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Dossier

Mindestlohn

Seit Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes am 1. Januar 2015 gilt ein allgemeingültiger flächendeckender Mindestlohn in Deutschland. Lohnuntergrenzen gibt es in beinahe allen europäischen Staaten und den USA. Die Mindestlohn-Gesetze haben das Ziel, Lohn-Dumping, also die nicht verhältnismäßige Bezahlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, zu verhindern.
Dieses Themendossier dokumentiert die Diskussion rund um die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland und die Ergebnisse empirischer Forschung der zu flächendeckenden und branchenspezifischen Mindestlöhnen. Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.

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im Aspekt "Beschäftigung / Arbeitslosigkeit"
  • Literaturhinweis

    The effects of minimum wages on youth employment and income: minimum wages reduce entry-level jobs, training, and lifetime income (2016)

    Kalenkoski, Charlene Marie ;

    Zitatform

    Kalenkoski, Charlene Marie (2016): The effects of minimum wages on youth employment and income. Minimum wages reduce entry-level jobs, training, and lifetime income. (IZA world of labor 243), Bonn, 10 S. DOI:10.15185/izawol.243

    Abstract

    "Empirische Studien belegen, dass Mindestlöhne die Beschäftigungschancen für junge Geringqualifizierte reduzieren. Zwar profitieren diejenigen, die einen Job finden, von höheren Einstiegslöhnen. Für arbeitslose Jugendliche wird der Arbeitsmarkteinstieg dagegen schwerer, was zu langfristigen Einkommenseinbußen führt. Das Lebenseinkommen sinkt zusätzlich aufgrund mangelnder betrieblicher Qualifizierungsangebote. Auszubildende sollten daher vom Mindestlohn ausgenommen sein. Durch staatliche Unterstützung in Form von Geld- oder Sachleistungen ließe sich ungelernten Jugendlichen effektiver helfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ein Jahr gesetzlicher Mindestlohn: ein Faktencheck (2016)

    Lesch, Hagen; Schröder, Christoph;

    Zitatform

    Lesch, Hagen & Christoph Schröder (2016): Ein Jahr gesetzlicher Mindestlohn. Ein Faktencheck. In: IW-Trends, Jg. 43, H. 2, S. 57-73. DOI:10.2373/1864-810X.16-02-05

    Abstract

    "Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns dürfte rund 4 Millionen Arbeitnehmer betroffen haben. Da der Mindestlohn in einer Phase mit dynamischem Beschäftigungswachstum eingeführt wurde, waren die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt bisher gering. Im Januar 2015 waren die Zugänge in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung um 94.516 Personen und die Abgänge aus geringfügiger Beschäftigung um 73.941 Personen höher als im Jahresdurchschnitt 2014. Es wurden also Minijobs abgebaut und im Gegenzug sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgebaut. Unklar ist, ob dabei auch Stellen verloren gingen. Klar ist hingegen, dass die mindestlohninduzierten Lohnkostensteigerungen auf die Preise überwälzt wurden. Dies ist vor allem in Ostdeutschland sichtbar. Unstrittig ist außerdem, dass die Lohnstruktur gestaucht wurde. Anfang 2015 lagen die Lohnzuwächse ungelernter Arbeitnehmer vor allem in Ostdeutschland deutlich über dem allgemeinen Anstieg. Als effektives Instrument gegen Armut erwies sich der Mindestlohn aber nicht. Die Anzahl der sogenannten Aufstocker ist kaum zurückgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Gutachten zum Forschungsvorhaben: Auswirkungen des flächendeckenden Mindestlohns auf die gewerbliche Wirtschaft im Freistaat Sachsen (2016)

    Thum, Marcel ; Schubert, Antje; Weber, Michael ; Steinbrecher, Johannes;

    Zitatform

    Thum, Marcel, Antje Schubert, Johannes Steinbrecher & Michael Weber (2016): Gutachten zum Forschungsvorhaben: Auswirkungen des flächendeckenden Mindestlohns auf die gewerbliche Wirtschaft im Freistaat Sachsen. Dresden, 61 S.

