Kurzarbeit
Während der Wirtschaftskrise nach 2009 und der Covid-19-Pandemie ab 2020 erlebte Kurzarbeit als Instrument der Anpassung an konjunkturell bedingte Arbeitsausfälle eine deutliche Aufwertung. Das "German job miracle" nach der Finanzkrise wurde in der internationalen Diskussion im Wesentlichen auf den massiven Einsatz von Kurzarbeit zurückgeführt. Konnte und kann Kurzarbeit die Arbeitslosigkeit in Krisenzeiten tatsächlich eindämmen und zur längerfristigen Stabilisierung der Beschäftigung beitragen? Dieses Themendossier bietet einen Überblick zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Hochrechnung der realisierten Kurzarbeit: Dokumentation des erweiterten Verfahrens (2020)
Zitatform
(2020): Hochrechnung der realisierten Kurzarbeit. Dokumentation des erweiterten Verfahrens. (Grundlagen: Methodenbericht / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 19 S.
Abstract
"Die Hochrechnung der Betriebe und Personen in konjunktureller Kurzarbeit nach § 96 SGB III wurde grundlegend geprüft und Verbesserungspotentiale genutzt zur Erhöhung der Treffsicherheit der Hochrechnungsergebnisse. Durch den Ausschluss extremer Ausreißer aus dem Hochrechnungsprozess lassen sich starke Überzeichnungen der Hochrechnungsergebnisse auf Bundesebene und auch auf weiteren regionalen Gliederungsebenen weitgehend reduzieren. Jedoch kann die Hochrechnung auch weiterhin durch späte Meldungen großer Betriebe in diesen Monaten deutlich unterzeichnet sein. Für dieses Spezifikum des Antrags- und Gewährungsprozesses zum Kurzarbeitergeld bestehen auch weiterhin keine verlässlichen Schätz- oder Prognosemöglichkeiten. Das Risiko einer Unterzeichnung der hochgerechneten Daten ist auch zukünftig nicht vollständig auszuschließen. Mit dem erweiterten Hochrechnungsverfahren werden die Risiken aber deutlich verringert und es können verbesserte hochgerechnete Ergebnisse zu Betrieben und Kurzarbeitern bereitgestellt werden Das überarbeitete Hochrechnungsverfahren wird ab dem 03.06.2020 in der Berichterstattung über realisierte Kurzarbeit eingesetzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Entwurf eines Gesetzes zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie (Beschäftigungssicherungsgesetz – BeschSiG): Gesetzentwurf der Bundesregierung (2020)
Zitatform
(2020): Entwurf eines Gesetzes zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie (Beschäftigungssicherungsgesetz – BeschSiG). Gesetzentwurf der Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/23480 (19.10.2020)), 12 S.
Abstract
"Aufgrund des Fortbestehens negativer Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Wirtschaft und Beschäftigung – Verlängerung vorübergehender Sonderregelungen im Zusammenhang mit Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2021: Erhöhung des Kurzarbeitergeldes sowie Anrechnungsfreiheit des Entgelts aus einer während der Kurzarbeit aufgenommenen geringfügig entlohnten Beschäftigung (Minijob); Vereinfachung der Voraussetzungen für die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bei beruflicher Weiterbildung während der Kurzarbeit; Änderung §§ 106a und 421c SGB III" (Autorenreferat, IAB-Doku, (Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP))
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Literaturhinweis
Mehr Frauen und Kleinbetriebe betroffen: Die Quote der Kurzarbeitenden ist höher als in früheren Krisen. Tarifverträge und Mitbestimmung reduzieren Einkommensverluste (2020)
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(2020): Mehr Frauen und Kleinbetriebe betroffen. Die Quote der Kurzarbeitenden ist höher als in früheren Krisen. Tarifverträge und Mitbestimmung reduzieren Einkommensverluste. In: Böckler Impuls H. 16, S. 6.
Abstract
"Kurzarbeit hat während der Corona-Pandemie ein deutlich anderes „Profil“ bekommen als in vorherigen Wirtschaftskrisen. Erstmals haben kleine Betriebe das Instrument häufiger als größere genutzt. Und während 2009 Männer fast dreimal so häufig wie Frauen in Kurzarbeit waren, war im Juni 2020 die Quote mit jeweils rund 13 Prozent beinahe gleich hoch. Das hängt damit zusammen, dass nicht nur Industriebetriebe stark betroffen sind, sondern auch viele Dienstleistungsbranchen. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftseinbrüchen ist die gesamtwirtschaftliche Quote der Kurzarbeitenden sehr hoch, ebenso wie mit rund 50 Prozent auch der Anteil, um den die Arbeitszeit im Schnitt reduziert wurde. Das zeigt eine Studie des WSI, für die Toralf Pusch und Hartmut Seifert die Erwerbstätigenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung ausgewertet haben. Im April und im Juni 2020 waren jeweils mehr als 6000 Menschen befragt worden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Inanspruchnahme konjunkturelles Kurzarbeitergeld nach § 96 SGB III (2020)
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(2020): Inanspruchnahme konjunkturelles Kurzarbeitergeld nach § 96 SGB III. (Berichte: Arbeitsmarkt kompakt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 14 S.
Abstract
"Die derzeit statistisch verfügbaren Zahlen basieren im Wesentlichen auf Daten bis Ende Februar. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Zahl der Personen in Anzeigen und in der Folge auf die realisierte Kurzarbeit können sich daher hier nur sehr vereinzelt wiederfinden. Derzeit sind erste vorläufige Daten zu Anzeigen auf konjunkturelle Kurzarbeit bis einschließlich 25. März 2020 verfügbar. Damit können erste Auswirkungen der Corona-Krise abgebildet werden. Bis zum 25. März waren in den Agenturen für Arbeit 55.000 Anzeigen für 1.043.000 Personen erfasst und geprüft. Diese Daten dürften sehr stark untererfasst sein. Eine verlässliche Hochrechnung auf die Gesamtzahl der Anzeigen bzw. der betroffenen Personen auf dieser Basis nicht möglich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Corona-Pandemie in Deutschland – Auswirkungen der Schutzmaßnahmen der ersten Monate auf den Arbeitsmarkt: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD (Drucksache 19/21779) (2020)
Zitatform
(2020): Corona-Pandemie in Deutschland – Auswirkungen der Schutzmaßnahmen der ersten Monate auf den Arbeitsmarkt. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD (Drucksache 19/21779). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/22994 (30.09.2020)), 21 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Abgeordneten Jörg Schneider, Norbert Kleinwächter, Jürgen Pohl, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD zu Auswirkungen der Schutzmaßnahmen der ersten Monate im Rahmen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt in Deutschland. (IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Steigende Kurzarbeit und Insolvenzen als Indikator für Wirtschaftskrise: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Judith und der Fraktion der FDP (Drucksache 19/16327) (2020)
Zitatform
(2020): Steigende Kurzarbeit und Insolvenzen als Indikator für Wirtschaftskrise. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Judith und der Fraktion der FDP (Drucksache 19/16327). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/16745 (23.01.2020)), 39 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Abgeordneten Judith und der Fraktion der FDP ob steigende Kurzarbeit und Insolvenzen ein Indikator für eine Wirtschaftskrise sind. (IAB)
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Literaturhinweis
Neue Regelungen zur Kurzarbeit - Unterstützung von Betrieben und ihren Beschäftigten in Folge der Corona-Krise: Ratgeber für Betriebs-, Personalräte und Beschäftigte (2020)
Zitatform
(2020): Neue Regelungen zur Kurzarbeit - Unterstützung von Betrieben und ihren Beschäftigten in Folge der Corona-Krise. Ratgeber für Betriebs-, Personalräte und Beschäftigte. (Der DGB informiert: Kurzarbeit), Berlin, 9 S.
Abstract
"Die Bundesregierung hat im Eilverfahren die Regelungen für die Kurzarbeit verändert. Vor allem die Unternehmen und ihre Beschäftigten, die direkt oder indirekt von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind, sollen so eine wirkungsvolle Unterstützung bekommen. Die Kurzarbeit entlastet die Unternehmen schnell von Personalkosten, wenn Produktion oder Veranstaltungen vorübergehend ausgesetzt werden müssen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der COVID19-Epidemie: Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 15. April 2020 (2020)
Abstract
"Was erreicht wurde, sei "ein zerbrechlicher Zwischenerfolg", erklärte Kanzlerin Merkel nach den Beratungen mit den Regierungschefs der Länder zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie. Die Kontaktbeschränkungen werden verlängert, gelten vorerst bis zum 3. Mai. Veränderungen wird es im Schulbereich und auch für viele Geschäfte geben." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kurzarbeit: Überblick über rechtliche Regelungen und Handlungsansätze (2020)
Abstract
Der Überblick definiert zunächst Kurzarbeit als einen 'Baustein im Instrumentenkasten zur Beschäftigungssicherung'. Sie dient der Sicherung von Arbeitsplätzen in Betrieben, die vorübergehend in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Kurzarbeit bedeutet die vorübergehende Verringerung der regelmäßigen Arbeitszeit in einem Betrieb aufgrund eines vorübergehenden, erheblichen Arbeitsausfalls. Durch das Kurzarbeitergeld wird diese Verdienstminderung der Beschäftigten teilweise ausgeglichen. Es wird von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt. Im Einzelnen erläutert werden: sozialrechtliche und arbeitsrechtliche Voraussetzungen für Kurzarbeit; das Kurzarbeitergeld; das zweistufige Antragsverfahren und Qualifizierung während der Kurzarbeit. Außerdem werden häufig gestellte Fragen zur Kurzarbeit beantwortet. (IAB)
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Literaturhinweis
Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 16. November 2020 um 14:30 Uhr zum a) Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie (Beschäftigungssicherungsgesetz – BeschSiG) (BT-Drucksache 19/23480) b) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE: Neben der Sonderregelung für Kurzarbeit auch Sonderregelung für Arbeitslosengeld I verlängern und ein Weiterbildungsgeld einführen (BT-Drucksache 19/23169): Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen (2020)
Zitatform
(2020): Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 16. November 2020 um 14:30 Uhr zum a) Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie (Beschäftigungssicherungsgesetz – BeschSiG) (BT-Drucksache 19/23480) b) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE: Neben der Sonderregelung für Kurzarbeit auch Sonderregelung für Arbeitslosengeld I verlängern und ein Weiterbildungsgeld einführen (BT-Drucksache 19/23169). Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen. (Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales. Ausschussdrucksache 19(11)864 v. 25.11.2020), 59 S.
Abstract
Stellungnahmen zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 16. November 2020 zum Entwurf eines Gesetzes zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie (Beschäftigungssicherungsgesetz – BeschSiG) und weiterer Anträge. Liste der Sachverständigen: Verbände: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände; Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V.; Deutscher Gewerkschaftsbund; Bundesagentur für Arbeit; Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit; Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.; Einzelsachverständige: Inga Dransfeld-Haase, Bochum; Prof. Dr. Peter Bofinger, Würzburg; Prof. Dr. Stefan Sell, Remagen
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Literaturhinweis
Entwurf eines Gesetzes zu sozialen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (Sozialschutz-Paket II): Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD (2020)
Zitatform
(2020): Entwurf eines Gesetzes zu sozialen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (Sozialschutz-Paket II). Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/18966 (05.05.2020)), 42 S.
Abstract
"Die COVID-19-Pandemie und die weltweiten Maßnahmen zu ihrer Eindämmung führen derzeit zu einem Ausnahmezustand in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt. Dies stellt auch die Systeme der sozialen Sicherung vor enorme Herausforderungen. Mit dem Sozialschutz-Paket wurden Sofortmaßnahmen ergriffen, um den gravierenden negativen Auswirkungen in einem ersten Schritt schnell und wirksam zu begegnen. Kernelemente dieses Pakets sind erleichterte Voraussetzungen für den Zugang zum Kurzarbeitergeld sowie zu den Grundsicherungssystemen und eine Bestandssicherung für soziale Dienstleister." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mit Kurzarbeit erfolgreich durch die nächste Rezession? (2019)
Zitatform
Balleer, Almut, Britta Gehrke, Brigitte Hochmuth & Christian Merkl (2019): Mit Kurzarbeit erfolgreich durch die nächste Rezession? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 72, H. 18, S. 13-15.
Abstract
"Um die möglichen Beschäftigungseffekte in der nächsten Rezession abschätzen zu können, ist ein umfangreiches Verständnis der quantitativen Wirkungsweise dieses Arbeitsmarktinstruments notwendig. Dabei ist es wichtig, erstens zwischen regelgebundener und diskretionärer Komponente der Kurzarbeit zu unterscheiden und zweitens die Interaktion mit dem Konjunkturzyklus zu berücksichtigen. Um Kurzarbeit möglichst zielgenau einzusetzen, schlagen wir vor, die regelgebundene Komponente der Kurzarbeit von der Konjunktur abhängig zu machen. Zudem sollte Kurzarbeit weiterhin konjunkturell, nicht strukturell eingesetzt werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Autonomes Fahren statt Stop and Go: Vorschläge zur effektiven Gestaltung der deutschen Kurzarbeit (2019)
Zitatform
Balleer, Almut, Britta Gehrke, Brigitte Hochmuth & Christian Merkl (2019): Autonomes Fahren statt Stop and Go: Vorschläge zur effektiven Gestaltung der deutschen Kurzarbeit. In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jg. 68, H. 3, S. 252-260. DOI:10.1515/zfwp-2019-2022
Abstract
"Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kurzarbeit den Arbeitsmarkt bei konjunkturellen Eintrübungen effektiv stabilisieren kann. Das existierende System verfügt bereits über eine regelgebundene Komponente, die erfolgreich stabilisiert. Hinzu kommen diskretionäre Änderungen, die in tiefen Rezessionen weitere Stabilisierungswirkungen entfalten. Wir schlagen vor, diese diskretionäre Komponente in das Regelwerk aufzunehmen und an entsprechenden Frühindikatoren zu orientieren. Dies würde die gesamtwirtschaftlichen Stabilisierungseffekte der Kurzarbeit weiter erhöhen. Darüber hinaus reduziert eine stärkere Regelbindung die Gefahr, dass Kurzarbeit strukturell oder zum falschen Zeitpunkt eingesetzt wird." (Textauszug, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Zur Bewältigung des Strukturwandels: Transformations-Kurzarbeitergeld auf den Weg bringen: Warum eine neue Form des Kurzarbeitergeldes notwendig ist (2019)
Bieback, Karl-Jürgen;Zitatform
Bieback, Karl-Jürgen (2019): Zur Bewältigung des Strukturwandels: Transformations-Kurzarbeitergeld auf den Weg bringen. Warum eine neue Form des Kurzarbeitergeldes notwendig ist. In: Soziale Sicherheit, Jg. 68, H. 10, S. 373-377.
Abstract
"In etlichen Betrieben gibt es große Umbauprozesse, die mit Produktionseinbrüchen einhergehen. Das gilt etwa durch den Umstieg vom Verbrennungsmotor auf elektrische Antriebe in der Automobil(zuliefer)industrie oder durch die Automatisierung von Routinetätigkeiten bei Versicherungen. Zur Bewältigung solcher Transformationen schlägt die IG Metall ein Transformationskurzarbeitergeld vor. Es soll die Möglichkeit schaffen, Kurzarbeit und Qualifizierung bei Erhalt des Beschäftigungsverhältnisses miteinander zu verbinden und so die Voraussetzungen für eine Weiterbeschäftigung nach dem Transformationsprozess zu schaffen. Hier wird erläutert, warum eine solche neue Form des Kurzarbeitergeldes sinnvoll und notwendig ist und wie es ins SGB III eingeordnet werden könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mit Weiterbildung und Kurzarbeit die digitale und ökologische Transformation bewältigen (2019)
Buntenbach, Annelie; Jakob, Johannes;Zitatform
Buntenbach, Annelie & Johannes Jakob (2019): Mit Weiterbildung und Kurzarbeit die digitale und ökologische Transformation bewältigen. In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jg. 68, H. 3, S. 261-269. DOI:10.1515/zfwp-2019-2023
Abstract
In this text, the DGB develops proposals from a trade union point of view, on how to tackle the emerging structural transformation that will affect large parts of the manufacturing industry.
Given the importance of this sector, it is justifiable for the state to use public funds to accompany these structural changes, especially since part of the changes are also a result of state intervention. The primary focus should be set on continuing education and training. The arguments made against subsidized training can be largely refuted in this context. Continuing education and training can be supported by the counselling services of the Employment Agencies. Company training plans can assure that no group of employees is left behind and that the trainings that are carried out are future-oriented. Finally, the financial participation of employers is also a guarantee that no “training for stock” will take place.
The instrument of short-time-work must also come into use. However, the conditions in which it can be employed should be expanded and tailored to meet the current challenges. Short-time-work should also be possible in case of a “technological and ecological transformation, leading to massive and rapid changes in the conditions of production”. The IG Metall proposal of a “transformation short-time-work allowance” provides a good basis for this discussion.
