Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Saisonale Beschäftigung in der Landwirtschaft (2023)
Zitatform
(2023): Saisonale Beschäftigung in der Landwirtschaft. (Kurzinfo / Bundesagentur für Arbeit März 2023), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"In der Landwirtschaft treten regelmäßig jahreszeitlich bedingte Arbeitsspitzen auf, die bspw. durch zusätzliche Erntehelferinnen und Erntehelfer abgefedert werden. Bei solchen Beschäftigungsverhältnissen wird im Allgemeinen von Saisonbeschäftigung gesprochen. Allerdings kann die vertragliche Ausgestaltung einer solchen Saisonbeschäftigung sehr unterschiedlich sein. Wichtiges Kennzeichen ist eine im Vertrag festgelegte Befristung. Eine einheitliche Abgrenzung dieser Beschäftigungsform ist nicht möglich. Darüber hinaus gelten für Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter aus dem Ausland gesonderte Regelungen bezüglich der Meldepflicht zur Sozialversicherung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Posted Workers in Germany – Developments and New Legislations (2022)
Zitatform
Albrecht, Clara, Yvonne Giesing & Britta Rude (2022): Posted Workers in Germany – Developments and New Legislations. In: CESifo forum, Jg. 23, H. 3, S. 8-14.
Abstract
"Germany is the main receiving country of posted workers in the European Union. In 2020, 16.9 percent of all postings from EU countries (around 0.4 out of 2.4 million) had Germany as a destination country (European Commission 2022). Figure 1 shows that the number of registered postings in Germany increased significantly over time, by 51 percent between 2012 and 2019, even though other EU countries recorded a much larger increase during the same period (e.g., Austria by 319 percent, Spain by 284 percent).1 There could be several reasons for this, related to a stricter enforcement of the rules, an increase in the awareness of the rules, the increasing digitalization, or an actual increase in postings across the European Union due to an increase in the import of services. There was a drop in the number of postings to Germany from 2019 to 2020. While there were 505,737 postings in 2019, this number decreased to 410,908 in 2020 due to the Covid-19 pandemic. To assess the magnitude of postings to Germany, a comparison of the overall work force seems informative (Figure 2). Postings to Germany with 410,908 represented 0.99 percent of the overall German work force (41.17 million) in 2020.2 Interestingly, compared to other EU countries workers posted to Germany do not loom large, considering the size of the German labor force. The shares of posted workers compared to the country’s labor force are significantly higher, e. g., in Austria, Belgium and Switzerland with shares as high as around 4 percent. Due * We thank Frederic De Wispelaere for helpful comments and revisions and Jennifer Steigmeier for her valuable assistance. 1 Mainly due to the high increase of the number of PDs A1 issued under Art. 12 by Germany. 2 Though, it must be noted that some workers are posted several times per year which could lead to an overestimation of the share. to the Covid-19 pandemic and the related restrictions on cross-border travel, shares for 2020 dropped in most countries." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigung und unsichere Haushaltslagen im Lebensverlauf: gibt es in Deutschland ein verfestigtes Prekariat? (2022)
Zitatform
Allmendinger, Jutta, Kerstin Jahn, Markus Promberger, Brigitte Schels & Stefan Stuth (2022): Prekäre Beschäftigung und unsichere Haushaltslagen im Lebensverlauf. Gibt es in Deutschland ein verfestigtes Prekariat? In: Rosenke, Werena (Hrsg.) (2022): Alles rund ums Wohnen und Nicht-Wohnen, S. 9-36.
Abstract
"Prekäre Beschäftigung und unsichere Haushaltslagen im Lebensverlauf: Gibt es in Deutschland ein verfestigtes Prekariat? Vor dem Hintergrund des Strukturwandels der Erwerbsarbeit in den letzten Jahrzehnten sind die Begriffe Prekariat und Prekarität nach wie vor Gegenstand aktueller Debatten. Prekäre Beschäftigung scheint in Deutschland alltäglich geworden, jedoch in sozialer Hinsicht problematisch geblieben zu sein. Für den statistischen Nachweis und die Größenbestimmung eines Prekariats, verstanden als zeitlich stabile soziale Gruppe, deren Angehörige dauerhaft wenig Chancen auf Besserung ihrer Lage haben, fehlten in Deutschland bisher jedoch Längsschnittstudien. Erschwert wird die wissenschaftliche Befundlage überdies dadurch, dass prekäre Beschäftigung und prekäre Haushaltslagen bisher meist getrennt voneinander analysiert wurden. Der Beitrag untersucht die Frage, ob sich in Deutschland tatsächlich ein verfestigtes Prekariat herausgebildet hat, indem sowohl Beschäftigungs- als auch Haushaltsverläufe mithilfe einer Typisierung durch Sequenzclusteranalysen einbezogen werden. Grundlage ist das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) in zwei Zehnjahresperioden von 1993 bis 2012; rund 10?000 befragte Erwerbspersonen werden über eine komplexe Indexbildung auf den Grad der Prekarität untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass etwa ein Achtel der deutschen Erwerbsbevölkerung dauerhaft prekär beschäftigt ist und auch im Haushaltskontext unter prekären Umständen lebt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Teilzeitarbeit im Lebensverlauf von Männern: Zur beruflichen Strukturierung von Übergängen und Konsequenzen (2022)
Zitatform
Althaber, Agnieszka (2022): Teilzeitarbeit im Lebensverlauf von Männern. Zur beruflichen Strukturierung von Übergängen und Konsequenzen. Leverkusen: Budrich, 313 S. DOI:10.3224/96665046
Abstract
"In den jüngeren Generationen wünschen sich Männer zunehmend ein neues männliches Rollenmodell und mehr Zeit für nicht-erwerbsbezogene Lebensbereiche. Auch wenn die Teilzeitarbeit von Männern im Laufe der letzten 30 Jahre angestiegen ist, so besteht nach wie vor eine erhebliche Lücke in der Nutzung von Teilzeitarbeit zwischen Männern und Frauen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich dieses Buch gezielt mit der Frage, welche strukturellen Barrieren für die Teilzeitbeschäftigung von Männern auf der Ebene von Berufen bestehen. Ausgehend von der Lebensverlaufsperspektive werden die Übergänge von Vollzeit- in Teilzeitbeschäftigung, der Wechsel aus Teilzeit- in Vollzeittätigkeiten sowie die Nachteile durch Teilzeitarbeit beim Aufstieg in eine Leitungsposition untersucht. Als strukturelle Einflussfaktoren werden die berufliche Geschlechtersegregation und berufliche Arbeitszeitarrangements in den Blick genommen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Budrich)
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The labour market impact of robotisation in Europe (2022)
Antón, José-Ignacio ; Klenert, David ; Alaveras, Georgios; Fernández-Macías, Enrique ; Urzì Brancati, Maria Cesira ;Zitatform
Antón, José-Ignacio, David Klenert, Enrique Fernández-Macías, Maria Cesira Urzì Brancati & Georgios Alaveras (2022): The labour market impact of robotisation in Europe. In: European journal of industrial relations, Jg. 28, H. 3, S. 317-339. DOI:10.1177/09596801211070801
Abstract
"This paper explores the impact of robot adoption on European regional labour markets between 1995 and 2015. Specifically, we look at the effect of the usage of industrial robots on jobs and employment structures across European regions. Our estimates suggest that the effect of robots on employment tends to be mostly small and negative during the period 1995–2005 and positive during the period 2005–2015 for the majority of model specifications. Regarding the effects on employment structures, we find some evidence of a mildly polarising effect in the first period, but this finding depends to some extent on the model specifications. In sum, this paper shows that the impact of robots on European labour markets in the last couple of decades has been ambiguous and is not robust. The strength and even the sign of this effect are sensitive to the specifications, as well as to the countries and periods analysed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Exuberant Proclivity toward Non-Standard Employment: Evidence from Linked Employer–Employee Data (2022)
Zitatform
Arrighetti, Alessandro, Eleonora Bartoloni, Fabio Landini & Chiara Pollio (2022): Exuberant Proclivity toward Non-Standard Employment: Evidence from Linked Employer–Employee Data. In: ILR review, Jg. 75, H. 4, S. 1024-1053. DOI:10.1177/00197939211009515
Abstract
"In most industrialized countries, temporary and non-standard forms of employment have become a pervasive feature of the labor market. At the firm level, however, their diffusion is less uniform than expected. While some firms exhibit high propensity to use non-standard labor, others make no use of it. The most conventional explanations (market uncertainty, production regimes, competitive pressure) fail to account for such heterogeneity. In this article, the authors develop an alternative explanation that links non-standard employment to the firm-specific availability of managerial resources: Whenever the latter are relatively scarce, firms make larger use of non-standard labor to reduce coordination and operating costs. Using a linked employer-employee panel of manufacturing firms from the Emilia-Romagna region (Italy), the authors provide empirical support for this explanation. The result is robust to different estimation strategies and controlling for alternative drivers of non-standard employment. This finding suggests that the use of non-standard labor is motivated by the firm’s needs to compensate for specific managerial scarcities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Unstable jobs and time out of work: evidence from the UK (2022)
Zitatform
Avram, Silvia (2022): Unstable jobs and time out of work: evidence from the UK. In: Socio-economic review, Jg. 20, H. 3, S. 1151-1171. DOI:10.1093/ser/mwac013
Abstract
"This article tests the hypothesis that unstable jobs with variable hours or pay enhance the job-finding chances of the working-age non-employed in the UK, by using a combination of the UK Household Longitudinal Study and the Labour Force Survey data and a discrete time model. We find no evidence on the share of unstable jobs in the non-employed person’s local labour market impacts on the probability to move into employment. This result holds both for men and women and for groups with low employability such as the low educated and the long-term unemployed. It is robust to alternative ways of defining unstable jobs and to the inclusion of unobserved heterogeneity. Overall, findings cast doubt on the importance of unstable jobs for employment creation in the UK." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Lohnlücke in der Zeitarbeit - Eine empirische Analyse auf Grundlage der Integrierten Erwerbsbiografien und der Verdienststrukturerhebung (2022)
Zitatform
Bachmann, Ronald, Fernanda Martínez-Flores & Christian Rulff (2022): Die Lohnlücke in der Zeitarbeit - Eine empirische Analyse auf Grundlage der Integrierten Erwerbsbiografien und der Verdienststrukturerhebung. (RWI-Materialien 153), Essen, 42 S.
