: Problemdeutungen und Handlungsfelder von Betriebsräten (2020)
Ahlers, Elke;Zitatform
Ahlers, Elke (2020): Arbeitsintensivierung in den Betrieben? Problemdeutungen und Handlungsfelder von Betriebsräten. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 73, H. 1, S. 29-37. DOI:10.5771/0342-300X-2020-1-29
Abstract
"Betriebsräte bewerten die in den Belegschaften viel diskutierte Arbeitsintensivierung als ein entscheidendes Handlungsfeld der betrieblichen Interessenvertretung. Sie beobachten zum einen eine gestiegene Arbeitsmenge und komplexere Leistungsanforderungen an den Arbeitsplätzen, zum anderen fast flächendeckend anhaltende Personalengpässe in den Betrieben, die als eine wesentliche Ursache für die Arbeitsintensivierung gesehen werden. Wie Betriebsräte die veränderten Arbeitsanforderungen im Einzelnen wahrnehmen, welche Ursachen sie für die hohe Arbeitsintensität sehen und welche Maßnahmen in den Betrieben zur Reduzierung von hoher Arbeitsintensität getroffen werden, ist Gegenstand dieses Beitrags." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wer ist von hoher Arbeitsintensität betroffen?: Gefährdungspotenziale erkennen und reduzieren (2020)
Ahlers, E.; Goedicke, A.; Hünefeld, L.;Zitatform
Ahlers, E., L. Hünefeld & A. Goedicke (2020): Wer ist von hoher Arbeitsintensität betroffen? Gefährdungspotenziale erkennen und reduzieren. In: Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin, Jg. 55, H. 9, S. 562-569.
Abstract
"Zu hohe Arbeitsintensität gefährdet die Gesundheit von Beschäftigten. Obwohl in etlichen Studien die wachsende Bedeutung von Arbeitsintensität betont wird, ist noch zu wenig darüber bekannt, an welchen Arbeitsplätzen, bei welchen Tätigkeiten und in welcher Form hohe Arbeitsintensität auftritt. Um die Arbeitsintensität von Beschäftigten differenzierter beurteilen zu können, wird in diesem Beitrag eine Beschreibung unterschiedlicher Dimensionen hoher Arbeitsintensität nach Berufssegment und Anforderungsniveau durchgeführt. Zudem wird erörtert, was die Befunde für die betriebliche Praxis bedeuten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Fehlzeiten-Report 2020: Gerechtigkeit und Gesundheit (2020)
Zitatform
Badura, Bernhard, Antje Ducki, Helmut Schröder, Joachim Klose & Markus Meyer (Hrsg.) (2020): Fehlzeiten-Report 2020. Gerechtigkeit und Gesundheit. (Fehlzeiten-Report 2020), Berlin: Springer London, 798 S. DOI:10.1007/978-3-662-61524-9
Abstract
"Das Empfinden der Beschäftigten, dass es im Unternehmen im Großen und Ganzen gerecht zugeht, ist nicht nur eine wichtige Motivationsquelle, es kann auch die Gesundheit beeinflussen. Sowohl das eigene Wohlbefinden als auch die Produktivität und die individuelle Leistungsfähigkeit können mit dem Empfinden, gerecht behandelt zu werden, in Zusammenhang stehen. Das Thema Gerechtigkeit ist daher auch für Unternehmen in vielen Facetten relevant: Es kann beispielsweise um Auswahlverfahren bei Stellenbesetzungen gehen, um die Höhe der Gehälter, um zwischenmenschliche Umgangsformen, um betriebliche Anreizsysteme oder darum, ausreichende Informationen von der Führungskraft zu erhalten. Was gerechtes Handeln im Unternehmen zur besonderen Herausforderung werden lässt, ist der Umstand, dass das, was als gerecht empfunden wird, individuell unterschiedlich bewertet werden kann. Die wahrgenommene Gerechtigkeit kann somit stark zwischen Individuen differieren. Und gerade diese ist es, die das Wohlbefinden der Beschäftigten bestimmt und damit letztlich auch die Gesundheit beeinflussen kann. Auch die steten Entwicklungen in der Arbeitswelt tangieren Fragen der Gerechtigkeit: So führen die Folgen der Digitalisierung beispielsweise zu einem hohen Weiterbildungsbedarf, d. h. die Entwicklungsmöglichkeiten der Beschäftigten müssen adäquat erkannt und gefördert werden, ohne Diskriminierungen zu erzeugen. Die Auswirkungen der Entgrenzung der Arbeit, wie die Möglichkeiten der kommunikativen Erreichbarkeit oder das flexible Arbeiten, brauchen klare Regeln. Steigende Mobilitätsanforderungen an die Beschäftigten und ihr soziales Umfeld und häufige betriebliche Restrukturierungen brauchen zumutbare und als gerecht empfundene Rahmenbedingungen. Auch werden die Arbeitsanforderungen aufgrund des technischen Fortschritts immer komplexer – der Grad der daraus entstehenden individuellen Eigenverantwortung muss bestimmt werden. Alle diese Entwicklungen brauchen Regeln, die von den Beschäftigten erwartungsgemäß nur akzeptiert und gelebt werden, wenn sie auch als gerecht empfunden werden. Das Gefühl ungerechter Behandlung kann dabei negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Die Beiträge in diesem Report machen dies deutlich und sensibilisieren für dieses Thema. Doch was ist eigentlich Gerechtigkeit? Und was heißt gerechtes Handeln in Unternehmen ganz konkret? Welche Anforderungen haben Beschäftigte an eine gerechte Führungskraft? Und was sind die gesundheitlichen Folgen, wenn sich Beschäftigte subjektiv ungerecht behandelt fühlen? Welchen Beitrag kann das Betriebliche Gesundheitsmanagement leisten, wenn es um Fragen der Gerechtigkeit geht? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren in dem vorliegenden Fehlzeiten-Report, die trotz ihrer vielfältigen Verpflichtungen das Engagement und die Zeit gefunden haben, uns aktuelle und interessante Beiträge zur Verfügung zu stellen." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis vom Verlag -
Literaturhinweis
Operationalization of Employment Protection Legislation and Implications for Substantive Results: Example of Perceived Job Insecurity and Temporary Employment Risk (2020)
Zitatform
Balz, Anne & Klaus Pforr (2020): Operationalization of Employment Protection Legislation and Implications for Substantive Results. Example of Perceived Job Insecurity and Temporary Employment Risk. (GESIS papers 2020,19), Mannheim, 39 S. DOI:10.21241/ssoar.70793
Abstract
"Almost all comparative research on the effects of employment protection legislation of regular employees (EPLR) is based on the index of the OECD. This study argues that this index is methodologically flawed and proposes a new EPLR index, following a theory-driven formative index construction approach. To demonstrate the implications using the OECD EPLR index versus the new index, we use two empirical applications: First, the effects of EPLR on perceived job insecurity, using multi-level models with data from the European Social Survey, the European Working Condition Survey, and the European Quality of Life Survey. Secondly the temporary employment risk for new hires, using multi-level models with data from the European Labour Force Survey. Whereas the results based on the OECD EPLR index significantly deviate from the hypotheses in the literature, the results using the new EPLR index is compliant with the hypotheses in the literature. This demonstrates higher criterion validity of the theory-driven new EPLR index and also calls for replications of previous research that is based on the index of the OECD." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Worked hours, job satisfaction and self-perceived health (2020)
Zitatform
Bartoll, Xavier & Raul Ramos (2020): Worked hours, job satisfaction and self-perceived health. In: Journal of Economic Studies, Jg. 48, H. 1, S. 223-241. DOI:10.1108/JES-10-2019-0457
Abstract
"Purpose: This study aims to analyse the potential confounding and moderator role of job satisfaction on the effect of working hours on self-perceived health and to analyse the effect of transitions between working hours and job satisfaction. Design/methodology/Approach: Using longitudinal data for the Catalan economy in 2005–2009, first, it runs a linear probability random effects model, with self-perceived health as the dependent variable, on one-year lagged job satisfaction, working hours and its interaction. Second, it estimated an ordered logit model to test the effect of transitions to working hours and different levels of job satisfaction on self-perceived health. Findings: Short working hours ≤ 20 h/w predict good self-perceived health for women. Long working hours 41–47 h/w predict poor self-perceived health among men and women but not for very long hours ≥ 48 h/w. Interaction effects between working 41–47 h/w and job satisfaction levels were found for men and women. Improvements in job satisfaction for health are reduced when working long hours. For employees, a decrease in job satisfaction may suggest a health risk except if hours also reduce. Social implications: Workplace practices aimed at gaining flexibility in working hours may be offset, in terms of health outcomes, by lower job satisfaction. Flexible working hours from the employees' side should be favoured to face reductions in job satisfaction. Originality/value: The novelty of this paper is that highlights differential effect of job satisfaction in the relation between working hours and health status." (Author's abstract, IAB-Doku, © Emerald Group) ((en))
-
Literaturhinweis
The gender health gap as a consequence of unequal conditions for the release of labour and work capacity (2020)
Zitatform
Becker, Karina (2020): The gender health gap as a consequence of unequal conditions for the release of labour and work capacity. In: Gender, Jg. 12, H. 3, S. 107-123. DOI:10.3224/gender.v12i3.08
Abstract
"Der Beitrag geht der Frage nach, ob sich geschlechtsbezogene Ungleichheit zum Nachteil von Frauen nicht nur an Verdienstnachteilen und an eingeschränkten Aufstiegsmöglichkeiten festmachen lässt, sondern auch an den Vernutzungsbedingungen von Arbeitskraft und Arbeitsvermögen und mit ihnen der Gesundheit. Anhand quantitativer und qualitativer arbeitssoziologischer Untersuchungen wird gesundheitliche Ungleichheit geschlechterbezogen erforscht. Es wird gezeigt, dass im Feld der Erwerbsarbeit und im Feld der Sorge- und Hausarbeit Frauen höheren Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind als Männer, die Arbeitswelt demnach auch durch einen Gender Health Gap gekennzeichnet ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gesundheitszustand, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und Einstellung zur Rückkehr ins Erwerbsleben bei zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrentnern (2020)
Briest, Juliane;Zitatform
Briest, Juliane (2020): Gesundheitszustand, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und Einstellung zur Rückkehr ins Erwerbsleben bei zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrentnern. In: Das Gesundheitswesen, Jg. 82, H. 10, S. 794-800. DOI:10.1055/a-0795-3511
Abstract
"Ziel der Studie war eine Träger- und Diagnosen-übergreifende, repräsentative Erhebung zu soziodemografischen Aspekten, Gesundheitszustand, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und Einstellung zur Rückkehr ins Erwerbsleben (RTW) bei aufgrund einer Erwerbsminderung (EM) berenteten Versicherten.
