Ältere im Betrieb
Die zunehmende Alterung und die abnehmende Zahl der Erwerbspersonen sowie die Anhebung des Rentenalters bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Betriebe. Es ist eine alter(n)ssensible Personalpolitik gefordert, die sich der verändernden Altersstruktur im Betrieb stellt. Die Infoplattform bietet zum Thema Ältere im Betrieb Literaturhinweise, Volltexte und Informationen über Forschungsprojekte. Es werden die Positionen der Politik, der Verbände und Betriebe sowie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema deutlich.
In dieser Infoplattform sind erstmals alle Literaturhinweise - neben der Themeneinordnung - dem Punkt "wissenschaftliche Literatur" oder "politik-/praxisbezogene Literatur" zugeordnet. "Wissenschaftliche Literatur" beinhaltet Veröffentlichungen in SSCI-Journals, referierten Zeitschriften, wissenschaftlichen Veröffentlichungsreihen und Discussion Papers. "Politik/Praxis" bezieht sich auf die aktuelle politische Diskussion bzw. auf betriebs-praktische Hinweise zum Thema Ältere im Betrieb.
- Wissenschaft / Politik und Praxis
- Ergebnisse aus dem IAB
- Arbeitsmarktsituation Älterer
- Auswirkungen des demografischen Wandels
- betriebliche Personalpraxis vs. alter(n)ssensible Personalpolitik
- Berufsausstieg und Übergang in Rente
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Literaturhinweis
Alterserwerbsbeteiligung in Europa auch in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise im Aufschwung? (2018)
Zitatform
Kaboth, Arthur & Martin Brussig (2018): Alterserwerbsbeteiligung in Europa auch in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise im Aufschwung? (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2018-01), Duisburg, 18 S. DOI:10.17185/duepublico/48256
Abstract
"In nahezu allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ist die Erwerbsbeteiligung Älterer von 2005 bis 2016 gestiegen. Trotz dieses praktisch universellen Trends, gibt es erhebliche Unterschiede innerhalb der EU. Die europäischen Beschäftigungsziele von 2010 wurden auch im Jahr 2016 teilweise nicht erreicht.
Große Unterschiede in der Alterserwerbsbeteiligung zeigen sich vor allem zwischen Männern und Frauen. In der Regel sind die Erwerbstätigenquoten der Männer höher als die der Frauen. Die stärkeren Zuwächse sind allerdings auf Seiten der Frauen zu beobachten.
Der Abstand der Erwerbstätigenquoten zwischen jüngeren und älteren Erwerbstätigen - die Alterslücke - wird kleiner. Auch dies ist in nahezu allen Ländern vorzufinden. Die Alterslücken von Männern und Frauen unterscheiden sich in den meisten Ländern der EU nicht wesentlich voneinander. Vor allem die stärkere Erwerbsintegration älterer Frauen lässt die Alterslücke kleiner werden.
Geringqualifizierte (Ältere) sind in den meisten europäischen Ländern benachteiligt, wenngleich in unterschiedlichem Ausmaß. Es zeigt sich eine starke Streuung innerhalb der EU bei dieser Personengruppe. Mit steigender Qualifikation sinkt hingegen die Alterslücke. Höhere Bildungsabschlüsse erhöhen die Erwerbschancen auch für Ältere.
Die Alterslücke ist nahezu überall in Europa gesunken, auch in Ländern mit langanhaltender rückläufiger wirtschaftlicher Entwicklung. Im Vergleich zu früheren Rezessionen ist die relativ stabile Alterserwerbsbeteiligung in Europa ein Novum, denn in der Vergangenheit wurden bei hoher Arbeitslosigkeit Ältere vielfach vom Arbeitsmarkt verdrängt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Demografische Entwicklungen als Herausforderung für die betriebliche Bildung und berufliche Kompetenzentwicklung älterer ArbeiternehmerInnen (2018)
Zitatform
Schramek, Renate & Uwe Elsholz (2018): Demografische Entwicklungen als Herausforderung für die betriebliche Bildung und berufliche Kompetenzentwicklung älterer ArbeiternehmerInnen. In: R. Schramek, C. Kricheldorff, B. Schmidt-Hertha & J. Steinfort-Diedenhofen (Hrsg.) (2018): Alter(n) - Lernen - Bildung : ein Handbuch, S. 215-226.
