Arbeitsbedingungen und Gesundheit von Beschäftigten
Der Zusammenhang von Arbeitsbedingungen bzw. Arbeitsbelastungen und der Gesundheit von Beschäftigten erhält durch die demografische Entwicklung, Digitalisierung und Klimawandel neues Gewicht. Wie muss Arbeit gestaltet sein, damit die Beschäftigten langfristig und gesund erwerbstätig sein können?
Dieses Themendossier dokumentiert die Ergebnisse empirischer Forschung der letzten Jahre.
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Literaturhinweis
Fehlzeiten-Report 2024: Bindung und Gesundheit - Fachkräfte gewinnen und halten (2024)
Zitatform
Badura, Bernhard, Antje Ducki, Johanna Baumgardt, Markus Meyer & Helmut Schröder (Hrsg.) (2024): Fehlzeiten-Report 2024. Bindung und Gesundheit - Fachkräfte gewinnen und halten. (Fehlzeiten-Report 26), Berlin: Springer, 721 S.
Abstract
"Der jährlich erscheinende Fehlzeiten-Report informiert umfassend über Entwicklungen des Krankenstandes in Deutschland. Neben detaillierten Analysen aktueller Daten werden empirische Studienergebnisse, zeitgemäße methodische Herangehensweisen und Leuchtturmprojekte des Betrieblichen Gesundheitsmanagements vorgestellt. Schwerpunkt „Bindung und Gesundheit – Fachkräfte gewinnen und halten“ Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels haben Arbeitgebende heute mehr denn je ein hohes Interesse, Beschäftigte zu gewinnen und dann langfristig gesund und leistungsfähig in der eigenen Organisation zu halten. Deshalb fokussiert der diesjährige Schwerpunkt des Fehlzeiten-Reports das Thema organisationale Bindung, denn diese reduziert nachweislich das Risiko, dass Mitarbeitende eine Organisation verlassen. Die folgenden Themen werden dabei wissenschaftlich fundiert erörtert: - Arbeitsmarktentwicklung und empirische Daten zur Mitarbeitendenbindung in Deutschland - Aktuelle Forschungsergebnisse zu organisationaler Bindung - Strategien zur Steigerung von Mitarbeitendenbindung - Zusammenhänge von gelungener Führung, Bindung und Gesundheit - Nutzen und Potenzial von Betrieblichem Gesundheitsmanagement für die Steigerung der Mitarbeitendenbindung Darüber hinaus liefert der Fehlzeiten-Report 2024 in gewohnter Qualität Daten und Analysen zu Fehlzeiten von Beschäftigten in Deutschland: - Aktuelle Statistiken zum Krankenstand in allen Branchen - Vergleichende Analysen nach Berufsgruppen, Bundesländern und Städten - Die wichtigsten für Arbeitsunfähigkeit verantwortlichen Krankheitsarten - Detaillierte Auswertungen zu Arbeitsunfällen, Langzeitarbeitsunfähigkeit, Kinderkrankengeld sowie zu Covid-19-Infektionen und deren Spätfolgen Die Herausgeberinnen und Herausgeber Der Fehlzeiten-Report wird vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Kooperation mit der Universität Bielefeld und der Berliner Hochschule für Technik herausgegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gesundheitsreport 2024 / DAK-Gesundheit: Analyse der Arbeitsunfähigkeiten. Gesundheitsrisiko Hitze. Arbeitswelt im Klimawandel (2024)
Dehl, Terese; Hildebrandt, Susanne; Burgart, Elena; Hense, Mila; Zich, Karsten; Nolting, Hans-Dieter; Woköck, Tobias; Tisch, Thorsten;Zitatform
Dehl, Terese, Susanne Hildebrandt, Karsten Zich & Hans-Dieter Nolting (2024): Gesundheitsreport 2024 / DAK-Gesundheit. Analyse der Arbeitsunfähigkeiten. Gesundheitsrisiko Hitze. Arbeitswelt im Klimawandel. (Gesundheitsreport … / DAK-Gesundheit 2024 48), Heidelberg: medhochzwei Verlag GmbH, 196 S.
