Digitale Arbeitswelt – Chancen und Herausforderungen für Beschäftigte und Arbeitsmarkt
Der digitale Wandel der Arbeitswelt gilt als eine der großen Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Wie arbeiten wir in Zukunft? Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung und die Nutzung Künstlicher Intelligenz auf Beschäftigung und Arbeitsmarkt? Welche Qualifikationen werden künftig benötigt? Wie verändern sich Tätigkeiten und Berufe? Welche arbeits- und sozialrechtlichen Konsequenzen ergeben sich daraus?
Dieses Themendossier dokumentiert Forschungsergebnisse zum Thema in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen und Regionen.
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Gesamtbetrachtungen/Positionen
- Arbeitsformen, Arbeitszeit und Gesundheit
- Qualifikationsanforderungen und Berufe
- Arbeitsplatz- und Beschäftigungseffekte
- Wirtschaftsbereiche
- Arbeits- und sozialrechtliche Aspekte / digitale soziale Sicherung
- Deutschland
- Andere Länder/ internationaler Vergleich
- Besondere Personengruppen
-
Literaturhinweis
Potentielle Partnerländer für den Import von grünem Wasserstoff nach Deutschland: Version 1.0 (2022)
Ronsiek, Linus; Schur, Alexander Christian; Mönnig, Anke; Schneemann, Christian ; Schroer, Jan Philipp; Zenk, Johanna ;Zitatform
Ronsiek, Linus, Anke Mönnig, Christian Schneemann, Johanna Zenk, Jan Philipp Schroer & Alexander Christian Schur (2022): Potentielle Partnerländer für den Import von grünem Wasserstoff nach Deutschland. Version 1.0. (BIBB discussion paper), Bonn, 46 S.
Abstract
"Mit dem Potential das Energie-, Wärme-, Wirtschafts- und Verkehrssystem in Deutschland zu dekarbonisieren wird Wasserstoff, als Energieträger der Zukunft, eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Klimaziele zugesprochen. Wird dieser anhand von erneuerbaren Energien gewonnen (sog. grüner Wasserstoff) ermöglicht er eine Speicherung und damit flexible Nutzung erneuerbarer Energien. Nicht nur auf nationaler, sondern auch auf EU-Ebene wird davon ausgegangen, dass die Kapazitäten für die Produktion von grünem bzw. klimafreundlichem Wasserstoff nicht für eine autarke Energieversorgung ausreichen werden. Mit Fokus auf den Import von grünem Wasserstoff analysiert das vorliegende Diskussionspaper mögliche Kooperationspartnerschaften für Deutschland sowohl innerhalb der EU, als auch außerhalb des Staatenbundes. Im Ergebnis zeigt sich, dass in der mittleren Frist bis 2030 insbesondere Norwegen und Marokko als potentielle Partnerländer infrage kommen. Partnerschaften innerhalb der EU bieten sich vor allem mit Blick auf die politische Stabilität, die wirtschaftlichen Verflechtungen sowie die geografische Nähe an, sind aber aufgrund der bis 2030 abzusehenden Exportpotentiale eher erst in der langen Frist zu erwarten." (BIBB-Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
The Future of Work and Workers: Insights from US Labour Studies (2022)
Zitatform
Schulze-Cleven, Tobias & Todd E. Vachon (2022): The Future of Work and Workers: Insights from US Labour Studies. In: Global Labour Journal, Jg. 19, H. 1, S. 122-134. DOI:10.15173/glj.v13i1.5068
Abstract
"We have argued in this essay that it is during times of uncertainty such as this that ideas are most important. Ideas are the basis upon which actors can treat uncertainty as risk and engage in rational problem-solving. How can we best ensure that workers are protected and equity is centred in the process of institutional renewal? Drawing from a labour studies perspective on the future of work and workers, we have highlighted several crucial considerations and principles that have been missing from most contemporary US-based discussions and that we suspect can travel beyond the borders of the United States. Together, we believe, these insights can help guide attempts to build a future in which work is rewarding and in which workers have a voice about how it is conducted. Collaborative research efforts and partnerships between academics and practitioners to explore these elements and others are one way through which shared visions can be developed and the seeds for a more just and equitable future may be planted. We look forward to participating in such conversations in the days and years ahead and encourage you to join as well." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Social Law 4.0: New Approaches for Ensuring and Financing Social Security in the Digital Age (2021)