Abstract
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels befassen sich die Autoren mit den Auswirkungen alternder Belegschaften auf die betriebliche Weiterbildung. Ausgewählte empirische Ergebnisse zum Lernen, zur Leistungsfähigkeit und zur Teilnahme an beruflicher Weiterbildung älterer Beschäftigter verdeutlichen, dass Leistungsgrenzen nicht auf das kalendarische Alter zurückgeführt werden können, sondern vielmehr durch bestimmte Bedingungen und Strukturen (u.a. andauernde, einseitig, anspruchsvolle körperliche Arbeit etc.) hervorgerufen werden. Abschließend werden in diesem Kontext die Motive für berufliches Lernen in der zweiten Lebenshälfte und didaktische Aspekte betrachtet. (IAB)
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Literaturhinweis
Betriebliches Alter(n)smanagement - sechs Spannungsfelder betrieblicher Praxis (2018)
Stork, Joachim; Widuckel, Werner;Zitatform
Stork, Joachim & Werner Widuckel (2018): Betriebliches Alter(n)smanagement - sechs Spannungsfelder betrieblicher Praxis. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 71, H. 1, S. 71-74. DOI:10.5771/0342-300X-2018-1-71
Abstract
"Der Trend zu einer Erhöhung des Austrittsalters aus dem Erwerbsprozess verläuft nicht einheitlich, sondern nach Branchen und Berufen äußerst differenziert. Insgesamt ist das Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze in einem Beschäftigungsverhältnis eher eine Ausnahme. In den Unternehmen sollte es Aufgabe des betrieblichen Alter(n)smanagements sein, einem vorzeitigen Ausscheiden der Beschäftigten entgegenzuwirken. Die Autoren diskutieren sechs Spannungsfelder, in denen das betriebliche Alter(n)smanagement steht und die sich als Hindernisse für wirksames Agieren erweisen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Chancen und Risiken der Digitalisierung für ältere Produktionsarbeiter (2017)
Zitatform
Bellmann, Lutz (2017): Chancen und Risiken der Digitalisierung für ältere Produktionsarbeiter. (IAB-Forschungsbericht 15/2017), Nürnberg, 15 S.
Abstract
"Nach den Ergebnissen des Linked Personnel Panels 2015 ist die Digitalisierung für die meisten Beschäftigten einerseits mit einer körperlichen Entlastung und andererseits mit der Notwendigkeit der Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen verbunden. Dabei werden von den Beschäftigten die körperlichen Entlastungen wesentlich seltener genannt als die Herausförderungen durch die Weiterentwicklung der Fähigkeiten und Kompetenzen. Die Differenzierung nach Altersgruppen ist wenig ausgeprägt. Allerdings geben männliche Produktionsarbeiter wesentlich häufiger als männliche Beschäftigte in anderen Funktionsbereichen an, dass sie körperliche Entlastungen erfahren. Seltener wird von den männlichen Produktionsarbeitern das Erfordernis der Weiterentwicklung der Fähigkeiten und Kompetenzen gesehen. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Beschäftigten diese Herausforderungen annehmen: Im Vergleich der Jahre 2013 und 2015 war im Linked Personnel Panel ein deutlicher Anstieg der Teilnahme an Weiterbildungskursen (die zumindest teilweise vom Arbeitgeber finanziert wurden) für alle Altersgruppen zu verzeichnen. Vor dem Hintergrund der den Älteren im Vergleich zu den Jüngeren von den Arbeitgebern oftmals attestierten geringeren Lernfähigkeit und -bereitschaft sind diese Ergebnisse als gute Nachricht zu betrachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Towards age-friendly work in Europe: a life-course perspective on work and ageing from EU Agencies (2017)