Methodik: 15.110 erstmalig und unabhängig vom Arbeitsmarkt befristete EM-Rentner im Alter von 30 bis 60 Jahre wurden zum Ende ihres ersten Bewilligungszeitraums schriftlich befragt. Diese Daten wurden durch Routinedaten der Rentenversicherungen ergänzt. Deskriptive Auswertungen erfolgten getrennt für die 4 häufigsten Berentungsdiagnosen (Psychische Störungen, Neubildungen, muskuloskelettale Erkrankungen, Krankheiten des Kreislaufsystems). Mögliche Gruppenunterschiede wurden mittels einfaktorieller Varianzanalyse bzw. Chi-Quadrat-Test geprüft.
Ergebnisse: 3 380 Befragte wurden in die Analysen eingeschlossen. Auch am Ende ihres ersten Bewilligungszeitraums zeigten sich diese Versicherten gesundheitlich stark eingeschränkt. Während des Rentenbezugs erhielten 36,8 % der Rentner mit einer psychischen Störung eine medizinische Rehaleistung, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden am ehesten Versicherten mit einer muskuloskelettalen Erkrankung gewährt (8,1 %). Knapp ein Drittel der Befragten äußerte den Wunsch für ein RTW, die eigene Arbeitsfähigkeit sowie die Möglichkeit einen Arbeitsplatz zu finden, wurden jedoch eher pessimistisch gewertet. EM-Rentner mit Neubildungen zeigten hinsichtlich verschiedener gesundheitsrelevanter Aspekte sowie der Bewertung des RTW günstigere Werte als die Vergleichsgruppen.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das mit der Befristung der EM-Rente verknüpfte Ziel der Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit nur unzureichend realisiert wird. Aufgrund der vielschichtigen und individuellen Problematiken bedarf es der Ausgestaltung neuer Angebote unter Einbeziehung der verschiedenen Akteure der Sozial- und Gesundheitssysteme." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Examining the relationship between digital transformation and work quality: Substitution potential and work exposure in gender-specific occupations (2020)
Zitatform
Dengler, Katharina & Anita Tisch (2020): Examining the relationship between digital transformation and work quality. Substitution potential and work exposure in gender-specific occupations. In: C. Ebner, A. Haupt & B. Matthes (Hrsg.) (2020): Berufe und Soziale Ungleichheit (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 60), S. 427-453, 2019-12-13. DOI:10.1007/s11577-020-00674-3
Abstract
"Computer können viele Aufgaben ersetzen, die derzeit noch von Menschen ausgeführt werden, und werden Berufe höchstwahrscheinlich in naher Zukunft verändern. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass ganze Berufe verschwinden werden. Bislang wird den möglichen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsqualität wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es wäre wünschenswert, wenn die Veränderungen im Zuge der Digitalisierung dazu führen, dass Berufe mit hoher Arbeitsbelastung entlastet werden. In diesem Artikel gehen wir davon aus, dass die digitalen Technologien physisch anstrengende, hauptsächlich von Männern ausgeübte Tätigkeiten ersetzen können, nicht aber psychosozial anstrengende, hauptsächlich von Frauen ausgeübte Tätigkeiten. Daher stellt sich die Frage, ob die soziale Ungleichheit zwischen Männern und Frauen im Zuge der digitalen Transformation zunehmen könnte. Anhand von umfangreichen administrativen Daten und Befragungsdaten aus Deutschland analysieren wir den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Arbeitsbelastung für Männer- und Frauenberufe. Den Grad der Digitalisierung messen wir mithilfe von berufsspezifischen Substituierbarkeitspotenzialen, d. h. das Ausmaß, in dem berufliche Tätigkeiten bereits durch Computer oder computergesteuerte Maschinen ersetzt werden können. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass digitale Technologien Männer von körperlich anstrengenden Tätigkeiten entlasten könnten. Wir finden jedoch keine Hinweise darauf, dass die digitalen Technologien bereits zu einem Rückgang der Beschäftigung in Berufen mit physischer Arbeitsbelastung geführt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
-
Literaturhinweis
Arbeiten an der Kante (2020)
Gerdes, Johann; Schmucker, Rolf;Zitatform
Gerdes, Johann & Rolf Schmucker (2020): Arbeiten an der Kante. In: Gute Arbeit, Jg. 32, H. 1, S. 8-12.
Abstract
"Seit Jahren wird über hohe psychische Belastungen in der Arbeitswelt diskutiert. Geändert hat sich allerdings wenig. Zeitdruck und Arbeitsverdichtung bleiben an der Tagesordnung. Das zeigt auch die Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2019 mit dem Schwerpunkt Arbeitsintensität." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Belastungsfaktoren der digitalen Arbeit: Eine beispielhafte Darstellung der Faktoren, die digitalen Stress hervorrufen (2020)
Gimpel, Henner ; Berger, Michelle; Urbach, Nils; Kreilos, Mathias; Regal, Christian; Derra, Nicholas Daniel; Becker, Julia;Zitatform
Gimpel, Henner, Michelle Berger, Christian Regal, Nils Urbach, Mathias Kreilos, Julia Becker & Nicholas Daniel Derra (2020): Belastungsfaktoren der digitalen Arbeit. Eine beispielhafte Darstellung der Faktoren, die digitalen Stress hervorrufen. Augsburg, 27 S.
