Wege aus der Grundsicherung in Beschäftigung
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte bei der Aufnahme oder Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit unterstützen, ist ein erklärtes Ziel des SGB II – Bürgergeld, Grundsicherung für Arbeitsuchende. Die Forschung zum SGB II richtete ihr Augenmerk bisher vor allem auf vorhandene Beschäftigungsbarrieren und deren Beseitigung, in neuerer Zeit auch auf den Umfang und die Qualität der begonnenen Beschäftigungsverhältnisse.
Der Kontext der Arbeitsaufnahmen, der nachhaltige Übergang in Erwerbsarbeit und welche Bedingungen hierfür - vorzugsweise aus empirischer Sicht - zielführend sind, werden in diesem Themendossier näher beleuchtet.
Einen Überblick zur gesamten SGB II-Forschung finden Sie in dem Themendossier SGB II – Bürgergeld, Grundsicherung für Arbeitsuchende.
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Literaturhinweis
Alleinerziehende Mütter im Bereich des SGB II: eine Synopse empirischer Befunde aus der IAB-Forschung (2013)
Achatz, Juliane; Gehring, Andreas; Hirseland, Andreas; Rudel, Miriam; Lietzmann, Torsten ; Jahl, Stefanie; Zabel, Cordula ;Zitatform
Achatz, Juliane, Andreas Hirseland, Torsten Lietzmann & Cordula Zabel (2013): Alleinerziehende Mütter im Bereich des SGB II. Eine Synopse empirischer Befunde aus der IAB-Forschung. (IAB-Forschungsbericht 08/2013), Nürnberg, 79 S.
Abstract
"Alleinerziehende - mehrheitlich handelt es sich um Mütter - sind eine wichtige Zielgruppe in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Eltern, die den Lebensunterhalt der Familie und die Versorgung der Kinder allein schultern müssen, können oft nur in begrenztem Umfang erwerbstätig sein und geraten oftmals in eine prekäre materielle Lage. Dies kommt in einer hohen SGB-II-Hilfequote von Ein-Eltern-Familien zum Ausdruck, die knapp das Vierfache des Durchschnitts aller Haushalte beträgt. Auf der Grundlage von aktuellen Studien untersucht der vorliegende Forschungsbericht die Erwerbs- und Lebenssituation von alleinerziehenden Müttern, insbesondere von Bezieherinnen von Arbeitslosengeld II. Im Kontext des Grundsicherungssystems sind vor allem der Umfang der Erwerbstätigkeit, die Erwerbsmotivation und die Faktoren von Interesse, die eine Erwerbsaufnahme und die Beendigung des Grundsicherungsbezugs verzögern oder beschleunigen. Insgesamt ist eine hohe Erwerbsorientierung von Alleinerziehenden festzustellen. Im Bereich des SGB II nehmen diese Mütter häufiger eine Beschäftigung auf und suchen auch häufiger nach Arbeit als solche mit einem Partner im Haushalt. Eine Erwerbstätigkeit ist ein fester Bestandteil ihres Lebensentwurfs. Die Erwerbsziele können jedoch vor dem Hintergrund von strukturellen Einschränkungen wie einer oft unzureichenden Infrastruktur für die Kinderbetreuung und einer begrenzten Arbeitsnachfrage als auch einer oftmals noch erforderlichen Konsolidierung der privaten Lebensverhältnisse nicht immer im gewünschten Umfang realisiert werden. Bei den ausgeübten Beschäftigungsformen handelt es sich am häufigsten um Minijobs. Diese tragen eher selten - bei alleinerziehenden noch weniger als bei gemeinsam erziehenden Müttern - dazu bei, den Leistungsbezug zu beenden. Neben formaler Qualifikation und Berufserfahrung beeinflussen die Anzahl und auch das Alter der Kinder maßgeblich die Erwerbschancen. Ein bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot, bedarfsgerechte Unterstützung der Arbeitsmarktintegration wie auch eine familienkompatible Arbeitswelt sind wesentliche Voraussetzungen für die Aufnahme einer Beschäftigung, für die Ausweitung der Arbeitszeit, wie auch für die Teilnahme an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Verweildauern von Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (2013)
Bergdolt, Robert; Hartmann, Michael; Pospech, Ivonne; Hofmann, Bernd;Zitatform
Bergdolt, Robert, Michael Hartmann, Bernd Hofmann & Ivonne Pospech (2013): Verweildauern von Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Methodenbericht der Statistik der BA), Nürnberg, 60 S.
Abstract
"Die Frage nach der Dauer des Leistungsbezuges wird im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende sehr häufig gestellt. Hintergrund ist der mit etwa 70 Prozent verhältnismäßig hohe Anteil der Langzeitbezieher (entsprechend der Definition nach § 48a SGB II). Die Messung und Interpretation von Dauern über sehr lange Zeiträume bei teilweise unvollständiger Information in den einzelnen Jobcenterbezirken ist methodisch anspruchsvoll und die Nutzung der statistischen Ergebnisse erfordert eine besondere Umsicht. Bei richtiger Verwendung der bereitgestellten statistischen Mess- und Analysekonzepte zum Thema Dauer und Betroffenheit lassen sich aber aussagestarke Analysen und transparente Bilder zu den Strukturen der Leistungsbezieher entwickeln.
Dieser Methodenbericht beschreibt die methodischen Änderungen und Neuentwicklungen in der Messung der Verweildauern von Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende sowie die verschiedenen damit verwandten Messkonzepte. Wichtige Ergebnisse werden exemplarisch und im Vergleich bzw. Zusammenhang der unterschiedlichen Modelle dargestellt. Neben der bisher berichteten Verweildauer mit Unterbrechungen von bis zu 7 Tagen wird in diesem Bericht als weiteres Standardmesskonzept die Messung von Verweildauern mit einer Unterbrechungstoleranz von bis zu 31 Tagen verwendet. Dieses Messkonzept ist gegenüber vorübergehenden Unterbrechungen sowie Datenausfällen bei einzelnen Trägern robuster als die Unterbrechungsregel von bis zu 7 Tagen." (Textauszug, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Einstiegsgeld im SGB II: Wie Jobcenter Gründungen fördern (2013)
Zitatform
Bernhard, Stefan, Hans Pongratz & Joachim Wolff (2013): Einstiegsgeld im SGB II: Wie Jobcenter Gründungen fördern. (IAB-Kurzbericht 27/2013), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Das Einstiegsgeld für Existenzgründungen soll Beziehern von Arbeitslosengeld II als Anreiz dienen, eine selbstständige Tätigkeit aufzunehmen, um - zumindest auf längere Sicht - ihre Hilfebedürftigkeit zu beenden. Die Unterstützung von Existenzgründungen als Alternative zur Vermittlung der Arbeitslosengeld-II-Bezieher in Arbeit ist für Jobcenter von strategischer Bedeutung, obwohl es vergleichsweise wenige Förderfälle gibt. Die Handhabung des Instruments wurde in ausgewählten Jobcentern mit einer qualitativen Implementationsstudie untersucht. Vor allem die Auswahl aussichtsreicher Gründungsprojekte erweist sich als anspruchsvolle Aufgabe. Die Autoren zeigen typische Routinen, mit denen die Jobcenter diese Aufgabe angehen und Handlungsprobleme, die bei der Gründungsförderung entstehen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Effekte von Vermittlerhandeln und Vermittlerstrategien im SGB II und SGB III (Pilotstudie): Abschlussbericht an das IAB durch das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e. V. (IAW), Tübingen (2013)
Zitatform
Boockmann, Bernhard, Christopher Osiander, Michael Stops & Hans Verbeek (2013): Effekte von Vermittlerhandeln und Vermittlerstrategien im SGB II und SGB III (Pilotstudie). Abschlussbericht an das IAB durch das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e. V. (IAW), Tübingen. (IAB-Forschungsbericht 07/2013), Nürnberg, 145 S.
Abstract
"Diese Pilotstudie liefert erste Erkenntnisse auf die Frage, inwieweit unterschiedliche Strategien und -einstellungen von Vermittlungsfachkräften der Bundesagentur für Arbeit (BA) Auswirkungen auf die Wiederbeschäftigungschancen der von ihnen betreuten Arbeitslosen haben. Wir werten dazu Daten aus einer standardisierten Befragung von Fachkräften aus, die wir für die Wirkungsanalysen mit Prozessdaten der BA kombinieren. Deskriptiv zeigt sich, dass viele Gemeinsamkeiten in der Bewertung zwischen den Rechtskreisen des SGB II und SGB III bestehen. Dies betrifft etwa die 'Vergabelogik' von Maßnahmen, die Wahrnehmung von Kundendifferenzierung und Profiling sowie die Wahrnehmung von Handlungsspielräumen. Auch bei Vorgehensweisen wie beispielsweise der Gestaltung von Eingliederungsvereinbarungen (EGV) sind die Unterschiede zwischen dem SGB-II- und SGB-III-Bereich verhältnismäßig gering. In beiden Rechtskreisen steht für die Vermittlungsfachkräfte die nachhaltige Vermittlung im Vordergrund, im SGB II wird jedoch auch die Verbesserung der persönlichen Situation betont, im SGB III die schnelle Vermittlung. Als ihre eigene Rolle nennen SGB-II-Vermittler neben der des 'Dienstleisters' oft auch die des 'Sozialarbeiters'.
Die Wirkungsanalysen wurden für den Rechtskreis SGB III durchgeführt, wobei das statistische Matching-Verfahren zum Einsatz kam. Es zeigt sich tendenziell, dass Vermittler, die stärker auf eine schnelle Vermittlung setzen sowie die Kunden intensiv, aber im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und weniger orientiert an der persönlichen Situation beraten, kurzfristig eine größere Wirkung hinsichtlich der Beendigung von Arbeitslosigkeit und der Integration in Beschäftigung erzielen als andere. Wo Weisungen für die Vergabe von Maßnahmen eine größere Rolle spielen, erhöhen sich die Übergangsraten leicht, jedoch gilt dies nur in den ersten Monaten der Arbeitslosigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Aufstocker im SGB II: Steinig und lang - der Weg aus dem Leistungsbezug (2013)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Johannes Eggs, Carina Himsel, Mark Trappmann & Ulrich Walwei (2013): Aufstocker im SGB II: Steinig und lang - der Weg aus dem Leistungsbezug. (IAB-Kurzbericht 14/2013), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Trotz der europäischen Schuldenkrise ist der deutsche Arbeitsmarkt bis zuletzt stabil geblieben. Die Erwerbstätigkeit legt immer noch zu und der Anstieg der Arbeitslosigkeit hält sich in engen Grenzen. Mit der deutlich verbesserten Arbeitsmarktlage hat auch die Zahl der Personen abgenommen, die Leistungen der Grundsicherung beziehen. Trotzdem gibt es viele Menschen, die gleichzeitig Erwerbseinkommen und Transferleistungen erhalten, die sogenannten Aufstocker. Hier wird untersucht, warum es für sie schwer ist, den Leistungsbezug zu beenden, und wo es Ansatzpunkte gibt, die Aufstockern einen Ausstieg aus der Grundsicherung erleichtern können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Intensified activation for disadvantaged welfare recipients in Germany: does it work? (2013)
Zitatform
Dengler, Katharina, Katrin Hohmeyer, Andreas Moczall & Joachim Wolff (2013): Intensified activation for disadvantaged welfare recipients in Germany: does it work? In: The international journal of sociology and social policy, Jg. 33, H. 5/6, S. 289-308., 2012-09-22. DOI:10.1108/IJSSP-07-2012-0062
Abstract
"Purpose - This article analyses the implementation and the effectiveness of an intensified activation scheme for very disadvantaged welfare recipients in Germany, used as a targeting device for a very generous wage subsidy (JobPerspective).