Abstract
"Die Lohnlücke zwischen Personen, die innerhalb und außerhalb der Zeitarbeit beschäftigt sind, wird in Deutschland auf Grundlage verschiedener Datensätze berechnet, was teilweise zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führt. Der vorliegende Artikel untersucht die Lohnlücke in der Zeitarbeit daher anhand zweier Datensätze, den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit und der Verdienststrukturerhebung (VSE) des Statistischen Bundesamtes. Hierzu werden zunächst die Statistiken, die auf Basis dieser zwei Datenquellen veröffentlicht werden, miteinander verglichen, und es wird auf mögliche Ursachen für Unterschiede in der Lohnlücke eingegangen. Im Hauptteil der Analyse wird die Lohnlücke auf Basis der Mikrodatensätze mithilfe verschiedener ökonometrischer Verfahren analysiert. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass beim Vergleich von öffentlichen Statistiken auf eine Vergleichbarkeit der zugrundeliegenden Stichprobe geachtet werden sollte. Die Lohnlücke bei den Monatslöhnen ist bei Verwendung von IEB-Daten etwas größer als bei VSE-Daten, was auf Unterschiede in der Zusammensetzung der Stichprobe zurückzuführen ist. Die ökonometrische Analyse der Monatslöhne ergibt für beide Datensätze, dass die bereinigte Lohnlücke deutlich geringer ausfällt als die unbereinigte Lohnlücke. Eine zusätzliche Analyse der Stundenlöhne auf Grundlage der VSE zeigt, dass die bereinigte Lohnlücke nahe null liegt. Dies deutet darauf hin, dass die Arbeitszeit eine wichtige Rolle für die Lohnlücke spielt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Matching it up: non-standard work and job satisfaction (2022)
Zitatform
Bech, Katarzyna, Magdalena Smyk, Lucas van der Velde & Joanna Tyrowicz (2022): Matching it up: non-standard work and job satisfaction. (GRAPE working paper / Group for Research in Applied Economics 72), Warszawa, 37 S.
Abstract
"We leverage the flexibility enactment theory to study the link between working arrangements and job satisfaction. We propose that this link is moderated by individual inclination to non-standard working arrangements. Thus, we provide novel insights on the (mis)match between preferred and actual working arrangements. We apply this approach to data from the European Working Conditions Survey and empirically characterize the extent of mismatch in working arrangements across European countries. We shed new light on several phenomena. First, the extent of mismatch is substantial and reallocating workers between jobs could substantially boost overall job satisfaction in European countries. Second, the mismatch more frequently affects women and parents. Finally, we demonstrate that the extent of mismatch differs across European countries, which hints that one-size-fits-all policies, whether they deregulate or curb non-standard arrangements, are not likely to maximize the happiness of workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reform der Mini- und Midijobs: Verschärft die Ampel-Koalition die Teilzeitfalle? (2022)
Blömer, Maximilian Joseph; Consiglio, Valentina;Zitatform
Blömer, Maximilian Joseph & Valentina Consiglio (2022): Reform der Mini- und Midijobs: Verschärft die Ampel-Koalition die Teilzeitfalle? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 75, H. 4, S. 12-18.
Abstract
"Die Simulation der Beschäftigungswirkungen der von der Ampel-Regierung geplanten Reformen im Bereich der Mini- und Midijobs sowie ausgewählter steuerlicher Entlastungen zeigt, dass unterm Strich positive Arbeitsangebotseffekte, vor allem in der generellen Arbeitsmarktpartizipation, zu erwarten sind. Mit Blick auf die Veränderungen der Arbeitszeit sind die Effekte allerdings lediglich für Männer positiv. Für Frauen ist durch die Ausweitung der Minijob-Verdienstgrenze und der Midijob-Gleitzone mit einer Reduktion des Arbeitsangebots um 22 000 Vollzeitäquivalente zu rechnen, und selbst unter Berücksichtigung der positiven Beschäftigungswirkungen der zusätzlich vorgesehenen Steuerentlastungen ergeben sich noch negative Effekte für Frauen (– 7 000 VZÄ). Die Betrachtung der Beschäftigungswirkung nach Stundenkategorien macht deutlich, dass Minijobs und Teilzeitbeschäftigung durch die Reform insbesondere für Frauen noch attraktiver werden. Dies bedeutet, dass die Teilzeitfalle durch die von den Ampel-Koalitionär*innen vorgesehenen Reformen nicht begrenzt werden kann. Ganz im Gegenteil ist damit zu rechnen, dass sie durch deren Umsetzung sogar noch weiter verschärft wird. Ein zentraler Grund dafür ist, dass die Ampel-Koalition die Fehlanreize des Ehegattensplittings – die mehrheitlich Frauen und Mütter als Zweitverdienerinnen betreffen – in ihrem Regierungsprogramm nicht im Kern angeht. Anders gesagt: Da sich die Zweitverdienerfalle insbesondere aus der Kombination des Ehegattensplittings und der für Arbeitnehmer*innen steuer- und abgabenfreien Minijobs ergibt, trägt eine effektive Anhebung der Minijobgrenze unmittelbar zu ihrer Ausweitung bei. Auch die kleine Verbesserung beim Übergang von Mini- in Midijobs kann dies nicht mildern. Zudem könnte die geplante Kopplung der Mini- und Midijob-Verdienstgrenze speziell an den Mindestlohn die Teilzeitfalle in Zukunft sogar stärker verankern. Insgesamt wird das erklärte Ziel der Ampel-Koalition, die Verdrängung von regulären Arbeitsverhältnissen durch Minijobs sowie die Teilzeitfalle insbesondere für Frauen zu verhindern, vor dem Hintergrund der angebotsseitigen Beschäftigungswirkungen mit den bisherigen Reformelementen verfehlt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Befristungen bei Neueinstellungen 2021: Stand: 12. Mai 2022 (2022)
Zitatform
Bossler, Mario, Nicole Gürtzgen, Alexander Kubis, Benjamin Küfner & Martin Popp (2022): Befristungen bei Neueinstellungen 2021. Stand: 12. Mai 2022. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Diskrepanz zwischen dem Anteil befristeter Neueinstellungen und dem Befristungsanteil aller Beschäftigter zeigt, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse in nennenswertem Ausmaß in unbefristete Arbeitsverträge umgewandelt werden (Müller et al. 2017: 55). Bedingt durch die COVID19-Pandemie sank 2020 der Anteil an Umwandlungen in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse (Hohendanner 2021). Auch der Anteil befristeter Neueinstellungen stieg gegenüber dem Vorjahr 2019 leicht auf 34 Prozent. Aktuell liegt der Anteil mit 32 Prozent im Jahr 2021 nun jedoch wieder fast auf dem Vorkrisen-Niveau. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich der vor der COVID-19-Pandemie beobachtete Trend eines Rückgangs befristeter Neueinstellungen fortsetzt." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Reform der geringfügigen Beschäftigung: Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung am 7.2.2022 (2022)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Torsten Lietzmann, Ulrich Walwei & Jürgen Wiemers (2022): Reform der geringfügigen Beschäftigung. Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung am 7.2.2022. (IAB-Stellungnahme 02/2022), Nürnberg, 12 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2202
Abstract
"Mit dem Zweiten Gesetz zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung plant die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag hierzu getroffenen Vereinbarungen umzusetzen. So soll im Zuge der Anpassung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde die Entgeltgrenze für Minijobs von derzeit 450 Euro auf 520 Euro angehoben und dynamisiert werden. Die Midijob-Grenze soll von derzeit 1.300 auf 1.600 Euro angehoben werden, um Geringverdienende zu entlasten. Zugleich soll verhindert werden, dass Minijobs als Ersatz für reguläre Arbeitsverhältnisse missbraucht oder zur Teilzeitfalle insbesondere für Frauen werden. Die IAB-Stellungnahme beinhaltet eine grundsätzliche Einschätzung des Minijob-Arrangements und geht anschließend auf die einzelnen Teile des Referentenentwurfs ein: Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen könnte eine Reform zum Abbau statt zur Ausweitung der Minijobs begründet werden, da sie mit zahlreichen Nachteilen für Beschäftigte verbunden sind. Eine Neuregelung sollte eher darauf abzielen, dass sich die geringfügige Beschäftigung auf diejenigen konzentriert, für die eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ohnehin vergleichsweise geringe Vorteile bringen würde (wie Schülerinnen und Schüler, Studierende, Rentnerinnen und Rentner). Insgesamt erscheine es daher fraglich, ob die Reformziele erreicht würden: Durch die Reform würden Beschäftigungsverhältnisse im unteren Teilzeitbereich und insbesondere geringfügige Beschäftigungsverhältnisse im Vergleich zum Status quo attraktiver. Mit der Koppelung der Minijob-Grenze an die Entwicklung des Mindestlohns wird die geringfügige Beschäftigung gestärkt und es bleiben die mit dem Minijob-Arrangement verbundenen Probleme erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bruckmeier, Kerstin ; Wiemers, Jürgen ; Walwei, Ulrich ; Lietzmann, Torsten ; -
Literaturhinweis
Evaluation des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG): Endbericht zum Forschungsvorhaben (2022)
Brändle, Tobias ; Rahner, Lea; Dubiel, Christian; Riester, Alexandra; Fischer, Lennart; Kalweit, René; Koch, Andreas ; Schatz, Henning; König, Tobias ; Schütz, Holger ; Späth, Jochen ; Lawrenz, Christiane; Schatz, Henning; Reiner, Marcel; Krempl, Maria; Kutz, Vico; Bellmann, Lutz ; Heinevetter, Simon;Zitatform
Brändle, Tobias, René Kalweit, Tobias König, Marcel Reiner, Holger Schütz & Jochen Späth (2022): Evaluation des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Endbericht zum Forschungsvorhaben. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 614), Berlin, 439 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht dokumentiert die Ergebnisse der Evaluation des zum April 2017 weiterentwickelten Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Die Evaluation des Gesetzes hatte zum Ziel Umsetzung und Wirksamkeit der damaligen Neuregelungen auf Grundlage wissenschaftlicher Daten und Methoden zu untersuchen. Dabei lag der Schwerpunkt der Untersuchung auf dem mit der Gesetzesreform verfolgten Ziel, die Leiharbeit auf ihre Kernfunktion zu fokussieren. Gleichzeitig sollten das Grundprinzip "Faire Bezahlung für gute Arbeit" und die Sozialpartnerschaft in Deutschland gestärkt werden. Im Fokus der Untersuchung standen hierbei die Neuregelungen zur Überlassungshöchstdauer sowie die Regelungen zu Equal Pay und den Abweichungsmöglichkeiten hiervon. Ebenfalls umfassend betrachtet wurden die Offenlegungs-, Konkretisierungs- und Informationspflicht sowie die Stärkung der Tarifautonomie, das Streikbrecherverbot, die Regelungen zur Mitbestimmung und die Festhaltenserklärung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Why do some occupations offer more part-time work than others? Reciprocal dynamics in occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany, 1976–2010 (2022)
Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Dörthe Gatermann, Corinna Kleinert & Kathrin Leuze (2022): Why do some occupations offer more part-time work than others? Reciprocal dynamics in occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany, 1976–2010. In: Social science research, Jg. 104, 2021-12-13. DOI:10.1016/j.ssresearch.2021.102685
Abstract
"This paper analyzes the reciprocal relationship between occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany over time. Based on a unique occupational panel dataset covering 254 occupations between 1976 and 2010, we apply static, dynamic, and Arellano-Bond panel models to account for reverse causality and endogeneity. Results indicate that trends in occupational part-time rates and gender ratios mutually reinforce each other but not in the same manner. Part-time work in occupations increases once more women start working in these occupations. Occupational part-time ratios are mainly driven by married women and mothers; women's education level only plays a minor role. Vice versa, the gender composition of occupations is likewise affected by changing working-time arrangements, at least in the short run, but it is mainly driven by previous levels of occupational gender segregation." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
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Time precarity at work: nonstandard forms of employment and everyday life (2022)
Zitatform
Campos Ugaz, Daniela (2022): Time precarity at work: nonstandard forms of employment and everyday life. In: Social indicators research, Jg. 164, H. 2, S. 969-991. DOI:10.1007/s11205-022-02954-1
Abstract
"In the last three decades, the expansion of nonstandard forms of employment has involved a shift in two dimensions related to time: working time arrangements and temporary contracts, which are grouped under the umbrella term time precarity at work. Previous research has explored how atypical scheduling practices and a weak tie to the labor market affect worker's health, well-being, family fit, and self-assessments of work-nonwork interference. However, much less is known about which specific dimensions of everyday life are affected and how these two features of time precarity interact with each other. This study analyzes how different schedule arrangements and temporary contracts associate with leisure and social time. Using data from Italy (2013–2014) and latent class analysis, four types of schedule arrangements are identified: standard, short, extended, and shift. Results from the regression analysis show that extended or shift work predicts reductions in leisure time, especially on weekends, and there is suggestive evidence that the reduction is even larger for workers with a temporary contract. Regarding social participation, extended or shift work predicts less time spent with others, and having a temporary contract or a shift schedule reduces the probability of participating in community activities." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Do Temporary Help Agencies Help? Temporary employment transitions for low-skilled workers (2022)
Zitatform
Carrasco, Raquel, Ismael Gálvez Iniesta & Belén Jerez (2022): Do Temporary Help Agencies Help? Temporary employment transitions for low-skilled workers. (Working paper. Economics / uc3m, Universidad Carlos III de Madrid 2022,04), Madrid, 40 S.
Abstract
"We investigate how being employed by a Temporary Help Agency (THA) affects transition rates to alternative labor market states for low-skilled workers. Our approach is based on the estimation of competing risk discrete duration models, and reveals the importance of accounting for short duration dependence. We use Spanish administrative data for the period 2005-2017. We find that having a THA contract rather than a direct-hire temporary contract increases the probability of entering into unemployment or another agency job at all durations. Agency workers are more likely to transition to permanent employment than their direct-hire counterparts, but these transitions are very infrequent for both. The positive effect of THA employment on the probability of transitioning to a permanent job is procyclical. By contrast, the positive effect on the probability of entering unemployment (or another agency job) increased during the Great Recession relative to the previous economic expansion, and has remained high during the recovery. In words, agency jobs in Spain are characterized by higher unemployment risk and persistence than regular temporary jobs, and these differences have intensified in recent years. Accouting for unobserved heterogeneity does not alter our main results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Uncertain Time: Precarious Schedules and Job Turnover in the US Service Sector (2022)
Zitatform
Choper, Joshua, Daniel Schneider & Kristen Harknett (2022): Uncertain Time: Precarious Schedules and Job Turnover in the US Service Sector. In: ILR review, Jg. 75, H. 5, S. 1099-1132. DOI:10.1177/00197939211048484
Abstract
"The authors develop a model of cumulative disadvantage relating three axes of disadvantage for hourly workers in the US retail and food service sectors: schedule instability, turnover, and earnings. In this model, exposure to unstable work schedules disrupts workers’ family and economic lives, straining the employment relation and increasing the likelihood of turnover, which can then lead to earnings losses. Drawing on new panel data from 1,827 hourly workers in retail and food service collected as part of the Shift Project, the authors demonstrate that exposure to schedule instability is a strong, robust predictor of turnover for workers with relatively unstable schedules (about one-third of the sample). Slightly less than half of this relationship is mediated by job satisfaction and another quarter by work–family conflict. Job turnover is generally associated with earnings losses due to unemployment, but workers leaving jobs with moderately unstable schedules experience earnings growth upon re-employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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With or without U(nions)? Understanding the diversity of gig workers' organizing practices in Italy and the UK (2022)
Zitatform
Cini, Lorenzo, Vincenzo Maccarrone & Arianna Tassinari (2022): With or without U(nions)? Understanding the diversity of gig workers' organizing practices in Italy and the UK. In: European journal of industrial relations, Jg. 28, H. 3, S. 341-362. DOI:10.1177/09596801211052531
Abstract
"Since 2016, mobilizations of gig workers across European countries have become increasingly common within location-based services, such as food delivery. Despite remarkable similarities in workers’ mobilization dynamics, their organizational forms have varied considerably, ranging from self-organization, to work councils, to unionization through rank-and-file or longstanding unions. To start making sense of this diversity in organizing practices, we compare two cases of mobilization in the food delivery sector: in Italy, where workers have initially opted for self-organization, and in the UK, where they have organized through rank-and-file unions. Drawing on interview and observational data gathered between 2016 and 2018, we find that the diversity of organizational forms across the two cases derives from the interaction between agential and contextual factors, namely: the capabilities of rank-and-file unions and the political tradition of militant organizing of the environment within which gig workers are embedded. These findings contribute to the emerging debate on labour relations in the gig economy by showing the central role that factors external to the labour process and to the institutional context play in shaping the structuring of labour antagonism in a still lowly institutionalized sector characterized by transnationally homogenous challenges." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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"Working While Feeling Awful Is Normal": One Roma's Experience of Presenteeism (2022)
Zitatform
Collins, Helen, Susan Barry & Piotr Dzuga (2022): "Working While Feeling Awful Is Normal": One Roma's Experience of Presenteeism. In: Work, Employment and Society, Jg. 36, H. 2, S. 362-371. DOI:10.1177/0950017021998950
Abstract
"This article presents an account of a young Roma man’s lived experience of working in the agricultural sector while sick, and shines a spotlight on the impact of precarious work, low pay and eligibility, and access to sick pay, with particular emphasis on Roma, and how these factors interconnect to foster presenteeism. The repercussions of presenteeism, relayed through Piotr’s personal narrative and reflections about his work, family role, ambition and daily survival, enrich public sociology about this under explored area of migrant Roma’s working life." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The "Gender Face" of Job Insecurity in France: An Individual- and Organizational-Level Analysis (2022)
Zitatform
Coron, Clotilde & Géraldine Schmidt (2022): The "Gender Face" of Job Insecurity in France: An Individual- and Organizational-Level Analysis. In: Work, Employment and Society, Jg. 36, H. 6, S. 999-1017. DOI:10.1177/0950017021995673
Abstract
"Admittedly, women have a more precarious situation on the job market than men, which would suggest that they feel more insecure. However, literature on subjective job insecurity (JI) is contradictory about the effect of gender on JI. This could be explained by both individual characteristics and labour market gendered segregation – the companies in which women and men work do not have the same characteristics, particularly in terms of strategy and workforce management. Previous literature on JI rarely addresses this phenomenon. We propose to better understand the ‘gender face’ of subjective JI combining individual and organizational characteristics. We utilize data from the 2017 REPONSE survey and generalized linear models, notably multi-level models. Our findings reveal that, although women hold more precarious jobs, they work in more protective organizations. Consequently, while women report an average lower level of JI, this difference disappears when controlling for individual and organizational variables." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Unregistered work among refugees: Evidence from a list experiment in Germany (2022)
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Doerr, Annabelle, Carina Hartmann & Christoph Sajons (2022): Unregistered work among refugees: Evidence from a list experiment in Germany. (WWZ discussion papers 2022,01), Basel, 42 S.
