Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Arbeitsmarktentwicklung
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Literaturhinweis
Zuwanderung als Dynamikindikator und als Demografiekorrektiv: Die positive Rolle internationaler Arbeitskräfte für Arbeitsmarkt und Bevölkerungsentwicklung in Thüringen (2025)
Behr, Michael;Zitatform
Behr, Michael (2025): Zuwanderung als Dynamikindikator und als Demografiekorrektiv. Die positive Rolle internationaler Arbeitskräfte für Arbeitsmarkt und Bevölkerungsentwicklung in Thüringen. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 32, H. 5, S. 24-32.
Abstract
"Der Freistaat Thüringen verzeichnet seit der Wiedervereinigung kontinuierliche Einwohnerverluste. Noch stärker als die Zahl der Einwohner*innen sinkt seit Jahren die Zahl potenzieller Erwerbstätiger in der Altersgruppe der 15- bis 65-Jährigen. Zudem altern die Bevölkerung und das Erwerbspersonenpotenzial stark. Gleichzeitig führen die wirtschaftliche Wiederbelebung und die wachsende Zahl an Renteneintritten zu einem hohen Arbeitskräftebedarf in praktisch allen Branchen. Erwerbstätige aus dem Ausland tragen erheblich zur Verringerung des Arbeitskräftemangels bei. Nicht nur der Arbeitsmarkt profitiert von der Zuwanderung, auch die demografische Verfassung verbessert sich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungstrends im Saarland und im Regionalvergleich 2024 (2025)
Bennewitz, Emanuel;Zitatform
(2025): Beschäftigungstrends im Saarland und im Regionalvergleich 2024. Saarbrücken, 107 S.
Abstract
"Diese Studie gibt einen Überblick über Beschäftigungstrends und betriebswirtschaftliche Entwicklungen in den saarländischen Betrieben. Die Grundlage dieser Studie bilden die Befragungsergebnisse des IAB-Betriebspanels seit dem Jahr 2006. Dabei werden Arbeitsmarktthemen wie atypische Beschäftigung, Personalfluktuation, Fachkräftebedarf, betriebliche Arbeitszeiten oder die Ausbildungssituation im Detail betrachtet. Aber auch die Stimmungslage und Erwartungen der Betriebe zur Ertragslage, zu getätigten Investitionen oder zur Innovationsbereitschaft finden ihre Berücksichtigung. Das IAB-Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist eine bundesweit durchgeführte repräsentative Arbeitgeberbefragung. Seit dem Jahr 2006 werden jährlich über 15.500 Betriebe befragt. Zuletzt belief sich die Zahl bundesweit auf 15.217 und im Saarland auf 898 Betriebe. Damit waren 5,9 Prozent der bundesweit befragten Betriebe im Saarland ansässig. Die letzte Befragungswelle im Saarland fand von Juli bis November 2021 statt.2 Die Fragestellungen des IAB-Betriebspanels gehen auf verschiedene betriebliche Kenngrößen ein und erfassen unter anderem Informationen zu der Beschäftigungsentwicklung, der Geschäftspolitik und Personalstruktur, zu Löhnen und Gehältern sowie zu der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Fragen zu der Selbsteinschätzung über die zukünftige Betriebs- und Beschäftigungsentwicklung. Dabei sind die Ergebnisse repräsentativ für alle Wirtschaftszweige und Betriebsgrößen mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Hierfür werden die Betriebe mittels einer Zufallsstichprobe aus der Betriebsdatei der Bundesagentur für Arbeit gezogen. Die Finanzierung des IAB-Betriebspanels erfolgt über eine Basisfinanzierung des IAB sowie über eine finanzielle Beteiligung der Bundesländer. Durch diese Beteiligung der Länder ist es möglich mehr Betriebe zu befragen und somit eine Repräsentativität auf Bundeslandebene zu gewährleisten. Im Gegenzug ist es den Kooperationspartnern gestattet, die landesspezifischen Daten für eigene Untersuchungen zu verwenden. Das Saarland war in den Erhebungswellen 2001 bis 2004 und ist erneut seit der Erhebungswelle des Jahres 2013 finanziell am IAB-Betriebspanel beteiligt. Nachdem zunächst allgemeine konjunkturelle Rahmenbedingungen (Hauptkapitel II) beleuchtet werden, liefert das Hauptkapitel III eine Übersicht zu den zentralen Ergebnissen der im Rahmen des Hauptkapitels IV im Detail analysierten Betriebsindikatoren. Dabei gibt innerhalb der Detailbetrachtung des Hauptkapitels IV das Kapitel 1 einen Gesamtüberblick über den Bestand und die Entwicklung der Betriebs- und Beschäftigtenzahlen. Kapitel 2 beleuchtet schließlich die Personalstruktur in den Betrieben des Saarlandes in Hinblick auf verschiedene Beschäftigungsformen und