Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Zur Integration von Frauen in den Arbeitsfördergesellschaften Brandenburgs (1995)
Baur, Michaela;Zitatform
Baur, Michaela (1995): Zur Integration von Frauen in den Arbeitsfördergesellschaften Brandenburgs. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 48, H. 7, S. 444-450.
Abstract
"Frauen stellen in Brandenburg wie in ganz Ostdeutschland ca. zwei Drittel der Arbeitslosen, ihr Anteil an den Langzeitarbeitslosen liegt sogar noch darüber. Damit sind Frauen zu einer wichtigen Zielgruppe der Arbeitsmarktpolitik geworden. Mit Hilfe von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie befristeter Beschäftigung und Qualifizierung sollen Übergänge in reguläre Erwerbsarbeit erleichtert werden. Arbeitsfördergesellschaften, in Brandenburg die wichtigsten Träger der aktiven Arbeitsmarktpolitik, sind mit dem Beginn der Massenentlassungen 1991 gegründet worden, um diese Maßnahmen mit einem breiten inhaltlichen Spektrum möglichst betriebsförmig und effizient durchzuführen. Der Artikel zeigt, daß Arbeitsfördergesellschaften Frauen als Zielgruppe erst spät entdeckt haben. In Brandenburg blieb der Anteil von Frauen in Arbeitsfördergesellschaften immer hinter dem Landesdurchschnitt in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zurück. Wenngleich sich der Frauenanteil in Arbeitsfördergesellschaften allmählich erhöht, ist dennoch bei näherer Betrachtung qualitativer Kriterien eine Benachteiligung von Frauen festzustellen. Mitverursacht hat dies die Vielfalt der Funktionen von Arbeitsfördergesellschaften, in der die Zielgruppenorientierung bisher von zu geringer Bedeutung war. Der Ansatzpunkt zu einer zieladäquaten Integration von Frauen muß damit in der Veränderung des Selbstverständnisses von Arbeitsfördergesellschaften liegen, der ohne Druck von seiten der Förderpolitik nicht zu erwarten ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktsituation von Frauen in den neuen Bundesländern: Erwerbsverhalten, frauenspezifische Beschäftigungsrisiken, betriebliche Handlungsspielräume (1995)
Behringer, Friederike;Zitatform
Behringer, Friederike (1995): Arbeitsmarktsituation von Frauen in den neuen Bundesländern. Erwerbsverhalten, frauenspezifische Beschäftigungsrisiken, betriebliche Handlungsspielräume. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 64, H. 4, S. 590-601.
Abstract
"Der Transformationsprozeß in Ostdeutschland ging stark zu Lasten der Frauen: sie waren vom Beschäftigungsabbau besonders betroffen und haben schlechtere Wiederbeschäftigungschancen. Dies ist vor allem auf die Diskriminierung der Frauen bei Entlassungen und Einstellungen zurückzuführen, erst in zweiter Linie auf geschlechtsspezifische Unterschiede in der beruflichen Qualifikation und den bisherigen Tätigkeiten. Die Erwerbsorientierung der Frauen in Ostdeutschland ist hoch, ihre Erwerbsbeteiligung wird auch in längerer Perspektive deutlich höher als die der Frauen in Westdeutschland sein. Das Recht der Frauen auf gleichberechtigte Teilhabe an allen Bereichen der Gesellschaft ist mit der deutlichen Ausgrenzung aus der Erwerbsarbeit verletzt. Betriebliche Möglichkeiten der Gegensteuerung bestehen in der Verteilung des Arbeitsvolumens auf mehr Personen durch allgemeine Arbeitszeitverkürzung und die Schaffung von mehr Teilzeitarbeitsplätzen. Eine grundlegende Verbesserung der Arbeitsmarktsituation von Frauen ist aber nur dann zu erzielen, wenn sich die Einstellungspraxis wesentlich verändert. Frauenförderpläne mit konkreten, verbindlichen Zielen und 'Gender-Audits' sind hierfür erfolgversprechende Wege." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsprobleme von Frauen auf dem Lande in Ostdeutschland am Beispiel ausgewählter Projekte: einige Herausforderungen und Schlußfolgerungen für Arbeitsmarktpolitik (1995)
Dahms, Vera; Putzing, Monika; Schiemann, Frank;Zitatform
Dahms, Vera, Monika Putzing & Frank Schiemann (1995): Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsprobleme von Frauen auf dem Lande in Ostdeutschland am Beispiel ausgewählter Projekte. Einige Herausforderungen und Schlußfolgerungen für Arbeitsmarktpolitik. Berlin, 122 S.
Abstract
Mit dem abschließenden Ergebnisbericht wird das Forschungsvorhaben 'Frauen auf dem Lande' in seiner Gesamtheit dargestellt und ausgewertet. "In einem ersten Kapitel wird die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktsituation von Frauen im ostdeutschen ländlichen Raum sowohl in der Gesamtheit als auch in ihrer Differenziertheit vorgestellt. Daran anschließend werden Spezifika der Frauenbeschäftigung auf dem Lande diskutiert. In einem zweiten Kapitel sind an Hand der vorliegenden Ergebnisse der praktischen Projektarbeit vor Ort Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für die künftige Ausgestaltung aktiver Arbeitsmarktpolitik für Frauen auf dem Lande erarbeitet worden. Ein drittes Kapitel beschäftigt sich mit Aktivitäten und Erfahrungen des SÖSTRA-Teams bei der Verbreitung der Projekterfahrungen, und im vierten Kapitel werden offene Forschungsfragen zum Thema benannt. Zur Veranschaulichung und ebenfalls zum Zwecke der unmittelbaren Vermittlung der Untersuchungsergebnisse werden die drei bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt begleiteten Frauenprojekte in einem fünften Kapitel im Rahmen von Fallstudien präsentiert. In den Endbericht sind neben den eigenen Erfahrungen aus der praktischen Begleitung und Beratung der Frauenprojekte vielfältige Problemsichten sowohl von Praktikern im Umgang mit der Arbeitsmarktförderung wie auch von Experten vor Ort eingegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsprojekte für Frauen auf dem Lande in Ostdeutschland: Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung von beschäftigungspolitischen Initiativen (1995)
Dahms, Vera; Putzing, Monika; Schiemann, Frank;Zitatform
Dahms, Vera, Monika Putzing & Frank Schiemann (1995): Beschäftigungsprojekte für Frauen auf dem Lande in Ostdeutschland. Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung von beschäftigungspolitischen Initiativen. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 187), Nürnberg, 194 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund des akuten Beschäftigungs- bzw. arbeitsmarktpolitischen Handlungsbedarfs im ostdeutschen ländlichen Raum wurde vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung das Forschungsprojekt 'Frauen auf dem Lande - handlungsorientiertes Forschungsvorhaben zur Beschäftigungsförderung in den neuen Bundesländern' in Auftrag gegeben. Die wissenschaftliche Zielsetzung bestand in der Analyse der Beschäftigungssituation von Frauen auf dem Lande unter besonderer Berücksichtigung jeweils spezifischer regionaler Umfeldbedingungen sowie des konkreten institutionellen Bedingungsgefüges. Vor allem ging es um die Ermittlung praxisorientierter Initiativen für Möglichkeiten der Weiter- bzw. Wiederbeschäftigung sowie der Existenzsicherung für Frauen im ländlichen Raum. Die Studie liefert dafür exemplarische Beispiele. Die Bearbeiter haben - als 'teilnehmende Beobachter im Feld' - Projekte begleitet, beraten und unterstützt. Aber sie haben auch das Wagnis übernommen, selbst zwei Projekte zu initiieren. Alle Maßnahmen - in jedem Bundesland Ostdeutschlands eine - sind in typischen Tätigkeitsfeldern für Frauenerwerbsarbeit angesiedelt: im 'grünen' Bereich, auf dem Gebiet des 'sanften' Tourismus und im Bereich der sozialen Dienste. Im Ergebnis der Untersuchungen sind entsprechende Handlungsalternativen sowie Schlußfolgerungen für die Bewältigung arbeitsmarktlicher Problemlagen abgeleitet worden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebsgründerinnen in Ostdeutschland (1995)
Zitatform
Dickwach, Frigga & Monika Jungbauer-Gans (1995): Betriebsgründerinnen in Ostdeutschland. In: Soziale Welt, Jg. 46, H. 1, S. 70-91.
Abstract
"In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Personen den Schritt in die Selbständigkeit unternehmen, welche Voraussetzungen Frauen für den betrieblichen Start mitbringen, welche Arten von Betrieben sie gründen und durch welche Verhaltensweisen sie versuchen, die Startchancen zu verbessern. Die Studie zielt vor allem auf Merkmale, die für den Erfolg neugegründeter Betriebe wichtig sein könnten. Die zentrale Frage lautet: Haben die von Frauen gegründeten Betriebe bessere oder schlechtere Erfolgsaussichten im Vergleich zu Männerbetrieben? Darüber hinaus wird eine Gegenüberstellung mit Betriebsgründerinnen und -gründern in den alten Ländern vorgenommen, zum einen, um zu beurteilen, ob Frauen in Ostdeutschland mit besseren individuellen Voraussetzungen starten als im Westen, zum anderen, um eine Prognose über die Erfolgsaussichten ihrer Betriebe abgeben zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geschlechtsspezifische Differenzierung der Erwerbsbeteiligung (1995)
Gladisch, Doris; Trabert, Lioba;Zitatform
Gladisch, Doris & Lioba Trabert (1995): Geschlechtsspezifische Differenzierung der Erwerbsbeteiligung. In: Wirtschaft im Wandel H. 4, S. 8-11.