Another potential source for skilled workers are the currently unemployed persons. Studies show that more unemployed persons would undergo a vocational training if the financial framework conditions were better. The DGB has proposed that an additional allowance should be granted to this group during measures of further education. Such an allowance would particularly support the recipients of minimum income provisions, of whom a large number doesn’t have any completed vocational Training. -
Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktlage, Kurzarbeit und Weiterbildung in Deutschland: Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 9. Oktober 2019 (2019)
Zitatform
Dauth, Christine, Nicole Gürtzgen & Enzo Weber (2019): Zur Arbeitsmarktlage, Kurzarbeit und Weiterbildung in Deutschland. Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 9. Oktober 2019. (IAB-Stellungnahme 17/2019), Nürnberg, 11 S.
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens 2019/2020 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde das IAB um seine Expertise zur Konjunktur und Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt sowie zu Kurzarbeit und geförderter Weiterbildung von Beschäftigten gebeten. Die Erkenntnisse, die das IAB im Herbst 2019 hierzu vorgelegt hat, werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Drohender Abschwung in Zeiten der Digitalisierung: Brauchen wir jetzt "Kurzarbeit 4.0"? (2019)
Zitatform
Eichhorst, Werner & Ulf Rinne (2019): Drohender Abschwung in Zeiten der Digitalisierung: Brauchen wir jetzt "Kurzarbeit 4.0"? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 72, H. 18, S. 3-6.
Abstract
"Die Autoren zeigen, dass Kurzarbeit Unternehmen dabei unterstützen kann, ihre Belegschaft im Betrieb zu halten. Dieses Instrument greife aber bei tiefergehenden strukturellen Problemen zu kurz. Eine Weiterbildungsoffensive sei unabhängig von Kurzarbeit notwendig. Dabei gelte es, den schwierigen Spagat zwischen selbstbestimmter Qualifizierung auch losgelöst vom Arbeitsplatz und bedarfsgerechter Weiterbildung unter Einbeziehung der Unternehmen zu bewerkstelligen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA Standpunkte , 96 -
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The German labor market during the Great Recession: shocks and institutions (2019)
Zitatform
Gehrke, Britta, Wolfgang Lechthaler & Christian Merkl (2019): The German labor market during the Great Recession. Shocks and institutions. In: Economic Modelling, Jg. 78, H. May, S. 192-208., 2018-09-19. DOI:10.1016/j.econmod.2018.09.022
Abstract
"This paper analyzes Germany's unusual labor market experience during the Great Recession. We estimate a general equilibrium model with a detailed labor market block for post-unification Germany. This allows us to disentangle the role of institutions (short-time work, government spending rules) and shocks (aggregate, labor market, and policy shocks) and to perform counterfactual exercises. We identify positive labor market performance shocks (likely caused by labor market reforms) as the key driver for the 'German labor market miracle' during the Great Recession." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 11858 -
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Training and commitment in a German manufacturing company during the post-2008 crisis: a case of internal flexicurity (2019)
Schneider, Martin R.; Flore, Johanna;Zitatform
Schneider, Martin R. & Johanna Flore (2019): Training and commitment in a German manufacturing company during the post-2008 crisis. A case of internal flexicurity. In: The international journal of human resource management, Jg. 30, H. 10, S. 1666-1682. DOI:10.1080/09585192.2017.1308413
Abstract
"Studies on the links between training and organizational commitment have only looked at professional and managerial workers, mostly in the U.S. This paper focuses on a German manufacturing company that employed many blue-collar workers and offered generous training opportunities during short-time work in the post-2008 crisis. In an analysis based on employee survey data, only training in job-specific skills and training in skills usable outside of work were found to be associated positively with organizational commitment. The findings suggest that employer-provided training programs may be part of a model that achieves internal flexicurity in economies such as Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kurzarbeit in Krisen stärken und für Weiterbildung gezielt nutzen (2019)
Wuttke, Jürgen; Robra, Anna;Zitatform
Wuttke, Jürgen & Anna Robra (2019): Kurzarbeit in Krisen stärken und für Weiterbildung gezielt nutzen. In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jg. 68, H. 3, S. 270-277. DOI:10.1515/zfwp-2019-2025
Abstract
Der Beitrag legt die erfolgreichen Instrumente für den erweiterten Einsatz von Kurzarbeit in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 zur Stabilisierung von Beschäftigung dar. Auf dieser Grundlage begründet er die Forderung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) für eine Verordnungsermächtigung zugunsten der Bundesregierung, mit der für den Fall schwerer branchenweiter Krisen ein erneuter Einsatz dieses erweiterten Instrumentariums zur Unterstützung von Kurzarbeit ermöglicht werden soll. Außerdem werden sinnvolle Ansätze für die Förderung von Weiterbildung während Kurzarbeit sowie die dazu heute noch bestehenden Hemmnisse untersucht. Der Beitrag setzt sich darüber hinaus mit den Vorschlägen zur Perspektivqualifizierung, zu einem Transformations-Kurzarbeitergeld sowie einer verbesserten Förderung von Qualifizierung in Transfergesellschaften auseinander.
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Credit shocks and the European labour market (2018)
Bodnár, Katalin; Hoeberichts, Marco; Fadejeva, Ludmila ; Jadeau, Christophe; Izquierdo Peinado, Mario; Viviano, Eliana;Zitatform
Bodnár, Katalin, Ludmila Fadejeva, Marco Hoeberichts, Mario Izquierdo Peinado, Christophe Jadeau & Eliana Viviano (2018): Credit shocks and the European labour market. (European Central Bank. Working paper series 2124), Frankfurt am Main, 32 S. DOI:10.2866/18478
Abstract
"More than five years after the start of the Sovereign debt crisis in Europe, its impact on labour market outcomes is not clear. This paper aims to fill this gap. We use qualitative firm-level data for 24 European countries, collected within the Wage Dynamics Network (WDN) of the ESCB. We first derive a set of indices measuring difficulties in accessing the credit market for the period 2010-13. Second, we provide a description of the relationship between credit difficulties and changes in labour input both along the extensive and the intensive margins as well as on wages. We find strong and significant correlation between credit difficulties and adjustments along both the extensive and the intensive margin. In the presence of credit market difficulties, firms cut wages by reducing the variable part of wages. This evidence suggests that credit shocks can affect not only the real economy, but also nominal variables." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The German labor market during the Great Recession: shocks and institutions (2018)
Zitatform
Gehrke, Britta, Wolfgang Lechthaler & Christian Merkl (2018): The German labor market during the Great Recession. Shocks and institutions. (IZA discussion paper 11858), Bonn, 36 S.
Abstract
"This paper analyzes Germany's unusual labor market experience during the Great Recession. We estimate a general equilibrium model with a detailed labor market block for post-unification Germany. This allows us to disentangle the role of institutions (short-time work, government spending rules) and shocks (aggregate, labor market, and policy shocks) and to perform counterfactual exercises. We identify positive labor market performance shocks (likely caused by labor market reforms) as the key driver for the 'German labor market miracle' during the Great Recession." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen in: Economic Modelling, online first (2018), o. Sz. -
Literaturhinweis
The German employment miracle in the Great Recession: the significance and institutional foundations of temporary working-time reductions (2018)
Zitatform
Herzog-Stein, Alexander, Fabian Lindner & Simon Sturn (2018): The German employment miracle in the Great Recession. The significance and institutional foundations of temporary working-time reductions. In: Oxford economic papers, Jg. 70, H. 1, S. 206-224. DOI:10.1093/oep/gpx047
Abstract
"We analyse the robust performance of the German labour market in the Great Recession, and investigate to what extent cyclical reductions in productivity and working time cushioned employment losses. We present stylized facts and apply time-series techniques to estimate counterfactual developments. Our results show that the magnitude of temporary working-time reductions was extraordinarily pronounced, whereas cyclical reductions in hourly productivity were in line with historical evidence. Using detailed information on instruments for the adjustment of working time, we uncover the institutional mechanisms behind this strong reduction. While short-time work played a significant role, even more important were working-time accounts and discretionary variations in regular working time, two new instruments which gained widespread use in the decade before the Great Recession." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Short-time work in the Great Recession: firm-level evidence from 20 EU countries (2018)
Zitatform
Lydon, Reamonn, Thomas Y. Mathä & Stephen Millard (2018): Short-time work in the Great Recession. Firm-level evidence from 20 EU countries. (European Central Bank. Working paper series 2212), Frankfurt am Main, 34 S. DOI:10.2866/00433
Abstract
"Using firm-level data from a large-scale European survey among 20 countries, we analyse the determinants of firms using short-time work (STW). We show that firms are more likely to use STW in case of negative demand shocks. We show that STW schemes are more likely to be used by firms with high degrees of firm-specific human capital, high firing costs, and operating in countries with stringent employment protection legislation and a high degree of downward nominal wage rigidity. STW use is higher in countries with formalised schemes and in countries where these schemes were extended in response to the recent crisis. On the wider economic impact of STW, we show that firms using the schemes are significantly less likely to lay off permanent workers in response to a negative shock, with no impact for temporary workers. Relating our STW take-up measure in the micro data to aggregate data on employment and output trends, we show that sectors with a high STW take-up exhibit significantly less cyclical variation in employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Entwurf eines Gesetzes zur Verlängerung befristeter Regelungen im Arbeitsförderungsrecht und zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen: Gesetzentwurf der Bundesregierung (2018)
Zitatform
(2018): Entwurf eines Gesetzes zur Verlängerung befristeter Regelungen im Arbeitsförderungsrecht und zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen. Gesetzentwurf der Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/2072 (09.05.2018)), 39 S.
Abstract
"Verlängerung befristeter Regelungen im SGB III: Assistierte Ausbildung um 2 Ausbildungsjahrgänge, Sonderregelungen zur Eingliederung von Ausländern mit Aufenthaltsgestattung und für die Ausbildungsförderung jeweils um 1 Jahr, Saisonkurzarbeitergeld im Gerüstbauerhandwerk bis zum 31. März 2021, verkürzte Anwartschaftszeit auf Arbeitslosengeld für überwiegend kurz befristet Beschäftigte bis zum 31. Juli 2021; Änderung der Abrufzeiträume und Meldetermine im SGB XII betr. Erstattung der Nettoausgaben der Länder für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und Meldung der Anzahl der Bezieher eines Barbetrags; Umsetzung der EU-Richtlinie: Erweiterung des Anwendungsbereichs auf barrierefreie Informationstechnik öffentlicher Stellen des Bundes, Angleichung der Regelungen für Internet und Intranet, Umsetzungsfristen, Ausnahmeregelung für den Fall unverhältnismäßiger Belastung, Regelung einer Erklärung zur Barrierefreiheit, Einrichtung einer Überwachungsstelle bei der Bundesfachstelle Barrierefreiheit, periodisches Monitoring, periodische Berichterstattung; Einfügung 'Abschnitt 2a Barrierefreie Informationstechnik öffentlicher Stellen des Bundes' (§§ 12 - 12d) und Änderung versch. §§ Behindertengleichstellungsgesetz, Änderung §§ 130, 131, 133 und 142 SGB III sowie §§ 46a und 136 SGB XII, Folgeänderungen in 3 Rechtsverordnungen" (Textauszug, (Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP))
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Qualifizieren und binden: Betriebliche Weiterbildung während Kurzarbeit (2017)
Zitatform
Flore, Johanna & Martin Schneider (2017): Qualifizieren und binden. Betriebliche Weiterbildung während Kurzarbeit. In: Personal quarterly, Jg. 69, H. 2, S. 45-53.
Abstract
"Research question:
How does a continuing training program during short-time work influence facets of organizational commitment among employees?
Methodology:
A survey was conducted among employees of a German manufacturing firm. The data were analyzed via regression analyses.
Practical implications:
In-house continuing training during short-time work may be considered as a model of internal flexicurity - it secures employment and at the same time enhances workers' skills and organizational commitment an a broad scale. The training content should benefit workers an the job and off the job." (Author's abstract, © Haufe-Lexware) ((en)) -
Literaturhinweis
Counteracting unemployment in crises: non-linear effects of short-time work policy (2017)
Zitatform
Gehrke, Britta & Brigitte Hochmuth (2017): Counteracting unemployment in crises. Non-linear effects of short-time work policy. (IAB-Discussion Paper 27/2017), Nürnberg, 54 S.
Abstract
"Kurzarbeit ermöglicht eine temporäre Reduktion der Arbeitszeit von Arbeitnehmern in Firmen, die einer schwachen Nachfrage gegenüber stehen. Diese soll somit Entlassungen verhindern und die Beschäftigung über den Konjunkturzyklus stabilisieren. Viele OECD Staaten haben dieses Arbeitsmarktinstrument in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 eingesetzt. In diesem Papier zeigen wir, dass sich die Effekte diskretionärer Kurzarbeit deutlich über den Konjunkturzyklus verändern und in Rezession und Expansion nichtlinear sind. In tiefen Rezessionen kann Kurzarbeit bis zu 0,8 Arbeitsplätze pro Kurzarbeiter erhalten. Im Gegensatz dazu sind die Effekte in Expansionen kleiner und können sogar negativ werden. Wir trennen diskretionäre und regelgebundene Politik in deutschen Daten und schätzen zeit-variierende Beschäftigungseffekte in einem smooth transition VAR." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Rettet Kurzarbeit in Rezessionen Arbeitsplätze? (2017)
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Gehrke, Britta & Brigitte Hochmuth (2017): Rettet Kurzarbeit in Rezessionen Arbeitsplätze? In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 43, H. 1, S. 99-122., 2017-02-20.
Abstract
"Kurzarbeit ermöglicht es Firmen, die von einem vorübergehenden Nachfrageausfall betroffen sind, die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten temporär zu reduzieren. Gleichzeitig kompensiert der Staat einen Teil des Lohnausfalls. Kurzarbeit ist somit ein zielgerichtetes arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Flexibilisierung des Arbeitsinputs, das Kündigungen vermeidet und die Beschäftigung stabilisiert. Während der Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 hat eine Vielzahl der OECD Länder Kurzarbeit genutzt. Dabei war der Anteil der KurzarbeiterInnen an der Beschäftigung in Deutschland etwa fünfmal so hoch wie in Österreich. In diesem Beitrag stellen wir die Ergebnisse unseres aktuellen Forschungsprojektes zum Thema Kurzarbeit vor. Darin trennen wir diskretionäre Kurzarbeitspolitik von der regelgebundenen Komponente und fokussieren uns auf mögliche zeitvariierende Effekte. Unsere Ergebnisse für Deutschland zeigen, dass die Effekte von diskretionären ad-hoc Politikmaßnahmen stark zeitabhängig sind: In tiefen Rezession wirkt diese Politik deutlich beschäftigungsstabilisierend. Im Gegensatz dazu sind die Effekte in normalen Zeiten oder in Wirtschaftsaufschwüngen wesentlich geringer und können sogar negativ werden. Demnach ist diskretionäre Kurzarbeitspolitik umso effektiver, desto tiefer eine Rezession ist. Eine Analyse der Wirkungskanäle zeigt, dass die Beschäftigungseffekte durch eine signifikante Reduktion von Kündigungen zustande kommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The German labor market in the Great Recession: Shocks and institutions (2017)
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Gehrke, Britta, Wolfgang Lechthaler & Christian Merkl (2017): The German labor market in the Great Recession: Shocks and institutions. (IAB-Discussion Paper 14/2017), Nürnberg, 34 S.
Abstract
"Dieses Papier analysiert die außergewöhnliche Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes im Laufe der Großen Rezession in den Jahren 2008 und 2009. Wir schätzen ein allgemeines Gleichgewichtsmodell mit einem detaillierten Arbeitsmarkt mit deutschen Daten ab der Wiedervereinigung. Dieses Vorgehen erlaubt uns die Rolle von verschiedenen Institutionen (Kurzarbeit, Staatsausgaben und Regeln in eben diesen), aggregierten Schocks und politischen Eingriffen zu trennen und deren Wirkungen mit Hilfe von kontrafaktischen Analysen zu quantifizieren. Wir identifizieren positive Schocks auf dem Arbeitsmarkt als wichtigsten Faktor, um das deutsche 'Arbeitsmarktwunder' der Jahre 2008 und 2009 zu erklären. Wir argumentieren, dass die Hartz-Arbeitsmarktreformen ursächlich hierfür sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Revision der Statistik über Kurzarbeit (2017)
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(2017): Revision der Statistik über Kurzarbeit. (Grundlagen: Methodenbericht / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 18 S.