    Abstract

    "Um die Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Mindestlohns in Sachsen in den Diskussionsprozess einbringen zu können, hat die INDUSTRIE- UND HANDELS-KAMMER CHEMNITZ das IFO INSTITUT - LEIBNIZ-INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTSFOR-SCHUNG AN DER UNIVERSITÄT MÜNCHEN E. V., NIEDERLASSUNG DRESDEN mit einer Untersuchung zu den 'Auswirkungen des flächendeckenden Mindestlohns auf die gewerbliche Wirtschaft im Freistaat Sachsen' beauftragt. Die Untersuchung erfolgte in Kooperation mit den INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMERN CHEMNITZ, DRESDEN und ZU LEIPZIG sowie der HANDWERKSKAMMER CHEMNITZ. Die für diese Untersuchung benötigten Daten wurden in einer schriftlichen Befragung erhoben, an der sich 2.668 Betriebe beteiligt haben. Von diesen gab etwas mehr als die Hälfte an, vom Mindestlohn betroffen zu sein. Die betroffenen Betriebe reagierten nach eigenen Angaben mit vielfältigen Maßnahmen auf die neue Lohnuntergrenze, wobei sie versuchten, zumindest in der kurzen Frist Anpassungen bei der Beschäftigung durch andere Reaktionen - z. B. Erhöhung der Preise, Reduzierung von Investitionen oder von Sonderzahlungen - zu vermeiden. Dementsprechend sind kurzfristig insgesamt keine statistisch signifikanten beschäftigungsdämpfenden Effekte des flächendeckenden Mindestlohns zu beobachten. Das Gutachten stellt die Ergebnisse der Befragung im Detail vor." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Erkenntnisse aus der Mindestlohnforschung des IAB (2016)

    Vom Berge, Philipp ; Bossler, Mario ; Möller, Joachim;

    Zitatform

    Vom Berge, Philipp, Mario Bossler & Joachim Möller (2016): Erkenntnisse aus der Mindestlohnforschung des IAB. (IAB-Stellungnahme 03/2016), Nürnberg, 11 S.

    Abstract

    "In dieser Stellungnahme legt das IAB Erkenntnisse aus seiner Mindestlohnforschung vor. Der Mindestlohn stand einer positiven gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungsentwicklung nicht entgegen. Die Zahl der vom Mindestlohn begünstigten Personen ist derzeit noch schwer zu quantifizieren. Hinzu kommen ebenfalls noch nicht genau zu beziffernde Lohneffekte. Erste Erkenntnisse dazu hat das Statistische Bundesamt kürzlich veröffentlicht. Ergebnisse des IAB-Arbeitsmarktspiegels zeigen, dass die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten im Januar 2015 um circa 94.000 Personen zurückgegangen ist. Bei etwa der Hälfte dieser Personen wurde die Beschäftigung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt. Eine erste Evaluation mit den Daten des IAB-Betriebspanels zeigt einen moderaten negativen Beschäftigungseffekt, der hauptsächlich auf eine Zurückhaltung in den Einstellungen und kaum auf Entlassungen von betroffenen Betrieben zurückzuführen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktspiegel: Entwicklungen nach Einführung des Mindestlohns (Ausgabe 1) (2016)

    Vom Berge, Philipp ; Zakrocki, Veronika; Trenkle, Simon ; Eberle, Johanna; Copestake, Silvina; Klosterhuber, Wolfram; Kaimer, Steffen; Krüger, Jonas;

    Zitatform

    Vom Berge, Philipp, Steffen Kaimer, Silvina Copestake, Johanna Eberle, Wolfram Klosterhuber, Jonas Krüger, Simon Trenkle & Veronika Zakrocki (2016): Arbeitsmarktspiegel: Entwicklungen nach Einführung des Mindestlohns (Ausgabe 1). (IAB-Forschungsbericht 01/2016), Nürnberg, 62 S.

