Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Mobilität der Solo-Selbständigen im europäischen Vergleich (2005)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2005): Mobilität der Solo-Selbständigen im europäischen Vergleich. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 4, S. 531-553.
Abstract
"Die selbstständige Erwerbsarbeit hat in den letzten Jahrzehnten in der Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten an Bedeutung gewonnen. Insbesondere der Anteil von Klein- und Solo-Unternehmen weist eine steigende Tendenz auf. Im Gegensatz zur klassischen Gründungsforschung, die zumeist auf die Nachhaltigkeit im Sinne einer möglichst langen Überlebensdauer der Unternehmen ausgerichtet ist, wird in diesem Beitrag dezidiert der Dynamik und Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt der Solo-Selbstständigkeit nachgegangen. Im Kontext der Theorie der Übergangsarbeitsmärkte wird ein Mobilitätskonzept entwickelt und die Dynamik der Solo-Selbstständigkeit anhand von Mobilitätsraten und Mobilitätsmustern (Eintritte, Austritte, Dauer) in fünf europäischen Ländern (Deutschland, den Niederlanden, Italien,Großbritannien und Schweden) verglichen. Die Analysen stützen sich auf Daten der Europäischen Arbeitskräftestichprobe (1993-2003) und des Europäischen Haushaltspanels (1994-2001). Als Ergebnis der Analysen zeigt sich in allen Ländern eine im Vergleich zu anderen Erwerbsformen höhere Mobilität Solo-Selbstständiger. Frauen weisen in allen Ländern fast alljährlich eine höhere Mobilitätsrate auf als Männer. Solo-Selbstständigkeit betrifft zudem im Zeitverlauf sehr viel mehr Personen, als dies die Aggregatdaten einzelner Jahre auf den ersten Blick zeigen. Im Ländervergleich weist Deutschland (seit 1996) die höchste Mobilitätsrate Solo-Selbstständiger auf. Abschließend wird auf die national unterschiedliche institutionelle Absicherung von Mobilität bzw. von Übergängen eingegangen. Am Beispiel der staatlichen Rentenversicherungssysteme wird aufgezeigt, dass Statuswechsel in und aus der Solo-Selbstständigkeit heraus in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht in allen betrachteten Ländern mit mehr oder weniger gravierenden spezifischen Nachteilen verbunden sind. In Deutschland, dem Land mit der höchsten Mobilitätsrate Solo-Selbstständiger, sind diese Nachteile besonders evident. Strategie einer europäischen Sozialpolitik sollte es sein, im Sinne des Konzepts des Risikomanagements ein Mindestmaß an kontinuierlicher Grundsicherung über diskontinuierliche Erwerbsverläufe hinweg gewährleisten zu können. Je nach nationaler Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme stellt sich hier ein mehr oder weniger dringender Handlungsbedarf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Von der Scheinselbstständigkeit zur Ich-AG: neue sozialpolitische Weichenstellungen? (2005)
Schulze-Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze-Buschoff, Karin (2005): Von der Scheinselbstständigkeit zur Ich-AG. Neue sozialpolitische Weichenstellungen? In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 51, H. 1, S. 64-93.
Abstract
"Ziel des Beitrags ist die Evaluierung der jüngeren Gesetzgebung zur Förderung und sozialen Sicherung der Selbstständigkeit. Einleitend werden die Entwicklung, die Struktur und die sozialrechtlichen Rahmenbedingungen der Selbstständigkeit skizziert. Die Aufarbeitung der sozialen Gesetzgebung zur Selbstständigkeit (bzw. zur 'Scheinselbstständigkeit') in den letzten Jahren zeigt, dass diese widersprüchlich und halbherzig geblieben ist. Weiterhin werden die arbeitsmarktpolitischen Instrumente zur Förderung von Selbstständigkeit (Überbrückungsgeld und Ich-AG) und deren Effizienz und Effektivität beschrieben. Darauf aufbauend wird die arbeits- und sozialrechtliche Ausgestaltung der Instrumente analysiert. Ergebnis der Analyse ist, dass sich mit der rechtlichen Ausgestaltung der Ich-AG eine neue Weichenstellung hin zu der überfälligen Anerkennung des generellen Schutzbedarfs Selbstständiger und der prinzipiellen Gleichstellung Selbstständiger und abhängig Beschäftigter andeutet. An eine solche Weichenstellung schließen sich Reformoptionen an, die abschließend erörtert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit: Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung (2005)
Seidel, Michael A.; Hack, Thomas;Zitatform
Seidel, Michael A. (2005): Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit. Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung. (FGF Entrepreneurship-Research Monographien 52), Lohmar u.a.: Eul, 270 S.
Abstract
"In den letzten Jahren ist das Phänomen der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit sprunghaft angestiegen und hat durch die jüngsten Arbeitsmarktreformen (Ich-AG) einen zusätzlichen Schub bekommen. Die Gründungsforschung hat sich diesem bislang noch kaum zugewandt. Die Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bedürfen einer Ergänzung aus der Mikroperspektive, die auch regionale Aspekte mit bedenkt. Diese Lücke soll durch diese Forschungsarbeit geschlossen werden, die aus einer Kooperation zwischen der Fachhochschule Hof und dem Existenzgründerberatungsprojekt im Innovations- und Gründerzentrum in Hof hervorging.
Die Auswertung einer schriftlichen Befragung von 1.700 Gründern bzw. Gründungswilligen aus der Arbeitslosigkeit ermöglicht zum einen eine soziodemografische Beschreibung arbeitsloser Gründer und zeigt zum anderen, in welchen Kriterien sich diese von 'konventionellen' Gründern unterscheiden. Weiterhin war ein Ziel dieser Arbeit, die von Arbeitslosen gegründeten Betriebe zu beschreiben. Welche Branchen werden angesteuert? Gibt es spezifische Erfolgsfaktoren? Sind Gründungen aus der Arbeitslosigkeit 'aus der Not heraus geboren'? Inwiefern unterscheiden sich die Empfänger von Überbrückungsgeld von Ich-AGs? Schließlich werden durch die Evaluation des Modellprojekts in Hof den Trägern von Beratungsprojekten wertvolle Hinweise für ihre Arbeit gegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Machbarkeitsstudie "Die Neue Selbstständigkeit": Möglichkeiten der Erforschung von Push- und Pull-Faktoren sowie etwaiger Legalisierungs-Effekte von Schwarzarbeit im Bereich arbeitsmarktpolitisch gefördeter Existenzgründungen (2005)
Trube, Achim; Weiß, Carsten;Zitatform
Trube, Achim & Carsten Weiß (2005): Machbarkeitsstudie "Die Neue Selbstständigkeit". Möglichkeiten der Erforschung von Push- und Pull-Faktoren sowie etwaiger Legalisierungs-Effekte von Schwarzarbeit im Bereich arbeitsmarktpolitisch gefördeter Existenzgründungen. (ZPE-Schriftenreihe 17), Siegen, 146 S.
Abstract
Ziel der Machbarkeitsstudie war es, am Beispiel sog. Ich-AGs in einem Agenturbezirk der Arbeitsverwaltung (AA Düsseldorf) die Möglichkeiten der Erforschung von Push- und Pull-Faktoren sowie etwaiger Legalisierungseffekte von Schwarzarbeit im Bereich arbeitsmarktpolitisch geförderter Existenzgründungen zu untersuchen. Dabei ging es sowohl um das methodische Problem, ob und ggf. mit welchen Verfahren der Forschungsgegenstand erfasst werden kann, als auch um die inhaltlich substantielle Frage, ob und inwieweit im Vorfeld der Gründung von Ich-AGs tatsächlich Push- oder Pullfaktoren bzw. auch Schwarzarbeit eine Rolle spielen. Datenbasis der Untersuchung ist ein Sample von 59 Beziehern eines Existenzgründungszuschusses im Förderjahr 2004. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden in acht Punkten zusammengefasst. Die Autoren stellen zusammenfassend fest, dass die Studie sowohl methodisch als auch substanziell Anlass zu weiterführenden Forschungen gibt, da nachgewiesen werden konnte, dass die Phänomene 'Push- bzw. Pullfaktoren' sowie Schwarzarbeit über empirische Verfahren erfassbar sind und auch tatsächlich im geförderten Gründungsgeschehen bei zuvor Erwerbslosen offensichtlich maßgebenden Einfluss haben. (IAB)
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Literaturhinweis
Der Noth gehorchend, nicht dem eignen Trieb: nascent necessity and opportunity entrepreneurs in Germany: Evidence from the Regional Entrepreneurship Monitor (REM) (2005)
Zitatform
Wagner, Joachim (2005): Der Noth gehorchend, nicht dem eignen Trieb. Nascent necessity and opportunity entrepreneurs in Germany: Evidence from the Regional Entrepreneurship Monitor (REM). (IZA discussion paper 1608), Bonn, 27 S.
Abstract
"Using a large recent representative sample of the adult German population this paper demonstrates that nascent necessity and nascent opportunity entrepreneurs are different with respect to some of the characteristics and attitudes considered to be important for becoming a nascent entrepreneur, and that they behave differently. Given the lack of longitudinal data, however, we have no information about the performance of entrepreneurs from both groups in the longer run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Neues von der Ich-AG: Nicht jeder Abbruch ist eine Pleite (2005)
Wießner, Frank;Zitatform
Wießner, Frank (2005): Neues von der Ich-AG: Nicht jeder Abbruch ist eine Pleite. (IAB-Kurzbericht 02/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Bis Ende 2004 wurden rund 268.000 Ich-AGs von der BA mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Bislang wurden 48.000 Abgänge aus der Förderung gezählt. Diese sind jedoch keinesfalls mit gescheiterten Gründungen gleichzusetzen. Das IAB hat eine Stichprobe von Geförderten untersucht, die ihre Selbständigkeit inzwischen wieder aufgegeben haben. Über die Hälfte der Ich-AG-Abbrecher ist wieder arbeitslos. Zwei Fünftel sind aber wieder erwerbstätig. Die Gründe für den Abbruch sind altbekannt. Mangelhafte Vorbereitung und Informationsdefizite können durch verbesserte Beratung nur teilweise aufgefangen werden. Wer sich selbständig macht, muss auch selbst Verantwortung tragen. Bei einem Drittel der Fälle war die Aufgabe der Ich-AG mit (zusätzlichen) Schulden verbunden. Dabei können auch kleine Beträge zur großen Belastung werden. Eine strikte Kontrolle des Förderzugangs könnte sowohl die Gründer vor Schaden bewahren als auch Missbrauch verhindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Die Förderung von Existenzgründungen seit Januar 2003
- Motive für die Fördervariante "Ich-AG"
- Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit
- Gründe für die Aufgabe der selbständigen Tätigkeit
- Verbleib der Abbrecher
- Durchschnittliche Wochenarbeitszeit vor Abbruch der Selbständigkeit
- Abgebrochen - und was dann?
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Literaturhinweis
Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission: Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005 (2005)
Wießner, Frank; Svindland, Dagmar; Hagemann, Sabine; Hess, Doris; Steinwede, Angelika; Kahle, Katrin; Steiner, Viktor; Kritikos, Alexander; Cramer, Ralph; Marwinski, Karen; Glocker, Daniela; Noll, Susanne; Baumgartner, Hans J.; Rein, Andrea; Dreiberg, Gert; Scheremet, Nicole; Caliendo, Marco ; Schneider, Bernd; Utzmann, Hilde; Sörgel, Werner;Zitatform
(2005): Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission. Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005. Nürnberg u.a., 506 S.
Abstract
"Der Forschungsverbund IAB, DIW, GfA, infas und sinus ist im Auftrag des BMWA der Frage nachgegangen, inwieweit es gründungswilligen Arbeitslosen mit Hilfe sozialstaatlicher Förderung gelingt, den 'Milieuwechsel' von einer unselbständigen in eine selbständige Tätigkeit zu bewältigen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Qualitative Bedeutung von Gründungen durch Frauen (2005)
Zitatform
(2005): Qualitative Bedeutung von Gründungen durch Frauen. (Existenzgründungen durch Frauen in Deutschland. Daten und Fakten), Stuttgart, 5 S.
Abstract
"Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Unternehmensgründungen durch Frauen wird bisher als relativ gering eingeschätzt. Zudem werden zur Beurteilung des unternehmerischen Erfolges häufig rein quantitative Merkmale, wie Unternehmensgröße und Mitarbeiterzahl, herangezogen. Dabei bleiben wichtige qualitative Aspekte unberücksichtig. Das zweite Factsheet der bundesweiten Gründerinnenagentur stellt einige Ergebnisse aus wissenschaftlichen Analysen zu den Besonderheiten von Existenzgründungen durch Frauen heraus und geht dabei im Speziellen auf qualitative Merkmale ein, durch welche sich Frauengründungen auszeichnen und durch die sie zu einem wichtigen Motor für die weitere Ausdifferenzierung und Weiterentwicklung der deutschen Wirtschaftsstruktur werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Psychologische Aspekte der Gründungen durch Frauen (2005)
Zitatform
(2005): Psychologische Aspekte der Gründungen durch Frauen. (Existenzgründungen durch Frauen in Deutschland. Daten und Fakten), Stuttgart, 6 S.
Abstract
"Der Schwerpunkt dieses Factsheets liegt zum einen auf bedeutsamen Erkenntnissen aus den Bereichen der psychologischen Forschung wie der persönlichen Merkmale und Erfolgsdeterminanten. Zum anderen werden einige Erkenntnisse zu den Themen 'Bedeutung von Netzwerken' und 'Ich- AG' im Bezug auf Unternehmensgründerinnen dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Other forms of employment: Temporary employment agencies and self-employment (2004)
Zitatform
Andersson, Pernilla & Eskil Wadensjö (2004): Other forms of employment: Temporary employment agencies and self-employment. (IZA discussion paper 1166), Bonn, 34 S.