Design/methodology/approach - Using administrative data and a difference-in-difference approach, we analyse the implementation of the activation scheme and its impact on various labour market outcomes. To ensure that target and comparison group are comparable over time, we control for various individual, household and regional characteristics.
Findings - The activation of the target group of disadvantaged welfare recipients is modestly intensified directly after the scheme's introduction. This does not improve the prospects of the target group to work in regular jobs, but - as a first step - in subsidized jobs. Considering a later period, we find evidence for broader activation efforts together with some gains in the regular employment for disadvantaged welfare recipients. Overall, our results suggest that the implementation of activation for disadvantaged welfare recipients as well as employment gains need time.
Originality/value - This study analyses whether and how a scheme of intensified activation that leaves its design to local actors without providing additional funding makes job centres implement such a policy. It provides evidence whether intensified activation succeeds in raising the employment prospects of very disadvantaged welfare recipients." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Effectiveness of sequences of One-Euro-Jobs: is it better to do more One-Euro-Jobs or to wait? (2013)
Zitatform
Dengler, Katharina (2013): Effectiveness of sequences of One-Euro-Jobs. Is it better to do more One-Euro-Jobs or to wait? (IAB-Discussion Paper 16/2013), Nürnberg, 79 S.
Abstract
"Viele Studien haben die Wirkungen von einzelnen aktiven Arbeitsmarktprogrammen für Leistungsbezieher/innen in verschiedenen Ländern untersucht. Da es aber empirische Evidenz gibt, dass Arbeitslosengeld II (ALG II)-Bezieher/innen in Deutschland häufig an mehreren Programmen teilnehmen, werden in dieser Studie sequentielle Teilnahmen an aktiven Arbeitsmarktprogrammen für ALG-II-Bezieher/innen in Deutschland untersucht. Es werden administrative Daten verwendet, um für dynamische Selektionsprobleme, die bei der Evaluation von Sequenzen entstehen, kontrollieren zu können. Mit Hilfe eines dynamischen Matching Ansatzes und einer Zugangsstichprobe von ALG-II-Beziehern/innen, werden die Wirkungen von Sequenzen, die aus Ein-Euro-Jobs und/oder ALG-II-Bezug bestehen, untersucht. Der Artikel konzentriert sich hierbei auf zwei Fragestellungen: Ist es besser an zwei aufeinanderfolgenden Ein-Euro-Jobs teilzunehmen oder nur ALG II zu beziehen? Ist es besser einen Ein-Euro-Job direkt nach Eintritt in den ALG-II-Bezug zu starten oder zu warten und einen Ein-Euro-Job in einer späteren, zweiten Periode zu beginnen? Die Ergebnisse der ersten Fragestellung zeigen positive reguläre Beschäftigungseffekte für (westdeutsche) Frauen: Weibliche Teilnehmerinnen an einem Ein-Euro-Job in der ersten Periode haben positive reguläre Beschäftigungseffekte, wenn sie an zwei aufeinanderfolgenden Ein-Euro-Jobs versus nur ALG-II-Bezug teilnehmen. Auch ist es besser für Männer in West- und Ostdeutschland sowie für Frauen in Ostdeutschland, die an einem Ein-Euro-Job in der ersten Periode teilnehmen, direkt nach Eintritt in ALG II an einem Ein-Euro-Job teilzunehmen versus einen Ein-Euro-Job in einer späteren, zweiten Periode. Es finden sich aber auch Hinweise auf Maßnahmekarrieren sowie Hinweise auf eine schrittweise Integration in reguläre Beschäftigung mit Hilfe von beschäftigungsschaffenden Maßnahmen (Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante und Beschäftigungszuschuss)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bewährungsproben für die Unterschicht?: soziale Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik (2013)
Dörre, Klaus; Booth, Melanie; Marquardsen, Kai; Haubner, Tine ; Müller, Marcel ; Scherschel, Karin; Schierhorn, Karen;Zitatform
Dörre, Klaus, Karin Scherschel, Melanie Booth, Tine Haubner, Kai Marquardsen & Karen Schierhorn (2013): Bewährungsproben für die Unterschicht? Soziale Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik. (International labour studies 03), Frankfurt am Main: Campus-Verl., 423 S.
Abstract
"Die neuere Arbeitsmarktpolitik will Erwerbslose aktivieren, indem sie ihnen Bewährungsproben auferlegt. Die empirische Studie untersucht Erwerbsorientierungen und Handlungsstrategien der Betroffenen in Ost- und Westdeutschland. Dabei zeigt sich, dass von fehlendem Aufstiegswillen und mangelnder Arbeitsmoral keine Rede sein kann. Stattdessen erzeugt Hartz IV ein Wettbewerbssystem, das diszipliniert und zugleich stigmatisiert. Auf Seiten der Leistungsempfänger provoziert das eigenwillige Überlebensstrategien. Das Buch leistet eine Bestandsaufnahme der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik seit Hartz IV und stellt deren Auswirkungen systematisch und an zahlreichen Beispielen dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beschäftigungsaufnahmen von Arbeitslosen nach Wirtschaftszweigen und Nachhaltigkeit (2013)
Hartmann, Michael; Klinger, Dennis; Gehricke, Matthias; Kurtz, Beate;Zitatform
Hartmann, Michael, Matthias Gehricke, Beate Kurtz & Dennis Klinger (2013): Beschäftigungsaufnahmen von Arbeitslosen nach Wirtschaftszweigen und Nachhaltigkeit. (Methodenbericht der Statistik der BA), Nürnberg, 25 S.
Abstract
"Die Arbeitslosenstatistik wird um einen wichtigen Baustein erweitert. Bisher war es nur möglich beim Zugang in Arbeitslosigkeit festzustellen, in welchem Wirtschaftszweig das vorherige Beschäftigungsverhältnis bestanden hatte. In einer neuen Statistik werden Angaben zum Wirtschaftszweig nun auch für Beschäftigungsaufnahmen von Arbeitslosen bereitgestellt. Darüber hinaus können die Beschäftigungsaufnahmen auf Nachhaltigkeit untersucht werden, also darauf, ob auch nach einem bestimmten Zeitraum ein Beschäftigungsverhältnis ausgeübt wird. Die neue Statistik wird über eine integrierte Auswertung der Arbeitslosen- und Beschäftigungsstatistik gewonnen. In diesem Bericht werden erste Ergebnisse aus einer Sonderauswertung veröffentlicht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeiten und an der Gesellschaft teilhaben: Wege aus verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit (2013)
Helbig, Antje; Hofmann, Tina;Zitatform
Helbig, Antje & Tina Hofmann (2013): Arbeiten und an der Gesellschaft teilhaben. Wege aus verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit. Berlin, 10 S.
Abstract
"Die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sind erfreulich, erreichen jedoch eine sehr große Gruppe von Menschen nicht. Menschen, die etwa aufgrund mehrerer Vermittlungshemmnisse von verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, haben nur wenige Chancen auf eine Verbesserung ihrer Situation.
Verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit bedeutet soziale Isolation. Folgeprobleme wie z. B. gesundheitliche Beeinträchtigungen oder dauerhaft prekäre Verhältnisse, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen, beeinträchtigen nicht nur die betroffenen Individuen und Familien, sie werden auch zu gesellschaftlichen Belastungen. Die Broschüre analysiert die Hintergründe, diskutiert häufige Einwände und erörtert detailliert das Konzept für einen Sozialen Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Carrot and stick: How re-employment bonuses and benefit sanctions affect exit rates from welfare (2013)
Zitatform
Klaauw, Bas van der & Jan C. van Ours (2013): Carrot and stick: How re-employment bonuses and benefit sanctions affect exit rates from welfare. In: Journal of Applied Econometrics, Jg. 28, H. 2, S. 275-296. DOI:10.1002/jae.1265
Abstract
"To increase the exit from welfare, benefit recipients in the municipality of Rotterdam were exposed to various financial incentives. Once their benefit spell exceeded one year, welfare recipients were entitled to a re-employment bonus if they found a job that lasted at least 6 months. However, they could also be punished for noncompliance with eligibility requirements and face a sanction, i.e. a temporary reduction of their benefits. We find that the financial sticks in the form of benefit sanctions were effective in stimulating the exit from welfare, while the financial carrots in the form of re-employment bonuses were not." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Effets du système Hartz IV sur le retour à l'emploi (2013)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina (2013): Effets du système Hartz IV sur le retour à l'emploi. In: S. Hazouard, R. Lasserre & H. Uterwedde (Hrsg.) (2013): L'aide au retour à l'emploi : politiques françaises, allemandes et internationales, S. 189-203.
Abstract
"L'introduction de la ' Grundsicherung für Arbeitssuchende ' (allocation de base pour les demandeurs d'emploi, Hartz IV) en 2005 a constitue la reforme sociale la plus importante en Allemagne depuis la fin de la Seconde Guerre mondiale. Elle est marquee par un net changement de paradigme : le systeme d'assistance (aide aux chemeurs de longue duree et aide sociale) est devenu un minimum d'activation, dans lequel la sortie de l'etat de necessite par l'insertion professionnelle est prioritaire sur la pure aide financiere. L'activation en vue de I'obtention d'un emploi et la participation sociale par l'emploi sont les buts avoues de la nouvelle loi (chapitre II du Code social allemand, Sozialgesetzbuch ou SGB II).
En 2012, apres plus de Sept ans d'existence de Hartz IV, an observe une multitude de resultats differencies et de conclusions sur la structure et la dynamique de l'allocation de base, les processus d'activation et de suivi, les Instruments d'insertion et leurs effets, ainsi que sur les allocataires ayant des problemes specifiques sur le marche du travail. Le present article presente et discute les principaux resultats des recherches relatives aux effets de la reforme sur le marche du travail." (Extrait de texte, IAB-Doku) ((fr)) -
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Förderung von Frauen im SGB II: welche Rolle spielt der Familienhintergrund? (2013)
Zitatform
Kopf, Eva & Cordula Zabel (2013): Förderung von Frauen im SGB II. Welche Rolle spielt der Familienhintergrund? In: Forum Arbeit H. 1, S. 3-5., 2013-03-08.
