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Dossier

Rente mit 67 – oder später? Das Renteneintrittsalter in der Diskussion

Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Ziel ist es, die Finanzlage der Rentenversicherung zu stabilisieren und die Beschäftigung Älterer zu erhöhen.
Sind damit die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern oder muss über einen noch späteren Berufsausstieg nachgedacht werden? Droht die Altersarmut, da das höhere abschlagsfreie Rentenalter für viele zu einer Kürzung ihrer monatlichen Rente führt? Bleiben Ältere dadurch wirklich länger erwerbstätig und in welchem Ausmaß sind Unternehmen bereit Ältere zu beschäftigen?
Diese IAB-Infoplattform bietet Hintergrundinformationen zum Zusammenhang von Renteneintrittsalter und Beschäftigung und gibt einen Überblick über die Positionen der Akteure.

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  • Literaturhinweis

    Rente ab 67 - Ausnahmeregelung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion Die Linke (Drucksache 16/5351) (2007)

    Zitatform

    (2007): Rente ab 67 - Ausnahmeregelung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion Die Linke (Drucksache 16/5351). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/5530 (31.05.2007)), 8 S.

    Abstract

    Die Fraktion die Linke bezieht sich auf eine Bestimmung im Gesetz zur Einführung der Rente ab 67 (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz), nach der langjährig Versicherte d.h. 'Versicherte mit außerordentlich langjähriger - nicht selten belastender - Berufstätigkeit' privilegiert werden sollen (45er-Regel) und fragt in acht Einzelfragen, ob es sich bei dieser Regelung um eine Umverteilung zu Lasten von Frauen, Arbeitslosen, Erwerbsgeminderten sowie Versicherten mit lückenhaften Versicherungsverläufen mit der Folge des der deutschen und europäischen Rechtslage widersprechenden gleichstellungspolitisch relevanten Umstands einer mittelbaren Diskriminierung von Frauen handelt. Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort darauf, dass Wartezeitregelungen Ausdruck des das Rentenversicherungsrecht prägenden Versicherungsprinzips sind und dass hinsichtlich des Erfordernisses von 45 Pflichtbeitragsjahren bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte der Tatsache, dass Frauen statistisch gesehen weniger Pflichtbeitragszeiten aufweisen, durch die Berücksichtigung von Zeiten der Kindererziehung bis zum 10. Lebensjahr des Kindes Rechnung getragen wird. Verfassungsrechtliche Bedenken hinsichtlich der Einführung der Altersrente für besonders langjährig Versicherte werden von der Bundesregierung nicht geteilt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) a) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung - Drucksachen 16/4372, 16/4420 - Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) und andere (2007)

    Zitatform

    (2007): Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) a) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung - Drucksachen 16/4372, 16/4420 - Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) und andere. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/4583 (07.03.2007)), 24 S.

    Abstract

    Der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages empfiehlt als Ergebnis seiner Beratungen und auf der Grundlage des Berichts des Berichterstatters Peter Weiß (Emmendingen) mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen FDP, DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN dem Deutschen Bundestag die Annahme des Gesetzentwurfs 'Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung' (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) (Drucksachen 16/3794, 16/4372 und 16/4420) in unveränderter Fassung. Das Gesetz regelt die stufenweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre beginnend von 2012 an mit dem Jahrgang 1947 bis zum Jahr 2029 und entsprechende Anhebungen bei anderen Renten sowie Einführung einer neuen abschlagsfreien Altersrente ab 65 Jahren für besonders langjährig Versicherte mit mindestens 45 Jahren an Pflichtbeiträgen aus Beschäftigung, selbständiger Tätigkeit und Pflege sowie Zeiten der Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes. Außerdem ist eine Modifizierung der Schutzklausel bei der Rentenanpassung vorgesehen: Ab 2011 werden seit 2005 unterbliebene Anpassungsdämpfungen realisiert, wenn aufgrund der Lohnentwicklung Rentensteigerungen möglich sind. Der Ausschuss hat zudem mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gegen die Stimmen der Fraktion DIE LINKE. beschlossen, dem Deutschen Bundestag die Ablehnung des Antrags 'Nein zur Rente ab 67' (Drucksache 16/2747) zu empfehlen. Mit den Stimmen der Fraktionen CDU/ CSU, SPD, FDP und DIE LINKE. gegen die Stimmen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde zudem beschlossen, dem Deutschen Bundestag die Ablehnung des Antrags 'Neue Kultur der Altersarbeit - Anpassung der gesetzlichen Rentenversicherung an längere Rentenlaufzeiten' (Drucksache 16/3812) zu empfehlen. Schließlich hat der Ausschuss mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gegen die Stimmen der Fraktion DIE LINKE. beschlossen, dem Deutschen Bundestag die Ablehnung des Antrags 'Stichtagsregelung für die Altersteilzeit im RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz - Rente mit 67- verlängern' (Drucksache 16/3815) zu empfehlen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Ist die Erhöhung des gesetzlichen Rentenzugangsalters nur eine Rentenkürzung? (2006)