Becker, Ulrich; Chesalina, Olga;Zitatform
Becker, Ulrich & Olga Chesalina (Hrsg.) (2021): Social Law 4.0. New Approaches for Ensuring and Financing Social Security in the Digital Age. (Studien aus dem Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik 74), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 393 S. DOI:10.5771/9783748912002
Abstract
"Digitalisierung und die damit einhergehenden Veränderungen der Arbeitswelt stellen das Standardmodell der Beschäftigung als Basis von sozialen Sicherungssystemen zunehmend in Frage. Während sich eine wachsende Zahl an Veröffentlichungen mit deren Folgen für das Arbeitsrecht beschäftigen, bleibt bis heute das Sozialrecht weitgehend ausgeblendet. Das Buch schafft Abhilfe. Es beschäftigt sich mit den wichtigsten Herausforderungen für den sozialen Schutz durch Digitalisierung, dem Zugang zu Sicherungssystemen und deren Finanzierung am Beispiel der Plattformarbeit. Es gibt einen Überblick über nationale Lösungsansätze, analysiert dies in vergleichender Perspektive und stellt sie in einen transnationalen Kontext. Das Buch vereint Fallstudien aus Belgien, Italien, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Spanien, Frankreich und Estland und behandelt die Herausforderungen, die Reformen für eine Standardsetzung auf EU-Ebene, für die Koordinierung innerhalb der EU und für ihr Verhältnis zum Steuerrecht ausgesetzt sind. Es vermittelt damit neue Einsichten, wie ein „Sozialrecht 4.0“ aussehen sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Platform work and social security in German law: An international law perspective (2021)
Eichenhofer, Eberhard;Zitatform
Eichenhofer, Eberhard (2021): Platform work and social security in German law: An international law perspective. In: International social security review, Jg. 74, H. 3/4, S. 111-132. DOI:10.1111/issr.12280
Abstract
"Plattformarbeit stellt die herkömmliche Gesetzgebung der sozialen Sicherheit vor zweierlei Herausforderungen. Erstens lassen sich lohnabhängige und selbstständige Beschäftigung nicht mehr genau voneinander trennen, da die Grenzen verschwimmen. Dies ist ein grundlegendes Thema für die Sozialversicherungsgesetzgebung, da die Unterscheidungskriterien zwischen lohnabhängiger und selbstständiger Arbeit genau festgelegt sein müssen. Hinsichtlich der Unterscheidung zwischen lohnabhängiger und selbstständiger Arbeit zeigt das deutsche Recht, dass bei der Bestimmung des Beschäftigungsstatus eine Verlagerung weg von externen und objektiven Kriterien hin zu einer Vereinbarung der Vertragsparteien stattgefunden hat, die nach Privatrecht umzusetzen ist, aber auch vom Recht der sozialen Sicherheit anerkannt wird. Zweitens ist Plattformarbeit stark an eine digitale Kommunikation gebunden, die den ganzen Globus umspannt. Plattformarbeit kann daher auch den internationalen Handel fördern, da transnationales Arbeiten verfügbarer und effizienter wird. Es muss demnach untersucht werden, welche Auswirkungen die Plattformarbeit für das Recht auf internationaler Ebene hat. Im internationalen Recht kann festgelegt werden, welche nationalen Gesetze von den Vertragsparteien anzuwenden sind. Der Schutz von Angestellten durch das Recht der sozialen Sicherheit hat demzufolge mit den privatrechtlichen Vereinbarungen zwischen Dienstleistungsanbietern und Dienstleistungsempfängern zu tun. Doch es gibt zahlreiche Lücken in den Sozialschutzvorkehrungen von Dienstleistungsanbietern. In vielen Ländern ist das Bewusstsein gewachsen, dass es Defizite im Sozialschutz von Plattformarbeitnehmern gibt, und es werden Maßnahmen geprüft, um den sozialen Status von Plattformarbeitnehmern zu verbessern. Analysen haben gezeigt, dass es in der gemeinsamen Verantwortung der Dienstleistungsanbieter und Dienstleistungsempfänger liegt, die Sozialversicherungsdeckung unter derselben nationalen Gesetzgebung zu verwirklichen. Aus Sicht des internationalen Rechts jedoch zeigt sich, dass die internationalen Rechtsnormen den Reformen oft Einschränkungen aufzwingen." (Autorenreferat, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons)
-
Literaturhinweis
Gute Arbeit für "Outsider" – welche Rechte genießen Plattformtätige in Europa? (2021)
Hochscheidt, Lukas; Wixforth, Susanne;Zitatform
Hochscheidt, Lukas & Susanne Wixforth (2021): Gute Arbeit für "Outsider" – welche Rechte genießen Plattformtätige in Europa? In: Soziale Sicherheit, Jg. 70, H. 4, S. 138-142.