Abstract
"In Ostdeutschland läßt sich für die vergangenen Jahre ein Rückgang der Unterbeschäftigung und ein kontinuierlicher Anstieg an regulärer Erwerbstätigkeit feststellen. Dabei sinkt die Unterbeschäftigung jedoch deutlich stärker als es dem Zuwachs an regulärer Erwerbstätigkeit entspricht. Da die Zahl der Erwerbsfähigen praktisch konstant geblieben ist, resultiert aus dem geschilderten Prozeß ein Rückgang der Erwerbsbeteiligung, der als Anpassungsreaktion des Arbeitsangebots verstanden werden muß. Entgegen naheliegender Vermutungen setzt sich der Rückgang des Arbeitsangebots zu fast gleichen Teilen aus Männern und Frauen zusammen. Ein einseitiger Rückzug der Frauen vom Arbeitsmarkt läßt sich demzufolge nicht feststellen. Dagegen ist zu beobachten, daß Frauen in weit geringerem Ausmaß am Wachstum regulärer Beschäftigung partizipieren und demzufolge einen vergleichsweise hohen Anteil an der Unterbeschäftigung aufweisen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wandel und Kontinuitäten in den Haltungen Ostberliner Mütter und Töchter zu Erwerbstätigkeit und Familie: Teil 1: Forschungsbericht (1995)
Harre, Elke; Schmidt, Ines;Zitatform
Harre, Elke & Ines Schmidt (1995): Wandel und Kontinuitäten in den Haltungen Ostberliner Mütter und Töchter zu Erwerbstätigkeit und Familie. Teil 1: Forschungsbericht. Berlin: Trafo Verlag, 146 S.
Abstract
Das Erkenntnisinteresse der Untersuchung ging dahin, an der Ausprägung sowie an der Veränderung bzw. Kontinuität verschiedener Aspekte von Erwerbs- und Familienorientierungen und entsprechenden Handlungsmustern die unterschiedliche Bedeutung von Alters- und Generationsunterschieden (Mütter - Töchter) explorativ zu beschreiben. Zu analysieren war zum einen, welche Wirkungen vom deutschen Einigungsprozeß ausgehen, ob und in welchem Maße diese Wirkungen familiale Sozialisationsprozesse überlagern können und zum anderen, welche Rolle familiale Erfahrungen, individuelle Lebensgefühle und Zeitempfinden für die Ausprägung der Haltung zu Erwerbstätigkeit und Familie spielen. Weitere Fragestellungen waren der Einfluß der derzeitigen Arbeits- und Familiensituation der Mütter auf die Berufs- und Lebensentwürfe der Töchter und die Kommunikationsbeziehungen zwischen Müttern und Töchtern. Für die Untersuchung wurden 1993 und 1994 schriftliche Befragungen und Tiefeninterviews mit Ostberliner Gymnasiastinnen der Klassenstufen 12 und 13 sowie deren Müttern durchgeführt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Transformationsprozesse in ostdeutschen Unternehmen: akteurbezogene Studien zur ökonomischen und sozialen Entwicklung in den neuen Bundesländern (1995)
Heering, Walter; Schroeder, Klaus;Zitatform
Heering, Walter & Klaus Schroeder (1995): Transformationsprozesse in ostdeutschen Unternehmen. Akteurbezogene Studien zur ökonomischen und sozialen Entwicklung in den neuen Bundesländern. (Studien des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin), Berlin: Akademie Verlag, 300 S.
Abstract
Der Band enthält die beiden Untersuchungen:
1. Zwischen Berufstätigkeit und Familie - Analysen und Stimmungsbilder zur Beschäftigungssituation von Frauen in Ostdeutschland;
2. Hohe Motivation und verhaltener Optimismus - Ergebnisse einer Befragung von Belegschaften und Geschäftsleitungen ostdeutscher Betriebe. (IAB2) -
Literaturhinweis
Zur Erwerbsorientierung von Frauen nach der deutschen Vereinigung: Umverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern notwendig (1995)
Zitatform
Holst, Elke & Jürgen Schupp (1995): Zur Erwerbsorientierung von Frauen nach der deutschen Vereinigung. Umverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern notwendig. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 64, H. 1, S. 52-71.
Abstract
"Der Autor und die Autorin untersuchen in diesem Artikel die geschlechtsspezifischen Auswirkungen der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Ost- und Westdeutschland. Hierzu werden Längsschnittanalysen auf Basis der Sozioökonomischen Panels durchgeführt, um die Veränderungen zwischen 1990 und 1993 mikroanalytisch zu bestimmen. Neben der Entwicklung der Arbeitsmarktbeteiligung steht der zeitliche Verlauf der Erwerbsorientierung insbesondere Nichterwerbstätiger im Mittelpunkt der Untersuchungen. Darüber hinaus wird auf die Möglichkeiten eingegangen, mit Hilfe der Arbeitszeitpolitik die Probleme am Arbeitsmarkt zu mildern. Mit Analysen von Arbeitszeitpräferenzen abhängig Beschäftigter werden zudem Potentiale und Grenzen einer Arbeitsumverteilung diskutiert. Der Beitrag endet mit konzeptionellen Überlegungen notwendiger gesellschaftlicher Veränderungen zur Lösung der Beschäftigungsprobleme in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt: beruflicher Wiedereinstieg von Frauen nach Erwerbslosigkeit oder Familienpause (1995)
Jasper, Gerda; Grimm, Erika; Tügel, Annegret;Zitatform
Jasper, Gerda, Erika Grimm & Annegret Tügel (1995): Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Beruflicher Wiedereinstieg von Frauen nach Erwerbslosigkeit oder Familienpause. (Schriftenreihe der Senatsverwaltung für Arbeit und Frauen 07), Berlin: BBJ Verlag, 199 S.
Abstract
"Ziel der Expertise war es festzustellen, wie sich die objektiven und subjektiven Bedingungen des beruflichen Wiedereinstiegs für Ost- und Westberlinerinnen entwickelt haben, inwieweit sie sich förderlich oder hindernd auswirken und wie sich die Rückkehr der Frauen ins Erwerbsleben gestaltet. Insbesondere ging es um die Beantwortung folgender Fragen:_-Welche Wege des beruflichen Wiedereinstiegs in eine reguläre Beschäftigung sind besonders erfolgreich, bzw. welche Faktoren behindern selbigen - in Verbindung mit der Arbeitsmarktsituation - am stärksten?_-Welche Handlungsstrategien entwickeln diesbezüglich Frauen in beiden Teilen der Stadt?_-Wie wirksam sind in diesem Kontext arbeitsmarktpolitische Regelungen des Bundes und des Landes - insbesondere in der Fortbildung und Umschulung?_-Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es in diesen Fragen zwischen Ost- und Westberlin? Untersucht wurden Arbeitssuchende und WiedereinsteigerInnen ins Berufsleben (nach Erwerbslosigkeit, arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen oder Erwerbsunterbrechungen durch. Erziehungsurlaub, Familienpause etc.) in Berlin. Wir konzentrierten uns auf zwei etwa gleichgroße Gruppen von Arbeitssuchenden und Wiedereinsteigerinnen (seit 1990) in Ostberlin und Westberlin (insgesamt 664 Frauen) und verglichen sie mit entsprechenden ( männlichen Kontrollgruppen (213 Männer)." Außerdem werden 30 Tiefeninterviews mit Frauen in beiden Stadthälften und Gespräche mit ExpertInnen durchgeführt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Beschäftigungschancen von Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt: erster Teil: Zur Situation von Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Zweiter Teil: Zu den Beschäftigungschancen von Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt im Jahr 2000 (1995)
Kirner, Ellen; Eickelpasch, Alexander; Seidel, Bernhard;Zitatform
Kirner, Ellen, Alexander Eickelpasch & Bernhard Seidel (1995): Beschäftigungschancen von Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Erster Teil: Zur Situation von Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Zweiter Teil: Zu den Beschäftigungschancen von Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt im Jahr 2000. (Schriftenreihe der Senatsverwaltung für Arbeit und Frauen 08), Berlin: BBJ Verlag, 170 S.
Abstract
In der Untersuchung wird der Frage nachgegangen, wie sich die Situation von Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt gegenwärtig darstellt und welche Tendenzen sich auf mittlere Frist abzeichnen. Im Mittelpunkt des ersten Teils steht eine Bestandsaufnahme auf der Grundlage vorhandener Statistiken und bereits durchgeführter Untersuchungen. Dabei wird die Struktur sowohl der Erwerbstätigkeit als auch der Erwerbslosigkeit von Frauen nachgezeichnet, und es wird versucht herauszuarbeiten,
- welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen dem Ostteil und dem Westteil der Stadt gibt und
- welche Entwicklungstendenzen seit 1990 festzustellen sind.
Im zweiten Teil wird aufbauend auf den Daten von 1993 eine Projektion der Beschäftigungschancen von Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt im Jahr 2000 vorgenommen. (IAB2) -
Literaturhinweis
Ostdeutsche Frauen im Transformationsprozeß: eine soziologische Analyse zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen (1990-1994) (1995)
Schröter, Ursula;Zitatform
Schröter, Ursula (1995): Ostdeutsche Frauen im Transformationsprozeß. Eine soziologische Analyse zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen (1990-1994). In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 20, S. 31-42.
Abstract
"Fünf Jahre nach dem Herbst 1989 sind ostdeutsche Frauen in besonderer Weise von den sozialen Problemen des Transformationsprozesses betroffen. Sie sind in höherem Maße als ostdeutsche Männer arbeitslos, obwohl ihr Wunsch nach Berufstätigkeit nicht wesentlich geringer und die Orientierung auf beruflichen Erfolg sogar größer geworden ist. Junge ostdeutsche Frauen verzichten in höherem Maße als westdeutsche und in sehr viel höherem Maße als DDR-Frauen auf Kinder, obwohl sich an dem Kinderwunsch kaum etwas geändert hat. Nach Jahren der radikalen gesellschaftlichen Veränderungen und abrupten biographischen Brüche reflektieren ostdeutsche Frauen empfindliche Verluste (soziale Kälte, Ängste), aber auch Gewinne, die Sehnsucht nach der DDR im größten Maße nicht aufkommen lassen (Reisefreiheit,Warenangebot). Soziale Differenzierungen werden immer deutlicher: Einerseits gibt es die Abkopplung einer größeren Frauengruppe vom gesellschaftlichen Leben und von Zukunftshoffnungen. Andererseits ist ein kleinerer Teil ostdeutscher Frauen - überdurchschnittlich aktiv und überdurchschnittlich qualifiziert - bereits im 'neuen Deutschland' angekommen, nutzt und befördert die neuen Lebensmöglichkeiten und verweist oft gleichzeitig auf 'zu Erhaltendes' aus der Vergangenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Frauen - sechs Jahre nach dem gesellschaftlichen Umbruch: Auswertung empirischer Daten zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen (1995)
Schröter, Ursula;Zitatform
Schröter, Ursula (1995): Ostdeutsche Frauen - sechs Jahre nach dem gesellschaftlichen Umbruch. Auswertung empirischer Daten zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen. (Studien des Instituts für Sozialdatenanalyse 15), Berlin: Trafo-Verlag, 67 S.
