Integrierte Erwerbsbiografien (IEB)
Die Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des IAB sind Registerdaten der Bundesagentur für Arbeit (BA), die individuelle Informationen zu Beschäftigungszeiten, Bezugszeiten von SGB-II- bzw. SGB-III-Leistungen beinhalten sowie Informationen zu Zeiten, in denen arbeitsmarktpolitische Maßnahmen absolviert wurden. Die IEB enthalten umfassende und tagesgenaue Angaben zu Beschäftigung, Verdiensten, Arbeitslosigkeit, Leistungsbezug, Anforderungsniveau der ausgeübten Tätigkeit und einigen persönlichen Merkmalen von Erwerbspersonen, die für die wissenschaftlichen Analysen von IAB-Mitarbeitenden genutzt werden können.
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Literaturhinweis
Teilhabechancengesetz: Die Maßnahme Teilhabe am Arbeitsmarkt erreicht ihre Zielgruppe am besten (Serie „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen und Teilhabe am Arbeitsmarkt“) (2023)
Zitatform
Tübbicke, Stefan & Zein Kasrin (2023): Teilhabechancengesetz: Die Maßnahme Teilhabe am Arbeitsmarkt erreicht ihre Zielgruppe am besten (Serie „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen und Teilhabe am Arbeitsmarkt“). In: IAB-Forum H. 15.03.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230315.01
Abstract
"Durch die mit dem Teilhabechancengesetz im Jahr 2019 eingeführten Instrumente „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ und „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ sollen arbeitsmarktferne Personen in den Arbeitsmarkt integriert werden oder die Möglichkeit erhalten, am Erwerbsleben teilzuhaben. Beide Instrumente zeigen in der kurzen Frist signifikant positive Wirkungen auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und negative Effekte auf die Leistungsbezugsquote." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How sensitive are matching estimates of active labor market policy effects to typically unobserved confounders? (2023)
Zitatform
Tübbicke, Stefan (2023): How sensitive are matching estimates of active labor market policy effects to typically unobserved confounders? In: Journal for labour market research, Jg. 57, 2023-08-18. DOI:10.1186/s12651-023-00352-9
Abstract
"Using a rich and unique combined administrative-survey dataset, this paper explores how sensitive propensity score (PS) matching estimates of Active Labor Market Policies (ALMPs) based on the selection-on-observables assumption are to typically unobserved covariates. Using a sample of German unemployed welfare recipients, the analysis shows that typically unobserved factors such job search behavior, concessions willing to make for a job as well as (mental) health are in fact relevant confounders. However, results also show that matching on the PS using only typically observed covariates reduces imbalance in terms of typically unobserved covariates by about 46 percent in this setting. In line with this finding, the inclusion of typically unobserved covariates yields very similar estimates to estimates based on a standard specification. Hence, a standard matching approach based on rich and high quality administrative data appears to be sufficient to obtain estimates that are rather robust to unobserved confounding." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Frauen üben seltener als Männer Tätigkeiten mit hohem Anforderungsniveau aus (2023)
Zitatform
Vicari, Basha, Ann-Christin Bächmann & Aline Zucco (2023): Frauen üben seltener als Männer Tätigkeiten mit hohem Anforderungsniveau aus. In: IAB-Forum H. 25.04.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230424.01
Abstract
"Frauen erreichen in Deutschland im Durchschnitt inzwischen höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Dennoch hält sich die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern hartnäckig. Dies liegt unter anderem daran, dass Frauen häufiger Tätigkeiten mit niedrigerem Anforderungsniveau ausüben als Männer. Ein Grund ist, dass sich die Geschlechter sehr unterschiedlich auf bestimmte Berufe verteilen. Zudem haben Frauen im Schnitt eine geringere Aufstiegswahrscheinlichkeit als Männer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Höhe der regionalen Arbeitslosigkeit beeinflusst die Effektivität der arbeitsmarktpolitischen Instrumente in der Grundsicherung (2023)
Zitatform
Wapler, Rüdiger, Katja Wolf & Joachim Wolff (2023): Die Höhe der regionalen Arbeitslosigkeit beeinflusst die Effektivität der arbeitsmarktpolitischen Instrumente in der Grundsicherung. In: IAB-Forum H. 12.04.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230412.01
Abstract
"Eine Studie des IAB legt nahe, dass die Wirksamkeit einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme davon abhängt, wie hoch die regionale Arbeitslosigkeit ist. So entfalten manche Instrumente ihre positive Wirkung eher dort, wo die Erwerbslosigkeit gering ist. Andere hingegen scheinen eher in solchen Regionen zu wirken, in denen die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich hoch ausfällt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die IAB-Studie als Journal-Artikel, Open Access. -
Literaturhinweis
Diversity of employment biographies and prospects of middle-aged welfare recipients (2023)
Zitatform
Zabel, Cordula (2023): Diversity of employment biographies and prospects of middle-aged welfare recipients. In: Longitudinal and life course studies, Jg. 14, H. 3, S. 358-402., 2022-09-29. DOI:10.1332/175795921X16643819920960
Abstract
"Wiedereintrittschancen in Erwerbstätigkeit nehmen mit zunehmendem Alter ab. Für Grundsicherungsbeziehende mittleren Alters kommen Erwerbshindernisse, die mit dem Alter verbunden sind, zu weiteren Erwerbshindernissen von Grundsicherungsbeziehenden erschwerend hinzu. Nichtsdestotrotz sind die langfristigen Erwerbshistorien von Grundsicherungsbeziehenden mittleren Alters sehr vielseitig, wofür es bislang wenig Aufmerksamkeit gab. Eine aktuelle sozialpolitische Zielsetzung ist, die Erwerbsbeteiligung Älterer zu erhöhen. Hierbei ist es wichtig, spezifische Schwierigkeiten Älterer zu verstehen und realistische Ziele für Personen mit sehr unterschiedlichen Erwerbshistorien zu formulieren. Auf Grundlage von administrativen Daten mit hohen Fallzahlen betrachtet dieser Artikel eine Kohorte von Personen, die im August 2012 45-54 Jahre alt waren und in Deutschland lebten. Sequenzanalyse dient dabei dazu, relevante Charakteristika ihrer Erwerbshistorien der vergangenen 19 Jahre, von Januar 1993 bis Juli 2012, zu identifizieren. Erwerbszielgrößen im anschließenden Zeitraum September 2012 bis Dezember 2018 werden untersucht, wobei nach Beschäftigungsqualität unterschieden wird. Wirkungen von Trainingsprogrammen auf diese Erwerbszielgrößen werden anhand von entropy balancing Methoden geschätzt. Die Analyseergebnisse zeigen, dass die Erwerbshistorien von Grundsicherungsbeziehenden mittleren Alters sehr vielseitig sind. Sie reichen von sehr wenig Erwerbserfahrung, über lange Zeiträume mit vielen kurzfristigen Beschäftigungen, bis hin zu langer kontinuierlicher Beschäftigung. Merkmale der Erwerbshistorien beeinflussen signifikant die Erwerbsaussichten. Darüber hinaus zeigen die Analysen, dass es nicht zu spät ist, in berufliche Fertigkeiten zu investieren, unabhängig von der Art der Erwerbshistorie." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Bristol University Press)
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Literaturhinweis
On the non-standard routes: vocational training measures in the school-to-work transitions of lower-qualified youth in Germany (2022)
Zitatform
Achatz, Juliane, Kerstin Jahn & Brigitte Schels (2022): On the non-standard routes: vocational training measures in the school-to-work transitions of lower-qualified youth in Germany. In: Journal of vocational education and training, Jg. 74, H. 2, S. 289-310., 2020-04-21. DOI:10.1080/13636820.2020.1760335
Abstract
"This study explores school-to-work transitions in Germany, aiming to achieve a richer understanding of the complexity of labour market entry trajectories while focusing on transition measures. The term transition measures refers to additional training courses that complement the regular vocational education and training system of firm-based or school-based qualification routes. The contribution of supplementary training measures to the school-to-work transitions of young adults is a controversial issue. While programmes aim to ease the transitions of low-skilled youth in the training and labour market, critics point to the risks of long-term subsidised careers or fragmented employment trajectories in subsequent years. By applying sequence analysis to administrative data of the Federal Employment Agency, individual trajectories of a cohort of school leavers with an at-most intermediate school-leaving certificate are analysed for the period 2008 to 2014. The results show a complex picture of ten distinct school-to-work transition patterns. Youth passing through transition measures tend to experience a less continuous but still purposeful transition pathway. We also identify a small number of youth experiencing at-risk trajectories characterised by a highly discontinuous transition process, which points to sustained detachment from the training and labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Optimal minimum wages (2022)
Zitatform
Ahlfeldt, Gabriel, Duncan Roth & Tobias Seidel (2022): Optimal minimum wages. (CEPR discussion paper 16913), London, 95 S.
Abstract
"We develop a quantitative spatial model with heterogeneous firms and a monopsonistic labour market to derive minimum wages that maximize employment or welfare. Quantifying the model for German micro regions, we find that the German minimum wage, set at 48% of the national mean wage, has increased aggregate worker welfare by about 2.1% at the cost or reducing employment by about 0.3%. The welfare-maximizing federal minimum wage, at 60% of the national mean wage, would increase aggregate worker welfare by 4%, but reduce employment by 5.6%. An employment-maximizing regional wage, set at 50\% of the regional mean wage, would achieve a similar aggregate welfare effect and increase employment by 1.1%." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Optimal minimum wages (2022)
Zitatform
Ahlfeldt, Gabriel, Duncan Roth & Tobias Seidel (2022): Optimal minimum wages. In: VOX H. 16.02.2022 London, o.Sz., 2022-02-15.
Abstract
"Ambitious minimum wages of 60% or more of the national mean wage are currently being debated in many countries. This column discusses the trade-off policymakers face when setting minimum wages. A quantitative spatial general equilibrium model predicts that the welfare-maximising minimum wage is higher than the employment-maximising minimum wage. Beyond 50% of the mean wage, increases in the minimum wage reduce employment at an increasing rate. Therefore, the optimal minimum wage depends on the social welfare function." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Langversion -
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Making Integration Work? Facilitating Access to Occupational Recognition and Immigrants’ Labor Market Performance (2022)
Zitatform
Anger, Silke, Jacopo Bassetto & Malte Sandner (2022): Making Integration Work? Facilitating Access to Occupational Recognition and Immigrants’ Labor Market Performance. (IAB-Discussion Paper 11/2022), Nürnberg, 72 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2211
Abstract
"Diese Arbeit nutzt eine Reform, welche die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen für Zuwanderer aus nicht-EU Staaten in Deutschland erleichterte. Die Untersuchung detaillierter administrativer Daten zur Sozialsicherung und Befragungsdaten mit Hilfe eines Difference-in-Difference Designs ergab, dass die Reform den Anteil der Zuwanderer aus nicht-EU Ländern mit einer Anerkennung ihrer Berufsqualifikation um 5 Prozentpunkte erhöhte. Zudem stieg deren Beschäftigung in regulierten Berufen (z.B. Pflegefachkräfte) um 18,6 Prozent nach der Einführung der Reform. Außerdem finden wir trotz des großen Zustroms von Nicht-EU-Zuwanderern in reglementierten Berufen keine Hinweise darauf, dass diese Zuwanderer geringere Qualifikationen hatten oder niedrigere Löhne erhielten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dynamic Effects of Co-Ethnic Networks on Immigrants’ Economic Success (2022)
Zitatform
Battisti, Michele, Giovanni Peri & Agnese Romiti (2022): Dynamic Effects of Co-Ethnic Networks on Immigrants’ Economic Success. In: The Economic Journal, Jg. 132, H. 641, S. 58-88., 2021-04-20. DOI:10.1093/ej/ueab036
Abstract
"In this paper we investigate how co-ethnic networks affect the economic success of immigrants. Using longitudinal data of immigrants in Germany and including a large set of fixed effects and pre-migration controls to address the possible endogeneity of initial location, we find that immigrants in districts with larger co-ethnic networks are more likely to be employed soon after arrival. This advantage fades after four years, as migrants located in places with smaller co-ethnic networks catch up due to greater human capital investments. These effects appear stronger for lower-skilled immigrants, as well as for refugees and ethnic Germans." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
früher (möglw. abweichend) erschienen als: NBER working paper -
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The impact of sanctions for young welfare recipients on transitions to work and wages and on dropping out (2022)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Arne Uhlendorff & Joachim Wolff (2022): The impact of sanctions for young welfare recipients on transitions to work and wages and on dropping out. In: Economica, Jg. 89, H. 353, S. 1-28., 2021-02-16. DOI:10.1111/ecca.12392
Abstract
"The reintegration of young welfare recipients into the labour market is a major policy objective in many European countries. In this context, monitoring and sanctions are commonly used policy tools. We analyse the impact of strict sanctions for young welfare recipients whose institutional setting features sanctions for non-compliance with job-search requirements that effectively cancel benefits for a period of 3 months after detection. We consider effects on job-search outcomes and on dropping out of the labour force, using administrative data on a large inflow sample. We estimate multivariate duration models taking selection on unobservables into account. Our results indicate an increased job entry rate at the expense of an increased withdrawal from the labour force and lower entry wages. Combining quantitative with qualitative evidence reveals that the latter side-effects of sanctions can have dramatic consequences for the quality of life of the youths involved." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "The impact of sanctions for young welfare recipients on transitions to work and wages and on dropping out" als: CEPR discussion paper, 15037
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "The impact of sanctions for young welfare recipients on transitions to work and wages and on dropping out" als: Working papers / Institute for Evaluation of Labour Market and Education Policy, 2019,05
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Machbarkeitstudie für eine Untersuchung der sozialen Lage von Selbstständigen (2022)
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Bonin, Holger, Annabelle Krause-Pilatus & Ulf Rinne (2022): Machbarkeitstudie für eine Untersuchung der sozialen Lage von Selbstständigen. (IZA research report 608 134), Bonn, 74 S.
Abstract
"Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales plant ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, die sozialen Lagen von Selbstständigen, die sich daraus ergebenden besonderen Schutzbedarfe sowie die zu ihrer Erfüllung zielführenden sozialpolitischen Maßnahmen statistisch fundiert zu beschreiben. Dafür müssen Daten, welche die Grundgesamtheit der selbstständig tätigen Personen in Deutschland repräsentativ abbilden, erhoben werden. Die Expertise zeigt im Sinne einer Machbarkeitsstudie, wie ein zielführendes und wirtschaftliches Design für dieses Vorhaben aussehen könnte. Sie arbeitet die Vorteile der Anlage einer spezifischen Datenbasis gegenüber der Nutzung vorhandener Datenquellen heraus und erörtert die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung einer Querschnittsbefragung, insbesondere Feldzugang und Stichprobendesign, sowie Fragenprogramm und Erhebungsmodus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Labor Demand on a Tight Leash (2022)
Zitatform
Bossler, Mario & Martin Popp (2022): Labor Demand on a Tight Leash. (arXiv papers), 66 S. DOI:10.48550/arXiv.2203.05593
Abstract
"Although theory highlights search frictions in tight labor markets, standard models of labor demand do not account for labor market tightness. Given the universe of administrative employment data on Germany, we study the effect of labor market tightness on firms' labor demand using novel Bartik instruments that rely on predetermined firm shares and national shifts at the occupation level. In line with theory, the IV results suggest that a 10 percent increase in labor market tightness reduces firms' employment by 0.5 percent. When accounting for search externalities, we find that the individual-firm wage elasticity of labor demand reduces from -0.7 to -0.5 at the aggregate level. For the 2015 minimum wage introduction, the elasticities imply only modest disemployment effects mirroring empirical ex-post evaluations. Moreover, the doubling of tightness between 2012 and 2019 led to a significant slowdown in employment growth by 1.1 million jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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How effective are enforcement measures for compliance with the minimum wage?: Evidence from Germany (2022)
Zitatform
Bossler, Mario, Ursula Jaenichen & Simeon Schächtele (2022): How effective are enforcement measures for compliance with the minimum wage? Evidence from Germany. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 43, H. 2, S. 943-971., 2020-09-10. DOI:10.1177/0143831X20962193
Abstract
"The extent of non-compliance with minimum wages is heavily debated, but little is known about the effectiveness of enforcement measures. Following the introduction of a national minimum wage in Germany in 2015, employers in a catalogue of industries deemed at high risk of non-compliance were subject to more stringent enforcement requirements, such as an obligation to record hours worked. Using national administrative employment data, in this study the authors exploit the variation in enforcement measures to analyze the effect on non-compliance. As an empirical strategy, they balance jobs from industries with stricter enforcement measures with jobs from other industries and apply difference-in-differences estimations. The evidence points to a small compliance-enhancing effect of the enforcement measures. The gains in compliance are not offset by more pronounced employment losses in those industries subject to stricter enforcement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The urban-rural wage gap in Germany (2022)
Zitatform
Brixy, Udo, Stephan Brunow & Carsten Ochsen (2022): The urban-rural wage gap in Germany. (IAB-Discussion Paper 04/2022), Nürnberg, 30 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2204
Abstract
"Wir vergleichen die Reallohnunterschiede zwischen zentralisierten und peripheren Gebieten sowie zwischen hochzentralisierten und peripheren Gebieten anhand umfangreicher deutscher Verwaltungsdaten, die mehr als 2,8 Millionen Personen und 660.000 Unternehmen umfassen. Die Analysen liefern umfangreiche empirische Belege dafür, dass die meisten Lohnunterschiede durch Unterschiede in der Ausstattung mit individuellen und betrieblichen Merkmalen erklärt werden können, insbesondere wenn unbeobachtete individuelle und betriebliche Heterogenität angemessen berücksichtigt wird. Unsere Interpretation ist, dass die räumliche Selektivität von Arbeitnehmern und Unternehmen den größten Teil des Reallohngefälles zwischen peripheren und (stark) zentralisierten Regionen erklärt, und dass die Erträge aus den Merkmalen in allen Regionstypen in etwa gleich hoch sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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On the peripheral-urban wage gap in Germany (2022)
Zitatform
Brixy, Udo, Stephan Brunow & Carsten Ochsen (2022): On the peripheral-urban wage gap in Germany. In: Applied geography, Jg. 139, 2022-01-14. DOI:10.1016/j.apgeog.2022.102647
Abstract
"We compare real wage differences between centralized and peripheral areas and highly centralized and peripheral areas using vast information of German administrative data that contains more than 2.8 Mio individuals and 660,000 firms. We provide substantial empirical evidence that most of the wage gaps can be explained by differences in endowments of individual and firm characteristics, particularly when unobserved individual and firm heterogeneity is appropriately accounted for. Our interpretation is that the selectivity of workers and firms in space explains most of the real wage gap between peripheral and (highly) centralized regions, and returns to characteristics are honoured rather equally in all regional types." (Author's abstract, © 2022 Elsevier) ((en))
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On the peripheral-urban wage gap in Germany (2022)
Zitatform
Brixy, Udo, Stephan Brunow & Carsten Ochsen (2022): On the peripheral-urban wage gap in Germany. (HdBA discussion papers in labour economics / Hochschule der Bundesagentur für Arbeit 2022-01), Mannheim, 26 S.