Abstract
"Saison-Kurzarbeitergeld wird bei einem Arbeitsausfall in der Schlechtwetterzeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hauptsächlich in Betrieben des Bauhaupt- und Baunebengewerbes gewährt. Der Arbeitsausfall kann auf wirtschaftlichen Gründen oder auf witterungsbedingten Gründen beruhen. Bisher konnte in der Statistik nur ein Teil der Saison-Kurzarbeit, nämlich die Saison-Kurzarbeit aus wirtschaftlichen Gründen, ausgewiesen werden. Aufgrund einer gesetzlichen Änderung der Anzeige-pflicht zur Kurzarbeit ist der Ausweis der Saison-Kurzarbeit aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr möglich. Das Auswertungsverfahren wurde deshalb umgestellt, so dass künftig über die gesamte Saison-Kurzarbeit berichtet wird. Eine Unterscheidung der Saison-Kurzarbeit zwischen witterungsbedingten und wirtschaftlichen Gründen ist zwar nicht möglich, dafür kann aber künftig die Saison-Kurzarbeit vollumfassend abgebildet werden. Zur besseren Vergleichbarkeit von zeitlichen Veränderungen (Methodengleichheit) wird die Statistik im Mai 2017 zusätzlich rückwirkend revidiert - für alle Berichtsmonate ab November 2011. Einen Revisionseffekt gibt es nur in den Schlechtwettermonaten von November bis März und entsprechend in den Jahreswerten. Die Berücksichtigung der witterungsbedingten Saison-Kurzarbeit führt allerdings in diesen Zeiträumen bei der Kurzarbeit insgesamt zu einem Anstieg von durchschnittlich etwa plus 90 Prozent gegenüber bisher berichteten Werten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Does short-time work save jobs?: a business cycle analysis (2016)
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Balleer, Almut, Britta Gehrke, Wolfgang Lechthaler & Christian Merkl (2016): Does short-time work save jobs? A business cycle analysis. In: European Economic Review, Jg. 84, H. May, S. 99-122., 2015-05-23. DOI:10.1016/j.euroecorev.2015.05.007
Abstract
"In the Great Recession most OECD countries used short-time work (publicly subsidized working time reductions) to counteract a steep increase in unemployment. We show that short-time work can actually save jobs. However, there is an important distinction to be made: while the rule-based component of short-time work is a cost-efficient job saver, the discretionary component is completely ineffective. In a case study for Germany, we use the rich data available to combine micro- and macroeconomic evidence with macroeconomic modeling in order to identify, quantify and interpret these two components of short-time work." (Author's abstract, © 2016 Elsevier) ((en))
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The response of German Establishments to the 2008-2009 economic crisis (2015)
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Bellmann, Lutz, Hans-Dieter Gerner & Richard Upward (2015): The response of German Establishments to the 2008-2009 economic crisis. In: P. Commendatore, S. Kayam & I. Kubin (Hrsg.) (2015): Complexity and geographical economics : topics and tools, S. 165-207.
Abstract
"The global economic and financial crisis which began in 2008 had very different effects on the labour markets of EU economies. In particular, unemployment rose far more in some countries than in others, even after conditioning on the fall in GDP. Thus, in the words of the OECD Employment Outlook (2012), some labour markets might be described as more 'resilient' than others in the face of shocks. In this chapter we propose a simple descriptive methodology which relates output shocks and job flows to hires and separations. This methodology sheds light on many of the proposed explanations for the resilience of German establishments to the crisis, in particular the role of various institutional arrangements intended to promote workplace flexibility, such as short-time-work and working time accounts. The increasing availability of detailed linked employer-employee data will enable this methodology to be applied consistently across countries. The chapter therefore serves to open up a research agenda which compares the behaviour of firms' hiring and firing policies across countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: OECD social, employment and migration working papers , 137Weiterführende Informationen
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Krisen und Krisenbewältigung im deutschen Sozialstaat: von der Ölkrise zur Finanzkrise von 2008 (2015)
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Starke, Peter (2015): Krisen und Krisenbewältigung im deutschen Sozialstaat. Von der Ölkrise zur Finanzkrise von 2008. (ZeS-Arbeitspapier 2015/02), Bremen, 35 S.
Abstract
"Der Beitrag analysiert die sozialpolitischen Krisenreaktionen in Deutschland auf die Finanzkrise von 2008 im Licht der historischen Entwicklung und der Befunde der international vergleichenden Wohlfahrtsstaatsforschung. Vier aufeinanderfolgende Konjunkturpakete enthielten eine Reihe wichtiger sozialpolitischer Elemente, allen voran die Kurzarbeit. Der internationale Vergleich zeigt, dass Deutschlands sozialpolitische Krisenantwort vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Performanz und der bestehenden sozialstaatlichen Institutionen nicht ungewöhnlich war. Überraschend war die starke Rolle der Gewerkschaften und Arbeitgeber bei der Politikformulierung. Insbesondere die sektoralen Verbände der deutschen Exportwirtschaft konnten 2008 und 2009 deutliche Akzente setzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Does short-time work save jobs?: a business cycle analysis (2014)
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Balleer, Almut, Britta Gehrke, Wolfgang Lechthaler & Christian Merkl (2014): Does short-time work save jobs? A business cycle analysis. (CESifo working paper 4640), München, 40 S.
Abstract
"This paper analyzes the effects of short-time work (i.e., government subsidized working time reductions) on unemployment and output fluctuations. The central question is whether the rule based component (i.e., the existence of the institution short-time work) and the discretionary component (i.e., rule changes) stabilize employment over the business cycle. In our baseline scenario the rule based component stabilizes unemployment fluctuations by 15% and output fluctuations by 7%. Given the small share of short-time work expenses in terms of GDP, the stabilization effects are large compared to other instruments such as the income tax system. By contrast, discretionary short-time work interventions do not have any statistically significant effect on unemployment. These effects are based on a structural VAR estimation which is identified using the output elasticity of short-time work estimated from German establishment paneldata. The model shows that non-effects of discretionary interventions may be due to their low persistence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Evaluierung der ESF-geförderten Programme zur Qualifizierung von Bezieherinnen und Beziehern von Transferkurzarbeitergeld und Kurzarbeitergeld. Endbericht 2013: Teil 2: Ergebnisse der Wirkungsanalysen des Einsatzes von ESF mitfinanzierten Qualifizierungsangeboten während des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld (2014)
Zitatform
Fertig, Michael (sonst. bet. Pers.) (2014): Evaluierung der ESF-geförderten Programme zur Qualifizierung von Bezieherinnen und Beziehern von Transferkurzarbeitergeld und Kurzarbeitergeld. Endbericht 2013. Teil 2: Ergebnisse der Wirkungsanalysen des Einsatzes von ESF mitfinanzierten Qualifizierungsangeboten während des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld. (Evaluierung der ESF-geförderten Programme zur Qualifizierung von Bezieherinnen und Beziehern von Transferkurzarbeitergeld und Kurzarbeitergeld. Endbericht 2013 Teil 2), Berlin, 39 S.
Abstract
"Im Auftrag des Bundesministeriumes für Arbeit und Soziales hat das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) Köln eine Wirkungsanalyse des ESF-Programms 'Mitfinanzierte ergänzende Qualifizierungsangebote für Bezieherinnen und Bezieher von Transferkurzarbeitergeld' durchgeführt. Sie vergleicht den Verlauf der Erwerbsbiographien von Bezieherinnen und Beziehern von Transferkurzarbeitergeld mit und ohne Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen des Programms." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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A closer look at the German labor market 'miracle' (2014)
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Fujita, Shigeru & Hermann Gartner (2014): A closer look at the German labor market 'miracle'. In: Business review H. 4, S. 16-24., 2014-08-01.
Abstract
"During the Great Recession, unemployment in Germany actually fell, even though economic output contracted more sharply there than in the U.S. Did Germany's job protection programs make the difference? Shigeru Fujita and Hermann Gartner explore how U.S. and German firms tend to respond to economic conditions and identify a different cause for Germany's muted labor market response." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Capitalizing the crisis? Explanatory factors for the design of short-time work across Organisation for Economic Co-operation and Development countries (2014)
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Hörisch, Felix & Jakob Weber (2014): Capitalizing the crisis? Explanatory factors for the design of short-time work across Organisation for Economic Co-operation and Development countries. In: Social policy and administration, Jg. 48, H. 7, S. 799-825. DOI:10.1111/spol.12047
Abstract
"This article looks at the financial and economic crisis 2008 - 10 in 18 Organisation for Economic Co-operation and Development states and seeks to investigate explanatory paths for the subsidization of further education within short-time work programmes. Several hypotheses are put to the test: first, a classical partisan difference argument; second, a varieties of capitalism approach proposing a successful joint rallying of employers and employees for subsidization in coordinated market economies; and, lastly, the merged hypothesis that right-wing parties in a coordinated economic context might subsidize feeling the pressure to overcompensate an 'issue ownership' of left parties in the field of employee-friendly policies. We identify four explanatory paths: coordinated economies in the sample subsidized when they were economically closed or highly indebted. The results also support our combined hypothesis, that New Zealand - a left-governed liberal market economy - and right-governed coordinated market economies of the non-Scandinavian type subsidized." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labour hoarding in Germany: employment effects of short-time work during the crises (2014)
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Kruppe, Thomas & Theresa Scholz (2014): Labour hoarding in Germany. Employment effects of short-time work during the crises. (IAB-Discussion Paper 17/2014), Nürnberg, 31 S.
Abstract
"Während der Wirtschaftskrise (2008-09) erlebte auch Deutschland einen starken Rückgang des Bruttoinlandsprodukts. Die Beschäftigung blieb jedoch erstaunlich stabil. Seitdem zielen viele Publikationen darauf, den Anteil des arbeitsmarktpolitischen Instruments Kurzarbeit am sogenannten deutschen Arbeitsmarktwunder zu quantifizieren. Im Zuge dieser Literatur schätzen wir die kausale Wirkung von Kurzarbeit auf das Beschäftigungsniveau von Betrieben und nutzen dafür den Propensity Score Matching Ansatz. Die Analyse basiert auf Daten des IAB-Beschäftigtenpanels kombiniert mit administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit zur tatsächlichen betrieblichen Inanspruchnahme von Kurzarbeit. Unsere Ergebnisse geben keinerlei Hinweise auf eine kausale Wirkung von Kurzarbeit auf das betriebliche Beschäftigungsniveau." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Evaluierung der ESF-geförderten Programme zur Qualifizierung von Bezieherinnen und Beziehern von Transferkurzarbeitergeld und Kurzarbeitergeld. Endbericht 2013: Teil 1: Ergebnisse der deskriptiven Analysen und Fallstudien (2014)
Zitatform
(2014): Evaluierung der ESF-geförderten Programme zur Qualifizierung von Bezieherinnen und Beziehern von Transferkurzarbeitergeld und Kurzarbeitergeld. Endbericht 2013. Teil 1: Ergebnisse der deskriptiven Analysen und Fallstudien. (Evaluierung der ESF-geförderten Programme zur Qualifizierung von Bezieherinnen und Beziehern von Transferkurzarbeitergeld und Kurzarbeitergeld. Endbericht 2013 Teil 1), Berlin, 201 S.
Abstract
"Im Auftrag des Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) Köln die Auswirkungen auf die Arbeitsmarktchancen der Teilnehmenden an den beiden ESF-Programmen analysiert. Zusätzlich wurden kurzarbeitende Betriebe und Transfergesellschaften zur Umsetzung und Handhabung der Programme befragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Kurzfassung -
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Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland: Konjunkturelle Kurzarbeit: Stand September 2014 (2014)
Abstract
"Die Zahl der Kurzarbeiter ist von Mai auf Juni zurückgegangen.
Im langjährigen Vergleich liegt die Zahl der Kurzarbeiter auf einem niedrigen Niveau.
Kurzarbeit wird (im Mai) verstärkt vor allem in der Möbelindustrie genutzt.
Eine erhöhte Inanspruchnahme von Kurzarbeit zeigt sich nach den aktuellsten verfügbaren Daten nur vereinzelt und regional verstreut.
Der durchschnittliche Arbeitsausfall lag im Februar 2014 bei 30 Prozent. Damit ergibt sich ein Beschäftigtenäquivalent von 16.800.
Kurzarbeit wird über alle Betriebsgrößen hinweg in Anspruch genommen.
Die Anzeigen für Kurzarbeit sind von Juli 2014 auf August 2014 gesunken. Siebewegen sich insgesamt auf einem im langjährigen Vergleich normalen Niveau.
Von Januar bis Juni 2014 wurden für die Finanzierung der konjunkturellen Kurzarbeit 88,7 Mio. EUR ausgegeben.
Der Beratungsbedarf, der aus den Agenturen gemeldet wird, bewegt sich in den letzten Monaten in den meisten Agenturen auf einem gleichbleibenden Niveau." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Does short-time work save jobs?: a business cycle analysis (2013)
Zitatform
Balleer, Almut, Britta Gehrke, Wolfgang Lechthaler & Christian Merkl (2013): Does short-time work save jobs? A business cycle analysis. (Kieler Arbeitspapier 1836), Kiel, 34 S.
Abstract
"This paper analyzes the effects of short-time work (i.e., government subsidized working time reductions) on unemployment and output fluctuations. The central question is whether the rule based component (i.e., the existence of the institution short-time work) and the discretionary component (i.e., rule changes) stabilize employment over the business cycle. In our baseline scenario the rule based component stabilizes unemployment fluctuations by 15% and output fluctuations by 7%. Given the small share of short-time work expenses in terms of GDP, the stabilization effects are large compared to other instruments such as the income tax system. By contrast, discretionary short-time work interventions do not have any statistically significant effect on unemployment. These effects are based on a structural VAR estimation which is identified using the output elasticity of short-time work estimated from German establishment paneldata. The model shows that non-effects of discretionary interventions may be due to their low persistence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Does short-time work save jobs?: a business cycle analysis (2013)
Zitatform
Balleer, Almut, Britta Gehrke, Wolfgang Lechthaler & Christian Merkl (2013): Does short-time work save jobs? A business cycle analysis. (IZA discussion paper 7475), Bonn, 40 S.
Abstract
"This paper analyzes the effects of short-time work (i.e., government subsidized working time reductions) on unemployment and output fluctuations. The central question is whether the rule based component (i.e., the existence of the institution short-time work) and the discretionary component (i.e., rule changes) stabilize employment over the business cycle. In our baseline scenario the rule based component stabilizes unemployment fluctuations by 15% and output fluctuations by 7%. Given the small share of short-time work expenses in terms of GDP, the stabilization effects are large compared to other instruments such as the income tax system. By contrast, discretionary short-time work interventions do not have any statistically significant effect on unemployment. These effects are based on a structural VAR estimation which is identified using the output elasticity of short-time work estimated from German establishment paneldata. The model shows that non-effects of discretionary interventions may be due to their low persistence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Work sharing as an alternative to layoffs: lessons from the German experience during the crisis (2013)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Andreas Crimmann, Hans-Dieter Gerner & Frank Wießner (2013): Work sharing as an alternative to layoffs. Lessons from the German experience during the crisis. In: N. Ghosheh & J. C. Messenger (Hrsg.) (2013): Work sharing during the Great Recession : new developments and beyond, S. 24-61, 2012-01-10.
Abstract
"This chapter is structured as follows: first we take a look at the German economy with a special focus on the labour market (Section 2). In Section 3, we explain Kurzarbeit, the German work-sharing scheme, as one important instrument used to cushion the economic and financial crisis of the Great Recession of 2008-09. In Section 4 we present some descriptive information on the use of work sharing at establishment level and the use of training during periods of work sharing. In Section 5 we provide an empirical analysis of the determinants of the use of work sharing and its intensity, and in Section 6 we estimate the related employment effects. The final section draws some conclusions about the 'safeguarding effect' of work sharing." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Labour market adjustments during the crisis: the role of working time arrangements (2013)
Zitatform
Boulin, Jean-Yves & Gilbert Cette (2013): Labour market adjustments during the crisis. The role of working time arrangements. In: Transfer, Jg. 19, H. 4, S. 475-487. DOI:10.1177/1024258913502624
Abstract
"Depending on the country in question, the crisis has had different impacts on employment. We will analyse the main reasons for these differences and scrutinize the main characteristics of the policies that have been implemented in reaction to the crisis. The analysis focuses mainly on a comparison between France and Germany. This leads us to stress the differences between these two countries in the ability of social partners to find ways to prevent redundancies through job protection agreements. It appears that the gap between job protection and employment protection can be overcome when certain conditions are met in dealing with employees working short time, with training as a paramount consideration. We highlight the role of new working time arrangements and regulations - among them working time accounts - for promoting flexibility and security for both employers and employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Short-time work: the German answer to the Great Recession (2013)
Zitatform
Brenke, Karl, Ulf Rinne & Klaus F. Zimmermann (2013): Short-time work. The German answer to the Great Recession. In: International Labour Review, Jg. 152, H. 2, S. 287-305. DOI:10.1111/j.1564-913X.2013.00181.x
Abstract
"At the height of the economic crisis in mid-2009, the number of Germany's short-time workers peaked at 1.5 million. Unemployment would otherwise have increased by approximately twice as much as it did. But while short-time work certainly helped to cushion the labour market impact of the crisis, the authors caution that the country's specific circumstances preclude simple generalizations regarding its global effectiveness. Moreover, they argue, subsequent amendments to the regulatory framework made the scheme vulnerable to abuse, as reflected in the significant numbers of short-term workers in industries unaffected by the crisis and the emergence of a pattern of 'long-term' short-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Explaining the German employment miracle in the Great Recession: the crucial role of temporary working time reductions (2013)
Zitatform
Herzog-Stein, Alexander, Fabian Lindner & Simon Sturn (2013): Explaining the German employment miracle in the Great Recession. The crucial role of temporary working time reductions. (IMK working paper 114), Düsseldorf, 25 S.