    Babel, Bernhard; Bomsdorf, Eckart;

    Zitatform

    Babel, Bernhard & Eckart Bomsdorf (2006): Ist die Erhöhung des gesetzlichen Rentenzugangsalters nur eine Rentenkürzung? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 86, H. 7, S. 479-484.

    Abstract

    Mit der Erhöhung des gesetzlichen Rentenzugangsalters und der Einführung eines Nachhaltigkeitsfaktors versucht die Bundesregierung dem sich aufgrund der demografischen Entwicklung langfristig abzeichnenden Ungleichgewicht zwischen den Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung entgegenzuwirken. Die Wirkungen beider Maßnahmen bedingen einander: eine Erhöhung des Rentenzugangsalters reduziert die Wirkung des Nachhaltigkeitsfaktors. Zusätzlich hängen die Konsequenzen beider Maßnahmen von der zukünftigen demografischen Entwicklung ab. In der politischen Diskussion wird die Behauptung aufgestellt, dass die Erhöhung des gesetzlichen Rentenzugangsalters lediglich eine 'große Rentenkürzung' darstellt. Der Beitrag präsentiert zunächst fünf aktuelle, auf eigenen Modellrechnungen basierende Varianten für die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2050 und untersucht daran anschließend die Entwicklung des Nachhaltigkeitsfaktors in Abhängigkeit von der demografischen Entwicklung und für unterschiedliche Rentenzugangsalter. Abschließend werden die Auswirkungen der Veränderungen des Rentenzugangsalters auf die Anzahl der Beitragszahler abgeschätzt. Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass der aus den untersuchten Maßnahmen resultierende Anstieg des gesetzlichen Rentenzugangsalters 'nicht zwangsläufig als zusätzliche Rentenkürzung' zu sehen ist. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Durchschnittliches Renteneintrittsalter steigt weiter: wachsende Differenzierung im Rentenzugangsalter seit 2003 zu beobachten (2006)

    Brussig, Martin ; Wojtkowski, Sascha;

    Zitatform

    Brussig, Martin & Sascha Wojtkowski (2006): Durchschnittliches Renteneintrittsalter steigt weiter. Wachsende Differenzierung im Rentenzugangsalter seit 2003 zu beobachten. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2006-02), Gelsenkirchen, 16 S.

    Abstract

    "Zwischen 1996 und 2005 hat sich das durchschnittliche Rentenzugangsalter für Altersrenten um ca. 1 Jahr auf 63,0 Jahre erhöht; allein seit 2003 um ein halbes Jahr. Berücksichtigt man Erwerbsminderungsrenten (ab 50 Jahre), so ist das Zugangsalter niedriger (62,3 Jahre), der Anstieg seit 1996 aber stärker. Dennoch gab es 2004 und 2005 wieder anteilig mehr Personen, die mit 60 Jahren in Rente gegangen sind. Damit zeichnen sich zwei gegensätzliche Trends ab: einerseits - schon seit 1996 - der Trend zum späteren Renteneintritt, und parallel dazu andererseits (ab 2004) wieder mehr Rentenzugänge mit 60 Jahren. Etwa ein Drittel der Männer erreichte 2005 die Rente über die Regelaltersrente ab 65 Jahre. Zugänge in Erwerbsminderungsrenten sind für Männer und Frauen seit 1996 rückläufig, ebenso Altersrenten für Frauen. Nach Jahren zunehmender Inanspruchnahme geht die Bedeutung der Altersrenten nach Altersteilzeit seit 2003 wieder zurück. Etwa vier von fünf Frauen beziehen entweder eine Regelaltersrente oder eine Altersrente für Frauen. Für Männer spielen Altersrenten für langjährig Versicherte, nach Altersteilzeit, aber auch wegen Arbeitslosigkeit eine größere Rolle. Männer gehen öfter mit Abschlägen in Rente als Frauen. In den neuen Bundesländern erfolgen Zugänge in eine Rente der Gesetzlichen Rentenversicherung nach wie vor häufiger vorzeitig als in den alten Bundesländern. Hauptgründe sind die schlechte Arbeitsmarktlage und die höhere Frauenerwerbstätigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Altersgrenzenpolitik und Arbeitsmarkt: zur Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenalters (2006)

    Brussig, Martin ; Knuth, Matthias ;

    Zitatform

    Brussig, Martin & Matthias Knuth (2006): Altersgrenzenpolitik und Arbeitsmarkt. Zur Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenalters. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 6, S. 307-313.