Dubois, Hans; Jungblut, Jean-Marie; Vermeylen, Greet; Wilkens, Mathijn;Zitatform
Dubois, Hans, Jean-Marie Jungblut, Mathijn Wilkens & Greet Vermeylen (2017): Towards age-friendly work in Europe. A life-course perspective on work and ageing from EU Agencies. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Dublin, 90 S. DOI:10.2802/130548
Abstract
"The ageing of the EU's population and workforce has implications for employment, working conditions, living standards and welfare. This report draws on the expertise of four EU Agencies in their respective areas, covers the policy challenges associated with the ageing workforce and considers innovative solutions. EU-OSHA presents policy examples of integrated approaches to occupational safety and health for an ageing workforce. Eurofound examines working conditions for workers of all ages, related work sustainability outcomes and how the right policies can foster longer working lives. Cedefop explores how vocational education and training can be used to support active ageing at work. EIGE provides a gender perspective on the issue of the ageing workforce and discusses the different challenges that men and women face. The report also outlines the impact of long-term demographic trends on employment, and examines lifelong participation in learning. This is followed by a call for active ageing solutions that ensure older workers remain active, skilled and employed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Berufliche Beratung Älterer (2017)
Ertelt, Bernd-Joachim; Scharpf, Michael;Zitatform
Ertelt, Bernd-Joachim & Michael Scharpf (Hrsg.) (2017): Berufliche Beratung Älterer. Frankfurt am Main: Lang, 229 S.
Abstract
"Die Bedeutung beruflicher Beratung Älterer wird aus individueller, arbeitsmarktbezogener und gesellschaftlicher Sicht gegenwärtig in allen einschlägigen nationalen und internationalen Dokumenten betont. Allerdings fehlt bislang eine systematische, wissenschaftsbasierte und praxisrelevante Auseinandersetzung mit den sich daraus ergebenden Anforderungen für Beratungsfachkräfte und Institutionen. Dieser Band beinhaltet 14 Artikel aus dem In- und Ausland zur beruflichen Beratung Älterer und weist Facetten des aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstandes auf. Die Beiträge zur angewandten Beratungsforschung, Qualifizierung der Beratungsfachkräfte und zu guten Praxisbeispielen ermöglichen eine Betrachtung der Thematik aus verschiedenen Perspektiven." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Economic retirement age and lifelong learning: a theoretical model with heterogeneous labor, biased technical change and international sourcing (2017)
Zitatform
Gries, Thomas, Stefan Jungblut, Tim Krieger & Henning Meyer (2017): Economic retirement age and lifelong learning. A theoretical model with heterogeneous labor, biased technical change and international sourcing. (CESifo working paper 6257), München, 44 S.