Abstract
"Es gibt eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten, um die Eingliederungschancen von arbeitslosen ALG-II-Empfänger/innen zu verbessern. Dazu zählen Arbeitsgelegenheiten, schulische und betriebliche Trainingsmaßnahmen, geförderte berufliche Weiterbildungen, Einstiegsgeld sowie der Eingliederungszuschuss. Dabei sollen Frauen mindestens entsprechend ihres Anteils an den Arbeitslosen sowie ihrer relativen Betroffenheit von Arbeitslosigkeit gefördert werden (§ 16 Abs. 1 Satz 4 SGB II, siehe Darstellung in Weinkopf u.a. (2009), S. 9). Dies soll dazu beitragen, Nachteilen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt entgegenzuwirken. Ist diese Gleichstellung Realität? Spielt der Familienhintergrund der Frauen dabei eine Rolle? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieser Beitrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The dynamics of social assistance benefit receipt in Germany: state dependence before and after the Hartz reforms (2013)
Zitatform
Königs, Sebastian (2013): The dynamics of social assistance benefit receipt in Germany. State dependence before and after the Hartz reforms. (OECD social, employment and migration working papers 136), Paris, 85 S. DOI:10.1787/5k3xwtg6zknq-en
Abstract
"In this paper, we study the dynamics of social assistance benefit receipt in Germany using annual survey data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) for the years 1995-2011. Rates of benefit receipt were stable in Germany at around 8% in the 1990s but started rising in 2001 to peak at over 12% in 2006. We show that this increase in the receipt rate can be attributed to lower exit rates from benefit receipt since 2001. In the econometric part of the paper, we study state dependence in social assistance benefit receipt, i.e. the question to what extent benefit receipt today predicts the probability of future benefit receipt. We estimate a series of dynamic random-effects probit models that control for unobserved heterogeneity and endogeneity of the initial conditions and indeed find considerable evidence of state dependence. Our estimates suggest that benefit receipt one year ago raises the likelihood of benefit receipt today by a factor of 3, which corresponds to an average partial effect of about 14 percentage points. The level of state dependence differs between subsamples and is larger in absolute terms for women, Eastern German residents, and migrants, for whom receipt rates are higher. Studying variations over time, we find a rise in the level of state dependence after the 2005 Hartz reforms in Eastern Germany. We attribute this effect to a drop in average predicted entry rates into benefit receipt without a corresponding fall in predicted benefit persistence rates. We do not identify any comparable change in structural dependence for Germany as a whole or other subsamples we look at. Since a reform that contributes to keeping individuals off benefits while doing little to raise exit rates would increase state dependence but might nonetheless be considered as beneficial, our findings should not be understood as a verdict on the success or failure of the Hartz reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Precarious transitions and labour market disadvantage: using longitudinal data to explain the nature of work - welfare cycling (2013)
Zitatform
McCollum, David (2013): Precarious transitions and labour market disadvantage. Using longitudinal data to explain the nature of work - welfare cycling. In: Regional Studies. Journal of the Regional Studies Association, Jg. 47, H. 10, S. 1752-1765. DOI:10.1080/00343404.2011.634791
Abstract
"Transitions from welfare into work are often regarded as a remedy to labour market exclusion. However, these transitions often do not lead to sustained employment, with many people persistently cycling between work and welfare. This paper uses longitudinal datasets to investigate the nature of this form of labour market disadvantage in the United Kingdom. Key findings are that most work - welfare cycling involves moves between unemployment and jobs at the bottom end of the occupational hierarchy, and that cycling is associated with buoyant labour market conditions and insecure forms of employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Endstation Arbeitsgelegenheit!? Teilhabeperspektiven in "Ein-Euro-Jobs": Die Sicht der Betroffenen. Kurzfassung der IST-Studie (2013)
Obermeier, Tim; Schultheis, Kathrin; Sell, Stefan;Zitatform
Obermeier, Tim, Kathrin Schultheis & Stefan Sell (2013): Endstation Arbeitsgelegenheit!? Teilhabeperspektiven in "Ein-Euro-Jobs". Die Sicht der Betroffenen. Kurzfassung der IST-Studie. Remagen, 24 S.
Abstract
"Gemessen an ihrer quantitativen Bedeutung sind Arbeitsgelegenheiten das am weitesten verbreitete Instrument der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. Die Wirkungsforschung hat gezeigt, dass die Teilnahme an Arbeitsgelegenheiten die Beschäftigungschancen nur für bestimmte Personengruppen, wie west- und ostdeutsche Frauen und Personen, die mehrere Jahre lang nicht regulär beschäftigt waren, nur im geringen Umfang verbessert. Die Hilfebedürftigkeit, also die Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen, kann nicht überwunden werden. Arbeitsgelegenheiten waren jedoch häufig ein Instrument, um Langzeitarbeitslose an den regulären Arbeitsmarkt heranzuführen. In der Wirkungsforschung wurde bisher nicht umfassend untersucht, welche sozialintegrativen Funktionen die Arbeitsgelegenheiten gerade für langzeitarbeitslose Menschen erfüllen, d.h. ob durch die Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten den negativen Folgen von Arbeitslosigkeit entgegengewirkt werden kann. Die IST-Studie untersucht deshalb die Sichtweisen der Betroffenen, ihre subjektive Wahrnehmung der Tätigkeit und benutzt dafür das Konzept der sozialen Teilhabe. Soziale Teilhabe wird dabei als Gegenbegriff zu sozialer Ausgrenzung verstanden und zeichnet sich insbesondere durch seine Mehrdimensionalität aus. Die Studie verbreitert die Diskussionsbasis über Wirkungen von Arbeitsgelegenheiten, da die Perspektiven und Wahrnehmungen der Betroffenen einbezogen und in den Mittelpunkt gestellt werden. Da Arbeitsgelegenheiten immer nur eine befristete Form der öffentlich geförderten Beschäftigung sind - eine Zuweisung erfolgt in der Regel für sechs Monate - wurde zudem untersucht, wie sich die Dimensionen sozialer Teilhabe, unter Berücksichtigung des Verbleibs der Teilnehmer, im Anschluss an die geförderte Beschäftigung entwickelten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Soziale Mobilität, Ursachen für Auf- und Abstiege: Studie für den 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht (2013)
Pollak, Reinhard ; Kohl, Steffen; Trappmann, Mark ; Heisig, Jan Paul ; Radenacker, Anke; Ehlert, Martin; Gatermann, Dörthe (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH (WZB)); Beste, Jonas ; Schmeißer, Claudia; Allmendinger, Jutta;Zitatform
Pollak, Reinhard, Martin Ehlert, Dörthe (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH (WZB)) Gatermann, Jan Paul Heisig, Steffen Kohl, Anke Radenacker, Claudia Schmeißer, Mark Trappmann & Jonas Beste (2013): Soziale Mobilität, Ursachen für Auf- und Abstiege. Studie für den 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht. (Lebenslagen in Deutschland. Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung 04), Bonn, 313 S.
Abstract
"Der Bericht untersucht soziale Mobilität und ihre Ursachen aus einer längsschnittlichen Perspektive des Lebensverlaufs. Hierfür werden insbesondere die Daten der Großerhebungen der Deutschen Sozial- und Wirtschaftsforschung (z.B. SOEP, ALLBUS, PASS) und der amtlichen Statistik (z.B. Mikrozensus) verwendet. Kapitel 1 gibt einen Überblick über den Aufbau des Berichts und die verwendeten Konzeptionen. Vor dem Hintergrund der Armutsberichterstattung ist das Vorgehen bei den Analysen zum Kindes- und Jugendalter mehrdimensional: Neben der überwiegend durch das Einkommen der erwachsenen Haushaltsmitglieder determinierten Armutsdynamik (Kapitel 2) werden hier auch die Bildungsübergänge der Kinder selbst als entscheidende Weichenstellung für deren zukünftige soziale Lage berücksichtigt (Kapitel 3). Bei den jungen Erwachsenen konzentriert sich der Bericht auf die Übergänge von der Schule in die Berufsausbildung und von der Berufsausbildung in den Arbeitsmarkt als entscheidende Determinanten für die zukünftige individuelle Wohlfahrtsentwicklung (Kapitel 4). Der Fokus im mittleren und höheren Erwachsenenalter liegt insbesondere auf einkommensbasierten sozialen Aufstiegen (Kapitel 6) bzw. Abstiegen (Kapitel 5) aus bzw. in Armut oder Armutsgefährdung. Ergänzt wird die Lebensverlaufsperspektive vom Kindesalter bis ins höhere Erwachsenenalter durch die Berücksichtigung der Entwicklung intergenerationaler sozialer Mobilität im Zeitverlauf (Kapitel 7) und durch subjektive Indikatoren für die soziale Position und soziale Mobilität einer Person (Kapitel 8). Die wichtigsten Befunde der Studie können in zehn Botschaften zusammengefasst werden:
1. Erwerbstätigkeit ist die wichtigste Stellschraube zur Vermeidung von Armut.
2. Eine verstärkte Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen senkt das Armutsrisiko von Familien.
3. Alleinerziehende sind besonders armutsgefährdet und sollten daher verstärkt gefördert werden.
4. Bildung ist der Schlüssel für eine nachhaltige Bekämpfung von Armut.
5. Lebenslanges Lernen kann gefährdete Gruppen durch eine gezielte Förderung vor Armut schützen.
6. Maßnahmen zur Förderung sozialer Teilhabe von Kindern und Jugendlichen senken das spätere Armutsrisiko.
7. Bei der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sollte die Dauer der Armutserfahrungen dieser Kinder und Jugendlichen berücksichtigt werden.
8. Eine intakte Gesundheit schützt vor Armut.
9. Eine Vielzahl von möglichen Gelingensbedingungen ist in ihrer Wirkkraft noch nicht bestätigt und bedarf einer begleitenden Evaluation.
10. Die Befunde der Trendanalysen zu sozialen Auf- und Abstiegen deuten nicht auf eine zunehmende gesellschaftliche Dynamik hin." (Textauszug, IAB-Doku) -
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Persistence or transition: young adults and social benefits in Germany (2013)
Zitatform
Schels, Brigitte (2013): Persistence or transition. Young adults and social benefits in Germany. In: Journal of youth studies, Jg. 16, H. 7, S. 881-900., 2013-01-03. DOI:10.1080/13676261.2013.763915
Abstract
"The paper examines the extent of social benefits receipt during the transition to adulthood in Germany in a longitudinal perspective. Temporal patterns of short term, lasting or recurrent benefits receipt and its influencing factors are observed in the context of school-to-work-transition and family formation. In addition, the study concerns the question if young adults are at risk to develop dependency in benefits receipt. Applying hazard rate models, the analysis examines the social benefits receipt of 1171 18- to 29-year-olds over a period of observation of three years. The analysis uses a combination of survey data and German administrative register data. The results show that young adults in Germany run a considerable risk for prolonged or repeated benefits receipt once they have claimed social benefits. Longer times of benefits receipt are coupled with long-term unemployment and low qualifications, but also young parents face high risks to remain on benefits receipt. The analysis demonstrates that living with a partner does not protect young benefits recipients against prolonged financial insecurity. However, there are no indications that young adults get used to benefits receipt and develop dependency in the period of observation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Innovative financing and delivery mechanisms for getting the unemployed into work (2013)
Abstract
"Many factors put people at risk of long-term unemployment, including poverty and social exclusion, poor basic skills levels, discrimination, cultural distance from the mainstream labour market and poor local social capital. At the local level a holistic approach can help tackle such issues, with direct interventions in the fields of education and employment complementing wider actions to build social cohesion and community capacity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Qualitätssicherung im SGB II: Governance und Management. Endbericht (2013)
Zitatform
(2013): Qualitätssicherung im SGB II. Governance und Management. Endbericht. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht Arbeitsmarkt 437), Berlin, 259 S.
