Arbeitsmarkt Kinderbetreuung
Seit dem 1. August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder zwischen einem und drei Jahren. Qualitativ hochwertige und ausreichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten werden von Eltern verstärkt eingefordert. Was bedeutet das für die Beschäftigten in den Betreuungseinrichtungen? Wie ist ihre Arbeitssituation und wie gestaltet sich die Diskussion um die Professionalisierung der Fachkräfte? Dieses Themendossier stellt Literatur- und Projektnachweise und weiterführende Links zu den Qualifikationsanforderungen und dem Fachkräftebedarf an qualifiziertem Personal in der Kinderbetreuung zusammen. Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
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Literaturhinweis
Akademisierung der Erzieherinnenausbildung?: Beziehung zur Wissenschaft (2010)
Speth, Christine;Zitatform
Speth, Christine (2010): Akademisierung der Erzieherinnenausbildung? Beziehung zur Wissenschaft. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 335 S. DOI:10.1007/978-3-531-92100-6
Abstract
"Seit der Unterzeichnung der Bologna Reform ist eine breite politische wie wissenschaftliche Diskussion über die berufliche und hochschulische Ausbildung im Gange. Daneben führen die gesellschaftlichen Anforderungen zu einer Diskussion über die Akademisierung der Erzieherinnenausbildung in Deutschland. Existierende Studiengänge für die Elementarpädagogik und Instrumente der Bologna Reform wie der Europäische Qualifikationsrahmen und die Akkreditierung als Qualitätssicherungsinstrument werden genutzt und bezüglich ihres Einsatzes überprüft. Mit Hilfe eines Qualifikationsrahmens für den Bereich 'Bildung und Erziehung im Lebenslauf' werden verschiedene Ausbildungsniveaus und Professionen vergleichbar und transparent gemacht. Er ist der erste Qualifikationsrahmen in Deutschland, der eine Berufsfach-, Fach- und Hochschulausbildung in Verbindung setzt und qualifikatorische Entwicklungen aufzeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kindertagesbetreuung im Wandel: Perspektiven für die Organisationsentwicklung (2010)
Stöbe-Blossey, Sybille;Zitatform
(2010): Kindertagesbetreuung im Wandel. Perspektiven für die Organisationsentwicklung. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 222 S. DOI:10.1007/978-3-531-91942-3
Abstract
"Die Kindertagesbetreuung in Deutschland befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Sowohl angesichts der Diversifizierung von Arbeitszeiten als auch im Sinne einer nachhaltigen Familienpolitik sind flexible Betreuungsformen notwendig; die Ansprüche an Kindertageseinrichtungen steigen im Hinblick auf die Bildungsarbeit, die soziale Integration und die Vernetzung mit familienbezogenen Dienstleistungen; an Schulen entstehen Betreuungsformen mit neuen Arbeitsfeldern für ErzieherInnen. Diese Studie befasst sich deshalb mit Beschäftigungsverhältnissen, Organisationsentwicklung und Personalwirtschaft in der institutionellen Kindertagesbetreuung und formuliert Gestaltungsanforderungen sowohl für die Politik als auch für die Träger von Einrichtungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die pädagogischen MitarbeiterInnen in Kindertageseinrichtungen: Professionalität und Professionalisierung eines pädagogischen Arbeitsfeldes (2010)
Thole, Werner;Zitatform
Thole, Werner (2010): Die pädagogischen MitarbeiterInnen in Kindertageseinrichtungen. Professionalität und Professionalisierung eines pädagogischen Arbeitsfeldes. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 56, H. 2, S. 206-222.
Abstract
"Der Beitrag referiert und diskutiert das vorliegende Wissen zu Fragen der Professionalisierung und der Professionalität von pädagogischen MitarbeiterInnen in den Handlungsfeldern der frühkindlichen Pädagogik. Der empirische Kenntnisstand zu Fragen der Professionalität und Professionalisierung in den Institutionen der frühkindlichen Pädagogik ist, so wird begründet ausgeführt, trotz einiger nationaler und internationaler Studien diffus, unsicher und letztendlich als unbefriedigend anzusehen. Beispielsweise scheint zwar akademisch qualifiziertes Personal den pädagogischen Alltag fachlich fundierter und in einer höher symbolischen Sprache zu reflektieren als pädagogische Fachkräfte mit einem berufsqualifizierenden Abschluss. Aber Befunde, dass höhere schulische und akademische Qualifizierungen die Qualität des beruflichen Engagements der MitarbeiterInnen nachweislich fördern, werden durch andere Studien angezweifelt. Resümierend wird festgehalten, dass aussagekräftige und belastbare Studien zu fast allen professionstheoretischen und -politischen Fragen fehlen. Parallel zur gegenwärtigen Konzentration auf die Entwicklung von neuen Studienprogrammen ist vor dem Hintergrund dieser Diagnose der Aufbau einer auf die Pädagogik der frühen Kindheit fokussierten Forschungslandschaft wünschenswert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsbiographien von SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen/ ErzieherInnen (2009)
Eickhoff, Volker; Gaubitsch, Reinhold; Melinz, Gerhard;Zitatform
Eickhoff, Volker, Reinhold Gaubitsch & Gerhard Melinz (2009): Berufsbiographien von SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen/ ErzieherInnen. (AMS report 70), Wien: Communicatio - Kommunikations- und PublikationsgmbH, 79 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie dient einerseits als Grundlagenarbeit für berufskundliche Zwecke, andererseits liegt eine erwerbs- bzw. berufsbiographische Erhebung und Analyse vor, die den Werdegang von SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen/ErzieherInnen zum Gegenstand hat. Die Auswertung wird differenziert nach SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen und - bei relevanten Fragestellungen - nach dem Geschlecht durchgeführt. Ausgehend von einer Gegenstandsbestimmung von Sozialarbeit und Sozialpädagogik, die den inhaltlichen Rahmen der in der Folge interessierenden Thematiken absteckt, wird der theoretische Bezugsrahmen dargestellt, der für die Analyse und Interpretation der im Zuge der Erhebung gewonnenen 'Antworttexte' von Bedeutung ist. Die in der Studie zitierten theoretischen Ansätze zu berufstypischen Einstellungen bzw. beruflichen Identitäten dienen zur Orientierung im Forschungsfeld und als Referenzebene hinsichtlich eigener Ergebnisse. Die erfolgte Darstellung persönlicher Perspektiven zur Berufslaufbahn und beruflicher Erwartungshaltungen erweist sich nicht zuletzt im Zusammenhang mit aktuellen Debatten zu Professionalität und Professionalisierung von Sozialarbeit und Sozialpädagogik von Bedeutung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The consequences of caring: skills, regulation and reward among early years workers (2009)
Zitatform
Findlay, Patricia, Jeanette Findlay & Robert Stewart (2009): The consequences of caring. Skills, regulation and reward among early years workers. In: Work, employment and society, Jg. 23, H. 3, S. 422-441. DOI:10.1177/0950017009337057
Abstract
"The persistence of gendered pay inequality raises questions as to what sustains it. Recent contributions highlight the role of low skills visibility and valuation in pay inequality in predominantly female occupations. This article examines the skills and rewards of early years workers, the organizational processes through which their skills are measured and rewarded and the institutional and organizational influences on grading and pay systems. The article does so at an important juncture when the importance and regulation of the 'early years' sector has increased significantly and following pay equality initiatives. It concludes that while the application of more systematic forms of skill and job measurement has improved the relative rewards of nursery nurses, gendered constructions of their caring skills contaminate evaluation of their educational role such that undervaluation of their work persists. This finding raises implications for other work that incorporates caring skills." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Neue Bildungswege in die Hochschule: Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen für Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialberufe (2009)
Freitag, Walburga;Zitatform
Freitag, Walburga (Hrsg.) (2009): Neue Bildungswege in die Hochschule. Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen für Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialberufe. Bielefeld: Bertelsmann, 235 S.