Abstract
"Die Autorin verfolgt das Ziel nachzuweisen, daß es im Leben ostdeutscher Frauen gegenwärtig nicht nur Umbrüche (oder 'Tranformationen' oder 'Modernisierungen') gibt, sondern auch Kontinuität; nicht nur Skepsis und Befürchtungen, sondern auch eine neue Art der gesellschaftlichen Akzeptanz; nicht nur den Drang zur Konformität und Vermassung, sondern auch eine neue Chance zur Individualisierung." Dargestellt und interpretiert werden die Ergebnisse aus vier repräsentativen Befragungen des Instituts für Sozialdatenanalyse e.V. Berlin (isda) sowie aus anderen empirischen Erhebungen und der amtlichen Statistik zur Erwerbsneigung, zum Kinderwunsch, zur Werteorientierung, zu Mutterrolle und Frauenbild sowie zur politischen Partizipation von ostdeutschen Frauen. In einem Exkurs befaßt sich die Autorin schließlich mit der "Krise der Arbeitsgesellschaft" aus ostdeutscher Frauensicht. (IAB2)
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Literaturhinweis
Frauenarbeit im ostdeutschen Braunkohlenbergbau: Perspektiven von Frauen in einer "Männerbranche" (1995)
Schütte, Ilse; Minx, Bärbel; Richter, Gudrun;Zitatform
Schütte, Ilse, Gudrun Richter & Bärbel Minx (1995): Frauenarbeit im ostdeutschen Braunkohlenbergbau. Perspektiven von Frauen in einer "Männerbranche". Dortmund: Montania, 210 S.
Abstract
Die im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführte Studie "untersucht den Umbruch der Arbeitssituation von Frauen im gewerblichen und technischen Sektor des Braunkohlenbergbaus und arbeitet, z.T. historisch-rekonstruktiv, die Art der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, den erreichten Stand der beruflichen Gleichstellung und die frauenspezifischen Fördermaßnahmen und Vereinbarkeitsregelungen in dieser 'Männerbranche' heraus. Im zweiten Teil wird der Personalabbauprozeß seit der 'Wende' in seinen geschlechtsspezifischen Wirkungen nachgezeichnet. Es wird gezeigt, welche strukturellen Faktoren und geschlechtsspezifischen Diskriminierungsmechanismen für die stärkere Betroffenheit der Frauen vom Personalabbau verantwortlich sind. Ohne wirksame Gegensteuerung - so die Schlußfolgerung der Studie - wird Frauenarbeit im gewerblich-technischen Sektor des Braunkohlenbergbaus keine Zukunft mehr haben." Für die Untersuchung wurden drei Betriebsfallstudien mit Expertengesprächen, Analysen von Betriebsdokumenten, punktuellen Arbeitsplatzbeobachtungen sowie mündlichen (n=23) und schriftlichen Befragungen der dort tätigen Frauen durchgeführt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Chancen und Risiken im Lebenslauf: Beiträge zum gesellschaftlichen Wandel in Ostdeutschland (1995)
Sydow, Hubert; Schlegel, Uta; Helmke, Andreas;Zitatform
Sydow, Hubert, Uta Schlegel & Andreas Helmke (Hrsg.) (1995): Chancen und Risiken im Lebenslauf: Beiträge zum gesellschaftlichen Wandel in Ostdeutschland. (Transformationsprozesse), Berlin: Akademie Verlag, 282 S.
Abstract
Der Band faßt Ergebnisse der ersten Projektförderphase der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern e.V. (KSPW) zusammen. Die Beiträge befassen sich in drei Kapiteln u.a.:
1. mit den Lebenslagen, Lebensentwürfen und Wertorientierungen von Jugendlichen
2. mit den Lebenslagen von Frauen, insbesondere mit der Bewältigung von Arbeitslosigkeit und der Anpassung an veränderte soziale Strukturen
3. mit Vermittlungen zwischen gesellschaftlichen Veränderungen und individuellen Reaktionen, z.B. bei den sogenannten "jungen Alten" und im Hinblick auf psychosoziale Gesundheitsrisiken. (IAB2) -
Literaturhinweis
Zur Lage junger erwerbstätiger Mütter in den neuen Bundesländern, insbesondere zur Wirksamkeit von Erziehungsurlaub und Erziehungsgeld (1995)
Winkel, Rolf; Kerkhoff, Elisabeth; Machalowski, Gerhard;Zitatform
Winkel, Rolf & Elisabeth Kerkhoff (1995): Zur Lage junger erwerbstätiger Mütter in den neuen Bundesländern, insbesondere zur Wirksamkeit von Erziehungsurlaub und Erziehungsgeld. (Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 100), Stuttgart u.a.: Kohlhammer, 178 S.
Abstract
Die Befragung (z.T. schriftlich, z.T. mündlich) von insgesamt 4608 jungen ostdeutschen Müttern im Frühjahr 1993 hat ergeben, daß sich die Arbeitsmarktchancen der jungen Frauen während oder nach Beendigung des Erziehungsurlaubs drastisch verschlechtert haben. So verloren 34% der Erziehungsurlauberinnen noch während des Erziehungsurlaubes ihren Arbeitsplatz. Von den nach dem Erziehungsurlaub noch Weiterbeschäftigten wurden weitere 28% entweder direkt nach ihrer Rückkehr oder nach einer gewissen Schonfrist entlassen. Für die Frauen, die einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben, haben sich die Arbeitsbedingungen häufig verschlechtert. Qualifikationen und Wirtschaftszweigzugehörigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle für Beschäftigungsaussichten und Arbeitsbedingungen. (IAB)
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Literaturhinweis
Ich fürchte mich, alt und arm zu sein: arbeitslos - weiblich - ausgegrenzt: eine Fallstudie (1994)
Baumgart, Inge; Meyer, Annelies;Zitatform
Baumgart, Inge & Annelies Meyer (1994): Ich fürchte mich, alt und arm zu sein: arbeitslos - weiblich - ausgegrenzt. Eine Fallstudie. Weimar, 76 S., Anhang.
Abstract
In Thüringen wurden 1993 322 arbeitslose Frauen und 41 arbeitslose Männer zu ihrer Lebenssituation befragt. "Schwerpunktmäßig war die Untersuchung auf folgende Komplexe ausgerichtet:
-Allgemeine Lebensumstände der ProbandInnen (beruflicher Status, Qualifikation, Alter, Familienstand einschließlich unterhaltspflichtiger Kinder)
-Finanzielle und materielle Folgen der Erwerbslosigkeit (Einkommenssituation, Auswirkungen auf die Lebensführung und den Lebensstandard)
-Psychosoziale und gesundheitliche Folgen der Erwerbslosigkeit (psychische Belastungen und Reaktionen einschließlich Wirkungen auf die Gesundheit, psychosoziale und psychosomatische Wechselwirkungen)
-Rolle der Arbeit im Leben der Betroffenen sowie Wege und Aussichten für eine Rückkehr in das Berufsleben (Stellung der Arbeit in der individuellen Werteskala, Wege zu einem und Chancen für einen neuen Arbeitsplatz, Zugeständnisse im Interesse eines neuen Arbeitsplatzes, berufliche Bildung als Vorbereitung auf einen neuen Arbeitsplatz)
-Zukunftsaussichten, Hoffnungen und Befürchtungen bezüglich der persönlichen Lebenslage und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen." (IAB2) -
Literaturhinweis
Frauen in Arbeitsfördergesellschaften: eine Untersuchung zur quantitativen und qualitativen Beteiligung von Frauen in neun Brandenburger Arbeitsfördergesellschaften (1994)
Baur, Michaela;Zitatform
Baur, Michaela (1994): Frauen in Arbeitsfördergesellschaften. Eine Untersuchung zur quantitativen und qualitativen Beteiligung von Frauen in neun Brandenburger Arbeitsfördergesellschaften. (LASA-Studie 18), Kleinmachnow, 70 S.
Abstract
Die Studie untersucht die quantitative und qualitative Beteiligung von Frauen in neun Arbeitsförderungsgesellschaften in Brandenburg, die so ausgesucht wurden, daß eine Vergleichbarkeit mit der Gesamtheit der Brandenburger AFÖG's weitgehend ermöglicht wird. Einige wichtige Ergebnisse: Sowohl in ABM als auch in den FuU-Maßnahmen sind Frauen kraß unterrepräsentiert. Die Beteiligung von Frauen und Männern folgt inhaltlich den tradierten Geschlechterstrukturen. Ein Aufbrechen dieser Rollenverteilung wird von den AFÖG's nicht aktiv betrieben. In die Leitungsfunktionen der AFÖG's sind Frauen völlig unzureichend einbezogen. In ländlichen Regionen sind Frauen anteilmäßig stärker vertreten, aufgrund der dort besonders hohen Arbeitslosigkeit können die AFÖG's ihre Brückenfunktion zum regulären Arbeitsmarkt aber nur unzureichend erfüllen. (IAB)
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Literaturhinweis
Frauen in Brandenburger Arbeitsfördergesellschaften (1994)
Baur, Michaela;Zitatform
Baur, Michaela (1994): Frauen in Brandenburger Arbeitsfördergesellschaften. In: Deutschland-Archiv, Jg. 27, H. 7, S. 699-707.
Abstract
Der Artikel basiert auf der Studie "Baur, M.: Frauen in Arbeitsfördergesellschaften. Eine Untersuchung zur genauen Situation und qualitativen Beteiligung von Frauen in neuen Brandenburger Arbeitsfördergesellschaften. LASA-Studie Nr. 18, Kleinmachnow, März 1994". Darin wurden neun in Bezug auf Größe, Wirtschaftsregion und Maßnahmeprofil heterogene Arbeitsfördergesellschaften untersucht (Spätsommer 1993). Eine Gleichbehandlung der Frauen ist weder quantitativ noch qualitativ gegeben. "Insgesamt läßt sich festhalten, daß Frauen als Zielgruppe in Arbeitsfördergesellschaften Brandenburgs an Bedeutung gewonnen haben, in erster Linie resultierend aus der Zuschneidung der Fördermittel der BA und des Landes Brandenburg auf die Problemgruppen des Arbeitsmarktes. Gleichwohl ist die Maßgabe des AFG, Frauen entsprechend ihres Anteils an den Arbeitslosen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zu integrieren, in Arbeitsfördergesellschaften noch nicht annähernd erfüllt. Erste und wichtigste Ausgangsbasis für die Überlegung, welche Maßnahmearten und -inhalte in einer Arbeitsfördergesellschaft durchgeführt werden, sollte die potentielle Klientel mit ihrer Qualifikations-, Geschlechts- und Altersstruktur in der betreffenden Region sein. Primärer Zweck von Arbeitsfördergesellschaften ist die Verbesserung der Vermittlungschancen der Arbeitslosen. Ein weiterer Zweck ist die Verbesserung der strukturellen Bedingungen vor Ort." (IAB2)
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Literaturhinweis
Frauenerwerbstätigkeit in den neuen Bundesländern: Erwerbsneigung, Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit (1994)
Beckmann, Petra; Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Beckmann, Petra & Gerhard Engelbrech (1994): Frauenerwerbstätigkeit in den neuen Bundesländern. Erwerbsneigung, Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 423-445.