Abstract
"Mit dem Klimawandel gehen nicht nur ökologische wie wirtschaftliche Herausforderungen einher, sondern er beeinflusst auch direkt die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen. Expertinnen und Experten warnen insbesondere vor den Folgen extremer Hitzewellen, die als Folge des Klimawandels vermehrt aufkommen. Es wird immer wichtiger, die damit einhergehenden Herausforderungen auch für die Arbeitswelt zu verstehen. Der diesjährige Gesundheitsreport legt daher den Fokus auf das Thema Hitze. Wie wirken sich Hitzeperioden auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus? Welche Arbeitssettings sind am stärksten belastet? Welche gesundheitlichen Folgen zeigen sich bei den Beschäftigten? Welche betrieblichen Maßnahmen werden im Umgang mit Hitzewellen genutzt? Und welche Maßnahmen wünschen sich Beschäftigte? Der DAK-Gesundheitsreport analysiert den Einfluss von Hitzeperioden – also längere Phasen mit außerordentlich hohen Temperaturen – aus der gesundheitlichen Perspektive der Beschäftigten. Die Analysen basieren zum einen auf Arbeitsunfähigkeitsdaten der DAK-Gesundheit, denen Auswertungen auf Basis von Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegenübergestellt werden, und zum anderen auf einer breit angelegten Erwerbstätigenbefragung. Fundierte Einschätzungen aus Expertensicht und eine Literaturrecherche komplettieren die Untersuchung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Die Wechselwirkung zwischen Wiedereingliederung und betrieblichem Arbeitskontext: eine prozess- und organisationssoziologische Perspektive (2024)
Ernst, Stefanie; Droste, Luigi;Zitatform
Ernst, Stefanie & Luigi Droste (2024): Die Wechselwirkung zwischen Wiedereingliederung und betrieblichem Arbeitskontext. Eine prozess- und organisationssoziologische Perspektive. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 73, H. 8-9, S. 563-580. DOI:10.3790/sfo.2024.1445002
Abstract
"Aus einer figurationssoziologischen Perspektive adressiert dieser Beitrag die Verflechtungszusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Wiedereingliederung und betrieblichem Arbeitskontext. Ausgehend von Analysen mit Daten der Erwerbstätigenbefragung, die auf sozialstrukturelle und organisationale Diskrepanzen bei der betrieblichen Reintegration verweisen, arbeitet der Beitrag dafür eine organisationssoziologische Deutung aus. Bei der inner- und überbetrieblichen Kooperation und Koordination im Kontext von betrieblichen Wiedereingliederungsprozessen kommt es zu einer Akzeleration von Komplexität und Kontingenz, da sich Verflechtungszusammenhänge ausdehnen und unterschiedliche organisationale Formen der Steuerung und Kontrolle in multiplen Schnittstellenfigurationen aufeinandertreffen. Dies impliziert Risiken: Nicht-intendierte Nebenfolgen intendierter Steuerungspraktiken, die auch in der Genese eines neuen Typs von „Wiedereingliederungsbiografien“ identifiziert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Use of Performance Appraisals and Employees' Presenteeism Behavior (2024)
Zitatform
Grund, Christian & Anna Nießen (2024): The Use of Performance Appraisals and Employees' Presenteeism Behavior. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16883), Bonn, 44 S.
