Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
-
Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
-
Literaturhinweis
Praktikanten: Auf der Suche nach dem Weg (2008)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Florian Janik (2008): Praktikanten: Auf der Suche nach dem Weg. In: IAB-Forum H. 1, S. 58-63.
Abstract
"Praktika helfen bei der beruflichen Orientierung und oft auch beim Job-Einstieg. Praktikanten sollen aber nicht flexible Billig-Arbeitnehmer sein, sondern lernen und sich qualifizieren. Aus der Sicht der Betriebe erfüllen Praktika aber auch die Funktion eines 'betrieblichen Flexibilitätspuffers'. Angesichts einer schwachen Verhandlungsposition der Praktikanten bestehen für Betriebe Anreize, sie auch wie normale Arbeitskräfte einzusetzen. Die Bundesregierung hat dies erkannt und angekündigt zu handeln: Junge Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung sollen künftig keine unentgeltlichen Praktika mehr absolvieren, in denen Betriebe sie wie reguläre Arbeitnehmer beschäftigen, aber ohne Aussicht auf eine reguläre Anstellung. Der Lernzweck soll stärker in den Mittelpunkt eines Praktikums rücken, damit Praktikanten am Anfang ihres Berufslebens einen besseren Überblick über die Arbeitwelt gewinnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Praktika und betriebliche Personalpolitik: Verbreitung und Nutzungsintensität von Praktika in deutschen Betrieben (2008)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Florian Janik (2008): Praktika und betriebliche Personalpolitik. Verbreitung und Nutzungsintensität von Praktika in deutschen Betrieben. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 41, H. 4, S. 471-487.
Abstract
"Praktika werden von jungen Berufsanfängern oder Studierenden als notwendige Brücke in knappe Erwerbsarbeit verstanden. Insgesamt gab es im Jahr 2006 nach Angaben des IAB-Betriebspanels in Deutschland ca. 600 Tausend Praktikanten in etwa 300 Tausend Betrieben. Praktikanten sind vor allem in Kleinst- und Kleinbetrieben und in den Branchen Handel/Reparatur, Gesundheit/Sozialwesen und den unternehmensnahen Dienstleistungen tätig.
Zur Analyse des betrieblichen Einsatzes von Praktikanten werden auf der theoretischen Grundlage der 'political personnel economy' von Nienhüser Beschäftigungsstrategien herausgearbeitet und im Hinblick auf die Funktion von Praktikanten dargelegt und damit der Einsatz dieser Beschäftigungsverhältnisse im Betrieb erklärt. Aus dieser Perspektive werden idealtypisch fünf Bezugsprobleme betrieblicher Beschäftigungsstrategien unterschieden: das Verfügbarkeitsproblem, das Transformationsproblem, das Diskontinuitätsproblem, das Machtsicherungsproblem und - als Querschnittsaufgabe - das Kostenproblem.
Im Ergebnis der empirischen Analyse auf Basis des IAB-Betriebspanels finden sich deutliche Hinweise darauf, dass Praktika im Sinne des Verfügbarkeitsproblems als funktionales Äquivalent zu Ausbildungsverträgen auf Akademikerarbeitsmärkten betrachtet werden können. Es bestätigt sich auch der vermutete Zusammenhang zwischen der regionalen Arbeitslosigkeit und dem Einsatz von Praktikanten. Schließlich arbeiten Praktikanten vor allem in Betrieben, die kein Problem mit der Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Zeitarbeit hier und anderswo: viele Regeln lenken den Strom (2008)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2008): Zeitarbeit hier und anderswo. Viele Regeln lenken den Strom. In: IAB-Forum H. 1, S. 20-25.
Abstract
Zeitarbeit in Deutschland ist eine boomende Branche, trotz geltender strenger Regularien. Von Teilen der Politik wird eine noch strengere Regulierung zum Schutz der Beschäftigten gefordert. Der Beitrag untersucht Wachstumszahlen und Regulierung dieses Sektors im internationalen Vergleich und gibt einen Überblick über die vielfältigen Charakteristika und Tätigkeiten der Zeitarbeit. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass sich die sozio-ökonomischen Merkmale und die Tätigkeiten der Leiharbeiter trotz schrittweiser Deregulierung und einem enormen Wachstum in den letzten beiden Dekaden kaum geändert haben. Der deutsche Zeitarbeitssektor ist vergleichsweise klein und liegt im internationalen Vergleich im europäischen Mittelfeld. Im Gegensatz zu anderen Ländern hat der Dienstleistungsboom deutsche Zeitarbeitsfirmen nicht erfasst. In keinem anderen Land sind so viele Leiharbeiter in Fertigungsberufen tätig. Dementsprechend gering fällt der Frauenerwerbsanteil in der Zeitarbeitsbranche aus. Nach Meinung der Autorin ist es ungewiss, ob eine verschärfte Regulierung den Beschäftigten nutzen würde, da die Kosten für diese Erwerbsform in der Folge steigen würden. 'Sicher ist nur eines. Eine neue Reform schafft vor allem ein Beschäftigungshoch unter Juristen, die dann über den Gleichbehandlungsgrundsatz und die folgende Frage entscheiden müssen: War der sich beklagende Leiharbeiter mit der Stammbelegschaft im Entleihbetrieb in jeder Hinsicht vergleichbar?' (IAB)
-
Literaturhinweis
Reassessing the wage penalty for temps in Germany (2008)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2008): Reassessing the wage penalty for temps in Germany. (IZA discussion paper 3663), Bonn, 39 S.
Abstract
Als Konsequenz des rapiden Anwachsens von Leiharbeit in Deutschland hat die Debatte über die schlechten Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern, insbesondere was ihre Bezahlung angeht, an Intensität zugenommen. Auf der Basis von Verwaltungsdaten zeigt der Beitrag, dass die Einkommenskluft für deutsche Leiharbeiter erheblich ist und nach Berufen und Regionen variiert. Leiharbeiter haben aber auch schon vor Eintritt in den Leiharbeitssektor einen merklichen Lohnverlust hinnehmen müssen. Gleichwohl hinterlässt die Beschäftigung bei einer Leiharbeitsfirma keine dauerhaften Narben. Zwei Jahre nachdem sie diesen Sektor verlassen haben, leiden Leiharbeiter nicht mehr unter Einkommenseinbußen. Aktuelle Gesetzesänderungen bieten den Leiharbeitsunternehmen hohe Anreize, ihre Arbeitsnehmer den sektoralen Tarifverträgen entsprechend zu bezahlen. Überraschenderweise konnte die gewerkschaftliche Organisierung dieses Bereichs die Ausweitung der Einkommenskluft nicht zum Stoppen bringen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Teilzeitbeschäftigung: Wachstum aus eigener Kraft (2008)
Zitatform
Klinger, Sabine & Katja Wolf (2008): Teilzeitbeschäftigung: Wachstum aus eigener Kraft. In: IAB-Forum H. 1, S. 10-15.
Abstract
Seit Beginn der 1990er Jahre stieg die Zahl der Teilzeitbeschäftigten in Deutschland um mehr als 110 Prozent. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten nahm in diesem Zeitraum um mehr als 20 Prozent ab. Aktuell übt jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland eine Teilzeitbeschäftigung aus. Der Beitrag untersucht die ökonomischen und institutionellen Faktoren, die den Anstieg der Teilzeitarbeit bedingen sowie das veränderte Erwerbsverhalten und gibt einen Überblick über die positiven und negativen Aspekte dieser Erwerbsform. Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass das Teilzeitwachstum in Westdeutschland seit 1991 vor allem auf Vorteile, die in der Erwerbsform an sich liegen und nicht so sehr auf Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur zurückzuführen sind. Ausschlaggebend sind die Faktoren, die Teilzeit- von Vollzeitbeschäftigung unterscheiden: höhere Flexibilität, geringere Kosten, niedrigere Sozialabgaben bei geringfügiger Beschäftigung und eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf. Zu den Nachteilen zählt nach Meinung der Autorinnen, dass Teilzeitbeschäftigte 'oft ausgebremst und einer unsicheren Zukunft überlassen' werden. Sie verdienen oft weniger pro Stunde und erwerben dadurch weniger Rentenansprüche; sie sind oft kürzer im Unternehmen und profitieren deshalb weniger von betrieblicher Weiterbildung. 'Es ist deshalb Aufgabe auch des Staates, die Flexibilitäts- und Produktivitätsvorteile um eine bessere soziale Sicherung und Teilhabe an Qualifizierung zu ergänzen.' (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Hat die Befristung von Arbeitsverträgen einen Einfluss auf die berufliche Weiterbildung geringqualifiziert beschäftigter Personen? (2008)
Zitatform
Reinowski, Eva & Jan Sauermann (2008): Hat die Befristung von Arbeitsverträgen einen Einfluss auf die berufliche Weiterbildung geringqualifiziert beschäftigter Personen? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 41, H. 4, S. 489-499.
