EU-Freizügigkeit und Zuwanderung aus Süd- und Osteuropa
Die Mehrheit der Deutschen hält die Freizügigkeit, also das Recht auf freie Wahl des Wohnortes und Arbeitsplatzes innerhalb der EU, für eine der größten Errungenschaften der Europäischen Union. Neben den Einwanderern können - angesichts von Fachkräftebedarf und alternder Bevölkerung - auch Wirtschaft und Sozialsysteme der Mitgliedstaaten profitieren. Was wissen wir über Größe, Ziele und Zusammensetzung der Wanderungsströme? Wie steht es um Kosten und Nutzen der Erwerbsmigration in den Zielländern?
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Literaturhinweis
Multiple Prekarisierung – Zur Lebenslage osteuropäischer Migrant*innen in urbanen Sozialräumen: Am Beispiel der beiden Duisburger Stadtteile Hochfeld und Marxloh (2024)
Manolova, Polina; Schlee, Thorsten; Wiese, Lena;Zitatform
Manolova, Polina, Thorsten Schlee & Lena Wiese (2024): Multiple Prekarisierung – Zur Lebenslage osteuropäischer Migrant*innen in urbanen Sozialräumen. Am Beispiel der beiden Duisburger Stadtteile Hochfeld und Marxloh. (IAQ-Report 2024-10), Duisburg ; Essen, 21 S. DOI:10.17185/duepublico/82507
Abstract
"Seit Januar 2014, also mittlerweile mehr als zehn Jahre, gilt die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Personen aus Rumänien und Bulgarien, die sich als ein wichtiger Faktor für das Wachstum ausländischer Beschäftigung in der Bundesrepublik erwiesen hat. Kommunen und ihre Vertretungsorgane problematisieren seither die "Zuwanderung aus Südosteuropa" und bearbeiten sie mit einer Mischung aus Integrations- und Abwehrmaßnahmen, ohne damit die lokalen sozialen Probleme wirksam zu adressieren. Wir argumentieren, dass es sich lohnt, den Blick nicht nur auf die vielfach diskutierten Sicherheitsrisiken und Integrationsdefizite von Migrant*innen zu richten, sondern sich die überlappenden Mechanismen genauer anzusehen, die vor Ort die prekären Lebensverhältnisse dieser Migrant*innengruppe befördern. Das Zusammenspiel von sozialrechtlichem Ausschluss, den Praktiken lokaler Administrationen und einem lokalen Arbeitsmarkt im Graubereich zeichnet ein Bild multipler, Prekarität befördernder Mechanismen, die systematisch die Rechte europäischer Bürger*innen aushöhlen und sie damit in die Position bedürftiger Fremder verweisen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
20 Jahre EU-Osterweiterung: Beschäftigte aus den EU-Beitrittsländern in Deutschland (2024)
Ragnitz, Joachim;Zitatform
Ragnitz, Joachim (2024): 20 Jahre EU-Osterweiterung: Beschäftigte aus den EU-Beitrittsländern in Deutschland. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 31, H. 2, S. 9-12.