    Abstract

    "Der Beitrag diskutiert Zusammenhänge zwischen Alterserwerbstätigkeit, Erwerbsaustritt und Renteneintritt. Die jüngsten Veränderungen, die auch durch einen durchschnittlich späteren Erwerbsausstieg und ein durchschnittlich höheres Renteneintrittsalter gekennzeichnet sind, zeigen soziale Unterschiede insbesondere nach Geschlecht, Qualifikation sowie zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen im Altersübergang auf. Dies erlaubt Schlussfolgerungen zu den Auswirkungen einer angehobenen Rentenaltersgrenze für die soziale Sicherung im Alter: Während ein Teil der künftig älteren Erwerbstätigen gesundheitlich wie qualifikatorisch auch noch in höherem Alter beschäftigungsfähig ist, ist für einen anderen Teil zu erwarten, dass prekäre Altersübergänge länger andauern und gravierende nachteilige Auswirkungen auf die Alterssicherung haben werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Rente mit 67: Länger arbeiten oder länger arbeitslos?: Probleme einer Heraufsetzung der Altersgrenze (2006)

    Bäcker, Gerhard;

    Zitatform

    Bäcker, Gerhard (2006): Rente mit 67: Länger arbeiten oder länger arbeitslos? Probleme einer Heraufsetzung der Altersgrenze. In: P. König, G. Bäcker & J. Schmid (2006): Rente mit 67 : Steuerungspotenziale in der Renten- und Beschäftigungspolitik, S. 6-23.

    Abstract

    In einer Stellungnahme zum geplanten Rentenzugang mit 67 Jahren für den Gesprächskreis Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung kommt der Autor zu dem Schluss, dass die Erhöhung der Altergrenze dann nicht zwingend ist, wenn die Einnahme/Ausgabediskrepanz u.a. durch eine präventive Arbeitsmarktpolitik entschärft wird. Im einzelnen wird die Erhöhung des Renteneintrittsalters unter folgenden Aspekten behandelt: Sicherung der Finanzierung der Rentenversicherung, Arbeitsmarktprobleme Älterer aufgrund des späteren Renteneintritts, Langzeitarbeitslosigkeit und Rentenkürzung statt Verlängerung der Lebensarbeitszeit, Finanzierung der Alterssicherung im demografischen Umbruch, Alter und berufliche Leistungsfähigkeit, Vorrang für eine präventive Arbeitspolitik und Reform der Erwerbsminderungsrente. Mit der Erhöhung des Rentenzugangsalters ist nach Ansicht des Autors keineswegs automatisch sichergestellt, dass alle Arbeitnehmer dadurch auch tatsächlich länger als bisher tätig sein werden. 'Es kann daraus aber nicht unbedingt abgeleitet werden, dass die Anhebung der Altersgrenze deshalb vor allem als getarnte Kürzungsvariante einzustufen ist. Ob dies zutreffen könnte oder nicht, hängt entscheidend von der Entwicklung und Gestaltung in anderen Feldern der Wirtschaft und Politik ab. Eine rentensystemimmanente Betrachtungsweise muss daher durch die Berücksichtigung anderer Stellgrößen wie Beschäftigung, Arbeitsorganisation und neue Formen der Regulierung ergänzt werden.' Immer mehr Unternehmen werden angesichts des demografischen Wandels zukünftig auf eine längere Beschäftigungsdauer älterer Arbeitnehmer angewiesen sein. Deshalb plädiert der Beitrag für die Entwicklung vorausschauender Konzepte in der Renten- und Beschäftigungspolitik auch unabhängig von der Anhebung der Altersgrenze. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Anmerkungen zur geplanten Anhebung des gesetzlichen Rentenalters (2006)

    Clemens, Johannes;

    Zitatform

    Clemens, Johannes (2006): Anmerkungen zur geplanten Anhebung des gesetzlichen Rentenalters. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 86, H. 3, S. 163-165.