Abstract
"Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern wurde der Einsatz befristeter Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland seit den 1980er Jahren vereinfacht. Obwohl diese Beschäftigungsform Chancen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eröffnet und gerade für geringqualifizierte Personen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen kann, wird in der Literatur argumentiert, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse eine 'Sackgasse' darstellen und mit geringeren Investitionen in berufliche Weiterbildung verbunden sein können. Aus theoretischer Sicht lässt sich allerdings keine eindeutige Aussage über den Effekt befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf arbeitgeberseitige und arbeitnehmerseitige Investitionen in berufliche Weiterbildung machen. In diesem Beitrag wird anhand des Mikrozensus 2004 empirisch untersucht, ob der Einsatz befristeter Arbeitsverträge Einfluss auf die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung speziell für geringqualifiziert beschäftigte Personen hat. In der Analyse wird ein rekursives bivariates Probitmodell eingesetzt, mit dem die Berücksichtigung systematischer Unterschiede zwischen befristet und unbefristet Beschäftigten möglich ist. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass geringqualifiziert Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverträgen keinen systematischen Nachteil gegenüber unbefristet Beschäftigten beim Zugang zu beruflicher Weiterbildung haben. Befristete Arbeitsverhältnisse stellen für geringqualifiziert Beschäftigte also kein zusätzliches Risiko in Bezug auf Humankapitalakkumulation durch berufliche Weiterbildung dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Betriebspanel Berlin: Ergebnisse der zwölften Welle 2007 (2008)
Abstract
"Ziel des IAB-Betriebspanels Berlin ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung und deren Bestimmungsgrößen in Berlin zu erhalten. Für Auswertungen in Berlin liegen für das Jahr 2007 Interviews von 817 Betrieben vor. Mit der Stichprobe wurden 1,1 Prozent der Betriebe mit 11,9 Prozent der Beschäftigten erfasst. Die befragten Betriebe repräsentieren die Grundgesamtheit von 79.673 Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis in Berlin. Das zentrale Schwerpunktthema der zwölften Welle behandelt die Problematik der künftigen Stellenbesetzung mit Fachkräften. Die aktuellen Umbrüche in der Arbeitsmarktpolitik wie auch neuere Tendenzen sowohl in der Beschäftigungsentwicklung als auch in der Bevölkerungsentwicklung führen zu spürbaren Veränderungen im Verhältnis von Fachkräftenachfrage und -angebot. So kann durchaus angenommen werden, dass in den kommenden Jahren die Nachfrage nach Fachkräften zumindest in einigen Wirtschaftszweigen und Regionen zunehmen wird. Unter diesem Aspekt wird der Bedarf an Fachkräften in den nächsten zwei Jahren eingeschätzt, die Alterung der Personalstruktur hinterfragt, die Gründe für den Mangel an geeigneten Bewerbern und Bewerberinnen analysiert sowie die betrieblichen personalpolitischen Maßnahmen zur Deckung der Personalbedarfs beurteilt. In das diesjährige Betriebspanel wurden turnusgemäß auch wieder die Fragenkomplexe zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung, zur öffentlichen Beschäftigungs- und Investitionsförderung, zu betrieblichen Innovationen, zu Öffnungsklauseln und zu Kapital- und Gewinnbeteiligungen aufgenommen. Zum ersten Mal wurde im IAB-Betriebspanel neben der Einschätzung der Ertragslage auch nach dem Jahresergebnis gefragt. Die mit dem Panel gewonnenen Ergebnisse über die betriebliche Nachfrage nach Arbeitskräften ergänzen wesentlich die Informationsbasis, die von amtlichen statistischen Daten geboten wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Reasons for part-time work: an empirical analysis for Germany and the Netherlands (2007)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Piet Allaart (2007): Reasons for part-time work. An empirical analysis for Germany and the Netherlands. In: International journal of manpower, Jg. 28, H. 7, S. 557-570. DOI:10.1108/01437720710830052
Abstract
Die Untersuchung präsentiert einen internationalen Vergleich zur Verbreitung von Teilzeitarbeit. Ziel der Studie ist es herauszufinden, in welchem Ausmaß die Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden von der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes her erklärt werden können. Es werden mehrere Motive der Arbeitgeber für das Angebot von Teilzeitstellen unterschieden. Deren Relevanz wird anhand von Unternehmensdaten und mittels multivariater Analyse für beide Länder getestet. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass in den Niederlanden Teilzeitarbeit verbreiteter ist als in Deutschland. Hierfür gibt es mehrere Gründe: die unterschiedliche Wirtschaftsstruktur (mehr verarbeitendes Gewerbe in Deutschland, mehr Dienstleistungen in den Niederlanden), die geringere Anzahl an Werkstudenten in Deutschland und wahrscheinlich auch eine größere Zurückhaltung der deutschen Arbeitgeber, auf die Präferenzen ihrer Arbeitnehmer einzugehen. Die Studie füllt eine Lücke in der Literatur zur Teilzeitarbeit, insbesondere über die Bedeutung der institutionellen Unterschiede zwischen beiden Ländern. Die Ergebnisse können nützlich in Bezug auf die Planung politischer Maßnahmen mit dem Ziel einer größeren Verbreitung von Teilzeitarbeit sein. (IAB)
-
Literaturhinweis
Existenzgründungen: Unterm Strich ein Erfolg (2007)
Zitatform
Caliendo, Marco, Alexander Kritikos, Viktor Steiner & Frank Wießner (2007): Existenzgründungen: Unterm Strich ein Erfolg. (IAB-Kurzbericht 10/2007), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Mit Einführung der Ich-AG im Jahr 2003 stieg die Zahl der geförderten Gründungen aus Arbeitslosigkeit auf ein nie gekanntes Niveau. Bis Mitte 2006 wurde insgesamt rund eine Million Gründungen gefördert, davon knapp 400.000 Ich-AGs mit dem Existenzgründungszuschuss (ExGZ). Zugleich wurden Existenzgründer nach wie vor mit Überbrückungsgeld (ÜG) gefördert. Sie haben ein höheres Qualifikationsniveau als ExGZ-Geförderte und entsprechen viel eher den nichtgeförderten Gründern. Mit dem ExGZ wurden Zielgruppen erreicht, die im Gründungsgeschehen zuvor unterrepräsentiert waren, wobei vor allem der hohe Frauenanteil auffällt. Ein Großteil der Geförderten ist 8 Monate nach Gründung noch selbständig. Sowohl ÜG- als auch ExGZ-Geförderte sind deutlich seltener arbeitslos gemeldet als vergleichbare Nicht-Teilnehmer und erzielen ein deutlich höheres Erwerbseinkommen. Das ÜG weist überdies eine positive monetäre Effizienz auf, d.h. die BA spart damit Kosten ein. Die monetäre Effizienz des ExGZ ist leicht negativ. Die Ich-AG zählt aber immer noch zu den vergleichsweise kostengünstigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
BA-geförderte Existenzgründungen in Deutschland 1986 bis 2005 -
Literaturhinweis
Mehr Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich (2007)
Zitatform
Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2007): Mehr Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 60, H. 4, S. 28-33.
Abstract
"Die Beschäftigungssituation wettbewerbsschwacher Arbeitnehmer ist hierzulande nach wie vor ungünstig. Deutschland weist im internationalen Vergleich einen relativ hohen Anteil von Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen auf und Geringqualifizierte sind in besonders starkem Maße von Erwerbslosigkeit betroffen. Aufgrund dessen wird zunehmend - insbesondere auch in Regierungskreisen - diskutiert, ob durch eine Neuordnung des Niedriglohnbereichs die Chancen wettbewerbsschwacher Arbeitnehmer zum Einstieg in den Arbeitsmarkt und zum Verbleib in Beschäftigung nachhaltig verbessert werden können. Der folgende Beitrag beschreibt zunächst das zu lösende Problem und entwickelt daraus einen Vorschlag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungswirkungen des Wandels der Erwerbsformen (2007)
Zitatform
Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2007): Beschäftigungswirkungen des Wandels der Erwerbsformen. In: B. Keller & H. Seifert (Hrsg.) (2007): Atypische Beschäftigung : Flexibilisierung und soziale Risiken (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 81), S. 165-184.
Abstract
Die Situation am Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch wachsende Arbeitslosigkeit und stagnierende Erwerbstätigkeit sowie Strukturverschiebungen wie den Wandel der Erwerbsformen. Der Beitrag konzentriert sich auf diese Strukturverschiebungen und die damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmarkteffekte. Bei der Untersuchung der gesamtwirtschaftlichen Aspekte der veränderten Zusammensetzung der Erwerbsformen stehen zwei Effekte im Fokus: 1. 'Niveaueffekte', die sich auf die Substitution bzw. Komplementarität von Beschäftigungsformen beziehen, und 2. 'Struktureffekte', die sich auf Veränderungen der Arbeitsmarktdynamik und Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes durch den Erwerbsformenwandel beziehen. Der Beitrag untersucht diese Effekte unter Beschränkung auf die Beschäftigungswirkungen abhängiger Erwerbsformen, also auf die Makroeffekte von Teilzeitbeschäftigung und temporärer Beschäftigung. Er kommt zu dem Ergebnis, dass positiven Effekten wie Zusatzbeschäftigung und einer verbesserten Durchlässigkeit und Öffnung des Arbeitsmarktes 'ernstzunehmende Probleme' gegenüberstehen. Zentral ist, dass insbesondere geringfügige Formen der Teilzeitarbeit nicht mehr zu einem die Existenz sichernden Einkommen führen. Die Autoren stellen die Frage, ob das Normalarbeitsverhältnis in der bestehenden Ausgestaltung noch die adäquate Form der Beschäftigung in einer international arbeitsteiligen Welt ist und verweisen darauf, dass die Sozialversicherung an dieses Normalarbeitsverhältnis gekoppelt ist. Bei einer 'Entkoppelung' müsste die institutionelle Ausgestaltung des Sozialversicherungssystems neu überdacht werden. (IAB)
-
Literaturhinweis
Erwerbsformen in Bewegung: Wirkung auf Beschäftigungsniveau und Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes (2007)
Zitatform
Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2007): Erwerbsformen in Bewegung. Wirkung auf Beschäftigungsniveau und Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes. In: F. Lorenz & G. Schneider (Hrsg.) (2007): Ende der Normalarbeit? : mehr Solidarität statt weniger Sicherheit - Zukunft betrieblicher Interessenvertretung, S. 185-202.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit den Strukturverschiebungen auf dem Arbeitsmarkt und insbesondere mit dem Wandel der Erwerbsformen. Mit dem Wandel der Erwerbsformen ist der Prozess gemeint, der in den letzten Dekaden zu einem Bedeutungsverlust der so genannten Normalarbeitsverhältnisse geführt hat. Dazu zählt der Beitrag die sozialversicherungspflichtige, unbefristete und abhängige Vollzeitbeschäftigung. In Abgrenzung hierzu stehen Beschäftigungsverhältnisse, die in Teilzeit ausgeübt werden, nicht (voll) sozialversicherungspflichtig sind, Befristungen unterliegen, als Leiharbeitsverhältnisse ausgestaltet sind oder eine selbstständige Tätigkeit darstellen. Der Beitrag analysiert die veränderte Zusammensetzung der Erwerbsformen aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive unter den Aspekten der Niveaueffekte des Erwerbsformenwandels und der Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes. Hinter der gestiegenen Bedeutung atypischer Erwerbsformen stehen ein sich wandelnder Arbeitskräftebedarf, ein sich veränderndes Arbeitskräfteangebot sowie spezifische institutionelle Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse der Analyse münden in die Frage, ob das Normalarbeitsverhältnis in der bestehenden Ausgestaltung noch die adäquate Form der Beschäftigung in einer international arbeitsteiligen Wirtschaftswelt ist. Die Koppelung der Sozialversicherungen an das Normalarbeitsverhältnis und die damit verbundene übermäßige Belastung des Produktionsfaktors Arbeit führt auf der Unternehmensseite zu einer geringen Arbeitsnachfrage. Auf der Arbeitsangebotsseite behindern der zu geringe Abstand zwischen Nettoeinkommen und Transferleistungen die Aufnahme einer Beschäftigung. Aus Sicht der Autoren sollte daher die kostenmäßige Entlastung des Arbeitseinsatzes oberste Priorität haben. (IAB)
-
Literaturhinweis
Freelancers in Germany's old and new media industry: beyond standard patterns of work and life? (2007)
Zitatform
Henninger, Annette & Karin Gottschall (2007): Freelancers in Germany's old and new media industry. Beyond standard patterns of work and life? In: Critical Sociology, Jg. 33, H. 1/2, S. 43-71. DOI:10.1163/156916307X168584
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit potentiellen Veränderungen der Arbeits- und Lebensmuster von freien Mitarbeitern in der deutschen Medienindustrie (Journalisten, Designer, Softwareentwickler). In einem ersten Schritt wird analysiert, wie die freien Mitarbeiter in die Regulierungen des deutschen Arbeitsmarktes integriert wurden. Dabei zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsgruppen. In einem zweiten Schritt wird danach gefragt, ob freie Mitarbeiter in der deutschen Medienindustrie der Vorstellung, die man sich von Workaholics macht, entsprechen. Die Interviews mit freien Mitarbeitern zeigen, dass nur eine Minderheit die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben gänzlich verwischt hat, während die meisten anderen immer noch zwischen beiden eine klare Trennungslinie ziehen. In Bezug auf Partnerschaften zeigen die Ergebnisse, dass strukturell gleiche Doppelverdienerarrangements weit verbreitet sind, diese aber nicht den einzigen Typus von Geschlechterbeziehungen darstellen. Eine wichtige Gruppe optiert für strukturell spezialisierte Arrangements auf der Basis sowohl traditioneller als auch umgekehrter Geschlechtsrollen. Abschließend wird diskutiert, in welchem Ausmaß die deutschen Trends veränderter Arbeits- und Lebensmuster mit denen in den USA und Großbritannien konvergieren. (IAB)
-
Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung und betrieblicher Flexibilisierungsbedarf: Ergebnisse des IAB-Betriebspanels (2007)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Lutz Bellmann (2007): Atypische Beschäftigung und betrieblicher Flexibilisierungsbedarf. Ergebnisse des IAB-Betriebspanels. In: B. Keller & H. Seifert (Hrsg.) (2007): Atypische Beschäftigung : Flexibilisierung und soziale Risiken (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 81), S. 27-44.
