Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Branchenspezifische Ausweitung atypischer Beschäftigung in Deutschland 2000-2007: eine empirische Analyse des IAB-Betriebspanels und des Linked-Employer-Employee-Datensatzes unter Berücksichtigung des betrieblichen Kontextes (2010)
Poschmann, Katharina;Zitatform
Poschmann, Katharina (2010): Branchenspezifische Ausweitung atypischer Beschäftigung in Deutschland 2000-2007. Eine empirische Analyse des IAB-Betriebspanels und des Linked-Employer-Employee-Datensatzes unter Berücksichtigung des betrieblichen Kontextes. Bremen, 121 S.
Abstract
"Die Arbeit untersucht die Entwicklung von Teilzeit- und befristeter Beschäftigung in den sozialen Dienstleistungen und im verarbeitenden Gewerbe zwischen 2000 und 2007, unter Berücksichtigung des betrieblichen Kontexts. Der Schwerpunkt der theoretischen Erklärungsansätze liegt auf der strukturellen Ebene des Arbeitsmarktes und der Betriebe. Als Datengrundlage werden das IAB-Betriebspanel und der Linked-Employer-Employee-Datensatz (LIAB) für die Jahre 2000, 2003, 2005 und 2007 herangezogen. Die Fragestellung wird anhand von Random-Effects-Modellen und logistischen Regressionsmodellen bearbeitet. Aus den Ergebnissen der Panelanalyse zeichnet sich eine generelle starke Ausweitung der Teilzeitbeschäftigung, jedoch nicht der befristeten Beschäftigung ab. Der betriebliche Kontext beeinflusst beide Formen von atypischer Beschäftigung. Beschrieben wird der betriebliche Kontext durch die Indikatoren Betriebsgröße, Rechtsform, Standort, Betriebsrat, Tarifvertrag, Weiterbildungsangebot und Frauenanteil. Das verarbeitende Gewerbe zeigt für den Anteil Teilzeit- und befristet Beschäftigter stärkere relative Zuwächse als die sozialen Dienstleistungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit in Österreich (2010)
Riesenfelder, Andreas; Wetzel, Petra;Zitatform
Riesenfelder, Andreas & Petra Wetzel (2010): Leiharbeit in Österreich. (Wiener Beiträge zur empirischen Sozialwissenschaft 04), Wien: LIT, 106 S.
Abstract
"Die Leiharbeit hat in den letzten Jahren nicht nur in Europa sondern auch in Österreich zusehends an Bedeutung gewonnen. Allerdings ist dieser Wirtschaftsbereich, was die ArbeitnehmerInnen betrifft, durch überdurchschnittlich hohe Belastungen zu charakterisieren. So haben LeiharbeiterInnen mit überaus großen saisonalen Einflüssen auf die Beschäftigungslage zu kämpfen und sind durch hohe Quoten von Arbeitslosigkeit und erwerbsfernen Lagen gekennzeichnet. Dem kann auch die erstrebenswerte Brückenfunktion der Leiharbeit zu einem anschließenden Standarderwerbsverhältnis kaum entgegensteuern. Weiteres wurde auch die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften untersucht. Das Ergebnis ist alarmierend, ist doch ein großer Teile der Arbeitsverhältnisse unter Umgehung der gesetzlichen Vorschriften beendet worden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit - eine ganz normale Arbeit?: Ergebnisse einer Befragung von Zeitarbeitnehmer/-innen in Oberösterreich (2010)
Specht, Matthias;Zitatform
Specht, Matthias (2010): Zeitarbeit - eine ganz normale Arbeit? Ergebnisse einer Befragung von Zeitarbeitnehmer/-innen in Oberösterreich. (Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Forschungsbericht 63), Linz, 113 S.
Abstract
"Zeit-/Leiharbeit ist Gegenstand intensiver politischer und wissenschaftlicher Diskussion. In der neueren wissenschaftlichen Literatur wird zunehmend die Funktion dieser Beschäftigungsform für die Unternehmen, die jene nutzen, zum Thema gemacht. In den letzten Jahren ist ein Funktionswandel zu beobachten: Wurden ehemals Zeitarbeiter/-innen als kurzfristiger Personalersatz bei Personalausfällen oder bei unerwartet großen Aufträgen angefordert, gehen mittlerweile viele Betriebe dazu über, mittels Zeitarbeit eine ständige 'zweite Belegschaft' mit deutlich weniger Rechten und geringerem Kündigungsschutz zu installieren, um sich gegenüber Auftrags- und Ertragsschwankungen des 'Marktes' abzusichern. Es ist dabei nicht unbedingt korrekt, von einer 'Randbelegschaft' zu sprechen, da die Tätigkeiten von Zeitarbeitnehmer/-innen und Stammbelegschaft im Arbeitsalltag vielfach miteinander verschränkt sind. An Bedeutung gewonnen hat auch die Funktion des 'Recruiting' durch Zeitarbeit bei theoretisch und praktisch unbegrenzter Probezeit, was bei den Betroffenen nervenstrapazierende Unsicherheit erzeugt. Vielfach wird mit der Möglichkeit einer Übernahme in das Stammpersonal gelockt, ohne dass die Arbeitnehmer/-innen eine Möglichkeit hätten, diese irgendwann auch einzufordern. Die Zeitarbeitnehmer/-innen sind in ihrer Charakteristik eher eine 'untypisch' atypische Beschäftigtengruppe. Es überwiegen Männer und Arbeiter. Zugespitzt könnte man formulieren, dass Zeitarbeit die Erscheinungsform von Prekarität unter Industriearbeitern ist. Aber die Beschäftigungsform kommt auch - wenn auch in weit geringerem Maße - im Angestellten- und Verwaltungsbereich zum Einsatz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit: eine ganz normale Arbeit? (2010)
Specht, Matthias;Zitatform
Specht, Matthias (2010): Zeitarbeit. Eine ganz normale Arbeit? In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 33, H. 4, S. 95-113.
Abstract
"In der Wirtschaftskrise konnten die Zeitarbeitnehmer/-innen problemlos aus dem Betrieb 'entfernt' werden. Bei Bedarf wurden sie jedoch beinahe ebenso schnell wieder geholt. Die Branche Arbeitskräfteüberlassung boomt wieder und hat bereits wieder etwa den Beschäftigtenstand von vor der Krise erreicht. In dem Artikel werden die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter Zeitarbeitnehmer/-innen in Oberösterreich dargestellt. Als häufigstes Motiv für diese Beschäftigungsform wird genannt, keine andere Arbeit gefunden zu haben. Ein Teil der Befragten hatte jedoch auch die Erwartung eines höheren Verdiensts. Viele Zeitarbeitnehmer/-innen kommen ursprünglich aus Branchen mit vergleichsweise geringer Entlohnung (z.B. Einzelhandel) und hoffen mit dem Vehikel Zeitarbeit in der (Metall-)Industrie Fuß zu fassen. Zwei Drittel der Befragten geben an, eine Übernahme in den Beschäftigerbetrieb anzustreben. Dadurch fühlen sich die Betroffenen einem starken Druck ausgesetzt. Etwa 50 Prozent der Befragten geben an, weniger als Stammbeschäftigte vergleichbarer Tätigkeitsbereiche zu verdienen. An Prämien werden Zeitarbeitnehmer/-innen überwiegend nicht beteiligt. Die soziale Integration in den Beschäftigerbetrieb stellt sich jedoch deutlich besser dar: Die Mehrheit der Befragten gibt an, an geselligen Aktivitäten und betrieblichen Sozialleistungen beteiligt zu werden. Oft wird von Problemen mit der Lohnabrechnung berichtet, wobei dies bei Arbeitskräfteüberlassern mit einem Betriebsrat weniger häufig der Fall ist. Die positive Wirkung eines Betriebsrats kann anhand weiterer Themen gezeigt werden. Es ist aber notwendig, die gesetzlichen Handlungsgrundlagen der Betriebsräte/-innen zu verbessern; insbesondere ein Zutrittsrecht des Überlasserbetriebsrats für den Beschäftigerbetrieb wäre sinnvoll. Zusätzlich ist ein Recht auf Übernahme nach einer bestimmten Überlassungsdauer notwendig (z.B. nach sechs Monaten). Der Anteil der Zeitarbeitnehmer/-innen im Beschäftigerbetrieb soll auf maximal 10 Prozent begrenzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Explanatory factors for firms' use of temporary agency work in Germany (2010)
Zitatform
Thommes, Kirsten & Katrin Weiland (2010): Explanatory factors for firms' use of temporary agency work in Germany. In: European Management Journal, Jg. 28, H. 1, S. 55-67. DOI:10.1016/j.emj.2009.04.003
Abstract
"The use of temporary agency work is becoming more important for firms as it enables them to increase flexibility. Therefore, it is highly relevant to have a thorough understanding of the explanatory factors behind its use. Most recent literature focuses on the assumed cost effect of temporary agency work. But a few indicators show that this effect does not predominantly trigger firms' use of temporary agency work. We support this thesis by highlighting new empirical evidence from the German market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reflexive Arbeitskräftewirtschaft: Strukturation, Projektnetzwerke und TV-Content-Produktion (2010)
Zitatform
Wirth, Carsten (2010): Reflexive Arbeitskräftewirtschaft. Strukturation, Projektnetzwerke und TV-Content-Produktion. München: Hampp, 198 S. DOI:10.1688/9783866185401
Abstract
"Der zunehmende Einsatz von befristet beschäftigten Arbeitnehmern/innen sowie von Freiberuflern/innen in Projekten und die Koordination von Subunternehmer- bzw. Wertschöpfungsketten - wie in Projektnetzwerken in der TV-Content-Produktion - zeigt, dass der Zugriff auf Arbeitskräfte in steigendem Maße projektbezogen und interorganisational erfolgt. Diese Arbeitskräftewirtschaft stellt besondere Anforderungen an das Management und die Interessenvertretungen. Die vorliegende Studie zeigt, dass es zu einer Umverteilung von Verantwortlichkeiten zu Lasten der Arbeitskräfte und zu einem Bedeutungsverlust der klassischen Personalabteilung durch die Arbeitskräftewirtschaft kommt. Die Befunde dieser Analyse belegen aber auch, dass die Praktiken der Arbeitskräftewirtschaft multipel sozial eingebettet sind und staatlichen Aktivitäten eine zentrale Rolle zukommt, damit derart flexible Erwerbstätigkeiten in Projektnetzwerken überhaupt möglich sind. Durch Praktiken der Arbeitskräftewirtschaft in Projektnetzwerken erodieren die Inseln der klassischen Arbeitsregulation im dualen System Industrieller Beziehungen. Trotzdem gibt es jenseits dieser Inseln kollektive Arbeitsregulationen, die aber hochgradig segmentiert sind. Eine Vielzahl von Akteuren, insbesondere aber die Arbeitskräfte selbst, bringen diese kollektiven Arbeitsregulationen in Aus- und Verhandlungsprozessen in einem Prozess der 'Umverteilung in der Klasse' hervor. Bessere und stabilere Arbeitsregulationen könnten durch eine stärkere Koordination der Aktivitäten von Interessenvertretungen unter Einbeziehung von Sozialversicherungsträgern, durch eine weitere Verstärkung der Netzwerkorientierung der Interessenvertretungen, korporatistische Arrangements und organizing-Praktiken entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Über Brücken und Stege: IAB-Studie Zeitarbeit (2010)
Zitatform
Ziegler, Kerstin & Florian Lehmer (2010): Über Brücken und Stege: IAB-Studie Zeitarbeit. In: Personalwirtschaft, Jg. 37, H. Sonderheft zu H. 10, S. 30-33.
Abstract
"Arbeitslose erhöhen durch die Leiharbeit ihre Chancen für eine spätere Beschäftigung im regulären Arbeitsmarkt. Doch wie groß ist dieser sogenannte Brückeneffekt? Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt hierüber nun erste Aufschlüsse. Es wurde der Arbeitsmarktstatus vor und nach der Leiharbeit untersucht. Es zeigt sich, dass für ehemalige Arbeitslose Leiharbeit wohl eher einen schmalen Steg als eine breite Brücke in eine Beschäftigung außerhalb der Branche darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Ergebnisse der Studie. -
Literaturhinweis
Marginal employment: Skill requirements and competitive conditions in industries (2009)
Alda, Holger; Rohrbach, Daniela;Zitatform
Alda, Holger & Daniela Rohrbach (2009): Marginal employment: Skill requirements and competitive conditions in industries. Mailand, 32 S.
Abstract
"Marginal employment in Germany is characterized by low earnings (maximum 400 Euro) and only marginal claims for social security benefits. Between 2004 and 2008 the proportion of marginally employed workers rose from about seven to 15 percent of the total workforce, meaning that there are around seven million marginal workers in Germany today. From an individual-level perspective marginal employment might be seen as a chance for lower skilled people to (re-)enter the labor market. However, since the quality of marginal jobs seem to be rather worse compared to 'regular' employment, and that it is connected with only small claims for social security benefits, people are expected to avoid marginal employment. From a firm or industry perspective hiring marginal employed workers is theoretically not clear as well. On the one hand marginally employed workers increase firms' (or industries') numerical flexibility. On the other hand it does not seem to be an appropriate tool for keeping or rising human capital. Moreover, the employers' perspective on marginal employment should vary with structural conditions of the market, i.e. skill demand and supply relations. Connecting individual-level data with firm and industry information from other sources, the paper investigates in workers skills and higher economic units (firms, industries) as determinants for marginal employment simultaneously, applying multilevel analysis. The individual-level data come from the BIBB/BAuA-Survey of the Working Population on Qualifications and Working Conditions in Germany 2006 covering 20,000 individuals in the active workforce. As compared to many other surveys it includes rich information on job skill requirements and respondents' qualification as well as subjective assessments on the matching between the two. To study industry-related effects on workers' chance (or risk) to be marginally employed we rely on the IAB-Establishment-Panel covering about 16,000 German firms. Unlike administrative data, it includes a much greater set of relevant variables (such as e.g. competitive conditions, new technologies investments) and allows for considering the within-industry heterogeneity of firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Temporary agency work and firm performance: evidence from German establishment-level panel data (2009)
Zitatform
Beckmann, Michael & Dieter Kuhn (2009): Temporary agency work and firm performance. Evidence from German establishment-level panel data. (WWZ working paper 2009/01), Basel, 30 S.
Abstract
"This paper empirically examines the impact of temporary agency work on firm performance using panel data from German establishments. Thereby, special attention is devoted to the question, whether there are performance differences between firms using temporary agency workers (TAWs) as a buffer stock (flexibility strategy) and firms using TAWs for screening purposes (screening strategy). While the theoretical discussion on this issue does not lead to clear-cut results, our empirical investigation provides the following results. First, we find an inverse U-shaped relationship between the share of TAWs and firm performance. Second, we obtain that firms following the screening strategy are significantly more productive than firms following the flexibility strategy. These results are found to be valid in both cross-sectional and panel data settings, so they are robust to unobserved firm heterogeneity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Betriebliche Dynamik und Flexibilität auf dem deutschen Arbeitsmarkt (2009)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Gabriele Fischer & Christian Hohendanner (2009): Betriebliche Dynamik und Flexibilität auf dem deutschen Arbeitsmarkt. In: J. Möller & U. Walwei (Hrsg.) (2009): Handbuch Arbeitsmarkt 2009 (IAB-Bibliothek, 314), S. 359-401.
Abstract
"Die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist das Ergebnis des Auf- und Abbaus von Arbeitsplätzen in den Betrieben. Über das Zusammenspiel von Einstellungen und Personalabgängen kann die Dynamik, die auf dem Arbeitsmarkt herrscht, beschrieben werden. Diese Personalbewegungen erfolgen sowohl mit als auch ohne Beschäftigungseffekt. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte in den vergangenen Jahren einen Rückgang an Dynamik. Zwischen 2005 und 2006 nahmen die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt jedoch wieder zu. Dies lässt sich anhand verschiedener Indikatoren, mit denen Dynamik gemessen werden kann, nachweisen: der Labour-Turnover-Rate, der Job-Turnover-Rate und der Churning-Rate. Auch wenn es sich bei der Arbeitsmarktdynamik grundsätzlich um einen ambivalenten Indikator handelt, kann die aktuelle Entwicklung positiv bewertet werden. Zum einen ist das Mehr an Bewegung nicht durch ein Mehr an Abgängen entstanden, sondern durch höhere Einstellungsraten. Zum anderen hat bei den Abgängen der Anteil von Kündigungen seitens der Arbeitnehmer und damit die freiwillige Mobilität zugenommen. Die Zunahme der Churning-Rate spricht für eine zunehmende Durchlässigkeit betrieblicher Arbeitsmärkte. Die Analyse zeigt, dass die Arbeitsmarktdynamik in Ostdeutschland höher ist als in Westdeutschland. Westdeutsche Betriebe sind tendeziell größer und greifen häufiger auf interne Anpassungsmaßnahmen zurück. In Ostdeutschland sorgt zudem die stärkere Verbreitung von befristeten Arbeitsverträgen aufgrund von arbeitsmarktpolitischen Förderprogrammen für eine hohe Dynamik.
Neben der durch Einstellungen und Entlassungen bedingten Fluktuation tragen auch atypische Beschäftigungsformen zur Dynamik auf dem Arbeitsmarkt bei. Die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung erfüllen dabei unterschiedliche Funktionen. In erster Linie senken sie Personalkosten, indem sie die Flexibilität in der Arbeitsorganisation erhöhen und niedrigere Löhne gezahlt werden können. Zeitlich befristete Arbeitsverträge dienen zum Teil der Vermeidung des allgemeinen oder tarifvertraglichen erweiterten Kündigungsschutzes, der mit (Entlassungs-)Kosten verbunden sein kann. Diese Vermeidungsstrategie wird angewendet bei zeitlich bzw. finanziell befristeter Projektarbeit, bei Vertretungen des Stammpersonals, bei wirtschaftlicher Unsicherheit oder Saisonarbeit. Zudem werden befristete Verträge als verlängerte Probezeit genutzt. Leiharbeit wird häufig zur Deckung bei Personalengpässen außerhalb der Kernbereiche von Unternehmen eingesetzt und kann zur Senkung der Lohnkosten beitragen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Managed flexibility: Labour regulation, corporate strategies and market dynamics in the Swedish temporary staffing industry (2009)
Zitatform
Coe, Neil M., Jennifer Johns & Kevin Ward (2009): Managed flexibility: Labour regulation, corporate strategies and market dynamics in the Swedish temporary staffing industry. In: European Urban and Regional Studies, Jg. 16, H. 1, S. 65-85. DOI:10.1177/0969776408098933
Abstract
"This article provides an account of the temporary staffing industry outside its two largest markets, the UK and the US. It argues that there is greater national variation in industry characteristics than has generally been acknowledged, using the example of Sweden to illustrate the importance of understanding staffing industries in relation to the regulatory context in which they are embedded. Drawing on secondary materials and interviews with senior officials in transnational and domestic temporary staffing agencies, labour unions, industry trade bodies and government departments, the article asserts that the temporary staffing industry should be understood as an active agent of labour market restructuring. It provides a detailed analysis of the Swedish industry's distinct periods of expansion, charting its legalization and subsequent growth in the context of a highly regulated labour market. In conclusion, the article makes two key points. First, the Swedish temporary staffing market is the product of a particular social democratic welfare state regime and the roles played by the different social partners which lead to the production of a managed flexibility. Second, the particularities of the Swedish system, and the need for transnational staffing agencies to adapt their activities, underline how firms both shape, and are shaped by, the economic and social characteristics and dynamics that exist in the territories in which they invest." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Built on shifting sands: Changes in employers' use of contingent labour in the UK construction sector (2009)
Zitatform
Forde, Chris, Robert MacKenzie & Andrew Robinson (2009): Built on shifting sands: Changes in employers' use of contingent labour in the UK construction sector. In: Journal of Industrial Relations, Jg. 51, H. 5, S. 653-667. DOI:10.1177/0022185609346182
Abstract
"There has been widespread interest across various national contexts in employers' use of contingent forms of labour. The tendency to conflate different contract types into catch-all categories has increasingly given way to recognition of the differences between forms of labour. Despite this, systematic comparisons of employers' attitudes to different forms of labour remain an underdeveloped area of research. Drawing on an original survey of the UK construction sector this paper offers new insight into employers' attitudes to different forms of contingent labour and tracks changes in their use. Uniquely, the analysis of movement between different forms of labour goes beyond approaches that focus on the dichotomy between direct and contingent labour to trace a more complex pattern of movement between the different contingent forms. This more nuanced picture of changing patterns of employers' use of contingent labour suggests an area for development in future research." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Funktionswandel von Leiharbeit: neue Nutzungsstrategien und ihre arbeits- und mitbestimmungspolitischen Folgen (2009)
Zitatform
Holst, Hajo, Oliver Nachtwey & Klaus Dörre (2009): Funktionswandel von Leiharbeit. Neue Nutzungsstrategien und ihre arbeits- und mitbestimmungspolitischen Folgen. (OBS-Arbeitsheft / Otto Brenner Stiftung 61), Berlin, 68 S.