    Abstract

    "Die Bundesregierung beabsichtigt, das gesetzliche Rentenalter schrittweise bis zum Jahr 2029 von derzeit 65 auf 67 Jahre anzuheben. Sollte wegen der stark zugenommenen ferneren Lebenserwartung eine beschleunigte Anhebung über das Alter von 67 Jahren hinaus in Erwägung gezogen werden? Wäre es zweckmäßiger, anstelle des Rentenalters die relative Rentenbezugsdauer festzuschreiben, um regelmäßig wiederkehrende Diskussionen um eine weitere Anhebung des Rentenalters aus dem Wege zu gehen?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ausbildung, Erwerbsphase, Renteneintritt: demografischer Wandel und optimale Zeitallokation im Lebenszyklus (2006)

    Debus, Martin; Michaelis, Jochen ;

    Zitatform

    Debus, Martin & Jochen Michaelis (2006): Ausbildung, Erwerbsphase, Renteneintritt. Demografischer Wandel und optimale Zeitallokation im Lebenszyklus. (Universität Kassel, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge 79/06), Kassel, 27 S.

    Abstract

    "Der Beitrag analysiert die Determinanten der individuellen Ausbildungs- und Renteneintrittsentscheidung. Unter Verwendung eines OLG-Modells wird gezeigt, wie die Individuen mit ihren Investitionen in Humankapital sowie mit der Entscheidung über den Zeitpunkt des Renteneintritts reagieren, wenn sich a) die heutige Entlohnung des Faktors Humankapital ändert, b) die zukünftige Entlohnung des Humankapitals ändert, c) die antizipierte Rente sinkt, und d) der erwartete Beitragssatz zur Sozialversicherung steigt. Unsere Analyse legt nahe, auf den demografischen Wandel primär mit einer Reduktion des Rentenniveaus zu reagieren, denn im Vergleich zur Alternative Beitragserhöhung werden die Individuen eine längere Lebensarbeitszeit sowie eine vermehrte Humankapitalbildung wählen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeiten bis 65 oder gar bis 67?: die Voraussetzungen fehlen (2006)

    Ebert, Andreas; Fuchs, Tatjana; Kistler, Ernst;

    Zitatform

    Ebert, Andreas, Tatjana Fuchs & Ernst Kistler (2006): Arbeiten bis 65 oder gar bis 67? Die Voraussetzungen fehlen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 9, S. 492-499.

    Abstract

    "Auf europäischer wie nationaler Ebene wird eine Erhöhung der Beschäftigungsquote Älterer und des faktischen Renteneintrittsalters angestrebt. In Deutschland ist die Rente mit 67 fast schon beschlossene Sache. Als Begründung dienen angebliche demografische Zwänge. Der Beitrag zeigt auf, dass derzeit die Voraussetzungen nicht gegeben sind, um das politisch gesetzte Ziel zu erreichen - weder mit Blick auf die Arbeitsmarktperspektiven noch von Seiten der Arbeitsbedingungen. Es droht zunehmende Altersarbeitslosigkeit und Altersarmut. Sinnvoll wären eine Modifizierung statt Abschaffung der Frühverrentungsinstrumente sowie ein präventiver Ansatz in Richtung alters- und alternsgerechten Arbeitens. Sinnvoll wäre auch eine Annäherung des faktischen an das gesetzliche Rentenalter und nicht eine Erhöhung der Altersgrenze auf 67 Jahre." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Rente mit 67 - Gegen den demografischen Trend (2006)

    Fuchs, Johann ; Weber, Brigitte;

    Zitatform

    Fuchs, Johann & Brigitte Weber (2006): Rente mit 67 - Gegen den demografischen Trend. In: IAB-Forum H. 2, S. 42-47.

    Abstract

    Der Beitrag geht der Frage nach, ob die 'Rente mit 67' eine geeignete Maßnahme darstellt, die Auswirkungen des demografischen Wandels zu begrenzen. Er kommt zu dem Schluss, dass eine längere Lebensarbeitszeit dem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials entgegenwirken kann, es sich aber bei dieser Maßnahme um eine 'Medizin mit Nebenwirkungen' handelt. So muss die Erhöhung des Anteils Älterer am Erwerbspersonenpotenzial von Maßnahmen zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit älterer Menschen begleitet werden. Damit es nicht zu einer Verdrängung jüngerer Arbeitnehmer und damit zu einem Ansteigen von offener und verdeckter Arbeitslosigkeit als Folge der Rente mit 67 kommt, müssen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Dabei muss es sich um 'richtige' sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze handeln, damit die Arbeitskräfte davon leben und die Sozialversicherungen gestützt werden können. Andernfalls würde wegen der Rente mit 67 die Arbeitslosigkeit Älterer und auch die der Jüngeren steigen. Nach Ansicht der Autoren ist bei allen 'Nebenwirkungen' langfristig die Anhebung des Rentenalters aber nicht zu vermeiden. Alle Bevölkerungsprojektionen gehen von der Annahme eines sinkenden Erwerbspersonenpotenzials aus. 'Ältere Fachkräfte dürften deshalb quantitativ die wichtigste personelle Reserve bilden.' (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Rente mit 67: Neue Herausforderungen für die Beschäftigungspolitik (2006)

