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Dossier

Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung

Wer einen Ausbildungsplatz sucht, braucht einen möglichst guten Schulabschluss. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist wiederum ein entscheidender Faktor für die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Viele Jugendliche scheitern jedoch an den beiden Hürden Schulabschluss und Ausbildungsplatzsuche. Neben leistungsschwächeren Jugendlichen sind vor allem sozial Benachteiligte betroffen. Dieses Themendossier präsentiert mit Hinweisen auf Forschungsprojekte sowie weiteren relevanten Internetquellen wissenschaftliche Befunde und Diskussionen zur Übergangsproblematik an der 1. und 2. Schwelle sowie politischen Förderstrategien zur Verbesserung der Einmündung in Ausbildung und Beschäftigung.

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im Aspekt "Bundesrepublik Deutschland"
  • IAB-Projekt

    Der Prozess der Plazierung junger Menschen im Erwerbssystem (01.10.1996 - 31.01.2003)

    Dietrich, Hans; Bender, Stefan;

    Projektbeschreibung

    Obgleich die Phasen schulischer Bildung und der beruflichen Ausbildung zentrale Statussequenzen im Einmündungsprozeß junger Menschen in das Erwerbsleben darstellen, verdichten sich die Befunde, wonach einstmals als typisch betrachtete, weitgehend institutionalisierte Einmündungsprozesse in das Erwerbsleben zunehmend durch weniger systematisch strukturierte Abfolgen von Bildungs-, Ausbildungs-, Erwerbs- und sonstigen Statusphasen abgelöst werden.
    Nicht zuletzt nachhaltige Probleme von Jugendlichen bei der Einmündung in die berufliche Ausbildung sowie in die Erwerbstätigkeit machen es erforderlich, eine Übergangsbetrachtung, die am "Schwellenmodell des IAB" (vgl. Mertens/Parmentier 1988: 467 ff.; Brinkmann/Schober 1988: 703 ff.) ausgerichtet ist, sukzessive durch panelanalytische bzw. verlaufsorientierte Ansätze zu ersetzen (zu früheren Vorarbeiten im IAB vgl. Saterdag; Stegmann 1988: 609 ff.; Hofbauer 1988: 647 ff.).
    Im Rahmen der globalen Systematisierung der Bildungs- und Ausbildungswege und der eindeutig terminierbaren Schwellen bleiben die vielfältigen Übergangsprozesse vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem weitgehend unberücksichtigt. Erst allmählich wurde begonnen, die vielfach verschlungenen Verläufe zwischen schulischen Bildungsgängen, beruflicher Ausbildung, Erwerbstätigkeit und unterschiedliche Phasen der Nichterwerbstätigkeit konzeptionell zu fassen. Somit fand die analytische Frage nach 'Mustern der Mehrfachqualifikation' ebenso Beachtung wie 'Warteschleifen' und 'unterbrochene Ausbildungs- und Erwerbsverläufe' (Parmentier; Schober; Tessaring 1995:9). Mit der Bildungsgesamtrechnung wird versucht, das Aufkommen der Stromgrößen detailliert zu erfassen (vgl. Tessaring 1993). Gleichwohl ergeben die auf Aggregatgrößen basierenden Analysen keine Hinweise auf die Ausgestaltung individueller biographischer Verläufe. Erst im Rahmen von Verlaufsanalysen lassen sich Informationen über die individuellen Einmündungsprozesse, die Effekte der dabei involvierten Institutionen (wie Familie, peer-group, Schule oder Berufsberatung) berücksichtigen und Hinweise auf erfolgreiche bzw. problematische Übergänge gewinnen.
    Wie bereits ausgeführt (Bender u.a. 1996), umfaßt die Beschäftigtenstatistik und demzufolge auch die IABS jedoch nur Informationen über sozialversicherungspflichtige Erwerbsphasen, Phasen von Leistungsbezug durch die BA sowie bei der neuen - in Arbeit befindlichen - IABS (IAB-Projekt 6-487) von der BA geförderte FuU-Maßnahmen. Daher sind auch mit der IABS lediglich eingeschränkte Fragestellungen zu bearbeiten (vgl. o.g. Literatur). Insbesondere mit Blick auf den Einmündungsprozeß Jugendlicher ist demzufolge eine spezifische Datengrundlage erforderlich, da folgenden Fragen nachgegangen werden sollen:
    In welchem Umfang lassen sich normalbiographische Muster des Übergangs von der Schule in das Erwerbssystem aufzeigen bzw. welche qualitative und quantitative Bedeutung kommen neuen Plazierungsmustern zu? Lassen sich dabei Veränderungen in der Kohortenabfolge beobachten; welchen Einfluß haben konjunkturelle und sonstige Ausbildungs- und Arbeitsmarkteffekte (Periodeneffekte) auf den Einmündungsprozeß? Welche Unterschiede nach Geschlecht, Alter oder Bildung sind dabei zu beachten? Welche beruflichen Handlungs- und Lebensentwürfe liegen den Bildungs- und Ausbildungsentscheidungen Jugendlicher zugrunde? Wie gelangen Jugendliche zu konkreten Berufswahlentscheidungen bzw. dazu, eine Entscheidung für eine konkrete Erwerbstätigkeit zu treffen?
    Welche Bedeutung kommt den Institutionen der schulischen und beruflichen Bildung zu? Welche Konsequenzen entstehen aus ihrer Veränderung oder Neuentstehung für den Plazierungprozeß? Inwieweit verändern sich damit auch die Bedingungen auf dem "Ausbildungsmarkt"? Welchen Einfluß haben Bezugspersonen und Beratungsinstanzen auf die Ausbildungs- und Berufswahl bzw. den beruflichen Integrationsprozeß? Welche Akzeptanz erfahren dabei die Beratungs- und Vermittlungsdienste der BA, wenn das Beratungsangebot für diese Zielgruppe ausgeweitet und kommerzialisiert wird? Kooperationspartner für die o.g. Studie ist Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin (MPIfP). Das MPIfB hat in den letzten Jahren die Lebensverlaufsforschung mittels Retrospektivbefragungen in den deutschen Sozialwissenschaften mitbegründet. Es liegen eine große Anzahl von Forschungsergebnissen dazu vor.

