Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Hat die Befristung von Arbeitsverträgen einen Einfluss auf die berufliche Weiterbildung geringqualifiziert beschäftigter Personen? (2008)
Zitatform
Reinowski, Eva & Jan Sauermann (2008): Hat die Befristung von Arbeitsverträgen einen Einfluss auf die berufliche Weiterbildung geringqualifiziert beschäftigter Personen? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 41, H. 4, S. 489-499.
Abstract
"Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern wurde der Einsatz befristeter Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland seit den 1980er Jahren vereinfacht. Obwohl diese Beschäftigungsform Chancen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eröffnet und gerade für geringqualifizierte Personen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen kann, wird in der Literatur argumentiert, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse eine 'Sackgasse' darstellen und mit geringeren Investitionen in berufliche Weiterbildung verbunden sein können. Aus theoretischer Sicht lässt sich allerdings keine eindeutige Aussage über den Effekt befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf arbeitgeberseitige und arbeitnehmerseitige Investitionen in berufliche Weiterbildung machen. In diesem Beitrag wird anhand des Mikrozensus 2004 empirisch untersucht, ob der Einsatz befristeter Arbeitsverträge Einfluss auf die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung speziell für geringqualifiziert beschäftigte Personen hat. In der Analyse wird ein rekursives bivariates Probitmodell eingesetzt, mit dem die Berücksichtigung systematischer Unterschiede zwischen befristet und unbefristet Beschäftigten möglich ist. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass geringqualifiziert Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverträgen keinen systematischen Nachteil gegenüber unbefristet Beschäftigten beim Zugang zu beruflicher Weiterbildung haben. Befristete Arbeitsverhältnisse stellen für geringqualifiziert Beschäftigte also kein zusätzliches Risiko in Bezug auf Humankapitalakkumulation durch berufliche Weiterbildung dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen: Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte. Studie zur Zeitarbeit in NRW. Endbericht (2008)
Sczesny, Cordula; Jasper, Gerda; Schmidt, Sophie; Schulte, Helen; Dross, Patrick;Zitatform
Sczesny, Cordula, Sophie Schmidt, Helen Schulte, Patrick Dross & Gerda Jasper (2008): Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen. Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte. Studie zur Zeitarbeit in NRW. Endbericht. Düsseldorf, 122 S.
Abstract
"Der Bericht ist der Endbericht im Rahmen der Studie 'Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen' im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW. Im Mittelpunkt der Studie steht eine Analyse der Struktur sowie der betrieblichen als auch arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen der Zeitarbeit in NRW. Die Studie basiert insgesamt auf einer Sekundäranalyse von quantitativen Daten aus der Statistik der Arbeitnehmerüberlassung sowie der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, dem Sozio-oekonomischen Panel, dem IAB-Betriebspanel, dem BA-Beschäftigtenpanel sowie einer repräsentativen Befragung von Zeitarbeitsbetrieben (Soziale Innovation GmbH/Unique GmbH im Auftrag des BMBF). Der Bericht ist folgendermaßen aufgebaut:
- Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse,
- Kapitel 1: Ziele der Studie,
- Kapitel 2: Struktur der Branche Zeitarbeit,
- Kapitel 3: Merkmale der Zeitarbeitnehmer/innen,
- Kapitel 4: Bild der Entleihbetriebe,
- Kapitel 5: Einsatzstrategien von Zeitarbeitnehmer/innen in Entleihbetrieben (inklusive Nutzungsintensität und Substitution von Stammbelegschaft durch Zeitarbeit),
- Kapitel 6: Qualifikationsgerechter Einsatz von Zeitarbeitnehmer/innen,
- Kapitel 7: Entgeltgestaltung sowie
- Kapitel 8: Zu den Erwerbsverläufen von Zeitarbeitnehmer/innen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Students as non-standard employees: exploring work related issues in students' perceptions on their term-time job (2008)
Zitatform
Winkler, Ingo (2008): Students as non-standard employees. Exploring work related issues in students' perceptions on their term-time job. In: Management Revue, Jg. 19, H. 3, S. 179-199.
Abstract
"The article presents the results of an explorative study that aimed at exploring work related issues in students' perceptions of their job as atypical employees. An individual picture of the experienced work reality of students is drawn according to work task, flexible working hours, instructions and training opportunities, students' relations to other employees, and social integration. By adopting a qualitative design, I was able to emphasize the subjective perspective of students describing their very own experiences as flexible workers. The study revealed various perceptions of students working as flexible employees and related this picture to current empirical and theoretical research in the field of non-standard employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Existenzgründung durch ehemalige Führungskräfte der Medienwirtschaft: eine Perspektive der Personengruppe Best Ager? (2008)
Woelky, Gunter;Zitatform
Woelky, Gunter (2008): Existenzgründung durch ehemalige Führungskräfte der Medienwirtschaft. Eine Perspektive der Personengruppe Best Ager? Osnabrück, 304 S.
Abstract
"Die Dissertation sondiert Perspektiven von früher in der Medienbranche abhängig beschäftigten älteren Führungskräften, die als Selbstständige eine neue berufliche Zukunft suchen. Die Betroffenen müssen klären, ob sich für sie durch eine in Deutschland nur zögerlich aufkommende 'Kultur der Selbstständigkeit' ein Ausweg aus drohender oder bereits eingetretener Arbeitslosigkeit eröffnet. Gelingt dieser Neubeginn nicht, zeichnet sich nach dem Ende der Manager-Karriere die Gefahr eines zweiten Scheiterns ab. Die konzeptionelle Klammer der Dissertation ist die Auseinandersetzung mit der aktuellen sozialpsychologischen Arbeitskraftunternehmer-Theorie. Die Applikation der Theorie auf die Gruppe der Selbstständigen wird dargestellt am Beispiel der Personengruppe 'Best Ager der Medienbranche als Existenzgründer' auf Grundlage empirischer Erhebungen (Fallbeispiele von Berufsbiografien). Ergebnisse: Die Voraussetzungen für den erfolgreichen Weg in die Selbstständigkeit setzen sich aus dem spezifischen Medienwirtschaftsumfeld und der Nachfrage nach neuen Einzelfirmen bzw. neuen Produktangeboten zusammen. Die Marktanalyse der Dissertation zeigt, dass der Strukturwandel in der Medienwirtschaft Freiräume für Existenzgründungen bietet und beantwortet die Frage, ob und wie diese genutzt werden können. In einem zweiten Schritt liefert das Forschungsergebnis klare Hinweise für Erfolg versprechende bzw. hinderliche Gründungsoptionen auf der individuellen Ebene, und dass Gründungserfolge maßgeblich von der Bereitschaft der neuen Selbstständigen für einen Mentalitätswechsel (Selbstwirksamkeitsthese) und durch Zielklärung (Motivstrukturthese) der Gründer basieren. Die Dissertation betritt deshalb in den entscheidenden Bereichen Forschungsneuland, weil keine einschlägige sozialwissenschaftliche Literatur zum Thema 'Best Ager der Medienbranche in der Gründerrolle' vorliegt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Begleitmaterial zum Pressegespräch am 9. September 2008 in Frankfurt am Main (2008)
Abstract
Für die Entwicklung des Arbeitsmarktes von 1997 bis 2007 wird festgestellt, dass die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt um 2,3 Millionen gestiegen ist. Zu dieser Steigerung hat vor allem die Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse beigetragen. Zwischen 1997 und 2007 sind 1,06 Millionen mehr atypische Beschäftigungsverhältnisse entstanden als im Saldo Normalarbeitsverhältnisse abgebaut wurden. Die Zahl der Normalarbeitsverhältnisse ist in diesem Zeitraum um 1,53 Millionen gesunken. Trotz der großen Bedeutung, die der atypischen Beschäftigung für die Entwicklung der abhängigen Beschäftigung zukommt, bleibt das Normalarbeitsverhältnis auch 2007 die dominierende Beschäftigungsform, der fast drei Viertel aller abhängig Beschäftigten nachgehen. Am stärksten betroffen vom Abbau der Normalarbeitsverhältnisse waren Handel und Gastgewerbe. Die Zeitarbeit wächst besonders dynamisch, die Teilzeitarbeit ist mengenmäßig am bedeutendsten. Im Hinblick auf die Beschäftigtenstruktur wird festgestellt, dass der Anteil der Frauen in atypischer Beschäftigung mehr als zweieinhalb mal so groß ist wie der der Männer. Junge Menschen, gering Qualifizierte und Ausländer sind am ehesten atypisch beschäftigt. Rund sieben Prozent der atypisch Beschäftigten leben überwiegend von Harz-IV-Leistungen. (IAB)
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Literaturhinweis
Atypical work and pay (2007)
Zitatform
Addison, John T. & Christopher J. Surfieldt (2007): Atypical work and pay. In: Southern Economic Journal, Jg. 73, H. 4, S. 1038-1065.
Abstract
"Atypical work has long been criticized in popular debate as providing poorly compensated, precarious employment. Yet the empirical evidence is both incomplete and mixed. The main contribution of the present paper is to estimate wage differences for the full set of these alternative work arrangements while simultaneously controlling for observed demographic characteristics and unobserved person-specific fixed effects. The paper also allows for the skewness in atypical worker earnings while retaining the Mincerian human capital earnings function. Our improved estimates are consistent with some of the more optimistic findings reported in the literature, the caveat being that we are examining here only the wage component of the total compensation package." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reasons for part-time work: an empirical analysis for Germany and the Netherlands (2007)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Piet Allaart (2007): Reasons for part-time work. An empirical analysis for Germany and the Netherlands. In: International journal of manpower, Jg. 28, H. 7, S. 557-570. DOI:10.1108/01437720710830052
Abstract
Die Untersuchung präsentiert einen internationalen Vergleich zur Verbreitung von Teilzeitarbeit. Ziel der Studie ist es herauszufinden, in welchem Ausmaß die Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden von der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes her erklärt werden können. Es werden mehrere Motive der Arbeitgeber für das Angebot von Teilzeitstellen unterschieden. Deren Relevanz wird anhand von Unternehmensdaten und mittels multivariater Analyse für beide Länder getestet. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass in den Niederlanden Teilzeitarbeit verbreiteter ist als in Deutschland. Hierfür gibt es mehrere Gründe: die unterschiedliche Wirtschaftsstruktur (mehr verarbeitendes Gewerbe in Deutschland, mehr Dienstleistungen in den Niederlanden), die geringere Anzahl an Werkstudenten in Deutschland und wahrscheinlich auch eine größere Zurückhaltung der deutschen Arbeitgeber, auf die Präferenzen ihrer Arbeitnehmer einzugehen. Die Studie füllt eine Lücke in der Literatur zur Teilzeitarbeit, insbesondere über die Bedeutung der institutionellen Unterschiede zwischen beiden Ländern. Die Ergebnisse können nützlich in Bezug auf die Planung politischer Maßnahmen mit dem Ziel einer größeren Verbreitung von Teilzeitarbeit sein. (IAB)
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Literaturhinweis
Untersuchung der beschäftigungs- und finanzpolitischen Auswirkungen des Bofinger/Walwei-Konzepts zur Neuordnung des Niedriglohnbereichs (2007)
Bonin, Holger ; Rinne, Ulf ; Zinsmeister, Florian; Slacalek, Jiri; Dreger, Christian ; Schneider, Hilmar; Klär, Erik;Zitatform
Bonin, Holger, Ulf Rinne, Hilmar Schneider, Christian Dreger, Erik Klär, Jiri Slacalek & Florian Zinsmeister (2007): Untersuchung der beschäftigungs- und finanzpolitischen Auswirkungen des Bofinger/Walwei-Konzepts zur Neuordnung des Niedriglohnbereichs. (IZA research report 11), Bonn u.a., 109 S.