Abstract
"Die Analyse interner und externer Flexibilisierungsstrategien kann einen Beitrag leisten, Hinweise für die weitere Entwicklung atypischer Beschäftigung bzw. der Stabilität von Beschäftigung zu erhalten. In dem Beitrag werden daher zunächst die Besonderheiten externer und interner Flexibilisierungsstrategien dargestellt. Im deskriptiv-empirischen Teil wird die Verbreitung externer und interner Flexibilisierungsstrategien zur Anpassung an wirtschaftliche Volatilitäten analysiert. Dabei wird herausgearbeitet, dass vor allem branchen- und betriebsgrößenspezifische Unterschiede in der Wahl der dominanten Anpassungsstrategie bestehen. Im Anschluss an die Diskussion deskriptiver Ergebnisse werden in einem ökonometrischen Modell betriebliche Determinanten der jeweils dominierenden externen oder internen Flexibilisierungsstrategie analysiert." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Contracting-out employment services: temporary agency work in Germany (2007)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Wolfgang Ochel (2007): Contracting-out employment services. Temporary agency work in Germany. In: Journal of European Social Policy, Jg. 17, H. 2, S. 125-138. DOI:10.1177/0958928707075196
Abstract
Personal-Service-Agenturen, die Arbeitsuchende als Leiharbeiter in Firmen vermitteln, sorgen für die Integration von Arbeitssuchenden in den ersten Arbeitsmarkt. Durch die Privatisierung der Arbeitsvermittlung soll ein Quasi-Markt entstehen, auf dem private Arbeitsvermittler konkurrieren und so ihre Effizienz steigern. Um die berufliche Integration Arbeitsuchender zu beschleunigen, wurde ein Anreizsystem entwickelt, das sich an den Vermittlungserfolgen orientiert. Der Beitrag beschreibt die institutionellen Rahmenbedingungen und untersucht, inwieweit sie zu einer effizienten Arbeitsvermittlung beitragen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Phönix aus der Asche? Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland (2007)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2007): Phönix aus der Asche? Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland. In: G. von Münchhausen (Hrsg.) (2007): Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit : Potenziale und Grenzen, S. 21-44.
Abstract
"Primäres Ziel der wiederholten Deregulierung des Leiharbeitsrechts war es, den Flexibilitätsbedürfnissen der Unternehmen entgegen zu kommen und gleichzeitig die Wachstumspotenziale der Leiharbeit für zusätzliche Beschäftigung zu nutzen. Kein Wunder, dass die Leiharbeitsbranche in der letzten Dekade kräftig gewachsen ist. Durch die Einführung der Personal-Service-Agenturen und der flächendeckenden Anwendung von Tarifverträgen konnte die Leiharbeitsbranche einen erheblichen Imagegewinn verzeichnen. Dennoch kommt der Leiharbeit mit einem Anteil von 1,5 % an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 2004 eine vergleichsweise geringe Bedeutung unter den flexiblen Beschäftigungsverhältnissen zu. Untersucht man die Zugänge in und Abgänge aus Leiharbeit wird allerdings deutlich, dass der Umfang der Leiharbeit und damit die Dynamik in diesem Arbeitsmarktsegment sehr viel größer sind als dies die Bestandsdaten vermuten lassen. Ein Blick auf die sozio-ökonomischen Merkmale der Leiharbeiter zeigt, dass Leiharbeit Beschäftigungschancen insbesondere für Niedrigqualifizierte, Arbeitslose, Männer, Ausländer und junge Arbeitnehmer bietet. Nach wie vor üben Leiharbeiter vornehmlich Fertigungsberufe aus. Beinahe ein Drittel aller Leiharbeiter werden als Hilfsarbeiter eingesetzt. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer der Leiharbeitnehmer ist auffallend kurz. So waren im Jahr 2004 13 Prozent aller Leiharbeitsverhältnisse kürzer als eine Woche, 47 Prozent der Leiharbeitsverhältnisse hatten nur zwischen einer Woche und drei Monaten Bestand. Leiharbeit wird offenbar nach wie vor primär zur Kompensation von meist unerwarteten und kurzfristigen Auftragsschwankungen genutzt. Leiharbeit hat allerdings nicht nur in den alten sondern auch in den neuen Bundesländern kräftig zugenommen. Voraussetzung für eine hohe Wachstumsdynamik in den alten Bundesländern ist die Ansiedlung einzelner Branchen des verarbeitenden Gewerbes. Dies gilt allerdings nur für Arbeitsmarktregionen, in denen die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe insgesamt zugenommen hat. Leiharbeit ist primär in großen Agglomerationen zu finden. Sie bilden offenbar die Pole von denen aus der Leiharbeitsmarkt wächst. Von dem kräftigen Wachstum der Leiharbeitsbranche profitierten insbesondere periphere Regionen, die überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten aufweisen konnten. Mit steigender Nachfrage nach Leiharbeit lohnt es sich offenbar für Leiharbeitsfirmen, Niederlassungen in peripheren Gebieten zu gründen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Selbständig oder arbeitslos: Brücke oder Falle?: einige empirische Betrachtungen zu geförderten Neugründungen aus arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Perspektive (2007)
Noll, Susanne; Wießner, Frank;Zitatform
Noll, Susanne & Frank Wießner (2007): Selbständig oder arbeitslos: Brücke oder Falle? Einige empirische Betrachtungen zu geförderten Neugründungen aus arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Perspektive. In: B. Keller & H. Seifert (Hrsg.) (2007): Atypische Beschäftigung : Flexibilisierung und soziale Risiken (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 81), S. 145-161.
Abstract
"In den letzten Jahren hat in der Arbeitsmarktpolitik ein Paradigmenwechsel stattgefunden, der sich auch in einer zunehmenden Individualisierung von Sozialrisiken niederschlägt. Ein vergleichsweise altbekanntes Instrument ist dabei die Förderung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit, die Menschen hilft, die ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen wollen. Der Weg in die Selbstständigkeit kann sich dabei als 'Brücke', aber auch als 'Falle' erweisen. Empirische Befunde zeigen, dass die Schaffung des eigenen Arbeitsplatzes realisierbar ist, sie weisen aber auch auf Problempotenziale hin. Es besteht ein gesamtgesellschaftliches Interesse, die Erfolgsaussichten von Existenzgründungen zu verbessern, da im Fall des Scheiterns hohe, auch kollektiv zu tragende Folgekosten anfallen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Eine theoretische und empirische Analyse der betrieblichen Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs (2007)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2007): Eine theoretische und empirische Analyse der betrieblichen Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 40, H. 1, S. 65-76.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die betrieblichen Determinanten von Teilzeitbeschäftigung, Mini- und Midi-Jobs. Für die empirische Analyse wird die niedersächsische Teilstichprobe des IAB-Betriebspanels der Jahre 2000 bis 2004 verwendet. Aus theoretischer Perspektive könnten alle drei Beschäftigungsformen als Instrument der Anpassungsflexibilität bei Nachfrageschocks genutzt werden. Die empirische Analyse zeigt jedoch, dass der Einfluss kurzfristiger Nachfrageschocks auf die Nutzungswahrscheinlichkeit und Nutzungsintensität recht gering ist. Ein Hemmnis für die Reduzierung der Arbeitsstunden sind quasi-fixe Beschäftigungskosten, sodass Betriebe mit einem höheren Anteil qualifizierter Arbeitskräfte weniger Gebrauch von Teilzeitbeschäftigung machen. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass vor allem die Arbeitszeitpräferenzen der Beschäftigten die Teilzeitbeschäftigung determinieren und geringfügige Beschäftigung verstärkt in 'betriebsratsfreien Zonen' stattfindet. Wahrscheinlich ist ferner, dass die gesetzlichen Neuregelungen zur Teilzeitarbeit im Jahr 2001 und zu Mini-Jobs im Jahr 2003 die Ausweitung beider Beschäftigungsformen begünstigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Kündigungsschutz und Befristungskontrolle: Optionen für eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts (2007)
Waas, Bernd;Zitatform
Waas, Bernd (2007): Kündigungsschutz und Befristungskontrolle. Optionen für eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 40, H. 1, S. 99-114.