Abstract
"Die Erwerbswünsche von Frauen in den neuen Bundesländern zeigen, daß Frauen, trotz veränderter Arbeitsmarkt- und Sozialstrukturen, auch in Zukunft in hohem Maße berufstätig sein wollen. Angesichts fehlender Arbeitsplätze und überproportionaler Arbeitslosigkeit von Frauen stoßen sie jedoch auf erhebliche Schwierigkeiten. Eine stärkere (Re-)Integration von Frauen ins Erwerbsleben ist ohne Maßnahmen der Beschäftigungsförderung und ohne Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gegenwärtig nicht zu erwarten. Die betrieblichen Entscheidungen über Allokation, Gratifikation und innerbetriebliche Qualifikation von Arbeitskräften werden auf der Grundlage von Kosten-Nutzen-Kalkülen getroffen. Arbeitsmarkt- und Familienpolitik wird nur vorübergehend und in sehr eingeschränktem Maße wirken können." Folgende Ansatzpunkte für die weitere Diskussion werden angesprochen:
- Umverteilung vorhandener Arbeit (Abbau von Mehrarbeitsstunden, mehr Teilzeitarbeitsplätze),
- Lohnkostenzuschüsse zur Einstellung von Frauen,
- besondere Programme zur beruflichen Förderung von Frauen und
- Erhalt außerhäuslicher Kinderbetreuungseinrichtungen. (IAB2) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktbelastung von Familien in den neuen Bundesländern (1994)
Beckmann, Petra; Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Beckmann, Petra & Gerhard Engelbrech (1994): Arbeitsmarktbelastung von Familien in den neuen Bundesländern. In: München Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.) (1994): Demographie und familiale Aspekte von Arbeitsmarkt und Wohnungsbau (Materialien zum Fünften Familienbericht, 01), S. 65-129.
Abstract
Der Beitrag beschreibt im 1. Kapitel die Arbeitsmarktentwicklung in Ostdeutschland in den ersten Jahren nach der Wende in seinen Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit von Frauen und die Arbeitslosigkeit in Familien. Im zweiten Teil werden die Erwerbswünsche und Arbeitszeitpräferenzen von Frauen dargestellt, während das dritte Kapitel auf die veränderten sozialen Infrastrukturen (Kinderbetreuung) in den neuen Bundesländern und möglichen Auswirkungen auf das Erwerbsverhalten von Frauen eingeht. Abschließend werden Überlegungen angestellt, welche Instrumente der Arbeitsmarktbzw. der Familienpolitik zur besseren Vereinbarkeit von den Erwerbswünschen und Erwerbsmöglichkeiten von Frauen eingesetzt werden könnten. Grundlagen der empirischen Analysen sind u.a. eine eigene Erhebung (1991) des IAB über "Strukturen und Determinaten der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern im Gebiet der ehemaligen DDR" sowie die Ergebnisse des Arbeitsmarkt-Monitors für die neuen Bundesländer. (IAB)
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Literaturhinweis
Wir sind auf den ganzen Menschen aus und können ihn nicht finden: Bedingungen von Lebensentwürfen bei Frauen in den neuen Bundesländern (1994)
Bertram, Barbara; Bütow, Birgit;Zitatform
Bertram, Barbara & Birgit Bütow (1994): Wir sind auf den ganzen Menschen aus und können ihn nicht finden. Bedingungen von Lebensentwürfen bei Frauen in den neuen Bundesländern. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 646-669.
Abstract
Im ersten Teil des Aufsatzes thematisieren die Autorinnen zum einen die ihres Erachtens mangelhafte Auseinandersetzung mit den methodologischen und theoretischen Konzepten zur Analyse des sozialen Wandels in den neuen Bundesländern. Zum anderen fordern sie eine kritische Überprüfung der westlichen feministischen Forschung im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit auf ostdeutsche "Frauenwirklichkeiten". Der zweite Teil enthält eine empirische Bestandsaufnahme der Lebenskonzepte von Frauen in den neuen Bundesländern. Abschließend wird gefragt, an welchen Problemlagen frauenpolitisch angeknüpft werden kann. (IAB2)
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Literaturhinweis
Economic necessity or self-actualization? Attitudes toward women's labour-force participation in East and West Germany (1994)
Zitatform
Braun, Michael, Jacqueline Scott & Duane F. Alwin (1994): Economic necessity or self-actualization? Attitudes toward women's labour-force participation in East and West Germany. In: European Sociological Review, Jg. 10, H. 1, S. 29-47.
Abstract
Auf der Basis der Daten der ALLBUS-Erhebung wird das Verhältnis zwischen objektiven Lebensbedingungen von Frauen und ihren subjektiven Einstellungen zu Familie und Beruf unter veränderten ökonomischen Bedingungen in Ost- und Westdeutschland verglichen. Ähnlichkeiten und Unterschiede der geschlechtsspezifischen Verhaltensmuster zeigen, daß die Ostdeutschen ein nicht weniger traditionelles Verhalten an den Tag legten als die Westdeutschen, und die höhere Akzeptanz weiblicher Erwerbstätigkeit einen Reflex auf die gegenwärtige wirtschaftliche Misere darstellt. Es wird der Schluß gezogen, daß eine staatlich verordnete berufliche Emanzipation von Frauen letztendlich doch nicht in ein verändertes geschlechtsspezifisches Verhalten einmündet. (IAB)
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Literaturhinweis
Wandel und Brüche in Lebensentwürfen von Frauen in den neuen Bundesländern (1994)
Böckmann-Schewe, Lisa; Röhrig, Anne; Kulke, Christine;Zitatform
Böckmann-Schewe, Lisa, Christine Kulke & Anne Röhrig (1994): Wandel und Brüche in Lebensentwürfen von Frauen in den neuen Bundesländern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 6, S. 33-44.
Abstract
"Veränderungen und Kontinuitäten in der Erwerbsarbeit und -orientierung von Frauen in den neuen Ländern lassen sich in ihren Ausprägungen nur unter Einbeziehung ihrer Sozialisationserfahrungen und -bedingungen, ihrer gesamten Lebensrealität im Gesellschaftssystem der DDR erfassen. In dem Beitrag wird deshalb auf eine wesentliche Rahmenbedingung des Frauenerwerbslebens in der DDR, nämlich die staatliche Gleichstellungspolitik, Bezug genommen, um im Anschluß daran einige ausgewählte empirische Ergebnisse zur individuellen Gestaltung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie darzustellen. Daran anknüpfend werden zentrale Veränderungen der Beschäftigungssituation und veränderte subjektive Handlungsorientierungen skizziert und entsprechende empirische Ergebnisse vorgestellt. Abschließend wird unter strukturtheoretischen Gesichtspunkten den Veränderungen von sozialer Indentifikation in der Berufsarbeit nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
EigenArtige Ostfrauen: Frauenemanzipation in der DDR und den neuen Bundesländern (1994)
Bütow, Birgit; Stecker, Heidi;Zitatform
Bütow, Birgit & Heidi Stecker (Hrsg.) (1994): EigenArtige Ostfrauen. Frauenemanzipation in der DDR und den neuen Bundesländern. (Theorie und Praxis der Frauenforschung 22), Bielefeld: Kleine, 356 S.
Abstract
"In der Ost-West-Kooperationspublikation 'EigenArtige Ostfrauen' kommen vorwiegend Ost-Wissenschaftlerinnen zu Wort, die von differenzierten Standpunkten aus als Betroffene Frauenrealität in der DDR bzw. den neuen Bundesländern beleuchten, theoretische Ansprüche und Prämissen feministischer Wissenschaft in ihrer Vielfalt kritisch diskutieren sowie einen produktiven Dialog zwischen Ost und West fortsetzen wollen. Die Beiträge gliedern sich in folgende Schwerpunkte: Frauen in der DDR und in der Umbruchsphase, wobei insbesondere Bewältigungsstrategien und das Verhältnis zur Politik verschiedener Gruppen von Frauen (Frauen im Handel, Umschülerinnen, Künstlerinnen, Alleinerziehende, Schriftstellerinnen) betrachtet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsverhalten im Umbruch? Erwerbswünsche ostdeutscher Frauen und Möglichkeiten von Arbeitsmarktpolitik (1994)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1994): Erwerbsverhalten im Umbruch? Erwerbswünsche ostdeutscher Frauen und Möglichkeiten von Arbeitsmarktpolitik. In: Arbeitskreis Sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung (Hrsg.) (1994): Erwerbsverhalten und Arbeitsmarktsituation von Frauen im nationalen und internationalen Vergleich : Beiträge zu dem gleichnamigen SAMF-Workshop am 11./12.2.1993 in Frankfurt am Main, S. 3-39.