Abstract
"Dieser Bericht untersucht die möglichen Beschäftigungseffekte und fiskalischen Effekte des von Peter Bofinger und Ulrich Walwei vorgeschlagenen Konzepts zur Förderung Existenz sichernder Beschäftigung. Das Konzept zielt im Kern darauf ab, die bisherige staatliche Förderung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse aufzugeben. Stattdessen sollen über ein neuartiges System von Einkommensteuergutschriften Anreize geschaffen werden, auch Teil- und Vollzeitarbeitsplätze anzunehmen, die nur ein geringes Markteinkommen bieten. Indem der Staat niedrige, aber Existenz sichernde Einkommen bezuschusst, soll der Tendenz, Arbeitslosengeld II durch Hinzuverdienst in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen aufzustocken, begegnet werden.
Das Konzept von Bofinger und Walwei lässt sich durch vier Elemente charakterisieren: (i) die Abschaffung abgabenbegünstigter geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse (Mini- und Midi-Jobs), (ii) die Verschlechterung der Hinzuverdienstmöglichkeiten für erwerbstätige erwerbsfähige Hilfeempfänger, (iii) die Einführung einer Steuergutschrift zur teilweisen oder vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bei niedrigen Einkommen, sowie (iv) die Einführung einer Steuergutschrift zur Gewährung eines bedarfsgerechten erhöhten Kindergelds im unteren und mittleren Einkommensbereich.
Das Gutachten analysiert die Wirkungen dieser vier Elemente auf Grundlage eines mikroökonomischen Simulationsmodells. Betrachtet man alle vier Elemente des Konzepts von Bofinger- und Walwei zusammen, erhöht das Konzept das Arbeitsangebot gegenüber dem Status quo um 46 Tsd. Personen. In Vollzeitäquivalenten gerechnet, steigt das Arbeitsangebot sogar um 146 Tsd. Der Grund für diesen stärkeren Effekt ist, dass das Modell viele in der Ausgangslage bereits Beschäftigte anregt, ihre Arbeitszeit auszuweiten und statt einer geringfügigen Tätigkeit eine Vollzeittätigkeit im Umfang über 30 Stunden wöchentlich zu suchen. Das Konzept von Bofinger und Walwei wirkt also in die intendierte Richtung. Im Vergleich mit anderen vorliegenden Konzepten zur Belebung des Arbeitsmarkts im Niedriglohnbereich - etwa dem vom Sachverständigenrat vorgeschlagenen Maßnahmenbündel, dem ifo-Modell oder dem Workfare-Konzept - ist die erwartete Belebung des Arbeitsangebots durch das Bofinger-Walwei-Modell allerdings klein." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Hier finden Sie das Bofinger-Walwei-Gutachten. -
Literaturhinweis
Rasantes Wachstum der Zahl kreativ Tätiger in Berlin (2007)
Brenke, Karl;Zitatform
Brenke, Karl (2007): Rasantes Wachstum der Zahl kreativ Tätiger in Berlin. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 74, H. 31, S. 493-496.
Abstract
"Die Zahl der Erwerbstätigen in 'kreativen Tätigkeiten' ist seit Mitte der 90er Jahre kräftig gestiegen. Besonders stark fiel das Wachstum in Berlin aus; jeder zehnte Kreative in Deutschland ist in der Hauptstadt tätig. Nach dem Jahr 2000 hat sich vor allem die Zahl der selbständigen Kreativen erhöht. Die meisten von ihnen beschäftigen keine Arbeitnehmer. Bei dieser Personengruppe dürfte es sich häufig um freie Mitarbeiter handeln. Kreativ Tätige sind vergleichsweise hoch qualifiziert. Sie leben und arbeiten vor allem in den großen Städten und stellen dort einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Generation Praktikum: Mythos oder Massenphänomen? (2007)
Briedis, Kolja; Minks, Karl-Heinz;Zitatform
Briedis, Kolja & Karl-Heinz Minks (2007): Generation Praktikum. Mythos oder Massenphänomen? (HIS-Projektbericht), Hannover, 11 S.
Abstract
Seit etwa zwei Jahren wird unter dem Schlagwort von der 'Generation Praktikum' eine öffentliche Diskussion geführt, die von pauschalen Urteilen über Praktika als 'Ausbeutungsverhältnisse' und Vorstellungen von einer Generation von Hochschulabsolventen geprägt ist, 'die sich hoffnungslos in Praktikumsschleifen verfangen hat'. Die vorliegenden Befunde beruhen auf Vorabauswertungen einer Befragung des Absolventenjahrgangs 2005 (mit Abschluss im Wintersemester 2004/2005 und Sommersemester 2005). Die Befragung erfolgte im Jahr 2006 und wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH durchgeführt. Befragt wurde eine bundesweit repräsentative Stichprobe von Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen und Abschlussarten (nicht einbezogen wurden lediglich die Bundeswehr- und die Verwaltungsfachhochschulen). Die präsentierten Zahlen lassen die Schlussfolgerung zu, dass es sich bei Praktika nach dem Studium gegenwärtig nicht um ein Massenphänomen handelt und der Begriff 'Generation Praktikum' mit Blick auf den beruflichen Verbleib von Hochschulabsolventen nicht gerechtfertigt ist. Die Bewertung des Praktikums nach dem Studium fällt in wesentlichen Dimensionen positiv aus und die Absolventen haben das Praktikum in den meisten Fällen nicht als Ausbeutung empfunden. Gleichwohl deuten die Ergebnisse darauf hin, dass es mitunter auch Praktikumsverhältnisse gibt, die zu erheblicher Unzufriedenheit führen und vermutlich ausschließlich angeboten werden, um die Praktikanten als günstige Hilfskräfte einzusetzen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Befragung, dass der berufliche Einstieg über Praktika nicht der Regelfall ist. Probleme beim Berufseinstieg äußern sich vielmehr in anderer Hinsicht, z. B. in Form von befristeten Beschäftigungsverhältnissen, unterwertiger Beschäftigung und/oder schlechter Bezahlung. (IAB)
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Literaturhinweis
Einfache Arbeit gleich prekäre Arbeit?: Überlegungen zu einem schwierigen Thema (2007)
Dörre, Klaus;Zitatform
Dörre, Klaus (2007): Einfache Arbeit gleich prekäre Arbeit? Überlegungen zu einem schwierigen Thema. In: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.) (2007): Perspektiven der Erwerbsarbeit: Einfache Arbeit in Deutschland : Dokumentation einer Fachkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, S. 46-58.
Abstract
Ausgehend von der Erkenntnis, dass vermeintlich einfache Tätigkeiten unabhängig von der sozialen Einstufung der Arbeitstätigkeiten häufig informelle Kompetenzen und Qualifikationen erfordern, deren Aneignung sich weder in Zertifikaten noch in Beschäftigungssicherheit, Entgelt und gesellschaftlicher Anerkennung zureichend niederschlägt, entwickelt der Autor die These, dass zwischen einfacher und prekärer Arbeit gegenwärtig eine große Überlappungszone existiert, von einer zwingenden, gleichsam naturwüchsigen Koppelung beider Dimensionen jedoch nicht ausgegangen werden kann. Vielmehr bewirkt die anhaltende Prekarisierung nicht nur einfacher Arbeit, dass die entsprechenden Tätigkeitsfelder zunehmend an Attraktivität einbüßen. Diese Argumentation wird in mehreren Schritten entfaltet. Zunächst geht es um die Definition und Wirkung prekärer Arbeitsverhältnisse, anschließend wird die 'Überlappungszone' zwischen einfacher und prekärer Arbeit ausgeleuchtet und abschließend werden Überlegungen zu einer verbesserten gesellschaftlichen Anerkennung einfacher Arbeit vorgestellt. Um weiteren Prekarisierungstendenzen im Bereich einfacher Arbeit Einhalt zu gebieten, hält der Autor einen gesetzlichen Mindestlohn für erforderlich. Außerdem schlägt er vor, befristete Arbeitsangelegenheiten durch einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und geregeltem Lohn zu ersetzen. (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den Volltext des Sammelwerkes. -
Literaturhinweis
Marginal employment and the demand for heterogeneous labour: empirical evidence from a multi-factor labour demand model for Germany (2007)
Zitatform
Freier, Ronny & Viktor Steiner (2007): Marginal employment and the demand for heterogeneous labour. Empirical evidence from a multi-factor labour demand model for Germany. (DIW-Diskussionspapiere 662), Berlin, 30 S.
Abstract
"We develop a structural multi-factor labour demand model which distinguishes between eight labour categories including non-standard types of employment such as marginal employment. The model is estimated for both the number of workers and total working hours using a new panel data set. For unskilled and skilled workers in full-time employment, we find labour demand elasticities similar to previous estimates for the west German economy. Our new estimates of own-wage elasticities for marginal employment range between -.4 (number of male workers in west Germany) to -1 (working hours for women). We illustrate the implications of these estimates by simulating the likely labour demand effects of the recent increase of employers' social security contributions (SSC) on marginal employment in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt (2007)
Gazareth, Pascale; Suter, Simone; Kronauer, Martin; Gazareth, Pascale; Kraemer, Klaus ; Hettlage, Raphaela; Juhasz, Anne; Iglesias, Katia; Nollert, Michael ; Juhasz, Anne; Böhringer, Peter; Paugam, Serge; Wyss, Malika; Pelizzari, Alessandro; Magning, Chantal; Pernicka, Susanne; Contzen, Sandra; Schnapper, Dominique; Adam, Georg; Schultheis, Franz; Magning, Chantal; Suter, Christian ;Zitatform
Gazareth, Pascale, Anne Juhasz & Chantal Magning (Hrsg.) (2007): Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt. (Theorie und Methode. Sozialwissenschaften), Konstanz: UVK Verlagsges., 200 S.
Abstract
"Die Schlagworte 'Aktivierung' und 'Eigeninitiative' vermitteln den Eindruck, als wäre die Integration in den Arbeitsmarkt der Königsweg gegen gesellschaftlichen Ausschluss. Inwiefern in der Arbeitswelt selbst Ausschlussprozesse wirksam sind, veranschaulichen die hier versammelten Beiträge aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Auf der Grundlage empirischer Untersuchungen gehen die Autoren den Integrations- und Ausgrenzungsprozessen in der Arbeitswelt nach, verdeutlichen ihre paradoxe Gleichzeitigkeit und zeigen, dass die neue soziale Ungleichheit auf ausbleibende Anerkennung und Integration durch Erwerbsarbeit zurückgeht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? (2007)
Zitatform
Grgic, Mariana (2007): Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? München, 109 S.