Abstract
"Aktuell sind rund 820 000 Arbeitnehmer*innen aus den EU-Beitrittsländern der ersten Runde (2004) in Deutschland tätig; das sind 2,4% aller Beschäftigten hierzulande. Anders als ursprünglich befürchtet wurde, hat dies jedoch nicht zu einer Verdrängung von deutschen Arbeitnehmer*innen am Arbeitsmarkt geführt. Vielmehr sind Personen aus den mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern vor allem in Bereichen tätig, die aufgrund niedriger Löhne oder ungünstiger Arbeitsbedingungen für heimische Arbeitskräfte wenig attraktiv sind. Der Beitrag zur Deckung von Arbeitskräfteengpässen in anspruchsvollen Tätigkeiten ist hingegen recht gering." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Immer mehr Menschen pendeln aus Osteuropa nach Deutschland (2024)
Zitatform
Seibert, Holger (2024): Immer mehr Menschen pendeln aus Osteuropa nach Deutschland. In: IAB-Forum H. 15.04.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240415.01
Abstract
"Menschen, die vom Ausland aus zum Arbeiten nach Deutschland pendeln, sind hierzulande eine kleine, aber wachsende Gruppe von Beschäftigten. Sie kamen bis 2011 hauptsächlich aus Westeuropa. Heute stammen sie dagegen überwiegend aus Osteuropa. Diese sogenannten Grenzpendler*innen unterscheiden sich mit Blick auf die ausgeübten Berufe und das Anforderungsniveau ihrer Tätigkeiten deutlich. Da sie häufig in Engpassberufen arbeiten, sind sie eine wichtige Ressource für den deutschen Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
What Makes Us Move, What Makes Us Stay: The Role of Language and Culture in Intra-EU Mobility (2024)
Sprenger, Ekaterina;Zitatform
Sprenger, Ekaterina (2024): What Makes Us Move, What Makes Us Stay: The Role of Language and Culture in Intra-EU Mobility. In: Journal of International Migration and Integration, Jg. 25, H. 4, S. 1825-1855. DOI:10.1007/s12134-024-01134-z
Abstract
"This article analyses the determinants of international migration flows within the European Union and specifically focuses on the role of cultural and linguistic differences in explaining the size of these flows. For that purpose, a set of indicators of cultural distance is controlled for along with economic, demographic, geographical, political and network variables using data from 28 member states of the EU over the period 1998–2018. Economic factors play an important role in examining migration flows, but economic differentials alone may be insufficient to explain the uneven real-life migration pattern in the EU. The results suggest strong evidence of the importance of linguistic distance in explaining the direction of migration flows across the EU." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Saisonale Beschäftigung in der Landwirtschaft (2024)
Zitatform
(2024): Saisonale Beschäftigung in der Landwirtschaft. (Kurzinfo / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 5 S.
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Zum Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung: Stellungnahme des IAB im Rahmen der Verbändebeteiligung des BMI und BMAS vom 8.3.2023 (2023)
Adunts, Davit ; Kosyakova, Yuliya ; Hauptmann, Andreas ; Konle-Seidl, Regina ; Jaschke, Philipp ; Fendel, Tanja ; Vallizadeh, Ehsan ; Keita, Sekou ; Brücker, Herbert ;Zitatform
Adunts, Davit, Herbert Brücker, Tanja Fendel, Andreas Hauptmann, Philipp Jaschke, Sekou Keita, Regina Konle-Seidl, Yuliya Kosyakova & Ehsan Vallizadeh (2023): Zum Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung. Stellungnahme des IAB im Rahmen der Verbändebeteiligung des BMI und BMAS vom 8.3.2023. (IAB-Stellungnahme 02/2023), Nürnberg, 36 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2302
Abstract
"Das Bundesministerium des Inneren und für Heimat und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung vorgelegt, zu dem das IAB hier Stellung nimmt. Nach Einschätzung des IAB sind vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, des Rückgangs der Wanderungen aus der EU und zunehmenden Engpässen auf den Arbeitsmärkten rund 300.000 bis 350.000 Zuzüge zu Erwerbszwecken aus Drittstaaten volkswirtschaftlich sinnvoll. Das bisherige Einwanderungsrecht wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Der Gesetzentwurf enthält eine Reihe von sinnvollen aber kleineren Maßnahmen, darunter die Senkung der Gehaltsschwellen für die Blaue Karte EU und die Erweiterung der Qualifikationsdefinition des Zielberufs. Allerdings werden diese Maßnahmen die Einwanderung von qualifizierten Arbeitskräften