Abstract
"The integration of refugees in host countries' labor markets is complicated by structural barriers, missing formal qualification and language deficiencies. This leads to widespread concern that refugees may end up in informal and precarious employment relationships. Empirical evidence on the prevalence of unregistered work is missing, however, due to the sensitive and illegal nature of this phenomenon. In this paper, we conduct a list experiment to measure unregistered work among refugees in Germany. Our results indicate that 31% have had experience with an unregistered job since their arrival. Refugees who report that they do not have work permission show a significantly higher likelihood of experiencing unregistered work. Furthermore, the lack of post-secondary education and vocational degrees, and a low German proficiency predict the risk to work without registration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Prekarität: Ursachen, soziale Folgen und politische Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse (2022)
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Dörre, Klaus, Klaus Kraemer & Frederic Speidel (Hrsg.) (2022): Prekarität. Ursachen, soziale Folgen und politische Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. (Analysen zu gesellschaftlicher Integration und Desintegration), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 300 S.
Abstract
Gegenwärtig erleben die reichen Gesellschaften des Westens eine Wiederkehr sozialer Unsicherheit. Die vorliegende Studie sieht in der Ausbreitung prekärer Arbeitsverhältnisse eine zentrale Ursache. Auf der Basis empirischer Untersuchungen zur subjektiven Verarbeitung unsicherer Beschäftigung präsentieren die Autoren ihre inzwischen intensiv diskutierte Typologie der Prekarität erstmals in einer ausführlichen Fassung. Darüber hinaus werden Folgeuntersuchungen zu Langzeitarbeitslosen, Ein-Euro-Jobbern, Leiharbeitern und veränderten Arbeitsbeziehungen ausgewertet. Das Resümee der Autoren lautet: Prekarität ist nicht länger ein exklusives Phänomen an den Rändern der Arbeitsgesellschaft. Einem Bumerangeffekt gleich wirkt die disziplinierende Kraft unsicherer Arbeits- und Lebensverhältnisse auf integrierte Gruppen zurück. Die Folgen sind über den Arbeitsmarkt und die Unternehmen hinaus bis ins politische System hinein spürbar. Themen der Studie sind u. a.: Typische Verarbeitungsformen von Prekarität, flexible und prekäre Beschäftigung, das Desintegrationsparadox, Prekarität und Disziplinierung, Hartz-IV-Folgen, politische Verarbeitungsformen von Prekarität, Rechtspopulistische Orientierungen.
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Are temporary jobs stepping stones or dead ends? A systematic review of the literature (2022)
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Filomena, Mattia & Matteo Picchio (2022): Are temporary jobs stepping stones or dead ends? A systematic review of the literature. In: International Journal of Manpower, Jg. 43, H. 9, S. 60-74. DOI:10.1108/IJM-02-2022-0064
Abstract
"Purpose: This study aims to investigate the heterogeneous results about the impact of temporary jobs on subsequent labour market performances and to provide policymakers with further information on the effects of temporary contracts under particular circumstances. Design/methodology/approach: The authors present a quantitative systematic review on the debate about the “stepping stone vs dead end” hypothesis related to the causal effect of temporary jobs on future labour market performances. Findings: Among 78 observations from 64 articles, 32% support the hypothesis according to which temporary contracts are a port of entry into stable employment positions, 23% report ambiguous or mixed findings and the remaining 45% provide evidence in favour of the dead end hypothesis. The results from meta-regressions suggest that the stepping stone effect is more likely to emerge when self-selectivity issues are dealt with. The studies focussing on temporary work agency jobs and casual/seasonal jobs support more easily the dead end hypothesis. Finally, in more recent years and when the unemployment rate is larger, the dead end hypothesis is more likely to prevail. Originality/value: Although many studies have been published on this issue, to the best of the authors' knowledge, there are no recent analytic economic surveys on the “stepping stone vs dead end” debate. The main contribution of this article is to fill this gap." (Author's abstract, IAB-Doku, © Emerald Group) ((en))
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Arbeitslosenversicherung für Selbstständige: Wer kann sich (nicht) versichern? (2022)
Zitatform
Granzow, Felix, Elke Jahn & Michael Oberfichtner (2022): Arbeitslosenversicherung für Selbstständige: Wer kann sich (nicht) versichern? (IAB-Forschungsbericht 19/2022), Nürnberg, 31 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2219
Abstract
"Die Arbeitslosenversicherung auf Antrag bietet Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit, sich gegen einen Verdienstausfall zu schützen. Allerdings nutzen nur sehr wenige Selbstständige das Angebot. In den vergangenen Jahren wurden weniger als 4.000 Versicherungen pro Jahr abgeschlossen – bei mehr als 200.000 Vollzeit-Gründungen jährlich. Das kann sowohl an mangelndem Interesse an der Versicherung liegen als auch daran, dass die Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllt werden. Selbstständige, die sich versichern wollen, müssen bereits in der Arbeitslosenversicherung sein: Entweder, indem sie in der Zeit vor der Gründung für eine bestimmte Frist versichert waren oder, indem sie während einer Arbeitslosigkeit vor der Gründung Anspruch auf Arbeitslosengeld I durch Vorversicherungszeiten haben. In dieser Untersuchung wird mit Verlaufsdaten (Paneldaten) erstmals analysiert, inwieweit eine Nicht-Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen die geringe Nutzungsquote erklären könnte. Die empirische Analyse zeigt, dass rund die Hälfte der Gründerinnen und Gründer die Möglichkeit hätte, die freiwillige Arbeitslosenversicherung abzuschließen. Etwa 23 Prozent erfüllen die Zugangsvoraussetzungen nicht. Bei den anderen 27 Prozent lässt sich die Zugangsberechtigung auf individueller Ebene nicht eindeutig ermitteln. Diese Personen sind oft Selbstständige, die nicht die nötigen Vorversicherungszeiten als abhängige Beschäftigte aufweisen, aber als Selbstständige versichert gewesen sein könnten. Unterstellt man bei diesen Selbstständigen die durchschnittliche Versichertenquote aller Selbstständigen, dann beträgt der Anteil der Personen ohne Zugang zur Versicherung rund 40 Prozent. Ausgehend von aktuell ungefähr 230.000 Gründungen pro Jahr entspricht das etwa 95.000 Personen, die ohne Möglichkeit zur Absicherung bleiben. Das betrifft vor allem gründende Studierende sowie schon zuvor Selbstständige, die neu gründen und sich bisher nicht freiwillig abgesichert hatten. Auch Personen mit geringer Bildung erfüllen überdurchschnittlich oft die Zugangsvoraussetzungen nicht. Eine Verkürzung der nötigen Vorversicherungszeit beziehungsweise eine Verlängerung des Zeitraums, in dem Vorversicherungszeiten anrechenbar sind, könnten mehr Menschen ermöglichen, die Versicherung zu beantragen. Allerdings sind die Effekte begrenzt. Selbst eine sehr großzügige Reform würde vermutlich mehr als ein Viertel der neuen Selbstständigen ohne Option zur Absicherung belassen. Von der Hälfte der Gründerinnen und Gründer, die die Möglichkeit zum Abschluss der Arbeitslosenversicherung haben, nutzen mehr als 90 Prozent von ihnen diese Option nicht. Die Gründe dafür können hier nicht genauer untersucht werden. Frühere Befragungen deuten allerdings darauf hin, dass viele Selbstständige das Gefühl haben, die Versicherung lohne sich nicht oder werde von ihnen nicht benötigt. Andere wiederum scheitern daran, sich, wie gefordert, in den ersten drei Monaten nach der Gründung zu versichern. Angesichts der niedrigen Nutzungsquote unter Personen, die eigentlich Zugang zur Versicherung hätten, scheint auch deren geringe Attraktivität ein Problem zu sein. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern, z. B. Schweden, belegen, dass eine deutlich höhere Nutzungsquote möglich ist. Allerdings wird die Arbeitslosenversicherung, sowohl für Selbstständige als auch für abhängig Beschäftigte, dort stark durch Steuermittel bezuschusst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Prekäre Erwerbs- und Haushaltslagen (2022)
Grimm, Natalie;Zitatform
Grimm, Natalie (2022): Prekäre Erwerbs- und Haushaltslagen. In: K. Marquardsen (Hrsg.) (2022): Armutsforschung. Handbuch für Wissenschaft und Forschung, S. 231-243.