Abstract
"The employability of an aging population in a world of continuous and biased technical change is top of the political agenda. Due to endogenous human capital depreciation the effective retirement age is often below statutory retirement age resulting in permanent non-employability of older workers. We analyze this phenomenon in a putty-putty human capital vintage model and focus on education and the speed of human capital depreciation. Introducing a two-stage education system with initial schooling and lifelong learning, not even lifelong learning turns out to be capable of aligning economic and statutory retirement. However, well designed education programs will keep more workers in highly productive activities at the end of their working life, and hence will substitute for simple social transfers, or for an early switch towards very low paid jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen in: German Economic Review, -
Literaturhinweis
Working conditions of workers of different ages: European Working Conditions Survey 2015 (2017)
Mullan, Jack; Llave Vargas, Oscar; Wilkens, Mathijn;Zitatform
Mullan, Jack, Oscar Llave Vargas & Mathijn Wilkens (2017): Working conditions of workers of different ages. European Working Conditions Survey 2015. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Dublin, 75 S. DOI:10.2806/879475
Abstract
"Demographic change is changing the face of working life across the EU. The increased demand on a shrinking pool of workers to provide for the social needs of an ageing population is leading to increases in the employment rate of older workers and a lengthening of working life. Policy reforms have - on the whole - focused on raising the statutory retirement age and providing financial incentives for older workers to remain in work beyond retirement age. However, a range of other factors also influence workers' decision to continue working into old age - including health and well-being, work - life balance, career prospects and job security, and working conditions such as autonomy, hours of work and psychosocial aspects of the workplace. This report analyses these factors in depth for the 28 EU Member States, using data from the latest European Working Conditions Survey (EWCS 2015) and in the context of Eurofound's concept of 'sustainable work over the life course'." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Executive Summary -
Literaturhinweis
Occupational and educational biographies of older workers and their participation in further education in Germany (2017)
Zitatform
Schmidt-Hertha, Bernhard & Margaretha Müller (2017): Occupational and educational biographies of older workers and their participation in further education in Germany. In: Australian journal of adult learning, Jg. 57, H. 3, S. 490-507.
Abstract
"The adult cohort of the German National Educational Panel Study (NEPS) provides data from six sets of longitudinal data derived from 11,932 German adults. We used the NEPS data to look at the effects of formal education in adulthood and occupational changes on participation in further vocational education and training in order to gain a better understanding of learning activities of older workers. This data enables us to differentiate between upward mobility, downwards mobility and changes at the same level of occupation. In a multi-regression-analysis we control for well-documented predictors - such as level of schooling and vocational education, job status, gender and age as well as for company size. Descriptive results confirm the expected effects, but these effects disappear when the other variables are taken into account." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The relationship between employer-provided training and the retention of older workers: Evidence from Germany (2016)
Zitatform
Berg, Peter, Mary K. Hamman, Matthew M. Piszczek & Christopher J. Ruhm (2016): The relationship between employer-provided training and the retention of older workers. Evidence from Germany. In: International Labour Review, Jg. 156, H. 3/4, S. 495-523. DOI:10.1111/ilr.12031
Abstract
"In the coming years, a substantial portion of Germany's workforce will retire, making it difficult for businesses to meet human capital needs. Training older workers may be a successful strategy for managing this demographic transition. This study examines relationships between establishment training programs, wages, and retirement among older men and women. Using unique matched establishment-employee data from Germany, the authors find that when establishments offer special training programs targeted at older workers, women - and especially lower wage women - are less likely to retire. Results suggest this relationship may be due to greater wage growth. For men, findings suggest establishment offer of inclusion in standard training programs may improve retention of low wage men, but analysis of pre-existing differences in establishment retirement patterns suggests this relationship may not be causal. Our research suggests targeted training programs likely play an important role in retaining and advancing careers of low wage older women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Sachsen: Ergebnisse der zwanzigsten Welle 2015 (2016)
Dahms, Vera; Frei, Marek; Prick, Simone; Putzing, Monika;Zitatform
Dahms, Vera, Marek Frei, Monika Putzing & Simone Prick (2016): IAB-Betriebspanel Sachsen. Ergebnisse der zwanzigsten Welle 2015. Berlin, 95 S.
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel wurde in Sachsen als jährliche mündliche Arbeitgeberbefragung auf Leitungsebene von Juli bis Oktober 2015 seit 1996 zum 20. Mal durchgeführt. Ziel des Berichtes ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung sowie Informationen über ausgewählte wirtschaftliche Kennziffern der sächsischen Betriebe bereitzustellen und mit Betrieben in Ost- und Westdeutschland zu vergleichen.
