Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Wie kann eine nachhaltige Integration von Zugewanderten gelingen? (2020)
Zitatform
Matthes, Britta & Eckart Severing (2020): Wie kann eine nachhaltige Integration von Zugewanderten gelingen? In: B. Matthes & E. Severing (Hrsg.) (2020): Zugang zu beruflicher Bildung für Zuwandernde - Chancen und Barrieren, Leverkusen, Budrich S. 5-9, 2019-11-01.
Abstract
"Rund eine Million Zuwandernde, darunter in der Mehrzahl Flüchtlinge, sind allein 2015 nach Deutschland gekommen, mehr als die Hälfte davon jünger als 25 Jahre. Auch wenn die Zahlen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sind, ist zu erwarten, dass viele der Geflüchteten aufgrund weiter bestehender Fluchtgründe mehrere Jahre oder auf Dauer in Deutschland bleiben werden. Ihnen Zugang zu beruflicher Bildung und in der Folge zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, gilt als wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Allerdings bestehen vielfältige Barrieren beim Zugang in das Berufs(aus)bildungssystem und in Beschäftigung. Die Autorinnen und Autoren widmen sich der Frage, wie der Zugang zu beruflicher Bildung gestaltet werden kann. Hierbei stehen neben den Bildungsvoraussetzungen der Zuwandernden und den institutionell-rechtlichen Rahmenbedingungen vor allem Konzepte zur (berufs)sprachlichen Förderung und Gestaltung der Ausbildung bzw. Ausbildungsvorbereitung im Fokus. Die Beiträge aus Wissenschaft und Praxis basieren auf Diskussionen im Rahmen eines Forums der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildung und Ausbildung: Wichtig für junge Geflüchtete, aber auch für den Arbeitsmarkt (2020)
Schreyer, Franziska; Bauer, Angela;Zitatform
Schreyer, Franziska & Angela Bauer (2020): Bildung und Ausbildung: Wichtig für junge Geflüchtete, aber auch für den Arbeitsmarkt. In: Stiftung Bildungspakt Bayern (Hrsg.) (2020): Modellprojekt Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge, München, S. 87-91.
Abstract
"Um den Bedarf langfristig zu decken, braucht der Arbeitsmarkt in Deutschland also Fachkräfteeinwanderung aus Ländern außerhalb der EU; von dieser sollten möglichst auch die Herkunftsländer profitieren. Aber auch die fluchtbedingte Einwanderung birgt große Potenziale für den Arbeitsmarkt, vor allem bei den jungen Menschen. Diese bilden die deutliche Mehrheit in der jüngeren Fluchtmigration: Fast drei von vier Asylerstantragstellenden der Jahre 2015 bis 2018 waren jünger als 30 Jahre (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016, 2017, 2018, 2019). Der Arbeitsmarkt benötigt eine gute berufliche Qualifizierung der jungen Frauen und Männer, die mit unterschiedlichen Qualifikationen und Kompetenzen nach Deutschland geflohen sind und sich hier ein Leben aufbauen wollen. Die Schulen sind in diesem Kontext zentrale Akteure: Sie leisten Integrationsarbeit, die nicht nur ihren geflüchteten Schülerinnen und Schülern zugutekommt, sondern auch der Fachkräftesicherung und dem Arbeitsmarkt in Deutschland.