Abstract
"Dieser Artikel untersucht die Gründe für die außergewöhnliche Stabilität des deutschen Arbeitsmarktes in der Großen Rezession im Jahr 2009. Während das BIP in 2009 um über fünf Prozent einbrach, blieb die Beschäftigung nahezu konstant. Wir vergleichen diese jüngste Rezession mit früheren Rezessionen in Deutschland. Dabei untersuchen wir, in welche Ausmaß eine Reduktion der Arbeitsproduktivität und Arbeitszeit dazu beigetragen haben, einen Beschäftigungsabbau abzufedern. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Reduktion der Arbeitsproduktivität in allen Rezessionen stabilisierend auf die Beschäftigungsentwicklung wirkte, während eine Reduktion der Arbeitszeit nicht durchgehend zum Einsatz kam. In der Großen Rezession spielten temporäre Arbeitszeitverkürzungen allerdings eine wichtige Rolle in der Beschäftigungssicherung. Wir zeigen anhand zeitreihenökonometrischer Schätzungen, dass die Reduktion der Arbeitsproduktivität in der Großen Rezession in Übereinstimmung mit historischen Mustern war, während die Reduktion der Arbeitszeit in historisch nicht gekanntem Umfang erfolgte. Unter Verwendung der IAB Arbeitszeitrechnung zeigen wir, dass diese starke Reduktion der Arbeitszeit in der Großen Rezession insbesondere neuen Arbeitszeitinstrumenten zu verdanken war, die insbesondere in der Dekade vor der Großen Rezession von den Sozialpartnern implementiert wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Macroeconomic implications of the German short-time work policy during the Great Recession (2013)
Zitatform
Herzog-Stein, Alexander, Gustav A. Horn & Ulrike Stein (2013): Macroeconomic implications of the German short-time work policy during the Great Recession. In: Global Policy, Jg. 4, H. Suppl. s1, S. 30-40. DOI:10.1111/1758-5899.12054
Abstract
"Despite a sharp fall in GDP, German employment in terms of employees stayed remarkably robust during the Great Recession. At the same time, hours worked per employee declined significantly. This is seen as the core of the German employment 'miracle'. A general discussion arose about the reasons behind this astonishing labour market performance and the role of short-time work (STW) as a kind of exportable panacea. In this article we look at the macroeconomic implications of STW and other measures of internal flexibility, in particular focusing on the quantification of safeguarded jobs during the crisis. We find that STW played an important role and helped to safeguard employment in Germany during the Great Recession. However, we show that other measures of internal flexibility (working time accounts, contractual arrangements on working time reductions, reduction of overtime) were equally important. Together with STW these instruments saved around 1 million jobs. To explain and understand the German success story, the features of the German core model - with a strong employer - employee relationship of mutual trust, strong employment protection, traditional standard working contracts and strong works councils at the firm level - are of key importance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The role of short-time work schemes during the global financial crisis and early recovery: a cross-country analysis (2013)
Hijzen, Alexander; Martin, Sebastien;Zitatform
Hijzen, Alexander & Sebastien Martin (2013): The role of short-time work schemes during the global financial crisis and early recovery. A cross-country analysis. (IZA discussion paper 7291), Bonn, 35 S.
Abstract
"There has been a strong interest in short-time work (STW) schemes during the global financial crisis. Using data for 23 OECD countries for the period 2004 Q1 to 2010 Q4, this paper analyses the quantitative effects of STW programmes on labour market outcomes. Special attention is given to the dynamic aspects of the relationship between output shocks and labour market outcomes. The results indicate the STW raises hours flexibility by increasing the output elasticity of working time and helps to preserve jobs in the context of a recession by making employment and unemployment less elastic with respect to output. A key finding is that the timing of STW is crucial. While STW helped preserving a significant number of jobs during the crisis, its continued use during the recovery may have slowed the job-content of the recovery. By the end of 2010, the net effect of STW on employment was negligible or may even have become negative. However, the gross impact of STW on the number of jobs saved per quarter remains large and positive in the majority of countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen in: IZA journal of labor Policy , 2 (2013), Art. 5 -
Literaturhinweis
Analyse des Abgangs aus Transferkurzarbeit (2013)
Härpfer, Jens;Zitatform
Härpfer, Jens (2013): Analyse des Abgangs aus Transferkurzarbeit. (Methodenbericht der Statistik der BA), Nürnberg, 25 S.
Abstract
"Die Kurzarbeit hat sich in Deutschland als wichtiges Instrument im Kampf gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2008/2009 erwiesen. Das hat auch internationale Aufmerksamkeit erfahren. Grundsätzlich ermöglicht die Kurzarbeit, dass ein Betrieb, der vorübergehend in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät, seine bestehende, eingearbeitete Belegschaft weiter halten kann und nicht entlassen muss. Die Krise, in der sich ein Betrieb befindet, kann aber auch so gravierend sein, dass eine betriebliche Umstrukturierung mit Personalabbau erforderlich wird. Angesichts der auf dem jeweiligen regionalen Arbeitsmarkt entstehenden Engpässe an Arbeitsplätzen würden in der Regel nur wenige von diesem Personalabbau betroffene Arbeitnehmer sofort eine neue Beschäftigung finden. Viele dieser Arbeitnehmer würden nach einer betriebsbedingten Kündigung zunächst arbeitslos sein. An dieser Stelle setzt die 'Transferkurzarbeit' als Auffanglösung und als besondere Form der Kurzarbeit ein. Mit der Transferkurzarbeit soll der Übergang aus der Beschäftigung im bisherigen Betrieb in eine neue Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber erleichtert, für die Übergangszeit die Arbeitslosigkeit vermieden und der Arbeitnehmer durch den Bezug von Transferkurzarbeitergeld finanziell abgesichert werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Work sharing during the Great Recession: new developments and beyond (2013)
Messenger, Jon C.; Ghosheh, Naj;Zitatform
Messenger, Jon C. & Naj Ghosheh (Hrsg.) (2013): Work sharing during the Great Recession. New developments and beyond. Genf, 312 S. DOI:10.4337/9781782540885
Abstract
"Work sharing is a labour market instrument based on the reduction of working time, which is intended to spread a reduced volume of work over the same (or similar) number of workers in order to avoid layoffs. In times of economic crisis, work sharing can also permit businesses to retain their skilled workforces, thus minimizing firing and (re)hiring costs, preserving functioning plants and bolstering staff morale during difficult times. If work-sharing policies are properly designed and implemented, the result can be a 'win-win-win' solution for workers, businesses and governments.
This volume presents the concept and history of work sharing, how it can be used as a strategy for preserving jobs and also its potential for increasing employment - including the complexities and trade-offs involved. Work-sharing programmes used during the Great Recession of 2008-09 are analysed for several European countries (Germany's Kurzarbeit, and measures in Austria, Belgium, France and the Netherlands) and other countries around the world (Japan, Turkey, the United States and Uruguay). The volume synthesizes the lessons learned from these recent experiences and their implications for policy, and also considers how work sharing might go beyond being solely a crisis response tool to contribute to improved individual well-being, more sustainable economies, and ultimately, more equitable societies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Labor market effects of public policy (2013)
Zitatform
Siegloch, Sebastian (2013): Labor market effects of public policy. 201 S.
Abstract
In seiner Dissertation untersucht der Autor die Auswirkungen verschiedener politischer Maßnahmen auf den Arbeitsmarkt. Im Einzelnen analysiert werden 1. die Beschäftigungseffekte der Einführung verpflichtender Beschäftigungsmaßnahmen für Sozialhilfeempfänger (Workfare); 2. und 3. die Einkommens- und Beschäftigungseffekte der Gewerbesteuer; 4. die Auswirkungen der Einkommenssteuer auf die individuelle Wohlfahrt; 5. die Kurzarbeit während der Rezession 2008-09 und ihre stabilisierenden Effekte. Fazit: Workfare erhöht die Effizienz des Arbeitsmarktes und führt zu Beschäftigungseffekten von etwa einer Million Vollzeitäquivalenten. Negative Einkommenseffekte der Gewerbesteuer hängen im wesentlichen von der Tarifbindung eines Unternehmens ab. Weiterhin wirkt sich die regionale Gewerbesteuer negativ auf die Beschäftigung aus. Im Hinblick auf die Einkommenssteuer ergeben sich negative Effekte auf das Einkommen, jedoch erhöht diese das subjektive Wohlbefinden bei einer Präferenz für Umverteilung. (IAB)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Konjunkturelle Kurzarbeit, Mai 2013 (2013)
Abstract
"- Die Zahl der Kurzarbeiter ist von Januar auf Februar leicht zurückgegangen.
- Im langjährigen Vergleich liegt die Zahl der Kurzarbeiter nach wie vor auf einem normalen Niveau.
- Kurzarbeit wird (im Januar) verstärkt vor allem in der Möbel- und in der Automobilindustrie genutzt.
- Die Inanspruchnahme konzentriert sich auf Agenturen im Süden und Westen Deutschlands.
- Der durchschnittliche Arbeitsausfall lag im Oktober 2012 bei 26 Prozent. Damit ergibt sich ein Beschäftigtenäquivalent von 18.400.
- Größere Betriebe nehmen Kurzarbeit aktuell stärker in Anspruch als kleinere.
- Die Anzeigen für Kurzarbeit sind von März auf April angestiegen. Sie bewegen sich insgesamt auf einem im langjährigen Vergleich unauffälligen Niveau.
- Bei den Anzeigen ist keine regionale Ballung erkennbar.
- Von Januar bis April 2013 wurden für die Finanzierung der konjunkturellen Kurzarbeit rund 79,7 Mio EUR ausgegeben.
- Das Stimmungsbild in den Agenturen hellt sich weiter auf, es signalisieren weniger Agenturen einen erhöhten Beratungsbedarf seitens der Betriebe." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Was short-time work a miracle cure during the Great Recession?: the case of Germany and Italy (2012)
Arico, Fabio R.; Stein, Ulrike;Zitatform
Arico, Fabio R. & Ulrike Stein (2012): Was short-time work a miracle cure during the Great Recession? The case of Germany and Italy. In: Comparative Economic Studies, Jg. 54, H. 2, S. 275-297. DOI:10.1057/ces.2012.10
Abstract
"This paper considers the use of short-time work (STW) schemes as a device to mitigate the negative effects of the current global recession on employment levels. STW schemes have been regarded as a popular and successful counter-cyclical policy to maintain workers in employment. However, by comparing and contrasting the experience of Germany and Italy, we argue that the effectiveness of STW schemes should only be evaluated in relation to (i) the institutional set-up within which they operate, and (ii) the whole set of labour market policies adopted by each country." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Entwicklung und Perspektiven des deutschen Arbeitsmarktes (2012)
Bellmann, Lutz ; Crimmann, Andreas; Fuchs, Stefan ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Blien, Uwe ; Walwei, Ulrich ; Dieterich, Iris; Stops, Michael ; Ellguth, Peter; Spitznagel, Eugen; Fuchs, Johann ; Schwengler, Barbara ; Zika, Gerd ; Scholz, Theresa; Weyh, Antje ; Rothe, Thomas ; Gerner, Hans-Dieter; Rhein, Thomas; Feil, Michael; Ludewig, Oliver ; Zapf, Ines ; Kruppe, Thomas ; Dietz, Martin ; Konle-Seidl, Regina ; Hecht, Veronika ; Kohaut, Susanne ; Fuchs, Michaela ; Klinger, Sabine ;Zitatform
Bellmann, Lutz, Uwe Blien, Andreas Crimmann, Iris Dieterich, Martin Dietz, Peter Ellguth, Michael Feil, Johann Fuchs, Michaela Fuchs, Stefan Fuchs, Hans-Dieter Gerner, Veronika Hecht, Markus Hummel, Sabine Klinger, Susanne Kohaut, Regina Konle-Seidl, Thomas Kruppe, Oliver Ludewig, Thomas Rhein, Thomas Rothe, Theresa Scholz, Barbara Schwengler, Eugen Spitznagel, Michael Stops & Ulrich Walwei, Susanne Wanger, Gerd Zika, Antje Weyh & Ines Zapf (Mitverf.) (2012): Entwicklung und Perspektiven des deutschen Arbeitsmarktes. In: H. Brücker, S. Klinger, J. Möller & U. Walwei (Hrsg.) (2012): Handbuch Arbeitsmarkt 2013 : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 334), S. 13-92, 2012-07-16. DOI:10.3278/300776w013
Abstract
"Das Kapitel widmet sich der Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes in den Jahren 2006 bis Mitte 2011 - Jahren, in denen die wirtschaftliche Entwicklung durch außergewöhnliche Schwankungen geprägt war. Zunächst führte ein kräftiger Wirtschaftsaufschwung in Verbindung mit den positiven Wirkungen der Hartz-Reformen zu einem deutlichen Beschäftigungsplus: Es entstand mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als in früheren Aufschwungphasen, häufiger auch in Vollzeit. Dem Aufschwung folgte die schärfste Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik - die aber auf dem Arbeitsmarkt bemerkenswert wenig Spuren hinterließ, wie der Vergleich mit früheren Abschwungphasen, aber auch mit anderen Volkswirtschaften zeigt. Nach der Krise 2008/09 erholte sich die deutsche Wirtschaft rasch und im Jahr 2011 war die Lage auf dem Arbeitsmarkt sogar besser als vor der Krise.
Der zweite Abschnitt dieses Kapitels beleuchtet die Entwicklung des Arbeitsmarktes jeweils für die drei konjunkturellen Phasen, in denen sich die wirtschaftliche Entwicklung von 2006 bis 2011 vollzogen hat: der Aufschwung von 2006 bis zum ersten Quartal 2008, die scharfe, aber kurze Rezession zwischen dem zweiten Quartal 2008 und dem ersten Quartal 2009 sowie die Erholung und der erneute Aufschwung zwischen dem zweiten Quartal 2009 und dem dritten Quartal 2011. Dabei wird die Entwicklung des Arbeitsangebots, der Arbeitsnachfrage und der Unterbeschäftigung skizziert. Besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung der Arbeitszeit und auf regionale Unterschiede gelegt. Eingehender analysiert werden auch die hohe Dynamik, mit der Beschäftigungsverhältnisse im Allgemeinen entstehen und verschwinden und mit der Personen in Arbeitslosigkeit wechseln bzw. diese verlassen, sowie die zunehmende Bedeutung atypischer Erwerbsformen.
Den Auswirkungen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 auf den deutschen Arbeitsmarkt kommt in diesem Kapitel besondere Aufmerksamkeit zu. Das Zusammentreffen kurz- und langfristig wirksamer Effekte macht sie zu einem singulären Ereignis, aus dem sich dennoch einige Schlussfolgerungen für die Zukunft ziehen lassen. Deshalb werden im Abschnitt 3 die Instrumente und Strategien analysiert, die den Arbeitsmarkt während der Krise stützen sollten bzw. gestützt haben. Dazu gehören die Konjunkturprogramme ebenso wie die unternehmerische Entscheidung, Arbeitskräfte zu halten, flexible Modelle der Arbeitszeitgestaltung und das im internationalen Maßstab gut funktionierende System der Sozialpartnerschaft." (Textauszug, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Bellmann, Lutz ; Fuchs, Stefan ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Walwei, Ulrich ; Stops, Michael ; Schwengler, Barbara ; Zika, Gerd ; Weyh, Antje ; Ludewig, Oliver ; Dietz, Martin ; Konle-Seidl, Regina ; Kohaut, Susanne ; Fuchs, Michaela ;Weiterführende Informationen
Kapitel in E-Book Open Access -
Literaturhinweis
The response of German establishments to the 2008-2009 economic crisis (2012)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Hans-Dieter Gerner & Richard Upward (2012): The response of German establishments to the 2008-2009 economic crisis. (OECD social, employment and migration working papers 137), Paris, 51 S. DOI:10.1787/5k8x7gwmb3jc-en
Abstract
"We examine the response of a large panel of German establishments to the crisis in terms of their job flows (changes in employment) and consequent worker flows (hires, separations and layoffs). We analyse the extent to which job flows and worker flows at the establishment level are systematically related to institutional arrangements intended to promote flexibility such as Kurzarbeit (short-time work, STW) and Arbeitszeitkonten (working-time accounts, WTA). We find pronounced evidence of labour hoarding in the sense that labour productivity fell rapidly during the 2008-09 downturn, but we find no evidence that STW (or other policies) increased labour hoarding by reducing layoffs. This may well reflect the probable selection effects involved which are not accounted for by observable differences between STW and non- STW establishments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Resisting the crisis: short-time work in Germany (2012)
Zitatform
Crimmann, Andreas, Frank Wießner & Lutz Bellmann (2012): Resisting the crisis: short-time work in Germany. In: International Journal of Manpower, Jg. 33, H. 8, S. 877-900. DOI:10.1108/01437721211280362
Abstract
"After a brief glance at the global labour market after the financial meltdown the paper aims to explain some general mechanisms of short-time work in Germany. Furthermore it seeks to present an overview of the costs of short-time work for the establishments with respect to the latest labour market reforms in Germany. In the multivariate analyses with the IAB Establishment Panel the paper aims to identify the determinants of short-time work and its intensity in Germany. Thus it's goal is to contribute to the discussion of the modified and amended legislative framework for short-time work.
The microeconometric analysis is based on data from the IAB Establishment Panel, a representative survey of the labour demand in Germany. With data from the survey waves 2008-2010 the probability of the use of short-time work with probit regression models and its intensity with truncated regression models are explained.
The manufacturing industry as a German key industry was more affected than other sectors and suffered even harder. Despite the fact that the German labour administration has successfully reduced the bureaucracy of short-time work, the programme is still rather adopted by bigger establishments. German establishments have utilized their flexibility reserves and complementary short-time work to protect their core staff during the crisis. There is also some empirical evidence that the establishments tried to avoid brain drains. With the first signs of a recovery of the economy at the beginning of 2010 the establishments benefitted a lot from that strategy as they were instantly able to satisfy increasing demands in their markets again. Empirical evidence is also found that establishments made more intensive use of short-time work the harder they were suffering from the crisis.