nur sehr begrenzt erweitern, weil an der wesentlichen Hürde, der Gleichwertigkeitsprüfung beruflicher Abschlüsse zu einem deutschen Referenzberuf, festgehalten wird. Auch die Erweiterung der Möglichkeiten der Einreise zur Arbeitsuche durch ein Punktesystem wird voraussichtlich nur begrenzte quantitative Wirkungen entfalten. Größere Effekte sind von dem parallel vorgelegten Entwurf einer Verordnung zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung zu erwarten, die unter anderem den Ersatz der Gleichwertigkeitsprüfung durch Gehaltsschwellen und die Entfristung und Ausdehnung der Westbalkanregelung vorsieht. Auf diesen Entwurf geht das IAB in einer gesonderten Stellungnahme ein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Adunts, Davit ; Kosyakova, Yuliya ; Hauptmann, Andreas ; Konle-Seidl, Regina ; Jaschke, Philipp ; Fendel, Tanja ; Keita, Sekou ; Brücker, Herbert ; -
Literaturhinweis
Zum Entwurf einer Verordnung zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung: Stellungnahme des IAB im Rahmen der Verbändebeteiligung des BMAS und BMI vom 8.3.2023 (2023)
Adunts, Davit ; Konle-Seidl, Regina ; Keita, Sekou ; Vallizadeh, Ehsan ; Brücker, Herbert ; Jaschke, Philipp ; Kosyakova, Yuliya ; Fendel, Tanja ; Hauptmann, Andreas ;Zitatform
Adunts, Davit, Herbert Brücker, Tanja Fendel, Andreas Hauptmann, Philipp Jaschke, Sekou Keita, Regina Konle-Seidl, Yuliya Kosyakova & Ehsan Vallizadeh (2023): Zum Entwurf einer Verordnung zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung. Stellungnahme des IAB im Rahmen der Verbändebeteiligung des BMAS und BMI vom 8.3.2023. (IAB-Stellungnahme 03/2023), Nürnberg, 21 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2303
Abstract
"Der vorliegende Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat begleitet den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung, zu dem das IAB hier Stellung nimmt. Der Verordnungsentwurf enthält viele Einzelmaßnahmen, die unter anderem die Einwanderung von Pflegehilfskräften erleichtern und die Möglichkeiten kurzfristiger kontingentierter Beschäftigung erweitern. Diese Maßnahmen sind sinnvoll, werden aber keine größeren quantitativen Wirkungen entfalten. Relevanter ist die neu geschaffene Möglichkeit der Einwanderung von Personen, die über Berufserfahrung sowie Berufs-und Hochschulabschlüsse verfügen, die im Land des Erwerbs staatlich anerkannt sind, die auch ohne Gleichwertigkeitsprüfung der Abschlüsse einreisen können, sofern das Gehalt 45 Prozent der Betragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung erreicht. Die Höhe der Gehaltsschwelle schließt allerdings Fachkräfte zu Beginn ihrer Erwerbsbiografie weitgehend aus. Allerdings kann bei tarifgebundenen Unternehmen davon abgewichen werden. Sinnvoller wäre gewesen, alle Unternehmen einzubeziehen, sofern der Arbeitsvertrag in Hinblick auf Entlohnung und Arbeitsbedingungen den jeweils geltenden Flächentarifverträgen entspricht. Ferner sieht der Verordnungsentwurf die Entfristung der sogenannten Westbalkanregelung und die Ausweitung des Kontingents auf 50.000 Personen vor. Dies ist vor dem Hintergrund der vorliegenden empirischen Erkenntnisse zu den Wirkungen der Westbalkanregelung volkswirtschaftlich sinnvoll." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Adunts, Davit ; Konle-Seidl, Regina ; Keita, Sekou ; Brücker, Herbert ; Jaschke, Philipp ; Kosyakova, Yuliya ; Fendel, Tanja ; Hauptmann, Andreas ; -
Literaturhinweis
Does It Pay Off? Understanding Subjective Employment Mobility of European Physicians in Germany (2023)
Zitatform
Becker, Regina (2023): Does It Pay Off? Understanding Subjective Employment Mobility of European Physicians in Germany. In: International migration review, Jg. 57, H. 3, S. 1099-1131. DOI:10.1177/01979183221111398
Abstract
"This article investigates the subjective employment mobility, defined as migrants' evaluation of their employment situation before and after migration, of European physicians in Germany. Analyzing different dimensions of occupation (e.g., income, working conditions, use of skills, career opportunities) of physicians who migrated to Germany from within the European Union (i.e., EU physicians), it examines which factors influence physicians' perception of whether migration worsened or improved their employment situation. I argue that the original reasons to migrate (e.g., economic, career-related, or family reasons) and other migration-related factors (e.g., language skills), as well as characteristics