Berufliche Mobilität
Eine Tätigkeit, die mehr Spaß verspricht, ein höheres Gehalt oder bessere Entwicklungsperspektiven: Es gibt viele Gründe, nicht länger im erlernten oder ausgeübten Beruf tätig zu sein. Nicht immer sind sie jedoch so erfreulich: Auslöser kann auch eine Entlassung sein.
Dieses Themendossier bietet Literaturhinweise zur beruflichen Mobilitätsforschung in Deutschland und in anderen Ländern. Sie erschließt theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse - beispielsweise zu den Fragen: Sind Berufswechsel lohnend? Für wen sind sie mit besonderen Risiken verbunden? Wie gut lassen sich bei einem beruflichen Neustart die bisher erworbenen Qualifikationen verwerten?
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Berufliche Mobilität in Deutschland
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IAB-Projekt
Regional and industrial mobility of workers leaving mature industries (19.08.2014 - 31.12.2016)
Otto, Anne;Projektbeschreibung
In den meisten westlichen europäischen Ländern ist der Schiffbau wegen seiner langfristigen Strukturkrise ein stark schrumpfender Industriezweig. Im Rahmen einer vergleichenden Studie wird die inter-industrielle und regionale Mobilität von Arbeitnehmern, die ihre Beschäftigung im Schiffbau aufgeben mussten, in Schweden und Deutschland untersucht. In jedem Land liegen umfassende Informationen zu den Erwerbsverläufen der Arbeitskräfte aus diesem Industriezweig vor. Außerdem werden nationalen Matrizen, welche die skill-Verbundenheit des Schiffbaus mit anderen Branchen beinhalten, wechselseitig verwendet. Es soll die Frage beantwortet werden, welche Mobilitätsmuster sich positiv auf das Einkommen der Arbeitskräfte nach dem Verlassen des Schiffbaus ausgewirkt haben. Zu diesem Zweck werden der Erwerbsstatus und die Mobilitätsmuster von Arbeitskräften, welche die Schiffbauindustrie verlassen und eine Beschäftigung in anderen Branchen aufgenommen haben, durch deskriptive Verbleibsanalysen untersucht. Darauf aufbauend sollen Regressionsanalysen mit dem Einkommen als zu erklärender Variable darüber Aufschluss geben, ob sich regionale oder überregionale Jobwechsel einkommenssteigernd auswirken und ob der Wechsel in skill-verwandte oder unverbundene Branchen vorteilhaft ist. Beschäftigte, welche innerhalb des Schiffbaus ihre Jobs wechseln, dienen als Referenzgruppe.
Beteiligte aus dem IAB
Otto, Anne; -
IAB-Projekt
Einfluss der beruflichen Mobilität auf die Löhne in Deutschland (01.08.2011 - 31.07.2013)
Weyh, Antje;Projektbeschreibung
In diesem Projekt soll die Beziehung zwischen der beruflichen Mobilität und der Einkommensentwicklung von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Bundesrepublik Deutschland im Zeitraum 1999 bis 2010 untersucht werden. Hierzu wird in einem weiteren Teilschritt auch eine differenzierte Analyse vorgenommen, wobei u.a. zwischen Jobwechslern aus Ost- und Westdeutschland unterschieden wird. Zur Ermittlung der Einkommensdifferenziale zwischen Jobwechslern und Nicht-Jobwechslern wird der Differenzen-in-Differenzen-Ansatz kombiniert mit dem Propensity-Score Matching verwendet.
Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje; -
IAB-Projekt
Berufliche Mobilität von Grundsicherungsempfängern (01.01.2009 - 31.12.2016)
Bethmann, Arne;Projektbeschreibung
Analyse der Determinanten und Folgen der beruflichen Mobilität für ALG2-Empfänger mit den Daten des PASS
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IAB-Projekt
Berufliche Passung und regionale Mobilität (01.06.2006 - 31.12.2009)
Seibert, Holger;Projektbeschreibung
Der Arbeitsmarkt der Bundesrepublik Deutschland ist nach Berufen gegliedert, diese haben im internationalen Vergleich eine weitaus größere Bedeutung als in anderen Ländern. Struktur und Dynamik der regionalen beruflichen Segmentierung sollen im Rahmen des Projekts untersucht werden. Räumliche Inhomogenitäten und Disparitäten auf beruflichen Arbeitsmärkten sollen im Vordergrund der Analysen stehen. Einerseits geht es darum, die Tiefe der Gräben zwischen unterschiedlichen Berufen auszuloten. Andererseits soll untersucht werden, ob die erkennbaren Barrieren beim Berufswechsel im Zeitablauf ansteigen oder abnehmen. Auch geht es darum, ob durch regionale Mobilität berufliche Wechsel vermieden werden können und ob dies eine Strategie ist, Arbeitsmarktpositionen zu sichern.
Theoretische Basis ist ein Segmentationsansatz, der mit Hilfe von (neo)institutionalistischen soziologischen und volkswirtschaftlichen Arbeiten auf eine neue Grundlage zu stellen ist. Dabei soll ein theoretisches Entscheidungsmodell entwickelt werden, dass auf individueller Ebene erklären kann, ob sich Personen eher für einen Berufswechsel oder einen Ortswechsel entscheiden.
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