Abstract
"Die schnell voranschreitende Durchdringung des Arbeitslebens mit digitalen Technologien und Medien bringt viele Chancen, aber auch substanzielle Risiken und Nachteile mit sich. Es treten umfangreiche Änderungen im Belastungs- und Beanspruchungsprofil von Erwerbstätigen auf. Die potenzielle Folge: digitaler Stress. Die Studie „Gesund digital arbeiten?!“ des Forschungsprojekts „PräDiTec – Prävention für sicheres und gesundes Arbeiten mit digitalen Technologien“, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Innovation für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ (Fördernummer O2L16D030), untersucht mittels einer groß angelegten Befragung von über 5.000 Erwerbstätigen die Verbreitung von digitalem Stress, dessen Einflussfaktoren und dessen Folgen in Deutschland. In der Studie konnten bei der Arbeit mit digitalen Medien und Technologien mindestens zwölf verschiedene Belastungsfaktoren identifiziert werden. Diese Broschüre soll ein tieferes Verständnis über diese Belastungsfaktoren geben. Jeder Belastungsfaktor wird definiert und mit einem Beispielsszenario veranschaulicht. Anschließend werden Lösungsvorschläge aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Health effects of job insecurity: Job insecurity adversely affects health, but employability policies and otherwise better job quality can mitigate the effects (2020)
Zitatform
Green, Francis (2020): Health effects of job insecurity. Job insecurity adversely affects health, but employability policies and otherwise better job quality can mitigate the effects. (IZA world of labor 212), Bonn, 11 S. DOI:10.15185/izawol.212.v2
Abstract
"Wirtschaftskrisen und die Flexibilisierung der Arbeitsmärkte haben die negativen Effekte von Arbeitsplatzunsicherheit verschärft. Es ist hinreichend belegt, dass Jobunsicherheit im gleichen Maße wie Arbeitslosigkeit ursächlich für psychische und körperliche Leiden ist. Arbeitnehmergesundheit ist nicht nur eine betriebliche, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Die Politik sollte daher die Gesundheitskosten restriktiver Maßnahmen, die zu Arbeitslosigkeit und Unsicherheit beitragen, erfassen und die Beschäftigungsfähigkeit durch Qualifizierungsmaßnahmen fördern. Sinnvoll erscheint auch die Förderung von Mitarbeiterbeteiligung, besseren Arbeitsbedingungen und sozialer Unterstützung am Arbeitsplatz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die betriebsärztliche Betreuung von Erwerbstätigen: Ergebnisse der repräsentativen lidA-Studie (2020)
Hasselhorn, Hans-Martin; Michaelis, Martina; Kujath, Peter;Zitatform
Hasselhorn, Hans-Martin, Martina Michaelis & Peter Kujath (2020): Die betriebsärztliche Betreuung von Erwerbstätigen. Ergebnisse der repräsentativen lidA-Studie. In: Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin, Jg. 55, H. 3, S. 186-191.
Abstract
"Zielstellungen: Gegenwärtig wird in Fachkreisen diskutiert, ob für die betriebsärztliche Betreuung Beschäftigter in Deutschland ausreichend aktive Betriebsärztinnen und -ärzte zur Verfügung stehen. Mit den hier vorgestellten empirischen Ergebnissen zur Häufigkeit betriebsärztlicher Kontakte soll ein Erkenntnisbeitrag aus der Sicht von Beschäftigten in einer repräsentativen Stichprobe sozialversicherter älterer Erwerbstätiger geleistet werden.
Methoden: Die Daten stammen aus der laufenden Längsschnittstudie lidA (www.lida-studie.de), in der Zusammenhänge von Arbeit, Alter, Gesundheit und Erwerbsteilhabe bei Erwerbstätigen der Geburtsjahrgänge 1959 und 1965 untersucht werden. In die Analysen gingen die Daten von 3039 Befragten ein, die zum Zeitpunkt der Erhebung 2018 in einem Arbeitsverhältnis in Voll- oder Teilzeit beschäftigt waren. Die Datenauswertung erfolgte deskriptiv und berufsgruppenbezogen bei mindestens 25 Fällen pro Berufsgruppe.
Ergebnisse: Von allen Befragten berichteten 62,1 % (n=1888) von einem Betriebsarzt im Betrieb. 52,1 % aller Beschäftigten hatten mit ihm bereits persönlichen Kontakt gehabt, die Hälfte von ihnen in den zurückliegenden 12 Monaten. Ein Zusammenhang mit dem Ausmaß körperlicher Belastung bei der Arbeit war statistisch nicht feststellbar. Angehörige technischer und medizinischer Professionen, auch Wissenschaftler1, gaben hohe Kontaktraten an, Angehörige mancher manueller oder Dienstleistungsberufe (z. B. Bau- oder Reinigungsberufe) und Verwaltungsberufe sowie Verkäufer niedrige.
Diskussion: Die Ergebnisse weisen nicht direkt auf einen betriebsärztlichen Mangel in Deutschland hin. Allerdings legen sie eine unausgewogene Verteilung betriebsärztlicher Ressourcen nahe: Manche Berufsgruppen berichten in geringem Maße betriebsärztliche Kontakte, obwohl mehr zu erwarten wären, bei anderen ist dies genau umgekehrt.
Schlussfolgerungen: Wünschenswert wäre die vertiefte wissenschaftliche Analyse der gegenwärtigen Ausgestaltung und Qualität der betriebsärztlichen Versorgung in der Praxis in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Practice assistants' perceived mental workload: A cross-sectional study with 550 German participants addressing work content, stressors, resources, and organizational structure (2020)
Zitatform
Hoffmann, Jan, Christine Kersting & Birgitta Weltermann (2020): Practice assistants' perceived mental workload: A cross-sectional study with 550 German participants addressing work content, stressors, resources, and organizational structure. In: PLoS ONE, Jg. 15, H. 10. DOI:10.1371/journal.pone.0240052
Abstract
"Introduction Practice assistants represent a highly relevant occupational group in Germany and one of the most popular training professions in Germany. Despite this, most research in the health care sector has focused on secondary care settings, but has not addressed practice assistants in primary care. Knowledge about practice assistants' workplace-related stressors and resources is particularly scarce. This cross-sectional study addresses the mental workload of practice assistants working in primary care practices. Methods Practice assistants from a network of 185 German primary care practices were invited to participate in this cross-sectional study. The standardized `Short Questionnaire for Workplace Analysis' (German: Kurzfragebogen zur Arbeitsanalyse) was used to assess practice assistants´ mental workload. It addresses eleven workplace factors in 26 items: versatility, completeness of task, scope of action, social support, cooperation, qualitative work demands, quantitative work demands, work disruptions, workplace environment, information and participation, and benefits. Sociodemographic and work characteristics were also obtained. A descriptive analysis was performed for sociodemographic data and “Short Questionnaire for Workplace Analysis” factors. The one-sided t-test and Cohen´s d were calculated for a comparison with data from 23 professional groups (n = 8,121). Results A total of 550 practice assistants from 130 practices participated. The majority of practice assistants was female (99.3%) and worked full-time (66.5%) in group practices (50.6%). Compared to the other professional groups, practice assistants reported higher values for the factor social support (4.0 versus 3.7 [d 0.44; p<0.001]), information and participation (3.6 versus 3.3 [d 0.38; p<0.001] as well as work disruptions (2.7 vs. 2.4 [d 0.42; p<0.001]), while practice assistants showed lower values regarding scope of action (3.4 versus 3.8 [d 0.43; p<0.001]). Conclusions Our study identified social support and participation within primary care practices as protective factors for mental workload, while work disruptions and scope of action were perceived as stressors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitsintensität als Gegenstand empirischer Erhebungen: Das Potenzial repräsentativer Erwerbstätigenbefragungen für die Forschung (2020)
Zitatform
Hünefeld, Lena, Sophie-Charlotte Meyer, Elke Ahlers & Serife Erol (2020): Arbeitsintensität als Gegenstand empirischer Erhebungen. Das Potenzial repräsentativer Erwerbstätigenbefragungen für die Forschung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 73, H. 1, S. 19-28. DOI:10.5771/0342-300X-2020-1-19
Abstract
"Bei der Debatte um Arbeitsintensität und Arbeitsintensivierung handelt es sich häufig um eine eher emotionale und sensible Debatte, nicht zuletzt weil sie für betroffene Beschäftigte häufig mit dem Gefühl der Überforderung und des Ungenügens verbunden ist. Auch gibt es vielfältige Hinweise, dass eine langanhaltende hohe Arbeitsintensität eine gesundheitsgefährdende Belastung für Beschäftigte darstellen kann. Vor diesem Hintergrund sind insbesondere wissenschaftliche Studien von hoher Bedeutung, die einen Beitrag zur Versachlichung dieser Debatte leisten können. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Beitrag tiefergehend mit der Frage, welche empirische Datengrundlage es gibt, um die Verbreitung und insbesondere die Determinanten von Arbeitsintensität in Deutschland zu beschreiben. Die Autorinnen diskutieren die Verbreitung einer hohen Arbeitsintensität anhand verschiedener Datensätze. Ferner thematisieren sie empirische Lücken, die sich vor dem Hintergrund einer komplexeren Arbeitswelt in aktuell bestehenden Befragungen identifizieren lassen, und zeigen Weiterentwicklungsmöglichkeiten auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
A Structural Analysis of Mental Health and Labor Market Trajectories (2020)
Jolivet, Gregory; Postel-Vinay, Fabien;Zitatform
Jolivet, Gregory & Fabien Postel-Vinay (2020): A Structural Analysis of Mental Health and Labor Market Trajectories. (IZA discussion paper 13518), 59 S.