of the occupation (e.g., the hierarchical structure), must be considered to understand subjective employment mobility. The analyses are based on original survey data collected among EU physicians in Germany (N = 1,058). Results from OLS regressions show that physicians' original reasons for migration largely matched their subjective employment mobility, suggesting that migration for career reasons and a perceived improvement of use of skills and career opportunities are positively linked while migration for economic reasons positively affected physicians' perception of income and working conditions. Physicians aiming for the highest position perceived their overall employment situation as worse compared to before migration, and the origin region mattered, particularly for physicians from EU Eastern member-states, who were more likely to perceive an improvement in their employment situation. Results further inform understandings of labor-related migration of high-skilled professionals by identifying obstacles and conducive conditions at migration for a group that is often assumed not to face barriers in using migration for professional advancement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wie die Erwerbsintegration von Unionsbürger/innen auch bei schwierigen Voraussetzungen gelingen kann (2023)
Certa, Christiane;Zitatform
Certa, Christiane (2023): Wie die Erwerbsintegration von Unionsbürger/innen auch bei schwierigen Voraussetzungen gelingen kann. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 54, H. 2, S. 26-30.
Abstract
"In Deutschland leben über 5,0 Mio. Unionsbürger/innen (Destatis 2023). Die Beratungspraxis zeigt: Die meisten wollen schnellstmöglich arbeiten und daraus ihren Lebensunterhalt sichern. Viele schaffen das. Anderen gelingt es nicht. Das liegt auch daran, dass viele EU-Bürger/innen von den Angeboten des Regelsystems faktisch nicht profitieren. Während Arbeitgeber/innen weiterhin händeringend nach Arbeitskräften suchen, profitieren Strukturen organisierter Kriminalität. Dabei gibt es längst Erfolgsmodelle." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.)
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Literaturhinweis
Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration: Erteilung von Aufenthaltstiteln an Drittstaatsangehörige: Jahresbericht 2022 (2023)
Graf, Johannes;Zitatform
Graf, Johannes (2023): Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration: Erteilung von Aufenthaltstiteln an Drittstaatsangehörige. Jahresbericht 2022. (Berichtsreihen zu Migration und Integration. Reihe 1: Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration Jahresbericht 2022), Nürnberg, 40 S.
Abstract
"Der Bericht zeigt Entwicklungen im Rahmen der Bildungs- und Erwerbsmigration von Drittstaatsangehörigen nach Deutschland im Jahr 2022. Im Jahr 2022 konnte sich die Bildungs- und Erwerbsmigration nach Deutschland wie bereits im Vorjahr zunehmend von den durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufenen Einbrüchen erholen. Die größten Steigerungen im Vergleich zu 2021 zeigten sich daher v. a. bei Aufenthaltstiteln, die besonders stark durch die pandemiebedingten Einreisebeschränkungen betroffen waren, wie z. B. bei der Westbalkanregelung" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Freizügigkeitsmonitoring: Migration von EU-Staatsangehörigen nach Deutschland: Jahresbericht 2022 (2023)
Graf, Johannes;Zitatform
Graf, Johannes (2023): Freizügigkeitsmonitoring: Migration von EU-Staatsangehörigen nach Deutschland. Jahresbericht 2022. (Berichtsreihen zu Migration und Integration. Reihe 2: Freizügigkeitsmonitoring), Nürnberg, 19 S. DOI:10.48570/bamf.fz.bericht.r2.deutsch.2023.freizueg.jb.2022.1.0
Abstract
"Das Freizügigkeitsmonitoring des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge berichtet über aktuelle Entwicklungen der Zu- und Fortzüge von Unionsbürgern nach bzw. von Deutschland. Hierzu werden entsprechende Auswertungen aus dem bundesweiten Ausländerzentralregister (AZR) vorgenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Tabellen des Jahresberichts 2022 -
Literaturhinweis
Von der negativen zur positiven Integration: Die Entwicklung der europäischen Arbeitsmarktpolitik am Beispiel der Reform der Entsenderichtlinie (2023)
Zitatform
Krings, Torben (2023): Von der negativen zur positiven Integration. Die Entwicklung der europäischen Arbeitsmarktpolitik am Beispiel der Reform der Entsenderichtlinie. In: SWS-Rundschau, Jg. 63, H. 2, S. 143-159.