Abstract
Anhand von sechs Intensivbetriebsfallstudien aus der Metall- und Elektroindustrie untersucht die Studie die Prekarisierung der Arbeit und die damit verbundenen betriebs-, tarif-, sozial- und gesellschaftspolitischen Folgen am Beispiel Leiharbeit. Leiharbeit wurde zunächst vor allem genutzt, um Auftragsspitzen aufzufangen oder kurzfristige Ausfälle auszugleichen. Kennzeichen dieser Nutzungsarten war der temporäre und punktuelle Einsatz bei meist minimaler Intensität. Unternehmen, die Leiharbeiter als 'Ad-hoc-Ersatz' oder als 'Flexibilitätspuffer' nutzen, verfolgen das Ziel, ihre Lohnkosten zu reduzieren, indem sie beispielsweise die Kosten für den Personalersatz minimieren oder beim Anstieg des Auftragsvolumens Festanstellungen umgehen. Diese Nutzungsstrategien spielen auch weiterhin eine Rolle. Aber inzwischen lässt sich darüber hinaus ein Form- und Funktionswandel der Leiharbeit beobachten. Es wird von immer mehr Unternehmen versucht, Leiharbeit verstärkt als strategisches Instrument der Profitsteigerung zu nutzen, das dauerhaft eingesetzt wird, alle Arbeitsbereiche umfasst und zu einer Verflechtung von Stamm- und Leiharbeitskräften führt. Dabei verdeutlicht die Untersuchung, dass das enorme Anwachsen der Leiharbeit direkte Folge von gesetzlichen Rahmenbedingungen ist, die politisch auch wieder verändert werden können. Gleichzeitig wird aufgezeigt, dass es betriebspolitisch viel versprechende Ansätze und auch organisationspolitisch erfolgreiche Strategien gibt, das Auswuchern der Leiharbeit einzudämmen und mit den betroffenen Arbeitskräften gemeinsam zu erträglicheren Bedingungen zu kommen. (IAB)
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Literaturhinweis
Disziplinierung durch Leiharbeit? Neue Nutzungsstrategien von Leiharbeit und ihre arbeitspolitischen Folgen (2009)
Holst, Hajo;Zitatform
Holst, Hajo (2009): Disziplinierung durch Leiharbeit? Neue Nutzungsstrategien von Leiharbeit und ihre arbeitspolitischen Folgen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 3, S. 143-149. DOI:10.5771/0342-300X-2009-3-143
Abstract
"Das Flexibilisierungsinstrument Leiharbeit unterliegt einem betrieblichen Funktionswandel. Leiharbeitskräfte werden nicht mehr nur reaktiv eingesetzt, um Auftragsspitzen zu bewältigen und kurzfristigen Personalausfall zu kompensieren. Unternehmen errichten durch einen verstetigten und weitreichenden Leiharbeitseinsatz ein Sicherheitsnetz für die Kapitalrendite und die Profitabilität. So eingesetzt, wird Leiharbeit zu einem Instrument der strategischen Unternehmensführung. Die veränderte Funktion des Flexibilisierungsinstruments schlägt auf die Belegschaftsstrukturen im Einsatzbetrieb durch: Die Leiharbeitskräfte bilden keine Randbelegschaft mehr, die gering qualifizierte und strategisch wenig bedeutsame Tätigkeiten ausübt. Stattdessen sind beide Gruppen im Arbeitsprozess eng miteinander verflochten. Im Einsatzbetrieb wird durch die strategische Nutzung der Leiharbeit ein Mechanismus etabliert, der die kurzfristige Substituierbarkeit auch langjähriger Beschäftigter erhöht. Vermittelt über die Leiharbeitskräfte, die, obwohl fest in die betrieblichen Abläufe integriert, permanent mit einem Bein in der Erwerbslosigkeit stehen, wird die Arbeit der Stammkräfte enger an die allgemeinen Arbeitsmarktentwicklungen koppelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Österreich: Bestandsaufnahme und Ausblick (2009)
Lamprecht, Christoph;Zitatform
Lamprecht, Christoph (2009): Zeitarbeit in Österreich. Bestandsaufnahme und Ausblick. Hamburg: IGEL-Verl., 84 S.
Abstract
"Die Untersuchung gibt einen Überblick über die Zeitarbeitssituation in Österreich. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer ausführlichen betriebswirtschaftlichen Analyse über den Einsatz von Zeitarbeit. Darüber hinaus wird ein internationaler Ausblick über die künftige flexible Arbeits- und Organisationswelt gegeben. Dort wird gezeigt, welche Position die Europäische Union in Sachen Zeitarbeit einnimmt und in welchem Konzept die Zeitarbeit eingebunden ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit als Lebensperspektive? (2009)
Zitatform
Langhoff, Thomas, Ina Krietsch & Melanie Ebener (2009): Leiharbeit als Lebensperspektive? In: Gute Arbeit, Jg. 21, H. 5, S. 26-28.
Abstract
"Für viele Beschäftigte ist Leiharbeit längst zur Lebensperspektive geworden. Das zeigte sich im Wirtschaftsaufschwung der jüngsten Vergangenheit, und das gilt auch in der Krise: Ob geheuert oder gefeuert, aus der Prekaritätszone kommen die meisten Leiharbeitsnehmer nicht hinaus. Ihre Unfall- und Gesundheitsrisiken sind überdurchschnittlich hoch. Hier setzt das Projekt GRAziL an: Es will dazu beitragen, diese Situation zu verbessern. Es geht in der Hauptsache darum, geeignete Instrumente und Gestaltungslösungen für die betrieblichen und überbetrieblichen Akteure zu entwickeln, die ganzheitlich, präventiv und beteiligungsorientiert sind." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit und Befristung im Kontext mittelständischer Arbeits- und Führungskräftepolitik (2009)
Zitatform
Martens, Bernd, Katharina Bluhm, Vera Trappmann & Peter Demmler (2009): Leiharbeit und Befristung im Kontext mittelständischer Arbeits- und Führungskräftepolitik. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 18, H. 2, S. 137-150. DOI:10.1515/arbeit-2009-0206
Abstract
"Auf der Basis eines Datensatzes über mittelständische Unternehmen in Deutschland werden Zusammenhänge zwischen flexibilisierten Arbeitsvertragsgestaltungen und Betriebsmerkmalen untersucht. Zudem werden Befristung und Leiharbeit im Lichte der Kombination von Arbeits- und Führungskräftepolitik betrachtet. Flexibilisierte Arbeitsvertragsgestaltungen variieren nicht mit den Qualifikationsprofilen der Betriebe. Hingegen beeinflussen Veränderungen des Mitarbeiterbedarfs, die Betriebsgröße, regionale Strukturen und unternehmensstrategische Ausrichtungen die Nutzungsintensität insbesondere von Leiharbeit. In Bezug auf die Zusammenhänge von Arbeits- und Führungskräftepolitik werden vier Kombinationen unterschieden, die alle empirisch vorkommen und die sich durch Branchen- und Regionaleffekte erklären lassen. Dabei entspricht die westdeutsche Industrie mit einem höheren Gewicht positiver Entsprechungen von Arbeits- und Führungskräftepolitik am ehesten noch dem Idealfall des rheinischen Kapitalismus. Nutzungsintensitäten flexibilisierter Arbeitsverträge spielen in diesem Zusammenhang bislang keine Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Abhängige Selbständigkeit in der Versicherungswirtschaft: neue Konflikte im Spannungsfeld traditioneller Vertretungsstrukturen (2009)
Pernicka, Susanne; Mühlberger, Ulrike;Zitatform
Pernicka, Susanne & Ulrike Mühlberger (2009): Abhängige Selbständigkeit in der Versicherungswirtschaft. Neue Konflikte im Spannungsfeld traditioneller Vertretungsstrukturen. In: Zeitschrift für Personalforschung, Jg. 22, H. 1, S. 28-46. DOI:10.1688/1862-0000_ZfP_2009_01_Pernicka
Abstract
"Die Transformation hierarchischer betrieblicher Steuerung in relationalen Vertrags- und Tauschbeziehungen hat in vielen europäischen Ländern zu einer Zunahme abhängiger Selbständigkeit geführt. Aufgrund des Graubereichs zwischen selbständiger und unselbständiger Beschäftigung stellen abhängig Selbständige eine Herausforderung für die traditionellen Handlungs- und Organisationslogiken der Verbände der Arbeitsbeziehungen dar. Der Aufsatz nimmt die Organisationsfähigkeit und -probleme der Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände in den Blick, exemplifiziert diese anhand einer qualitativen Untersuchung der österreichischen Privatversicherungswirtschaft und kommt zu dem Schluss, dass die Konflikte zwischen Arbeit und Kapital längst nicht mehr ausschließlich zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden verlaufen, sondern zunehmend verbandsintern ausgetragen werden. Dies führt entweder zu einer Zunahme an Interessensdivergenzen, die unter Umständen mit Abspaltung und Partikularismus einzelner Gruppen beantwortet werden, oder - wie in dem untersuchten Fall durch die Gewerkschaften - zur Ignoranz des Problems. In beiden Fällen wird das Problem der Interessensaggregation kurzfristig gelöst; Solidarität und vor allem verhandlungsschwächere Gruppen dürften dabei aber langfristig auf der Strecke bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Why do firms use fixed-term contracts? (2009)
Zitatform
Portugal, Pedro & Jose Varejao (2009): Why do firms use fixed-term contracts? (IZA discussion paper 4380), Bonn, 32 S.
Abstract
"Temporary forms of employment account for a variable but never trivial share of total employment in both the U.S. and in Europe. In this article we look at how one specific form of temporary employment - employment with fixed-term contracts - fits into employers' hiring policies. We find that human capital variables (schooling, skills and employer-provided training) as measured at the levels of the worker and the workplace are important determinants of the employers' decisions to hire with fixed-term contracts and to promote temporary workers to permanent positions. Those employers that hire more with fixed-term contracts are also those that are more likely to offer a permanent position to their newly-hired temporary employees. Our results indicate that fixed-term contracts are used as mechanisms for screening workers for permanent positions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Leiharbeit und betriebliche Mitbestimmung (2009)
Promberger, Markus;Zitatform
Promberger, Markus (2009): Leiharbeit und betriebliche Mitbestimmung. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 16, H. 2, S. 192-194.
Abstract
Der Beitrag berichtet über die Ergebnisse eines 2002-2006 mit Förderung der Hans-Böckler-Stiftung und der Bundesagentur für Arbeit am IAB durchgeführten Forschungsprojekts zur betrieblichen Handhabung und zu Einsatzkontexten von Leiharbeit. Für das Projekt wurden rund 16.000 Betriebe im Rahmen des IAB-Betriebspanels mittels standardisierter Interviews zur Leiharbeit befragt. Parallel dazu wurden 2004-2005 rund 100 qualitative Kurzfallstudien in 80 Einsatzbetrieben und 20 Verleihbetrieben durchgeführt. Die Untersuchung zeigt, dass Beschäftigte der Verleihbranche viel seltener in der Lage sind, die ihnen nach dem BetrVG zuständigen Rechte auszuüben als es in gleich großen Betrieben der übrigen Wirtschaft üblich ist. In einer Zusammenfassung der Befunde der Studie stellt der Autor fest, dass die betriebliche Mitbestimmung für Leiharbeiter 'noch nicht recht Fuß gefasst zu haben' scheint; Dies gilt sowohl für die Einsatzbetriebe als auch die Verleihfirmen. 'Offensichtlich gilt die industrielle Demokratie nicht für alle Gruppen von Arbeitnehmern gleichermaßen; formelle Beteiligungsrechte können in Sondersituationen wie der Leiharbeit offensichtlich nicht in faktische Beteiligungsmöglichkeiten umgesetzt werden.' (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
Literaturhinweis
Zeitarbeit: Chancen und Risiken für Zeitarbeitnehmer und Kundenunternehmen (2009)
Schröder, Edgar;Zitatform
Schröder, Edgar (2009): Zeitarbeit. Chancen und Risiken für Zeitarbeitnehmer und Kundenunternehmen. (Pocket Business), Berlin: Scriptor, 134 S.
Abstract
"Zeitarbeit etabliert sich in Deutschland als fester Bestandteil des ersten Arbeitsmarktes: 2004 waren mehr als 400.000 Menschen als Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Das Buch bringt die aktuellen Fakten über diese Beschäftigungsform und erläutert die Chancen und Risiken sowohl für die (potenziellen) Zeitarbeitnehmer als auch für die Entscheidungsträger aufseiten der Kundenunternehmen. Neben den grundsätzlichen Spielregeln werden die komplexen rechtlichen Hintergründe ebenso behandelt wie die Mitbestimmungsrechte und die Gewerkschaftspositionen. Der Leser erhält so einen kompakten und praxisrelevanten Ratgeber für seine Orientierung auf dem Zeitarbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit: Chancen - Erfahrungen - Herausforderungen (2009)
Schwaab, Markus-Oliver; Durian, Ariane;Zitatform
Schwaab, Markus-Oliver & Ariane Durian (Hrsg.) (2009): Zeitarbeit. Chancen - Erfahrungen - Herausforderungen. Wiesbaden: Gabler, 332 S.
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche ist in Deutschland in den letzten Jahren rasant gewachsen. Zwar gehen die wirtschaftlichen Turbulenzen nicht spurlos an ihr vorüber, doch zweifelt niemand daran, dass flexible Personaldienstleistungen auch zukünftig zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen beitragen werden. Das Buch beschreibt die Zeitarbeit aus verschiedenen Perspektiven. Dabei kommen alle relevanten Interessengruppen zu Wort: Wissenschaftler und Personalmanager aus der betrieblichen Praxis, Personaldienstleister, Volks- und Betriebswirte, Psychologen, Juristen, Journalisten sowie Vertreter von Verbänden, Gewerkschaften und Betriebsräten. Gleichzeitig wird durch die Einbindung internationaler Zeitarbeitsspezialisten ein Blick über Deutschland hinaus ermöglicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Rethinking the regulation of vulnerable work in the USA: a sector-based approach (2009)
Zitatform
Weil, David (2009): Rethinking the regulation of vulnerable work in the USA. A sector-based approach. In: Journal of Industrial Relations, Jg. 51, H. 3, S. 411-430. DOI:10.1177/0022185609104842
Abstract
"This article discusses one of the major challenges of US workplace policy: protecting roughly 35m workers who are vulnerable to a variety of major risks in the workplace. After laying out the dimensions of this problem, I show that the vulnerable workforce is concentrated in a subset of sectors with distinctive industry characteristics. Examining how employer organizations relate to one another in these sectors provides insight into some of the causes as well as possible solutions for redressing workforce vulnerability in the US as well as other countries facing similar problems." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Leiharbeit und befristete Beschäftigung: Betriebs- und Dienstvereinbarungen. Analyse und Handlungsempfehlungen (2009)
Zumbeck, Christine;Zitatform
Zumbeck, Christine (2009): Leiharbeit und befristete Beschäftigung. Betriebs- und Dienstvereinbarungen. Analyse und Handlungsempfehlungen. Frankfurt am Main: Bund-Verl., 153 S., CD-ROM.
Abstract
"Zunehmend verlassen sich Unternehmen auf Beschäftigungsformen wie Leiharbeit oder befristete Beschäftigung. So können sie kurzfristig Spitzen im Arbeitsaufkommen abfangen, ohne 'eigene' Personalreserven einzusetzen. Seit der Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes 2001 stehen Betriebsräte verstärkt in der Pflicht, diese 'Randbelegschaft' in den Betriebsalltag zu integrieren. Für die erste Analyse wurden rund 50 Betriebsvereinbarungen verwendet, die sich mit Regelungen für Leiharbeitnehmer/innen und befristet Beschäftigte befassen. Aufgegriffen wurden besonders Regelungen, die die Einstellung und Integration der prekär Beschäftigten im Betrieb in den Mittelpunkt stellen, sowie Vereinbarungen, die sich in Krisenzeiten der Sicherung der Stammbelegschaft widmen. Die vorliegende Auswertung ist eine um rund 20 Vereinbarungen aktualisierte und erweiterte Auflage der Auswertung aus dem Jahr 2005. Originalzitate geben wertvolle Hinweise und Formulierungshilfen für die Gestaltung eigener Vereinbarungen. Die erste Auflage erschien unter dem Titel 'Zeitarbeit und befristete Beschäftigung'." (Textauszug, IAB-Doku)
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The role of temporary help agency employment on temp-to-perm transitions (2008)
Zitatform
Amuedo-Dorantes, Catalina, Miguel Ángel Malo & Fernando Munoz-Bullon (2008): The role of temporary help agency employment on temp-to-perm transitions. In: Journal of labor research, Jg. 29, H. 2, S. 138-161. DOI:10.1007/s12122-007-9041-y
Abstract
"This paper evaluates the impact of agency work on temporary workers' posterior likelihood of being hired on a permanent basis. We use administrative data on two groups of temporary workers for whom we have complete work histories since they are first observed in 1998 until the year 2004. One group consists of workers employed through a temporary help agency (THA) at some point during the 7 year period under examination (treated group). The other group is composed of individuals employed as direct-hire temps at some point between 1998 and the year 2004, but never via a THA (control group). Using propensity score matching methods, we find that agency workers endure a lower likelihood of being hired on a permanent basis following their temporary assignment than their direct-hire counterparts. However, there are relevant differences for some groups of workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zur Verbreitung und Ausgestaltung geringfügiger Beschäftigung im Einzelhandel: eine explorative Studie aus der Perspektive von Management und Beschäftigten (2008)
Benkhoff, Birgit; Hermet, Vicky;Zitatform
Benkhoff, Birgit & Vicky Hermet (2008): Zur Verbreitung und Ausgestaltung geringfügiger Beschäftigung im Einzelhandel. Eine explorative Studie aus der Perspektive von Management und Beschäftigten. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 15, H. 1, S. 5-31.