Abstract
"In most industrialized countries the majority of employed people are full-time employees with a non-temporary job and work at a workplace of the company in which they are employed. They are making careers at the employer they are employed by and most work-place changes are to other jobs of the same type. But it does not include large groups in the labour market. Many of those who have tenured positions work part-time, not full-time, and many both full-time and part-time workers have fixed-period contracts, contracts which only guarantee employment for a specified period of time. Some demographic groups are overrepresented among those with those types of jobs, young people, women, immigrants, ethnic minorities, and older workers, who to a large extent for different reasons do not have a very strong position in the labour market. In this paper two groups outside the core of full-time employees are analyzed: those employed in temporary employment agencies, and the selfemployed. The size and composition of both groups have changed during the last decade. The number employed by temporary employment agencies has increased in Western Europe as a consequence of deregulation of this sector in the 1990s, and the composition of the selfemployed has changed from mainly being farmers to being business-owners in various sectors. We will use Sweden as an example, but the Swedish experience is not unique. Other countries have similar and in many cases more of those types of employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitssituation und Gesundheit von "neuen Selbstständigen" im Dienstleistungssektor (2004)
Ertel, Michael; Pröll, Ulrich;Zitatform
Ertel, Michael & Ulrich Pröll (2004): Arbeitssituation und Gesundheit von "neuen Selbstständigen" im Dienstleistungssektor. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 1, S. 3-15. DOI:10.1515/arbeit-2004-0102
Abstract
"Formen selbstständiger Erwerbstätigkeit ohne Arbeitnehmer breiten sich mit beachtlicher Dynamik aus, - insbesondere auf den expandierenden Märkten der Wissens- und Kulturdienstleistungen. 'Neue Selbstständigkeit' verkörpert in idealtypischer Weise die Ambivalenz 'arbeitskraftunternehmerischer' Existenz, weil nahezu alle Erwerbs- und Lebensbereiche durch die Spannung zwischen erweiterten Freiheitsgraden der Lebensführung und verschärften Zumutungen der Selbstorganisation und Selbstvorsorge gekennzeichnet sind. Der Beitrag fokussiert auf der Grundlage (z.T. eigener) empirischer Befunde auf die gesundheitlichen Implikationen dieser Erwerbsform. Deutlich wird, dass Selbstbeschäftigung i.d.R. mit hohen Anforderungen und Belastungen verknüpft ist, deren Bewältigung ein entwickeltes System personaler, sozialer und institutioneller Ressourcen voraussetzt. Für Teilpopulationen sind gesundheitskritische Konstellationen mit entsprechenden Frühindikatoren schon jetzt nachweisbar, für Weitere muss ein problematischer, intensitätsgesteuerter Ressourcenzugriff vermutet werden, dessen gesundheitliche Folgen sich mittel- und langfristig zeigen dürften. Vor diesem Hintergrund werden spezifische Präventionsmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen gesellschaftlichen Ressourcenmanagements vorgeschlagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Formen arbeitszentrierter Lebensgestaltung von Mitarbeitern und Gründern kleiner IT-Unternehmen: Forschungsbericht aus dem Projekt "KOMPETENT" (2004)
Ewers, Eyko; Hoff, Ernst-H.; Petersen, Olaf; Schraps, Ulrike;Zitatform
Ewers, Eyko, Ernst-H. Hoff & Ulrike Schraps (2004): Neue Formen arbeitszentrierter Lebensgestaltung von Mitarbeitern und Gründern kleiner IT-Unternehmen. Forschungsbericht aus dem Projekt "KOMPETENT". (Freie Universität Berlin, Berichte aus dem Bereich Arbeits-, Berufs- und Organisationspsychologie 25), Berlin, 41 S.
Abstract
"Im Mittelpunkt des Forschungsberichtes stehen Ergebnisse zur Arbeits- und Lebensgestaltung von 85 jungen GründerInnen und MitarbeiterInnen, die überwiegend in kleinen neugegründeten Unternehmen (sog. 'Startups') im IT-Bereich beschäftigt sind. Die Befunde basieren auf einer ersten Serie von Interviews im Rahmen des BMBF-Projekts 'KOMPETENT', das als Längsschnittstudie mit zwei Interview-Erhebungen und einer dazwischen fortlaufenden Online-Befragung angelegt ist. Die Befunde der ersten Interviewserie zeigen, dass bei einer Mehrheit der Befragten neue Formen der Lebensgestaltung dominieren, die durch eine (teilweise extrem) starke Arbeitszentrierung und Entgrenzung von Berufs- und Privatleben gekennzeichnet sind. Dabei lassen sich verschiedene Unterformen abgrenzen: (a) eine 'Verschmelzung der Lebenssphären', bei der Arbeit und Freizeit eine inhaltliche Einheit bilden, (b) eine 'extrem arbeitszentrierte Entgrenzung', bei die Arbeit das Privatleben nahezu vollständig 'schluckt' sowie (c) eine 'relativierte' Entgrenzung, bei der die extreme Dominanz des Berufs zugunsten einer inhaltlich stärker abgrenzbaren 'Rest-Freizeit' nachlässt. Neben der Entgrenzung finden wir zudem stärker traditionale Formen einer Segmentation und einer Integration der Lebenssphären, wobei für beide Hauptformen jeweils eine 'ausbalancierte' sowie eine 'arbeitszentrierte' Unterform unterschieden werden kann. Diese insgesamt sieben Unterformen der Lebensgestaltung werden entlang verschiedener Merkmalsbereiche detailliert beschrieben und bezüglich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutiert. Mit Blick auf die Entwicklung der Lebensgestaltungsformen, die im Längsschnitt noch genauer untersucht werden soll, zeigt sich bereits zum Zeitpunkt der ersten Erhebung Folgendes: Mehrheitlich wird die Entgrenzung als Lebensform kritisch reflektiert und als temporär begrenzt begriffen. Bei jungen Männern zeigen sich Übergänge von einer Entgrenzung zu einer Segmentation von Berufs- und Privatleben, bei Frauen dagegen vor allem Übergänge von Entgrenzung zu Integration. Solche Veränderungen ergeben sich im Zuge extern bedingter Krisen der kleinen Unternehmen sowie individuell angestoßener Familiengründungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Perspektiven für die Arbeitsforschung: Konzepte zur Untersuchung der Verknüpfung von 'Arbeit' und 'Leben' bei Alleinselbständigen (2004)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2004): Neue Perspektiven für die Arbeitsforschung. Konzepte zur Untersuchung der Verknüpfung von 'Arbeit' und 'Leben' bei Alleinselbständigen. In: D. Baatz, C. Rudolph & A. Satilmis (Hrsg.) (2004): Hauptsache Arbeit? : feministische Perspektiven auf den Wandel von Arbeit (Arbeit - Demokratie - Geschlecht, 01), S. 185-198.
Abstract
Im Anschluss an neue Konzepte zur Untersuchung der Verknüpfung von "Arbeit" und "Leben" bei Alleinselbständigen wird im vorliegenden Beitrag das Konzept des Arbeitskraftunternehmers aus einer genderkritischen Perspektive beleuchtet. Die Autorin berichtet hierzu aus dem laufenden Forschungsprojekt "Neue Erwerbsformen und Wandel von Geschlechterarrangements", in welchem die Erwerbsbiographien von Alleinselbständigen in den Berufsfeldern Journalismus, Webdesign und Softwareentwicklung untersucht werden. Die Erforschung der Verknüpfung von "Arbeit" und "Leben" bei Alleinselbständigen eröffnet nach der These der Autorin neue Perspektiven für die Arbeitsforschung, wobei allerdings das Konzept des Arbeitskraftunternehmers ergänzt werden muss. Ansatzpunkte lassen sich z.B. in anglo-amerikanischen Untersuchungen über Alleinselbständige sowie im Konzept der Alltäglichen Lebensführung und in der sozialstrukturell orientierten, geschlechtersensiblen Lebenslaufforschung aufzeigen. Die Autorin fasst die zentralen Überlegungen aus diesen Ansätzen zusammen und stellt sie den verfügbaren Daten über Alleinselbständigkeit in den untersuchten Berufsgruppen gegenüber. (IZ-Doku)
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Literaturhinweis
Freelancer in den Neuen Medien: jenseits standardisierter Muster von Arbeit und Leben? (2004)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2004): Freelancer in den Neuen Medien. Jenseits standardisierter Muster von Arbeit und Leben? In: H. Kahlert & C. Kajatin (Hrsg.) (2004): Arbeit und Vernetzung im Informationszeitalter : wie neue Technologien die Geschlechterverhältnisse verändern (Politik der Geschlechterverhältnisse, 26), S. 143-165.
Abstract
Die Verfasserin setzt sich zunächst auf theoretischer Ebene mit der Regulation von Arbeit und Leben durch das Normalarbeitsverhältnis und das Familienernährermodell in Deutschland auseinander. Sie legt in dem Beitrag Ergebnisse von Interviews mit freiberuflichen JournalistInnen und DesignerInnen vor, wobei der Schwerpunkt auf der Frage liegt, in wie weit Netzwerke in den Neuen Medien eine neue Form der Regulation von Arbeit darstellen. Darüber hinaus werden empirisch vorgefundene Arrangements von Arbeit und Leben sowie partnerschaftliche Geschlechterarrangements vorgestellt, die von standardisierten Mustern der Trennung von Erwerbsarbeit und Privatleben abweichen. Gleichzeitig werden aber auch Kontinuitäten hinsichtlich persistenter geschlechtsspezifischer Normen für Frauen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Anlehnung an das westdeutsche Modell des Geschlechterarrangements deutlich. Die Geschlechterverhältnisse von Freelancern im Bereich der neuen Medien weisen demnach zugleich traditionelle und moderne Elemente auf. (IZ-Doku)
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Literaturhinweis
Der Kontrakt der Arbeit bei wissensintensiven Dienstleistungen (2004)
Kalkowski, Peter;Zitatform
Kalkowski, Peter (2004): Der Kontrakt der Arbeit bei wissensintensiven Dienstleistungen. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 11, H. 3, S. 246-269.
Abstract
"Der Beitrag beginnt mit einer Annäherung an das Konzept der postfordistischen Arbeitsregulation und plädiert dafür, die Regulation wissensintensiver Dienstleistungsarbeit aus der Vertragsperspektive zu betrachten. Er setzt sich mit der Kategorie Wissensarbeit sowie der Verbreitung dieses Arbeitstyps auseinander und begreift Projektorganisation als Merkmal postfordistischer Produktion. Es folgen Kapitel zur Kontraktualisierung von Wissensarbeit in und jenseits von Normalarbeitsverhältnissen. Gegenstand des Schlusskapitels sind Voraussetzungen und Perspektiven postfordistischer Arbeitsregulation. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die postfordistische Regulationsweise eine Stärkung von Individualrechten verlangt und durch Metaregeln gekennzeichnet ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ich-AG und Überbrückungsgeld: eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (2004)
Kleinen, Helmut; May-Strobl, Eva; Suprinovič, Olga; Wolter, Hans-Jürgen;Zitatform
Kleinen, Helmut, Eva May-Strobl, Olga Suprinovič & Hans-Jürgen Wolter (2004): Ich-AG und Überbrückungsgeld. Eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. (Gesellschaft für Innovative Beschäftigungsförderung. Arbeitspapiere 12), Bottrop, 27 S.
Abstract
Die Studie untersucht am Beispiel der Ich-AG und des Überbrückungsgelds Förderinstrumente zu Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus. Zudem werden Ergebnisse einer Befragung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn zusammengefasst, die sich von Januar 2003 bis Mai 2004 erstreckte. An der telefonischen Befragung nahmen 567 Personen teil. Die Befragten waren meist über 40 Jahre alt. Bei den Ich-AG's überwiegen mit knapp 60 % weibliche Existenzgründerinnen, während bei dem Überbrückungsgeld Männer mit über 70 % die Förderung in Anspruch nahmen. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die Förderung der Bundesagentur in vielen Fällen - insbesondere bei den Ich-AG's - eine Art Initialzündung für den Schritt in die Selbstständigkeit darstellt. Entsprechend bewirken diese Programme vermutlich eine große Anzahl von zusätzlichen Gründungen. Im Hinblick auf das Antragsverfahren werden Pflichten wie beispielsweise die Einreichung eines begutachteten schriftlichen Geschäftsplanes von den Überbrückungsgeldempfängern kaum als Belastung empfunden. Es ist daher eine Überlegung wert, ob man nicht auch die Gewährung des Existenzgründungszuschusses an entsprechende Bedingungen hinsichtlich Beratung und Begutachtung im Vorfeld der Gründung knüpfen sollte, um auf diese Weise die wirtschaftlichen Risiken für die Ich-AG's zu reduzieren. Allerdings besteht noch erheblicher Forschungsbedarf, um belastbare Aussagen zu den Risiken von Ich-AG-Gründungen, dem Beitrag von Qualifikation und Beratung zum betrieblichen Erfolg und dem Verbleib von Ich-AG'lern, die keinen Antrag auf Förderung im zweiten Jahr gestellt haben, treffen zu können. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufliche Selbstständigkeit als neues Feld geschlechtsspezifischer Beratungs- und Forschungsstrategien (2004)
Lasch, Vera; Wonneberger, Eva;Zitatform
Lasch, Vera & Eva Wonneberger (2004): Berufliche Selbstständigkeit als neues Feld geschlechtsspezifischer Beratungs- und Forschungsstrategien. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Jg. 22, H. 2/3, S. 112-125.
Abstract
Mit der Einführung von Frauenberatungsstellen, Stammtischen speziell für unternehmerische Frauen, spezifischen Weiterbildungen für die weibliche Selbstständigkeit, Coachingkursen und Mentoring-Programmen sowie eigenen Gründungszentren ist deutlich geworden, dass Geschlechterunterschiede auch im Bereich von Existenzgründungen und beruflicher Selbstständigkeit virulent sind. Der Beitrag zeigt auf und analysiert, wie Wirtschaftsförderung und Beratungsangebote tatsächlich auf diese Unterschiede reagiert haben. Auch wird der Frage nachgegangen, wie Geschlechtergerechtigkeit derart gestaltet und strukturell gefördert werden kann, dass neue Formen von Arbeit entstehen, die mit den Geschlechterarrangements in den Familien in Einklang stehen. Nach wie vor ist eine begrenzte Arbeitszeit von Frauen typisch. Die Mehrzahl entscheidet sich für solche Formen der Selbstständigkeit, die nicht mehr als 30 Wochenstunden erfordern, jedoch nehmen die Anteilswerte von selbständigen Tätigkeiten mit mehr als 40 Arbeitsstunden pro Woche zu. Längerfristig ist das Ziel von Frauenselbstständigkeit die Schaffung existenzsichernder Verhältnisse, daher ist von der (zunächst scheinbar attraktiven) Förderung der Ich-AG nach dem Hartz-Konzept abzuraten und es wird den Existenzgründerinnen empfohlen, das Überbrückungsgeld in Anspruch zu nehmen. Es zeigt sich auch, dass Frauen und Männer unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse an die Beratungssituation herantragen. Skizziert wird der Stand der Forschung zu 'Existenzgründung und Frauen' seit den 80er Jahren, um dann zu analysieren, was die Befunde für geschlechtersensible Betrachtungen bedeuten. Abschließend werden aktuelle Fragen zu Wandel der Arbeit, Tätigkeiten und Erwerb behandelt. Fazit: Im Bereich konzeptioneller Überlegungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf besteht noch vielfältiger Entwicklungsbedarf. Forschung sollte daher den größeren Kontext untersuchen. (IAB)
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Literaturhinweis
Zwischen Prekarität und Ausgrenzung: Krisenstrategien von Working poor (2004)
Pelizzari, Alessandro;Zitatform
Pelizzari, Alessandro (2004): Zwischen Prekarität und Ausgrenzung. Krisenstrategien von Working poor. In: Widerspruch. Beiträge zu sozialistischer Politik, Jg. 24, H. 46, S. 43-52.