Abstract
"Der Beitrag skizziert vor dem Hintergrund der aktuellen Bestrebungen zur Auflockerung des Kündigungsschutzes bei gleichzeitiger Beseitigung der Möglichkeit zur sachgrundlosen Befristung des Arbeitsvertrags die Besonderheiten dieser beiden Bereiche des Individualarbeitsrechts und zeigt zugleich deren Verschränkung auf. Reformvorschläge und mögliche Schranken aus dem deutschen Verfassungsrecht sowie dem Europarecht werden unter Einbeziehung rechtsvergleichender Erkenntnisse dargestellt. Vor allem geht der Verfasser auf die Frage ein, welchem Bereich sich der Gesetzgeber primär zuwenden sollte, um eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts zu erreichen. Dabei kommt er vor dem Hintergrund der verhältnismäßig schwachen Legitimation der sachgrundlosen Befristung zu dem Schluss, dass in der Tat eine Zurücknahme des Kündigungsschutzes gegenüber einer Flexibilisierung des Befristungsrechts vorzugswürdig ist. Dementsprechend geht seine Empfehlung dahin, den gesetzlichen Kündigungsschutz zu lockern und dabei ggf. zugleich den Geltungsbereich der entsprechenden Bestimmungen auszudehnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Bitterer Honig: Warum hohe Überlebensraten Gründerinnen nicht immer glücklich machen (2007)
Wießner, Frank; Noll, Susanne;Zitatform
Wießner, Frank & Susanne Noll (2007): Bitterer Honig: Warum hohe Überlebensraten Gründerinnen nicht immer glücklich machen. In: IAB-Forum H. 1, S. 74-78.
Abstract
Als arbeitsmarktpolitisches Instrument hatte die Ich-AG, die 2006 durch den neuen Gründungszuschuss ersetzt wurde, ein vergleichsweise kurzes Leben. Zwischen 2003 und 2006 entwickelte sie sich jedoch zu einem Hoffnungsträger für Arbeitsmarktpolitiker und Arbeitslose. Auch die Urteile der Arbeitsmarktforschung fallen überwiegend positiv aus, da ein beträchtlicher Teil der neugegründeten Klein- und Kleinstbetriebe auf dem freien Markt überlebte. Der Beitrag geht den Gründen für diese Langlebigkeit nach. Er basiert auf Daten aus dem BMAS-Projekt 20/04 "Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission, Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen". Für das Projekt wurden 3.000 Ich-AG-Gründer und ebenso viele Überbrückungsgeld-Empfänger nach ihrer Existenzgründung telefonisch interviewt. Es zeigt sich, dass die Ich-AG vor allem als "Frauenprogramm" erfolgreich war. Sie entsprach den Bedürfnissen von Frauen offenbar besser als das Überbrückungsgeld. Dabei ist das Überleben am Markt eine notwendige, aber oft nicht hinreichende Bedingung. Hinzu kommen Faktoren wie familiäre Verpflichtungen, wirtschaftliche Zwänge oder finanzielle Spielräume. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass sich die "neuen Selbständigen" mit ihren Ich-AGs auch grundsätzlich von "konventionellen Unternehmern" unterscheiden. Es steht weniger der unternehmerische Charakter der selbständigen Erwerbsarbeit im Vordergrund als die Sicherung eines bescheidenen Lebensstandards durch ein "mäßiges, oft sogar nur zusätzliches Einkommen." (IAB)
-
Literaturhinweis
Personalbewegungen und Fachkräfterekrutierung: Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2005 (2006)
Bellmann, Lutz ; Fischer, Gabriele ; Bielenski, Harald; Dahms, Vera; Frei, Marek; Wahse, Jürgen; Bilger, Frauke;Zitatform
Bellmann, Lutz, Harald Bielenski, Frauke Bilger, Vera Dahms, Gabriele Fischer, Marek Frei & Jürgen Wahse (2006): Personalbewegungen und Fachkräfterekrutierung. Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2005. (IAB-Forschungsbericht 11/2006), Nürnberg, 98 S.
Abstract
"Zum ersten Mal seit Bestehen des IAB-Betriebspanels liegt hiermit ein gemeinsamer Bericht für West- und Ostdeutschland vor. Damit wird die bisher auf Ostdeutschland fokussierte Berichterstattung auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt. Der Bericht stellt erste Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2005 zu den folgenden Themen vor:
- Entwicklung und Struktur von Betrieben und Beschäftigung;
- Nutzung von atypischen Beschäftigungsverhältnissen durch die Betriebe;
- Dynamik auf dem Arbeitsmarkt: Job-Turnover und Labour-Turnover;
- Personalrekrutierung - insbesondere Personalbedarf und Stellenbesetzung bei Fachkräften;
- Berufsausbildung und Ausbildungsstellen;
- Betriebliche Weiterbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Vorrang für das reguläre Arbeitsverhältnis: Ein Konzept für Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich: Gutachten für das Sächsische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) (2006)
Zitatform
Bofinger, Peter, Martin Dietz, Sascha Genders & Ulrich Walwei (2006): Vorrang für das reguläre Arbeitsverhältnis: Ein Konzept für Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich. Gutachten für das Sächsische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA). o.O., 127 S.
Abstract
Die Beschäftigungsprobleme wettbewerbsschwächerer Arbeitnehmer sind schon seit langer Zeit gravierend. Projektionen der langfristigen Arbeitsmarktentwicklung verdeutlichen die Dringlichkeit des Problems. Der Trend in Richtung wachsender Qualifikationsanforderungen wird sich weiter fortsetzen, so dass sich die Aussichten für die Problemgruppen des Arbeitsmarktes ohne entschlossenes Gegensteuern verschlechtern werden. Daher muss es in der nahen Zukunft darum gehen, für wettbewerbsschwächere Arbeitnehmer eine schrittweise Verbesserung zu erzielen. Das Gutachten schlägt ein aus drei Elementen bestehendes Maßnahmenbündel vor. Plädiert wird für ein am ALG II-Anspruch orientiertes abgabenfreies Mindesteinkommen bei Vollzeitbeschäftigung in Form einer bedarfsorientierten Steuergutschrift. Gleichzeitig sind spezifische Anreize für atypische Erwerbsformen abzubauen, insbesondere bestehende Subventionen zu Gunsten von Mini-Jobs. In Kombination mit der Streichung des befristeten Zuschlags beim Übergang von ALG I in ALG II und modifizierten Hinzuverdienstmöglichkeiten, die auf eine stärkere Anrechnung niedriger Einkommen zielen, erhöht sich der Anreiz für Grundsicherungsempfänger, eine Existenz sichernde Beschäftigung aufzunehmen. Die Kernelemente werden durch komplementäre Maßnahmen ergänzt. Das Maßnahmenbündel ist fiskalisch mit überschaubaren Kosten verbunden, die Einführungskosten des Gesamtansatzes dürften nach Meinung der Gutachter weniger als die Kosten einer Senkung der Sozialabgaben um einen Prozentpunkt ausmachen. Laut Gutachten besteht zudem die große Chance, mit Hilfe des noch stärker auf Fördern und Fordern setzenden Gesamtansatzes Zug um Zug schwer vermittelbare Personengruppen in den Arbeitsmarkt zurückzuführen und damit der Persistenz von Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken. (IAB)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungswirkungen des Wandels der Erwerbsformen (2006)
Zitatform
Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2006): Beschäftigungswirkungen des Wandels der Erwerbsformen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 5, S. 278-286.
Abstract
"Der Beitrag behandelt die gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmarkteffekte des Wachstums spezifischer Erwerbsformen. Er diskutiert insbesondere die Konsequenzen des Anstiegs von Teilzeitarbeit und temporärer Beschäftigung. Dabei wird untersucht, ob es sich beim Wachstum dieser Erwerbsformen um zusätzliche Beschäftigung handelt, ob lediglich ein Austausch zwischen Beschäftigungsformen stattgefunden hat oder ob gar Beschäftigung verloren gegangen ist. Zum anderen wird die Frage behandelt, ob sich die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt und damit seine Durchlässigkeit durch den Wandel der Erwerbsformen erhöht hat. Haben bestimmte Personengruppen von diesem Wandel profitiert und haben sich vor allem die Wiedereinstiegschancen für Arbeitslose und/oder andere Nicht-Erwerbstätige erhöht? Es zeigt sich, dass die stärksten Komplementärwirkungen vom Wachstum der Teilzeitbeschäftigung ausgehen, während beim Anstieg der temporären Erwerbsformen Substitutionseffekte überwiegen. Allen diesen Erwerbsformen ist jedoch gemein, dass sie zu einer stärkeren Öffnung des Arbeitsmarktes beitragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Zunahme atypischer Beschäftigung: Ursachen und Folgen (2006)
Zitatform
Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2006): Die Zunahme atypischer Beschäftigung. Ursachen und Folgen. In: Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik H. 109, S. 17-24.
Abstract
Die sogenannten Normalarbeitsverhältnisse (d.h. abhängige, sozialversicherungspflichtige und unbefristete Vollzeitbeschäftigung), haben in den letzten Jahrzehnten einen Bedeutungsverlust erlitten. Beschäftigungen werden vermehrt in Teilzeit oder in selbstständiger Tätigkeit ausgeübt. Sie sind häufig nicht oder nicht voll sozialversicherungspflichtig, oder sie sind befristet oder als Leiharbeitsverhältnis ausgestaltet. Der Beitrag geht den Gründen für den Wandel der Erwerbsformen nach, erläutert und analysiert die Formen atypischer Beschäftigungsverhältnisse und untersucht, ob ohne diesen Wandel mehr Erwerbstätige beschäftigt wären. In einem zweiten Schritt wird untersucht, ob atypische Beschäftigungsverhältnisse den Übergang aus der Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt erleichtern und damit eine Brückenfunktion erfüllen. Der Beitrag kommt zu dem Fazit, dass der Arbeitsmarkt durch Erwerbsformen, die vom Normalarbeitsverhältnis abweichen, geöffnet wurde. Dies kann einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenwirken und einen weiteren Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit verhindern. Die negativen Aspekte atypischer Beschäftigungsverhältnisse werden unter den Stichworten 'Drehtüreffekt', 'Verschiebebahnhof' und 'Stigmatisierung' beschrieben. Teilzeitarbeit führt zudem häufig nicht zu einem existenzsichernden Einkommen. Der Beitrag plädiert für eine stärkere Flexibilisierung von Standardarbeitsverhältnissen als Alternative zu den atypischen Erwerbsformen und empfiehlt eine Senkung der Sozialabgaben im Bereich niedriger Einkommen zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von gering Qualifizierten. (IAB)
-
Literaturhinweis
Alles neu in den Neuen Medien?: Arrangements von Erwerbsarbeit und Privatleben bei Freelancern in den Kultur- und Medienberufen (2006)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2006): Alles neu in den Neuen Medien? Arrangements von Erwerbsarbeit und Privatleben bei Freelancern in den Kultur- und Medienberufen. In: M. Becker & A. Seidel (Hrsg.) (2006): Diversity Management : Unternehmens- und Personalpolitik der Vielfalt, S. 147-164.