Abstract
"Geringfügig Beschäftigte im Einzelhandel erleben höchst prekäre Arbeitsbedingungen und weit verbreitete Verstöße gegen das Arbeitsrecht. Das ergab eine explorative Studie auf der Basis von halbstrukturierten Interviews mit Managern und Mitarbeitern in 22 Filialen von 18 verschiedenen Einzelhandelsunternehmen unterschiedlicher Branchen und zwei Unternehmenszentralen in Sachsen. Obwohl nach dem deutschen Arbeitsrecht alle Arbeitnehmer gleich behandelt werden müssen, veranlasst die Arbeitslosenquote von etwa 15 % in der Region die geringfügig Beschäftigten dazu, Löhne zu akzeptieren, die zum Teil nur die Hälfte des Tarifniveaus betragen. Sie erhalten normalerweise kein Urlaubsgeld oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, werden kurzfristig zur Arbeit gerufen und wieder nach Hause geschickt, erhalten kaum Weiterbildung. Viele von ihnen können jederzeit entlassen werden, da sie über keinen schriftlichen Arbeitsvertrag verfügen. Angesichts von Drohungen, dass Stellen gestrichen und Filialen geschlossen werden könnten, scheinen Betriebsräte nicht auf Erfüllung des Arbeitsrechts zu bestehen. Einige große tarifgebundene Einzelhandelsfirmen entgehen dem Druck der Gewerkschaften auf Einhaltung der Tarife, indem sie die geringfügig Beschäftigten über einen nicht tarifgebundenen Personaldienstleister anstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigung von Zeitarbeitnehmern in Baden-Württemberg: Ausmaß, Entwicklung, Determinanten: eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (2008)
Bohachova, Olga; Einsele, Dominik;Zitatform
Bohachova, Olga & Dominik Einsele (2008): Beschäftigung von Zeitarbeitnehmern in Baden-Württemberg: Ausmaß, Entwicklung, Determinanten. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels. (IAW-Kurzbericht 2008,06), Tübingen, 40 S.
Abstract
"Der Kurzbericht untersucht das Ausmaß und die potentiellen Determinanten des Einsatzes von Zeitarbeitnehmern in baden-württembergischen Betrieben auf Grundlage des IAB-Betriebspanels, einer jährlichen repräsentativen Befragung von rund 1.200 südwestdeutschen Arbeitgebern. Im Gegensatz zur Arbeitnehmerüberlassungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, die sich auf die zu verleihenden Beschäftigten der Zeitarbeitsfirmen bezieht, wird im IAB-Betriebspanel jeweils zum 30. Juni eines Befragungsjahres die Zahl der in Kundenbetrieben (Entleihbetrieben) eingesetzten Zeitarbeitskräfte erfasst. Diese Datengrundlage erlaubt Rückschlüsse auf den tatsächlichen Einsatz von Zeitarbeit durch baden-württembergische Betriebe sowie eine Analyse der Bestimmungsgründe anhand weiterer betriebsbezogener Daten, die im IAB-Betriebspanel erhoben werden. Der Bericht ist wie folgt aufgebaut. In Kapitel 2 werden das Ausmaß und die Entwicklung der Zeitarbeit in Baden-Württemberg seit 2002 beleuchtet. Unter anderem werden Unterschiede nach Betriebsgröße, Branche, Nutzung der Zeitarbeit in Relation zur regulären Beschäftigung sowie Qualifikationsstruktur aufgezeigt. Kapitel 3 widmet sich einer vergleichenden Darstellung der Personalbewegungen, der Personalsuche sowie des Einschaltungsgrades der Arbeitsagentur im 1. Halbjahr 2007 in Betrieben mit und ohne Zeitarbeitskräfte. In Kapitel 4 erfolgen eine theoretische Erläuterung sowie eine statistisch-ökonometrische Überprüfung von potentiellen Bestimmungsfaktoren des Einsatzes von Zeitarbeit in baden-württembergischen Betrieben. Kapitel 5 fasst die wichtigsten Ergebnisse der Analyse zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fixed-term contracts as sorting mechanisms: evidence from job durations in West Germany (2008)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2008): Fixed-term contracts as sorting mechanisms. Evidence from job durations in West Germany. In: Labour economics, Jg. 15, H. 5, S. 984-1005. DOI:10.1016/j.labeco.2007.08.001
Abstract
"We estimate the effect of initial episodes under fixed-term contracts (FTCs) on job duration in the further course of the employment spell, using data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) from 1985 to 2002 and a statistical matching approach. Our results show that job exit rates are initially much higher if the employment spell began with an FTC. However, exit rates fall below those of comparable spells spent entirely in permanent employment after a few years time. This suggests that FTCs accelerate a sorting process and that they may at least to some part be understood as prolonged probationary periods. Strikingly, the probability of long-term employment of more than five years duration is not lower in spells that are initially concluded as FTCs. Hence, the sorting processes taking place in both forms of contracts lead to similar results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Les fusions-acquisitions conduisent-elles à une augmentation du recours à l'intérim? (2008)
Bunel, Matthieu; Gonzalez, Lucie; Duhautois, Richard;Zitatform
Bunel, Matthieu, Richard Duhautois & Lucie Gonzalez (2008): Les fusions-acquisitions conduisent-elles à une augmentation du recours à l'intérim? (Centre d'Etudes de l'Emploi. Document de travail 110), Noisy-le-Grand, 27 S.
Abstract
"This paper focuses on temporary workers recruitment when firms face mergers & acquisitions (M&As). We use an original dataset in which the stock of temporary workers is isolated from other workers. With descriptive statistics, we observe that the number of temporary workers increases in acquiring firms. In order to control for selection bias, we implement difference-in-differences (DD) and difference-in-difference-in-differences (DDD) estimators. The aim of this method is to measure the impact of mergers and acquisitions by comparing two types of firms: those affected by a restructuring and the others. Results show that M&As are accompanied with an increasing recourse to temporary workers. This recourse is controlled for composition effects and is particularly strong for small firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Dimensions of atypical forms of employment in Thessaloniki, Greece (2008)
Zitatform
Gialis, Stelios & Eleutheria Karnavou (2008): Dimensions of atypical forms of employment in Thessaloniki, Greece. In: International journal of urban and regional research, Jg. 32, H. 4, S. 882-902. DOI:10.1111/j.1468-2427.2008.00813.x
Abstract
"Post-Fordist reconstitutions in economy and society are positively related with the expansion of atypical employment. This article argues that many of the claims that an increase in atypical forms promotes less rigid labour markets rely on narrow readings of official statistics and also underestimate different local labour realities. Drawing upon case studies in Thessaloniki's Labour Inspectorates and industrial enterprises, it highlights the fact that Greek labour markets, which are already flexible enough, have been rearranged to accommodate new use patterns for atypical forms, both traditional and modern. A controversially expanding trend towards part-time and temporary work and non-agricultural self-employment is discussed. This trend is traced to trades, sectors, industries and firms that have developed distinct patterns in the exploitation of atypical employment within the context of locally constituted social and regulatory practices that interact with globalized capital accumulation procedures. The expansion of atypical employment is examined along two interpretative lines, the one focusing on the effect of recent reforms on small industrial enterprises, the other analysing post-Fordist, flexible socio-spatial restructurings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Boombranche Zeitarbeit: neue Herausforderungen für betriebliche Akteure (2008)
Hayen, Ralf-Peter; Kobus, Amadore; Hexel, Dietmar; Wassermann, Wolfram; Maschke, Manuela; Hayen, Ralf-Peter; Posner, Dieter; Birch, Ulf; Ulber, Jürgen;Zitatform
Hayen, Ralf-Peter & Manuela Maschke (Hrsg.) (2008): Boombranche Zeitarbeit. Neue Herausforderungen für betriebliche Akteure. (Edition der Hans-Böckler-Stiftung 220), Düsseldorf, 66 S.
Abstract
"Leiharbeit ist die Beschäftigungsform mit dem höchsten Wachstum: Aber die erhofften 'Klebeeffekte' von Leiharbeitnehmer/innen in den Einsatzbetrieben sind weitgehend ausgeblieben. Bei steigenden Leiharbeitnehmeranteilen gegenüber 'regulärer Stammbeschäftigung', ist Leiharbeit auch Gegenstand und Aufgabenbereich der Betriebsräte in Entleihbetrieben. Aber mit den bestehenden Mitbestimmungs- und Mitwirkungsregelungen können die Erosionsprozesse in den Einsatzbetrieben oft nur unzureichend zurückgedrängt werden. Wie kann Leiharbeit gestaltet und reguliert werden? Eine Strategie ist der mäßige Einsatz von Leiharbeit als 'Personalpuffer' zur Stabilisierung der Stammbelegschaft. Ein anderer Versuch zielt auf Begrenzung durch die Vereinbarung einer Quote für Leitarbeitnehmer und andere prekäre Beschäftigungsformen. Welchen Problemen stehen Betriebsräte bei konzerninterner Arbeitnehmerüberlassung gegenüber? Welche betriebspolitischen und betriebsverfassungsrechtlichen Handlungsmöglichkeiten, aber auch Forderungen erwachsen aus dem Status quo sowohl zum Schutz der Stammbelegschaften als auch der Leiharbeitnehmer/innen? Die Tagung der Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund widmete sich im November 2007 diesen und weiteren Fragen. In Vorträgen und Diskussionen wurden Bedingungen analysiert, betriebliche Beispiele dargestellt und Handlungswege diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhalt:
Vorwort: (7);
Dietmar Hexel: Begrüßung und Einführung Dietmar Hexel: Begrüßung und Einführung (9-15);
Jürgen Ulber: Neue Anforderungen an die Gestaltung und Regulierung von Leiharbeit in Betrieb und Unternehmen (17-24);
Wolfram Wassermann: Leiharbeiter in der betrieblichen Mitbestimmung - Wie sieht die Praxis in den Betrieben aus? (25-34);
Dieter Posner: Konzerninterne Arbeitnehmerüberlassung am Beispiel der Deutschen Bahn (35-40);
Ulf Birch, Amadore Kobus: Konzerninterne Arbeitnehmerüberlassung am Beispiel der Druck- und Verlagsindustrie (41-45);
Ralf-Peter Hayen: Schutz der Leiharbeitnehmer/innen durch Novellierung der Betriebsverfassung? Beteiligungsrechte von Betriebsräten (47-58);
Weiterführende Literatur (59). -
Literaturhinweis
Befristet Beschäftigte: Gut positioniert mit Hoffnung auf Anschluss (2008)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2008): Befristet Beschäftigte: Gut positioniert mit Hoffnung auf Anschluss. In: IAB-Forum H. 1, S. 26-31.
Abstract
Der Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse an der betrieblichen Gesamtbeschäftigung stieg in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1996 und 2006 um 65 Prozent von unter vier auf über sechs Prozent. In Ostdeutschland liegt der Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse bei neun, in Westdeutschland bei sechs Prozent. Der Beitrag gibt einen Überblick über die betriebsgrößen- und branchenspezifischen Bedingungen befristeter Neueinstellungen und Übernahmen nach Befristungen unter besonderer Berücksichtigung des 'extrempoligen' Kündigungsschutzes. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Befristungen im Produzierenden Gewerbe und in produktionsnahen Dienstleistungen in vielen Fällen eine Perspektive auf dauerhaften Anschluss an die Normalarbeit bieten. In Bereichen der Sozialwirtschaft, den sozialen Dienstleistungen, der öffentlichen Verwaltung und gemeinnützigen Betrieben gelten Befristungen, die etwa zwei Drittel der Einstellungen betreffen, heute als Normaleinstellungsverhältnis. Übernahme sind vergleichsweise selten, Abgänge aus Befristungen hingegen das meistgenutzte 'Entlassungsinstrument'. Nach Meinung des Autors erfüllen Betriebe mit exzessiver Befristungspraxis keine personalpolitische Vorbildfunktion. Er weist aber auch darauf hin, dass der Kündigungsschutz für einen Großteil der Betriebe in Deutschland kein Flexibilitätshindernis darstellt und Ausweichstrategien auf befristete Arbeitsverträge nicht notwendig sind. Befristete Arbeitsverträge sind aus seiner Sicht Ausdruck der Lage auf dem Arbeitsmarkt und der damit einhergehenden Verhandlungsposition der Arbeitnehmer. (IAB)
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Literaturhinweis
Reassessing the wage penalty for temps in Germany (2008)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2008): Reassessing the wage penalty for temps in Germany. (IZA discussion paper 3663), Bonn, 39 S.
Abstract
Als Konsequenz des rapiden Anwachsens von Leiharbeit in Deutschland hat die Debatte über die schlechten Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern, insbesondere was ihre Bezahlung angeht, an Intensität zugenommen. Auf der Basis von Verwaltungsdaten zeigt der Beitrag, dass die Einkommenskluft für deutsche Leiharbeiter erheblich ist und nach Berufen und Regionen variiert. Leiharbeiter haben aber auch schon vor Eintritt in den Leiharbeitssektor einen merklichen Lohnverlust hinnehmen müssen. Gleichwohl hinterlässt die Beschäftigung bei einer Leiharbeitsfirma keine dauerhaften Narben. Zwei Jahre nachdem sie diesen Sektor verlassen haben, leiden Leiharbeiter nicht mehr unter Einkommenseinbußen. Aktuelle Gesetzesänderungen bieten den Leiharbeitsunternehmen hohe Anreize, ihre Arbeitsnehmer den sektoralen Tarifverträgen entsprechend zu bezahlen. Überraschenderweise konnte die gewerkschaftliche Organisierung dieses Bereichs die Ausweitung der Einkommenskluft nicht zum Stoppen bringen. (IAB)
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Literaturhinweis
Fallstudien zu Leiharbeit in deutschen Betrieben: Intensivnutzung der Arbeitnehmerüberlassung in Betrieben des verarbeitenden Gewerbes (2008)
Zitatform
Klemm, Matthias, Christian Sandig & Judith Schuberth; Anja Kraus & David Schmitt (Mitarb.) (2008): Fallstudien zu Leiharbeit in deutschen Betrieben. Intensivnutzung der Arbeitnehmerüberlassung in Betrieben des verarbeitenden Gewerbes. In: Hans-Böckler-Stiftung (Hrsg.) (2008): Edition der Hans-Böckler-Stiftung, Arbeit und Soziales : 224, S. 77-152.
Abstract
"Die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung ist eine der Wachstumsbranchen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Im Zuge der weitgehenden Deregulierung der Einsatzbedingungen steigt insbesondere Zahl der 'Intensivnutzer' von Leiharbeit. Die sog. 'Intensivnutzung' von Leiharbeit. bezeichnet den kontinuierlichen und im Verhältnis zur Stammbelegschaft zahlenmäßig erheblichen Einsatz von Leiharbeitern in den Betrieben. 'Intensivnutzer' sind häufig Mittel- und Großbetriebe des verarbeitenden Gewerbes mit einem hohen Anteil an einfachen Tätigkeiten in der Fertigung. Ziel des Forschungsprojekts war es, anhand von Betriebsfallstudien die Motivlagen, Strategien und Praktiken der Intensivnutzung von Leiharbeit vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Aufschwungs in West- und Ostdeutschland, der politischen Deregulierung des Arbeitmarkts im atypischen Beschäftigungsbereich, einer professionalisierten und ausgebauten Leiharbeitsbranche sowie neuer Managementstrategien herauszuarbeiten. Es zeigt sich, dass positive Erfahrungen mit Leiharbeit, die Art der betrieblichen Arbeitsteilung, das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die 'Normalisierung' von Leiharbeit als Aushandlungsgegenstand in der betrieblichen Mitbestimmung es Betrieben nahe legen, Leiharbeit nicht nur in Sondersituationen, sondern auch zum Aufbau flexibler 'Quasi-Stammbelegschaften' zu nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Personalpolitische Aspekte der Zeitarbeit: Kompetenzentwicklung und Commitment überdenken (2008)
Zitatform
Moser, Klaus & Nathalie Galais (2008): Personalpolitische Aspekte der Zeitarbeit: Kompetenzentwicklung und Commitment überdenken. In: Personalführung, Jg. 41, H. 1, S. 22-30.
Abstract
"Kompetenzerwerb und Commitment sind zentrale Aspekte der Zeitarbeit. Anhand von ausgewählten Ergebnissen aus zwei Studien berichten die Autoren über Lernchancen in der Zeitarbeit und über Besonderheiten des Commitments von Zeitarbeitnehmern. Dabei wird deutlich, dass zentrale Konzepte der Personalarbeit für Zeitarbeitnehmer überdacht werden sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mehr atypische Beschäftigung aus theoretischer Sicht (2008)
Neubäumer, Renate; Tretter, Dominik;Zitatform
Neubäumer, Renate & Dominik Tretter (2008): Mehr atypische Beschäftigung aus theoretischer Sicht. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 15, H. 3, S. 256-278.
Abstract
"In dem Beitrag wird die starke Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse mit einem neu entwickelten theoretischen Ansatz erklärt, der die Nachfrage- und die Angebotsseite des Arbeitsmarktes in die Analyse einbezieht. Er basiert auf der Transaktionskostentheorie und rückt die Kosten (und Erlöse) von Arbeitsverhältnissen in den Blickpunkt: Durch verschiedene Formen atypischer Beschäftigungsverhältnisse lassen sich die Arbeitskosten und die Kündigungskosten senken und 'externe Erlöse' bei Normalarbeitsverhältnissen erzielen. Dem stehen höhere Transaktionskosten, insbesondere durch Kontrollen, niedrigere Arbeitsleistungen und interne Informationsprozesse, sowie höhere Einarbeitungs- und Weiterbildungskosten gegenüber. Durch eine Reihe von Entwicklungen haben sich die Kostenvorteile durch atypische Beschäftigung verstärkt und die Kostennachteile reduziert: Die Unternehmen haben ihre Arbeitsteilung vertieft, unternehmensweite Leistungserstellungskonzepte eingeführt, standardisiert und EDV zur Leistungskontrolle und zur Verbesserung ihres Informationssystems eingesetzt. Auf Seiten der Arbeitnehmer ist durch mehr persönlichen Flexibilisierungsbedarf und geänderte Einstellungen und/oder die hohe Arbeitslosigkeit das Angebot für atypische Beschäftigungsformen gestiegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie: die Sicht der Unternehmen (2008)
Ragnitz, Joachim;Zitatform
Ragnitz, Joachim (2008): Zeitarbeit in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie. Die Sicht der Unternehmen. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 15, H. 5, S. 32-37.