Hinweis: Der Artikel spiegelt den Stand Februar 2020 wider." (Textauszug, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Schreyer, Franziska;Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den kompletten Abschlussbericht. -
Literaturhinweis
Geflüchtete Jugendliche zwischen subjektiven Bildungsorientierungen und gesellschaftlich begrenzten Berufsoptionen (2020)
Zitatform
Wehking, Katharina (2020): Geflüchtete Jugendliche zwischen subjektiven Bildungsorientierungen und gesellschaftlich begrenzten Berufsoptionen. In: M. Hermes & M. Lotze (Hrsg.) (2020): Bildungsorientierungen, Wiesbaden, Springer VS S. 163-185. DOI:10.1007/978-3-658-28187-8_9
Abstract
"Im Beitrag werden die Bildungs- und Berufsorientierungen junger Geflüchteter betrachtet, die sich gegenwärtig in Berufsvorbereitungsklassen befinden. Auf Basis der Ergebnisse einer qualitativen Studie wird aufgezeigt, dass junge Geflüchtete ausgeprägte subjektive Bildungsorientierungen aufweisen, aber diese aufgrund bestehender rechtlicher und struktureller Bedingungen am Übergang in den Beruf kaum realisieren können. Die beruflichen Handlungs- und Möglichkeitsräume sind de facto und de jure begrenzt. Aufgrund ausgeprägter heteronomer Einflüsse lässt sich bei jungen Geflüchteten daher weniger von einer Berufswahl als vielmehr von einem Berufspragmatismus sprechen. Es wird jedoch deutlich, dass die Jugendlichen keinesfalls in Resignation verfallen, sondern der Ausbildungsabsolvierung hohe Funktionalität zuschreiben, um Passungsverhältnisse zum neuen Ankunftskontext herzustellen und Berufswünsche und Bildungsaspirationen in der Zukunft zu verwirklichen. Die Ergebnisse geben nicht nur Aufschluss über die subjektiven Berufs- und Bildungsziele junger Geflüchteter, sondern auch über die strukturellen Bedingungen der beruflichen Teilhabe und von Bildungsprozessen, die eng verknüpft sind mit ungleichen sozialen Lagerungen, in denen sich Geflüchtete in Deutschland wiederfinden." (Autorenreferat, © 2020 Springer)
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Literaturhinweis
Berufsbildungsbericht 2020 (2020)
Zitatform
(2020): Berufsbildungsbericht 2020. (Berufsbildungsbericht ... / Bundesministerium für Bildung und Forschung), Bonn, 103 S.
Abstract
"Die berufliche Aus- und Weiterbildung bildet eine wesentliche Grundlage für Wirtschaftswachstum, Wohlstand und sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Das deutsche Berufsbildungssystem mit seinen vielfältigen Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und Qualifikationsniveaus bietet breite Karriereperspektiven und garantiert eine hohe Beschäftigungsfähigkeit. Die tragende Rolle der Unternehmen, die enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Sozialpartnern und die geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sind Kennzeichen dieses Erfolgsmodells, das zu Recht eine immer stärkere internationale Anerkennung genießt. Der Berufsbildungsbericht bildet einmal im Jahr die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt ab und dient der Öffentlichkeit als Diskussionsgrundlage zur beruflichen Bildung. Ergänzt wird der Berufsbildungsbericht wird durch den Datenreport zum Berufsbildungsbericht, der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) jährlich herausgegeben wird. Er bietet zahlreiche zusätzlichen Informationen und Analysen rund um die Entwicklung der beruflichen Bildung. Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht erscheint in der Regel zeitgleich zur Veröffentlichung des Berufsbildungsberichts." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2020: Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung (2020)
Zitatform
(2020): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2020. Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. (Datenreport zum Berufsbildungsbericht 12), Bonn, 471 S.
Abstract
"Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2020 wird zum zwölften Mal vom Bundesinstitut für Berufsbildung herausgegeben. Er enthält umfassende Informationen und Analysen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, gibt einen Überblick über Programme des Bundes und der Länder zur Förderung der Berufsausbildung und informiert über internationale Indikatoren und Benchmarks. Schwerpunktthema des BIBB-Datenreports ist in diesem Jahr "Kompetenzentwicklung"." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Tabellen zum Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2020 im Internet -
Literaturhinweis
Bericht über die Situation unbegleiteter Minderjähriger in Deutschland: Unterrichtung durch die Bundesregierung (2020)
Zitatform
(2020): Bericht über die Situation unbegleiteter Minderjähriger in Deutschland. Unterrichtung durch die Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/17810 (05.03.2020)), 111 S.