Abstract
"Aus dem Beruf ins Studium - ein Weg, dessen Gestaltung erfordert, studiengangsrelevante Kompetenzen aus der beruflichen Bildung und dem Erwerbsleben auf Hochschulstudiengänge anzurechnen. Im Hinblick auf diese Zielsetzung stellt das Buch vier Projekte aus dem Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialbereich vor, die sich der Frage der Entwicklung von Verfahren zur Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge gewidmet haben. Der erste Teil des Buches widmet sich der Einbettung des Konzeptes in die europäische Bildungspolitik sowie den entwickelten Verfahren. Den theoretischen Hintergrund liefert der zweite Teil, in dem Qualitätsmerkmale von Anrechnungen und Anrechnungsverfahren diskutiert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erzieherinnen in Supervision: eine empirische Analyse des Bedarfs in den verschiedenen Karrierestufen (2009)
Maile, Anna M.;Zitatform
Maile, Anna M. (2009): Erzieherinnen in Supervision. Eine empirische Analyse des Bedarfs in den verschiedenen Karrierestufen. Hamburg: IGEL-Verl., 87 S.
Abstract
"Dieses Buch untersucht die Bedeutung der Supervision in Erziehungsberufen, indem in Interviews der Bedarf nach Hilfestellungen und Unterstützung aufgezeigt wird. In einem Rückblick auf die historische Entwicklung des Erzieherinnenberufs stellt die Autorin zunächst die Ausbildungsstruktur des aktuellen Berufsbildes dar. Berufsbiographische Gesichtspunkte, der Genderaspekt und die unterschiedlichen Anforderungen von der Berufspraktikantin bis hin zur Leiterin einer Einrichtung werden beleuchtet. Der Leser wird vertraut gemacht mit den Arbeitsbelastungen, Ressourcen und gesundheitlichen Auswirkungen, die den Erzieherberuf ausmachen. Die Auswertung einer empirischen Untersuchung in Form qualitativer Interviews zeigt die Belastungen, denen Erzieherinnen in den unterschiedlichen Karrierestufen ausgesetzt sind, deutlich auf und belegt so den Supervisionsbedarf in diesem Berufsfeld. Ein Buch, das sowohl geschichtliche Hintergründe erläutert als auch aktuelle Forschungserkenntnisse vorstellt und die Supervision im sozialpädagogischen Arbeitsfeld als ein Muss herausstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kindertagesbetreuung für unter Dreijährige zwischen Ausbau und Bildungsauftrag (2009)
Münch, Maria-Theresia; Textor, Martin R.;Zitatform
(2009): Kindertagesbetreuung für unter Dreijährige zwischen Ausbau und Bildungsauftrag. (Jugend und Familie J7), Berlin, 226 S.
Abstract
"In den letzten Jahren hat die Kindertagesbetreuung sowohl einen enormen quantitativen Ausbau als auch eine qualitative 'bildungspolitische Aufladung' erfahren. Dieser Sammelband bietet eine sachorientierte, kritische Bestandaufnahme dieser Entwicklungen, ihrer rechtlichen Grundlagen und ihrer Ausgestaltung vor Ort." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frühpädagogische Ausbildungskonzepte in drei nordischen Ländern: Orientierung für die Weiterentwicklung des Professionsprofils in Deutschland? (2009)
Zitatform
Oberhuemer, Pamela (2009): Frühpädagogische Ausbildungskonzepte in drei nordischen Ländern. Orientierung für die Weiterentwicklung des Professionsprofils in Deutschland? In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Jg. 12, H. 4, S. 651-665. DOI:10.1007/s11618-009-0096-9
Abstract
"Mit der Umsetzung von offiziellen frühpädagogischen Bildungsplänen sowie der gesetzlichen Verankerung eines Platzanspruchs ab 2013 für Kinder im Alter von 1 und 2 Jahren verändern sich die bisherigen Parameter der professionellen Bildungs- und Erziehungspraxis in der frühen Kindheit in Deutschland. Trotz neuerer Ausbildungsinitiativen bleibt das Professionsprofil letztlich ungeklärt. Um diesen Klärungsprozess zu fördern, werden die sich im Umbruch befindenden Hochschulausbildungen und Berufsprofile der Kernfachkräfte in frühpädagogischen Tageseinrichtungen in Dänemark, Finnland und Schweden vorgestellt und mit Bezug zur Situation in Deutschland analysiert. Die Ausbildungen mit der Gemeinsamkeit eines akademischen Abschlusses zielen auf drei unterschiedliche Berufsprofile hin: eine sozialpädagogische Fachkraft außerhalb des Bildungssystems (Dänemark), eine frühpädagogische Fachkraft im Sozialwesen und am Schnittpunkt zum Bildungswesen (Finnland) und eine vor- und grundschulpädagogische Fachkraft innerhalb des Bildungswesens (Schweden). Eine Auseinandersetzung mit diesen unterschiedlichen Profilen könnte zum Klärungsprozess in Deutschland beitragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pädagogische Berufsarbeit und Zufriedenheit: eine bildungsbereichsübergreifende Studie (2009)
Schütz, Julia;Zitatform
Schütz, Julia (2009): Pädagogische Berufsarbeit und Zufriedenheit. Eine bildungsbereichsübergreifende Studie. (Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen - Forschung & Praxis 12), Bielefeld: Bertelsmann, 240 S.
Abstract
"Mit ihrer Studie zur pädagogischen Berufsarbeit und Zufriedenheit von Pädagogen liefert Julia Schütz erstmalig eine quantitative und segmentübergreifende Betrachtung der pädagogisch Tätigen in Deutschland. Sie befragt 424 Pädagogen der Elementarstufe, Sekundarstufe I und aus der Weiterbildung in Hessen und wertet die Ergebnisse kritisch aus. Der Zusammenhang von Zufriedenheit - z.B. im Hinblick auf die eigenen Lebensumstände (Alter, Gehalt, Familienstand etc.) - und dem Grad der kollektiven Professionalisierung des Bildungssegments stehen dabei im Fokus der Studie. Im ersten Teil des Buches werden theoretische Grundlagen der Arbeitszufriedenheit und pädagogischen Zufriedenheitsforschung thematisiert, woran sich im zweiten Teil die Auswertung der empirischen Studie anschließt. Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten existieren im Zufriedenheitsurteil zwischen den Berufsgruppen und welche Rolle spielt dabei die Professionalisierung des Bildungssegments?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung: wissenschaftliche Parameter zur Bestimmung der pädagogischen Fachkraft-Kind-Relation (2009)
Viernickel, Susanne; Schwarz, Stefanie;Zitatform
Viernickel, Susanne & Stefanie Schwarz (2009): Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung. Wissenschaftliche Parameter zur Bestimmung der pädagogischen Fachkraft-Kind-Relation. Berlin, 65 S.