Abstract
"Die Zeitarbeit ist in jüngerer Zeit in die öffentliche Diskussion geraten. Insbesondere von Gewerkschaftsseite wird Zeitarbeit als eine Form prekärer Beschäftigung angesehen, die mit niedrigen Einkommen und geringer sozialer Absicherung einhergehe. Unternehmensvertreter betonen hingegen vor allem die Flexibilitätsgewinne, die durch den Einsatz von Zeitarbeit im Produktionsprozess erreicht werden könnten. Vor diesem Hintergrund hat das ifo Institut (Niederlassung Dresden) im Sommer 2008 in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberverband der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie eine Befragung von sächsischen Unternehmen dieser Branche durchgeführt, bei der unter anderem auch nach dem Einsatz von und den Erfahrungen mit Zeitarbeit gefragt wurde. Erste Ergebnisse dieser Untersuchung werden in dem Beitrag vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ausbildungspotenziale von Zeitarbeitsunternehmen: Ergebnisse der quantitativen Befragung von Zeitarbeitsunternehmen (2008)
Sczesny, Cordula; Lücke, Christina; Schmidt, Sophie; Rohwedder, Annegret; Neumann, Elke; Mahler, Julia; Schubert, Andre;Zitatform
Sczesny, Cordula, Andre Schubert, Sophie Schmidt, Annegret Rohwedder & Elke Neumann (2008): Ausbildungspotenziale von Zeitarbeitsunternehmen. Ergebnisse der quantitativen Befragung von Zeitarbeitsunternehmen. (Sinnovation. Neues aus Beratung und Forschung 10), Dortmund, 66 S.
Abstract
"Die Zeitarbeit ist eine wachsende Branche. Die Ermittlung des Ausbildungspotentials von Zeitarbeitsunternehmen ist aus mehreren Gründen ein Gebot der Stunde. Die Gründe liegen im Wachstum und Wandel der Zeitarbeit sowie in einem daraus resultierenden wirtschaftlichen Interesse der Zeitarbeitsunternehmen. Im Zusammenspiel von Zeitarbeitsunternehmen und Einsatzbetrieben besteht Interesse bzw. Bedarf, der wachsenden Nachfrage nach qualifizierten Beschäftigten in bestimmten Berufsgruppen durch eigene Ausbildung im Verbund zu entsprechen. Darüber hinaus besteht die gesellschaftliche Notwendigkeit, auch diesen Wirtschaftsbereich in das notwendige Erschließen von Ausbildungspotentialen einzubeziehen.
Der Band 10 der Schriftenreihe der Soziale Innovation GmbH ist ein Zwischenbericht im Rahmen des Projekts 'Untersuchung von Ausbildungspotenzialen von Zeitarbeitsunternehmen', gefördert vom Bundesministerium für Forschung und Bildung und wissenschaftlich begleitet vom Bundesinstitut für Berufsbildung. Er enthält die Ergebnisse der repräsentativen Befragung von Zeitarbeitsunternehmen zu Ausbildungspotenzialen. Die Befragung wurde durchgeführt im Jahr 2007. Im Rahmen des Projekts wurden ebenfalls repräsentativ Unternehmen nach Ihrem Interesse an einer gemeinsamen Verbundausbildung mit Zeitarbeitsunternehmen befragt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Zeitarbeit - Neue Herausforderungen für den Arbeitsschutz: Machbarkeitsstudie (2008)
Sczesny, Cordula; Bode, Silke; Horn, Judith; Schmidt, Sophie; Jasper, Gerda;Zitatform
Sczesny, Cordula, Gerda Jasper, Sophie Schmidt, Silke Bode & Judith Horn (2008): Zeitarbeit - Neue Herausforderungen für den Arbeitsschutz. Machbarkeitsstudie. (Sinnovation. Neues aus Beratung und Forschung 09), Dortmund, 56 S.
Abstract
Zeitarbeit ist eine stark expandierende Branche mit über 500.000 Beschäftigten. Im Rahmen der Studie wurden im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die besonderen Herausforderungen für den Arbeitsschutz sowohl in den Zeitarbeits- als auch in den Entleihunternehmen untersucht. Untersuchungsleitende Fragen waren u.a.: Wie sieht die Praxis des Arbeitsschutzes in der Zeitarbeit aus? Wo sind Ansatzpunkte, Sicherheit und Gesundheit der Zeitarbeitnehmer/-innen zu verbessern? Die Studie liefert Erkenntnisse zur Struktur der Zeitarbeits- und Entleihunternehmen, ihrer Beschäftigten sowie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz im Rahmen der Verleihtätigkeit. Die Untersuchungsergebnisse geben Hinweise auf zahlreiche Wissenslücken und betriebliche Gestaltungsbedarfe. Es zeigt sich, dass die Kennziffern zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Zeitarbeit, z. B. Daten zu Arbeits- und Wegeunfällen, methodisch uneinheitlich und lückenhaft erhoben werden. Zudem sind die Verantwortlichkeiten für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Entleihbetrieben nicht immer transparent. Es fehlen außerdem gesicherte Erkenntnisse über die Arbeitsschutzorganisation in Zeitarbeitsunternehmen unterschiedlicher Größe und Wirtschaftsaktivität, und für die Beschäftigten in der Zeitarbeit fehlen empirische Erkenntnisse zu ihrer Belastungs- und Beanspruchungssituation. Vor dem Hintergrund dieser Defizite werden Ansatzpunkte für Modellprojekte dargestellt, deren übergeordnetes Ziel die Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in der Zeitarbeit ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Leiharbeit: Funktionswandel einer flexiblen Beschäftigungsform (2008)
Seifert, Hartmut; Brehmer, Wolfram;Zitatform
Seifert, Hartmut & Wolfram Brehmer (2008): Leiharbeit: Funktionswandel einer flexiblen Beschäftigungsform. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 6, S. 335-341. DOI:10.5771/0342-300X-2008-6-335
Abstract
"Der Beitrag untersucht, welche Faktoren die Nutzung von Leiharbeit beeinflussen und liefert Hinweise zur Erklärung der starken Bedeutungszunahme dieser Beschäftigungsform. Die Ergebnisse der empirischen Analyse, die auf den vom WSI im Herbst 2007 durchgeführten Betriebsrätebefragungen basieren, untermauern die These, dass ein Wandel der personalstrategischen Funktionen von Leiharbeit die Nachfrage nach Leiharbeit steigert. Diese Beschäftigungsform dient offensichtlich nicht mehr vorrangig dazu, kurzfristige Einzelbedarfe zu überbrücken, sondern Betriebe nutzen Leiharbeit zum einen vermehrt, um Arbeitskräfte zu erproben und zu rekrutieren. Außerdem erweist sich Leiharbeit zunehmend als Instrument zum Aufbau einer flexiblen Randbelegschaft, um Stammbelegschaften zu ergänzen oder zu ersetzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vielfalt auf dem Arbeitsmarkt: Personalplanerische und arbeitsmarkttheoretische Überlegungen zur "Erosion" des Normalarbeitsverhältnisses (2008)
Spengler, Thomas;Zitatform
Spengler, Thomas (2008): Vielfalt auf dem Arbeitsmarkt: Personalplanerische und arbeitsmarkttheoretische Überlegungen zur "Erosion" des Normalarbeitsverhältnisses. (Universität Magdeburg, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Working paper 2008/05), Magdeburg, 14 S.
Abstract
"Die Erkenntnis, dass Humankapitalinvestitionen (u.a. durch die Auslösung von Lohn- und Lohnnebenkosten) zum einen erfolgsschmälernde Wirkungen haben und zum anderen positive Wirkungen auf den Unternehmenserfolg hervorrufen, hat sich in Wissenschaft und Wirtschaftspraxis bereits in der Vollbeschäftigungsphase der 1960er Jahre durchgesetzt und führt dazu, dass die Betriebe permanent ökonomisch legitimierbare Entscheidungen über das Humankapital zu treffen haben. Die korrespondierenden Entscheidungsfelder gestalten sich mittlerweile jedoch im Vergleich zu früheren Jahren (wie bereits oben skizziert) durch tiefgreifende Wandlungen ökonomischer, politisch-rechtlicher, soziokultureller und allgemein-technologischer Rahmenbedingungen komplexer und dynamischer. Die vorliegende Arbeit ist den Auswirkungen solcher Wandlungen auf die Alternativen gewidmet. den Betrieb mit Personal auszustatten. Dabei wollen wir nicht der Frage nachgehen, ob die Rede von der sog. Erosion des Normalarbeitsverhältnisses tatsächlich gerechtfertigt ist, sondern wir wollen die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten von Beschäftigungsverhältnissen aufzeigen und diese systematisch und modellgestützt analysieren. Wir werden uns deshalb zunächst in der gebotener Kürze mit arbeitsrechtlichen und empirischen Grundtatbeständen sowie mit arbeitsmarkttheoretischen (speziell: segmentationstheoretischen) Grundlagen auseinandersetzen. Darauf aufbauend werden dann betriebswirtschaftliche (speziell: personalplanerische) Überlegungen zur Strukturierung der Personalausstattung angestellt. Das Ziel der Überlegungen liegt in der Skizzierung eines Entscheidungsmodells, das u.a. Entscheidungen über die Zahl der einzustellenden, der zu entlassenden. der zu schulenden, der 'outgesourcten' sowie der freien Mitarbeiter unterstützt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do temporary agencies have incentives to invest in human capital of their flexworkers? (2008)
Spermann, Alexander;Zitatform
Spermann, Alexander (2008): Do temporary agencies have incentives to invest in human capital of their flexworkers? In: Zeitschrift für Personalforschung, Jg. 22, H. 1, S. 90-93.
Abstract
"Schmidt and Thommes (2007) raise this question in their contribution for Zeitschrift für Personalforschung (German Journal of Human Resource Research, Special Issue on Human Capital Management). Their well written paper takes into account most of the relevant literature on temporary work agencies. In my comment as practitioner at Randstad and economist at the University of Freiburg I will describe the position of Randstad in the German market (Chapter 1), add the results of some neglected international papers on the effects of temporary agency work (Chapter 2) and discuss the incentives of temporary agencies for flexworkers' human capital investments (Chapter 3)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Leiharbeit als Gegenstand betrieblicher Mitbestimmung: Anforderungen und Arbeitsressourcen von Betriebsräten in Betrieben mit hohem Leiharbeitnehmeranteil. Ergebnisse einer Befragung von Betriebsräten in Betrieben des Organisationsbereichs der IG Metall im Frühjahr 2007 (2008)
Zitatform
Wassermann, Wolfram & Wolfgang Rudolph (2008): Leiharbeit als Gegenstand betrieblicher Mitbestimmung. Anforderungen und Arbeitsressourcen von Betriebsräten in Betrieben mit hohem Leiharbeitnehmeranteil. Ergebnisse einer Befragung von Betriebsräten in Betrieben des Organisationsbereichs der IG Metall im Frühjahr 2007. (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 148), Düsseldorf, 37 S.
Abstract
Leiharbeitnehmer können unter bestimmten Voraussetzungen seit 2001 in den Einsatzbetrieben den Betriebsrat mitwählen. Nach BAG-Rechtssprechung aus dem Jahre 2003 dürfen sie aber bei der Bemessung der Betriebsratsmandate nicht mitgezählt werden, da sie juristisch nicht als Arbeitnehmer des Einsatzbetriebs gelten. In Betrieben mit hohem Leiharbeiteranteil müssen die Betriebsräte daher u. U. mit einer reduzierten Anzahl von Mandaten und Freistellungen auskommen. Dieser Zustand kann zu einer sachlich nicht begründbaren Schlechterstellung der Betriebsräte in Betrieben mit Leiharbeitereinsatz führen. Vor dem Hintergrund dieser tendenziell diskriminierenden Rechtssprechung des BAG gegenüber den Betriebsräten in Entleihbetrieben mit hohen Leiharbeitnehmeranteilen sowie den sich aus den bisherigen Erkenntnissen über die Rolle der Leiharbeit in der Praxis der betrieblichen Mitbestimmung ergebenden offenen Fragen wurden im Frühjahr 2007 einige Aspekte der Betriebsratspraxis in den Entleihbetrieben in Bezug auf die Interessenvertretung der Leiharbeitnehmer in Form einer schriftlichen und mündlichen Befragung von Betriebsräten untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Praxis der Betriebsräte in den Entleihbetrieben gegenüber den Leiharbeitnehmern ein breites Spektrum höchst unterschiedlicher Formen des Umgangs mit dieser Gruppe aufweist. Sie machen deutlich, dass eine gezielte Leiharbeitnehmervertretung den Betriebsräten in den Entleihbetrieben 'Mehrarbeit' abverlangt und ihnen neue Anforderungen stellt. Die Befunde aus dem Kreis der Betriebe mit erhöhtem Leiharbeitnehmereinsatz weisen auf die Notwendigkeit einer generellen Verstärkung der Arbeitsressourcen der Betriebsräte hin. Die Autoren formulieren daher die Empfehlung, dass in Betrieben, in denen viele Leiharbeiter beschäftigt sind, die Betriebsräte einen Anspruch auf eine spezifische Ergänzung ihrer Arbeitsmöglichkeiten im Vergleich zu Betrieben ohne Leiharbeitnehmer bekommen sollten. (IAB)
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Literaturhinweis
(Fehl-)Entwicklungen in der Zeitarbeit? (2008)
Zitatform
Weinkopf, Claudia & Achim Vanselow (2008): (Fehl-)Entwicklungen in der Zeitarbeit? (WISO Diskurs), Bonn, 40 S.
Abstract
"Mit dieser Expertise wollen wir auf der Basis einer Zusammenführung möglichst aktueller Daten und Fakten sowie Forschungsergebnissen einen Beitrag zur Einschätzung der aktuellen Entwicklungen in der Zeit- bzw. Leiharbeit leisten und beleuchten, welche Handlungsoptionen auf der politischen, auf der tariflichen und der betrieblichen Ebene bestehen, um Missstände zu unterbinden bzw. Rahmenbedingungen zu gestalten. In Abschnitt 2 stehen die aktuelle Marktsituation der Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland sowie einige Charakteristika der Zeitarbeit im Mittelpunkt. Basis sind einerseits die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit, die aktuell für Mitte 2007 vorliegen, sowie andererseits weitere Studien und Veröffentlichungen. In Abschnitt 3 gehen wir auf die Veränderungen der Regulierung im Jahre 2003/2004 und das gewandelte Leitbild der Arbeitnehmerüberlassung ein. In Abschnitt 4 werden aktuelle Entwicklungstendenzen in der Zeitarbeit vor allem auf der betrieblichen Ebene analysiert, die maßgeblich zu der - allerdings umstrittenen - Einschätzung beigetragen haben, dass die Lockerung der Regulierung auf dem Arbeitsmarkt auch zu unerwünschten Wirkungen auf dem Arbeitsmarkt geführt hat. In Abschnitt 5 stehen Handlungsmöglichkeiten von Gewerkschaften und betrieblichen Interessenvertretungen im Mittelpunkt. In Abschnitt 6 fassen wir die Ergebnisse unserer Analysen zusammen und leiten hieraus Schlussfolgerungen und Empfehlungen ab." (Textauszug, IAB-Doku)
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Betriebspanel Berlin: Ergebnisse der zwölften Welle 2007 (2008)
Abstract
"Ziel des IAB-Betriebspanels Berlin ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung und deren Bestimmungsgrößen in Berlin zu erhalten. Für Auswertungen in Berlin liegen für das Jahr 2007 Interviews von 817 Betrieben vor. Mit der Stichprobe wurden 1,1 Prozent der Betriebe mit 11,9 Prozent der Beschäftigten erfasst. Die befragten Betriebe repräsentieren die Grundgesamtheit von 79.673 Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis in Berlin. Das zentrale Schwerpunktthema der zwölften Welle behandelt die Problematik der künftigen Stellenbesetzung mit Fachkräften. Die aktuellen Umbrüche in der Arbeitsmarktpolitik wie auch neuere Tendenzen sowohl in der Beschäftigungsentwicklung als auch in der Bevölkerungsentwicklung führen zu spürbaren Veränderungen im Verhältnis von Fachkräftenachfrage und -angebot. So kann durchaus angenommen werden, dass in den kommenden Jahren die Nachfrage nach Fachkräften zumindest in einigen Wirtschaftszweigen und Regionen zunehmen wird. Unter diesem Aspekt wird der Bedarf an Fachkräften in den nächsten zwei Jahren eingeschätzt, die Alterung der Personalstruktur hinterfragt, die Gründe für den Mangel an geeigneten Bewerbern und Bewerberinnen analysiert sowie die betrieblichen personalpolitischen Maßnahmen zur Deckung der Personalbedarfs beurteilt. In das diesjährige Betriebspanel wurden turnusgemäß auch wieder die Fragenkomplexe zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung, zur öffentlichen Beschäftigungs- und Investitionsförderung, zu betrieblichen Innovationen, zu Öffnungsklauseln und zu Kapital- und Gewinnbeteiligungen aufgenommen. Zum ersten Mal wurde im IAB-Betriebspanel neben der Einschätzung der Ertragslage auch nach dem Jahresergebnis gefragt. Die mit dem Panel gewonnenen Ergebnisse über die betriebliche Nachfrage nach Arbeitskräften ergänzen wesentlich die Informationsbasis, die von amtlichen statistischen Daten geboten wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypical work and pay (2007)
Zitatform
Addison, John T. & Christopher J. Surfieldt (2007): Atypical work and pay. In: Southern Economic Journal, Jg. 73, H. 4, S. 1038-1065.
Abstract
"Atypical work has long been criticized in popular debate as providing poorly compensated, precarious employment. Yet the empirical evidence is both incomplete and mixed. The main contribution of the present paper is to estimate wage differences for the full set of these alternative work arrangements while simultaneously controlling for observed demographic characteristics and unobserved person-specific fixed effects. The paper also allows for the skewness in atypical worker earnings while retaining the Mincerian human capital earnings function. Our improved estimates are consistent with some of the more optimistic findings reported in the literature, the caveat being that we are examining here only the wage component of the total compensation package." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Fair wages and multiple fairness standards: a lab study of co-employment of hired and rented hands (2007)
Zitatform
Alewell, Dorothea, Colette Friedrich, Werner Güth & Wiebke Kuklys (2007): Fair wages and multiple fairness standards. A lab study of co-employment of hired and rented hands. In: Schmalenbach Business Review, Jg. 59, H. 1, S. 2-28.
Abstract
"We study the relevance of fairness norms in an experimental scenario in which hired and rented hands are co-employed and stochastic influences and multiple reference points for fairness further increase complexity. Co-employment of hired and rented hands is an example out of a broader class of situations with multiple fairness standards. Co-employment has high political relevance and topicality in Europe, and especially in Germany, where a new equal payment rule affecting temporary work agencies has become law. To shed new light an the relevance of fairness norms in complex settings, we explore theoretically and experimentally the possible fairness considerations of the participants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexible Arbeitsformen aus der Perspektive sozialer Nachhaltigkeit: eine Dokumentation von Beiträgen zur Fachkonferenz am 27./28. April 2007 an der Universität Bremen (2007)
Zitatform
Becke, Guido & Eva Senghaas-Knobloch (Hrsg.) (2007): Flexible Arbeitsformen aus der Perspektive sozialer Nachhaltigkeit. Eine Dokumentation von Beiträgen zur Fachkonferenz am 27./28. April 2007 an der Universität Bremen. (Artec-paper 141), Bremen, 78 S.