    Abstract

    "Zum 1. Januar 2015 wurde in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt. Der Arbeitsmarktspiegel beschreibt vor dem Hintergrund dieser Einführung wichtige Entwicklungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Während die Gesamtbeschäftigung in Deutschland weiterhin einem positiven Trend folgt, sank die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten zum Jahreswechsel 2014/2015 deutlich. Dieser Rückgang war in Branchen und Regionen mit niedrigem durchschnittlichem Lohnniveau am höchsten. Etwas mehr als die Hälfte des Rückgangs ist dadurch zu erklären, dass die betroffenen Personen direkt in ausschließlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigung übergingen. Daneben verließen aber auch vermehrt Personen den Arbeitsmarkt bzw. tauchen in den Daten nicht länger auf. Übergänge in reine Arbeitslosigkeit spielen bei der Erklärung insgesamt eine eher untergeordnete Rolle. Die Zahl der Beschäftigten mit Bezug von SGB-II-Leistungen geht nach der Einführung des Mindestlohns leicht zurück. In geringem Umfang steigen zum Jahreswechsel die Übergänge sowohl in reine Beschäftigung ohne weiteren Leistungsbezug als auch in reinen Leistungsbezug unter Wegfall der Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktspiegel: Entwicklungen nach Einführung des Mindestlohns (Ausgabe 2) (2016)

    Vom Berge, Philipp ; Kaimer, Steffen; Copestake, Silvina; Krüger, Jonas; Eberle, Johanna; Croxton, Daniela; Klosterhuber, Wolfram;

    Zitatform

    Vom Berge, Philipp, Steffen Kaimer, Silvina Copestake, Daniela Croxton, Johanna Eberle, Wolfram Klosterhuber & Jonas Krüger (2016): Arbeitsmarktspiegel: Entwicklungen nach Einführung des Mindestlohns (Ausgabe 2). (IAB-Forschungsbericht 12/2016), Nürnberg, 76 S.

    Abstract

    "Die zweite Ausgabe des Arbeitsmarktspiegels beschreibt anhand aktueller Daten bis einschließlich Januar 2016 wichtige Entwicklungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt vor dem Hintergrund der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland. Die Gesamtbeschäftigung steigt in 2015 weiter an. Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten, welche zum Jahreswechsel 2014/2015 saisonbereinigt um etwa 93.000 Personen sank, weist bis Ende des dritten Quartals 2015 eine rückläufige Tendenz auf. In den Wintermonaten könnte der Tiefpunkt dieser negativen Entwicklung erreicht sein. Ausgabe 2 des Arbeitsmarktspiegels zeigt erstmals, dass der Großteil der Übergänge aus ausschließlich geringfügiger in ausschließlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im selben Betrieb erfolgt. Für beschäftigte SGB-II-Leistungsbezieher zeigt sich, dass nach Abklingen der ersten Reaktion auf die Einführung des Mindestlohns im Verlauf des Jahres 2015 die Anzahl der Übergänge in Beschäftigung ohne Leistungsbezug weiter zunimmt. Den Sprung aus der Bedürftigkeit von staatlichen Leistungen schaffen dabei vor allem sozialversicherungspflichtig beschäftigte Leistungsbezieher. Detailliert untersucht werden außerdem Beschäftigungsentwicklungen differenziert nach Geschlecht und Altersgruppen. Die erste Ausgabe des Arbeitsmarktspiegels erschien im Januar 2016 als IAB-Forschungsbericht 01/2016 (vom Berge et al., 2016). Dieser Forschungsbericht stellt eine aktualisierte und inhaltlich modifizierte Version dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Weiterführende Informationen

    Datentool Arbeitsmarktspiegel
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  • Literaturhinweis

    Effekte des gesetzlichen Mindestlohns auf die Arbeitszeit von Minijobbern (2016)