    Fuchs, Johann ;

    Zitatform

    Fuchs, Johann (2006): Rente mit 67: Neue Herausforderungen für die Beschäftigungspolitik. (IAB-Kurzbericht 16/2006), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    "Wenn im Jahr 2030 die stufenweise Anhebung der gesetzlichen Regelaltersgrenze auf 67 Jahre abgeschlossen sein wird, sind in Deutschland rund 8,8 Millionen Menschen zwischen 60 und 66 Jahren alt. Für den Bezug einer abschlagfreien Rente müsste bis zum 67. Lebensjahr gearbeitet werden. Finanzielle und andere Motive werden viele ältere Arbeitskräfte wahrscheinlich veranlassen, nicht frühzeitig in den Ruhestand zu gehen. Dies gilt insbesondere für die 65- und 66-Jährigen, von denen im Augenblick nur knapp 7 Prozent noch erwerbstätig sind. Angesichts der Abschläge werden künftig aber auch die etwas Jüngeren länger arbeiten. Wie viele das sein werden, lässt sich derzeit nicht genau vorhersagen. Es gibt jedoch Anhaltspunkte für eine Ober- und eine Untergrenze der wahrscheinlichen Entwicklung. Das Wachstum der älteren Bevölkerung und der längere Verbleib Älterer im Erwerbsleben führen zu einem deutlichen Anstieg des Erwerbspersonenpotenzials. Der Höhepunkt wird ungefähr im Jahr 2030 erreicht, wenn wegen der Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre zwischen 1,2 Millionen und über 3 Millionen Erwerbspersonen zusätzlich auf den Arbeitsmarkt drängen. Der oft prognostizierte Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials würde sich dadurch deutlich verzögern. Die beschäftigungspolitische Herausforderung liegt dann darin, für dieses zusätzliche Arbeitskräftepotenzial ebenso viele neue Arbeitsplätze zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Aktuelles Presseseminar der Deutschen Rentenversicherung Bund vom 29.-30. November 2005 in Würzburg (2006)

    Gunkel, Alexander; Engelen-Kefer, Ursula; Rische, Herbert; Reimann, Axel;

    Zitatform

    Gunkel, Alexander, Ursula Engelen-Kefer, Herbert Rische & Axel Reimann (2006): Aktuelles Presseseminar der Deutschen Rentenversicherung Bund vom 29.-30. November 2005 in Würzburg. (DRV-Schriften 63), Bad Homburg: wdv Gesellschaft für Medien & Kommunikation, 58 S.

    Abstract

    Themen des 31. Aktuellen Presseseminars des VDR am 29. und 30. November 2005 in Würzburg waren
    - die finanzielle Entwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung (Gunkel),
    - die aktuellen rentenpolitischen Herausforderungen - insbesondere die Rente mit 67 (Engelen-Kefer),
    - die Organisationsreform der gesetzlichen Rentenversicherung (Rische),
    - die Alterssicherung in Deutschland (Reimann). (IAB)

    Weiterführende Informationen

    Hier finden Sie die Redebeiträge.
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  • Literaturhinweis

    Ein längeres Arbeitsleben für alle?: aktuelle renten- und arbeitsmarktpolitische Entwicklungen im Lichte der Ergebnisse des "Altersübergangs-Reports" (2006)

    Knuth, Matthias ; Brussig, Martin ; Büttner, Renate;

    Zitatform

    Knuth, Matthias, Renate Büttner & Martin Brussig (2006): Ein längeres Arbeitsleben für alle? Aktuelle renten- und arbeitsmarktpolitische Entwicklungen im Lichte der Ergebnisse des "Altersübergangs-Reports". (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2006-01), Gelsenkirchen, 10 S.