Abstract
"Dieser Beitrag untersucht, inwieweit die 2018 beschlossene Reform der EU- Entsenderichtlinie für einen Richtungswechsel in der europäischen Arbeitsmarktpolitik steht. Die Ergebnisse legen nahe, dass auf europäischer Ebene wieder vermehrt eine regulative Politik zustande kommt, die auf eine "Wiedereinbettung" von Marktkräften im Sinne der positiven Integration setzt. Entscheidend für das Zustandekommen der Reform waren die Rolle von "institutional entrepreneurs", Interessenkoalitionen auf inter- und supranationaler Ebene sowie ein gesellschaftspolitisches Klima, welches in Richtung Pro-Regulierung umgeschlagen ist. In dieser Hinsicht steht die reformierte Entsenderichtlinie ebenso wie die jüngst beschlossene EU-Mindestlohnrichtlinie für einen Paradigmenwechsel in der europäischen Beschäftigungspolitik, die sich stärker am sozialen Ausgleich im Binnenmarkt orientiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labour market hierarchies between intra-EU migrants: why do mobile workers from the EU-West obtain better jobs and wages than those from the EU-East? (2023)
Zitatform
Leschke, Janine & Silvana Weiss (2023): Labour market hierarchies between intra-EU migrants: why do mobile workers from the EU-West obtain better jobs and wages than those from the EU-East? In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 49, H. 16, S. 4092-4119. DOI:10.1080/1369183X.2023.2207330
Abstract
"This article examines hierarchies of recent intra-EU migrants from EU-West (EU15) and EU-East (New Member States 13) countries in Western European labour markets. We use data from the European Labour Force Survey 2014 special module on migrants and their descendants to analyse how different skill levels, reasons for migration and, concurrently, different job-search strategies shape hierarchies in labour market outcomes as captured by wages and occupational status. Our analyses reveal that recent EU-West migrants have jobs with higher wages and higher occupational status than recent EU-East migrants. The former are more likely to be highly skilled and more often had already found employment before migrating through job ads or direct employer contacts. EU-East migrants, by contrast, are more often medium skilled and found employment after migrating by using social networks. Different skill levels, migration motives and job-finding methods account for differences in wages and occupational status between the two groups. However, even when all of these factors - as well as individual and labour market factors - are controlled for in the regression analyses, labour market hierarchies remain significant, indirectly indicating discrimination. Overall, our results show that free labour mobility creates new hierarchies between mobile EU-West and EU-East workers in Western Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Internal and International Migration in “Schengenland”: Selectivity of the young Spanish migration (2023)
Zitatform
Lopez-Blanco, Jose David (2023): Internal and International Migration in “Schengenland”. Selectivity of the young Spanish migration. (SocArXiv papers), 26 S. DOI:10.31235/osf.io/btxqn
Abstract
"The study of the links between internal and international migration has traditionally been neglected in migration research. This gap is even morestriking in the case of the countries of the European Union, as the policy of free movement and the creation of a common labor market have placed intra-European mobility in a liminal state: neither an unlimited space of free movement nor a classic example of cross-border restrictions.This paper addresses the question of whether - and how - intra-European migration differs from internal migration in terms of migration selectivity. It does so by using comparable micro-level survey data from a representative sample of Spanish graduates and vocational trainees. The results show that internal and intra-European migration are positively selected with respect to education and that the strength of the selection mechanism is similar for them, especially compared to non-European international migration, where positive selection is stronger. They also show that the nature of each resource influences migration decisions, as its transferability or location-specific utility determines which migration path is chosen. Finally, the results also highlight the important role of regional inequality in determining selectivity among migration projects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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International Trade Responses to Labor Market Regulations (2023)
Muñoz, Mathilde;Zitatform
Muñoz, Mathilde (2023): International Trade Responses to Labor Market Regulations. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 31876), Cambridge, Mass, 61 S.
