Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf
Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.
- Ergebnisse und Projekte aus dem IAB
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Ausbildung, Rehabilitationsmaßnahmen
- Politik und Rechtsprechung für behinderte Menschen
- Rehabilitationseinrichtungen
- Berufsvorbereitung, Berufsberatung, Berufswahl
- Studium
- Berufsausbildung, Berufseinmündung
- Fortbildung und Umschulung
- betriebliche Rehabilitation
- Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
- Erfolgskontrolle, Kosten-Nutzen-Aspekte
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Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen
- Arbeitsmarktpolitik, Inklusion, Persönliches Budget
- Beschäftigungsentwicklung
- Arbeitslosigkeit
- Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen
- Beschäftigung in alternativen Einrichtungen, Selbsthilfefirmen
- Berufliche Selbständigkeit
- Hochqualifizierte behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt
- Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt
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Berufsleben und Arbeitswelt behinderter Menschen
- Personalpolitik, Arbeitgebereinstellungen, finanzielle Einstellungsanreize
- Eingliederungshilfe, BEM, Arbeitsassistenz, Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsplatzsicherung
- Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, technische Arbeitshilfen, Arbeitszeit
- Berufsverlauf, Berufserfolg
- Berufsstruktur, Einzelberufe
- Arbeitszufriedenheit
- Lohn, Einkommen
- Behinderungsart
- Alter
- Geografischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
(Echte) Alternativen zur Werkstatt?!: Studienergebnisse zur Umsetzung der Budgets für Arbeit und Ausbildung (2024)
Mattern, Lea; Rambausek-Haß, Tonia;Zitatform
Mattern, Lea & Tonia Rambausek-Haß (2024): (Echte) Alternativen zur Werkstatt?! Studienergebnisse zur Umsetzung der Budgets für Arbeit und Ausbildung. In: Impulse H. 99, S. 10-18.
Abstract
"Im Rahmen der Jahrestagung der BAG UB 2023 führten Dr. Tonia Rambausek-Haß und Lea Mattern, beide Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Humboldt-Universität zu Berlin, gemeinsam mit Tobias Mathlouthi, einem Auszubildenden im Budget für Ausbildung, und dessen Jobcoachin, Gabi Kaufmann, einen Workshop zu den beiden Budgets für Arbeit und Ausbildung durch. In diesem Beitrag geht es zunächst um die im Workshop vorgestellten Studienergebnisse zur Umsetzung beider Budgets, um im Anschluss kurz auf die Workshopdiskussion einzugehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsplatzverluste bei Menschen mit Schwerbehinderung während der Covid-19-Pandemie (2024)
Zitatform
Paul, Karsten Ingmar & Alfons Hollederer (2024): Arbeitsplatzverluste bei Menschen mit Schwerbehinderung während der Covid-19-Pandemie. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 77, H. 3, S. 201-209. DOI:10.5771/0342-300X-2024-3-201
Abstract
"Von sozialer Ungleichheit sind Menschen mit Behinderungen in vielerlei Hinsicht besonders stark betroffen. Mit sozial- und arbeitsmarktpolitischen Mitteln wird seit langem versucht, den Nachteilen entgegenzuwirken, mit denen sie konfrontiert sind. Trotzdem ist unumstritten, dass dieser Personenkreis nach wie vor eine besonders vulnerable Gruppe ist. Während der Covid-19-Pandemie verschärften sich die Gefährdungslagen für Menschen mit Behinderungen nicht nur in Bezug auf ihre Gesundheit, möglicherweise trugen sie auch ein höheres Risiko, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Die Studie, über die in diesem Beitrag berichtet wird, hat genauer untersucht, ob das der Fall war und welche Faktoren dabei wirksam waren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Exclusionary Logics: Constructing Disability and Disadvantaging Disabled Academics in the Neoliberal University (2024)
Remnant, Jennifer ; Sang, Katherine ; Calvard, Tom; Babajide, Olugbenga (Abraham); Richards, James ;Zitatform
Remnant, Jennifer, Katherine Sang, Tom Calvard, James Richards & Olugbenga (Abraham) Babajide (2024): Exclusionary Logics: Constructing Disability and Disadvantaging Disabled Academics in the Neoliberal University. In: Sociology, Jg. 58, H. 1, S. 23-44. DOI:10.1177/00380385231162570
Abstract
"Contemporary academia features managerialism and neoliberal thinking, consequent of an increasingly dominant market logic. This article draws on interviews with disabled academics, line managers, human resources professionals, estates staff, health and safety staff, and trade union representatives, alongside university policy documents, to discuss the impact of this logic on the experiences of disabled academics. Understandings of disability across professional groups were divorced from institutional rhetoric of Equality, Diversity and Inclusion, aligning more clearly with market logic, manifest in performance management and idealised notions of academic work. Unlike students, disabled academics are required to navigate hostile policies and procedures. Their diagnoses are used in points of dispute relating to performance, or as an obstruction to dismissal tolerated out of legal obligation. This article illustrates the need for a change in university institutional logics to undo the damaging limitations of following market models of education." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reformbedarf: Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen - Teil 1 (2024)
Seeland, Antonia;Zitatform
Seeland, Antonia (2024): Reformbedarf: Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen - Teil 1. In: Gute Arbeit, Jg. 36, H. 4, S. 35-39.