Abstract
"Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik zusammen mit Steria Mummert Consulting mit dem Forschungsvorhaben 'Qualitätssicherung im SGB II: Governance und Management' beauftragt. Der Bericht schafft eine empirische Grundlage zur Weiterentwicklung der Qualitätssicherung in der operativen Umsetzung des SGB II. Zu diesem Zweck wurden die vorhandenen Qualitätssicherungsprozesse in den Jobcentern deskriptiv evaluiert und lokale Good-Practice-Beispiele ermittelt. Schließlich wird die Governance der Qualitätssicherung im SGB II analysiert und bewertet. Darüber hinaus wird mit dem Forschungsvorhaben die Arbeit zum Thema 'Qualitätssicherung im SGB II' im Rahmen des Bund-Länder-Ausschusses begleitet und unterstützt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ein-Euro-Jobs, betriebliche und schulische Trainingsmaßnahmen: Wovon junge Arbeitslose im SGB II am meisten profitieren (2012)
Zitatform
Achatz, Juliane, Sonja Fehr, Brigitte Schels & Joachim Wolff (2012): Ein-Euro-Jobs, betriebliche und schulische Trainingsmaßnahmen: Wovon junge Arbeitslose im SGB II am meisten profitieren. (IAB-Kurzbericht 06/2012), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Junge Arbeitslose, die bereits eine Familie gegründet haben, sind in der Regel zeitlich und räumlich weniger flexibel als Alleinstehende. Das betrifft die Teilnahme an Maßnahmen ebenso wie eine spätere Erwerbstätigkeit. Somit dürfte der Erfolg einer Förderung auch davon abhängen, ob die Eingliederungsangebote mit den familiären Rahmenbedingungen vereinbar sind. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, von welchen Instrumenten 18- bis 30-jährige Empfänger von Arbeitslosengeld II am meisten profitieren, insbesondere wenn sie mit einem Partner zusammenleben und eigene Kinder haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Übergänge am Arbeitsmarkt und Qualität von Beschäftigung (2012)
Achatz, Juliane; Buch, Tanja; Trappmann, Mark ; Bruckmeier, Kerstin ; Schels, Brigitte ; Burkert, Carola ; Niebuhr, Annekatrin ; Dietz, Martin; Matthes, Britta ; Ziegler, Kerstin ; Lehmer, Florian ; Walwei, Ulrich ; Koller, Lena ; Dietrich, Hans ; Kleinert, Corinna ; Wapler, Rüdiger; Jahn, Elke ; Garloff, Alfred ; Hohendanner, Christian ; Gundert, Stefanie ; Hell, Stefan;Zitatform
Achatz, Juliane, Kerstin Bruckmeier, Tanja Buch, Carola Burkert, Hans Dietrich, Martin Dietz, Alfred Garloff, Stefanie Gundert, Stefan Hell, Christian Hohendanner, Elke Jahn, Corinna Kleinert, Lena Koller, Florian Lehmer, Britta Matthes, Annekatrin Niebuhr, Brigitte Schels, Mark Trappmann, Ulrich Walwei, Rüdiger Wapler & Kerstin Ziegler (2012): Übergänge am Arbeitsmarkt und Qualität von Beschäftigung. In: H. Brücker, S. Klinger, J. Möller & U. Walwei (Hrsg.) (2012): Handbuch Arbeitsmarkt 2013 : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 334), S. 141-203, 2012-07-16. DOI:10.3278/300776W141
Abstract
"Mit der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt haben Politik und Öffentlichkeit ihren Blick von der lange vorherrschenden Debatte um die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit zusehends auf die Qualität der Arbeit gerichtet. Denn parallel zur günstigeren Arbeitsmarktentwicklung hat sich die Polarisierung des deutschen Arbeitsmarktes verschärft: Die Spreizung des Lohngefüges hat sich deutlich verstärkt, 'atypische' Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit, befristete Beschäftigung, Teilzeit- und Mini-Jobs haben stark an Bedeutung gewonnen. Auch wenn diese Beschäftigungsformen nicht unerheblich zum Abbau der Arbeitslosigkeit beigetragen haben, entsprechen sie in puncto Bezahlung, Arbeitszeit, Kündigungsschutz und Sozialversicherungspflicht nur bedingt den üblichen Standards einer unbefristeten Vollzeitbeschäftigung. Die Autorinnen und Autoren dieses Kapitels analysieren die Entwicklung atypischer Beschäftigungsverhältnisse in den vergangenen Jahren und gehen der Frage nach, inwieweit diese Erwerbsformen eine Brücke in stabile und existenzsichernde Beschäftigung bilden.
Um Arbeitslosigkeit frühzeitig und möglichst nachhaltig zu vermeiden, so ein zentrales Ergebnis dieses Kapitels, ist die Qualität der Beschäftigung zu Beginn der Erwerbskarriere von entscheidender Bedeutung. Denn der Einstieg in den Arbeitsmarkt bestimmt maßgeblich die Chancen und Risiken im weiteren Erwerbsverlauf. Generell scheint, dass ein Ausbildungsabschluss immer mehr zur Mindestvoraussetzung für ein Normalarbeitsverhältnis wird. Beim Vergleich atypischer Erwerbsformen zeigt sich, dass die Aussichten, in reguläre Beschäftigung einzumünden, für befristete Arbeitnehmer deutlich besser stehen als für Leiharbeitnehmer. Gerade für Personen, die ALG II beziehen oder bezogen haben, so ein weiterer Befund aus diesem Kapitel, kann atypische Beschäftigung zur sozialen Integration und zum Erhalt beruflicher Kompetenzen beitragen. Sie führt allerdings nicht notwendigerweise dazu, dass Betroffene auch ihren gesamten Lebensunterhalt dauerhaft aus Erwerbsarbeit bestreiten können. Vielmehr prägen heterogene Erwerbsformen und häufige Statuswechsel die Erwerbsverläufe dieser Teilgruppe." (Textauszug, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Buch, Tanja; Trappmann, Mark ; Bruckmeier, Kerstin ; Burkert, Carola ; Niebuhr, Annekatrin ; Dietz, Martin; Matthes, Britta ; Lehmer, Florian ; Walwei, Ulrich ; Koller, Lena ; Dietrich, Hans ; Wapler, Rüdiger; Jahn, Elke ; Hohendanner, Christian ; Gundert, Stefanie ; Hell, Stefan;Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
"Es lässt sich mit allen arbeiten": PRIMUS - Arbeitsmarktdienstleistung zwischen Vermittlung und Fallmanagement (2012)
Bartelheimer, Peter; Henke, Jutta; Schelkle, Bettina; Kotlenga, Sandra; Pagels, Nils;Zitatform
Bartelheimer, Peter, Jutta Henke, Sandra Kotlenga, Nils Pagels & Bettina Schelkle (2012): "Es lässt sich mit allen arbeiten": PRIMUS - Arbeitsmarktdienstleistung zwischen Vermittlung und Fallmanagement. (IAB-Forschungsbericht 05/2012), Nürnberg, 79 S.
Abstract
"Mit dem Projekt 'Integrieren, Mut machen, Stärken stärken' (PRIMUS) erprobte das Jobcenter Saarbrücken in den Jahren 2010 und 2011 ein neues Beratungs- und Unterstützungsangebot für erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLb) im Alter von 25 bis 48 Jahren, die länger im SGB-II-Leistungsbezug waren und Vermittlungshemmnisse aufwiesen, doch nicht für das Fallmanagement in Betracht kamen. Die sechs Arbeitsvermittler/innen des Projektteams betreuten jeweils ca. 40 Bedarfsgemeinschaften. Die Teilnahme am Projekt war freiwillig: Die eLb konnten sich entscheiden, ob sie bei der bislang zuständigen Geschäftsstelle weiter betreut werden oder am Projekt teilnehmen wollten.
Das Projekt wurde durch das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) und Zoom - Gesellschaft für prospektive Entwicklungen e.V. qualitativ evaluiert. Dazu wurde bei 42 Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer die Fallbearbeitung über etwa ein Jahr mittels Befragungen, nicht-teilnehmenden Beobachtungen und Falldokumentation begleitet und bei weiteren elf Teilnehmenden punktuell beobachtet. Zudem wurden zehn Nichtteilnehmende interviewt. Der Forschungsbericht fasst die Evaluationsergebnisse zusammen.
Das Projektteam fand auf Handlungsprobleme der Vermittlungsberatung eigene Antworten, die für den Rechtskreis des SGB II und für die Arbeitsverwaltung unüblich sind. Das Projekt ging von der Annahme aus, dass die Teilnehmer/innen mit intensiver individueller Unterstützung trotz ihrer Vermittlungshemmnisse eine nachhaltige, ungeförderte Beschäftigung erreichen konnten, die ihrer Erwerbsorientierung entsprach. Resignation infolge längerer Arbeitslosigkeit wollte das Projektteam durch eine systemisch orientierte Beratung überwinden, welche den Kund/inn/en Erfolgserlebnisse ermöglichen und ihre nicht genutzten Ressourcen erschließen sollte. Im Wissen um die bestehenden Hemmnisse und belastende Lebenslagen suchten die Fachkräfte gemeinsame Ansatzpunkte für Vermittlung. Die freiwillige Entscheidung für diese Form der Betreuung und die hohe Eigenmotivation der Teilnehmenden erleichterte es ihnen, einen persönlichen Unterstützungsauftrag zu erhalten und Ziele und Lösungswege gemeinsam zu erarbeiten. Das Dienstleistungsprofil des Projekts beruhte auf zusätzlicher Betreuungszeit und fachlicher Gestaltungsfreiheit. Einzelfallarbeit wurde mit Gruppenangeboten kombiniert, Beratungsleistungen wurden entsprechend dem individuellen Bedarf durch praktische Assistenz (z.B. Begleitungen, Kontakte mit Arbeitgebern und Behörden) ergänzt. Bei Familien berücksichtigte die Integrationsstrategie alle erwerbsfähigen Personen der Bedarfsgemeinschaft. Die Fachkräfte betreuten die Teilnehmenden auch über die Arbeitsaufnahme hinaus.
Aus Sicht aller Beteiligten verlief das Modell erfolgreich: Ein Viertel aller Betreuten, und fast die Hälfte aller Personen in der qualitativen Evaluationsstichprobe mündeten in Arbeit ein. Die qualitative Evaluation zeigte, wie benachteiligte Arbeitslose mit einer intensiven, vermittlungsorientierten und ganzheitlichen Unterstützung im Jobcenter wirkungsvoll unterstützt werden können. Zielvereinbarungen erreichten ohne Sanktionsmittel eine hohe Verbindlichkeit, und die Zufriedenheit der Kund/inn/enund Mitarbeiter/inn/en mit der Dienstleistung war sehr hoch." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Effectiveness of further vocational training in Germany: empirical findings for persons receiving means-tested unemployment benefit (2012)
Zitatform
Bernhard, Sarah & Thomas Kruppe (2012): Effectiveness of further vocational training in Germany. Empirical findings for persons receiving means-tested unemployment benefit. (IAB-Discussion Paper 10/2012), Nürnberg, 25 S.