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietrich, Hans;
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  • IAB-Projekt

    Bildungsgesamtrechnung (BGR) (01.01.1984 - 31.12.2010)

    Projektbeschreibung

    Wie in allen hoch entwickelten Industrienationen werden der Stand und die Dynamik des Humankapitals auch für Deutschland zu einem immer entscheidenderen Wirtschaftsfaktor. Deshalb kommt dem Wissen um die Struktur und die Veränderungen des Bildungs- und Ausbildungswesens sowie dessen Bezüge zum Arbeitsmarkt ein hoher Stellenwert zu. Das Berichtssystem der Bildungsgesamtrechnung (BGR) versucht, hierzu einen Beitrag zu leisten. Die BGR dokumentiert nicht nur die quantitativen Veränderungen von Personenbeständen verschiedener Ausbildungs- und Erwerbsstationen, sondern versucht insbesondere die diese Veränderungen verursachenden Bewegungen (Zu- und Abgänge) transparent zu machen.
    Für das alte Bundesgebiet (BGR-West) liegen nunmehr nach Alter und Geschlecht differenzierte Bestandszahlen für den Zeitraum von 1975 bis 2000 und Übergangsschätzungen bis 2000 vor. Die deutsche Wiedervereinigung machte eine Erweiterung der BGR notwendig. Der Übergang von der zentral gelenkten Planwirtschaft der ehemaligen DDR zur sozialen Marktwirtschaft vollzog sich umbruchartig und erfasste nicht zuletzt auch die Bereiche Bildung und Beschäftigung in den neuen Bundesländern. Da aber Qualifizierungsprozesse sowohl von der Entstehungs- als auch der Verwendungsseite her langfristiger Natur sind, galt es mit der Erweiterung der BGR nicht erst ab dem Wendepunkt 1989/1990 zu beginnen. Für den Zeitraum zwischen 1980 und 1989 wurde deshalb eine BGR für die ehemalige DDR aufgebaut. Erst ab 1991 konnten die beiden bislang noch getrennten Berechnungen für das frühere Bundesgebiet und das Beitrittsgebiet in ein einheitliches Berichtssystem integriert werden. Ab 1992 liegen die Bestands- und Übergangsergebnisse in gleicher Detailtiefe auch für die neuen Bundesländer vor. Eine Erweiterung um Längsschnittanalysen der Qualifikationsstruktur der Bevölkerung wurde realisiert. Außerdem wurden mehrere Revisionen der Erwerbstätigenzahlen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zurück bis 1991 in der BGR berücksichtigt, was umfangreiche Rückrechnungen mit sich brachte.
    Ab dem Jahr 2001 soll die BGR nur noch für Gesamtdeutschland jährlich aktualisiert werden.
    Die bisherigen Analyseschwerpunkte der BGR:
    - Analysen der demographischen Entwicklung, der Bildungsbeteiligung und des Übergangsverhaltens an der "ersten" und "zweiten" Schwelle;
    - Determinanten der veränderten Bildungsnachfrage;
    - Langfristige Entwicklung des qualifikationsspezifischen Arbeitskräfteangebots.

    Beteiligte aus dem IAB

    Hummel, Markus;
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