Abstract
"Für Menschen mit Behinderung ist es besonders schwer, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Eindringlich bestätigen das die überdurchschnittliche und steigende Dauer der Arbeitslosigkeit und die Tatsache, dass fast die Hälfte der arbeitslosen Menschen mit Behinderungen langzeitarbeitslos sind. Bisherige Maßnahmen greifen offenbar nicht ausreichend und die Abgangsrate aus der Arbeitslosigkeit stagniert bei 3,2 %. Damit haben Menschen ohne Behinderung eine doppelt so hohe Chance einen neuen Arbeitsplatz zu finden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Reformbedarf: Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen - Teil 2 (2024)
Seeland, Antonia;Zitatform
Seeland, Antonia (2024): Reformbedarf: Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen - Teil 2. In: Gute Arbeit, Jg. 36, H. 5, S. 36-39.
Abstract
"Menschen mit Behinderungen fassen nur schwer im ersten Arbeitsmarkt Fuß. Ansätze und Handlungsbedarfe zur Förderung der Barrierefreiheit und Inklusion, nicht nur im Arbeitsleben, zeigte eine Fachtagung auf. Im 2. Teil des Beitrags geht es um die Schwerbehindertenvertretung und die betrieblichen Interessenvertretungen: Sie haben Optionen zur Teilhabegestaltung." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Und „das Arbeitsamt hat halt gesagt …“: Komplexe Akteure als Dispositivelemente in Erwerbsbiographien von Menschen mit Behinderungen (2024)
Zitatform
Waldschmidt, Anne, Fabian Rombach, Sarah Karim & Lisa Prior (2024): Und „das Arbeitsamt hat halt gesagt …“: Komplexe Akteure als Dispositivelemente in Erwerbsbiographien von Menschen mit Behinderungen. In: Soziale Probleme, H. 2, S. 202-220. DOI:10.3262/sp2402202
Abstract
"Bei der Bearbeitung des sozialen Problems Behinderung hat die Teilhabe an Arbeit und Beschäftigung einen hohen Stellenwert. Entsprechend sind Dispositive der Erwerbsarbeit und Behinderung eng miteinander verkoppelt. Vor allem die staatliche Arbeitsverwaltung stellt ein strukturell machtvolles Dispositivelement dar. Auf dieser Folie untersucht der Beitrag, welche Erfahrungen behinderte Menschen mit der Bundesagentur für Arbeit machen. Im Ergebnis zeigt die Analyse qualitativ-empirischer Interviews, dass die Bundesagentur als komplexer Akteur individuelle Zugänge zum Arbeitsmarkt ermöglicht oder blockiert. Auf die disponierende Praxis der Behörde reagieren die interviewten Personen ihrerseits sowohl mitwirkend als auch widerständig. Mehrheitlich präsentieren sie sich als selbsttätige Subjekte, die an (Erwerbs-)Arbeit teilnehmen wollen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Centaurus Verlag & Media)
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Literaturhinweis
Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Eine qualitative Befragung zu Wünschen und Erfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung (2024)
Zitatform
Weißmann, Regina & Joachim Thomas (2024): Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Eine qualitative Befragung zu Wünschen und Erfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung. In: P. Schlögl, A. Barabasch & J. Bock-Schappelwein (Hrsg.) (2024): Krise und Nachhaltigkeit - Herausforderungen für berufliche Bildung. Beiträge zur 8. Berufsbildungsforschungskonferenz (BBFK), S. 175-186. DOI:10.3278/I76713W015
Abstract
"Teilhabe am Arbeitsleben gilt als einer der wichtigsten Grundbausteine für gesellschaftliche Partizipation und soziale Inklusion. In Deutschland existieren verschiedene Instrumente und Konzepte (z. B. das bundesweit etablierte Budget für Arbeit), um Menschen mit Behinderung den Übergang von Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ausgehend von der bisher geringen Inanspruchnahme dieser Möglichkeiten beschreibt der vorliegende Beitrag die Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie zu Wünschen und Erfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung bezüglich einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Hierfür wurden 31 Menschen mit geistiger Behinderung - sowohl mit als auch ohne Übergangserfahrung - einbezogen. Aus dem Interviewmaterial wurden sechs Schwerpunktthemen identifiziert, aus denen sich Implikationen und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Übergängen in den allgemeinen Arbeitsmarkt ableiten lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aktuelle Entwicklungen bei der Reform der WfbM (2024)
Zitatform
(2024): Aktuelle Entwicklungen bei der Reform der WfbM. In: Die Rehabilitation, Jg. 63, H. 03, S. 144-145. DOI:10.1055/a-2319-6873