Abstract
ICH-AG-Gründer sind durch starke berufliche Mobilität auf dem Arbeitsmarkt gekennzeichnet. Sie vollziehen in relativ kurzer Zeit einen Wechsel vom Arbeitnehmer zum Arbeitslosen und anschließend zum Selbständigen. Sie tragen als Selbständige Verantwortung und sind unabhängig von vorgegebenen Tätigkeitsstrukturen. Um in die Selbständigkeit zu gelangen und auch dauerhaft selbständig zu bleiben, muss der Gründungsprozess erfolgreich durchlaufen werden. Die Diplomarbeit befasst sich unter diesem Aspekt mit der Gruppe der Gründer mit wenig Humankapital, d. h. solchen, die keinen Berufsabschluss besitzen. Die Untersuchungsfragen lauten: 1. Können sich wenig qualifizierte ICH-AG-Gründer trotz fehlenden Humankapitals als Selbständige auf dem Arbeitsmarkt platzieren? 2. Lassen sich spezifische Erfolgsfaktoren der ICH-AG-Gründer mit wenig Humankapital identifizieren? Die Ergebnisse machen deutlich, dass die schulische und berufliche Bildung, aber auch die Dauer der Arbeitslosigkeit vor allem zu Beginn der Gründung einen positiven Einfluss auf die Dauer der Selbständigkeit gering Qualifizierter hat. Die erste Forschungsfrage, ob sich wenig qualifizierte ICH-AG-Gründer trotz fehlendem Humankapital als Selbständige auf dem Arbeitsmarkt etablieren können, ist 'tendenziell' positiv zu beantworten. In Bezug auf die zweite Forschungsfrage, ob sich spezifische 'Erfolgsfaktoren' von ICH-AG-Gründern mit wenig Humankapital identifizieren lassen, kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass sich dies nicht eindeutig beantworten lässt. (IAB)
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Literaturhinweis
Generation Praktikum? Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen: eine Studie des Arbeitsbereichs Absolventenforschung der FU Berlin im Auftrag der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung (2007)
Grühn, Dieter; Hecht, Heidemarie;Zitatform
Grühn, Dieter & Heidemarie Hecht (2007): Generation Praktikum? Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Eine Studie des Arbeitsbereichs Absolventenforschung der FU Berlin im Auftrag der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung. Berlin, 34 S.
Abstract
Um die Situation von Universitätsabsolventen genauer zu untersuchen, hat die DGB-Jugend in Kooperation mit der Freien Universität Berlin und der Hans-Böckler-Stiftung eine Absolventenbefragung durchgeführt. Diese Studie liefert empirische Daten mit dem speziellen Fokus auf Praktika und anderen Formen prekärer Beschäftigung nach dem Studium. Befragt wurde der Absolventenjahrgang des Wintersemesters 2002/03 der FU Berlin und der Universität Köln zu Praktika nach dem Studium, zur Berufseinstiegsbiografie und zur derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt im Herbst 2006, also dreieinhalb Jahre nach Studienabschluss. Die Studie belegt, dass in den letzten zwei Jahren ein deutlicher Anstieg von postgraduellen Praktika stattfand. Bei diesen Praktika handelt es sich oftmals um 'verdeckte reguläre Beschäftigung'. Denn die Mehrheit der Praktika ist weniger ein Ausbildungs- als ein Arbeitsverhältnis. Bei einem Praktikum reicht in der Regel die Bezahlung nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern. Das bedeutet, dass sich nur ein privilegierter Personenkreis Praktika nach dem Studium überhaupt leisten kann. Postgraduelle Praktika werden als Symptom einer allgemeinen Entwicklung betrachtet: Die Berufseinstiegsphase für Akademikerinnen und Akademiker verlängert sich insgesamt. Eine unbefristete Anstellung ist für eine große Gruppe akademischer Berufseinsteiger zunächst unerreichbar. Die Studie belegt, dass bestimmte Personengruppen größere Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben als andere und dass von dieser negativen Entwicklung Frauen vergleichsweise stärker betroffen sind als Männer. Trotz schwieriger Berufseinstiegsphase ist den Absolventen ihr relativer Vorteil auf dem Arbeitsmarkt bewusst. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, wie unter dem Begriff 'Praktikum' Missbrauch betrieben wird - auf Kosten der jungen Menschen und zum Schaden der sozialen Sicherungssysteme. (IAB)
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Literaturhinweis
Befristete Beschäftigung bei Berufsanfängern und älteren Arbeitnehmern (2007)
Zitatform
Gundert, Stefanie (2007): Befristete Beschäftigung bei Berufsanfängern und älteren Arbeitnehmern. Berlin: Logos-Verl., 317 S.
Abstract
"Im Zuge des fortschreitenden globalen Wettbewerbs wird die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts in Deutschland zunehmend politisch gefördert und von Befürwortern als notwendiger Schritt zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit bezeichnet. Die Autorin geht der Frage nach, ob sich befristete Arbeitsverträge zur Förderung der Arbeitsmarktintegration von Berufsanfängern und älteren Arbeitnehmern eignen. Anhand von Längsschnittdaten der Deutschen Lebensverlaufsstudie und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) werden quantitative Analysen zum Erwerbsverlauf befristet Beschäftigter in Westdeutschland durchgeführt. Wie sich zeigt, bieten befristete Stellen vor allem gut qualifizierten Arbeitnehmern die Chance auf eine stabile Weiterbeschäftigung. Hingegen wird gerade bei Personen, die mangels Ausbildungsqualifikationen oder infolge von Arbeitslosigkeit ohnehin schlechte Chancen am Arbeitsmarkt haben, eine dauerhafte Erwerbstätigkeit durch die Aufnahme einer befristeten Stelle gefährdet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary help service firms' use of employer tax credits: implications for disadvantaged workers' labor market outcomes (2007)
Hamersma, Sarah; Heinrich, Carolyn;Zitatform
Hamersma, Sarah & Carolyn Heinrich (2007): Temporary help service firms' use of employer tax credits. Implications for disadvantaged workers' labor market outcomes. (Upjohn Institute staff working paper 2007-135), Kalamazoo, 46 S.
Abstract
"Temporary help services (THS) firms are increasing their hiring of disadvantaged individuals and claiming more subsidies for doing so. Do these subsidies-the Work Opportunity Tax Credit (WOTC) and Welfare-to-Work Tax Credit (WtW)-create incentives that improve employment outcomes for THS workers? We examine the distinct effects of THS employment and WOTC/WtW subsidies using administrative and survey data. Results indicate that WOTC/WtW-certified THS workers have higher earnings than WOTC-eligible but uncertified THS workers. However, these workers have shorter job tenure and lower earnings than WOTC/WtW-certified workers in non-THS industries. Panel estimates suggest that these effects do not persist over time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Phönix aus der Asche? Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland (2007)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2007): Phönix aus der Asche? Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland. In: G. von Münchhausen (Hrsg.) (2007): Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit : Potenziale und Grenzen, S. 21-44.
Abstract
"Primäres Ziel der wiederholten Deregulierung des Leiharbeitsrechts war es, den Flexibilitätsbedürfnissen der Unternehmen entgegen zu kommen und gleichzeitig die Wachstumspotenziale der Leiharbeit für zusätzliche Beschäftigung zu nutzen. Kein Wunder, dass die Leiharbeitsbranche in der letzten Dekade kräftig gewachsen ist. Durch die Einführung der Personal-Service-Agenturen und der flächendeckenden Anwendung von Tarifverträgen konnte die Leiharbeitsbranche einen erheblichen Imagegewinn verzeichnen. Dennoch kommt der Leiharbeit mit einem Anteil von 1,5 % an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 2004 eine vergleichsweise geringe Bedeutung unter den flexiblen Beschäftigungsverhältnissen zu. Untersucht man die Zugänge in und Abgänge aus Leiharbeit wird allerdings deutlich, dass der Umfang der Leiharbeit und damit die Dynamik in diesem Arbeitsmarktsegment sehr viel größer sind als dies die Bestandsdaten vermuten lassen. Ein Blick auf die sozio-ökonomischen Merkmale der Leiharbeiter zeigt, dass Leiharbeit Beschäftigungschancen insbesondere für Niedrigqualifizierte, Arbeitslose, Männer, Ausländer und junge Arbeitnehmer bietet. Nach wie vor üben Leiharbeiter vornehmlich Fertigungsberufe aus. Beinahe ein Drittel aller Leiharbeiter werden als Hilfsarbeiter eingesetzt. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer der Leiharbeitnehmer ist auffallend kurz. So waren im Jahr 2004 13 Prozent aller Leiharbeitsverhältnisse kürzer als eine Woche, 47 Prozent der Leiharbeitsverhältnisse hatten nur zwischen einer Woche und drei Monaten Bestand. Leiharbeit wird offenbar nach wie vor primär zur Kompensation von meist unerwarteten und kurzfristigen Auftragsschwankungen genutzt. Leiharbeit hat allerdings nicht nur in den alten sondern auch in den neuen Bundesländern kräftig zugenommen. Voraussetzung für eine hohe Wachstumsdynamik in den alten Bundesländern ist die Ansiedlung einzelner Branchen des verarbeitenden Gewerbes. Dies gilt allerdings nur für Arbeitsmarktregionen, in denen die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe insgesamt zugenommen hat. Leiharbeit ist primär in großen Agglomerationen zu finden. Sie bilden offenbar die Pole von denen aus der Leiharbeitsmarkt wächst. Von dem kräftigen Wachstum der Leiharbeitsbranche profitierten insbesondere periphere Regionen, die überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten aufweisen konnten. Mit steigender Nachfrage nach Leiharbeit lohnt es sich offenbar für Leiharbeitsfirmen, Niederlassungen in peripheren Gebieten zu gründen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The impact of employment protection mandates on demographic temporary employment patterns: international microeconomic evidence (2007)
Zitatform
Kahn, Lawrence M. (2007): The impact of employment protection mandates on demographic temporary employment patterns. International microeconomic evidence. In: The economic journal, Jg. 117, H. 521, S. F333-F356. DOI:10.1111/j.1468-0297.2007.02059.x
Abstract
"This article uses 1994-8 International Adult Literacy Survey microdata for Canada, Finland, Italy, the Netherlands, Switzerland, the UK and the US to study the impact of employment protection laws (EPL) on joblessness and temporary employment by demographic group. More stringent EPL raises relative non-employment rates for youth, immigrants, and, possibly, women, controlling for demographic variables and country dummies. For wage and salary workers, EPL raises the relative incidence of temporary employment for the low skilled, youth, native women, and especially immigrant women. These effects are often stronger in countries with higher levels of collective bargaining coverage." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The analysis of self-employment levels over the life-cycle (2007)
Kim, GiSeung;Zitatform
Kim, GiSeung (2007): The analysis of self-employment levels over the life-cycle. In: The Quarterly Review of Economics and Finance, Jg. 47, H. 3, S. 397-410. DOI:10.1016/j.qref.2006.06.004
Abstract
"In this paper, we estimate the incidence of self-employment over a person's life-cycle across different socio-economic groups and show to what extent self-employment rates differ across groups. The analysis utilizes data from the March supplements of the Current Population Survey. This paper shows that the probability of self-employment is increasing with age and education and is higher for men, whites, and married women compared to other groups. Females are less likely to be self-employed and the difference appears to widen in absolute terms over the life-cycle, but is largest in relative terms early in the life-cycle. We show that the gender gap is not due to marriage and the presence of children. The difference between an African-American male and the (white) benchmark is dramatic, particularly in a person's middle age. In contrast, the difference between a high-school graduate and the (college educated) benchmark is relatively small and changes sign over the life-cycle. Young (age 34 or lower) high school graduates are more likely to be self-employed than otherwise identical college graduates, while the reverse is true for older individuals. The paper discusses explanations for these life-cycle profiles of self-employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Generation Praktikum - Flexibilisierungsphänomen im Perspektivenwechsel: Praktika bei HochschulabsolventInnen - Chance oder Belastung? (2007)
Kirschler, Erich; Kastlunger, Barbara; Braunger, Paul;Zitatform
Kirschler, Erich, Barbara Kastlunger & Paul Braunger (2007): Generation Praktikum - Flexibilisierungsphänomen im Perspektivenwechsel. Praktika bei HochschulabsolventInnen - Chance oder Belastung? In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 30, H. 3, S. 153-168.