Abstract
"Die Plattformwirtschaft stellt Arbeitsmärkte weltweit vor neue Herausforderungen. Wie die EU-Mitgliedstaaten ihren sozialpolitischen Anspruch gegenüber der wachsenden prekären Arbeit verteidigen, kristallisiert sich in der Frage der Arbeitnehmer*innendefinition: Werden Plattformarbeiter*innen als Beschäftigte mit entsprechenden Arbeits- und Sozialschutzrechten anerkannt? Oder wird das Feld den Plattformkonzernen überlassen, die sie in Scheinselbstständigkeit beschäftigen? Ein europäischer Vergleich." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Assistenzsysteme in der Industrie 4.0: Arbeitsrechtliche und beschäftigtendatenschutzrechtliche Fragestellungen in einem automatisierten Arbeitsumfeld (2021)
Hofmann, Kai;Zitatform
Hofmann, Kai (2021): Assistenzsysteme in der Industrie 4.0. Arbeitsrechtliche und beschäftigtendatenschutzrechtliche Fragestellungen in einem automatisierten Arbeitsumfeld. (Der elektronische Rechtsverkehr 45), Baden-Baden: Nomos, 629 S. DOI:10.5771/9783748925149
Abstract
"Das Werk widmet sich der Arbeit in der Industrie 4.0, einer Entwicklung, bei der alle realen Prozesse in der Fabrik digital erfassen und so noch stärker automatisiert werden sollen. Für die Beschäftigten bringt dies Chancen, es droht aber auch Dequalifizierung und umfassende Überwachung. Im Arbeitsrecht werden deswegen die rechtliche Bindungskraft der menschengerechten Gestaltung der Arbeit und die Mensch-Maschine-Kollaboration untersucht. Im Datenschutz steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern die effiziente Organisation der Arbeit eine intensive Datenverarbeitung rechtfertigt. Dazu wird in Abgrenzung beider Rechtsgebiete ein neuer Lösungsansatz vorgestellt, abgeleitet aus dem Zusammenspiel deutscher und europäischer Grundrechte." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Automation and public support for workfare (2021)
Zitatform
Im, Zhen Jie & Kathrin Komp-Leukkunen (2021): Automation and public support for workfare. In: Journal of European Social Policy, Jg. 31, H. 4, S. 457-472. DOI:10.1177/09589287211002432
Abstract
"Automation has permeated workplaces and threatens labour in the production process. Concurrently, European governments have expanded workfare which imposes stringent conditions and sanctions on unemployed workers after the onset of austerity. We explore how automation risk affects workfare support. Recent research finds that most routine workers ‘survive’ in their routine jobs. Despite avoiding unemployment, routine workers may face the threat of status decline as automation erodes the value of routine work. They may respond by differentiating themselves from lower-ranked social groups such as unemployed workers. Such boundary drawing may manifest views that the unemployed are less deserving of welfare. We thus posit that routine workers may support workfare to assuage their fears of status decline. We further explore if worsening economic hardship, proxied as rising unemployment rates over time, increases their support for workfare. We conducted pooled and multilevel analyses using data from the European Social Survey. We find that routine workers significantly support workfare. We also find that routine workers support workfare when economic hardship worsens, but oppose it when conditions ameliorate. Findings suggest that status threat is an important channel by which automation risk may affect workfare support, but its impact depends on social context, hence yielding country-differences. Worsening economic hardship may exacerbate routine workers’ status decline fears, and intensify their harsh views against unemployed workers. Automation risk may thus have a greater impact on workfare support under such conditions. Policymakers can use these findings to assess how workfare may be publicly received and under various economic conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Digitalisierung und Arbeit – Befunde aus der arbeitssoziologischen Forschung (2021)
Kuhlmann, Martin;Zitatform
Kuhlmann, Martin (2021): Digitalisierung und Arbeit – Befunde aus der arbeitssoziologischen Forschung. In: P. Dehnbostel, G. Richter, T. Schröder & A. Tisch (Hrsg.) (2021): Kompetenzentwicklung in der digitalen Arbeitswelt, S. 71-90.