Abstract
Der Autor geht davon aus, dass in der individualisierten modernen Arbeitsgesellschaft eine uneinheitliche Gruppe der am Arbeitsmarkt Marginalisierten entsteht, die sich in einer Übergangszone zwischen Aufstieg und Abstieg, Integration und Ausgrenzung, Etablierung und Deklassierung befindet. Der Beitrag beschäftigt sich mit der sich in dieser Überganszone stellenden Frage nach dem Zusammenhang zwischen strukturellem Wandel und individuellen Zugriffschancen und Teilnahmevoraussetzungen an den neuen Formen subjektivierter Arbeit anhand der Ergebnisse einer Studie über 'Working poor'. Beschrieben werden der normative Leittypus des 'Arbeitskraftunternehmers' und Erwerbshabitus und milieuspezifische Krisenstrategien von Working poor. Während am Arbeitsmarkt auf der einen Seite der Typus des 'Arbeitskraftunternehmers' an Bedeutung gewinnt, weiten sich gleichzeitig ungeschützte und prekäre Arbeitsverhältnisse aus. Nach Meinung des Autors schließen sich Sozialhilfe und Lohn keineswegs aus. Mit der Sozialhilfe werden vielmehr erst die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Arbeitsverhältnisse zu sehr niedrigen Löhnen, die unter dem Existenzminimum legen, 'zugemutet' werden können. In dieser 'Zone der Verwundbarkeit' sind Integration und Exklusion auf engste verknüpft: Ausgrenzung soll wenn möglich nicht dauerhaft sein, denn nur wenn diese erwartbar temporär bleibt, erzeugt sie 'bei den Ausgeschlossenen nicht lediglich materielle Not und Statusverlust, sondern zugleich die Bereitschaft, die eigenen Forderungen und damit die Bedingungen des Wiedereintritts zu modifizieren'. (IAB)
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Literaturhinweis
Typisch Arbeitskraftunternehmer?: Befunde der empirischen Arbeitsforschung (2004)
Zitatform
Pongratz, Hans J. & G. Günter Voß (Hrsg.) (2004): Typisch Arbeitskraftunternehmer? Befunde der empirischen Arbeitsforschung. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 56), Berlin: Edition Sigma, 306 S.
Abstract
"Werden immer mehr Erwerbstätige zu Unternehmern ihrer eigenen Arbeitskraft? Und in welchen Arbeitsfeldern ist das vor allem der Fall? Die empirisch fundierten Beiträge dieses Bandes untersuchen diese viel diskutierten Fragen in einem breiten Spektrum von Erwerbsarbeit: typische Vorreitergruppen (z.B. Protagonisten der New Economy oder Erwerbstätige mit häufigen Arbeitsplatzwechseln) ebenso wie eher durch Einzelmaßnahmen geprägte Arbeitsbereiche (z.B. in neuen Formen von Teamarbeit oder bei flexibilisierten Arbeitszeitregelungen), aber auch unspezifisch betroffene oder von Prekarisierung bedrohte Erwerbstätige. Gemeinsamer Bezugspunkt aller Aufsätze in diesem Buch ist die Arbeitskraftunternehmer-These der Herausgeber, die pointiert eine neue Qualität der Anforderungen an Selbst-Kontrolle, Selbst-Ökonomisierung und Selbst-Rationalisierung hervorhebt. Zwar fallen - wie die Beiträge illustrieren - die subjektiven Bewältigungsstrategien sehr unterschiedlich aus, doch gleichen sich die Befunde dazu über verschiedene Erwerbsgruppen hinweg. Inkonsistenzen und Widersprüche zeugen von einem komplexen Spannungsverhältnis zwischen Arbeitskrafttypus und Subjektivität." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Selbstständigkeit und wachsender Grenzbereich zwischen selbstständiger und abhängiger Erwerbsarbeit: europäische Trends vor dem Hintergrund sozialpolitischer und arbeitsrechtlicher Entwicklungen (2004)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (2004): Neue Selbstständigkeit und wachsender Grenzbereich zwischen selbstständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. Europäische Trends vor dem Hintergrund sozialpolitischer und arbeitsrechtlicher Entwicklungen. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2004-108), Berlin, 52 S.
Abstract
"Das duale System der Erwerbstätigkeit mit der klaren Unterscheidung zwischen abhängiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit ist historisch gewachsen. In Bezug auf das Arbeitsrecht zeigen sich deutliche Übereinstimmungen in den betrachteten Ländern Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Italien und Schweden: Arbeitsrechtliche Bestimmungen beziehen sich bislang in der Regel ausschließlich auf die abhängig Beschäftigten, während das Zivil- und Handelsrecht für die Selbstständigen eher Markt- als soziale Schutzrechte regelt. Während diese grundlegende Übereinstimmung im Arbeitsrecht augenfällig ist, gibt es, je nach wohlfahrtsstaatlicher Tradition, deutliche Unterschiede in der sozialversicherungsrechtlichen Behandlung von Selbstständigen und abhängig Beschäftigten in den einzelnen Ländern. Aufgezeigt wird, dass sowohl im Arbeitsrecht als auch im Sozialversicherungsrecht die Grenzen zwischen Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung tendenziell fließender werden. In der Praxis nehmen in diesem Grenzbereich Beschäftigungsformen wie die wirtschaftlich abhängige Selbstständigkeit bzw. die Scheinselbstständigkeit auch infolge geänderter Unternehmensstrategien in Form von Outsourcing und Franchising zu. Ebenso gewinnen Formen 'neuer Selbstständigkeit' an Bedeutung. Während der Zugang zur Selbstständigkeit sich in den ersten Dekaden nach dem zweiten Weltkrieg noch deutlicher durch Voraussetzungen wie Human- und Finanzkapital begrenzt wurde, wird das Bild der Selbstständigkeit in den letzten Jahrzehnten insgesamt bunter. In einigen Ländern steigt der Zugang von Alleinselbstständigen, Frauen und Personen mit geringer Kapitalausstattung, die direkt aus der Arbeitslosigkeit kommen. Spezielle Arbeitsmarktprogramme tragen in manchen Ländern dazu bei, dass sich die Erwerbsform Selbstständigkeit diesen neuen Gruppen öffnet. Trotz dieser europaweiten Trends gibt es deutliche Unterschiede in der Art und dem Umfang der Selbstständigkeit. Insbesondere bei der Entwicklung der Sozialversicherung für Selbstständige ist in den einzelnen Ländern eine starke Pfadabhängigkeit bedingt durch wohlfahrtsstaatliche Traditionen zu beobachten. Im Ländervergleich wird vor allem der deutsche konservative Wohlfahrtsstaat, der Selbstständige traditionellerweise nicht in die Systeme der sozialen Sicherung integriert, der neuen Vielfalt und der zunehmenden Schutzbedürftigkeit Selbstständiger nicht gerecht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gründung aus Arbeitslosigkeit: Ergebnisse des Forums 1 (2004)
Wießner, Frank;Zitatform
Wießner, Frank (2004): Gründung aus Arbeitslosigkeit. Ergebnisse des Forums 1. In: J. Lange (Hrsg.) (2004): Klein aber fein - trotzdem pleite? : Finanzierung und Beratung von Kleinstunternehmen (Loccumer Protokolle, 2004,10), S. 119-124.
Abstract
Kleine und kleinste Unternehmen machen den größten Teil der Neugründungen von Unternehmen aus. Oft aus der Not geboren, nicht selten auch als ein Ausweg aus der Arbeitslosigkeit - zur Schaffung des eigenen Arbeitsplatzes gegründet - stellen die 'kleinen und mittleren Betriebe' (KMU) einen erheblichen Anteil der Arbeits- und Ausbildungsplätze der deutschen Volkswirtschaft und erwirtschaften zugleich einen beträchtlichen Teil des Inlandsproduktes. Nicht alle dieser neugegründeten Unternehmen sind auf Vollerwerb in Vollzeittätigkeit ausgerichtet. Oft genug starten die neuen Unternehmerinnen und Unternehmer auch mit dem Ziel des Zuerwerbs oder Nebenerwerbs. Der Beitrag stellt Ergebnisse einer Diskussion vor, die sich mit der 'Gründung aus Arbeitslosigkeit' befasste. Nach einer allgemeinen Einführung aus Sicht der Arbeitsmarktforschung kamen verschiedene Intermediäre aus dem Bereich der Gründungsforschung für Arbeitslose zu Wort sowie ein Vertreter des Sozialamtes Kassel, das in beispielhafte Weise geeigneten Sozialhilfeempfängern zu einer selbständigen Existenz verhilft. (IAB)
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Les "quasi-salariés" en Grèce: un statut atypique et hybride (2003)
Athanassouli, Kyriaki;Zitatform
Athanassouli, Kyriaki (2003): Les "quasi-salariés" en Grèce. Un statut atypique et hybride. In: Formation Emploi H. 81, S. 5-21.
Abstract
"Die beruflichen Eingliederungsprozesse sowie die Stabilisierungsperspektiven der Beschäftigungsituationen von Ingenieuren in Griechenland legen nahe, die spezifischen Formen der Flexibilität und der Organisation des Arbeitsmarktes zu hinterfragen. So können anhand der Auswertung einer Erhebung, die mit allen Diplomingenieuren (mit Diplomabschluss und mehr) der Athener Ingenieur-Hochschule durchgeführt wurde, die spezifischen Beschäftigungsformen hinsichtlich beruflicher Eingliederung sowie beruflicher Mobilität auf dem griechischen Arbeitsmarkt ausgemacht werden. Dabei lässt sich eine hybride Beschäftigungskategorie erkennen, die an der Grenze zwischen Selbständigem und Arbeitnehmer angesiedelt ist. Es handelt sich dabei um einen absolut einzigartigen und spezifischen Status innerhalb der EU." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Freie Lanzenträger mit schwacher Rüstung: "Ich-AGs" und die ideologische Verklärung der Selbstbeschäftigung (2003)
Gesterkamp, Thomas;Zitatform
Gesterkamp, Thomas (2003): Freie Lanzenträger mit schwacher Rüstung. "Ich-AGs" und die ideologische Verklärung der Selbstbeschäftigung. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 54, H. 7, S. 433-439.
Abstract
Der Autor kritisiert die Propagierung der "Ich-AG" als Erwerbsalternative für Arbeitslose, weil das Leitbild der "neuen Selbständigkeit" und "Selbstverantwortung" ideologisch überhöht sei und nicht umstandslos übertragen werden könne von den Arbeitsmärkten für Medien-, IT- und Kulturberufe, wo berufliche Selbständigkeit verbreitet ist, auf andere Tätigkeitsfelder. Der Erfolg von Existenzgründern ist von der Ausstattung mit ökonomischen und sozialen Ressourcen abhängig. Wo diese fehlen, ist die Ausdehnung prekärer Lebens- und Arbeitsbedingungen zu befürchten. (IAB)
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Self-employment in Germany and the UK: labor market regulation, risk-management and gender in comparative perspective (2003)
Zitatform
Gottschall, Karin & Daniela Kroos (2003): Self-employment in Germany and the UK. Labor market regulation, risk-management and gender in comparative perspective. (ZeS-Arbeitspapier 2003/13), Bremen, 26 S.
Abstract
"Within the wide range of new forms of work self-employment seems to be a distinct feature concerning a growing part of the male and female labor force in industry and services in both Germany and the UK. Especially the growth of different forms of solo self-employment is subject to pessimistic as well as optimistic interpretations of the future quality of work and life as well as gender equality. Sound knowledge on the extent and nature of this type of work, however is rare - our comparative analysis therefore seeks to highlight the development of solo self-employment and strategies of risk-management in Germany and the UK. Concentrating on the cultural industries as an emblematic section of the global new economy, it is based on a secondary analysis of national quantitative and qualitative data and on own empirical research. After an introductory summary of the main strands of scientific debate on self-employment, we will first present an overview of volume and structure of solo self-employment growth on the one side, and of social risks tied to this employment status on the other side. We will secondly highlight collective and individual strategies of risk-management from within a regulatory approach. The results of this analysis show that self-employment growth, though a cross-national phenomenon, displays nation specific characteristics if development in time, branch distribution, social risk, and gender are looked at. At the same time new ways of both individual and collective risk-management are emerging. These strategies, however vary in extend and sustainability, indicating an ongoing influence of different national labor market regulations and gender regimes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Ich-AG als Arbeitnehmer (2003)
Zitatform
Greiner, Stefan (2003): Die Ich-AG als Arbeitnehmer. In: Der Betrieb, Jg. 56, H. 19, S. 1058-1063.
Abstract
"Ich-Ag's unterfallen - entgegen ihrer allgemeinen Wahrnehmung als einer neuen Form 'kleiner Selbständigkeit' - vielfach dem arbeits- und steuerrechtlichen Arbeitnehmerbegriff. Die hieraus resultierenden Gefahren für die Ich-AG und ihre Auftraggeber werden im Einzelnen dargestellt. Zugleich zeigt der Beitrag Missbrauchsgefahren auf und thematisiert praktische Probleme der Anerkennung als Ich-AG, insbesondere die Frage nach dem Prüfungsmaßstab bei der Neubewilligung des Existenzgründungszuschusses." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung in der EU: die Umsetzung der europäischen Entsenderichtlinien in deutsches Recht (2003)
Görres, Steffen;Zitatform
Görres, Steffen (2003): Grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung in der EU. Die Umsetzung der europäischen Entsenderichtlinien in deutsches Recht. (Schriften für das gesamte Arbeits- und Sozialrecht 02), Berlin u.a.: BWV Berliner Wissenschafts-Verlag u.a., 418 S.
Abstract
"Das Buch behandelt die grenzüberschreitende Entsendung von Arbeitnehmern innerhalb der Europäischen Union. Dabei steht die Baubranche im Zentrum der Betrachtung, denn in diesem Wirtschaftssektor traten und treten die mit der grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung verbundenen Probleme am stärksten zu Tage. Im ersten Teil erfolgt eine Aufarbeitung des rechtlichen Umfeldes der Arbeitnehmerentsendung in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen. Im zweiten Teil wird die europäische Entsenderichtlinie vorgestellt und insbesondere auf ihre Vereinbarkeit mit europäischem Primärrecht hin geprüft. Der dritte Teil behandelt das deutsche Arbeitnehmer-Entsendegesetz. Hier wird neben der Frage der Europarechtskonformität auch der Vereinbarkeit mit nationalem deutschen Recht nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wer versorgt den Arbeitskraftunternehmer?: Überlegungen zur Entgrenzung von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen (2003)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2003): Wer versorgt den Arbeitskraftunternehmer? Überlegungen zur Entgrenzung von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen. In: K. Schönberger & S. Springer (Hrsg.) (2003): Subjektivierte Arbeit : Mensch, Organisation und Technik in einer entgrenzten Arbeitswelt, S. 164-181.
Abstract
"Die Autorin prüft die Eignung des Arbeitskraftunternehmer-Konzepts als theoretischen Rahmen für eine Untersuchung der Erwerbsbiografien und der Arrangements von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen im Sektor Neue Medien und Kulturindustrie. Neben der Frage nach Grenzverschiebungen zwischen Arbeit und Leben interessiert dabei, ob sich bei der untersuchten Gruppe Tendenzen für einen Wandel von Geschlechterarrangements identifizieren lassen. Zwar weist der Arbeitskraftunternehmer-Ansatz bestimmte Vorzüge auf, die ihn für eine solche Untersuchung geeignet erscheinen lassen. Für eine gendersensible Analyse von selbständigen Tätigkeiten in hochqualifizierten Dienstleistungsberufen schlägt Henninger jedoch vor, den Ansatz zu erweitern. Hierzu werden unter Rückgriff auf das Konzept der Alltäglichen Lebensführung Vorschläge entwickelt." (Autorenreferat, IZ-Doku)
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Der Arbeitskraftunternehmer und seine Frau(en): eine geschlechterkritische Revision des Analysekonzepts (2003)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2003): Der Arbeitskraftunternehmer und seine Frau(en). Eine geschlechterkritische Revision des Analysekonzepts. In: E. Kuhlmann & S. Betzelt (Hrsg.) (2003): Geschlechterverhältnisse im Dienstleistungssektor : Dynamiken, Differenzierungen und neue Horizonte (Schriften des Heidelberger Instituts für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, 06), S. 119-132.