Abstract
"Die gesellschaftlichen Ansprüche an die pädagogische Arbeit von Erzieher_innen sind den letzten Jahren stark gestiegen. In allen 16 Bundesländern liegen Bildungsprogramme vor, die eine Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen formulieren. Wie Leitungskräfte und pädagogische Fachkräfte diese neuen und vielfältigen Aufgaben in den pädagogischen Alltag einbinden, ist bislang noch nicht ausreichend untersucht worden.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Diakonie und die GEW haben das Forschungsprojekt 'Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung' in Auftrag gegeben, um die Bildungsaufgaben, Zeitkontingente und Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen deutschlandweit zu untersuchen. Im Projekt werden deutschlandweit pädagogische Fachkräfte und Leiter_innen von Kindertageseinrichtungen schriftlich zu ihren Erfahrungen mit den Bildungsprogrammen befragt. Die Ergebnisse werden zusätzlich durch Gruppendiskussionen mit Erzieher_innen, Kita-Leiter_innen und Trägervertreter_innen vertieft und ergänzt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Quantität braucht Qualität: Agenda für den qualitativ orientierten Ausbau der Kindertagesbetreuung für unter Dreijährige (2009)
Abstract
"Das Deutsche Jugendinstitut legt mit dieser Stellungnahme bewusst einen Fokus auf den qualitativ orientierten Ausbau der Kindertagesbetreuung für unter Dreijährige. Im Blick steht dabei der Anspruch, mit der öffentlichen Kindertagesbetreuung zur Förderung von Chancengerechtigkeit in Deutschland beizutragen. Ein besonderer Akzent dieser Stellungnahme liegt deshalb auf qualitativen Aspekten, die berücksichtigt werden müssen, wenn kompensatorische Effekte der frühen Kindertagesbetreuung zum Tragen kommen sollen. Das Thema Qualität wird aus den folgenden Perspektiven beleuchtet: Qualität für Kinder, Qualität für Eltern, Qualität der Institutionen, Qualität des Personals, Qualität der Steuerung." (Bildungsserver-Doku)
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Literaturhinweis
Bericht der Bundesregierung über den Stand des Ausbaus für ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren für das Berichtsjahr 2008: Unterrichtung durch die Bundesregierung (2009)
Zitatform
(2009): Bericht der Bundesregierung über den Stand des Ausbaus für ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren für das Berichtsjahr 2008. Unterrichtung durch die Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/12268 (12.03.2009)), 19 S.
Abstract
"In den westlichen Bundesländern (ohne Berlin) nehmen 12,2 Prozent der Kinder unter drei Jahren Tageseinrichtungen oder Kindertagespflege in Anspruch, d. h. jedes achte Kind. In den östlichen Bundesländern (ohne Berlin) sind es 42,4 Prozent, d. h. mehr als zwei Fünftel. In Gesamtdeutschland beträgt die Quote der Inanspruchnahme 17,8 Prozent. Die altersspezifische Inanspruchnahme von Kindertagesbetreuung ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich. In den östlichen Bundesländern (ohne Berlin) haben Ganztagsangebote eine größere Bedeutung als in den westlichen Bundesländern. In Tageseinrichtungen ist der Anteil der Kinder im Alter von unter drei Jahren mit Migrationshintergrund deutlich höher als in der Kindertagespflege. Die Anzahl der Kinder, die durch Tagespflegepersonen betreut werden, hat sich erheblich ausgeweitet. Der Ausbau der Kindertagespflege vollzieht sich in den Bundesländern unterschiedlich und hat nicht in allen Bundesländern die gleiche Bedeutung. Bundesweit liegt der Anteil der Kindertagespflege an allen Betreuungsangeboten im Jahr 2008 bei über 14 Prozent. In den westlichen Bundesländern (ohne Berlin) liegt dieser Anteil bei 17,7 Prozent, in den östlichen Bundesländern (ohne Berlin) bei 9,4 Prozent. Ein großer Teil der Tagespflegepersonen übt die Tätigkeit noch vorübergehend aus. Immer mehr Tagespflegepersonen betreuen mehrere Kinder. Die Anzahl der Tagespflegepersonen in Deutschland ohne eine formale Qualifikation hat sich verringert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland: eine ökonomische Bewertung langfristiger Bildungseffekte bei Krippenkindern (2008)
Fritschi, Tobias; Oesch, Tom;Zitatform
Fritschi, Tobias & Tom Oesch (2008): Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland. Eine ökonomische Bewertung langfristiger Bildungseffekte bei Krippenkindern. Gütersloh, 19 S.
Abstract
"Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung wurde untersucht, welchen Einfluss die Nutzung frühkindlicher Bildungs- und Betreuungsangebote auf den späteren Schulbesuch der Kinder hat und längerfristig auf die zu erwartenden Lebenseinkommen auswirkt. Die Analyse bezieht sich nur auf Krippenangebote. Untersucht wurden die Geburtsjahrgänge 1990 bis 1995 von in Deutschland geborenen Kindern. 16 Prozent dieser Kinder haben einmal eine Krippe besucht. Die meisten gingen erst im Alter von 2 Jahren in die Krippe. Im Folgenden ist untersucht worden, welchen Effekt der Krippenbesuch in Bezug auf die Einstufung in einen der drei Schultypen der Sekundarstufe I gegenüber dem alleinigen Besuch eines Kindergartens hat. Die Bildung der Eltern hat den größten Einfluss auf den besuchten Schultyp in der Sekundarstufe I. Für den Durchschnitt der Kinder erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, von 36 Prozent auf rund 50 Prozent, wenn sie eine Krippe besucht haben. Die Verbesserung der Bildungschancen durch den Krippenbesuch liegt für benachteiligte Kinder höher als für den Durchschnitt. Als Gedankenspiel soll dargestellt werden, welchen volkswirtschaftlichen Nutzen eine Erhöhung der durchschnittlichen Krippenbetreuungsquote bei den untersuchten Geburtsjahrgängen gehabt hätte. Nach dem berechneten Szenario entgeht der deutschen Volkswirtschaft ab 2009 für die sechs untersuchten Jahrgänge (von 1990 bis 1995) insgesamt ein Nettonutzen in Höhe von 12,6 Milliarden Euro." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsqualität aus Sicht von Erzieherinnen und Erziehern: Ergebnisse aus der Erhebung zum DGB-Index Gute Arbeit (2008)
Fuchs, Tatjana; Trischler, Falko;Zitatform
Fuchs, Tatjana & Falko Trischler (2008): Arbeitsqualität aus Sicht von Erzieherinnen und Erziehern. Ergebnisse aus der Erhebung zum DGB-Index Gute Arbeit. Stadtbergen, 72 S.
Abstract
Im Rahmen des DGB Index 'Gute Arbeit' wurden in den Jahren 2007 und 2008 insgesamt 13.807 abhängig Beschäftigte - darunter 202 Erzieherinnen und Erzieher - zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. In der Studie werden die Antworten der Erzieherinnen und Erzieher ausgewertet. Die Ergebnisse bestätigen, dass diese eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe erfüllen und die Erwartungen und Anforderungen an die Arbeit dieser Berufsgruppe im Zusammenhang mit der Bildungsdiskussion in den vergangenen Jahren in Deutschland sogar noch erheblich angestiegen sind. Sie zeigen auch, dass sich Erzieherinnen und Erzieher mit ihrer Arbeit identifizieren, motiviert sind und viel leisten. Im Gegensatz dazu steht allerdings ihr geringes Einkommen. Der wichtigste Aspekt guter Arbeit ist für Erzieherinnen und Erzieher ein sicheres, unbefristetes Arbeitsverhältnis. Daneben werden ein respektvoller Umgang bei der Arbeit und ein klarer und ausreichender Informationsfluss als äußerst wichtig beschrieben. Im Vergleich zu allen Befragten legen Erzieherinnen und Erzieher besonderen Wert auf gute Möglichkeiten für Kreativität im Arbeitsprozess, sowie den Sinngehalt ihrer Arbeit und einen guten, wertschätzenden und unterstützenden Führungsstil der Vorgesetzten. Insgesamt bewerten nur acht Prozent der Erzieherinnen und Erzieher ihre Arbeits- und Einkommensbedingungen als umfassend gut, 63 Prozent als mittelmäßig und 29 Prozent berichten von Arbeits- und Einkommensbedingungen, die auf Grund fehlender Ressourcen und vielfältiger Belastungen als 'schlecht' bezeichnet werden. (IAB)
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Der akademische Arbeitsmarkt für Frühpädagogen: Qualifizierung und Nachfrage von wissenschaftlichen Nachwuchskräften (2008)
Krüger, Heinz-Hermann; Lütke-Entrup, Monika;Zitatform
Krüger, Heinz-Hermann & Monika Lütke-Entrup (2008): Der akademische Arbeitsmarkt für Frühpädagogen. Qualifizierung und Nachfrage von wissenschaftlichen Nachwuchskräften. In: W. Thole, H.- G. Roßbach, M. Fölling-Albers & R. Tippelt (Hrsg.) (2008): Bildung und Kindheit : Pädagogik der frühen Kindheit in Wissenschaft und Lehre, S. 317-328.