Abstract
"Die Diskussion über Digitalisierung und Arbeit ist nach wie vor von Pauschalisierungen geprägt und leidet unter einem Mangel an empirisch gesicherten Befunden. Auf Basis von Fallstudien mit Erhebungen auch auf Arbeitsplatz- und Beschäftigtenebene werden Ergebnisse der arbeitssoziologischen Forschung vorgestellt. Behandelt werden Nutzungsformen der Digitalisierung und deren Arbeitswirkungen, strukturierende Einflussgrößen sowie Wahrnehmungen und Bewertungen der Beschäftigten. Der Beitrag betont, dass die digitalisierte Arbeitswelt vielfältig strukturiert ist. Branchenbedingungen, Arten von Tätigkeiten und arbeitspolitische Leitbilder spielen dabei eine wichtige Rolle. Arbeitspolitisch werden Mitgestaltungsmöglichkeiten der Beschäftigten betont, die den Untersuchungen zufolge allerdings meist unzureichend realisiert sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Welfare Reform in Post-COVID-19 Europe: New Thinking for a Post-Crisis World (2021)
Zitatform
Lepomäki, Elina & Enzo Weber (2021): Welfare Reform in Post-COVID-19 Europe: New Thinking for a Post-Crisis World. In: The Forum / The Lisbon Council H. 07.01.2021, o. Sz., 2020-12-14.
Abstract
"The crisis and digitalisation made evident the need for better social protection for platform workers and the self-employed. But it also opened up the path to urgent, more imaginative ways of insuring those workers and guaranteeing that security reaches the places and pockets where it is needed most. Several novel ideas are in circulation..." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Geschlechtsspezifische Arbeitsmarkteffekte der Digitalisierung: ein Literaturüberblick zum Forschungsstand (2021)
Maier, Friederike;Zitatform
Maier, Friederike (2021): Geschlechtsspezifische Arbeitsmarkteffekte der Digitalisierung. Ein Literaturüberblick zum Forschungsstand. (Discussion papers des Harriet Taylor Mill-Instituts für Ökonomie und Geschlechterforschung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin 44), Berlin, 37 S.