Abstract
"Geförderte berufliche Weiterbildung soll die Beschäftigungschancen von Arbeitslosen erhöhen. Diese Studie analysiert die Effektivität geförderter beruflicher Weiterbildung für Empfänger von Arbeitslosengeld II in Deutschland. Die empirischen Ergebnisse basieren auf administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Mittels Propensity Score Matching wird eine Vergleichsgruppe für die Teilnehmer gebildet. Die Studie betrachtet Eintritte in geförderte berufliche Weiterbildung Anfang des Jahres 2005, direkt nach der Einführung des SGB II, das besonders auf die stärkere Aktivierung von Problemgruppen des Arbeitsmarktes abzielt. Zudem war zu dieser Zeit auch schon der Bildungsgutschein als einziger Zuweisungsmechanismus zu beruflicher Weiterbildung eingeführt worden. Die Studie berücksichtigt Effekte beruflicher Weiterbildung für verschiedene Gruppen differenziert nach Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, Qualifikation, Dauer der Weiterbildung und Dauer seit der letzten Beschäftigung sowie Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Als Ergebnis zeigt sich, dass sich berufliche Weiterbildung für die Teilnehmer lohnt: Sie reduziert mittelfristig deren Anteile im Arbeitslosengeld-II-Bezug und erhöht deren Anteil in Beschäftigung um bis zu 13 Prozentpunkte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Effectiveness of further vocational training in Germany: empirical findings for persons receiving means-tested unemployment benefits (2012)
Zitatform
Bernhard, Sarah & Thomas Kruppe (2012): Effectiveness of further vocational training in Germany. Empirical findings for persons receiving means-tested unemployment benefits. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 132, H. 4, S. 501-526., 2012-11-12. DOI:10.3790/schm.132.4.501
Abstract
"Geförderte berufliche Weiterbildung soll die Beschäftigungschancen von Arbeitslosen erhöhen. Diese Studie analysiert die Effektivität geförderter beruflicher Weiterbildung für Empfänger von Arbeitslosengeld II in Deutschland. Die empirischen Ergebnisse basieren auf administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Mittels Propensity Score Matching wird eine Vergleichsgruppe für die Teilnehmer gebildet. Die Studie betrachtet Eintritte in geförderte berufliche Weiterbildung Anfang des Jahres 2005, direkt nach der Einführung des SGB II, das besonders auf die stärkere Aktivierung von Problemgruppen des Arbeitsmarktes abzielt. Zudem war zu dieser Zeit auch schon der Bildungsgutschein als einziger Zuweisungsmechanismus zu beruflicher Weiterbildung eingeführt worden. Die Studie berücksichtigt Effekte beruflicher Weiterbildung für verschiedene Gruppen differenziert nach Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, Qualifikation, Dauer der Weiterbildung und Dauer seit der letzten Beschäftigung sowie Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Als Ergebnis zeigt sich, dass sich berufliche Weiterbildung für die Teilnehmer lohnt: Sie erhöht mittelfristig deren Anteil in Beschäftigung um bis zu 13 Prozentpunkte und reduziert - wenn auch in geringerem Ausmaß deren Anteile im Arbeitslosengeld-II-Bezug." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
MOJO - Motivation and job opportunities support service: berufliche Bildung zur Verbesserung der Situation von Langzeitarbeitslosen am regionalen Arbeitsmarkt in Deutschland (2012)
Beutner, Marc; Rohde, Sebastian;Zitatform
Beutner, Marc & Sebastian Rohde (2012): MOJO - Motivation and job opportunities support service. Berufliche Bildung zur Verbesserung der Situation von Langzeitarbeitslosen am regionalen Arbeitsmarkt in Deutschland. In: Kölner Zeitschrift für Wirtschaft und Pädagogik, Jg. 27, H. 52, S. 85-111.
Abstract
"Im folgendem Text werden wir die Eckpunkte einer MOJO-Unterstützungsmaßnahme zur Verbesserung der Situation von Langzeitarbeitslosen am regionalen Arbeitsmarkt nachzeichnen. Dabei ist es sinnvoll zunächst den Blick auf eben diesen regionalen Arbeitsmarkt zu lenken, um die Herausforderungen, die damit einhergehen aufzeigen zu können. Anschließend gilt es ein entsprechendes Konzept zu entwickeln, welches entsprechenden Maßnahmen zugrunde gelegt werden kann. Ziel ist es dabei eine Maßnahmenkonzeption zu erzielen, die den individuellen Bedürfnissen der Langzeitarbeitslosen gerecht wird und nicht allein den Fokus auf die unmittelbare Überführungsquote in den Arbeitsmarkt legt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ein-Euro-Jobs aus Sicht der Betroffenen: zur Binnenwahrnehmung eines kontroversen Instruments (2012)
Zitatform
Christoph, Bernhard & Katrin Hohmeyer (2012): Ein-Euro-Jobs aus Sicht der Betroffenen. Zur Binnenwahrnehmung eines kontroversen Instruments. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 61, H. 6, S. 118-126., 2011-11-05. DOI:10.3790/sfo.61.6.118
Abstract
"Ein-Euro-Jobs gehören trotz der zuletzt zurückgehenden Teilnehmerzahlen zu den am häufigsten eingesetzten Maßnahmen zur Aktivierung von Arbeitslosengeld-II-Empfängern. Sie sollen als ultima ratio eingesetzt werden, um die Beschäftigungschancen von arbeitsmarktfernen Teilnehmern zu erhöhen. Der aktuelle Forschungsstand legt allerdings nahe, dass ihr Erfolg hinsichtlich der Reintegration von Leistungsempfängern in den ersten Arbeitsmarkt vergleichsweise gering ist. Dies rechtfertigt unseres Erachtens, auch einmal die anderen Zielsetzungen dieser Maßnahme in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen. In diesem Beitrag wird insbesondere die Verbesserung der sozialen Integration der Maßnahmeteilnehmer im Vordergrund stehen, die wir anhand repräsentativer Umfragedaten zur subjektiven Beurteilung von Ein-Euro-Jobs untersuchen. Dabei hat sich gezeigt, dass es tatsächlich gerade die durch die Maßnahme ermöglichte Verbesserung der sozialen Integration ist, die von den Betroffenen besonders positiv beurteilt wird. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass andere Zielsetzungen, wie insbesondere der Einsatz zur Überprüfung der Arbeitsbereitschaft, diese positiven Effekte der Ein-Euro-Jobs konterkarieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Governance des Einkommensmix: Geringfügige Beschäftigung im ALG-II-Bezug (2012)
Zitatform
Dingeldey, Irene, Peter Sopp & Alexandra Wagner (2012): Governance des Einkommensmix: Geringfügige Beschäftigung im ALG-II-Bezug. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 65, H. 1, S. 32-40. DOI:10.5771/0342-300X-2012-1-32
Abstract
"Ein wachsender Anteil der ALG-II-Beziehenden übt einen Minijob aus. Der Beitrag liefert eine Analyse der Erwerbs- und Lebenssituation dieser Personengruppe mit Daten des Panels 'Arbeitsmarkt und soziale Sicherung' (PASS). Es wird gezeigt, dass Minijobber im SGB II im Vergleich zu geringfügig Beschäftigten ohne aufstockenden ALG-II-Bezug niedrigere Verdienste (monatlich wie auch pro Stunde) sowie längere Arbeitszeiten haben und damit einer spezifischen Lohndiskriminierung unterliegen. Die Daten legen nahe, dass Minijobs nur für einen relativ kleinen Teil der Betroffenen eine 'Brückenfunktion' hin zu Existenz sichernden Beschäftigungsverhältnissen haben und letztlich aus dem Transferbezug herausführen. Minijobs scheinen längerfristig eher von ALG-II-Beziehenden mit geringen (subjektiven) Ausstiegschancen aus dem Transferbezug ausgeübt zu werden, um die finanzielle Situation der Bedarfsgemeinschaft zu verbessern. Die Betroffenen fühlen sich stark depriviert und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen. Reformvorschläge sollten daher weniger auf die 'Anreizfunktion' der Freibetragsgrenzen zielen als vielmehr auf eine Verbesserung von Qualifikation, um den Übergang in reguläre Beschäftigung zu fördern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Impact of benefit sanctions on unemployment outflow: evidence from German survey data (2012)
Hillmann, Katja; Hohenleitner, Ingrid;Zitatform
Hillmann, Katja & Ingrid Hohenleitner (2012): Impact of benefit sanctions on unemployment outflow. Evidence from German survey data. (HWWI research paper 129), Hamburg, 30 S.
Abstract
"Similar to many other European countries, Germany's unemployment policy made a paradigm shift towards activation policy with a tightened monitoring and sanction regime. In our analysis, we examine the impact of benefit sanctions on the probability of getting employed or leaving the labor force. Using a mixed proportional hazard model, we draw causal inference of sanction enforcement on unemployment exit hazards. Based on a survey sample, covering the first three years after implementation of the 'Hartz IV' law in 2005, we find evidence for a positive impact of sanctions on getting employed, but also on leaving the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Soziale Teilhabe durch geförderte Beschäftigung?: das Beispiel des Beschäftigungszuschusses (2012)
Hirseland, Andreas; Ramos Lobato, Philipp; Ritter, Tobias;Zitatform
Hirseland, Andreas, Philipp Ramos Lobato & Tobias Ritter (2012): Soziale Teilhabe durch geförderte Beschäftigung? Das Beispiel des Beschäftigungszuschusses. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 65, H. 2, S. 94-102., 2010-10-18. DOI:10.5771/0342-300X-2012-2-94
Abstract
"Der 2007 eingeführte Beschäftigungszuschuss (§ 16e SGB II) ergänzte das Förderinstrumentarium des SGB II um eine Maßnahme für besonders schwer vermittelbare Langzeiterwerbslose. Während die Beschäftigungsförderung des SGB II vorrangig auf die Eingliederung der Leistungsempfänger in den ersten Arbeitsmarkt zielt, setzt dieses auch als 'Job-Perspektive' bekannte Arbeitsmarktinstrument deutlich andere Akzente. Mit der staatlichen Förderung von längerfristigen, ggf. sogar dauerhaften Arbeitsverhältnissen gewinnen sozialpolitische, über bloße Aktivierungsstrategien hinausweisende Zielsetzungen an Gewicht. So sollen mit Langzeiterwerbslosigkeit verbundene Ausgrenzungsrisiken überwunden und die Teilhabechancen schwer vermittelbarer Hilfebezieher nachhaltig gestärkt werden, weswegen das Instrument auch als Modellfall einer stärker sozialpolitisch ausgerichteten Arbeitsmarktpolitik gesehen werden kann. Unter Rückgriff auf qualitative Daten zeigt der Beitrag, ob und unter welchen Voraussetzungen sich die Teilhabechancen dieser Zielgruppe durch die geförderte Erwerbsintegration erweitern lassen. Als entscheidend erweist sich die Veränderung des institutionellen wie des empfundenen sozialen Status und die daran anknüpfende relative Unabhängigkeit sowohl von Transferleistungen als auch von den Aktivierungsanforderungen der Grundsicherungsträger. Einschränkungen der wahrgenommenen sozialen Teilhabe zeigen sich dementsprechend insbesondere bei denjenigen, die nach wie vor auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen bleiben. Die präsentierten Befunde und Beobachtungen verweisen darauf, dass geförderte Beschäftigung prinzipiell zur Stärkung sozialer Teilhabe beitragen kann, dabei jedoch den jeweiligen strukturellen Rahmenbedingungen des Förderinstruments, etwa der Förderdauer und der Form der materiellen Leistungsgewährung, entscheidende Bedeutung zukommt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Ramos Lobato, Philipp; -
Literaturhinweis
Zwischen "Hartz IV" und geförderter Beschäftigung: Positionierung und Teilhabeerleben im reformierten Sozialstaat (2012)
Hirseland, Andreas; Ramos Lobato, Philipp;Zitatform
Hirseland, Andreas & Philipp Ramos Lobato (2012): Zwischen "Hartz IV" und geförderter Beschäftigung. Positionierung und Teilhabeerleben im reformierten Sozialstaat. In: M. Bereswill, C. Figlestahler, L. Y. Haller, M. Perels & F. Zahradnik (Hrsg.) (2012): Wechselverhältnisse im Wohlfahrtstaat : Dynamiken gesellschaftlicher Justierungsprozesse, S. 273-291, 2012-06-01.