Abstract
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung der frühkindlichen Bildung werfen die Autoren einen Blick auf den Professionalisierungsgrad dieses Bereiches. Dabei beziehen sie sich auf eine Auswertung von Stellenausschreibungen für frühpädagogische Professuren in Deutschland. Außerdem erfolgte eine Befragung von dreizehn Professoren an wissenschaftlichen Hochschulen zu ihren Lehrangeboten und ihrem Forschungsprofil. Die Befragung ergab, dass es ausgebaute Lehrstühle mit explizit frühpädagogischer Stellendenomination und einem breiten Forschungsprofil sowie umfassende Ausbildungsverpflichtungen nur an vier Universitäten in Deutschland gibt. Die Autoren plädieren abschließend für die Einrichtung von zumindest einer Professur mit dem Profil Pädagogik der frühen Kindheit an einer Universität in jedem Bundesland, u.a. um den Ausbau und qualitativen Wandel des Systems der öffentlichen Kleinkindererziehung wissenschaftlich begleiten und evaluieren zu können. Außerdem sollen MA-Studiengänge und Promotionsstudiengänge eingerichtet sowie ein nationales Forschungsnetzwerk etabliert werden. (IAB)
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Literaturhinweis
elementar + professionell: Die Akademisierung der elementarpädagogischen Ausbildung in Deutschland: mit einer Fallstudie: Studiengang "Erziehung und Bildung im Kindesalter" an der Alice Salomon Hochschule Berlin (2008)
König, Karsten; Pasternack, Peer;Zitatform
König, Karsten & Peer Pasternack (2008): elementar + professionell: Die Akademisierung der elementarpädagogischen Ausbildung in Deutschland. Mit einer Fallstudie: Studiengang "Erziehung und Bildung im Kindesalter" an der Alice Salomon Hochschule Berlin. (HoF-Arbeitsberichte 2008/05), 159 S.
Abstract
"In Westeuropa haben allein Deutschland, Österreich und Malta die Erzieher/innen-Ausbildung auf nichthochschulischem Niveau organisiert; unter den EU-Beitrittsländern betrifft dies Rumänien; in Tschechien und der Slowakei gibt es sowohl Ausbildungsgänge im postsekundären als auch im Hochschulbereich. In Deutschland kam die Elementarpädagogik an Hochschulen bis vor wenigen Jahren nur in Spurenelementen vor. Seit 2004 ändert sich das. Mittlerweile gibt es bundesweit 54 einschlägige akademische Ausbildungsinitiativen, die in den Kern des elementarpädagogischen Feldes führen. Daneben finden sich diverse inhaltlich affine Studiengänge sowie Initiativen für Kita-Management-Weiterbildungen, die sich vorrangig an Kita-Leiter/innen wenden. Schließlich halten auch die Berufsakademien in Baden-Württemberg und Sachsen entsprechende Angebote vor. Damit werden gegenwärtig an 51 verschiedenen Hochschuleinrichtungen (incl. zwei Berufsakademien) insgesamt 65 Ausbildungsmöglichkeiten angeboten. Die Untersuchung dokumentiert diese dynamische Entwicklung und ordnet sie professionstheoretisch, international sowie hinsichtlich des bestehenden Ausbildungssystems ein. Dies wird verbunden mit einer Fallstudie: Zweieinhalb Jahre hat HoF den Modellstudiengang 'Erziehung und Bildung im Kindesalter' an der Alice Salomon Hochschule Berlin wissenschaftlich begleitet. Schwerpunktthemen dabei waren die Ausprägung des professionellen Kerns in der Ausbildung, ein Vergleich der Erzieher/innen-Ausbildungen an Fachschulen und Fachhochschulen sowie das Theorie-Praxis-Verhältnis im Studium. Im Ergebnis werden sowohl Empfehlungen zur Stabilisierung und Entwicklung dieses Studiengangs als auch der Erzieher/innen-Ausbildung in Deutschland im ganzen formuliert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ergebnisse der Studie "Qualitätsanforderungen an ein Fort- und Weiterbildungskonzept für Erzieherinnen und Erzieher" (2008)
Meyer, Annette; Stockfisch, Christina; Stricker, Monika;Zitatform
Meyer, Annette, Christina Stockfisch & Monika Stricker (2008): Ergebnisse der Studie "Qualitätsanforderungen an ein Fort- und Weiterbildungskonzept für Erzieherinnen und Erzieher". (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 162), Düsseldorf, 57 S.
Abstract
"Die Pisa-Ergebnisse haben Entscheidungen zum Ausbau der frühkindlichen Förderung ausgelöst. Damit verbunden sind höhere Anforderungen an die Kompetenzprofile der Erzieher/innen, der Qualifizierungsbedarf steigt. In Deutschland existiert jedoch ein unüberschaubarer Markt an Weiterbildungsangeboten für Erzieher/innen - teils herausragender, teils fragwürdiger Qualität. Das Spektrum ist durch eine Vielzahl fachwissenschaftlicher, pädagogischer, methodischer und erwachsenenbildnerischer Ansätze gekennzeichnet und kaum erforscht. Zugangsvoraussetzungen, Abschlüsse, Umfang und Inhalte sind höchst unterschiedlich. Es mangelt an struktureller und inhaltlicher Koordination und so führt das hohe Engagement der Erzieher/innen und Träger kaum zu systematischer Anerkennung der Qualifikationen und zu Aufstiegsmöglichkeiten. Die Nationale Qualitätsinitiative hat wichtige Impulse für die Entwicklung des Systems der Tageseinrichtungen gegeben. Allerdings wurde versäumt, die Qualität der Weiterbildung einzubeziehen. Dabei steht Qualifizierung im Zentrum jeder Qualitätsentwicklung. Darüber gibt es einen fachlichen Konsens, ohne dass hieraus von Politik, Verwaltung und Aus- und Fortbildung Konsequenzen gezogen wurden. In der vorliegenden Studie werden die Qualifikationsanforderungen an Erzieher/innen analysiert und Qualitätskriterien für ein entsprechendes Fort- und Weiterbildungskonzept entwickelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausbau der Kinderbetreuung: Kosten, Nutzen, Finanzierung. Dossier (2008)
Zitatform
Rani Sharma, Manon & Michael Steiner (2008): Ausbau der Kinderbetreuung. Kosten, Nutzen, Finanzierung. Dossier. (Materialien aus dem Kompetenzzentrum für familienbezogene Leistungen im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Berlin, 38 S.