Abstract
"Der Übergang in die Erwerbstätigkeit ist für junge Akademiker/Innen heute von einem zunehmend längeren Zeitraum zwischen Studienabschluss und der ersten Fixanstellung oder einer 'beruflichen Orientierungsphase' gekennzeichnet. Oft schließt direkt an den Abschluss der Hochschule ein Praktikum oder eine Praktikumsphase an. Ausgehend von der Frage, ob dabei von der viel zitierten 'Generation Praktikum' die Rede sein kann, liefert der Beitrag erste empirische Ergebnisse zur beruflichen Einstiegssituation und Motiv- und Erwartungslage von HochschulabsolventInnen in Österreich. Die Ergebnisse zeigen ein von verschiedenen Medienberichten abweichendes Bild. Die Situation wird als weniger belastend empfunden und die eigene berufliche Zukunft wird meist positiver eingeschätzt als erwartet. Es wurden allerdings auch negative Einflussfaktoren für die Einschätzung der beruflichen Zukunft identifiziert. Auch weisen die Resultate mitunter auf das Vorhandensein von prekären Praktikumsverhältnissen hin, die zu erheblicher Unzufriedenheit führen, weil Praktikanten ausschließlich als Hilfskräfte eingesetzt werden. Den vorliegenden Ergebnissen zufolge bleiben lange 'Praktikumskarrieren' aber die Ausnahme, und die Existenz einer 'Generation Praktikum' in Österreich darf bezweifelt werden. In Bezug auf die rechtlichen Rahmenbedingungen für Praktikantinnen könnte die Gewährleistung einer angemessenen Vergütung und sozialen Absicherung maßgeblich dazu beitragen, die Übergangsphase zwischen Studienabschluss und Erwerbstätigkeit als Chance für eine erfolgreiche berufliche Zukunft nutzen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Ablösung der Befristungsbestimmungen des Hochschulrahmengesetzes durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (2007)
Löwisch, Manfred;Zitatform
Löwisch, Manfred (2007): Die Ablösung der Befristungsbestimmungen des Hochschulrahmengesetzes durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 24, H. 9, S. 479-484.
Abstract
Am 18.04.2007 ist das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) in Kraft getreten. Der Artikel informiert über die Modifikationen der Befristung nach der Zeitdauer und die Wiedereinführung der Drittmittelbefristung durch dieses Gesetz. Ebenso wird auf die verbesserte Berücksichtigung der Kinderbetreuung eingegangen. (IAB)
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Literaturhinweis
Prekarisierung auf hohem Niveau: eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche (2007)
Manske, Alexandra;Zitatform
Manske, Alexandra (2007): Prekarisierung auf hohem Niveau. Eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche. (Arbeit und Leben im Umbruch 13), München u.a.: Hampp, 257 S.
Abstract
Thema der Studie ist der Zusammenhang von Flexibilisierung von Arbeit einerseits und der Verunsicherung sozialer Lagen in einem akademisch gebildeten Milieu andererseits. Dazu untersucht die Arbeit in Form einer Feldstudie auf der Basis qualitativer Fallstudien bei Freelancern der IT-Branche (alleindienstleistenden Webdesignern) in Berlin und New York, wie sich akademisch ausgebildete Alleinunternehmer mit prekären Beschäftigungs- und Lebensverhältnissen arrangieren. Es zeigt sich eine Problemlage, die sich auch in hochqualifizierten Milieus als Verunsicherung von Arbeits- und Lebenslagen darstellt. Anhand dreier, typologisch zugespitzter Praxisformen ('Unternehmer', 'Dienstleister', 'Künstler') wird gezeigt, wie die Befragten selbst-unternehmerische Formen und Modi der praktischen Selbstverortung ausbilden. Die drei Praxisformen reflektieren, wie die Befragten auf eine radikal marktvermittelte soziale Lage reagieren und spiegeln in ihren Handlungsstrategien den feldspezifischen Restrukturierungsprozess wider. Aus Sicht der Autorin erweist sich die Internetbranche als ein 'Feld von spezifischen Ungleichstellungen' und sie beschreibt, wie dieser Befund einer Prekarisierung auf hohem Niveau sozialstrukturell überformt wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Beyond the hype: Working in the German internet industry (2007)
Zitatform
Mayer-Ahuja, Nicole & Harald Wolf (2007): Beyond the hype: Working in the German internet industry. In: Critical Sociology, Jg. 33, H. 1/2, S. 73-99. DOI:10.1163/156946307X168593
Abstract
Wie werden Arbeit und Wissen in hochqualifizierten Dienstleistungen organisiert? Diese Frage wird umfangreich diskutiert, weil derartige Arbeitsarrangements häufig als Vorreiter einer zukünftigen Vereinbarung von Flexibilität und Selbstbestimmung gelten. Nach der Einführung in wichtige Ansätze richtet sich der Fokus der Untersuchung auf die Internetindustrie, die seit Mitte der 1990er Jahre als ein besonders innovativer Sektor des (deutschen) Arbeitsmarktes gilt. Diese neue Industrie hat sich um den Kern von Internetdienstleistungen gebildet und verfügt über eine besondere Struktur (von in der Regel kleinen) Unternehmen mit festumrissenen Leistungsangeboten und Arbeitsplatzprofilen. Unter Bezug auf 12 Fallstudien zu deutschen Internetunternehmen werden Beschaffenheit und Entwicklung interdisziplinärer Projektarbeit und die (wechselnde) Bedeutung flexibler Beschäftigungsbeziehungen, flacher Hierarchien und direkter Kontrollmechanismen diskutiert. Daraus entsteht ein Bild junger Unternehmen, in denen die Erwartungen kreativer Aufgabenstellungen und egalitärer Arbeitsstrukturen gleichermaßen bei Management und Angestellten verbreitet sind. Diese Unternehmen sehen sich aber in steigendem Maße mit der Notwendigkeit konfrontiert, sich nach Abschluss der Konsolidierungsphase im Jahre 2001 auf Routinearbeit, stabile Beschäftigungsverhältnisse, formale Hierarchiestrukturen und direkte Kontrolle verlassen zu müssen. In diesem Sinne sind die Internetunternehmen des untersuchten Samples typische kleine und mittlere Unternehmen, deren Strukturen zum einen von dem institutionellen Bezugsrahmen deutscher Arbeitsorganisation geprägt sind und zum anderen vom Front-Line-Charakter der Dienstleistungsarbeit, wobei sich die (oft enttäuschten) Ideale von Selbstbestimmung als eine Quelle zukünftiger Innovation erweisen können. (IAB)
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The part-time wage penalty in European countries: how large is it for men? (2007)
Zitatform
O'Dorchai, Sile, Robert Plasman & François Rycx (2007): The part-time wage penalty in European countries. How large is it for men? (IZA discussion paper 2591), Bonn, 34 S.
Abstract
"Economic theory advances a number of reasons for the existence of a wage gap between part-time and full-time workers. Empirical work has concentrated on the wage effects of part-time work for women. For men, much less empirical evidence exists, mainly because of lacking data. In this paper, we take advantage of access to unique harmonised matched employer-employee data (i.e. the 1995 European Structure of Earnings Survey) to investigate the magnitude and sources of the part-time wage penalty for male workers in six European countries (i.e. Belgium, Denmark, Ireland, Italy, Spain, and the UK). Findings show that the raw gap in hourly gross pay amounts to 16 per cent of male part-timer's wage in Spain, to 24 per cent in Belgium, to 28 per cent in Denmark and Italy, to 67 per cent in the UK and to 149 per cent in Ireland. Human capital differences explain between 31 per cent of the observed wage gap in the UK and 71 per cent in Denmark. When a larger set of control variables is taken into account (including occupation, industry, firm size, and level of wage bargaining), a much smaller part of the gap remains unexplained by differences in observed characteristics (except in Italy). Overall, results suggest that policy initiatives to promote lifelong learning and training are of great importance to help part-timers catch up. Moreover, except for Italy, they point to a persisting problem of occupational and sectoral segregation between men working part-time and full-time which requires renewed policy attention." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Chance auf Zukunft? Berufliche Selbständigkeit als Option für Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit in der BRD (2007)
Pahle-Franzen, Ulrike;Zitatform
Pahle-Franzen, Ulrike (2007): Chance auf Zukunft? Berufliche Selbständigkeit als Option für Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit in der BRD. Göttingen: Cuvillier, 118 S.