Abstract
"Mit Hilfe von Ergebnissen einer im Herbst 1991 druchgeführten Erhebung bei knapp 10 000 erwerbstätigen und nichterwerbstätigen Frauen und Männern soll in diesem Beitrag versucht werden, Veränderungen bzw. Stabilität der Erwerbswünsche von Frauen unter den Rahmenbedingungen zwei Jahre nach der Wende transparenter zu machen. In diesem Zusammenhang wird der Frage nach dem derzeitigen Stellenwert der Berufstätigkeit im Leben der Frauen nachgegangen (Teil I). Indikator hierfür waren Aussagen darüber, inwieweit Frauen auch berufstätig blieben, wenn die ökonomische Notwendigkeit wegfallen würde, und welche Vorstellungen erwerbstätige und nicht erwerbstätige Frauen über Arbeitszeitmodelle für (Ehe)Partner haben bzw. ob sie selbst lieber Voll- oder Teilzeit arbeiten wollen. Dies wird mit dem tatsächlichen Arbeitsumfang und den Motiven der Erwerbsbeteiligung verglichen. Die Einstellungen zu individueller und außerhäuslicher Kinderbetreuung, die Auswirkungen zusätzlicher Kinderbetreuungskosten auf die Erwerbs- bzw. Nichterwerbstätigkeit von Frauen sowie Probleme bei der Wiedereingliederung nach einer Unterbrechung der Berufstätigkeit sind Themen in Teil II. Auf der Grundlage dieser empirischen Befunde wird versucht (Teil III), Anregungen zu geben, die zu einer besseren Realisierung der Erwerbswünsche von Frauen und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen sollen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unemployment among women in Eastern Germany: consequences and ways out (1994)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1994): Unemployment among women in Eastern Germany. Consequences and ways out. In: Szkola Glowna Handlowa, Warszawa (Hrsg.) (1994): Women and work (Papers for the sixth annual EALE conference, 08), S. 1-20.
Abstract
Im Zuge der Umstrukturierung Ostdeutschlands hat sich die Lage vieler Frauen auf dem Arbeitsmarkt verschlechtert. Dies zeigt sich an der anhaltenden Arbeitslosigkeit von Frauen und der Verdrängung von Frauen aus bestimmten Arbeitsbereichen. Dabei steht bei einer großen Zahl ostdeutscher Frauen der Beschäftigungswunsch, besonders der nach mehr Teilzeitstellen, an oberer Stelle. Auf dieser Grundlage wird diskutiert, wie sich der Beweis erbringen lässt, dass die Beschäftigungswünsche der ostdeutschen Frauen mit den Beschäftigungsmöglichkeiten vereinbar sind. Im Blickfeld stehen vor allem die Umverteilung der vorhandenen Arbeit, Quoten, Lohnkostenzuschüsse für spezielle Problemgruppen, spezielle Hilfen für Frauen mit längerer Arbeitsunterbrechung und die Kontinuität außerhäuslicher Kinderbetreuung. (IAB)
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Literaturhinweis
Beschäftigungschancen ostdeutscher Frauen nach der Wende: Verfestigung der Arbeitsmarktstruktur und Möglichkeiten zur Realisierung individueller Ansprüche (1994)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1994): Beschäftigungschancen ostdeutscher Frauen nach der Wende. Verfestigung der Arbeitsmarktstruktur und Möglichkeiten zur Realisierung individueller Ansprüche. In: L. Montada (Hrsg.) (1994): Arbeitslosigkeit und soziale Gerechtigkeit (ADIA-Stiftung zur Erforschung Neuer Wege für Arbeit und Soziales Leben. Schriftenreihe, 02), S. 107-130.
Abstract
Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, "welchen Einfluß in Zukunft (a) die veränderten gesellschaftlichen Erwartungen, individuellen Wünsche und ökonomischen Zwänge auf das Erwerbsverhalten von Frauen haben (Arbeitskräfteangebot) und ob (b) die Situation auf dem Arbeitsmarkt eine entsprechende Realisierung der Erwerbstätigkeit ermöglicht (Arbeitskräftenachfrage). Führt dies dazu, daß (a) Verhaltens- und Einstellungsänderungen bei Frauen auftreten, die zu einer Annäherung an westdeutschen Lebens- und Berufsbiographien führen bzw. gibt es (b) Diskrepanzen zwischen fortbestehenden individuellen Ansprüchen an den Arbeitsmarkt und faktischen Realisierungsmöglichkeiten." (IAB2)
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Literaturhinweis
Frauenerwerbslosigkeit in den neuen Bundesländern: Folgen und Auswege (1994)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1994): Frauenerwerbslosigkeit in den neuen Bundesländern. Folgen und Auswege. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 6, S. 22-32.
Abstract
"Im Ergebnis der Übertragung des westdeutschen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems auf die neuen Bundesländer ist es insbesondere für die Frauen zu einer Verschlechterung ihrer Situation am Arbeitsmarkt gekommen. Dies findet seinen Ausdruck in einer hohen Frauenarbeitslosigkeit - die Quote ist mit 22 Prozent doppelt so hoch wie die der Männer - und in Tendenzen der Abdrängung von Frauen aus bestimmten Berufs- und Tätigkeitsfeldern. Eine Reihe aktueller Analysen von Erwerbswünschen von Frauen weisen übereinstimmend darauf hin, daß Frauen in den neuen Bundesländern auch künftig in hohem Maße berufstätig sein wollen. Könnten sie ihre Erwerbswünsche realisieren - insbesondere auch den Wunsch nach mehr Teilzeitarbeitsverhältnissen -, so wäre ihre Erwerbsbeteiligung deutlich höher als in den alten Bundesländern und auch höher als die faktische Erwerbsbeteiligung in den neuen Bundesländern. Inwieweit eine bessere Vereinbarkeit der Erwerbswünsche und Erwerbsmöglichkeiten von Frauen bei der gegenwärtigen Unterbeschäftigung erreicht werden könnte, wird anhand von Überlegungen zur Umverteilung vorhandener Arbeit, zu Quotierung und problemgruppenspezifischen Lohnkostenzuschüssen, spezifischer Förderung von Frauen mit längerer Unterbrechung der Berufstätigkeit sowie zur Aufrechterhaltung außerhäuslicher Kinderbetreuung diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Situation von Wissenschaftlerinnen im Transformationsprozeß der Universitäten und Hochschulen in (Ost-)Berlin und im Land Brandenburg (1994)
Felber, Christina; Monte, Krisha; Röhl, Sabine;Zitatform
Felber, Christina, Krisha Monte & Sabine Röhl (1994): Zur Situation von Wissenschaftlerinnen im Transformationsprozeß der Universitäten und Hochschulen in (Ost-)Berlin und im Land Brandenburg. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 495-522.
Abstract
Im Mittelpunkt der Untersuchung, über die berichtet wird, stehen der Transformationsprozeß an den Universitäten und Hochschulen der neuen Bundesländer und seine personellen Veränderungen unter geschlechtsspezifischem Aspekt. Zentrale Fragen des Projektes sind:
- Welche Optionen haben Wissenschaftlerinnen, die seit dem Herbst 1989 die Hochschulen verlassen haben? Geht dieser abrupte Bruch in ihrer Berufsbiographie mit einer dauerhaften Ausgrenzung aus der Wissenschaft einher? Eröffnen sich neue berufliche Möglichkeiten in anderen Bereichen, und welche Voraussetzungen hat ein (Wieder-)Einstieg in das Erwerbsleben?
- Verbessern sich die beruflichen Gestaltungsmöglichkeiten und Karrierechancen von Wissenschaftlerinnen, die weiter an Hochschulen tätig sind, im Vergleich zu früher, oder wird die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern innerhalb der Statusgruppen und hinsichtlich der Partizipation an den Wissenschaftsdisziplinen anwachsen?
Die Datenerhebung erfolgte mittels Fragebogen im Juli/August 1992 an den drei Universitäten und den neun Hochschulen, einschließlich der vier künstlerischen, in Ost-Berlin und im Land Brandenburg. Das Sample wurde nach dem Zufallsprinzip ausgewählte. Aus den Personaldaten oder -karteien der Hochschulen wurde jede zweite innerbetriebliche (bei Weiterbeschäftigten) bzw. jede dritte postalische (bei Ausgeschiedenen) Adresse gezogen. Es wurden 3.777 Fragebögen versandt. Die Rücklaufquote betrug 25 v.H. Die Ergebnisse zeigen nicht nur eine überproportionale Personalreduzierung bei den weiblichen Beschäftigten, sondern bei den entlassenen Frauen im Vergleich zu den Männern grundsätzlich auch schlechtere Wiederbeschäftigungschancen. Eine neu aufgenommene Erwerbstätigkeit geht außerdem in vielen Fällen mit beruflicher Dequalifizierung einher. (IAB2) -
Literaturhinweis
Beschäftigungssituation von Frauen im ländlichen Raum der neuen Bundesländer (1994)
Fink, Margit; Zierold, Katja; Grajewski, Regina; Siebert, Rosemarie;Zitatform
Fink, Margit, Regina Grajewski, Rosemarie Siebert & Katja Zierold (1994): Beschäftigungssituation von Frauen im ländlichen Raum der neuen Bundesländer. In: Berichte über Landwirtschaft, Jg. 72, H. 2, S. 212-228.
Abstract
"In dem Beitrag wird ausgehend von einer Analyse der Beschäftigungssituation in landwirtschaftlichen Betrieben bzw. in ländlichen Regionen untersucht, wie in die Arbeitslosigkeit entlassene Frauen der neuen Situation begegnen, und welche Möglichkeiten die Arbeitsmarktpolitik Frauen im ländlichen Raum für einen beruflichen Wiedereinstieg bietet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsbeteiligung und Erwerbsorientierung von Frauen in West- und Ostdeutschland 1990 bis 1993: zur Lösung der Beschäftigungsprobleme ist Umdenken in der Gesellschaft und Umbau der 'Institutionen' erforderlich (1994)
Zitatform
Holst, Elke & Jürgen Schupp (1994): Erwerbsbeteiligung und Erwerbsorientierung von Frauen in West- und Ostdeutschland 1990 bis 1993. Zur Lösung der Beschäftigungsprobleme ist Umdenken in der Gesellschaft und Umbau der 'Institutionen' erforderlich. (DIW-Diskussionspapiere 90), Berlin, 46 S.