Qualifikationsniveaus. Das anschließende Kapitel 3 bezieht sich auf Personaldynamiken und die Besetzung von vakanten Stellen. Kapitel 4 befasst sich mit ausgewählten Kennziffern, die Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Konstitution der Betriebe zulassen. Die verschiedenen atypischen Beschäftigungsformen stehen im Mittelpunkt von Kapitel 5. Die beiden Kapitel 6 und 7 befassen sich mit Arbeitszeitregelungen sowie mit dem Umfang der Tarifbindung und Mitarbeitervertretung in den Betrieben des Saarlandes. Die betriebliche Ausbildung ist Gegenstand von Kapitel 8 und die Fort- und Weiterbildungsaktivitäten der Betriebe werden in Kapitel 9 adressiert. Das Kapitel 10 setzt das Investitions- und Innovationsgeschehen der saarländischen Betriebe in den Vordergrund. Den Abschluss dieses Hauptkapitels bildet eine zusammenfassende Schlussbetrachtung (Kapitel 11), welche die Entwicklungen im Gesamtkontext betrachtet. Alle Ergebnisse im Hauptkapitel IV werden am aktuellen Rand und in der Regel auch im Zeitverlauf dargestellt. Ebenfalls werden ausgewählte Ergebnisse nach der Betriebsgröße (definiert über die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten) und nach bestimmten Wirtschaftsbereichen ausgewiesen. Den Abschluss der Studie bildet das Hauptkapitel V, welches eine Übersicht über die Methodik des IAB-Betriebspanels bereitstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Reversing fortunes of German regions, 1926–2019: Boon and bane of early industrialization? (2025)
Zitatform
Berbée, Paul, Sebastian Till Braun & Richard Franke (2025): Reversing fortunes of German regions, 1926–2019: Boon and bane of early industrialization? In: Journal of Economic Growth, Jg. 30, H. 2, S. 307-337. DOI:10.1007/s10887-024-09247-x
Abstract
"This paper shows that nineteenth-century industrialization is an essential determinant of the pronounced changes in economic prosperity across German regions over the last 100 years. Using novel data on economic activity in 163 labor market regions in West Germany, we find that nearly half of them experienced a reversal of fortune, moving from the lower to the upper median of the income distribution or vice versa, between 1926 and 2019. Exploiting plausibly exogenous variation in access to coal, we show that early industrialization led to a massive decline in the per capita income rank after World War II, as it turned from an asset to economic development into a liability. We present evidence consistent with the view that early industrialization created a lopsided economic structure dominated by large firms, which reduced adaptive capacity and local innovation. The (time-varying) effect of industrialization explains most of the decline in regional inequality observed in Germany in the 1960s and 1970s and more than half of the current North-South gap in economic development." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Allocative Efficiency, Plant Dynamics and Regional Productivity: Evidence from Germany (2025)
Zitatform
Bruhn, Simon & Thomas Grebel (2025): Allocative Efficiency, Plant Dynamics and Regional Productivity: Evidence from Germany. In: International Regional Science Review, Jg. 48, H. 1, S. 62-91. DOI:10.1177/01600176241237175
Abstract
"The productivity gap between East and West Germany is a long ongoing discussion among the public and policy makers. Regional disparities still appear to be substantial. In this paper, we shed light on the role of allocative efficiency as a region’s driver of productivity disparities. We show that over 50 percent of the East-West productivity gap is associated with a less efficient labor allocation in former East Germany. Controlling for the heterogeneity among German federal states, we perform spatial regression on official firm-level data (AFiD), revealing that the regional differences in allocative efficiency are significantly associated with trade openness, competitive intensity, economies of scale and labor mobility." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Eine Analyse des Fachkräftepotentials von Auspendlern aus Mecklenburg-Vorpommern und Rückkehrwilligkeit: Ergebnisbericht (2025)
Zitatform
Brunow, Stephan, Doris Keye-Ehing, Ramona Jost & Oskar Jost (2025): Eine Analyse des Fachkräftepotentials von Auspendlern aus Mecklenburg-Vorpommern und Rückkehrwilligkeit. Ergebnisbericht. Schwerin, 96 S.