Abstract
"Trotz einer immer stärkeren Bedeutung des Berufes für die gesellschaftliche Teilhabe nehmen vor allem Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund immer weniger an der traditionellen Berufsausbildung im Dualen System in der BRD teil. Auf dem Ausbildungsstellenmarkt selbst haben sie eine Sonderstellung: Ihre Kompetenzen werden vielfach als defizitär wahrgenommen, wobei sich die Frage stellt, ob diese eindimensionale Sicht gerechtfertigt ist. Genau an diesem Punkt setzt die Forschung der Autorin ein: Sie betrachtet das Handeln und Verhalten der postmodernen Jugendlichen, die zwischen zwei Kulturen heranwachsen, unter dem Blickwinkel des pädagogischen Konzepts des sozialen Raums. Von der sozioökonomischen Situation in der Türkei seit den 1960er Jahren ausgehend zeigt sie auf, wie sich im Heimatland die soziale Lage bis heute entwickelt hat und sucht nach möglichen Erklärungen für den vor allem in den letzten Jahren auffallend häufigen Schritt in die Selbstständigkeit. Zuletzt stellt sie verschiedene institutionelle Unterstützungsprogramme und Förderleistungen vor, die den Existenzgründern angeboten werden, und bietet Handlungsempfehlungen an, die vor allem für interessiertes Fachpublikum, betriebliche und außerbetriebliche pädagogische Fachleute, interkulturell involvierte Institutionen sowie kommunale Trägerschaften einen hohen Grad an Innovation darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The rise and fall of temporary foreign worker policies: lessons for Poland (2007)
Zitatform
Plewa, Piotr (2007): The rise and fall of temporary foreign worker policies. Lessons for Poland. In: International migration, Jg. 45, H. 2, S. 3-36. DOI:10.1111/j.1468-2435.2007.00402.x
Abstract
"This essay reflects upon post-World War II and post-Cold War admissions of low-skilled temporary foreign workers to North America and Europe. The author's hope is that lessons from history can help Polish (and other new European Union immigration states) develop well-informed labour migration policy. The lessons from North America and Europe suggest that admissions of low-skilled temporary foreign workers lead to short-term economic benefits and long-term economic, political, and social costs. This, in turn, makes coherent and humane statecraft difficult to achieve. Considering the complexity of temporary foreign worker admissions, Polish policymakers would be better off avoiding them like the United States, France, and Switzerland have largely done in the post-Cold War period after learning the lessons from the post-war era. The alleged labour shortages and illegal migration pressure could be addressed through settlement-oriented policies which are more likely to prevent unexpected outcomes since they allow greater economic, social, and political integration of admitted immigrants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Betriebspraktika: Auf Umwegen zum Ziel (2007)
Rebien, Martina; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Rebien, Martina & Eugen Spitznagel (2007): Betriebspraktika: Auf Umwegen zum Ziel. (IAB-Kurzbericht 07/2007), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Nach einer Betriebsbefragung des IAB haben in den Jahren 2004 und 2005 insgesamt rund 300.000 Arbeitsuchende einen sozialversicherungspflichtigen Job über ein Praktikum gefunden. Das sind 2,3 Prozent aller Einstellungen in diesen zwei Jahren. Drei Viertel (76%) dieser Stellen verlangten eine gewerbliche/kaufmännische Berufsausbildung oder einen Fachschulabschluss, nur wenige eine Hochschulausbildung (15%). Bei einem Zehntel war kein Ausbildungsabschluss erforderlich. Dienstleistungsunternehmen stellen häufiger als andere Betriebe ehemalige Praktikanten ein. Besonders die kleinen Betriebe und jene in Ostdeutschland schätzen diesen flexibleren Weg der Personalgewinnung. Fast die Hälfte der ehemaligen Praktikanten war zwischen 30 und 40 Jahre alt, ein großer Teil war jünger (40%) und nur wenige älter (15%). Für die Jüngeren war das Praktikum größtenteils eine Station zwischen Ausbildung und fester Stelle. Die mittleren Jahrgänge waren vorher meist arbeitslos oder anderswo beschäftigt. Die Stellen der ehemaligen Praktikanten waren häufiger befristet (55%) als die der anderen eingestellten Beschäftigten (43%). Für eine Gesamtbeurteilung reicht die betriebliche Perspektive allein nicht aus. So wären auch die Bedingungen, unter denen Praktika durchgeführt werden, und die Sicht der Betroffenen genauer zu untersuchen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Praktikanten in der Beschäftigtenstatistik der BA
- Einstellungen von ehemaligen Praktikanten im Vergleich zu den anderen Einstellungen (2004 und 2005) nach vorherigem Status im Berufsleben
- Einstellungen von ehemaligen Praktikanten im Vergleich zu den anderen Einstellungen (2004 und 2005) nach Art des Arbeitsvertrages
- Einstellungen von ehemaligen Praktikanten im Vergleich zu den anderen Einstellungen (2004 und 2005) nach Alter
- Eingestellte Praktikanten nach Altersgruppen (2004 und 2005)
- Einstellungen von ehemaligen Praktikanten im Vergleich zu den anderen Einstellungen (2004 und 2005) nach beruflicher Qualifikation
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Literaturhinweis
Befristete Beschäftigung, berufliche Weiterbildung und ihre Finanzierung (2007)
Zitatform
Reinowski, Eva & Jan Sauermann (2007): Befristete Beschäftigung, berufliche Weiterbildung und ihre Finanzierung. (RatSWD working paper 14), Berlin, 41 S.
Abstract
"Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern wurde der Einsatz von befristeten Beschäftigungsverhältnissen in Deutschland seit den 1980ern vereinfacht. Als Folge dieser Vereinfachungen nimmt die Bedeutung dieser Beschäftigungsform zu. Der Vorteil befristeter Beschäftigungsverhältnisse für Arbeitgeber liegt vor allem in der Einsparung von institutionellen Kündigungskosten sowie der Möglichkeit einer 'Verlängerung' der Probezeit. Auf der Arbeitnehmerseite können befristete Beschäftigungsverhältnisse mit geringeren Aufstiegschancen oder unsicheren Erwerbsverläufen einhergehen. Daneben wird ein negativer Effekt auf Investitionen in berufliche Weiterbildung vermutet. Da dieser Zusammenhang in der theoretischen Diskussion nicht eindeutig ist, wird eine empirische Analyse für Deutschland durchgeführt. Im ersten Teil der Studie wird der Befristungseffekt für geringqualifiziert Beschäftigte mit Daten des Mikrozensus untersucht. Gerade für diese Gruppe wird lifelong learning als besonders notwendig angesehen, wenngleich Möglichkeiten zur Weiterbildung in der Realität nur eingeschränkt bereitgestellt und genutzt werden. Inhalt des zweiten Teils ist eine Analyse der Finanzierung beruflicher Weiterbildung auf Basis des Sozio- Oekonomischen Panels. Ziel ist dabei, Unterschiede im Investitionsverhalten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aufzudecken. In beiden Teilen muss für einen möglichen Selektionseffekt aufgrund beobachtbarer oder unbeobachtbarer Heterogenitäten kontrolliert werden. Dazu wird zum einen eine Vergleichsgruppe für die befristet Beschäftigten konstruiert (Matchingverfahren), zum anderen wird eine simultane Probitschätzung durchgeführt. Für beide Teile der Analyse wird ein signifikanter Einfluss befristeter Beschäftigung auf Humankapitalinvestitionen nachgewiesen. Für Personen, die geringqualifizierte Tätigkeiten ausführen, findet sich ein signifikant positiver Effekt. Hinsichtlich der Finanzierung beruflicher Weiterbildung lässt sich ein negativer Befristungeseffekt auf Arbeitgeberinvestitionen nachweisen. Dagegen investieren befristet Beschäftigte mit höherer Wahrscheinlichkeit selbst in ihr Humankapital." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Befristete Beschäftigung: kein Hindernis für die Weiterbildung geringqualifizierter Personen (2007)
Zitatform
Reinowski, Eva & Jan Sauermann (2007): Befristete Beschäftigung: kein Hindernis für die Weiterbildung geringqualifizierter Personen. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 13, H. 3, S. 83-89.
Abstract
"In diesem Beitrag wird untersucht, welchen Einfluß befristete Arbeitsverträge auf die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung geringqualifiziert beschäftigter Personen haben. Als berufliche Weiterbildung gilt dabei die Teilnahme an Kursen, Seminaren, Tagungen oder Privatunterricht mit überwiegend beruflichem Hintergrund. Die Abgrenzung der betrachteten Personengruppe ergibt sich aus der in der Arbeitsmarktforschung üblichen Verwendung einer Berufsklassifikation anhand von Tätigkeitsmerkmalen. Damit umfaßt diese Gruppe formal un- und geringqualifizierte Personen, kann aber auch formal höhere Qualifikationen beinhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vom Normalarbeitsverhältnis zur Employability: gut beraten? (2007)
Rudolph, Hedwig; Rothe, Katja;Zitatform
Rudolph, Hedwig & Katja Rothe (2007): Vom Normalarbeitsverhältnis zur Employability. Gut beraten? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 5, S. 239-245.
Abstract
"Vor dem Hintergrund zunehmender Flexibilisierung von Beschäftigungsbedingungen in Deutschland diskutiert der Beitrag das Konzept der employability. Ausgehend von Befunden einer explorativen Studie in großen, international tätigen Unternehmensberatungen werden die Rahmenbedingungen analysiert, unter denen (faktisch) instabile Beschäftigungsverhältnisse für Mitarbeiter Attraktivität gewinnen und damit deren Leistungsbereitschaft und Bindung an das Unternehmen, trotz vorhandener 'Beschäftigungsfähigkeit' auf dem externen Arbeitsmarkt, nicht gefährden. Des Weiteren wird untersucht, inwieweit die gewonnenen Erfahrungen auf andere Branchen und Beschäftigtengruppen übertragbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Nutzen von Kontakten aus Praktika und studentischer Erwerbstätigkeit für den Berufseinstieg von Hochschulabsolventen (2007)
Sarcletti, Andreas;Zitatform
Sarcletti, Andreas (2007): Der Nutzen von Kontakten aus Praktika und studentischer Erwerbstätigkeit für den Berufseinstieg von Hochschulabsolventen. In: Beiträge zur Hochschulforschung, Jg. 29, H. 4, S. 52-81.
Abstract
"Etwa ein Fünftel der bayerischen Hochschulabsolventen findet die erste Erwerbstätigkeit nach dem Studium über den Kontakt aus einem Praktikum oder einer (gewöhnlich fachnahen) Erwerbstätigkeit. Praktika und fachnahe studentische Erwerbstätigkeiten sind somit für Studierende nicht nur wichtige Gelegenheiten zum Kennenlernen der beruflichen Praxis und zum Aneignen praxisnaher Kenntnisse und Fähigkeiten, sondern haben auch große Bedeutung, um Kontakte zu möglichen späteren Arbeitgebern zu knüpfen. Der Aufsatz geht der Bedeutung sozialer Kontakte aus Praxiselementen im Studium für den Berufseinstieg nach und beantwortet vor dem Hintergrund der Theorie sozialer Netzwerke vier Fragen: (1) Ist die Nutzung sozialer Kontakte bei der Stellensuche fachabhängig? (2) Ist die Suche über soziale Kontakte besonders effizient? (3) Führen Praxiskontakte zu einer 'besseren' ersten Erwerbstätigkeit? (4) Unterscheiden sich die Personen, die über Praxiskontakte an die erste Erwerbstätigkeit gelangen von denen, bei denen dies nicht der Fall ist?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit ohne Wert? Strukturmerkmale der PraktikantInnen-Beschäftigung im Hochschulkontext in Österreich: Eine quantitative Studie (2007)
Schopf, Anna; Ringler, Paul;Zitatform
Schopf, Anna & Paul Ringler (2007): Arbeit ohne Wert? Strukturmerkmale der PraktikantInnen-Beschäftigung im Hochschulkontext in Österreich. Eine quantitative Studie. Wien, 55 S.