Abstract
"In der Boomphase der New Economy wurden die Beschäftigten in der Medien- und Kulturindustrie in Medienberichten häufig als junge Singles mit hohem Commitment für ihre Arbeit charakterisiert. Die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben schienen dabei zu verschwimmen. Insbesondere für Freelancer, so der Eindruck, eröffneten sich in der Branche Chancen für Selbstbestimmung und neue Karrieremöglichkeiten. Zugleich warnten kritische Stimmen vor einer Instrumentalisierung des gesamten Lebenszusammenhangs für die Marktbehauptung. Spätestens nach der Krise der New Economy wird es nun Zeit für eine empirische Bestandsaufnahme. Lösen sich bei Freelancern, die über die Lage und Dauer ihrer Arbeitszeit selbst bestimmen können, tatsächlich die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben auf? Und wie lässt sich dies mit dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder mit Kindern vereinbaren? Der Beitrag geht diesen Fragen anhand einer Studie über Alleinselbstständige in Kultur- und Medienberufen (Journalismus, Design und Software-Entwicklung) nach, die als exemplarisch für den neu entstehenden Idealtypus des Arbeitskraftunternehmers gelten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die vermutete Entgrenzung von Arbeit und Leben nur bei einer kleinen Minderheit beobachten lässt. Den meisten Befragten gelingt vielmehr eine eigenständige Stabilisierung der Lebensführung. Auch leben Freelancer keineswegs überdurchschnittlich häufig alleine. Allerdings lässt sich bei der partnerschaftlichen Arbeitsteilung eine Abkehr vom Modell des männlichen Familienernährers beobachten. Kinderlose Befragte leben überwiegend in Doppelverdiener-Partnerschaften, die der Abfederung von Marktrisiken dienen. Für die interviewten Eltern eröffnet die mit der Selbstständigkeit verbundene zeitliche Flexibilität Chancen für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung, die von Müttern ebenso wie von Vätern wahrgenommen werden. Die meisten Befragten zeigen eine hohe Arbeitszufriedenheit und Motivation. Die Dispositionsspielräume bezüglich Lage und Dauer der Arbeitszeit tragen wesentlich zu dieser positiven Bewertung bei - eine Erkenntnis, die auch für die Management-Praxis von Interesse sein dürfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mehrfachbeschäftigung: Ein Job ist nicht genug (2006)
Zitatform
Hirschenauer, Franziska & Frank Wießner (2006): Mehrfachbeschäftigung: Ein Job ist nicht genug. (IAB-Kurzbericht 22/2006), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Mitte 2004 gingen in Deutschland rund 1, Millionen Menschen mehr als einer Beschäftigung nach. Die Mehrfachbeschäftigungsquote betrug damit 4,7 Prozent. 82 Prozent der Mehrfachbeschäftigten übten neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung eine geringfügige Nebentätigkeit aus. 11 Prozent kombinierten mehrere Mini-Jobs und 7 Prozent hatten mehrere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen. Zwischen 2002 und 2004 hat die Mehrfachbeschäftigung deutlich zugenommen. Ein wesentlicher Grund dafür lag in der Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Seit April 2003 können in einem Mini-Job maximal 400 EURO monatlich steuer- und abgabenfrei hinzuverdient werden, selbst wenn man bereits im Hauptjob sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Die räumliche Verteilung der Mehrfachbeschäftigung spiegelt die regionale Arbeitsmarktlage recht deutlich wider: In Regionen mit vergleichsweise günstiger Beschäftigungssituation wird häufiger mehrfach gearbeitet. Noch ist unklar, ob Mehrfachbeschäftigte freiwillig nach flexibleren Erwerbsformen suchen, oder ob sie schlicht der Not gehorchen. Fest steht aber, dass institutionelle Regeln Veränderungen durchaus beschleunigen oder auch bremsen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Mehrfachbeschäftigte und Mehrfachbeschäftigungsquote
- Formen der Mehrfachbeschäftigung im Juni 2004 nach Raumordnungsregionen
- Kombinationen von Mehrfachbeschäftigungen im Jahr 2004
- Haupt- und Nebenjob der Mehrfachbeschäftigten nach Sektoren
- Mehrfachbeschäftigung im Juni 2004 nach Raumordnungsregionen
-
Literaturhinweis
Interne und externe Flexibilität (2006)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Lutz Bellmann (2006): Interne und externe Flexibilität. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 5, S. 241-246.
Abstract
"Der betriebliche Einsatz atypischer Beschäftigung ist zum Teil auf Anpassungserfordernisse an wirtschaftliche Schwankungen zurückzuführen. Allerdings verfügen deutsche Betriebe über eine Vielzahl alternativer Instrumente, um wirtschaftlichen Volatilitäten zu begegnen. Mit den Daten des IAB-Betriebspanels wird gezeigt, dass in Deutschland nach wie vor interne, zeitliche Flexibilisierungsmaßnahmen in wesentlich stärkerem Umfang genutzt werden als externe Anpassungen. Trotz der Zunahme der atypischen Beschäftigung besteht insofern weiterhin ein großes Interesse der Betriebe an stabiler Beschäftigung. Allerdings weisen die Anpassungsstrategien an wirtschaftliche Schwankungen deutliche branchen- und betriebsgrößenspezifische Unterschiede auf. In der ökonometrischen Analyse betrieblicher Determinanten externer und interner Flexibilisierung wird deutlich, dass zugleich komplementäre und substitutive Beziehungen zwischen einzelnen Flexibilisierungsmaßnahmen bestehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zeitarbeit: Kräftiges Wachstum aber kurze Beschäftigungsdauer (2006)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Manfred Antoni (2006): Zeitarbeit: Kräftiges Wachstum aber kurze Beschäftigungsdauer. In: Bundesarbeitsblatt H. 12, S. 4-9.
Abstract
"Die Regulierung der Leiharbeit hatte zunächst das Ziel, die Beschäftigungsstabilität der Leiharbeiter zu gewährleisten. Die schrittweise Deregulierung des Leiharbeitsrechts in den vergangenen Dekaden sollte hingegen dem Flexibilitätsbedürfnis der Entleiher entgegenkommen. Gleichzeitig sollten neue Jobs entstehen. Doch welche Spuren hat die Liberalisierung bei der Beschäftigungsdauer der Leiharbeitnehmer hinterlassen?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Eine neue Gründerwelle: Arbeitslose werden Unternehmer (2006)
Leneke, Philip; Wießner, Frank; Stichter-Werner, Albert;Zitatform
Leneke, Philip, Albert Stichter-Werner & Frank Wießner (2006): Eine neue Gründerwelle. Arbeitslose werden Unternehmer. In: H. Faßmann, B. Klagge & P. Meusburger (Hrsg.) (2006): Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland : Band 7: Arbeit und Lebensstandard, S. 70-71.
Abstract
Mittelständische Unternehmen stellen in Deutschland knapp 70 Prozent der Arbeitsplätze und etwa vier Fünftel der Ausbildungsplätze. Neugründungen sind daher nicht nur für den Mittelstand eine Triebfeder des Strukturwandels und essenziell für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Gründungsförderung wird zunehmend auch im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit eingesetzt. Der Beitrag liefert eine Bestandsaufnahme der Förderung von Existenzgründungen nach Arbeitsagenturbezirken für das Jahr 2004. Graphisch für das Bundesgebiet dargestellt werden die Förderfälle von Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschuss, die Gründungsquote (Anteil der Existenzgründer mit Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschuss an allen selbständigen Erwerbspersonen), die Förderquote (Anteil der Empfänger von Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschuss an allen Arbeitslosen im Jahresmittel) und der Anteil der Selbständigen an allen zivilen Erwerbspersonen. Eine Bewertung des Fördererfolgs ist schwierig. Vor übertriebenen Hoffnungen, Massenarbeitslosigkeit durch Gründungsförderung zu bekämpfen, wird gewarnt. Der Beitrag, den Gründungsförderung zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten kann, wird umso größer sein, je besser sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickeln und je günstiger die institutionellen Rahmenbedingungen ausgestaltet werden. (IAB)
-
Literaturhinweis
Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit: ein Platz an der Sonne oder vom Regen in die Traufe? (2006)
Noll, Susanne; Wießner, Frank;Zitatform
Noll, Susanne & Frank Wießner (2006): Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit. Ein Platz an der Sonne oder vom Regen in die Traufe? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 5, S. 270-277.
Abstract
"In den letzten Jahren hat in der Arbeitsmarktpolitik ein Paradigmenwechsel stattgefunden, der sich auch in einer zunehmenden Individualisierung von Sozialrisiken niederschlägt. Ein vergleichsweise altbekanntes Instrument ist dabei die Förderung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit, die Menschen hilft, die ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen wollen. Der Weg in die Selbstständigkeit kann sich dabei als 'Brücke', aber auch als 'Falle' erweisen. Empirische Befunde zeigen, dass die Schaffung des eigenen Arbeitsplatzes realisierbar ist, sie weisen aber auch auf Problempotenziale hin. Es besteht ein gesamtgesellschaftliches Interesse, die Erfolgsaussichten von Existenzgründungen zu verbessern, da im Fall des Scheiterns hohe, auch kollektiv zu tragende Folgekosten anfallen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Leiharbeit - Flexibilität und Prekarität in der betrieblichen Praxis (2006)
Promberger, Markus;Zitatform
Promberger, Markus (2006): Leiharbeit - Flexibilität und Prekarität in der betrieblichen Praxis. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 5, S. 263-269.