Abstract
"Das deutsche System der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) steht seit langer Zeit in der Kritik. Anstoß wird insbesondere an fehlenden Arbeitnehmerrechten, der geringfügigen Entlohnung sowie an der Abschottung der Beschäftigten und niedrigen Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt genommen. Die Forderung nach Reformierung der Strukturen nahm mit der Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention durch Deutschland im Jahr 2009 zusätzliche Fahrt auf. Gemäß Artikel 27 der Konvention haben Menschen mit Behinderungen „das Recht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei gewählt oder angenommen wird.“" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM): Entgeltsystematik und Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt (2024)
Zitatform
(2024): Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Entgeltsystematik und Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt. (Sachstand / Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste), Berlin, 15 S.
Abstract
"In der folgenden Arbeit soll auf ausgewählte Aspekte zu Werkstätten für behinderte Menschen eingegangen werden. Dabei sollen hier insbesondere Fragen zu den Aufgaben der Werkstatt für behinderte Menschen, zur Entgeltsystematik, zum Verhältnis von Einkommen aus der Arbeit in der Werkstatt für behinderte Menschen und Sozialleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts sowie zum Wechsel von einer Tätigkeit in einer entsprechenden Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt näher betrachtet werden. Schließlich werden ausgewählte statistische Angaben, etwa zur Anzahl von in Deutschland bestehenden Werkstätten für behinderte Menschen und den hier Beschäftigten, dargestellt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aktueller Stand der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Wissenschaft und Forschung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU (2024)
Zitatform
(2024): Aktueller Stand der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Wissenschaft und Forschung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/12232 (08.07.2024)), Berlin, 13 S.
Abstract
[insgesamt 38 Einzelfragen] "Vorbemerkung der Fragesteller: „Wir wollen mehr als nur dabei sein! Menschen mit Behinderung und ihr Recht auf Teilhabe“, unter diesem Motto veranstalteten die Lebenshilfe Deutschland und die Universität Darmstadt im Jahr 2003 erstmals in Deutschland einen Kongress für die Forschung zu Inklusion und der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Wissenschaft (...). Sechs Jahre später ratifizierte der Deutsche Bundestag die UN-Behindertenrechtskonvention (...). Damit verpflichtete sich der Bund unter anderem dazu, Informationen und Daten zur Teilhabe zu sammeln sowie die empirische Teilhabeforschung oder inklusive Forschung in dem Gebiet zu fördern. Seitdem etablierte sich die Teilhabeforschung als Forschungsgebiet im deutschsprachigen Raum und entwickelte sich kontinuierlich weiter. Die unionsgeführte Bundesregierung veröffentlichte vor diesem Hintergrund mehrere Teilhabeberichte über die Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen und initiierte eine Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Betroffenen (...). In ihrem im November 2021 geschlossenen Koalitionsvertrag zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP setzt sich die aktuelle Bundesregierung das Ziel, die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt inklusiver zu gestalten. Vor diesem Hintergrund kündigt sie innerhalb der Wissenschaft und Forschung Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und den Ausbau von Teilhabeangeboten an (...). Auch die Bundesregierung selbst muss aus Sicht der Fragesteller im Hinblick auf ihre Aufsichtsgremien und wesentlichen Gremien Rechenschaft gegenüber Menschen mit Behinderungen ablegen und eine Vorbildfunktion einnehmen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist in 114 Aufsichtsgremien vertreten. In diesem Rahmen hat die Bundesregierung die Möglichkeit, richtungweisend und inklusiv ihre personelle Vertretung zu entsenden und auf einen inklusiven Arbeitsmarkt und die Teilhabe im Wissenschaftssystem hinzuwirken. " (Textauszug, Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
Weiterführende Informationen
Dokumentation des zugehörigen parlamentarischen Vorgangs -
Literaturhinweis
Forschen mit Sehbehinderung: Die Herausforderungen bleiben groß (Serie "Inklusion - eine Herausforderung für Wissenschaft und Praxis") (2023)
