Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland
Wirtschaft und Arbeitsmarkt stehen seit der Ausbreitung des Coronavirus vor großen Herausforderungen. Zur Unterstützung von Beschäftigten und Unternehmen hatte der Bundestag im Eilverfahren u.a. einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Dieses Themendossier stellt Einschätzungen aus Forschung und Politik zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Entwicklung und notwendige Maßnahmen in Deutschland zusammen.
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IAB-Infoplattform Mobiles Arbeiten
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Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Soziales in Deutschland
- Wirtschaftliche Entwicklung und Maßnahmen
- Exit-Strategien zur Beendigung des Lockdowns
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- Homeoffice/mobiles Arbeiten
- Auswirkungen auf Betriebe
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- Soziale und gesundheitliche Aspekte
- Corona und Care
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- Bundesländer
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Literaturhinweis
Menschen mit Migrationsgeschichte in der COVID-19-Pandemie: Zusammenhänge zwischen der Lebenszufriedenheit und indirekten sozioökonomischen Pandemiefolgen (2023)
Koschollek, Carmen ; Bartig, Susanne; Bug, Marleen ; Müters, Stephan; Goerigk, Lena; Goßner, Laura ; Kajikhina, Katja ; Hövener, Claudia;Zitatform
Koschollek, Carmen, Susanne Bartig, Stephan Müters, Laura Goßner, Marleen Bug, Lena Goerigk, Claudia Hövener & Katja Kajikhina (2023): Menschen mit Migrationsgeschichte in der COVID-19-Pandemie. Zusammenhänge zwischen der Lebenszufriedenheit und indirekten sozioökonomischen Pandemiefolgen. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 66, H. 8, S. 901-910., 2023-06-21. DOI:10.1007/s00103-023-03741-0
Abstract
"Nicht nur Risiken für eine SARS-CoV-2-Infektion und schwere bis tödliche Verläufe sind sozial ungleich verteilt, sondern auch Arbeitsplatz- und Einkommensverluste infolge der Eindämmungsmaßnahmen. Für Menschen mit Migrationsgeschichte zeigen sich ebenfalls erhöhte Risiken, von solchen indirekten sozioökonomischen Pandemiefolgen betroffen zu sein. Ziel dieses Beitrages ist es, Zusammenhänge zwischen indirekten sozioökonomischen Pandemiefolgen und der Lebenszufriedenheit von Menschen mit ausgewählten Staatsangehörigkeiten zu untersuchen. Analysiert wurden Daten der multimodalen, mehrsprachigen Befragungsstudie Gesundheit in Deutschland aktuell: Fokus (GEDA Fokus), die von 11/2021 bis 05/2022 unter Menschen mit italienischer, kroatischer, polnischer, syrischer oder türkischer Staatsangehörigkeit deutschlandweit durchgeführt wurde. In multivariablen Poisson-Regressionen werden Zusammenhänge zwischen Geschlecht, Alter, Bildung, Einkommen, Deutschkenntnissen sowie Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten und der Lebenszufriedenheit untersucht. Von 4114 Teilnehmenden berichten 64,4 % eine hohe Lebenszufriedenheit. Während ein hohes Einkommen positiv mit einer hohen Lebenszufriedenheit assoziiert ist, zeigen sich negative Assoziationen bei selbst als schlecht eingeschätzten Deutschkenntnissen sowie bei mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten bzw. bereits eingetretenen Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten. Der Beitrag zeigt, dass die Lebenszufriedenheit, die für eine Reihe gesundheitlicher Outcomes relevant ist, bei denjenigen geringer ist, die von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten betroffen sind. Es gilt, strukturelle Ursachen sozioökonomischer Benachteiligung abzubauen, um gesundheitliche Ungleichheiten zu adressieren und für künftige Krisen besser gewappnet zu sein." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer)
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Literaturhinweis
Die Praxis orts- und zeitflexiblen Arbeitens: Mobile Arbeit, betriebliche Vereinbarungen und Erfahrungen während der Corona-Pandemie (2023)
Krause, Christoph Jan; Matuschek, Ingo;Zitatform
Krause, Christoph Jan & Ingo Matuschek (2023): Die Praxis orts- und zeitflexiblen Arbeitens: Mobile Arbeit, betriebliche Vereinbarungen und Erfahrungen während der Corona-Pandemie. (Hans-Böckler-Stiftung. Study 486), Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf, 145 S.
Abstract
"Damit orts- und zeitflexibles Arbeiten gelingt, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Von Bedeutung sind unter anderem flexible Arbeitsorganisation, kollegiale Abstimmungsprozesse, Führungsstil der Vorgesetzten und nicht zuletzt Betriebs- und Dienstvereinbarungen. Anhand der Auswertung von Praxisbeispielen arbeitet diese Study die Erfahrungen von Betrieben mit dem sogenannten Homeoffice während der Corona-Pandemie auf. Es zeigt sich, dass mobiles Arbeiten dauerhaft an Relevanz gewonnen hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die betriebliche Ausbildung vor und während der Corona-Krise: Besetzungsprobleme nehmen zu, Anteil der Betriebe mit Ausbildungsberechtigung sinkt (2023)
Zitatform
Leber, Ute, Duncan Roth & Barbara Schwengler (2023): Die betriebliche Ausbildung vor und während der Corona-Krise: Besetzungsprobleme nehmen zu, Anteil der Betriebe mit Ausbildungsberechtigung sinkt. (IAB-Kurzbericht 3/2023), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2303
Abstract
"Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in vielen Branchen ist die Ausbildung für Betriebe ein wichtiges Instrument, um ihren Fachkräftebedarf zu decken. Seit mehreren Jahren fällt es Betrieben in Deutschland zunehmend schwer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Diese Entwicklung hat sich im Verlauf der Corona-Krise zugespitzt. Das Autorenteam untersucht auf Basis aktueller Daten aus dem IAB-Betriebspanel, wie sich die Besetzungsprobleme von betrieblichen Ausbildungsstellen sowie die Ausbildungsberechtigung und -beteiligung der Betriebe seit dem Jahr 2010 entwickelt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Anteil der ausbildungsberechtigten Betriebe
- Beendete Ausbildungen, übernommene Auszubildende und Übernahmequoten
- Anteil der Betriebe mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen
- Anteil der ausbildenden Betriebe an allen ausbildungsberechtigten Betrieben (Netto-Ausbildungsbetriebsquote)
- Nichtbesetzungsquote
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Literaturhinweis
Die deutsche Wirtschaft nach drei herausfordernden Jahren – droht eine Pleitewelle? (2023)
Zitatform
Licht, Thomas & Klaus Wohlrabe (2023): Die deutsche Wirtschaft nach drei herausfordernden Jahren – droht eine Pleitewelle? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 76, H. 12, S. 38-41.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft hat mit der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage zu kämpfen. Steigende Preise und Zinsen sowie die sektorübergreifende Unsicherheit erschweren vielen Unternehmen das tägliche Geschäft. Existenzängste zeigen sich in allen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Im Folgenden werden die – laut den befragten Unternehmen – größten Herausforderungen identifiziert. Zusätzlich werden die vergangenen Jahre quantitativ eingeordnet. Dazu werden offizielle Zahlen des Statistischen Bundesamts zu Unternehmensinsolvenzen mit den aktuellen Ergebnissen der ifo Konjunkturumfragen verglichen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zahl der Insolvenzen wahrscheinlich weiter zunehmen wird." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Collective negative shocks and preferences for redistribution: Evidence from the COVID-19 crisis in Germany (2023)
Zitatform
Luna, Bellani, Fazio Andrea & Scervini Francesco (2023): Collective negative shocks and preferences for redistribution: Evidence from the COVID-19 crisis in Germany. In: Journal of Economic Inequality, Jg. 21, H. 2, S. 381-403. DOI:10.1007/s10888-022-09558-2
Abstract
"Using new data from a three-wave panel survey administered in Germany between May 2020 and May 2021, this paper studies the impact of a negative shock affecting all strata of the population, such as the development of COVID-19, on preferences for redistribution. Exploiting the plausibly exogenous change in the severity of the infection rate at the county level, we show that, contrary to some theoretical expectations, the worse the crisis, the less our respondents expressed support for redistribution. We provide further evidence that this is not driven by a decrease in inequality aversion but might be driven by the individuals' level of trust." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Local labor market effects of global value chain disruptions - evidence from the COVID-19 crisis (2023)
Zitatform
Meisiek, Anne, Moritz Meister, Annekatrin Niebuhr & Meike Rudolph (2023): Local labor market effects of global value chain disruptions - evidence from the COVID-19 crisis. (IAB-Forschungsbericht 10/2023), Nürnberg, 53 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2310
Abstract
"Diese Studie untersucht die Bedeutung der Integration von Produktionsprozessen in globale Wertschöpfungsketten (GVC) für die Entwicklung regionaler Arbeitsmärkte in Deutschland während der COVID-19 Pandemie. Die COVID-19 Pandemie ist eine globale Krise. Dennoch ist sie durch starke geografische Unterschiede gekennzeichnet, unter anderem bezüglich der Infektionsraten, aber auch mit Blick auf die Intensität der ergriffenen Eindämmungs- und Hilfsmaßnahmen und der zu beobachtenden Verhaltensänderungen. Eine rasch wachsende Zahl von Studien liefert Belege für die heterogenen räumlichen Effekte der COVID-19 Pandemie, wobei sich die meisten Untersuchungen auf den anfänglichen Schock und die Auswirkungen von Lockdowns und wirtschaftspolitischen Unterstützungsmaßnahmen konzentrieren. Die vorliegende Studie betrachtet die Folgen der COVID-19 Pandemie aus einer anderen Perspektive als die bisherige Forschung zu den regionalwirtschaftlichen Auswirkungen der Krise. Wir betrachten die Effekte der Störung globaler Wertschöpfungsketten durch die Pandemie und untersuchen, ob das Ausmaß der Integration von Produktionsprozessen in globale Wertschöpfungsketten die Stärke des anfänglichen Schocks und die anschließende Erholung lokaler Arbeitsmärkte in Deutschland bis Dezember 2021 beeinflusst hat. Unsere Analyse konzentriert sich dabei auf die bilateralen Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland, da die beiden Länder wichtige Akteure in globalen Wertschöpfungsketten sind. Zudem war China sehr früh und sehr stark von der Pandemie betroffen, was Anfang 2020 zu einem erheblichen Rückgang der Produktion und der Exporte des Landes führte. Um die Integration von Wirtschaftszweigen und Regionen in globale Wertschöpfungsketten zu messen, verwenden wir die länderübergreifenden Input-Output-Tabellen (ICIO) der OECD von 2021, die detaillierte Informationen über den Handel mit Vorleistungsgütern zwischen 45 Branchen und 66 Ländern bis zum Jahr 2018 enthalten. Anhand dieser Daten zum internationalen Handel mit Zwischenprodukten berechnen wir verschiedene Indikatoren für die Integration deutscher Branchen über Importe und Exporte von Vorleistungsgütern. Um die Integration lokaler Arbeitsmärkte in globale Wertschöpfungsketten zu messen, quantifizieren wir die regionalen Unterschiede im Handel mit Zwischenprodukten anhand der Unterschiede in der sektoralen Spezialisierung zwischen den Arbeitsmarktregionen. Unsere zentrale Ergebnisvariable ist der regionale Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit an der Gesamtbeschäftigung. Die intensive Nutzung von Kurzarbeit war ein Grund für den relativ moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit während der COVID-19 Pandemie in Deutschland. Daher verwenden wir den Kurzarbeitsanteil anstelle von regionalen Arbeitslosenquoten, um die Arbeitsmarkteffekte der durch die COVID-19 Krise verursachten Störungen