Abstract
In ihrem Beitrag unterzieht die Autorin das Konzept des Arbeitskraftunternehmers von Voß und Pongratz (2001) einer Diskussion aus geschlechterkritischer Perspektive. Dabei wird der theoretische Input für eine empirische Untersuchung der Erwerbsbiografien und Arrangements von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen in den Berufsfeldern Journalismus, Webdesign und Softwareentwicklung untersucht. Den Ausgangspunkt der Analyse bildet die These, wonach das Konzept bestimmte Vorzüge aufweist, die es für eine solche Untersuchung geeignet erscheinen lässt. Ebenso finden sich aber Hinweise darauf, dass der Arbeitskraftunternehmer implizit als männlicher Idealtypus konzipiert ist und die damit verbundenen Geschlechterarrangements unterbelichtet bleiben. Dem gemäß orientieren sich die Ausführungen an den Fragen, ob der idealtypische Arbeitskraftunternehmer eine Arbeitsmonade ist oder in einer Partnerschaft lebt und wenn ja, welche partnerschaftlichen Geschlechterarrangements dabei zu erwarten sind. In einem ersten Schritt wird sodann das Konzept des Arbeitskraftunternehmers dargestellt, das sich durch die Annahme einer Entgrenzung von Arbeit (Erwerbsarbeit, berufliche Weiterbildung, berufsbezogenes Engagement) und Leben (Familie, Freizeit, soziale Bindungen, gesellschaftliches oder politisches Engagement) auszeichnet. Im Anschluss werden Vorschläge für eine Erweiterung dieses Modells präsentiert. Hier wird auf Überlegungen zurückgegriffen, die mit dem Konzept der Alltäglichen Lebensführung oder mit Ansätzen der sozialstrukturell orientierten Lebenslaufforschung arbeiten. Sie gliedern sich in Anstöße für die Analyse (1) selbständiger Arbeit und (2) der Verknüpfung von Arbeit und Leben. In einem dritten, abschließenden Schritt gelangt die Autorin aufgrund der Befunde zu der Annahme, dass sich das von Voß und Pongratz entwickelte Konzept entlang der Frage weiterentwickeln lässt, mit welchen Geschlechterarrangements der Leittypus des Arbeitskraftunternehmers verbunden sein wird. (IZ-Doku)
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Entstandardisierte Erwerbsmuster im europäischen Vergleich: eine empirische Analyse für fünf Länder unter besonderer Berücksichtigung von Deutschland (2003)
Kaiser, Lutz C.;Zitatform
Kaiser, Lutz C. (2003): Entstandardisierte Erwerbsmuster im europäischen Vergleich. Eine empirische Analyse für fünf Länder unter besonderer Berücksichtigung von Deutschland. Bochum, 500 S.
Abstract
Erwerbsarbeit übernimmt in ihrer heutigen Form die Funktion der monetären Teilhabe an gesellschaftlicher Wohlfahrt und der nicht-pekuniären Positionierung innerhalb der gesellschaftlichen Realität. Als Maßstab für die Bewertung dieser Teilhabe und Positionierung kann die individuelle Erwerbschance in Form der Wahrscheinlichkeit der Besetzung einer bestimmten Erwerbsform bzw. der Position des Status Nichterwerbstätigkeit gelten. Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung entstandardisierter Erwerbsmuster theoretisch und empirisch zu erfassen und auf dieser Basis einen Ausblick auf eine sich weiter verändernde Organisation von Erwerbsarbeit zu geben. Im Mittelpunkt steht die Gegenüberstellung standardisierter und entstandardisierter Erwerbsmuster und deren Konsequenzen für die jeweiligen Bezugsgruppen. Auf Basis eines internationalen Vergleichs von Deutschland mit Dänemark, den Niederlanden, Portugal und Großbritannien wird untersucht, wie sich entstandardisierte Erwerbsmuster in den jeweiligen Ländern entwickelt haben, welche Formen von entstandardisierten Erwerbsmustern bzw. welche jeweiligen (empirischen) Größenordnungen sich abzeichnen und wie jene theoretisch erklärt werden können. Außerdem wird untersucht, ob und inwiefern sich unterschiedliche entstandardisierte Erwerbsformen hinsichtlich der Arbeitszufriedenheit zu standardisierten Erwerbsformen unterscheiden, da zumindest für stabile und gesicherte Beschäftigungsverhältnisse eine hohe Arbeitsmotivation nachgewiesen wurde. Insgesamt zeigen die deskriptiven Analysen, dass sich hinter der pauschalen Hypothese der sogenannten Erosion von Normalarbeitsverhältnissen in erster Line ein vermehrtes Erwerbsstreben von Frauen verbirgt. Die Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass in erster Linie Frauen entstandardisierte Erwerbsformen nachfragen anstatt, wie auf Seiten von Männern, standardisierte Erwerbsformen zu besitzen. (IAB)
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigung im Vereinigten Königreich und Deutschland: welche Rolle spielen unterschiedliche institutionelle Kontexte? (2003)
Zitatform
Kim, Anna & Karin Kurz (2003): Prekäre Beschäftigung im Vereinigten Königreich und Deutschland. Welche Rolle spielen unterschiedliche institutionelle Kontexte? In: W. Müller & S. Scherer (Hrsg.) (2003): Mehr Risiken - mehr Ungleichheit? : Abbau von Wohlfahrtsstaat, Flexibilisierung von Arbeit und die Folgen (Mannheimer Jahrbuch für Europäische Sozialforschung, 07), S. 167-197.
Abstract
Der Beitrag vergleicht die Arbeitsmärkte in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland, wobei die Deregulierung in den 1980er- und 1990er-Jahren und die Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse (Teilzeitarbeit, befristete Verträge, Ein-Personen-Selbständigkeit) im Mittelpunkt stehen. Die Unterschiede zwischen den beiden Ländern in Bezug auf Bildungssystem und die Geschlechterdimension des Wohlfahrtsstaates wird dargestellt. Die vergleichende empirische Analyse zeigt, dass prekäre Beschäftigungen auf den ersten Blick sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien überraschend wenig verbreitet zu sein scheinen. Im Jahr 1996 waren lediglich vier Prozent der deutschen und sieben Prozent der britischen Erwerbstätigen von marginaler Teilzeitarbeit betroffen, wobei der Anteil niedrig qualifizierter Frauen dabei hoch ist. Mit neun Prozent ist auch der Anteil befristeter Verträge in beiden Ländern niedrig. Vor allem in Deutschland sind hier auch hoch Qualifizierte betroffen. Hinsichtlich der beruflichen Selbständigkeit unterscheiden sich beide Länder bezüglich der Qualifikation: In Großbritannien sind niedrig Qualifizierte häufiger selbstständig als in Deutschland, wo stärkere Auflagen in Bezug auf Bildung und Berufserfahrung die Ein-Personen-Selbständigkeit einschränken. Aufgrund der institutionellen Besonderheiten in beiden Ländern sind die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung mit jeweils unterschiedlichem Ausmaß an Unsicherheit verbunden. (IAB)
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Die "Ich-AG" - ein neuer Weg aus der Arbeitslosigkeit (2003)
Zitatform
Koch, Susanne & Frank Wießner (2003): Die "Ich-AG" - ein neuer Weg aus der Arbeitslosigkeit. In: Bundesarbeitsblatt H. 3, S. 4-9.
Abstract
Die Autoren stellen das neue Förderungsinstrument der "Ich-AG" bzw. "Familien-AG" vor, das als Existenzgründungszuschuss seit dem 1. Januar 2003 fester Bestandteil des Instrumentariums der aktiven Arbeitsmarktpolitik ist. Sie erläutern Modellrechnungen zum Vergleich bestehender Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für vormals arbeitslose Existenzgründer (Überbrückungsgeld) mit dem neuen Angebot. (IAB)
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Ich-AG oder Überbrückungsgeld?: Wer die Wahl hat, hat die Qual (2003)
Zitatform
Koch, Susanne & Frank Wießner (2003): Ich-AG oder Überbrückungsgeld?: Wer die Wahl hat, hat die Qual. (IAB-Kurzbericht 02/2003), Nürnberg, 6 S.
Abstract
Mit der Ich-AG wurde am 1. Januar 2003 neben dem Überbrückungsgeld ein zweites Förderinstrument für Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit eingeführt. In dem Beitrag werden die beiden Instrumente in Beispielrechnungen verglichen. Es wird festgestellt, dass auch die Neuregelung ihre Tücken hat. Sie lohnt sich vor allem für Existenzgründer mit geringem Arbeitslosengeldanspruch, weil auch deren Überbrückungsgeld entsprechend niedrig wäre - also für Geringqualifizierte oder vor der Arbeitslosigkeit Teilzeitbeschäftigte. Übersteigt das Arbeitseinkommen des neugegründeten Unternehmens schon im ersten Jahr 25000 Euro, ist das Überbrückungsgeld aber oft die bessere Alternative. Welchen Beitrag das neue Instrument zur Schaffung zusätzlicher Beschäftigung leisten kann, ist noch nicht abzusehen. (IAB)
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Literaturhinweis
Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit (2003)
Kossens, Michael;Zitatform
Kossens, Michael (2003): Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 2, S. 21-23.
Abstract
Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die zentralen Inhalte des Zweiten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, das mit Ausnahme der Regelungen über die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (Geltung ab 1.4.2003) zum 1.1.2003 in Kraft trat. Selten ist ein Gesetzentwurf im Vermittlungsausschuss so grundlegend verändert worden. Die von der Hartz-Kommission vorgeschlagene "Ich-AG" findet sich nur noch als Zuschussregelung im SGB III wieder. Und schließlich wurde neben der eigentlich nicht geplanten Aufhebung von § 7 Abs. 4 SGB IV (Scheinselbständigkeit) eine Neugestaltung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse und des Niedriglohnsektors bis 800 Euro vorgenommen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Die Vorgeschichte der "Ich-AG": Prekäre Arbeit im Reinigungsgewerbe (2003)
Mayer-Ahuja, Nicole;Zitatform
Mayer-Ahuja, Nicole (2003): Die Vorgeschichte der "Ich-AG": Prekäre Arbeit im Reinigungsgewerbe. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 10, S. 604-609.
Abstract
"Das Reinigungsgewerbe ist in vieler Hinsicht typisch für den gering qualifizierten Dienstleistungssektor, dessen gezielte Ausweitung laut Befürwortern der 'Niedriglohnstrategie' die Massenarbeitslosigkeit reduzieren soll. In dem Beitrag wird argumentiert, dass zwischen 1973 und 1998 keine nennenswerte Schaffung zusätzlicher Stellen nachzuweisen ist. Vielmehr fand eine Verlagerung von Arbeitsplätzen aus dem öffentlichen Dienst in private Reinigungsfirmen und schließlich in Privathaushalte statt, was mit einem Übergang von sozialversicherter Voll- und Teilzeitarbeit zu 'geringfügiger' Beschäftigung einherging. Diese magere Bilanz ist umso bemerkenswerter, als die Arbeitsverhältnisse von Reinigungsfrauen (wie vielfach gefordert) immer kostengünstiger, rechtlich flexibler und kurzfristiger wurden bzw. immer weiter hinter den materiellen, rechtlichen und betrieblichen Integrationsstandards zurückblieben, die (spätestens seit Ende der 1950er Jahre) durch das bundesdeutsche 'Normalarbeitsverhältnis' gesetzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Freie Mitarbeit und Mini-Jobs nach der Hartz-Reform (2003)
Reiserer, Kerstin; Freckmann, Anke;Zitatform
Reiserer, Kerstin & Anke Freckmann (2003): Freie Mitarbeit und Mini-Jobs nach der Hartz-Reform. (Aktuelles Recht für die Praxis), München: Beck, 200 S.
Abstract
Zum Jahreswechsel 2002/2003 hat der Bundestag das Erste und Zweite Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ('Hartz-Gesetze') beschlossen. Für den Bereich der freien Mitarbeit bzw. der Scheinselbständigkeit ist dies das dritte Reformwerk seit 1999. U.a. wurden zum 1.1.2003 die bisherigen Kriterien für Scheinselbständige beseitigt und mit der 'Ich-AG' ein neues Instrument zur Förderung der Selbständigkeit eingeführt. Auch die geringfügige Beschäftigung hat zum 1.4.2003 grundlegende Änderungen erfahren. Der Anwendungsbereich der 'Mini-Jobs' wurde erweitert durch die Erhöhung der Geringfügigkeitsgrenze auf EURO 400.-, die Einführung einer so genannten Gleitzone bis EURO 800.- sowie Sonderregelungen für Tätigkeiten im Privathaushalt. Ferner ist es seit dem 1.4.2003 wieder möglich, einen versicherungsfreien Minijob neben der Hauptbeschäftigung auszuüben. Aus der Sicht der anwaltlichen Praxis wird ein Überblick über die gesetzliche Neuregelung beider Komplexe unter Beachtung der arbeitsrechtlichen, sozialversicherungsrechtlichen und steuerrechtlichen Besonderheiten gegeben. Zahlreiche Übersichten, Checklisten und Beispiele veranschaulichen die Wirkungsweise der einzelnen Normen im Zusammenspiel. (IAB)
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Scheinselbständigkeit, geringfügige Beschäftigung und "Gleitzone" nach dem zweiten Hartz-Gesetz (2003)
Rolfs, Christian;Zitatform
Rolfs, Christian (2003): Scheinselbständigkeit, geringfügige Beschäftigung und "Gleitzone" nach dem zweiten Hartz-Gesetz. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 20, H. 2, S. 65-72.
Abstract
"Bei den Beratungen des Vermittlungsausschusses über den zustimmungspflichtigen Teil der Hartz-Reform haben die unionsgeführten Länder die Aufhebung der Vermutungsregeln bei so genannter Scheinselbständigkeit, eine Ausweitung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse und die Einführung einer neuen Gleitzone für Arbeitnehmer mit geringerem Einkommen durchgesetzt. Die neuen Vorschriften sind teilweise bereits zum Jahresbeginn in Kraft getreten, im Übrigen gelten sie ab 1.4.2003. Der Autor gibt einen Überblick." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Atypisch beschäftigt - typisch für die Zukunft der Arbeit?: Forschungsprojekt (2003)
Schönbauer, Ulrich; Laburda, Angelika S.;Zitatform
Schönbauer, Ulrich & Angelika S. Laburda (2003): Atypisch beschäftigt - typisch für die Zukunft der Arbeit? Forschungsprojekt. Wien, 71 S.