Abstract
"Die Arbeit der Zukunft und die Zukunft der Arbeit sind angesichts der digitalen Transformation der Ökonomie wieder in aller Munde – das Spektrum der Bewertungen reicht dabei von äußerst düsteren Prognosen bis zu optimistischen, die Gestaltbarkeit der Prozesse betonenden Analysen. Geschlechteraspekte kommen dabei bisher nur am Rande zur Sprache. Das folgende Paper stellt den Stand der Diskussion unter dem Aspekt der Chancengleichheit der Geschlechter dar: es resümiert zunächst den aktuell erreichten Stand der Erwerbstätigkeit von Frauen, stellt dann die zurzeit diskutierten Prognosen insbesondere für Deutschland vor und präsentiert die nach Geschlecht differenzierenden Analysen. Dabei wird unterschieden zwischen quantitativen Effekten generell, der Veränderung von Tätigkeiten und deren Inhalten im Detail sowie den Folgen der Digitalisierung für die Bewertung und Entlohnung von Erwerbsarbeit. Im abschließenden Kapitel wird darauf rekurriert, dass die Digitalisierung keines der zahlreichen gleichstellungspolitischen Probleme automatisch lösen wird, im Gegenteil: zu den notwendigen Veränderungen kommen neue hinzu, die durch die Digitalisierung ausgelöst werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Legal Technology im Arbeitsrecht: Ein Thema für industrielle Beziehungen und Arbeitsforschung? (2021)
Zitatform
Rehder, Britta, Birgit Apitzsch & Berthold Vogel (2021): Legal Technology im Arbeitsrecht: Ein Thema für industrielle Beziehungen und Arbeitsforschung? In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 30, H. 4, S. 357-374. DOI:10.1515/arbeit-2021-0023
Abstract
"Die Digitalisierung betrifft das Arbeitsrecht und die industriellen Beziehungen nicht nur durch die Veränderung von Arbeitsorganisation und Beschäftigungsformen, beispielsweise im Kontext von Crowdwork, sondern auch durch den Bedeutungsgewinn von Legal Technologies. Diese umfassen die standardisierte Bearbeitung von Rechtsangelegenheiten mittels Online-Tools, Rechtsgeneratoren und Legal Robots. Der Beitrag zielt auf eine Exploration der Formen und Folgen der Digitalisierung von Rechtsdienstleistungen im Arbeitsrecht für die industriellen Beziehungen. Auf Grundlage der Analyse prominenter Beispiele von Legal-Tech-Angeboten gibt er Einblicke in die Ausrichtung der Angebote und Anbieter und diskutiert mögliche Folgen für die etablierten Akteure der betrieblichen Mitbestimmung und der gewerkschaftlichen Interessenvertretung. Unsere übergreifende These lautet, dass sich aus dem Möglichkeitsraum der digitalen Rechtsanwendung und -durchsetzung sowohl neue Handlungsspielräume als auch Gefährdungen für die Akteure der kollektiven Interessenvertretung in den industriellen Beziehungen ergeben, die daher gut beraten wären, die Entwicklung der Legal Technologies aktiv mitzugestalten." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
-
Literaturhinweis
Heimarbeit: Ansatzpunkt für Soziale Sicherung in Zeiten der Digitalisierung?: Von der „Lex Behm“ 1922 zu aktuellen genderspezifischen Handlungserfordernissen aufgrund der Digitalisierung (2021)
Rust, Ursula;Zitatform
Rust, Ursula (2021): Heimarbeit: Ansatzpunkt für Soziale Sicherung in Zeiten der Digitalisierung? Von der „Lex Behm“ 1922 zu aktuellen genderspezifischen Handlungserfordernissen aufgrund der Digitalisierung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 71, H. 1, S. 53-78. DOI:10.3790/sfo.71.1.53
Abstract
"Die Digitalisierung hat die Möglichkeiten, Erwerbsarbeit von zu Hause aus nachzugehen erweitert. Dadurch drohen Lücken in der sozialen Sicherung. Frauen sind von diesem Risiko besonders betroffen, da sie u.a. aufgrund ihres höheren Anteils an der Erbringung häuslicher Care-Arbeit der Erwerbsarbeit häufiger von zu Hause nachgehen. Die Problematik ist aber nicht neu: Bereits im frühen 20. Jahrhundert wurden gesetzliche Regelungen zur sozialen Sicherung von Heimarbeit eingeführt. Der Aufsatz untersucht die Entstehungsgeschichte und Weiterentwicklung der sozialen Sicherung von Heimarbeit einschließlich notwendiger Anpassungen an die elektronische Arbeitsweise der Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung um zu klären, ob die vom „Homeoffice“ der abhängigen Beschäftigung und von der Selbständigkeit zu unterscheidende Heimarbeit ein Ansatzpunkt zur Schließung digitalisierungsbedingter Lücken der sozialen Sicherung sein kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Perspektiven nach Corona: Vorschlag zu einer Arbeitslosenversicherung für Selbstständige (Teil 2) (2021)