    Wanger, Susanne ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Wanger, Susanne & Enzo Weber (2016): Effekte des gesetzlichen Mindestlohns auf die Arbeitszeit von Minijobbern. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 23/2016), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    "Minijobber waren von der Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns aufgrund ihres vergleichsweise niedrigen Lohnniveaus besonders stark betroffen. Als Reaktion auf den Mindestlohn könnten bei Minijobbern die Arbeitszeiten angepasst worden sein, insbesondere um Sozialversicherungspflicht zu vermeiden. In dem vorliegenden Aktuellen Bericht wird die Entwicklung der Arbeitszeit von Minijobbern über die Mindestlohneinführung hinweg dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Wanger, Susanne ; Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Monopsonistic competition, low-wage labour markets, and minimum wages: an empirical analysis (2015)

    Bachmann, Ronald ; Frings, Hanna ;

    Zitatform

    Bachmann, Ronald & Hanna Frings (2015): Monopsonistic competition, low-wage labour markets, and minimum wages. An empirical analysis. (Ruhr economic papers 599), Essen, 29 S. DOI:10.4419/86788695

    Abstract

    "Vor dem Hintergrund der Einführung des einheitlichen Mindestlohns im Januar 2015 untersuchen wir den Grad der Monopsonmacht deutscher Arbeitgeber. Im Gegensatz zu einer Situation des vollkommenen Wettbewerbs, führt ein bindender Mindestlohn in einem monopsonistischen Arbeitsmarkt nicht zwangsläufig zu Beschäftigungsverlusten. Wir verwenden einen semi-strukturellen Schätzansatz, der auf einem dynamischen Modell des monopsonistischen Wettbewerbs basiert. Die empirischen Analysen werden mit Hilfe von integrierten Betriebs- und Personendaten durchgeführt. Dies ermöglicht sowohl für individuelle als auch für betriebliche Heterogenität zu kontrollieren. Die Ergebnisse zeigen, dass deutliche Unterschiede im Grad des monopsonistischen Wettbewerbs zwischen verschiedenen Niedriglohnbranchen existieren: Während der Einzelhandel und das Hotel- und Gastgewerbe durch monopsonistische Arbeitsmärkte gekennzeichnet sind, ist dies in der Landwirtschaft, im Bergbau und bei privaten und unternehmensbezogenen Dienstleistungen nicht der Fall. Aus einer wirtschaftspolitischen Perspektive sind folglich voneinander abweichende Beschäftigungseffekte in Branchen mit einer ähnlichen Lohnstruktur zu erwarten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Interaktionseffekte zwischen Mindestlöhnen und Lohnsubventionen: eine Analyse zur Beschäftigung in den USA und in Deutschland (2015)

    Berthold, Norbert; Coban, Mustafa ;

    Zitatform

    Berthold, Norbert & Mustafa Coban (2015): Interaktionseffekte zwischen Mindestlöhnen und Lohnsubventionen. Eine Analyse zur Beschäftigung in den USA und in Deutschland. In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jg. 64, H. 1, S. 3-31., 2014-12-17.

    Abstract

    "Der Beitrag geht auf theoretischer und empirischer Ebene der Frage nach, wie Lohnsubventionen und Mindestlöhne in Bezug auf Beschäftigungschancen interagieren und wie diese Interaktionseffekte zwischen einzelnen Arbeitnehmergruppen variieren können. Unter der Annahme eines neoklassischen Arbeitsmarktes und heterogener Arbeit, verdrängen subventionierte Berufserfahrene berufsunerfahrene Arbeitnehmer. Der Effekt auf nicht subventionierte Berufserfahrene bleibt theoretisch offen. Die empirische Überprüfung für die USA ergibt, dass mit steigendem Mindestlohn die Beschäftigung an Berufsunerfahrenen sinkt, an nicht subventionierten Berufserfahrenen konstant bleibt und an subventionierten Berufserfahrenen buckelförmig verläuft. Für Deutschland hingegen zeigen mehrere Simulationsergebnisse, dass die Einführung des Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro in Verbindung mit bestehenden Lohnsubventionen keine Substitutionseffekte auslöst, sondern die Beschäftigung aller Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor unabhängig von deren Förderberechtigung senkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Coban, Mustafa ;
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  • Literaturhinweis