Abstract
"Die Arbeit ist eine Analyse atypischer Beschäftigung am Beispiel der Freien DienstnehmerInnen und WerkvertragsnehmerInnen (Neue Selbständige) auf der Basis einer Befragung von Betroffenen, die eine FLEXPOWER-Beratung in Anspruch nahmen. Anlass dafür ist die europaweite Zurückdrängung des Normalarbeitsverhältnisses - ein Trend, der auch in Österreich feststellbar ist: Den Statistiken des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger und der Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft zufolge sind Freie Dienstverträge seit Anfang 1998 um 150 Prozent angestiegen, und die Anzahl der Neuen Selbständigen hat sich seit Ende 1998 sogar fast vervierfacht, was zum Teil allerdings auch auf wechselnde Berechnungsgrundlagen zurückzuführen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Das Ende der Scheinselbständigkeit? (2003)
Sommer, Thomas;Zitatform
Sommer, Thomas (2003): Das Ende der Scheinselbständigkeit? In: Neue Zeitschrift für Sozialrecht, Jg. 12, H. 4, S. 169-224.
Abstract
"Wer im Sozialversicherungsrecht arbeitet, der ist in der Regel von gesetzlichen Änderungen nicht zu überraschen. Die Neufassung des § 7 Abs. 4 SGB IV durch Art. 2 Nr. 2 des 'zweiten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' verdient hingegen doch eine gewisse Aufmerksamkeit. Erst durch Art. 3 des 'Gesetzes zu Korrekturen in der Sozialversicherung und zur Sicherung der Arbeitnehmerrechte' vom 19.12.1998 eingeführt, wurde die Norm nur ein Jahr später schon mit dem 'Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit' modifiziert, um nun erneut eine tiefgreifende Änderung zu erfahren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Selbständige in der Informationsgesellschaft (2003)
Vanselow, Achim;Zitatform
Vanselow, Achim (2003): Neue Selbständige in der Informationsgesellschaft. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2003-06), Gelsenkirchen, 93 S.
Abstract
"In den vergangenen Jahren haben sich neue Formen der selbständigen Erwerbstätigkeit herausgebildet, die weder dem klassischen Arbeitnehmerverhältnis noch der traditionellen Selbständigkeit entsprechen. Diese 'neuen Selbständigen' gibt es in allen Wirtschaftsbereichen, doch gerade in den wissensintensiven Branchen wird ihnen oft eine Vorreiterrolle für die künftige Arbeitswelt zugesprochen. Im Rahmen eines umsetzungsorientierten Kooperationsprojektes mit dem DGB-Bildungswerk NRW e.V. sollte überprüft werden, welche Erfahrungen neue Selbständige in ihrem Arbeitsalltag sammeln, auf welche Barrieren sie stoßen und wo sie ggf. Unterstützung wünschen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Selbständige - zurück in der alten Welt?: Beobachtungen zur Situation von "E-Lancern" (2003)
Vanselow, Achim;Zitatform
Vanselow, Achim (2003): Neue Selbständige - zurück in der alten Welt? Beobachtungen zur Situation von "E-Lancern". (IAT-Report 2003-02), Gelsenkirchen, 8 S.
Abstract
"In der Debatte über die Frage, wie wir künftig arbeiten werden, spielen selbständige Arbeitsformen eine prominente Rolle. Es lässt sich eine zunehmende Entgrenzung von Erwerbsformen beobachten, d.h. neue Formen selbständiger Arbeit, die weder dem klassischen Arbeitnehmer-verhältnis noch der traditionellen Selbständigkeit entsprechen. Insbesondere den Einzel- und Kleinstunternehmen in der Informationswirtschaft wurde bis vor kurzem eine Vorreiterrolle zugeschrieben. Der Versuch, die Betroffenen durch ein Gesetz gegen 'Scheinselbständigkeit' zu schützen, dürfte eher ihre wirtschaftliche Betätigung behindert als ihre Arbeitsbedingungen verbessert haben. Vor diesem Hintergrund führten das Institut Arbeit und Technik (IAT) und das DGB-Bildungswerk NRW e. V. zwischen 1999 und Ende 2000 das Projekt 'Neue Selbständige in der Informationsgesellschaft' durch. Ziel war es, näheren Aufschluss über die tatsächliche Lebens- und Arbeitssituation von 'neuen Selbständigen' in diesem Wirtschaftsbereich zu erhalten. 205 Selbständige beteiligten sich an einer Online-Befragung. Die Ergebnisse wurden durch über 40 Interviews vertieft. Es zeigt sich, dass die vor kurzem noch dringend gesuchten IT-Fachleute angesichts der Krise der Branche mit Arbeitsplatzabbau und Zukunftsangst konfrontiert sind. Betroffen sind auch zahlreiche Einzel- und Kleinstunternehmen. Selbst während des Booms zählten diese "neuen Selbständigen" nicht unterschiedslos zu den Gewinnern des Wandels in der Arbeitswelt. Der Weg in die Selbständigkeit verläuft für einige erfolgreich, andere stehen hinsichtlich Einkommen und sozialer Sicherung am Rande der Prekarität. Ein Teil der neuen Selbständigen braucht - und wünscht - neue Unterstützungsformen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Selbstständige in Betrieben - gestresst, erholungsunfähig, aber zufrieden (2003)
Zitatform
(2003): Neue Selbstständige in Betrieben - gestresst, erholungsunfähig, aber zufrieden. In: Arbeit & Ökologie Briefe H. 3, S. 33-34.
Abstract
"Durch neue Formen der Arbeitsorganisation arbeiten immer mehr Beschäftigte vor allem im IT-Bereich wie Selbständige. Dafür wurde die schicke Bezeichnung 'Intrapreneure' erfunden. Flexibel und selbstorganisiert, allzeit bereit, erledigen sie ihre Arbeit und ruinieren dabei ihre Gesundheit. Das erhöhte Gesundheitsrisiko dieser Arbeitsform geht paradoxerweise mit erhöhter Arbeitszufriedenheit einher." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Soloselbständige Frauen in Deutschland: Entwicklung, wirtschaftliche Orientierung und Ressourcen (2002)
Fehrenbach, Silke;Zitatform
Fehrenbach, Silke (2002): Soloselbständige Frauen in Deutschland. Entwicklung, wirtschaftliche Orientierung und Ressourcen. Mannheim, 23 S.
Abstract
Das Papier ist ein Teil des Projektes "Gründerinnen in Deutschland" und beschäftigt sich mit der Entwicklung allein arbeitender Frauen bzw. Solo-Selbständigen. Das Selbständigenwachstum unter Frauen ist in den letzten Jahren vor allem auf die gestiegene Zahl der Alleinarbeitenden zurückzuführen. 59 % aller selbständigen Frauen arbeiten heute alleine. Beim Tätigkeitsprofil soloselbständiger Frauen handelt es sich meist um Dienste mit ausdrücklich personenbezogenen Leistungen. In jüngster Zeit lassen sich jedoch Änderungen in der wirtschaftlichen Orientierung beobachten: Neugründungen von Frauen rücken vermehrt in wirtschaftsnahe und professionelle Dienste vor. Der Anteil der Hochqualifizierten unter soloselbständigen Frauen ist genauso hoch wie unter Männern. Die Arbeitszeit und auch das Einkommen soloselbständiger Frauen sind jedoch geringer als die von Männern. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmer als Unternehmer?: Herausforderungen für Gewerkschaften und berufliche Bildung (2002)
Kuda, Eva; Strauß, Jürgen;Zitatform
Kuda, Eva & Jürgen Strauß (Hrsg.) (2002): Arbeitnehmer als Unternehmer? Herausforderungen für Gewerkschaften und berufliche Bildung. Hamburg: VSA-Verlag, 175 S.
Abstract
"Die Autorinnen und Autoren diskutieren, ob in der Folge des Wandels der Arbeitswelt aus Arbeitnehmern zunehmend Unternehmer werden und welche Folgen die Veränderungen des Arbeitslebens für Gewerkschaften und die berufliche Bildung haben. Das Konzept 'Arbeitskraftunternehmer' stellt eine häufig aufgegriffene Interpretationsfigur für neuere Entwicklungen von Arbeit und Persönlichkeit dar. Doch welche Prozesse verbergen sich hinter den Begriffen wie 'unternehmerisches Handeln' und 'Arbeitskraftunternehmer'? Führen die gegenwärtigen Umbrüche in der Arbeitsorganisation nur zu einer unternehmerischen Kultur der neuen Selbständigkeit, oder kommen durch veränderte betriebliche Kostenökonomie auch neue Belastungen auf die ArbeitnehmerInnen und ihre Qualifikationsanforderungen zu?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger (2002)
Mosberger, Brigitte; Steiner, Karin;Zitatform
Mosberger, Brigitte & Karin Steiner (2002): Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger. (AMS-Info 50), S. 1-4.
Abstract
Eine qualitative Befragung von "Neuen Selbständigen" in Österreich (Dezember 2000 - November 2001) erbrachte folgende Befunde: Neue Selbständigkeit ist das Resultat verschiedener Effekte auf unterschiedlichen Ebenen: Neben makroökonomischem Strukturwandel sind auf der Mesoebene Veränderungen von Organisationsstrukturen und Integrationssystemen zu nennen. Auf der Mikroebene ist die Suche Erwerbstätiger nach Möglichkeiten für alternative Lebensentwürfe ins Treffen zu führen. Aus diesem Grund steht Neue Selbständigkeit vor allem auch für den Versuch der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie für Selbstverwirklichung. Neue Selbständige sind keine EinzelkämpferInnen, die unter sozialer Isolation leiden, sondern sie sind zumeist in ein lokal zentriertes, soziales Netzwerk eingebunden. Diesen sozialen Kontakten kommt nicht nur bei der Akquisition eine Schlüsselfunktion zu, sondern auch bei der Durchführung diverser Projekte. Trotz aller Heterogenität ist Neue Selbständigkeit Vorbotin einer veränderten Arbeitskultur, die von Kurzlebigkeit, Unsicherheit und hohen Risken geprägt wird. Sie verlangt den Betroffenen ein Höchstmaß an Flexibilität und Einsatz (Zeit, Weiterbildung etc.) ab, bietet dafür aber zumindest einigen der Betroffenen die Chance größerer individueller Selbstverwirklichung. Der Freizeitbereich der Lebensführung verschmilzt jedoch nicht selten mit dem Arbeitsbereich, was bisweilen in einer Verlängerung der Arbeitszeit resultiert und für einige Befragte einen Streßfaktor darstellt. Neue Selbständigkeit entspricht also nicht immer einer Ökonomie der Selbstverwirklichung, sondern ebensooft einer Ökonomie der Not. Formen von Prekarität sind vor allem bei niedrigqualifizierten Selbständigen und Selbständigen, die in einem ausgeprägten Abhängigkeitsverhältnis stehen, zu finden. Deren Absicherung bedarf in Zukunft noch einiger Überlegungen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Unternehmerisches Agieren oder Flexibles Reagieren: Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger in Österreich (2002)
Mosberger, Brigitte; Steiner, Klaus;Zitatform
Mosberger, Brigitte & Klaus Steiner (2002): Unternehmerisches Agieren oder Flexibles Reagieren. Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger in Österreich. (AMS report 32), Wien: Hofstätter, 83 S.
Abstract
"Von Dezember 2000 bis November 2001 führte das Forschungsinstitut abif (Analyse, Beratung und Interdisziplinäre Forschung) im Auftrag der Bundesgeschäftsstelle des AMS Österreich das Projekt 'Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger' durch. In der Studie ging es weniger um eine quantitative Einschätzung des Phänomens der Neuen Selbständigkeit, sondern primär um die qualitative Beschreibung der beruflichen Situation bzw. der Erwerbsrealität aus der Sicht der Betroffenen. Aus diesem Grund wurden im Raum Wien, in Klagenfurt bzw. St.Veit/Glan und in Steyr 30 qualitative Interviews mit Neuen Selbständigen sowie Ein-Personen-UnternehmerInnen durchgeführt und ausgewertet. Die Kapitel 2 bis 10 beschäftigen sich mit einer Analyse hauptsächlich deutschsprachiger Literatur zum Thema. Vorab geht es darin um Begriffsklärung und Rechtsstatus Neuer Selbständigkeit, wobei Differenzen und Paradoxa bei rechtlichen Grundlagen und in der Erwerbsrealität aufgezeigt werden. Nach einer kurzen Darstellung der demographischen Merkmale Selbständiger werden arbeitsweltbedingte und arbeitsweltfremde Gründe beruflicher Mobilität - getrennt nach Makro-, Meso- und Mikroebene - im Kapitel 5 eingehend analysiert. Danach beschäftigt sich der theoretische Teil der Studie u.a. mit sozialen und sozialpsychologischen Aspekten beruflicher Selbständigkeit, Motiven sowie Schwellen- bzw. Übergangsproblemen für die Selbständigkeit. In den Kapiteln 11 und 12 werden die Stellungnahmen des AMS, des ÖGB und der AK Wien zum Phänomen der Neuen Selbständigen analysiert sowie die derzeitigen Angebote für Neue Selbständige im Überblick dargestellt. Kapitel 13 ist den empirischen Ergebnissen gewidmet, wobei besonderes Augenmerk auf die soziale und finanzielle Situation der Betroffenen, deren Gründungsmotive, Erwerbsbiographien und Qualifikationsniveau gelegt wird. Trotz der Heterogenität der Befragten wird abschließend der Versuch einer Typologie Neuer Selbständiger unternommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Versuch, neue Selbständigkeit und Scheinselbständigkeit sozialstaatlich zu regulieren (2001)
Bieback, Karl-Jürgen;Zitatform
Bieback, Karl-Jürgen (2001): Der Versuch, neue Selbständigkeit und Scheinselbständigkeit sozialstaatlich zu regulieren. In: Kritische Justiz, Jg. 34, H. 1, S. 29-45.
Abstract
"Über den möglichen Schutz von Personen, die formal selbständig sind, tatsächlich aber abhängige Arbeit leisten (Scheinselbständige), ist in den vergangenen Jahren heftig diskutiert worden. Der Autor stellt die neue gesetzliche Regelung zum Schutz der Scheinselbständigen dar. Obwohl er sie grundsätzlich für richtig hält, verweist er aber darauf, daß sie zu zögerlich ist und vor allem im Sozialversicherungsrecht keine ausreichenden Sicherungsformen vorsieht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Scheinselbständigkeit als neuer Erwerbstyp bzw. neue Unternehmensform?: theoretische und empirische Befunde aus der IAB-Scheinselbständigenstudie (2001)
Zitatform
Dietrich, Hans (2001): Scheinselbständigkeit als neuer Erwerbstyp bzw. neue Unternehmensform? Theoretische und empirische Befunde aus der IAB-Scheinselbständigenstudie. In: J. Merz (Hrsg.) (2001): Existenzgründung 2 : Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen (Schriften des Forschungsinstituts Freie Berufe, 12), S. 135-153.