Zitatform
Abend, Sonja (2023): Forschen mit Sehbehinderung: Die Herausforderungen bleiben groß (Serie "Inklusion - eine Herausforderung für Wissenschaft und Praxis"). In: IAB-Forum H. 13.06.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230613.01
Abstract
"Forschungseinrichtungen können ähnlich wie Unternehmen von divers zusammengesetzten Teams profitieren. Dies gilt auch und gerade für Menschen mit Behinderung. Technische Arbeitshilfen erleichtern heute die Inklusion in Bildungssystem und Arbeitsmarkt zwar erheblich. Dennoch bedarf es etwa in der Wissenschaft zusätzlicher Anstrengungen, nicht zuletzt finanzieller Art, um tatsächlich gleiche Zugangs- und Teilhabechancen zu gewährleisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dekolonialisierung des Wissens: Eine partizipative Studie zu Diskriminierung und Teilhabe an Erwerbsarbeit von BIPoC mit Behinderungserfahrungen (2023)
Zitatform
Afeworki Abay, Robel (2023): Dekolonialisierung des Wissens: Eine partizipative Studie zu Diskriminierung und Teilhabe an Erwerbsarbeit von BIPoC mit Behinderungserfahrungen. Bielefeld: Transcript Verlag, 342 S. DOI:10.18452/27507
Abstract
"Die voranschreitende Geopolitik geht mit komplexen Formen epistemischer Gewalt eurozentristischer Wissensordnungen einher. Diese zeigt sich auch in der Weitertradierung komplexitätsreduzierender Wissensproduktion sowohl über Behinderung als auch über Migration/Flucht: Es wird wiederholt über die Betroffenen, statt mit ihnen gesprochen. Robel Afeworki Abay widmet sich der Diskriminierung und Teilhabe an Erwerbsarbeit von BIPoC mit Behinderungserfahrungen und beleuchtet aus postkolonialen und intersektionalen Perspektiven die Zugangsbarrieren und Bewältigungsressourcen der Betroffenen. In seiner partizipativen Studie legt er dar, dass epistemische Gewalt hierbei als konstitutiver Bestandteil der Kolonialität des Wissens fungiert." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Langzeitarchivierung Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktsituation von Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (2023)
Auer, Eva;Zitatform
Auer, Eva (2023): Zur Arbeitsmarktsituation von Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen. (AMS-Spezialthema zum Arbeitsmarkt / Arbeitsmarktservice Österreich), Wien, 6 S.
Abstract
"Im Jahr 2022 waren insgesamt 76.653 Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen, 15.611 bzw. 16,9% weniger als im Jahresdurchschnitt 2021. Auch im Vergleich zum Jahr 2019 ging die Zahl der Personen mit Beeinträchtigungen mit minus 10,6% deutlich zurück. Rund 18% der vorgemerkten Personen hatten eine Behinderung gemäß Behinderteneinstellungsgesetz oder Landesbehindertengesetz bzw. einen Behindertenpass. Die restlichen 82% der arbeitslos Vorgemerkten bzw. Schulungsteilnehmer_innen mit gesundheitlichen Problemen erbrachten den Nachweis der eingeschränkten Vermittelbarkeit durch ein (fach)ärztliches Gutachten. „Erfreulicherweise konnte auch die Gruppe der arbeitssuchenden Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen von der guten Konjunktur des Jahres 2022 profitieren. Trotzdem bleibt die Jobsuche für Betroffene alles andere als einfach. Das zeigt sich daran, dass sie im Schnitt fast doppelt so lange einen Job suchen. Unternehmen mit Personalbedarf kann ich – insbesondere in dieser Arbeitsmarktlage – dringend empfehlen, bewusst auch in dieser Personengruppe ihre nächsten Mitarbeiter_innen zu suchen.“ so Johannes Kopf, Vorstandsmitglied." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Predicting stable employment trajectories among young people with disabilities (2023)
Zitatform
Ballo, Jannike Gottschalk & Andreea Ioana Alecu (2023): Predicting stable employment trajectories among young people with disabilities. In: Journal of education and work, Jg. 36, H. 6, S. 408-425. DOI:10.1080/13639080.2023.2254271
Abstract