globaler Wertschöpfungsketten zu messen. Als zweite Ergebnisvariable betrachten wir die regionale Beschäftigung. Unsere deskriptiven Ergebnisse weisen darauf hin, dass insbesondere Regionen in Süddeutschland stark in globale Wertschöpfungsketten integriert sind. Die räumliche Ballung im Süden des Bundesgebiets scheint für den Handel mit Zwischenprodukten mit China etwas stärker zu sein als für den Vorprodukt-Handel mit dem Rest der Welt. Im Gegensatz dazu weisen viele Regionen im Nordosten des Landes eine unterdurchschnittliche Einbindung in globale Wertschöpfungsketten auf. Eine Zerlegung des Zwischenprodukthandels in Importe und Exporte zeigt, dass die Exportkomponente in Deutschland fast doppelt so groß ist wie die Importkomponente. Die Export- und Importmaße korrelieren jedoch stark, was darauf hindeutet, dass eine Region in der Regel sowohl über Im- als auch Exporte von Vorleistungen stark in globale Wertschöpfungsketten integriert ist. Unseren Ergebnissen zufolge hat die Kurzarbeit im Jahr 2020 insbesondere in denjenigen Regionen sehr stark zugenommen hat, die ökonomisch sehr eng mit China verflochten sind. Wir stellen signifikante Effekte sowohl einer Integration durch Exporte als auch durch Importe von Vorleistungsgütern fest, wobei die Auswirkungen über die Importverbindung mit China etwas stärker sind. Die Effekte, die wir für die Integration mit China beobachten, sind jedoch nur temporärer Natur und laufen bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 schnell aus. Regionen, die stark mit dem Rest der Welt integriert sind, heben sich dagegen nicht von anderen lokalen Arbeitsmärkten in Deutschland ab, wenn es um die Auswirkungen der COVID-19 Krise geht. Für die rasche Erholung der Regionen, die eine hohe Integration mit China aufweisen, gibt es verschiedene mögliche Erklärungsansätze. Zunächst einmal unterscheidet sich China im zweiten Jahr der Pandemie nicht mehr so sehr von anderen wichtigen Handelspartnern Deutschlands was die Störung internationaler Handelsströme betrifft. Darüber hinaus lassen die Befunde erster Studien vermuten, dass Unternehmen ihre Produktionsprozesse und die Beschaffung von Vorleistungen als Reaktion auf Störungen der Wertschöpfungsketten während der COVID-19-Krise angepasst haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The impact of COVID-19 on young people's employability: the potential of sport-based interventions as non-formal education (2023)
Zitatform
Morgan, Haydn, Harry Bowles & Anthony Bush (2023): The impact of COVID-19 on young people's employability: the potential of sport-based interventions as non-formal education. In: Journal of education and work, Jg. 36, H. 7-8, S. 608-622. DOI:10.1080/13639080.2023.2292137
Abstract
"The COVID-19 pandemic disproportionately affected young people in relation to their mental health, educational provision, and social development, impacting their employment prospects and future prosperity. In response, the United Kingdom government implemented a range of formal policy solutions to address issues around youth employability. However, studies are yet to examine how non-formal or alternative educational approaches, such as sport and physical activity interventions, can be used intentionally to enhance employability and tackle the youth employment challenges brought about by the pandemic. This article draws upon interviews with 20 organizations working within the sport and youth employability sector to provide insight into employment issues that have been created or exacerbated by COVID-19 and outlines how sport-based interventions might help to address these challenges. Findings demonstrate that the intentional use of sport and physical activity offers an attractive means to (re-)engage young people with employability programs and support their preparedness for work, especially those furthest from an employment destination. The article also highlights how sport-based interventions can generate broader social impact, to address young people’s social and emotional difficulties, rebuild their confidence, and re-connect them with formal systems of education and training that many had become dislocated from during the pandemic." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Family care during the first COVID-19 lockdown in Germany: longitudinal evidence on consequences for the well-being of caregivers (2023)
Zitatform
Möhring, Katja, Sabine Zinn & Ulrike Ehrlich (2023): Family care during the first COVID-19 lockdown in Germany: longitudinal evidence on consequences for the well-being of caregivers. In: European Journal of Ageing, Jg. 20, H. 1. DOI:10.1007/s10433-023-00761-2
Abstract
"We examine changes in the well-being of family caregivers during the early phase of the COVID-19 pandemic in Germany, using data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) and the SOEP-CoV study. The COVID-19 pandemic posed an extraordinary challenge for family caregivers, as care recipients are a high-risk group requiring special protection, and professional care services were severely cut back. The specific situation of the COVID-19 pandemic allows us to re-examine the caregiver stress process model. Using first difference regression models, we analyse changes in general life satisfaction and depressive symptoms (PHQ-4 score) among family caregivers between 2019 and spring 2020, differentiating by care intensity and duration of the care episode. Caregivers show similar changes in well-being as non-caregivers: a simultaneous increase in depressive symptoms and life satisfaction between 2019 and 2020. However, our results reveal heterogeneity within the group of family caregivers as we find differences according to caregiving dynamics and intensity. Among the group of continuing caregivers, high-intensity caregivers experience a larger increase in life satisfaction, and low-intensity caregivers a smaller increase in life satisfaction, compared to non-caregivers. Our results therefore provide some support for the role enhancement hypothesis for continuing caregivers with high time commitment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Two pandemic years greatly reduced young people's life satisfaction: evidence from a comparison with pre-COVID-19 panel data (2023)
Zitatform
Neugebauer, Martin, Alexander Patzina, Hans Dietrich & Malte Sandner (2023): Two pandemic years greatly reduced young people's life satisfaction: evidence from a comparison with pre-COVID-19 panel data. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16636), Bonn, 27 S.
Abstract
"How much did young people suffer from the COVID-19 pandemic? A growing number of studies address this question, but they often lack a comparison group that was unaffected by the pandemic, and the observation window is usually short. Here, we compared the 2-year development of life satisfaction of German high school students during COVID-19 (N = 2,698) with the development in prepandemic cohorts (N = 4,834) with a difference-in-differences design. We found a decline in life satisfaction in winter 2020/2021 (Cohen's d = -0.40) that was approximately three times stronger than that in the general population and persisted until winter 2021/2022. Young people found some restrictions particularly burdensome, especially travel restrictions, bans on cultural events, and the closure of bars/clubs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Auswirkungen der Grenzschließungen auf die systemrelevanten Arbeitskräfte und den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt in der Großregion während der Covid-19-Pandemie (2023)
Zitatform
Nienaber, Birte, Ines Funk, H. Peter Dörrenbächer, Isabelle Pigeron-Piroth & Rachid Belkacem (2023): Auswirkungen der Grenzschließungen auf die systemrelevanten Arbeitskräfte und den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt in der Großregion während der Covid-19-Pandemie. In: D. Brodowski, J. Nesselhauf & F. Weber (Hrsg.) (2023): Pandemisches Virus – nationales Handeln: Covid-19 und die europäische Idee, S. 271-289. DOI:10.1007/978-3-658-37719-9_14
Abstract
"Mit den Grenzschließungen im Frühjahr 2020 wurde es für Grenzgänger:innen – auch in der sogenannten „Großregion“/„Grande-Région“ – schwierig, ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Vor allem systemrelevante Arbeitskräfte im Gesundheits-, Rettungs- und Industriesektor standen im Zentrum der Debatte um mangelnde Solidarität zwischen den verschiedenen Grenzregionen und Ländern. Dieser Artikel analysiert die Auswirkungen der Grenzschließungen auf verschiedene Aspekte der Solidarität in der Großregion, die Grenzregion mit der höchsten Zahl an Grenzgänger:innen in Europa. Die Solidarität als europäischer Wert wurde auf die Probe gestellt – sowohl zwischen den Ländern (z. B. durch den ‚Diebstahl‘ von wichtigen Arbeitskräften und nahezu unmöglich gemachter grenzüberschreitender Mobilität durch Grenzkontrollen) als auch zwischen unterschiedlichen Gruppen von Arbeitnehmer:innen, wie Telearbeiter:innen und Nicht-Telearbeiter:innen sowie zwischen Grenzpendler:innen und Nicht-Grenzpendler:innen, welche etwa durch Kurzarbeitsregelungen unterschiedlich behandelt wurden (z. B. im Gesundheitssektor)." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer)
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Literaturhinweis
Same Old New Normal: The Ableist Fallacy of “Post-Pandemic” Work (2023)
Zitatform
Nowakowski, Alexandra C. H. (2023): Same Old New Normal: The Ableist Fallacy of “Post-Pandemic” Work. In: Social Inclusion, Jg. 11, H. 1, S. 16-25. DOI:10.17645/si.v11i1.5647
Abstract
"The ongoing Covid-19 pandemic has catalyzed long-needed changes in accessibility and flexibility for work tasks. Disabled and chronically ill people have often experienced unprecedented inclusion during this time. As someone who is both disabled and chronically ill, I have experienced this firsthand. My work as a medical educator, public health program evaluator, and community advocate has been more accessible in recent months than at any prior time. As the pandemic escalated in early 2020, people readily embraced a “new normal” that would allow them to sustain their own livelihoods while staying as safe as possible. Yet even as Covid-19 cases increase sharply both locally and nationally with the spread of the Delta virus variant, many abled people from both my institution and others increasingly demand a return to pre-pandemic practices. The “normal” state for which abled individuals ardently long violates the basic human rights of disabled and chronically ill people. This desire for “normalcy” is fueled by false notions of the pandemic being over. It remains preferred by many for the sake of their own comfort—even though sustaining the inclusive approaches to collaboration introduced during the pandemic often requires little effort and offers advantages for abled people as well. This experiential piece describes ableist implications of seeking “post-pandemic” work environments—and how these constitute “generic processes” in the reproduction of ableism—using both oral history from the author and emerging literature from fellow scholars. In response, it recommends inclusive strategies for anti-ableist work collaboration that achieve justice in accessibility while fostering a welcome sense of normalcy for all." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Jahr 2023: Analysen auf Basis der BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge und der Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit zum Stichtag 30. September (2023)
Zitatform
Oeynhausen, Stephanie, Alexander Christ, Eric Schuss, Bettina Milde & Ralf-Olaf Granath (2023): Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Jahr 2023. Analysen auf Basis der BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge und der Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit zum Stichtag 30. September. (BIBB-Preprint), Bonn, 54 S.