    Abstract

    "Zwischen Erwerbsarbeit und Rente haben sich seit den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zunehmend Übergangsphasen eingeschoben. Nur rund ein Fünftel aller Zugänge in Altersrenten erfolgt unmittelbar aus sozialversicherungspflichtiger beruflicher Tätigkeit - wenn man die Altersteilzeitarbeit ausklammert, deren Endphase meistens in Freistellung besteht. Nur knapp ein Drittel eines Geburtsjahrganges nimmt die Regelaltersrente in Anspruch, aber ganz überwiegend nicht im unmittelbaren Anschluss an eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Knapp ein Fünftel aller Neuzugänge in Altersrenten hat unmittelbar vor Renteneintritt Leistungen wegen Arbeitslosigkeit bezogen. Abschläge auf vorzeitige Renten haben zur Verschiebung der Inanspruchnahme und - zusammen mit demographischen Effekten - zum Anstieg des durchschnittlichen Rentenzugangsalters um ein Jahr (auf 63,1 Jahre) innerhalb von acht Jahren geführt (1996-2004). Die Erwerbstätigkeit Älterer ab 50 hat zugenommen, besonders in der Altersgruppe zwischen dem 56. und dem 62. Lebensjahr. Vor allem die verstärkte Erwerbsbeteiligung älterer Frauen hat zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Alterserwerbstätigkeit differiert sehr stark nach der beruflichen Qualifikation. Die Sicht der Betriebe auf Ältere ist widersprüchlich: Einerseits werden ihre Tugenden hoch geschätzt, andererseits werden Ältere trotzdem weit unterproportional eingestellt. Sollte sich das nicht grundlegend ändern, birgt die geplante Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenalters - zusammen mit aktuellen Änderungen in der Arbeitsmarktpolitik - die verstärkte Gefahr von Altersarmut." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Rente mit 67: Steuerungspotenziale in der Renten- und Beschäftigunspolitik (2006)

    König, Peter; Schmid, Josef; Bäcker, Gerhard;

    Zitatform

    König, Peter, Gerhard Bäcker & Josef Schmid (2006): Rente mit 67. Steuerungspotenziale in der Renten- und Beschäftigunspolitik. Bonn, 36 S.

    Abstract

    "Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte im Rahmen ihres Gesprächskreises Sozialpolitik die Professoren Gerhard Bäcker und Josef Schmid Ende 2005 darum gebeten, für uns eine Stellungnahme zum Rentenzugang in einem Alter von 67 Jahren abzugeben. Mit dieser Veröffentlichung stellen wir jetzt die beiden Beiträge vor. Für Schmid scheint die Erhöhung der Altersgrenze aufgrund fiskalischer Probleme naheliegend zu sein. Bäcker sieht dies dann nicht als zwingend an, wenn die Einnahme/Ausgabediskrepanz u.a. durch eine präventive Arbeitsmarktpolitik entschärft wird. Bei beiden Autoren wird deutlich, dass mit der Erhöhung des Rentenzugangsalters keineswegs automatisch sichergestellt ist, dass alle Arbeitnehmer dadurch auch tatsächlich länger als bisher tätig sein werden. Es kann daraus aber nicht unbedingt abgeleitet werden, dass die Anhebung der Altersgrenze deshalb vor allem als getarnte Kürzungsvariante einzustufen ist. Ob dies zutreffen könnte oder nicht, bedarf u.a. einer differenzierten Betrachtungsweise nach Berufen und Erwerbsbiographien und hängt entscheidend von der Entwicklung und Gestaltung in anderen Feldern der Wirtschaft und Politik ab. Entscheidend an beiden Stellungnahmen ist, dass sie nicht bei einer rentensystemimmanenten Betrachtungsweise stehen bleiben. Beide Autoren plädieren dafür, den Blick auch auf andere Stellgrößen zu richten: auf Beschäftigung, Arbeitsorganisation und neue Formen der Regulierung. Welche Konsequenzen sich aus einer Anhebung des Rentenzugangsalters ergeben, wird zukünftig davon abhängen, wie diese Stellgrößen gestaltet werden: so z.B. bei Qualifizierungsmaßnahmen, Gesundheitsschutz, Lohn- und Leistungspolitik. Mit einem Hinweis auf die Wissensgesellschaft wird auch dafür plädiert, die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Arbeitnehmer stärker in eine Richtung zu fördern, die ihnen eine flexible Reaktion auf veränderte Marktbedingungen ermöglicht, um so zukünftig Anpassungsprobleme im Alter so weit wie möglich zu vermeiden. Fazit beider Wissenschaftler ist es, dass ein Teil der Unternehmen in Deutschland angesichts des demographischen Wandels zukünftig auf eine längere Beschäftigungsdauer älterer Arbeitnehmer angewiesen sein wird. Deshalb scheint es unabhängig von der Anhebung der Altersgrenze erforderlich zu sein, vorausschauende Konzepte zu entwickeln. Allerdings darf selbst bei einer solchen Erweiterung der Perspektiven nicht der Schluss gezogen werden, dass allein dadurch renten- wie beschäftigungspolitische Herausforderungen lösbar wären. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die Fortschritte im Bereich von Forschung und Entwicklung sowie im Bildungsbereich werden maßgeblichen Einfluss darauf haben, welche Gestaltungsoptionen im Renten- und Beschäftigungssystem an Bedeutung gewinnen könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Verlängerung der Lebensarbeitszeit: eine realistische Perspektive? (2006)