Zitatform
Schoukens, Paul & Enzo Weber (2021): Perspektiven nach Corona: Vorschlag zu einer Arbeitslosenversicherung für Selbstständige (Teil 2). In: Soziale Sicherheit, Jg. 70, H. 1, S. 32-36., 2020-10-07.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der Corona-Krise wird in diesem Papier der Aufbau einer Arbeitslosenversicherung für Selbstständige behandelt. Traditionell wird eine Absicherung von Einkommensrisiken für Selbstständige oft als Widerspruch zum Wesen des unternehmerischen Risikos gesehen. Allerdings kann eine Arbeitslosenversicherung, die nicht mehr ausschließlich für Normalarbeitsverhältnisse gilt, einen Beitrag zu einer nachhaltigen, produktiven und sozial abgesicherten Arbeitsmarktentwicklung leisten. Gleichzeitig kann sie verhindern, dass Betroffene im Fall einer Arbeitslosigkeit unnötig auf die Grundsicherung zurückfallen, sodass das System die Bedürfnisse von Menschen in Armut effektiver erfüllen kann. Diese Vorteile sprechen für eine umfassende Absicherung, während bestehende freiwillige Systeme regelmäßig nur eine bruchstückhafte Absicherung bieten. In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, die Regeln in geeigneter Weise anzupassen, sodass die spezifischen Bedürfnisse von Selbstständigen berücksichtigt werden. Daher diskutieren wir wichtige Regeln und Bedingungen für Selbstständige und leiten daraus Schlussfolgerungen ab, wie die Arbeitslosenversicherung für sie gestaltet werden sollte." (Textauszug, IAB-Doku
-
Literaturhinweis
Digitale Plattformarbeit - Digitale Soziale Sicherung (2021)
Zitatform
Weber, Enzo (2021): Digitale Plattformarbeit - Digitale Soziale Sicherung. In: F. Knieps, H. Pfaff (Hrsg.) (2021): Krise - Wandel - Aufbruch : Zahlen, Daten, Fakten : mit Gastbeiträgen aus Wissenschaft, Politik und Praxis : BKK Gesundheitsreport 2021, S. 344-348.
Abstract
"Die Digitalisierung krempelt die Arbeitswelt in vielfacher Hinsicht um. Jobs fallen weg, andere entstehen neu, Berufe verändern sich, die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsinhalte wandeln sich. Darüber hinaus geht es aber auch um die Art und Weise, wie Arbeitsmärkte funktionieren: Onlineolattformen organisieren Arbeitsmärkte digital, Angebot an und Nachfrage nach einzelnen Tätigkeiten werden zusammengebracht. Letztere sind extrem vielfältig, das Spektrum reicht etwa von Fahrdienstleistungen bis zur Programmierung. Alle diese Veränderungen verstärkten sich in der Corona-Krise in besonderem Maße. In den vergangenen Jahren hat die Plattformwirtschaft weiter an Bedeutung gewonnen, mit dem digitalen Corona-Ausnahmezustand gab es einen Schub. Entsprechend wichtiger wird die über digitale Plattformwirtschaft organisierte Arbeit. Die soziale Absicherung in der Plattformarbeit weist dabei gravierende Lücken auf. Die "Digitale Soziale Sicherung" (DSS) zeigt ein Konzept auf, wie Sozialversicherung auch in einem sehr kurzfristig agierenden, (teilweise) international integrierten Markt organisiert werden kann. Dabei wird in die Plattformen ein digitaler Mechanismus implementiert, der mit jeder Beendigung eines Jobs automatisch einen bestimmten Prozentsatz des vereinbarten Entgelts als Sozialbeitrag abführt. Indem der DSS-Mechanismus an der Plattform ansetzt, wird ein effektives digitales Quellenabzugsverfahren für Plattformarbeit ermöglicht. Das System wäre offen für die Beteiligung (möglichst vieler) verschiedener Staaten. Die nationale Sozialversicherung behält aber ihre Souveränität und Flexibilität. Das Modell der Plattformarbeit mit seinen Chancen kann durch DSS auf eine sozial und wirtschaftlich nachhaltigere Basis gestellt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Constitutional Values in the Gig-Economy?: Why Labor Law Fails at Platform Work, and What Can We Do about It? (2021)
Zitatform
Ződi, Zsolt & Bernát Török (2021): Constitutional Values in the Gig-Economy? Why Labor Law Fails at Platform Work, and What Can We Do about It? In: Societies, Jg. 11, H. 3, S. 1-16. DOI:10.3390/soc11030086
Abstract