Abstract
Beschäftigungsprobleme in Westdeutschland und anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland prägen das Bild auf dem Arbeitsmarkt. These dieses Beitrags ist, daß ein freiwilliger Rückzug der Frauen vom Arbeitsmarkt trotz der Beschäftigungskrise bislang weder in großem Umfang stattgefunden hat, noch zukünftig stattfinden wird. Zur Untermauerung der These wird auf die Entwicklung der Beteiligung der Frauen am Erwerbsleben und die Entwicklung der Erwerbsorientierung von Frauen im Zuge des Zusammenwachsens beider Teile Deutschlands eingegangen. Weiterhin werden Konsequenzen andiskutiert, die sich vor dem Hintergrung eines zu erwartenden anhaltenden Auseinanderklaffens von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ergeben. Hierzu gehört u.E. neben klassischen Instrumenten auch die verstärkte Nutzung der Arbeitszeitpolitik zur Umverteilung von Arbeit auf mehr Personen. Aufgrund erwarteter zunehmender Ungleichgewichte in der Gesellschaft wird u.a. eine Neudefinition von Arbeit sowie die forcierte aktive Solidarität zwischen den Geschlechtern für notwendig erachtet. Den Analysen liegen die Daten der ersten vier Befragungswellen des Sozio-ökonomischen Panels in Ostdeutschland sowie die zeitgleichen Daten der Wellen 7 bis 10 in Westdeutschland zugrunde. Somit kann die Entwicklung in beiden Teilen Deutschlands zwischen 1990 und Frühjahr 1993 empirisch beleuchtet werden. (IAB2)
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Literaturhinweis
Beschäftigungssituation und Beschäftigungsperspektiven der Frauen an den Stahlstandorten Brandenburgs (1994)
Jasper, Gerda;Zitatform
Jasper, Gerda (1994): Beschäftigungssituation und Beschäftigungsperspektiven der Frauen an den Stahlstandorten Brandenburgs. Berlin, 121 S., Anhang.
Abstract
Die Stahlindustrie in Ostdeutschland hat nach der Wende einen drastischen Abbau erfahren. Anhand von mehreren Fallstudien wird untersucht, welche Folgen dieser Prozeß für die Frauenbeschäftigung in den Stahlstandorten Brandenburgs hatte. Dabei wird folgenden Fragestellungen nachgegangen:
1. Wie hat sich die Personalstruktur in den Stahlwerken aus geschlechtsspezifischer Sicht entwickelt?
2. Nach welchen Kriterien erfolgten der Personalabbau bzw. die Umsetzung und der Einsatz von Frauen in den verschiedenen Untersuchungsfeldern?
3. In welchem Umfang sind Frauen in ausgegründete Betriebe sowie in Beschäftigungsgesellschaften gelangt? Welche Beschäftigungsperspektiven und -hindernisse ergeben sich hier?
4. Was wurde für die Fortbildung und Umschulung von Frauen getan? Welche Probleme bzw. "Problemgruppen" ergeben sich für die regionalen Arbeitsmärkte? (IAB2) -
Literaturhinweis
Bildungswege von Frauen in den neuen Ländern 1993: vom Abitur bis zum Beruf (1994)
Leszczensky, Michael; Schröder, Manuela;Zitatform
Leszczensky, Michael & Manuela Schröder (1994): Bildungswege von Frauen in den neuen Ländern 1993. Vom Abitur bis zum Beruf. Hannover, 366 S.
Abstract
"Die Frauen in Ostdeutschland sind von den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Vereinigung stärker betroffen als die Männer. Es stellt sich in diesem Zusammenhang "die Frage nach möglichen geschlechtsspezifischen Differenzen in der Bildungsbeteiligung, im (Aus-)Bildungsverhalten, in den Berufserwartungen und in der Berufswahl von Studienberechtigten, Studienanfänger/innen, Studierenden, Absolvent/innen und Jungakademiker/innen in den neuen Ländern. Interessant ist dabei aber auch ein Vergleich zum Bildungsverhalten von Frauen und Männern im weiterführenden Bildungssystem in den alten Ländern. Insbesondere stellt sich hier die Frage, ob sich das Bildungs- und Beschäftigungsverhalten von Frauen in den neuen Ländern im Zuge der sich vollziehenden Veränderungen den in den alten Ländern ausgeprägten Mustern angleicht, oder ob sie z.B. den im Vergleich zu den Frauen in den alten Ländern gewonnenen Vorsprung in den beruflich aussichtsreicheren technischen Studiengängen und Berufen halten bzw. weiter ausbauen. Mit der Untersuchung "Bildungswege von Frauen in den neuen Ländern", die vom Bundesminister für Bildung und Wissenschaft gefördert wurde, legt HIS eine auf Literatur- und sekundärstatistische Analysen basierende Arbeit vor, mit dem Ziel einer umfassenden, aber aufgrund der Materialfülle notwendigerweise akzentsetzenden Bestandsaufnahme der Situation von Mädchen und Frauen im weiterführenden Bildungssystem in den neuen und vergleichsweise auch in den alten Ländern. Das Ergebnis ist ein systematisches und kommentiertes Nachschlagewerk, das sowohl als Datenfundus wie auch als Hintergrundmaterial für die Arbeit im bildungspolitischen Bereich und für die Tätigkeit zum Beispiel von Studien- und Berufsberatungs- sowie u.a. Frauengleichstellungsbeauftragten dienen kann. Die vorgelegte Untersuchung schließt unmittelbar an den 1991 von HIS veröffentlichten Bericht "Bildungswege von Frauen - vom Abitur bis zum Berufseintritt" an, der sich ausschließlich mit Strukturen und Trends in den alten Ländern auseinandergesetzt hatte. Der Bericht ist so aufgebaut, daß die im Mittelpunkt des Interesses stehende Untersuchungsgruppe, die Frauen aus den neuen Ländern, bezüglich ihrer Bildungsbeteiligung, ihres Bildungsverhaltens etc. nahezu durchgängig sowohl mit den Männern aus den neuen Ländern als auch mit Frauen und Männern aus den alten Ländern verglichen wird. Insofern wird das zentrale Untersuchungsinteresse sowohl auf die Geschlechtsspezifik als auch auf die historisch bedingten Unterschiede in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und auch - z.T. wiederum geschlechtsspezifischen - Einstellungen in neuen und alten Ländern gerichtet. Soweit von der Datenlage her möglich und sinnvoll, werden in den einzelnen Berichtsabschnitten die genannten vier Gruppen (Untersuchungs- und Vergleichsgruppen) nachgewiesen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Paradigmenwechsel beim Rollenverständnis ostdeutscher Frauen?: eine Auswertung empirischer Untersuchungen (1994)
Nowossadeck, Sabine;Zitatform
Nowossadeck, Sabine (1994): Paradigmenwechsel beim Rollenverständnis ostdeutscher Frauen? Eine Auswertung empirischer Untersuchungen. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 615-627.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, an welchem Lebensmodell sich die Frauen in Ostdeutschland in Zukunft orientieren werden, weiterhin die Parallelität zwischen Erwerbstätigkeit und Familie anzustreben oder sich stärker auf die Ausübung der sozialen Rolle zu konzentrieren. Zur Beantwortung dieser Frage wird auf drei Erhebungen als Datenquellen zurückgegriffen: "Im Januar 1990 wurde vom Bereich Empirisch-Methodische Arbeitsgruppe (EMMAG) am Institut für Soziologie und Sozialpolitik der Akademie der Wissenschaften der DDR eine erste allgemeine, repräsentative empirische Analyse zur sozialen Situation in der DDR vorgenommen (n=1.528). Diese Untersuchung ist im März 1991 (n=1.466) und im Mai 1992 (n=1.516) an einer jeweils neuen Stichprobe wiederholt worden.
Die in den Untersuchungen 'Leben DDR/Ostdeutschland' erhobenen Daten geben keinen Anlaß, um von einer Abkehr vom in der ehemaligen DDR ideologisch unterstützten und von der Mehrheit der Frauen auch gelebten Prinzip der 'Vereinbarkeit von Beruf und Mutterschaft' auszugehen. Die hohe Erwerbsneigung der ostdeutschen Frauen besteht nach wie vor, die Bedingungen, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, haben sich dagegen verschlechtert." (IAB2) -
Literaturhinweis
From state socialism to market economy: women's employment in East Germany (1994)
Zitatform
Quack, Sigrid & Friederike Maier (1994): From state socialism to market economy: women's employment in East Germany. In: Environment and Planning. A, International Journal of Urban and Regional Research, Jg. 26, H. 8, S. 1257-1276.
Abstract
Der ökonomische Tranformationsprozeß in Ostdeutschland geht mit einer weitreichenden Umverteilung von Arbeitsplätzen, Einkommen und individuellen Lebenschancen einher. Von diesem Umverteilungsprozeß sind insbesondere die Frauen negativ betroffen. Ostdeutsche Frauen werden häufiger arbeitslos, und ihnen stehen weniger Wege aus der Arbeitslosigkeit offen als ihren männlichen Kollegen. Trotz dieser ungültigen Arbeitsmarktsituation halten ostdeutsche Frauen an ihrem Wunsch nach einer Erwerbstätigkeit fest. (IAB)
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Literaturhinweis
Geschlechtsspezifische Personalstrategien von Treuhandunternehmen: Ergebnisse einer linearen Regressionsanalyse (1994)
Zitatform
Schenk, Sabine & Heike Solga (1994): Geschlechtsspezifische Personalstrategien von Treuhandunternehmen. Ergebnisse einer linearen Regressionsanalyse. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 446-494.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob sich in den unternehmensbezogenen Personalentwicklungsstrategien mittels multivariater Analyseverfahren Mechanismen und Verlaufsformen identifizieren lassen, die die Grundannahme stützen, daß "jenseits" der wirtschaftsstrukturell bedingten Umbauprozesse dem Merkmal "Geschlecht" als eigenständiger Strukturkategorie eine systematische Erklärungskraft für die in Gang gekommene Neuverteilung von Beschäftigungschancen und -risiken zukommt, oder ob der Rückgang in der Frauenbeschäftigung in den neuen Bundesländern in erster Linie eine Folge der sich vollziehenden Strukturveränderungen in der Wirtschaft ist.
Als Datenbasis wurde auf eine Befragung von Treuhandunternehmen zurückgegriffen, die im April 1991 im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der Treuhandanstalt und der Bundesanstalt für Arbeit Nürnberg durch das Berliner Institut für Wirtschaftswissenschaften durchgeführt wurde. Von den insgesamt 8.468 angeschriebenen Unternehmen standen 5.268 auswertbare unternehmensbezogene Datensätze zur Verfügung, die die Grundlage der Analyse darstellen. Die Aussagen dieser Studie focussieren dabei vor allem auf die personellen Veränderungen der Treuhandunternehmen im Zeitraum 1.1.1991 bis 1.4.1991. Resümierend wird festgehalten, "daß sich geschlechtsspezifisch differenzierte Beschäftigungsreduzierungen zwar über die Branchenteilung durchsetzen, ihre Erklärungskraft für die Mechanismen und Verlaufsformen aber marginaler ausfällt als allgemein angenommen wird." (IAB2) -
Literaturhinweis
Junge Frauen beim Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem: Die Lage in den neuen Bundesländern (1994)
Schober, Karen;Zitatform
Schober, Karen (1994): Junge Frauen beim Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem: Die Lage in den neuen Bundesländern. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 523-566.