Abstract
"We compare real wage differences between centralized and peripheral areas and highly centralized and peripheral areas using vast information of German administrative data that contains more than 2.8 Mio individuals and 660,000 firms. We provide substantial empirical evidence that most of the wage gaps can be explained by differences in endowments of individual and firm characteristics, particularly when unobserved individual and firm heterogeneity is appropriately accounted for. Our interpretation is that the selectivity of workers and firms in space explains most of the real wage gap between peripheral and (highly) centralized regions, and returns to characteristics are honoured rather equally in all regional types." (Author's abstract, © 2022 Elsevier) ((en))
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Wages of Skilled Migrant and Native Employees in Germany: New Light on an Old Issue (2022)
Zitatform
Brunow, Stephan & Oskar Jost (2022): Wages of Skilled Migrant and Native Employees in Germany: New Light on an Old Issue. In: International migration review, Jg. 56, H. 2, S. 410-432. DOI:10.1177/01979183211040505
Abstract
"The German Council of Economic Experts (GCEE) argues for a labor market-driven immigration of skilled migrants into Germany to overcome a decline in workforce due to demographic ageing. We pick up this current debate on skilled immigration by analyzing the migrant-native wage differential for skilled workers in Germany and consider various information on firms. Our results indicate that the wage gap is mainly explained by observable characteristics, especially labor market experience and firm characteristics. However, we find lower rewards for migrants' labor market experience than for natives (flatter experience curves). Our results show that these differences in experience curves become negligible in the long run. Moreover, we reveal firms' wage-setting policies: Firms evaluate a worker's education independent of migration backgrounds, as migrants possess the same productivity levels as their German counterparts in the same occupations and task levels. Due to Germany's heterogeneous immigration structure, we are able to compare the results for different migrant subgroups and, thus, derive valuable insights into the migrant-native wage structure with a wide reach beyond Germany. This article adds to current debates in various industrialized countries with demographic ageing patterns, as it focuses on an important group for domestic labor markets: skilled immigrants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labor market tightness and individual wage growth: evidence from Germany (2022)
Zitatform
Brunow, Stephan, Stefanie Lösch & Ostap Okhrin (2022): Labor market tightness and individual wage growth: evidence from Germany. In: Journal for labour market research, Jg. 56. DOI:10.1186/s12651-022-00322-7
Abstract
"It is often stated that certain occupations in Germany, because of “Demographic Change “, are dwindling, implying a labor shortage. We investigate the 10-year wage growth of young employees entering the labor market in different occupations. Our findings suggest that regional labor market tightness in occupational fields significantly explains wage growth. Individuals who start their careers in a tighter labor market enjoy higher wage growth than workers in more relaxed labor markets. We identify some occupational fields where the effect is especially strong, such as several engineering groups, IT occupations, technicians, and some commercial occupations. Interestingly, health-care occupations reveal a reverse relation." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Evaluation des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG): Endbericht zum Forschungsvorhaben (2022)
Brändle, Tobias ; Rahner, Lea; Dubiel, Christian; Riester, Alexandra; Fischer, Lennart; Kalweit, René; Koch, Andreas ; Schatz, Henning; König, Tobias ; Schütz, Holger ; Späth, Jochen ; Lawrenz, Christiane; Schatz, Henning; Reiner, Marcel; Krempl, Maria; Kutz, Vico; Bellmann, Lutz ; Heinevetter, Simon;Zitatform
Brändle, Tobias, René Kalweit, Tobias König, Marcel Reiner, Holger Schütz & Jochen Späth (2022): Evaluation des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Endbericht zum Forschungsvorhaben. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 614), Berlin, 439 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht dokumentiert die Ergebnisse der Evaluation des zum April 2017 weiterentwickelten Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Die Evaluation des Gesetzes hatte zum Ziel Umsetzung und Wirksamkeit der damaligen Neuregelungen auf Grundlage wissenschaftlicher Daten und Methoden zu untersuchen. Dabei lag der Schwerpunkt der Untersuchung auf dem mit der Gesetzesreform verfolgten Ziel, die Leiharbeit auf ihre Kernfunktion zu fokussieren. Gleichzeitig sollten das Grundprinzip "Faire Bezahlung für gute Arbeit" und die Sozialpartnerschaft in Deutschland gestärkt werden. Im Fokus der Untersuchung standen hierbei die Neuregelungen zur Überlassungshöchstdauer sowie die Regelungen zu Equal Pay und den Abweichungsmöglichkeiten hiervon. Ebenfalls umfassend betrachtet wurden die Offenlegungs-, Konkretisierungs- und Informationspflicht sowie die Stärkung der Tarifautonomie, das Streikbrecherverbot, die Regelungen zur Mitbestimmung und die Festhaltenserklärung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Why do some occupations offer more part-time work than others? Reciprocal dynamics in occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany, 1976–2010 (2022)
Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Dörthe Gatermann, Corinna Kleinert & Kathrin Leuze (2022): Why do some occupations offer more part-time work than others? Reciprocal dynamics in occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany, 1976–2010. In: Social science research, Jg. 104, 2021-12-13. DOI:10.1016/j.ssresearch.2021.102685
Abstract
"This paper analyzes the reciprocal relationship between occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany over time. Based on a unique occupational panel dataset covering 254 occupations between 1976 and 2010, we apply static, dynamic, and Arellano-Bond panel models to account for reverse causality and endogeneity. Results indicate that trends in occupational part-time rates and gender ratios mutually reinforce each other but not in the same manner. Part-time work in occupations increases once more women start working in these occupations. Occupational part-time ratios are mainly driven by married women and mothers; women's education level only plays a minor role. Vice versa, the gender composition of occupations is likewise affected by changing working-time arrangements, at least in the short run, but it is mainly driven by previous levels of occupational gender segregation." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
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Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit: Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission : Projektvergabe durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Vergabe-Nr. 547697 : Abschlussbericht (2022)
Zitatform
Caliendo, Marco, Rebecca Olthaus & Nico Pestel (2022): Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission : Projektvergabe durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Vergabe-Nr. 547697 : Abschlussbericht. Berlin, 99 S.
Abstract
"Im Fokus der Studie standen die kausalen Effekte des gesetzlichen Mindestlohns auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Die bisher vorliegenden Erkenntnisse zu den kurz- bis mittelfristigen Wirkungen des Mindestlohns wurden mit dieser Studie bis ins Jahr 2020 erweitert. Die Analysen wurden differenziert nach Beschäftigungsformen, sozio-demografischen Charakteristika, Regionen und Wirtschaftszweigen durchgeführt. Als Datenbasis dient die Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do Start-Up Subsidies for the Unemployed Affect Participants’ Well-Being?: A Rigorous Look at (Un-)Intended Consequences of Labor Market Policies (2022)
Zitatform
Caliendo, Marco & Stefan Tübbicke (2022): Do Start-Up Subsidies for the Unemployed Affect Participants’ Well-Being? A Rigorous Look at (Un-)Intended Consequences of Labor Market Policies. In: Evaluation review, Jg. 46, H. 5, S. 517-554., 2020-03-23. DOI:10.1177/0193841X20927237
Abstract
"The literature on start-up subsidies (SUS) for the unemployed finds positive effects on objective outcome measures such as employment or income. However, little is known about effects on subjective well-being of participants. Knowledge about this is especially important because subsidizing the transition into self-employment may have unintended adverse effects on participants’ well-being due to its risky nature and lower social security protection, especially in the long run. We study the long-term effects of SUS on subjective outcome indicators of well-being, as measured by the participants’ satisfaction in different domains. This extends previous analyses of the current German SUS program (“Gründungszuschuss”) that focused on objective Outcomes - such as employment and income - and allows us to make a more complete judgment about the overall effects of SUS at the individual level. Having access to linked administrative-survey data providing us with rich information on pretreatment characteristics, we base our analysis on the conditional independence assumption and use propensity score matching to estimate causal effects within the potential outcomes framework. We perform several sensitivity analyses to inspect the robustness of our findings. We find long-term positive effects on job satisfaction but negative effects on individuals’ satisfaction with their social security situation. Supplementary findings suggest that the negative effect on satisfaction with social security may be driven by negative effects on unemployment and retirement insurance coverage. Our heterogeneity analysis reveals substantial variation in effects across gender, age groups, and skill levels. Estimates are highly robust." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Relevance of Job-Related Concessions for Unemployment Duration Among Recipients of Means-Tested Benefits in Germany (2022)
Zitatform
Christoph, Bernhard & Torsten Lietzmann (2022): The Relevance of Job-Related Concessions for Unemployment Duration Among Recipients of Means-Tested Benefits in Germany. In: Journal of Social Policy, Jg. 51, H. 2, S. 242-267., 2021-01-11. DOI:10.1017/S004727942100009X
Abstract
"Unemployment strongly influences a person’s economic resources and life chances. Especially for unemployed individuals who have to rely on means-tested benefits, episodes of unemployment often go along with substantial material restrictions. Therefore, from a policy perspective, measures or regulations that might shorten unemployment episodes and reduce overall unemployment are particularly important. In this paper, we analyse whether concessions regarding the characteristics of the job searched for influence an individual’s unemployment duration. In doing so, we focus on a particular aspect of availability requirements in Germany. This is the fact that for unemployed recipients of means-tested benefits almost all types of jobs count as suitable employment and, therefore, recipients are obliged to make job-related concessions if offered a job requiring such concessions. The results indicate that there is no positive effect of making concessions regarding qualification requirements or status on employment chances. In contrast, there are positive effects of wage concessions. However, searching for a job in a different occupation (that does not necessarily imply a concession) has a comparable, positive effect on finding employment. Thus, it appears that being generally flexible regarding one’s future occupation might be at least as important for employment chances as making concessions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Geförderte Umschulungen für Personen ohne Berufsabschluss im Rechtskreis SGB III: Kenntnis, Teilnahmebereitschaft und Attraktivitätskriterien: Abschlussbericht (2022)
Zitatform
Dohmen, Thomas, Eva Kleifgen, Steffen Künn & Gesine Stephan (2022): Geförderte Umschulungen für Personen ohne Berufsabschluss im Rechtskreis SGB III: Kenntnis, Teilnahmebereitschaft und Attraktivitätskriterien. Abschlussbericht. (IAB-Forschungsbericht 18/2022), Nürnberg, 24 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2218
Abstract
"Abschlussorientierte Weiterbildungen können für Geringqualifizierte ein probates Mittel sein, um ihre Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten in einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt zu verbessern. Häufig werden aber finanzielle Gründe als Hinderungsgrund genannt, wenn es um Hindernisse mit Blick auf eine mögliche Teilnahme geht. Die Politik hatte sich mit der im Jahr 2016 eingeführten und zunächst zeitlich befristeten Weiterbildungsprämie zum Ziel gesetzt, finanzielle Anreize für die Aufnahme einer abschlussorientierten Weiterbildung zu setzen. Bei einem erfolgreichen Abschluss erhalten die Geförderten hierdurch insgesamt 2.500 Euro. Der aktuelle Gesetzentwurf für das Bürgergeld greift dieses auf und sieht vor, die Prämienregelung zu entfristen und zudem ein monatliches Weiterbildungsgeld von 150 Euro einzuführen, das zusätzlich zum Arbeitslosengeld oder dem neu eingeführten Bürgergeld gezahlt werden wird. Dieser Beitrag präsentiert Ergebnisse aus einer Online-Befragung von Arbeitslosen ohne Berufsabschluss, die Arbeitslosengeld beziehen – einer zentralen Zielgruppe abschlussorientierter Weiterbildungsmaßnahmen. Themen der Befragung waren die Kenntnis der Fördermöglichkeiten, die mögliche Anreizwirkung von Weiterbildungsprämie und Weiterbildungsgeld sowie Kriterien für die Attraktivität von Umschulungen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Bedeutung der geplanten Änderungen einzuschätzen und mögliche weitere Handlungsfelder aufzeigen. Gefragt wurde zunächst, inwieweit die Teilnehmenden wissen, dass es die Möglichkeit geförderter Umschulungen gibt und dass seit 2016 eine Weiterbildungsprämie bei erfolgreichem Abschluss ausgezahlt wird. Gut der Hälfte der Befragten war die Möglichkeit der Förderung von Umschulungen bekannt, jede achte befragte Person hatte schon von der Weiterbildungsprämie gehört. Ein zweites zentrales Thema der Befragung war die Weiterbildungsbereitschaft. Gut 70 Prozent könnten sich grundsätzlich (eher) vorstellen. an einer Umschulung teilzunehmen, während ein Fünftel dies (eher) verneinte. Die Teilnahmebereitschaft verändert sich dabei kaum, wenn auf die Möglichkeit zum Erhalt einer Weiterbildungsprämie oder eines monatlichen zusätzlichen Weiterbildungsgeldes verwiesen wird. Schließlich wurde erhoben, welche Kriterien für die Befragten relevant sind, um an einer geförderten Umschulung teilzunehmen. Als (eher) wichtige Kriterien für die Attraktivität einer solchen Berufsausbildung wurden von fast 90 Prozent ein passendes Berufsziel und – nach der Umschulung – interessantere Aufgaben, bessere Berufschancen und ein besserer Verdienst angegeben. Weiterbildungsgeld und Weiterbildungsprämie sahen 60 bzw. 71 Prozent als (eher) wichtig an. Vor dem Hintergrund der Befunde sollten mögliche Zielgruppen gegebenenfalls noch intensiver über die geförderte Weiterbildungsmöglichkeiten sowie über die finanzielle Förderung der Teilnahme an abschlussorientierten geförderten Weiterbildungen informiert werden. Zudem zeigt sich, dass finanzielle Fördermöglichkeiten in der Gruppe der Befragten zwar mehrheitlich als (eher) wichtig angesehen werden, andere Aspekte aber eine noch gewichtigere Rolle spielen. Hierzu gehören neben dem passenden Berufsziel insbesondere die zu erwartenden Folgen einer Weiterbildung für die individuellen Arbeitsmarktchancen. Darüber besser aufzuklären könnte die Attraktivität einer abschlussorientierten Weiterbildung möglicherweise erhöhen. Auf diese Weise ließe sich eventuell auch die Zahl der Arbeitslosen verringern, die bisher keine Teilnahmebereitschaft zeigen (der Befragung zufolge sind dies etwa 20 Prozent der Betroffenen). Die Bundesagentur für Arbeit hat als Informationsquelle für alle an Berufswechseln interessierten Personen das Online-Tool New Plan entwickelt, das (unter anderem) Inspirationen für Berufswechsel gibt und Informationen über etwaige Alternativberufe (etwa zu den damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten) zur Verfügung stellt. Informationen zu den Förderwirkungen beruflicher Weiterbildung für die Teilnehmenden im Vergleich zu einer Gruppe „statistischer Zwillinge“ können die Arbeitsagenturen – differenziert nach einer Vielzahl von Merkmalen – aus der Wirkungsanalyse TrEffeR (Treatment Effects and Prediction) der Bundesagentur für Arbeit abrufen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Inequality and Income Dynamics in Germany (2022)
Drechsel-Grau, Moritz; Peichl, Andreas ; Wolter, Stefanie ; Schmieder, Johannes F.; Walz, Hannes ; Schmid, Kai D.;Zitatform
Drechsel-Grau, Moritz, Andreas Peichl, Kai D. Schmid, Johannes F. Schmieder, Hannes Walz & Stefanie Wolter (2022): Inequality and Income Dynamics in Germany. In: Quantitative Economics, Jg. 13, H. 4, S. 1593-1635., 2022-04-08. DOI:10.3982/QE1912
Abstract
"We provide a comprehensive analysis of income inequality and income dynamics for Germany over the last two decades. Combining personal income tax and social security data allows us - for the first time - to offer a complete picture of the distribution of annual earnings in Germany. We find that cross-sectional inequality rose until 2009 for men and women. After the Great Recession, inequality continued to rise at a slower rate for men and fell slightly for women due to compression at the lower tail. We further document substantial gender differences in average earnings and inequality over the life cycle. While for men earnings rise and inequality falls as they grow older, many women reduce working hours when starting a family such that average earnings fall and inequality increases. Men's earnings changes are on average smaller than women's but are substantially more affected by the business cycle. During the Great Recession, men's earnings losses become magnified and gains are attenuated. Apart from recession years, earnings changes are significantly right-skewed reflecting the good overall state of the German labor market and increasing labor supply. In the second part of the paper, we study the distribution of total income including incomes of self-employed, business owners, and landlords. We find that total inequality increased significantly more than earnings inequality. Regarding income dynamics, entrepreneurs' income changes are more dispersed, less skewed, less leptokurtic, and less dependent on average past income than workers' income changes. Finally, we find that top income earners have become less likely to fall out of the top 1 and 0.1%." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
früher (möglw. abweichend) erschienen als: CESifo working paper -
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Beyond Lost Earnings: The Long-Term Impact of Job Displacement on Workers’ Commuting Behavior (2022)
Zitatform
Duan, Yige, Oskar Jost & Ramona Jost (2022): Beyond Lost Earnings: The Long-Term Impact of Job Displacement on Workers’ Commuting Behavior. (IAB-Discussion Paper 15/2022), Nürnberg, 63 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2215
Abstract