    Betriebswirtschaftliche Folgen und Bewertung des Mindestlohns in der Hotellerie und Gastronomie (2015)

    Drescher, Franziska; Buer, Christian;

    Zitatform

    Drescher, Franziska & Christian Buer (2015): Betriebswirtschaftliche Folgen und Bewertung des Mindestlohns in der Hotellerie und Gastronomie. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 95, H. 5, S. 359-363. DOI:10.1007/s10273-015-1832-9

    Abstract

    "Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 wurde zum Teil heftig kritisiert. Besonders der Hotellerie- und Gastronomiebereich sah gravierende Probleme auf sich zukommen. Die Erwartungen dieser Branche wurden in einer empirischen Untersuchung aufgrund einer umfassenden Befragung spezifiziert. Dabei spiegeln sich branchenspezifische und regionale Unterschiede wieder. Der Westen ist weniger betroffen als der Osten und der Norden weniger als der Süden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Neueinstellungen im Jahr 2014: Mindestlohn spielt schon im Vorfeld eine Rolle (2015)

    Kubis, Alexander; Weber, Enzo ; Rebien, Martina;

    Zitatform

    Kubis, Alexander, Martina Rebien & Enzo Weber (2015): Neueinstellungen im Jahr 2014: Mindestlohn spielt schon im Vorfeld eine Rolle. (IAB-Kurzbericht 12/2015), Nürnberg, 8 S.

    Abstract

    "Von dem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, der seit Januar 2015 gilt, werden unterschiedliche Effekte erwartet, die sich aber erst nach einiger Zeit bewerten lassen. Die IAB-Stellenerhebung im vierten Quartal 2014 liefert Indizien dafür, dass Betriebe ihr Verhalten bereits vor der Einführung des Mindestlohns angepasst haben und er somit bereits vor seinem Inkrafttreten Wirkung zeigte. Das lässt sich gerade bei Neueinstellungen im Mindestlohn- und Niedriglohnbereich im Jahr 2014 beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Kubis, Alexander; Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Mindestlohn in Ostdeutschland: Firmen planen Preiserhöhungen und Personalabbau (2015)

    Lehmann, Robert ; Ragnitz, Joachim; Weber, Michael ;

    Zitatform

    Lehmann, Robert, Joachim Ragnitz & Michael Weber (2015): Mindestlohn in Ostdeutschland. Firmen planen Preiserhöhungen und Personalabbau. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 22, H. 1, S. 40-42.

    Abstract

    "Das IFO INSTITUT hat seine monatliche Unternehmensbefragung im November 2014 einmalig um zwei Fragen zum Mindestlohn erweitert. Insgesamt geben 43% der befragten ostdeutschen Firmen an, vom Mindestlohn betroffen zu sein; in Westdeutschland zeigen nur 24% der Firmen eine Betroffenheit an. Außerdem wurden die Befragungsteilnehmer nach deren geplanten Maßnahmen gefragt. In Ostdeutschland wollen demzufolge knapp 40% der betroffenen Unternehmen ihre Preise erhöhen. Als zweitwichtigste Maßnahme wurde die Kürzung von Sonderzahlungen genannt (30%). Zudem zieht jedes vierte Unternehmen in Ostdeutschland einen Personalabbau in Erwägung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    100 Tage gesetzlicher Mindestlohn in Rheinland-Pfalz: eine erste Bestandsaufnahme und offene Fragen einer Beurteilung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt (2015)

    Sell, Stefan;

    Zitatform

    Sell, Stefan (2015): 100 Tage gesetzlicher Mindestlohn in Rheinland-Pfalz. Eine erste Bestandsaufnahme und offene Fragen einer Beurteilung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. (Remagener Beiträge zur Sozialpolitik 16), Remagen, 14 S.