"Gig-work, or platform work, has been in the crosshairs of regulators since roughly the mid-2010s. The employment of an increasing number of platform workers raises a number of problems, however, there is no longer a consensus as to whether these problems are only the emergence of certain well-established labor law issues in a new guise, or completely new ones. To date, only one possible solution seems to have emerged, that of bringing platform work under the umbrella of labor law. This study argues, on the one hand, that platform work has a characteristic that was previously unknown in the world of labor relations (algorithmic and data-based work organization) and, on the other hand, that it has two other characteristics (tripartite structure and network effect) that create an entirely new quality that requires innovative legal approaches. The study selects some of the recent European Union standards regulating various kinds of online platforms which may also provide useful solutions for the regulation of platform work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Regulation, flexibility and the future of work: The case for the employment relationship as innovation facilitator (2020)
Zitatform
Aloisi, Antonio & Valerio De Stefano (2020): Regulation, flexibility and the future of work: The case for the employment relationship as innovation facilitator. In: International Labour Review, Jg. 159, H. 1, S. 47-69. DOI:10.1111/ilr.12160
Abstract
"Digital transformation and the reorganisation of the firm facilitate the emergence of new forms of work that diverge significantly from the standard employment relationship. Concomitantly, advocates of the digital disruption suggest that the existing legal framework is not suitable enough to accommodate “innovative” working templates and business models, also in light of the advent of the gig‐economy. In spite of this, labour law and its regulatory tools can continue to fulfil their role as “innovation facilitators”, enabling social institutions to adjust and firms to meet unprecedented challenges. This article represents the employment relationship as a flexible instrument, capable of adapting to the changing nature of hyper‐digitised systems. When it comes to implementing inventive business strategies, standard forms of employment imply efficiencies and cost advantages compared to non‐standard forms. First, they allow for the fully‐fledged exercise of managerial prerogative and the related internal flexibility in the use of the workforce. Second, they constitute an effective device to deliver training and to develop specific or transferable skills." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
-
Literaturhinweis
Robots and Worker Voice: An Empirical Exploration (2020)
Zitatform
Belloc, Filippo, Gabriel Burdin & Fabio Landini (2020): Robots and Worker Voice: An Empirical Exploration. (IZA discussion paper 13799), 36 S.
Abstract
"The interplay between labour institutions and the adoption of automation technologies remains poorly understood. Specifically, there is little evidence on how the nature of industrial relations shapes technological choices at the workplace level. Using a large sample of more than 20000 European establishments located in 28 countries, this paper documents conditional correlations between the presence of employee representation (ER) and the use of automation technologies. We find that ER is positively associated with robot usage. The presence of ER also correlates with the utilization of software-based artificial intelligence tools for data analytics. We extensively dig into the mechanisms through which ER may foster the use of robots by exploiting rich information on the de facto role played by ER bodies in relation to well-defined decision areas of management. Greater automation in establishments with ER does not seem to result from more adversarial employment relationships (as measured by past strike activity) or constraints on labour flexibility imposed by the interference of employee representatives with dismissal procedures. Interestingly, the positive effect of ER on robot usage is driven by workplaces operating in relatively centralized wage-setting environments, where one would expected a more limited influence of ER on wages. While our findings are exploratory and do not have a causal interpretation, they are suggestive that ER influences certain workplace practices, such as skill development, job redesign and working time management, that may be complementary to new automation technologies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Soziale Sicherung von Plattformarbeitenden: Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2020)
Gruber-Risak, Martin;Zitatform
Gruber-Risak, Martin (2020): Soziale Sicherung von Plattformarbeitenden. Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. (Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung), Berlin, 65 S.