"Wir analysieren den langfristigen Effekt von Entlassungen auf das Pendelverhalten von Beschäftigten. Hierfür nutzen wir Geoinformationen zum Wohn- und Arbeitsort der Beschäftigten, womit wir die Pendeldistanz und Pendelzeit bestimmen können. Mithilfe der zur Verfügung stehenden Betriebsinformationen und einer Ereignisstudie können wir zudem Massenentlassungen nutzen, um kausale Effekte auf Beschäftigte zu identifizieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Beschäftigte, die wieder in Arbeit finden, deutlich erhöhte Pendeldistanzen und Pendelzeiten haben, welche in den Folgejahren abnehmen. Ferner zeigen unsere Ergebnisse, dass Beschäftigte, die nach einer Entlassung länger pendeln ihren Einkommensverlust reduzieren und die langfristige Erholung der Pendeldistanzen und Pendelzeit auf den Wechsel von Firmen zurückgeht und nicht durch Umzüge getrieben ist. Um unsere Ergebnisse analytisch zu diskutieren und zu begründen nutzen wir ein suchtheoretisches Modell, welches eine gemeinsame Erholung des Einkommens und Pendelns postuliert und damit eine statistische Betrachtung entscheidend erweitert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Reallocation Effects of the Minimum Wage (2022)
Zitatform
Dustmann, Christian, Attila Lindner, Uta Schönberg, Matthias Umkehrer & Philipp Vom Berge (2022): Reallocation Effects of the Minimum Wage. In: The Quarterly Journal of Economics, Jg. 137, H. 1, S. 267-328., 2021-07-10. DOI:10.1093/qje/qjab028
Abstract
"We investigate the wage, employment and reallocation effects of the introduction of a nationwide minimum wage in Germany that affected 15% of all employees. Based on identification designs that exploit variation in exposure across individuals and local areas, we find that the minimum wage raised wages, but did not lower employment. It also led to the reallocation of low-wage workers from smaller to larger, from lower- to higher-paying, and from less- to more-productive establishments. This worker upgrading accounts for up to 17% of the wage increase induced by the minimum wage. Moreover, at the regional level, average establishment quality increased in more affected areas in the years following the introduction of the minimum wage." (Author's abstract, © Oxford University Press) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Dustmann, Christian ; Vom Berge, Philipp ; Schönberg, Uta; Umkehrer, Matthias ; -
Literaturhinweis
How does the position in business group hierarchies affect workers’ wages? (2022)
Zitatform
Egger, Hartmut, Elke Jahn & Stefan Kornitzky (2022): How does the position in business group hierarchies affect workers’ wages? In: Journal of Economic Behavior & Organization, Jg. 194, S. 244-263., 2021-11-29. DOI:10.1016/j.jebo.2021.12.011
Abstract
"We merge firm-level data on ownership linkages with administrative data on German workers to analyze how the position in a business group hierarchy affects workers’ wages. To acknowledge that ownership linkages are not one-directional, we propose an index of hierarchical distance to the ultimate owner that accounts for the complex network structure of business groups. After controlling for unobserved heterogeneity, we find a positive effect of larger hierarchical distance to the ultimate owner of a business group on workers’ wages. To explain this finding, we develop a monitoring-based theory of business groups. Our model predicts higher wages to prevent shirking by workers if a larger hierarchical distance to the ultimate owner is associated with lower monitoring efficiency." (Author's abstract, © Elsevier) ((en))
Ähnliche Treffer
früher (möglw. abweichend) erschienen als: IZA discussion paper -
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Does working at a start-up pay off? (2022)
Zitatform
Fackler, Daniel, Lisa Hölscher, Claus Schnabel & Antje Weyh (2022): Does working at a start-up pay off? In: Small business economics, Jg. 58, H. 4, S. 2211-2233., 2021-04-26. DOI:10.1007/s11187-021-00508-2
Abstract
"Using representative linked employer-employee data for Germany, this paper analyzes short- and long-run differences in labor market performance of workers joining start-ups instead of incumbent firms. Applying entropy balancing and following individuals over ten years, we find huge and long-lasting drawbacks from entering a start-up in terms of wages, yearly income, and (un)employment. These disadvantages hold for all groups of workers and types of start-ups analyzed. Although our analysis of different subsequent career paths highlights important heterogeneities, it does not reveal any strategy through which workers joining start-ups can catch up with the income of similar workers entering incumbent firms." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
Ähnliche Treffer
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Die Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg (2022)
Zitatform
Faißt, Christian, Silke Hamann, Daniel Jahn, Rüdiger Wapler & Anja Willke (2022): Die Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Baden-Württemberg 01/2022), Nürnberg, 82 S. DOI:10.48720/IAB.REBW.2201
Abstract
"Die Gesundheitswirtschaft ist einer der beschäftigungsstärksten Bereiche in Baden-Württemberg. Zum Stichtag 30.06.2021 waren dort knapp 700.000 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht mehr als 15 Prozent aller Beschäftigten. Innerhalb der Gesundheitsbranche werden Berufe der Gesundheits- und Krankenpflege im Bundesland am häufigsten ausgeübt. Es folgen die Altenpfleger*innen und die medizinischen Fachangestellten. Den stärksten Zuwachs seit 2013 erfuhr mit 38 Prozent die Beschäftigung in der Altenpflege. Dies ist im Hinblick auf den demografisch bedingten zunehmenden Bedarf an Arbeitskräften in diesem Beruf positiv zu bewerten. Die Beschäftigungsstruktur zeichnet sich durch einen sehr hohen Frauenanteil (fast 75 %) und einen hohen Anteil von Teilzeitbeschäftigung (fast 50 %) aus. Hier bestehen offensichtlich noch Potenziale zur Gewinnung zusätzlicher Arbeitszeit. Die Analysen geben jedoch auch Hinweise, dass sich dies als schwierig gestalten könnte. In den letzten Jahren sind die Löhne und Gehälter in der Pflegebranche stärker gestiegen als im Branchendurchschnitt. Somit erzielen inzwischen neben den Fachkräften (in Vollzeit) in der Krankenpflege auch jene in der Altenpflege höhere Entgelte als Fachkräfte im Durchschnitt. Auch für die Helfer*innen in der Altenpflege ist der Lohnabstand zu anderen Helferberufen stark geschrumpft, allerdings wird dort immer noch unterdurchschnittlich verdient. In der Krankenpflege werden Helfertätigkeiten hingegen überdurchschnittlich entlohnt. Ein Berufsabschluss wirkt sich in mehrfacher Hinsicht günstig für die Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen aus. Die Beschäftigungsdauern von Qualifizierten sind zum Beispiel länger und der Anteil der Personen, die nach einer Beschäftigungsunterbrechung wieder in den ursprünglich ausgeübten Beruf zurückkommen, ist höher. Auch zehn Jahre nach Berufsbeginn sind die Anteile in Beschäftigung im Gesundheitsbereich für examinierte Beschäftigte deutlich höher als für Personen in Helfertätigkeiten. Hinsichtlich der zukünftigen zu erwartenden Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen und des demografischen Wandels sind das Halten von Fachkräften und die Rekrutierung von weiterem Personal unabdingbar. In der ambulanten Pflege müssten bis zum Jahr 2040 zwischen 43.000 und 58.500 vollzeitäquivalente Stellen wieder bzw. neu besetzt werden, um die voraussichtlich altersbedingt ausscheidenden Beschäftigten zu ersetzen und den Betreuungsschlüssel angesichts der steigenden Zahl an Pflegebedürftigen aufrecht zu erhalten. In der stationären Pflege sind es zwischen 52.200 und 70.700 vollzeitäquivalente Stellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Materielle und soziale Teilhabe: Mit dem Arbeitsplatz kann man mehr verlieren als nur den Job (2022)
Zitatform
Gundert, Stefanie & Laura Pohlan (2022): Materielle und soziale Teilhabe: Mit dem Arbeitsplatz kann man mehr verlieren als nur den Job. (IAB-Kurzbericht 02/2022), Nürnberg, 12 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2202
Abstract
"Erwerbsarbeit gilt als eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Autorinnen gehen der Frage nach, wie sich ein Arbeitsplatzverlust kurzfristig auf die materielle und soziale Teilhabe sowie das individuelle Wohlbefinden der Betroffenen auswirkt. Dabei werden sowohl objektive Teilhabeindikatoren als auch subjektive Einschätzungen untersucht. Arbeitslosigkeit hat zunächst Einfluss auf die materiellen Ressourcen: Das verfügbare Haushaltseinkommen sinkt, und dies geht mit einer Verschlechterung des Lebensstandards einher. Darüber hinaus sind auch psychosoziale Folgen zu beobachten, etwa auf die subjektive Einschätzung der eigenen Handlungsfähigkeit und Problemlösungskompetenz, den wahrgenommenen sozialen Status und das gesellschaftliche Zugehörigkeitsempfinden. Dabei sind Personen mit geringen bis mittleren Qualifikationen stärker von den negativen sozialen und materiellen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit betroffen als höher Qualifizierte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
First step and last resort: One-Euro-Jobs after the reform (2022)
Zitatform
Harrer, Tamara & Bastian Stockinger (2022): First step and last resort: One-Euro-Jobs after the reform. In: Journal of Social Policy, Jg. 51, H. 2, S. 412-434., 2021-03-11. DOI:10.1017/S0047279421000313
Abstract
"Job creation programmes aim at increasing the employability of hard-to-place unemployed, and eventually integrating them into employment. Yet, previous evaluation studies have been pessimistic about their efficacy. For One-Euro-Jobs, a job creation programme for welfare benefit recipients in Germany, previous evaluations found unfavourable effects particularly for easier-to-place participants. Thus, in 2012 the legislator reformed the programme in order to target the hard-to-place more accurately. This study is the first post-reform evaluation of One-Euro-Jobs. We find that, although the programme is indeed better targeted than before, One-Euro-Jobs decrease participants’ employment chances within three years after programme entry. These outcomes are worse than those found for pre-reform participants. We cannot conclude with certainty whether the reform decreased the programme’s efficacy, but we identify channels through which the reform and other contemporaneous changes may have done so. These channels include changes in programme design features, changes in business-cycle conditions, and prolonged lock-in effects due to “programme careers”. To substantiate the latter explanation, we also provide novel evidence that One-Euro-Jobs seem to initiate programme careers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The urban wage premium in imperfect labor markets (2022)
Zitatform
Hirsch, Boris, Elke Jahn, Alan Manning & Michael Oberfichtner (2022): The urban wage premium in imperfect labor markets. In: The Journal of Human Resources, Jg. 57, H. Supplement, S. 111-136., 2020-09-21. DOI:10.3368/jhr.monopsony.0119-9960R1
Abstract
"Mit administrativen verknüpften Betriebs-Beschäftigtendaten für Westdeutschland untersucht dieser Studie, ob ein Teil des Urban Wage Premiums durch ausgeprägteren Wettbewerb auf dichteren Arbeitsmärkten erklärt werden kann. Wir zeigen zunächst, dass die Lohnsetzungsmacht der Arbeitgeber in dichteren Arbeitsmärkten weniger ausgeprägt ist. Diese Unterschiede lassen eine Lohnprämie von 1,8 bis 2,1 Prozent bei einem Anstieg der Bevölkerungsdichte um 100 Log-Punkte erwarten. Anschließend zeigen wir, dass die geschätzte Lohnprämie bei Kontrolle für unbeobachtete, zeitkonstante Personenheterogenität um 1,5 bis 1,9 Prozentpunkte fällt, wenn wir auf die regionalen Suchfriktionen bedingen. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass ein wesentlicher Teil des Urban Wage Premiums auf geringere Friktionen in dichteren Arbeitsmärkten zurückzuführen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Wage Elasticity of Recruitment (2022)
Zitatform
Hirsch, Boris, Elke J. Jahn, Alan Manning & Michael Oberfichtner (2022): The Wage Elasticity of Recruitment. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 15675), Bonn, 48 S.
Abstract
"One of the factors likely to affect the market power of employers is the sensitivity of the flow of recruits to the offered wage, but there is very little research on this. This paper presents a methodology for estimating the wage elasticity of recruitment and applies it to German data. Our estimates of the wage elasticity of recruitment are about 1.4. We also report evidence that high-wage employers are more selective in hiring, in which case the relevant recruitment elasticity should be higher, about 2.2. Together with prior estimates of the quit elasticity these results imply that wages are 72–77% of the marginal product of labour. Further, we find lower elasticities for recruits hired from non-employment as well as for women, non-German nationals, non-prime-age workers, less skilled workers, and workers with less complex jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Parental Leave, Worker Substitutability, and Firms' Employment (2022)
Zitatform
Huebener, Mathias, Jonas Jessen, Daniel Kühnle & Michael Oberfichtner (2022): Parental Leave, Worker Substitutability, and Firms' Employment. (Discussion paper / Berlin School of Economics 7), Berlin, 51 S. DOI:10.48462/opus4-4674
Abstract
"Motherhood and parental leave are frequent causes of worker absences and employment interruptions, yet we know little about their effects on firms. Based on linked employer-employee data from Germany, we examine how more generous leave benefits affect firm-level employment and hiring decisions. Focusing on small- and medium-sized firms, we show that more generous benefits reduce firm-level employment in the short term, which is driven by firms with few internal substitutes for the absent mother. However, firms do not respond to longer expected absences by hiring fewer young women, even when few internal substitutes are available. To rationalise the findings, we show that replacement hiring occurs largely before the expected absence and that firms hire more external replacements when fewer internal substitutes are available. These findings indicate that extended leave does not harm firms when these can plan for the longer worker absences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Which factors were behind Germany's labour market upswing? A data-driven approach (2022)
Zitatform
Hutter, Christian, Francesco Carbonero, Sabine Klinger, Carsten Trenkler & Enzo Weber (2022): Which factors were behind Germany's labour market upswing? A data-driven approach. In: Oxford Bulletin of Economics and Statistics, Jg. 84, H. 5, S. 1052-1076., 2022-05-17. DOI:10.1111/obes.12508
Abstract
"Germany has experienced a strong and sustained labour market upswing since the mid-2000s. While various studies have highlighted different specific reasons for this development, this study contributes to the debate by simultaneously considering a broad set of candidate factors for the upswing in a unified methodological framework and systematically weighing them against each other on an empirical basis. We develop a structural macroeconometric framework that leaves as many of the systematic interlinkages as possible for empirical determination while operating with a minimal set of restrictions in order to identify economically meaningful shocks. For this purpose, we combine short- and long-run restrictions based on established assumptions on labour force development, technological change, and search and matching in the labour market. Matching efficiency, the intensity of job creation, the growing labour force, and the declining propensity to separate explain most of the German labour market upswing." (Author's abstract, IAB-Doku, © John Wiley & Sons, Inc.) ((en))
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Literaturhinweis
Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf individuelle Beschäftigungsbewegungen und betriebliche Lohnstrukturen in den Jahren 2015 bis 2020: Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission : Projektvergabe durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Vergabe-Nr. 547617 : Abschlußbericht (2022)
Zitatform
Isphording, Ingo E., Marco Caliendo, Robert Mahlstedt, Nico Pestel & Christian Zimpelmann (2022): Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf individuelle Beschäftigungsbewegungen und betriebliche Lohnstrukturen in den Jahren 2015 bis 2020. Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission : Projektvergabe durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Vergabe-Nr. 547617 : Abschlußbericht. Essen, 102 S.
Abstract
"Die Studie befasste sich mit den kausalen Effekten des gesetzlichen Mindestlohns auf individuelle Beschäftigungsbewegungen sowie inner- und zwischenbetriebliche Lohnstrukturen für den Zeitraum bis zum Jahr 2020. Dazu wurde auf Basis der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit ein verbundener Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Datensatz erstellt. Die Fragestellung, welchen Effekt der gesetzliche Mindestlohn in der Phase der Corona-Pandemie auf Freisetzungen und inner- sowie zwischenbetriebliche Mobilitätsprozesse von Beschäftigten hatte, war ebenfalls Bestandteil der Studie. Sämtliche Analysen wurden nach Formen der abhängigen Beschäftigung, nach sozio-demografischen Charakteristika der Arbeitskräfte, nach betrieblichen Charakteristika sowie Regionen differenziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mindestlohnbeschäftigte in der Corona-Pandemie – Sonderauswertung zu den Folgen der Corona-Pandemie für Beschäftigte im Mindestlohnbereich (2022)
Jaenichen, Ursula;Zitatform
Jaenichen, Ursula (2022): Mindestlohnbeschäftigte in der Corona-Pandemie – Sonderauswertung zu den Folgen der Corona-Pandemie für Beschäftigte im Mindestlohnbereich. (IAB-Forschungsbericht 12/2022), Nürnberg, 56 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2212
Abstract
"In einem für die Mindestlohnkommission durchgeführten Forschungsprojekt wurde die potenziell stärkere Belastung von Mindestlohnbeschäftigten in der ersten Phase der Coronakrise untersucht. In dem vorliegenden Bericht werden die Ergebnisse vorgestellt. Datengrundlage ist die erste Welle des „Hochfrequenten Online Personen Panel“ (HOPP) vom Mai 2020 in Verbindung mit Informationen aus den „Integrierten Erwerbsbiographien“ (IEB) und den „Integrierten Coronabiographien“ (ICB) des IAB. Unter anderem zeigt sich, dass nach Beginn der Pandemie die Zahl der geleisteten Wochenstunden bei Mindestlohnbeschäftigen vergleichsweise stark zurückgegangen ist. Mindestlohnbeschäftigte wie auch Beschäftigte mit einem Stundenentgelt zwischen 10 und 15 Euro verzeichnen häufiger Rückgänge in den Haushaltseinkommen. Der Anteil Kurzarbeitender unter den Mindestlohnbeschäftigten entspricht in etwa dem Durchschnitt, jedoch sind Mindestlohnbeschäftigte in kleineren Betrieben überdurchschnittlich oft in Kurzarbeit. Zudem sind Mindestlohnbeschäftigte mit einem größeren Anteil ihrer Arbeitszeit in Kurzarbeit als andere Beschäftigte. Mindestlohnbeschäftigte arbeiten signifikant seltener im Homeoffice als andere Beschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Jaenichen, Ursula; -
Literaturhinweis
How Substitutable Are Workers? - Evidence from Worker Deaths (2022)
Jäger, Simon; Heining, Jörg;Zitatform
Jäger, Simon & Jörg Heining (2022): How Substitutable Are Workers? - Evidence from Worker Deaths. (CESifo working paper 10126), Bonn, 50 S., Anhang.