Abstract
Die Bundesregierung berichtet dem Parlament über die Entwicklung der Fallzahlen und die Situation unbegleiteter ausländischer Minderjähriger (UMA) in Deutschland: Im ersten Schritt über Ziel und Inhalt des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendliche und über den Sachstand zur Umsetzung und die Berichtspflicht der Bundesregierung nach Paragraph 42e SGB VIII. Die Übersicht über die Situation von unbegleiteten ausländischen Minderjährigen gliedert sich auf in (a) die Anzahl der UMA in Deutschland, (b) die Einschätzung des Wirkung des Verfahren zur Umsetzung der bundesweiten Aufnahme für UMA, (c) die Entlastung der Kommunen durch die bundesweite Aufnahmepflicht. Das 'UMA-Gesetz' stellt eine den besonderen Schutzbedürfnissen und Bedarfslagen von unbegleiteten Minderjährigen entsprechende Unterbringung, Versorgung und Betreuung sicher, dem in den Berichten über die Lebenslagen, Bedürfnisse und Bedarfe, die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von UMA, die Vertretung des UMA, die gesellschaftliche und soziokulturelle Teilhabe von UMA Rechnung getragen wird. Der Blick auf UMA in Asylverfahren und auf eine Auswahl von Programmen, Maßnahmen und Initiativen der Bunderegierung bilden den Abschluss der Unterrichtung. (IAB)
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Literaturhinweis
Reallabor Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region: Vielfalt an Problemen - Vielfalt an Lösungen (2019)
Bahn, Mareike; Uebel, Corinna; Kovtun-Hensel, Oksana; Kück, Svenja; Berkemeier, Anne; Lange, Martin ; Engin, Havva; Mildenberger, Georg; Höhr, Rebecca; Pfeiffer, Friedhelm ; Deger, Petra; Schmid, Verena ; Werner, Birgit; Sommerfeld, Katrin; Evers, Adalbert ; West, Christina;Zitatform
Bahn, Mareike, Anne Berkemeier, Petra Deger, Havva Engin, Adalbert Evers, Rebecca Höhr, Oksana Kovtun-Hensel, Svenja Kück, Martin Lange, Georg Mildenberger, Friedhelm Pfeiffer, Verena Schmid, Katrin Sommerfeld, Corinna Uebel, Birgit Werner & Christina West (2019): Reallabor Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region. Vielfalt an Problemen - Vielfalt an Lösungen. (ZEW policy Brief / ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung 2019-04), Mannheim, 9 S.
Abstract
"Deutschland steht vor der Aufgabe, viele Geflüchtete unterzubringen und ihnen neue Lebensperspektiven zu eröffnen. Die Menschen, die in den vergangenen Jahren gekommen sind, um Schutz zu suchen, sind keine homogene Gruppe. Sie unterscheiden sich nach Geschlecht, Alter, Herkunft, kulturellem Hintergrund, Bildung, Arbeitserfahrung, Sprachkompetenz, Migrations- und Fluchterfahrung, Zukunftsentwürfen und vielerlei mehr. Standardmaßnahmen für alle laufen so oftmals ins Leere, Ressourcen werden schlecht genutzt und Chancen verschenkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinder und Jugendliche nach der Flucht: Lebenswelten von geflüchteten Familien in Deutschland (2019)
De Paiva Lareiro, Cristina;Zitatform
De Paiva Lareiro, Cristina (2019): Kinder und Jugendliche nach der Flucht. Lebenswelten von geflüchteten Familien in Deutschland. (BAMF-Kurzanalyse 2019,05), Nürnberg, 13 S.
Abstract
"Die BAMF-Kurzanalyse 5|2019 beschäftigt sich mit der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien nach der Flucht.