Abstract
"Mit dem Kabinettsbeschluss zum Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetz vom 5. September 2007 hat die Bundesregierung eine entscheidende Weiche dafür gestellt, dass Länder und Kommunen zügig mit dem Aufbau eines bedarfsgerechten Angebots für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren beginnen können. Das Dossier begründet die Zielsetzung und beschreibt das Finanzierungskonzept des Ausbaus. Das Kapitel fünf erläutert detailliert die Finanzierungsvorschläge, die im Rahmen der Diskussion um den Ausbau durch die Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums für familienbezogene Leistungen für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bis zum Sommer 2007 entwickelt wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Personal in Kindertageseinrichtungen: Entwicklungen und Herausforderungen (2008)
Riedel, Birgit;Zitatform
Riedel, Birgit (2008): Das Personal in Kindertageseinrichtungen. Entwicklungen und Herausforderungen. In: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend & Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.) (2008): Zahlenspiegel 2007: Kindertagesbetreuung im Spiegel der Statistik, S. 171-202.
Abstract
"- Wie hat sich das pädagogische Personal im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen zahlenmäßig entwickelt?
- Welche Qualifikationsprofile sind vorherrschend? Lässt sich ein Trend zu höherqualifiziertem Personal feststellen?
- Schreitet die Alterung der Fachkräfte weiter voran?
- Gibt es den Beruf Erzieher/-in bald nur noch im Teilzeitformat?
- Wie sieht der Personalschlüssel in den Einrichtungen aus?" (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Bildung, Betreuung und Erziehung für Kinder unter drei Jahren: elterliche und öffentliche Sorge in gemeinsamer Verantwortung. Kurzgutachten (2008)
Abstract
"Der Familienwissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bezieht mit seinem Kurzgutachten Position zum Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder unter drei Jahren. Dabei geht es um die Qualitätssicherung der Tagesbetreuung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für die öffentliche frühkindliche Erziehung. Darüber hinaus gibt der Beirat Empfehlungen, u. a. zur Qualifikation der Erzieherinnen und Erzieher, zu den Bildungskonzepten für die unter Dreijährigen und zur engen Einbindung der Elternhäuser." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wer betreut Deutschlands Kinder?: DJI-Kinderbetreuungstudie (2007)
Bien, Walter; Lang, Cornelia; Klement, Carmen; Kügler, Kerstin; Berg-Lupper, Ulrike; Züchner, Ivo; Fendrich, Sandra; Fuchs, Kirsten; Rauschenbach, Thomas; Teubner, Markus; Alt, Christian; Santen, Eric van; Jurczyk, Karin; Prein, Gerald ; Brunnbauer, Bettina; Pothmann, Jens; Heitkötter, Martina; Peucker, Christian; Riedel, Birgit; Peltner, Sophia; Lange, Andreas; Müller, Gero;Zitatform
Alt, Christian, Ulrike Berg-Lupper, Bettina Brunnbauer, Sandra Fendrich, Kirsten Fuchs, Martina Heitkötter, Karin Jurczyk, Carmen Klement, Kerstin Kügler, Cornelia Lang, Andreas Lange, Gero Müller, Sophia Peltner, Christian Peucker, Jens Pothmann, Gerald Prein, Eric van Santen, Markus Teubner & Ivo Züchner, Bien, Walter, Thomas Rauschenbach & Birgit Riedel (Hrsg.) (2007): Wer betreut Deutschlands Kinder? DJI-Kinderbetreuungstudie. Berlin: Cornelsen Scriptor, 317 S.
Abstract
"Auf die Kindertagesbetreuung konzentrieren sich erhebliche Erwartungen. Die moderne Erwerbswelt erfodert Bildungs- und Betreuungsangebote, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. Gleichzeitig soll Kindern eine frühe Förderung zuteil werden, weil sie das Fundament für gelingende Bildungsverläufe legt. Doch wie wachsen Kinder heute auf? Wie organisieren Familien ihren Alltag? Wie bedarfsgerecht ist die öffentliche Unterstützung? Die DJI-Kinderbetreuungsstudie gibt erstmals umfassend Antwort auf diese Fagen. Auf Basis einer bundesweiten repräsentativen Elternbefragung analysiert der vorliegende Band die Inanspruchnahme und Zufriedenheit mit dem öffentlichen Bildungs- und Betreuungsangebot, relevante Betreuungslücken, die Nutzung der Tagespflege und die Vielfalt privater Betreuungskontexte, mit denen Kinder in Berührung kommen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage, welche Kinder keinen Kindergarten besuchen und welche Betreuung sich Eltern für ihre unter dreijährigen Kinder wünschen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unintended consequences of child care regulations (2007)
Zitatform
Blau, David M. (2007): Unintended consequences of child care regulations. In: Labour economics, Jg. 14, H. 3, S. 513-538. DOI:10.1016/j.labeco.2006.01.003
Abstract
"The effects of regulations governing staff-child ratio, group size, and staff qualifications in child care centers are estimated, using data on a sample of centers. The data contain measures of staff characteristics and wages, price of the service, and the developmental quality of the child care provided. Regulations vary across states, but may be endogenous to these outcomes. Estimates with state fixed effects are feasible because regulations vary within states by age group of children and job title of staff. Estimates with state fixed effects show that tougher regulations have some impact on input use, but have little or no impact on price and quality. The most striking finding is that tougher regulations reduce staff wages, suggesting that the incidence of child care regulations is on employees of day care centers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Das Berufsfeld von Sozialarbeitern/-innen und Sozialpädagogen/-innen im Mikrozensus - Bilanz einer Dekade: der Arbeitsmarkt für Sozialarbeitern/-innen und Sozialpädagogen/-innen - Entwicklung, Umfang und innere Struktur (2007)
Pich, Wolfgang;Zitatform
Pich, Wolfgang (2007): Das Berufsfeld von Sozialarbeitern/-innen und Sozialpädagogen/-innen im Mikrozensus - Bilanz einer Dekade. Der Arbeitsmarkt für Sozialarbeitern/-innen und Sozialpädagogen/-innen - Entwicklung, Umfang und innere Struktur. In: Neue Praxis, Jg. 37, H. 6, S. 623-651.
Abstract
"Gegenstand dieser Analyse im engeren Sinne sind Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagogen/-innen mit Fachhochschulabschluss, da diese als das 'mit der modernen Sozialen Arbeit identifizierte Zentrum' angesehen werden können. Wo es sinnvoll erscheint, werden zum Vergleich Sozialarbeiter/-innen, Sozialpädagogen/ innen mit Universitäts-/Hochschulabschluss bzw. mit nichtakademischem Abschluss in die Analyse einbezogen. Der nachfolgende Beitrag beschreibt den Teilarbeitsmarkt für Sozialarbeit, Sozialpädagogik über Erwerbstätige in der Berufsordnung 861 (Sozialarbeit/Sozialpädagogik) der amtlichen Klassifikation der Berufe bzw. Nichterwerbstätige, die zuletzt in der Berufsordnung 861 erwerbstätig waren." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Streit um die Zahlen: Bedarfsszenarien für unter Dreijährige und ihre Berechnungsgrundlagen (2007)
Rauschenbach, Thomas; Schilling, Matthias; Riedel, Birgit;Zitatform
Rauschenbach, Thomas, Birgit Riedel & Matthias Schilling (2007): Der Streit um die Zahlen. Bedarfsszenarien für unter Dreijährige und ihre Berechnungsgrundlagen. München, 10 S.