Abstract
"Wir schätzen, wie exogene Austritte von Arbeitnehmern die Nachfrage der Firmen nach etablierten Arbeitnehmern und Neueinstellungen beeinflussen. Basierend auf administrativen Daten aus Deutschland analysieren wir 34.000 unerwartete Todesfälle von Arbeitnehmern. Diese führen im Durchschnitt zu einer Erhöhung der Löhne und Verbleibwahrscheinlichkeiten der verbleibenden Arbeitnehmer. Hinter dem durchschnittlichen Effekt verbergen sich erhebliche Heterogenitäten: Mitarbeiter im gleichen Beruf wie der Verstorbene sehen positive Lohneffekte. Dagegen erfahren Kollegen in anderen Berufen Lohnkürzungen, wenn ein hochqualifizierter oder spezialisierter Arbeiter stirbt. Unsere Ergebnisse implizieren erhebliche Ersatzkosten, die in dünnen Märkten und bei spezalisierten Qualifikationen größer sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Heining, Jörg;Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IAB-Discussion Paper -
Literaturhinweis
How Substitutable Are Workers? - Evidence from Worker Deaths (2022)
Jäger, Simon; Heining, Jörg;Zitatform
Jäger, Simon & Jörg Heining (2022): How Substitutable Are Workers? - Evidence from Worker Deaths. (IZA discussion paper 15717), Bonn, 50 S., Anhang.
Abstract
"Wir schätzen, wie exogene Austritte von Arbeitnehmern die Nachfrage der Firmen nach etablierten Arbeitnehmern und Neueinstellungen beeinflussen. Basierend auf administrativen Daten aus Deutschland analysieren wir 34.000 unerwartete Todesfälle von Arbeitnehmern. Diese führen im Durchschnitt zu einer Erhöhung der Löhne und Verbleibwahrscheinlichkeiten der verbleibenden Arbeitnehmer. Hinter dem durchschnittlichen Effekt verbergen sich erhebliche Heterogenitäten: Mitarbeiter im gleichen Beruf wie der Verstorbene sehen positive Lohneffekte. Dagegen erfahren Kollegen in anderen Berufen Lohnkürzungen, wenn ein hochqualifizierter oder spezialisierter Arbeiter stirbt. Unsere Ergebnisse implizieren erhebliche Ersatzkosten, die in dünnen Märkten und bei spezalisierten Qualifikationen größer sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Heining, Jörg;Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IAB-Discussion Paper -
Literaturhinweis
How Substitutable Are Workers? Evidence from Worker Deaths (2022)
Jäger, Simon; Heining, Jörg;Zitatform
Jäger, Simon & Jörg Heining (2022): How Substitutable Are Workers? Evidence from Worker Deaths. (NBER working paper 30629), Cambridge, Mass, 50 S. DOI:10.3386/w30629
Abstract
"We estimate how exogenous worker exits affect firms' demand for incumbent workers and new hires. Drawing on administrative data from Germany, we analyze 34,000 unexpected worker deaths, which, on average, raise the remaining workers' wages and retention probabilities. The average effect masks substantial heterogeneity: Coworkers in the same occupation as the deceased see positive wage effects; coworkers in other occupations experience wage decreases when a high-skilled or specialized worker dies. Our findings imply substantial replacement costs, which are larger in thin markets and when skills are specialized." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Heining, Jörg; -
Literaturhinweis
How Substitutable Are Workers? - Evidence from Worker Deaths (2022)
Jäger, Simon; Heining, Jörg;Zitatform
Jäger, Simon & Jörg Heining (2022): How Substitutable Are Workers? - Evidence from Worker Deaths. (IAB-Discussion Paper 26/2022), Nürnberg, 64 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2226
Abstract
"Wir schätzen, wie exogene Austritte von Arbeitnehmern die Nachfrage der Firmen nach etablierten Arbeitnehmern und Neueinstellungen beeinflussen. Basierend auf administrativen Daten aus Deutschland analysieren wir 34.000 unerwartete Todesfälle von Arbeitnehmern. Diese führen im Durchschnitt zu einer Erhöhung der Löhne und Verbleibwahrscheinlichkeiten der verbleibenden Arbeitnehmer. Hinter dem durchschnittlichen Effekt verbergen sich erhebliche Heterogenitäten: Mitarbeiter im gleichen Beruf wie der Verstorbene sehen positive Lohneffekte. Dagegen erfahren Kollegen in anderen Berufen Lohnkürzungen, wenn ein hochqualifizierter oder spezialisierter Arbeiter stirbt. Unsere Ergebnisse implizieren erhebliche Ersatzkosten, die in dünnen Märkten und bei spezalisierten Qualifikationen größer sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Heining, Jörg;Weiterführende Informationen
Online Appendix -
Literaturhinweis
Helfertätigkeiten werden nicht nur von Ungelernten ausgeübt (Interview mit Barbara Schwengler, Holger Seibert und Doris Wiethölter) (2022)
Zitatform
Keitel, Christiane; Barbara Schwengler, Holger Seibert & Doris Wiethölter (interviewte Person) (2022): Helfertätigkeiten werden nicht nur von Ungelernten ausgeübt (Interview mit Barbara Schwengler, Holger Seibert und Doris Wiethölter). In: IAB-Forum H. 19.07.2022 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220719.01
Abstract
"Ein aktueller IAB-Kurzbericht (14/2022) widmet sich den Helfertätigkeiten, die im Schnitt vergleichsweise niedrig entlohnt sind. Dies trifft aber nicht für alle diese Tätigkeiten zu. In bestimmten Konstellationen können ausgebildete Fachkräfte auf Helfertätigkeiten höhere Verdienste erzielen als im erlernten Beruf. Die Redaktion des IAB-Forum hat dazu bei Holger Seibert, Barbara Schwengler und Doris Wiethölter nachgefragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Keitel, Christiane; Schwengler, Barbara ; Seibert, Holger ; Wiethölter, Doris; -
Literaturhinweis
Aktive Arbeitsmarktpolitik für junge Erwachsene in der Grundsicherung: Die Beschäftigungswirkung unterscheidet sich je nach Instrument deutlich (Serie "Evaluation von Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik") (2022)
Zitatform
Knize, Veronika, Markus Wolf, Cordula Zabel & Tamara Pongratz (2022): Aktive Arbeitsmarktpolitik für junge Erwachsene in der Grundsicherung: Die Beschäftigungswirkung unterscheidet sich je nach Instrument deutlich (Serie "Evaluation von Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik"). In: IAB-Forum H. 15.12.2022 Nürnberg, 2022-12-12. DOI:10.48720/IAB.FOO.20221215.01
Abstract
"Arbeitslosigkeit im frühen Erwerbsleben kann sich langfristig negativ auf die Erwerbschancen im weiteren Lebensverlauf auswirken. Umso wichtiger ist es, arbeitslose junge Erwachsene bei der Verbesserung ihrer Erwerbschancen zu unterstützen, etwa mit Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Dabei haben sich insbesondere kurze betriebliche Trainingsmaßnahmen als sehr effektiv erwiesen, während Ein-Euro-Jobs die Chancen auf reguläre Beschäftigung eher schmälern als verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Can Algorithms Reliably Predict Long-Term Unemployment in Times of Crisis? – Evidence from the COVID-19 Pandemic (2022)
Zitatform
Kunaschk, Max & Julia Lang (2022): Can Algorithms Reliably Predict Long-Term Unemployment in Times of Crisis? – Evidence from the COVID-19 Pandemic. (IAB-Discussion Paper 08/2022), Nürnberg, 34 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2208
Abstract
"In diesem Beitrag vergleichen wir zwei gängige Machine Learning Methoden, Logistische Regression und Random Forest, im Hinblick darauf, wie geeignet sie sind um Arbeitssuchende nach ihrer Wahrscheinlichkeit, langzeitarbeitslos zu werden, zu klassifizieren. Wir untersuchen die Prognosegüte der beiden Methoden vor der COVID-19-Pandemie sowie die Auswirkungen der Pandemie und der damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen auf ihre Vorhersagekraft. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Random Forest Modelle Langzeitarbeitslosigkeit besser vorhersagen können als logistische Regressionsmodelle, sowohl vor als auch nach Beginn der Pandemie. Während des Lockdowns in der ersten Welle der Pandemie nimmt sowohl der Anteil der Personen, die sich arbeitslos melden, als auch der Anteil der Personen, die langzeitarbeitslos werden, stark zu. Gleichzeitig nimmt die Prognosegüte beider Methoden ab. Obwohl sich die Zusammensetzung der (Langzeit-)Arbeitslosen zu Beginn der COVID-19-Pandemie geändert hat, finden sich keine systematischen Unterschiede in der Prognosegüte zwischen arbeitsmarktnäheren und -ferneren Personen oder zwischen Personen, die in unterschiedlichen Branchen tätig waren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Offshoring and Labor Market Outcomes: Evidence from Germany (2022)
Körner, Konstantin;Zitatform
Körner, Konstantin (2022): Offshoring and Labor Market Outcomes. Evidence from Germany. Berlin, 162 S. DOI:10.18452/23453
Abstract
"In der Dissertation werden die Effekte von Offshoring auf dem Arbeitsmarkt eines Hochlohnlandes untersucht. Sie beinhaltet 3 voneinander unabhängige Studien am Beispiel Deutschland. Im 1. Kapitel werden die Lohneffekte von Offshoring untersucht. Dabei wird Arbeit nach der Komplexität seines Aufgabenspektrums unterschieden und Offshoring je nach Lohnniveau des Ziellandes eingeteilt. Die Ergebnisse zeigen, dass Offshoring nach Westeuropa zu relativen Lohngewinnen für weniger komplexe Jobs in Deutschland führt, während der Lohn komplexer Jobs negativ beeinflusst wird. Offshoring nach Osteuropa hat entgegengesetzte Lohneffekte. Zudem zeichnet sich ab, dass Offshoring nach Westeuropa mit einer arbeits- und nach Osteuropa mit einer kapitalintensiveren Produktion einhergeht. Das 2. Kapitel untersucht ausländischen Direktinvestitionen (FDI) deutscher multinationale Unternehmen (MNE) in Tschechien. Es wird analysiert wie sich die Beschäftigung verändert, wenn MNE Zugang zu “Niedriglohnarbeit” erhalten. Bei Verwendung des Coarsened Exact Matching und eines Event-Study-Ansatzes ergibt sich, dass das inländische Beschäftigungswachstum von MNE im Vergleich zu nicht-MNE abnimmt. Das betrifft im verarbeitenden Gewerbe vor allem Beschäftigte mit niedrigem oder mittlerem Bildungsabschluss und im Dienstleistungssektor Beschäftigte mit mittlerem oder hohem Bildungsniveau. Das 3. Kapitel basiert auf dem gleichen Daten, um die Auswirkungen von FDI auf die Nachfrage von bestimmten Tätigkeiten zu schätzen. Eine neue Methode schätzt Propensity Scores für FDI-Entscheidungen mithilfe von Lasso-Logit-Regressionen. Dabei wird gezeigt, dass Unternehmen mit viel juristischen oder organisatorischen Aufgaben eher zu FDI neigen. Nach einem Matching-Verfahren, werden in einem Diff-in-Diff-Ansatz die heimischen Nachfrageverschiebungen bestimmter Aufgaben untersucht, nachdem FDI getätigt wurde. MNE erhöhen typische Aktivitäten eines Unternehmenssitz, wie managen, analysieren oder verhandeln. Im verarbeitenden Gewerbe reduzieren sie zudem typische Aufgaben der Produktion wie das Überwachen von Maschinen, Herstellen oder Messen. Im Servicesektor werden hingegen typische Servicetätigkeiten reduziert, wie das Beraten/Informieren, Reparieren sowie medizinische Tätigkeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Employment effects of language training for unemployed immigrants (2022)
Zitatform
Lang, Julia (2022): Employment effects of language training for unemployed immigrants. In: Journal of Population Economics, Jg. 35, H. 2, S. 719-754., 2021-02-10. DOI:10.1007/s00148-021-00832-7
Abstract
"Proficiency in the host country’s language is an important factor for the successful labor market integration of immigrants. In this study, I analyze the effects of a language training program for professional purposes on the employment opportunities of participants in Germany. I apply an instrumental variable approach and exploit differences in lagged local training intensities. Bivariate probit estimates show that 2 years after the program started, the employment probability of immigrants who were unemployed in 2014 and participated in the program had increased by more than nine percentage points as a result of language training." (Author's abstract, © 2021 Springer) ((en))
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Welcome back! The impact of 'return initiatives' on return migration to rural regions (2022)
Zitatform
Meister, Moritz, Jan Cornelius Peters & Anja Rossen (2022): Welcome back! The impact of 'return initiatives' on return migration to rural regions. In: Verein für Socialpolitik (Hrsg.) (2022): Big Data in Economics. Beiträge zur Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2022.
Abstract
"This paper studies the effect of return initiatives in rural regions of Germany on interregional return migration. The initiatives aim to increase return migration by, amongst other things, providing information on local employment opportunities and personal support to workers who are interested in returning to find a job in the former rural region of residence. Analysing administrative data on individual labour market biographies through survival analysis and difference-in-difference estimation, we find that return initiatives, on average, promote interregional return migration. Among the considered workers, particularly those at the top of the wage distribution are more likely to return." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt: IAB-Kurzbericht zu Jugendlichen aus Förderschulen (2022)
Zitatform
Menze, Laura, Malte Sandner, Silke Anger, Reinhard Pollak & Heike Solga (2022): Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt. IAB-Kurzbericht zu Jugendlichen aus Förderschulen. In: Sozialrecht + Praxis, Jg. 32, H. 2, S. 71-87., 2022-02-01.