Abstract
"We conduct a joint dynamic analysis of individual labor market and mental health outcomes. We allow for a two-way interaction between work and mental health. We model selection in and out of employment as well as between jobs on a labor market with search frictions, where we account for the level of exposure to stress in each job using data on occupational health contents. We estimate our model on British data from Understanding Society combined with information from O*NET. We produce structural estimates of health dynamics as a function of job characteristics and of the effects of health and of job stress content on labor market decisions. We use our model to quantify the effects of job loss or health shocks that can propagate over the life cycle through both health and work channels. We also estimate the (large) values workers attach to health, employment or non-stressful jobs. Lastly, we investigate the consequences of structural labor market changes by evaluating the impact on health, employment and inequality of changes in the distribution of job health contents." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Young and at risk? Consequences of job insecurity for mental health and satisfaction among labor market entrants with different levels of education (2020)
Zitatform
Klug, Katharina (2020): Young and at risk? Consequences of job insecurity for mental health and satisfaction among labor market entrants with different levels of education. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 41, H. 3, S. 562-585. DOI:10.1177/0143831X17731609
Abstract
"Young workers are often temporarily employed and thus likely to experience job insecurity. This study investigates associations of objective job insecurity (i.e., temporary employment) and subjectively perceived job insecurity with mental health, job satisfaction and life satisfaction among young workers, testing the moderating role of education. The longitudinal analysis based on 1522 labor market entrants from the German Socio-Economic Panel revealed that subjective job insecurity was associated with decreased mental health and lower satisfaction, whereas objective job insecurity was not. Three levels of education were differentiated: university degree, vocational training and low-qualified. There was weak evidence that those with vocational qualifications were more vulnerable to subjective job insecurity than either the low-qualified or university graduates. The results suggest that irrespective of education, detrimental consequences of subjective job insecurity emerge early in the career. Access to secure employment should be improved for young workers to prevent early dissatisfaction and impairment of their mental health." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitsintensivierung: Ursachen, Verläufe und Risikogruppen (2020)
Zitatform
Korunka, Christian (2020): Arbeitsintensivierung: Ursachen, Verläufe und Risikogruppen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 73, H. 1, S. 11-18. DOI:10.5771/0342-300X-2020-1-11
Abstract
"In diesem Beitrag wird ein Überblick über empirische Studien zur Arbeitsintensivierung gegeben. Wahrnehmungen von Arbeitsintensivierung sind eine direkte Folge von sozialer Beschleunigung, die u. a. aus den Entwicklungen im Spätkapitalismus und den zunehmenden Möglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien resultiert. Aus internationalen Panel- und Längsschnittdatensätzen kann abgeleitet werden, dass sich die Arbeit zumindest seit den 1990er Jahren intensiviert hat ; seit etwa 2010 sind diese Zuwächse etwas geringer geworden. Von Intensivierungswahrnehmung ist ein beträchtlicher Teil der Arbeitnehmer*innen betroffen. Arbeitsintensivierung kann dabei zusätzlich zu Zeitdruck als ein gesundheitsrelevanter Stressor wirksam werden. Sogar die Arbeitssicherheit kann beeinträchtigt sein. Besonders hohe Wahrnehmungen von Intensivierung haben jüngere Beschäftigte und Führungskräfte. Als Schutzfaktoren sind die bekannten Ressourcen in der Arbeitswelt zu werten (Autonomie, soziale Unterstützung), wobei der Verhältnisprävention über die Definition von Rahmenbedingungen eine besondere Bedeutung zukommt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitsintensität und Arbeitsintensivierung (2020)
Kratzer, Nick;Zitatform
Kratzer, Nick (2020): Arbeitsintensität und Arbeitsintensivierung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 73, H. 1, S. 3-10. DOI:10.5771/0342-300X-2020-1-3
Abstract
"Angesichts eines hohen und weiter steigenden Niveaus psychischer Anforderungen gilt Arbeitsintensität als Schlüsseldimension für Arbeitsforschung sowie Arbeitspolitik und Arbeitsintensivierung als wesentlicher Trend der gegenwärtigen Entwicklung von Arbeit. Der Beitrag geht deshalb zwei Fragen nach: Wie lässt sich Arbeitsintensität erfassen, vielleicht sogar messen? Dazu vergleicht der Autor verschiedene Analyseansätze und plädiert im Ergebnis für eine Kombination aus quantitativen Befragungen und qualitativen Tätigkeitsanalysen. Die zweite Frage stellt die These von der zunehmenden Arbeitsintensität als Gegenwartstrend auf den Prüfstand. Der Autor argumentiert dazu, dass nicht die Arbeitsintensivierung an sich neu sei, es gebe aber – im Zusammenhang mit Trends wie der Digitalisierung, dem Wandel in der Leistungspolitik und der Subjektivierung – durchaus neue Instrumente, Formen und Akteure. Daher spreche viel dafür, die Analyse der (Entwicklung von) Arbeitsintensität mit der Analyse der betrieblichen Leistungssteuerung zu verknüpfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Return to Work aus einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente (2020)
Zitatform
Köckerling, Elena, Odile Sauzet, Bettina Hesse, Michael Körner & Oliver Razum (2020): Return to Work aus einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente. In: Das Gesundheitswesen, Jg. 82, H. 11, S. 894-900. DOI:10.1055/a-0883-5276
Abstract
"Ziel der Studie: Zurzeit wird in Deutschland keine Statistik darüber geführt, wie viele Personen mit einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) ein Return to Work (RTW) realisieren. Ziel dieser Studie ist es zu prüfen, wie viele Personen, die 2006 zum ersten Mal eine zeitlich befristete EM-Rente erhalten haben, ein RTW erreichten und welche soziodemografischen, gesundheitlichen und beruflichen Merkmale diese Personen aufweisen.
Methodik: Der Scientific Use File 'Abgeschlossene Rehabilitation 2006 - 2013 im Versicherungsverlauf' des Forschungsdatenzentrums der Deutschen Rentenversicherung wurde ausgewertet. Als RTW wurde gewertet, wenn eine Person nach Berentung in einem der 7 Folgejahre an 183 - 365 Tagen mindestens einer Halbtagsbeschäftigung nachging und dafür wenigstens 8,50 Euro/Stunde erhielt. Die Entwicklungen der Kohorte wurden deskriptiv ausgewertet. Der Zusammenhang von soziodemografischen, gesundheitlichen und beruflichen Merkmalen der Personen und dem RTW wurde durch Cox-Regressionen ermittelt.