    Abstract

    In seiner Bilanz der Beschäftigungseffekte des gesetzlichen Mindestlohns in Rheinland-Pfalz kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass dieser weder Auswirkungen auf die Beschäftigung als auch die Arbeitslosigkeit hat. 'Ganz im Gegenteil - sowohl die registrierte Arbeitslosigkeit nimmt weiter ab wie auch die Beschäftigung, vor allem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, weiter ansteigt.' Im Hinblick auf den bundesweiten Rückgang von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen hält er eine Aussage für verfrüht, da diese ja auch in Normalarbeitsverhältnisse umgewandelt worden sein können. 'Hinsichtlich der Abschätzung möglicher negativer Beschäftigungseffekte relevant ist die Tatsache, dass Rheinland-Pfalz sowohl hinsichtlich der Zahl der betroffenen Betriebe wie auch mit Blick auf die betroffene Beschäftigung am unteren Ende der Bundesländer - also in einer Liga mit Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bayern und Hessen - zu verorten ist.' Aufgrund der derzeit noch fehlenden Daten plädiert der Autor abschließend dafür, die Auswirkungen langfristig durch ein 'Mindestlohn-Monitoring Rheinland-Pfalz' zu beobachten. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Der Mindestlohn im Kampf gegen Armut (2014)

    Bosch, Gerhard;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard (2014): Der Mindestlohn im Kampf gegen Armut. In: Zeitschrift für Politikwissenschaft, Jg. 24, H. 4, S. 503-512. DOI:10.5771/1430-6387-2014-4-503

    Abstract

    Mindestlohn zielt nicht primär auf Armutsbekämpfung, kann die Armutsquote aber auf dreierlei Weise beeinflussen: Erstens über die Beschäftigungswirkungen. Hierzu gibt der Beitrag einen Überblick über den Stand der empirischen Mindestlohn-Forschung in Deutschland und im internationalen Raum und geht dabei auch auf mögliche Risiken (insbesondere in Ostdeutschland) ein. Zweitens kann der Mindestlohn direkte Einkommenswirkungen erzielen, Stichwort: Aufstocker und drittens über seine Sekundärwirkungen, die sich aus der Verknüpfung mit den Tarifverträgen ergeben, wobei die deutsche Forschung bisher die Folgewirkungen auf die Löhne oberhalb des Mindestlohns fast völlig ausgeblendet hat. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Der flächendeckende Mindestlohn und die Reaktion der Unternehmen: Ergebnisse einer Sonderumfrage im ifo Konjunkturtest (2014)

    Erthle, Christian; Wohlrabe, Klaus ; Wojciechowski, Przemyslaw;

    Zitatform

    Erthle, Christian, Klaus Wohlrabe & Przemyslaw Wojciechowski (2014): Der flächendeckende Mindestlohn und die Reaktion der Unternehmen. Ergebnisse einer Sonderumfrage im ifo Konjunkturtest. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 67, H. 23, S. 50-52.

    Abstract

    "Im November wurden allen Firmen, die an den monatlichen Konjunkturumfragen des ifo Instituts teilnehmen, mit Ausnahme des Baugewerbes, zwei Sonderfragen zum Thema Mindestlohn gestellt. Die Firmen wurden gebeten anzugeben, ob sie von der Mindestlohnregelung betroffen sind und falls ja, mit welchen Maßnahmen sie auf diese Regelung aller Voraussicht nach reagieren werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Dienstleistungs- und Einzelhandelsunternehmen stärker vom Mindestlohn betroffen sind als Firmen des Verarbeitenden Gewerbes und des Großhandels. Zudem unterscheiden sich die geplanten Maßnahmen voneinander: Im Einzelhandel werden als Reaktionen hauptsächlich verkürzte Arbeitszeiten sowie Personalabbau genannt. Dienstleister hingegen werden eher mit steigenden Preisen reagieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wirkungen der Mindestlohnregelungen in der Gebäudereinigung (2012)