Abstract
"Der Begriff der 'Prekarität' verweist seit vielen Jahren auf eine durch arbeits- und sozialstaatliche Veränderungen entstandene gesellschaftliche Zwischenzone zwischen Armut und existenzsichernder Stabilität. Durch den deutschen Beschäftigungsboom war das Thema der Prekarität zeitweise aus der öffentlichen Debatte verschwunden. Die Covid-19-Krise zeigt aber wie in einem Brennglas, dass all die gesellschaftlichen Probleme, auf die die Prekaritätsdebatte hinweist, keineswegs verschwunden sind: Brüchige (Erwerbs-)Biographien, unsichere soziale Statuspositionen sowie Spaltungen und Fragmentierungen in der Arbeitswelt, die immense Auswirkungen auf Erwerbs- und Lebenslagen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Robots and Unions: The Moderating Effect of Organised Labour on Technological Unemployment (2022)
Zitatform
Haapanala, Henri, Ive Marx & Zachary Parolin (2022): Robots and Unions: The Moderating Effect of Organised Labour on Technological Unemployment. (IZA discussion paper 15080), Bonn, 31 S.
Abstract
"We analyse the moderating effect of trade unions on industrial employment and unemployment in countries facing exposure to industrial robots. Applying random effects within-between regression to a pseudo-panel of observations from 28 advanced democracies over 1998-2019, we find that stronger trade unions in a country are associated with a greater decline in the industry sector employment of young and low-educated workers. We also show that the unemployment rates for low-educated workers remain constant in strongly unionised countries with increasing exposure to robots, whereas in weakly unionised countries, low-educated unemployment declines with robot exposure but from a higher starting point. Our results point to unions exacerbating the insider-outsider effects of technological change within the industrial sector, which however is not fully passed on to unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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See you soon: fixed-term contracts, unemployment and recalls in Germany - a linked employer–employee Analysis (2022)
Zitatform
Jost, Oskar (2022): See you soon: fixed-term contracts, unemployment and recalls in Germany - a linked employer–employee Analysis. In: Empirica, Jg. 49, H. 3, S. 601-626., 2022-03-18. DOI:10.1007/s10663-022-09540-1
Abstract
"Almost 20% of all male employees in Germany who become unemployed return to their previous employers. Such temporary layoffs and the subsequent recalls are often used by firms to shift their labor costs onto society and the unemployment benefit system, which has led to various legislation aimed at prohibiting or reducing this undesired instrument in Germany. I analyze the interplay between fixed-term contracts, which can be used to undermine legal regulations, and temporary layoffs for men. For this purpose, I use comprehensive administrative data at individual level, complemented by various firm characteristics. My results show that unemployed workers who had previously worked on fixed-term contracts are more often recalled by their previous firms than workers who had permanent contracts. Moreover, older and low-skilled employees as well as migrants are particularly affected by the interplay between fixed-term contracts and temporary layoffs. This is also confirmed for women in an additional robustness analysis." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Why Do Sectoral Employment Programs Work?: Lessons from WorkAdvance (2022)
Katz, Lawrence F.; Schaberg, Kelsey; Hendra, Richard; Roth, Jonathan;Zitatform
Katz, Lawrence F., Jonathan Roth, Richard Hendra & Kelsey Schaberg (2022): Why Do Sectoral Employment Programs Work? Lessons from WorkAdvance. In: Journal of labor economics, Jg. 40, H. S1, S. S249-S291. DOI:10.1086/717932
Abstract
"This paper examines the evidence from randomized evaluations of sector-focused training programs that target low-wage workers and combine up-front screening, occupational and soft-skills training, and wraparound services. The programs generate substantial and persistent earnings gains (12%–34%) following training. Theoretical mechanisms for program impacts are explored for the WorkAdvance demonstration. Earnings gains are generated by getting participants into higher-wage jobs in higher-earning industries and occupations, not just by raising employment. Training in transferable and certifiable skills (likely underprovided from poaching concerns) and reductions of employment barriers to high-wage sectors for nontraditional workers appear to play key roles." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Are recruiters reluctant to hire part-time working men? Evidence from online labor market data (2022)
Zitatform
Kopp, Daniel (2022): Are recruiters reluctant to hire part-time working men? Evidence from online labor market data. (KOF working papers 508), Zürich, 80 S. DOI:10.3929/ethz-b-000586460
Abstract
"Part-time work is a popular way to reconcile work and family obligations. This study uses large-scale observational data from an online recruitment platform and an online job board to examine how easy it is to get a part-time job and whether this depends on the gender of a jobseeker. First, I relate the number of hours stated on job advertisements to the gender preferences of firms indicated in a confidential online form. Second, I analyze hiring decisions of recruiters who navigate through jobseeker profiles. I estimate contact penalties for male and female jobseekers looking for part-time jobs by applying supervised machine learning to control for all relevant jobseeker characteristics visible to recruiters and by exploiting within jobseeker changes of hours preferences over time. I find that recruiters prefer full-time over part-time workers and that the part-time penalty is much more pronounced for men than for women, even when comparing applicants for the same position. Hence, the gender differences cannot be explained by differences in job or workplace characteristics. Instead, the preponderance of evidence points towards bias coming." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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„Minijobs“ – ein deutscher Sonderweg auf dem Arbeitsmarkt (2022)
Koppernock, Martin;Zitatform
Koppernock, Martin (2022): „Minijobs“ – ein deutscher Sonderweg auf dem Arbeitsmarkt. In: Neue Zeitschrift für Sozialrecht, Jg. 31, H. 10, S. 364-370.
Abstract
"Eine Abfrage des BMAS bei verschiedenen deutschen Auslandsvertretungen zeigt, dass die geringfügige Beschäftigung als steuer- und beitragsrechtlich begünstigte Sonderbeschäftigungsform eine Besonderheit des deutschen Arbeitsmarktes ist. In ähnlicher Form findet sie sich nur noch in Österreich. Dabei wurde aber auch deutlich, dass eine abhängige Beschäftigung auch anderenorts nicht immer mit sozialer Sicherheit einhergeht. Das gilt besonders für private Haushalte und kleine Betriebe, aber auch für Wanderarbeiter, Plattformtätige und Solo-Selbständige mit unklarem Beschäftigungsstatus, und außerhalb Europas häufig für weite Bereiche der Wirtschaft. Aber auch viele europäische Staaten kennen Bagatellgrenzen, flexible und im Umfang begrenzte Beschäftigungsformen, administrative Erleichterungen und Sonderregelungen für private Haushalte, die näher zu vergleichen lohnen würde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Temporary employment in Europe: stagnating rates and rising risks (2022)
Zitatform
Latner, Jonathan P. (2022): Temporary employment in Europe: stagnating rates and rising risks. In: European Societies, Jg. 24, H. 4, S. 383-408., 2022-04-29. DOI:10.1080/14616696.2022.2072930
Abstract
"There is a perception that temporary employment is rising in Europe but there is little evidence to support this. If one takes the position that temporary employment should be rising due to large structural changes in European labor markets, then stagnating trends represents something of a puzzle. I examine the puzzle by applying a life-course approach to understand the distribution and trends in temporary employment among prime-age workers in 31 European countries. I compare and contrast changes in the temporary employment rate in a single period of time using cross-sectional data from the European Labour Force Survey (LFS), with changes in the risk of experiencing temporary employment in multiple periods of time using longitudinal data from the European Survey of Income and Living Conditions (SILC). Results from cross-sectional data suggest that between 1996 and 2007, the temporary employment rate increased in Europe by 28%, but between 2007 and 2019, there was little change. By contrast, results from panel data suggest that between 2013 and 2019, the risk of experiencing at least one temporary employment contract rose 36%. Over time, the temporary employment rate stagnated, but the temporary employment risk rose. The contribution provides insight into the nature of employment experiences associated with insecurity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Begging thy coworker – Labor market dualization and the slow-down of wage growth in Europe (2022)
Zitatform
Lehner, Lukas, Paul Ramskogler & Aleksandra Riedl (2022): Begging thy coworker – Labor market dualization and the slow-down of wage growth in Europe. (INET Oxford working paper 2022-04), Oxford, 50 S.