Abstract
"Welche neuen Konflikte und Belastungen entstehen unter den neuen Rahmenbedingungen? Wie werden sie bewältigt? Und welche Möglichkeiten und Anknüpfungspunkte gibt es, flexible Arbeitsstrukturen sozial nachhaltig zu gestalten? Eben dies stand auf dem Programm der interdisziplinären Fachkonferenz 'Flexible Arbeitsformen unter der Perspektive sozialer Nachhaltigkeit', zu der sich Ende April 2007 Arbeitsforscherinnen und -forscher verschiedener sozialwissenschaftlicher Disziplinen in der Uni Bremen trafen. Die Gestaltungsperspektiven für soziale Nachhaltigkeit bei flexiblen Arbeitsformen wurden für drei Problemkreise erörtert:
- Wie kann die Sozialintegration (mit den Elementen Vertrauen, Reziprozität und Anerkennung) von Unternehmen angesichts unterschiedlicher Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sowie verschiedener Kooperationsformen gewahrt werden?
- Welche Probleme zeichnen sich mit Blick auf gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung in flexiblen Arbeits- und Kooperationsstrukturen zwischen Unternehmen, Beschäftigten und Alleinselbständigen ab, und welche Anknüpfungspunkte gibt es für Gestaltung?
- Wie können individuelle Bedürfnisse und organisatorische Anforderungen nach Arbeitsqualität zum Ansatzpunkt für eine sozial nachhaltige Gestaltung flexibler Arbeitsformen gemacht werden?" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Weitere Expansion der Leiharbeit?: eine Bestandsaufnahme auf Basis des IAB-Betriebspanels. Abschlussbericht (2007)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Alexander Kühl (2007): Weitere Expansion der Leiharbeit? Eine Bestandsaufnahme auf Basis des IAB-Betriebspanels. Abschlussbericht. Berlin, 59 S.
Abstract
"Der Anteil der Betriebe mit Leiharbeit stieg von 2,5 % im Jahr 2005 auf 2,8 % im darauf folgenden Jahr. Entsprechend stieg der Anteil der Leiharbeitskräfte an der Gesamtbeschäftigung im selben Zeitraum von einem auf 1,5 %. Im verarbeitenden Gewerbe kann festgestellt werden, dass in Entleihbetrieben zu einem geringeren Anteil andere sonstige Beschäftigungsverhältnisse anzutreffen sind als in Betrieben ohne Leiharbeit. Dies zeigt, dass Austauschprozesse zwischen diesen Arten atypischer Beschäftigung stattgefunden haben. Betriebe, in denen jedes fünfte Belegschaftsmitglied (Intensivnutzer) eine Leiharbeitskraft ist, machen gegenwärtig rund 10 Prozent der Entleihbetriebe aus. In rund 60 Prozent der Entleihbetriebe ist kein Betriebsrat anzutreffen. Je höher die Nutzungsintensität ist, desto stärker geht der Anteil von Betrieben mit Überstunden zurück. Dies lässt folgern, dass in diesen Betrieben Leiharbeit anstatt Überstunden gewählt werden, um anfallende Kosten gering zu halten. Seit dem Jahr 2000 beträgt die Beschäftigungsdauer bei ihren arbeitgebenden Verleihagenturen für stets über 60 Prozent der Leiharbeitskräfte nur bis zu drei Monate." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Einflussfaktoren und Erfolgswirkungen befristeter Beschäftigungsverhältnisse (2007)
Binz, Andrea;Zitatform
Binz, Andrea (2007): Einflussfaktoren und Erfolgswirkungen befristeter Beschäftigungsverhältnisse. (Personalwirtschaft 12), Hamburg: Kovac, 257 S.
Abstract
"Die Befristung von Beschäftigungsverhältnissen war lange Zeit ein relativ wenig beachtetes und kaum diskutiertes Thema in der personalökonomischen Forschung, was aufgrund der damit verbundenen intensiven öffentlichen Diskussionen und der starken praktischen Relevanz dieser Form der Beschäftigung nur verwundern kann. Die Autorin geht davon aus, dass es notwendig ist, die personalpolitischen Strategien von Unternehmen zu analysieren, um die Ausweitung und die Folgen des Einsatzes von temporären Beschäftigungsverhältnissen besser verstehen und erklären zu können. Diese Strategien werden in dem Buch auf theoretische Weise ausführlich vorgestellt und diskutiert. Auf Basis dieser Überlegungen werden im Anschluss die Auswirkungen befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf die Arbeitszufriedenheit und die Produktivität der betroffenen Arbeitnehmer sowie die Determinanten eines Übergangs von befristeten zu unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen mithilfe eigener empirischer Studien untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bringing Gramsci back in: labor control in Italy's new temporary help industry (2007)
Zitatform
Degiuli, Francesca & Christopher Kollmeyer (2007): Bringing Gramsci back in: labor control in Italy's new temporary help industry. In: Work, employment and society, Jg. 21, H. 3, S. 497-515.
Abstract
"This article examines the labor control processes being implemented in Italy's recently developed temporary help industry. The social science literature generally predicts that voluntary forms of labor control require genuine compromises between management and its workforce. Based on interviews, observational field-work, and analysis of industry documents, the authors compare this expectation against the details of the Italian case. Overall, they find that management is attempting to build consensus not by granting temporary workers meaningful concessions, as the literature would generally suggest, but rather by reframing temporary work as a viable opportunity for upward social mobility, and reinforcing these ideological messages with coercion when needed.These findings suggest that ideological power may play a larger role in the labor control process than previously recognized, and that Gramsci's theory of ideological hegemony deserves greater attention from scholars studying such matters." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kollegiale Arbeitnehmerüberlassung: Möglichkeiten und Risiken des zwischenbetrieblichen Personaltransfers auf Basis von Tarifverträgen: Abschlussbericht des Forschungsprojektes (2007)
Zitatform
Hertwig, Markus (2007): Kollegiale Arbeitnehmerüberlassung: Möglichkeiten und Risiken des zwischenbetrieblichen Personaltransfers auf Basis von Tarifverträgen. Abschlussbericht des Forschungsprojektes. Düsseldorf u.a., 46 S.
Abstract
"Tarifverträge zur kollegialen Arbeitnehmerüberlassung werden erst von wenigen Unternehmen, die unter entsprechende Regelungen fallen, angewendet. Gründe liegen in der Unkenntnis der tarifvertraglichen Möglichkeiten und in Vorbehalten gegenüber dem Personalaustausch. Die Erfolgschancen liegen vermutlich höher, wenn die betroffenen Unternehmen bereits bei der Entwicklung der Tarifverträge beteiligt sind und wenn externe Befürworter die Initiative ergreifen und vorantreiben. Die Nutzungsbereitschaft der Unternehmen könnte durch eine verbesserte Informationspolitik der Verbände und entsprechende Koordinatsformen (Vermittlungsagenturen, Internetbörsen) sowie vertrauensfördernde Maßnahmen (good practice-Beispiele, workshops) erhöht werden. Im Vergleich zu gewerblicher Leiharbeit besitzt die kollegiale Arbeitnehmerüberlassung Vorteile für die Beschäftigten und Unternehmen: Sie trägt zur Stabilisierung der Betriebe und Beschäftigungsverhältnisse bei. Probleme liegen darin, dass bei anziehender Konjunktur in einer Branche viele Betriebe über einen erhöhten Personalbedarf verfügen, während bei einer Nachfrageschwäche eher ein Personalüberhang vorhanden ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Atypische Beschäftigung und betrieblicher Flexibilisierungsbedarf: Ergebnisse des IAB-Betriebspanels (2007)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Lutz Bellmann (2007): Atypische Beschäftigung und betrieblicher Flexibilisierungsbedarf. Ergebnisse des IAB-Betriebspanels. In: B. Keller & H. Seifert (Hrsg.) (2007): Atypische Beschäftigung : Flexibilisierung und soziale Risiken (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 81), S. 27-44.
Abstract
"Die Analyse interner und externer Flexibilisierungsstrategien kann einen Beitrag leisten, Hinweise für die weitere Entwicklung atypischer Beschäftigung bzw. der Stabilität von Beschäftigung zu erhalten. In dem Beitrag werden daher zunächst die Besonderheiten externer und interner Flexibilisierungsstrategien dargestellt. Im deskriptiv-empirischen Teil wird die Verbreitung externer und interner Flexibilisierungsstrategien zur Anpassung an wirtschaftliche Volatilitäten analysiert. Dabei wird herausgearbeitet, dass vor allem branchen- und betriebsgrößenspezifische Unterschiede in der Wahl der dominanten Anpassungsstrategie bestehen. Im Anschluss an die Diskussion deskriptiver Ergebnisse werden in einem ökonometrischen Modell betriebliche Determinanten der jeweils dominierenden externen oder internen Flexibilisierungsstrategie analysiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Phönix aus der Asche? Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland (2007)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2007): Phönix aus der Asche? Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland. In: G. von Münchhausen (Hrsg.) (2007): Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit : Potenziale und Grenzen, S. 21-44.
Abstract
"Primäres Ziel der wiederholten Deregulierung des Leiharbeitsrechts war es, den Flexibilitätsbedürfnissen der Unternehmen entgegen zu kommen und gleichzeitig die Wachstumspotenziale der Leiharbeit für zusätzliche Beschäftigung zu nutzen. Kein Wunder, dass die Leiharbeitsbranche in der letzten Dekade kräftig gewachsen ist. Durch die Einführung der Personal-Service-Agenturen und der flächendeckenden Anwendung von Tarifverträgen konnte die Leiharbeitsbranche einen erheblichen Imagegewinn verzeichnen. Dennoch kommt der Leiharbeit mit einem Anteil von 1,5 % an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 2004 eine vergleichsweise geringe Bedeutung unter den flexiblen Beschäftigungsverhältnissen zu. Untersucht man die Zugänge in und Abgänge aus Leiharbeit wird allerdings deutlich, dass der Umfang der Leiharbeit und damit die Dynamik in diesem Arbeitsmarktsegment sehr viel größer sind als dies die Bestandsdaten vermuten lassen. Ein Blick auf die sozio-ökonomischen Merkmale der Leiharbeiter zeigt, dass Leiharbeit Beschäftigungschancen insbesondere für Niedrigqualifizierte, Arbeitslose, Männer, Ausländer und junge Arbeitnehmer bietet. Nach wie vor üben Leiharbeiter vornehmlich Fertigungsberufe aus. Beinahe ein Drittel aller Leiharbeiter werden als Hilfsarbeiter eingesetzt. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer der Leiharbeitnehmer ist auffallend kurz. So waren im Jahr 2004 13 Prozent aller Leiharbeitsverhältnisse kürzer als eine Woche, 47 Prozent der Leiharbeitsverhältnisse hatten nur zwischen einer Woche und drei Monaten Bestand. Leiharbeit wird offenbar nach wie vor primär zur Kompensation von meist unerwarteten und kurzfristigen Auftragsschwankungen genutzt. Leiharbeit hat allerdings nicht nur in den alten sondern auch in den neuen Bundesländern kräftig zugenommen. Voraussetzung für eine hohe Wachstumsdynamik in den alten Bundesländern ist die Ansiedlung einzelner Branchen des verarbeitenden Gewerbes. Dies gilt allerdings nur für Arbeitsmarktregionen, in denen die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe insgesamt zugenommen hat. Leiharbeit ist primär in großen Agglomerationen zu finden. Sie bilden offenbar die Pole von denen aus der Leiharbeitsmarkt wächst. Von dem kräftigen Wachstum der Leiharbeitsbranche profitierten insbesondere periphere Regionen, die überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten aufweisen konnten. Mit steigender Nachfrage nach Leiharbeit lohnt es sich offenbar für Leiharbeitsfirmen, Niederlassungen in peripheren Gebieten zu gründen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The right to part-time: practical implications from the managerial point of view (2007)
Zitatform
Kattenbach, Ralph (2007): The right to part-time. Practical implications from the managerial point of view. In: Management Revue, Jg. 18, H. 3, S. 350-351.
Abstract
"In 2001 the employee's right to reduce working-time according to their own preferences was implemented in Germany. This legal title hardly effects the slowly but steadily growing number of part-time jobs. Nevertheless, data from the socioeconomic panel suggest that about 25% of employees wish to reduce their working-time even if this is associated with a loss of income. The HR-manager is seen as a mediator and is expected to play a major role moderating the effect of the legislative implementation. Therefore the HR managers' concepts and attitudes towards part-time as well as the psychological contract are the subject of the presented study. 42 HR-managers have been interviewed. The data are analysed according to qualitative content analysis. In common use the right to reduce one's working-time is rather seen as a matter of negotiation than an obligation to comply. Indeed, the majority of the HR-managers express their goodwill but the acceptance of the part-time requests is dependent on general beliefs, work ethic, and role concepts. Regarding the right to part-time, these are indicators for a weak direct impact of labour law on the managerial reality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung: Flexibilisierung und soziale Risiken (2007)
Keller, Berndt ; Keller, Berndt ; Klammer, Ute; Seifert, Hartmut; Leiber, Simone; Bellmann, Lutz ; Nienhüser, Werner ; Dufour, Christian; Noll, Susanne; Groß, Martin ; Promberger, Markus; Hohendanner, Christian ; Seifert, Hartmut; Bäcker, Gerhard; Sesselmeier, Werner; Giesecke, Johannes ; Walwei, Ulrich ; Hege, Adelheid; Wießner, Frank; Dietz, Martin;Zitatform
Keller, Berndt & Hartmut Seifert (Hrsg.) (2007): Atypische Beschäftigung. Flexibilisierung und soziale Risiken. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 81), Berlin: Edition Sigma, 230 S.
Abstract
"Atypische Beschäftigung hat in den letzten beiden Jahrzehnten erheblich an Bedeutung gewonnen; immer mehr Arbeitnehmer/innen sind zu Konditionen beschäftigt, die vom klassischen Normalarbeitsverhältnis abweichen. Dieser Sammelband bietet einen umfassenden und aktuellen Überblick über Entwicklung und Stand der verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung sowie über ihre arbeits- und sozialpolitischen Folgeprobleme, vor allem ihre Prekarität oder Sozialverträglichkeit. Die Beiträge des ersten Teils unterscheiden die wichtigsten Varianten von Flexibilität, untersuchen betriebliche Beschäftigungsstrategien und liefern arbeitsmarkttheoretische Erklärungen. Der zweite Teil präsentiert die wichtigsten Formen unter besonderer Berücksichtigung ihrer aktuellen Entwicklungen: befristete Beschäftigung, geringfügige Beschäftigung (einschließlich Mini- und Midijobs), Leiharbeit (einschließlich Personalserviceagenturen), neue (Schein-)Selbständigkeit (einschließlich Ich-/Familien-AG). Der dritte Teil behandelt die wesentlichen Folgeprobleme - vor allem Wirkungen auf das Beschäftigungsniveau und Folgen für die Systeme der sozialen Sicherung -, die in der aktuellen Diskussion häufig unberücksichtigt bleiben, und gibt einen Überblick über ähnliche Entwicklungen in anderen EU-Ländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bellmann, Lutz ; Promberger, Markus; Hohendanner, Christian ; Walwei, Ulrich ; Dietz, Martin; -
Literaturhinweis
Productivité relative et utilisation des emplois de courte durée dans les entreprises (2007)
Leclair, Marie; Roux, Sébastien;Zitatform
Leclair, Marie & Sébastien Roux (2007): Productivité relative et utilisation des emplois de courte durée dans les entreprises. In: Economie et Statistique H. 405/406, S. 47-76.
Abstract
"Der Rückgriff auf kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse (von weniger als einem Jahr) durch Unternehmen kann zwei Zielen dienen: Flexibilisierung oder Selektion/Anreiz. Zur Unterscheidung zwischen beiden wird die Produktivität dieser Arbeitsplätze mit derjenigen der Arbeitnehmer, die seit weniger als einem Jahr beschäftigt sind, aber im Unternehmen verbleiben, und der seit über einem Jahr beschäftigten Arbeitnehmer verglichen. Die kurzfristigen Beschäftigungen sind im Dienstleistungssektor produktiver als die anderen mit gleicher Dauer der Betriebszugehörigkeit, nicht aber in der Industrie. Dort hätte der Rückgriff auf kurzfristige Beschäftigungen nicht die gleiche Bedeutung. In der Industrie besetzen die seit kurzer Zeit eingestellten Arbeitnehmer Arbeitsplätze mit identischer Produktivität und somit mit ähnlichen Merkmalen, unabhängig davon, ob sie im Unternehmen verbleiben oder nicht. Im Dienstleistungssektor besetzen die Beschäftigten mit einem Vertrag von kurzer Dauer Arbeitsplätze, die für das Unternehmen unmittelbar produktiver sind. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass es in diesen Sektoren Arbeitsplätze gibt, die aufgrund der Schwankung der Unternehmenstätigkeit im Jahresverlauf weniger als ein Jahr besetzt werden. Auf alle Fälle legt die Tatsache, dass die Produktivität dieser Arbeitsplätze über derjenigen anderer mit gleicher Dauer der Betriebszugehörigkeit liegt oder ihr entspricht, den Schluss nahe, dass die Unternehmen nicht auf kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse zurückgreifen, um eine Selektion der Arbeitnehmer vorzunehmen oder sie zu mehr Anstrengungen anzuregen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ende der Normalarbeit?: mehr Solidarität statt weniger Sicherheit - Zukunft betrieblicher Interessenvertretung (2007)
Lorenz, Frank; Kühnast, Sylvia; Lorenz, Frank; Schneider, Günter; Mückenberger, Ulrich; Bednarski, Josef; Pfahl, Svenja; Bruse, Detlev; Schneider, Günter; Dietz, Martin; Schwarz, Monika; Caroll, Gene; Dörre, Klaus; Blanke, Thomas; Artus, Ingrid ; Zumbeck, Christine; Walwei, Ulrich ;Zitatform
(2007): Ende der Normalarbeit? Mehr Solidarität statt weniger Sicherheit - Zukunft betrieblicher Interessenvertretung. Hamburg: VSA-Verlag, 230 S.