Der demografische Wandel beeinflusst die Beschäftigungssituation in den Betrieben nachhaltig. Um die Fachkräftebasis und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe mittel- und langfristig zu sichern, ist auch eine Ausschöpfung der vorhandenen Beschäftigungspotenziale älterer Arbeitskräfte erforderlich. Daher findet diese Thematik seit vielen Jahren im Rahmen des IAB-Betriebspanels Berücksichtigung. 2015 wurden erneut Informationen zu diesem Themenkomplex erhoben. Damit kann Auskunft darüber gegeben werden, wie sich die Altersstruktur der Beschäftigten in sächsischen Betriebe seit 2002 - als diese Angaben erstmals erhoben wurden - entwickelt hat. Außerdem liegen erneut Informationen über betriebliche Reaktionen auf den demografischen Wandel vor. So wurde 2015 ebenfalls wiederholt erfragt, inwieweit Betriebe Maßnahmen umsetzen, die sich auf die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer beziehen. Auch das Bewerbungsverhalten Älterer aus Sicht der Betriebe wie auch das Einstellungsverhalten der Betriebe waren Themen der Befragungen im Jahr 2015. Die Erhebung der Altersstruktur der Beschäftigten erfolgt - beginnend ab 2015 - nunmehr regelmäßig im 2-Jahresrhythmus, wobei die Altersgruppe 60+ gesondert ausgewiesen wird.
Umfangreicher und tiefgehender als in den Vorjahren werden im Rahmen des aktuellen Auswertungsberichtes zum IAB-Betriebspanel Sachsen im Themenkomplex Löhne und Gehälter die Angaben der Betriebe zur Tarifbindung ausgewertet. Hierbei geht es um den Ausweis längerfristiger gravierender Veränderungen - sowohl in der betrieblichen als auch der Beschäftigtenreichweite von Tarifverträgen. Dabei werden diese Veränderungen nicht nur auf der hochaggregierten Ebene des Freistaats untersucht, sondern auch für die einzelnen Betriebsgrößenklassen im Vergleich zu westdeutschen Buntersucht. Ebenfalls Eingang in die Analyse fand die Entwicklung der Löhne und Gehälter in den letzten Jahren in tarif- und in nicht tarifgebundenen Betrieben. Darüber hinaus erfolgt eine Betrachtung von Betrieben, die sich hinsichtlich der Entgeltgestaltung an Branchentarifverträgen orientieren bzw. nicht orientieren.
Im aktuellen Bericht bilden darüber hinaus wieder die Themen 'Fachkräfte', 'Ausbildung' und 'Weiterbildung' Auswertungsschwerpunkte. Auch das Thema 'atypische Beschäftigungsverhältnisse' (Teilzeitbeschäftigung einschließlich Mini-Jobs, befristete Beschäftigung und Leiharbeit) bleibt Gegenstand der Untersuchung. Neben Informationen zur Beschäftigungsentwicklung erfolgen Analysen ausgewählter wirtschaftlicher Kennziffern, die für die betriebliche Nachfrage nach Arbeitskräften hohe Bedeutung haben. Dazu zählen die Investitions- und Innovationsbereitschaft der Betriebe, Forschung und Entwicklung, Umsatz einschließlich Export sowie Produktivität." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Altern in der Erwerbsarbeit: Perspektiven der Laufbahngestaltung (2016)
Frerichs, Frerich;Zitatform
(2016): Altern in der Erwerbsarbeit. Perspektiven der Laufbahngestaltung. (Vechtaer Beiträge zur Gerontologie), Wiesbaden: Springer VS, 377 S.