Abstract
"Presenteeism behavior, i.e. working despite illness, is a common phenomenon worldwide and can have severe consequences for employees and firms alike. In this study, we investigate the relation between the use of company performance appraisals and employees' presenteeism behavior. We use linked-employer-employee data (the German Linked Personnel Panel) and apply pooled Poisson as well as linear fixed effects estimations. We show that the use of performance appraisals is associated with significant lower annual presenteeism days in the amount of one-half to one full day. In addition, the presence of a works council strengthens the negative relationship between performance appraisals and presenteeism. The results are driven by performance appraisals that are linked to performance-related pay, in particular. Our study contributes to the understanding of context specific behavioral consequences of HRM practices such as performance appraisals." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Data product DOI: 10.5164/IAB.LPP1221.de.en.v2 -
Literaturhinweis
Konjunkturschlaglicht: Krankenstand und Wirtschaftsleistung (2024)
Jannsen, Nils; Groll, Dominik;Zitatform
Jannsen, Nils & Dominik Groll (2024): Konjunkturschlaglicht: Krankenstand und Wirtschaftsleistung. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 104, H. 3, S. 215-216. DOI:10.2478/wd-2024-0057
Abstract
"Der Krankenstand ist 2022 in Deutschland massiv gestiegen und verharrte 2023 in etwa auf dem Rekordniveau. Da der Anstieg der Krankenfälle in den beiden Jahren jeweils fast 2 % des gesamten Arbeitsvolumens ausmachte, stellt sich die Frage, inwieweit dies die Wirtschaftsleitung belastete. Auch in der Vergangenheit unterlag der Krankenstand Schwankungen. Allerdings waren die jährlichen Veränderungen bei Weitem geringer." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
BKK Gesundheitsreport 2024: Spurwechsel Prävention (2024)
Klemm, Anne-Kathrin; Knieps, Franz; Pfaff, Holger;Zitatform
Klemm, Anne-Kathrin, Franz Knieps & Holger Pfaff (Hrsg.) (2024): BKK Gesundheitsreport 2024: Spurwechsel Prävention. (BKK-Gesundheitsreport 47), Berlin: MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsges. mbH & Co. KG, 321 S.
Abstract
Deutschlands Beschäftigte melden sich immer öfter krank, kehren aber nach relativ kurzer Zeit wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Das ist ein Ergebnis des heute veröffentlichten BKK Gesundheitsreports „Spurwechsel Prävention“ des BKK Dachverbands. Den Zahlen zufolge ist die Zahl der Krankschreibungen im Jahr 2023 hierzulande mit 22,4 Fehltagen pro Beschäftigtem zwar im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, der Krankenstand verharrt allerdings noch immer auf hohem Niveau. Grund hierfür sind vor allem überdurchschnittlich viele Krankmeldungen aufgrund von Atemwegserkrankungen, die auf parallele Infektionswellen mit unterschiedlichen viralen Erregern zurückzuführen sind. Zudem melden sich immer mehr Beschäftigte wegen psychischen Krankheiten arbeitsunfähig. Viele Betroffene sind oft erst nach Wochen oder Monaten wieder einsatzfähig. Der Fokus des diesjährigen BKK Gesundheitsreports richtet sich auf nachhaltige Prävention und die Frage, wie sich Krankheiten durch gezielte, maßgeschneiderte Maßnahmen im Privatleben und am Arbeitsplatz verhindern lassen.
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Literaturhinweis
Kosten der Entgeltfortzahlung: Binnen 14 Jahren verdoppelt (2024)
Pimpertz, Jochen;Zitatform
Pimpertz, Jochen (2024): Kosten der Entgeltfortzahlung: Binnen 14 Jahren verdoppelt. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,70), Köln, 4 S.