Abstract
"Durch die Zielvorgabe der Bundesfamilienministerin, in Deutschland bis zum Jahr 2013 ein Angebot von 750.000 Betreuungsplätzen für unter dreijährige Kinder bereitzustellen, hat die Debatte um den Ausbau der öffentlichen Kindertagesbetreuung eine gänzlich neue Dynamik erhalten. Die Ausbauziele, die aktuell in die Diskussion eingebracht werden, liegen weit jenseits dessen, was noch vor wenigen Jahren im Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) als ein bedarfsgerechtes Angebot angesehen wurde. Zur besseren Orientierung in dieser Debatte sollen nachfolgend die vier wichtigsten Szenarien vorgestellt werden, auf denen die unterschiedlichen Schätzungen des künftigen Platzbedarfs beruhen: Der Ausbaubedarf nach dem Tagesbetreuungsausbaugesetz - TAG, Die Bedarfsberechnungen des 12. Kinder- und Jugendberichts, Die Berechnungen des SPD-Szenarios 'Gute Betreuung ab eins', Die Berechnungen des Bundesfamilienministeriums." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Eltern in entgrenzter Erwerbsarbeit - differenzierte und flexible Betreuungsbedarfe: Teilergebnisse einer qualitativen Studie im Einzelhandel und in der Film- und Fernsehbranche (2007)
Zitatform
Schier, Michaela, Peggy Szymenderski & Karin Jurczyk (2007): Eltern in entgrenzter Erwerbsarbeit - differenzierte und flexible Betreuungsbedarfe. Teilergebnisse einer qualitativen Studie im Einzelhandel und in der Film- und Fernsehbranche. (EntAF-Arbeitspapier 02), München, 13 S.
Abstract
Arbeitszeiten und Kinderbetreuungszeiten passen immer weniger zusammen. Flexibel arbeitende Mütter und Väter haben einen hohen, differenzierten und komplexen Bedarf an flexibler Kinderbetreuung. Die vom DJI und der TU Chemnitz durchgeführte Studie zeigt, dass flexible Arbeitszeiten flexible Kinderbetreuungszeiten erfordern. Es wurden Intensivinterviews mit 76 Müttern und Vätern aus Leipzig und München geführt, die in Branchen mit besonders unregelmäßigen Arbeitszeiten tätig sind - im Einzelhandel sowie in der Fernseh- und Filmproduktion. Ein Hauptergebnis der Studie ist, dass die öffentlichen Kindertagesstätten bislang nicht ausreichend auf den neuen Bedarf eingestellt sind. Auch im Osten, wo Ganztagsstätten die Regel sind, fehlt es an Flexibilität. Zu den Betreuungsproblemen der Eltern aufgrund ihrer atypischen Arbeitszeiten gehört, dass sie ein sehr flexibles Betreuungsnetz spannen müssen, um spontan Lösungen für ihre Kinder auf die Beine zu stellen. Auch gemeinsame Freizeitaktivitäten von Eltern und Kindern werden durch derartige Arbeitszeiten erschwert. Die Untersuchung kommt zu dem Fazit, dass der politisch gewollte Ausbau der öffentlichen Kinderbetreuung nicht nur auf einen quantitativen Ausbau der Betreuungsangebote abzielen darf, sondern ebenso die Anpassung und Entwicklung von Betreuungskonzepten vorantreiben muss, die sowohl den differenzierten Bedarfen von flexibel Erwerbstätigen entgegenkommen als auch den Bedürfnissen ihrer Kinder. Zusätzlich zum notwendigen quantitativen Ausbau der Kinderbetreuung müssen deshalb die Betreuungsangebote auf die frühen Morgen- und Abendstunden sowie auf Wochenenden und Ferienzeiten ausgedehnt werden. Sie müssen außerdem zeitlich flexibler, vor allem auch kurzfristig nutzbar gestaltet werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Männer im Erzieherberuf: die Relevanz von Geschlecht in einer traditionellen Frauenprofession (2007)
Tünte, Markus;Zitatform
Tünte, Markus (2007): Männer im Erzieherberuf. Die Relevanz von Geschlecht in einer traditionellen Frauenprofession. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 167 S.
Abstract
"Deutsche Kindergärten sind zumeist dann Gegenstand öffentlicher sowie politischer Debatten wenn es darum geht, Ergebnisse aktuell vorliegender PISA-Studien kritisch zu kommentieren und zu analysieren oder, wie jüngst geschehen, wenn eine Neuausrichtung im Hinblick auf das Angebot an Betreuungseinrichtungen für Kleinstkinder diskutiert wird. Die Bedeutung von Geschlecht für die tägliche Arbeit in den Einrichtungen bleibt dabei weitestgehend unterbelichtet. So ist beispielsweise der Anteil von männlichen Beschäftigten in der Kleinkinderziehung nach wie vor äußerst gering und es stellen sich damit nicht nur Fragen nach den Gründen für diesen Sachverhalt, sondern auch nach dem beruflichen Handeln von männlichen Erziehern. Basierend auf qualitativen Intensivfallstudien sowohl mit männlichen als auch weiblichen Beschäftigten im Bereich der Kindergartenerziehung beleuchtet der Autor die Relevanz der Geschlechterdifferenz in diesem Berufsfeld. Es werden sowohl Fragen nach einer geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, als auch nach möglichen Spannungsfeldern gestellt, die sich mit Blick auf eine erzieherische Tätigkeit von Männern ergeben können. Neben der Analyse der alltäglichen Arbeitsabläufe in den Einrichtungen werden zudem die strukturellen Nachteile dieses Professionsfeldes und ihre konkreten Auswirkungen auf das berufliche Selbstbild von Beschäftigten untersucht. Die theoretische Grundlage bilden dabei sowohl Ansätze aus der feministischen als auch aus der 'kritischen Männerforschung', die miteinander verknüpft werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ohne Männer? Verteilung der Geschlechter in der Kinder- und Jugendhilfe (2006)
Zitatform
Fendrich, Sandra, Kirsten Fuchs-Rechlin, Jens Pothmann & Matthias Schilling (2006): Ohne Männer? Verteilung der Geschlechter in der Kinder- und Jugendhilfe. In: DJI Bulletin H. 75, S. 22-27.