Ergebnisse: Von der Ausgangskohorte (N=9.789) erreichten in dem Beobachtungszeitraum 5,9% ein RTW. Von diesen erreichten ca. 25% ein RTW in jedem Folgejahr. Im Beobachtungszeitraum verstarben 10,6%, 9,1% gingen in Altersrente und 1,4% erhielten eine unbefristete EM-Rente. Die Regressionsanalyse zeigt, dass soziodemografische, gesundheitliche und berufliche Merkmale der EM-Rentner/innen in signifikantem Zusammenhang mit einem RTW stehen: EM-Rentner/innen im Alter von 18 - 39 Jahren, mit einer somatischen Rentenbewilligungsdiagnose, einer medizinischen Rehabilitation oder einer Erwerbstätigkeit vor der EM-Rente haben die höchste Wahrscheinlichkeit auf ein RTW.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass nur wenige Personen ein RTW aus der EM-Rente erreichen. Es könnte einerseits geschlussfolgert werden, dass die Kriterien für eine zeitliche Befristung von EM-Renten geschärft werden sollten, um dadurch z.?B. den Arbeitsaufwand für Wiederbegutachtungen zu verringern. Andererseits könnte auch ein deutlicher Unterstützungsbedarf der EM-Rentner/innen bei der Realisierung eines RTW und ein dafür notwendiger Forschungsbedarf postuliert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Works councils and absenteeism of apprentices: an empirical analysis (2020)
Zitatform
Pfeifer, Harald (2020): Works councils and absenteeism of apprentices. An empirical analysis. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 41, H. 3, S. 672-692. DOI:10.1177/0143831X17734295
Abstract
"This article examines the influence of works councils on apprentices' absence from the workplace in Germany. The analysis draws on merged administrative and survey data that include information about the cumulated days that apprentices are absent from work due to sickness. Regression results imply that the existence of a works council in a firm significantly reduces apprentices' absence. However, split-sample regressions show that this is predominantly the case in firms with high absence rates. Overall, the results suggest that works councils exercise their legally anchored 'voice' function in the German apprenticeship system." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Being different, being absent?: A dynamic perspective on demographic dissimilarity and absenteeism in blue-collar teams (2020)
Zitatform
Reinwald, Max & Florian Kunze (2020): Being different, being absent? A dynamic perspective on demographic dissimilarity and absenteeism in blue-collar teams. In: Academy of Management Journal, Jg. 63, H. 3, S. 660-684. DOI:10.5465/amj.2018.0290
Abstract
Die Autoren beobachteten in einer Langzeitstudie über 800 Teams eines großen Schweizer Dienstleistungsunternehmens über sieben Jahre. Sie konzentrierten sich auf Geschlecht und Alter von neu ins Team kommenden Kolleginnen und Kollegen. Die These: Je unähnlicher ein neues Teammitglied, desto eher wird es in Situationen geraten, in denen es sich Diskriminierung ausgesetzt sieht. Solche Situationen, sogenannte Anker-Events, prägten dann die Wahrnehmung der Zusammenarbeit im Team auf Jahre hinaus. Als Maß für Unzufriedenheit und mangelnde Integration dienten Fehlzeiten (ausgenommen reguläre Urlaubstage, Fortbildungen, Mutterschutz etc.). Die Forscher erwarteten, dass Teammitglieder, die stark vom Rest der Gruppe abwichen, häufigere und längere Fehlzeiten ansammeln würden. "2.711 Personen haben wir ausgewertet, Teameintrittsdatum, Teamzusammensetzung, Teamwechsel und Fehlzeiten - alles natürlich komplett anonymisiert", berichtet Kunze. "Der Trend ist ziemlich deutlich: Im ersten Jahr nach einem Teamwechsel bleiben die Neuzugänge unauffällig, egal wie gut oder schlecht sie zum Gruppenschnitt passen. Aber danach steigt die Kurve an, und zwar teilweise ganz schön steil. Nach ein paar Jahren fehlen Frauen in reinen Männerteams und Ältere in sehr jungen Teams fast doppelt so viel wie Frauen und ältere Personen in ihnen ähnlichen Teams. Das sind dann durchschnittlich acht statt vier Tage im Jahr." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Betrieblicher Arbeitsschutz in der Corona-Krise (2020)
Zitatform
Robelski, Swantje, Corinna Steidelmüller & Laura Pohlan (2020): Betrieblicher Arbeitsschutz in der Corona-Krise. (baua: Bericht kompakt), Dortmund, 4 S. DOI:10.21934/baua:berichtkompakt20201012
Abstract
"Die Corona-Krise geht für viele Betriebe mit organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen einher. Zudem bestehen neue Anforderungen an den betrieblichen Arbeitsschutz. Eine von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) beauftragte Betriebsbefragung zeigt, dass der Arbeits- und Infektionsschutz in der Corona-Krise eine hohe Bedeutung hat. So ist z. B. in 98 % der Betriebe mit spezifischen Arbeitsschutzregelungen die Geschäftsführung an deren Entwicklung und Umsetzung beteiligt. Die Betriebe setzen eine Vielzahl der empfohlenen Arbeitsschutzmaßnahmen aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel um." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mental Well-being Among Workers: A Cross-national Analysis of Job Insecurity Impact on the Workforce (2020)
Zitatform
Russo, Concetta & Marco Terraneo (2020): Mental Well-being Among Workers: A Cross-national Analysis of Job Insecurity Impact on the Workforce. In: Social indicators research, Jg. 152, H. 1, S. 421-442. DOI:10.1007/s11205-020-02441-5
Abstract
"Drawing on 2011 and 2016 European Quality of Life Survey data from eight European countries, this paper considers the importance of subjective indicators of employment conditions in impacting mental well-being. Among employment conditions, job insecurity has been discussed as having a negative impact on mental well-being by enhancing the worker's sense of unpredictability. The idea of losing one's job brings with it the fear of an uncertain or unclear future and the sense of lack of agency—i.e. feeling powerless with respect to the risk of becoming unemployed. Thus, we investigate two dimensions of job insecurity, namely 'cognitive job insecurity' and 'labour market insecurity'. Our dependent variable is mental health well-being, measured using the 5-item World Health Organization Well-Being Index (WHO-5), which is a self-reported health scale validated by several studies and internationally adopted for measuring psychological well-being. We apply a fixed-effects model and use a set of individual control variables to obtain parameter estimates. Moreover, to control for country-level heterogeneity, two macro-level variables are considered: the type of welfare regime and employment protection. The novelty of this research lies in disentangling the concept of precariousness from the dichotomy of open-ended/non-open-ended contract and in including in the analysis subjective categories such as self-perceived job insecurity. The findings of our study suggest that self-perceived job insecurity is negatively related to mental well-being for both permanent and temporary workers, making this stressor an important feature in predicting the emergence of psychological distress (i.e. feelings of anxiety or depression) among the workforce." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
-
Literaturhinweis
Berichterstattung zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (2020)
Siefer, Anke;Zitatform
Siefer, Anke (2020): Berichterstattung zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 63, H. 9, S. 1076-1083. DOI:10.1007/s00103-020-03191-y
Abstract
"Die Berichterstattung zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Deutschland hat eine lange Tradition, wobei im ersten „Unfallverhütungsbericht Arbeit“ aus den 1960er-Jahren diese zunächst auf Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten fokussierte. Die im Arbeitsschutz geltende Maxime der menschengerechten Arbeitsgestaltung und der Wandel der Arbeitswelt forderten in der Vergangenheit und fordern in Gegenwart und Zukunft aber verschiedene inhaltliche Erweiterungen und Veränderungen. Nicht zuletzt, um diesen Anforderungen nachkommen zu können, werden neben den verfügbaren amtlichen und Prozessdaten inzwischen auch verstärkt Befragungen von Erwerbstätigen berücksichtigt, die Einblicke in die individuellen Arbeitstätigkeiten und Befindlichkeiten erlauben." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
-
Literaturhinweis
(Keine) Zeit für Erholung?: Repräsentative Zahlen der BAuA-Arbeitszeitbefragung zu Arbeitszeit, Erholung und Gesundheit (2020)
Zitatform
Vieten, Laura & Corinna Brauner (2020): (Keine) Zeit für Erholung? Repräsentative Zahlen der BAuA-Arbeitszeitbefragung zu Arbeitszeit, Erholung und Gesundheit. (baua: Bericht kompakt), Dortmund, 3 S. DOI:10.21934/baua:berichtkompakt20200811
Abstract
"Durch Erholung werden die Auswirkungen beanspruchender Tätigkeiten rückgängig gemacht beziehungsweise abgemildert, was zum Erhalt von Gesundheit und Leistungsfähigkeit beiträgt. Wann und wie viel Zeit Beschäftigten für Erholung zur Verfügung steht, wird zu einem großen Teil von der Gestaltung ihrer Arbeitszeiten beeinflusst. Die BAuA-Arbeitszeitbefragung zeigt, dass sich mehr als die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland (56 %) vor Arbeitsbeginn erholt fühlt. Länge, Lage und Flexibilität ihrer Arbeitszeiten spielen eine Rolle dafür, wie gut ihnen Erholung gelingt. Ruhepausen und Ruhezeiten zwischen zwei Arbeitstagen/-schichten stellen zudem zentrale Erholungsmöglichkeiten dar. Vollzeitbeschäftigte, die angeben erholt zu sein, berichten häufiger einen guten allgemeinen Gesundheitszustand." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Volkswirtschaftliche Kosten von Fehlzeiten in einer alternden Gesellschaft (2020)
Zitatform
Wilke, Christina Benita (2020): Volkswirtschaftliche Kosten von Fehlzeiten in einer alternden Gesellschaft. In: P. Deschermeier, J. Fuchs, I. Iwanow & C. B. Wilke (Hrsg.) (2020): Zur Relevanz von Bevölkerungsvorausberechnungen für Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Regionalpolitik, Bielefeld, wbv S. 118-139.