Abstract
"Leiharbeit wächst, was die Zahlen wie auch das öffentliche Ansehen betrifft. Hierbei stellen sich mehrere Fragen, von denen zwei Gegenstand dieses Aufsatzes sind: Erstens: Worin besteht der Flexibilisierungsbeitrag der Leiharbeit in der betrieblichen Praxis? Zweitens: Wie prekär ist Leiharbeit heute hinsichtlich der Strukturen und Bedingungen des Arbeitsverhältnisses? Auf Basis des IAB-Betriebspanels und anderer Datenquellen wird gezeigt, dass Leiharbeit immer noch vorwiegend als einfache Arbeit in Großbetrieben des verarbeitenden Gewerbes eingesetzt wird - bei ansatzweiser Ausbreitung in den Dienstleistungssektoren. Dabei ist Leiharbeit - von signifikanten Ausnahmen abgesehen - auf eine ergänzende Rolle im betrieblichen Flexibilisierungshandeln beschränkt. In zentralen Dimensionen des Beschäftigungsverhältnisses, etwa dem Kündigungsgeschehen, der Beschäftigungsdauer, der Partizipation und dem Entgeltniveau, erweist si! ch Leiharbeit nach wie vor als prekäre Beschäftigungsform." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
Literaturhinweis
Neue Beschäftigungsformen: Brücken aus der Arbeitslosigkeit? (2006)
Rudolph, Helmut;Zitatform
Rudolph, Helmut (2006): Neue Beschäftigungsformen: Brücken aus der Arbeitslosigkeit? In: B. Badura, H. Schellschmidt & C. Vetter (Hrsg.) (2006): Fehlzeiten-Report 2005 : Arbeitsplatzunsicherheit und Gesundheit. Zahlen, Daten, Analysen aus allen Branchen der Wirtschaft, S. 35-56.
Abstract
"Hohe Arbeitslosigkeit und sinkende sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fordern die Arbeitsmarktpolitik heraus, neue Brücken zu Einkommen und sozialer Sicherheit zu bauen. Durch Änderungen der Rahmenbedingungen bei der Sozialversicherung und im Arbeitsrecht versucht der Gesetzgeber Beschäftigungsformen wie Mini- und Midi Jobs, befristete Arbeitsverträge und Zeitarbeit zu fördern, um Betriebe zur Ausweitung ihrer Arbeitsplätze und zur Einstellung von Arbeitslosen zu veranlassen. Trotz Expansion der 'neuen' Beschäftigungsformen ist ihre Wirkung als Brücke für Arbeitslose in sozialversicherte Beschäftigung eingeschränkt, weil ihr betrieblicher Einsatz auf spezifische Aufgaben oder bestimmte Arbeitnehmergruppen beschränkt ist. Auch mit Substitutionseffekten muss gerechnet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Black Box "Neue Selbstständigkeit": wo Licht ist, ist auch Schatten (2006)
Trube, Achim; Wießner, Frank; Weiß, Carsten;Zitatform
Trube, Achim, Carsten Weiß & Frank Wießner (2006): Black Box "Neue Selbstständigkeit". Wo Licht ist, ist auch Schatten. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 60, H. 7/8, S. 39-43.
Abstract
"Die Einführung des Existenzgründungszuschusses (Ich-AG) löste einen Gründungsboom aus. Eine neue Studie untersucht hierzu die Möglichkeiten der Erforschung von Gründungsmotiven und geht erstmalig der Frage nach, inwieweit empirisch fundierte Aussagen zur Relevanz von Schwarzarbeit im Vorfeld von Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit machbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitpolitik: Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität (2006)
Zitatform
Wanger, Susanne (2006): Arbeitszeitpolitik: Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität. (IAB-Kurzbericht 07/2006), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"In über einem Drittel aller Betriebe in Deutschland arbeiten Teilzeitkräfte mit einer höheren Stundenzahl als geringfügig Beschäftigte. Sie sind vor allem im Dienstleistungsbereich zu finden, im Produzierenden Gewerbe dagegen eher selten. Teilzeit entspricht oft den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen ebenso wie den Wünschen der Beschäftigten. Unter ertragsrelevanten Aspekten wird Teilzeitarbeit von den Betrieben einhellig als sehr vorteilhaft eingeschätzt. Denn sie fördert insbesondere deren Flexibilität und Produktivität. Unter kostenrelevanten Gesichtspunkten beurteilen die Betriebe Teilzeit dagegen sehr unterschiedlich: Kleinbetriebe sehen eher Vorteile, weil hier eine Vollzeitkraft häufig nicht ausgelastet wäre. Bei Großbetrieben überwiegen die Nachteile, da Arbeitsabläufe und Kommunikationswege vielfach reorganisiert werden müssten. In 17,5 Prozent der Betriebe mit Teilzeitbeschäftigten sind im Jahr 2004 Teilzeitarbeitsplätze entstanden. Großteils wurden sie zusätzlich eingerichtet oder eine Vollzeit- in eine Teilzeitstelle umgewandelt. Die Aufteilung auf mehr Teilzeitstellen spielt eine geringere Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsverhältnisse (2005)
Alda, Holger;Zitatform
Alda, Holger (2005): Beschäftigungsverhältnisse. In: M. Baethge (Red.), P. Bartelheimer (Red.), T. Fuchs (Red.), N. Kratzer (Red.) & I. Wilkens (Red.) (2005): Berichterstattung zur sozioökonomischen Entwicklung in Deutschland : Arbeit und Lebensweisen. Erster Bericht, S. 245-269.
Abstract
Beschäftigungsverhältnisse bilden die Schnittstelle zwischen ökonomisch motivierten quantitativen und qualitativen Veränderungen von Erwerbsarbeit, die als Flexibilisierungen bezeichnet werden, und gewandelten sozialen Ansprüchen an die Arbeits- und Lebensgestaltung (Zeitsouveränität, Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben, soziale Sicherung von Übergängen, persönliche Entfaltung). In der Bundesrepublik Deutschland war lange Zeit die soziale Form des 'Normalarbeitsverhältnisses' die prägende Form von Beschäftigungsverhältnissen in der Industrie und in mittel- und großbetrieblichen Arbeitsorganisationen. Der Bericht beschreibt den sozialen Wandel im System der bezahlten Erwerbsarbeit und die Folgen für die von angebots- und nachfrageorientierten Chancen, Risiken und Charakteristika beeinflussten Beschäftigungsverhältnisse. Für diese Veränderungen, die aus der Perspektive der Betriebe und der Beschäftigten unterschiedlich bewertet werden können, werden Messkonzepte vorgeschlagen und erörtert. Einer Überblicksbeschreibung der Erwerbsformen insgesamt folgt die Detailanalyse einzelner Erwerbsformen (Teilzeitbeschäftigung, geringfügige Beschäftigung, befristete Beschäftigung, Leiharbeit) und ihrer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Befunde lassen vermuten, dass die Zunahme der vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Beschäftigungsverhältnisse zu einer Stabilisierung der internen Arbeitsmärkte und zu Beschäftigungssicherung und geringer Fluktuation der Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen führt, dies allerdings unter Inkaufnahme einer doppelten Benachteiligung (schlechtere und unsichere Arbeitsverhältnisse sowie weitgehender Ausschluss von Qualifizierung) der in diesen Erwerbsformen Beschäftigten. (IAB)
-
Literaturhinweis
Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? (2005)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2005): Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 305-324.
Abstract
"Der Einfluss atypischer Arbeit auf die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes hängt von der Art ihrer Nutzung ab. In der Arbeit definieren wir zunächst drei Nutzungsmotive: die Anpassung an Schwankungen der Geschäftstätigkeit, die Verbesserung der Personalauswahl durch die Verlängerung von Probezeiten und die Substitution unbefristeter Arbeit aus Kostengründen. Wir diskutieren, welche Effizienzwirkungen diese Nutzungsarten haben. Für jedes Motiv lassen sich in der theoretischen Betrachtung mögliche Effizienzgewinne, aber auch Effizienzverluste anführen. Für die befristeten Verträge als der in Deutschland am weitesten verbreiteten atypischen Beschäftigungsform untersuchen wir auf der Basis von Individualdaten auf Betriebs- und Personenebene, inwieweit die Nutzung in Deutschland mit diesen Nutzungsmotiven übereinstimmt und welche Evidenz es für die Effizienzwirkungen atypischer Arbeit gibt. Die Ergebnisse deuten am ehesten auf die Funktion der Personalauslese. Diese Gesichtspunkte werden auch in Bezug auf Leiharbeit, rechtlich selbständige Beschäftigung und auf Minijobs diskutiert. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Gründen für die Nutzung unterschiedlicher Formen atypischer Arbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Neue Erwerbsformen, alte Geschlechterarrangements?: kritische Anmerkungen zum Verhältnis von "Arbeit" und "Leben" im Konzept des Arbeitskraftunternehmers (2005)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2005): Neue Erwerbsformen, alte Geschlechterarrangements? Kritische Anmerkungen zum Verhältnis von "Arbeit" und "Leben" im Konzept des Arbeitskraftunternehmers. In: A. Mischau & M. Oechsle (Hrsg.) (2005): Arbeitszeit - Familienzeit - Lebenszeit : verlieren wir die Balance? (Zeitschrift für Familienforschung. Sonderheft, 05), S. 54-73.
Abstract
"Wie verändert sich im Zuge des Wandels von Arbeit das Verhältnis von Erwerbsarbeit und Privatleben sowie partnerschaftliche Geschlechterarrangements? Verschwimmen bei Freelancern, die über die Lage und Dauer ihrer Arbeitszeit selbst bestimmen können, die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben? Und wie lässt sich dies mit dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder mit Kindern vereinbaren? Diesen Fragen wird in dem Beitrag am Beispiel von Alleinselbstständigen in IT- und Medienberufen (Journalismus, Design und Software-Entwicklung) nachgegangen, die als exemplarisch für den neu entstehenden Idealtypus des Arbeitskraftuntemehmers gelten. Nach einem kritischen Blick auf das Konzept des Arbeitskraftunternehmers werden erste Ergebnisse aus einem empirischen Forschungsprojekt vorgestellt. Als vorläufiges Ergebnis lässt sich bei den untersuchten Gruppen eine begrenzte Entgrenzung von Arbeit und Leben konstatieren. Selbst gesetzte Grenzen und Anforderungen, die sich aus dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder aus der Betreuung von Kindern ergeben, stehen einer solchen Entwicklung entgegen. Veränderungen zeichnen sich dagegen bei den partnerschaftlichen Geschlechterarrangements ab: Angesichts teilweise niedriger bzw. unsicherer Einkommen insbesondere bei den befragten JournalistInnen und DesignerInnen erscheint das traditionelle Geschlechterarrangement nur noch für eine verschwindende Minderheit als lebbares Modell. Statt dessen lässt sich eine Ausdifferenzierung partnerschaftlicher Arrangements beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexibilität des Arbeitsmarktes: Entwicklung der Leiharbeit und regionale Disparitäten (2005)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Katja Wolf (2005): Flexibilität des Arbeitsmarktes: Entwicklung der Leiharbeit und regionale Disparitäten. (IAB-Kurzbericht 14/2005), Nürnberg, 8 S.