Abstract
"In Deutschland wird ein vergleichsweise hoher Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an separaten Förderschulen unterrichtet. Dort erreichen die jungen Menschen häufig keinen Schulabschluss und gehören damit zu einer am Arbeitsmarkt vulnerablen Gruppe. Deshalb untersuchen wir im Folgenden, ob und wie diesen Jugendlichen der Zugang in Ausbildung und zum Arbeitsmarkt gelingt. Im Vergleich zu Jugendlichen von Regelschulen finden sie seltener Zugang zu einer Ausbildung und erwerben bis zum Alter von 20 Jahren weniger häufig einen Ausbildungsabschluss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
siehe ausführliche Version: IAB-Kurzbericht 22/2021 -
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Machine Learning for Labour Market Matching (2022)
Zitatform
Mühlbauer, Sabrina & Enzo Weber (2022): Machine Learning for Labour Market Matching. (IAB-Discussion Paper 03/2022), Nürnberg, 37 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2203
Abstract
"Dieses Papier beschäftigt sich mit einer groß angelegten Datenanalyse mit dem Ziel den Matchingprozess auf dem Arbeitsmarkt mit algorithmen- und modellbasierten statistischen Methoden zu verbessern. Wir nutzen einen umfassenden administrativen Datensatz zu Arbeitsmarktbiographien von erwerbstätigen Personen in Deutschland. Der Datensatz beinhaltet sowohl personenbezogene als auch berufsbezogene Informationen. Auf Basis unserer Schätzungen berechnen wir, in welchem Berufsfeld eine arbeitslose Person mit der größten Wahrscheinlichkeit Beschäftigung findet. Wir nutzen für unsere Prognosen übliche statistische Methoden und maschinelles Lernen. Anhand unserer Ergebnisse zeigt sich, dass für die zugrundeliegende Fragestellung Algorithmen des maschinellen Lernens die besten Ergebnisse liefern. Als Gütemaß hierfür nutzen wir den out-of-sample Prognosefehler. Hinsichtlich der Arbeitslosenquote würde die Verwendung von Methoden des maschinellen Lernens eine Verbesserung von 2,9 - 3,6 Prozentpunkten im Vergleich zu traditionellen Methoden bedeuten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Post-study migration behaviour: Differences between native, foreign and international university graduates in Germany (2022)
Zitatform
Niebuhr, Annekatrin, Anne Otto, Anja Rossen & Christian Teichert (2022): Post-study migration behaviour: Differences between native, foreign and international university graduates in Germany. In: M. Jungbauer-Gans & A. Gottburgsen (Hrsg.) (2022): Regionale Mobilität und Hochschulbildung, 2021-05-20. DOI:10.1007/978-3-658-36156-3_5
Abstract
"We investigate differences in the mobility behaviour of graduates who completed secondary school in Germany (German, foreign) or abroad (international) and analyse factors that may cause disparities in mobility. Our analysis focuses on job-relevant networks and work experience as they seem to be associated with the area of job search and with migration decisions. Results of an event history analysis show that the proportion of long-term “stayers” in the university region is relatively low among international graduates. Regression results indicate that the probability to leave the region differs depending on individual, study-related and regional factors. Pre-study mobility and work experience in particular turn out to be important predictors. When controlling for these factors, the likelihood of staying in the university region does not significantly differ between German and international graduates. In contrast, foreign graduates who attended school in Germany show a higher propensity to leave the university region in order to enter the labour market than the other graduate groups, conditional on covariates." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer) ((en))
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Dynamic agglomeration effects of foreigners and natives – The role of experience in high-quality sectors, tasks and establishments (2022)
Zitatform
Niebuhr, Annekatrin, Jan Cornelius Peters & Duncan Roth (2022): Dynamic agglomeration effects of foreigners and natives – The role of experience in high-quality sectors, tasks and establishments. (IAB-Discussion Paper 24/2022), Nürnberg, 53 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2224
Abstract
"In diesem Artikel wird auf Grundlage individueller Erwerbsverläufe untersucht, inwiefern sich dynamische Agglomerationseffekte zwischen deutschen und ausländischen Beschäftigten unterscheiden. Unseren Ergebnissen zufolge profitieren beide Personengruppen im Durchschnitt in vergleichbarem Maß von Arbeitserfahrung, die in großen Arbeitsmärkten gesammelt wurde. Eine Ausnahme bilden dabei geringqualifizierte ausländische Beschäftigte, die für Erfahrung aus großen Städten eine geringer Prämie erzielen als vergleichbare deutsche Beschäftigte. Darüber hinaus liefern wir neue Erkenntnisse über die Faktoren, die dynamischen Agglomerationseffekten zugrunde liegen. Werden die Wirtschaftszweige, Berufe und Betriebe berücksichtigt, in denen Beschäftigte ihre Erfahrung sammeln, findet sich kein Unterschied mehr in der Prämie für Erfahrung aus großen Städten zwischen Deutschen und Ausländern. Insgesamt zeigt sich, dass etwa die Hälfte der Prämie, die für Erfahrung in den größten Städten erzielt wird, darauf zurückzuführen ist, dass in diesen Regionen besonders hochwertige Jobs zur Verfügung stehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Verschiedene Gruppen, unterschiedliche Bedarfe: Eine Typologie der Teilnehmer:innen an den neuen Maßnahmen der geförderten Beschäftigung (2022)
Zitatform
Nivorozhkin, Anton & Markus Promberger (2022): Verschiedene Gruppen, unterschiedliche Bedarfe: Eine Typologie der Teilnehmer:innen an den neuen Maßnahmen der geförderten Beschäftigung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 71, H. 8, S. 531-551., 2021-09-16. DOI:10.3790/sfo.71.8.531
Abstract
"Wir untersuchen die Zugänge von Teilnehmer:innen in zwei neue Maßnahmen der geförderten Beschäftigung (§ 16 e/i SGB II), die Langzeitarbeitslose im Hinblick auf Erwerbsintegration und Teilhabe unterstützen sollen. Dabei wird eine explorative Untersuchung der Teilnehmer:innenstruktur mittels einer Latent-Class-Analyse der administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Unsere Ergebnisse zeigen eine beträchtliche Heterogenität der Teilnehmer:innen, die in einer Typologie dargestellt wird. In dieser lassen sich individuelle erwerbsbiografische Charakteristika und persönliche Problemlagen mit weiter gefassten sozialhistorischen Prozessen verbinden. Die Aufrechterhaltung und Verbesserung sozialer Teilhabe durch eine geförderte Arbeitsstelle ist für manche Teilnehmer:innengruppen prioritär, während andere vermehrt von passgenauen Bildungs- und Ausbildungsbestandteilen oder Maßnahmen der Frauenförderung profitieren würden. Insofern ergeben sich aus unserer Untersuchung erste Anhaltspunkte für die Feinjustierung dieser Arbeitsmarktmaßnahmen im Hinblick auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten heterogener Gruppen von Langzeitarbeitslosen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Duncker & Humblot)
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Which Duration of Unemployment Benefits is Considered Just? (2022)
Zitatform
Osiander, Christopher, Monika Senghaas, Gesine Stephan, Olaf Struck & Richard Wolff (2022): Which Duration of Unemployment Benefits is Considered Just? In: The social policy blog H. 23.09.2022, 2022-06-23.
Abstract
"Welfare states allocate and redistribute scarce resources to and from various social groups. Citizens of welfare states have ideas about who should receive what kind of financial support and how much they should receive. These ideas are rooted in notions of fairness and deservingness. Our work focuses on a specific example of financial benefits in modern welfare states – the duration of unemployment benefits – and the following research question: which duration of unemployment benefits is considered as being just for which group of jobseekers? We show that different criteria such as age, reasons for unemployment, employment history and household context matter when it comes to the perceived just duration of unemployment benefits." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geodata in labor market research: trends, potentials and perspectives (2022)
Zitatform
Ostermann, Kerstin, Johann Eppelsheimer, Nina Gläser, Peter Haller & Martina Oertel (2022): Geodata in labor market research: trends, potentials and perspectives. In: Journal for labour market research, Jg. 56, 2022-04-13. DOI:10.1186/s12651-022-00310-x
Abstract
"This article shows the potentials of georeferenced data for labor market research. We review developments in the literature and highlight areas that can benefit from exploiting georeferenced data. Moreover, we share our experiences in geocoding administrative employment data including wage and socioeconomic information of almost the entire German workforce between 2000 and 2017. To make the data easily accessible for research, we create 1-square-kilometer grid cells aggregating a rich set of labor market characteristics and sociodemographics of unprecedented spatial precision. These unique data provide detailed insights into inner-city distributions for all German cities with more than 100,000 inhabitants. Accordingly, we provide an extensive series of maps in the Additional file 1 and describe Berlin and Munich in greater detail. The small-scale maps reveal substantial differences in various labor market aspects within and across cities." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Health, Personality Disorders, Work Commitment, and Training-to-Employment Transitions (2022)
Zitatform
Patzina, Alexander, Hans Dietrich & Anton Barabasch (2022): Health, Personality Disorders, Work Commitment, and Training-to-Employment Transitions. In: Social Inclusion, Jg. 10, H. 2, S. 369-382., 2022-04-05. DOI:10.17645/si.v10i2.5103
Abstract
"Die vorliegende Studie analysiert den Zusammenhang zwischen mentaler und physischer Gesundheit, Coping-Fähigkeiten, Kooperationsfähigkeit und Work Commitment und dem Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt. Dafür analysieren wir zunächst den Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb der ersten sechs Monate nach Ausbildungsabschluss. Zudem betrachten wir den lückenlosen Übergang von Ausbildung in Beschäftigung sowie die Qualität der ersten Beschäftigung. Dafür greifen wir auf einen Datensatz zurück, der Survey- und Registerdaten kombiniert, und Informationen über 1,061 Auszubildende in Deutschland enthält. Die erstmalige Befragung fand im letzten Jahr der Ausbildung statt und umfasst Angaben zur Bildung, Gesundheit, Persönlichkeitsstörungen und Arbeitseinstellungen. Die Registerdaten liefern Informationen über die Ausbildungsumgebung und Beschäftigungsmerkmale. Die Ergebnisse linearer Wahrscheinlichkeitsmodelle zeigen, dass einzig die physische Gesundheit mit Übergängen in eine erste Beschäftigung innerhalb von sechs Monaten nach Beendigung der Ausbildung korreliert. Hinsichtlich lückenloser Übergänge ist ebenfalls die mentale Gesundheit von Bedeutung. Für den Übergang in eine qualitativ hochwertige erste Tätigkeit werden der allgemeine Gesundheitszustand, Coping-Fähigkeiten sowie Work Commitment als signifikante Faktoren identifiziert. Unter Kontrolle individueller und arbeitgeberspezifischer Eigenschaften werden diese Zusammenhänge jedoch schwächer und statistisch insignifikant. Dieser Befund verweist auf die vermittelnde Rolle von Individual- sowie Betriebsmerkmalen. Somit scheinen die betrachteten Konstrukte insbesondere den Zugang zu hochwertigen Ausbildungsfirmen und -berufen zu beeinflussen. Darüber hinaus finden wir, dass der Effekt des allgemeinen Gesundheitszustands für Individuen mit höherer Bildung (d.h. mit Realschul- oder Gymnasialabschluss) beim lückenlosen Übergang in den Arbeitsmarkt am ausgeprägtesten ist. Für Personen mit Hauptschulabschluss beträgt dieser hingegen fast null. Insgesamt verweisen die empirischen Befunde auf einen kumulativen Nachteil für Personen mit Hauptschulabschluss im Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Health, Personality Disorders, Work Commitment and Training to Employment Transitions (2022)
Zitatform
Patzina, Alexander, Hans Dietrich & Anton Barabasch (2022): Health, Personality Disorders, Work Commitment and Training to Employment Transitions. (IAB-Discussion Paper 02/2022), Nürnberg, 37 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2202
Abstract
"Die vorliegende Studie analysiert den Zusammenhang zwischen mentaler und physischer Gesundheit, Coping-Fähigkeiten, Kooperationsfähigkeit und Work Commitment und dem Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt. Dafür analysieren wir zunächst den Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb der ersten sechs Monate nach Ausbildungsabschluss. Zudem betrachten wir den lückenlosen Übergang von Ausbildung in Beschäftigung sowie die Qualität der ersten Beschäftigung. Dafür greifen wir auf einen Datensatz zurück, der Survey- und Registerdaten kombiniert, und Informationen über 1,061 Auszubildende in Deutschland enthält. Die erstmalige Befragung fand im letzten Jahr der Ausbildung statt und umfasst Angaben zur Bildung, Gesundheit, Persönlichkeitsstörungen und Arbeitseinstellungen. Die Registerdaten liefern Informationen über die Ausbildungsumgebung und Beschäftigungsmerkmale. Die Ergebnisse linearer Wahrscheinlichkeitsmodelle zeigen, dass einzig die physische Gesundheit mit Übergängen in eine erste Beschäftigung innerhalb von sechs Monaten nach Beendigung der Ausbildung korreliert. Hinsichtlich lückenloser Übergänge ist ebenfalls die mentale Gesundheit von Bedeutung. Für den Übergang in eine qualitativ hochwertige erste Tätigkeit werden der allgemeine Gesundheitszustand, Coping-Fähigkeiten sowie Work Commitment als signifikante Faktoren identifiziert. Unter Kontrolle individueller und arbeitgeberspezifischer Eigenschaften werden diese Zusammenhänge jedoch schwächer und statistisch insignifikant. Dieser Befund verweist auf die vermittelnde Rolle von Individual- sowie Betriebsmerkmalen. Somit scheinen die betrachteten Konstrukte insbesondere den Zugang zu hochwertigen Ausbildungsfirmen und -berufen zu beeinflussen. Darüber hinaus finden wir, dass der Effekt des allgemeinen Gesundheitszustands für Individuen mit höherer Bildung (d.h. mit Realschul- oder Gymnasialabschluss) beim lückenlosen Übergang in den Arbeitsmarkt am ausgeprägtesten ist. Für Personen mit Hauptschulabschluss beträgt dieser hingegen fast null. Insgesamt verweisen die empirischen Befunde auf einen kumulativen Nachteil für Personen mit Hauptschulabschluss im Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Minimum Wages in Concentrated Labor Markets: Version 4 (2022)
Zitatform
Popp, Martin (2022): Minimum Wages in Concentrated Labor Markets. Version 4. (arXiv papers), Nürnberg, 100 S. DOI:10.48550/arXiv.2111.13692
Abstract
"Economists increasingly refer to monopsony power to reconcile the absence of negative employment effects of minimum wages with theory. However, systematic evidence for the monopsony argument is scarce. In this paper, I perform a comprehensive test of monopsony theory by using labor market concentration as a proxy for monopsony power. Labor market concentration turns out substantial in Germany. Absent wage floors, a 10 percent increase in labor market concentration makes firms reduce wages by 0.5 percent and employment by 1.6 percent, reflecting monopsonistic exploitation. In line with perfect competition, sectoral minimum wages lead to negative employment effects in slightly concentrated labor markets. This effect weakens with increasing concentration and, ultimately, becomes positive in highly concentrated or monopsonistic markets. Overall, the results lend empirical support to the monopsony argument, implying that conventional minimum wage effects on employment conceal heterogeneity across market forms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
später erschienen (möglw. abweichend) als: IAB-Discussion Paper -
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Employment effects for people with disabilities after participation in vocational training programmes: A cohort analysis using propensity score matching (2022)
Zitatform
Reims, Nancy & Anita Tisch (2022): Employment effects for people with disabilities after participation in vocational training programmes: A cohort analysis using propensity score matching. In: Work. A Journal of Prevention, Assessment and Rehabilitation, Jg. 72, H. 2, S. 611-625., 2021-05-28. DOI:10.3233/WOR-205046
Abstract
"Vocational rehabilitation (VR) aims to help people with disabilities to return to the labour market. Though, there is not much evidence on its effectiveness. We explore the effect of vocational training programmes in VR and the VR status itself on employment outcomes. Using two samples from administrative data by the German Federal Employment Agency, we applied propensity score matching. We followed rehabilitants commencing VR in 2009/2010 (N = 7,905) for four years (comparison I) and general training participants with and without VR status completing training in 2012/2013 (N = 21,020) for one year (comparison II). For harmonisation purposes, we only considered individuals aged between 25 and 40 and excluded those in employment at the beginning of VR or training. Concerning the effect of training in VR (comparison I), we observe a lock-in effect during training (p < 0.001) due to an involvement in VR; after training, participants are more likely to obtain unsubsidised employment (0.05, p < 0.05) than non-participants, but there is no statistically significant income difference after four years. Regarding the effect of the VR status (comparison II), rehabilitants are more likely to take up (un-)subsidised employment (0.04, p < 0.01; 0.02, p < 0.001) after training, exhibit longer employment durations (19 days, p < 0.001) and achieve higher average incomes (2,414 euro/year, p < 0.001) compared to non-rehabilitants. Training participation helps to improve employment participation of rehabilitants. However, a longer observation period is recommended. Furthermore, the VR status itself leads to more sustainable and better-paid employment. This is due to more comprehensive support and longer-term subsidised employment opportunities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Berufsspezifische Lohnunterschiede: In einigen Helferjobs verdienen Fachkräfte mehr als in ihrem erlernten Beruf (2022)
Zitatform
Seibert, Holger, Barbara Schwengler & Doris Wiethölter (2022): Berufsspezifische Lohnunterschiede: In einigen Helferjobs verdienen Fachkräfte mehr als in ihrem erlernten Beruf. (IAB-Kurzbericht 14/2022), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2214
Abstract
"Auf dem deutschen Arbeitsmarkt dominieren Tätigkeiten mit mittleren und hohen Qualifikationsanforderungen. Daneben existiert im Helfersegment eine Reihe einfacher Tätigkeiten, die im Schnitt vergleichsweise niedrig entlohnt werden. Das trifft aber nicht für alle Helfertätigkeiten zu. In bestimmten Konstellationen können ausgebildete Fachkräfte auf Helferniveau höhere Verdienste erzielen als im erlernten Beruf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Die 15 Berufsgruppen mit den niedrigsten Entgelten für Fachkräfte und die 15 Berufsgruppen mit den höchsten Entgelten für Helfer
- Berufliche Bildungsabschlüsse von Beschäftigten in Helfertätigkeiten im Vergleich zu den Beschäftigten ohne Helfertätigkeiten
- Entgeltverteilung von Vollzeitbeschäftigten nach Anforderungsniveau
- Ein begleitendes Interview zu diesem Kurzbericht finden Sie im Online-Magazin IAB-Forum.