Abstract
"Does the structure of labor markets – and the possibility to employ temporary workers – affect aggregate wage growth? After the global financial crisis (GFC) a rich debate had ensued about the reasons for the delayed pick up of wage growth. However, structural labor market aspects remained strangely absent from this discussion. We contribute by incorporating labor market dualization into the standard Phillips curve model to explain wage growth in 30 European countries in the period 2004-2017. We find that the presence of workers with temporary contracts in Europe's labor markets slows down aggregate wage growth due to the competition that temporary workers exert on permanent workers. This competition effect is most pronounced in countries, where trade union density is low. Moreover, we establish that labor market dualization has been at least as important in slowing wage growth since the GFC as unemployment, i.e. the observed flattening of the Phillips curve." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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What do unions do… for temps? Collective bargaining and the wage penalty (2022)
Zitatform
Litwin, Adam Seth & Or Shay (2022): What do unions do… for temps? Collective bargaining and the wage penalty. In: Industrial Relations, Jg. 61, H. 2, S. 193-227. DOI:10.1111/irel.12294
Abstract
"Does collective bargaining lift wages for contingent workers? Well-worn theory suggests that temps at a covered employer earn less than otherwise similar “perms,” but still fare better than they would in a nonunion workplace. Our analysis of a national sample of matched employee–employer data first disposes of the universality of this conventional wisdom. Then, it allows us to test an alternative, contingent theory of the mitigating impact of collective bargaining on the temp wage gap predicated on received research in labor relations and institutional labor economics. We find that just how temps fare relative to perms hinges on the labor relations orientation of the employment relationship. Whereas unions clearly deliver for temps under adversarial conditions, they do not appear to do so where they adopt a more cooperative stance toward their employer counterparts." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Reflecting the changing world of work? A critique of existing survey measures and a proposal for capturing new ways of working (2022)
Zitatform
Lott, Yvonne, Clare Kelliher & Heejung Chung (2022): Reflecting the changing world of work? A critique of existing survey measures and a proposal for capturing new ways of working. In: Transfer, Jg. 28, H. 4, S. 457-473. DOI:10.1177/10242589221130597
Abstract
"In den vergangenen Jahrzehnten haben wir signifikante und ganz unterschiedliche Veränderungen in der Arbeitswelt gesehen. Als bedeutendster Wandel ist hier die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses zu nennen. Diese Veränderungen stellen die traditionelle Bedeutung von „Beschäftigung“, „Arbeitgeber:innen“, „Arbeitnehmer:innen“, „Arbeitsplatz“ und „Arbeitstag“ in Frage. Viele der aktuell verwendeten Befragungsinstrumente basieren aber nach wie vor auf dem Konzept des Normalarbeitsverhältnisses. Der vorliegende Artikel beschreibt einige der Einschränkungen bestehender Konzeptualisierungen und Definitionen flexibler Arbeitsarrangements und der zu ihrer Erfassung in großen Befragungen verwendeten Instrumente. Der Artikel zeigt ebenfalls Wege auf, wie diese Einschränkungen zu überwinden sind. Der Hinweis auf die potenziellen Grenzen bestehender Befragungsinstrumente soll die Nutzer:innen dieser Daten dazu veranlassen, genauer darüber nachzudenken, welche Erkenntnisse diese Ergebnisse wirklich vermitteln und welche nicht. Darüber hinaus sollen die Designer:innen dieser Umfragen dazu motiviert werden, die bisher verwendeten Instrumente zu modifizieren und neue Instrumente zu entwickeln, um moderne Realitäten wie Mehrfachbeschäftigung sowie Internet- und Plattformarbeit besser zu erfassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Are first jobs in the German public sector more stable?: An examination under consideration of the institutional structure (2022)
Zitatform
Löwe, Paul Severin (2022): Are first jobs in the German public sector more stable? An examination under consideration of the institutional structure. In: Soziale Welt, Jg. 73, H. 2, S. 377-415. DOI:10.5771/0038-6073-2022-2-377
Abstract
"In den letzten Jahrzehnten hat es in Deutschland eine Abkehr vom Normalarbeitsverhältnis gegeben. Insbesondere die nicht etablierten Gruppen des Arbeitsmarktes sind betroffen. Der Arbeitsmarkteinstieg wurde zur unsichersten Phase der Erwerbskarriere. Der öffentliche Dienst mit seinem spezifischen institutionellen Rahmen galt als "Modellarbeitgeber" für benachteiligte Gruppen. Reformen und Umstrukturierungen stellen diese Sonderstellung gegenüber dem Privatsektor allerdings in Frage. In diesem Artikel wird untersucht, ob der öffentliche Dienst eine stabilere Beschäftigung für Arbeitsmarkteinsteiger*innen bietet als der private Sektor. Es wird untersucht, ob die institutionelle Struktur des öffentlichen Dienstes die Beschäftigungsstabilität positiv beeinflusst. In einer Dekompositions-Analyse werden potenziell stabilisierende (arbeiten in einer Dienstbeziehung, mit hoher beruflicher Schließung, Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen) und destabilisierende institutionelle Faktoren (befristete Beschäftigung, Teilzeit) getestet, um die Stabilität von Erstanstellungen im öffentlichen Dienst zu erklären. Die Arbeitsmarkteinstiegskohorten 1995-2012 werden auf Basis der retrospektiven Lebensverlaufsdaten der Startkohorte sechs des Nationalen Bildungspanels (NEPS) analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der öffentliche Dienst stabilere erste Arbeitsplätze bietet. Stabilisierende Faktoren, wie die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen, sind dafür entscheidend. Allerdings reduzieren destabilisierende Faktoren, wie die intensive Nutzung von befristeten Verträgen, die Stabilität erheblich. Dies deutet darauf hin, dass die stabilisierende institutionelle Struktur des öffentlichen Sektors zwar einen Vorteil begründet, aber unter Druck steht und somit Potenzial für Polarisierungen bietet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Are men or women more unsettled by fixed-term contracts? Gender differences in affective job insecurity and the role of household context and labour market position (2022)
Zitatform
Morgenroth, Nicolas, Brigitte Schels & Nils Teichler (2022): Are men or women more unsettled by fixed-term contracts? Gender differences in affective job insecurity and the role of household context and labour market position. In: European Sociological Review, Jg. 38, H. 4, S. 560-574., 2021-11-15. DOI:10.1093/esr/jcab060
Abstract
"This study investigates differences in the causal effect of fixed-term contracts on affective job insecurity by gender and household context in Germany. Research shows that workers in fixed-term employment are more unsettled about their job security than are permanent employees. We contribute to the literature on subjective job insecurity by explicitly modelling the causal effect of fixed-term employment and by examining how women and men differ in this effect. We argue that gender differences in the labour market positions and a gendered division of labour in the household account for gender differences in the subjective vulnerability to fixed-term employment. We apply linear fixed effect probability models based on the German Socio-Economic Panel (SOEP) with a sample of employees aged between 20 and 45 years. Results show that a fixed-term contract doubles the probability of big job worries compared to a permanent contract. Women are substantially more unsettled by fixed-term contracts than men across all household types. These gender differences cannot be explained by unfavourable labour market positions of women. Fixed-term employment thus seems to add to existing gender inequalities on the labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Beruflichkeit im Wandel: Individuelles berufliches Handeln am Beispiel der Leiharbeit (2022)
Pabst, Antje;Zitatform
Pabst, Antje (2022): Beruflichkeit im Wandel. Individuelles berufliches Handeln am Beispiel der Leiharbeit. (Berufsbildung, Arbeit und Innovation. Dissertationen, Habilitationen 53), Bielefeld: wbv, 408 S. DOI:10.3278/9783763970452
Abstract
"Am Beispiel der Leiharbeit untersucht die Dissertation, wie sich das berufliche Handeln durch den Strukturwandel verändert. Mit welchen Handlungsanforderungen sind die Beschäftigten konfrontiert und mit welchen Strategien reagieren sie darauf? Diese Fragen analysiert die Autorin im Rahmen einer qualitativen Studie, für die sie leitfadengestützte Interviews mit Leiharbeitskräften, Disponenten und Betriebsräten ausgewertet hat. Den gesellschaftlichen Hintergrund bilden langfristige Prozesse wie die Deregulierung des Arbeitsmarktes, die Digitalisierung sowie die Globalisierung, die zu einer starken Zunahme von atypischen und diskontinuierlichen Beschäftigungsverhältnissen geführt haben. Die Ergebnisse zeigen: Leiharbeit ist durch eine starke marktbezogene Dynamik und ein hohes Maß an Ungewissheit und Diskontinuität geprägt. Mit ihrer Arbeit gibt die Autorin Impulse für Bildungsangebote, die sich mit Themen wie beruflicher Identitätsarbeit oder beruflicher Orientierungssuche von Menschen in diskontinuierlichen Beschäftigungsbereichen befassen." (Autorenreferat, © wbv Media)
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Precarious employment and mental health across European welfare states: a gender perspective (2022)
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Padrosa, Eva, Christophe Vanroelen, Carles Muntaner, Joan Benach & Mireia Julià (2022): Precarious employment and mental health across European welfare states: a gender perspective. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 95, H. 7, S. 1463-1480. DOI:10.1007/s00420-022-01839-7
Abstract