    Bosch, Gerhard; Weinkopf, Claudia ; Kalina, Thorsten;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard, Thorsten Kalina & Claudia Weinkopf (2012): Wirkungen der Mindestlohnregelungen in der Gebäudereinigung. In: Journal for labour market research, Jg. 45, H. 3/4, S. 209-231., 2011-12-31. DOI:10.1007/s12651-012-0111-0

    Abstract

    "Die Gebäudereinigungsbranche ist mit einem hohen Anteil der Personalkosten und einer großen Vergleichbarkeit und Standardisierung der angebotenen Dienstleistungen äußerst wettbewerbsintensiv. Die statistischen Voraussetzungen für eine Evaluation der Mindestlohnregelungen waren nicht ideal, was vor allem mit einem sehr hohen Anteil von Teilzeitbeschäftigung und Minijobs zusammenhängt. Die Evaluation basiert auf einer repräsentativen Unternehmensbefragung, einer Betriebsrätebefragung, Fallstudien und mikroökonometrischen Berechnungen auf der Basis der SIAB. Es hat sich gezeigt, dass der untere Mindestlohn für die Unterhaltsreinigung die 'going rate' in der Branche ist, die ansonsten vermutlich deutlich absinken würde. Der Arbeitnehmerschutz hat sich durch eine stärkere Einhaltung der Mindestlöhne infolge der effektiven Kontrollen des Zolls, die auch als wichtiger Wettbewerbsfaktor angesehen werden, verbessert. Die Beschäftigung und das Arbeitsvolumen sind zwischen 2000 und 2008 gestiegen und die Gebäudereinigungsbranche hat ihren Marktanteil auf Kosten der Innenreinigung in anderen Branchen ausbauen können. Die mikroökonometrischen Schätzungen zu den Beschäftigungswirkungen zeigen in der Summe keine negativen Effekte und deuten darauf hin, dass die Aufnahme der Branche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) vor allem zu Verschiebungen von geringfügiger hin zu sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung geführt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Labor market and income effects of a legal minimum wage in Germany (2010)

    Müller, Kai-Uwe; Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Müller, Kai-Uwe & Viktor Steiner (2010): Labor market and income effects of a legal minimum wage in Germany. (IZA discussion paper 4929), Bonn, 42 S.

    Abstract

    "In view of rising wage and income inequality, the introduction of a legal minimum wage has recently become an important policy issue in Germany. We analyze the distributional effects of a nationwide legal minimum wage of 7.50 EURO per hour on the basis of a microsimulation model which accounts for the complex interactions between individual wages, the tax-benefit system and net household incomes, also taking into account potential employment effects as well as indirect effects on consumption. Simulation results show that the minimum wage would be rather ineffective in raising net household incomes and reducing income inequality, even if it led to a substantial increase in hourly wages at the bottom of the wage distribution. The ineffectiveness of a minimum wage in Germany is mainly due to the existing system of means-tested" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    A comment on "The consequences of the minimum wage when other wages are bargained over" (2010)

    Wiemers, Jürgen ;

    Zitatform

    Wiemers, Jürgen (2010): A comment on "The consequences of the minimum wage when other wages are bargained over". In: Economics Bulletin, Jg. 30, H. 1, S. 374-382.

    Abstract

    Wie Cahuc u. a. (2001) zeigen, steigert eine Erhöhung des Mindestlohns sowohl qualifizierte wie nicht qualifizierte Beschäftigung. Dieses Ergebnis hängt jedoch von der implizit unrealistischen Wahl des Alternativlohns qualifizierter Arbeiter ab. Tatsächlich zeigt das von Cahuc u. a. entwickelte Modell keinen positiven Beschäftigungseffekt einer Erhöhung des Mindestlohns, vor allem nicht für nicht qualifizierte Arbeiter, wenn man von realistischen Annahmen ausgeht. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Wiemers, Jürgen ;
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