Abstract
"Im vergangenen Jahr 2023 mussten die Arbeitgeber 76,7 Milliarden Euro für die Entgeltfortzahlung ihrer erkrankten Beschäftigten aufbringen. Damit haben sich die Kosten binnen 14 Jahren verdoppelt. Der hohe Beschäftigungsstand, Lohnerhöhungen und nicht zuletzt der unverändert hohe Krankenstand lassen auch für das laufende Jahr keine Trendumkehr erwarten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Work hour mismatches and sickness absence and the moderating role of human resource practices: Evidence from Germany (2024)
Zitatform
Reich, Ricarda (2024): Work hour mismatches and sickness absence and the moderating role of human resource practices: Evidence from Germany. In: German Journal of Human Resource Management, Jg. 38, H. 1, S. 25-58. DOI:10.1177/23970022231193085
Abstract
"Working time mismatches - and especially overemployment - continue to be a highly relevant topic in German legislation, business practice and in research. However, it has been rather neglected in empirical absenteeism research. Therefore, the aim of this study is to examine the relationship between contractual overemployment, that is, the difference between contractual and preferred working hours, and sickness absence in Germany. Furthermore, this study explores the moderating role of HR practices (flexible work arrangements and part-time employment) on this relationship. Therefore, I conduct two-level negative binomial regression analyses, using data from the German Socio-economic panel (GSOEP). In line with the JD-R model, results indicate that overemployment (especially overemployment of 6-10 hours compared to a work hour match) is positively related to sickness absence. However, the moderating role of flexible work arrangements, that is, the buffer effect of working time autonomy on this link cannot be confirmed. Moreover, the results suggest that part-time employment amplifies the relationship between overemployment (1-5 hours) and sickness absence for females only. This study highlights the need to move away from standardised work hour arrangements. Indeed, it is one of the first studies that emphasises the role of preference-based contractual working hours in reducing absenteeism, also and especially because standard HR practices do not mitigate overemployment-related absenteeism, but can in fact exacerbate it. Furthermore, this study contributes to theory and literature, by extending the JD-R model to overemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Menopause: Das letzte Tabu (2024)
Rumler, Andrea; Memmert, Julia;Zitatform
Rumler, Andrea & Julia Memmert (2024): Menopause: Das letzte Tabu. In: Personalwirtschaft, Jg. 50, H. 2, S. 50-54.
Abstract
"Welche Auswirkungen haben die Wechseljahre auf die Arbeitsfähigkeit, die Karrierewege und das Wohlbefinden von Frauen am Arbeitsplatz? Wie kann das Thema im betrieblichen Gesundheitsmanagement integriert werden, und welche Unterstützungsmaßnahmen bieten sich an? Basierend auf einer Bedürfnisanalyse von Frauen in den Wechseljahren sollen im Forschungsprojekt MenoSupport innovative Maßnahmen für das betriebliche Gesundheitsmanagement entwickelt werden, mit denen Frauen in den Wechseljahren effektiv unterstützt werden können. Als Basis für die Erarbeitung der Maßnahmen dient eine online durchgeführte Befragung der Zielgruppe. Die HWR Berlin mit Andrea Rumler und Julia Memmert war dabei federführend. Sabine Nitsche und Jennifer Chan de Avila von der HTW Berlin werden im zweiten Schritt des Forschungsprojekts BGM-Maßnahmen für Frauen in den Wechseljahren entwickeln. Das Projekt läuft bis Ende September 2024. Die wichtigsten Beeinträchtigungen durch die Wechseljahre im Arbeitskontext sind erhöhter Stress, geringere Konzentrationsfähigkeit, erhöhte Ungeduld/Gereiztheit gegenüber anderen und ein geringeres Selbstbewusstsein bezüglich der eigenen Fähigkeiten. Auch physische und psychische Beeinträchtigungen spielen eine große Rolle. Fast ein Drittel der Befragten war aufgrund von Wechseljahressymptomen schon einmal krankgeschrieben oder hat unbezahlten Urlaub genommen. Knapp ein Viertel der Befragten hat wegen der Wechseljahre bereits Arbeitsstunden reduziert, und fast 20 Prozent der Befragten im Alter von über 55 Jahren gaben an, infolge der Wechseljahre früher in den Ruhestand gehen zu wollen beziehungsweise schon gegangen zu sein." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
MenoSupport: Ergebnisüberblick zur deutschlandweiten Onlinebefragung zum Thema Wechseljahre am Arbeitsplatz (2024)
Rumler, Andrea; Memmert, Julia;Zitatform
Rumler, Andrea & Julia Memmert (2024): MenoSupport: Ergebnisüberblick zur deutschlandweiten Onlinebefragung zum Thema Wechseljahre am Arbeitsplatz. Berlin, 6 S.
Abstract
"Wissenschaftlerinnen an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) erhoben im Rahmen des Projekts MenoSupport im 1. Halbjahr 2023 erstmals Daten in Deutschland zum Thema Wechseljahre am Arbeitsplatz und zeigten Unternehmen Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen in den Wechseljahren im betrieblichen Kontext auf." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Krankheitsbedingte Fehlzeiten: Zwischen Bettkanten und dünnen Personaldecken - Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (2024)
Windscheid-Profeta, Eike;Zitatform
Windscheid-Profeta, Eike (2024): Krankheitsbedingte Fehlzeiten: Zwischen Bettkanten und dünnen Personaldecken - Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut. In: WSI-Blog Work on Progress, Jg. 12.