Abstract
"Um das Fachkräfteangebot in Mecklenburg-Vorpommern (MV) zu sichern, untersucht die Studie die Struktur der aus MV auspendelnden Personen im Vergleich zu den Wohnortbeschäftigten. Da Auspendelnde in MV wohnen, stellen sie eine augenscheinlich relativ leicht zu rekrutierende Ressource an Arbeits- und Fachkräften dar. Das Projekt untersucht, wie viele Personen „zurückgewonnen“ werden könnten. Als Datengrundlage wird auf die Integrierten Erwerbsbiografien des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung am Stichtag 15.09.2017 zurückgegriffen. Von der Analyse werden Auspendelnde ausgeschlossen, deren Arbeitsweg im Nahpendelbereich bis zu 34km liegt. Neben individuellen und beruflichen Charakteristiken werden Erkenntnisse aus den individuellen Erwerbsbiografien und betrieblichen Informationen gewonnen. Zusätzlich werden Motive des (Aus)Pendelns anhand der Daten einer durchgeführten Umfrage analysiert. Die Erkenntnisse liefern zentrale Anhaltspunkte über eine potentielle Rückkehrwilligkeit der Auspendler und deren Umfang. Das Auspendeln stellt eine Reaktion auf eine generell geringe Arbeitsnachfrage in MV dar. Auf ca. drei Auspendelnde kommt gerade eine einpendelnde Person. Die Zahl offener Stellen liegt weit unterhalb der Anzahl an Auspendelnden. Getrieben wird dies u.a. durch strukturelle Unterschiede in Firmencharakteristiken. Betriebe sind in MV deutlich kleiner und weisen weniger Humankapital auf, was mit einer niedrigeren Produktivität und Entlohnung einhergeht. Auspendelnde sind vermehrt Fachkräfte und Hochqualifizierte, die als Fachkräfte tätig sind. Sie wechseln häufiger die Betriebe und erreichen höhere Lohnsteigerungen, was auf besondere Karrierewege hindeutet. Auch pendeln Personen ohne Berufsabschluss in Helfertätigkeiten relativ häufiger aus; die formale Qualifikation ist entscheidend für eine Beschäftigung in MV. Ein beträchtlicher Teil der Beschäftigten hat keine, oder nur geringe monetäre Anreize zum Auspendeln, wie aus der Grundgesamtheit aller Auspendelnden hervorgeht (im Jahr 2017). Bei einem bis zu zehnprozentigen Gehaltsverzicht, welches etwa den Pendelkosten entspricht, ließen sich ein Viertel der Männer und fast drei Viertel der auspendelnden Frauen „zurückgewinnen“, insgesamt ca. 26.000 Personen. Daher müssen Maßnahmen zur Rückgewinnung von Arbeitskräften insbesondere Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb MVs deutlich verbessern als auch zu einer höheren Firmenproduktivität führen. Weiterhin müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Arbeitsplatzsicherheit zu stärken. Frauen sollten im besonderen Fokus stehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Who wants to live among racists? The impact of local right-wing attitudes on interregional labour migration in Germany (2025)
Zitatform
Buch, Tanja & Anja Rossen (2025): Who wants to live among racists? The impact of local right-wing attitudes on interregional labour migration in Germany. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 51, H. 7, S. 1623–1646., 2024-12-12. DOI:10.1080/1369183X.2024.2443473
Abstract
"Right-wing attitudes are increasing in most countries. Within the countries, there is a large variation in popularity. At the same time, regions are competing against each other to attract workers. This article examines the influence of right-wing attitudes at the regional level, measured by the electoral success of right-wing parties, on labour migration at the German district level. Using an empirical strategy that combines a treatment setup with entropy balancing, we find that right-wing attitudes in a district region significantly reduce in-migration to these regions. Across different groups, we find the strongest effects for young and high-skilled individuals. With respect to out-migration, right-wing attitudes do not encourage Germans to move away but encourage them to stay. For non-Germans, the effects are reversed; they tend to leave regions with high levels of right-wing attitudes, but with the exception of highly qualified individuals, they are also more likely to move to these regions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Hamburg (2025)
Zitatform
Buch, Tanja, Annekatrin Niebuhr, Antonia Schreiner & Andrea Stöckmann (2025): Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Hamburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 04/2025), Nürnberg, 61 S. DOI:10.48720/IAB.REN.2504
Abstract
"Die vorliegende Studie betrachtet die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren im Zeitraum zwischen 1999 und 2023 mit einem Fokus auf die Stadt Hamburg im Vergleich zu anderen regionalen Arbeitsmärkten und insbesondere anderen Großstädten in Deutschland. In diesem Zeitraum hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Hamburg im Bundesvergleich weit überdurchschnittlich entwickelt. Auch innerhalb der Gruppe der größten Städte in Deutschland schneidet Hamburg relativ gut ab. Allein in Berlin und München fiel die Beschäftigungsdynamik noch etwas höher aus. Die Effekte unterschiedlicher Faktoren, die die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen, variieren für Hamburg bezüglich Vorzeichen und Stärke. Von der Branchenstruktur und der Qualifikationsstruktur gehen positive Impulse auf das Beschäftigungswachstum der Stadt aus. Auch der ermittelte Standorteffekt ist positiv. Diese günstigen Effekte der benannten Faktoren sind typisch für die großen urbanen Arbeitsmärkte in Deutschland. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wirkte die Altersstruktur der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum noch leicht wachstumsfördernd, war jedoch weniger günstig als in anderen westdeutschen Regionen. Insbesondere in einer weiteren Verbesserung der Qualifikationsstruktur könnten Potenziale liegen, um die Beschäftigungsdynamik in Hamburg positiv zu beeinflussen. In Bezug auf die demografische Entwicklung gilt es, die Attraktivität der Stadt für junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte weiter zu erhöhen und die Produktivität älterer Arbeitskräfte durch eine stärkere Weiterbildungsbeteiligung zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Schleswig-Holstein (2025)