Abstract
Eine größer werdende Zahl junger Menschen an der Grenze zwischen Beruf und Ausbildung absolviert immer mehr Praktika und auch in Österreich ist der Begriff 'Generation Praktikum' als mediales Schlagwort Teil des öffentlichen Diskurses. In dieser Diskussion liegt der Schwerpunkt auf den unbezahlten Praktika (gewissermaßen als 'Arbeit ohne Wert') ohne andere Aspekte des in den letzten Jahren entstandenen Praktika-Arbeitsmarktes zu beleuchten. Die Studie hat zum Ziel, einen vollständigen Überblick über die Situation der PraktikantInnen in Österreich zu geben. Dabei stehen besonders strukturelle Merkmale der PraktikantInnen-Beschäftigung im Vordergrund. Der Wert eines Praktikums wird nicht nur in monetären Begriffen untersucht. Auch dessen Nutzen in der Berufsbiographie und der Stellenwert der PraktikantInnen am Arbeitsplatz sind Teil der Analyse. In diesem Sinne ist die Frage nach 'Arbeit ohne Wert' in einem umfassenden Kontext zu verstehen. Die Studie zeigt, dass sich hinter dem Überbegriff 'Praktikum' zum Teil sehr verschiedene Sachverhalte verstecken. Ein gesellschaftlich übergreifendes Verständnis des Begriffes existiert nicht: PraktikantInnen unterscheiden sich in ihren Erwartungen und Erfahrungen zur selben Sache, vom Schnupperjob bis hin zur freien Mitarbeit mit Anstellungsoption. Das ausbildungsbezogene Praktikum steht außerdem für eine große Spannweite im Bezug auf Bezahlung, Dauer, Tätigkeitsfelder und arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen. Besonders die verbreitete Unwissenheit über die mögliche Beschäftigungsformen und kollektivvertraglichen Regelungen auf Seiten der PraktikantInnen, sowie der große Anteil an sozial nicht abgesicherten Praktika werden als Problem gesehen. Am Ende der Studie werden Lösungsvorschläge und Empfehlungen für PraktikantInnen, UnternehmerInnen, Politik und Interessenvertretungen präsentiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung: Boomende Branche mit hoher Fluktuation (2006)
Zitatform
Antoni, Manfred & Elke J. Jahn (2006): Arbeitnehmerüberlassung: Boomende Branche mit hoher Fluktuation. (IAB-Kurzbericht 14/2006), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Leiharbeitsbranche expandiert weiterhin mit hohen Wachstumsraten. Dafür dürfte vor allem die stufenweise Deregulierung des Leiharbeitsrechts verantwortlich sein. Leiharbeitsjobs stellen in der Regel kurze Phasen im Erwerbsverlauf dar. So waren etwa im Jahr 2003 nur 13 Prozent der Leiharbeiter ein Jahr oder länger ununterbrochen beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt. Gesetzliche Überlassungshöchstdauern können die Beschäftigungsstabilität der Leiharbeitnehmer im Verleihbetrieb nicht garantieren. Infolge ihrer Verlängerung stieg aber die Dauer der Betriebszugehörigkeit bis Mitte der 90er Jahre deutlich. Seit der Flexibilisierung des Arbeitnehmerüberlassungsrechts im Jahr 1997 ist die Betriebszugehörigkeit im Verleihbetrieb wieder spürbar gesunken. Gleichzeitig haben Kettenverträge an Bedeutung gewonnen. Auf die soziodemographischen Merkmale der Leiharbeiter hatten die Reformen des Leiharbeitsrechts kaum Einfluss. Leiharbeit bietet Beschäftigungschancen vor allem für Männer, Ausländer, Jugendliche und Geringqualifizierte. Allerdings erhalten immer mehr Arbeitslose in dieser Branche - wenn auch nur für kurze Zeit - Gelegenheit zu einer Erwerbstätigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Flexible Wissensarbeit: AlleindienstleisterInnen zwischen Privileg und Prekarität (2006)
Betzelt, Sigrid;Zitatform
Betzelt, Sigrid (2006): Flexible Wissensarbeit. AlleindienstleisterInnen zwischen Privileg und Prekarität. (ZeS-Arbeitspapier 2006/03), Bremen, 90 S.
Abstract
"Flexible Wissensarbeit in Form hoch qualifizierter selbständiger Beschäftigung stellt in der Bundesrepublik einen relativ neuen Erwerbstypus dar, der im Dienstleistungssektor auf Expansionskurs ist. Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse einer empirischen Untersuchung im exemplarischen Feld ausgewählter Kulturberufe vor, die als Trendsetter für die neuere selbständige Erwerbsform des 'Alleindienstleisters' gelten können. Gezeigt wird, dass nicht nur deren objektive Erwerbsstrukturen von bekannten Mustern abweichen, da sie - bei vergleichsweise schwacher Geschlechtersegregation - den hoch Qualifizierten nur relativ bescheidene Einkommen unter risikoreichen Erwerbsbedingungen bieten. Besonderheiten zeigen sich auch in den individuellen subjektiven Orientierungen und Handlungsstrategien. Diese subjektiven Faktoren, so das Kernargument dieses Beitrags, ermöglichen erst das ' Funktionieren' des flexiblen Erwerbsmodells. Auf der Basis starker intrinsischer Motivationen und eines dominant wertrationalen Berufsverständnisses entwickeln die individuellen Akteure in reflexiver Weise Handlungsmuster im Umgang mit den marktradikalen Bedingungen, die eine mehr oder minder gelungene Balance zwischen individuellen Freiheitsgraden und marktlichen Restriktionen ermöglichen. Dabei ergeben sich für Männer wie Frauen überwiegend kontinuierliche, wenngleich komplexe Erwerbsbiographien jenseits herkömmlicher Karrierepfade. Diese qualitativ gewonnenen empirischen Befunde werden im Hinblick auf theoretische Konzepte der Arbeits-, Berufs- und Professionssoziologie sowie der sozialen Ungleichheit diskutiert. Abschließend wird aufgezeigt, dass das Erwerbsmuster flexibler Wissensarbeit besonders aufgrund der fragilen individuellen und kollektiven Risikostrategien durchaus institutionellen Handlungsbedarf aufwirft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Arbeitsverträge: ein Mittel zum Abbau von Arbeitslosigkeit? (2006)
Boockmann, Bernhard;Zitatform
Boockmann, Bernhard (2006): Atypische Arbeitsverträge: ein Mittel zum Abbau von Arbeitslosigkeit? In: Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik H. 109, S. 25-30.
Abstract
Arbeitsverträge müssen weder auf Dauer noch auf eine Beschäftigung in Vollzeit angelegt sein. Immer mehr Arbeitnehmer sind befristet, in Teilzeit oder bei einer Leiharbeitsfirma beschäftigt. Bei manchen Beschäftigungsformen verschwimmt die Grenze zwischen abhängiger und selbstständiger Arbeit. Der Beitrag untersucht die These, dass atypische Arbeitsverhältnisse die Beschäftigung insbesondere deshalb erhöhen, weil sie Arbeitslosen eine Chance zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gibt. Dabei konzentriert er sich auf die befristete Beschäftigung und die Zeitarbeit. Eine theoretische Analyse kommt zu dem Fazit, dass der These, temporäre Beschäftigungsformen wie befristete Beschäftigung und Zeitarbeit könnten helfen, die Arbeitslosigkeit abzubauen, gewichtige Argumente entgegenstehen. So kann eine Zweiteilung des Arbeitsmarktes dazu führen, dass im beweglichen Segment das Lohnniveau erhöht und die Beschäftigung gesenkt wird. Empirische Befunde wie der Vergleich der Ergebnisse von Kausalanalysen mit Vergleichsgruppenansatz legen zudem nahe, dass die Integrationsfunktion und damit der Effekt auf die Beschäftigung bei der Zeitarbeit gering ist. Die Ergebnisse empirischer Studien zeigen aber auch, dass befristete Verträge vermutlich weniger Nachteile haben und mit weniger persönlichen Risiken behaftet sind, als in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Praktika von Hochschulabsolventen (2006)
Böhning, Björn; Helbig, Silvia; Heyser, Jessica;Zitatform
Böhning, Björn, Silvia Helbig & Jessica Heyser (2006): Praktika von Hochschulabsolventen. Düsseldorf, 65 S.
Abstract
Dieser Arbeit liegt die Fragestellung zu Grunde, ob Hochschulabsolventen in zunehmend häufigerem Umfang ein oder mehrere Praktika nach dem Abschluss absolvieren, ohne eine Festanstellung zu bekommen, wobei die Praktika einerseits un- oder unterbezahlt sind und andererseits während des Praktikums reguläre Tätigkeiten im Vordergrund stehen. Es wird also die Frage nach der Existenz und dem quantitativen Ausmaß des Phänomens der so genannten "Praktikakarrieren" oder "Praktikaschleifen" gefragt. Daran schließt sich die Frage an, ob es während der Berufseinstiegsphase von Hochschulabsolventen im Rahmen der Praktika zu Ausbeutungstendenzen durch Unternehmen kommt und welche Folgen diese haben. Diesbezüglich kommt die Perspektive von Praktikaanbietern ebenso wie die Betroffenenperspektive zur Sprache. Des weiteren werden Experten aus der Wissenschaft und Institutionen, welche mit dem Berufseinstieg von Hochschulabsolventen befasst sind, in die Untersuchung einbezogen. Die Studie kommt zu dem Schluss, "dass die Berufseinstiegsphase von Hochschulabsolventen bestimmter Zielgruppen zunehmend sozial unsicher und prekär wird." Folgende Ergebnisse werden festgehalten: "Die Anzahl der nach dem Studium absolvierten Praktika nimmt nach Ansicht der Experten zu. Davon sind auch zunehmend Studiengänge betroffen, die bisher einen problemlosen Übergang in den Arbeitsmarkt garantiert haben, wie z.B. Wirtschaftswissenschaften. Über die Hälfte der Praktikanten gibt an, hauptsächlich reguläre Tätigkeiten ausgeübt zu haben. Die Entlohnung der Praktikanten steht in einem eklatanten Missverhältnis zur geleisteten Arbeit. Diese Form von Praktika ist prekär und Teil eines unregulierten Niedriglohnsektors. Die meisten Praktika von Hochschulabsolventen dienen der Arbeitsvermittlung, weniger der beruflichen Orientierung. Dies widerspricht dem Zweck eines Praktikums laut der Definition des Bundesarbeitsgerichts und des Berufsbildungsgesetzes, wonach bei einem Praktikum der Erwerb beruflicher Kenntnisse im Vordergrund stehen muss. Die Praktikaanbieter planen die Praktikanten im Betriebsablauf fest ein. Sie profitieren, nach eigener Aussage, enorm von den motivierten, kreativen, kostengünstigen und vollzeitarbeitenden Mitarbeitern. Mehr als ein Drittel der Praktikanten klagt über Arbeitsdruck und Überstunden. Fast die Hälfte bezeichnet ihr Praktikum als Ausbeutung. Den Praktikaanbietern fällt es allerdings leicht, Praktikanten auch unter Hochschulabsolventen zu rekrutieren, da diese aufgrund der schlechten Arbeitsmarktsituation, sehr schnell bereit sind, Praktika zu machen. Nach Aussagen der Experten lässt sich eine gewisse Fixierung auf Praktika feststellen, während weitere Lern- und Erwerbsformen weniger in Betracht gezogen werden. Das hat zur Folge, dass sich ein regelrechter Praktikantenarbeitsmarkt entwickelt hat, durch den reguläre Jobs verdrängt werden. Die psychische Belastung der Praktikanten ist enorm. Die prekäre Arbeitssituation zieht offenbar eine langwierige Phase von Verunsicherung, Selbstzweifeln und Minderwertigkeitskomplexen nach sich." (IAB2)
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Literaturhinweis
Manufacturers' outsourcing to employment services (2006)
Dey, Matthew; Polivka, Anne; Houseman, Susan;Zitatform
Dey, Matthew, Susan Houseman & Anne Polivka (2006): Manufacturers' outsourcing to employment services. (Upjohn Institute staff working paper 2007-132), Kalamazoo, 39 S.