Abstract
"Krankheitsbedingte Fehlzeiten auf Höchststand: Machen es Entgeltfortzahlung und Lohnersatzleistungen zu leicht, sich krank zu melden? Eine differenzierte Analyse lenkt den Blick auf Arbeitsbelastungen und Präventionsmängel." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einordnung des deutlichen Anstiegs der krankheitsbedingten Fehlzeiten seit 2022 (2024)
Zitatform
Ziebarth, Nicolas R. & Stefan Pichler (2024): Einordnung des deutlichen Anstiegs der krankheitsbedingten Fehlzeiten seit 2022. (ZEW policy Brief / ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung 2024-18), Mannheim, 9 S.
Abstract
"Seit 2022 sind die krankheitsbedingten Fehlzeiten laut übereinstimmender Berichte und auf Basis unterschiedlicher Datenquellen stark angestiegen. Es gilt festzuhalten, dass es in Deutschland keine einheitliche und repräsentative Datenbasis gibt, die Fehlzeiten nach Krankheitsdauer akkurat und vollständig erfasst. Viele Berichte beruhen auf Daten einzelner Krankenkassen, die sowohl selektiv als auch unvollständig sind, weil sie beispielsweise Fehlzeiten von unter vier Tagen nur sehr beschränkt erfassen. Zudem existiert keine international vergleichbare Datenbasis. Zusätzlich gilt, dass Deutschland eine der weltweit großzügigsten Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall hat: Jede privatwirtschaftlich angestellte Person hat das Recht, im Krankheitsfall vom ersten Tag an 100 Prozent des Lohnes zu erhalten - für eine Krankheitsdauer von bis zu sechs Wochen. Das impliziert, dass Deutschland pro Arbeitnehmer und Jahr vermutlich eine der höchsten Fehlzeiten weltweit aufzuweisen hat - und zwar schon vor dem mutmaßlichen Anstieg seit 2022. Die von der Techniker Krankenkasse erfassten Fehlzeiten liegen bei 19,4 Tagen pro Person für das Jahr 2023. Es gibt vier mögliche Haupterklärungsgründe für den Anstieg seit 2022: (1) die telefonische Krankschreibung, (2) Covid-19, "Long Covid" sowie mehr Infektionen, (3) ein durch die Pandemie verändertes Fehlzeitenverhalten und (4) eine verbesserte elektronische Datenübermittlung. Es gibt starke Anhaltspunkte, dass der Großteil des Anstiegs der Fehlzeiten auf (4) - eine bessere statistische Erfassung der Fehlzeiten - zurückzuführen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gesundheitsreport 2024 – Arbeitsunfähigkeiten (2024)
Zitatform
(2024): Gesundheitsreport 2024 – Arbeitsunfähigkeiten. (Gesundheitsreport / TK, Die Techniker. Arbeitsunfähigkeiten 2017), Hamburg, 82 S.
Abstract
"Der jährlich erscheinende Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) befasst sich in zwei jeweils routinemäßig aktualisierten Hauptabschnitten mit Arbeitsunfähigkeiten sowie mit Arzneiverordnungen bei Erwerbspersonen. Das vorliegende Dokument beinhaltet Ergebnisse zu Arbeitsunfähigkeiten. Zudem wird im Abschnitt „Erwerbspersonen mit Mitgliedschaft in der Techniker“ die Untersuchungspopulation beziehungsweise Datengrundlage der Auswertungen dargestellt. Betrachtet werden im Gesundheitsreport Daten zu Erwerbspersonen, zu denen neben den Berufstätigen auch Beziehende von Arbeitslosengeld zählen. Sowohl zur Arbeitsunfähigkeit als auch zu Arzneiverordnungen werden im aktuellen Gesundheitsreport Daten über einen Zeitraum von 24 Jahren von 2000 bis 2023 analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fehlzeiten-Report 2023: Zeitenwende - Arbeit gesund gestalten (2023)
Zitatform
Badura, Bernhard, Antje Ducki, Helmut Schröder, Johanna Baumgardt & Markus Meyer (Hrsg.) (2023): Fehlzeiten-Report 2023. Zeitenwende - Arbeit gesund gestalten. (Fehlzeiten-Report 2023), Berlin: Springer, 815 S.