Abstract
"Welche Formen kann die betriebliche Interessenvertretung annehmen und welche Perspektiven hat sie in Zeiten prekärer und deregulierter Beschäftigungsverhältnisse? Die Gewerkschaften haben bereits Mitte der 1980er Jahre mit dem Schlagwort 'Erosion' die galoppierenden Entwicklungen und Angriffe der letzten 20 Jahre auf das Normalarbeitsverhältnis umschrieben. Die Intensivierung dieses Prozesses beginnt mit dem Beschäftigungsförderungsgesetz, den Novellierungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes und findet ihren vorläufigen Höhepunkt in den Hartz-Gesetzen der rot-grünen Koalition. Die AutorInnen des Buches stellen zum einen die verschiedenen Formen deregulierter Beschäftigungsverhältnisse vor wie Teilzeitarbeit, geringfügige und befristete Beschäftigung, Leiharbeit und Ein-Euro-Jobs. Zum anderen setzen sie sich mit prekären Arbeitsverhältnissen auseinander: Welche Auswirkungen auf die Institutionen der Sozialpolitik hat es, wenn trotz Erwerbstätigkeit Einschränkungen bezüglich der sozialen Sicherungssysteme hingenommen werden müssen? Vor diesem Hintergund wird diskutiert, welche Formen die betriebliche Interessenvertretung annehmen kann und welche Perspektiven sie in Theorie und Praxis hat - im In- und Ausland." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beyond the hype: Working in the German internet industry (2007)
Zitatform
Mayer-Ahuja, Nicole & Harald Wolf (2007): Beyond the hype: Working in the German internet industry. In: Critical Sociology, Jg. 33, H. 1/2, S. 73-99. DOI:10.1163/156946307X168593
Abstract
Wie werden Arbeit und Wissen in hochqualifizierten Dienstleistungen organisiert? Diese Frage wird umfangreich diskutiert, weil derartige Arbeitsarrangements häufig als Vorreiter einer zukünftigen Vereinbarung von Flexibilität und Selbstbestimmung gelten. Nach der Einführung in wichtige Ansätze richtet sich der Fokus der Untersuchung auf die Internetindustrie, die seit Mitte der 1990er Jahre als ein besonders innovativer Sektor des (deutschen) Arbeitsmarktes gilt. Diese neue Industrie hat sich um den Kern von Internetdienstleistungen gebildet und verfügt über eine besondere Struktur (von in der Regel kleinen) Unternehmen mit festumrissenen Leistungsangeboten und Arbeitsplatzprofilen. Unter Bezug auf 12 Fallstudien zu deutschen Internetunternehmen werden Beschaffenheit und Entwicklung interdisziplinärer Projektarbeit und die (wechselnde) Bedeutung flexibler Beschäftigungsbeziehungen, flacher Hierarchien und direkter Kontrollmechanismen diskutiert. Daraus entsteht ein Bild junger Unternehmen, in denen die Erwartungen kreativer Aufgabenstellungen und egalitärer Arbeitsstrukturen gleichermaßen bei Management und Angestellten verbreitet sind. Diese Unternehmen sehen sich aber in steigendem Maße mit der Notwendigkeit konfrontiert, sich nach Abschluss der Konsolidierungsphase im Jahre 2001 auf Routinearbeit, stabile Beschäftigungsverhältnisse, formale Hierarchiestrukturen und direkte Kontrolle verlassen zu müssen. In diesem Sinne sind die Internetunternehmen des untersuchten Samples typische kleine und mittlere Unternehmen, deren Strukturen zum einen von dem institutionellen Bezugsrahmen deutscher Arbeitsorganisation geprägt sind und zum anderen vom Front-Line-Charakter der Dienstleistungsarbeit, wobei sich die (oft enttäuschten) Ideale von Selbstbestimmung als eine Quelle zukünftiger Innovation erweisen können. (IAB)
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Literaturhinweis
Temporary agency work and the blurring of the traditional employment relationship in multi-party arrangements: the case of Germany and the United States (2007)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2007): Temporary agency work and the blurring of the traditional employment relationship in multi-party arrangements. The case of Germany and the United States. In: International Journal of Employment Studies, Jg. 15, H. 2, S. 61-89.
Abstract
"A variety of pressures to improve competitiveness has fostered the deployment of atypical employment relationships. These new types of work arrangements have an impact on the nature and shape of the employment relationship. Above all the use of agency work has increased in the last few years. However, the impact of triangular arrangements on the employment relationship and Human Resource Management has not been explored in detail. Thus this paper analyses the complex and dense relationships that emerge in triangular employment arrangements. It explores the relations that occur within the triangular relationship of temporary agency work in Germany and the US investigating Human Resource Management issues like pay, performance management, training or control in a multi-party context. It also deals with the question how triangular relationships can be included in the study of employment relations and Human Resource Management." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Dependent self-employment: workers on the border between employment and self-employment (2007)
Muehlberger, Ulrike;Zitatform
Muehlberger, Ulrike (2007): Dependent self-employment. Workers on the border between employment and self-employment. Houndmills u.a.: Palgrave Macmillan, 217 S.
Abstract
Arbeitsbeziehungen an der Grenze zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbständigkeit werden in dem Buch aus ökonomischer, soziologischer und rechtlicher Sicht betrachtet. Durch zunehmende Auslagerung von Arbeitsplätzen werden betriebliche Hierarchien durch marktliche Steuerungsformen ersetzt, wobei beim größten Teil des Outsourcings die ökonomische und hierarchische Abhängigkeit der ausgelagerten Arbeitskräfte vertraglich festgelegt ist. Die abhängige Beschäftigung Selbständiger wird in dem Buch aus der Sicht der Unternehmen und der Beschäftigten untersucht. Es wird der Frage nachgegangen, warum Unternehmen abhängige Selbständige beschäftigen, warum Beschäftigte diese Beschäftigungsform wählen und mit welchen formellen und informellen Mechanismen die Abhängigkeit hergestellt wird. Es wird untersucht, wer diese abhängige Selbständigen sind, und wie Unternehmen die Gratwanderung zwischen Kontrolle und Flexibilität in diesen Arbeitsbeziehungen bewältigen. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitsgestaltung in der Netzwerkökonomie: Flexible Arbeit - Virtuelle Arbeit - Entgrenzte Arbeit (2007)
Neuendorff, Hartmut; Hugl, Ulrike; Vomberg, Edeltraud; Klatt, Rüdiger; Oberquelle, Horst; Kunzendorf, Martina; Schlick, Christopher; Mundorf, Norbert; Dehning-van Lammeren, Waltraud; Neuendorf, Hartmut; Fuchs, Gerhard; Oberquelle, Horst; Heinze, Rolf G.; Odenthal, Barbara; Ott, Bernd; Ott, Bernd; Fisseler, Björn; Paludan, Johan Peter; Wojda, Franz; Peters, Meikel; Geißler, Harald; Schlick, Christopher M.; Ciesinger, Kurt-Georg; Schütte, Volker;Zitatform
Neuendorff, Hartmut, Horst Oberquelle, Bernd Ott & Christopher Schlick (Hrsg.) (2007): Arbeitsgestaltung in der Netzwerkökonomie. Flexible Arbeit - Virtuelle Arbeit - Entgrenzte Arbeit. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren, 281 S.
Abstract
"Die globale, vernetzte Ökonomie des 21. Jahrhunderts hat die Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte grundlegend verändert. Das fest gefügte System, in der Betriebsstätte, Belegschaft, Arbeitszeit und Arbeitsprozess noch in genau definierten Grenzen lagen, wird zunehmend ersetzt durch global vernetzte, dezentral organisierte und hochflexibel komponierte Netzwerke aus selbstständigen Klein- und Kleinstunternehmen oder aus selbst organisierten Unternehmensteilen in großen Unternehmen. Die ehemals festen Koordinaten des deutschen Produktions- und Dienstleistungssystems sind in Bewegung geraten. 'Flexible Arbeit', 'virtuelle Arbeit' und 'entgrenzte Arbeit' sind dabei Leitbegriffe, die für eine kontroverse Debatte über Chancen und Risiken der globalvernetzten Ökonomie aus der Sicht der Arbeitsgestaltung stehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Interne Arbeitsmärkte und Einsatz temporärer Arbeitsverhältnisse: eine Fallstudie mit Daten eines deutschen Dienstleistungsunternehmens (2007)
Zitatform
Oberst, Mathias, Thorsten Schank & Claus Schnabel (2007): Interne Arbeitsmärkte und Einsatz temporärer Arbeitsverhältnisse. Eine Fallstudie mit Daten eines deutschen Dienstleistungsunternehmens. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Jg. 77, H. 11, S. 1159-1177.
Abstract
"In dem Beitrag werden Personaldaten eines deutschen Unternehmens ausgewertet, die eine Untersuchung von Personal- und Entgeltstrukturen sowohl der Stammbelegschaft als auch der Randbelegschaft von befristet Beschäftigten und Leiharbeitnehmern ermöglichen. Hierbei wird zum einen analysiert, inwieweit für die Stammbelegschaft ein interner Arbeitsmarkt vorliegt. Zwar zeigen sich einige typische Merkmale eines internen Arbeitsmarktes wie eine überdurchschnittlich lange und hierarchisch zunehmende Betriebszugehörigkeit sowie eine mit der Hierarchie steigende Entlohnung. Jedoch finden sich kaum hierarchisch überproportional zunehmende Lohndifferenziale, und Humankapitalvariablen spielen eine wichtigere Rolle bei der Entlohnung als reine Hierarchievariablen, was beides mit einem internen Arbeitsmarkt schwer vereinbar ist. Zum anderen wird mit einer ökonometrischen Analyse erstmals gezeigt, dass die Kosten pro geleisteter Arbeitsstunde bei befristet Beschäftigten um 14 Prozent und bei Leiharbeitnehmern sogar um 29 Prozent unter denen vergleichbarer Stammmitarbeiter liegen. Ob diese niedrigeren Arbeitskosten auch zu niedrigeren Lohnstückkosten führen oder nur eine gegenüber der Stammbelegschaft verminderte Produktivität von temporär Beschäftigten reflektieren, kann jedoch aus Mangel an Produktivitätsdaten nicht untersucht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit und Interimsmanagement in Deutschland: ein empirischer und institutioneller Vergleich (2006)
Zitatform
Alewell, Dorothea (2006): Zeitarbeit und Interimsmanagement in Deutschland. Ein empirischer und institutioneller Vergleich. In: Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Jg. 58, H. 12, S. 990-1012. DOI:10.1007/BF03372775
Abstract
"Bei Zeitarbeit und Interimsmanagement handelt es sich um zwei Formen eines betriebsübergreifenden Personaleinsatzes, die einerseits eine sehr ähnliche ökonomische Grundstruktur aufweisen, andererseits aber in Deutschland institutionell sehr unterschiedlich geregelt sind und über zwei getrennte Märkte mit sehr unterschiedlichen Merkmalen (Akteure, Marktsegmente, Preisstrukturen) gehandelt werden. Im Aufsatz werden Zeitarbeit und Interimsmanagement empirisch und institutionell verglichen. Insbesondere wird eine institutionenökonomische Erklärung für die zu beobachtenden institutionellen Unterschiede zwischen beiden Bereichen präsentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Personalbewegungen und Fachkräfterekrutierung: Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2005 (2006)
Bellmann, Lutz ; Fischer, Gabriele ; Bielenski, Harald; Dahms, Vera; Frei, Marek; Wahse, Jürgen; Bilger, Frauke;Zitatform
Bellmann, Lutz, Harald Bielenski, Frauke Bilger, Vera Dahms, Gabriele Fischer, Marek Frei & Jürgen Wahse (2006): Personalbewegungen und Fachkräfterekrutierung. Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2005. (IAB-Forschungsbericht 11/2006), Nürnberg, 98 S.
Abstract
"Zum ersten Mal seit Bestehen des IAB-Betriebspanels liegt hiermit ein gemeinsamer Bericht für West- und Ostdeutschland vor. Damit wird die bisher auf Ostdeutschland fokussierte Berichterstattung auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt. Der Bericht stellt erste Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2005 zu den folgenden Themen vor:
- Entwicklung und Struktur von Betrieben und Beschäftigung;
- Nutzung von atypischen Beschäftigungsverhältnissen durch die Betriebe;
- Dynamik auf dem Arbeitsmarkt: Job-Turnover und Labour-Turnover;
- Personalrekrutierung - insbesondere Personalbedarf und Stellenbesetzung bei Fachkräften;
- Berufsausbildung und Ausbildungsstellen;
- Betriebliche Weiterbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Manufacturers' outsourcing to employment services (2006)
Dey, Matthew; Polivka, Anne; Houseman, Susan;Zitatform
Dey, Matthew, Susan Houseman & Anne Polivka (2006): Manufacturers' outsourcing to employment services. (Upjohn Institute staff working paper 2007-132), Kalamazoo, 39 S.
Abstract
"We estimate the effects of manufacturers' use of employment services-comprised primarily of temporary help and professional employer organizations-on measured employment and labor productivity in manufacturing between 1989 and 2004. A major contribution of the paper is the construction of panel data on employment by occupation and industry from the Occupational Employment Statistics program. We use these data to document the dramatic rise of production and other manual occupations within the employment services sector and, in conjunction with information from the Contingent Worker Supplements, to estimate the number of employment services workers assigned to manufacturing over the period. Although measured employment in manufacturing declined by 4.1 percent from 1989 to 2000, counting employment services workers assigned to manufacturing, employment in that sector actually rose by an estimated 1.4 percent. Factoring in manufacturers' use of employment services workers does not erase the large declines in manufacturing employment since 2000, but a growing share of manufacturing work in the United States is being performed by employees of staffing agencies. In 2004, employment services workers added an estimated 8.7 percent to direct-hire manufacturing employment, compared to just 2.3 percent in 1989. In addition, we estimate that manufacturers' outsourcing to employment services significantly inflated manufacturing labor productivity measures, accounting for 0.5 percentage points of the annual growth rate from 1989 to 2000 and from 2001 to 2004. Although multifactor productivity measures should adjust for such outsourcing, available evidence suggests that KLEMS, the multifactor productivity measure for manufacturing, does not fully capture the relatively large effects that outsourcing to staffing services has on manufacturing productivity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der Wettbewerbsfaktor Zeitarbeit in der Automobilindustrie (2006)
Dudenhöffer, Ferdinand; Büttner, Carina;Zitatform
Dudenhöffer, Ferdinand & Carina Büttner (2006): Der Wettbewerbsfaktor Zeitarbeit in der Automobilindustrie. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 59, H. 9, S. 30-36.
Abstract
"Bei der Ausrichtung der Automobilindustrie in Deutschland spielen die Faktoren Flexibilität und Innovationsfähigkeit eine Schlüsselrolle. Neue Werke, wie das BMW-Werk in Leipzig, konnten nur realisiert werden, weil es möglich wurde, die Kapazitätsnutzung in einem Korridor zwischen 80 und 140% ohne Personalzusatzkosten, wie etwa Überstundenzuschläge, zu vereinbaren. Ferdinand Dudenhöffer und Carina Büttner, Center Automotive Research (CAR) an der FH-Gelsenkirchen, untersuchen, welche Rolle bei der Verbesserung 'Beschäftigungsflexibilität' dem Instrumenten Zeitarbeit zukommt. Ihre Unternehmensbefragungen ergaben, dass Zeitarbeit im Produktionsbereich der Automobil- und Zulieferindustrie heute Alltag ist. Neben dem Produktionsbereich stellen Verwaltung, Logistik und Vertrieb zusätzlich Potentiale dar, so dass der Einsatz der Zeitarbeit in der Automobilindustrie in den nächsten Jahren in Deutschland weiter anwachsen wird. Dabei sind Zeitarbeiter keine Billigarbeiter mehr, sondern qualifizierte Arbeitnehmer, die erlauben, die Flexibilität der Unternehmen wesentlich zu verbessern. Genau darin sehen die Autoren den größten Vorteil der Zeitarbeit für die Branche." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Use of employees and alternative work arrangements in the United States: a law, economics, and organizations perspective (2006)
Zitatform
Garen, John (2006): Use of employees and alternative work arrangements in the United States. A law, economics, and organizations perspective. In: Labour economics, Jg. 13, H. 1, S. 107-141. DOI:10.1016/j.labeco.2004.05.003
Abstract
"This paper considers the incidence of employees versus other forms of work in the United States, including temporary agency workers, contract company workers, independent contractors, and self-employment. It does so within a single, unifying framework. The approach takes an economics of organizations focus to consider when it is optimal for the firm to control the work routine instead of the worker. This is critical in defining and determining employment versus other forms of work. The cost of measuring output and monitoring effort and of worker versus firm expertise are important in determining the organization of work. This approach proves fruitful, but it also is important to account for the impact of certain legal restrictions in the U.S. labor market. The empirical findings show that independent contractors are in jobs that require worker expertise and training and for which monitoring of worker effort is difficult. Contract company workers' characteristics are a hybrid between independent contractors' and employees'. Temporary agency workers occur where the firm wishes to legally outsource its low-wage workers yet still maintain a degree of control over their work routine." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Examining the determinants of agency work: do family friendly practices play a role? (2006)
Zitatform
Heywood, John S., W. Stanley Siebert & Xiangdong Wie (2006): Examining the determinants of agency work. Do family friendly practices play a role? (IZA discussion paper 2413), Bonn, 38 S.
Abstract
"This paper uses establishment data to estimate the determinants of using agency workers. It contends that those employers with less ability to direct effort of core workers are more likely to use agency workers to meet uncertain labor demand. Family friendly practices are viewed as either increasing or decreasing such ability, depending upon their influence upon absence rates. The empirical results imply that special leave practices reduce firms' ability to direct worker effort, thereby increasing the likelihood of using agency workers. On the other hand, practices linked with flexible working conditions (workplace nurseries, flexitime and job sharing) have the opposite effect. The findings thus distinguish between family friendly practices that make core workers better off without expanding contingent agency jobs, and those that do not." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Interne und externe Flexibilität (2006)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Lutz Bellmann (2006): Interne und externe Flexibilität. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 5, S. 241-246.
Abstract
"Der betriebliche Einsatz atypischer Beschäftigung ist zum Teil auf Anpassungserfordernisse an wirtschaftliche Schwankungen zurückzuführen. Allerdings verfügen deutsche Betriebe über eine Vielzahl alternativer Instrumente, um wirtschaftlichen Volatilitäten zu begegnen. Mit den Daten des IAB-Betriebspanels wird gezeigt, dass in Deutschland nach wie vor interne, zeitliche Flexibilisierungsmaßnahmen in wesentlich stärkerem Umfang genutzt werden als externe Anpassungen. Trotz der Zunahme der atypischen Beschäftigung besteht insofern weiterhin ein großes Interesse der Betriebe an stabiler Beschäftigung. Allerdings weisen die Anpassungsstrategien an wirtschaftliche Schwankungen deutliche branchen- und betriebsgrößenspezifische Unterschiede auf. In der ökonometrischen Analyse betrieblicher Determinanten externer und interner Flexibilisierung wird deutlich, dass zugleich komplementäre und substitutive Beziehungen zwischen einzelnen Flexibilisierungsmaßnahmen bestehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The organization of Human Resource Management in temporary work agencies: towards a comprehensive research agenda on temporary agency work in Germany, the Netherlands and the US (2006)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2006): The organization of Human Resource Management in temporary work agencies. Towards a comprehensive research agenda on temporary agency work in Germany, the Netherlands and the US. In: Human Resource Management Review, Jg. 16, H. 1, S. 67-81. DOI:10.1016/j.hrmr.2006.02.004
Abstract
"While many studies suggest that companies use temporary agency work only as a short-term instrument to adjust the workforce in line with demand, recent research has pointed to new developments in employers' use of temporary agency work. Studies have highlighted the development of increasing long-term contractual relationships between temporary work agencies and client companies in countries such as Germany, the Netherlands and the US. What is missing in the current debate so far are insights on how temporary work agencies are responding to new expectations by client companies. Therefore, possible strategies are analyzed with special regard to the design of Human Resource Management instruments in temporary work agencies. Although the Human Resource Management is the core competency of temporary work agencies, surprisingly little attention in the academic literature has been paid to the question how Human Resource Management should be structured in order to support the adopted strategies by the agencies. This will be analyzed in the paper with a special focus on the situation in Germany, the Netherlands and the US, developing propositions for further research and a comprehensive research agenda for international comparative studies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The determinants of contract length in temporary help employment (2006)
Nannicini, Tommaso;Zitatform
Nannicini, Tommaso (2006): The determinants of contract length in temporary help employment. In: Labour, Jg. 20, H. 3, S. 453-474.