Abstract
"Eine Existenzgründung kann durchaus im Spannungsfeld zwischen Selbständigkeit und abhängiger Beschäftigung angesiedelt sein. Der Beitrag behandelt daher das in der aktuellen Wirtschafts- und Sozialpolitik besonders diskutierte Problem der Scheinselbständigkeit. Der Frage einer Selbständigkeit als neue Unternehmensform oder neuem Erwerbstyp wird mit theoretischen und empirischen Befunden anhand der aktuellen IAB-Scheinselbständigenstudie nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Alleindienstleister im Berufsfeld Kultur: Versuch einer erwerbssoziologischen Konzeptualisierung (2001)
Zitatform
Gottschall, Karin & Sigrid Betzelt (2001): Alleindienstleister im Berufsfeld Kultur. Versuch einer erwerbssoziologischen Konzeptualisierung. (ZeS-Arbeitspapier 2001/18), Bremen, 23 S.
Abstract
"Die Kulturberufe gehören zu den seit Jahren expandierenden Wissensberufen und nehmen im bundesdeutschen Erwerbssystem in verschiedener Hinsicht eine Sonderstellung ein. So werden sie häufig in der Form des 'Alleindienstleisters' ausgeübt und weisen hohe Frauenanteile und Akademisierungsgrade auf. Von daher sind sie für die Frage nach 'zukunftsfähigen' Formen von Erwerbsarbeit für beide Geschlechter besonders interessant. Das Papier stellt zunächst in erwerbssoziologischer Perspektive Charakteristika der Kulturberufe in Abgrenzung zu den beiden dominanten Erwerbstypen - den 'klassischen' Professionen und dem 'verberuflichten Arbeitnehmer' - wie auch zu den traditionell feminisierten sog. Semi-Professionen dar. Gefragt wird weiter nach theoretischen Erklärungsansätzen für diesen vergleichsweise jungen Erwerbstypus. Dabei erscheint weniger die Professionstheorie als vielmehr das arbeitssoziologische Konzept des "Arbeitskraftunternehmers" weiterführend, insofern es in subjektorientierter Perspektive Grenzverschiebungen zwischen Arbeit und Leben Rechnung trägt. In einem weiteren Schritt werden erste empirische Ergebnisse zur sozialstrukturellen Verfassung der Kulturberufe präsentiert, die ambivalente Deutungen nahe legen. So scheint einerseits Erwerbsarbeit in den Kulturberufen weniger durch Geschlechterstereotype geprägt zu sein als in den erwähnten anderen Erwerbstypen. Andererseits jedoch deuten die zu vermutenden Arrangements von Arbeit und Leben nicht unbedingt auf egalitäre Muster hin. Abschließend wird weiterer Forschungsbedarf thematisiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmärkte für Künstler und Publizisten: Modelle der künftigen Arbeitswelt? (2001)
Haak, Carroll; Schmid, Günther;Zitatform
Haak, Carroll & Günther Schmid (2001): Arbeitsmärkte für Künstler und Publizisten. Modelle der künftigen Arbeitswelt? In: Leviathan H. 2, S. 156-178.
Abstract
In dem Essay wird die Frage analysiert, in welchem Ausmaß Arbeitsmärkte für Künstler und Publizisten Charakteristika zeigen, die künftige Veränderungen des Arbeitsmarktes im Kern vorwegnehmen und inwieweit sich in diesem Segment Problemlösungen andeuten, die zukunftsweisend sind. Es wird vermutet, dass in Zukunft in anderen Tätigkeitsbereichen ähnliche Probleme auftreten. Die AutorInnen betrachten zunächst den Teilarbeitsmarkt für Künstler und Publizisten. 1995 standen nur 45 Prozent von ihnen in einem Normalarbeitsverhältnis. Anschließend wird auf die Strategien des Risikomanagements im Umgang mit einer wirtschaftlich prekären Situation eingegangen und es wird ein Blick auf die künftige Arbeitswelt geworfen. Der Beitrag schließt mit Folgerungen für die Arbeitsmarktpolitik. Dabei geht es um institutionelle Arrangements, die die wachsenden Unsicherheiten und Risiken in den Beschäftigungsverhältnissen ausgleichen. Lösungen werden im Konzept der Übergangsarbeitsmärkte gesehen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Existenzgründung 2: Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen (2001)
Merz, Joachim;Zitatform
Merz, Joachim (Hrsg.) (2001): Existenzgründung 2. Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen. (Schriften des Forschungsinstituts Freie Berufe 12), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 232 S.
Abstract
"Der Band konzentriert sich auf die Erfolgsfaktoren, die sich aus der Praxis mit empirischen Studien als besonders wichtig herausgestellt haben, sowie die politischen Rahmenbedingungen und Förderungen zur Existenzgründung. Die Themen sind: neue freiberufliche Dienstleistungen, die Bedeutung der Kommunikation für Existenzgründung und Selbständigkeit, das Image der Selbständigkeit, Wertorientierungen und Gründerpotential. Empirisch fundierte Studien befassen sich mit schnell wachsenden Unternehmen, der Frage nach den Erfolgsfaktoren frühzeitiger Internationalisierung von High-Tech-Unternehmensgründungen, Unternehmensgründungen im Landkreis Lüneburg, den Bedingungen erfolgreicher Existenzgründungen auf der Basis einer Längsschnittuntersuchung, der Scheinselbständigkeit als neue "Unternehmensform" und der Existenzgründung verbunden mit der beruflichen Weiterbildung. Die auf eine Existenzgründung ausgerichtete Mittelstandspolitik am Beispiel Niedersachsens wird eingebettet in die wirtschaftliche Weiterentwicklung Norddeutschlands. Schließlich wird die Unternehmensgründung unter dem Blickpunkt der empirischen Bedeutung, der politischen Gestaltung und der Förderung behandelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vom Normalarbeitsverhältnis zum Arbeitskraftunternehmer: Telearbeit im Kontext sich wandelnder Arbeitsformen (2001)
Nökel, Friederike;Zitatform
Nökel, Friederike (2001): Vom Normalarbeitsverhältnis zum Arbeitskraftunternehmer. Telearbeit im Kontext sich wandelnder Arbeitsformen. Freiburg, 277 S.
Abstract
"Was unterscheidet die Erwerbsarbeit des 20. Jahrhunderts von der Erwerbsarbeit des 21. Jahrhunderts und welche Rolle wird die Telearbeit dabei spielen? Um dieser Frage nachzugehen, wird Arbeit im 2. Kapitel aus historischer, wirtschaftlicher und sozialer Perspektive dargestellt. Das 3. Kapitel stellt die Prototypen für den Einsatz von Arbeitskraft dar. Die beiden Pole bilden hier der verberuflichte Arbeitnehmer und der Arbeitskraftunternehmer. Die These ist, dass der verberuflichte Arbeitnehmer an Bedeutung verliert, während die Bedeutung des Arbeitskraftunternehmers zunimmt. Im 4. Kapitel werden das Normalarbeitsverhältnis, die Normalarbeitszeit und die Normalbiografie, die das Leben des verberuflichten Arbeitnehmers kennzeichnen, ausführlich dargestellt. Dabei werden verschiedene Definitionen des Normalarbeitsverhältnisses verglichen. Als Ergebnis wird eine eigene Definition kondensiert, die als Basis für die weitere Diskussion des Normalarbeitsverhältnisses in dieser Arbeit dient. Das 5. Kapitel geht den Gründen für die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses nach, wobei die Gründe in Veränderungen der Arbeitswelt sowie Veränderungen in den Werthaltungen der Individuen unterschieden werden. Diese Unterscheidung stellt allerdings lediglich eine grobe Unterteilung dar, da die Veränderungen der Arbeitswelt und die Veränderungen in den Werthaltungen der Individuen eng zusammenhängen und Veränderungen nicht in jedem Fall eindeutig einer der beiden Gruppen zugeordnet werden können. Das 6. Kapitel beschreibt zunächst ausführlich die vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Arbeitsformen. In einem zweiten Schritt werden dann die Form und das Ausmaß der Abweichungen dieser Arbeitsformen vom Normalarbeitsverhältnis dargestellt. Auch eine kurze Beschreibung der internationalen Bedeutung der vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Arbeitsformen ist Bestandteil des 6. Kapitels. Die Konsequenzen der Erosion des Normalarbeitsverhältnisses für die Lebensführung und Lebensorganisation der Beschäftigten sind Gegenstand des 7. Kapitels. Im 8. Kapitel geht es um die Bedeutung von Dienstleistungen für die Arbeitsgesellschaft. Dabei werden verschiedenen Formen von Dienstleistungen unterschieden und Perspektiven für die Beschäftigung im Dienstleistungssektor aufgezeigt. Das 9. Kapitel befasst sich ausführlich mit der Telearbeit und ihren verschiedenen Ausprägungen. Im 10. Kapitel wird die Telearbeit mit den zuvor erarbeiteten Kriterien des Normalarbeitsverhältnisses kontrastiert, während das 11. Kapitel nach der Relevanz vom Normalarbeitsverhältnis abweichender Arbeitsformen für Telearbeit fragt. Das 12. Kapitel widmet sich den Dimensionen von Telearbeit aus der Perspektive verschiedener Gruppen, um zu klären, wo Risiken und Chancen dieser neuen Arbeitsform liegen. Im 13. Kapitel schließlich werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Arbeit in der Informations- und Wissensgesellschaft gewagt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirtschaftsbürger oder Marktopfer?: neue Beschäftigungsverhältnisse - ein Risiko für Gesellschaft, Recht und Ethik? (2001)
Reichold, Hermann; Müller, Winfried; Hengsbach, Friedhelm; Würgler, Hans; Löhr, Albert; Löhr, Albert; Walwei, Ulrich ; Deiseroth, Dieter; Ott, Ursula; Hanau, Peter; Rüthers, Bernd; Blickle, Gerhard ; Stindt, Heinrich Meinhard; Wollert, Artur; Thurn, Valentin; Dostal, Werner; Voß, G. Günter;Zitatform
Reichold, Hermann, Albert Löhr & Gerhard Blickle (Hrsg.) (2001): Wirtschaftsbürger oder Marktopfer? Neue Beschäftigungsverhältnisse - ein Risiko für Gesellschaft, Recht und Ethik? (DNWE-Schriftenreihe 08), München u.a.: Hampp, 242 S.
Abstract
In einer interdisziplinären Bestandsaufnahme werden praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Reflexionen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengeführt, um ein wenig Licht in das mystische Dunkel um die neuen Beschäftigungsverhältnisse zu bringen. Dabei sollten vor allem konkrete Handlungsperspektiven deutlich werden. Inwiefern muß die Wissenschaft, insbesondere das Arbeitsrecht, überkommene Begriffssysteme transformieren? Welche Lösungsansätze für das neue Beschäftigungsproblem gibt es in der Praxis bereits? Wie sind diese Bemühungen ethisch zu bewerten? In den Beiträgen wird das Problemfeld aus arbeitsrechtlicher, sozial- und wirtschaftsethischer, arbeitssoziologischer und managementtheoretischer Sicht debattiert. Der Band hat drei Themenbereiche der Transformation arbeitsrechtlicher Strukturen herausgegriffen: (1) Wie sind die neuen Selbständigen ("Arbeitskraftunternehmer") zu bewerten? (2) Was bedeutet die neue Zivilcourage am Arbeitsplatz ("Whistleblowing")? (3) Wie geht die Gesellschaft mit den Verlierern ("wettbewerbsschwachen Arbeitnehmern") um? (IAB2)
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Literaturhinweis
Soziale Absicherung neuer Selbständiger (2000)
Bieback, Karl-Jürgen;Zitatform
Bieback, Karl-Jürgen (2000): Soziale Absicherung neuer Selbständiger. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 810-817.
Abstract
"Der Unterschied zwischen geschützter abhängiger Arbeit einerseits und ungeschützter selbständiger Tätigkeit andererseits ist so stark, dass der Anreiz, abhängige Beschäftigung in "neue Selbständigkeit" umzuwandeln, groß ist. Deshalb und um der sozialen Schutzbedürftigkeit vieler "neuer Selbständiger" Rechnung zu tragen, muss diese Gefälle im sozialen Schutz beseitigt und müssen die "neuen Selbständigen" in die Schutzsysteme einbezogen werden. Im Zivil- und Arbeitsrecht bietet sich hier eine Ausdehnung des Status der "arbeitnehmerähnlichen Person" und eine Stärkung des sozialen Schutzes abhängiger Selbständiger an. Im Sozialrecht muss dies dazu führen, für die "neuen Selbständigen" eigene Sicherungsformen im allgemeinen Sozialversicherungssystem zu entwickeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Selbständigkeit und Entrepreneurship: moderne Vokabeln und damit verbundene Hoffnungen und Irrtümer (2000)
Zitatform
Bögenhold, Dieter & René Leicht (2000): Neue Selbständigkeit und Entrepreneurship. Moderne Vokabeln und damit verbundene Hoffnungen und Irrtümer. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 779-787.
Abstract
"Der Beitrag setzt sich theoretisch und empirisch mit dem Gründungsgeschehen in Deutschland und den damit verbundenen Erwartungen auseinander. Aus Fakten zur Entwicklung beruflicher Selbständigkeit sowie zum Stellenwert kleiner und mittlerer Unternehmen und deren Arbeitsmarkteffekte schließen die Autoren, dass der neuerliche Gründerboom in Deutschland überwiegend durch einen Anstieg von Mikrofirmen und Solo-Selbständigen ausgelöst wird. Was verbirgt sich hinter diesem Trend? Entsteht hier bei zunehmender Flexibilisierung von Unternehmensorganisation und Beschäftigung ein modernes Tagelöhnertum? Oder verweist die Entwicklung auf ein neues Erwerbsverhalten von Personen, die ihre Arbeitskraft mit dem Versuch größtmöglicher Selbstbestimmung vermarkten? Sind diese Befunde gar im Zusammenhang mit Tendenzen in Richtung einer New Economy zu interpretieren? Aus den nüchternen Daten lassen sich nur erste Einschätzungen vornehmen. Sie zeigen aber, dass die vermeintlich "neue" Selbständigkeit ein äußerst vielschichtiges Phänomen darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Selbständige ohne Mitarbeiter: Erwerbstätige zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer?: Einheitlichkeit und Differenz (2000)
Evers, George; Wijmans, Luuk;Zitatform
Evers, George & Luuk Wijmans (2000): Selbständige ohne Mitarbeiter: Erwerbstätige zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer? Einheitlichkeit und Differenz. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 788-796.
Abstract
"Selbständigkeit scheint für immer mehr Menschen in den Niederlanden attraktiv zu werden, jedoch ist Skepsis angebracht, ob dieses Wachstum die Arbeitsbeziehungen radikal verändern wird. Die Zahl der Selbständigen ohne zusätzliche Beschäftigte im Vergleich zur Gesamtsumme der Erwerbstätigen bleibt stabil. Es gibt allerdings wichtige Veränderungen zwischen den Sektoren, in denen Selbständige vor allem zu finden sind: Immer weniger Selbständige arbeiten im Agrarsektor, die Mehrzahl der neuen Existenzgründungen findet im Dienstleistungsbereich statt. Die meisten neuen Selbständigen möchten allerdings allein arbeiten; sie haben nicht die Absicht, Personal einzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Abgrenzung abhängig Beschäftigter von selbständig Tätigen nach dem Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit (2000)
Försterling, Joachim;Zitatform
Försterling, Joachim (2000): Die Abgrenzung abhängig Beschäftigter von selbständig Tätigen nach dem Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 55, H. 7, S. 432-438.