Abstract
"Der jährlich als Buch erscheinende Fehlzeiten-Report informiert umfassend über Strukturen und Entwicklungen des Krankenstandes von Beschäftigten der deutschen Wirtschaft und beleuchtet dabei einzelne Branchen detailliert. Derzeit sind Unternehmen vermehrt mit multiplen Krisen und den damit verbundenen Umbrüchen konfrontiert. Doch gerade in Zeiten des Wandels braucht es leistungsstarke und gesunde Beschäftigte, da letztlich diese die notwendigen Veränderungsprozesse mittragen, gestalten und umsetzen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer)
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Suchthaftes Arbeiten und Gesundheit: Empirische Befunde für Deutschland (2023)
Zitatform
Berk, Beatrice van, Christian Ebner & Daniela Rohrbach-Schmidt (2023): Suchthaftes Arbeiten und Gesundheit. Empirische Befunde für Deutschland. (Hans-Böckler-Stiftung. Study 482), Düsseldorf, 55 S.
Abstract
"Suchthaftes Arbeiten stellt in Deutschland kein Randphänomen dar und ist über unterschiedlichste Berufsgruppen hinweg verbreitet. Auf Basis einer groß angelegten Erwerbstätigenbefragung untersucht die vorliegende Studie detailliert die Zusammenhänge zwischen suchthaftem Arbeiten und Gesundheit. Dabei zeigt sich, dass suchthaft Arbeitende nicht nur in erhöhtem Maße psychosomatische und körperliche Beschwerden aufweisen, sondern auch seltener eine ärztliche Behandlung aufsuchen. Die Befunde haben Implikationen für einzelne Betroffene, aber auch für Betriebe und Gesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Physische und psychische Gesundheit in deutschen Betrieben (2023)
Zitatform
Grunau, Philipp, Kevin Ruf, Stefanie Wolter & Gloria Hauschka (2023): Physische und psychische Gesundheit in deutschen Betrieben. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 622), Berlin, 30 S.
Abstract
"Dieser Bericht befasst sich mit Gesundheit und Wohlbefinden von Beschäftigten in Deutschland zwischen 2013 bis 2021. Zuerst wird die Entwicklung ausgewählter Gesundheitsmaße - allgemeine Gesundheit, Wohlbefinden, Krankheitstage, Präsentismus - dargestellt. Anschließend werden strukturelle Zusammenhänge deskriptiv untersucht. Darauf aufbauend wird anhand von multivariaten Regressionsanalysen überprüft, welche Faktoren Gesundheit und Wohlbefinden tatsächlich beeinflussen. Im Fokus stehen hierbei individuelle, berufliche und betriebliche Rahmenbedingungen. Unsere Befunde deuten darauf hin, dass Beschäftigte und Firmen von Maßnahmen profitieren können, die Arbeitsbedingungen verbessern, eine gute Führungskultur fördern und Präsentismus reduzieren. Die Minimierung psychische Belastungsfaktoren im Arbeitskontext und eine gesundheitsfördernde Arbeitsgestaltung sollte gezielt von Betrieben gefördert werden. Durch geeignete Maßnahmen können gesundheitsbedingte Produktivitätsausfälle verringert werden und die Gesundheit der Belegschaft auf lange Sicht erhalten werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
To what extent do job insecurity, income satisfaction, and self-rated health mediate the association between low income and presenteeism in Germany? A gendered analysis (2023)
Zitatform
Pförtner, Timo-Kolja & Ibrahim Demirer (2023): To what extent do job insecurity, income satisfaction, and self-rated health mediate the association between low income and presenteeism in Germany? A gendered analysis. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 96, H. 7, S. 999-1008. DOI:10.1007/s00420-023-01982-9
Abstract
"Low income is considered a possible determinant of presenteeism, explained by poor working and living conditions, increased levels of uncertainties and anxiety, and poor health status. We aimed to examine the association between low income and presenteeism by gender and to explain their association using different mediators." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Kosten der Entgeltfortzahlung auf Rekordniveau – trotz Datenkorrektur (2023)
Pimpertz, Jochen;Zitatform
Pimpertz, Jochen (2023): Kosten der Entgeltfortzahlung auf Rekordniveau – trotz Datenkorrektur. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2023,70), Köln, 3 S.