Abstract
"Mit der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt die Vermittlung von Arbeit über Plattformen an Bedeutung. Im Mittelpunkt der Diskussion um Plattformarbeit steht häufig die rechtliche Einordnung von Plattformarbeiter*innen, die sich u. a. auf den (arbeitsrechtlichen) Schutz vor Diskriminierung oder die Geltung des Mindestlohngesetzes auswirkt. Der Status hat zudem Folgen für den sozialrechtlichen Schutz, das heißt die Absicherung von Risiken wie Krankheit, Alter, Mutter- oder Elternschaft. Zudem handelt es sich oft um unregelmäßige Arbeit, teilweise in Kombination mit anderen Tätigkeiten und sehr unterschiedlichen Einkommenschancen. Die daraus resultierenden Probleme einer adäquaten sozialen Absicherung stellen sich in besonderer Weise für Personen, die Plattformarbeit als Möglichkeit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wählen oder Personen in unteren Einkommenssegmenten, denen es an alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten fehlt. Dazu gehören nicht unwesentlich Frauen. Prof. Dr. Martin Gruber-Risak weist in seiner Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht zum einen die Probleme von Plattformarbeit im Hinblick auf eine adäquate soziale Sicherung auf. Zum anderen werden verschiedene Regelungsoptionen aufgezeigt mit dem Ziel, den rechtlich korrekten Status von Plattformarbeiter*innen besser durchsetzen zu können, als auch, unabhängig vom Status der Plattformarbeiter*innen, eine umfassende soziale Absicherung zu gewährleisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Veränderung privater Lebenswelten durch Digitalisierung: Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2020)
Hardering, Friedericke;Zitatform
Hardering, Friedericke (2020): Veränderung privater Lebenswelten durch Digitalisierung. Expertise für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. (Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung), Berlin, 55 S.
Abstract
"Welche Bedeutung hat Digitalisierung für private Lebenswelten? Wie verändert sich das Verhältnis von Erwerbsarbeit und Privatleben durch die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien? Welche Potenziale gibt es für ein Mehr an Gleichberechtigung? Diese Fragen analysiert Dr. Friedericke Hardering vom Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main in ihrer Expertise „Veränderung von privaten Lebenswelten durch Digitalisierung“, die sie im Auftrag der Sachverständigenkommission zum Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung verfasst hat. Da es bisher kaum empirische Studien zum Zusammenhang von Digitalisierung und privater Lebenswelt gibt, nimmt die Autorin Untersuchungen zu Digitalisierung und Geschlecht sowie Debatten über die Digitalisierung in der Arbeitswelt in den Fokus. Zudem bezieht sie sich auf empirische Daten aus der DFG-Studie „Gesellschaftliche Vorstellungen sinnvoller Arbeit und individuelles Sinnerleben in der Arbeitswelt“. Dr. Friedericke Hardering stellt fest, dass Veränderungen im Rahmen von Digitalisierungsprozessen Gefahren bergen, Arbeitsbelastungen zu erhöhen und Abgrenzung zu erschweren. Doch die Autorin sieht auch Potenziale in Digitalisierungsprozessen, Geschlechterrollen zu verändern und gibt Handlungsempfehlungen zur Umgestaltung von Arbeitsprozessen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Workers' voice in platform labour: An Overview (2020)
Zitatform
Heiland, Heiner (2020): Workers' voice in platform labour. An Overview. (WSI study 21), Düsseldorf, 59 S.
Abstract
"This study documents various forms of worker representation and attempts to establish them in platform labour in Europe. Different types of fragmentation of platform workers are analysed, which lead to workers' silence and make representation unlikely. Against this background, a broad spectrum of workers' voice forms that are prevalent and emerging in platform labour is examined. The study thus provides an overview of the current state of research and presents challenges and perspectives for workers' voice. The project is part of the European research network “Hybridisation of Work”, which is organized by the Economic and Social Science Institute (WSI) of the Hans-Böckler-Foundation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Gesamtbetrachtungen/Positionen
- Arbeitsformen, Arbeitszeit und Gesundheit
- Qualifikationsanforderungen und Berufe
- Arbeitsplatz- und Beschäftigungseffekte
- Wirtschaftsbereiche
- Arbeits- und sozialrechtliche Aspekte / digitale soziale Sicherung
- Deutschland
- Andere Länder/ internationaler Vergleich
- Besondere Personengruppen