Abstract
"This paper studies how differences in labor market regulations shape countries' comparative advantage in the cross-border provision of labor-intensive services, using administrative data in Europe for the last two decades. I exploit exogenous variation in labor taxes and minimum wages faced by exporting firms engaged in a large European trade program. Firms from different countries compete to supply the same physical service in the same location but their employees are subject to different payroll taxes and minimum wages. These rules varied across countries, sectors, and over time. Reduced-form country case-studies as well as model-implied gravity estimates show evidence of large trade responses to lower labor taxes and minimum wages, with an elasticity that is around one. The Bolkestein directive, by exempting foreign firms from all labor regulations in the destination country, would have doubled exports of physical services from Eastern European countries, rationalizing the wave of protests in high-wage countries that led to the withdrawal of the proposal." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Examining labour market hierarchies in Slovakia from the perspective of intra-EU migration and return (2023)
Zitatform
Mýtna Kureková, Lucia & Zuzana Zilincíková (2023): Examining labour market hierarchies in Slovakia from the perspective of intra-EU migration and return. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 49, H. 16, S. 4140-4168. DOI:10.1080/1369183X.2023.2207338
Abstract
"This paper applies the concept of hierarchised mobility to study return migration in Slovakia in the context of the country's EU accession. The analysis is based on the national Labour Force Survey dataset, covering a decade of labour migration and return between the 2008/2009 financial crisis and the Covid pandemic, concentrating in particular on the short-term labour market outcomes for less skilled return migrants. It is found that even under improved economic conditions, patterns of labour mobility set in the aftermath of the EU's Eastern enlargement continued to persist, together with structural inequalities in the Slovak labour market. Returnees in Slovakia face a markedly higher unemployment rate relative to stayers, and are less likely to be self-employed shortly after their return to Slovakia, compared to stayers or migrants. Returnees were also more exposed to instability in their jobs than migrants and stayers. From this perspective, return migration itself is a reflection of hierarchised mobility, as returnees clearly occupy the least stable jobs, and are the most exposed to instability in their employment. It appears that migration patterns from and to Slovakia are ingrained within the broader functioning of the European labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Personenfreizügigkeit im gemeinsamen Markt und ihre Auswirkungen im Herkunftsland – Win-win-Situation oder Abhängigkeit? (2023)
Zitatform
Seeliger, Martin, Christof Roos & Max Nagel (2023): Personenfreizügigkeit im gemeinsamen Markt und ihre Auswirkungen im Herkunftsland – Win-win-Situation oder Abhängigkeit? In: Leviathan, Jg. 51, H. 3, S. 396-422. DOI:10.5771/0340-0425-2023-3-396
Abstract
"Der Aufenthaltsort von Menschen hat einen grundlegenden Einfluss auf deren Lebenschancen. Vor diesem Hintergrund stehen Prozesse internationaler Migration im Zentrum des sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Interesses. Während mit der Migrationsethik und der neoklassischen Ökonomie weite Teile zweier Disziplinen mit der Auseinandersetzung mit Wanderungsprozessen eine liberal-individualistische Engführung verfolgen, versäumen sie es, Folgen der Auswanderung in den Herkunftsländern in den Blick zu nehmen. Am Beispiel der Personenfreizügigkeit in der Europäischen Union weisen wir nach, dass eine solche Engführung Effekte der Emigration in den Herkunftsländern vernachlässigt. Demgegenüber empfehlen wir eine dependenztheoretisch informierte Perspektive, die Migration als ein Phänomen betrachtet, das Herkunfts- und Aufnahmeländer sowie die Migrierenden gleichermaßen betrifft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Report on mobile seasonal workers and intra-EU labor mobility (2023)