- Berufliche Wechsel und Anforderungsniveau der Tätigkeit von Beschäftigten nach Entgelthöhe im erlernten Beruf
- Berufliche Wechsel und Anforderungsniveau der Tätigkeit sowie erzieltes Entgelt von Beschäftigten mit Ausbildungsberufen mit besonders niedrigen Entgelten für Fachkräfte
- Erzielte monatliche Entgelte von Vollzeitbeschäftigten in Abhängigkeit von Berufswechseln und dem aktuellen Anforderungsniveau der Tätigkeit
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Arbeitsmigration und Aufnahmebereitschaft: Merkmale, die am Arbeitsmarkt Erfolg versprechen, erhöhen die Akzeptanz der Bevölkerung (2022)
Zitatform
Struck, Olaf, Richard Wolff, Christopher Osiander & Monika Senghaas (2022): Arbeitsmigration und Aufnahmebereitschaft: Merkmale, die am Arbeitsmarkt Erfolg versprechen, erhöhen die Akzeptanz der Bevölkerung. (IAB-Kurzbericht 24/2022), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2224
Abstract
"Migration zu Erwerbszwecken wird oft als ein wichtiger Hebel gesehen, um den Folgen des demografischen Wandels und zunehmenden Arbeitskräfteengpässen entgegenzuwirken. Gleichzeitig werden die potenziellen ökonomischen und sozialen Auswirkungen von Migration öffentlich kontrovers diskutiert. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Migrationspolitik. Das Autorenteam untersucht, unter welchen Bedingungen die Erwerbsbevölkerung eine Einwanderung von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Staaten befürwortet und wenn dies der Fall ist, welche Aufenthaltsdauern für bestimmte Personengruppen als akzeptabel erachtet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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How wide is the gap? Comparing geography graduates labor market success with that of peers from business and computer science (2022)
Zitatform
Teichert, Christian, Ingo Liefner & Anne Otto (2022): How wide is the gap? Comparing geography graduates labor market success with that of peers from business and computer science. In: Journal of Geography in Higher Education, Jg. 46, H. 4, S. 599-627., 2021-07-12. DOI:10.1080/03098265.2021.1960490
Abstract
"With growing numbers of university graduates, the choice of academic programs has gained in importance to enter the labor market successfully. Simultaneously, the link between the field of study and actual professional career is becoming increasingly blurry. This paper aims to contribute to a better understanding of these relations and to position geography in this wide spectrum. We develop a conceptual framework to systematically categorize the relations between academic programs and their associated labor markets. We employ this framework in a most-different-case design to quantitatively analyze the influence of the field on the graduates’ career prospects, using student records of several German universities linked with administrative biographical data from social security records. We find evidence that the influence of the field of study on full-time employment and wage is substantial, controlling for various factors. Geographers do face difficulties on the labor market, but the demand for their core competencies – interdisciplinary, spatially specific and sustainability-related thinking – is rising through current societal developments. Moreover, we find some indication that those performance gaps are not an exceptional phenomenon of geographers but also apply to graduates of different fields of study with multidimensional and indirect links to the associated labor markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Early retirement intentions: the impact of employment biographies, work stress and health among a baby-boomer generation (2022)
Zitatform
Toczek, Lisa, Hans Bosma & Richard Peter (2022): Early retirement intentions: the impact of employment biographies, work stress and health among a baby-boomer generation. In: European Journal of Ageing, Jg. 19, H. 4, S. 1479-1491. DOI:10.1007/s10433-022-00731-0
Abstract
"In recent years, early retirement decisions have become more frequent in the European Union despite political efforts to prevent early retirement. This is a growing problem for the social security system. The study focuses on a life course approach using employment biographies and investigates the influence of work stress and health on early retirement intentions. Data of employees who were born in either 1959 or 1965 of the German cohort study on work, age, health and work participation are analysed (n = 3338). By linking survey and register data from 1993 to 2011, a sequence analysis is conducted to identify employment biographies. To analyse the relationship between the employment biographies and intended early retirement, a longitudinal path analysis is computed and includes work stress, measured through effort-reward imbalance, and self-rated health. The statistical analyses identify three adverse employment biographies, i.e. part-time work, episodes of unemployment or marginal employment. In addition, two favourable employment biographies are determined, characterised by full-time work and few episodes of unemployment. The results of the path analysis show that employment biographies with high work-related stress have early retirement intentions. Among adverse employment biographies, indirect effects of poor health on the association between work stress and early retirement intentions are found. Unexpectedly, among full-time workers, work stress is also associated with early retirement intentions with an additional mediation through health. The findings of this study highlight the importance of the life course perspective when analysing retirement decisions. In addition to health-promoting interventions in the labour market, effects of psychosocial factors should be focussed on in order to reduce early exits from the labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Der Gründungszuschuss wirkt - auch für Ältere und in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit (Serie "Evaluation von Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik") (2022)
Zitatform
Tübbicke, Stefan & Marco Caliendo (2022): Der Gründungszuschuss wirkt - auch für Ältere und in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit (Serie "Evaluation von Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik"). In: IAB-Forum H. 16.05.2022 Nürnberg, 2022-05-11. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220516.01
Abstract
"Mit dem Gründungszuschuss werden Gründungen aus Arbeitslosigkeit über einen Zeitraum von bis zu 15 Monaten gefördert. Bisherige Studien belegen, dass eine so geförderte Gründung Beschäftigungschancen, Jobzufriedenheit und Erwerbseinkommen der Geförderten im Schnitt deutlich erhöht. Aktuellen Analysen zufolge sind diese Effekte auch langfristig zu erwarten. Allerdings profitieren nicht alle Gruppen in gleichem Maße." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Do Active Labor Market Policies for Welfare Recipients in Germany Raise their Regional Outflow into Work? (2022)
Zitatform
Wapler, Rüdiger, Katja Wolf & Joachim Wolff (2022): Do Active Labor Market Policies for Welfare Recipients in Germany Raise their Regional Outflow into Work? In: Journal of Policy Modeling, Jg. 44, H. 3, S. 550-563., 2022-05-30. DOI:10.1016/j.jpolmod.2022.05.006
Abstract
"While many studies estimate the effects of active labor market programs (ALMPs) on the participants’ labor market outcomes, far fewer studies are concerned with the effects of these policies on the regional job-matching process. We analyze which ALMPs are particularly effective at the regional level, as well as the role local labor market conditions play for their effectiveness. We find positive effects for a number of ALMPs, but for some of these the effects differ considerably between regions with high and low unemployment. This has important policy implications." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
Ähnliche Treffer
früher (möglw. abweichend) erschienen als: IAB-Discussion Paper -
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Evaluation der Förderinstrumente nach §16e und §16i SGB II – Zwischenbericht (2021)
Bauer, Frank; Coban, Mustafa ; Wolff, Joachim ; Wenzig, Claudia; Bennett, Jenny; Trappmann, Mark ; Friedrich, Martin ; Stockinger, Bastian ; Gellermann, Jan F. C.; Schmucker, Alexandra; Gottwald, Markus; Ramos Lobato, Philipp ; Zabel, Cordula ; Raab, Miriam ; Dietz, Martin ; Promberger, Markus ; Globisch, Claudia; Nivorozhkin, Anton ; Gricevic, Zbignev; Kupka, Peter ; Zins, Stefan ; Kiesel, Markus; Fuchs, Philipp ; Hülle, Sebastian ;Zitatform
Bauer, Frank, Jenny Bennett, Mustafa Coban, Martin Dietz, Martin Friedrich, Philipp Fuchs, Jan F. C. Gellermann, Claudia Globisch, Markus Gottwald, Zbignev Gricevic, Sebastian Hülle, Markus Kiesel, Peter Kupka, Anton Nivorozhkin, Markus Promberger, Miriam Raab, Philipp Ramos Lobato, Alexandra Schmucker, Bastian Stockinger, Mark Trappmann, Claudia Wenzig, Joachim Wolff, Cordula Zabel & Stefan Zins (2021): Evaluation der Förderinstrumente nach §16e und §16i SGB II – Zwischenbericht. (IAB-Forschungsbericht 03/2021), Nürnberg, 197 S.
Abstract
"Mit dem „Teilhabechancengesetz“ wurden zum Jahresbeginn 2019 die Instrumente „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ (§16e SGB II) sowie „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ (§16i SGB II) eingeführt. Beide Instrumente richten sich gleichermaßen an langzeitarbeitslose Leistungsberechtigte, die auch bei guter Arbeitsmarktlage nur geringe Aussichten auf eine ungeförderte Beschäftigung und damit auf ein Leben jenseits staatlicher Transferzahlungen haben. Damit rückt eine Teilgruppe unter den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in den Fokus der arbeitsmarktpolitischen Förderung, die über Jahre hinweg faktisch von regelmäßiger Erwerbstätigkeit und den darüber vermittelten Teilhabemöglichkeiten ausgeschlossen ist. Entsprechend besteht das Kernanliegen beider Instrumente darin, den Geförderten die Beteiligung am Arbeitsleben zu eröffnen und dadurch zur Verbesserung ihrer Beschäftigungsfähigkeit, ihrer Arbeitsmarktchancen und ihrer gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten beizutragen. Zusammen mit der Einführung beider Förderinstrumente hat der Gesetzgeber auch deren umfassende wissenschaftliche Evaluation beschlossen. Die Evaluation erfolgt im Rahmen der Wirkungsforschung nach §55 Abs. 1 SGB II und obliegt damit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Fokus der Studie stehen insbesondere die Implementation der Maßnahmen auf Ebene der Jobcenter, ihr betrieblicher Einsatz sowie ihre Wirkungen auf die Beschäftigungsfähigkeit, die Arbeitsmarktchancen und die gesellschaftliche Teilhabe der Geförderten. Der vorliegende Bericht dokumentiert den aktuellen Arbeits- und Erkenntnisstand der wissenschaftlichen Evaluation." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; Coban, Mustafa ; Wolff, Joachim ; Wenzig, Claudia; Trappmann, Mark ; Friedrich, Martin ; Gellermann, Jan F. C.; Schmucker, Alexandra; Ramos Lobato, Philipp ; Zabel, Cordula ; Dietz, Martin ; Promberger, Markus ; Globisch, Claudia; Nivorozhkin, Anton ; Zins, Stefan ; Hülle, Sebastian ; -
Literaturhinweis
Mandatory Integration Agreements for Unemployed Job Seekers: A Randomized Controlled Field Experiment in Germany (2021)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Barbara Hofmann, Gesine Stephan & Arne Uhlendorff (2021): Mandatory Integration Agreements for Unemployed Job Seekers. A Randomized Controlled Field Experiment in Germany. (IZA discussion paper 14026), Bonn, 53 S.
Abstract
"In the German unemployment insurance system, Integration Agreements (IA) are mandatory contracts between the employment agency and the unemployed, jointly signed by the latter and the caseworker. IAs stipulate rights and obligations but are generally perceived as instruments to control search behavior. We designed and implemented a Randomized Controlled Trial involving thousands of newly unemployed workers, where we randomize the timing of the IA as well as the extent to which this timing is announced prior to the meeting. Randomization is at the individual level. We use administrative registers to observe outcomes. A theoretical analysis of anticipation of prior announcements provides suggestions to empirically detect this. The results show that IAs early in the spell have on average a small positive effect on entering employment within a year. When classifying individuals using an employability indicator, we find that this result is driven by individuals with adverse prospects. Among them, being assigned to an early IA increases the probability of re-employment within a year from 45% to 53%." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Occupational routine intensity and the costs of job loss: evidence from mass layoffs (2021)
Zitatform
Blien, Uwe, Wolfgang Dauth & Duncan Roth (2021): Occupational routine intensity and the costs of job loss. Evidence from mass layoffs. In: Labour Economics, Jg. 68, 2020-11-25. DOI:10.1016/j.labeco.2020.101953
Abstract
"In diesem Papier wird untersucht, inwieweit sich die Kosten eines Jobverlusts für Personen unterscheiden, die ursprünglich in Berufen tätig waren, die einen unterschiedlichen Grad an Routineintensität aufweisen. Für die empirische Untersuchung verwenden wir Daten zu Massenentlassungen in Deutschland, die zwischen 1980 und 2010 stattgefunden haben. Diese Datengrundlage erlaubt es uns, den kausalen Effekt von Routineintensität auf die Auswirkungen zu schätzen, die ein Jobverlust auf das Einkommen von Personen hat. Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein solcher Jobverlust größere und länger anhaltende negative Einkommenseffekte für Personen aus routineintensiveren Berufen nach sich zieht. In den ersten Monaten nach der Massenentlassung lassen sich diese Effekte mehrheitlich darauf zurückführen, dass die Beschäftigungsdauer von Personen aus routineintensiveren Berufen stärker abnimmt, was auf größere Friktionen bei der Suche nach neuer Beschäftigung für diese Personengruppe hindeutet. Wenn eine neue Beschäftigung aufgenommen wird, ist diese bei ursprünglich in routineintensiven Berufen tätigen Personen häufiger in einem anderen Beruf als dem ursprungsberuf vor der Massenentlassung. Darüber hinaus liegt die Entlohnung systematisch unterhalb des berufsspezifischen Durchschnittslohns." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Foreign Vs. German Wage Differentials in Germany: Does the Home Country Matter? (2021)
Zitatform
Brunow, Stephan & Oskar Jost (2021): Foreign Vs. German Wage Differentials in Germany: Does the Home Country Matter? In: W. Cochrane, M. P. Cameron & O. Alimi (Ed.) (2021): Labor Markets, Migration, and Mobility, Singapur, Springer S. 55-76, 2020-10-10. DOI:10.1007/978-981-15-9275-1_3
Abstract
"The German labour force is expected to shrink in the next two decades due to a decline in population. Therefore, the immigration of workers from abroad could compensate for potential negative consequences of such population decline. Is Germany competitive for immigration—i.e., do German employers pay enough to make it attractive as a destination country? We explore the wage gap between foreigners and German employees in particular and focus on different countries of origin to better understand issues related to wage setting among these groups. For this purpose, a threefold Oaxaca–Blinder decomposition is performed using comprehensive data with a vast amount of information on a large number of workers and firms. The results suggest that most of the wage gap can be explained by observed characteristics, and in most cases, very little difference remains unexplained. We provide evidence on differences specific to the country of origin which could be taken into consideration to attract people from abroad to better integrate them into the German labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis des Sammelwerks -
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Flache Erfahrungskurvenprofile von ausländischen Beschäftigten in Deutschland (2021)
Zitatform
Brunow, Stephan & Oskar Jost (2021): Flache Erfahrungskurvenprofile von ausländischen Beschäftigten in Deutschland. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 101, H. 11, S. 889-893., 2021-11-01. DOI:10.1007/s10273-021-3047-6
Abstract
"Dieser Beitrag widmet sich der Entlohnungsstruktur von ausländischen und deutschen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten und zielt auf die Lohnzuwächse durch die Aneignung von zusätzlicher Erfahrung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Bisherige Erkenntnisse für Deutschland deuten darauf hin, dass Arbeitsmarkterfahrung bei Ausländern im Vergleich zu deutschen Beschäftigten zu keinen oder nur geringen Lohnzuwächsen führt. Wir identifizieren und diskutieren Ursachen und Erklärungen für diese flacheren Erfahrungskurvenprofile, was insbesondere vor dem Hintergrund der Einkommensungleichheit zwischen beiden Gruppen relevant ist." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
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Give it another try: what are the effects of a public employment scheme especially designed for hard-to-place workers? (2021)
Zitatform
Brändle, Tobias & Lukas Fervers (2021): Give it another try. What are the effects of a public employment scheme especially designed for hard-to-place workers? In: Journal of labor research, Jg. 42, H. 3/4, S. 382-417. DOI:10.1007/s12122-021-09322-x
Abstract
"Previous evaluations of job creation schemes (JCS) reveal mostly negative employment effects, mainly due to inherent lock-in effects. In this paper, we assess the impact of an innovative JCS that employs a pre-selection mechanism to target programme participation on unemployed job seekers with very low integration chances, hereby reducing possible lock-in effects. Relying on high-quality administrative as well as survey data, we conduct regression-adjusted matching analyses to estimate the programme effect on integration into regular employment. Our results show that the programme did not succeed to foster labour market integration, but still entails remarkably negative employment effects in the first years after participation. We argue that this results from a principal-agent problem at the last step of the selection mechanism that may have led to cream-skimming rather than targeting on very hard to place workers. However, supplementary analyses reveal that negative effects can be avoided for subgroups with very poor employment chances in case of non-participation. These results are robust to the use of different matching estimators and definitions of non-participation. The inclusion of usually unobservable survey variables as well as placebo tests based on past employment outcomes refute concerns about endogenous selection. From a policy-perspective, these findings imply that targeting JCS on workers with very low integration chances is a key factor to avoid negative employment effects found in previous evaluations. At the methodological level, our analyses add to recent literature that assesses the credibility of non-experimental evaluations based on high-quality administrative data." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Ethnic diversity and segregation in German cities (2021)
Zitatform
Buch, Tanja, Moritz Meister & Annekatrin Niebuhr (2021): Ethnic diversity and segregation in German cities. In: Cities, Jg. 115, 2021-04-12. DOI:10.1016/j.cities.2021.103221
Abstract
"Based on geocoded data, we analyze the level and (co)variation of ethnic diversity and ethnic segregation across large cities in Germany. Overall, our results indicate that the level of ethnic segregation is relatively low in German cities. However, it differs across migrant groups and skill levels. Moreover, there is considerable variation in both segregation and diversity across cities, which shows some specific patterns. East German cities are characterized by a low population share of foreign workers and high diversity among migrants that coincide with an above-average degree of segregation. The largest West German cities tend to show a diverse population structure, which is accompanied by low segregation levels. This trend also applies to the main college towns in West Germany. In contrast, cities in the old industrialized Ruhr area are characterized by above-average segregation levels, which goes hand-in-hand with relatively low diversity. Altogether, we detect a negative correlation between ethnic diversity and segregation. The significant differences in diversity and segregation across urban areas might be the result of distinct migration histories of the cities and a pronounced persistence of the resulting spatial patterns." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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"Identifying Couples in Administrative Data" for the years 2001–2014 (2021)
Bächmann, Ann-Christin ; Trenkle, Simon ; Oberfichtner, Michael ; Frodermann, Corinna ; Lochner, Benjamin ;Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Corinna Frodermann, Benjamin Lochner, Michael Oberfichtner & Simon Trenkle (2021): "Identifying Couples in Administrative Data" for the years 2001–2014. (FDZ-Methodenreport 03/2021 (en)), Nürnberg, 24 S. DOI:10.5164/IAB.FDZM.2103.en.v1
Abstract
"Wir wenden die von Goldschmidt et al. (2017, Journal for Labour Market Research) entwickelte Paar-Identifikation auf administrative Daten aus Deutschland für die Jahre 2001 – 2014 an. Die Identifikation baut darauf auf, dass Verheiratete den selben Nachnamen tragen und an der selben Adresse wohnen. Der finale Datensatz beinhaltet etwa 42 Millionen Paar-Jahr Beobachtungen von gemischtgeschlechtlichen Paaren mit einem absoluten Altersunterschied von weniger als 15 Jahren. Diese Beobachtungen stammen von ungefähr 8 Millionen unterschiedlichen Paaren. Die Längsschnittdimension des Datensatzes erweitert die Anwendungsmöglichkeiten im Vergleich zum ursprünglichen Querschnittsdatensatz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bächmann, Ann-Christin ; Trenkle, Simon ; Oberfichtner, Michael ; Frodermann, Corinna ; Lochner, Benjamin ; -
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Der Gründungszuschuss für Arbeitslose nach der Reform 2011: Ein Erfolg wie seine Vorgänger (2021)
Zitatform
Caliendo, Marco & Stefan Tübbicke (2021): Der Gründungszuschuss für Arbeitslose nach der Reform 2011: Ein Erfolg wie seine Vorgänger. (IAB-Kurzbericht 28/2021), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Mit der Reform des Gründungszuschusses im Jahr 2011 wurden die Rahmenbedingungen der Gründungsförderung für Arbeitslose im Sozialgesetzbuch III umfassend reformiert und die Förderzahlen reduzierten sich drastisch. Insgesamt ist das Arbeitsmarktinstrument weiterhin ein Erfolg: Die meisten Geförderten sind auch knapp 3,5 Jahre nach der Gründung noch selbstständig und etwa ein Drittel von ihnen hat mindestens einen Beschäftigen. Von denjenigen, die ihre Selbstständigkeit inzwischen beendet haben, sind die meisten sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit haben Geförderte eine deutlich höhere Beschäftigungsquote als vergleichbare Personen ohne diese Förderung. Auch ihre monatlichen Nettoverdienste sowie ihre Jobzufriedenheit sind höher. Verbesserungspotenzial gibt es allerdings bei der sozialen Absicherung: Geförderte zahlen seltener in eine Rentenversicherung oder in die Arbeitslosenversicherung ein und sind mit ihrer sozialen Absicherung unzufriedener als vergleichbare Personen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Arbeitsmarktstatus der mit einem Gründungszuschuss geförderten Gründer und Gründerinnen nach 40 Monaten
- Jährliche Eintritte in die Förderung mit einem Gründungszuschuss
- Anteil der mit einem Gründungszuschuss Geförderten, die mindestens eine Person beschäftigen, und Zahl der Beschäftigten pro Betrieb nach 40 Monaten
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Literaturhinweis
Design and effectiveness of start-up subsidies: Evidence from a policy reform in Germany (2021)
Zitatform
Caliendo, Marco & Stefan Tübbicke (2021): Design and effectiveness of start-up subsidies: Evidence from a policy reform in Germany. In: Economic analysis and policy, Jg. 70, H. June, S. 333-340., 2021-02-26. DOI:10.1016/j.eap.2021.02.015
Abstract
"While a growing body of literature finds positive impacts of Start-Up Subsidies (SUS) on labor market outcomes of participants, little is known about how the design of these programs shapes their effectiveness and hence how to improve policy. As experimental variation in program design is unavailable, we exploit the 2011 reform of the current German SUS program for the unemployed which strengthened caseworkers’ discretionary power, increased entry requirements and reduced monetary support. We estimate the impact of the reform on the program’s effectiveness using samples of participants and non-participants from before and after the reform. To control for time-constant unobserved heterogeneity as well as differential selection patterns based on observable characteristics over time, we combine Difference-in-Differences with inverse probability weighting using covariate balancing propensity scores. Holding participants’ observed characteristics as well as macroeconomic conditions constant, the results suggest that the reform was successful in raising employment effects on average. As these findings may be contaminated by changes in selection patterns based on unobserved characteristics, we assess our results using simulated-based sensitivity analyses and find that our estimates are highly robust to changes in unobserved characteristics. Hence, the reform most likely had a positive impact on the effectiveness of the program, suggesting that increasing entry requirements and reducing support increased the program’s impacts while reducing the cost per participant." (Author's abstract, © 2021 Economic Society of Australia, Queensland) ((en))
Ähnliche Treffer
früher (möglw. abweichend) erschienen als: IZA discussion paper -
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Will Accepting Less Bring Success? Job Related Concessions and Welfare Recipients in Germany (2021)
Zitatform
Christoph, Bernhard & Torsten Lietzmann (2021): Will Accepting Less Bring Success? Job Related Concessions and Welfare Recipients in Germany. In: The social policy blog H. 22.06.2021.