Abstract
"Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge ist im Berichtsjahr 2023 erneut gestiegen. Bundesweit wurden 489.200 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, das entspricht einem Plus von 3,0 % (+14.000) im Vergleich zur Vorjahreserhebung. Insgesamt liegt die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2019 vor Ausbruch der Coronapandemie (-35.900 Verträge bzw. -6,8 %). Nach Rückgängen in den Vorjahren stieg die Nachfrage der Jugendlichen nach Ausbildung um 17.300 auf 552.900 (+3,2 %). Auch das Angebot an dualen Berufsausbildungsstellen nahm in vergleichbarem Umfang zu (+18.600 bzw. +3,4 %) und lag nun bei 562.600. Damit übertraf das Angebot zum zweiten Mal in Folge die Nachfrage der Jugendlichen. Allerdings nahmen auch die Schwierigkeiten zu, das Ausbildungsangebot der Betriebe und die Nachfrage der Jugendlichen zusammenzuführen. Sowohl der Anteil der unbesetzten Ausbildungsstellen als auch der Anteil der erfolglos suchenden Ausbildungsplatznachfrager ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Bundesweit blieben 2023 73.400 Ausbildungsstellen unbesetzt, das sind 13,4 % des betrieblichen Angebots – ein neuer Höchstwert. Gleichzeitig hatten 63.700 junge Menschen zum Bilanzierungsstichtag 30. September 2023 noch keinen Ausbildungsplatz gefunden und hielten deshalb ihren Vermittlungswunsch weiterhin aufrecht. 11,5 % der Ausbildungsplatznachfrage blieb damit erfolglos." (Autorenreferat, IAB-Doku))
Weiterführende Informationen
Ergänzende Informationen -
Literaturhinweis
Folgen der Covid-19 Pandemie für die Ausgestaltung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (2023)
Zitatform
Overbeck-Gurt, Jochen, Hannah Möltner, Oliver Weigelt, Maria Hällfritzsch & Peter Klim (2023): Folgen der Covid-19 Pandemie für die Ausgestaltung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. (baua: Fokus), Dortmund, 31 S. DOI:10.21934/baua:fokus20230901
Abstract
"Der vorliegende Fokus fasst die Ergebnisse einer umfassenden Literaturstudie zusammen, die dauerhafte Veränderungen in der Arbeitswelt als Folge der Covid-19 Pandemie sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Gesundheit der Beschäftigten und den Arbeits- und Gesundheitsschutz untersuchte. Hierzu wurde eine systematische Literatursuche zwischen Mitte 2021 bis Ende 2022 durchgeführt. Insgesamt konnten 123 Studien identifiziert werden. Zahlreiche und weitgehend zuverlässige Befunde zeigten sich für Homeoffice und Digitalisierung. Deutlich spärlicher und uneinheitlicher fallen die Ergebnisse für die anderen Bereiche, die Konsequenzen für die Gesundheit und Entwicklungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz aus. Die Ergebnisse werden methodisch hinterfragt und inhaltlich hinsichtlich potenzieller Entwicklungsbedarfe im Arbeits- und Gesundheitsschutz beleuchtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Covid-19 and the youth-to-adult unemployment gap: Is the youth labor market bearing the brunt of the pandemic? (2023)
Zitatform
Pastore, Francesco (2023): Covid-19 and the youth-to-adult unemployment gap. Is the youth labor market bearing the brunt of the pandemic? (IZA world of labor 500), Bonn, 13 S. DOI:10.15185/izawol.500
Abstract
"Die Pandemie hat fast überall dramatische Folgen in Form von Arbeitsplatzverlusten und Firmenschließungen hervorgerufen. Empirische Belege deuten darauf hin, dass junge Menschen davon weit stärker betroffen waren, mit nur geringen systematischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern. Der Hauptgrund dafür ist, dass junge Menschen in den am stärksten von der Pandemie betroffenen Sektoren hauptsächlich über Zeitverträge beschäftigt sind. Politisch ist deshalb die Schaffung eines nachhaltigen und stabilen Wirtschaftswachstums wichtig, damit die Märkte die pandemiebedingt hohe Jugendarbeitslosigkeit wieder auffangen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die deutsche Kurzfassung. -
Literaturhinweis
The COVID-19 pandemic, well-being, and transitions to post-secondary education (2023)
Zitatform
Patzina, Alexander, Malte Sandner, Silke Anger, Sarah Bernhard & Hans Dietrich (2023): The COVID-19 pandemic, well-being, and transitions to post-secondary education. In: Review of Economics of the Household, Jg. 21, H. 2, S. 461-483., 2022-09-23. DOI:10.1007/s11150-022-09623-9
Abstract
"This study examines the immediate and intermediate effects of the COVID-19 pandemic on the well-being of two high school graduation cohorts (2020 and 2021) and how changes in well-being affect students’ educational plans and outcomes. Our unique panel data on 3697 students from 214 schools in 8 German federal states contain prospective survey information on three dimensions of well-being: mental health problems, self-rated health, and life satisfaction. Data is collected several months before (fall 2019), shortly before and soon after (spring 2020) as well as several months after (fall/winter 2020/21) the beginning of the COVID-19 pandemic. Applying difference-in-differences designs, random effect growth curve models, and linear regression models, we find that school closures had a positive immediate effect on students’ well-being. Over the course of the pandemic, however, well-being strongly declined, mainly among the 2021 graduation cohort. We show that a strong decline in mental health is associated with changes in educational and career plans and transition outcomes. As adverse life experiences in adolescence are likely to accumulate over the life course, this study is the first to exhibit potential long-lasting negative effects of the COVID-19 pandemic on education and careers of young individuals." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Patzina, Alexander ; Anger, Silke ; Sandner, Malte ; Bernhard, Sarah ; Dietrich, Hans ; -
Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit und Stellensuchverhalten bei Menschen mit Behinderung im 1. Jahr der Coronapandemie (2023)
Zitatform
Paul, Karsten Ingmar & Alfons Hollederer (2023): Arbeitslosigkeit und Stellensuchverhalten bei Menschen mit Behinderung im 1. Jahr der Coronapandemie. (DIFIS-Impuls 2023,7), Duisburg ; Bremen, 4 S.
Abstract
"Menschen mit Behinderungen weisen seit Langem einen relativ niedrigen Beschäftigungsanteil auf und stellen eine verletzliche Gruppe in Bezug auf Arbeitsmarktbeteiligung und -integration dar. Während der Coronapandemie waren sie zudem in Hinblick auf eine COVID-19-Infektion mehr gefährdet als andere Bevölkerungsgruppen. Denn sowohl der Schweregrad des Krankheitsverlaufs bei einer COVID-19-Infektion als auch das daraus resultierende Sterblichkeitsrisiko waren bei Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und Behinderungen höher als bei Menschen ohne chronische Erkrankungen. Dem Ausbruch der Coronapandemie im Jahr 2020 folgte ein wirtschaftlicher Abschwung. Möglicherweise haben sich in dieser Situation die beiden Probleme der erhöhten Infektionsgefährdung und der erschwerten Arbeitsmarktintegration für Menschen mit Behinderung gegenseitig verschärft. In diesem Fall würden diese Menschen sowohl aus gesundheitlicher als auch aus arbeitsmarktpolitischer Sicht eine besonders gefährdete Gruppe darstellen. Daher ist es von Relevanz, zu untersuchen, wie stark Menschen mit Behinderungen während der Coronapandemie von Arbeitslosigkeit betroffen waren und wie sie auf diesen Ausnahmezustand reagiert haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Data product DOI: 10.5164/IAB.PASS-SUF0620.de.en.v1 -
Literaturhinweis
Work from Home: Von der Pandemienotlösung zum Konzept multilokaler Arbeit – Empirische Studie zu den Erfahrungen der Beschäftigten für eine Zukunft der Arbeitswelten an verteilten Orten (2023)
Zitatform
Pfnür, Andreas, Kyra Voll, Martin Christian Höcker & Yassien Bachtal (2023): Work from Home: Von der Pandemienotlösung zum Konzept multilokaler Arbeit – Empirische Studie zu den Erfahrungen der Beschäftigten für eine Zukunft der Arbeitswelten an verteilten Orten. (Publications of Darmstadt Technical University, Institute for Business Studies (BWL) 138378), Darmstadt: Darmstadt Technical University, Department of Business Administration, Economics and Law, Institute for Business Studies (BWL), 143 S.
Abstract
"Die Arbeitswelt erfährt eine gravierende Transformation. Im Zentrum der Veränderungen steht der Wandel der physischen Organisation der Arbeit. Während in den vergangenen Jahren durch die COVID-19-Pandemie die Arbeit voranging von zu Hause erledigt werden musste, können Wissensarbeitende den Ort ihrer Arbeitserbringung zunehmend freier wählen. Durch die Rückkehr der Beschäftigten in die Büros der Unternehmen, der gleichzeitig anhaltenden Nutzung des Work from Home und des Ausprobierens dritter Arbeitsorte entsteht ein neues Konzept der physischen Arbeitsorganisation: Multilokalität. Diese Studie untersucht anhand der Befragung von 1.136 deutschen Wissensarbeitenden den Status quo des Work from Home, der Arbeit in Büros und an dritten Orten und analysiert vergleichend, wodurch Arbeitserfolg von Beschäftigten an den verschiedenen Orten entsteht. Darüber hinaus werden Change-Management-Prozesse betrachtet, um herauszuarbeiten, welche notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um den Übergang der eindimensionalen Arbeit im Büro oder zu Hause zu einer multilokalen Arbeitswelt erfolgreich zu vollziehen. Basierend auf einer Diskussion der empirischen Ergebnisse zu den Potenzialen und Herausforderungen der Transformation der Arbeitswelt werden Implikationen für die Notwendigkeiten staatlicher Regulierung, für die Beschäftigten, die Unternehmen und die immobilienwirtschaftlichen Akteure abgeleitet. Die Ergebnisse verdeutlichen den gigantischen Umfang der Veränderungen, den die multilokale Arbeit in der Arbeitswelt und anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, wie beispielsweise dem Verkehr, der Umwelt oder auf den gesellschaftlichen Wohlstand bezogen anstößt. Für die Beschäftigten ist die Freiheit des mobilen Arbeitens nicht mehr wegzudenken. Die Studie zeigt auf, wie sie sich individuell auf die multilokale Arbeit einstellen und Work from Home, Büros und dritte Orte bestmöglich nutzen. Eine weitere zentrale Erkenntnis ist, dass das neue Konzept multilokalen Arbeitens neben dem großen gesellschaftlichen Mehrwert auch in hohem Ausmaß volkswirtschaftliche Potenziale aufweist, welche jedoch noch nicht vollumfänglich realisiert werden. Arbeitgeber erfahren durch den richtigen Einsatz multilokaler Arbeit einen großen Gewinn. Zum einen durch einen höheren Arbeitserfolg und die verbesserte Gesundheit ihrer Beschäftigten, aber auch durch die positive Wirkung auf ihre Attraktivität als Arbeitgeber. Diese Potentiale zu heben ist die Aufgabe des betrieblichen Immobilienmanagements. Um den Herausforderungen einer aufweichenden Unternehmenskultur, der erschwerten Kommunikation zwischen und Steuerung von Mitarbeitenden sowie der ständig notwendigen Abwägung zwischen individuellem und Teamerfolg zu begegnen, benötigen Unternehmen eine individuelle Strategie zur Ausgestaltung des neuen Konzepts verteilter Arbeitsorte. Dabei helfen Investitionen in die Ausstattung bei Work from Home, verbesserte Informationskulturen und Weiterbildungsangebote mobiles Arbeiten erfolgreich zu gestaltet. Nicht zuletzt wird deutlich, dass zukünftig ein veränderter Bedarf an betrieblichen Immobilien vorherrschen wird. Eine Argumentebilanz zur Entscheidungsstützung in der Abwägung zur quantitativen Anpassung von Flächen sowie mögliche Ansätze zur qualitativen Verbesserung von Büros und der Einsatz von dritten Orten als Ergänzung der Bürostrategie geben Hinweis darauf, wie Unternehmen mit ihren Immobilien auf die dynamische Arbeitswelt reagieren können. Abschließend zeigen die Ergebnisse, dass veränderte Flächenbedarfe der Unternehmen Anpassungen der Geschäftsmodelle und Strategien immobilienwirtschaftlicher Akteure erfordern, das Büro der Zukunft zum aktuellen Zeitpunkt, besonders mit Blick auf die Arbeitswelt von morgen, jedoch noch nicht klar skizziert werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsarmut und subjektive Gesundheit während der COVID-19-Pandemie: Eine Zeitvergleichsstudie mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels 1995–2021 (2023)
Zitatform
Pförtner, Timo-Kolja & Ibrahim Demirer (2023): Erwerbsarmut und subjektive Gesundheit während der COVID-19-Pandemie: Eine Zeitvergleichsstudie mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels 1995–2021. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 66, H. 8, S. 869-881. DOI:10.1007/s00103-023-03734-z
Abstract
"Erwerbsarme gelten als vulnerable Gruppe. Die vorliegende Studie untersucht, ob sich die Gesundheitsunterschiede zwischen Erwerbsarmen und Nicht-Erwerbsarmen während der COVID-19-Pandemie verstärkt haben, und führt dazu einen Zeitvergleich mit früheren Phasen ökonomischer Krisen und arbeitsmarktpolitischer Reformen durch. Die Analysen basieren auf dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP, 1995–2020) und der Sondererhebung zu den sozioökonomischen Faktoren und Folgen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland (SOEP-CoV, 2020–2021). Alle Erwerbstätigen im Alter von 18–67 Jahren wurden in den Analysen berücksichtigt, um die Risiken einer schlechten subjektiven Gesundheit durch Erwerbsarmut auf Basis gepoolter logistischer Regression nach Geschlecht zu berechnen. Die subjektive Gesundheit verbesserte sich im Allgemeinen in der COVID-19-Pandemie. Die Unterschiede im Gesundheitszustand blieben zwischen Erwerbsarmen und Nicht-Erwerbsarmen zwischen 1995 und 2021 relativ konstant. Personen, die im Zeitverlauf häufiger von Erwerbsarmut betroffen waren, wiesen das höchste Risiko einer unzureichenden Gesundheit auf. Die mit der Häufigkeit von Erwerbsarmut assoziierten Gesundheitsunterschiede sind im Zeitverlauf angestiegen und erreichten bei beiden Geschlechtern in der Pandemie ihren Höhepunkt. Signifikante Geschlechtsunterschiede konnten nicht identifiziert werden. Die Studie verdeutlicht die gesellschaftliche Verankerung von Erwerbsarmut als Determinante einer unzureichenden Gesundheit. Insbesondere Personen, die im Erwerbsleben häufiger von Erwerbsarmut betroffen waren, gelten als besonders vulnerabel gegenüber einer unzureichenden Gesundheit. Tendenziell erscheint die COVID-19-Pandemie diesen Gradienten in der Gesundheit zu verstärken." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Beschäftigungssicherung in den Betrieben während der Corona-Pandemie: Mehr als nur Kurzarbeit (2023)
Zitatform
Pusch, Toralf & Hartmut Seifert (2023): Beschäftigungssicherung in den Betrieben während der Corona-Pandemie. Mehr als nur Kurzarbeit. (WSI Working paper / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 214), 24 S.