Anhand der Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten werden verschiedene Dimensionen des Alltags und der Teilhabe von minderjährigen Geflüchteten betrachtet, um so beispielsweise einen Einblick zu gewinnen, mit wem und wie geflüchtete Kinder und ihre Familien in Deutschland leben, mit wem Jugendliche ihre Freizeit verbringen, wie gut sie die deutsche Sprache beherrschen und ob sie sich in Deutschland willkommen fühlen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Aktualisierte Version vom 03.01.2025 -
Literaturhinweis
Kita-Besuch von Kindern aus nach Deutschland geflüchteten Familien verbessert Integration ihrer Mütter (2019)
Zitatform
Gambaro, Ludovica, Guido Neidhöfer & C. Katharina Spieß (2019): Kita-Besuch von Kindern aus nach Deutschland geflüchteten Familien verbessert Integration ihrer Mütter. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 44, S. 805-812. DOI:10.18723/diw_wb:2019-44-1
Abstract
"Der Besuch einer Kindertageseinrichtung ist nicht nur für Kinder aus nach Deutschland geflüchteten Familien relevant, sondern auch für deren Eltern, insbesondere für Mütter: Sie integrieren sich eher in die deutsche Gesellschaft, wenn ihr Kind eine Kita besucht. Ihre Sprachkenntnisse sind besser, die Arbeitsmarktorientierung höher und sie vermissen ihr Herkunftsland weniger. Wie dieser Bericht auf Basis von Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von nach Deutschland geflüchteten Personen zeigt, steigt der Gesamtindex für die Integration geflüchteter Eltern mit Kita-Kindern um 24 Prozent im Vergleich zu Eltern, deren Kinder nicht in eine Kita gehen. Der Effekt ist umso größer, je länger die Kinder in einer Kita betreut werden. Vor dem Hintergrund, dass anteilig weniger Kinder von Eltern mit Fluchthintergrund eine Kita besuchen als Kinder ohne Fluchthintergrund, sollten diese Erkenntnisse genutzt werden: Ratsam wäre, nach Deutschland geflüchtete Familien frühzeitig über die mit einem Kita-Besuch verbundenen Chancen zu informieren und ausreichend viele Kita-Plätze bereitzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswahlprozesse im Kontext der Berufsorientierung für Geflüchtete: Wissenschaftliche Analyse von Eignungsfeststellungsverfahren zur Auswahl von Teilnehmenden für das Programm "Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)" und vergleichbarer Unterstützungsangebote (2019)
Hecker, Kristin; Roser, Laura; Hilse, Patrick;Zitatform
Hecker, Kristin, Patrick Hilse & Laura Roser (2019): Auswahlprozesse im Kontext der Berufsorientierung für Geflüchtete. Wissenschaftliche Analyse von Eignungsfeststellungsverfahren zur Auswahl von Teilnehmenden für das Programm "Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)" und vergleichbarer Unterstützungsangebote. (f-bb-Bericht 2019,1), Nürnberg, 86 S.
Abstract
"Das Programm „Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zielt darauf ab, junge Geflüchtete auf eine Ausbildung bzw. Einstiegsqualifizierung vorzubereiten. Mitentscheidend dafür, ob dies gelingt, ist die Auswahl geeigneter Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Während mit der Förderrichtlinie einige formale Voraussetzungen festgelegt sind, wie bspw. die Erfüllung der Vollzeitschulpflicht, legen die Träger von BOF-Kursen individuell fest, welche weiteren Kriterien sie prüfen und welche Eignungsfeststellungsverfahren sie im Auswahlprozess einsetzen. Vor diesem Hintergrund hat die wissenschaftliche Analyse des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) das Ziel, BOF-Träger und Träger vergleichbarer Unterstützungsangebote bei der zuverlässigen und kultursensiblen Auswahl von geeigneten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Qualitätssicherung des Programms BOF und vergleichbarer Programme zur Berufsorientierung Geflüchteter bzw. Zugewanderter zu leisten. (...) Im Ergebnis sind zehn Verfahren aufgeführt, die die spezifischen Anforderungen erfüllen und miteinander kombiniert werden können. Diese sind sowohl im vorliegenden Bericht als auch in einem Praxisleitfaden für Träger von BOF- und vergleichbaren Unterstützungsangeboten aufbereitet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Young refugees in education: The particular challenges of school systems in Europe (2019)
Zitatform
Koehler, Claudia & Jens Schneider (2019): Young refugees in education: The particular challenges of school systems in Europe. In: Comparative Migration Studies, Jg. 7, S. 1-20. DOI:10.1186/s40878-019-0129-3