Abstract
Der Beitrag geht der Frage nach, inwiefern sich die institutionelle Neupositionierung von Hilfebedürftigen und die daran anschließende Praxis auf deren Teilhabe- oder Ausgrenzungserleben auswirken. "Um die These der (Neu-)Positionierung zu plausibilisieren, werden zunächst Systematik und Logik der Reform der Grundsicherung skizziert (1). Vor diesem Hintergrund befasst sich der anschließende Abschnitt mit den daraus resultierenden Teilhaberestriktionen und möglichen Exklusionsrisiken von Langzeitarbeitslosen, denen mit dem 2007 eingeführten Beschäftigungszuschuss (§ 16e SGB II) begegnet werden sollte (2). Der dritte Abschnitt präsentiert sodann empirische Ergebnisse einer qualitativen Studie zu Teilhabechancen und -defiziten, die mit verschiedenen Formen des 'Förderns und Forderns' einhergehen. Diese werfen die Frage nach einer adäquaten Ausgestaltung gleichermaßen reziprozitärer wie teilhabesichernder Sozial- und Arbeitsmarktpolitik auf. Eine der Hauptbedingungen hierfür ist eine Ausgestaltung, welche Stigmatisierungsprozessen, vor allem auch auf der Ebene des subjektiv erlebten Status von Leistungsbeziehern, vorbeugt (3). Dafür, so das Fazit, bedürfte es einer konzeptuellen Ausrichtung, die weniger einer Philosophie des Misstrauens folgt, sondern den Leistungsempfängern mehr 'moralischen Kredit' einräumt und Maßnahmen entsprechend ausrichtet (4)." (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Ramos Lobato, Philipp; -
Literaturhinweis
Effectiveness of One-Euro-Jobs: Do programme characteristics matter? (2012)
Zitatform
Hohmeyer, Katrin (2012): Effectiveness of One-Euro-Jobs: Do programme characteristics matter? In: Applied Economics, Jg. 44, H. 34, S. 4469-4484., 2011-05-23. DOI:10.1080/00036846.2011.591734
Abstract
"Nach ihrer Einführung im Jahre 2005 haben Ein-Euro-Jobs sich zu dem meist verwendeten Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Arbeitslosengeld II-Bezieher entwickelt. In ihrer Gestaltung besteht Spielraum für lokale Akteure, um auf regionale und individuelle Besonderheiten der Arbeitslosen einzugehen. Dieses Papier untersucht mit Hilfe von administrativen Daten zum einen die mittelfristigen Wirkungen von Ein-Euro-Jobs auf die Beschäftigungschancen von Teilnehmern, die im Frühjahr 2005 einen Ein-Euro-Job begonnen haben, und zum anderen, wie das Programmdesign die Effektivität beeinflusst. Erstens werden für verschiedene Typen von Ein-Euro-Jobs nach geplanter Dauer und Wochenstundenzahl die Effekte im Vergleich zu einer Nicht-Teilnahme ('waiting') geschätzt. Anschließend werden die verschiedenen Typen paarweise verglichen, um Programm- und Selektionseffekte trennen zu können.
Längere Programme weisen - wie erwartet - höhere Einsperreffekte auf, während dies für zeitintensivere Programme nicht der Fall ist. Die mittelfristigen Effekte hängen von der jeweiligen betrachteten Gruppe ab: Männern in Ostdeutschland hilft eine Teilnahme nicht, und längere und intensivere Programme reduzieren sogar ihre Beschäftigungschancen. Für westdeutsche Männer und Frauen haben Ein-Euro-Jobs leicht positive Effekte und längere Programme haben mittelfristig sogar etwas höhere Beschäftigungseffekte. Die Vorteile kürzerer Teilnahmen verlieren mittelfristig an Bedeutung." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsgelegenheiten im SGB II: Zwei Varianten mit unterschiedlicher Wirkung (2012)
Zitatform
Hohmeyer, Katrin & Joachim Wolff (2012): Arbeitsgelegenheiten im SGB II: Zwei Varianten mit unterschiedlicher Wirkung. (IAB-Kurzbericht 09/2012), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Arbeitsgelegenheiten sollen arbeitsmarktferne Arbeitslosengeld-II-Bezieher wieder an den Arbeitsmarkt heranführen. Wie sie tatsächlich auf die Beschäftigungschancen der Geförderten wirken, zeigt die Studie für die zwei unterschiedlich ausgestalteten Varianten des Instruments. Die Effekte der Mehraufwandsvariante (Ein-Euro-Jobs) und die der Entgeltvariante werden für verschiedene Personengruppen untersucht und verglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Durchschnittliche Beschäftigungseffekte von Ein-Euro-Jobs und Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante im Vergleich zur Nicht-Teilnahme – Ostdeutschland
- Durchschnittliche Beschäftigungseffekte von Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante im Vergleich zu Ein-Euro-Jobs – Ostdeutschland
- Durchschnittliche Beschäftigungseffekte von Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante im Vergleich zu Ein-Euro-Jobs – Westdeutschland
- Durchschnittliche Beschäftigungseffekte von Ein-Euro-Jobs und Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante im Vergleich zur Nicht-Teilnahme – Westdeutschland
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Literaturhinweis
A fistful of Euros: Is the German one-euro job workfare scheme effective for participants? (2012)
Zitatform
Hohmeyer, Katrin & Joachim Wolff (2012): A fistful of Euros: Is the German one-euro job workfare scheme effective for participants? In: International journal of social welfare, Jg. 21, H. 2, S. 174-185., 2011-05-09. DOI:10.1111/j.1468-2397.2011.00830.x
Abstract
"Welfare reforms have constituted a major policy issue in many OECD countries in recent decades. In Germany, a major reform in 2005 emphasised the activation of welfare recipients and introduced a workfare programme - 'One-Euro Jobs' - on a large scale. In the present study, the impact of one-euro jobs on the employment prospects of different groups of participants was estimated. The analysis was conducted on a large sample of welfare recipients using propensity score matching. The sample of one-euro job participants and other welfare recipients was drawn from administrative records comprising all those who started their participation in the programme in early 2005. Our results showed that participation slightly improved the medium-term employment prospects for women but not for men. Participation reduced the employment rate of participants younger than 25 years but raised it for some of the older participant groups. In conclusion, one-euro jobs are effective for participants who have been jobless for several years but ineffective for participants who were recently employed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zielsteuerung im SGB II in NRW: Verbesserung der Leistungsprozesse und Eingliederungsstrategien (2012)
Icking, Maria; Philipps, Verena;Zitatform
Icking, Maria & Verena Philipps (2012): Zielsteuerung im SGB II in NRW. Verbesserung der Leistungsprozesse und Eingliederungsstrategien. In: GIB-Info H. 3, S. 14-20.
Abstract
"Im Rahmen des 'Gesetzes zur Weiterentwicklung der Organisation der Grundsicherung für Arbeitsuchende' vom 3. August 2010 wurde ein umfassendes Zielvereinbarungssystem eingeführt. Den Ländern kommt hierbei eine neue Rolle als Zielvereinbarungspartner des Bundesarbeitsministeriums einerseits und der Kommunen andererseits zu. Wie die Steuerung durch Zielvereinbarungen im Bereich der Grundsicherung in Nordrhein-Westfalen organisiert ist und mit welchem Steuerungsverständnis die Beteiligten, insbesondere das Arbeitsministerium Nordrhein-Westfalen und ausgewählte Jobcenter an die Umsetzung des SGB II gehen, soll der folgende Beitrag zeigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluation des Modellprojekts "Aufbau, Erprobung und Weiterentwicklung von Angebotsformen des Selbstvermittlungscoachings im SGB II": Endbericht (2012)
Zitatform
Slomka, Christine (2012): Evaluation des Modellprojekts "Aufbau, Erprobung und Weiterentwicklung von Angebotsformen des Selbstvermittlungscoachings im SGB II". Endbericht. Duisburg, 97 S.
Abstract
"Eine Kernaufgabe im Rahmen der arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen ist die Arbeitsvermittlung. Nur etwa jede zehnte Erwerbsintegration von Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II geht jedoch auf die direkte Vermittlungstätigkeit der Grundsicherungsstellen zurück. Ein Hintergrund dafür ist unter anderem, dass Betriebe die Arbeitsverwaltung nur bei einem Teil ihrer offenen Stellen in die Personalsuche mit einbeziehen und Statistiken zufolge immer häufiger auf Initiativ-Bewerbungen oder Kontakte ihrer Beschäftigten zurückgreifen. Auf diese Weise gewinnt ein 'verdeckter Arbeitsmarkt' an Bedeutung, der nicht über veröffentlichte Stellenannoncen erschlossen ist. Hier setzte das Modellprojekt an, dessen wissenschaftliche Begleitung und Evaluation das IAQ übernommen hat. Im Projekt wurden zwei Methoden des 'Selbstvermittlungscoachings' erprobt: Die Methode des 'Vermittlungscoaching' (VC) sowie die Methode des 'Life-Work-Planning' (LWP). Die wissenschaftliche Begleitung untersuchte die organisatorische Umsetzung der beiden Methoden an den vier Standorten und analysierte vergleichend die Erfolge und Wirkungen der beiden Methoden in Bezug auf die genannten Ziele." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluation von Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante im Jobcenter München (2012)
Zitatform
Koch, Susanne & Michael Fertig (2012): Evaluation von Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante im Jobcenter München. (IAB-Forschungsbericht 01/2012), Nürnberg, 70 S.
Abstract
"Mit Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante (AGH-MAE, auch: Ein-Euro-Jobs oder Zusatzjobs) sollen nach der Vorstellung des Gesetzgebers erwerbsfähige Leistungsberechtigte im SGB II gefördert werden, die mit anderen Mitteln nicht (mehr) in reguläre Beschäftigung integriert werden können. Die Studie, die im Auftrag des Jobcenters München entstanden ist, evaluiert die Wirkungen von Arbeitsgelegenheiten in München hinsichtlich ihres Effekts auf die individuellen Beschäftigungschancen der Teilnehmer/innen sowie der Wahrscheinlichkeit, Leistungen des SGB II zu beziehen. Grundlage sind administrative Daten der BA, die mittels eines statistischen Vergleichsgruppenansatzes ('propensity score matching') analysiert werden. Empirisch zeigt sich, dass nicht ausschließlich relativ arbeitsmarktferne Personen in Zusatzjobs zugewiesen werden. Die Beschäftigungschancen der Teilnehmer/innen am ersten Arbeitsmarkt sind statistisch signifikant schlechter als die vergleichbarer Nicht-Teilnehmer/innen, was sich zudem in einem signifikanten höheren Leistungsbezug nach SGB II niederschlägt. Des Weiteren schneiden Teilnehmer/innen in AGH, die durch die Stadt München kofinanziert wurden, hinsichtlich beider Ergebnisindikatoren signifikant schlechter ab als solche in Maßnahmen ohne Kofinanzierung. Dies kann zumindest teilweise auf die besonders ausgeprägte Positivauswahl bei kofinanzierten Maßnahmen zurückgeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Öffentlich geförderte Beschäftigung: Integration und Teilhabe für Langzeitarbeitslose (2012)
Zitatform
Koch, Susanne & Peter Kupka (2012): Öffentlich geförderte Beschäftigung. Integration und Teilhabe für Langzeitarbeitslose. (WISO Diskurs), Bonn, 39 S.