Abstract
"Der vorliegende Themenband hat sich zum Ziel gesetzt, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Laufbahngestaltung in der Erwerbsarbeit zusammenzuführen und weitergehende Perspektiven zu diskutieren. Das Entwicklungspotential von inner- und außerbetrieblichen Laufbahnpfaden wird vor dem Hintergrund begrenzter Tätigkeitsdauern kritisch reflektiert und Gestaltungsoptionen auf der individuellen, der betrieblichen und der überbetrieblichen Ebene diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis. -
Literaturhinweis
Weiterbildungsaktivitäten im Handwerk mit dem Fokus auf älteren Arbeitnehmern (2016)
Greilinger, Andrea; Dietz, Daniel;Zitatform
Greilinger, Andrea & Daniel Dietz (2016): Weiterbildungsaktivitäten im Handwerk mit dem Fokus auf älteren Arbeitnehmern. München: Deutsches Handwerksinstitut, 70 S.
Abstract
"Im Zuge gesellschaftlicher und ökonomischer Veränderungen erfährt die Weiterbildung seit Jahren einen steten Bedeutungszuwachs. Der technologische Fortschritt, die Globalisierung, Digitalisierung oder immer kürzere Produktlebenszyklen sind charakteristisch für eine kontinuierliche Beschleunigung, die von Individuen und Organisationen gleichermaßen ein hohes Maß an Wandlungsfähigkeit verlangt. (...)
Während der Fachkräftemangel als eine Folgeerscheinung des demografischen Wandels mehrfach Gegenstand der öffentlichen Diskussion ist, erfährt der Alterungsprozess der Belegschaften vergleichsweise geringe mediale Aufmerksamkeit. Und doch gehen beide Ereignisse Hand in Hand: Analog zur Reduzierung der Personen im Erwerbsalter steigt das Durchschnittsalter der deutschen Belegschaften in einem Zeitraum von zehn Jahren um etwa zwei Lebensjahre an. So wird für den Zeitraum zwischen 2017 und 2024 erwartet, dass die Zahl der 50-64-jährigen Erwerbstätigen erstmals mit derjenigen der 30-49-Jährigen übereinstimmt. Langfristig impliziert dieser Trend, dass das Erwerbspersonenpotenzial der Zukunft zu einem erheblichen Teil aus Menschen über 50 Jahren besteht. (...)
Damit entsprechende Weiterbildungsangebote bedarfsgerecht ausgestaltet werden können, war für das Handwerk zunächst einmal der Status-Quo des Weiterbildungsverhaltens in Bezug auf ältere Arbeitnehmer zu eruieren, was dem Ziel der vorliegenden Studie entsprach. Insbesondere sollten das Weiterbildungsverhalten, die Determinanten der Weiterbildungsteilnahme, die Weiterbildungsziele und die Umstände, unter denen Weiterbildung im Handwerk stattfindet, ermittelt werden. (...)
Für die Zwecke dieser Studie wurde schließlich der Datensatz 'WeLL - Berufliche Weiterbildung als Bestandteil Lebenslangen Lernens' herangezogen. (...)" (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Macroeconomics, aging, and growth (2016)
Lee, R.;Zitatform
Lee, R. (2016): Macroeconomics, aging, and growth. In: J. Pigott & A. Woodland (Hrsg.) (2016): Handbook of the economics of population aging, Volume 1, S. 59-118. DOI:10.1016/bs.hespa.2016.05.002
Abstract
"Inevitable population aging and slower population growth will affect the economies of all nations in ways influenced by cultural values, institutional arrangements, and economic incentives. One outcome will be a tendency toward increased capital intensity, higher wages, and lower returns on capital, a tendency partially offset when the elderly are supported by public or private transfers rather than assets, and when economies are open, in which case aging will lead to increased flows of capital and labor. Rising human capital investment per child accompanies the falling fertility that drives population aging, and partially offsets slower labor force growth. Research to date finds little effect on technological progress or labor productivity. National differences in labor supply at older ages, per capita consumption of the elderly relative to younger ages, strength of public pension and health care systems, and health and vitality of the elderly all condition the impact of population aging on the economy. Policy responses include increasing the size of the labor force, mainly by raising the retirement age; reducing benefits and/or raising taxes for public transfer programs for the elderly, with concern for deadweight loss and the fair distribution of costs across socioeconomic classes; investing more in children to increase the quality and productivity of the future labor force; and public programs that promote fertility by facilitating market work for women with children." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Diversity Kompetenz und Demografischer Wandel aus arbeitsökonomischer Perspektive (2015)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Ute Leber (2015): Diversity Kompetenz und Demografischer Wandel aus arbeitsökonomischer Perspektive. In: P. Genkova & T. Ringeisen (Hrsg.) (2015): Handbuch Diversity Kompetenz : Perspektiven und Anwendungsfelder, S. 1-11. DOI:10.1007/978-3-658-08003-7_13-1