For the first time the latest data from the survey wave 2010 of the IAB Establishment Panel is used and compared with the 2009 survey wave. The structure of the panel questionnaire allows the implementation of some specific questions concerning the use of short-time work. The IAB Establishment Panel has a sample size of approximately 16,000 cases." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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The unexpected appearance of a new German model (2012)
Eichhorst, Werner;Zitatform
Eichhorst, Werner (2012): The unexpected appearance of a new German model. (IZA discussion paper 6625), Bonn, 24 S.
Abstract
"Most Continental European labour markets and welfare states underwent a substantial transformation over the last two decades moving from a situation of low employment and limited labour market inequality to higher employment, but also more inequality. Germany is a case in point as it exhibits growing employment figures and growing shares of low pay and non-standard work. Furthermore, the German labour market has been remarkably resilient during the recent crisis. How can this be explained? The paper claims that changes in labour market institutions such as unemployment benefits, active labour market policies and employment protection play a major role, but changes in industrial relations at the sectoral level and individual firms' staffing practices are equally important in explaining actual labour market outcomes. Regarding labour market institutions, the pattern found in Germany shows sequences of de- and re-regulatory reforms of employment protection and increasing or decreasing unemployment benefit generosity, both mostly addressing the margins of the labour market, i.e. 'outsiders', and contributing to a growing dualisation of the employment system. The institutional status of 'insiders' was hardly affected by legislative changes. This dualisation trend was reinforced by micro-level dynamics in industrial relations and company employment practices where we can observe growing reliance on mechanisms of internal flexibility for the skilled core work force and increasing use of non-standard types of employment in less specifically skilled occupations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The role of short-time working schemes during the global financial crisis and early recovery: a cross-country analysis (2012)
Hijzen, Alexander; Martin, Sebastien;Zitatform
Hijzen, Alexander & Sebastien Martin (2012): The role of short-time working schemes during the global financial crisis and early recovery. A cross-country analysis. (OECD social, employment and migration working papers 144), Paris, 38 S. DOI:10.1787/5k8x7gvx7247-en
Abstract
"There has been a strong interest in short-time work (STW) schemes during the global financial crisis. Using data for 23 OECD countries for the period 2004 Q1 to 2010 Q4, this paper analyses the quantitative effects of STW programmes on labour market outcomes by exploiting the country and time variation in STW take-up rates. The analysis takes account of differences in institutional settings across countries that might affect the relationship between labour market outcomes and output and also addresses the endogeneity of STW take-up with respect to labour market conditions. Moreover, special attention is given to the dynamic aspects of the relationship between output and labour market outcomes. The results indicate the STW raises hours flexibility by increasing the output elasticity of working time and helps to preserve jobs in the context of a recession by making employment and unemployment less elastic with respect to output. A key finding is that the timing of STW is crucial. While STW helped preserving a significant number of jobs during the crisis, its continued use during the recovery may have slowed the job-content of the recovery. By the end of 2010, the net effect of STW on employment was negligible or may even have become negative. However, the gross impact of STW on the number of jobs saved per quarter remains large and positive in the majority of countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zur Beitragsfinanzierung des Kurzarbeitergeldes (2012)
Münstermann, Leonard;Zitatform
Münstermann, Leonard (2012): Zur Beitragsfinanzierung des Kurzarbeitergeldes. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 92, H. 11, S. 763-769. DOI:10.1007/s10273-012-1452-6
Abstract
"Der Einsatz von Kurzarbeit in der Wirtschaftskrise hat dazu beigetragen, dass die Arbeitslosenquote trotz Rezession nahezu konstant geblieben ist. Dabei kam das Kurzarbeitergeld vorwiegend sozialversicherungspflichtig Beschäftigten größerer Betriebe zugute. Dieser Beitrag geht der Frage nach, ob eine Finanzierung aus Beitragsmitteln der Arbeitslosenversicherung angemessen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Bedeutung des Kurzarbeitergeldes im Mittelstand (2012)
Zitatform
Münstermann, Leonard, Stefan Schneck & Hans-Jürgen Wolter (2012): Die Bedeutung des Kurzarbeitergeldes im Mittelstand. (IfM-Materialien 215), Bonn, 47 S.
Abstract
"Der Beitrag befasst sich mit der Nutzung der (konjunkturellen) Kurzarbeit durch mittelständische Betriebe. Es zeigte sich, dass kleine und mittelgroße Betriebe dieses Instrument deutlich seltener als ihre großbetrieblichen Pendants nutzen: im Juni 2009 ließen nur etwa 1,6 Prozent der kleinen und 7,4 Prozent der mittelgroßen Betriebe kurzarbeiten, wohingegen das in 19,7 % der großen Betriebe mit mindestens 500 Beschäftigten der Fall war. Zur Finanzierung tragen über die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung hingegen alle Betriebe gleichermaßen bei. Da das Kurzarbeitergeld als originäre Leistung der Arbeitslosenversicherung anzusehen ist, kommt es dennoch nicht zu einer Benachteiligung des Mittelstandes. Daher ist es aus Sicht des Mittelstandes ein sinnvolles Instrument, um unabwendbare und nicht dauerhafte Ereignisse abzufedern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employers' selection behavior during short-time work (2012)
Scholz, Theresa;Zitatform
Scholz, Theresa (2012): Employers' selection behavior during short-time work. (IAB-Discussion Paper 18/2012), Nürnberg, 66 S.
Abstract
"Während der Rezession der Jahre 2008 und 2009 sank das BIP in Deutschland stark. Nichtsdestotrotz blieb das Beschäftigungsniveau überraschend stabil. Das sogenannte deutsche Arbeitsmarktwunder wird oft auf die intensive Nutzung von Kurzarbeit zurückgeführt. Trotz des Wiederauflebens dieses Instruments, ist über die von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten wenig bekannt. Diese Studie analysiert, ob Arbeitgeber bestimmte Personen für Kurzarbeit auswählen, wobei der Einfluss des Humankapitals im Vordergrund steht. Die Analyse stützt sich auf einen einzigartigen linked-employer-employee Datensatz zu Kurzarbeitern im Arbeitsagenturbezirk Nürnberg. Unter Verwendung von Methoden der Ereignisanalyse werden Übergangsraten aus regulärer Beschäftigung in Kurzarbeit geschätzt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Arbeitgeber ein breites Spektrum an Arbeitnehmern für Kurzarbeit auswählen, unabhängig von deren Humankapital. Befürchtungen, dass Kurzarbeit hauptsächlich auf eine bestimmte Gruppe von Arbeitnehmern angewendet wird, werden nicht bestätigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Management responses to the global financial crisis in Germany: adjustment mechanisms at establishment level (2012)
Zitatform
Zagelmeyer, Stefan, Markus Heckmann & Anja Kettner (2012): Management responses to the global financial crisis in Germany. Adjustment mechanisms at establishment level. In: The international journal of human resource management, Jg. 23, H. 16, S. 3355-3374. DOI:10.1080/09585192.2012.689162
Abstract
"Between 2008 and 2010, the German economy faced the most serious economic downturn since the Second World War. The German Federal government, the state governments and the social partners have introduced and/or adapted a wide range of policy instruments to cope with the situation. Companies affected by the crisis have applied a number of adjustment policies, ranging from the exploration of new markets to wage reductions to redundancies. This article reports on and analyses the impact of the global financial crisis at company level, focussing on management responses among those establishments that were affected by the crisis. Drawing on representative data form the German Job Vacancy Survey, it investigates internal and external influences on the company's choice of establishment-specific adjustment policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Konjunkturelle Kurzarbeit, Dezember 2012 (2012)
Abstract
"- Seit März 2012 sank die Zahl der Kurzarbeiter im Vormonatsvergleich, im September wurde erstmals wieder ein Anstieg verzeichnet. Dieser fällt stärker aus als in den Vorjahren, insgesamt ist das Niveau aber nach wie vor vergleichsweise niedrig.
- Kurzarbeit wird (im August 2012) verstärkt in der Möbelindustrie und bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen genutzt.
- Die Inanspruchnahme ist regional begrenzt.
- Der durchschnittliche Arbeitsausfall lag im Mai 2012 bei 26 Prozent. Damit ergibt sich ein Beschäftigtenäquivalent von 17.000.
- Zwischen den einzelnen Betriebsgrößenklassen zeigen sich nur leichte Unter-schiede in der Inanspruchnahme von Kurzarbeit.
- Die Anzeigen für Kurzarbeit sind im November 2012 angestiegen, bewegen sich insgesamt aber nach wie vor auf einem normalen Niveau.
- Auch bei den Anzeigen ist kein flächendeckender Anstieg zu verzeichnen.
- Im November 2012 wurden für die Finanzierung der konjunkturellen Kurzarbeit rund 12,4 Mio. EUR ausgegeben, knapp 2 Prozent der Summe, die im Juli 2009 aufgewendet werden musste.
- Die Agenturen signalisieren einen erhöhten Beratungsbedarf seitens der Betriebe." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Distributional consequences of labor-demand shocks: the 2008-09 recession in Germany (2011)
Zitatform
Bargain, Olivier, Herwig Immervoll, Andreas Peichl & Sebastian Siegloch (2011): Distributional consequences of labor-demand shocks. The 2008-09 recession in Germany. (CESifo working paper 3403), München, 27 S.
Abstract
"The distributional consequences of the recent economic crisis are still broadly unknown. While it is possible to speculate which groups are likely to be hardest-hit, detailed distributional studies are still largely backward-looking due to a lack of real-time microdata. This paper studies the distributional and fiscal implications of output changes in Germany 2008-09, using data available prior to the economic downturn. We first estimate labor demand on 12 years of detailed, administrative matched employer-employee data. The distributional analysis is then conducted by transposing predicted employment effects of actual output shocks to household-level microdata. A scenario in which labor demand adjustments occur at the intensive margin (hour changes), close to the German experience, shows less severe effects on income distribution compared to a situation where adjustments take place through massive layoffs. Adjustments at the intensive margin are also preferable from a fiscal point of view. In this context we discuss the cushioning effect of the tax-benefit system and the conditions under which German-style work-sharing policies can be successful in other countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zwischen "Beschäftigungswunder" und "Lohndumping"?: Tarifpolitik in und nach der Krise (2011)
Bispinck, Reinhard; Rothe, Karsten; Schroth, Heidi; Feltrini, Bärbel; Schulten, Thorsten; Horn, Gustav A. ; Weinkopf, Claudia ; Ohl, Kay; Worthmann, Georg; Hartmann, Wilfried; Zeitler, Guido; Bosch, Gerhard; Jungvogel, Christian;Zitatform
Bispinck, Reinhard (Hrsg.) (2011): Zwischen "Beschäftigungswunder" und "Lohndumping"? Tarifpolitik in und nach der Krise. Hamburg: VSA-Verlag, 149 S.
Abstract
"Mit Bravour aus der Krise - oder auf dem Leiharbeitspfad noch tiefer in den Niedriglohnsektor hinein? In diesem Buch werden Instrumente der Beschäftigungs- und Existenzsicherung aufgezeigt. Während die offiziell ausgewiesene Arbeitslosigkeit in Spanien auf über 20% angestiegen ist, konnten hierzulande Massenentlassungen im Krisenverlauf verhindert werden. Vom 'deutschen Beschäftigungswunder' ist die Rede - gar von der 'Perspektive Vollbeschäftigung'. Meist steht 'Kurzarbeit' als Überschrift über dem 'Erfolgsmodell'. In diesem Buch wird gezeigt, wie Beschäftigungssicherung in zentralen Krisenbranchen tarifpolitisch organisiert worden ist und was daraus für die Zukunft gelernt werden kann. Die andere Seite hinter der Erfolgsstory zeigt: 6,55 Millionen Beschäftigte bekommen in Deutschland nicht mehr als einen Niedriglohn. Bei gut der Hälfte liegt er unter sechs Euro. 'Lohndumping' lautet der Vorwurf der europäischen Nachbarn. Was ist da dran? Was ist dagegen zu tun? Gewerkschaftliche Tarifexperten und Wissenschaftler geben Antwort." (Textauszug, IAB-Doku)
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Short-time work benefits revisited: some lessons from the Great Recession (2011)
Zitatform
Boeri, Tito & Herbert Brücker (2011): Short-time work benefits revisited. Some lessons from the Great Recession. In: Economic policy, Jg. 26, H. 68, S. 697-765., 2011-07-04. DOI:10.1111/j.1468-0327.2011.271.x
Abstract
Die weltweite Rezession führte zu einer Wiederbelebung des Instruments der Kurzarbeit in der OECD. In vielen Ländern wurden Kurzarbeits-Programme aufgelegt oder ausgeweitet. In einigen Ländern wie Italien, Japan oder Deutschland waren im Laufe der Rezession 2,5 bis 5 Prozent der Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen. In dem Beitrag werden die Gründe für Kurzarbeit und ihre Arbeitsmarkteffekte aus Querschnitts- und Längsschnittsperspektive untersucht. Es zeigt sich, dass Kurzarbeit während der Rezession dazu beigetragen hat, Arbeitsplatzabbau zu verringern. Allerdings ist die Anzahl der Arbeitsplätze, die erhalten wurden, geringer als die Vollzeitäquivalente, was auf beträchtliche Wohlfahrtsverluste hinweist. Andere Institutionen wie Betriebsvereinbarungen über Arbeitszeiten, Lohn- und Beschäftigtenniveaus können effektiver als Kurzarbeit bei vorübergehenden Schocks die Anpassung an die intensive Grenze fördern. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass es nicht möglich ist, das Instrument der Kurzarbeit auf andere Länder zu übertragen, deren Institutionen ganz anders gestaltet sind, da der Einsatz von Kurzarbeit von Institutionen wie Kündigungs- und Tarifrecht beeinflusst wird. Die Analyse betrieblicher Daten für Deutschland auf der Mikroebene liefert ermutigende Ergebnisse bezüglich der Effizienz von Kurzarbeit und weist auf eher moderate Wohlfahrtsverluste hin. Dies wird durch die spezielle Ausgestaltung der Kurzarbeit in Deutschland erklärt, die das Moral-Hazard-Problem von Kurzarbeit effizient regelt: Das deutsche Modell der Kurzarbeit bietet keinen Anreiz zu einer hundertprozentigen Reduktion der Stundenzahl und folgt dem Prinzip des Experience-Rating. (IAB)
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Literaturhinweis
What explains the German labor market miracle in the Great Recession? (2011)
Zitatform
Burda, Michael C. & Jennifer Hunt (2011): What explains the German labor market miracle in the Great Recession? In: Brookings Papers on Economic Activity H. Spring, S. 273-319.
Abstract
"Germany experienced an even deeper fall in GDP in the Great Recession than the United States, with little employment loss. Employers' reticence to hire in the preceding expansion, associated in part with a lack of confidence it would last, contributed to an employment shortfall equivalent to 40 percent of the missing employment decline in the recession. Another 20 percent may be explained by wage moderation. A third important element was the widespread adoption of working time accounts, which permit employers to avoid overtime pay if hours per worker average to standard hours over a window of time. We find that this provided disincentives for employers to lay off workers in the downturn. Although the overall cuts in hours per worker were consistent with the severity of the Great Recession, reduction of working time account balances substituted for traditional government-sponsored short-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Qualifizierung in Kurzarbeit (2011)
Heidemann, Winfried;Zitatform
Heidemann, Winfried (2011): Qualifizierung in Kurzarbeit. Düsseldorf, 12 S.
Abstract
"Qualifizierung während Kurzarbeit wird in der Wirtschaftskrise 2009/2010 als ein Mittel für eine produktive Überbrückung des Konjunktureinbruchs angesehen. Dieses Papier stellt die verschiedenen Formen der Kurzarbeit und die Neuregelungen durch das Konjunkturpaket II der Bundesregierung dar und nennt vorliegende Erfahrungen mit Qualifizierung in Kurzarbeit. Während Kurzarbeit als solche durch gemeinsames Wirken von Unternehmensleitungen und Betriebsräten breit genutzt wurde und nach weithin übereinstimmender Auffassung ganz maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Arbeitslosigkeit in der Krise geringer gestiegen ist als in anderen Ländern und Deutschland die Krise schneller überwunden hat, wurde die Kombination mit Qualifizierung nur selten genutzt. Voraussetzung für ein Gelingen der Verbindung von Kurzarbeit mit Qualifizierung ist eine vorhandene betriebliche Weiterbildungsstrategie und eine betriebliche Kultur der Weiterbildung, in der Motivation der Beschäftigten zur Teilnahme wachsen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The role of short-time work schemes during the 2008-09 recession (2011)
Hijzen, Alexander; Venn, Danielle;Zitatform
Hijzen, Alexander & Danielle Venn (2011): The role of short-time work schemes during the 2008-09 recession. (OECD social, employment and migration working papers 115), Paris, 46 S. DOI:10.1787/5kgkd0bbwvxp-en
Abstract
"The present paper provides the most comprehensive assessment to date of the impact of short-time work (STW) schemes during the 2008-09 crisis. The analysis covers 19 OECD countries, 11 of which operated a short-time work scheme before the crisis, five countries introduced a new scheme during the crisis period and three countries never had a short-time work scheme. In order to identify the causal effects of short-time work, a difference-in-differences approach is adopted that exploits the variation in labour-adjustment patterns and the intensity with which STW schemes are used across countries and time. The estimates support the conclusion that STW schemes had an economically important impact on preserving jobs during the economic downturn, with the largest impacts of STW on employment in Germany and Japan among the 16 countries considered. However, the positive impact of STW was limited to workers with permanent contracts, thereby further increasing labour market segmentation between workers in regular jobs and workers in temporary and part-time jobs. The estimated jobs impact is smaller than the potential number of jobs saved as implied by the full-time equivalent number of participants in short-time work, suggesting that STW schemes end up supporting some jobs that would have been maintained in the absence of the subsidy. However, the estimated deadweight is less than that usually estimated for other job subsidy measures. As the OECD area is only just starting to emerge from the crisis, it is still too early to assess the impact of STW schemes in the longer term. Indeed, the main concerns about STW schemes relate to their potentially adverse impacts on the vigour of employment growth during the recovery and economic restructuring in the longer run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Short-time work in German firms (2011)
Zitatform
Hoffmann, Marina & Stefan Schneck (2011): Short-time work in German firms. In: Applied economics quarterly, Jg. 57, H. 4, S. 233-254.