Zitatform
Buch, Tanja, Annekatrin Niebuhr & Andrea Stöckmann (2025): Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Schleswig-Holstein. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 02/2025), Nürnberg, 55 S. DOI:10.48720/IAB.REN.2502
Abstract
"Die vorliegende Studie betrachtet die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren im Zeitraum zwischen 1999 und 2023 mit einem Fokus auf Schleswig-Holstein und seine Kreise und kreisfreien Städte. In diesem Zeitraum hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein im Bundesvergleich leicht überdurchschnittlich entwickelt. Dabei weisen alle Kreise und kreisfreien Städte im Land ein positives Beschäftigungswachstum auf, die Stärke der Beschäftigungsdynamik variiert allerdings deutlich über die Regionen hinweg. Auch die Effekte unterschiedlicher Faktoren, die die Beschäftigungsentwicklung beeinflussenden, variieren in Vorzeichen und Stärke über die Regionen hinweg. Für das Land insgesamt gilt, dass von der Branchenstruktur und der Qualifikationsstruktur dämpfende Effekte auf die Beschäftigungsentwicklung ausgegangen sind. Auch der ermittelte Standorteffekt ist leicht negativ. Ein positiver Einfluss ging von der Betriebsgrößenstruktur aus. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wirkte die Altersstruktur der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum noch leicht wachstumsfördernd, war jedoch bereits weniger günstig als in anderen westdeutschen Regionen. Insbesondere in einer Verbesserung der Qualifikationsstruktur könnten Potenziale liegen, um die Beschäftigungsdynamik im Land positiv zu beeinflussen. In Bezug auf die demografische Entwicklung gilt es, junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte im Land zu halten und die Produktivität älterer Arbeitskräfte durch eine stärkere Weiterbildungsbeteiligung zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Mecklenburg-Vorpommern (2025)
Zitatform
Buch, Tanja, Annekatrin Niebuhr & Andrea Stöckmann (2025): Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Mecklenburg-Vorpommern. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 03/2025), Nürnberg, 58 S. DOI:10.48720/IAB.REN.2503
Abstract
"Die vorliegende Studie betrachtet die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren im Zeitraum zwischen 1999 und 2023 mit einem Fokus auf Mecklenburg-Vorpommern und seine Landkreise und kreisfreien Städte. In diesem Zeitraum ging die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern um 4,4 Prozent zurück, nur in Thüringen und Sachsen-Anhalt kam es ebenfalls zu Verlusten. Im Bundesdurchschnitt stieg die Beschäftigung um 22,3 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern konnten im Untersuchungszeitraum nur in der Hansestadt Rostock signifikante Beschäftigungsgewinne erzielt werden. In allen übrigen Landkreisen und in Schwerin erreichten die Beschäftigtenzahlen nach zwischenzeitlichen drastischen Einbrüchen allenfalls wieder das Ausgangsniveau – oder blieben, in einigen Landkreisen deutlich, hinter diesem zurück. Die Effekte unterschiedlicher Faktoren, die die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen, variieren in Vorzeichen und Stärke über die Regionen hinweg. Für das Land insgesamt gilt, dass von der Branchenstruktur, der Betriebsgrößenstruktur und der Qualifikationsstruktur positive Effekte auf die Beschäftigungsentwicklung ausgegangen sind. Dagegen geht vom ermittelten Standorteffekt eine dämpfende Wirkung aus. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wirkte die Altersstruktur der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum nicht mehr wachstumsfördernd, war jedoch auch noch nicht beschäftigungshemmend. Angesichts des ungünstigen Einflusses der regionalen Standortbedingungen sollte geprüft werden, worin die besonderen Standortnachteile des Landes bestehen und wie diese gezielt reduziert werden können. Zudem könnten insbesondere in einer Stabilisierung bzw. Verbesserung der Qualifikations- und Altersstruktur der Arbeitskräfte Potenziale liegen, um die Beschäftigungsdynamik im Land positiv zu beeinflussen. In Bezug auf die demografische Entwicklung gilt es, junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte im Land zu halten und die Produktivität älterer Arbeitskräfte durch eine stärkere Weiterbildungsbeteiligung zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
IHK Arbeitsmarktradar Bayern 2025: Berufe, Regionen und Branchen im Blick. Gutachten im Auftrag des Bayerischen Industrie- und Handelskammertag e. V. (BIHK) (2025)
Burstedde, Alexander; Quispe, Valeria; Orange, Fritz;Zitatform
Burstedde, Alexander, Valeria Quispe & Fritz Orange (2025): IHK Arbeitsmarktradar Bayern 2025. Berufe, Regionen und Branchen im Blick. Gutachten im Auftrag des Bayerischen Industrie- und Handelskammertag e. V. (BIHK). (IW-Gutachten / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln), Köln, 91 S.
