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Dossier

Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?

Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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im Aspekt "Arbeitszeitentwicklung"
  • IAB-Projekt

    Rückrechnung der Jahresarbeitszeiten bis 1970 und der Quartalsarbeitszeiten bis 1980 für Westdeutschland nach 6 Wirtschaftsbereichen (A6) (01.12.2001 - 01.05.2003)

    Spitznagel, Eugen;

    Projektbeschreibung

    Im Rahmen des Schwerpunktes "Arbeitszeitforschung" werden u.a. die Jahresarbeitszeit und ihre vielfältigen Bestimmungsfaktoren wie tarifliche Komponenten (Wochenarbeitszeit, Urlaub), konjunkturelle Komponenten (Mehrarbeitsstunden, Kurzarbeit), Entwicklung der Teilzeitbeschäftigung sowie sonstige Komponenten analysiert. Auf der Basis dieser Arbeiten werden Zusammenhänge zwischen Jahresarbeitszeitentwicklungen, Arbeitsvolumen und Beschäftigung untersucht. Das IAB hat dazu im Rahmen eines (Dauer-)Forschungsprojekts ausführliche Arbeitszeit- und Arbeitsvolumenrechnungen erarbeitet.

    Diese wurden 1997 in die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) des Statistischen Bundesamtes integriert. Ergebnisse lagen bisher in wirtschaftsfachlicher Gliederung nach Quartalen und Jahren ab 1991 vor. Mit dem Aufbau eines einheitlichen europäischen Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (ESVG) und der damit verbundenen Revision des alten Datenbestands ergab sich im Rahmen des ESVG-Lieferprogramms die Notwendigkeit das Arbeitsvolumen rückwirkend bis 1970 neu zu berechnen. Eurostat hat das IAB mit diesen Arbeiten beauftragt. Im Rahmen dieses Auftragsprojektes wurden Ergebnisse zur geleisteten durchschnittlichen Arbeitszeit, zum Arbeitsvolumen und zu den Arbeitszeitkomponenten für Westdeutschland nach wirtschaftsfachlicher Gliederung A6 für die Jahre im Zeitraum 1970 bis 1990 und für die Quartale im Zeitraum 1980 bis 1990 neu berechnet und analysiert.

    Beteiligte aus dem IAB

    Wanger, Susanne;
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  • IAB-Projekt

    Arbeitszeit und Beschäftigung im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang (01.11.2000 - 01.11.2002)

    Projektbeschreibung

    Neben der generellen Arbeitszeitverkürzung werden zunehmend auch flexible Arbeitszeitinstrumente zur Bekämpfung der Arbeitsmarktprobleme diskutiert, wie etwa Arbeitszeitflexibilisierung durch Arbeitszeitkonten, die Substitution von definitiven durch transitorische Überstunden, eine Erhöhung der Teilzeitquote etc. Es ist daher notwendig, ein theoretisches Analyseinstrumentarium für diesen Bereich zu entwickeln, auf dessen Basis eine empirische Analyse durchgeführt werden kann. Die zu behandelnden Forschungsfragen lassen sich dabei in zwei Ebenen gliedern: Auf der übergeordneten Makro-Ebene stellt sich die Frage, wie sich eine Veränderung von Arbeitszeitkomponenten auf andere Aggregatgrößen auswirkt. Der Gesamteffekt auf makroökonomische Größen wie Produktion, Beschäftigung und Produktivität ist für viele, gerade modernere, Arbeitszeitmaßnahmen theoretisch noch nicht erforscht. Einen Schwerpunkt der Analyse wird deshalb u. a. die Untersuchung von Arbeitszeitflexibilisierung bilden. Auf der einzelwirtschaftlichen Ebene muss die Reaktion der Wirtschaftssubjekte auf die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle begründet werden. Dazu ist es zunächst notwendig, zu verstehen, welche ökonomischen Kalküle überhaupt bei der Arbeitszeitentscheidung eine Rolle spielen. Ziel des Projekts ist es folglich, den Zusammenhang Arbeitszeit und Beschäftigung einer möglichst detaillierten theoretischen Analyse zu unterziehen. Dabei werden sowohl gesamtwirtschaftliche als auch einzelwirtschaftliche Vorgänge untersucht. Die Ergebnisse der gesamtwirtschaftlichen Analyse sollen durch Konfrontation mit den realen Daten auf ihren Erklärungsgehalt getestet werden. Auf der Grundlage dieser Analyse soll es möglich sein, Bedingungen für den beschäftigungspolitischen Erfolg verschiedener arbeitszeitpolitischer Strategien anzugeben bzw. neue beschäftigungsorientierte Arbeitszeitregelungen zu entwickeln.