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Literaturhinweis
The human capital selection of young males seeking asylum in Germany (2019)
Zitatform
Lange, Martin & Friedhelm Pfeiffer (2019): The human capital selection of young males seeking asylum in Germany. In: Journal for labour market research, Jg. 53, S. 1-14. DOI:10.1186/s12651-019-0259-y
Abstract
"This study analyses the selection of a sample of 203 young male asylum seekers from Middle Eastern and African countries that recently arrived in Germany. The findings suggest that, on average, asylum seekers in our sample have 22% more years of schooling - the indicator used for human capital - when compared to same-aged males from their country of origin. In addition, the analysis suggests that asylum seekers in the sample often accumulated rather low or relatively high levels of schooling compared to same-aged males in their countries of origin. This phenomenon is even more pronounced for parental education. It is demonstrated that individual human capital influences short-run integration outcomes in Germany. The paper discusses potential economic explanations for the findings on immigrant selection and integration outcomes." (Author's abstract, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Integration durch Bildung als Kooperationsaufgabe: Potenziale vorbeugender Sozialpolitik (2019)
Stöbe-Blossey, Sybille; Köhling, Karola; Hackstein, Philipp; Ruth, Marina;Zitatform
Stöbe-Blossey, Sybille, Karola Köhling, Philipp Hackstein & Marina Ruth (2019): Integration durch Bildung als Kooperationsaufgabe. Potenziale vorbeugender Sozialpolitik. Wiesbaden: Springer VS, 316 S. DOI:10.1007/978-3-658-24223-7
Abstract
"Das Buch enthält die Beschreibung und Ergebnisse der Studie "Kooperation von Akteuren vorbeugender Sozialpolitik. Eine Analyse am Beispiel der Berufsorientierung jugendlicher Flüchtlinge". Auf der Basis eines theoretischen Rahmens zur Analyse von förderlichen und hemmenden Faktoren für Kooperation wurden qualitative Interviews mit lokalen Akteuren - Koordinierungsstellen, beruflichen Schulen, Jugendhilfe, Arbeitsverwaltung - geführt und ausgewertet. Der Band stellt Rahmenbedingungen, Probleme und Chancen für die Kooperation auf lokaler Ebene dar, gibt einen Einblick in die Praxis der Förderung von Integration durch Bildung und diskutiert Möglichkeiten für die (Weiter-)Entwicklung von Kooperation." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vielfalt in der beruflichen Bildung - Betriebliche Ausbildung von Geflüchteten erfolgreich gestalten (2019)
Vogel, Christian; Gülkaya, Ülkü; Scheiermann, Gero; Stößel, Melek; Brandt-Memet, Alexander;Zitatform
Vogel, Christian & Gero Scheiermann (2019): Vielfalt in der beruflichen Bildung - Betriebliche Ausbildung von Geflüchteten erfolgreich gestalten. Bonn, 74 S.
Abstract
"Die berufliche Ausbildung von jungen Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, stellt besondere Anforderungen an die Gestaltung betrieblicher Bildungsprozesse und an das Ausbildungspersonal in den Unternehmen. Die Broschüre zeigt anhand von Praxisbeispielen Instrumente und Konzepte auf, die in Modellversuchen entwickelt und erprobt wurden. Dabei wird deutlich, dass der Umgang mit Vielfalt in der beruflichen Bildung gleichzeitig Herausforderung und Chance für das duale System sein kann. Betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbildern werden mit der Broschüre konkrete Ideen und Konzepte an die Hand gegeben, die unmittelbar in den Ausbildungsalltag übertragen werden können. Auch für andere Akteure in der Berufsbildung bietet die Broschüre einen komprimierten Überblick zur Umsetzung einer heterogenitätssensiblen Ausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ready to help?: Improving resilience of integration systems for refugees and other vulnerable migrants (2019)
Abstract
"This report looks at ways to improve the resilience of systems to deal with the unexpected arrival of large inflows of refugees and other vulnerable migrants. It begins with an overview of the recent flows of migrants seeking protection, discusses the expected economic impact of these flows, and notes what has been an unprecedented multilateral response. It then examines the process of integrating refugees and other vulnerable migrants, in terms of their economic and social outcomes, as well as specific factors of vulnerability. It also provides a comprehensive assessment of the transition policies in place to support their livelihood in destination and transit countries, as well as in origin countries upon return. Finally, the report tackles issues of anticipation, monitoring and reacting, examining the role of early warning mechanisms and the challenge of improving information so as to better monitor integration outcomes and frame policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The frustrated generation youth exclusion in Arab Mediterranean societies (2018)