Abstract
"It is often argued that in order to find new employment, the unemployed have to compromise and accept jobs that are inferior (e.g. paying less or requiring a lower qualification) than the jobs they held before becoming unemployed. Making such compromise to find new employment is what we call a job related concession. Our results show that while there might be some truth to this Assertion - in particular with regard to accepting lower paying Jobs - being generally flexible with regard to job search has comparably positive effects without requiring the unemployed to make such compromise. Therefore, we argue that enabling the unemployed to find new occupational perspectives - ideally in combination with training and qualification measures for the new occupation - should be at least as promising as requiring them to make job-related concessions." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Synthesizing Geocodes to Facilitate Access to Detailed Geographical Information in Large-Scale Administrative Data (2021)
Zitatform
Drechsler, Jörg & Jingchen Hu (2021): Synthesizing Geocodes to Facilitate Access to Detailed Geographical Information in Large-Scale Administrative Data. In: Journal of survey statistics and methodology, Jg. 9, H. 3, S. 523-548., 2020-08-21. DOI:10.1093/jssam/smaa035
Abstract
"We investigate whether generating synthetic data can be a viable strategy for providing access to detailed geocoding information for external researchers, without compromising the confidentiality of the units included in the database. Our work was motivated by a recent project at the Institute for Employment Research in Germany that linked exact geocodes to the Integrated Employment Biographies, a large administrative database containing several million records. We evaluate the performance of three synthesizers regarding the trade-off between preserving analytical validity and limiting disclosure risks: one synthesizer employs Dirichlet Process mixtures of products of multinomials, while the other two use different versions of Classification and Regression Trees (CART). In terms of preserving analytical validity, our proposed synthesis strategy for geocodes based on categorical CART models outperforms the other two. If the risks of the synthetic data generated by the categorical CART synthesizer are deemed too high, we demonstrate that synthesizing additional variables is the preferred strategy to address the risk-utility trade-off in practice, compared to limiting the size of the regression trees or relying on the strategy of providing geographical information only on an aggregated level. We also propose strategies for making the synthesizers scalable for large files, present analytical validity measures and disclosure risk measures for the generated data, and provide general recommendations for statistical agencies considering the synthetic data approach for disseminating detailed geographical information." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Perspektiven im Anschluss an die duale Berufsausbildung: Was kommt nach dem Abschluss?: Historische Entwicklung, Forschungsstand und empirische Analyse (2021)
Zitatform
Dummert, Sandra & Philipp Grunau (2021): Perspektiven im Anschluss an die duale Berufsausbildung: Was kommt nach dem Abschluss? Historische Entwicklung, Forschungsstand und empirische Analyse. In: L. Bellmann, K. Büchter, I. Frank, E. M. Krekel & G. Walden (Hrsg.) (2021): Schlüsselthemen der beruflichen Bildung in Deutschland, S. 219-240.
Abstract
"Im Zuge der regelmäßig wiederkehrenden Debatte um die Zukunft der dualen Berufsausbildung steht häufig die Frage im Fokus, ob dieser Pfad aus der Sicht Jugendlicher und junger Erwachsener überhaupt noch attraktiv ist. Dieses Kapitel soll neben einer Einführung in die Debatte und einem Überblick über die wissenschaftliche Literatur hierzu auch einen eigenen empirischen Beitrag als fundierte Begleitung dieser Diskussion leisten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Situation für Absolventen/Absolventinnen seit 2005 erheblich verbessert hat: Die Aussichten auf eine (Vollzeit-)Stelle sowie die durchschnittlichen Bruttoentgelte stiegen deutlich. Nichtsdestotrotz profitieren nicht alle in gleichem Maße von dieser positiven Entwicklung. In manchen Ausbildungsberufen stehen die Chancen auf eine gut bezahlte Vollzeitstelle noch immer relativ schlecht, und auch Unterschiede zwischen Frauen und Männern persistieren, wenngleich wie z. B. beim Einkommen nun auf deutlich höherem Niveau." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Employment prospects after completing vocational training in Germany from 2008-2014: A comprehensive analysis (2021)
Zitatform
Dummert, Sandra (2021): Employment prospects after completing vocational training in Germany from 2008-2014. A comprehensive analysis. In: Journal of vocational education and training, Jg. 73, H. 3, S. 367-391., 2019-11-11. DOI:10.1080/13636820.2020.1715467
Abstract
"The transition from vocational education and training to regular employment is an important step in the occupational biography of apprenticeship graduates. In the last decade, the retention rate of apprenticeship completers has remained stable at a high level, and graduates face good job opportunities in Germany. Despite these positive circumstances, not all apprenticeship graduates succeed in the direct transition from vocational training to regular employment and are affected by unemployment. My paper offers deeper insights into training establishment-specific, individual and external regional characteristics that influence the transition process at this crucial point in the employment career. I consider the employment status of apprenticeship graduates by estimating multinomial logit models at three time points after the end of training, namely, one month and one and two years later. Using linked employer-employee data, I find evidence not only that sociodemographic characteristics and training establishment-specific determinants affect the transition at the second threshold but also that regional factors influence the probability of becoming unemployed or remaining with the training establishment after the end of the apprenticeship." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Reallokationseffekte des deutschen Mindestlohns (2021)
Zitatform
Dustmann, Christian, Attila Lindner, Uta Schönberg, Matthias Umkehrer & Philipp Vom Berge (2021): Reallokationseffekte des deutschen Mindestlohns. In: Ökonomenstimme H. 08.10.2021, o. Sz., 2021-10-01.
Abstract
"Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Befürchtungen vieler ÖkonomInnen, die Einführung des Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 würde zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten führen, unbegründet waren. Vielmehr zeigen die Ergebnisse, dass die Einführung des Mindestlohns die Löhne von Geringverdienenden erhöht, die Beschäftigung nicht gesenkt und eine Reallokation der Geringverdienenden hin zu produktiveren Betrieben bewirkt hat. Somit hat der Mindestlohn dazu beigetragen, die Lohnungleichheit zu verringern, sowohl zwischen den ArbeitnehmerInnen als auch zwischen den einzelnen Regionen in Deutschland. Diese Ergebnisse bedeuten jedoch nicht, dass es keine Betriebe oder ArbeitnehmerInnen gibt, für welche die Einführung des Mindestlohns von Nachteil war. So hat der Mindestlohn beispielsweise dazu geführt, dass einige kleine Betriebe aus dem Markt ausgeschieden sind. Außerdem ging die Reallokation von ArbeitnehmerInnen mit niedrigen Löhnen hin zu besser bezahlenden Betrieben einher mit längeren Pendeldistanzen, was dazu geführt haben könnte, dass einige ArbeitnehmerInnen trotz eines höheren Lohns nun insgesamt schlechter gestellt sind. Obwohl es einige VerliererInnen der Mindestlohnpolitik geben dürfte, kommen wir aber zu dem Schluss, dass sich die Gesamtwohlfahrt von Geringverdienenden als Reaktion auf die Einführung des Mindestlohns wahrscheinlich erhöht hat. Ob sich dieses Ergebnis auch auf die derzeit zum Teil geforderten, weitergehenden Erhöhungen des Mindestlohns übertragen lässt, ist vor dem Hintergrund unserer Ergebnisse nicht klar zu beantworten. Dies bleibt eine offene Forschungsfrage." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Dustmann, Christian ; Schönberg, Uta; Vom Berge, Philipp ; Umkehrer, Matthias ;Weiterführende Informationen
Volltext-Zugang über Verlag oder sonstigen Anbieter (kostenlos verfügbar) -
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Reallocation effects of the minimum wage (2021)
Zitatform
Dustmann, Christian, Attila Lindner, Uta Schönberg, Matthias Umkehrer & Philipp Vom Berge (2021): Reallocation effects of the minimum wage. In: VOX H. 07.10.2021, o. Sz., 2021-09-29.
Abstract
"Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Befürchtungen vieler ÖkonomInnen, die Einführung des Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 würde zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten führen, unbegründet waren. Vielmehr zeigen die Ergebnisse, dass die Einführung des Mindestlohns die Löhne von Geringverdienenden erhöht, die Beschäftigung nicht gesenkt und eine Reallokation der Geringverdienenden hin zu produktiveren Betrieben bewirkt hat. Somit hat der Mindestlohn dazu beigetragen, die Lohnungleichheit zu verringern, sowohl zwischen den ArbeitnehmerInnen als auch zwischen den einzelnen Regionen in Deutschland. Diese Ergebnisse bedeuten jedoch nicht, dass es keine Betriebe oder ArbeitnehmerInnen gibt, für welche die Einführung des Mindestlohns von Nachteil war. So hat der Mindestlohn beispielsweise dazu geführt, dass einige kleine Betriebe aus dem Markt ausgeschieden sind. Außerdem ging die Reallokation von ArbeitnehmerInnen mit niedrigen Löhnen hin zu besser bezahlenden Betrieben einher mit längeren Pendeldistanzen, was dazu geführt haben könnte, dass einige ArbeitnehmerInnen trotz eines höheren Lohns nun insgesamt schlechter gestellt sind. Obwohl es einige VerliererInnen der Mindestlohnpolitik geben dürfte, kommen wir aber zu dem Schluss, dass sich die Gesamtwohlfahrt von Geringverdienenden als Reaktion auf die Einführung des Mindestlohns wahrscheinlich erhöht hat. Ob sich dieses Ergebnis auch auf die derzeit zum Teil geforderten, weitergehenden Erhöhungen des Mindestlohns übertragen lässt, ist vor dem Hintergrund unserer Ergebnisse nicht klar zu beantworten. Dies bleibt eine offene Forschungsfrage." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Dustmann, Christian ; Vom Berge, Philipp ; Schönberg, Uta; Umkehrer, Matthias ;Weiterführende Informationen
Volltext-Zugang über Verlag oder sonstigen Anbieter (kostenlos verfügbar) -
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Where do women earn more than men? Explaining regional differences in the gender pay gap (2021)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Anja Rossen, Antje Weyh & Gabriele Wydra-Somaggio (2021): Where do women earn more than men? Explaining regional differences in the gender pay gap. In: Journal of regional science, Jg. 61, H. 5, S. 1065-1086., 2021-03-26. DOI:10.1111/jors.12532
Abstract
"This paper provides new evidence on the magnitude and determinants of regional differences in the gender pay gap. Based on a comprehensive data set of all full‐time employees in Germany, we explain the profound variation of the gender pay gap at a small‐scale level with theory‐based individual and job‐related characteristics. Using the Oaxaca‐Blinder decomposition, we find pronounced spatial differences in the impact of the considered determinants. Whereas gender differences in job‐related characteristics are important drivers in regions with a high gender pay gap, individual characteristics come into effect in regions with a low and negative gap. The results underscore the role played by the establishment composition in a region and the kind of jobs provided for gendered earnings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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How Do Workers Adjust When Firms Adopt New Technologies? (2021)
Zitatform
Genz, Sabrina, Terry Gregory, Markus Janser, Florian Lehmer & Britta Matthes (2021): How Do Workers Adjust When Firms Adopt New Technologies? (IZA discussion paper 14626), Bonn, 56 S.
Abstract
"We investigate how workers adjust to firms' investments into new digital technologies, including artificial intelligence, augmented reality, or 3D printing. For this, we collected novel data that links survey information on firms' technology adoption to administrative social security data. We then compare individual outcomes between workers employed at technology adopters relative to non-adopters. Depending on the type of technology, we find evidence for improved employment stability, higher wage growth, and increased cumulative earnings in response to digital technology adoption. These beneficial adjustments seem to be driven by technologies used by service providers rather than manufacturers. However, the adjustments do not occur equally across worker groups: IT-related expert jobs with non-routine analytic tasks benefit most from technological upgrading, coinciding with highly complex job requirements, but not necessarily with more academic skills." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Does Online Search Improve the Match Quality of New Hires? (2021)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole, Benjamin Lochner, Laura Pohlan & Gerard J. van den Berg (2021): Does Online Search Improve the Match Quality of New Hires? (IZA discussion paper 14031), Bonn, 68 S.
Abstract
"This paper studies the effects of the high-speed internet expansion on the match quality of new hires. We combine data on internet availability at the local level with German individual register and vacancy data. Results show that internet availability has no major impact on the stability of new matches and their wages. We confirm these findings using vacancy data, by explicitly comparing match outcomes of online and non-online recruits. Further results show that online recruiting not only raises the number of applicants and the share of unsuitable candidates per vacancy, but also induces employers to post more vacancies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Does Online Search Improve the Match Quality of New Hires? (2021)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole, Benjamin Lochner, Laura Pohlan & Gerard J. van den Berg (2021): Does Online Search Improve the Match Quality of New Hires? In: Labour Economics, Jg. 70, S. 101981., 2021-03-16. DOI:10.1016/j.labeco.2021.101981
Abstract
"Die Studie untersucht den Effekt der Expansion des Breitbandinternets auf die Matchqualität neu eingestellter Personen. Hierzu werden Daten zur regionalen Internetverfügbarkeit mit administrativen Individualdaten und Vakanzdaten für den deutschen Arbeitsmarkt kombiniert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Ausweitung der Breitbandinternet-Verfügbarkeit keinen größeren Einfluss auf die Stabilität und Entlohnung neu begonnener Beschäftigungsverhältnisse hat. Diese Resultate werden auf Basis von Analysen mit Vakanzdaten bestätigt. Diese Daten erlauben einen expliziten Vergleich der Matchqualität von Personen, die online rekrutiert wurden, mit der Matchqualität von Personen, die über andere Rekrutierungskanäle eingestellt wurden. Weiterhin zeigen die Ergebnisse, dass Online-Rekrutierung nicht nur die Anzahl der Bewerbungen und den Anteil ungeeigneter Bewerbungen erhöht, sondern ebenfalls zu einer höheren Anzahl von Vakanzen führt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
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Do Digital Information Technologies Help Unemployed Job Seekers Find a Job?: Evidence from the Broadband Internet Expansion in Germany (2021)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole, André Diegmann, Laura Pohlan & Gerard J. van den Berg (2021): Do Digital Information Technologies Help Unemployed Job Seekers Find a Job? Evidence from the Broadband Internet Expansion in Germany. In: European Economic Review, Jg. 132, 2021-01-04. DOI:10.1016/j.euroecorev.2021.103657
Abstract
"This paper studies effects of the introduction of a new digital mass medium on reemployment of unemployed job seekers. We combine data on broadband internet availability at the local level with German individual register data. We address endogeneity by exploiting technological peculiarities that affected the roll-out of broadband internet. Results show that broadband internet improves reemployment rates after the first months in unemployment for males. Complementary analyses with survey data suggest that internet access mainly changes male job seekers’ search behavior by increasing online search and the number of job applications." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: ZEW discussion paper , 2018-030
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: IZA discussion paper, 11555
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: Working papers / Institute for Evaluation of Labour Market and Education Policy, 2018,21
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Literaturhinweis
Does Online Search Improve the Match Quality of New Hires? (2021)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole, Benjamin Lochner, Laura Pohlan & Gerard J. van den Berg (2021): Does Online Search Improve the Match Quality of New Hires? (ZEW discussion paper 21-002), Mannheim, 68 S.