Abstract
"This paper investigates the determinants of labor contract duration in the case of temporary help employment. A simple theoretical model is developed, in order to depict the choice of contract length made by a firm that recruits temporary agency workers to deal with activity peaks. Assuming that the hiring of a new worker is associated with selection and training costs, longer contracts have an option value in face of a greater persistence of positive shocks. The model has two testable implications. First, the degree of serial correlation in market demand positively affects contract length. Second, the shortage of alternative employment opportunities negatively affects contract length. Using data on Italian temporary agency workers, both implications are confirmed by the econometric analysis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Beschäftigungswirkungen von befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeit: theoretische Überlegungen und empirische Evidenz (2006)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2006): Beschäftigungswirkungen von befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeit. Theoretische Überlegungen und empirische Evidenz. In: L. Bellmann & U. Ludwig (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsanalysen mit den Daten des IAB-Betriebspanels : Tagungsband. Beiträge zum Workshop des IAB und IWH 2005 (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft, 2006,01), S. 130-152.
Abstract
"Befristete Beschäftigung und Leiharbeit werden gemäß der Theorie des dualen Arbeitsmarktes als kurzfristiges Anpassungsinstrument bei Nachfrageschocks genutzt. Zudem können sie als verlängerte Probezeiten dienen und zu einem besseren Matching führen. Eine solche Screening-Funktion scheint dabei eher befristeten Arbeitsverträgen als Leiharbeit zuzukommen. Die mikroökonometrischen Analysen basieren auf der niedersächsischen Teilstichprobe des IAB-Betriebspanels. Dabei wird zum einen geprüft, ob Nachfrageschocks und eine Übernahmestrategie Einfluss auf die Nutzungsintensität der bei- den Beschäftigungsformen haben. Zum anderen werden Beschäftigungsveränderungen analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit - Flexibilität und Prekarität in der betrieblichen Praxis (2006)
Promberger, Markus;Zitatform
Promberger, Markus (2006): Leiharbeit - Flexibilität und Prekarität in der betrieblichen Praxis. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 5, S. 263-269.
Abstract
"Leiharbeit wächst, was die Zahlen wie auch das öffentliche Ansehen betrifft. Hierbei stellen sich mehrere Fragen, von denen zwei Gegenstand dieses Aufsatzes sind: Erstens: Worin besteht der Flexibilisierungsbeitrag der Leiharbeit in der betrieblichen Praxis? Zweitens: Wie prekär ist Leiharbeit heute hinsichtlich der Strukturen und Bedingungen des Arbeitsverhältnisses? Auf Basis des IAB-Betriebspanels und anderer Datenquellen wird gezeigt, dass Leiharbeit immer noch vorwiegend als einfache Arbeit in Großbetrieben des verarbeitenden Gewerbes eingesetzt wird - bei ansatzweiser Ausbreitung in den Dienstleistungssektoren. Dabei ist Leiharbeit - von signifikanten Ausnahmen abgesehen - auf eine ergänzende Rolle im betrieblichen Flexibilisierungshandeln beschränkt. In zentralen Dimensionen des Beschäftigungsverhältnisses, etwa dem Kündigungsgeschehen, der Beschäftigungsdauer, der Partizipation und dem Entgeltniveau, erweist si! ch Leiharbeit nach wie vor als prekäre Beschäftigungsform." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
Literaturhinweis
Leiharbeit im Betrieb: Strukturen, Kontexte und Handhabung einer atypischen Beschäftigungsform: Abschlussbericht des Forschungsprojektes HBS-2002-418-3, gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung (2006)
Promberger, Markus; Bellmann, Lutz ; Dreher, Christoph; Theuer, Stefan; Sowa, Frank ; Schramm, Simon;Zitatform
Promberger, Markus (2006): Leiharbeit im Betrieb: Strukturen, Kontexte und Handhabung einer atypischen Beschäftigungsform. Abschlussbericht des Forschungsprojektes HBS-2002-418-3, gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung. Nürnberg, 185 S.
Abstract
"Leiharbeit ist in der Fläche nach wie vor eher randständig, wird in einer - nicht ganz kleinen - Minderheit von Betrieben jedoch intensiv genutzt. Hier kann es mitunter auch zu Verdrängungsprozessen kommen, die jedoch keineswegs generell der Leiharbeit zuzuschreiben sind, sondern mit bestimmten Randbelegschaftsstrategien der Unternehmen korrespondieren. Übernahmen kommen eher dort vor, wo wenige Leiharbeiter anzutreffen sind und reguläre Beschäftigung wächst. Leiharbeit ist nach wie vor unterprivilegierte Arbeit - sie ist im Schnitt schlechter bezahlt, weniger stetig, schlechter qualifiziert und seltener mitbestimmt. Leiharbeit organisiert in Deutschland mittlerweile große Teile des gering qualifizierten, vorwiegend industriellen 'jedermann/frau'-Arbeitsmarkts vor allem urbaner Zentren, doch breitet sie sich mehr und mehr ins Segment einfacher Dienstleistungsarbeit aus. Die durch die geänderte Gesetzeslage hervorgerufene Tarifbindung der Branche hat die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter zwar nicht unmittelbar verbessert, jedoch standardisiert und sichtbar gemacht - eine wichtige Voraussetzung für künftige erfolgreiche Tarifpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Teilzeitarbeit im Dienstleistungsbereich: Strategien und Handlungsfelder in den Branchen Einzelhandel, Gesundheitswesen sowie Hotel- und Gaststättengewerbe (2006)
Sczesny, Cordula; Marino, Daniela; Wingen, Sascha; Langhoff, Thomas;Zitatform
Sczesny, Cordula, Sascha Wingen, Thomas Langhoff & Daniela Marino (2006): Teilzeitarbeit im Dienstleistungsbereich. Strategien und Handlungsfelder in den Branchen Einzelhandel, Gesundheitswesen sowie Hotel- und Gaststättengewerbe. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 1076), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 58 S.
Abstract
"Immer mehr Betriebe setzen auf eine flexible Arbeitszeitgestaltung. Dabei gewinnt auch die Teilzeitarbeit zunehmend an Bedeutung. Nach einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit arbeiteten im Jahr 2004 im Durchschnitt 29 % der abhängig Beschäftigten in Teilzeit (Wanger u. Bach, 2005). Anfang der 90er Jahre lag die Teilzeitquote noch bei 15 %. Zwei Strukturmerkmale der Teilzeitarbeit haben sich in den letzten Jahren kaum verändert: Teilzeitarbeit wird überwiegend von Frauen geleistet. Und Teilzeitarbeit findet in Deutschland nach wie vor überwiegend im Dienstleistungsbereich statt. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des Projekts eine Vielzahl von Teilzeitmodellen in drei ausgewählten Dienstleistungsbranchen untersucht. Dabei handelt es sich um den Einzelhandel, das Gesundheitswesen sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitpolitik: Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität (2006)
Zitatform
Wanger, Susanne (2006): Arbeitszeitpolitik: Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität. (IAB-Kurzbericht 07/2006), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"In über einem Drittel aller Betriebe in Deutschland arbeiten Teilzeitkräfte mit einer höheren Stundenzahl als geringfügig Beschäftigte. Sie sind vor allem im Dienstleistungsbereich zu finden, im Produzierenden Gewerbe dagegen eher selten. Teilzeit entspricht oft den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen ebenso wie den Wünschen der Beschäftigten. Unter ertragsrelevanten Aspekten wird Teilzeitarbeit von den Betrieben einhellig als sehr vorteilhaft eingeschätzt. Denn sie fördert insbesondere deren Flexibilität und Produktivität. Unter kostenrelevanten Gesichtspunkten beurteilen die Betriebe Teilzeit dagegen sehr unterschiedlich: Kleinbetriebe sehen eher Vorteile, weil hier eine Vollzeitkraft häufig nicht ausgelastet wäre. Bei Großbetrieben überwiegen die Nachteile, da Arbeitsabläufe und Kommunikationswege vielfach reorganisiert werden müssten. In 17,5 Prozent der Betriebe mit Teilzeitbeschäftigten sind im Jahr 2004 Teilzeitarbeitsplätze entstanden. Großteils wurden sie zusätzlich eingerichtet oder eine Vollzeit- in eine Teilzeitstelle umgewandelt. Die Aufteilung auf mehr Teilzeitstellen spielt eine geringere Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Die Minijob-Reform im deutschen Mittelstand: eine empirische Analyse mit den Daten der Studie "MIND 04" (2006)
Zitatform
Werner, Arndt (2006): Die Minijob-Reform im deutschen Mittelstand. Eine empirische Analyse mit den Daten der Studie "MIND 04". In: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.) (2006): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 1/2006 (Schriften zur Mittelstandsforschung. N.F., 112), S. 69-92.
Abstract
"Trotz dieses rasanten Wachstums der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland konnte bislang nicht abschließend geklärt werden, ob hier tatsächlich zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden sind oder ob diese Zunahme auf die Zerlegung bereits vorhandener sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze zurückzuführen ist. Mit der Beantwortung dieser Forschungsfrage hat sich das Forschungsprojekt beschäftigt. Die empirische Analyse der Untersuchung greift dabei auf die aktuelle Erhebung der MIND-Studie 04 - einer repräsentativen Befragung mittelständischer Unternehmen in Deutschland - aus dem Jahr 2005 zurück. Im Kern der Arbeit wurde multivariat untersucht, wie sich die betriebliche Fluktuationsrate, anstehende Rationalisierungs- bzw. Kostensenkungsmaßnahmen und der (geplante) Abbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung - unter Kontrolle zahlreicher unternehmensspezifischer und struktureller Einflussfaktoren - auf den Ausbau von Mini- und Midijobs auswirkt. Die Befunde liefern empirisch fundierte Hinweise darauf, dass im deutschen Mittelstand zum Teil für einfache Tätigkeiten und in spezifischen Branchen eine Zerlegung von Normalarbeitsverhältnissen in Mini- und Midijobs stattfindet. In eine ähnliche Richtung deuten auch die Ergebnisse zur Personalfluktuation und betrieblichen Rationalisierungsbestrebungen. KMU mit hohen Personal-Austauschraten weisen einen höheren Anteil an Mini- und Midijobbern in ihrer Belegschaft auf. Auch Unternehmen, welche rationalisieren bzw. Kosten senken wollen, haben anteilig mehr Mini- und Midijobber in der Belegschaft als solche, die nicht rationalisieren wollen. Dagegen spielt sowohl die wirtschaftliche Situation des Unternehmens als auch das Unternehmensalter, Import- und Exportaktivitäten und die Betriebszugehörigkeitsdauer der Belegschaft keine Rolle für die betriebliche Entscheidung, Stellen mit Mini- und Midijobbern zu belegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Atypical work and compensation (2005)
Zitatform
Addison, John T. & Christopher J. Surfield (2005): Atypical work and compensation. (IZA discussion paper 1477), Bonn, 43 S.
Abstract
"Atypical work, or alternative work arrangements in U.S. parlance, has long been criticized for providing poorly-compensated employment. Although one group of atypical workers (contractors) seems to enjoy a wage premium, our cross-section results from the CPS and NLSY for the better-known category of temporary workers point to a negative wage differential of some 7-12 percent. It emerges that much of the latter disparity stems from unobserved worker heterogeneity (accounting for which supports a wage advantage for contracting work). Turning to fringes, the appearance in cross section of a potentially large deficit in atypical worker health benefits is again reduced after accounting for permanent unobserved individual heterogeneity. But on this occasion the reduction is very modest. Further, there is now some indication that the wage advantage of contract workers partly compensates for their reduced access to such benefits." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Fair wages and the co-employment of hired and rented hands: an experimental study (2005)
Zitatform
Alewell, Dorothea, Colette Friedrich, Werner Güth & Wiebke Kuklys (2005): Fair wages and the co-employment of hired and rented hands. An experimental study. Mannheim, 25 S.
Abstract
"A firm with stochastic demand can rely on hired hands when demand is low and rent additional labour when demand is higher. For high demand this implies the co-employment of hired hands, paid directly by the firm, and of rented hands who are paid by a rental agency. This may cause severe problems if wages differ systematically between hired and rented hands. Will rented hands accept lower wages than hired hands? Or will rented hands demand higher wages as a compensation for flexibility? Fairness norms might play an important role in wage-setting decisions. We will explore theoretically and experimentally possible fairness considerations of the involved parties." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Institutional structures of the flexible assignment of personnel between enterprises: an economic comparison of temporary agency work, interim management and consulting (2005)
Zitatform
Alewell, Dorothea, Katrin Bähring & Kirsten Thommes (2005): Institutional structures of the flexible assignment of personnel between enterprises. An economic comparison of temporary agency work, interim management and consulting. In: Management Revue, Jg. 16, H. 4, S. 475-493.
Abstract
Leiharbeit, Interimsmanagement und Consulting sind drei Formen des flexiblen Personaleinsatzes in Unternehmen, welche hinsichtlich ihrer ökonomischen Struktur zwar mehr oder wenig ähnlich sind, in Deutschland und in verschiedenen Marktsegmenten jedoch unterschiedlichen vertraglichen und rechtlichen Regelungen unterworfen sind. In dem Papier werden die empirischen und institutionellen Aspekte dieser drei Formen aus ökonomischer Sicht betrachtet. (IAB)
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Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? (2005)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2005): Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 305-324.
Abstract
"Der Einfluss atypischer Arbeit auf die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes hängt von der Art ihrer Nutzung ab. In der Arbeit definieren wir zunächst drei Nutzungsmotive: die Anpassung an Schwankungen der Geschäftstätigkeit, die Verbesserung der Personalauswahl durch die Verlängerung von Probezeiten und die Substitution unbefristeter Arbeit aus Kostengründen. Wir diskutieren, welche Effizienzwirkungen diese Nutzungsarten haben. Für jedes Motiv lassen sich in der theoretischen Betrachtung mögliche Effizienzgewinne, aber auch Effizienzverluste anführen. Für die befristeten Verträge als der in Deutschland am weitesten verbreiteten atypischen Beschäftigungsform untersuchen wir auf der Basis von Individualdaten auf Betriebs- und Personenebene, inwieweit die Nutzung in Deutschland mit diesen Nutzungsmotiven übereinstimmt und welche Evidenz es für die Effizienzwirkungen atypischer Arbeit gibt. Die Ergebnisse deuten am ehesten auf die Funktion der Personalauslese. Diese Gesichtspunkte werden auch in Bezug auf Leiharbeit, rechtlich selbständige Beschäftigung und auf Minijobs diskutiert. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Gründen für die Nutzung unterschiedlicher Formen atypischer Arbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betrieblicher Einsatz befristeter Beschäftigung (2005)
Zitatform
Fritsch, Anja & Thorsten Schank (2005): Betrieblicher Einsatz befristeter Beschäftigung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 9, S. 211-220.
Abstract
"Auswertungen mit repräsentativen Daten des IAB-Betriebspanels von 1996 bis 2002 zeigen, dass durchschnittlich gut 13 Prozent der ostdeutschen und 10 Prozent der westdeutschen Betriebe befristet Beschäftigte einsetzen. Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen der Betriebsgröße und befristeter Beschäftigung. Werden jedoch nur die Betriebe einbezogen, die überhaupt befristet beschäftigen, so sinken die Befristungsanteile mit zunehmender Betriebsgröße. Die ökonometrische Analyse deutet darauf hin, dass auch nach Kontrolle betriebsspezifischer Merkmale die Größen- und Branchenstruktur einen entscheidenden Bestimmungsgrund von befristeter Beschäftigung darstellt. Die Ergebnisse liefern keinen Beleg dafür, dass sich Änderungen des kündigungsschutzrechtlichen Schwellenwertes auf das betriebliche Einstellungsverhalten von befristet Beschäftigten ausgewirkt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A two-tier labour market for fixed-term jobs?: evaluating evidence from West Germany using quantile regression (2005)
Zitatform
Mertens, Antje & Frances McGinnity (2005): A two-tier labour market for fixed-term jobs? Evaluating evidence from West Germany using quantile regression. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 1, S. 75-85.
Abstract
In jüngeren Diskussionen werden oft die beträchtliche Bandbreite der Qualität befristeter Arbeitsverhältnisse und die damit verbundenen Lohnunterschiede vernachlässigt. Vor diesem Hintergrund wird das Konzept eines geteilten Arbeitsmarkts für befristet Beschäftigte vorgestellt und mittels quantiler Regression getestet. Eine Analyse von Daten des Sozioökonomischen Panels zeigt, dass befristet Beschäftigte mit hohen Löhnen nur geringfügig weniger verdienen als vergleichbare fest Angestellte. Befristet Beschäftigte mit niedrigen Löhnen verdienen jedoch erheblich weniger als vergleichbare Beschäftigte mit unbefristeten Verträgen. Dies zeigt, dass OLS-Regressionen wichtige Aspekte der Lohnstruktur befristet Beschäftigter vernachlässigen. (IAB)
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Literaturhinweis
Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen?: eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen (2005)
Zitatform
Meyer, Wolfgang & Christian Pfeifer (2005): Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen? Eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen. In: L. Bellmann, O. Hübler, W. Meyer & G. Stephan (Hrsg.) (2005): Institutionen, Löhne und Beschäftigung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 294), S. 175-188.
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Wirkung befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf die Anpassungsflexibilität von Betrieben. Die Theorien der flexiblen Firma sowie des dualen Arbeitsmarktes implizieren, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse der Anpassung an temporäre Nachfrageschocks dienen, da sie mit geringeren Anpassungskosten verbunden sind. Dementsprechend sollten sie die Anpassungsgeschwindigkeit der Gesamtbeschäftigung erhöhen. Zudem sollte die Anpassung der Beschäftigung weniger stark über die dauerhaften Beschäftigungsverhältnisse erfolgen, so dass diese Beschäftigtengruppe eine höhere Beschäftigungssicherheit genießt. In der empirischen Analyse werden diese Überlegungen mit Hilfe der Schätzung dynamischer Arbeitsnachfragefunktionen unter Verwendung der GMM-Methode nach Arellano/Bond (1991) überprüft und können grundlegend bestätigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Equal-Pay - Das Ende der Zeitarbeit?: eine ökonomische Analyse der Wirkungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Zeitarbeit (2005)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2005): Equal-Pay - Das Ende der Zeitarbeit? Eine ökonomische Analyse der Wirkungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Zeitarbeit. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 4, S. 97-103.
Abstract
"Im Zuge der Hartz-Reformen des Arbeitsmarktes wurde auch die Regulierung der Zeitarbeit geändert. Der im neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz verankerte Grundsatz des Equal-Pay ist dabei sowohl in der wissenschaftlichen Literatur als auch von Teilen der Öffentlichkeit heftig kritisiert worden. Dennoch hat das Bundesverfassungsgericht in seiner jüngsten Entscheidung die Regelungen zum Equal-Pay als verfassungskonform bestätigt. Droht jetzt das Ende der Zeitarbeit? Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit dieser Fragestellung, indem er die ökonomischen Auswirkungen von Equal-Pay analysiert und die verschiedenen Kostenwirkungen der Zeitarbeit vor diesem Hintergrund kritisch betrachtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary agency work, the changing employment relationship and its impact on human resource management (2005)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2005): Temporary agency work, the changing employment relationship and its impact on human resource management. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 370-388.