Abstract
Der Kurzbericht präsentiert empirische Befunde über den Umfang der Leiharbeit auf der Basis der Arbeitnehmerüberlassungsstatistik. Mit der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit wird anschließend die Entwicklung der Leiharbeit für verschiedene regionale Abgrenzungen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das Wachstum der Leiharbeit seit den 90er Jahren durch eine hohe Dynamik gekennzeichnet ist. 2004 gab es in Deutschland rund 400.000 Leiharbeiter, das sind 1,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Nutzungsintensität der Leiharbeit weist Ende der 90er Jahre noch erhebliche Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern auf. Die Analysen zeigen, dass sich die Leiharbeitsquoten seitdem angeglichen haben, so dass heute kaum noch Unterschiede bestehen. Wachstumsmotor für Leiharbeit in den alten Bundesländern ist nach wie vor die Nachfrage von Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit hohem Wettbewerbs- und Kostendruck. Das Wachstum der Leiharbeit in den neuen Bundesländern ist hingegen auf die gestiegene Nachfrage aus dem Dienstleistungssektor zurückzuführen. Die Leiharbeitsbranche ist immer noch primär in großen Agglomerationen angesiedelt. Von der hohen Wachstumsdynamik der Leiharbeit profitieren aber insbesondere periphere Regionen. (IAB2)
Weiterführende Informationen
- Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Leiharbeit nach Bundesländern 1998/2004
- Wachstumsrate der Leiharbeitsquoten in den Arbeitsmarktregionen 1998 bis 2004
- Wachstumsraten der Leiharbeit und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vergleich
- Leiharbeitsquote 2004 nach Arbeitsmarktregionen
- Leiharbeitsquoten in den Arbeitsmarktregionen 1998 und 2004
- Durchschnittliche Wachstumsrate der Leiharbeitsquote nach Arbeitsmarktregionen 1998-2004
- Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland 1993 bis 2003
-
Literaturhinweis
Personal-Service-Agenturen - Start unter ungünstigen Voraussetzungen (2005)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2005): Personal-Service-Agenturen - Start unter ungünstigen Voraussetzungen. In: IAB-Forum H. 1, S. 14-17.
Abstract
"Auf Vorschlag der Kommission für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt wurde im Jahr 2003 mit den Personal-Service-Agenturen (PSA) ein neues Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik entwickelt. Primäres Ziel ist, PSA-Beschäftigte über den Verleih oder die direkte Vermittlung möglichst schnell in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Gleichzeitig soll mit Hilfe der PSA die Dauer der Arbeitslosigkeit verkürzt, im Idealfall Arbeitslosigkeit sogar vermieden werden. Für eine arbeitsmarktpolitische Bewertung der Personal-Service-Agenturen ist es noch zu früh. Ihre Einführung fiel in eine Phase, in der der Leiharbeitsmarkt stagnierte oder sogar leicht rückläufig war. Als Schwerpunkt der Vorschläge der Kommission für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt stand das Instrument von Beginn an unter enormen Erfolgsdruck. Bereits vor dem eigentlichen Start waren PSA heftiger Kritik ausgesetzt. Zudem hat die Insolvenz des größten PSA-Betreibers dem Instrument einen schweren Imageschaden zugefügt - ein Ereignis, von dem sich das Instrument erst langsam erholen muss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Was macht den Unterschied? Determinanten der Nachfrage nach Leiharbeit in Deutschland und den Niederlanden (2005)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2005): Was macht den Unterschied? Determinanten der Nachfrage nach Leiharbeit in Deutschland und den Niederlanden. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 12, H. 4, S. 393-423.
Abstract
"Der niederländische Leiharbeitsmarkt gilt im europäischen Vergleich als hinreichend etabliert. Der deutsche Gesetzgeber hat - auch mit Blick auf die Erfahrungen in den Niederlanden - das Leiharbeitsrecht im Jahr 2003 dereguliert. Der Beitrag sucht nach Gründen für die unterschiedliche Nachfrage nach Leiharbeit in beiden Ländern. Hierzu werden die Regulierung der Leiharbeit, ihre Funktion, ihre volkswirtschaftliche Bedeutung und die Struktur der Nachfrage verglichen. Es zeigt sich, dass - entgegen allgemeiner Wahrnehmung - die niederländische Leiharbeitsquote seit 2000 rückläufig ist. Ursache hierfür ist eine grundlegende Regulierung des Leiharbeitsrechts seit 1998/1999. Trotz dieser Reform lässt das niederländische Recht den Leiharbeitsfirmen einen größeren Spielraum als das deutsche, so dass in den Niederlanden auch solche Branchen Leiharbeit nachfragen, für die sich in Deutschland der Einsatz von Leiharbeit nicht lohnt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen?: eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen (2005)
Zitatform
Meyer, Wolfgang & Christian Pfeifer (2005): Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen? Eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen. In: L. Bellmann, O. Hübler, W. Meyer & G. Stephan (Hrsg.) (2005): Institutionen, Löhne und Beschäftigung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 294), S. 175-188.
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Wirkung befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf die Anpassungsflexibilität von Betrieben. Die Theorien der flexiblen Firma sowie des dualen Arbeitsmarktes implizieren, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse der Anpassung an temporäre Nachfrageschocks dienen, da sie mit geringeren Anpassungskosten verbunden sind. Dementsprechend sollten sie die Anpassungsgeschwindigkeit der Gesamtbeschäftigung erhöhen. Zudem sollte die Anpassung der Beschäftigung weniger stark über die dauerhaften Beschäftigungsverhältnisse erfolgen, so dass diese Beschäftigtengruppe eine höhere Beschäftigungssicherheit genießt. In der empirischen Analyse werden diese Überlegungen mit Hilfe der Schätzung dynamischer Arbeitsnachfragefunktionen unter Verwendung der GMM-Methode nach Arellano/Bond (1991) überprüft und können grundlegend bestätigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Leiharbeit in der Praxis - Nach wie vor kein Hit (2005)
Zitatform
Promberger, Markus, Stefan Theuer & Lutz Bellmann (2005): Leiharbeit in der Praxis - Nach wie vor kein Hit. In: IAB-Forum H. 1, S. 18-23.
Abstract
"Langsam wirft die Leiharbeit ihr schlechtes Image ab und verlässt die Schmuddelecke am Arbeitsmarkt. Heute gelten Leiharbeitsplätze bei Arbeitsvermittlern wie Arbeitssuchenden durchaus nicht mehr als Zumutung. Wer aber schafft diese Arbeitsplätze auf Zeit - wo und in welchem Umfang? Unter dem Gesichtspunkt der betrieblichen Flexibilität ist Leiharbeit ein Instrument unter vielen, das in seiner Beliebtheit eindeutig auf den hinteren Plätzen rangiert. Die betriebliche Nachfrage nach Arbeitsverhältnissen dieses Typs ist offenbar begrenzt. Es ist fraglich, ob eine Ausweitung des Angebots durch die Personal-Service-Agenturen daran grundsätzlich etwas ändern wird. Auch wenn die Auswertungen noch nicht abgeschlossen sind: Vieles deutet darauf hin, dass eine umfangreiche Arbeitsmarktentlastung - wie in den Reformkonzepten der Hartz-Kommission in Aussicht gestellt - durch das Instrument der Leiharbeit gegenwärtig und in näherer Zukunft nicht zu erwarten ist. Ob die Leiharbeit in der Lage ist, sich ihren arbeitsmarktpolitischen Ritterschlag anderswo zu holen, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Beispielsweise mit Antworten auf die Fragen, inwieweit Leiharbeit als Instrument der Personalrekrutierung genutzt wird oder ob Leiharbeit die Beschäftigungsfähigkeit (,employability') vormals arbeitsloser Stellenbewerber erhöht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Leiharbeit - Flexibilitäts- und Unsicherheitspotenziale in der betrieblichen Praxis (2005)
Promberger, Markus;Zitatform
Promberger, Markus (2005): Leiharbeit - Flexibilitäts- und Unsicherheitspotenziale in der betrieblichen Praxis. In: M. Kronauer & G. Linne (Hrsg.) (2005): Flexicurity : die Suche nach Sicherheit in der Flexibilität (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 65), S. 183-204.
Abstract
"Leiharbeit ist eine besondere und nach wie vor umstrittene Beschäftigungsform." Ihre Verbreitung in deutschen Betrieben ist gering, jedoch mit leichter Wachstumstendenz, die durch die gesetzliche Einschränkung der Befristungsmöglichkeiten gefördert wurde. Einkommensdiskriminierungen sind im Fall der Leiharbeit ein Indiz, dass es erhebliche Asymmetrien zu Lasten der Arbeitnehmer bei beschäftigungsbezogenen Flexibilisierungsmuster. Der Beitrag zeigt, dass die Einkommensdifferenzen im Vergleich von befristeten und unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen gravierend sind. Die bereits erfolgte tarifliche Einbindung der Leiharbeit konnte dieses Problem nicht lösen, das in Teilsegmenten bis hin zur Einkommensarmut reicht. Über den Einkommensaspekt hinaus bestätigen die Forschungsbefunde, das sich in der Leiharbeit nach wie vor folgende Prekaritätsmomente bündeln: hochgradig instabile Beschäftigungsverhältnisse, geringe Qualifizierungs- und Weiterbildungs- sowie eingeschränkte Partizipationschancen. Es wird konstatiert, dass es bei der Leiharbeit bislang offensichtlich nicht gelungen ist, den Ausgleich zwischen betrieblichen Flexibilisierungs- und individuellen Sicherheitsinteressen herbeizuführen. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
Literaturhinweis
Beschäftigungsformen - ein Maßstab für Flexibilität und Sicherheit? (2005)
Rudolph, Helmut;Zitatform
Rudolph, Helmut (2005): Beschäftigungsformen - ein Maßstab für Flexibilität und Sicherheit? In: M. Kronauer & G. Linne (Hrsg.) (2005): Flexicurity : die Suche nach Sicherheit in der Flexibilität (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 65), S. 97-125.