Abstract
"The aim of this paper is twofold. First, we describe determinants for the use of short-time work during the economic recession 2008/2009. Second, post-crisis changes in turnover and employment are analyzed with focus on the use of short-time work. The analysis is restricted to firms in the manufacturing sector in Germany. We present evidence that small firms are less likely to utilize short-time work. With respect to the post-crisis economic development, multivariate analysis suggests that short-time work is significantly negatively correlated with employment growth even after accounting for changes in turnover. This might indicate a period of jobless growth after utilization of short-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kurzarbeit in Deutschland und Österreich: Endbericht (2011)
Hofstätter, Maria; Marterbauer, Markus; Mahringer, Helmut; Haas, Silvia; Rückert, Eva; Bock-Schappelwein, Julia; Fuchs, St.; Putz, Sabine; Gabriel, Doris;Zitatform
Hofstätter, Maria, Sabine Putz, Julia Bock-Schappelwein, Helmut Mahringer & Eva Rückert (2011): Kurzarbeit in Deutschland und Österreich. Endbericht. (WIFO-Monographien 02/2011), Wien, 53 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der internationalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 wurden die Regelungen für die konjunkturbedingte Kurzarbeit in Deutschland und Österreich angepasst, der Zugang zur Förderung wurde erleichtert und die Förderung finanziell attraktiver gestaltet. Im 1. Halbjahr 2009 war in beiden Ländern ein massiver Anstieg der Zahl der Personen in Kurzarbeit zu verzeichnen, der in Deutschland stärker ausfiel als in Österreich. Die in beiden Ländern implementierten Anreizmechanismen, welche die Weiterbildung während der Kurzarbeit forcieren sollten, wurden aber in beiden Ländern wenig in Anspruch genommen. Der Bericht diskutiert mögliche Gründe für die unterschiedliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit und Qualifizierungsangeboten während der Kurzarbeit mit besonderem Fokus auf den formalen und finanziellen Rahmenbedingungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Did recruitment problems account for the German job miracle? (2011)
Zitatform
Klinger, Sabine, Martina Rebien, Markus Heckmann & Jörg Szameitat (2011): Did recruitment problems account for the German job miracle? In: International review of business research papers, Jg. 7, H. 1, S. 265-281., 2011-01-10.
Abstract
Als Grund für die robuste Reaktion des deutschen Arbeitsmarkts während der Wirtschaftskrise wird mitunter genannt, dass die Krise vor allem jene Betriebe betraf, die im Aufschwung zuvor über Besetzungsschwierigkeiten geklagt hatten. Folglich hätten sie einen Anreiz gehabt, Personal zu halten und so das Risiko der Wiedereinstellung zu hohen Kosten zu senken. Dieses Papier untersucht die Personalmangel-Personalhortungs-Hypothese empirisch. Wir nutzen dafür einzigartige Befragungsdaten über deutsche Betriebe und wenden Propensity Score Matching an, um statistische Zwillinge zu identifizieren, die sich ausschließlich durch ihre Erfahrung mit Rekrutierungsschwierigkeiten im Jahr 2008 unterscheiden. Wir vergleichen dann diese Betriebe mit ihrer Kontrollgruppe hinsichtlich der Nutzung von Kurzarbeit und anderen Maßnahmen zur Reduzierung der Arbeitszeit und der Arbeitskosten. Allerdings gibt es nach dem Matching keine signifikanten Unterschiede. Wir finden keine Bestätigung der These, dass in Deutschland Personal vor allem deshalb gehalten wurde, weil die Betriebe zuvor Fachkräftemangel erlebt hatten.
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Literaturhinweis
Potenziale der Kurzarbeit (2011)
Zitatform
Mandl, Irene & Massimiliano Mascherini (2011): Potenziale der Kurzarbeit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 64, H. 7, S. 363-368. DOI:10.5771/0342-300X-2011-7-363
Abstract
"Zwischen 2008 und 2009 hat sich die Zahl der europäischen Kurzarbeiter und Kurzarbeiterinnen aus wirtschaftlichen Gründen verdreifacht. Betroffen waren dabei insbesondere männliche Arbeitnehmer mittleren Alters mit niedrigem Qualifikationsniveau, die in der Sachgüterproduktion tätig sind. In zahlreichen europäischen Ländern wurden während der Rezession öffentliche Instrumente zur Unterstützung der Kurzarbeit eingeführt oder adaptiert, wobei insbesondere der rasche Konsens zwischen Regierung, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretung über den Einsatz der Kurzarbeit zum Erfolg der Maßnahmen wesentlich beitrug. Obwohl die Instrumente europaweit die gleiche Zielsetzung - den Erhalt von Arbeitsplätzen in einer vorübergehenden Krise - verfolgen, unterscheidet sich ihre konkrete Ausgestaltung von Land zu Land deutlich. Wenngleich diese Unterschiede mit den variierenden Charakteristika der jeweiligen Arbeitsmärkte, gesetzlichen und institutionellen Rahmenbedingungen erklärbar sind, versucht der Beitrag, über solche strukturellen Differenzen hinweg 'Good Practice Elemente' für die Ausgestaltung von Kurzarbeitsunterstützung zu identifizieren, die, so das Plädoyer, auch bei individueller Unternehmensrestrukturierung zum Einsatz kommen sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The economic crisis as a trigger of convergence? Short-time work in Italy, Germany and Austria (2011)
Zitatform
Sacchi, Stefano, Federico Pancaldi & Claudia Arisi (2011): The economic crisis as a trigger of convergence? Short-time work in Italy, Germany and Austria. In: Social policy and administration, Jg. 45, H. 4, S. 465-487. DOI:10.1111/j.1467-9515.2011.00785.x
Abstract
"In all European countries, emergency policy measures have been introduced in order to counteract the employment consequences of the economic crisis. In the context of variously composed anti-crisis packages, many European countries have used Short-Time Work (STW) schemes, that is measures to subsidize a temporary reduction in working time intended to maintain an employment relationship. This article focuses on the issue of whether the economic crisis has spurred any convergence in the use of STW in three social-insurance countries - Austria, Germany and Italy - or whether policy change has rather occurred in a path-dependent fashion. In order to do so, the article also adopts a systemic approach, focusing on relationships of complementarity or functional substitution and equivalence among the various schemes comprising income maintenance systems to tackle the risks of partial or total unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labor market policy in the Great Recession: some lessons from Denmark and Germany (2011)
Schmitt, John;Zitatform
Schmitt, John (2011): Labor market policy in the Great Recession. Some lessons from Denmark and Germany. (CEPR reports 2011-05), Washington, D.C., 25 S.
Abstract
"This paper reviews the recent labor-market performance of 21 rich countries, with a focus on Denmark and Germany. Denmark, which was widely seen as one of the world's most successful labor markets before the downturn, has struggled in recent years. Germany, however, has outperformed the rest of the world's rich countries since 2007, despite earlier labor-market difficulties. Labor-market institutions seem to explain the different developments in the two economies. Danish institutions - which include extensive opportunities for education, training, and placement of unemployed workers - appear to perform well when the economy is at or near full employment, but have not been effective during the downturn. German labor-market institutions, which emphasize job security by keeping workers connected to their current employers, may have drawbacks when the economy is operating at or near full employment, but have performed well in the Great Recession. The paper also discusses lessons for U.S. labor-market policy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kurzarbeit in Nürnberg: Beruflicher Zwischenstopp oder Abstellgleis? (2011)
Scholz, Theresa; Sprenger, Christian; Bender, Stefan;Zitatform
Scholz, Theresa, Christian Sprenger & Stefan Bender (2011): Kurzarbeit in Nürnberg: Beruflicher Zwischenstopp oder Abstellgleis? (IAB-Kurzbericht 15/2011), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Als 'German Jobwunder' bezeichnet man mittlerweile die überraschend stabile Arbeitsmarktsituation in Deutschland während und nach der globalen Rezession in Folge der Finanzmarktkrise der Jahre 2008 und 2009. Im internationalen Vergleich ging die Krise in Deutschland nur mit einem geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit einher. Die starke Nutzung von Kurzarbeit leistete dazu einen wichtigen Beitrag. Am Beispiel der kurzarbeitenden Betriebe in Nürnberg wird untersucht, wer die Kurzarbeiter sind und in welchem Ausmaß sie von Kurzarbeit betroffen waren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Kurzarbeit in der Stadt Nürnberg - Betriebe und Personen - Juni 2008 bis Juni 2010
- Kurzarbeiter nach ihrer bisherigen Bezugsdauer im jeweiligen Monat
- Veränderung der Einkommensstruktur der Kurzarbeiter in der Stadt Nürnberg
- Verteilung der individuellen Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld
- Veränderung der Altersstruktur der Kurzarbeiter in der Stadt Nürnberg
- Beginn und Ende des Einsatzes von Kurzarbeit in Betrieben der Stadt Nürnberg
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Literaturhinweis
Germany: A job-centred approach (2011)
Tobin, Steven; Dietz, Martin ; Escudero, Verónica ; Stops, Michael ; Ha, Byunghin; Walwei, Ulrich ; Khatiwada, Sameer;Zitatform
Tobin, Steven, Martin Dietz, Verónica Escudero, Michael Stops, Byunghin Ha, Ulrich Walwei & Sameer Khatiwada (sonst. bet. Pers.) (2011): Germany: A job-centred approach. (Studies on growth with equity), Geneva, 116 S.
Abstract
"Deutschland erlebte in der Folge der Krise des Jahres 2008 einen der stärksten Produktionseinbrüche und trotzdem ging die Zahl der Beschäftigten nur marginal zurück. Dieses bemerkenswerte beschäftigungspolitische Ergebnis ist erstens auf Anpassungen in Form von kürzeren Arbeitszeiten statt Entlassungen zurück zu führen, zweitens auf die Förderung der Kurzarbeit durch die Regierung, drittens auf verstärkte Unterstützung der größten Risikogruppen, viertens auf breit angelegte makroökonomische Unterstützungsmaßnahmen und schließlich spielte der soziale Dialog eine große Rolle. Mit Blick in die Zukunft muss erstens sichergestellt werden, dass die Arbeitsuchenden Leistungen erhalten und gut ausgestaltete Arbeitsvermittlungsdienste in Anspruch nehmen können, zweitens, dass sich die Chancen von Risikogruppen verbessern, da ein Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung zu erwarten ist, drittens, dass die Löhne in dem Maße steigen wie die Produktivität und Unternehmen, insbesondere KMU, brauchen einen besseren Zugang zu finanziellen Mitteln für ihre Investitionsvorhaben. Soziale Integrationsmaßnahmen waren von entscheidender Bedeutung für den deutschen Erfolg bei der Bewältigung der Krise und sollten als Grundlage für zukünftige Maßnahmen dienen." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
deutsche Kurzfassung -
Literaturhinweis
Germany's Short Time Compensation Program: macroeconom(etr)ic insight (2011)
Will, Henner;Zitatform
Will, Henner (2011): Germany's Short Time Compensation Program. Macroeconom(etr)ic insight. (IMK working paper 2011,01), Düsseldorf, 19 S.
Abstract
"Short Time Compensation (STC) was a key program in Germany to fight the crisis. However, STC is quite an old tool: in the past 100 years it has been used quite often and is very multifunctional. It stabilized employment in every kind of macroeconomic shock. After a brief look into the institutional and quantitative development of STC in Germany, this paper tries to answer the question whether STC prevents Schumpeterian creative destruction and structural change in economic downturns. With the help of a VAR-Model we can analyze interdependencies between the business cycle, STC and unemployment, finding evidence for a bridging function of STC. A closer look at the pro-cyclical average stoppage supports the thesis that most of the enterprises using STC are fundamentally economically healthy, that is, STC does not prevent structural change in downturns." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
20 Jahre Deutsche Einheit - Ein Vergleich der west- und ostdeutschen Betriebslandschaft im Krisenjahr 2009: Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2009 (2010)
Zitatform
Bechmann, Sebastian, Vera Dahms, Agnes Fischer, Marek Frei & Ute Leber (2010): 20 Jahre Deutsche Einheit - Ein Vergleich der west- und ostdeutschen Betriebslandschaft im Krisenjahr 2009. Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2009. (IAB-Forschungsbericht 06/2010), Nürnberg, 123 S.
Abstract
"20 Jahre nach der Deutschen Einheit haben sich die Lebensverhältnisse und die wirtschaftliche Grundlage Ostdeutschlands in vielen Bereichen denen Westdeutschlands angenähert. Angesichts dieses Jahrestages und vor dem Hintergrund der sich im Herbst 2008 verschärfenden globalen Finanzkrise analysiert der Forschungsbericht mit den Daten des IAB-Betriebspanels den deutschen Arbeitsmarkt aus betrieblicher Perspektive in einem Ost-West-Vergleich. Wie ist der Stand des innerdeutschen Angleichungsprozesses zu bewerten? Wie hat sich die globale Finanzkrise auf die deutsche Wirtschaft ausgewirkt?
Das IAB-Betriebspanel zeigt, dass zwischen West- und Ostdeutschland strukturelle Unterschiede bestehen, die sich negativ auf die Produktivität Ostdeutschlands auswirken (z. B. relativ kleiner industrieller Sektor, wenige Großbetriebe, weniger wissensintensive Unternehmensdienstleistungen, geringere Exportorientierung, weniger Beschäftigte in hochproduktiven Betrieben).
Beschäftigung wurde in Ostdeutschland erstmals seit der Deutschen Einheit in den Jahren seit 2005 aufgebaut. Im Krisenjahr 2009 ist der Umfang der Gesamtbeschäftigung gestiegen (in Westdeutschland konstant geblieben) und der der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung konstant geblieben (in Westdeutschland gesunken). Die geringere Anbindung Ostdeutschlands an Exportmärkte und die bislang als unvorteilhaft bewertete Branchen- und Betriebsgrößenklassenstrukturen haben sich in der Phase des konjunkturellen Einbruchs 2009 offenkundig als Wettbewerbsvorteil erwiesen.
Atypische Beschäftigung wie Teilzeitarbeit, geringfügige oder befristete Beschäftigung und Leiharbeit nahm in den letzten Jahren an Bedeutung zu. Vor allem der Bedeutungszuwachs von befristeten Beschäftigungsverhältnissen ist auffallend. Der Anteil der befristeten Beschäftigungsverhältnisse an den Gesamtbeschäftigten etwa hat sich seit 1996 fast verdoppelt. Betriebe begründen die Nutzung dieser Beschäftigungsform vor allem mit dem zeitlich begrenzten Bedarf sowie mit den Flexibilitätsargumenten wie verlängerte Probezeit oder unsichere wirtschaftliche Entwicklung.
Im Krisenjahr 2009 wurde Kurzarbeit deutlich häufiger in Anspruch genommen als im wirtschaftlich vergleichbaren Jahr 2003. Vor allem Großbetriebe und Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe gehörten zu dieser Gruppe. Anteilig waren 2009 auch viermal so viele Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen wie sechs Jahre zuvor. Die Qualifizierung von Kurzarbeitern wurde relativ selten durchgeführt.