Abstract
"Der Beitrag untersucht empirisch auf der Basis der WSI-Betriebs- und Personalrätebefragung 2021, welche Maßnahmen die betrieblichen Akteure, Management und Betriebsräte, vereinbart haben, um bedrohte Beschäftigungsverhältnisse zu sichern und perspektivisch die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Inhaltlich dominieren arbeitszeitverkürzende Maßnahmen, die Kurzarbeit ergänzen, monetäre Konzessionen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Diese Maßnahmen beruhen auf dem Quid-pro-quo-Prinzip. Die Betriebe machen im Gegenzug Zusagen über Investitionen und mehrjährige Beschäftigungsgarantien. Das Zustandekommen dieser Maßnahmen wird wird, wie die multivariate Analyse zeigt, wesentlich beeinflusst von der wirtschaftlichen Lage, der Tarifbindung, aber auch von kooperativen Beziehungen zwischen den betrieblichen Akteuren. Es lässt sich zeigen, dass tarifliche Regelungen einen Gestaltungsrahmen für betriebspolitische Aktivitäten bieten, um sowohl kurzfristige konjunkturelle Krisenprobleme beschäftigungssichernd abzufedern als auch mittelfristige Standortsicherung durch Investitionszusagen zu ermöglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Homeoffice: Ohne gute Beziehungen zwischen Kolleg*innen und Vorgesetzten gelingt es nicht (2023)
Zitatform
Reimann, Mareike & Martin Diewald (2023): Homeoffice: Ohne gute Beziehungen zwischen Kolleg*innen und Vorgesetzten gelingt es nicht. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 76, H. 2, S. 133-140. DOI:10.5771/0342-300X-2023-2-133
Abstract
"Der Beitrag untersucht Bedingungen für das Gelingen von Homeoffice unter den Gegebenheiten der COVID-19-Pandemie. Dazu wurden in einer nicht repräsentativen Stichprobe von über 2800 Beschäftigten in 19 kleinen, mittleren und großen Betrieben verschiedener Branchen sowohl betriebliche Arbeitsbedingungen als auch Bedingungen des Arbeitens zu Hause in den Blick genommen. Als Kriterien des Gelingens aus Arbeitnehmersicht wurden sechs Wahrnehmungen untersucht: die Zufriedenheit mit der Vereinbarkeit ; Konflikte, die von der Arbeit auf die Familie ausstrahlen sowie umgekehrt von der Familie auf die Arbeit ; die wahrgenommene Fairness des Beschäftigungsverhältnisses ; gesundheitliches Wohlbefinden sowie der gewünschte Umfang von Homeoffice nach der Pandemie. Bemerkenswert war, dass die pandemiebedingte plötzliche und erzwungene Implementierung von Homeoffice nur wenige Unterschiede in dessen formaler Gestaltung hervorgebracht hat. Stattdessen erweisen sich mit eindringlicher und für alle Gelingens-Kriterien gültiger Deutlichkeit qualitativ gute Beziehungen zwischen Kolleg*innen untereinander und zu Vorgesetzten als entscheidender Faktor. Um diese zu stärken, können sowohl betriebliche Strategien als auch gesetzliche Rahmenbedingungen förderlich sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The first six months expenditure for the Australian JobKeeper scheme lifted total national government expenditure by one quarter (Consequences of the COVID-19 Pandemic): (Interview with Bob Gregory) (2023)
Schludi, Martin; Gregory, Bob;Zitatform
Schludi, Martin; Bob Gregory (interviewte Person) (2023): The first six months expenditure for the Australian JobKeeper scheme lifted total national government expenditure by one quarter (Consequences of the COVID-19 Pandemic). (Interview with Bob Gregory). In: IAB-Forum H. 31.10.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20231031.02
Abstract
"Während der Covid-19-Krise führte Australien groß angelegte und leicht umzusetzende Lohnkostenzuschüsse ein. Dieses „JobKeeper-Programm” sollte Entlassungen verhindern. Die Unterschiede zu den europäischen Kurzarbeitsprogrammen sind jedoch frappierend. Im Interview für das IAB-Forum gibt Bob Gregory, emeritierter Professor der Australian National University, Einblicke in den australischen Ansatz und skizziert mögliche Lehren für andere Länder." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schludi, Martin;Ähnliche Treffer
auch deutschsprachig erschienen -
Literaturhinweis
Die Ausgaben für das australische JobKeeper-Programm haben die staatlichen Gesamtausgaben in den ersten sechs Monaten um ein Viertel erhöht (Serie Kurzarbeit: Internationale Erfahrungen während der Covid-19-Krise ): (Interview mit Bob Gregory) (2023)
Schludi, Martin; Gregory, Bob;Zitatform
Schludi, Martin; Bob Gregory (interviewte Person) (2023): Die Ausgaben für das australische JobKeeper-Programm haben die staatlichen Gesamtausgaben in den ersten sechs Monaten um ein Viertel erhöht (Serie Kurzarbeit: Internationale Erfahrungen während der Covid-19-Krise ). (Interview mit Bob Gregory). In: IAB-Forum H. 31.10.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20231031.01
Abstract
"Während der Covid-19-Krise führte Australien groß angelegte und leicht umzusetzende Lohnkostenzuschüsse ein. Dieses „JobKeeper-Programm” sollte Entlassungen verhindern. Die Unterschiede zu den europäischen Kurzarbeitsprogrammen sind jedoch frappierend. Im Interview für das IAB-Forum gibt Bob Gregory, emeritierter Professor der Australian National University, Einblicke in den australischen Ansatz und skizziert mögliche Lehren für andere Länder." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schludi, Martin;Ähnliche Treffer
auch in Englisch erschienen -
Literaturhinweis
"At the peak, 40 percent of the French labour force were on short-time work" (Consequences of the COVID-19 Pandemic): (Interview with Pierre Cahuc) (2023)
Zitatform
Schludi, Martin; Pierre Cahuc (interviewte Person) (2023): "At the peak, 40 percent of the French labour force were on short-time work" (Consequences of the COVID-19 Pandemic). (Interview with Pierre Cahuc). In: IAB-Forum H. 16.05.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230516.02
Abstract
"In France, just like in many other European countries, short-time work has proved to be a powerful tool to prevent massive layoffs during the Covid-19 pandemic. The traditional French short-time work scheme (“Activité partielle”) has been in place since 1951. In this interview, Pierre Cahuc, Professor of Economics at Sciences Po in Paris, will give some insights into the French approach to short-time work and the lessons learnt from applying the instrument during the Covid-19 crisis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Schludi, Martin;Ähnliche Treffer
auch deutschsprachig erschienen -
Literaturhinweis
In der Krise hat sich Kurzarbeit als hochwirksames Instrument bewährt (Interview mit Eva Strobel): Startbeitrag zur Serie "Kurzarbeit im internationalen Vergleich" (2023)
Schludi, Martin; Strobel, Eva;Zitatform
Schludi, Martin; Eva Strobel (interviewte Person) (2023): In der Krise hat sich Kurzarbeit als hochwirksames Instrument bewährt (Interview mit Eva Strobel). Startbeitrag zur Serie "Kurzarbeit im internationalen Vergleich". In: IAB-Forum H. 28.02.2023 Nürnberg, 2023-01-24. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230228.01
Abstract
"Kurzarbeit hat sowohl in der Finanz- als auch in der Corona-Krise einen entscheidenden Beitrag geleistet, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Zugleich war und ist die Administration des Kurzarbeitergeldes eine immense Herausforderung für die Bundesagentur für Arbeit (BA). Im Interview mit dem IAB-Forum spricht BA-Managerin Eva Strobel über mögliche Reformansätze." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schludi, Martin; -
Literaturhinweis
"Zum Höhepunkt der Pandemie waren 40 Prozent der Arbeitskräfte in Frankreich in Kurzarbeit" (Serie "Kurzarbeit: Internationale Erfahrungen während der Covid-19-Krise"): (Interview mit Pierre Cahuc) (2023)
Zitatform
Schludi, Martin; Pierre Cahuc (interviewte Person) (2023): "Zum Höhepunkt der Pandemie waren 40 Prozent der Arbeitskräfte in Frankreich in Kurzarbeit" (Serie "Kurzarbeit: Internationale Erfahrungen während der Covid-19-Krise"). (Interview mit Pierre Cahuc). In: IAB-Forum H. 16.05.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230516.01
Abstract
"In Frankreich wie auch in vielen anderen europäischen Ländern hat sich die Kurzarbeit als wirksames Instrument erwiesen, um Massenentlassungen während der Covid-19-Pandemie zu verhindern. Die traditionelle französische Kurzarbeitsregelung („Activité partielle”) gibt es seit 1951. In diesem Interview äußert sich Pierre Cahuc, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Sciences Po in Paris, zur Ausgestaltung der Kurzarbeit in Frankreich und zu den Lehren, die sich aus der Nutzung dieses Instruments während der Covid-19-Krise ziehen lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schludi, Martin;Ähnliche Treffer
also released in English -
Literaturhinweis
Branchenanalyse Gastgewerbe: Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsbedingungen und Perspektiven vor dem Hintergrund von Corona und Mindestlohn (2023)
Schmid, Katrin; Stracke, Stefan;Zitatform
Schmid, Katrin & Stefan Stracke (2023): Branchenanalyse Gastgewerbe: Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsbedingungen und Perspektiven vor dem Hintergrund von Corona und Mindestlohn. (Working paper Forschungsförderung / Hans Böckler Stiftung 301), Düsseldorf, S. 94.