Abstract
"Die verschärfte Wettbewerbs- und Arbeitsmarktsituation der letzten Jahre hat dazu geführt, dass sich neben dem Kreis der abhängig Tätigen, die - von Ausnahmen abgesehen - nicht versicherungspflichtig sind, der Kreis der Scheinselbständigen immer stärker entwickelt hat, also vermehrt Personen auftauchen, die formal betrachtet wie selbständig Tätige auftreten, tatsächlich aber abhängig Beschäftigte sind. Durch gesetzliche Regelungen sollte die Einbeziehung dieser Erwerbstätigkeiten in die Sozialversicherung erleichtert werden. Zunächst trat das Gesetz zu Korrekturen in der Sozialversicherung und zur Sicherung der Arbeitnehmerrechte in Kraft, dessen Vorschriften nunmehr durch das Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit verändert und ergänzt worden sind. Der Beitrag gibt einen Einblick in die in diesem Zusammenhang auftretenden Rechtsprobleme." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Coole Leute mit heißen Jobs: neue Selbständige in einer Vorreiterbranche (2000)
Gesterkamp, Thomas;Zitatform
Gesterkamp, Thomas (2000): Coole Leute mit heißen Jobs. Neue Selbständige in einer Vorreiterbranche. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 45., H. 3, S. 350-357.
Abstract
Die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Medienindustrie stehen im Mittelpunkt des Beitrags. Das traditionelle Normalarbeitsverhältnis existiert hier schon lange nicht mehr: an seine Stelle sind befristete und (schein-)selbständige Beschäftigungsverhältnisse getreten. Mit der Ausbreitung des "Arbeitskraftunternehmers" (Pongratz/Voß) gelten die Beschäftigten der Informationswirtschaft als Vorboten der allgemeinen Entwicklung. Das Jobnomadentum stellt dabei nicht nur hohe Anforderungen an die Selbstorganisation und das Selbstmarketing, sondern hat auch gravierende Auswirkungen auf das Privatleben. Aus der unterschiedlichen Verteilung der Möglichkeiten und Risiken dieser offenen Erwerbsbiografien resultieren zahlreiche Probleme für eine gewerkschaftliche Interessenvertretung. (IAB)
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Literaturhinweis
Unternehmer in eigener Sache: die "neuen Selbständigen" am Beispiel der Medienbranche (2000)
Gesterkamp, Thomas;Zitatform
Gesterkamp, Thomas (2000): Unternehmer in eigener Sache. Die "neuen Selbständigen" am Beispiel der Medienbranche. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 51, H. 6, S. 375-382.
Abstract
"Die Arbeitswelt verändert sich immer mehr, neue technische Möglichkeiten machen eine 'Selbstorganisation' von Arbeit möglich. Besonders auf dem Medienarbeitsmarkt ist ein Veränderungsprozess im Gange: Die meisten Mitarbeiter arbeiten freiberuflich. Der Trend zur 'neuen Selbständigkeit' setzt sich aber auch in anderen Bereichen des Arbeitsmarktes fort. Diese Form der Beschäftigung birgt neben Chancen Gefahren in sich: ungesicherte Existenzen, Jobs auf Zeit und nach Bedarf, keine Versicherungspflicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Alleindienstleister in Kulturberufen: zwischen neuer Selbständigkeit und alten Abhängigkeiten (2000)
Zitatform
Gottschall, Karin & Christiane Schnell (2000): Alleindienstleister in Kulturberufen. Zwischen neuer Selbständigkeit und alten Abhängigkeiten. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 804-810.
Abstract
"Der Bereich der Kulturberufe stellt ein aufschlussreiches Feld für die soziale Dynamik und politische Gestaltung der Einpersonenselbständigkeit (self-employment) dar. Steigende Akademisierungsgrade, eine hohe Repräsentanz von Frauen, Verberuflichungstendenzen und veränderte Arrangements von Arbeit und Leben deuten auf einen modernen, vglw. privilegierten Erwerbstypus hin. Gleichzeitig ist self-employment in diesem Bereich durch spezifische Risikostrukturen gekennzeichnet, die unter verschärften Marktbedingungen Prekarisierungsgefahren bergen. Neben individuellen und kollektiven Formen des Risikomanagements gewinnen institutionelle Formen des Risikoausgleichs wie die Künstlersozialversicherung an Bedeutung. Offen ist, ob die Regulationsformen dieses Feldes auf andere Bereiche übertragbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Scheinselbständige im Saarland: Teil 2 einer Studie über Tendenzen zur Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses durch die Zunahme ungesicherter Beschäftigungsverhältnisse, insbesondere im Dienstleistungssektor (2000)
Grewer, Hans Günter; Reindl, Josef; Breit, Heiko;Zitatform
Grewer, Hans Günter (2000): Scheinselbständige im Saarland. Teil 2 einer Studie über Tendenzen zur Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses durch die Zunahme ungesicherter Beschäftigungsverhältnisse, insbesondere im Dienstleistungssektor. Saarbrücken, 114 S.
Abstract
Der Bericht zu Teil 2 einer Studie über Tendenzen zur Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses durch die Zunahme ungesicherter Beschäftigungsverhältnisse, insbesondere im Dienstleistungssektor, legt eine aktuelle Bestandsaufnahme über das quantitative Ausmaß der geringfügig Beschäftigten insbesondere im Dienstleistungssektor und andere qualitativ neue Formen, die nicht mehr unter das Normalarbeitsverhältnis fallen, auf der Basis von Expertengesprächen (AOK, Arbeitsamt, Statistisches Landesamt, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften) und durch Aufbereitung und Sekundäranalyse statistischer Daten, vor. Dabei geht es in der Studie auch darum, die Grauzone zwischen Selbständigkeit und Scheinselbständigkeit auszuleuchten und die Grenzen zwischen ungesicherter und gesicherter neuer Selbständigkeit, zwischen Chancen und Risiko auf eigenen Beinen zu stehen, genau zu ziehen. Dazu wird eine Trendanalyse bei den nicht-traditionalen Arbeitsformen der Scheinselbständigen, Selbstangestellten, freien Mitarbeitern, Honorarkräften etc. im Saarland vorgenommen. Die Untersuchung zeigt, dass die selbständige Erwerbsarbeit zunimmt und ihrerseits einem grundlegenden Strukturwandel unterliegt. Der Gründungsakt zu einem Unternehmen endet in der Regel mit der Selbstanstellung in Ein-Personen-Unternehmen. Sie kommt aber auch zu dem Ergebnis, dass das Normalarbeitsverhältnis im Saarland 'trotz der ausgedehnten Grauzone der Erwerbsarbeit und entgegen allen Spekulationen von seinem naheliegenden Ende seine Überlebensfähigkeit bewahrt' hat. (IAB)
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Literaturhinweis
Quasi-employee, quasi-self-employees: more than just a name - the case of the Netherlands and Belgium (2000)
Jaspers, Teun;Zitatform
Jaspers, Teun (2000): Quasi-employee, quasi-self-employees. More than just a name - the case of the Netherlands and Belgium. In: Zeitschrift für ausländisches und internationales Arbeits- und Sozialrecht, Jg. 14, H. 3, S. 233-249.
Abstract
Der Artikel beinhaltet einen Vortrag der 27. Tagung der Gesellschaft für Rechtsvergleichung in Freiburg am 24.5.99 zum Thema arbeitnehmerähnliche Personen und Scheinselbständige in den Niederlanden und Belgien. (IAB)
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Literaturhinweis
Grenzen der Vermarktlichung: die Mythen um unternehmerisch handelnde Mitarbeiter (2000)
Zitatform
Kühl, Stefan (2000): Grenzen der Vermarktlichung. Die Mythen um unternehmerisch handelnde Mitarbeiter. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 818-828.
Abstract
"Mit Konzepten des 'Ein-Mann-Unternehmens', des 'Intrapreneurs' und der 'Selbst GmbH' wird die interne Steuerung von Unternehmen über Marktmechanismen propagiert. Dabei werden die einzelnen Mitarbeiter als selbständige unternehmerische Einheiten im Unternehmen begriffen. Dieser Artikel setzt sich mit den Mythen in der Managementliteratur über Intrapreneure auseinander. Es wird aufgezeigt, dass die widersprüchlichen Umweltanforderungen in den Unternehmen nur noch begrenzt durch Aufteilung in Abteilungen abgefedert werden, sondern vielmehr als paradoxe Verhaltensanforderungen an die sogenannten 'Intrapreneure' weitergegeben werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Scheinselbständige und arbeitnehmerähnliche Selbständige: die neuen Regeln des "Gesetzes zur Förderung der Selbständigkeit" (2000)
Möllering, Jürgen;Zitatform
Möllering, Jürgen (2000): Scheinselbständige und arbeitnehmerähnliche Selbständige. Die neuen Regeln des "Gesetzes zur Förderung der Selbständigkeit". (DIHT-Schriftenreihe 427), Bonn, 50 S.
Abstract
Der Autor analysiert aus der Sicht des DIHT die Vorschriften des am 12. November 1999 vom Deutschen Bundestag verabschiedeten "Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit." Einleitend werden die Änderungen im Überblick dargestellt. Anschließend werden die Prüfungsschemata zur "Scheinselbständigkeit" und zur Rentenversicherungspflicht des "arbeitnehmerähnlichen Selbständigen" unter besonderer Berücksichtigung der den Betroffenen eröffneten Optionen dargestellt. Der vollständige Wortlaut der neuen Vorschriften ist im Anhang aufgeführt." (IAB2)
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Literaturhinweis
Scheinselbständigkeit - ein deutsches Phänomen und ein verkorkster Diskurs (2000)
Reindl, Josef;Zitatform
Reindl, Josef (2000): Scheinselbständigkeit - ein deutsches Phänomen und ein verkorkster Diskurs. In: Leviathan, Jg. 28, H. 4, S. 413-433.
Abstract
Der Autor greift die Diskussion zum Thema "Scheinselbständigkeit" vor dem Hintergrund eines Wandels im Erwerbssystem auf. Der Dualismus im Arbeits- und Sozialrecht, der nur zwischen Arbeitnehmer und Selbständigen unterscheidet, werde der Differenzierung der Gruppe der Selbständigen nicht gerecht. Eine Lösung könnte in der allgemeinen Sozialversicherungspflicht liegen. Das arbeitsrechtliche Pendant wäre die Einbeziehung der Scheinselbständigen in den Geltungsbereich der Betriebsverfassung. (IAB)
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Freelance and contract workers in Germany: enterprise perspectives form the IAB Establishment Panel (1999)
Zitatform
Dietrich, Hans (1999): Freelance and contract workers in Germany. Enterprise perspectives form the IAB Establishment Panel. In: J. Merz & M. Ehling (Hrsg.) (1999): Time use : research, data and policy. Contributions from the International Conference on Time Use (ICTU), University of Lüneburg, April 22-25, 1998 (Publications of the Research Institute on Professions, 10), S. 227-240.
Abstract
In dem Beitrag werden Beschäftigungsformen betrachtet, die in der Grauzone zwischen abhängiger Erwerbstätigkeit und beruflicher Selbständigkeit angesiedelt sind. Auf der Grundlage der Daten des IAB-Betriebspanels 1994-1997 wird untersucht, inwieweit Betriebe solche Scheinselbständigen einsetzen. (IAB)
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Literaturhinweis
Empirische Befunde zur selbständigen Erwerbstätigkeit unter besonderer Berücksichtigung scheinselbständiger Erwerbsverhältnisse (1999)
Zitatform
Dietrich, Hans (1999): Empirische Befunde zur selbständigen Erwerbstätigkeit unter besonderer Berücksichtigung scheinselbständiger Erwerbsverhältnisse. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 32, H. 1, S. 85-101.
Abstract
"Die Zahl der selbständig Erwerbstätigen in Deutschland hat seit Beginn der 80er Jahre leicht und seit Beginn der 90er Jahre verstärkt zugenommen. Ausgehend von den 70er Jahren ist ein beachtlicher Wandel der Betätigungsfelder der seit jeher äußerst heterogenen Gruppe der Selbständigen zu beobachten. So veränderte sich die sektorenspezifische Verteilung der Selbständigen deutlich, aber auch die Gruppenzusammensetzung der Selbständigen hat eine tiefgreifende Veränderung erfahren. Verstärkt wandten sich Frauen oder Ausländer dieser Erwerbsform zu; in qualifikationsspezifischer Hinsicht waren es primär die (Fach-)Hochschulabsolventen. Immer schon bildete die selbständige Erwerbstätigkeit auch ein Betätigungsfeld für Erwerbstätige, die ausschließlich alleine, ohne (sozialversicherungspflichtige) Mitarbeiter tätig sind. Mit leichten Schwankungen betrug der Anteil dieser Ein-Personen-Selbständigen an den Selbständigen insgesamt jeweils etwa 50 %. Besondere Beachtung kommt in diesem Zusammenhang Erwerbstätigen zu, die als Scheinselbständige bezeichnet werden. Der Begriff Scheinselbständige kennzeichnet Erwerbstätige, die de facto wie selbständig Erwerbstätige tätig sind, auf Grund der spezifischen Erwerbssituation (dem materiellen Vertragsverhältnis) und entsprechend dem jeweils verwendeten Abgrenzungskonzept jedoch als abhängig Beschäftigte zu bewerten sind. Für den Fall, daß formal selbständig Erwerbstätige eigentlich als abhängig Beschäftigte zu bewerten sind, bestehen für sie der arbeits- und sozialrechtliche Schutz sowie die Pflichten als Arbeitnehmer entsprechend den in Deutschland für Arbeitnehmer gültigen gesetzlichen Regelungen. Auf Basis einer umfangreichen Befragung (IAB-Scheinselbständigen-Studie) wird aufgezeigt, welche Bedeutung der Wahl des Abgrenzungsmodells bei der Identifizierung scheinselbständig Erwerbstätiger sowohl in quantitativer, als auch in qualitativer Hinsicht zukommt. So hängt nicht nur der Umfang der als Scheinselbständige identifizierten Erwerbstätigkeit, sondern auch die Verteilung der so bestimmten Erwerbsgruppe etwa in beruflicher, materieller und sozialer Hinsicht wesentlich von der Wahl des Abgrenzungsmodells ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Freie Mitarbeit im Journalismus: zur Entwicklung von Erwerbsformen zwischen selbständiger und abhängiger Beschäftigung (1999)
Zitatform
Gottschall, Karin (1999): Freie Mitarbeit im Journalismus. Zur Entwicklung von Erwerbsformen zwischen selbständiger und abhängiger Beschäftigung. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 51, H. 4, S. 635-654.