Abstract
"In ihrem Beitrag untersuchen die Autorin und der Autor die Möglichkeiten und Grenzen der Maßnahmen öffentlich geförderter Beschäftigung bei der Integration von Langzeitarbeitslosen. Sie geben zunächst einen Überblick über die verschiedenen Maßnahmen, wobei zwischen Beschäftigung begleitenden und Beschäftigung schaffenden Maßnahmen zu unterscheiden ist. Der folgende Abschnitt enthält Ergebnisse zu den Wirkungen der verschiedenen Maßnahmen. Dabei sind die Analysen zur Integrationswirkung weiter vorangeschritten als die zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und zur sozialen Stabilisierung. Die bisherigen Evaluationsergebnisse und weitere ökonomische Überlegungen geben Anlass zur Skepsis, ob öffentlich geförderte Beschäftigung in großem Umfang zum Marktersatz dienen kann. Anschließend beschreiben die Autorin und der Autor die Zielgruppe, die sich im SGB II durch eine große Heterogenität auszeichnet. Auf dieser Basis entwerfen sie weiter ein abgestuftes Konzept öffentlich geförderter Beschäftigung, das den Bedürfnissen von Personen entsprechen soll, die unterschiedliche Problemlagen und damit eine unterschiedliche Nähe zum Arbeitsmarkt haben. Der Beitrag soll die Diskussion auf die unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Betroffenen fokussieren und wegführen von der teilweise zu beobachtenden Verengung auf einzelne Maßnahmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Förderung von Frauen im SGB II: Orientierung an alten Rollenmustern? (2012)
Zitatform
Kopf, Eva & Cordula Zabel (2012): Förderung von Frauen im SGB II: Orientierung an alten Rollenmustern? In: IAB-Forum H. 1, S. 38-45., 2012-06-20. DOI:10.3278/IFO1201W038
Abstract
"Bei arbeitsmarktpolitischen Aktivierungsmaßnahmen ist häufig zu beobachten, dass Frauen und Männer unterschiedlich stark gefördert werden. So nehmen Frauen seltener an einer betrieblichen Trainingsmaßnahme teil als Männer. Zudem gibt es Unterschiede zwischen Singles und Paaren. Die Frage ist, ob Aktivierungsstrategien für Frauen mit Partner die frühere Arbeitsteilung im Haushalt widerspiegeln - oder ob im Gegenteil Frauen aus Haushalten mit ehemals traditioneller Arbeitsteilung besonders stark gefördert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Anforderungen an eine Beratungskonzeption für die Grundsicherung für Arbeitsuchende: Positionen der Bundesagentur für Arbeit (2012)
Kostka, Beate; Staible, Andreas;Zitatform
Kostka, Beate & Andreas Staible (2012): Anforderungen an eine Beratungskonzeption für die Grundsicherung für Arbeitsuchende. Positionen der Bundesagentur für Arbeit. In: W. R. Wendt (Hrsg.) (2012): Beratung und Case-Management : Konzepte und Kompetenzen, S. 129-133.
Abstract
"Die Darstellung gibt den Stand der Beratungskonzeption der Bundesagentur für Arbeit für die Grundsicherung für Arbeitsuchende wieder. Das Konzept umfasst im Wesentlichen drei Ebenen: (1) Ausgestaltung von Beratung als Prozess, (2) Einsatz von Methoden und Techniken, (3) Herausarbeiten von für die Beratung förderlichen Werten und Handlungsprinzipien. Das Beratungskonzept wird gegenwärtig im Rahmen einer Erprobungsphase an zwei Standorten (den Jobcentern Dortmund und Gotha) eingeführt und sowohl extern als auch intern evaluiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zentralisierung versus Kommunalisierung? Die Reform der Trägerschaft im SGB II (2012)
Zitatform
Kupka, Peter & Philipp Ramos Lobato (2012): Zentralisierung versus Kommunalisierung? Die Reform der Trägerschaft im SGB II. (IAB-Stellungnahme 03/2012), Nürnberg, 13 S.
Abstract
"Seit der Einführung des Zweiten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB II) wird die Frage kontrovers diskutiert, welche der beiden zentralen Trägermodelle - die Arbeitsgemeinschaften oder die Optionskommunen - die Aufgaben und Zielsetzungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende besser umsetzen. Die gemäß § 6c SGB II durchgeführte Evaluation der Trägerschaft gibt hierauf jedoch keine eindeutige Antwort. Vielmehr fallen die Ergebnisse des Leistungsvergleichs ambivalent aus und zeigen jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile der beiden Umsetzungsvarianten auf. Hinsichtlich des übergeordneten Ziels des SGB II, der Überwindung von Hilfebedürftigkeit durch die Integration in Beschäftigung, haben die ARGEn einen klaren Vorteil. Die kommunalen Träger weisen dagegen Vorzüge beim Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und der sozialen Stabilisierung von SGB-II-Leistungsempfängern auf. Insgesamt machen die Befunde jedoch deutlich, dass die wesentlichen Differenzen zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Grundsicherungsstellen innerhalb der einzelnen Modelle und nicht zwischen den beiden Trägermodellen zu suchen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Ramos Lobato, Philipp; -
Literaturhinweis
Übergänge von Arbeitslosen und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (2012)
Lantzsch, Jana; Jasiczek, Diana;Zitatform
Lantzsch, Jana & Diana Jasiczek (2012): Übergänge von Arbeitslosen und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. (Methodenbericht der Statistik der BA), Nürnberg, 72 S.
Abstract
"Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine integrierte Auswertung zum Übergang aus Hilfebedürftigkeit und Arbeitslosigkeit in Beschäftigung entwickelt. Es wird festgestellt, wie viele erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Arbeitslosengeld II-Empfänger) und wie viele Arbeitslose innerhalb eines Monats eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen. Die Übergangszahlen werden auf den Ausgangsbestand bezogen und so Übergangsraten berechnet; das ermöglicht unverzerrte intertemporale und regionale Vergleiche. Die Übergangsraten werden auf Trägerbezirks-, Bundeslands- und Bundesebene für die Arbeitslosen der Rechtskreise SGB III und SGB II und für erwerbsfähige Leistungsberechtigte ausgewiesen. 2008 wurde erstmals ein Methodenbericht mit Ergebnissen für den Zeitraum Juli 2006 bis Juni 2007 vorgelegt. Seither erfolgte jährlich eine Aktualisierung. Im vorliegenden Methodenbericht werden Ergebnisse vom Zeitraum Juli 2010 bis Juni 2011 dargestellt. Übergänge in geringfügig entlohnte Beschäftigung werden in dieser Analyse nicht betrachtet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nachhaltigkeit der Integrationen: Methodik und ausgewählte empirische Ergebnisse (2012)
Lorenz, Sebastian;Zitatform
Lorenz, Sebastian (2012): Nachhaltigkeit der Integrationen. Methodik und ausgewählte empirische Ergebnisse. (Methodenbericht der Statistik der BA), Nürnberg, 18 S.
Abstract
"Nach §48a SGB II ist die Erstellung von Kennzahlen zum Zweck der Feststellung und Förderung der Leistungsfähigkeit der örtlichen Aufgabenwahrnehmung der Grundsicherung für Arbeitsuchende vorgesehen. Eines der Ziele nach §48a SGB II, für die Kennzahlen festzulegen sind, ist die Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit. Die Ergänzungsgröße 'Nachhaltigkeit der Integrationen' soll dabei das Bemühen der Jobcenter abbilden, erwerbsfähige Hilfebedürftige dauerhaft in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu integrieren.
Die Ergänzungsgröße ist in der Rechtsverordnung 5 Abs. 2 Nr. 3 zu Kennzahlen nach § 48a definiert. Der vorliegende Methodenbericht beschreibt das Messkonzept für die Ergänzungsgröße 'Nachhaltigkeit der Integrationen' und stellt ausgewählte empirische Ergebnisse dar." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Lebenslagen im SGB-II-Bezug (2012)
Zitatform
Rudolph, Helmut, Lena Koller & Torsten Lietzmann (2012): Lebenslagen im SGB-II-Bezug. In: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2012): Sozialbericht NRW 2012 : Armuts- und Reichtumsbericht, S. 242-284.
Abstract
"Dieses Vertiefungskapitel behandelt Aspekte der Bedürftigkeit von Menschen, die in Nordrhein-Westfalen auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende angewiesen sind. ...In Kapitel VI.2 wird der Zusammenhang zwischen den sich nur langsam ändernden Strukturen der Hilfebedürftigkeit und der Dynamik der Entstehung und Überwindung der Hilfebedürftigkeit in unterschiedlichen Lebenslagen herausgestellt. Kapitel VI.3 beschreibt aus einer Längsschnittperspektive die Überwindung der Bedürftigkeit und die Dauer des Leistungsbezugs in ihrer Abhängigkeit von Lebenslagen und Familiensituation der Bedarfsgemeinschaften. Hier wird unter anderem auch der Frage nachgegangen, wie stabil Ausstiege aus dem Leistungsbezug bzw. wie hoch die Rückkehrquoten sind. Zudem wird ein Blick auf die Arbeitsaufnahmen aus dem SGB-II-Bezug geworfen. In Kapitel VI.4 werden die bisherigen Erwerbs- und Leistungsbiografien der Leistungsbezieher/-innen betrachtet. Kapitel VI.5 kontrastiert Leistungsberechtigte im verfestigten Langzeitbezug mit denen im Kurzzeitbezug. In Kapitel VI.6 werden Bedarfe, Leistungen und Haushaltseinkommen sowie die Wohnsituation als Indikatoren der Lebenslagen der Bedarfsgemeinschaften in der Grundsicherung ausgewertet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bewährung der Grundsicherung in der Beschäftigungskrise und Reformdiskussion (2012)
Zitatform
Steinke, Joß & Ulrich Walwei (2012): Bewährung der Grundsicherung in der Beschäftigungskrise und Reformdiskussion. In: W. Hanesch & H. Fukawa (Hrsg.) (2012): Das letzte Netz sozialer Sicherung in der Bewährung : ein deutsch-japanischer Vergleich, S. 293-316.