Abstract
Der zunehmende Einsatz zeitlich befristeter gewerblicher Leiharbeit in Deutschland hat Auswirkungen auf die Natur der Arbeitsbeziehungen. Angesichts von Dreiecksbeziehungen wie im Falle von Leiharbeit, bei dem die Angestellten des Leiharbeitsunternehmens im Unternehmen des Kunden arbeiten, ist es schwierig, an dem Begriff einer klar definierten Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung festzuhalten. Die Verwischung von Unternehmensgrenzen und Arbeitsbeziehungen führt zu Unklarheiten mit Folgen für das Personalmanagement. Aufgrund der Dominanz neuer Ansätze der Institutionenökonomie bei der Analyse von Leiharbeit ist es nicht überraschend, dass diese Unklarheiten, Auswirkungen und Konsequenzen des Einsatzes von Leiharbeitnehmer auf das Personalmanagement der Kundenunternehmen unterschätzt und noch nicht im Detail untersucht wurden. Der Beitrag versucht diese Lücke zu schließen, indem er die Perspektive des Personalmanagements in die aktuelle Debatte einbringt, um Einsicht in dessen Rolle innerhalb der Dreiecksbeziehungen zu gewinnen. Die Implikationen des Einsatzes von Leiharbeitnehmern für das Personalmanagement der Kundenunternehmen werden auf der Basis theoretischer Diskussionen und empirischer Untersuchungen besonders im Hinblick auf das Engagement für das Kundenunternehmen und die Identifikation mit diesem analysiert. Es werden verschiedene Vorschläge entwickelt, welche speziellen organisatorischen Maßnahmen des Personalmanagements für Leiharbeitnehmer getroffen werden könnten, um zu illustrieren, wie wichtig ein auf Mannigfaltigkeit angelegtes Personalmanagement für unterschiedlichen Belegschaftsgruppen ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Flexibility, dual labour markets, and temporary employment: empirical evidence from German establishment data (2005)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2005): Flexibility, dual labour markets, and temporary employment. Empirical evidence from German establishment data. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 404-422.
Abstract
Die Studie untersucht, welche Formen und Instrumente Unternehmen benutzen, um flexibel auf nachfrageinduzierte Schwankungen des Outputs zu reagieren, und ob diese Instrumente komplementär oder substitutiv eingesetzt werden. Es gibt empirische Belege für eine eher komplementäre Beziehung. Darüber hinaus werden Determinanten von Zeitarbeit (befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit) und die Auswirkungen dieser flexiblen Beschäftigungsformen auf die Sicherheit und Stabilität regulärer Arbeitsverhältnisse analysiert. Ein Ergebnis ist, dass eine positive Absatzentwicklung die Wahrscheinlichkeit und den flächendeckenden Einsatz von Zeitarbeit erhöht, was wiederum mit der dualen Arbeitsmarktheorie übereinstimmt. Was die Sicherheit und die Stabilität der Normalarbeitsverhältnisse angeht, so zeigt sich, dass Zeitarbeit weder die Zahl der Kündigungen noch die der Entlassungen vermindert, wie es die Stamm- und Randbelegschafts- Hypothese nahelegt. (IAB)
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Literaturhinweis
Betriebliche Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs: eine theoretische und empirische Analyse mit niedersächsischen Betriebsdaten (2005)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2005): Betriebliche Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs. Eine theoretische und empirische Analyse mit niedersächsischen Betriebsdaten. (Diskussionspapiere / Universität Hannover, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften 324), Hannover, 27 S.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die betrieblichen Determinanten von Teilzeitbeschäftigung, Mini- und Midi-Jobs. Aus theoretischer Perspektive könnten alle drei Beschäftigungsformen als Instrument der Anpassungsflexibilität bei Nachfrageschocks genutzt werden. Die empirische Analyse zeigt, dass aber lediglich die Nutzung von Mini- und Midi-Jobs signifikant mit einem Nachfrageschock korreliert ist und diese Beschäftigungsformen weniger als flexible Randbelegschaft denn als Instrument der Arbeitszeitflexibilität genutzt werden. Ein Hemmnis für die Reduzierung der Arbeitsstunden sind quasi-fixe Beschäftigungskosten, so dass Betriebe mit einem höheren Anteil qualifizierter Arbeitskräfte weniger Gebrauch hiervon machen. Insgesamt deuten die Ergebnisse daraufhin, dass vor allem die Arbeitszeitpräferenzen der Beschäftigten die Teilzeitbeschäftigung determinieren und geringfügige Beschäftigung verstärkt in 'interessenvertretungsfreien Zonen' stattfindet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Innovative Arbeitsformen: Flexibilisierung von Arbeitszeit, Arbeitsentgelt, Arbeitsorganisation (2005)
Preis, Ulrich; Necati, Lale; Preis, Ulrich; Deich, Svenja; Schabestiel, Phil; Linde, Klaus; Suhre, Nadja; Meng, Heidrun; Tenbrock, Klaus; Genenger, Angie; Urmersbach, Tim; Lindemann, Viola;Zitatform
(2005): Innovative Arbeitsformen. Flexibilisierung von Arbeitszeit, Arbeitsentgelt, Arbeitsorganisation. Köln: Schmidt, 1154 S.
Abstract
Ganzheitliche und nachhaltige Lösungen bei der Unternehmens- und Arbeitsorganisation können sich zunehmend auf entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen stützen, doch muss dies auch für die Arbeit der Zukunft gelten. Die Ergebnisse eines entsprechenden Forschungsprojekts werden dokumentiert. Es wurde im Rahmen der Förderinitiative 'Innovative Arbeitsgestaltung - Zukunft der Arbeit' des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Zeitraum 2002 bis 2005 am Forschungsinstitut für Deutsches und Europäisches Sozialrecht der Universität Köln durchgeführt. Darin werden alle arbeits- und sozialrechtlichen Fragestellungen der derzeit gängigen innovativen Formen von Arbeitsverhältnissen gebündelt und deren rechtliche Gestaltungsspielräume und Gestaltungsgrenzen praxisorientiert aufgezeigt. (IAB)
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Literaturhinweis
Leiharbeit - Flexibilitäts- und Unsicherheitspotenziale in der betrieblichen Praxis (2005)
Promberger, Markus;Zitatform
Promberger, Markus (2005): Leiharbeit - Flexibilitäts- und Unsicherheitspotenziale in der betrieblichen Praxis. In: M. Kronauer & G. Linne (Hrsg.) (2005): Flexicurity : die Suche nach Sicherheit in der Flexibilität (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 65), S. 183-204.
Abstract
"Leiharbeit ist eine besondere und nach wie vor umstrittene Beschäftigungsform." Ihre Verbreitung in deutschen Betrieben ist gering, jedoch mit leichter Wachstumstendenz, die durch die gesetzliche Einschränkung der Befristungsmöglichkeiten gefördert wurde. Einkommensdiskriminierungen sind im Fall der Leiharbeit ein Indiz, dass es erhebliche Asymmetrien zu Lasten der Arbeitnehmer bei beschäftigungsbezogenen Flexibilisierungsmuster. Der Beitrag zeigt, dass die Einkommensdifferenzen im Vergleich von befristeten und unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen gravierend sind. Die bereits erfolgte tarifliche Einbindung der Leiharbeit konnte dieses Problem nicht lösen, das in Teilsegmenten bis hin zur Einkommensarmut reicht. Über den Einkommensaspekt hinaus bestätigen die Forschungsbefunde, das sich in der Leiharbeit nach wie vor folgende Prekaritätsmomente bündeln: hochgradig instabile Beschäftigungsverhältnisse, geringe Qualifizierungs- und Weiterbildungs- sowie eingeschränkte Partizipationschancen. Es wird konstatiert, dass es bei der Leiharbeit bislang offensichtlich nicht gelungen ist, den Ausgleich zwischen betrieblichen Flexibilisierungs- und individuellen Sicherheitsinteressen herbeizuführen. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
Literaturhinweis
Agency and bank nursing in the UK National Health Service (2005)
Tailby, Stephanie;Zitatform
Tailby, Stephanie (2005): Agency and bank nursing in the UK National Health Service. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 369-389.
Abstract
"The article draws on published research, mainly survey-based, and original case study interview data to explore the forms of temporary employment in nursing, the reasons nurses give for taking temporary or agency work, as a main job or a second job, and their experiences in such employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Intentionen und Problemlagen der Nutzung atypischer Beschäftigung im ostdeutschen Mittelstand (2005)
Zitatform
Winkler, Ingo (2005): Intentionen und Problemlagen der Nutzung atypischer Beschäftigung im ostdeutschen Mittelstand. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 14, H. 3, S. 207-220. DOI:10.1515/arbeit-2005-0305
Abstract
"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Nutzung atypischer Beschäftigung im ostdeutschen Mittelstand. Basierend auf den Ergebnissen einer explorativen Fragebogenuntersuchung werden zunächst die Nutzungsformen und die Nutzungsintensität von Leiharbeit, geringfügiger Beschäftigung, Teilzeitarbeit sowie Telearbeit untersucht. Hierbei lassen die Ergebnisse den Rückschluss zu, dass sich atypische Beschäftigungsformen in ostdeutschen KMU etabliert haben. Daran anschließend werden die Zielvorstellungen der Geschäftsleitungen dargestellt, die die Nutzung atypischer Beschäftigung leiten. Diese sind vorwiegend ökonomischer Natur. Hierbei wird auch die Wahrnehmung der Zielerreichung analysiert. Weiterhin wird auf Probleme fokussiert, die mit der Nutzung atypischer Beschäftigung in den untersuchten KMU auftreten. Dabei werden Antworten von Geschäftsleitungen und Arbeitnehmervertretern verglichen und Unterschiede herausgestellt. Es zeigt sich, dass Arbeitnehmervertreter mehr und zum Teil auch andere Probleme hervorheben als die Geschäftsleitungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsdynamik in Hessen lässt nach: besondere Beschäftigungsformen gewinnen an Bedeutung (2005)
Zitatform
(2005): Beschäftigungsdynamik in Hessen lässt nach. Besondere Beschäftigungsformen gewinnen an Bedeutung. In: Perspektive. Das Magazin für Personalservice in Hessen H. 1, S. 14.
Abstract
50 % aller neueingestellten Arbeitskräfte in den hessischen Betrieben waren 2003 Geringqualifizierte. Besondere Beschäftigungsformen sind in Hessen angestiegen. Inzwischen zählt etwa jedes dritte Arbeitsverhältnis zu diesen Beschäftigungsformen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Betriebliche Personal- und Beschäftigungspolitik zwischen Flexibilität und Stabilität (2004)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Holger Alda (2004): Betriebliche Personal- und Beschäftigungspolitik zwischen Flexibilität und Stabilität. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 57, H. 5, S. 255-261.
Abstract
"Die Nutzung flexibler Arbeitszeitformen, der Bedeutungszuwachs der betrieblichen Weiterbildung im Verhältnis zur beruflichen Erstausbildung und die breite Anwendung von Organisationskonzepten, die auf die funktionierende Zusammenarbeit in eingespielten Teams setzen, erleichtern die Anpassung an neue Güter, Märkte, Technologien, Dienstleistungen und Kommunikationsformen. Obwohl das deutsche Beschäftigungssystem damit mehr auf einem Verständnis von interner statt externer Flexibilität beruht, hat die Bedeutung nicht-standardisierter Beschäftigungsformen in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Befristete Beschäftigungsverhältnisse und Zeitarbeit können aufgrund ihres temporären Charakters nicht die Dauerhaftigkeit erreichen, die für Investitionen in firmenspezifischen Humankapital sowie die Motivation und Kooperation der Beschäftigten erforderlich ist. Die empirischen Ergebnisse zu den Übergängen von instabiler in stabile Beschäftigung sind uneinheitlich. Die Chancen befristet Beschäftigter in kleinen und mittleren Betrieben auf dauerhafte Jobs einzumünden, sind relativ hoch, wenn sie qualifiziert sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebsfremde Arbeitnehmer in der Betriebsverfassung unter besonderer Berücksichtigung der unechten Leiharbeitnehmer (2004)
Dewender, Sascha;Zitatform
Dewender, Sascha (2004): Betriebsfremde Arbeitnehmer in der Betriebsverfassung unter besonderer Berücksichtigung der unechten Leiharbeitnehmer. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2, Rechtswissenschaft 3841), Frankfurt am Main u.a.: Lang, 209 S.
Abstract
"Mit steigender Tendenz gewinnt für viele Unternehmen die Zusammenarbeit mit Fremdfirmen innerhalb der eigenen Betriebssphäre an Bedeutung, denn mit dieser Art des flexiblen Personaleinsatzes lässt sich beispielsweise die Arbeitszeit bedarfsgerecht stunden-, tage- oder wochenweise ausweiten und zurückführen. Die Formen, in denen in der Praxis Fremdfirmenarbeit auftritt, sind dabei sehr verschieden. Als gemeinsame Folge des drittbezogenen Personaleinsatzes teilen sich die in einem Betrieb Beschäftigten in Stammarbeitnehmer und von außen kommende Fremdarbeitnehmer. Diese Unterteilung führt neben individualarbeitsrechtlich unterschiedlichen Rechtsbeziehungen zum Betriebsinhaber vor allem auch zu Schwierigkeiten bei der betriebsverfassungsrechtlichen Zuordnung und Erfassung der Fremdarbeitnehmer. Ziel dieser Untersuchung ist es daher, die einzelnen Erscheinungsformen von Fremdfirmeneinsätzen und deren rechtliche Ausgestaltung voneinander abzugrenzen. Auf dieser Grundlage wird die bis heute umstrittene Stellung der betriebsfremden Beschäftigten in der Betriebsverfassung unter besonderer Konzentration auf die Leiharbeit als die signifikanteste Form der Beschäftigung von Betriebsfremden einer unter teleologischen Gesichtspunkten orientierten Klärung zugeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Marktnahe Arbeitsformen: eine ökonomisch-rechtliche Analyse (2004)
Dietz, Heiko;Zitatform
Dietz, Heiko (2004): Marktnahe Arbeitsformen. Eine ökonomisch-rechtliche Analyse. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Berlin, 354 S.
Abstract
"Marktnahe Beschäftigungsformen - z.B. die Arbeitnehmerüberlassung, die befristete Beschäftigung oder Formen der abhängigen Beschäftigung - haben national wie international an Bedeutung zugenommen. Innerhalb von Beschäftigungssystemen werden sie als flexible Alternativen im Vergleich zum vorherrschenden Normalarbeitsverhältnis rekonstruiert. Sie ergänzen dabei als rationale Beschäftigungsstrategien Beschäftigungsformen komplementär, indem sie den Arbeitgebern zusätzliche Handlungsoptionen bieten. Entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der marktnahen Arbeitsformen haben dabei die (arbeits-)rechtlichen Regelungen, denen Arbeitsbeziehungen unterliegen. Es werden marktnahe Beschäftigungsformen und deren Funktionen innerhalb von arbeitsrechtlichen Beschäftigungssystemen begründet. Das daraus abgeleitete Beschäftigungsmodell wird anhand eines empirischen Vergleichs verschiedener Länderarbeitsmärkte und deren rechtlicher Regelungen überprüft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Personalwirtschaftliche Wirkungen von Zeitarbeit: eine theoretische Analyse des Kooperations- und Leistungsverhaltens des Einsatzes von Leih- im Vergleich zu Normalarbeitnehmern (2004)
Friedrich, Colette; Martin, Simone;Zitatform
Friedrich, Colette & Simone Martin (2004): Personalwirtschaftliche Wirkungen von Zeitarbeit. Eine theoretische Analyse des Kooperations- und Leistungsverhaltens des Einsatzes von Leih- im Vergleich zu Normalarbeitnehmern. In: Zeitschrift für Personalforschung H. 2, S. 207-221.
Abstract
"Innerhalb der theoretischen Betrachtungen zur Zeitarbeit stellt die Analyse möglicher negativer personalwirtschaftlicher Wirkungen, wie z.B. Kooperationsverhalten von Leih- und Stammarbeitnehmern im Unternehmen, Arbeitszurückhaltung und oder erwartete Produktivitätsunterschiede, eine Forschungslücke dar. Der Beitrag widmet sich der aus solchen Überlegungen resultierenden Kosteneffizienz des Einsatzes von Leiharbeitnehmern im Vergleich zu Normalarbeitnehmern. Als theoretische Untersuchungsbasis wurden die Insider-Outsider- und die Effizienzlohntheorie gewählt. Aus der Anwendung der Insider-Outsider-Theorie resultiert, dass die Beschäftigung von Zeitarbeitnehmern der Beschäftigung von Normalarbeitnehmern bei Abwesenheit unternehmensspezifischer Qualifikationsanforderungen vorzuziehen ist, da vergleichsweise geringere labour turnover costs anfallen. Aus der Betrachtung auf Basis des Shirkingansatzes der Effizienzlohntheorie resultiert eine Empfehlung der Normalarbeitnehmerbeschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary employment, working conditions and expected exits from firms (2004)
Zitatform
García-Serrano, Carlos (2004): Temporary employment, working conditions and expected exits from firms. In: Labour, Jg. 18, H. 2, S. 293-316.
Abstract
"This paper analyses two issues related to working conditions and temporary employment. First, why do temporary workers exhibit lower scores in objective indicators of working life? Second, what is the influence of working conditions on mobility? Using information for Spanish workers, the results indicate that differences in working conditions remain after controlling for individual, job and firm characteristics: in particular, temporary workers with short job tenure seem to occupy jobs with poorer working conditions. Moreover, there is evidence that workers with worse working life are more likely to expect to leave their current firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexible Beschäftigungsverhältnisse: Effizienz, institutionelle Voraussetzungen und organisationale Konsequenzen (2004)
Zitatform
Haunschild, Axel (2004): Flexible Beschäftigungsverhältnisse. Effizienz, institutionelle Voraussetzungen und organisationale Konsequenzen. Hamburg, 441 S.
Abstract
Die Habilitationsschrift verfolgt die Zielsetzung, einen sozioökonomisch fundierten Bezugsrahmen für die Analyse flexibler Beschäftigungsverhältnisse zu entwickeln. Es werden Bedingungen der Möglichkeit einer weiteren Verbreitung flexibler Beschäftigungsverhältnisse und einer damit evtl. verbundenen Ablösung des Normalarbeitsverhältnisses abgeleitet und es wird die durch Mobilität und Marktbezüge an Bedeutung gewinnende Eingebettetheit organisationaler Strategien im Umgang mit flexiblen Beschäftigungsverhältnissen aufgezeigt und analysiert. Im Vordergrund der Arbeit steht die organisationale, die organisationsübergreifende Ebene des Beschäftigungssystems (bzw. des organisationalen Feldes, der Industrie oder der Occupational Community) sowie die gesellschaftliche Ebene. Die Arbeit ist in vier Teile gegliedert. Im ersten Teil wird ein Überblick über aktuelle Veränderungen der Arbeitswelt und ausgewählte neue Beschäftigungsformen gegeben, es wird der Begriff 'Flexible Beschäftigungsverhältnisse' eingeführt und es werden Ansatzpunkte einer firmenzentrierten Erklärung flexibler Beschäftigungsverhältnisse diskutiert. Der zweite Teil liefert ausgehend von ökonomischen Argumenten für die Vorteile des Arbeitsvertrages eine ausführliche Darstellung, Einordnung und kritische Diskussion der 'Theory of Employment Systems'. Im dritten Teil werden Aspekte der sozialen Einbettung von Arbeitsbeziehungen im Allgemeinen und von flexiblen Beschäftigungsverhältnissen im Besonderen ausgearbeitet. Abschließend werden organisationale und personalwirtschaftliche Konsequenzen flexibler Beschäftigungsverhältnisse behandelt. Als Fallbeispiel werden flexible Beschäftigungsverhältnisse von Theaterschauspielern thematisiert. (IAB)
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