"Research aiming to explain disabled people's inequalities in the labour market has primarily focused on transitional factors between school and work, wage gaps, or socioeconomic background characteristics as explanations for (no-)entry in the labour market. There is a lack of longitudinal studies that map how disabled people fare in the labour market over time. Therefore, the objective of this paper is to identify, describe and predict stable employment paths of long-term disabled people. Our study employs detailed longitudinal data with total coverage of the Norwegian population - we focus on 11 birth cohorts (1973-83) of disabled individuals and we follow their employment trajectories between the ages 20 and 34. To describe employment trajectories and create a typology of longitudinal labour market attachments, we employ sequence analysis and subsequently linear probability models to analyse the association between the disability's severity, gender, educational enrolment, early-work experience and employment trajectories. We identify four main types of trajectories: permanently work-disabled, stable employment, early marginalisation, and unstable employment. Our findings indicate that men are more likely than women to have stable employment trajectories. Starting higher education, as well as parental higher education, is linked with the likelihood of stable employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Disability, Gender and Hiring Discrimination: A Field Experiment (2023)
Zitatform
Bjørnshagen, Vegar, Dan-Olof Rooth & Elisabeth Ugreninov (2023): Disability, Gender and Hiring Discrimination: A Field Experiment. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16217), Bonn, 38 S.
Abstract
"This article examines disability discrimination in the hiring process and explores variation in how the intersection of disability and gender shapes employers' hiring behavior by occupational context and gender segregation. We use data from a field experiment in which approximately 2,000 job applications with randomly assigned information about disability were sent to Swedish employers with vacancies. We find that nondisabled applicants receive 33 percent more callbacks than similarly qualified wheelchair users despite applying for jobs where the impairment should not interfere with performance. The results indicate no heterogeneity in levels of disability discrimination against men and women on average across occupations or by occupational gender segregation. However, levels of discrimination differ considerably among occupations, varying from no evidence of disability discrimination to discrimination against both disabled men and disabled women as well as cases where disability discrimination is found only against women or only against men. The results thus indicate that disability and gender interact and shape discrimination in distinct ways within particular contexts, which we relate to intersectional stereotyping and norms of gender equality influencing hiring practices but not to declared ambitions for diversity or gender equality legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Participation in Work of People with Disabilities by Means of Technical Assistance (2023)
Zitatform
Bächler, Liane & Hauke Behrendt (2023): Participation in Work of People with Disabilities by Means of Technical Assistance. In: A. Shajek & E. A. Hartmann (Hrsg.) (2023): New Digital Work, S. 118-134. DOI:10.1007/978-3-031-26490-0_7
Abstract
"The comprehensive realization of social participation for all individuals is a particular challenge in which the working world proves to be an important sphere. Despite normative reference points through socio-political innovations, people with intellectual disabilities and a high need for support are particularly excluded. Even in sheltered workshops, this group of people is excluded from participating in work as the challenges of life and labor in the 21st century are becoming ever more complex and the demands of production and business stricter. As a result, people with intellectual disabilities and a high need for support often fall off the radar in current inclusion efforts and – despite legal obligations – do not receive adequate support to participate in work. To counteract the negligence and tacit acceptance of the deprivation of a large part of the sheltered workshop employees - in the sense of social affiliation by work participation - design options for promoting work participation require careful consideration. This paper analyses the use and impact of technical assistance to promote work participation for people with intellectual disabilities and high support needs and reports the results of a field study on the use of technical assistance in a sheltered workshop." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer) ((en))
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Literaturhinweis
Disability and Labor Market Performance (2023)
Zitatform
Collischon, Matthias, Karolin Hiesinger & Laura Pohlan (2023): Disability and Labor Market Performance. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16100), Bonn, 54 S.