Abstract
"We estimate the effects of manufacturers' use of employment services-comprised primarily of temporary help and professional employer organizations-on measured employment and labor productivity in manufacturing between 1989 and 2004. A major contribution of the paper is the construction of panel data on employment by occupation and industry from the Occupational Employment Statistics program. We use these data to document the dramatic rise of production and other manual occupations within the employment services sector and, in conjunction with information from the Contingent Worker Supplements, to estimate the number of employment services workers assigned to manufacturing over the period. Although measured employment in manufacturing declined by 4.1 percent from 1989 to 2000, counting employment services workers assigned to manufacturing, employment in that sector actually rose by an estimated 1.4 percent. Factoring in manufacturers' use of employment services workers does not erase the large declines in manufacturing employment since 2000, but a growing share of manufacturing work in the United States is being performed by employees of staffing agencies. In 2004, employment services workers added an estimated 8.7 percent to direct-hire manufacturing employment, compared to just 2.3 percent in 1989. In addition, we estimate that manufacturers' outsourcing to employment services significantly inflated manufacturing labor productivity measures, accounting for 0.5 percentage points of the annual growth rate from 1989 to 2000 and from 2001 to 2004. Although multifactor productivity measures should adjust for such outsourcing, available evidence suggests that KLEMS, the multifactor productivity measure for manufacturing, does not fully capture the relatively large effects that outsourcing to staffing services has on manufacturing productivity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
IT-Beschäftigung als Frühindikator neuer Arbeitsformen? (2006)
Dostal, Werner;Zitatform
Dostal, Werner (2006): IT-Beschäftigung als Frühindikator neuer Arbeitsformen? In: A. Baukrowitz, T. Berker, A. Boes, S. Pfeiffer, R. Schmiede & M. Will (Hrsg.) (2006): Informatisierung der Arbeit - Gesellschaft im Umbruch, S. 204-222.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob IT-Beschäftigung als Frühindikator neuer Arbeitsformen gesehen werden kann. Im Mittelpunkt der Darstellung stehen die Informatisierung der Arbeit und die durch diese verursachten Effekte auf dem Arbeitsmarkt. Anhand der Analyse vorliegender empirischer Daten zur Entwicklung der IT-Branche und IT-Beschäftigung kommt der Beitrag zu dem Schluss, dass die Informations- und Kommunikationstechnologie sowohl Berufe als auch Branchen verändert und sich die Muster der IT-Beschäftigung auch auf andere Berufsfelder auswirken. Sie kann daher als Frühindikator für neue Arbeitsformen gelten. In diesem Zusammenhang geht der Beitrag speziell auf die Flexibilisierung der Arbeit im Bereich des 'neuen Bewusstseins' der New Economy ein. Unternehmen der New Economy seien nicht mehr auf Dauer angelegt und nicht nur in Bezug auf ihre Ziele, sondern auch hinsichtlich ihrer Methoden innovativ. Flexibilität drückt sich in diesem Sektor in einer Phasenorientieung von IT-Beschäftigung aus, im Gegensatz zur stabilen und kontinuierlichen Anlage von Beschäftigung in anderen Bereichen. Die Mitarbeiter in der New Economy werden dem Typ 'risikotolerant innovativ' zugeordnet. Ausgehend von der These, dass gerade die schnelle Veränderung innerhalb der New Economy und die Tatsache, dass die Arbeit der in ihr wirkenden Intrapreneure weder langfristig noch stabil strukturiert ist, eine von außen garantierte Stabilität erfordern, formuliert der Beitrag die Vermutung, dass Selbständige besser in der Lage wären, sich frei zu entfalten, wenn sie nicht existenzieller Bedrohung ausgesetzt werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Erstarrung, Beschleunigung oder Polarisierung? Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität im Zeitverlauf: neue Ergebnisse mit der IAB-Beschäftigtenstichprobe (2006)
Zitatform
Erlinghagen, Marcel (2006): Erstarrung, Beschleunigung oder Polarisierung? Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität im Zeitverlauf. Neue Ergebnisse mit der IAB-Beschäftigtenstichprobe. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2006-01), Gelsenkirchen, 50 S.
Abstract
"Die Analyse untersucht auf Basis des Regionalfiles der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-2001 die Entwicklung von Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität für Westdeutschland. Im Ergebnis zeigt sich (a) eine im Zeitverlauf unabhängig von individuellen, betrieblichen und makroökonomischen Faktoren generelle Destabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen sowie (b) eine diesem Prozess zugrunde liegende Polarisierung insbesondere aufgrund der Qualifikation von Beschäftigten. Insgesamt liefern die Resultate keinen Beleg für eine (zunehmende) Erstarrung des westdeutschen Arbeitsmarktes. Hinsichtlich der Frage, ob eher eine reflexiv-moderne Diskontinuität von Erwerbsverläufen oder aber eine Zunahme des mit dem individuellen Arbeitnehmer untrennbar verknüpften Wissens hinter den komplexen Entwicklungen steckt, ist jedoch keine eindeutige Antwort möglich. Die Destabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen und insbesondere die im Zeitverlauf generell zunehmende Beschleunigung von Betriebswechseln sind Indizien, die eher für einen Bedeutungszuwachs von 'Arbeitskraftunternehmern' sprechen. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass zumindest die Destabilisierung von Beschäftigung insgesamt kein kontinuierlicher Zeittrend ist, sondern die individuellen Arbeitsmarktakteure zu unterschiedlichen Zeiten mal mehr, mal weniger von der Beschleunigung betroffen gewesen sind. Ferner weisen insbesondere Ungelernte und Akademiker eine erhöhte Mobilität auf - aus unterschiedlichen Gründen und mit unterschiedlichen Folgen. Während qualifizierte Beschäftigte vermehrte Betriebswechselchancen und abnehmende Arbeitslosigkeitsrisiken aufweisen, erleben Ungelernte eine 'doppelte Polarisierung'. Innerhalb des Ungelerntensegments wächst zwar das Arbeitslosigkeitsrisiko deutlich, jedoch nehmen gleichzeitig auch die Chancen auf einen unmittelbaren Betriebswechsel zu. Dieser Befund stützt somit eher die wissensgesellschaftliche These einer stärkeren qualifikationsspezifischen Ausdifferenzierung von Arbeitsmarktchancen und Arbeitsmarktrisiken. Somit ist anzunehmen, dass selbst die sogenannten 'Geringqualifizierten' verstärkt über wesentliche Basisqualifikationen verfügen müssen, wenn Sie auf dem wissensgesellschaftlichen Arbeitsmarkt bestehen wolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mini- und Midijobs (2006)
Zitatform
Fertig, Michael (2006): Mini- und Midijobs. In: J. Lange & H. Pfannkuche (Hrsg.) (2006): Und die Moral von der Geschicht'...? : die Evaluierung der Arbeitsmarktreformen ("Hartz I bis III") (Loccumer Protokoll, 14/06), S. 185-194.
Abstract
Im Rahmen der Evaluation der Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform der Minijobs sowie zur Einführung der Gleitzone in der Sozialversicherung (so genannte Midijobs) werden Zwischenergebnisse mit Stand zweites Quartal 2004 vorgestellt und diskutiert. Es wird festgestellt, dass die Ziele dieser Reformen nur teilweise erreicht werden konnten. Die Anzahl beider Beschäftigungsverhältnisse ist signifikant gestiegen und die angestrebte Attraktivität eingetreten. Allerdings ist der Aspekt der 'Brücke' für Arbeitslose von solchen Jobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verbesserungsfähig. Die Untersuchung zeigt, dass Arbeitnehmer durchaus bereit sind, zumindest vorübergehend eine so genannte atypische Beschäftigung aufzunehmen und dabei auch Lohnverzicht zu üben, in der Hoffnung auf Aufstiegsmobilität. Es wird vorgeschlagen, diese Bereitschaft zu stärken, zum Beispiel durch den Ausbau der Förderung in einem Programm 'Erweiterte Minijobs für Arbeitslose'. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeit und Prekariat: Ausmaß und Problemlagen atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Abschlussbericht (2006)
Fuchs, Tatjana; Böhm, Michaela;Zitatform
Fuchs, Tatjana (2006): Arbeit und Prekariat. Ausmaß und Problemlagen atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Abschlussbericht. Düsseldorf, 44 S.
Abstract
"Sowohl die Zahl als auch der Anteil der befristeten, geringfügigen und Leiharbeitsverhältnisse sind - vor allem seit Mitte der 90er Jahre - angestiegen. Diese Entwicklungen wurden durch den Gesetzgeber erst ermöglicht bzw. gefördert. Die Behauptung, diese Beschäftigungsverhältnisse seien eine Brücke in stabile Beschäftigung, wird durch die Untersuchung stark in Frage gestellt. Vielmehr werden Einkommensdiskriminierung, Ungleichbehandlung beim Gesundheitsschutz sowie bei den Mitbestimmungsrechten, Qualifizierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten belegt. Auch der These, atypische Arbeitsverhältnisse seien zwingend erforderlich, um eine flexible Produktion zu ermöglichen, wird widersprochen. Vielmehr hebt die Untersuchung die Bedeutung von direkten und indirekten Lohnkostenvorteilen (z.B. durch Lohndumping) sowie das Zurückdrängen von Mitbestimmungsrechten - unabhängig von den Erfordernissen einer flexiblen Produktion - hervor. Am Beispiel Frankreichs, das für Zeitarbeit gleiche Arbeits- und Entgeltbedingungen, eine Prekaritätsprämie sowie ein Verbot von gesundheitsgefährdenden Arbeiten regelt, werden mögliche Ansatzpunkte zur gesetzlichen Regulierung aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Use of employees and alternative work arrangements in the United States: a law, economics, and organizations perspective (2006)
Zitatform
Garen, John (2006): Use of employees and alternative work arrangements in the United States. A law, economics, and organizations perspective. In: Labour economics, Jg. 13, H. 1, S. 107-141. DOI:10.1016/j.labeco.2004.05.003
Abstract
"This paper considers the incidence of employees versus other forms of work in the United States, including temporary agency workers, contract company workers, independent contractors, and self-employment. It does so within a single, unifying framework. The approach takes an economics of organizations focus to consider when it is optimal for the firm to control the work routine instead of the worker. This is critical in defining and determining employment versus other forms of work. The cost of measuring output and monitoring effort and of worker versus firm expertise are important in determining the organization of work. This approach proves fruitful, but it also is important to account for the impact of certain legal restrictions in the U.S. labor market. The empirical findings show that independent contractors are in jobs that require worker expertise and training and for which monitoring of worker effort is difficult. Contract company workers' characteristics are a hybrid between independent contractors' and employees'. Temporary agency workers occur where the firm wishes to legally outsource its low-wage workers yet still maintain a degree of control over their work routine." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Formes particulières d'emploi et insertion des jeunes (2006)
Givord, Pauline;Zitatform
Givord, Pauline (2006): Formes particulières d'emploi et insertion des jeunes. In: Economie et Statistique H. 388/389, S. 129-143.
Abstract
"Seit Anfang der 1970er Jahre ist das Modell der lohnabhängigen Arbeit in Form einer unbefristeten Vollzeitbeschäftigung als 'Beschäftigungsnorm' im Rückzug. Die rasche Verbreitung 'besonderer Beschäftigungsformen' in den letzten beiden Jahrzehnten ist das sichtbarste Zeichen hierfür. Zwischen 1982 und 2001 hat sich die Anzahl der Zeitarbeiter und der durch spezielle Arbeitsverträge geförderten Personen vervierfacht und die Anzahl der anderen befristeten Arbeitsverträge verdreifacht. Diese besonderen Beschäftigungsformen sind zwar gemessen an der Gesamtbeschäftigung bislang noch in der Minderzahl (15% der lohnabhängigen Arbeit im Privatsektor im Jahre 2002), für viele aber beim Eintritt ins Erwerbsleben mittlerweile unumgänglich. 2002 hatte unter den Personen, die seit weniger als fünf Jahren erwerbstätig sind, jeder dritte einen Zeitvertrag. Die Entwicklung einiger einfacher Indikatoren in den letzten zwanzig Jahren zeigt, dass sich die Eingliederungsbedingungen für die Jugendlichen zwischen Anfang der 1980er Jahre und Ende der 1990er Jahre verschlechterten. Eine größere Flexibilität ermöglichte es nicht, den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zu bremsen. Der Berufsstart erfolgt häufiger über einen Zeitvertrag, auf den aber immer weniger ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis folgt. Für die Berufsanfänger besteht zunehmend die Gefahr, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Außerdem haben sich die Ungleichheiten zwischen den Inhabern eines Diploms vergrößert. Im Vergleich zu den Inhabern eines Diploms war die Situation der Personen ohne Berufsabschluss Ende der 1990er Jahre deutlich schwieriger als Anfang der 1980er Jahre. Bei gleicher Anzahl von Ausbildungsjahren haben die Absolventen einer Fachhochschule leichter Zugang zur Beschäftigung als die Jugendlichen, die eine allgemeine Ausbildung durchlaufen haben. Ob die Absolventen eines Fachgymnasiums ebenso im Vorteil sind, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigung in der DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven (2006)
Goes, Thomas;Zitatform
Goes, Thomas (2006): Prekäre Beschäftigung in der DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven. Berlin, 132 S.