Die Anzahl ausbildungsberechtigter und tatsächlich ausbildender Betriebe ist in Ostdeutschland geringer als in Westdeutschland. Die Ausbildungsquote (Anzahl Auszubildender im Verhältnis zur Anzahl der Beschäftigten) ist in beiden Regionen Deutschlands aber nahezu identisch; allerdings wird in Ostdeutschland ein erheblicher Teil von außerbetrieblichen Einrichtungen getragen. Das führt dazu, dass die Übernahme- und Beschäftigungschancen von Ausbildungsabsolventen in Ostdeutschland geringer sind als in Westdeutschland. Umgekehrt weist Ostdeutschland eine höhere Weiterbildungsquote auf." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitik aus der "Mottenkiste"? Kurzarbeitergeld im Lichte politischer Interessen (2010)
Bogedan, Claudia;Zitatform
Bogedan, Claudia (2010): Arbeitsmarktpolitik aus der "Mottenkiste"? Kurzarbeitergeld im Lichte politischer Interessen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 63, H. 11, S. 577-583. DOI:10.5771/0342-300X-2010-11-577
Abstract
"Bereits während der Rezession infolge der Ölkrise in den 1970er Jahren hatten Politik, Arbeitgeber und Arbeitnehmer intensiv vom Kurzarbeitergeld (KUG) Gebrauch gemacht, um eine Brücke über das jeweilige Konjunkturtal zu bauen. Im aktuellen Abschwung wurde es erneut intensiv genutzt, obwohl viele das Instrument für überkommen hielten, da es in der vorangegangenen Krise praktisch keine Rolle gespielt hatte. Wie ist dieser Rückgriff in die 'Mottenkiste' der Arbeitsmarktpolitik zu erklären? Zur Beantwortung dieser Frage untersucht der Beitrag unterschiedliche Abschwungphasen auf die Nutzung des KUG und die politischen Reaktionsmuster. In drei von fünf Fällen wurde dabei KUG intensiv genutzt, um Beschäftigung im Abschwung zu sichern - immer dann, wenn die Politik es entsprechend generös ausgestaltete. Den Einsatz von Kurzarbeit treibt also nicht allein die konjunkturelle Entwicklung an, sondern auch die Politik, die immer wieder steuernd die KUG-Regulierungen derart modifiziert hat, dass sein Einsatz für Arbeitgeber und Arbeitnehmer attraktiv(er) wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kurzarbeit: Wichtige Stütze des Arbeitsmarktes in der Krise, aber keine Dauerlösung (2010)
Brautzsch, Ulrich; Will, Karl Henner;Zitatform
Brautzsch, Ulrich & Karl Henner Will (2010): Kurzarbeit: Wichtige Stütze des Arbeitsmarktes in der Krise, aber keine Dauerlösung. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 16, H. 8, S. 376-383.
Abstract
"Kurzarbeit hat sich als ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument bei der Bewältigung der Folgen der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit erwiesen. Dazu haben in erster Linie zeitlich befristete Neuregelungen zum Kurzarbeitergeld beigetragen, die diesen 'Klassiker' unter den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten für die Unternehmen wieder deutlich attraktiver gemacht haben. Die Zahl der Kurzarbeiter erreichte im Mai des Jahres 2009 mit über 1,5 Millionen Personen einen Stand, der seit dem Jahr 1991 nicht mehr erreicht worden war. Bezogen auf 100 Arbeitslose standen 45 Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Nur Mitte der 1970er Jahre und im Jahr 1991 wurde eine - bezogen auf die registrierten Arbeitslosen - höhere Entlastung durch Kurzarbeit erreicht. Die Zahl der Kurzarbeiter geht derzeit sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland zurück. Bemerkenswert ist die Zunahme der Dauer von Kurzarbeit. Mittlerweile werden schon 43% der Konjunkturkurzarbeiter seit über einem Jahr durch dieses Instrument gestützt. Die Gefahr einer Verstetigung von 'Langzeitkurzarbeit' nimmt zu, wenn die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld - wie zuletzt im November 2009 - weiter verlängert wird. Dadurch wird die Intention, mit Kurzarbeit einem temporären Arbeitsausfall zu begegnen, konterkariert. Generell ist zu bedenken, dass auch bei Kurzarbeit die Gefahr von Mitnahmeeffekten besteht. Vor dem Hintergrund einer deutlichen Aufhellung der Lage auf dem Arbeitsmarkt sollten nunmehr die großzügigen Regelungen für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld schrittweise zurückgenommen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kurzarbeit: Nützlich in der Krise, aber nun den Ausstieg einleiten (2010)
Zitatform
Brenke, Karl & Klaus F. Zimmermann (2010): Kurzarbeit: Nützlich in der Krise, aber nun den Ausstieg einleiten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 77, H. 16, S. 2-13.
Abstract
"In der jüngsten Krise wurde so stark wie nie zuvor mit Kurzarbeit auf rezessionsbedingte Arbeitsausfälle reagiert. Das hat den Anstieg der Arbeitslosigkeit in Grenzen gehalten. Inzwischen ist die Zahl der Kurzarbeiter deutlich zurückgegangen: Seit ihrem Höhepunkt im Frühjahr 2009 hat sie sich fast halbiert. Verbreitet war und ist Kurzarbeit vor allem in der Exportindustrie sowie in denjenigen Dienstleistungsbranchen, die mit der Industrieproduktion eng verbunden sind. Ende 2009 musste noch ein Sechstel der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer im Maschinenbau und in der Metallerzeugung die Arbeitszeit reduzieren, im Automobilbau war es jeder siebte. Betroffen sind vor allem Großbetriebe, von denen jeder sechste die Arbeitszeit verringert hat. Bei rückläufiger Zahl der Kurzarbeiter wächst der Anteil derjenigen, die schon eine längere Zeit ihre reguläre Arbeitszeit eingeschränkt haben. Es deutet sich daher an, dass sich ein Sockel an Langzeit- Kurzarbeitern herausbildet. In der Politik gibt es derzeit die Überlegung, die Zeit für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld nochmals auszudehnen. Besser als solche gesetzlichen Vorgaben sind tarifvertragliche Vereinbarungen wie in der Metallindustrie, bei denen die Tarifpartner einen größeren Teil der Kosten als bisher tragen. Dadurch werden Anreize vermieden, erforderliche Strukturanpassungen zu unterlassen. Das gerade beschlossene Vorhaben der Bundesregierung, Sozialbeiträge bis März 2012 zu übernehmen, schießt aber über das Ziel hinaus. Eine bis Mitte 2011 laufende entsprechende Regelung hätte völlig ausgereicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The German work-sharing scheme: an instrument for the crisis (2010)
Zitatform
Crimmann, Andreas, Frank Wießner & Lutz Bellmann (2010): The German work-sharing scheme. An instrument for the crisis. (Conditions of work and employment series 25), Geneva, 46 S.
Abstract
"Since the bank crash tossed the world into an economic crisis in the second half of 2008, politicians have been eagerly searching for interventions to ease the pain in the labour market. For the German labour market, Kurzarbeit (i.e. work sharing or short-time work allowance) may turn out to be the most important instrument of labour market policy.
This working paper takes an in-depth look at Germany's Kurzarbeit scheme, and how it has been used as an instrument to combat the economic and jobs crisis. It begins by reviewing the international context, comparing the economic and jobs situation in Germany with the European Union (EU) and the United States and demonstrating that, despite a much stronger decline in German GDP, unemployment in Germany has increased very modestly compared to the United States or the EU as a whole. The paper then reviews what work sharing is; the perspectives of both employers and employees; its use as a labour market policy tool; and how it works in Germany. The paper then follows developments in the use of work sharing during the crisis - first expanding in a dramatic fashion with the sharp drop in demand early in the crisis, reaching a peak in mid-2009, and then declining towards the end of that year. It analyses the types of establishments which have used work sharing and for how long; the costs of work sharing; and the extent to which work-sharing participants have participated in further training. The paper concludes with preliminary estimates of the effects of Kurzarbeit on employment in Germany during the present crisis, as well as the prospects for the future." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Beschäftigung mit Kurzarbeiterregelung weiter stabilisieren: öffentliche Anhörung von Sachverständigen vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 19. April 2010 (2010)
Deeke, Axel; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Deeke, Axel & Eugen Spitznagel (2010): Beschäftigung mit Kurzarbeiterregelung weiter stabilisieren. Öffentliche Anhörung von Sachverständigen vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 19. April 2010. (IAB-Stellungnahme 02/2010), Nürnberg, 11 S.
Abstract
"Im Jahr 2009 wurde die Inanspruchnahme von konjunktureller Kurzarbeit und Saison-Kurzarbeit zeitlich befristet bis 2010 erleichtert. Die rechtlichen Änderungen erfolgten vor dem Hintergrund der damals außerordentlich schwierigen wirtschaftlichen Situation und der negativen Aussichten für den Arbeitsmarkt. Die Attraktivität von Kurzarbeit ist durch die Neuregelung deutlich gestiegen. Insgesamt wurde dadurch der Anstieg der Arbeitslosigkeit abgeschwächt. In seiner Stellungnahme äußert sich das IAB zu einem Antrag der SPD-Fraktion, die Konditionen für Kurzarbeit zu verbessern. Eine Verlängerung der Erstattung von Sozialbeiträgen für Kurzarbeiter bis Ende 2011 würde die bestehende Regelung zur erleichterten Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld erhalten. Insbesondere kleinere Betriebe könnten davon profitieren, da sich abzeichnet, dass sie zunehmend Unterstützung mit dem Kurzarbeitergeld benötigen. Die Remanenzkosten, die den Betrieben auch bei einer vollen Erstattung der Sozialbeiträge verbleiben, wirken weiterhin möglichen Mitnahmeeffekten und dem Risiko von Strukturverhärtungen entgegen. Die Privilegierung von Mehrbetriebsunternehmen bei der vollen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge sollte aus der Sicht des IAB allerdings gestrichen werden. Eine weitere Unterstützung von Qualifizierungsmaßnahmen während Kurzarbeit erscheint sinnvoll. Dabei sollte die Förderung gering qualifizierter Kurzarbeiter vereinfacht werden. Daneben wäre eine Fortsetzung der bisher nur für 2009 und 2010 gültigen Europäischen Sozialfond (ESF)-Richtlinie begrüßenswert. Ratsam wäre auch, Sozialversicherungsbeiträge weiterhin ab dem ersten Monat voll zu erstatten, wenn berücksichtigungsfähige Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Eine Verlängerung der maximalen Bezugsfrist des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes auf 36 Monate zum jetzigen Zeitpunkt jedoch, könnte aus Sicht des IAB als Signal für eine mittelfristig gewährte Subvention missverstanden werden und das Risiko von Strukturverhärtungen erhöhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Anträge, die Gesamtstellungnahme und weitere Informationen -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitik mit dem Europäischen Sozialfonds: Analysen zur Umsetzung und zu den Wirkungen der Ergänzung des SGB III aus Mitteln des ESF - Endbericht der Begleitforschung zum ESF-BA-Programm 2000-2008 (2010)
Deeke, Axel;Zitatform
Deeke, Axel (2010): Arbeitsmarktpolitik mit dem Europäischen Sozialfonds. Analysen zur Umsetzung und zu den Wirkungen der Ergänzung des SGB III aus Mitteln des ESF - Endbericht der Begleitforschung zum ESF-BA-Programm 2000-2008. Nürnberg, 357 S.
Abstract
"In der Zeit von Anfang 2000 bis zum Herbst 2008 wurde die im Sozialgesetzbuch III geregelte aktive Arbeitsmarktpolitik des Bundes aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ergänzt. Das Programm wurde in Verantwortung des BMAS (damals Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, heute Bundesministerium für Arbeit und Soziales) mit einer später mehrfach geänderten Förderrichtlinie eingeführt und von der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt.
Im Sommer des Jahres 2000 beauftragte das BMAS das IAB mit der Begleitforschung zu diesem ESF-BA-Programm. In den folgenden Jahren erstellte das Projektteam des IAB jährliche Projektberichte, darunter entsprechend den Vorgaben des ESF Berichte zur Halbzeitbewertung des Programms im Jahr 2003 und zu deren Aktualisierung im Jahr 2005. Darüber hinaus wurde die einschlägige Fachöffentlichkeit in Wissenschaft und arbeitsmarktpolitischer Praxis mit zahlreichen Veröffentlichungen über Zwischenergebnisse der Begleitforschung informiert.
Mit dem Bericht schließt die Begleitforschung ihre Arbeit ab. Zunächst werden die Befunde zur Programmdurchführung resümiert. Anschließend werden die Ergebnisse der Untersuchungen zu den einzelne Förderschwerpunkten des Programms (Qualifizierung von Arbeitslosen, Qualifizierung während der Kurzarbeit, Förderung von Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit, Vermittlung berufsbezogener Deutschkenntnisse an Arbeitslose mit Migrationshintergrund) vorgestellt, darunter insbesondere Analysen zu den Wirkungen der Förderung auf den Arbeitsmarkterfolg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Beschäftigungschancen verbessern - Arbeitsplätze sichern, Anpassungen zulassen: öffentliche Anhörung von Sachverständigen vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 5. Juli 2010 (2010)
Deeke, Axel; Koch, Susanne ; Walwei, Ulrich ; Kupka, Peter ; Spitznagel, Eugen; Wießner, Frank; Dietz, Martin ; Stephan, Gesine ; Kruppe, Thomas ; Stops, Michael ; Krug, Gerhard ;Zitatform
Deeke, Axel, Martin Dietz, Susanne Koch, Peter Kupka, Gerhard Krug, Thomas Kruppe, Eugen Spitznagel, Gesine Stephan, Michael Stops, Ulrich Walwei & Frank Wießner (2010): Beschäftigungschancen verbessern - Arbeitsplätze sichern, Anpassungen zulassen. Öffentliche Anhörung von Sachverständigen vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 5. Juli 2010. (IAB-Stellungnahme 04/2010), Nürnberg, 14 S.
Abstract
"Angesichts der unsicheren Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise für den Arbeitsmarkt will die Bundesregierung die Beschäftigungschancen am Arbeitsmarkt verbessern. Ihr Gesetzesentwurf sieht neben einer Verlängerung der Kurzarbeitergeld-Regelung zahlreiche weitere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen vor, die in jeweils spezifischer Weise zur Sicherung oder zur Erschließung von Beschäftigungsmöglichkeiten beitragen sollen.
Das IAB äußert sich in seiner Stellungnahme zu den Vorschlägen einer Neuregelung der Transfermaßnahmen und des Transferkurzarbeitergeldes und zur Fortführung der freiwilligen Weiterversicherung. Das Institut nimmt außerdem Stellung zu einer Verlängerung
- der Regelungen zur Weiterbildungsförderung für Ältere und Geringqualifizierte
- der Regelungen zur erweiterten vertieften Berufsorientierung
- der Regelungen zum Ausbildungsbonus bei Insolvenz
- des Kurzarbeitergeldes
- der Geltungsdauer beim Eingliederungszuschuss für Ältere
- und der Geltungsdauer bei der Entgeltsicherung." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Walwei, Ulrich ; Dietz, Martin ; Stephan, Gesine ; Stops, Michael ; Krug, Gerhard ;Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Anträge, die Gesamtstellungnahme und weitere Informationen -
Literaturhinweis
ifo Personalleiterbefragung - Kurzarbeit hilft, Entlassungen zu vermeiden: Ergebnisse der Sonderfrage im ersten Quartal 2010 (2010)
Dorffmeister, Ludwig;Zitatform
Dorffmeister, Ludwig (2010): ifo Personalleiterbefragung - Kurzarbeit hilft, Entlassungen zu vermeiden. Ergebnisse der Sonderfrage im ersten Quartal 2010. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 63, H. 7, S. 52.