Abstract
"This paper analyzes the individual-level effects of disability onset on labor market outcomes using novel administrative data from Germany. Combining propensity score matching techniques with an event-study design, we find lasting negative impacts on employment and wages. One important mechanism is transitions to nonemployment after disability onset: newly disabled individuals' probability of becoming nonemployed increases by 10 percentage points after one year and by 15 percentage points after five years relative to that of the control group. For those who stay in employment, working part-time and switching to less physically or psychosocially demanding jobs are important adjustment paths. The negative labor market effects of disability onset are more pronounced for severely disabled, older and low-skilled individuals." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Disability and Employment Policy in Canada: National Policy Variation for Working Age Individuals (2023)
Zitatform
Dinan, Shannon & Normand Boucher (2023): Disability and Employment Policy in Canada: National Policy Variation for Working Age Individuals. In: Journal of Social Policy, Jg. 52, S. 719-739. DOI:10.1017/S0047279421000878
Abstract
"This article analyses and compares disability policies for working-age individuals in Canada with a focus on the mode of policy provision and type of measure to determine the degree to which direct funding is used in this country. To consider policy diversity in this federal system, policies are compared using a mixed-methods approach. Using quantitative methods, federal, provincial and territorial policies are first compared using hierarchical cluster analysis. This provides evidence of three distinct clusters in Canada according to policy provision and measure type. In a second, qualitative analysis, the disability strategies of four provinces’ (British Columbia, Ontario, Newfoundland and Labrador and Quebec) are compared, to determine over arching policy orientations. Findings indicate that policy provision in Canada largely favours money over services. Furthermore, most provinces emphasize either health or integration measures over substantive measures. Despite these commonalities, significant variation persists across Canada. This extends to poverty and disability reduction strategies with two of the four provinces having a broader orientation while the other two provinces focus specifically on employment as a means of social inclusion. The article concludes with a discussion on the state of employment policies for individuals with a disability in Canada." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mindestlohn für Werkstattbeschäftigte?: Analyse der WfbM: Entgelte, soziale Sicherung und Übergänge zum Arbeitsmarkt (2023)
Engels, Dietrich; Deremetz, Anne; Eibelshäuser, Svenja; Pracht, Arnold; Drygalski, Clarissa von; Welti, Felix ; Schütz, Holger ;Zitatform
Engels, Dietrich, Anne Deremetz, Clarissa von Drygalski, Svenja Eibelshäuser, Arnold Pracht, Holger Schütz & Felix Welti (2023): Mindestlohn für Werkstattbeschäftigte? Analyse der WfbM: Entgelte, soziale Sicherung und Übergänge zum Arbeitsmarkt. In: Soziale Sicherheit, Jg. 72, H. 10, S. 356-362.
Abstract
"Das System der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) bedarf einer Reform. Eine vorbereitende Analyse der aktuellen Situation und der möglichen Auswirkungen einer Umgestaltung kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Anwendung des Mindestlohngesetzes auf mindestens einen Teil der in Werkstätten Beschäftigten bereits jetzt geboten sein könnte." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
European comparative data on persons with disabilities: Equal opportunities, fair working conditions, social protection and inclusion, health analysis and trends - Data 2021 (2023)
Grammenos, Stefanos;Zitatform
Grammenos, Stefanos (2023): European comparative data on persons with disabilities. Equal opportunities, fair working conditions, social protection and inclusion, health analysis and trends - Data 2021. Brussels, 218 S. DOI:10.2767/747690
Abstract
"As noted, in the framework for the Strategic Plan 2020-2024, the DG Employment, Social Affairs and Inclusion defined a set of impact indicators which are relevant to the socio-economic field. Furthermore, the recovery and resilience plans12 ought to identify relevant indicators to monitor the contribution of the Facility to the reduction of disparities. The indicators can be selected from among those regularly used to report on cohesion policy overall, such as: the unemployment and employment rate, including youth unemployment and employment, the EU social scoreboard and indicators on the performance of education and training systems. In the Macroeconomic Imbalance Procedure scoreboard, auxiliary indicators include: employment; long-term unemployment rate; activity rate; youth unemployment rate; young people neither in employment nor in education and training; people at risk of poverty or social exclusion; people at risk of poverty after social transfers; severely materially deprived people; and people living in households with very low work intensity. The next harmonised benchmark revisions are planned for 2024. It is important to assess the situation of persons with disabilities in relation to these quantitative indicators. The indicators ought to identify any gap between persons with and without disabilities and reveal any convergence or divergence in relation to the targets. An increasing gap or divergence ought to signal the need for new initiatives. In its capacity, EDE presents and analyses data in order to understand and illustrate the situation of persons with disabilities in Europe. This statistical analysis could be used as an instrument to monitor the effectiveness of national and European policies; assess the situation of persons with and without disabilities; and identify areas where the gap between persons with and without disabilities is decreasing (or increasing)." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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