Abstract
"Der IHK-Arbeitskräfteradar zeichnet ein detailliertes Bild des bayerischen Arbeitsmarktes für das Jahr 2028. Dafür werden die Trends der Jahre 2017 bis 2023 fortgeschrieben. Die Ergebnisse sind nicht als Prognose, sondern eher als Szenario für das Jahr 2028 zu verstehen, das sich ergibt, wenn es so weitergeht wie bisher. Die Studie betrachtet den Arbeitsmarkt aus Arbeitgebersicht und fokussiert sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, lässt also unter anderem Beamte und Selbstständige außen vor. Bayern leidet schon seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2010 unter einem ausgeprägten Arbeitskräftemangel. Dieser war stets stärker als im deutschen Durchschnitt. Wenn die bisherigen Trends sich weiter fortsetzen, könnte die Arbeitskräftelücke in Bayern von 2023 bis 2028 von 160.974 auf 221.879 steigen. Dann wären rechnerisch 53,1 Prozent aller offenen Stellen nicht zu besetzen, weil es keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt (Stellenüberhangsquote). 2022 gab es erstmals eine nennenswerte Lücke bei Geringqualifizierten, die weiter steigen dürfte. Ihr Anteil an der Arbeitskräftelücke dürfte langsam zunehmen (7,0 Prozent in 2028). Ohne den Arbeitskräftemangel könnte die Wertschöpfung im Jahr 2028 in Bayern 24,2 Mrd. Euro beziehungsweise 3,5 Prozent höher liegen (in Preisen von 2023). Auch das Beschäftigungswachstum wird durch den bestehenden Arbeitskräftemangel gebremst. Die Arbeitskräftelücke liegt damit perspektivisch noch höher als in der letztjährigen Fortschreibung angenommen. Dies geht auch darauf zurück, dass die Arbeitskräftelücke in Bayern von 2022 auf 2023 gestiegen ist, obwohl die Konjunktur bereits schwächelte. Dies kann auf veränderte Qualifikationsanforderungen im Strukturwandel hinweisen. Umso wichtiger wird die Weiterbildung der Beschäftigten. Dazu können Unternehmen neue Fördermaßnahmen der Arbeitsagenturen nutzen, die noch kaum bekannt sind. Stärker als bei der Arbeitskräftelücke zeigt sich die Konjunkturschwäche in der Beschäftigungsentwicklung. Die strukturellen Wachstumstrends haben sich hier verlangsamt, was sich auch in den Fortschreibungsergebnissen widerspiegelt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (ohne Auszubildende, Jahresdurchschnitt) könnte zwischen 2023 und 2028 von 5.684.877 auf 6.025.144 steigen, was einem Zuwachs von 6,0 Prozent entspricht. Dieses Wachstum fällt jedoch geringer aus als in der letztjährigen Fortschreibung (8,6 Prozent von 2022 bis 2027). Dies geht hauptsächlich darauf zurück, dass die Partizipationsquote der Ausländer im Trend weniger stark steigt, während die Arbeitslosigkeit stärker steigt als letztes Jahr angenommen. Da zusätzliche Arbeitslose häufig nicht die gefragten Qualifikationen aufweisen, reduzieren diese die Arbeitskräftelücke eher wenig. Wenn die Integration von Ausländern in den Arbeitsmarkt hingegen ins Stocken gerät, erhöht das den Arbeitskräftemangel." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Local Effects of Education and Age Groups on Unemployment in Germany (2025)
Zitatform
Busch, Fabian & Carsten Ochsen (2025): Local Effects of Education and Age Groups on Unemployment in Germany. In: Growth and Change, Jg. 56. DOI:10.1111/grow.70011
Abstract
"This article provides a comprehensive analysis of how regional changes in the age and education distribution of the labour force affect local and neighbourhood unemployment rates. Based on theoretical considerations, we argue that differences in job search, separation, and commuting are key factors in group differences, and therefore, changes in relative group size affect the level of unemployment. The empirical analysis focuses on local labour markets in Germany, using a dynamic spatial panel data model. According to the estimates, an increasing proportion of young and/or low-educated workers raises local unemployment, while larger proportions of older prime-age and/or highly educated workers raise unemployment in neighbouring labour markets. As a result, the recent ageing and education developments in the German labour force have led to a 25% reduction in the unemployment rate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Essays in Macroeconomics and Labor Economics (2025)
Carlini, Giacomo;Zitatform
Carlini, Giacomo (2025): Essays in Macroeconomics and Labor Economics. 147 S.