Abstract
"Der Beitrag stellt nach einem kurzen Rückblick auf die Ausbildungssituation junger Frauen in der ehemaligen DDR die seit der Wende zu beobachtenden Entwicklungen im Bildungs- und Ausbildungssektor dar. Dabei geht es zum einen um das Bildungs- und Berufswahlverhalten junger Frauen, zum anderen um die Lage, die sie auf dem Ausbildungsstellenmarkt, während und nach der Berufsausbildung vorfinden. Abschließend wird noch ein Blick auf die geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Einstellungen und Lebensentwürfe junger Männer und Frauen in Bezug auf Frauenerwerbsarbeit und familiale Arbeitsteilung geworfen. Empirische Grundlage der Ausführungen sind neben den amtlichen Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit zwei im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung durchgeführte Forschungsprojekte zur Berufsausbildung und Situation der Jugendlichen in den neuen Ländern:
1. Arbeitsmarkt-Monitor für die neuen Länder, Zusatzerhebung, Ausbildung. Hierbei handelt es sich um eine repräsentative Längsschnittuntersuchung bei 15- bis 20jährigen, die in schriftlich-postalischer Form in halbjährlichem bzw. jährlichem Abstand bislang fünfmal durchgeführt wurde (Mai 1991, November 1991, Mai 1992, November 1992, November 1993).
2. Eine Fallstudien-Untersuchung über Ausbildungsbereitschaft und Ausbildungshemmnisse ostdeutscher Betriebe und die Entwicklung des Ausbildungsstellenangebots in sieben ausgewählten Regionen (Expertenbefragungen). (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ostdeutsche Frauen: drei Jahre danach (1994)
Schröter, Ursula;Zitatform
Schröter, Ursula (1994): Ostdeutsche Frauen. Drei Jahre danach. In: BISS-public H. 14, S. 65-75.
Abstract
"Mit dem Beitrag werden einige soziologische Ergebnisse vorgestellt, die etwas zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen seit 1990, zu ihren Hoffnungen und Befürchtungen aussagen. Empirisch beruht der Beitrag vor allem auf drei standardisierten Befragungen, repräsentativ für die DDR bzw. für die neuen Bundesländer und Ostberlin, die im Mai 1990, im Oktober 1991 und im Mai 1993 im Auftrag des Instituts für Sozialdatenanalyse e.V. Berlin (ISDA) durchgeführt wurden und die vermutete Umbrüche in der Sozialstruktur der ostdeutschen Bevölkerung sowie Veränderungen in der Wertestruktur, im Verhalten, in der Alltagskultur belegen sollten. Darüber hinaus wurden Befragungsergebnisse anderer soziologischer Einrichtungen, Ergebnisse der zentralen Statistik und Gesprächsprotokolle als empirische Grundlage genutzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit und Weiterbildung von Frauen in den neuen Bundesländern (1994)
Sessar-Karpp, Ellen; Harder, Elke;Zitatform
Sessar-Karpp, Ellen & Elke Harder (1994): Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit und Weiterbildung von Frauen in den neuen Bundesländern. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 567-614.
Abstract
In dem Bericht werden zunächst die Struktur der Frauenerwerbstätigkeit in der ehemaligen DDR und daran anschließend die Veränderungen im Zuge des Übergangs von der Plan- zur Marktwirtschaft dargestellt. Im Ergebnis zeigt sich, daß gemessen an der Beteiligung an Beschäftigung und Weiterbildung in den neuen Bundesländern, sich die Probleme nicht eingelöster Chancengleichheit gebündelt wiederfinden. "Die berufliche Situation von Frauen in den neuen Bundesländern ist gegenwärtig gekennzeichnet durch einen - im Vergleich zu den Männern - überproportionalen Abbau der Beschäftigung. Von Frühverrentungen, herabgestuften Eingruppierungen und Kurzarbeit sind Frauen ebenfalls überproportional betroffen, sie partizipieren demgegenüber in weit geringerem Umfange an ABM-Projekten und sind in Fortbildungsmaßnahmen quantitativ und qualitativ häufig schlechter gestellt.
Die volle Berufstätigkeit und Einbeziehung in die Erwerbsarbeit allein reicht offensichtlich nicht aus, die Chancenungleichheit am Arbeitsmarkt aufzubrechen. Die Ausrichtung der Frauen am Maßstab der männlichen Erwerbsbiographie läßt die gesellschaftliche Arbeitsteilung im wesentlichen unberührt, die Verantwortung für die häusliche Arbeit verbleibt weiterhin überwiegend bei den Frauen. Die daraus folgenden konkreten oder vorweggenommenen Probleme der Mehrfachbelastung erschweren eine Chancengleichheit mit männlichen Konkurrenten und konservieren zugleich die gesellschaftliche Arbeitsteilung.
Unabhängig davon kommt - vor dem Hintergrund der beschriebenen Benachteiligungen und Ausgrenzungen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt - frauenfördernder Weiterbildung in Richtung auf eine zukunftsbezogene Qualifikation aktuelle Bedeutung zu. Am Beispiel der FrauenTechnikZentren wird dargelegt, daß berufsbezogene Weiterbildung für Frauen mehr als eine ausschließlich fachliche Anpassung bzw. Höherqualifizierung leisten muß; sie zielt darüber hinaus auf eine ganzheitliche Förderung, die die Teilnehmerinnen der Weiterbildung in die Lage versetzt, sich in den Konkurrenzstrukturen des Arbeitsmarktes durchzusetzen und zu behaupten." (IAB2) -
Literaturhinweis
Frauen - soziale Problemgruppe ländlicher Arbeitsmärkte: eine soziologische Studie aus der Umlandregion Rostock (1993)
Ackermann, Eberhard; Dolk, Bodo; Schönrock, Rüdiger; Braun, Margot; Lindner, Kerstin;Zitatform
Ackermann, Eberhard, Margot Braun, Bodo Dolk, Kerstin Lindner & Rüdiger Schönrock (1993): Frauen - soziale Problemgruppe ländlicher Arbeitsmärkte. Eine soziologische Studie aus der Umlandregion Rostock. Rostock, 64 S.
Abstract
Vom Umbruch der ländlichen Arbeitsmärkte in der ehemaligen DDR sind vor allem die Frauen betroffen. Die AutorInnen berichten über die Lage in der Region Rostock zunächst anhand vorliegender Daten und stellen dann die Ergebnisse einer Befragung von 413 Frauen in drei Landkreisen vor, die entweder arbeitslos und/oder Teilnehmerinnen an Lehrgängen nach § 41a AFG, an kombinierten AB- und FuU-Maßnahmen oder an AB-Maßnahmen waren. Kernfragen sind die Einschätzung ihrer Beschäftigungschancen, die Erwartungen an die künftige Arbeit incl. Arbeitszeitwünsche, die Bereitschaft zur Mobilität. Im abschließenden Kapitel werden Vorschläge für diverse Maßnahmen und Aktivitäten gemacht, die die Beschäftigungschancen und die Rahmenbedingungen für die Frauenerwerbstätigkeit verbessern könnten. (IAB)
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Literaturhinweis
Frauen aus den neuen Bundesländern in der allgemeinen Studienberatung (1993)
Aulerich, Gudrun; Döbbeling, Karin;Zitatform
Aulerich, Gudrun & Karin Döbbeling (1993): Frauen aus den neuen Bundesländern in der allgemeinen Studienberatung. In: Beiträge zur Hochschulforschung H. 3, S. 311-322.
Abstract
"Für die Hochschulen in den neuen Ländern wurde Studienberatung im Zusammenhang mit dem Angleichungsprozeß der beiden deutschen Hochschulsysteme aktuell. Aus verschiedenen empirischen Untersuchungen zur Studienberatung nach der Grenzöffnung werden frauenspezifische Aspekte abgehoben, wobei sowohl die Sicht der ratsuchenden als auch der beratenden Frauen Berücksichtigung findet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Entwicklung der sozialen Geschlechterverhältnisse in den neuen Bundesländern (1993)
Bertram, Barbara;Zitatform
Bertram, Barbara (1993): Zur Entwicklung der sozialen Geschlechterverhältnisse in den neuen Bundesländern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 6, S. 27-38.
Abstract
"Soziale Geschlechterverhältnisse treten als Ungleichheitsverhältnisse in Erscheinung, was sich in ungleichen Lebenslagen und -chancen ausdrückt. Die Stellung der Frauen und Männer im Berufsleben hat darauf einen entscheidenden Einfluß. Die gegenwärtige Umstrukturierung auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt geht stärker zu Lasten der Frauen, die Veränderungsprozesse verschiedenster Art sind enorm. Im Gegensatz dazu werden Geschlechterunterschiede in den Einstellungen zu Arbeit und Beruf eher abgebaut. Die Teilnahme der Frauen an der Erwerbstätigeit ist in Ostdeutschland ein ungebrochen hoher Wert, zu großen Teilen auch aus der Sicht der Männer; in Konkurrenzsituationen kommen allerdings ambivalente Haltungen zum Vorschein. Innerhalb und zwischen den Geschlechtergruppen wachsen gegenwärtig Differenzen in den realen Lebenslagen und -chancen, die sich vor allem an Arbeitsplätzen festmachen. Kurz- und mittelfristige Wege zur Lösung von Widersprüchen, die sich aus den Geschlechterverhältnissen ergeben, dürfen nicht an den Erwerbsansprüchen der Ost-Frauen und deren sozialen Hintergründen vorbeiführen. Es geht darum, weitere soziale Differenzen nach dem Geschlecht aufzuhalten." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt und geschlechtsspezifische Differenzierung des Arbeitsmarktes in Sachsen-Anhalt: Sonderauswertung des Arbeitsmarktmonitors Sachsen-Anhalt (1993)
Bertram, Hans; Keiser, Sarina; Schäfgen, Katrin; Kreher, Simone; Rosendorfer, Tatjana;Zitatform
Bertram, Hans, Sarina Keiser, Simone Kreher, Tatjana Rosendorfer & Katrin Schäfgen (1993): Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt und geschlechtsspezifische Differenzierung des Arbeitsmarktes in Sachsen-Anhalt. Sonderauswertung des Arbeitsmarktmonitors Sachsen-Anhalt. (Forschungsbeiträge zum Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt 03), Magdeburg, 119 S.