"The aim of this article was to examine the relationship between precarious employment (PE), welfare states (WS) and mental health in Europe from a gender perspective. Data were derived from the European Working Conditions Survey 2015. PE was measured through the Employment Precariousness Scale for Europe (EPRES-E), validated for comparative research in 22 European countries, and categorized into quartiles. Countries were classified into Continental, Anglo-Saxon, Scandinavian, Southern and Central-Eastern WS. Mental health was assessed through the WHO-5 Well-Being Index and dichotomized into poor and good mental health. In a sample of 22,555 formal employees, we performed gender-stratified multi-level logistic regression models. Results showed greater prevalences of PE and poor mental health among women. However, the association between them was stronger among men. Cross-country differences were observed in multi-level regressions, but the interaction effect of WS was only significant among women. More precisely, Central-Eastern WS enhanced the likelihood of poor mental health among women in high precarious employment situations (quartiles 3 and 4). These findings suggest the interaction between contextual and individual factors in the production of mental health inequalities, both within and across countries. They also call for the incorporation of gender-sensitive welfare policies if equitable and healthy labor markets are to be achieved in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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What Does Non-standard Employment Look Like in the United States?: An Empirical Typology of Employment Quality (2022)
Zitatform
Peckham, Trevor, Brian Flaherty, Anjum Hajat, Kaori Fujishiro, Dan Jacoby & Noah Seixas (2022): What Does Non-standard Employment Look Like in the United States? An Empirical Typology of Employment Quality. In: Social indicators research, Jg. 163, H. 2, S. 555-583. DOI:10.1007/s11205-022-02907-8
Abstract
"Despite significant interest in the changing nature of employment as a critical social and economic challenge facing society—especially the decline in the so-called Standard Employment Relationship (SER) and rise in more insecure, precarious forms of employment—scholars have struggled to operationalize the multifaceted and heterogeneous nature of contemporary worker-employer relationships within empirical analyses. Here we investigate the character and distribution of employment relationships in the U.S., drawing on a representative sample of wage-earners and self-employed from the General Social Survey (2002–2018). We use the multidimensional construct of employment quality, which includes both contractual (e.g., wages, contract type) and relational (e.g., employee representation and participation) aspects of employment. We further employ a typological measurement approach, using latent class analysis, to explicitly examine how the multiple aspects of employment cluster together in modern labor markets. We present eight distinct employment types in the U.S., including one resembling the historical conception of the SER model (24% of the total workforce), and others representing various constellations of favorable and adverse employment features. These employment types are unevenly distributed across society, in terms of who works these jobs and where they are found in the labor market. Importantly, women, those with lower education, and younger workers are more likely to be in precarious forms of employment. More generally, our typology reveals limitations associated with binary conceptions of standard vs. non-standard employment, or insider–outsider dichotomies envisioned within dual labor market theories." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Prekär durch die Krise - Einblicke in die Arbeitsmarktsituation von Eingewanderten in der Pandemie (2022)
Pfeffer-Hoffmann, Christian; Krause, Eva Luise; Spitaleri, Laura; Becker, Paul; Komitowski, Doritt; Ziegler, Janine; Pallmann, Ildikó; Hampel, Anna-Elisabeth;Zitatform
Becker, Paul, Anna-Elisabeth Hampel, Eva Luise Krause & Laura Spitaleri (2022): Prekär durch die Krise - Einblicke in die Arbeitsmarktsituation von Eingewanderten in der Pandemie. (Analysen und Studien / IQ-Fachstelle Einwanderung 2022,01), Berlin: Mensch und Buch Verlag, 52 S.
Abstract
"In der vorliegenden Studie werden zentrale Erkenntnisse aus den bisherigen Veröffentlichungen der Fachstelle Einwanderung eingebunden und um aktuelle Zahlen ergänzt. Im Zentrum der Datenanalyse steht die Frage, wie sich der Einbruch der Wirtschaft auf die Arbeitslosen- und Beschäftigtenzahlen sowie auf die Einkommen auswirkte und welche Personengruppen – differenziert nach Geschlecht und Herkunftsstaaten – von diesen Veränderungen besonders stark betroffen waren. Zudem werden Veränderungen in einzelnen ausgewählten Berufshauptgruppen und Beschäftigungsarten näher betrachtet. Dafür wurden Berufshauptgruppen ausgewählt, in denen infolge der COVID-19-Krise Fachkräfteengpässe bestehen oder zu erwarten sind. Neben statistischen Sekundärdaten bezieht sich die Studie auf Erkenntnisse aus einem Fachaustausch mit Beratenden sowie mehreren qualitativen Interviews, die mit in Deutschland arbeitenden Neuzugewanderten im Frühling und Sommer 2021 geführt wurden und ihrerseits Hinweise auf sich verschärfende Prekarisierungstendenzen in Beschäftigungsverhältnissen von Migrant*innen in Deutschland geben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Flexible working for all? How collective constructions by Austrian employers and employees perpetuate gendered inequalities (2022)
Zitatform
Schmidt, Eva-Maria (2022): Flexible working for all? How collective constructions by Austrian employers and employees perpetuate gendered inequalities. In: Journal of Family Research, Jg. 34, H. 2, S. 615-642. DOI:10.20377/jfr-668
Abstract
"Objective: This paper pursues the question as to how extended flexible working possibilities in the labor market are legitimized among employers and employees and whether they have potential to mitigate inequalities. Background: Persistent and increasing gendered inequalities in Austria are reflected in the unequal division of unpaid family work in parental couples and in men’s stable full-time employment while women increasingly work part-time. In recent years, employers have expanded flexible working possibilities for all employees, regardless of their gender, also in leading positions and especially for those with family responsibilities. Method: We conducted six focus groups and 16 semi-structured interviews with employers (n=30) and employees (n=25) from 29 contrasting companies across Austria. An in-depth reconstructive analysis facilitated our exploration of collective notions and concepts associated with flexible work and career opportunities. Results: The respondents constructed part-time and flexible work as a new norm strongly connected to women with (potential) children. At the same time, employers and employees legitimized that these women must be protected from penalties resulting from the ideal worker norm still in force and must be variously supported by employers. However, men – the partners of women they could support by making use of these options and taking over childcare – are not constructed as a target group. Conclusion: In a cultural context such as Austria, family-friendly flexible working opportunities perpetuate rather than level gendered inequalities, as men’s need for those opportunities do not emerge in the constructions. The lack thereof is neither explicitly addressed nor challenged." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wird die Minijob-Falle entschärft? (2022)
Schäfer, Holger;Zitatform
Schäfer, Holger (2022): Wird die Minijob-Falle entschärft? (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,44), Köln, 3 S.
Abstract
"Die Bundesregierung plant, die geringfügige Beschäftigung sowie den als „Übergangsbereich“ bezeichneten Einkommensbereich oberhalb der Minijob-Grenze neu zu regeln. Dabei werden unter anderem Anreize reduziert, den Beschäftigungsumfang nicht über einen Minijob hinaus auszudehnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsarmut in Österreich aus Geschlechterperspektive (2022)
Zitatform
Siegert, Christina (2022): Erwerbsarmut in Österreich aus Geschlechterperspektive. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 47, H. 4, S. 511-535.
Abstract
"Der Beitrag widmet sich anhand österreichischer EU-SILC-Querschnittsdaten (2017—2019) der Frage, ob und wie sich unselbständig beschäftigte Frauen und Männer hinsichtlich ihres Erwerbsarmutsrisikos auf Basis des Personeneinkommens unterscheiden. Dazu werden auf Basis der individuellen Beschäftigungssituation, des gestaffelten Personeneinkommens (Erwerbseinkommen, andere Personeneinkommen, anteilige Haushaltseinkommen) und haushaltsspezifischer Armutsschwellen Erwerbsarmutsquoten für Frauen und Männer ausgewiesen. Ausgehend von Überlegungen zur Arbeitsmarktbenachteiligung und finanzieller Abhängigkeit von Frauen stehen geschlechts- und haushaltsspezifische Beschäftigungsstrategien, erfasst durch Beschäftigungsausmaß und Lohnhöhe, und deren Konsequenzen für das individuelle Erwerbsarmutsrisiko im Zentrum der Analyse. Potenzielle Zusammenhänge werden mit Hilfe von Kontingenz- und logistischen Regressionsanalysen überprüft, womit dieser Beitrag neue Erkenntnisse über die haushalts- und geschlechterspezifische Situation unselbständig beschäftigter working poor in Österreich liefert. Die Resultate weisen darauf hin, dass Frauen häufiger teilzeit- und niedriglohnbeschäftigt sind und in Paarhaushalten mehrheitlich nur einen Zuverdienst zum Haushaltseinkommen leisten, während Männer überwiegend Allein- oder Hauptverdiener sind. Frauen sind stärker als Männer auf Einkommenskomponenten jenseits des eigenen Erwerbseinkommens angewiesen, um Erwerbsarmut zu vermeiden. Aber nicht Frauen per se, sondern ausschließlich (die überwiegend teilzeitbeschäftigten) Mütter sind gegenüber Männern einem erhöhten Erwerbsarmutsrisiko ausgesetzt. Könnten Mütter nur auf ihr Erwerbseinkommen oder andere Personeneinkommen zurückgreifen, wäre mindestens jede Zweite von ihnen working poor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary employment and poverty persistence: The case of U.K. and Germany (2022)
Zitatform
Simon, Agathe (2022): Temporary employment and poverty persistence. The case of U.K. and Germany. (French Stata Users' Group Meetings 2022 07), Marseille, 19 S.