Abstract
"The first chapter investigates why assortative matching between workers and firms is stronger in large cities than in small cities. I develop a search and matching model with heterogeneous workers and firms to examine how worker composition and labor market frictions affect sorting. Calibrating the model to German employer-employee data, I find that matching efficiency is key to explaining differences in assortative matching across cities. This effect is amplified by a more dispersed worker productivity dispersion. The model shows that around 5% of the GDP gap between large and small cities is attributable to differences in assortative matching, underscoring the role of local labor market frictions and productivity distributions in spatial inequality. The second chapter explores how task-biased technological adoption affects GDP gaps across countries. We introduce a country-specific measure of task intensity and document that as GDP increases, routine work declines while cognitive work rises. Moreover, differences in task content within occupations explain over half of the cross-country differences in routine work. Using a production framework where technology is task-specific and occupations are aggregates of tasks, we estimate task-specific productivities across countries. A counterfactual exercise suggests that reducing dispersion in task-biased technology adoption could shrink the average GDP gap with the United States by 25%. The third chapter examines sectoral labor productivity growth in the U.S. over 50 years, highlighting routine- and skill-biased technical change. I show that routine labor productivity has grown fastest, with skill-biased technical change benefiting skilled workers while unskilled productivity declined, especially in services. Finally, to disentangle the role of different labor-augmenting technological change, I extend the framework to account for heterogeneity in both occupations and skills." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Data product DOI: 10.5164/IAB.LIABLM7519.de.en.v1 -
Literaturhinweis
A Fragmented Country: Regional Income Convergence in Germany (2025)
Cieslik, Andrzej; Misiak, Tomasz;Zitatform
Cieslik, Andrzej & Tomasz Misiak (2025): A Fragmented Country: Regional Income Convergence in Germany. In: Structural Change and Economic Dynamics, Jg. 75, S. 248-260. DOI:10.1016/j.strueco.2025.08.006
Abstract
"In this paper we study regional income convergence in Germany using the novel approach proposed by Phillips and Sul (2007) that has not been so far employed in the context of German regions. Our study employs data at two levels of the NUTS regional classification for the period 2000-2021. At the NUTS I level, the panel data consist of 16 states (Länder - 10 in West Germany and 6 in East Germany), while at the NUTS II level it consists of 38 total Governmental districts (Regierungsbezirke - 30 in West Germany and 8 in East Germany). Our research results indicate that the income convergence hypothesis among all German regions is rejected for the whole country both at NUTS I and NUTS II levels. Likewise, the convergence hypothesis is rejected among both Eastern and Western regions. Nevertheless, the results show the presence of club convergence. Among all German regions, we identify three convergence clubs, and their distribution, especially at the NUTS II level, indicates that the axis of contemporary development trends runs horizontally rather than vertically. This allows us to argue that in contrast to the previous division between the richer Western and the poorer Eastern regions, a new division between the richer South and the poorer North has been emerging." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
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Literaturhinweis
Partnerships as signposts? The role of spatial mobility in gendered earnings benefits of graduates (2025)
Zitatform
Detemple, Jonas (2025): Partnerships as signposts? The role of spatial mobility in gendered earnings benefits of graduates. In: Advances in life course research, Jg. 63. DOI:10.1016/j.alcr.2024.100656
Abstract
"This study analyzes the gender-specific impact of spatial mobility on earnings after graduation from higher education, extending previous research on graduates’ mobility benefits, which has largely ignored gender-specific mechanisms. Based on household economic and gender role considerations, this study argues that partnerships are associated with solidifying gender differences in mobility-related earnings benefits. The study uses data from the German National Educational Panel Study (NEPS), Starting Cohort First-Year Students (SC5), and applies entropy balancing weights to account for the self-selection of mobile graduates. General linear models show a weak correlation between overal graduate mobility and higher earnings and that gender differences are rather small and depend on the type of mobility. However, looking at the role of partnerships, female graduates benefit significantly less from short-distance mobility when cohabiting with a partner than their non-cohabiting counterparts, while cohabiting male graduates benefit significantly more from long-distance mobility. The findings contribute to the literature by highlighting the crucial role of partnerships in the gendered mobility benefits of graduates." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Author. Published by Elsevier Ltd.) ((en))