Abstract
Mit den Daten des Arbeitsmarktmonitors sowie einer zusätzlichen Arbeitsmarkt-Umfrage des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt stellen die Autorinnen in vier Beiträgen folgende Entwicklungen der Arbeitsmarkt- und Lebenssituation von Frauen in Sachsen-Anhalt dar
-die Erwerbsbeteiligung
-die Lebenssituation zwischen Beruf und Familie
-Kontinuität und Wandel im Erwerbsstatus und in den Erwerbsverläufen
-Einfluß der Branchenstruktur auf die Entwicklung der Erwerbsarbeit in Sachsen-Anhalt. (IAB) -
Literaturhinweis
Habilitierte Wissenschaftlerinnen in Ostdeutschland - ein Berufungsreservoir? (1993)
Burkhardt, Anke; Scherer, Doris;Zitatform
Burkhardt, Anke & Doris Scherer (1993): Habilitierte Wissenschaftlerinnen in Ostdeutschland - ein Berufungsreservoir? (Projektgruppe Hochschulforschung. Projektberichte 06/1993), Berlin, 40 S.
Abstract
Aufgrund der prognostizierten Studienanfängerzahlen ist zu erwarten, daß der Professoren-Stellenbedarf an ostdeutschen Hochschulen bis zum Jahr 2000 noch gravierend ansteigen wird, womit sich auch die Chance bietet, den Anteil weiblicher Wissenschaftler in dieser höchsten universitären Statusgruppe zu erhöhen. In diesem Beitrag sind Daten zusammengestellt über erfolgreich von Frauen und Männern abgeschlossene Promotionen/Habilitationen an ostdeutschen Hochschulen und Akademien zwischen 1970 und 1991 sowie über den Hochschullehrerbestand in diesem Zeitraum. (IAB2)
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Literaturhinweis
Berufsverlauf und weiblicher Lebenszusammenhang: Kontinuitäten und Brüche im Leben von Frauen in den neuen Bundesländern (1993)
Böckmann-Schewe, Lisa; Röhrig, Anne; Kulke, Christine;Zitatform
Böckmann-Schewe, Lisa, Anne Röhrig & Christine Kulke (1993): Berufsverlauf und weiblicher Lebenszusammenhang. Kontinuitäten und Brüche im Leben von Frauen in den neuen Bundesländern. In: Frauenforschung, Jg. 11, H. 4, S. 47-63.
Abstract
In 60 Interviews mit erwerbstätigen Frauen in Berlin/Ost und in Dessau haben die Autorinnen in Erfahrung zu bringen gesucht, wie die Lebensrealität dieser Frauen vor der Wende ausgesehen hat. Berufstätigkeit hatte und hat für die Frauen einen hohen Stellenwert, deshalb liegt der thematische Schwerpunkt bei spezifischen Momenten des Berufsverlaufs wie Berufswahl, Arbeitsplatzwechsel, Qualifizierung, Ausübung von Leistungspositionen und last not least bei der Vereinbarung von Familienpflichten und Erwerbstätigkeit. Das abschließende Kapitel geht dann noch kurz auf eventuelle Brüche in den Lebenskonzepten der Frauen nach der Wende ein. (IAB)
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Literaturhinweis
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Einstellungen ostdeutscher Frauen zur Erwerbstätigkeit zwei Jahre nach der Wende: Ergebnisse einer Befragung (1993)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1993): Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Einstellungen ostdeutscher Frauen zur Erwerbstätigkeit zwei Jahre nach der Wende. Ergebnisse einer Befragung. (IAB-Werkstattbericht 08/1993), Nürnberg, 40 S.
Abstract
Mit Hilfe von Ergebnissen einer im Herbst 1991 von EMNID im Auftrag des IAB durchgeführten mündlichen Befragung bei knapp 10.000 erwerbstätigen und nichterwerbstätigen Frauen und Männern wird versucht, Veränderungen bzw. Stabilität der Erwerbswünsche von Frauen unter den Rahmenbedingungen zwei Jahre nach der Wende transparenter zu machen. Zunächst wird der Frage nach dem derzeitigen Stellenwert der Berufstätigkeit im Leben der Frauen nachgegangen. Indikator hierfür waren Aussagen darüber, inwieweit Frauen auch berufstätig blieben, wenn die ökonomische Notwendigkeit wegfallen würde, und welche Vorstellungen erwerbstätige und nicht erwerbstätige Frauen über Arbeitszeitmodelle für (Ehe-)Partner haben bzw., ob sie selbst lieber Voll- oder Teilzeit arbeiten wollen. Dies wird mit dem tatsächlichen gegenwärtigen Arbeitsumfang und den Motiven der Erwerbsbeteiligung verglichen. Die Einstellungen zu individueller und außerhäuslicher Kinderbetreuung, die Auswirkungen zusätzlicher Kinderbetreuungskosten auf die Erwerbs- bzw. Nichterwerbstätigkeit von Frauen sowie Probleme bei der Wiedereingliederung nach einer Unterbrechung der Berufstätigkeit sind Themen im nächsten Teil. Auf der Grundlage dieser empirischen Befunde wird abschließend versucht, Anregungen zu geben, die zu einer besseren Realisierung der Erwerbswünsche von Frauen und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen sollen. Angesprochen werden hierbei die Umverteilung der vorhandenen Arbeit, Lohnkostenzuschüsse, Prognosen zur beruflichen Förderung und der Erhalt außerhäuslicher Kinderbetreuung. (IAB2)
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Literaturhinweis
From the unemployment line to the classroom to the office? The education and training patterns of women during the transformation of the East German economy (1993)
Furman, Jeffrey;Zitatform
Furman, Jeffrey (1993): From the unemployment line to the classroom to the office? The education and training patterns of women during the transformation of the East German economy. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers FS 1 93-104), Berlin, 47 S.
Abstract
"Die Arbeit untersucht die Beteiligung von Frauen in Ostdeutschland in der beruflichen und universitären Ausbildung sowie in der Weiterbildung und Umschulung seit der Wende im Hinblick auf ihre zukünftige Erwerbsbeteiligung und Arbeitsmarktposition. Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Bild. Die hohe Beteiligung junger Frauen in der Berufsausbildung sowie die große Zahl ehemals beschäftigter Frauen in Umschulungs- und Weiterbildungsprogrammen belegen das Interesse vieler Frauen an einer kontinuierlichen und qualifizierten Berufsarbeit. Die fortbestehende ökonomische Unsicherheit, der Mangel an Arbeitsplätzen und der Abbau der sozialen Infrastruktur macht jedoch Beruf und Familie für Frauen in Ostdeutschland häufig unvereinbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Perspektiven der Erwerbsbeteiligung von Frauen im vereinten Deutschland (1993)
Zitatform
Holst, Elke & Jürgen Schupp (1993): Perspektiven der Erwerbsbeteiligung von Frauen im vereinten Deutschland. (DIW-Diskussionspapiere 68), Berlin, 41 S.
Abstract
Auf der Basis von bisher drei Befragungen des sozioökonomischen Panels wollen die AutorInnen dynamische Aspekte der Erwerbsbeteiligung in Ost- und Westdeutschland untersuchen. Für Ostdeutschland liegt der Schwerpunkt in der Analyse der Entwicklung der sich seit der Vereinigung Deutschlands abzeichnenden geschlechtsspezifischen Spaltung des ostdeutschen Arbeitsmarktes sowie dem Verlauf der Transformation und deren Geschwindigkeit. Für Frauen in Westdeutschland wird gezeigt, daß auch hier Längsschnittanalysen zu einem besseren Verständnis der Wechselbeziehungen von familären und erwerbsbiographischen Ereignissen sowie deren aktuellen Entwicklung beitragen können. Im Unterschied zu den Analysen zur Erwerbsbeteiligung ostdeutscher Frauen wird hier aber stärker auf die sich längerfristig - langsam, kontinuierlich - abzeichnenden Entwicklungen im Erwerbsverhalten von Frauen eingegangen. Abschließend diskutierte arbeitsmarktpolitische Gesamtstrategien nehmen dabei zwei zentrale Aspekte auf - Arbeitszeit und Qualifikation -, um Konzepte zu einer möglichst solidarischen und geschlechtsneutralen Bewältigung struktureller Arbeitsmarktprobleme aufzuzeigen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Die Wiedervereinigung der deutschen Männer braucht keine Frauen: Frauen als Wendeverliererinnen? (1993)
Kistler, Ernst; Pfaff, Anita B.; Jaufmann, Dieter;Zitatform
Kistler, Ernst, Dieter Jaufmann & Anita B. Pfaff (1993): Die Wiedervereinigung der deutschen Männer braucht keine Frauen. Frauen als Wendeverliererinnen? In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 6, S. 39-52.
Abstract
"In der Diskussion über die großen Probleme der deutschen Einigung und den ökologischen und sozialen Um- und Zusammenbruch Ostdeutschlands ist eine These besonders häufig zu hören: Frauen sind die Verliererinnen der Wende. Vor dem Hintergrund aktueller Zahlen zu geschlechtsspezifischen Problemen auf dem Arbeitsmarkt wird in dem Beitrag vor allem die Entwicklung der Kinderbetreuungseinrichtungen in den neuen Bundesländern thematisiert. In der DDR gab es ein quantitativ vorzüglich ausgebautes System von Kinderbetreuungseinrichtungen. Dies ermöglichte eine politisch gewünschte, ökonomisch notwendige und von den Frauen breit mitgetragene hohe weibliche Erwerbstätigkeit. Berufstätig zu sein war und ist - trotz aller Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Bestandteil weiblicher Lebensentwürfe in Ostdeutschland. Die gegenwärtige Arbeitsmarktsituation im Osten ist durch eine immer stärkere Verdrängung der Frauen gekennzeichnet. Ihre Qualifikationen werden entwertet - es droht ihnen die Verbannung an den Herd und in die 'stille Reserve'. Durch eine Abwärtsspirale beim Angebot von und bei der Nachfrage nach Plätzen in Kinderbetreuungseinrichtungen wird diese Entwicklung verstärkt. Wenn es in den neuen Bundesländern zu einer Zementierung der westdeutschen Unzulänglichkeiten auf dem Gebiet der Kinderbetreuungseinrichtungen kommt, dann werden die Frauen in Ostdeutschland zu den Verliererinnen der deutschen Vereinigung." (Autorenreferat)
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