    Lehr, Ursula; Kruse, Andreas;

    Zitatform

    Lehr, Ursula & Andreas Kruse (2006): Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Eine realistische Perspektive? In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Jg. 50, H. 4, S. 240-247.

    Abstract

    "Der Beitrag geht zunächst auf einige zentrale demografische Entwicklungen ein, die eine alternde Gesellschaft kennzeichnen. Er macht deutlich, dass das Altem der Gesellschaft nicht mit einem Rückgang an Innovationsfähigkeit gleichgesetzt werden darf. Vielmehr verfügen viele ältere Menschen über Wissen und Erfahrungen, die sie in die Lage versetzen, sich mit neuen Anforderungen kreativ auseinanderzusetzen. Diese Wissens- und Erfahrungselemente werden hier für den beruflichen Bereich dargestellt. Zugleich werden potenzielle Risiken älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgezeigt, die bei der Personalplanung besonders berücksichtigt werden müssen Der Beitrag plädiert dafür, eine alternde GeselIschaft auch als eine Chance zu begreifen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wie lange dürfen wir arbeiten?: gesetzliche Altersgrenzen als Verfassungsproblem (2006)

    Lenz, Carl Otto; Mann, Thomas; Nußberger, Angelika; Wulff, Otto; Tettinger, Peter J.;

    Zitatform

    Lenz, Carl Otto, Thomas Mann, Angelika Nußberger, Peter J. Tettinger & Otto Wulff (2006): Wie lange dürfen wir arbeiten? Gesetzliche Altersgrenzen als Verfassungsproblem. (Zukunftsforum Politik 70), Sankt Augustin, 104 S.

    Abstract

    "Die 'gesetzlichen Höchstaltersgrenzen als Verfassungsproblem' war Thema eines Workshops der Konrad-Adenauer-Stiftung. In dem Band werden die Vorträge dieser Expertenrunde dokumentiert. Ziel ist es, den politischen Entscheidungsbedarf zu verdeutlichen und einen konkreten Ansatz für politisches Handeln zu eröffnen, um ältere und alte Menschen auch künftig in das gesellschaftliche Gefüge zu integrieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Rente mit 67: Konsequenzen für Versicherte, Rentensystem und Arbeitsmarkt (2006)

    Ottnad, Adrian; Schnabel, Reinhold;

    Zitatform

    Ottnad, Adrian & Reinhold Schnabel (2006): Rente mit 67. Konsequenzen für Versicherte, Rentensystem und Arbeitsmarkt. Köln, 150 S.

    Abstract

    Die Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre soll das Rentenversicherungssystem finanziell stabilisieren und eine gerechtere Lastenverteilung zwischen den Generationen herbeiführen. Die Studie geht auf die Hintergründe der Anhebung des gesetzlichen Rentenalters ein und beschreibt mögliche Effekte auf das bestehende Rentensystem. Die Autoren verweisen darauf, dass das künftige Renteneintrittsverhalten von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird, sodass eine Prognose sehr riskant erscheint. Weiterhin werden die finanziellen Folgen für die Rentenversicherung und für die öffentlichen Haushalte beschrieben sowie eine Renditeberechnung ohne und mit Berücksichtigung des Bundeszuschusses durchgeführt. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Extending working life: problems and prospects for social and public policy (2006)

    Phillipson, Chris ;

    Zitatform

    Phillipson, Chris (2006): Extending working life. Problems and prospects for social and public policy. In: Social Policy Association (Hrsg.) (2006): Social policy review 18 : analysis and debate in social policy, 2006, S. 221-247.