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Literaturhinweis
Employment effects of investment grants and firm heterogeneity (2025)
Zitatform
Dettmann, Eva, Antje Weyh & Mirko Titze (2025): Employment effects of investment grants and firm heterogeneity. In: Regional Studies, Jg. 59, H. 1, 2025-08-14. DOI:10.1080/00343404.2025.2549799
Abstract
"This study estimates the firm-level employment effects of investment grants in Germany. In addition to the average treatment effect on the treated, we examine discrimination in the funding rules as a potential source of effect heterogeneity. We combine a staggered difference-in-differences approach with a matching procedure at the cohort level. The findings reveal a positive effect of investment grants on employment development. The subsample analyses yield strong evidence for heterogeneous effects based on firm characteristics and the economic environment. They highlight the responsibility of the local funding authorities to clarify ex ante which goals of a funding programme are most important in their regions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje; -
Literaturhinweis
Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Bayern (2025)
Eigenhüller, Lutz; Fuchs, Stefan ; Niebuhr, Annekatrin ; Baumann, Doris; Buch, Tanja; Moritz, Michael ; Sieglen, Georg; Stöckmann, Andrea; Rossen, Anja ; Wapler, Rüdiger; Böhme, Stefan; Hell, Stefan;Zitatform
Eigenhüller, Lutz, Michael Moritz & Stefan Böhme (2025): Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Bayern. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Bayern 01/2025), Nürnberg, 59 S. DOI:10.48720/IAB.REBY.2501
Abstract
"Die vorliegende Studie untersucht die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren mit dem Fokus auf Bayern und den bayerischen Kreisen. Von 1999 bis 2023 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Bayern im Vergleich mit den anderen bundesdeutschen Flächenländern am stärksten gestiegen. 92 der 96 bayerischen Kreise weisen ein positives Beschäftigungswachstum auf, die Dynamik variiert allerdings deutlich zwischen den Regionen. So gab es in vielen oberbayerischen Kreisen ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum, während insbesondere in einigen Kreisen in Nordostbayern die Beschäftigungsentwicklung unterdurchschnittlich ausfiel. Ein eindeutiges Süd-Nord-Gefälle zeigt sich allerdings nicht. Auffällig ist außerdem das tendenziell stärkere Beschäftigungswachstum in den Umlandkreisen der Städte als in den Städten selbst. Die Analyse zeigt, dass der Branchenmix und die Betriebsgrößenstruktur die Beschäftigungsentwicklung Bayerns etwas gedämpft haben. Auch der Qualifikationseffekt war leicht negativ. Dagegen gingen von der Altersstruktur der Beschäftigten und den Standortbedingungen vergleichsweise starke positive Impulse aus. Auf Kreisebene finden sich bei den Effekten für die Branchen-, Betriebsgrößen- und Qualifikationsstruktur sowie tendenziell für die Altersstruktur deutliche Stadt-Land-Unterschiede. Beim Standorteffekt findet sich auf Kreisebene dagegen kein solches Muster. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Bayern in den letzten Jahren im Ländervergleich eine überdurchschnittlich gute Beschäftigungsentwicklung aufweist, die aber nicht automatisch fortgeschrieben werden kann. Herausforderungen liegen in der Transformation zentraler Industrien, dem Branchenmix vieler Regionen, der Sicherung und Entwicklung von (hoch-)qualifizierten Arbeitskräften sowie der Bestimmung und Weiterentwicklung der regionalen Standortbedingungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Interaction of Public and Private Employment: Evidence from a German Government Move (2025)
Zitatform
Faggio, Giulia, Teresa Schlüter & Philipp Vom Berge (2025): Interaction of Public and Private Employment: Evidence from a German Government Move. In: Regional Science and Urban Economics, Jg. 111, H. March, 2025-01-03. DOI:10.1016/j.regsciurbeco.2025.104084
Abstract
"We use the German government move from Bonn to Berlin in 1999 to explore the interaction between public and private sector employment within a local labor market. Our findings show a positive effect of public sector expansion on private sector employment, with a local multiplier of 1.32–1.35, mainly driven by the service sector. The policy impact is highly localized, strongest within 300 m of a relocation site, and evident one year after the relocation. Three quarters of new private sector jobs were created by establishments that did not exist before 1998. These newly created jobs disproportionally employ women, younger workers, individuals in managerial and professional roles, and those with lower levels of education." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Beruflicher Wandel in Rheinland-Pfalz: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu? (2025)
Faißt, Christian; Wapler, Rüdiger; Jahn, Daniel; Otto, Anne ; Hamann, Silke ; Wydra-Somaggio, Gabriele ; Janser, Markus ;Zitatform
Faißt, Christian, Silke Hamann, Daniel Jahn, Markus Janser, Anne Otto, Rüdiger Wapler & Gabriele Wydra-Somaggio (2025): Beruflicher Wandel in Rheinland-Pfalz: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu? (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 02/2025), Nürnberg, 39 S. DOI:10.48720/IAB.RERPS.2502
Abstract