Abstract
Im Mittelpunkt der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Oldenburg in Auftrag gegebenen Studie steht die Frage nach dem Umfang prekärer Beschäftigungsverhältnisse in den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch sowie in den kreisfreien Städten Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven und inwieweit sie wirtschaftsräumlich strukturiert sind. Die Analyse basiert auf amtlichen Statistiken (Bundesagentur für Arbeit und Niedersächsisches Landesamt für Statistik) und auf Experteninterviews, die mit SekretärInnen der lokalen Einzelgewerkschaften geführt wurden. Die aufgrund einer vorgenommenen Begriffsdefinition als prekär geltenden Beschäftigungsverhältnisse werden sekundäranalytisch und qualitativ untersucht. Dazu gehören in erster Linie Leiharbeit, Mini- und Midijobs, befristete Beschäftigungsverhältnisse und Ein-Euro-Jobs. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass auch die lokale Arbeitsgesellschaft in Zonen der Integration, der Verwundbarkeit und der Entkopplung geteilt ist. Die Landkreise und kreisfreien Städte unterscheiden sich dabei teilweise erheblich. Zwar wächst anteilig an der Gesamtbeschäftigung (ohne Soldaten und Zivildienstleistende) überall die objektiv prekäre Beschäftigung. Dieses Wachstum kann jedoch eingebettet sein in eine expansive Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung (Vechta und Cloppenburg) oder rückläufige Beschäftigung und hohe Erwerbslosigkeit (Wilhelmshaven und Delmenhorst). Es lassen sich zudem ebenso dynamische - positive (Cloppenburg) und negative (Delmenhorst) - wie relativ gleichmäßig-moderate (Wesermarsch) Beschäftigungsentwicklungen beobachten. Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeit ist statistisch belegbar zurückgegangen, atypische und zum Teil prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind hingegen dynamisch angewachsen. (IAB)
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Literaturhinweis
Generation Praktikum: Angst vor der Lücke (2006)
Grosse-Halbuer, Andreas;Zitatform
Grosse-Halbuer, Andreas (2006): Generation Praktikum: Angst vor der Lücke. In: Wirtschaftswoche H. 44, S. 108-112.
Abstract
"Immer mehr Absolventen, die sich schlecht bezahlt von Job zu Job hangeln, ohne Aussicht auf Festanstellung? Der Eindruck trügt: Die Probleme der Generation Praktikum sind maßlos überzeichnet. Und die wenigen Dauerpraktikanten tragen selbst zu ihrer Misere bei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hochqualifiziert und trotzdem kein Job? - Das Phänomen der "Generation Praktikum": erste Ergebnisse zur Situation aus der DGB-Jugend-Studie "Praktika von Hochschulabsolventen" (2006)
Helbig, Silvia;Zitatform
Helbig, Silvia (2006): Hochqualifiziert und trotzdem kein Job? - Das Phänomen der "Generation Praktikum". Erste Ergebnisse zur Situation aus der DGB-Jugend-Studie "Praktika von Hochschulabsolventen". In: S. Peters, F. Genge & Y. Willenius (Hrsg.) (2006): Flankierende Personalentwicklung durch Mentoring II : neue Rekrutierungswege (Weiterbildung - Personalentwicklung - Organisationales Lernen, 03), S. 43-53.
Abstract
"Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Berufseinstiegsphase von Hochschulabsolventen bestimmter Zielgruppen zunehmend sozial unsicher und prekär wird. Die Zunahme von Praktika und der Durchlauf von Praktikakarrieren sind dabei - neben anderen - ein besonders hervorstechendes Phänomen dieser prekären Berufseinstiegsphase.
Anhand der Ergebnisse lassen sich folgende Aussagen treffen:
- Die Anzahl der nach dem Studium absolvierten Praktika nimmt nach Ansicht der Experten zu.
- Davon sind auch zunehmend Studiengänge betroffen, die bisher einen problemlosen Übergang in den Arbeitsmarkt garantiert haben, wie z. B. Wirtschaftswissenschaften.
- Über die Hälfte der Praktikanten gibt an, hauptsächlich reguläre Tätigkeiten ausgeübt zu haben. 40 Prozent haben trotz Vollzeitarbeit keinen Lohn erhalten.
- Die Entlohnung der Praktikanten steht in einem eklatanten Missverhältnis zur geleisteten Arbeit. Diese Form von Praktika ist prekär und Teil eines unregulierten Niedriglohnsektors.
Die meisten Praktika von Hochschulabsolventen dienen der Arbeitsvermittlung, weniger der beruflichen Orientierung. Dies widerspricht dem Zweck eines Praktikums laut der Definition des Bundesarbeitsgerichts und des Berufsbildungsgesetzes, wonach bei einem Praktikum der Erwerb beruflicher Kenntnisse im Vordergrund stehen muss.
- Die Praktikaanbieter planen die Praktikanten im Betriebsablauf fest ein. Sie profitieren, nach eigener Aussage, enorm von den motivierten, kreativen, kostengünstigen und Vollzeit arbeitenden Mitarbeitern.
- Mehr als ein Drittel der Praktikanten klagt über Arbeitsdruck und Überstunden. Fast die Hälfte bezeichnet ihr Praktikum als 'Ausbeutung'.
- Den Praktikaanbietern fällt es allerdings leicht, Praktikanten auch unter Hochschulabsolventen zu rekrutieren, da diese aufgrund der schlechten Arbeitsmarktsituation, sehr schnell bereit sind, Praktika zu machen. Nach Aussagen der Experten lässt sich eine gewisse Fixierung auf Praktika feststellen, während weitere Lern- und Erwerbsformen weniger in Betracht gezogen werden.
- Das hat zur Folge, dass sich ein regelrechter Praktikantenarbeitsmarkt entwickelt hat, durch den reguläre Jobs verdrängt werden.
- Die psychische Belastung der Praktikanten ist enorm. Die prekäre Arbeitssituation zieht offenbar eine langwierige Phase von Verunsicherung, Selbstzweifeln und Minderwertigkeitskomplexen nach sich." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Voll prekär - total normal? Die Arbeitsrealitäten wahrnehmen (2006)
Herrmann, Christina; Knöpfel, Carlo; Wagner, Alexandra; Metzger, Heinz-Jürgen; Bogert, Bernd; Odenwald, Stephanie; Hartmann-Schäfer, Mechthild; Rabea, Alexandra; Binger, Tom; Reiter, Jutta; Zinn, Karl Georg; Schobel, Paul; Füllsack, Manfred ; Schulten, Thorsten;Zitatform
Herrmann, Christina, Carlo Knöpfel, Alexandra Wagner, Heinz-Jürgen Metzger, Bernd Bogert, Stephanie Odenwald, Mechthild Hartmann-Schäfer, Alexandra Rabea, Tom Binger, Jutta Reiter, Karl Georg Zinn, Paul Schobel, Manfred Füllsack & Thorsten Schulten (sonst. bet. Pers.) (2006): Voll prekär - total normal? Die Arbeitsrealitäten wahrnehmen. (Jahrbuch für Arbeit und Menschenwürde 07), Aachen: Shaker, 140 S.
Abstract
"Arbeit unter prekären Bedingungen hat in der jüngsten Zeit stark zugenommen. Immer mehr Menschen arbeiten für geringe Löhne (häufig unter dem Existenzminimum), können ihre Zukunft nicht zuverlässig planen und haben geringe oder keine Arbeitnehmerschutzrechte. Viele leben unter diesen Bedingungen - und viele weitere sind vom Abstieg in prekäre Beschäftigung bedroht. In diesem Band wird das 'Prekariat' beschrieben. An Beispielen aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden werden die heutigen Arbeitsrealitäten wahrgenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Examining the determinants of agency work: do family friendly practices play a role? (2006)
Zitatform
Heywood, John S., W. Stanley Siebert & Xiangdong Wie (2006): Examining the determinants of agency work. Do family friendly practices play a role? (IZA discussion paper 2413), Bonn, 38 S.
Abstract
"This paper uses establishment data to estimate the determinants of using agency workers. It contends that those employers with less ability to direct effort of core workers are more likely to use agency workers to meet uncertain labor demand. Family friendly practices are viewed as either increasing or decreasing such ability, depending upon their influence upon absence rates. The empirical results imply that special leave practices reduce firms' ability to direct worker effort, thereby increasing the likelihood of using agency workers. On the other hand, practices linked with flexible working conditions (workplace nurseries, flexitime and job sharing) have the opposite effect. The findings thus distinguish between family friendly practices that make core workers better off without expanding contingent agency jobs, and those that do not." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien (2006)
Kaupa, Isabella; Kreiml, Thomas; Steiner, Karin; Kien, Christina; Riesenfelder, Andreas; Weber, Maria; Wetzel, Petra;Zitatform
Kaupa, Isabella, Christina Kien, Thomas Kreiml, Andreas Riesenfelder, Karin Steiner, Maria Weber & Petra Wetzel (2006): Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien. Wien, 250 S.
Abstract
Die Untersuchung beleuchtet Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven der in Wien in Neuen Erwerbsformen Beschäftigten. Der Multimethodenansatz der Studie basiert auf Längsschnittanalysen von Tageskalenderdaten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, repräsentativen fernmündlichen Interviews mit Beschäftigten und Fallstudien basierend auf Interviews mit Beschäftigten und Personalverantwortlichen. Im Rahmen dieser Studie wurde eine Typologie Neuer Erwerbsformen erstellt. Für die Typologie wurden geringfügig Beschäftigte, Freie DienstnehmerInnen, ZeitarbeiterInnen sowie Neue Selbstständige und Ein-Personen-Unternehmen berücksichtigt. Die Typologie umfasst die Typen: Privilegierte, Gefährdete, SelbstverwirklicherInnen, Übergangsorientierte und Resignative. Ungefähr 30 Prozent der in Wien in Neuen Erwerbsformen Beschäftigten sind den Übergangsorientierten zuzuordnen. 25 Prozent sind Privilegierte und 12 Prozent SelbstverwirklicherInnen. Jeweils knapp ein Fünftel zählt zu den Gefährdeten sowie den Resignativen. Die Untersuchung enthält zudem Angaben zu soziodemographischen Merkmalen, Arbeitsmarktlagen, Arbeitsplatzdynamiken, Branchen und Wirtschaftsbereichen, biographischen Verläufen, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastung. Soweit möglich (z.B. im Bereich der Längsschnittdaten) wurden die Daten für Wien mit denen bundesweiter österreichischer Trends verglichen. (IAB)
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