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  • IAB-Projekt

    Arbeitszeit und Arbeitsnachfrage (01.09.1998 - 01.05.2001)

    Bellmann, Lutz;

    Projektbeschreibung

    Ziel der Studie ist es, die Substitutionsbeziehungen zwischen Beschäftigung und Arbeitszeit näher zu untersuchen. Im ersten Abschnitt wird die theoretisch nicht eindeutig zu beantwortende Frage behandelt, wie sich eine Reduzierung der Normalarbeitszeit auf die Anzahl der Beschäftigten und die eingesetzten Überstunden auswirkt. Weiterhin soll untersucht werden, inwieweit Normalarbeitszeitreduzierungen durch höhere Stundenlöhne kompensiert werden. Im dritten Abschnitt werden Outputelastizitäten von Beschäftigten und Stunden geschätzt sowie mögliche durch Normalarbeitszeitreduzierungen indizierte Produktivitätssteigerungen analysiert. Die Verwendung eines Betriebspaneldatensatzes ermöglicht es, die Untersuchungen getrennt für verschiedene Branchen, Qualifikationsgruppen, Regionen etc. vorzunehmen.

    Beteiligte aus dem IAB

    Bellmann, Lutz;
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  • IAB-Projekt

    Betriebliche Flexibilität (01.07.1997 - 31.12.9999)

    Bellmann, Lutz;

    Projektbeschreibung

    Die im IAB-Betriebspanel erfasste Ausdifferenzierung von Arbeitszeitformen ermöglicht es, über die betriebliche Flexibilität Aussagen zu machen. Dies wären beispielsweise der Einsatz von Überstunden, Schichtarbeit, Entkoppelung von Arbeits- und Betriebszeiten, Wochenendarbeit und auch von Arbeitszeitkonten.
    Zusätzlich kann mit dem IAB-Betriebspanel der Einfluss verschiedener betrieblicher Faktoren auf die Inanspruchnahme von unterschiedlichen Arbeitszeitformen getestet und begutachtet werden. Differenzierte Auswertungen nach Betriebsgröße und Branchenzugehörigkeit in Bezug auf die Verbreitung von Schichtarbeit sind möglich. Die betriebliche Arbeitszeitstruktur kann sowohl auf der Betriebsebene als auch auf der Ebene der Beschäftigten analysiert werden. Analysen über die Flexibilisierung durch die Gestaltung der Beschäftigtenstruktur sind möglich, weil das IAB-Betriebspanel Informationen über die Entwicklung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitarbeit, Leiharbeit und befristete Beschäftigung liefert. Es lässt sich beispielsweise darstellen, welche Beschäftigtengruppen von bestimmten Arbeitszeitformen am häufigsten betroffen sind.
    Das IAB-Betriebspanel bietet die Möglichkeit, neben Querschnittsanalysen auch Längsschnittanalysen zur Untersuchung des innerbetrieblichen Strukturwandels einzusetzen. Auf diese Art und Weise lässt sich z.B. die Nutzung von Schichtarbeit oder auch die Entwicklung der Beschäftigtenstruktur in den gleichen Betrieben über mehrere Jahre hinweg untersuchen.>>
    Betriebliche Reorganisationsmaßnahmen:
    Die betriebliche Flexibilität kann durch Reorganisationsmaßnahmen erhöht werden. Hierzu lassen sich die Auswirkungen innovativer Maßnahmen der Arbeitsorganisation wie Gruppenarbeit, Dezentralisierungsstrategien (Hierarchieabbau), Neugestaltung der Beschaffungs- und Vertriebswege oder umweltbezogene Maßnahmen mit ihren Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation untersuchen. Die Analysen umfassen einerseits die Bestimmungsgründe der Reorganisation und andererseits die Folgewirkung auf die betriebliche Entwicklung.