Abstract
"Wie kaum eine andere Branche war das Gastgewerbe von den Einschränkungen während der Corona-Pandemie betroffen. Diese Studie beleuchtet die wesentlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Pandemie und mit der Einführung des Mindestlohns. Darüber hinaus gibt sie einen Überblick über die Branchen- und Beschäftigtenstruktur und benennt aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beyond Home or Office - Arbeits(t)raum Homeoffice während und nach Corona (2023)
Schreyer, Jasmin; Tihlarik, Amelie; Sauer, Stefan ; Blank, Marco; Pfeiffer, Sabine ; Nicklich, Manuel;Zitatform
Schreyer, Jasmin, Stefan Sauer, Amelie Tihlarik, Manuel Nicklich, Sabine Pfeiffer & Marco Blank (2023): Beyond Home or Office - Arbeits(t)raum Homeoffice während und nach Corona. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 76, H. 1, S. 10-18. DOI:10.5771/0342-300X-2023-1-10
Abstract
"Dieser Beitrag betrachtet anhand eines qualitativen Panels die Bewältigung der Pandemie durch die Brille von Führungskräften in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und untersucht, wie sich Homeoffice auf deren Arbeit auswirkt. Bisherige sozialwissenschaftliche und mediale Diskurse fokussieren sich mehrheitlich auf das Homeoffice und übersehen weitere wichtige Faktoren, die sich auf die zukünftige Arbeitswelt rund um das Präsenzthema herum auswirken : Die Rolle der Beschäftigten in der Bewältigung der Pandemie, den zu erwartenden Wandel von Homeoffice in Hybrid-Office zu Pandemieende sowie damit einhergehend auch den Wandel von Präsenzvermeidung während der Pandemie hin zu einer, wo möglich und nötig, Intensivierung von Präsenz nach der Pandemie." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sonderauswertungen des Sozioökonomischen Panels (SOEP) 2020 und 2021 zu Löhnen und Arbeitszeiten in der Pandemie: Abschlussbericht (2023)
Schröder, Carsten ; Grabka, Markus; Koenig, Johannes ; Morales, Octavio; Handrich, Lars; Priem, Maximilian; Winkler, Anne; Schluter, Christian; Seebauer, Johannes;Zitatform
Schröder, Carsten, Markus Grabka, Lars Handrich, Johannes Koenig, Octavio Morales, Maximilian Priem, Christian Schluter, Johannes Seebauer & Anne Winkler (2023): Sonderauswertungen des Sozioökonomischen Panels (SOEP) 2020 und 2021 zu Löhnen und Arbeitszeiten in der Pandemie. Abschlussbericht. Berlin, 68 S.
Abstract
"Seit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 liegt der Schwerpunkt der Studien hierzu auf der Quantifizierung seiner Effekte auf Beschäftigung, Arbeitszeiten, Einkommen und Stundenlöhne. Das erste Ziel dieses Berichts ist eine Fortschreibung der für die Mindestlohnkommission erstellten Zeitreihen für den Zeitraum 2014 bis 2021 zu Arbeitszeiten, Monatsarbeitsentgelten und Stundenlöhnen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Für eine zentrale Interventionsgröße des Mindestlohngesetzes, den vereinbarten Bruttostundenlohn, zeigt sich, dass dieser zwischen 2014 und 2019 im Durchschnitt nominal von 17,51 Euro auf 20,09 Euro und seit Beginn der Pandemie zwischen 2020 und 2021 nochmals von 20,91 Euro auf 23,89 Euro gestiegen ist. Allerdings können nicht alle Beschäftigten gleichermaßen von diesem Wachstum profitieren. So ist im untersten Dezil zwischen den Jahren 2020 und 2021 ein leichter Rückgang des Stundenlohns zu beobachten. Die hochgerechnete Zahl der anspruchsberechtigten Beschäftigten, deren vereinbarter Bruttostundenlohn laut SOEP unter dem im jeweiligen Jahr geltenden gesetzlichen Mindestlohn lag, ist zwischen 2015 und 2019 von etwa 3,6 Millionen Beschäftigten auf rund 2 Millionen im Jahr 2019 gesunken. Seither liegt sie relativ konstant bei etwas mehr als 2 Millionen. Bei der Interpretation dieser Ergebnisse ist aber zu beachten, dass sich mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 in Deutschland das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Umfeld und auch die Datengrundlagen verändert haben. Viele Beschäftigte haben aufgrund von Kontaktbeschränkungen – zumindest temporär – ihre Arbeit von Zuhause aus erledigt. Viele Beschäftigte sind auch in Kurzarbeit gewechselt. Andere Beschäftigte – so v.a. im Gast- und Hotelgewerbe – haben ihren Job verloren oder hatten eine besonders hohe Arbeitsbelastung – so im Gesundheitssektor. Die Pandemie spiegelt sich auch in den SOEP-Daten wider: So waren im Unterschied zur Phase vor der Pandemie in den Jahren 2020/21 Face-to-Face Interviews kaum möglich und die Teilnahmebereitschaft ist zurückgegangen. Auch wurden im Jahr 2020 im SOEP noch keine Informationen zur Kurzarbeit erhoben, da der SOEP-Fragebogen zu dem Zeitpunkt als die Kurzarbeit als Instrument zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes wieder stark genutzt wurde, bereits fixiert war. Daher war eine Abfrage nur ex post im Jahr 2021 möglich. Zudem stellt sich die Frage, wie sich Kurzarbeit auf die Angaben von Befragten Beschäftigten zu Bruttoverdiensten und Arbeitszeiten und somit auf die Messung von Stundenlöhnen auswirkte. Vor diesem Hintergrund war das zweite Ziel des Berichts, den Einfluss von Kurzarbeit in der Pandemie auf die Eignung der SOEP-Daten für die Mindestlohnberichterstattung zu untersuchen. Laut eigener Angabe haben Kurzarbeitende ihre Arbeitszeit im Jahr 2020 im Durchschnitt um rund 20,8 Stunden reduziert. Legt man den durchschnittlichen Arbeitsumfang dieser Beschäftigten aus dem Jahr 2019 zugrunde, beträgt die Arbeitszeitreduktion in Kurzarbeit im Durchschnitt fast 60 Prozent. Eine Reduktion in ähnlicher Höhe hätte man beim Entgelt erwartet, da Kurzarbeitergeld eine Lohnersatzleistung und somit rechtlich kein Lohnbestandteil ist. Nimmt man aber das durchschnittliche Entgelt aus dem Jahr 2019 für die Kurzarbeitenden des Jahres 2020 als Vergleichsmaßstab, betrug ihr Gehaltsverlust nur rund 19 Prozent. Die Reduktion im Entgelt liegt also deutlich unter der Reduktion der Arbeitszeit. Dies legt nahe, dass die Befragten das Kurzarbeitergeld (zumindest teilweise) als Lohnbestandteil ansehen und in der SOEP-Befragung nicht das für die Berechnung des Stundenlohns relevante Bruttoentgelt angegeben haben. Im Ergebnis dürften 6 Stundenlöhne und somit auch die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns bei Kurzarbeitenden überschätzt werden. Es entsteht ein Bruch in der Zeitreihe, da die auf den Angaben der Befragten berechneten Stundenlöhne für Kurzarbeitende höher als ihre tatsächlichen Stundenlöhne sein dürften. Ein drittes Ziel des Berichts betrifft die Bewertung der Validität der von den im SOEP Befragten angegebenen Lohninformationen. Zur Validierung konnten Daten genutzt werden, die im sogenannten SOEP-RV-Projekt entstanden sind. In diesem Projekt wurden die Befragungsdaten aus dem SOEP auf individueller Ebene mit den Kontendaten der Deutschen Rentenversicherung Bund über ihre Versicherungsnummer eindeutig verbunden. In den Kontendaten liegen auch Informationen zu den von den Arbeitgebern gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Entgelten vor. Der Vergleich beider Datenquellen zeigt, dass im Zeitraum der Jahre 2013 bis 2018 die monatlichen Entgelte in den Konten und im SOEP sehr ähnliche Verteilungen aufweisen, wobei die Entgelte laut den Rentenversicherungskonten im Durchschnitt zwischen 80 und 120 Euro über den SOEP-Entgelten liegen. Die Korrelation zwischen den Entgelten in beiden Datensätzen ist sehr hoch. Unterschiede in den berechneten Stundenlöhnen basierend auf den Entgelten aus den beiden Datensätzen und unter Verwendung der Arbeitszeitangaben aus dem SOEP sind klein und generell statistisch nicht von null verschieden. Entsprechend ist eine Zuordnung der Beschäftigten in ein Lohnsegment unter und ab dem Mindestlohn faktisch unabhängig von der verwendeten Datenquelle für monatliche Bruttolöhne. Die in den SOEP-Daten beobachtete Nicht-Einhaltung des Mindestlohns ist damit nicht primär auf Messfehler bei den monatlichen Entgelten im SOEP zurückzuführen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Selbstständigkeit in der Krise? Vom Umgang der Selbstständigen mit den Folgen der Corona-Pandemie: Einzelinterviews mit Selbstständigen aus den Branchen Tourismus, Beauty-, Kosmetik- und Friseurgewerbe und Gastgewerbe (2023)
Schulze Buschoff, Karin; Graf, Sebastian; Mauss, Alexander;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin, Sebastian Graf & Alexander Mauss (2023): Selbstständigkeit in der Krise? Vom Umgang der Selbstständigen mit den Folgen der Corona-Pandemie. Einzelinterviews mit Selbstständigen aus den Branchen Tourismus, Beauty-, Kosmetik- und Friseurgewerbe und Gastgewerbe. (WSI study 34), Düsseldorf, 31 S.