Abstract
"Der demografische Wandel führt zu einer Alterung unserer Gesellschaft als Ganzes. Solange die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer in Deutschland noch im erwerbsfähigen Alter sind, wird auch die Ewerbsbevölkerung altern - und schrumpfen, sobald diese Babyboomer-Generation nach und nach das Renteneintrittsalter erreicht. Zugleich lässt sich seit Mitte der 2000er Jahre ein Trend zu steigenden Fehlzeiten (Zeiten der Arbeitsunfähigkeit) in den Betrieben beobachten, wobei die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage pro Fall mit dem Alter ansteigt. Der Beitrag untersucht, mit welchen volkswirtschaftlichen Kosten solche Fehlzeiten aufgrund von Arbeitsunfähigkeit einhergehen und welche Auswirkungen der zu erwartende Alterungs- und Schrumpfungsprozess der Erwerbsbevölkerung auf die künftige Entwicklung der Fehlzeiten und die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Kosten haben wird. Für das Jahr 2018 ergeben sich Kosten in Höhe von knapp 85 Milliarden Euro. Dies entspricht etwa 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Bei gleichbleibendem Erwerbs- und Arbeitsunfähigkeitsverhalten werden diese Kosten mit dem schrittweisen Austritt der Babyboomer aus dem Erwerbsleben künftig tendenziell eher wieder zurückgehen, und zwar um circa 7 Prozent bis zum Jahr 2030. Je nach Bevölkerungsszenario wird sich dieser Trend auch langfristig fortsetzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Stressreport Deutschland 2019: Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden (2020)
Zitatform
(2020): Stressreport Deutschland 2019. Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden. (baua: Bericht), Dortmund, 225 S. DOI:10.21934/baua:bericht20191007
Abstract
"In den zurückliegenden Jahren lässt sich ein verstärktes öffentliches Interesse an psychischer Belastung und Beanspruchung feststellen, was sich u. a. in der Konkretisierung des Arbeitsschutzgesetzes, in den letzten Arbeitsprogrammen der "Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie" und der "Gemeinsamen Erklärung" des BMAS und den Sozialpartnern zeigt. Weiterhin wurde mit dem BAuA-Projekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Wissenschaftliche Standortbestimmung“ eine systematische Aufarbeitung vorhandener Literatur zu Zusammenhängen zwischen arbeitsbezogenen psychischen Belastungsfaktoren und deren gesundheitlichen Folgen vorgelegt. Dabei konnten Schlüsselfaktoren, wie z. B. die Arbeitsintensität oder die Arbeitszeit identifiziert werden, die bei der Arbeitsgestaltung primär berücksichtigt werden sollten. Der Stressreport 2019 geht vor allem solchen Schlüsselfaktoren nach und gibt Aufschluss über deren Verbreitung, deren Wirkungen sowie ihren Verknüpfungen mit anderen Arbeitsbedingungsfaktoren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Bericht der Bundesregierung über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und über das Unfall- und Berufskrankheitengeschehen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2019: Unterrichtung durch die Bundesregierung (2020)
Zitatform
(2020): Bericht der Bundesregierung über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und über das Unfall- und Berufskrankheitengeschehen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2019. Unterrichtung durch die Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/25420 (17.12.2020)), 216 S.
Abstract
"Der Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Berichtsjahr 2019“ beschreibt auch in diesem Jahr die Entwicklungen zum Stand von Arbeits- und Gesundheitsschutz. Aufgrund des betrachteten Zeitraumes des Berichtes bleiben die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie damit in den Daten vollständig unberücksichtigt. Dabei werden neben zahlreichen Statistiken z. B. zur Erwerbstätigkeit, zum Arbeitsunfall- und Berufskrankheitengeschehen, zu Renten und Arbeitsunfähigkeit auch Aktivitäten verschiedener Arbeitsschutzakteure vorgestellt. Der diesjährige Schwerpunkt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ befasst sich u. a. intensiver mit dem Umgang mit Zeit- und Leistungsdruck, den viele Erwerbstätige aus ihrem Arbeitsalltag kennen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Büroarbeit und körperliche Gesundheit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/23247) (2020)
Zitatform
(2020): Büroarbeit und körperliche Gesundheit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/23247). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/24215 (11.11.2020)), 113 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion Die Linke zu Büroarbeit und körperliche Gesundheit u.a. mit Statistiken aus der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2006, 2008 zum Anteil an "BüroarbeiterInnen" nach Wirtschaftszweigen sowie zur wahrgenommenen Belastung der ArbeitnehmerInnen durch das "Arbeiten im Sitzen". (IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Alternde Belegschaften und psychische Belastungen bei der Arbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/23898) (2020)
Zitatform
(2020): Alternde Belegschaften und psychische Belastungen bei der Arbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/23898). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/25224 (14.12.2020)), 91 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zu alternden Belegschaften und psychische Belastungen bei der Arbeit. (IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Are they coming for us? Industrial robots and the mental health of workers (2019)
Zitatform
Abeliansky, Ana Lucia & Matthias Beulmann (2019): Are they coming for us? Industrial robots and the mental health of workers. (CeGE discussion papers 379), Göttingen, 27 S.
Abstract
"We investigate how an increase in the robot intensity (the ratio of industrial robots over employment) affects the self-reported mental health of workers in Germany. To do so, we combine individual mental health data from the German Socioeconomic Panel with the deliveries of robots to 21 German manufacturing sectors provided by the International Federation of Robotics for the period 2002-2014 (every two years). Controlling for a range of individual and sectoral characteristics, and employing individual-, time- and sectoral fixed effects, we find that an increase in robot intensity of 10% is associated with an average decrease of 0.59% of the average mental health standard deviation. This suggests that in a fast automating sector (i.e. rubber and plastics), where the robot intensity increased by approximately 2000%, mental health would have decreased by 118% of one standard deviation. This effect seems to be driven by job security fears of individuals working in noninteractive jobs and the fear of a decline in an individual's economic situation. Moreover, further sample divisions into low, middle and high occupational groups shows that the negative effects are affecting mostly the middle-level occupational group. Splitting the sample according to different age groups shows that the mental health of younger workers is the most vulnerable to an increase in automation. Results are also robust to instrumenting the stock of robots, and to different changes in the sample." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Workplace employee representation and industrial relations performance: new evidence from the 2013 European company survey (2019)
Zitatform
Addison, John T. & Paulino Teixeira (2019): Workplace employee representation and industrial relations performance. New evidence from the 2013 European company survey. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 239, H. 1, S. 111-154. DOI:10.1515/jbnst-2017-0146
Abstract
"Using cross-country data from the European Company Survey, we investigate the relationship between workplace employee representation and management perceptions of the climate of industrial relations, sickness/absenteeism, employee motivation, and staff retention. For a considerably reduced subset of the data, a fifth indicator - strike activity - is also considered alongside the other behavioral outcomes. From one perspective, the expression of collective voice through works council-type entities may be construed as largely beneficial, especially when compared with their counterpart union agencies either operating alone or in a dominant position. However, if heightened distributional struggles explain these differential outcomes in workplace employee representation, it should not go unremarked that the influence of formal collective bargaining is seemingly positive." (Author's abstract, © De Gruyter) ((en))
-
Literaturhinweis
Working conditions in a global perspective (2019)
Aleksynska, Mariya; Berg, Janine ; Johnston, Hannah ; Vanderleyden, Julie ; Foden, David; Parent-Thirion, Agnès;Zitatform
Aleksynska, Mariya, Janine Berg, David Foden, Hannah Johnston, Agnès Parent-Thirion & Julie Vanderleyden (2019): Working conditions in a global perspective. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Luxemburg, VII, 178 S. DOI:10.2806/870542
Abstract
"Job quality is a major focus of policymakers around the world. For workers, the enterprises that employ them and for societies, there are benefits associated with high-quality jobs, and costs associated with poor-quality jobs. This report - the result of a pioneering project by the International Labour Organization and Eurofound - provides a comparative analysis of job quality covering approximately 1.2 billion workers in Europe, Asia and the Americas. It analyses seven dimensions of job quality: the physical environment, work intensity, working time quality, the social environment, skills and development, prospects, and earnings, finding both important differences and similarities between countries. By analysing positive and negative aspects of job quality in different countries and societies, the report provides a way to look beyond national explanations, to see how some groups of workers are affected more than others and understand the particular issues for women workers around the world - in support of evidence-based policymaking to improve job quality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Standards guter Arbeit: Disziplinäre Positionen und interdisziplinäre Perspektiven (2019)
Zitatform
Alewell, Dorothea & Wenzel Matiaske (Hrsg.) Leßmann, Ortrud (Mitarb.) (2019): Standards guter Arbeit. Disziplinäre Positionen und interdisziplinäre Perspektiven. (Zentrum und Peripherie 13), Baden-Baden: Nomos, 247 S. DOI:10.5771/9783845299310
Abstract
"Der Wandel der Arbeitswelt mit Zunahme von Erwerbstätigkeit jenseits des Normalarbeitsverhältnisses wirft die Frage auf, was heute Standards guter Arbeit sind. Diese Frage kann keine Disziplin alleine beantworten - aber die eigene Position in eine interdisziplinäre Perspektive einbringen, die gute Arbeit anhand ihres positiven Einflusses auf die individuelle Wohlfahrt definiert. So werden in diesem Band Beiträge verschiedener Disziplinen zusammengestellt: aus der Psychologie zum Zusammenhang von Arbeit und Gesundheit; aus der Betriebswirtschaftslehre zu den Möglichkeiten von Human-Resource-Management-Strategien und Diversity Management, zur Rolle von Religion am Arbeitsplatz sowie zum Einfluss des Rechts auf Arbeitszeit und Mitbestimmung; aus der evangelischen Theologie zum Themenfeld Arbeit und Sinn; schließlich aus der Rechtswissenschaft zur Frage des Arbeitnehmerstatus im entgrenzten Betrieb und komplementär dazu zur Situation von Solo-Selbstständigen und ihrer soziale Sicherung." (Verlagsinformation, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Auswirkungen verkürzter Ruhezeiten auf Gesundheit und Work-Life-Balance bei Vollzeitbeschäftigten: Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2017 (2019)
Zitatform
Backhaus, Nils, Corinna Brauner & Anita Tisch (2019): Auswirkungen verkürzter Ruhezeiten auf Gesundheit und Work-Life-Balance bei Vollzeitbeschäftigten. Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2017. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 73, H. 4, S. 394-417. DOI:10.1007/s41449-019-00169-8
Abstract
"Flexible Arbeitszeitmodelle gewinnen in der modernen Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung. Vielfach wird in Frage gestellt, ob bestehende Regelungen des Arbeitszeitgesetzes den Wandel der Arbeitswelt noch angemessen berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund wurde auch eine Diskussion über die gesetzliche Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Arbeitstagen angestoßen. Dieser Beitrag zeigt auf Basis der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2017 (n = 6136 Vollzeitbeschäftigte), dass die Verkürzung von Ruhezeiten, über alle Berufe hinweg, negativ mit psychosomatischen Beschwerden und Work-Life-Balance assoziiert ist. Zudem kann gezeigt werden, dass der vielfach bestätigte negative Zusammenhang zwischen täglichen Arbeitszeiten bzw. Überstunden mit Gesundheit und Work-Life-Balance zum Teil auf verkürzte Ruhezeiten zurückzuführen ist. Aus den Analysen wird deutlich, dass bereits eine gelegentliche Unterschreitung der elfstündigen Mindestruhezeit mit Risiken für Gesundheit und einer schlechteren Work-Life-Balance einhergeht.