Backeberg, Leonie; Tholen, Jochen;Zitatform
Backeberg, Leonie & Jochen Tholen (2018): The frustrated generation youth exclusion in Arab Mediterranean societies. In: Journal of youth studies, Jg. 21, H. 4, S. 513-532. DOI:10.1080/13676261.2017.1394996
Abstract
"In Arab Mediterranean countries (AMCs), insecurities and a lack of opportunities have continuously kept young people from becoming independent and being full, active, and integrated members of society; a process commonly referred to as social exclusion. This paper explores the driving factors of youth exclusion in Algeria, Egypt, Lebanon, and Tunisia. It is argued that not only the extent but also the structure of social exclusion varies across countries. Based on the social exclusion framework developed by the UNDP [2011. Beyond Transition - Towards Inclusive Societies. Bratislava: United Nations Development Programme], we construct a social exclusion index that takes economic, social, and political factors into account. The results obtained indicate that the share of young people suffering from social exclusion is highest in Tunisia (46.7%), followed by Algeria (43.4%), Egypt (42.1%), and Lebanon (33.2%). In contrast to the prevailing assumptions on social exclusion, we find that economic exclusion does in fact play a minor role. The strongest driver of youth exclusion in all Arab Mediterranean countries is the exclusion from social and political life." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zwischen Befähigung und Stigmatisierung? Die Situation von Geflüchteten beim Hochschulzugang und im Studium: ein internationaler Forschungsüberblick (2018)
Zitatform
Berg, Jana, Michael Grüttner & Stefanie Schröder (2018): Zwischen Befähigung und Stigmatisierung? Die Situation von Geflüchteten beim Hochschulzugang und im Studium. Ein internationaler Forschungsüberblick. In: Z'Flucht. Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung, Jg. 2, H. 1, S. 57-90. DOI:10.5771/2509-9485-2018-1-57
Abstract
"Der Beitrag gibt einen systematischen Überblick über den internationalen Forschungsstand zum Thema Hochschulzugang und Studiensituation von Geflüchteten. Es zeigt sich, dass die Literatur nahezu ausschließlich qualitative Studien bietet. Wir stellen die wichtigsten Faktoren zusammen, die in der Literatur als Einflüsse auf Hochschulzugang und Studiensituation diskutiert werden. Ein Vergleich des Forschungsstandes mit demjenigen zur Studiensituation von internationalen Studierenden zeigt, inwiefern Besonderheiten der Studiensituation von Geflüchteten angenommen werden können. Unser Beitrag schließt mit einer Diskussion der wissenschaftlichen und (hochschul-)politischen Implikationen mit Bezug auf die Situation in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildungs- und Teilhabechancen geflüchteter Menschen: Kritische Diskussionen in der Sozialen Arbeit (2018)
Braches-Chyrek, Rita; Müller, Christina; Kallenbach, Tilman; Ståhl, Lena;Zitatform
Braches-Chyrek, Rita, Tilman Kallenbach, Christina Müller & Lena Ståhl (Hrsg.) (2018): Bildungs- und Teilhabechancen geflüchteter Menschen. Kritische Diskussionen in der Sozialen Arbeit. Opladen: Budrich, 271 S.
Abstract
"Seitdem die Bundesregierung 2016 einen weltweit beachteten Umschwung in der Asylpolitik vollzogen hat, sind viele der - gerade auch kommunalen - Maßnahmen für Geflüchtete wieder zurückgenommen worden. Der Sammelband zieht Bilanz und fragt: Wo steht die Soziale Arbeit mit Geflüchteten derzeit? Wie ist mit der Ankunft Asylsuchender in den vergangenen Jahren umgegangen worden und welche konzeptionellen sowie institutionellen Reaktionen lassen sich nachzeichnen?" (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Weniger Geflüchtete im Übergangsbereich, mehr in Berufsausbildung?: Welche Hinweise liefern amtliche Statistiken? (2018)
Dionisius, Regina; Matthes, Stephanie; Neises, Frank;Zitatform
Dionisius, Regina, Stephanie Matthes & Frank Neises (2018): Weniger Geflüchtete im Übergangsbereich, mehr in Berufsausbildung? Welche Hinweise liefern amtliche Statistiken? Bonn, 40 S.