Abstract
"Die Ergebnisse der vorliegenden qualitativen Erhebung auf der Basis von 25 leitfadengestützten Einzelinterviews aus den Bereichen Gastronomie, körpernahe Dienstleistungen und Tourismus belegen, dass Selbstständige in diesen Berufen besonders hart von den negativen Folgen der Corona-Krise betroffen waren. Bei fast allen Befragten haben sich die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie negativ auf ihre selbstständige Tätigkeit ausgewirkt. Sie mussten mit Planungsunsicherheit bzw. dem Ausbleiben von Aufträgen und Kunden und mit deutlichen Einkommenseinbußen umgehen. Bemerkenswert sind dabei die besondere Mentalität und das unternehmerische Selbstverständnis der Befragten: Trotz der teilweise gravierenden Einschnitte und Herausforderungen im beruflichen sowie privaten Leben war ihr Handeln davon bestimmt, ihr Unternehmen bzw. ihre selbstständige Tätigkeit pragmatisch und proaktiv durch die Krise zu manövrieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Short-time allowances in times of crisis: a survey experiment (2023)
Zitatform
Stephan, Gesine, Matthias Dütsch & Christopher Osiander (2023): Short-time allowances in times of crisis: a survey experiment. In: Journal for labour market research, Jg. 57, 2023-11-20. DOI:10.1186/s12651-023-00358-3
Abstract
"During the COVID-19 pandemic, many countries used short-time work schemes, i.e., subsidies for temporary working hours reductions due to production drops. In Germany, regulations on entitlements and benefits have been much more generous during the pandemic than they were in noncrisis times. This paper conducts a factorial survey experiment among the workforce to investigate which amounts of short-time benefits and which associated replacement rates were perceived as appropriate during the pandemic. We interpret our findings in the context of the deservingness theory. Our results show that the assessments are partly consistent with the legal design features in Germany. One of our key findings is that, according to respondents, the short-time allowance should decrease slightly with an increasing duration of short-time work. In Germany, however, with the onset of the pandemic, a rule was temporarily implemented that step-wise increased short-time work benefits with the duration of short-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Das „German Job Search Panel“: Die Effekte von Arbeitslosigkeit und Covid19 auf das Wohlbefinden (2023)
Stephan, Gesine ; Schmidtke, Julia ; Lawes, Mario ; Schöb, Ronnie ; Eid, Michael ; Hetschko, Clemens ;Zitatform
Stephan, Gesine, Clemens Hetschko, Julia Schmidtke, Mario Lawes, Michael Eid & Ronnie Schöb (2023): Das „German Job Search Panel“: Die Effekte von Arbeitslosigkeit und Covid19 auf das Wohlbefinden. (IAB-Forschungsbericht 19/2023), Nürnberg, 21 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2319
Abstract
"Zu den Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf das Wohlbefinden gibt es bereits eine Vielzahl von Studien (für einen Überblick s. z.B. Suppa 2021). Allerdings basieren diese in der Regel nicht auf hochfrequenten (also in kurzen Zeitabständen erfassten) Daten und erheben meist nur ausgewählte Dimensionen des Wohlbefindens. Im Rahmen eines DFG-geförderten Projektes befragte das „German Job Search Panel“ (GJSP) in den Jahren von 2017 bis 2021 zunächst arbeitsuchend gemeldete Personen daher monatlich zu ihrem Wohlbefinden. Die Erhebung erfolgte mit einer innovativen Smartphone-App. Anhand der Cortisolkonzentration im Haar wurde zudem die Stressbelastung der Befragten gemessen. Auf dieser Basis lässt sich sehr differenziert untersuchen, wie sich kritische Lebensereignisse - wie ein Eintritt in Arbeitslosigkeit - auf das Wohlbefinden auswirken. Zielgruppe der Befragung waren Personen, die sich zunächst arbeitsuchend gemeldet hatten. Denn ein zentrales Ziel des Projektes war es, den Auswirkungen des Eintritts in Arbeitslosigkeit auf die verschiedenen Facetten des Wohlbefindens nachzugehen. Nur ein Teil der Personen, die sich als arbeitssuchend registrieren, wird tatsächlich arbeitslos. Damit steht eine natürliche Vergleichsgruppe für diejenigen Personen zur Verfügung, die tatsächlich arbeitslos werden. Dies gilt insbesondere für Personen, die von Massenentlassungen und Betriebsschließungen betroffen waren. Denn bei diesen hängt die Wahrscheinlichkeit des Arbeitsplatzverlustes vornehmlich von externen Faktoren ab. Insgesamt nahmen anfangs knapp 1.900 Personen an einer ersten Kohorte und knapp 1.000 Personen an einer zweiten Kohorte des GJSP teil. Zwei Methodenberichte erläutern das Design der Befragung und die Selektion in die Befragung in Detail (Hetschko et al. 2022, Schmidtke et al. 2023). Das GJSP ermöglicht es unter anderem, die unmittelbaren Effekte des Eintritts in Arbeitslosigkeit bei zuvor arbeitssuchend gemeldeten Personen zu untersuchen. Wie ein erstes Teilprojekt (Lawes et al. 2023) zeigt, hat Arbeitslosigkeit unmittelbare negative Effekte auf die Zufriedenheit mit dem Haushaltseinkommen. Bei Personen, die sich aufgrund einer Entlassungswelle arbeitssuchend gemeldet hatten, sank mit Eintritt in die Arbeitslosigkeit auch unmittelbar die Lebenszufriedenheit. Wenn Personen aus anderen Gründen arbeitslos wurden, stieg beim Eintritt in die Arbeitslosigkeit hingegen die Zufriedenheit mit der Freizeit, und die Lebenszufriedenheit sank erst mit fortschreitender Zeit in Arbeitslosigkeit. Andere untersuchte Dimensionen des Wohlbefindens veränderten sich hingegen durch den Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht signifikant. Durch die wiederholte Messung von Haarcortisol untersuchte ein weiteres Teilprojekt (Lawes et al. 2022) erstmals, wie sich die Arbeitssuche auf einen Biomarker für chronischen Stress auswirkt. Der Cortisolgehalt war kurz nach der Meldung als „arbeitsuchend“ am höchsten - also in einer Zeit mit tendenziell hoher Unsicherheit bezüglich der beruflichen Zukunft. In der Folge sank das Haarcortisol - unabhängig davon, ob die Betroffenen tatsächlich arbeitslos wurden. Zudem hatten bereits länger arbeitslose Personen eine höhere Haarcortisol-Konzentration, wenn sie ihre Wiederbeschäftigungschancen vergleichsweise schlecht einschätzten. Körperlichen Stress löst der Eintritt in Arbeitslosigkeit also nur dann aus, wenn Menschen davon ausgehen, dass ihre Wiederbeschäftigungsmöglichkeiten gering sind. Schmidtke et al. (2023) zeigten schließlich in einem weiteren Teilprojekt, dass die Covid19-Pandemie nur schwache und vorübergehende Effekte auf die allgemeine Lebenszufriedenheit hatte. Die mentale Gesundheit der Befragten war hingegen stärker beeinträchtigt. Insbesondere traf dies auf Menschen in Kurzarbeit zu. Insgesamt zeigten sich aber gewisse Anpassungseffekte an die Krise: Die zweite Welle der Pandemie wirkte sich geringer auf die Lebenszufriedenheit und die mentale Gesundheit aus als die erste Welle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Ein begleitendes Interview finden Sie im Online-Magazin IAB-Forum Open Access. -
Literaturhinweis
Wann waren systemrelevante Berufe? (2023)
Zitatform
Tiemann, Michael, Stefan Udelhofen & Lisa Fournier (2023): Wann waren systemrelevante Berufe? In: Arbeits- und industriesoziologische Studien, Jg. 16, H. 2, S. 8-26.
Abstract
"Systemrelevante Berufe haben im Zuge der Corona-Pandemie breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit erfahren und Fragen der Bewertung beruflicher Aufgaben neu justiert. Der Beitrag bilanziert Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Studien zu systemrelevanten Berufen in Deutschland und analysiert die Wahrnehmung sowie Bewertung der Kategorie in Politik und Öffentlichkeit. Dazu werden parlamentarische Äußerungen auf Bundesebene vor, während und nach der Pandemie ausgewertet und mit einer Analyse von Twitter-Daten komplementiert und kontrastiert. Diese Betrachtung verdeutlicht erste Hinweise auf die Bedeutung und Persistenz von systemrelevanten Berufen als Kategorie der arbeits- und industriesoziologischen Forschung im postpandemischen Zeitalter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbs- und Lebenslagen von Über-60-Jährigen: Mit Pandemiebeginn arbeiteten auch Ältere mehr im Homeoffice als davor (2023)
Zitatform
Trahms, Annette, Basha Vicari & Christian Westermeier (2023): Erwerbs- und Lebenslagen von Über-60-Jährigen: Mit Pandemiebeginn arbeiteten auch Ältere mehr im Homeoffice als davor. (IAB-Kurzbericht 7/2023), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2307
Abstract
"Von der Covid-19-Pandemie waren Über-60-Jährige mehrfach betroffen. Einerseits wegen des höheren Risikos für einen schweren Infektionsverlauf. Andererseits wirkte sich der Rückgang der betrieblichen Arbeitskräftenachfrage infolge von Kontaktbeschränkungen insbesondere auf die atypische Beschäftigung aus: Dazu zählen auch Minijobs, die gerade für ältere Beschäftigte und Rentenbeziehende eine häufige Erwerbsform darstellen. Mit Daten des IAB untersuchen die Autorinnen pandemiebedingte Veränderungen in verschiedenen Erwerbs- und Lebenslagen von 60- bis 70-jährigen Beschäftigten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsbedingte Unterschiede bei COVID-19-Morbidität und -Mortalität in Deutschland. Eine Analyse von Krankenkassendaten von 3,17 Mio. Versicherten (2023)
Wahrendorf, Morten ; Alibone, Marco; Reuter, Marvin ; Dragano, Nico ; Hoebel, Jens ; Schaps, Valerie ; Wachtler, Benjamin ; Jacob, Josephine ;Zitatform
Wahrendorf, Morten, Valerie Schaps, Marvin Reuter, Jens Hoebel, Benjamin Wachtler, Josephine Jacob, Marco Alibone & Nico Dragano (2023): Berufsbedingte Unterschiede bei COVID-19-Morbidität und -Mortalität in Deutschland. Eine Analyse von Krankenkassendaten von 3,17 Mio. Versicherten. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 66, H. 8, S. 857-868. DOI:10.1007/s00103-023-03738-9
Abstract
"Dem Beruf wurde während der COVID-19-Pandemie eine zentrale Rolle beim Infektions- und Krankheitsgeschehen zugesprochen. Für Deutschland liegen jedoch bisher nur wenige Auswertungen zu berufsbedingten Unterschieden bei COVID-19-Erkrankungsrisiken, COVID-19-assoziierten Krankenhausaufenthalten und Mortalität vor. Die Studie nutzt longitudinale Krankenkassendaten der Forschungsdatenbank des Instituts für angewandte Gesundheitsforschung (InGef) von 3,17 Mio. Versicherten zwischen 18 und 67 Jahren (1.488.452 Frauen, 1.684.705 Männer). Outcomes (Erkrankungsrisiko, Hospitalisierung und Mortalität) wurden durch übermittelte COVID-19-Diagnosen zwischen dem 01.01.2020 und 31.12.2021 bestimmt. Berufe wurden entlang von 4 Gruppierungen der amtlichen Systematik der Klassifikation der Berufe unterschieden. Neben kumulativen Inzidenzen bestimmen wir relative Risiken (RR) – jeweils getrennt für Männer und Frauen. Erkrankungsrisiken sind in personenbezogenen Dienstleistungsberufen erhöht, insbesondere in Gesundheitsberufen im Vergleich zu den übrigen Berufen (RR für Frauen 1,46; für Männer 1,30). Ähnliches gilt für soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe (allerdings nur bei Frauen) und für Fertigungsberufe (nur bei Männern). Zudem sind die Risiken für Krankenhausaufenthalte und Mortalität in Reinigungsberufen sowie in Verkehrs- und Logistikberufen (v. a. für Männer) erhöht. Für alle 3 Outcomes sind die Risiken in Berufen ohne Leitungsfunktion und entlang des Anforderungsniveaus höher (am höchsten für Helfertätigkeiten und am niedrigsten für Expertentätigkeiten). Die Studie liefert wichtige Befunde zu berufsbedingten und geschlechtsabhängigen Unterschieden bei COVID-19-Morbidität und -Mortalität in Deutschland, die Ansatzpunkte für strukturelle Infektionsschutzmaßnahmen aufzeigen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Sickness absence due to mandatory COVID-19 certificates in the workplace (2023)
Zitatform
Wanger, Susanne & Enzo Weber (2023): Sickness absence due to mandatory COVID-19 certificates in the workplace. In: BMC public health, Jg. 23, H. 1, 2023-07-27. DOI:10.1186/s12889-023-16415-y
Abstract
"As vaccines for COVID-19 became available, many countries introduced an obligation in 2021 for employees to prove their COVID-19 status at work, known in Germany as the 3G rule (vaccinated, recovered, tested). In view of the controversial debate, there was concern that employees might try to avoid providing mandatory COVID-19 certificates by taking sick leave. The aim of this study was to investigate whether mandatory COVID-19 tests in the workplace led to such an evasive response. For an empirical panel analysis, we collected data from official sources and combined aggregated health insurance data on sick leave, epidemiological data on laboratory-confirmed COVID-19 infections, and vaccination rates for the German states from September 2021 to January 2022. We used a regional panel data analysis to estimate the impact of the mandatory COVID-19 certificates at the workplace on workers’ sick leave. The regional vaccination rate reflected differences in treatment intensity. This study contributes to the limited evidence on the potential impact of introducing mandatory COVID-19 certificates at the workplace on sickness absence rates. In fact, our results showed that after controlling for infection rates, a one percentage point lower vaccination rate led to a 0.021 percentage point increase in the sickness absence rate when the 3G rule came into effect. This effect was measured with high statistical precision. In addition, in robustness checks, we controlled for a number of other possible influencing factors that may have affected sickness behaviours, such as time-varying labour market situations. However, the results remained robust. The results of our empirical panel analysis implied that mandatory COVID-19 certificates in the workplace led to evasive responses and to additional days of sick leave of a relevant magnitude. Testing obligations were meant to help contain the epidemic. However, when introducing controversial obligations, it is important to consider evasive responses and to design the rules appropriately and communicate them convincingly.(Author's abstract, IAB-Doku; © Springer) ((en))