Abstract
"Das ifo Institut befragte im ersten Quartal 2010 Personalleiter von etwa 1 500 Unternehmen zu ihren Planungen hinsichtlich der Kurzarbeit für das laufende Jahr. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass bei einem Großteil der Firmen die derzeit kurzarbeitenden Angestellten auch in Zukunft im Unternehmen beschäftigt sein werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Krisenmanagement über Variationen des Arbeitsvolumens?: Reichweite, Grenzen und Nebenfolgen (2010)
Klös, Hans-Peter; Schäfer, Holger;Zitatform
Klös, Hans-Peter & Holger Schäfer (2010): Krisenmanagement über Variationen des Arbeitsvolumens? Reichweite, Grenzen und Nebenfolgen. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 19, H. 2/3, S. 132-146. DOI:10.1515/arbeit-2010-2-306
Abstract
"Der Arbeitsmarkt in Deutschland wurde bisher in weitaus weniger sichtbarem Maße von der Wirtschaftskrise getroffen als vielfach erwartet. Dies lag an der umfänglichen Nutzung interner numerischer Flexibilitätsinstrumente. Doch diese Strategie - die mit der demografischen Entwicklung und der Regulierung externer Flexibilität gut begründbar ist - hat ihren Preis in Form von Beschäftigungsverlusten in der Zeitarbeit, steigenden Lohnstückkosten und fiskalischen Belastungen. Der Weg aus der Krise muss daher von Bemühungen begleitet sein, die Flexibilität des Arbeitsmarktes weiter zu stärken, um die Verstetigung dieser negativen Effekte zu verhindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Extending flexicurity: The potential of short-time working schemes: ERM report 2010 (2010)
Mandl, Irene; Riso, Sara; Broughton, Andrea; Salvatore, Lidia; Mascherini, Massimiliano ; Storrie, Donald; Hurley, John; Owczarzak, Radoslaw;Zitatform
Mandl, Irene, Donald Storrie, John Hurley, Massimiliano Mascherini, Andrea Broughton, Radoslaw Owczarzak, Sara Riso & Lidia Salvatore (2010): Extending flexicurity: The potential of short-time working schemes. ERM report 2010. Dublin, 136 S. DOI:10.2806/21361
Abstract
"In the face of recession, falling demand and the consequent slowing of production, short-time working and temporary layoff schemes have been extended (or introduced) in many Member States. These schemes, often with the aid of public funds, reduce working time, while protecting workers' incomes and company solvency; frequently, the time spent not working is used for training instead. This report examines the practice of reduced working time across Europe, and looks in detail at how it is implemented in 10 Member States, with a view to determining the contribution that such schemes can make in implementing the common principles of flexicurity, especially in light of the broad-based consensus they enjoy among the social partners." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie eine deutsche Zusammenfassung -
Literaturhinweis
The German labor market response in the world recession: de-mystifying a miracle (2010)
Möller, Joachim;Zitatform
Möller, Joachim (2010): The German labor market response in the world recession. De-mystifying a miracle. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 4, S. 325-336. DOI:10.1007/s12651-009-0026-6
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Bestimmungsfaktoren für die - sowohl im internationalen Vergleich als auch im Vergleich zu früheren Krisen - überraschend verhaltene Reaktion des deutschen Arbeitsmarktes auf die durch die Finanzmarktkrise ausgelöste Weltrezession. Betont werden die institutionellen Regelungen wie Arbeitszeitkonten, die darauf ausgerichtet sind, innerhalb der Firmen einen großen Spielraum für die Absorption ökonomischer Schocks zu schaffen. Es wird argumentiert, dass auch die Arbeitsmarktreformen und das Verhalten der Sozialpartner die Anpassungsmöglichkeiten bei einem temporären Nachfrageausfall begünstigen. Die Krise hat zudem vornehmlich die exportorientierten starken Firmen in den wirtschaftlich prosperierenden Regionen Deutschlands getroffen. Vor dem Ausbruch der Krise waren diese Firmen Wachstumsträger, die zum Teil auch unter Fachkräftemangel litten. Exportorientierte Betriebe stellen besonders hohe Anforderungen an die Qualifikation der Belegschaften. Einarbeitungskosten sind dort besonders hoch, sodass Entlassungen mit einem bedeutenden Verlust an firmen-spezifischem Humankapital einhergehen würden. Unterstützt durch die großzügigen Regelungen zum Kurzarbeitergeld haben die genannten Faktoren die Bereitschaft der krisengeschüttelten Firmen erhöht, auf eine Strategie des Arbeitskräftehortens zu setzen. Der in Deutschland vergleichsweise hohe Kündigungsschutz scheint hingegen bei der Erklärung des Anpassungsverhaltens der Unternehmen in der Krise nur eine untergeordnete Rolle zu spielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim; -
Literaturhinweis
Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld (2010)
Renn, Sandra; Klamroth, Burkhard; Reimer, Kim;Zitatform
Renn, Sandra, Burkhard Klamroth & Kim Reimer (2010): Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld. (Bericht der Statistik der BA), Nürnberg, 23 S.
Abstract
"Im März 2010 waren 74.500 Betriebe mit 829.500 Kurzarbeitern registriert. Davon entfielen 56.100 Betriebe und 693.000 Kurzarbeiter auf wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit nach § 170 SGB III (konjunkturelle Kurzarbeit). Die Inanspruchnahme von konjunktureller Kurzarbeit war in der ersten Jahreshälfte 2009 zunächst steil angestiegen und hatte im Mai mit 1,52 Mio Kurzarbeitern in 60.000 Betrieben ihren Höhepunkt erreicht. Seitdem hat sie wieder deutlich abgenommen und sich gegenüber dem Höchststand mehr als halbiert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich im März 2010 die Anzahl der Betriebe mit konjunktureller Kurzarbeit um 20.000 erhöht, während die Zahl der Kurzarbeiter um 430.800 gesunken ist. Dadurch hat sich die Zahl der Kurzarbeiter je Betrieb von durchschnittlich 31 auf 12 verringert. Kurzarbeit wird mittlerweile also auch relativ stärker von kleineren Unternehmen genutzt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit: Aufschwung und Krise wirken regional unterschiedlich (2010)
Zitatform
Schwengler, Barbara & Veronika Loibl (2010): Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit: Aufschwung und Krise wirken regional unterschiedlich. (IAB-Kurzbericht 01/2010), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Unmittelbar vor dem Einbruch am Finanzmarkt im Jahr 2008 und der darauf folgenden Wirtschaftskrise gab es in Deutschland einen soliden Aufschwung. Dieser kam zwar allen Regionen hierzulande zugute, allerdings nicht allen in gleichem Umfang. Nun stellt sich die Frage, ob die aktuelle Krise eher zu einer Angleichung der Regionen oder aber zur Verstärkung der regionalen Disparitäten führt. Die Analyse zeigt, welche Regionen von der aktuellen Krise besonders stark betroffen sind und welche vom Aufschwung der letzten Jahre besonders profitieren konnten. Dafür werden als Indikatoren die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die Zahl der Arbeitslosen sowie die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe und Personen herangezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Arbeitslosenquoten auf Kreisebene, jeweils Juni 2006 und 2008
- Entwicklung der Arbeitslosenquoten von Juni 2008 bis Juni 2009 in west- und ostdeutschen Kreisen
- Entwicklung der Arbeitslosenquoten von Juni 2006 bis Juni 2008 in west- und ostdeutschen Kreisen
- Konjunkturelle Kurzarbeit auf Kreisebene im Juni 2009
- Veränderung der Arbeitslosenzahl von Juni 2008 bis Juni 2009 in Prozent
- Kurzarbeiterquote auf Kreisebene im Juni 2009
- Beschäftigungsgrad am Wohnort auf Kreisebene, jeweils Juni 2006 und 2008
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Literaturhinweis
Beschäftigungspolitische Krisenreaktionen in Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königreich (2010)
Stein, Ulrike; Arico, Fabio;Zitatform
Stein, Ulrike & Fabio Arico (2010): Beschäftigungspolitische Krisenreaktionen in Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königreich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 63, H. 11, S. 569-576. DOI:10.5771/0342-300X-2010-11-569
Abstract
"Nachdem die Immobilienblase geplatzt war, hat sich die große Rezession rasch über Europa ausgebreitet. Deutschland, Italien und das Vereinigte Königreich erlebten daraufhin fast einen gleich großen Einbruch im Bruttoinlandsprodukt. Gleichzeitig blieb der Anstieg der Arbeitslosigkeit aber deutlich hinter den Erfahrungen vergangener Krisen zurück. Dennoch sind die Länder unterschiedlich gut durch die Krise gekommen. Während man mit Blick auf Deutschland vom Jobwunder spricht, ist die Arbeitslosigkeit im Vereinigten Königreich trotz mäßigen Anstiegs so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Italien belegt eine mittlere Position. Wie kann man diese Unterschiede erklären? Im Vereinigten Königreich spielte die Aktive Arbeitsmarktpolitik so gut wie keine Rolle. Ganz anders in Italien, wo Kurzarbeit eine lange Tradition hat. Sie wurde in der Krise wieder intensiv genutzt, doch es wird deutlich, dass sie kein Allheilmittel ist. Anders in Deutschland: Hier steht den Unternehmen gleichzeitig eine Vielzahl von Instrumenten der internen Flexibilität zur Verfügung, die die Betriebe ergänzend zur Kurzarbeit nutzen können. Gerade dieses Zusammenspiel scheint nun in der Krise den entscheidenden Unterschied auszumachen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kurzarbeit als Flexibilisierungsinstrument: Hemmnis strukturellen Wandels oder konjunkturelle Brücke für Beschäftigung? (2010)
Will, Henner;Zitatform
Will, Henner (2010): Kurzarbeit als Flexibilisierungsinstrument. Hemmnis strukturellen Wandels oder konjunkturelle Brücke für Beschäftigung? (IMK study 2010,05), Düsseldorf, 92 S.
Abstract
"Die Arbeit befasst sich detailliert mit dem Flexibilisierungsinstrument Kurzarbeit. Dazu wird die institutionelle Entwicklung und der Stand der wissenschaftlichen Forschung ausführlich vorgestellt. Ökonomisch finden sich viele Argumente pro Kurzarbeit, wie bspw. die Senkung von Such- und Einarbeitungskosten. Bei der Frage nach der konkreten Ausgestaltung - Dauer, Zuschüsse zu Sozialabgaben usw. - gehen die Meinungen auseinander, da der Kurzarbeit eine Tendenz zur Strukturkonservierung vorgeworfen wird. Im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung war dies insbesondere aus (sozial-) politischen Gründen sogar bewusst gewollt. Konjunkturell entwickelt sich die Kurzarbeit antizyklisch. Besonders betroffen in der aktuellen Krise war das verarbeitende Gewerbe. An steigenden Lohnstückkosten hat Kurzarbeit durch Remanenzkosten sicherlich einen Anteil; der Arbeitsproduktivitätsrückgang ist jedoch dadurch nicht zu erklären. Die ökonometrisch signifikante prozyklische Entwicklung der Ausfallzeiten spricht in ihrer Interpretation gegen die These der Strukturkonservierung und für eine Mehrheit an fundamental wettbewerbsfähigen Unternehmen. Untersuchungen mit VAR-Modellen geben empirische Evidenz, dass Kurzarbeit gegenüber Arbeitslosigkeit keine Persistenz aufweist, ihre Brückenfunktion erfüllt und den Konsum mittelfristig stützt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel, Länderbericht Thüringen: Ergebnisse der vierzehnten Welle 2009 (2010)
Zitatform
(2010): IAB-Betriebspanel, Länderbericht Thüringen. Ergebnisse der vierzehnten Welle 2009. (Thüringen, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie. Reihe Forschungsberichte), Erfurt, 108 S.
Abstract
Das IAB-Betriebspanel wurde in Thüringen als mündliche Arbeitgeberbefragung auf Leitungsebene von Juli bis Oktober 2009 zum vierzehnten Mal seit 1996 durchgeführt. Das Antwortverhalten der Betriebe wurde somit unmittelbar durch die Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Ziel dieses Panels ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung sowie Informationen über ausgewählte wirtschaftliche Kennziffern der Betriebe in Thüringen zu erhalten. Für Auswertungen in Thüringen liegen für das Jahr 2009 Interviews von 1.074 Betrieben vor. Mit der Stichprobe wurden 1,8 Prozent der Betriebe mit 7,8 Prozent der Beschäftigten erfasst. Die befragten Betriebe repräsentieren die Grundgesamtheit von 61.758 Betrieben des Jahres 2008 mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Thüringen. In Schwerpunktthemen wurden 2009 Veränderungen einzelner Beschäftigungsformen und Fragen der betrieblichen Standortsicherung erhoben. Außerdem wurden im Rahmen des Basisprogramms folgende, sich jährlich wiederholenden Fragenkomplexe aufgenommen:
- Beschäftigungsentwicklung;
- Geschäftspolitik und Geschäftsentwicklung;
- Ertrag und Gewinn;
- betriebliche Arbeitszeiten;
- betriebliche Investitionen und Innovationen;
- betriebliche Weiterbildung;
- Personalstruktur, Personalbewegung und Personalsuche;
- Berufsausbildung und Ausbildungsstellen;
- Tarif und Lohn. (IAB2) -
Literaturhinweis
Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 19. April 2010 zum Antrag der Fraktion der SPD Beschäftigte vor Arbeitslosigkeit schützen - Konditionen für Kurzarbeit verbessern (Drucksache 17/523) (2010)
Zitatform
(2010): Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 19. April 2010 zum Antrag der Fraktion der SPD Beschäftigte vor Arbeitslosigkeit schützen - Konditionen für Kurzarbeit verbessern (Drucksache 17/523). (Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales. Ausschussdrucksache 17(11)109 v. 16.04.2010), 51 S.
Abstract
Bei der Anhörung zur Kurzarbeit am 19.04.2010 war sich die Mehrzahl der Experten einig, dass die befristeten gesetzlichen Regelungen zur konjunkturellen Kurzarbeit noch über das Jahr 2010 hinaus gebraucht werden. Anlass der Expertenbefragung war ein Antrag der SPD-Fraktion (17/523), in dem diese unter anderem fordert, die Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld auf 36 Monate auszuweiten und die Sonderregelung für die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit bis zum 31.12.2011 zu verlängern. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) betonte in ihrer Stellungnahme, dass der Antrag der SPD zu kurz greife. Sie unterstützt laut Stellungnahme vielmehr den Referentenentwurf eines geplanten Gesetzes von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die die Erleichterungen zur Nutzung von Kurzarbeit, die seit Januar diesen Jahres gelten, bis Frühjahr 2012 verlängern will. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sprach sich in ihren Stellungnahmen genau wie die Experten vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gegen eine Verlängerung der Bezugsdauer von derzeit 18 auf 24 beziehungsweise 36 Monate aus. (IAB)
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Literaturhinweis
Kurzarbeit: Betriebe zahlen mit - und haben was davon (2009)
Bach, Hans-Uwe; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Bach, Hans-Uwe & Eugen Spitznagel (2009): Kurzarbeit: Betriebe zahlen mit - und haben was davon. (IAB-Kurzbericht 17/2009), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Kurzarbeit wird grundsätzlich von der Bundesagentur für Arbeit finanziert. Aber auch die Betriebe leisten einen Beitrag: Obwohl sie für ausgefallene Stunden keine Löhne und Gehälter zahlen, bleibt ihnen ein Teil der Personalkosten, die so genannten Remanenzkosten. Diese spielen bei der Inanspruchnahme des Instruments eine wichtige Rolle. In diesem Kurzbericht wird untersucht, welche Kosten, aber auch welche Vorteile den Betrieben verbleiben, wenn sie mit Kurzarbeit Entlassungen vermeiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kurzarbeit: Atempause in der Krise (2009)
Bach, Hans-Uwe; Crimmann, Andreas; Spitznagel, Eugen; Wießner, Frank;Zitatform
Bach, Hans-Uwe, Andreas Crimmann, Eugen Spitznagel & Frank Wießner (2009): Kurzarbeit: Atempause in der Krise. In: IAB-Forum H. Sonderheft, S. 52-63. DOI:10.3278/IFO090SW052
Abstract
"Spätestens seit dem vierten Quartal des Jahres 2008 steckt praktisch die gesamte Weltwirtschaft in einer massiven Konjunkturkrise. Dass die Krise den deutschen Arbeitsmarkt bislang noch nicht schwer erschüttert, hat vor allem zwei Gründe: Zum einen reagiert der Arbeitsmarkt deutlich zeitverzögert. Die Schockwellen der Finanz- und Gütermärkte haben ihn schlichtweg noch nicht voll erreicht. Zum anderen verfügt gerade der deutsche Arbeitsmarkt über Flexibilitätsreserven, die helfen, auf drastische Veränderungen zu reagieren. Im ersten Teil dieses Beitrags erläutern die Autoren die arbeitsmarktpolitische Rolle der Kurzarbeit. Im zweiten und dritten Teil analysieren sie die damit verbundenen Kostenaspekte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifliche Regelungen zur Kurzarbeit: Übersicht über 18 Wirtschaftszweige (2009)
Bispinck, Reinhard;Zitatform
Bispinck, Reinhard (2009): Tarifliche Regelungen zur Kurzarbeit. Übersicht über 18 Wirtschaftszweige. (WSI-Informationen zur Tarifpolitik. Elemente qualitativer Tarifpolitik 66), Düsseldorf, 26 S.
Abstract
"In den Tarifverträgen vieler Branchen gibt es spezielle Regelungen zur Kurzarbeit, die sich auf die Einführung und Ausgestaltung dieses Instruments im Einzelnen beziehen. In den Tarifverträgen finden sich im Wesentlichen Bestimmungen zu folgenden Aspekten:
Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates, Umfang der Kurzarbeit, Ankündigungsfrist, Gehaltskürzung bei geringfügiger Kurzarbeit, Zuschuss und Zuschusshöhe und Kündigung während der Kurzarbeit. Die Auswertung gibt einen Überblick über die wichtigsten Bestimmungen in ausgewählten Tarifbereichen. Im Anhang werden die Tarifregelungen im Wortlaut dokumentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Betriebliche Beschäftigungssicherung in der Krise: eine Kurzauswertung der WSI-Betriebsrätebefragung 2009 (2009)
Zitatform
Bogedan, Claudia, Wolfram Brehmer & Alexander Herzog-Stein (2009): Betriebliche Beschäftigungssicherung in der Krise. Eine Kurzauswertung der WSI-Betriebsrätebefragung 2009. (WSI-Aktuell 01), Düsseldorf, 14 S.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft wurde von der globalen Immobilien- und Finanzkrise hart getroffen. Aufgrund der starken Exportorientierung ist der Wirtschaftseinbruch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern besonders stark. Allerdings: Die Arbeitsmarktentwicklung verlief dagegen bislang wesentlich moderater, als aufgrund der Schwere der Wirtschaftskrise zunächst prognostiziert wurde. Der erwartete sprunghafte Anstieg der Arbeitslosigkeit blieb aus. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, wie es den Betrieben gelingt, ohne massenhafte Entlassungen den Auftrags- und Umsatzeinbruch abzufedern. Das WSI befragte deshalb in einer repräsentativen Erhebung Betriebsräte zu den betrieblichen Aktivitäten in der Krise. Die Ergebnisse zeigen, dass die Betriebe einen bunten Strauß an Maßnahmen der internen Flexibilität nutzten, um Beschäftigung zu sichern. Dazu gehört nicht nur die staatlich geförderte Kurzarbeit, sondern insbesondere der Abbau von Guthaben auf bestehenden Arbeitszeitkonten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