Abstract
"Der Beginn einer Berufsausbildung gilt als zentraler Meilenstein auf dem Weg zur erfolgreichen Integration junger Geflüchteter. Wie viele von ihnen haben es bereits geschafft, einen Ausbildungsplatz zu finden? Derzeit kursieren zu dieser Frage unterschiedliche Zahlen und es erscheint schwierig, eine eindeutige Antwort zu finden. In einem Überblicksartikel stellt das BIBB dar, welche Zahlen woher kommen und erklärt, warum es nicht 'die eine richtige Zahl' gibt, sondern für das Gesamtbild verschiedene Statistiken herangezogen werden müssen, die alle etwas Anderes erfassen. Insgesamt zeigt sich, dass die Zahl der Geflüchteten in Ausbildung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Gleichzeitig befinden sich noch viele junge Geflüchtete in Angeboten des Übergangsbereichs, wobei eine quantitative Einordnung hier noch schwieriger ist, weil es auf Bundesebene keinen Überblick über die Beteiligung an sämtlichen Maßnahmen gibt, die oftmals auf Landes- oder kommunaler Ebene initiiert werden.
Im folgenden Beitrag wird daher zunächst ein Überblick über die verschiedenen Angebote und Zugänge von jungen Geflüchteten zu Bildungsangeboten gegeben. Daran anschließend folgt eine Betrachtung der Datenlage zur Einmündung geflüchteter junger Erwachsener in Ausbildung basierend auf zentralen amtlichen Statistiken. Anhand eines Fallbeispiels wird verdeutlicht, an welchen Stellen eines Bildungsverlaufs die Zuordnung zu den verschiedenen Statistiken erfolgen bzw. fehlen kann. In der abschließenden Bewertung wird ausgeführt, dass keine Gesamtstatistik existiert, die Auskunft über die Teilhabe von Geflüchteten am Ausbildungsgeschehen gibt. Erst durch die Betrachtung der verschiedenen Quellen setzt sich puzzleartig ein Gesamtbild zusammen. Neben amtlichen Daten sollten Forschungsdaten aus Befragungen, insbesondere Längsschnittsdaten und Sonderauswertungen genutzt werden, um die Gesamtbetrachtung und die Hinweise zu Bildungsverläufen zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Berufliche Orientierung junger Geflüchteter als Aufgabe von Jugendarbeit?! (2018)
Gravelmann, Reinhold;Zitatform
Gravelmann, Reinhold (2018): Berufliche Orientierung junger Geflüchteter als Aufgabe von Jugendarbeit?! In: Deutsche Jugend, Jg. 66, H. 12, S. 512-520.
Abstract
"Junge Menschen benötigen eine soziale und individuelle Perspektive, wozu zentral auch die berufliche Integration zu rechnen ist. Deshalb hat die Jugendhilfe und mit ihr die Jugendarbeit die Aufgabe, die jungen Flüchtlinge (und andere Jugendliche) beim Hineinwachsen in unsere Gesellschaft sowie bei der Entfaltung einer eigenen Persönlichkeit und bei einem gelingenden Aufwachsen (§ 1 SGB VIII) zu unterstützen und entsprechend den Paragrafen §§ 11 und 12 SGB VIII die dazu erforderlichen Angebote vorzuhalten. Berufliche Integration ist zwar nicht vorderst Auftrag von Jugendarbeit, trotzdem müssen Fachkräfte diese Aufgabe - gerade bei jungen Geflüchteten - gemeinsam mit anderen Akteuren angehen, wenn sie dem Anspruch von Subjekt- und Bedarfsorientierung entsprechen und dazu beitragen wollen, die Lebensperspektiven der Geflüchteten in Deutschland zu verbessern." (Textauszug, IAB-Doku)
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