Abstract
"Vor dem Hintergrund steigender Anteile älterer Mitarbeiter an den Belegschaften ergibt sich für Unternehmen die Notwendigkeit, die Arbeits- bzw. Beschäftigungsfähigkeit über das Erwerbsleben hinweg aufrechtzuerhalten. Der vorliegende Beitrag gibt aus arbeitsökonomischer Perspektive einen Überblick über Strukturen und Entwicklung der Beschäftigung Älterer sowie über betriebliche Sichtweisen gegenüber älteren Arbeitnehmern. Zudem wird der Frage nachgegangen, welche alter(n)sgerechten Personalmaßnahmen Unternehmen einsetzen. Dabei zeigt sich, dass Arbeitgeber ihre älteren Mitarbeiter grundsätzlich positiv einschätzen, ihnen aber andere Eigenschaften zuweisen als jüngeren Mitarbeitern. Trotzdem sind Maßnahmen, die auf den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit zielen, in der betrieblichen Praxis nach wie vor nur relativ wenig verbreitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Inhaltsverzeichnis des Handbuchs -
Literaturhinweis
The relationship between establishment training and the retention of older workers: evidence from Germany (2015)
Zitatform
Berg, Peter, Mary K. Hamman, Matthew M. Piszczek & Christopher J. Ruhm (2015): The relationship between establishment training and the retention of older workers. Evidence from Germany. (IZA discussion paper 9508), Bonn, 45 S.
Abstract
"In the coming years, a substantial portion of Germany's workforce will retire, making it difficult for businesses to meet human capital needs. Training older workers may be a successful strategy for managing this demographic transition. This study examines relationships between establishment training programs, wages, and retirement among older men and women. Using unique matched establishment-employee data from Germany, the authors find that when establishments offer special training programs targeted at older workers, women - and especially lower wage women - are less likely to retire. Results suggest this relationship may be due to greater wage growth. For men, findings suggest establishment offer of inclusion in standard training programs may improve retention of low wage men, but analysis of pre-existing differences in establishment retirement patterns suggests this relationship may not be causal. Our research suggests targeted training programs likely play an important role in retaining and advancing careers of low wage older women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Coping with demographic change in job markets: how age diversity management contributes to organisational performance (2015)
Bieling, Gisela; Stock, Ruth Maria; Dorozalla, Florian;Zitatform
Bieling, Gisela, Ruth Maria Stock & Florian Dorozalla (2015): Coping with demographic change in job markets. How age diversity management contributes to organisational performance. In: Zeitschrift für Personalforschung, Jg. 29, H. 1, S. 5-30. DOI:10.1688/ZfP-2015-01-Bieling
Abstract
"Demographic shifts are altering job markets in developed countries. A steady increase in the average age of employees and a decline in the number of young, qualified workers have intensified the war for talent, resulting in highly competitive and dynamic job markets. Using resource dependence theory, this study investigates how organisations respond to such challenges. An investigation of a sample of 153 German companies provides support for the hypotheses that HR managers implement age diversity management in both appraisal and compensation practices as a response to competitive job markets which, in turn, contributes to organisational performance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Nothing ventured, nothing gained!: how and under which conditions employers provide employability-enhancing practices to their older workers (2015)
Zitatform
Fleischmann, Maria, Ferry Koster & Joop Schippers (2015): Nothing ventured, nothing gained! How and under which conditions employers provide employability-enhancing practices to their older workers. In: The International Journal of Human Resource Management, Jg. 26, H. 22, S. 2908-2925. DOI:10.1080/09585192.2015.1004100