    Abstract

    Der Übergang älterer Arbeitnehmer in den Ruhestand wird in allen Wohlfahrtsstaaten zu einem immer wichtigeren Thema sowohl der Sozial- als auch der Wirtschaftspolitik. Dabei zeichnen sich unterschiedliche Trends ab wie ein möglichst frühes Ruhestandsalter, verschiedene 'Beschäftigungsbrücken' zur Erleichterung des Übergangs vom Arbeitsleben in den Ruhestand und eine Diversifizierung der Altersversorgung. Während in den 1970er und 1980er Jahren der Trend dahin ging, ältere Arbeitnehmer möglichst früh durch jüngere zu ersetzen, herrscht zu Beginn des 21. Jahrhunderts in allen westlichen Industrieländern der Wunsch auf Seiten der Politik vor, ältere Arbeitnehmer länger und möglichst über das offizielle Renteneintrittsalter in Beschäftigung zu halten. Der Beitrag erläutert am Beispiel Großbritanniens die Maßnahmenbündel, mit denen ein Wiedereintritt in das Berufsleben erleichtert und ein vorzeitiger Austritt aus dem Berufsleben verhindert werden sollen, und beschreibt den zugrundeliegenden politischen Paradigmenwechsel in drei Schritten. Zunächst wird der allgemeine politische Kontext der öffentlichen Debatte um Arbeit und Ruhestand geschildert und danach werden einige der Schlüsselfaktoren, die verantwortlich dafür sind, ältere Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben auszusondern, untersucht. In einem dritten Abschnitt werden die politischen Optionen analysiert und bewertet, die geeignet sind, die Lebensarbeitszeit zu verlängern. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Älter werden - aktiv bleiben: Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Erwerbstätigen in Deutschland (2006)

    Prager, Jens U.; Schleiter, Andre;

    Zitatform

    Prager, Jens U. & Andre Schleiter (2006): Älter werden - aktiv bleiben. Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Erwerbstätigen in Deutschland. Gütersloh, 20 S.

    Abstract

    "Die Studie ist das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage der Bertelsmann Stiftung zum Thema 'Beschäftigungsfähigkeit und Aktivität bis ins Alter'. Ziel dieser repräsentativen Untersuchung ist die Erfassung eines Meinungsbildes von Erwerbstätigen im Alter von 35 bis 55 Jahren, also derjenigen, die von den aktuellen Rentenreformen und der damit verbundenen Anhebung des Renteneintrittsalters betroffen sind. Im Fokus der Untersuchung stehen Fragen nach
    - den Voraussetzungen, die aus Sicht der Erwerbstätigen erfüllt sein müssten, um bis zum 65. Lebensjahr und darüber hinaus einem Beruf nachzugehen,
    - der Bereitschaft der Erwerbstätigen zur Beteiligung an Maßnahmen zur Sicherung bzw. Stärkung der eigenen Beschäftigungsfähigkeit,
    - den Vorstellungen der Erwerbstätigen bezüglich des Übergangs von der Erwerbs- in die Nacherwerbsphase und
    - nach der Bereitschaft der Erwerbstätigen zu einem über die Erwerbstätigkeit hinausgehenden gesellschaftlichen Engagement." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Anhebung der Rentenaltersgrenze: Pro und Contra Rente mit 67 (2006)

    Promberger, Markus; Wübbeke, Christina;

    Zitatform

    Promberger, Markus & Christina Wübbeke (2006): Anhebung der Rentenaltersgrenze: Pro und Contra Rente mit 67. (IAB-Kurzbericht 08/2006), Nürnberg, 5 S.

    Abstract

    "Unbestritten ist, dass in den nächsten Jahrzehnten immer weniger Beschäftigte immer mehr Rentnern immer länger die Rente bezahlen müssen. Kontrovers ist hingegen, ob die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre der richtige Weg ist, um dieses Problem zu entschärfen. Es spricht zwar eine Reihe guter Gründe für die Anhebung des Rentenalters, zu denen der Geburtenrückgang, die steigende Lebenserwartung, die wachsende Gesundheit und Leistungsfähigkeit Älterer sowie der drohende Fachkräftemangel in gar nicht so ferner Zukunft zählen. Auf der anderen Seite sind ungelöste Arbeitsmarktprobleme ins Feld zu führen, soziale Härten bis hin zur Altersarmut und die eher geringen finanziellen Entlastungseffekte für die Rentenkassen. Wägt man die 'Pros' und 'Contras' sorgfältig gegeneinander ab, so bleibt die Empfehlung, über bestimmte Aspekte der 'Rente mit 67' noch einmal gründlich nachzudenken. So müssten etwa mögliche negative Arbeitsmarkteffekte näher untersucht werden. Auch die Gefahr sozialer Härten bei Arbeitnehmern mit berufsbedingter Erwerbsunfähigkeit sollte bei der Ausgestaltung berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Promberger, Markus;
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