Abstract
Der Beitrag setzt an dem Thema im Flexicurity-Diskurs an, das sich mit den Anforderungen unterschiedlicher Beschäftigungsformen an die Systeme sozialer Sicherheit beschäftigt. Insbesondere wird den Fragen nachgegangen, ob die derzeitigen institutionellen Arrangements auch die Erwerbstätigen hinreichend absichern, die Niedrigeinkommen und/oder diskontinuierliche Erwerbsverläufe haben. Hierzu untersucht er in einer Sekundäranalyse anhand von Daten des Statistischen Bundesamtes und der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit, welche Folgen der jeweilige Beschäftigungsstatus für die grundsätzliche Einbindung in die Systeme sozialer Sicherung und hinsichtlich des Leistungsniveaus hat. Seine Befunde belegen, dass die generell durchschlagende Absenkung des Niveaus sozialer Sicherheit als das Problem anzusehen ist. Es wird auch darauf hingewiesen, dass gesenkte soziale Sicherungsstandards in Lebensphasen ohne Einkommensbezug aus Erwerbsarbeit wiederum auf die Beschäftigten zurückwirken und sich unter anderem als Bremse zumindest für die freiwillige Arbeitsmarktmobilität erweisen können. (IAB)
-
Literaturhinweis
Mobilität der Solo-Selbständigen im europäischen Vergleich (2005)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2005): Mobilität der Solo-Selbständigen im europäischen Vergleich. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 4, S. 531-553.
Abstract
"Die selbstständige Erwerbsarbeit hat in den letzten Jahrzehnten in der Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten an Bedeutung gewonnen. Insbesondere der Anteil von Klein- und Solo-Unternehmen weist eine steigende Tendenz auf. Im Gegensatz zur klassischen Gründungsforschung, die zumeist auf die Nachhaltigkeit im Sinne einer möglichst langen Überlebensdauer der Unternehmen ausgerichtet ist, wird in diesem Beitrag dezidiert der Dynamik und Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt der Solo-Selbstständigkeit nachgegangen. Im Kontext der Theorie der Übergangsarbeitsmärkte wird ein Mobilitätskonzept entwickelt und die Dynamik der Solo-Selbstständigkeit anhand von Mobilitätsraten und Mobilitätsmustern (Eintritte, Austritte, Dauer) in fünf europäischen Ländern (Deutschland, den Niederlanden, Italien,Großbritannien und Schweden) verglichen. Die Analysen stützen sich auf Daten der Europäischen Arbeitskräftestichprobe (1993-2003) und des Europäischen Haushaltspanels (1994-2001). Als Ergebnis der Analysen zeigt sich in allen Ländern eine im Vergleich zu anderen Erwerbsformen höhere Mobilität Solo-Selbstständiger. Frauen weisen in allen Ländern fast alljährlich eine höhere Mobilitätsrate auf als Männer. Solo-Selbstständigkeit betrifft zudem im Zeitverlauf sehr viel mehr Personen, als dies die Aggregatdaten einzelner Jahre auf den ersten Blick zeigen. Im Ländervergleich weist Deutschland (seit 1996) die höchste Mobilitätsrate Solo-Selbstständiger auf. Abschließend wird auf die national unterschiedliche institutionelle Absicherung von Mobilität bzw. von Übergängen eingegangen. Am Beispiel der staatlichen Rentenversicherungssysteme wird aufgezeigt, dass Statuswechsel in und aus der Solo-Selbstständigkeit heraus in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht in allen betrachteten Ländern mit mehr oder weniger gravierenden spezifischen Nachteilen verbunden sind. In Deutschland, dem Land mit der höchsten Mobilitätsrate Solo-Selbstständiger, sind diese Nachteile besonders evident. Strategie einer europäischen Sozialpolitik sollte es sein, im Sinne des Konzepts des Risikomanagements ein Mindestmaß an kontinuierlicher Grundsicherung über diskontinuierliche Erwerbsverläufe hinweg gewährleisten zu können. Je nach nationaler Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme stellt sich hier ein mehr oder weniger dringender Handlungsbedarf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigungsgewinne sind nur die halbe Wahrheit (2005)
Zitatform
Wanger, Susanne (2005): Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigungsgewinne sind nur die halbe Wahrheit. (IAB-Kurzbericht 22/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Mit knapp 49 Prozent sind heute fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland Frauen - 1991 waren es noch rund 44 Prozent. Allerdings hat die Zahl der von ihnen geleisteten Arbeitsstunden nicht in gleichem Maße zugenommen. Frauen trugen 2004 nur unterproportional zum gesamten Arbeitsvolumen bei - mit einem Anteil von 41 Prozent. Das insbesondere, weil viele teilzeitbeschäftigt sind: 2004 waren 75 Prozent aller Teilzeitstellen, aber nur knapp 37 Prozent der Vollzeitarbeitsplätze von Frauen besetzt. Das IAB zeichnet mit seiner Arbeitsvolumenrechnung ein differenziertes Bild der Partizipation von Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen an der Erwerbsarbeit. Damit ist das Arbeitsvolumen der Frauen insgesamt gesunken und lag 2004 sogar unter dem Stand von 1991. Ein geringeres Arbeitsvolumen verteilt sich also auf eine weitaus größere Zahl von Frauen. Das Arbeitsvolumen der Männer ist allerdings stärker gesunken als das der Frauen. Zwar sind auch mehr Männer als früher teilzeitbeschäftigt, jedoch immer noch relativ wenige. Sie nutzen Teilzeit vor allem am Anfang und am Ende ihres Arbeitslebens. Bei Frauen nimmt die Teilzeitarbeit dagegen oft im gesamten Erwerbsleben breiten Raum ein. Deshalb bedarf es weiterer Anstrengungen, um die Arbeitsmarktchancen von Frauen zu verbessern. Dazu gehören neben besseren Angeboten zur Kinderbetreuung auch mehr familiengerechte Arbeitsplätze." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Beschäftigte, Arbeitszeit und Arbeitsvolumen von Männern und Frauen
- Anteile an Beschäftigung und Arbeitsvolumen nach Geschlecht und Altersgruppen
- Beschäftigungsstruktur 2004 nach Geschlecht und Altersgruppen
- Hier finden Sie zusätzlich eine Tabelle zu den Arbeitszeiten und dem Arbeitsvolumen in Deutschland nach dem Geschlecht und der Region.
- Anteile der geringfügig Beschäftigten an allen Teilzeitbeschäftigten nach Geschlecht und Altersgruppen
-
Literaturhinweis
Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission: Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005 (2005)
Wießner, Frank; Svindland, Dagmar; Hagemann, Sabine; Hess, Doris; Steinwede, Angelika; Kahle, Katrin; Steiner, Viktor; Kritikos, Alexander; Cramer, Ralph; Marwinski, Karen; Glocker, Daniela; Noll, Susanne; Baumgartner, Hans J.; Rein, Andrea; Dreiberg, Gert; Scheremet, Nicole; Caliendo, Marco ; Schneider, Bernd; Utzmann, Hilde; Sörgel, Werner;Zitatform
(2005): Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission. Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005. Nürnberg u.a., 506 S.
Abstract
"Der Forschungsverbund IAB, DIW, GfA, infas und sinus ist im Auftrag des BMWA der Frage nachgegangen, inwieweit es gründungswilligen Arbeitslosen mit Hilfe sozialstaatlicher Förderung gelingt, den 'Milieuwechsel' von einer unselbständigen in eine selbständige Tätigkeit zu bewältigen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Neues von der Ich-AG: Nicht jeder Abbruch ist eine Pleite (2005)
Wießner, Frank;Zitatform
Wießner, Frank (2005): Neues von der Ich-AG: Nicht jeder Abbruch ist eine Pleite. (IAB-Kurzbericht 02/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Bis Ende 2004 wurden rund 268.000 Ich-AGs von der BA mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Bislang wurden 48.000 Abgänge aus der Förderung gezählt. Diese sind jedoch keinesfalls mit gescheiterten Gründungen gleichzusetzen. Das IAB hat eine Stichprobe von Geförderten untersucht, die ihre Selbständigkeit inzwischen wieder aufgegeben haben. Über die Hälfte der Ich-AG-Abbrecher ist wieder arbeitslos. Zwei Fünftel sind aber wieder erwerbstätig. Die Gründe für den Abbruch sind altbekannt. Mangelhafte Vorbereitung und Informationsdefizite können durch verbesserte Beratung nur teilweise aufgefangen werden. Wer sich selbständig macht, muss auch selbst Verantwortung tragen. Bei einem Drittel der Fälle war die Aufgabe der Ich-AG mit (zusätzlichen) Schulden verbunden. Dabei können auch kleine Beträge zur großen Belastung werden. Eine strikte Kontrolle des Förderzugangs könnte sowohl die Gründer vor Schaden bewahren als auch Missbrauch verhindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Die Förderung von Existenzgründungen seit Januar 2003
- Motive für die Fördervariante "Ich-AG"
- Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit
- Gründe für die Aufgabe der selbständigen Tätigkeit
- Verbleib der Abbrecher
- Durchschnittliche Wochenarbeitszeit vor Abbruch der Selbständigkeit
- Abgebrochen - und was dann?
-
Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung in den Niederlanden (2005)
Wilkens, Ingrid;Zitatform
Wilkens, Ingrid (2005): Arbeitnehmerüberlassung in den Niederlanden. In: Bundesarbeitsblatt H. 11, S. 18-25.
Abstract
"Europaweit gelten die Niederlande als Vorbild für den großflächigen Einsatz von Zeitarbeit. Doch ist die Arbeitnehmerüberlassung dort anders geregelt als beispielsweise in Deutschland. Der vorliegende Beitrag erläutert die Besonderheiten und das unter sozialpolitischen Aspekten interessante Modell der schrittweise zunehmenden sozialen Absicherung der Zeitarbeitskräfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Leiharbeit in den Niederlanden: Soziodemographie, Beschäftigungsbedingungen und soziale Absicherung (2005)
Wilkens, Ingrid;Zitatform
Wilkens, Ingrid (2005): Leiharbeit in den Niederlanden. Soziodemographie, Beschäftigungsbedingungen und soziale Absicherung. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 51, H. 4, S. 394-415.
Abstract
"In der Diskussion um die mit den Hartz-Reformen beabsichtigte Ausdehnung der Leiharbeit wird des Öfteren auf das Vorbild der Niederlande verwiesen. Der Beitrag erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Soziodemographie, die Motivation sowie die Beschäftigungsbedingungen in der dortigen Leiharbeitsbranche. Wie in anderen europäischen Ländern sind die Zeitarbeitskräfte tendenziell benachteiligt, obwohl ihre Integration in die Entleihunternehmen gut zu sein scheint. Interessant für die deutsche Diskussion dürfte vor allem das 'Phasenmodell' sein, das Leiharbeitnehmern mit der Dauer ihrer Beschäftigung eine wachsende soziale Absicherung bietet und darüber hinaus die traditionell starke Brückenfunktion der Arbeitnehmerüberlassung unterstützt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
-
Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