"Die ökologische Transformation hat weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Arbeitsmarkt und gleichfalls auf die Anforderungen in Berufen. So lässt sich in der jüngeren Vergangenheit in Deutschland ein Bedeutungswandel von Berufen mit überwiegend umweltbelastenden hin zu solchen mit mehr umweltschonenden Kompetenzen beobachten. Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie steht die Frage, welche Intensität dieser Wandel an Kompetenzen bei Berufen im Beobachtungszeitraum von 2013 bis 2022 in Rheinland-Pfalz aufweist. In der Studie wird zum einen betrachtet, wie sich der Stellenwert von umweltfreundlichen Berufen für die Gesamtbeschäftigung in diesem Bundesland sowie in dessen Regionen entwickelt hat. Zum anderen wird die Bedeutung unterschiedlicher Wirkungskanäle für den beruflichen Wandel analysiert. Die ökologische Transformation wird auf Grundlage eines Tätigkeitsansatzes untersucht. Hierzu wird für jeden Beruf der Greenness-of-Jobs-Index berechnet, welcher innerhalb jeden Berufs auf der Differenz von umweltfreundlichen („Green“) und umweltschädlichen („Brown“) Skills beruht. Im Bundesländervergleich liegt der Beschäftigtenanteil von Berufen mit Green Skills im Jahr 2022 in Rheinland-Pfalz (20,0 %) im Mittelfeld, dies gilt ebenfalls für den Beschäftigtenanteil von Berufen mit Brown Skills (18,4 %). In allen Bundesländern hat sich der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills stark erhöht, aber die Anteile der Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills haben sich nur jeweils geringfügig verringert. Die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills stieg in Rheinland-Pfalz von 2013 bis 2022 um 55 Prozent und damit erheblich stärker verglichen mit dem Zuwachs von Berufen mit Brown Skills (8,4 %) und auch dem Beschäftigungsaufbau insgesamt (16,1 %). Die Frage ist, welche Wirkungskanäle für diese Entwicklung verantwortlich sind. Hierfür wurden zwei unterschiedliche Effekte des beruflichen Wandels auf die Beschäftigung verglichen. Auf der einen Seite können neue Beschäftigungen in Berufen mit Green Skills aufgenommen werden, ohne dass sich die Kompetenzstruktur des Berufs verändert hat. Auf der anderen Seite können Kompetenzen in einem vorher als White oder Brown eingestuften Beruf sich derart geändert haben, dass dieser Beruf dann als einer mit Green Skills eingestuft wird. Die vergleichende Betrachtung der Entwicklung der Gesamtbeschäftigung – Effekte aufgrund von konstanter und veränderter Kompetenzstruktur – hat für Rheinland-Pfalz gezeigt, dass die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills stärker dadurch gestiegen ist, dass die Zahl der Berufe, die 2022 (aber nicht 2013) zu den umweltschonenden Berufen zählen, zunahm, als durch die zusätzlich noch neu entstandenen Beschäftigungsverhältnisse in den Berufen. D. h. vor allem der Wandel innerhalb der Berufe spielt hier eine entscheidende Rolle. Die Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills ist insgesamt nicht so stark gewachsen; der Bedeutungszuwachs in Berufen mit Brown Skills war unter Einbeziehung der Veränderung der Kompetenzstruktur höher als bei konstanter Kompetenzstruktur. Außerdem zeigt die Analyse zur Änderung der Struktur der neu begonnenen Beschäftigungen in Rheinland-Pfalz ebenfalls, dass sich deren Zusammensetzung zugunsten von Berufen mit Green Skills verändert hat. Zudem hat der Anteil von Beschäftigungswechseln aus Berufen mit White bzw. Brown Skills in solche mit Green Skills in der Vergangenheit deutlich zugenommen. Berufswechsel sind daher für den Wandel der Berufe im Zuge der ökologischen Transformation erheblich. Hinzu kommt, dass jüngere Menschen häufiger eine (duale) Berufsausbildung in einem Beruf mit vorwiegend umweltschützenden Skills begonnen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Faißt, Christian; Wapler, Rüdiger; Jahn, Daniel; Otto, Anne ; Hamann, Silke ; Wydra-Somaggio, Gabriele ; Janser, Markus ; -
Literaturhinweis
Die starke Aufwertung des Franken zeigte deutliche Effekte auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der deutschen Grenzregion zur Schweiz (2025)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd, Julia Holleitner & Hannah Illing (2025): Die starke Aufwertung des Franken zeigte deutliche Effekte auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der deutschen Grenzregion zur Schweiz. In: IAB-Forum H. 21.05.2025, 2025-05-20. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250521.01
Abstract
"Das Freizügigkeitsabkommen von 1999 und die schrittweise Öffnung des Schweizer Arbeitsmarktes für EU-Bürgerinnen und -Bürger haben zu einem starken Anstieg der Pendlerzahlen aus den deutschen Grenzregionen geführt. Dies hatte Auswirkungen auf die Beschäftigung und den Ausbildungsmarkt in diesen Regionen. So entwickelten sich die Ausbildungszahlen dort günstiger als im übrigen Baden-Württemberg – insbesondere nach dem „Frankenschock“ von 2011." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklungspotenziale ländlicher Räume durch die Energiewende (2025)
Zitatform
Frankenberg, Dominik, Annekatrin Niebuhr & Jan Cornelius Peters (2025): Entwicklungspotenziale ländlicher Räume durch die Energiewende. In: Ländliche Räume H. 3, S. 36-39.
Abstract
"Erneuerbare Stromerzeugung erfolgt - in regional unterschiedlicher Ausprägung - vorwiegend in ländlichen Räumen. Vor diesem Hintergrund werden die mit der Energiewende verbundenen Chancen und Risiken für die regionalwirtschaftliche Entwicklung erörtert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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