Praktische Relevanz: Verkürzte Ruhezeiten zeigen negative Zusammenhänge zu Gesundheit und Work-Life-Balance. Die gesetzlichen Ruhezeiten stellen aus Sicht des Arbeitsschutzes daher einen notwendigen Mindeststandard dar, dessen Einhaltung für eine gesunde Arbeitszeitgestaltung für alle Tätigkeiten maßgeblich ist. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit, in Form einer Absenkung der Mindestruhezeit, ist aus arbeitswissenschaftlicher Sicht abzulehnen. Darüber hinaus sollten die bestehenden Ausnahmeregelungen kritisch reflektiert werden. Bei der Gestaltung und Bewertung von Arbeitszeiten sollte neben der Länge der Arbeitszeit stets auch die Ruhezeit berücksichtigt werden. Eine Unterschreitung der Mindestruhezeit sollte in jedem Fall vermieden werden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege in Österreich - die Perspektive der Beschäftigten (2019)
Zitatform
Bauer, Gudrun, Ricardo Rodrigues & Kai Leichsenring (2019): Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege in Österreich - die Perspektive der Beschäftigten. (European Centre for Social Welfare Policy and Research. Policy brief 2018,08), Wien, 11 S.
Abstract
"Um den zukünftigen Bedarf an formellen Pflege- und Betreuungsdiensten zu decken, wird eine wesentliche Steigerung der Zahl qualifizierter Pflege- und Betreuungspersonen notwendig sein. Dabei wird für Österreich, wie auch für andere europäische Länder, bereits jetzt ein zukünftiger Arbeitskräftemangel in der Langzeitpflege prognostiziert (siehe z.B. Fink et al., 2015; für Deutschland: Rothgang et al., 2017). Ausschlaggebend für die Berufswahl sowie für den Verbleib in der Pflege- und Betreuung sind die jeweiligen Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, denn schlechte Arbeitsbedingungen gehen allgemein mit Absentismus sowie Problemen bei der Rekrutierung, hoher Fluktuation und der Abwanderung in andere Berufe einher (Colombo et al., 2011).
Im Rahmen der NORDCARE-Befragung in Österreich wurden daher die Arbeitsbedingungen in den Mobilen Sozial- und Gesundheitsdiensten sowie in Alten- und Pflegeheimen in drei Bundesländern in Österreich (Wien, Oberösterreich, Salzburg) aus Sicht der Beschäftigten untersucht (siehe Bauer et al., 2018). Im Anschluss an den ersten Policy-Brief zu dieser Studie, der einen Einblick in die Charakteristika der Beschäftigten in der Langzeitpflege und deren Arbeitsbereich gibt, widmet sich dieser Policy-Brief der Beurteilung konkreter Arbeitsbedingungen durch die Beschäftigten und beleuchtet jene Faktoren, welche die Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege wesentlich und in besonderem Ausmaß beeinflussen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Gender Health Gap: Gesundheitsbezogene Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in der Arbeit (2019)
Zitatform
Becker, Karina, Thomas Engel, Lena Grebenstein & Laura Künzel (2019): Gender Health Gap: Gesundheitsbezogene Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in der Arbeit. In: Prokla, Jg. 49, H. 2, S. 219-237. DOI:10.32387/prokla.v49i195.1820
Abstract
"In dieser Arbeit werden die gesundheitsbezogenen Unterschiede von Belastungen und Ressourcen zwischen den Geschlechtern in der Lohnarbeit in Deutschland analysiert. Um das Problem zu kontextualisieren werden aktuelle Diskussionen der Arbeitssoziologie sowie feministischer Theorie nachgezeichnet. Die Datenbasis unserer Analyse stellt die BiBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung dar. Wir gruppieren die Arbeitnehmer*innen in elf Berufsklassen, die sich auf der Basis des von Daniel Oesch entwickelten Schemas anhand von Arbeitslogik und Bildungsniveau ergeben. In der interpersonellen und der technischen Arbeitslogik stellen wir eine Gratifikationskrise fest, von der Frauen besonders stark betroffen sind. Hohe psychische Belastungen stehen hier einer geringen Ausstattung mit ausgleichenden Ressourcen gegenüber. In unserem Fazit diskutieren wir Ursachen und mögliche Lösungsstrategien für diese nachgewiesene gesundheitliche Diskriminierung von Frauen in der Lohnarbeit." (Autorenreferat, © Verlag Westfälisches Dampfboot)
-
Literaturhinweis
Personal attitudes, job characteristics and health (2019)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Olaf Hübler (2019): Personal attitudes, job characteristics and health. (IZA discussion paper 12597), Bonn, 50 S.
Abstract
"Using a new German individual data set, we investigate the influence on health with respect to personal traits measured by the Big Five, collegiality, commitment and job characteristics. Among the Big Five conscientiousness, agreeableness and emotional stability correlate positively with good health. Job characteristics like activities combined with substantial decision authority, no physically demanding tasks, pleasant environmental conditions, little time pressure and no necessity of multitasking affect health in the same direction. If employees get help if needed from their colleagues and if they do not feel unfairly criticized by others in the firm, they usually have no health problems. For mental health, all Big Five items are influential whereas no statistical significance could be found for the number of days workers were absent due to sickness except in cases of neuroticism." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working conditions and health of older workers (2019)
Zitatform
Belloni, Michele, Raluca Elena Buia, Matija Kovacic & Elena Meschi (2019): Working conditions and health of older workers. In: A. Börsch-Supan, J. Bristle, K. Andersen-Ranberg, A. Brugiavini, F. Jusot, H. Litwin & G. Weber (Hrsg.) (2019): Health and socio-economic status over the life course : First results from SHARE Waves 6 and 7, S. 157-163. DOI:10.1515/9783110617245-016
Abstract
"In this chapter, we studied the relationship between working conditions and three health outcomes in a large sample of older workers in Europe. Our results suggest that job quality is an important predictor of individual health and show that some job features are more important than others. For example, physical environment and work intensity are particularly relevant predictors of general health, whereas low job security and uncertain career prospects are significantly associated with affective or emotional disorders.