Abstract
"Mehr als fünf Jahre nach der Einführung des SGB II legt der Beitrag eine auf Forschungsbefunden gestützte Bestandsaufnahme vor, die am aktuellen Rand auch erste Erfahrungen mit einer Phase des wirtschaftlichen Abschwungs einschließt. Der Beitrag beginnt mit einer Darstellung der wichtigen Fakten. Dazu gehören die Entwicklung, die Strukturen und die Dynamik des Hilfebezugs im SGB II. Im Anschluss geht es um die bisher vorliegenden Erkenntnisse zu den Instrumenten und Dienstleistungen im SGB II, also der Frage was funktioniert und gewirkt hat und was eher weniger. Ein zentrales Element des Reformpaketes 'Hartz IV' ist die Aktivierung der Hilfebedürftigen. Aus diesem Grund soll genauer darauf eingegangen werden, zu welchen Zugeständnissen Leistungsbezieher bereit sind, um eine Beschäftigung zu bekommen. Rechnung trägt der Beitrag auch der beträchtlichen Heterogenität der Hilfebedürftigen. Sie kommt u.a. darin zum Ausdruck, dass in einem nennenswerten Umfang Erwerbstätige mit einem nicht Existenz sichernden Einkommen zu den Empfängern des Arbeitslosengelds II gehören. Diesem im politischen Raum kontrovers diskutierten Themenfeld wird ein weiterer Abschnitt gewidmet. Vor dem Fazit soll schließlich die von der neuen Bundesregierung in Aussicht gestellte Reformagenda diskutiert und die damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen erörtert werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Extra-vertragliche Zumutungen im New Public Contractualism: die doppelte Logik der Eingliederungsvereinbarung und die Rechtsstellung des Klienten im Sozialgesetzbuch II (2012)
Weinbach, Christine;Zitatform
Weinbach, Christine (2012): Extra-vertragliche Zumutungen im New Public Contractualism. Die doppelte Logik der Eingliederungsvereinbarung und die Rechtsstellung des Klienten im Sozialgesetzbuch II. In: Der moderne Staat, Jg. 5, H. 2, S. 377-399.
Abstract
"Der Beitrag bemüht sich um eine institutionalistische Perspektive auf den subordinationsrechtlichen Status des Klienten bzw. der Klientin im Rechtskreis des SGB II, indem er den Verwaltungsvertrag Eingliederungsvereinbarung, über den die Integration des Klienten bzw. der Klientin in den Arbeitsmark gesteuert werden soll, als ein Regulationssystem im New Public Contracting begreift. Aus dieser Perspektive gilt der subordinationsrechtliche Status des Klienten bzw. der Klientin als konstitutiver Bestandteil eines doppelgleisigen Regulationssystems, das aus einem administrativen Vertragsrahmen aus Zielvereinbarungen und aus einer Sozialvertragsbeziehung0 zwischen Behörde und Klienten bzw. Klientin besteht. In der Interaktion zwischen Integrationsfachkraft und Klient bzw. Klientin treffen somit Erwartungen aus zwei unterschiedlichen Verwaltungskontexten aufeinander, die bei der gemeinsamen Auswahl einer Eingliederungsleistung zur Deckung gebracht werden müssen. Dabei muss sichergestellt sein, dass die administrative Zielsetzung nicht aus dem Blick gerät und auch notfalls gegen die Einwilligung des Klienten bzw. der Klientin an diesen bzw. diese adressiert werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Strukturen der Arbeitslosigkeit (2012)
Zirra, Sascha;Zitatform
Zirra, Sascha (2012): Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Strukturen der Arbeitslosigkeit. Nürnberg, 29 S.
Abstract
"Als Sockelarbeitslosigkeit kann die verbleibende Arbeitslosigkeit in konjunkturstarken Phasen gelten. Sie stieg in Deutschland bis zur Jahrtausendwende immer weiter an. Seit den Arbeitsmarktreformen der 2000er Jahre geht sie jedoch deutlich zurück.
- In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Arbeitslosen um ein Fünftel gesunken. Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit war sogar noch stärker: Ihr Bestand hat im gleichen Zeitraum um zwei Fünftel abgenommen.
- Die kurzfristige Übergangsarbeitslosigkeit und der Umschlag in der Arbeitslosigkeit haben sich dagegen erhöht.
- Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben in den vergangenen Jahren im SGB III erheblich stärker abgenommen als im SGB II. In der Folge stieg der Anteil der SGB II-Arbeitslosen am Bestand aller Arbeitslosen.
- Das SGB III stellt nur ein Drittel der Arbeitslosen - macht aber zwei Drittel aller Beschäftigungsaufnahmen Arbeitsloser am ersten Arbeitsmarkt aus.
- Während die Arbeitslosigkeit im SGB III zunehmend von kurzfristiger Übergangsarbeitslosigkeit gekennzeichnet ist, bleiben die Strukturen im SGB II schwierig und die durchschnittliche Dauer vergleichsweise hoch.
- Vor allem ein Faktor erhöht die Wahrscheinlichkeit von Arbeitslosigkeit im SGB II: eine fehlende berufliche Qualifikation, hinter der häufig weitere soziale und individuelle Defizite stehen.
- Steigende Abgangschancen in Beschäftigung gehen im SGB II auch mit steigenden Zugangsrisiken von Menschen einher, deren Integration in den ersten Arbeitsmarkt nicht auf Dauer gelingt. Oft deckte das erzielte Einkommen auch zuvor nicht den Lebensunterhalt des Haushalts und diese Personen haben schon während der Beschäftigung ergänzend Arbeitslosengeld II bezogen.
- Maßgeblich für die günstige Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung ist der Zuwachs sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, der in beiden Rechtskreisen die Chancen deutlich erhöht hat, durch Aufnahme einer Beschäftigung die Arbeitslosigkeit zu beenden.
- Dass so viele Arbeitslosengeld II-Empfänger nicht arbeitslos sind, liegt daran, dass sie z.B. erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, selbst noch zur Schule gehen oder an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Erfahrungen mit Hartz IV-Empfängern: eine Befragung von Unternehmen aus den Branchen Gastronomie, Pflege und Handwerk (2012)
Abstract
"Viele Branchen in Deutschland klagen derzeit über einen Mangel an Arbeitskräften. Insbesondere in den Branchen Pflege, Handwerk und Gastronomie könnte ein Teil dieses Bedarfs mit Hilfe von Hartz IV-Empfängern gedeckt werden. Die Bundesagentur für Arbeit versucht, Arbeitgeber mit der Kampagne 'Ich bin gut' auf dieses Potential aufmerksam zu machen und Vorurteile gegenüber Hartz IV-Empfängern abzubauen.
Vor diesem Hintergrund beauftragte die Bundesagentur für Arbeit das Institut für Demoskopie Allensbach mit einer Befragung von Unternehmen aus den Branchen Pflege, Handwerk und Gastronomie, die in den letzten 5 Jahren einen oder mehrere Hartz IV-Empfänger eingestellt haben. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Erfahrungen, die Betriebe mit Hartz IV-Empfängern gemacht haben. Darüber hinaus sollte untersucht werden, wie die Arbeitsleistung ehemaliger Leistungsbezieher beurteilt wird, wie deren Qualifikation und Motivation, und ob die befragten Betriebe erneut Hartz IV-Empfänger einstellen würden.
Der Untersuchungsbericht stützt sich auf insgesamt 306 telefonische Interviews (CATI), die zwischen dem 18. September und 11. Oktober 2012 durchgeführt wurden. Die Stichprobe ist repräsentativ für Unternehmen und Betriebe aus den Branchen Pflege, Handwerk und Gastronomie mit wenigstens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die in den letzten 5 Jahren einen Hartz IV-Empfänger eingestellt haben. Es werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassend dargestellt. Im Anhang sind die Ergebnisse aller Fragen für die Befragten insgesamt sowie für ausgewählte Teilgruppen ebenso dokumentiert wie die Fragen im Wortlaut sowie nähere Angaben zu den Untersuchungsdaten und zur Zusammensetzung der Stichprobe." (Textauszug, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Jahresbericht 2011 / Bundesagentur für Arbeit: Grundsicherung für Arbeitsuchende. Aufschwung nutzen, Potenziale erschließen. Zahlen, Daten, Fakten (2012)
Zitatform
(2012): Jahresbericht 2011 / Bundesagentur für Arbeit. Grundsicherung für Arbeitsuchende. Aufschwung nutzen, Potenziale erschließen. Zahlen, Daten, Fakten. (Grundsicherung für Arbeitsuchende. Jahresbericht), Nürnberg, 50 S.
Abstract
Die günstige konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2011 wirkte sich positiv auf den Bereich der Grundsicherung nach SGB II aus. Im Jahresdurchschnitt 2011 wurden mit 2,08 Millionen so wenige arbeitslose Menschen im Rechtskreis SGB II betreut wie nie zuvor seit Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Jahr 2005. Im Einzelnen thematisiert der Jahresbericht folgende Schwerpunkte: Struktur der Leistungsempfänger, Weiterentwicklung der Organisation in der Grundsicherung für Arbeitsuchende, Geschäftspolitische Ziele und deren Umsetzung, Qualitätssicherung, Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Leistungsspektrum, Missbrauch, Sanktionen), Finanzen und Personal sowie Zusammenarbeit und Netzwerkarbeit in der Grundsicherung. Zu den geschäftspolitischen Zielen gehören insbesondere die Förderung von Jugendlichen und Alleinerziehenden sowie die Erhöhung des Fachkräftepotenzials. Aufgabe der Qualitätssicherung im Bereich der Grundsicherung ist es, möglichst kundenfreundliche, wirksame und wirtschaftliche Dienstleistungen zu erbringen. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktvermittelte Abgänge aus der Grundsicherung: der Einfluss von personen- und haushaltsgebundenen Barrieren (2011)
Zitatform
Achatz, Juliane & Mark Trappmann (2011): Arbeitsmarktvermittelte Abgänge aus der Grundsicherung. Der Einfluss von personen- und haushaltsgebundenen Barrieren. (IAB-Discussion Paper 02/2011), Nürnberg, 41 S.
Abstract
"Diese Studie untersucht auf der Grundlage der ersten Befragungswelle der IAB-Panelerhebung 'Arbeitsmarkt und soziale Sicherung' (PASS), welche Faktoren mit Abgängen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende in eine Erwerbstätigkeit assoziiert sind. Im Mittelpunkt steht zum einen die Frage, wie der Haushaltskontext die Chance von Frauen und Männern beeinflusst, die Grundsicherung über den Arbeitsmarkt beenden zu können. Zum anderen wird die Prävalenz von multiplen Vermittlungshemmnissen und deren Einfluss auf die Abgangschancen betrachtet. Es finden sich sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So unterscheiden sich allein lebende Frauen und Männer und auch solche in Partner-Bedarfsgemeinschaften ohne Kinder nicht hinsichtlich ihrer Chancen auf Erwerbsarbeit, die ein Einkommen über der Bedürftigkeitsgrenze ermöglicht. Kinder jedoch erschweren die Arbeitsmarktbeteiligung von Müttern, während sie für Väter in Partner-Bedarfsgemeinschaften den Abgang aus der Grundsicherung in den Arbeitsmarkt begünstigen. Betrachtet man die Prävalenz von mehrfachen Arbeitsmarkthemmnissen, so sind vor allem gesundheitliche Einschränkungen und ein höheres Lebensalter häufig auftretende Kombinationen, insbesondere in der Verbindung mit einem bereits lange andauernden Bezug von Arbeitslosengeld II. Sozialpolitisch brisant ist vor allem der Befund, dass sich im Falle der Kumulation von Hemmnissen mit jedem zusätzlichen Risiko die Übergangswahrscheinlichkeit nahezu halbiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