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Literaturhinweis
Die Pandemie hat in Deutschland keinen Quiet-Quitting-Trend ausgelöst (2023)
Zitatform
Weber, Enzo, Stefanie Wolter, Philipp Grunau & Michael Göschl (2023): Die Pandemie hat in Deutschland keinen Quiet-Quitting-Trend ausgelöst. In: IAB-Forum H. 25.07.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230725.01
Abstract
"„Innere Kündigung“, „Dienst nach Vorschrift“, „Quiet Quitting“: Öffentlichen Debatten zufolge haben sich seit der Corona-Krise immer mehr Beschäftigte dafür entschieden, kürzerzutreten und nicht mehr als die vertraglich vereinbarten Aufgaben zu übernehmen. Aktuelle Befragungsdaten liefern indes keine empirische Evidenz für dieses Phänomen. Das Engagement für die Tätigkeit und die Bindung an den eigenen Arbeitgeber haben zwar in den Jahren vor Corona tendenziell abgenommen, jedoch setzte sich dieser Trend in der Pandemie nicht fort." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Designing short-time work for mass use (2023)
Zitatform
Weber, Enzo & Yasemin Yilmaz (2023): Designing short-time work for mass use. In: European Journal of Social Security, Jg. 25, H. 1, S. 60-76., 2023-02-15. DOI:10.1177/13882627231161511
Abstract
"Während der COVID-19-Pandemie hat sich Kurzarbeit erneut als wirksames Instrument zur Stabilisierung der Beschäftigung erwiesen. Dabei stieß die massenhafte und schwankende Nutzung, die dieser Einsatz mit sich brachte, jedoch auf ein auf individuellen Ansprüchen beruhendes Instrument. Die vollständige Bearbeitung aller Fälle wird Jahre dauern, mit entsprechenden Belastungen und Unsicherheiten für die Betriebe und die Arbeitsverwaltung. Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Artikel unterschiedliche Ausgestaltungmöglichkeiten einer Massennutzungsregel für die Kurzarbeit diskutiert. Der Blick in das europäische Ausland zeigt, dass sich eine angesichts exorbitanter Fallzahlen erforderliche Vereinfachung der Kurzarbeit unter Nutzung des Rechtsinstruments der force majeure („höhere Gewalt“) erzielen ließe. Wird dies für bestimmte Bereiche der Wirtschaft festgestellt, erhalten sie Zugang zu Kurzarbeit mit vereinfachten Kriterien und Verfahren. Vor diesem Hintergrund werden derartige Vereinfachungen für Deutschland vorgeschlagen. Eine noch weitergehende Variante würde nicht mehr den Ausfall individueller Arbeitsstunden betrachten, sondern Zuschüsse auf die gesamten betrieblichen Lohnkosten vorsehen. Diese sollten vom ausgefallenen Umsatz abhängen. Dabei müssten Entlassungen ausgeschlossen werden, um bei starker Vereinfachung die Vorteile einer direkten Beschäftigungssicherung zu erhalten. Um Flexibilität nicht zu stark zu beschränken, könnte ein Basisniveau an Entlassungen ermöglicht oder der Zuschuss im Falle von betriebsbedingten Entlassungen anteilig reduziert werden. Angesichts der geringeren Zielgenauigkeit kommt die weitergehende Variante dann in Betracht, wenn in bestimmten Bereichen umfassende wirtschaftliche Ausfälle vorliegen. Eine Massennutzungsregel steht in Abgrenzung zu anderweitigen gezielten Wirtschaftshilfen unabhängig vom Prinzip der Kurzarbeit bzw. Beschäftigungssicherung. Diese können zusätzlich greifen, wenn für die Liquiditätssicherung in einer Krise über den Ersatz von Arbeitskosten hinaus weitere Maßnahmen erforderlich sind. Gezielte Wirtschaftshilfen sind zudem das geeignetere Instrument, wenn es darum geht, Produktionsausfälle zu vermeiden statt abzufedern. Gerade bei massenhafter Nutzung von Kurzarbeit wird die Verbindung mit Qualifizierung bedeutend. Um den Bedingungen unter Unsicherheit und organisatorischen Schwierigkeiten gerecht zu werden, kommt es auf ein Konzept mit flexibel einsetzbaren, modularen, auch onlinebasierten Weiterbildungsformaten, Anreizen und Beratungsangeboten an. Schließlich sind Bedingungen für den Ausstieg aus der Massennutzungsregel darzulegen. Denn die Bilanz von Kurzarbeit kann sich stark verschlechtern, wenn sie über die Krisenphase hinaus fortgesetzt wird. Die außergewöhnliche Lage müsste zu einem angemessenen Zeitpunkt mit hinreichender Vorankündigungszeit offiziell beendet – oder verlängert – werden. Objektive Kriterien als Richtschnur könnten sich auf die Umsatzentwicklung in den betroffenen Bereichen, die Inanspruchnahme der Massennutzungsregel und die Rücknahme staatlich angeordneter Einschränkungen beziehen. Anschlussregeln können Übergangsmöglichkeiten in normale Kurzarbeit, eine schrittweise Absenkung von Lohnkostenzuschüssen und Liquiditätsunterstützung vorsehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Homeoffice: Perspektiven, Herausforderungen, Lösungsansätze (2023)
Zitatform
Widuckel, Werner & Lutz Bellmann (2023): Homeoffice: Perspektiven, Herausforderungen, Lösungsansätze. In: I. Knappertsbusch & G. Wisskirchen (Hrsg.) (2023): Die Zukunft der Arbeit, S. 49-55. DOI:10.1007/978-3-658-42232-5_6
Abstract
"Seit Beginn der Covid-19-Krise ist der Anteil der Beschäftigten, die zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten, stark gestiegen. Dies gilt vor allem für Beschäftigte in kognitiven, nicht aber für soziale Tätigkeiten. Vorteile ergeben sich durch eine bessere Aufgabenbewältigung, eine größere Flexibilität, eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, geringere Pendelzeiten, während Herausforderungen im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie der Führung und Zusammenarbeit zu bestehen sind. Die Bewältigung dieser Herausforderungen entscheidet über die Wirksamkeit möglicher Vorteile oder Nachteile. Der Beitrag bietet hierfür Lösungsansätze an, insbesondere in Bezug auf Führung und Zusammenarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku,© Springer)
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Literaturhinweis
Die Situation pflegender Angehöriger im erwerbsfähigen Alter in der COVID-19-Pandemie – Ergebnisse einer Onlinebefragung in Deutschland (2023)
Wiegelmann, Henrik ; Wolf-Ostermann, Karin; Seibert, Kathrin ; Rothgang, Heinz ; Domhoff, Dominik ; Hess, Moritz ; Stolle, Claudia ; Preuß, Benedikt ; Schmidt, Annika; Heinze, Franziska ;Zitatform
Wiegelmann, Henrik, Moritz Hess, Dominik Domhoff, Franziska Heinze, Annika Schmidt, Kathrin Seibert, Claudia Stolle, Benedikt Preuß, Heinz Rothgang & Karin Wolf-Ostermann (2023): Die Situation pflegender Angehöriger im erwerbsfähigen Alter in der COVID-19-Pandemie – Ergebnisse einer Onlinebefragung in Deutschland. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 66, H. 3, S. 265-274. DOI:10.1007/s00103-023-03659-7
Abstract
"Die Folgen der COVID-19-Pandemie haben verschiedene Personengruppen vor große Herausforderungen gestellt; eine dieser Gruppen sind pflegende Angehörige. Die vorliegende Studie untersucht, welche Veränderungen die Pandemie für pflegende Angehörige mit sich gebracht hat und in welchem Ausmaß sich Lebensqualität und Pflegebelastung subgruppenspezifisch verändert haben." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
"Auf dem Höhepunkt der Covid-19-Krise war jeder fünfte Arbeitsplatz in der OECD von Kurzarbeit betroffen - zehnmal mehr als auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise" (Serie Kurzarbeit: Internationale Erfahrungen während der Covid-19-Krise): (Interview mit Alexander Hijzen) (2023)
Winters, Jutta; Hijzen, Alexander;Zitatform
Winters, Jutta; Alexander Hijzen (interviewte Person) (2023): "Auf dem Höhepunkt der Covid-19-Krise war jeder fünfte Arbeitsplatz in der OECD von Kurzarbeit betroffen - zehnmal mehr als auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise" (Serie Kurzarbeit: Internationale Erfahrungen während der Covid-19-Krise). (Interview mit Alexander Hijzen). In: IAB-Forum H. 17.07.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230717.02
Abstract
"In der Covid-19-Krise war das Instrument „Kurzarbeit“ in vielen OECD-Ländern das Mittel der Wahl, um einem drohenden Arbeitsplatzabbau entgegenzuwirken. Alexander Hijzen, Senior Economist bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), skizziert im Interview die unterschiedlichen Ausprägungen dieses Instruments und nennt vorbildlich konzipierte Regelungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Winters, Jutta;Ähnliche Treffer
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Literaturhinweis
"At the peak of the Covid-19 crisis, short-time work covered one in five jobs across the OECD – ten times more than at the height of the global financial crisis" (International perspectives on applying short-time work during the Covid-19 crisis): (Interview with Alexander Hijzen) (2023)
Winters, Jutta; Hijzen, Alexander;Zitatform
Winters, Jutta; Alexander Hijzen (interviewte Person) (2023): "At the peak of the Covid-19 crisis, short-time work covered one in five jobs across the OECD – ten times more than at the height of the global financial crisis" (International perspectives on applying short-time work during the Covid-19 crisis). (Interview with Alexander Hijzen). In: IAB-Forum H. 17.07.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230717.03
Abstract
"Alexander Hijzen, a senior economist at the Organisation for Economic Co-Operation and Development (OECD), gives an overview of the country-specific application of short-time work during the Covid-19 crisis and identifies specific features that can serve as an inspiration for others." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Winters, Jutta;Ähnliche Treffer
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Literaturhinweis
Arbeit-Familie-Konflikt und psychische Beanspruchung im Homeoffice während der COVID-19-Pandemie: Die moderierende Rolle der Resilienz (2023)
Zimber, Andreas;Zitatform
Zimber, Andreas (2023): Arbeit-Familie-Konflikt und psychische Beanspruchung im Homeoffice während der COVID-19-Pandemie. Die moderierende Rolle der Resilienz. In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Jg. 67, H. 4, S. 188-200. DOI:10.1026/0932-4089/a000409
Abstract
"Aus früheren Studien ist bekannt, dass die Arbeit im Homeoffice zu einem Arbeit-Familie-Konflikt mit negativen Beanspruchungsfolgen beitragen kann. Nach den Annahmen des Job-Demands-Resources-Modells können persönliche Ressourcen das individuelle Beanspruchungsrisiko abschwächen. Diese Annahme wurde am Beispiel der Resilienz in einer online-Querschnittserhebung während der 3. Corona-Welle in Deutschland bei N=142 Beschäftigten im Zusammenhang mit der Arbeit im Homeoffice überprüft. Untersucht wurden Irritation und Vitalität als abhängige Variablen, Arbeit-Familie-Konflikt als unabhängige Variable und Resilienz als potenzieller Moderator. Es wurde angenommen, dass resilientere Personen weniger Irritation infolge von Arbeit-Familie-Konflikten im Homeoffice erleben. Eine Moderatoranalyse bestätigte den postulierten Interaktionseffekt. Die Resilienz stellt beim Umgang mit Arbeit-Familie-Konflikten im Homeoffice somit eine relevante persönliche Ressource dar. Praktische Implikationen für die Personalentwicklung und betriebliche Gesundheitsförderung werden diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku, © 2023 Hogrefe Verlag)
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Literaturhinweis
Impact of the COVID-19 Pandemic on Different Groups of SMEs in Germany and Their Recovery (2023)
Zimmermann, Volker; Köhler-Geib, Fritzi;Zitatform
Zimmermann, Volker & Fritzi Köhler-Geib (2023): Impact of the COVID-19 Pandemic on Different Groups of SMEs in Germany and Their Recovery. In: Intereconomics, Jg. 58, H. 6, S. 333-341. DOI:10.2478/ie-2023-0068
Abstract
"Using Germany as an example, this article examines how different groups of small and medium-sized enterprises were impacted by and recovered from the COVID-19 pandemic. The study found that at the onset of the pandemic, turnover losses were experienced not just by enterprises regarded as poor performers, i.e. small businesses or those with low credit ratings, but also, and in particular, by high-performing companies. However, the latter recovered faster from the impact of the pandemic than other businesses. This suggests that this group developed the capacity to successfully respond to changes in the business environment and seize possible opportunities even before the pandemic hit. Such enterprises show themselves to be particularly crisis-proof. Thanks to the wide range of enterprises’ adaptation measures and state support measures, the financial capacity of small and medium-sized enterprises in Germany was hardly diminished by the pandemic." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Berufsbildungsbericht 2023 (2023)
Zitatform
(2023): Berufsbildungsbericht 2023. (Berufsbildungsbericht ... / Bundesministerium für Bildung und Forschung), Bonn, 141 S.