Our findings have some potentially important policy implications. First, older workers appear sensitive to some specific job features. Therefore, effort needs to be made to monitor and improve these features, and the tasks and duties of the individual worker can be redesigned to reduce physical health risks. Second, policymakers should consider that staying longer in the workforce might have adverse effects on workers' health, especially in occupations characterised by poor job quality. Therefore, any increase in the legal retirement age should be accompanied by policies that benefit the most vulnerable workers and jobs. We should acknowledge that our empirical strategy does not allow us to determine a causal effect among the variables at this stage. It might be the case that a selection process occurs in which people's health status channels them into certain types of jobs. Therefore, future research should be undertaken to uncover the mechanisms that lie behind the work/health nexus." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Soziale Unterschiede im Mortalitätsrisiko: Das frühere Arbeitsleben beeinflusst die fernere Lebenserwartung (2019)
Zitatform
Brussig, Martin & Susanne Eva Schulz (2019): Soziale Unterschiede im Mortalitätsrisiko. Das frühere Arbeitsleben beeinflusst die fernere Lebenserwartung. (IAQ-Report 2019-06), Duisburg, 20 S. DOI:10.17185/duepublico/49093
Abstract
"Die Lebenserwartung ab dem 65. Lebensjahr (fernere Lebenserwartung) ist in den letzten Jahrzehnten in Deutschland deutlich gestiegen. Die Hälfte der 1960 Geborenen wird voraussichtlich ein Alter von ca. 86 Jahre (Männer) bzw. 90 Jahre (Frauen) erreichen, sofern sie 65 Jahre alt geworden sind. Für die Generation der 1920 Geborenen lagen diese Werte noch bei ca. 80 bzw. 85 Jahren. Frauen haben ab einem Alter von 65 Jahren ein konstant niedrigeres Risiko zu versterben (Mortalitätsrisiko) bzw. eine höhere fernere Lebenserwartung als Männer. Personen mit einer schlechten Selbsteinschätzung ihrer Gesundheit sowie Personen mit einer Behinderung weisen ebenfalls eine niedrigere fernere Lebenserwartung auf. Vorliegende Studien weisen darüber hinaus auf den Einfluss sozioökonomischer Unterschiede hin. So haben Personen in überdurchschnittlichen Einkommenspositionen eine höhere fernere Lebenserwartung als Personen in unterdurchschnittlichen Einkommenspositionen. Auch beim Bildungsniveau zeigt sich ein niedrigeres Mortalitätsrisiko mit steigender Bildung. Ergänzend zu diesen Untersuchungen wird in der hier unternommenen Analyse gezeigt, dass Unterschiede in den Arbeitsbelastungen mit der ferneren Lebenserwartung ab 65 Jahren zusammenhängen. Sie ist niedriger bei sehr hohen Arbeitsbelastungen und höher bei niedrigen Arbeitsbelastungen während der Erwerbsphase." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zum Arbeitsanforderungen-Arbeitsressourcen-Modell von Burnout und Arbeitsengagement: Stand der Forschung (2019)
Demerouti, Evangelia; Nachreiner, Friedhelm;Zitatform
Demerouti, Evangelia & Friedhelm Nachreiner (2019): Zum Arbeitsanforderungen-Arbeitsressourcen-Modell von Burnout und Arbeitsengagement. Stand der Forschung. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 73, H. 2, S. 119-130. DOI:10.1007/s41449-018-0100-4
Abstract
"Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über den Stand der Forschung zum Arbeitsanforderungen-Arbeitsressourcen-Modell, welches zur Erklärung von Burnout und Arbeitsengagement dient. Dabei werden die beiden von diesem Modell angenommenen Prozesse vorgestellt und aufzeigt, wie sie mit möglichen Konsequenzen in Form von Burnout und/oder Arbeitsengagement zusammenhängen. Zusätzlich werden differentielle Zusammenhänge zwischen Arbeitsanforderungen und Arbeitsressourcen, zwischen Burnout bzw. Arbeitsengagement und weiteren Konsequenzen wie Fehlzeiten und Produktivität dargestellt. In diesem Zusammenhang werden auch Befunde von Längsschnittuntersuchungen sowie von einer Untersuchung, die auf einer objektiven Erfassung von Arbeitsbedingungen basiert, diskutiert. Darüber hinaus wird die Bedeutung individueller Ressourcen, wie das proaktive Gestalten der eigenen Arbeitstätigkeit, erläutert. Der Beitrag schließt mit praktischen Implikationen des Modells sowie den daraus abzuleitenden Empfehlungen für die Arbeits(um)gestaltung.<br> Praktische Relevanz: Auf theoretischen Befunden basierend, demonstriert dieser Beitrag wie das Arbeitsanforderungen-Arbeitsressourcen-Modell zur Entwicklung und Implementierung von Arbeits(um)gestaltungsmaßnahmen genutzt werden kann. Diese Maßnahmen verfolgen das Ziel das Burnout Risiko von Beschäftigten zu reduzieren und deren Arbeitsengagement zu steigern. Interventionsstudien zeigen, dass die erfolgreiche Umsetzung der Modell-Annahmen zu positiven Ergebnisses sowohl für die Beschäftigte als auch für die Unternehmen führt." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Longitudinal employment trajectories and health in middle life: Insights from linked administrative and survey data (2019)
Zitatform
Devillanova, Carlo, Michele Raitano & Emanuela Struffolino (2019): Longitudinal employment trajectories and health in middle life. Insights from linked administrative and survey data. In: Demographic Research, Jg. 40, S. 1375-1412. DOI:10.4054/DemRes.2019.40.47
Abstract
"The paper adopts a long-term perspective in analysing the association between health and employment histories, often characterized by substantial mobility over time across multiple statuses and contractual arrangements. The available evidence is largely based on static or short-run dynamic approaches and only compares across few employment statuses." (Author's abstract, © Max-Planck-Institut für demographische Forschung) ((en))
-
Literaturhinweis
Armut und Handlungskompetenz: Expertise (2019)
Zitatform
Dohmen, Thomas & Jonas Radbruch (2019): Armut und Handlungskompetenz. Expertise. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht 529), Berlin, 52 S.
Abstract
"Die Kurzexpertise systematisiert mögliche wechselseitige Beziehungen zwischen Armut und Handlungskompetenzen. Anhand der Ergebnisse empirischer Untersuchungen wird überprüft, inwieweit Zustände und Erfahrungen von Einkommensarmut Handlungskompetenzen verändern und so die Überwindung von Armut erschweren. Es ergibt sich ein komplexes Bild von wechselseitigen Beziehungen zwischen Armut und Handlungskompetenzen, das die Forschung noch nicht vollständig entschlüsselt hat.
Unabhängig von einer möglichen wechselseitigen Beziehung sind jedoch Maßnahmen zur Stärkung von Handlungskompetenzen ein geeignetes Instrument zur nachhaltigen Armutsbekämpfung. Die Kurzexpertise beschreibt daher die Wirkungen ausgewählter Interventionen, die auf die Veränderung von Handlungskompetenzen abzielen und diskutiert deren Übertragbarkeit auf andere Zielgruppen und Regionen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Psychische Belastung und Beanspruchung am Arbeitsplatz (2019)
Fischmann, Wolfgang; Voss, Amanda; Drexler, Hans;Zitatform
Fischmann, Wolfgang, Amanda Voss & Hans Drexler (2019): Psychische Belastung und Beanspruchung am Arbeitsplatz. In: Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin, Jg. 54, H. 2, S. 85-89.
Abstract
"Die psychische Gesundheit ist ein Themenfeld, das generell und speziell im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz in der Forschung zunehmend untersucht wird. Auch für Arbeitgeber ist nicht zuletzt durch veränderte Gesetzeslagen dieses Thema von hoher Relevanz. Die Entwicklung psychischer Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz soll im folgenden Artikel anhand allgemeiner Bestandsaufnahmen sowie tieferer Einblicke aus Forschungsprojekten in Bayern dargestellt werden" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Men's income trajectories and physical and mental health at midlife (2019)
Zitatform
Frech, Adrianne & Sarah Damaske (2019): Men's income trajectories and physical and mental health at midlife. In: American Journal of Sociology, Jg. 124, H. 5, S. 1372-1412. DOI:10.1086/702775
Abstract
"Using time-varying, prospectively measured income in a nationally representative sample of baby-boomer men (the National Longitudinal Survey of Youth, 1979), the authors identify eight group-based trajectories of income between ages 25 and 49 and use multinomial treatment models to describe the associations between group-based income trajectories and mental and physical health at midlife. The authors find remarkable rigidity in income trajectories: less than 25% of the sample experiences significant upward or downward mobility between ages 25 and 49, and most who move remain or move into poverty. Men's physical and mental health at age 50 is strongly associated with their income trajectories, and some upwardly mobile men achieve the same physical and mental health as the highest earning men after adjusting for selection. The worse physical and mental health of men on other income trajectories is largely attributable to their early life disadvantages, health behaviors, and cumulative work experiences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