Abstract
"Der Strukturwandel der Erwerbsarbeit manifestiert sich u.a. in Grenzverschiebungen zwischen abhängiger und selbständiger Arbeit, die soziologisch nicht leicht zu bestimmen sind. Es wird die These vertreten, dass der vorherrschende arbeitssoziologische und arbeitsmarkttheoretische Interpretationshorizont, der das Aufkommen neuer Beschäftigungsformen im Kontext der Erosion des Normalarbeitsverhältnisses verortet, für eine Analyse dieser Grenzverschiebungen ergänzungsbedürftig ist, weil hier auch strukturelle Veränderungen von bestimmten Formen von Selbständigkeit eine Rolle spielen. Am Beispiel der Entwicklung von freier Mitarbeit im Journalismus wird gezeigt, dass semi-abhängige Beschäftigungsformen, die weder dem traditionell dominanten Typus abhängiger Arbeit noch dem klassischen Typus freiberuflicher Tätigkeit entsprechen, im bundesrepublikanischen Erwerbssystem schon länger institutionell verankert sind. Im Zuge von verschärften Wettbewerbsbedingungen wie auch angesichts eines erhöhten Angebots akademisch qualifizierter Arbeitskräfte erfährt dieser Beschäftigungstypus im Mediensektor in den neunziger Jahren jedoch eine marktliche Radikalisierung, die freie Mitarbeit als frei wählbare und existenzsichernde Erwerbsform für einen Teil der Erwerbstätigen in Frage stellt. Diese Ergebnisse werden auf ihre Übertragbarkeit auf weitere qualifizierte Dienstleistungsberufe überprüft und im Hinblick auf den Ertrag der Denkfigur des 'Arbeitskraftunternehmers' diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsverhalten in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit: zur Erfassung scheinselbständig Erwerbstätiger und deren vertragliche, berufliche und soziale Lage (1998)
Zitatform
Dietrich, Hans (1998): Erwerbsverhalten in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. Zur Erfassung scheinselbständig Erwerbstätiger und deren vertragliche, berufliche und soziale Lage. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 205), Nürnberg, 240 S.
Abstract
"Der Begriff Scheinselbständige kennzeichnet Erwerbstätige, die de facto wie selbständig Erwerbstätige tätig sind, auf grund der spezifischen Erwerbssituation jedoch letztlich als abhängig Beschäftigte zu bewerten sind. Für den Fall, daß formal selbständig Erwerbstätige eigentlich als abhängig Beschäftigte tätig sind, besteht für sie der arbeits- und sozialrechtliche Schutz sowie die Pflichten als Arbeitnehmer entsprechend den in Deutschland für Arbeitnehmer gültigen gesetzlichen Regelungen. In einem ersten Schwerpunkt wird die Abgrenzungsproblematik von selbständiger und abhängig ausgeübter Erwerstätigkeit aus der Perspektive von Colemanns Konzept des korporativen Akteurs, der Transaktionskostentheorie, der Theorie der Unternehmung oder der Segmentationstheorie sowie aus alternativen rechtswissenschaftlichen Positionen erörtert. Aus rechtswissenschaftlicher Perspektive werden drei Konzepte aufgegriffen, die sich für die Studie als erkenntnisleitend erweisen. Dabei handelt es sich um eine Operationalisierung, die eng an der Rechtsprechung von Bundesarbeits- und Sozialgerichtsbarkeit angelehnt ist und den Leitbegriff der "persönlichen Abhängigkeit" in den Mittelpunkt stellt (sog. BAG-Modell), eine Operationalisierung, die insbesondere auf Vorschläge von Wank zurückgeht und am Leitbegriff "Unternehmerrisiko" orientiert ist (sog. Alternativmodell) sowie ein Operationalisierungsvorschlag, der auf einem Entwurf der Spitzenverbände der Sozialversicherung zurückgreift (sog. Verbandsmodell) und die Frage der Mitgliedschaft und Beitragspflicht in der Sozialversicherung zum Leitbegriff hat. In einem zweiten Schwerpunkt werden Probleme einer angemessenen empirischen Identifizierung scheinselbständiger Erwerbsverhältnisse diskutiert. Neben Problemen der Operationalisierung zentraler Begriffe stehen hier insbesondere auch Fragen nach einem angemessenen empirischen Design im Mittelpunkt. Auf Basis einer umfangreichen Befragung werden in einem dritten Schritt Befunde zur Verbreitung von scheinselbständig Erwerbstätigen dargestellt. Dabei wird unter anderem deutlich, daß je nach dem zugrunde gelegten Abgrenzungsmodell eine deutlich unterschiedliche Zuordnung von Erwerbstätigen zur Gruppe der selbständig bzw. abhängig Erwerbstätigen erfolgt und demzufolge auch das jeweils geschätzte quantitative Aufkommen von scheinselbständig Erwerbstätigen beachtlich variiert. Aufbauend auf diese modellspezifische Bestimmung der Gruppe der Scheinselbständigen wird die berufliche, materielle und soziale Situation sowie die Einbindung in das System der sozialen Sicherung von scheinselbständig Erwerbstätigen differenziert analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Möglichkeiten und Grenzen der empirischen Erfassung von "Scheinselbständigkeit" (1998)
Zitatform
Dietrich, Hans (1998): Möglichkeiten und Grenzen der empirischen Erfassung von "Scheinselbständigkeit". In: J. Schupp, F. Büchel, M. Diewald & R. Habich (Hrsg.) (1998): Arbeitsmarktstatistik zwischen Realität und Fiktion, S. 131-165.
Abstract
Ziel des Beitrages ist es, die Grenzen und Möglichkeiten der theoretischen und praktischen Erfassung von Erwerbstätigen in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit aufzuzeigen, Vorschläge zu einer angemessenen Operationalisierung zu entwickeln, auf dieser Basis eine entsprechende empirische Umsetzung vorzunehmen und ausgewählte empirische Befunde knapp darzustellen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft: eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit (1998)
Voß, Günter G.;Zitatform
Voß, Günter G. (1998): Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft. Eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 473-487.
Abstract
"Leitgedanke dieses Beitrages ist, daß der gegenwärtige 'Wandel der Organisationsbedingungen von Arbeit' zu einer Entgrenzung der Arbeitsverhältnisse führt, die auch das Verhältnis von 'Arbeit' und 'Leben' tangiert. Betroffene Arbeitskräfte werden zunehmend zu einer selbstverantwortlichen Strukturierung des Arbeitens und damit der gesamten Alltagsorganisation gezwungen. Konsequenz könnte langfristig eine Entgrenzung auch der gesellschaftlichen Verfassung von Arbeitskraft in Richtung auf einen individualisierten 'Arbeitskraftunternehmer' sein, mit nachhaltigen Auswirkungen auf die Qualifikation und Qualifizierung Erwerbstätiger. Hintergrund der Überlegungen sind Befunde und Thesen eines soziologischen Forschungsprojekts zum Wandel alltäglicher Lebensführung Berufstätiger." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Empirische Befunde und Analysen zur Scheinselbständigkeit (1997)
Zitatform
Dietrich, Hans (1997): Empirische Befunde und Analysen zur Scheinselbständigkeit. In: N. Egloff & R. Schmiede (Hrsg.) (1997): Ungleiche Beschäftigung : soziale und geschlechtliche Strukturen von Arbeitsmärkten (Arbeitskreis Sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung. Arbeitspapier, 1997, 01), S. 53-91.
Abstract
Die Studie, die auf Befunden aus dem IAB-Projekt 4-448V (Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit - 'Scheinselbständige') basiert, zeigt, dass mit dem Begriff der Scheinselbständigkeit zentrale Aspekte des gesellschaftlichen Wandels, insbesondere Veränderungen in der Organisation von Erwerbsarbeit, beschrieben werden, dass aber auch konkrete arbeits- und sozialrechtliche Problemlagen erfasst werden, die nicht vereinbar sind mit der derzeit vorherrschenden Rechtsmeinung. Der Beitrag zeigt Grenzen und Möglichkeiten der theoretischen Erfassung in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit auf und beschreibt auf Basis einer angemessenen Operationalisierung und empirischen Erhebung ausgewählte Befunde zur Frage der sozialen Sicherung. Unter Rückgriff auf empirische Befunde wird gezeigt, dass die Wahl eines geeigneten Abgrenzungsmodells als theoretisches Konstrukt zur unterschiedlichen Zuordnung zu selbständiger bzw. abhängiger Erwerbsarbeit nachhaltigen Einfluss auf die Quantität der so erfassten und hinsichtlich ihres Erwerbsstatus als scheinselbständig beurteilten Erwerbstätigen hat. Die Einführung alternativer Abgrenzungskonzepte ermöglicht darüber hinaus eine Systematisierung der Varianz der Beschreibung der sozialen Lagen der so identifizierten Erwerbsgruppe. Drei Modelle (BAG-Modell, Alternativmodell, Verbandsmodell) werden vorgestellt und miteinander verglichen. (IAB)
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Literaturhinweis
Empirische Befunde zur "Scheinselbständigkeit": zentrale Ergebnisse des IAB-Projektes "Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit" (1996)
Zitatform
Dietrich, Hans (1996): Empirische Befunde zur "Scheinselbständigkeit". Zentrale Ergebnisse des IAB-Projektes "Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit". (IAB-Werkstattbericht 07/1996), Nürnberg, 14 S.
Abstract
Um Informationen über die zahlenmäßige Verteilung von Erwerbstätigen in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Beschäftigung zu gewinnen und deren arbeits- und sozialrechtliche Einstufung bestimmen zu können, wurden 21 486 deutschsprachige Personen im Alter von über 14 Jahren befragt. Im ersten Erhebungsabschnitt wurden die in Frage kommenden Erwerbstätigen identifiziert. Im zweiten Schritt wurden die der Grauzone zuzurechnenden Personen dann ausführlich über ihre Erwerbssituation und deren vertragliche Ausgestaltung befragt. Als ein zentrales Ergebnis wird dann gezeigt, daß die Erwerbstätigen in der Grauzone je nach dem für die Berechnung zugrundegelegten Rechtsmodell (BAG-Modell, Alternativmodell, Verbandsmodell) in deutlich unterschiedlichem Ausmaß der Gruppe der Selbständigen bzw. der Gruppe der abhängig Beschäftigten zugeordnet werden können. (IAB)
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Literaturhinweis
Empirische Befunde zur "Scheinselbständigkeit": Ergebnisse des IAB-Projekts 4-448 "Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit" (1996)
Zitatform
Dietrich, Hans (1996): Empirische Befunde zur "Scheinselbständigkeit". Ergebnisse des IAB-Projekts 4-448 "Freie Mitarbeiter und selbständige Einzelunternehmer mit persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit". (Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Forschungsbericht Sozialforschung 262), Bonn, 167 S.
Abstract
"Im Rahmen eines interdisziplinär angelegten Forschungsvorhabens wurde versucht, eingebunden in die Abgrenzungsproblematik der Arbeitnehmereigenschaft, alternative Rechtsmodelle zu operationalisieren und einer empirisch-quantitativen Forschungskonzeption zugänglich zu machen, um fundierte Informationen über das Aufkommen und die Verbreitung von Erwerbstätigen zu ermitteln, die vielfach als Scheinselbständige bezeichnet werden. Dabei galt es äußerst komplexe juristische Konzepte für das Forschungsvorhaben zu systematisieren und darauf aufbauend zu operationalisieren. Ferner galt es, empirische Instrumente und Erhebungsdesigns zu konzipieren, zu testen und letztendlich umzusetzen, mittels derer die Erwerbs- und Vertragssituation der Erwerbstätigen in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit zu erfassen waren, um sie unter Verwendung dreier juristischer Konzepte auf das Aufkommen möglicher 'scheinselbständiger' Erwerbsverhältnisse hin zu hinterfragen. Insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, komplexe juristische Sachverhalte empirisch-quantiativ angemessen zu erheben, wurden im Rahmen dieser empirisch-quantitativ ausgerichteten Forschungskonzeption Grenzen aufgezeigt. Dennoch hat sich das gewählte Verfahren im wesentlichen bestätigt, zumindest aus der Perspektive dieser erstmaligen Bestandsaufnahme. Eine Fundierung und Absicherung des Instrumentariums wird, aus einer methodischen Perspektive, erst im Zuge einer wiederholten Testung des entwickelten Instrumentariums erzielt werden können. Mit diesen Einschränkungen konnte gezeigt werden, daß die Frage der Identifizierung von 'scheinselbständigen' Erwerbsverhältnissen in einem hohen Maße von den dabei verwendeten rechtlichen Modellen abhängt. Dies betrifft nicht nur den Aspekt des quantitativen Aufkommens möglicher scheinselbständiger Erwerbsformen. Vielmehr wurde auch deutlich, daß insbesondere die inhaltliche Ausgestaltung der Erwerbsverhältnisse, die unter Zuhilfenahme der einzelnen Rechtsmodelle als mögliche 'scheinselbständige' Erwerbsverhältnisse identifiziert werden konnten, erheblich variiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Neue Selbständige in Ostdeutschland: Statusentscheidung, Realisierungschancen und materielle Zufriedenheit (1992)
Büchel, Felix; Pannenberg, Markus;Zitatform
Büchel, Felix & Markus Pannenberg (1992): Neue Selbständige in Ostdeutschland. Statusentscheidung, Realisierungschancen und materielle Zufriedenheit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 25, H. 4, S. 544-552.
Abstract
"In der Studie werden verschiedene Aspekte der beruflichen Selbständigkeit in Ostdeutschland analysiert. Sie stützt sich auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) der Jahre 1990 und 1991. Untersucht werden zunächst Determinanten des Übergangs von abhängiger zu selbständiger Beschäftigung. In einem zweiten Schritt wird dieser Übergang nur für diejenigen Personen betrachtet, die zuvor die Absicht geäußert hatten, sich selbständig machen zu wollen. Schließlich werden die Determinanten der Zufriedenheit mit dem Haushaltseinkommen - als Indikator für den materiellen Erfolg - bestimmt. Unter den 'neuen' ostdeutschen Selbständigen finden sich überdurchschnittlich viele Männer, Beschäftigte mit einem Meisterabschluß, Berufe mit einem hohem Berufsprestige sowie Personen mit Haus- oder Grundbesitz; untervertreten sind dagegen ungenügend qualifizierte Personen, Ingenieure sowie Personen mit vorhergehender längerer Betriebszugehörigkeitsdauer. Bei der tatsächlichen Umsetzung der zuvor geäußerten Absicht, sich selbständig machen zu wollen, haben Männer sowie Personen mit hohem Berufsprestige durchschnittlich hohe, von Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftigte jedoch deutlich geringere Erfolgschancen. Während die Einkommenszufriedenheit vor dem Wechsel des Wirtschaftssystems weitgehend nivelliert war, bildet sich schon kurz nach der Wende die in einer freien Marktwirtschaft erwartete Struktur heraus. Insbesondere ist ein positiver Effekt des Status Selbständigkeit auf die Einkommenszufriedenheit zu beobachten. Die Autoren plädieren dafür, gründungswilligen Personen ohne hinreichende Eigenkapitalausstattung, Frauen sowie Abgängern aus arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen den Übergang in Selbständigkeit durch geeignete Förderprogramme zu erleichtern." (Autorenreferat)
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