Siöland, Linus; Aouati, Olivia; Hassan, Emmanuel; Viñuales, Clara; Markowska, Agnieszka; Gasperini, Michela; Geraci, Matthew;Zitatform
Siöland, Linus, Emmanuel Hassan, Matthew Geraci, Michela Gasperini, Clara Viñuales, Agnieszka Markowska & Olivia Aouati (2023): Report on mobile seasonal workers and intra-EU labor mobility. Luxemburg, 51 S. DOI:10.2767/093005
Abstract
"Mobile seasonal workers play an important role in the European labor market by increasing the supply of labor in times of the year when there is more work than the domestic market can supply workers for. This allows sectors that are marked by strong seasonality – notably agriculture, hospitality and tourism – to bolster their staff with workers from another country if they are not able to allocate all their work using only domestic applicants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labour market hierarchies within and beyond the EU: Poland's politics of migration (2023)
Zitatform
Szelewa, Dorota & Michal Polakowski (2023): Labour market hierarchies within and beyond the EU: Poland's politics of migration. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 49, H. 16, S. 4120-4139. DOI:10.1080/1369183X.2023.2207331
Abstract
"This article shows how the hierarchised nature of the EU mobility regime is underpinned by member states' policies in a major country of emigration such as Poland. Drawing on historical institutionalism, this paper documents the path-dependent approach regarding policies that have contributed to the outflow of Polish workers and simultaneously to meet the demand for labour at home. While concerns about the consequences of emigration were raised already in 2005, Polish governments have kept defending the EU policies that underpin this outflow and its hierarchised nature. Rather than to improve the rights of Polish mobile workers, Polish governments have defended companies' rights to use "wage competitiveness" as a method of increasing mobility. In response to the increasing demand in the domestic labour market, governments first tried return campaigns, but they have since turned to importing labour, especially from Ukraine. In this way, the policies of the Polish state have helped reaffirm the hierarchised nature of the EU mobility regime by exporting workers to be subjected to poor conditions abroad while importing Ukrainian workers to experience poor conditions at home. Thus, Poland occupies an unusual place in the "migration chain", being, simultaneously, a source of as well as a destination for migrant workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ausländische Arbeitskräfte am deutschen Arbeitsmarkt (2023)
Zitatform
(2023): Ausländische Arbeitskräfte am deutschen Arbeitsmarkt. (Berichte: Arbeitsmarkt kompakt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 15 S.
Abstract
"Der demografische Wandel ist in Deutschland längst angekommen. Qualifizierte Zuwanderung ist neben der Hebung weiterer inländischer Potenziale entscheidend zur mittel- und langfristigen Sicherung der Fachkräftebasis. Im zweiten Corona-Jahr 2021 sind rund 329.000 Personen mehr nach Deutschland zugezogen als aus Deutschland fortgezogen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem es rund 220.000 mehr Zu- als Fortzüge gab, fiel der Wanderungsüberschuss 2021 damit deutlich höher aus. Für das Jahr 2022 zeigt sich eine deutlich höhere Zu- und Abwanderung als in den beiden Vorjahren. 14 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und 36 Prozent der Arbeitslosen in Deutschland haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Im Vergleich zu Ausländern aus der EU und dem Westbalkan haben übrige Drittstaatsangehörige (ohne Asyl 8 und Ukraine) eine geringere Beschäftigungsquote und höhere Arbeitslosenquote. Ausländische Beschäftigte haben im Jahr 2022 gut zwei Drittel zum Beschäftigungszuwachs in Deutschland beigetragen. Im Durchschnitt gehen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus der Europäischen Union und dem Westbalkan im Vergleich zu übrigen Drittstaatsangehörigen Tätigkeiten mit einem geringeren Anforderungsniveau nach. Drittstaatsangehörige (ohne Asyl 8, Westbalkan und Ukraine) erzielten 2021 mit gut 3.200 Euro im Vergleich zu EU-Ausländern (2.600 Euro) ein deutlich höheres mittleres Entgelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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