Abstract
"Im Jahr 2022 mussten die Arbeitgeber gut 70 Milliarden Euro für die Entgeltfortzahlung ihrer erkrankten Beschäftigten aufbringen. Aufgrund einer Datenrevision fällt die Summe zwar geringer aus als bislang erwartet, aber sie liegt immer noch auf Rekordniveau. Für das laufende Jahr ist nicht von einem Rückgang auszugehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fehlzeiten-Report 2022: Verantwortung und Gesundheit (2022)
Zitatform
Badura, Bernhard, Antje Ducki, Markus Meyer & Helmut Schröder (Hrsg.) (2022): Fehlzeiten-Report 2022. Verantwortung und Gesundheit. (Fehlzeiten-Report 2022), Berlin: Springer, 655 S.
Abstract
"Zahlen, Daten, Analysen aus allen Branchen der Wirtschaft. Der jährlich als Buch erscheinende Fehlzeiten-Report informiert umfassend über Strukturen und Entwicklungen des Krankenstandes von Beschäftigten der deutschen Wirtschaft und beleuchtet dabei einzelne Branchen detailliert. Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf der Unternehmensverantwortung bezüglich ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Rolle für die Gesellschaft in einer von tiefgreifenden Krisen und Transformationsprozessen geprägten Zeit. Der Fehlzeiten-Report 2022 erörtert wissenschaftlich fundiert u. a.: die Notwendigkeit einer multiplen, ebenenübergreifenden Verantwortungsübernahme; die Bedeutung von Nachhaltigkeitsmanagement für Unternehmen wie gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln mit der Arbeitszufriedenheit und der Gesundheit der Beschäftigten in Zeiten mobiler und hybrider Arbeit zusammenhängt; was es bedeutet, wenn „Gesundheit“ in den unternehmerischen Wertekanon aufgenommen und in unternehmerische Prozesse und Abläufe integriert wird; welchen Nutzen und welches Potenzial das Thema Verantwortung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement birgt; In gewohnter Qualität liefert die Rubrik Daten und Analysen darüber hinaus Informationen für alle, die Verantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Unternehmen tragen. Aus dem Inhalt: Aktuelle Statistiken zum Krankenstand der Arbeitnehmenden in allen Branchen; Die wichtigsten für Arbeitsunfähigkeit verantwortlichen Krankheitsarten; Anzahl und Ausmaß der Arbeitsunfälle, Langzeitarbeitsunfähigkeiten oder Inanspruchnahme von Kinderkrankengeld; Vergleichende Analysen nach Bundesländern, Städten, Branchen und Berufsgruppen; Anschauliche Darstellung durch zahlreiche Abbildungen und Tabellen" (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer)
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Performance pay, working hours, and health-related absenteeism (2022)
Zitatform
Devaro, Jed (2022): Performance pay, working hours, and health-related absenteeism. In: Industrial Relations, Jg. 61, H. 4, S. 327-352. DOI:10.1111/irel.12308
Abstract
"Analysis of broad, U.K. worker-establishment matched panel data from 2004 to 2011 reveals that working hours increase with the fraction of an establishment's workers receiving performance-based pay, if the cutoff for “long weekly hours” is from 35 to 39, but not beyond a sharp discontinuity at 40. Long hours are found to be unrelated to various workplace health problems but positively related to health-related absenteeism. Combined with complementary research on hours and productivity, the results suggest that the well-known productivity enhancements from performance pay are dampened by exhaustion-induced absenteeism stemming from additional working hours and higher per-hour work intensity." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