Abstract
"Die Kinder- und Jugendhilfe ist eine gesellschaftliche Agentur des Bildungs- und Sozialwesens. Sie hat in den letzten Jahrzehnten an Größe und Beachtung gewonnen - denkt man nur an die Debatten um den Ausbau von Betreuungsangeboten in Kindertageseinrichtungen. Charakteristisch für dieses Feld sind von beachtlicher Dynamik die Prozesse der Ausdifferenzierung, der Institutionalisierung sowie der Verrechtlichung. Doch nicht alles ist im 'Fluss'. Nahezu unverändert ist die Verteilung der Geschlechter in den Feldern der Kinder- und Jugendhilfe geblieben, und zwar sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Adressatinnen und Adressaten. Verschiebungen lassen sich in dieser Hinsicht allenfalls sporadisch ausmachen. In dem Beitrag wird diese verblüffende Beobachtung empirisch belegt und unter dem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit kritisch hinterfragt. Die Analyse bezieht sich dabei auf die in der Kinder- und Jugendhilfe haupt- und nebenberuflich Beschäftigten sowie auf die Adressatinnen und Adressaten von Hilfen zur Erziehung auf der Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik. Die hier vorgelegten Auswertungen und Analysen basieren auf veröffentlichten Ergebnissen und deren Kommentierungen in der zweiten Ausgabe des Jahres von KomDat Jugendhilfe, dem Informationsdienst der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (www.akjstat.uni-dortmund.de)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Männer in "Frauen-Berufen" der Pflege und Erziehung (2006)
Krabel, Jens; Kasiske, Jan; Bartjes, Heinz; Schädler, Sebastian; Hammer, Eckart; Stuve, Olaf; Rohrmann, Tim ;Zitatform
Krabel, Jens & Olaf Stuve (Hrsg.) (2006): Männer in "Frauen-Berufen" der Pflege und Erziehung. Opladen: Budrich, 160 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund eines geschlechtlich segregierten Arbeitsmarktes gibt es mittlerweile seit vielen Jahren Bestrebungen, die Berufswahlentscheidungen von Mädchen in Richtung sogenannter Männerberufe zu unterstützen. In letzter Zeit werden zunehmend Forderungen laut, auch die Jungen verstärkt für die Ausübung eines für sie untypischen Berufs zu motivieren. Die Beiträge dieses Buches liefern anschauliches Datenmaterial über die quantitative Verteilung von Männern in Pflege- und Erziehungsberufen und eine Bestandsaufnahme der unterschiedlichen theoretischen und empirischen Zugänge, die das Phänomen Männer in 'Frauenberufen' beleuchten. Neben der Frage nach den Motiven von Männern, in diesen Berufen zu arbeiten, werden auch die Barrieren untersucht, die Männer an einer entsprechenden Berufswahl hindern. Weiterhin werden Strategien diskutiert, wie Männer für den Beruf des Pflegers und Erziehers gewonnen werden können. Eine Annäherung an das Thema 'Männer in Frauenberufen' erfolgt unter anderem über die Auswertung qualitativer Interviews mit Erziehern und Pflegern. Indem die Autoren Beispiele berufsinterner geschlechtsspezifischer Segregation beschreiben, verweisen sie zudem auf die Tücken, die mit einer pauschalen Forderung nach mehr Männern in soziale Berufe verbunden sein können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirtschaftliche Aspekte der Kinderbetreuung (2006)
Wildenhauer, Christina;Zitatform
Wildenhauer, Christina (2006): Wirtschaftliche Aspekte der Kinderbetreuung. In: Soziale Arbeit, Jg. 55, H. 4, S. 127-133.
Abstract
"Kinderbetreuung hat aus gesamtgesellschaftlicher Sicht enorme Vorteile. Einerseits ergibt sich ein messbarer volkswirtschaftlicher Nutzen über die Auswirkungen der Betreuung zum Beispiel auf die Erwerbstätigkeit von Müttern, über Einsparungen von Sozialleistungen sowie die Beschäftigung der Erzieherinnen und Erzieher. Andererseits ergibt sich ein vielfältiger Nutzen aus Bildungseffekten, die frühzeitig und dauerhaft die soziale und letztlich auch finanzielle Situation der betreuten Kinder verbessern helfen und sich dadurch auch positiv auf die Gesellschaft auswirken. Kinderbetreuungseinrichtungen als Kompetenzzentren sind ideale Ansatzpunkte für eine Förderung der Familien." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unbezahlbar?: die Kosten einer Akademisierung der Erzieher/innen-Ausbildung (2005)
Pasternack, Peer; Schildberg, Arne;Zitatform
Pasternack, Peer & Arne Schildberg (2005): Unbezahlbar? Die Kosten einer Akademisierung der Erzieher/innen-Ausbildung. In: Die Hochschule, Jg. 14, H. 2, S. 154-187.
Abstract
Das deutsche Bildungswesen ist dadurch gekennzeichnet, dass Auszubildende auf umso besser qualifiziertes Personal treffen, je älter sie werden. Umgekehrt gilt, je jünger sie sind, desto unqualifizierter ist das Ausbildungspersonal. Da die in den frühen Altersstufen durchlaufene Bildung und Sozialisation prägende Wirkungen für die nachfolgende Schul- und Ausbildungsbiografie hat, wird die Forderung diskutiert, das in dieser Phase eingesetzte pädagogische Personal höher als bisher, d.h. nicht mehr auf Fachschul- sondern auf Hochschulebene zu qualifizieren. Einem solchen Paradigmenwechsel in der Ausbildung steht das Argument gegenüber, dass eine Höherqualifikation deutliche Kostensteigerungen zur Folge hätte. Der Beitrag untersucht, worauf die Annahme der Kostensteigerung beruht und ob deren Plausibilität einer empirischen Überprüfung standhält. Dabei werden drei Kostenblöcke im Hinblick auf die kostenseitigen Auswirkungen einer Akademisierung der Erzieher/innen-Ausbildung hin analysiert: (a) die Ausbildungskosten, (b) Transformationskosten der Institutionen und etwaige Kostenträgeränderungen sowie (c) eventuelle Auswirkungen auf die Arbeitskosten durch angehobene Gehaltszahlungen. Fazit: Die Zeit für einen Systemwechsel in der Erzieher- und Erzieherinnenausbildung ist vergleichsweise günstig, da ihm keine durchschlagenden Kostenargumente entgegenstehen. Sogar bei höheren Individualvergütungen kann mit Einsparungen bei der Vergütungsentwicklung gerechnet werden, was mit dem zurückgehenden Bedarf aufgrund sinkender Kinderzahlen begründet wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Wie viele Kinderbetreuungsplätze fehlen in Deutschland?: neue Bedarfsermittlung für Kinder unter drei Jahren auf der Basis von Mikrodaten (2005)
Zitatform
Spieß, Katharina C. & Katharina Wrohlich (2005): Wie viele Kinderbetreuungsplätze fehlen in Deutschland? Neue Bedarfsermittlung für Kinder unter drei Jahren auf der Basis von Mikrodaten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 72, H. 14, S. 223-227.
Abstract
"Im familienpolitischen Kontext wird die Versorgung mit Plätzen in Kindertageseinrichtungen vielfach diskutiert. Mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz will die Bundesregierung die Betreuung für Kinder unter drei Jahren ausbauen. Dabei geht sie aufgrund von 'Makroschätzungen' davon aus, dass rund 230 000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren fehlen. Das DIW Berlin hat auf der Basis von Mikrodaten, die eine Abschätzung aufgrund individueller Bedarfslagen ermöglichen, neue Berechnungen durchgeführt, die zeigen, dass etwa 250 000 Plätze für Kinder mit erwerbstätigen Müttern benötigt werden. Mit dem von der Bundesregierung geplanten Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren könnte daher für diese Gruppe der Bedarf annähernd gedeckt werden. Allerdings zeigen die neuen Berechnungen auch, dass darüber hinaus ein Bedarf besteht, um die Nachfrage der Mütter zu befriedigen, die einen starken Erwerbswunsch haben. Insgesamt würden in ganz Deutschland über 1,2 Mill. Plätze nachgefragt, wenn diese angeboten würden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kindertageseinrichtungen: Bedarf und nachhaltige Finanzierung (2005)
Zitatform
Spieß, Katharina C. & Katharina Wrohlich (2005): Kindertageseinrichtungen. Bedarf und nachhaltige Finanzierung. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 23/24, S. 30-37.
Abstract
"Neue Bedarfsermittlungen auf Basis von Umfragedaten zeigen, dass für die Gruppe der Kinder unter drei Jahren eine große Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen besteht. Um den Ausbau der Kindertagesstätten nachhaltig zu finanzieren, wäre kurzfristig eine Reform des kommunalen Finanzausgleichs notwendig und langfristig eine Finanzierung über eine Familienkasse sinnvoll." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Kindertagesbetreuung in Deutschland: Einrichtungen, Plätze, Personal und Kosten 1990 bis 2002 (2004)
Kolvenbach, Franz-Josef; Krieger, Sascha; Seewald, Hermann; Haustein, Thomas; Weber, Tim;Zitatform
Kolvenbach, Franz-Josef, Thomas Haustein, Sascha Krieger, Hermann Seewald & Tim Weber (2004): Kindertagesbetreuung in Deutschland. Einrichtungen, Plätze, Personal und Kosten 1990 bis 2002. Wiesbaden, 79 S.