Abstract
"This paper studies the effects of the high-speed internet expansion on the match quality of new hires. They combine data on internet availability at the local level with German individual register and vacancy data. Results show that internet availability has no major impact on the stability of new matches and their wages. The authors confirm these findings using vacancy data, by explicitly comparing match outcomes of online and non-online recruits. Further results show that online recruiting not only raises the number of applicants and the share of unsuitable candidates per vacancy, but also induces employers to post more vacancies." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Does Online Search Improve the Match Quality of New Hires? (2021)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole, Benjamin Lochner, Laura Pohlan & Gerard J. van den Berg (2021): Does Online Search Improve the Match Quality of New Hires? (IAB-Discussion Paper 02/2021), Nürnberg, 66 S.
Abstract
"Die Studie untersucht den Effekt der Expansion des Breitbandinternets auf die Matchqualität neu eingestellter Personen. Hierzu werden Daten zur regionalen Internetverfügbarkeit mit administrativen Individualdaten und Vakanzdaten für den deutschen Arbeitsmarkt kombiniert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Ausweitung der Breitbandinternet-Verfügbarkeit keinen größeren Einfluss auf die Stabilität und Entlohnung neu begonnener Beschäftigungsverhältnisse hat. Diese Resultate werden auf Basis von Analysen mit Vakanzdaten bestätigt. Diese Daten erlauben einen expliziten Vergleich der Matchqualität von Personen, die online rekrutiert wurden, mit der Matchqualität von Personen, die über andere Rekrutierungskanäle eingestellt wurden. Weiterhin zeigen die Ergebnisse, dass Online-Rekrutierung nicht nur die Anzahl der Bewerbungen und den Anteil ungeeigneter Bewerbungen erhöht, sondern ebenfalls zu einer höheren Anzahl von Vakanzen führt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hirings in the IAB Job Vacancy Survey and the administrative data - an aggregate comparison (2021)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole & Benjamin Küfner (2021): Hirings in the IAB Job Vacancy Survey and the administrative data - an aggregate comparison. (FDZ-Methodenreport 02/2021 (en)), Nürnberg, 17 S. DOI:10.5164/IAB.FDZM.2102.en.v1
Abstract
"In diesem FDZ-Methodenbericht vergleichen wir die Zahl der Neueinstellungen, die mit der IAB-Stellenerhebung (IAB-JVS) erhoben wurden, mit der aus der Stichprobe der Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) berechneten Zahl der Neueinstellungen. Um mögliche wichtige Unterschiede in den Messkonzepten zu identifizieren, untersuchen wir, ob Einstellungen mit bestimmten Merkmalen von den Befragten in der IAB-JVS systematisch über- oder unterberichtet werden. Da dieser Ansatz Kenntnisse über die Zusammensetzung der Einstellungen voraussetzt, ergänzen wir die Umfragedaten mit administrativen Daten, indem wir die Datensatzverknüpfung der IAB-JVS-Informationen über die zuletzt eingestellte Person nutzen. Wir dokumentieren zunächst, dass die IAB-JVS im Vergleich zu den IEB über den gesamten Beobachtungszeitraum eine systembedingt geringere Anzahl von Einstellungen aufweist. Unsere Ergebnisse deuten ferner darauf hin, dass ein großer Teil der festgestellten Diskrepanzen zwischen den IAB-JVS- und IEB-Einstellungen darauf zurückzuführen ist, dass die Befragten zu wenig Wiedereinstellungen und Einstellungen mit sehr kurze Beschäftigungsdauern berichten. Zudem legen ergänzende Ergebnisse nahe, dass fehlende Angaben auf die Frage nach Neueinstellungen für einen zusätzlichen Teil der Unterschätzung verantwortlich sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
General Equilibrium Effects of Insurance Expansions: Evidence from Long-Term Care Labor Markets (2021)
Zitatform
Hackmann, Martin, Jörg Heining, Roman Klimke, Maria Polyakova & Holger Seibert (2021): General Equilibrium Effects of Insurance Expansions: Evidence from Long-Term Care Labor Markets. (Upjohn Institute working paper 357), Kalamazoo, Mich., 66 S. DOI:10.17848/wp21-357
Abstract
"Arrow (1963) stellte die Hypothese auf, dass das durch die Krankenversicherung induzierte Moral Hazard auf der Nachfrageseite zu einer Ausweitung des Angebots auf den Gesundheitsmärkten führt. Die empirische Erfassung dieser Effekte ist schwierig, da nicht-marginale Versicherungsausweitungen selten sind und detaillierte Daten über Arbeit und Kapital im Gesundheitswesen spärlich sind. Wir kombinieren administrative Arbeitsmarktdaten mit den geografischen Unterschieden bei der Einführung eines universellen Versicherungsprogramms - der Einführung der Pflegeversicherung in Deutschland im Jahr 1995 - und dokumentieren eine erhebliche Ausweitung des stationären Pflegearbeitsmarktes als Reaktion auf die Versicherungsausweitung. Eine Ausweitung des Anteils der versicherten älteren Menschen um 10 Prozentpunkte führt in Deutschland zu 0,05 (7 %) mehr stationären Pflegeunternehmen und vier (13 %) mehr Beschäftigten pro 1.000 ältere Menschen. Die Löhne sind nicht gestiegen, aber die Qualität der neu eingestellten Arbeitskräfte hat abgenommen. Wir finden Hinweise auf einen Rückgang der Sterblichkeit im Alter. Mithilfe eines Algorithmus für maschinelles Lernen charakterisieren wir die kontrafaktischen Arbeitsmarktbiografien potenzieller Neueinstellungen in der stationären Langzeitpflege und kommen zu dem Ergebnis, dass die Reform Arbeitskräfte aus der Arbeitslosigkeit und aus der Erwerbsbevölkerung in die Langzeitpflege und nicht aus anderen Wirtschaftssektoren in die Beschäftigung brachte. Wir schätzen, dass die Beschäftigung dieser zusätzlichen Arbeitskräfte in der Langzeitpflege sozial effizient ist, wenn die Patienten die von diesen Arbeitskräften geleistete Pflege mit mindestens 25 % des Marktpreises für Pflege bewerten. Wir zeigen konzeptionell, dass im Sinne von Harberger (1971) in einem zweitbesten Gleichgewicht, in dem sich die Arbeitsmärkte auf der Angebotsseite nicht zu perfekt wettbewerbsfähigen Löhnen auflösen, Subventionen für den Gesundheitskonsum zusammen mit dem damit verbundenen moralischen Risiko auf der Nachfrageseite wohlfahrtssteigernd sein können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Arbeitslose in der Grundsicherung erhöhen die Beschäftigungsquote langfristig und unabhängig von der Staatsangehörigkeit (2021)
Zitatform
Haepp, Tobias, Zein Kasrin, Markus Kiesel & Cordula Zabel (2021): Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Arbeitslose in der Grundsicherung erhöhen die Beschäftigungsquote langfristig und unabhängig von der Staatsangehörigkeit. In: IAB-Forum H. 15.12.2021 Nürnberg, 2021-12-13.
Abstract
"Seit Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Jahr 2005 beziehen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit rund doppelt so häufig Leistungen wie solche, die einen deutschen Pass besitzen. Allerdings nehmen sie, mit Ausnahme der Geflüchteten ab 2015, seltener an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik teil. Hier bleiben Potenziale ungenutzt, da Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die schon seit vielen Jahren in Deutschland leben, von diesen Maßnahmen ebenso stark profitieren wie Deutsche oder Geflüchtete." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
First Step and Last Resort: One-Euro-Jobs After the Reform and After the Pandemic? (2021)
Zitatform
Harrer, Tamara & Bastian Stockinger (2021): First Step and Last Resort: One-Euro-Jobs After the Reform and After the Pandemic? In: The social policy blog H. 07.06.2021.
Abstract
"The German job creation programme for unemployed welfare benefit recipients, known as One-Euro-Jobs (OEJs) can be both a “first step” and a “last resort”. Addressing the hardest-to-place unemployed, they are not intended to qualify participants for regular employment, but merely to enable some work-related activity to increase their employability and to stabilize participants’ life situation. Self-sufficient employment is at best a long-term goal. In this context, they are a “first step” as they may trigger subsequent participation in higher-aiming active labour market policy (ALMP) measures, which in turn may support the unemployed in their labour market integration. Their “last resort” nature evolves from the fact that OEJs are strictly subordinate to regular job placement and other ALMP measures. The article re-evaluates OEJs after a major reform in 2012 and tries to disentangle possible channels influencing OEJs’ efficacy." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Welfare Costs of Job Loss and Decarbonization – Evidence from Germany's Coal Phase Out (2021)
Zitatform
Haywood, Luke, Markus Janser & Nicolas Koch (2021): The Welfare Costs of Job Loss and Decarbonization – Evidence from Germany's Coal Phase Out. (IZA discussion paper 14464), Bonn, 53 S.
Abstract
"Decarbonizing economies is an enormous task. Public debate often focuses on the job loss of workers in fossil industries. Why is job loss costly? Who is most affected? Can delaying transition reduce welfare costs? What other policy instruments may be available? We present a simple job search framework that calculates life-time welfare costs of job loss. We apply the model to the archetypical fossil industry - coal mining. Based on the universe of German coal employment biographies, we estimate the model and decompose welfare costs. We find that unemployment is a small factor: Higher wages and job security in coal drive welfare costs. We distinguish welfare costs by age, education and business cycle. High-educated workers aged 31-49 face highest losses. Based on a detailed demographic projection, we estimate that advancing coal exit from 2038 to 2030 increases unmitigated welfare costs by one third. Labor market policy promoting career switches rather than retirement can alleviate these welfare costs: A wage insurance scheme is estimated to reduce welfare losses by 80-99% at reasonable costs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Sozialer Kohleausstieg oder zusätzliche Entschädigung der Industrie?: Das Anpassungsgeld für Kohlebeschäftigte (2021)
Zitatform
Haywood, Luke, Markus Janser & Nicolas Koch (2021): Sozialer Kohleausstieg oder zusätzliche Entschädigung der Industrie? Das Anpassungsgeld für Kohlebeschäftigte. In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Jg. 22, H. 2, S. 130-141., 2021-04-01. DOI:10.1515/pwp-2020-0050
Abstract
"Das im Sommer 2020 beschlossene, staatlich finanzierte Anpassungsgeld soll einen möglichst sozialen Beschäftigungsabbau im Rahmen des Kohleausstiegs unterstützen. Die Analyse aller Erwerbsbiographien im Braunkohlebergbau zeigt, dass die Regelung erhebliche Mitnahmeeffekte verursacht. Braunkohleunternehmen profitieren von deutlichen Einsparungen, da die gängige Praxis betrieblicher Frühverrentungsprogramme nun nicht mehr notwendig ist. Das Anpassungsgeld könnte so auch als zusätzliche Entschädigung für die Industrie betrachtet werden. Mithilfe von Sozialversicherungsdaten aller Beschäftigten zeigen Szenarioanalysen, dass ein starker Beschäftigungsrückgang auch ohne Anpassungsgeld zu erwarten ist: Die Braunkohleindustrie ist von niedrigem Renteneintrittsalter und einer alternden Belegschaft gekennzeichnet. Das Anpassungsgeld wird diesen Prozess allenfalls kurzfristig beschleunigen – und dabei erhebliche staatliche Kosten verursachen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A Firm-Side Perspective on Parental Leave (2021)
Zitatform
Huebener, Mathias, Jonas Jessen, Daniel Kühnle & Michael Oberfichtner (2021): A Firm-Side Perspective on Parental Leave. (IZA discussion paper 14478), Bonn, 51 S.
Abstract
"Motherhood and parental leave interrupt employment relationships, likely imposing costs on firms. We document that mothers who are difficult to replace internally take shorter leave and that their firms hire replacements more often. Introducing more generous parental leave benefits erases the link between mothers' internal replaceability and their leave duration. In firms with few internal substitutes this reduces employment in the short-, but not longer-term. Firms respond by hiring fewer women of childbearing age into occupations where they are difficult to replace internally. Taken together, motherhood and generous parental leave policies burden firms that have few internal substitutes available." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Gender Gap in Earnings Losses after Job Displacement (2021)
Zitatform
Illing, Hannah, Johannes F. Schmieder & Simon Trenkle (2021): The Gender Gap in Earnings Losses after Job Displacement. (NBER working paper 29251), Cambridge, Mass, 51 S. DOI:10.3386/w29251
Abstract
"Existing research has shown that job displacement leads to large and persistent earnings losses for men, but evidence for women is scarce. Using administrative data from Germany, we apply an event study design in combination with propensity score matching and a reweighting technique to directly compare men and women who are displaced from similar jobs and firms. Our results show that after a mass layoff, women’s earnings losses are about 35% higher than men’s, with the gap persisting five years after job displacement. This is partly explained by a higher propensity of women to take up part-time or marginal employment following job loss, but even full-time wage losses are almost 50% (or 5 percentage points) higher for women than for men. We then show that on the household level there is no evidence of an added worker effect, independent of the gender of the job loser. Finally, we document that parenthood magnifies the gender gap sharply: while fathers of young children have smaller earnings losses than men in general, mothers of young children have much larger earnings losses than other women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zugewanderte haben nach einer Massenentlassung schlechtere Arbeitsmarktperspektiven als Einheimische (2021)
Illing, Hannah; Koch, Theresa;Zitatform
Illing, Hannah & Theresa Koch (2021): Zugewanderte haben nach einer Massenentlassung schlechtere Arbeitsmarktperspektiven als Einheimische. In: IAB-Forum H. 04.11.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-11-02.
Abstract
"Massenentlassungen haben für die Betroffenen langfristig negative Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt. Das betrifft sowohl die Verdienstmöglichkeiten als auch die Beschäftigungschancen. Aus verschiedenen Gründen trifft dies für Zugewanderte noch stärker zu als für Einheimische." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Who Suffers the Greatest Loss? Costs of Job Displacement for Migrants and Natives (2021)
Illing, Hannah; Koch, Theresa;Zitatform
Illing, Hannah & Theresa Koch (2021): Who Suffers the Greatest Loss? Costs of Job Displacement for Migrants and Natives. (IAB-Discussion Paper 08/2021), Nürnberg, 63 S.
Abstract
"Wir sind die ersten, die empirische Belege für Unterschiede in den individuellen Kosten des Arbeitsplatzverlustes für Migranten im Vergleich zu Einheimischen in Deutschland liefern. Unter Verwendung von verknüpften Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten für den Zeitraum 1996-2017 berechnen wir die Verdienst-, Lohn- und Beschäftigungsverluste jedes entlassenen Arbeitnehmers nach einer Massenentlassung im Vergleich zu einem nicht-entlassenen Kontrollarbeiter. Wir stellen fest, dass Migranten aufgrund höherer Lohn- und Beschäftigungsverluste wesentlich höhere Einkommensverluste hinnehmen müssen als Einheimische. Unterschiede in den individuellen Merkmalen und die unterschiedliche Selektion nach Branchen und Berufen können den Unterschied bei den Lohnverlusten vollständig erklären, nicht aber die Unterschiede bei der Beschäftigung nach der Entlassung. Entlassene Migranten haben sowohl eine geringere Wahrscheinlichkeit, wieder eingestellt zu werden, als auch weniger Arbeitstage als entlassene Einheimische. In Bezug auf diverse Kanäle zeigen wir, dass i) Migranten sich in schlechtere Betriebe sortieren und ii) die etwas geringere geografische Mobilität von Migranten zwischen den Bundesländern einen Teil ihres geringeren Wiederbeschäftigungserfolgs erklären kann; iii) unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Konkurrenz durch andere Migranten und nicht durch Einheimische negativ zu den Kosten des Arbeitsplatzverlustes von Migranten beiträgt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Gender Gap in Earnings Losses after Job Displacement (2021)
Zitatform
Illing, Hannah, Johannes F. Schmieder & Simon Trenkle (2021): The Gender Gap in Earnings Losses after Job Displacement. (IZA discussion paper 14724), Cambridge, Mass, 51 S., Anhang.
Abstract
"Existing research has shown that job displacement leads to large and persistent earnings losses for men, but evidence for women is scarce. Using administrative data from Germany, we apply an event study design in combination with propensity score matching and a reweighting technique to directly compare men and women who are displaced from similar jobs and firms. Our results show that after a mass layoff, women’s earnings losses are about 35% higher than men’s, with the gap persisting five years after job displacement. This is partly explained by a higher propensity of women to take up part-time or marginal employment following job loss, but even full-time wage losses are almost 50% (or 5 percentage points) higher for women than for men. We then show that on the household level there is no evidence of an added worker effect, independent of the gender of the job loser. Finally, we document that parenthood magnifies the gender gap sharply: while fathers of young children have smaller earnings losses than men in general, mothers of young children have much larger earnings losses than other women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper, 29251