     

    Beteiligte aus dem IAB

    Bellmann, Lutz; Möller, Iris;
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  • IAB-Projekt

    Arbeitszeit und Arbeitsvolumen (01.01.1970 - 31.12.9999)

    Wanger, Susanne;

    Projektbeschreibung

    Die Arbeitszeitforschung ist wesentlicher Bestandteil der Arbeitsmarktforschung im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang. Hierzu bedarf es u.a. tief gegliederter statistischer Zeitreihen über Erwerbstätigkeit, Arbeitszeit und Arbeitsvolumen. Das Fehlen strukturierter Daten als Grundlage für differenzierte Untersuchungen zur Arbeitszeitentwicklung wurde als gravierender Mangel empfunden. Im Rahmen dieses Projekts wurde a) eine Arbeitszeitrechnung aufgebaut, die nach Wirtschaftssektoren, Personengruppen sowie Komponenten gegliedert ist und laufend aktualisiert und weiterentwickelt wird sowie b) die Analyse und Vorausschätzung von Arbeitszeitentwicklungen im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang weiter vorangetrieben. Im Rahmen des Schwerpunktes "MAKRO" werden u.a. die Jahresarbeitszeit und ihre vielfältigen Bestimmungsfaktoren wie tarifliche Komponenten (Wochenarbeitszeit, Urlaub), konjunkturelle Komponenten (Mehrarbeitsstunden, Kurzarbeit), Entwicklung der Teilzeitbeschäftigung sowie sonstige Komponenten (Krankenstand, Streik, Mehrfachbeschäftigung) analysiert. Auf der Basis dieser Arbeiten werden Zusammenhänge zwischen Jahresarbeitszeitentwicklungen, Arbeitsvolumen und Beschäftigung untersucht. Die Einschätzung trendmäßiger Einflüsse sowie konjunktureller, saisonaler und sonstiger Bestimmungsfaktoren der Jahresarbeitszeit sind unverzichtbarer Bestandteil der halbjährlichen Arbeitsmarktvorausschau des IAB. Arbeitszeitpolitisch bedeutsame Entwicklungen werden v.a. im Hinblick auf ihre quantitativen Beschäftigungswirkungen untersucht. Auf Wunsch des Statistischen Bundesamtes hat das IAB seine Arbeitszeit- und Arbeitsvolumenrechnung (IAB-AZR) in die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen eingebracht. Erstmalig wurden im Jahr 1997 Arbeitszeit- und Arbeitsvolumengrößen im Rahmen der amtlichen Berichterstattung mit Produktionsdaten verknüpft und veröffentlicht. Dadurch wurden die Ergebnisse des IAB auf diesem Forschungsgebiet für die amtliche Statistik nutzbar gemacht. Außerdem fördert diese Zusammenarbeit die positive Weiterentwicklung der Arbeitszeitrechnung angesichts des anhaltenden Wandels der Arbeitszeitlandschaft. Der Arbeitskreis "VGR der Länder" ermittelt die Arbeitszeit und das Arbeitsvolumen der Bundesländer und Kreise nach einer Methode, die teilweise dem IAB-Konzept folgt und auf dessen Ergebnissen aufbaut.

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