Abstract
"Employability-enhancing practices usually refer to training or courses, but also practices directed towards older workers to sustain their work capability can be embraced by this term. In the context of an ageing population and workforce, older workers' labour market participation gains an increasingly important role. Therefore, the importance of employability-enhancing practices is noted as a solution to sustain their employment. In this study, we focus on employer-provided employability practices for older workers. We answer the following research question: which practices do employers use to enhance their older workers' employability and under which conditions are these practices adopted. Analyses on Dutch corporate data (N = 860) show that employers mainly provide employability-enhancing practices that are easily implemented and not expensive. This finding replicates prior research and clarifies that job redesign should be considered as a possibility to keep older workers in the labour market. Furthermore, our study shows that both organizational and labour market characteristics affect employers' decisions whether to provide employability-enhancing practices for their older workers. This suggests that policy measures might be necessary to assimilate investments in employability-enhancing practices across organizations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Demografischer Wandel in der Erwerbsarbeit: Risiken und Potentiale alternder Belegschaften (2015)
Frerichs, Frerich;Zitatform
Frerichs, Frerich (2015): Demografischer Wandel in der Erwerbsarbeit. Risiken und Potentiale alternder Belegschaften. In: Journal for labour market research, Jg. 48, H. 3, S. 203-216. DOI:10.1007/s12651-014-0171-4
Abstract
"Der Beitrag analysiert vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in der Erwerbsarbeit, welche Herausforderungen sich für eine produktive Nutzung alternder Belegschaften und die Förderung der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer im Betrieb stellen. Hierzu wird vor allem der Einfluss der Arbeitsbedingungen auf die Entwicklung der altersspezifischen Leistungsfähigkeit in den drei zentralen Feldern der Gesundheit, der Qualifikation und der Motivation herausgearbeitet. Die gegebenen Risiken und Chancen in der Entwicklung der Leistungsfähigkeit werden erklärend eingebunden in betriebliche Strategien der Humanressourcennutzung im Sinne von Produktionsregimen. Als handlungsleitend für eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit wird ein System des Alternsmanagements dargestellt, das zum einen erwerbsbiografisch ausgerichtet ist und zum anderen eine integrative Betrachtungsweise der zentralen Handlungsfelder in der Arbeits- und Laufbahngestaltung, der Gesundheitsförderung und der betrieblichen Weiterbildung anstrebt. Im Ausblick wird deutlich gemacht, dass zur Umsetzung dieses Handlungsansatzes nicht nur die betrieblichen Rahmenbedingungen stärker berücksichtigt werden müssen, sondern auch die akteursbezogene Perspektive - z. B. in Form tarifvertraglicher Aushandlungsprozesse - gestärkt werden muss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Training opportunities for older workers in the Netherlands: a vignette study (2015)
Zitatform
Karpinska, Kasia, Kène Henkens, Joop Schippers & Mo Wang (2015): Training opportunities for older workers in the Netherlands. A vignette study. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 41, H. September, S. 105-114. DOI:10.1016/j.rssm.2015.03.002
Abstract
"Demographic changes and labor market challenges highlight the importance of lifelong learning and development for all employees. The current study analyzes the factors that may influence managers' propensity to offer older workers different kinds of training (specific or general). To investigate this question, a vignette study among 153 managers in Dutch organizations was conducted. Managers were randomly assigned into one of the four experimental conditions that involve a decision regarding specific or general training (aimed at internal or external mobility). The results suggest that managers perceive training incidences as a tool to increase productivity of older workers who perform well and are highly motivated, and far less as a tool to increase productivity of workers who need updating their human capital. The implication of these results is discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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