Abstract
"This presentation aims at providing more insight on the relationship between atypical employment and poverty, with a focus on temporary contract workers. I want to assess to what extent temporary contract workers face higher risk of poverty than standard workers and how factors such as the family structure and the welfare states influence this risk. I study the implication of being under temporary contract on the risk of poverty in a longitudinal perspective in order to investigate further the association between atypical work and poverty not only by contract type and individual characteristics as done in two previous dynamic analyses—Debels (2008) and Amuedo-Dorantes and Serrano-Padial (2010)—but also by the households’ financial situation, the role of the partners’ earnings and benefits, while controlling for feedback effects of contract type and state dependency of poverty as done by Amuedo-Dorantes and Serrano-Padial (2010). In order to do that, I use two large panels for Germany (SOEP) and the U.K. (BHPS-UKHLS). Those panels allow me to cover extended periods: SOEP goes from 1984 to 2017 and the U.K. from 1991 to 2019." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypical work, worker voice and supervisor responses (2022)
Zitatform
Sluiter, Roderick, Katerina Manevska & Agnes Akkerman (2022): Atypical work, worker voice and supervisor responses. In: Socio-economic review, Jg. 20, H. 3, S. 1069-1089. DOI:10.1093/ser/mwaa022
Abstract
"We study atypical workers’ experiences with voice of in the Netherlands. We take a relational approach to worker voice and hypothesize that atypical workers are particularly vulnerable to refrain from voice and to experience suppression. We test our hypotheses using unique data on workers’ actual experiences with voicing discontent and supervisors’ responses (N = 4708; collected in 2017 and 2018). We find that temporary and freelance work, job insecurity, replaceability and precarious values are barriers to worker voice. Job insecurity and precarious values are associated with less support and more suppression from supervisors. These insights offer a valuable contribution to scholarly and public debates on atypical work by demonstrating how it not only affects workers’ job security, income stability and entitlements but also reduces workers’ ability to speak up and solve problems at work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Full-time hours, part-time work: questioning the sufficiency of working hours as a measure of employment status (2022)
Zitatform
Stovell, Clare & Janna Besamusca (2022): Full-time hours, part-time work: questioning the sufficiency of working hours as a measure of employment status. In: Community, work & family, Jg. 25, H. 1, S. 63-83. DOI:10.1080/13668803.2021.1991888
Abstract
"Although distinctions between full-time and part-time work are vital for understanding inequalities at work and home, consensus and critical reflection are lacking in how employment status should be defined. Full-time and part-time work are often represented as a binary split between those working under or over a specific number of hours. However, this paper, using exploratory mixed methods, evidences problems with assumptions based on working-hour thresholds and highlights the importance of workplace culture and household contexts. Using the UK Labour Force Survey we reveal ambiguities in the reporting of employment status for 12% of workers when comparing definitions based on number of working days, working hours and self-assessment. Ambiguities are particularly prevalent among working mothers with almost a third, who would be regarded as working full-time using hour-based measures, classified as ambiguous according to the measures used here. In-depth interviews with parents who self-classify as part-time workers, despite working over 35 hours a week, reveal mechanisms behind ambiguity within this group linked to organisational norms, previous working hours and divisions of household labour. The paper therefore argues workplace and household contexts are crucial to understanding employment status and recommends this should be taken into account in new multidimensional measures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Increasing Hours Worked: Moonlighting Responses to a Large Tax Reform (2022)
Tazhitdinova, Alissa;Zitatform
Tazhitdinova, Alissa (2022): Increasing Hours Worked: Moonlighting Responses to a Large Tax Reform. In: American Economic Journal. Economic Policy, Jg. 14, H. 1, S. 473-500. DOI:10.1257/pol.20190786
Abstract
"Moonlighting is increasingly popular in OECD countries, with 5 to 10 percent of workers holding two or more jobs. However, little is known about the responsiveness of moonlighting to financial incentives due to the lack of identifying variation. This paper studies a unique reform in Germany that allowed workers to hold small secondary jobs tax-free, decreasing the marginal tax rate by between 19.5 to 66 pp. I show that the reform resulted in a dramatic increase in moonlighting that was not offset by reductions in primary earnings and that hours constraints are a key determinant of moonlighting." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: NBER working paper, 27726Weiterführende Informationen
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Earnings instability and non-standard employment: cohort-based evidence from the Italian labour market (2022)
Zitatform
Tomelleri, Alessio (2022): Earnings instability and non-standard employment: cohort-based evidence from the Italian labour market. (FBK-IRVAPP working paper / Fondazione Bruno Kessler, Research Institute for the Evaluation of Public Policies 2022-02), Trient, 31 S.
Abstract
"This paper estimates trends in the transitory and permanent variance of male earnings in Italy using social security data from 1990 to 2016. Cohort-specific earnings variability is compared by the number of non-standard contracts to test the extent to which the increase in income instability is related to labour market deregulation for fixed-term contracts. Results show a relationship between the reforms that liberalised temporary contracts and increasing income instability, mainly affecting younger cohorts. In addition, younger workers exhibit an increase in the variance of permanent earnings as the number of atypical contracts increases. This is related to a decline in long-term mobility and an increase in long-term inequality. Results show that the reforms that liberalised temporary arrangements led to a short-run increase in earnings instability and a long-term increase in inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wandel der Erwerbsformen: War normal gestern? (2022)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2022): Wandel der Erwerbsformen: War normal gestern? In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 68, H. 2, S. 151-179. DOI:10.1515/zsr-2022-0007
Abstract
"Erwerbsformen sind schon seit geraumer Zeit in Bewegung. Vor allem die vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Vertragsformen, wie z. B. Teilzeitbeschäftigung oder befristete Arbeitsverträge, legten in der langen Frist zu. Der vorliegende Beitrag geht vor diesem Hintergrund zwei Fragen nach: Gibt es in den letzten drei Dekaden wirklich einen Trend, der auf eine neue Normalität in der Verteilung der Erwerbsformen schließen lässt? Gingen die Veränderungen eher mit einer Umverteilung von Beschäftigung oder mit einer Erschließung zusätzlicher Beschäftigtengruppen einher? Die auf dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes basierenden Ergebnisse zeigen zunächst, dass sich die Veränderungen in der Zusammensetzung der Erwerbsformen nicht als kontinuierlich erwiesen haben. In den Jahren des anhaltenden Beschäftigungsaufschwungs vor der aktuellen Corona-Krise hatten sich die vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Beschäftigungsformen sogar wieder leicht zurückgebildet. Die Betrachtung des Verhältnisses von Erwerbsformen und Erwerbsbevölkerung legt weiter nahe, dass der Wandel der Erwerbsformen in der Gruppe der sog. „Kernerwerbstätigen“ (25–64-Jährige) nicht mit einer direkten Substitution einhergegangen ist. Ansonsten hätten die Erwerbstätigenquoten der Normalarbeitsverhältnisse für diese Altersgruppe nicht gleichzeitig zunehmen dürfen. Diese Aussage gilt aber den Analysen zufolge nicht für alle Altersgruppen. Sie trifft ausschließlich auf ältere Erwerbstätige zu, deren Arbeitsmarktpartizipation im Untersuchungszeitraum ohnehin deutlich zulegte. Bei den jüngeren Altersgruppen hat der Aufwuchs bei der Teilzeitbeschäftigung die Normalarbeitsverhältnisse jedoch leicht zurückgedrängt. Ob sich daraus Kohorteneffekte ergeben, ist aus heutiger Sicht offen" (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter Oldenbourg)
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Literaturhinweis
Wage Differences between Atypical and Standard Workers in European Countries: Moving beyond Average Effects (2022)
Zitatform
Westhoff, Leonie (2022): Wage Differences between Atypical and Standard Workers in European Countries: Moving beyond Average Effects. In: European Sociological Review, Jg. 38, H. 5, S. 770-784. DOI:10.1093/esr/jcac015
Abstract
"This article provides a detailed picture of wage differences between atypical and standard workers across the wage distribution. It compares two distinct types of atypical employment, part-time and temporary employment, and examines seven European countries. Using 2016 EU-SILC data, the article presents quantile regression estimates of wage gaps associated with atypical employment across the wage distribution. The results show that wage patterns associated with different types of atypical employment are diverse and complex. Temporary employment is associated with significant wage penalties that decrease but largely remain significant towards the upper end of the wage distribution. In contrast, wage differences between part-time and full-time workers are smaller and range from part-time penalties at lower deciles of the wage distribution to non-significant differences or premiums at the top. These results suggest that different mechanisms may drive wage differences associated with different types of atypical employment. In particular, the article highlights the role of occupation in affecting atypical workers’ labour market position and, consequently, wages relative to standard workers. Overall, the significant heterogeneity in atypical employment and its wage consequences calls into question the usefulness of the concept as a unifying category for research." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Atypische Beschäftigung insgesamt
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