Abstract
"Der Berufsbildungsbericht beschreibt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt und die Situation zum Beginn des Ausbildungsjahres zum Stichtag 30. September 2022. Der Bericht zeigt einen Anstieg des Ausbildungsangebotes um 1,4 Prozent auf 544.000. Die traditionelle Ausbildungsnachfrage blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert (+0,0 Prozent auf 497.800). Die erweiterte Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ging um 1,0 Prozent auf 535.500 zurück. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im dualen System ist leicht um 0,4 Prozent auf 475.100 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen um 9,0 Prozent auf 68.900. Für die Zahl der unversorgt gebliebenen Bewerberinnen und Bewerber ergab sich ein Rückgang um 7,8 Prozent auf 22.700 Personen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Long COVID im Arbeitsleben: Ergebnisse der REHADAT-Befragung von Menschen mit Long COVID zu ihrer beruflichen Situation (2023)
Zitatform
(2023): Long COVID im Arbeitsleben. Ergebnisse der REHADAT-Befragung von Menschen mit Long COVID zu ihrer beruflichen Situation. (REHADAT Umfragen), Köln, 9 S.
Abstract
"Long COVID betrifft Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nicht vollständig genesen sind. Viele von ihnen sind im erwerbsfähigen Alter. Die Auswirkungen von Long COVID im Arbeitsleben können vielfältig sein, doch die berufliche Situation von Menschen mit Long COVID ist bisher kaum erforscht. REHADAT führte daher eine Online-Befragung zum Thema durch. Die Ergebnisse zeigen neben einem hohen Informations- und Handlungsbedarf auch Ansätze zur Verbesserung der Arbeitssituation der Menschen mit Long COVID." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Has the COVID-19 pandemic changed gender- and parental-status-specific differences in working from home? Panel evidence from Germany (2022)
Abendroth, Anja-Kristin ; Müller, Dana ; Carstensen, Tanja; Hipp, Lena ; Sauermann, Armin; Lott, Yvonne ;Zitatform
Abendroth, Anja-Kristin, Yvonne Lott, Lena Hipp, Dana Müller, Armin Sauermann & Tanja Carstensen (2022): Has the COVID-19 pandemic changed gender- and parental-status-specific differences in working from home? Panel evidence from Germany. In: Gender, work & organization, Jg. 29, H. 6, S. 1991-2011., 2022-03-12. DOI:10.1111/gwao.12836
Abstract
"Has COVID-19 changed gender- and parental-status-specific differences in working from home? To answer this question, we used data from the Institute for Employment Research High-Frequency Online Personal Panel collected in Germany in the early stages of the pandemic (May - August 2020). Regression analyses revealed changes in pre-pandemic gender- and parental-status-specific differences in remote working - not only when strict social distancing measures were in place, but also after they were lifted: Fathers were no longer more likely than childless men and women to work remotely, and women were no longer more likely than men to work more hours from home when using this arrangement. Further, the results suggest that cultural barriers in organizations to working from home - which were especially prevalent for mothers before the pandemic - have decreased." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
COVID-19, normative attitudes and pluralistic ignorance in employer-employee relationships (2022)
Abraham, Martin ; Grimm, Veronika ; Collischon, Matthias ; Schnabel, Claus ; Moser, Klaus ; Stephan, Gesine ; Kreuter, Frauke ; Trappmann, Mark ; Niessen, Cornelia ; Wolbring, Tobias ;Zitatform
Abraham, Martin, Matthias Collischon, Veronika Grimm, Frauke Kreuter, Klaus Moser, Cornelia Niessen, Claus Schnabel, Gesine Stephan, Mark Trappmann & Tobias Wolbring (2022): COVID-19, normative attitudes and pluralistic ignorance in employer-employee relationships. In: Journal for labour market research, Jg. 56, 2022-10-18. DOI:10.1186/s12651-022-00325-4
Abstract
"Employment relationships are embedded in a network of social norms that provide an implicit framework for desired behaviour, especially if contractual solutions are weak. The COVID-19 pandemic has brought about major changes that have led to situations, such as the scope of short-time work or home-based work in a firm. Against this backdrop, our study addresses three questions: first, are there social norms dealing with these changes; second, are there differences in attitudes between employees and supervisors (misalignment); and third, are there differences between respondents’ average attitudes and the attitudes expected to exist in the population (pluralistic ignorance). We find that for the assignment of short-time work and of work at home, there are shared normative attitudes with only small differences between supervisors and nonsupervisors. Moreover, there is evidence for pluralistic ignorance; asked for the perceived opinion of others, respondents over- or underestimated the consensus in the (survey) population. Such pluralistic ignorance can contribute to the upholding of a norm even if individuals do not support the norm, with potentially far-reaching consequences for the quality of the employment relationship and the functioning of the organization. Our results show that, especially in times of change, social norms should be considered for the analysis of labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Homeoffice während der Corona-Pandemie und darüber hinaus – Potenziale für erwerbstätige Eltern (2022)
Alberg, Ivonne; Zöll, Madita; Opolony, Steffen; Yilmaz, Beyza; Oppers, Jacqueline Désirée; Kirsten, Julia; Schorr, Sabrina; Klammer, Ute; Brunoni, Cecilia; Shishkova, Mirena;Zitatform
Alberg, Ivonne, Cecilia Brunoni, Julia Kirsten, Ute Klammer, Steffen Opolony, Jacqueline Désirée Oppers, Sabrina Schorr, Mirena Shishkova, Beyza Yilmaz & Madita Zöll (2022): Homeoffice während der Corona-Pandemie und darüber hinaus – Potenziale für erwerbstätige Eltern. (IAQ-Report 2022-04), Duisburg ; Essen, 24 S. DOI:10.17185/duepublico/75860
Abstract
"Die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice traf auf sehr unterschiedliche Ausgangsbedingungen mit entsprechend unterschiedlichen Entwicklungspfaden. Hindernisse und Vorbehalte bezüglich der Arbeit im Homeoffice konnten auf Seiten der Unternehmen wie auch der Arbeitnehmer*innen abgebaut werden. Viele der befragten erwerbstätigen Eltern wünschen sich, auch in Zukunft einen Teil ihrer Erwerbsarbeit im Homeoffice erbringen zu können. Voraussetzungen für gelingendes Homeoffice sind die technische Unterstützung unter Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes, Schulungen sowie klare Absprachen bezüglich der Arbeitsaufgaben im Homeoffice." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Essential jobs, remote work and digital surveillance: Addressing the COVID-19 pandemic panopticon (2022)
Zitatform
Aloisi, Antonio & Valerio De Stefano (2022): Essential jobs, remote work and digital surveillance: Addressing the COVID-19 pandemic panopticon. In: International Labour Review, Jg. 161, H. 2, S. 289-314. DOI:10.1111/ilr.12219
Abstract
"An unprecedented COVID-19-induced explosion in digital surveillance has reconfigured power relationships in professional settings. This article critically concentrates on the interplay between technology-enabled intrusive monitoring and the augmentation of managerial prerogatives in physical and digital workplaces. It identifies excessive supervision as the common denominator of “essential” and “remotable” activities, besides discussing the various drawbacks faced by the two categories of workers during (and after) the pandemic. It also assesses the adequacy of the current European Union legal framework in addressing the expansion of data-driven management. Social dialogue, workers' empowerment and digital literacy are identified as effective ways to promote organizational flexibility, well-being and competitiveness." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
From Mancession to Shecession: Women’s Employment in Regular and Pandemic Recessions (2022)
Zitatform
Alon, Titan, Sena Coskun, Matthias Doepke, David Koll & Michèle Tertilt (2022): From Mancession to Shecession: Women’s Employment in Regular and Pandemic Recessions. In: NBER Macroeconomics Annual, Jg. 36, H. 1, S. 83-151., 2021-07-01. DOI:10.1086/718660
Abstract
"We examine the impact of the global recession triggered by the Covid-19 pandemic on women's versus men's employment. Whereas recent recessions in advanced economies usually had a disproportionate impact on men's employment, giving rise to the moniker "mancessions," we show that the pandemic recession of 2020 was a "shecession" in most countries with larger employment declines among women. We examine the causes behind this pattern using micro data from several national labor force surveys, and show that both the composition of women's employment across industries and occupations as well as increased childcare needs during closures of schools and daycare centers made important contributions. While many countries exhibit similar patterns, we also emphasize how policy choices such as furloughing policies and the extent of school closures shape the pandemic's impact on the labor market. Another notable finding is the central role of telecommuting: gender gaps in the employment impact of the pandemic arise almost entirely among workers who are unable to work from home. Nevertheless, among telecommuters a different kind of gender gap arises: women working from home during the pandemic spent more work time also doing childcare and experienced greater productivity reductions than men. We discuss what our findings imply for gender equality in a post-pandemic labor market that will likely continue to be characterized by pervasive telecommuting." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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