Abstract
Der Bericht gibt einen Überblick über die Tagesbetreuung von Kindern in Deutschland von 1990 bis 2002. Seit 1996 gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz und seit 1999 hat jedes Kind einen unbeschränkten Rechtsanspruch auf Tagesbetreuung ab seinem dritten Geburtstag. Erziehung, Bildung und Betreuung als Grundelemente der pädagogischen Arbeit sind im pädagogischen Auftrag der Tageseinrichtungen begründet. Seit 1998 ist die Zahl der Einrichtungen und Plätze nahezu unverändert, wobei das Angebot in West- und Ostdeutschland erhebliche Unterschiede aufweist. Seit der Vereinigung ist ein Strukturwandel bei der institutionellen Kindertagsbetreuung festzustellen, die sich zum einen bei der Verschiebung bei den Einrichtungen hin zu altersgemischten Gruppen bemerkbar macht; in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland. Zum anderen ist ein Ausbau des Angebots an Ganztagsbetreuung in Westdeutschland zu verzeichnen, während in Ostdeutschland fast flächendeckend eine Ganztagsbetreuung vorhanden ist. Und zuletzt ist eine starke Zunahme befristeter Beschäftigung in Einrichtungen der Kindertagsbetreuung vor allem in Westdeutschland zu verzeichnen, während in ostdeutschen Kindertagseinrichtungen die Teilzeitarbeit stark zunimmt. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt und Kinderbetreuung: differenzierter Bedarf, flexible Lösungen (2004)
Stöbe-Blossey, Sybille;Zitatform
Stöbe-Blossey, Sybille (2004): Arbeitsmarkt und Kinderbetreuung. Differenzierter Bedarf, flexible Lösungen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 57, H. 10, S. 568-574.
Abstract
"Atypische Arbeitszeiten - abends, nachts, am Wochenende - nehmen ebenso zu wie die Teilzeitzeitbeschäftigung, welche zudem immer häufiger über die Wochentage ungleichmäßig verteilte Arbeit zu unterschiedlichen Tageszeiten beinhaltet. Eine Befragung von Müttern mit Kindern unter 14 Jahren zeigt sehr heterogene Arbeitszeitstrukturen. Diese Ausdifferenzierung der Arbeitszeiten führt zu veränderten Anforderungen an die Strukturen der institutionellen Kinderbetreuung; die 'Standard-Ganztagsbetreuung' wird den individuellen Bedarfen nicht gerecht. Modularisierung und Vernetzung von Angeboten, Organisationsentwicklung in den Einrichtungen, lokale Bedarfsermittlung und veränderte Finanzierungsstrukturen können zu einer Verbesserung der Betreuungsangebote beitragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Politik der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung in der Bundesrepublik Deutschland: ein Länderbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) (2004)
Abstract
Im März 1998 startete die OECD eine Untersuchung zur Situation der Erziehung, Bildung und Betreuung in der frühen Kindheit (Early Childhood Education and Care - ECEC). Ziel der Initiative ist es, durch internationale Analysen und Vergleiche politische Entscheidungen beeinflussen und zur Verbesserung der Angebote zur frühkindlichen Bildung und Erziehung beitragen. An der seit 2002 laufenden zweiten Runde der Vergleichsuntersuchung zum Ausbau und zur Qualität der Tagesbetreuung und Förderung in der frühen Kindheit beteiligte sich nun auch Deutschland. Der vorliegende Länderbericht basiert auf dem Hintergrundbericht des Deutschen Jugendinstituts und einem Besuch von Experten der OECD in Deutschland. Im Anschluss an den Länderbesuch erstellte die OECD den Länderbericht, der die nationalen Hintergrunddaten mit den Beobachtungen der Untersuchergruppe verbindet. Der OECD-Länderbericht für Deutschland beschreibt zuerst die kontextuellen Aspekte, die die ECEC-Politik in Deutschland bestimmen, und im Anschluss daran die aktuelle Politik und das derzeitige Betreuungsangebot. Im Ergebnis wird dargestellt, dass der Bereich der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung in Deutschland viele Stärken und Ressourcen aufweist: Zum einen besitzt Deutschland auf diesem Gebiet eine lange Tradition mit gehaltvollen Konzepten, einschließlich des sozialpädagogischen Ansatzes mit seinem Verständnis von Bildung, Betreuung und Erziehung als untrennbar miteinander verbundenen Merkmalen frühkindlicher Förderung. Ferner ist das deutsche System vor allem in den neuen Bundesländern gut ausgebaut, deren Versorgungslage zu den besten unter den OECD-Ländern zählt. (IAB)
Weiterführende Informationen
Diese URL verweist auf die 5-seitige Kurzfassung des Berichts. -
Literaturhinweis
Development of a methodology for the collection of harmonised statistics on childcare: final report (2004)
Zitatform
(2004): Development of a methodology for the collection of harmonised statistics on childcare. Final report. (Working papers and studies), Brüssel, 117 S.
Abstract
"Dieses Arbeitspapier stellt die Ergebnisse eines Projekts über vergleichbare Statistiken auf dem Gebiet der Kinderbetreuung in der Europäischen Union dar. Sein Ziel bestand darin, eine Methodik für die Sammlung harmonisierter Daten von Angebot und Nachfrage von Kinderbetreuung in der Europäischen Union zu entwickeln und verfügbare Daten aus nationalen Quellen in den Mitgliedstaaten der EU zusammenzustellen und zu analysieren. Ein spezielles Interesse wurde auf das Sammeln nationaler Daten für die vom Europäischen Rat von Barcelona 2002 vereinbarten Ziele über die Kinderbetreuung gelegt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The child care problem: an economic analysis (2001)
Zitatform
Blau, David M. (2001): The child care problem. An economic analysis. New York: Russel Sage Foundation, 266 S.
Abstract
"The child care system in the United States is widely criticized, yet the underlying structural problems are difficult to pin down. In The Child Care Problem, David M. Blau sets aside the often emotional terms of the debate and applies a rigorous economic analysis to the state of the child care system in this country, arriving at a surprising diagnosis of the root of the problem. Blau approaches child care as a service that is bought and sold in markets, addressing such questions as: What kinds of child care are available? Is good care really hard to find? How do costs affect the services families choose? Why are child care workers underpaid relative to other professions? He finds that the child care market functions much better than is commonly believed. The supply of providers has kept pace with the number of mothers entering the workforce, and costs remain relatively modest. Yet most families place a relatively low value on high-quality child care, and are unwilling to pay more for better care. Blau sees this lack of demand - rather than the market's inadequate supply - as the cause of the nation's child care dilemma. The Child Care Problem also faults government welfare policies - which treat child care subsidies mainly as a means to increase employment of mothers, but set no standards regarding the quality of child care their subsidies can purchase. Blau trains an economic lens on research by child psychologists, evaluating the evidence that the day care environment has a genuine impact on early development. The failure of families and government to place a priority on improving such critical conditions for their children provides a compelling reason to advocate change. The Child Care Problem concludes with a balanced proposal for reform. Blau outlines a systematic effort to provide families of all incomes with the information they need to make more prudent decisions. And he suggests specific revisions to welfare policy, including both an allowance to defray the expenses of families with children, and a child care voucher that is worth more when used for higher quality care. The Child Care Problem provides a straightforward evaluation of the many contradictory claims about the problems with child care, and lays out a reasoned blueprint for reform which will help guide both social scientists and non-academics alike toward improving the quality of child care in this country." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
