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Dossier

Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland

Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Westdeutschland"
  • IAB-Projekt

    Abgrenzung, Dynamik und Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen (01.06.2008 - 31.12.2013)

    Brück-Klingberg, Andrea; Wrobel, Martin;

    Projektbeschreibung

    Ziel ist die Untersuchung der Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen sowie der Zielgenauigkeit und Wirksamkeit des arbeitsmarktpolitischen Instrumentariums. Erkenntnisse auf diesem Gebiet könnten sowohl zur Optimierung der Vermittlungsaktivitäten der Arbeitsverwaltung als auch zur Verbesserung der Versorgung der regionalen Wirtschaft mit dem benötigten Arbeitskräftepotenzial beitragen. Die Vorgehensweise erfolgt in einem dreistufigen Untersuchungsverfahren. Zunächst erfolgt die gemeindescharfe Abgrenzung der Arbeitsmarktregion Bremen und die Analyse der Arbeitsmarktdynamik. Darauf aufbauend wird eine umfangreiche Untersuchung des Verbleibs und der Integration von Arbeitslosen vorgenommen, die Rückschlüsse auf Beschäftigungspotenziale und Vermittlungschancen zulässt. Die Arbeiten zu den ersten beiden Arbeitsschritten sind bereits relativ weit fortgeschritten.

    Beteiligte aus dem IAB

    Wrobel, Martin; Kropp, Per; Harten, Uwe;
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  • IAB-Projekt

    Regionale Dimension des qualifikatorischen Strukturwandels in den alten Bundesländern (01.05.2008 - 31.12.2012)

    Niebuhr, Annekatrin;

    Projektbeschreibung

    Der seit den 1970er Jahren beschleunigt stattfindende qualifikatorische Strukturwandel zu Tätigkeiten mit höherem Anforderungsniveau ist trotz signifikanter regionaler Unterschiede innerhalb Deutschlands bisher kaum in seiner räumlichen Dimension betrachtet worden. Aufbauend auf einer Diskussion von Erklärungsansätzen aus der Wirtschaftsgeographie und der Arbeitsmarktökonomie sollen die Einflussfaktoren auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in den alten Bundesländern theoretisch abgeleitet und empirisch bestimmt werden. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Differenzierung der Beschäftigungsentwicklung nach unterschiedlichen, im ausgeübten Beruf erforderlichen Qualifikationsniveaus. Die quantitative und qualitative Analyse der regionsspezifischen Einflussfaktoren soll Handlungsmöglichkeiten für die regionale Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik aufzeigen, um auf der regionalen Ebene die Beschäftigungschancen für gering und mittel Qualifizierte zu verbessern.

    Beteiligte aus dem IAB

    Niebuhr, Annekatrin;
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  • IAB-Projekt

    Die Arbeitsmarktregion Schweinfurt zwischen "Boom" und Strukturwandel - Eine exemplarische Analyse (01.04.2008 - 31.12.2015)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Die Arbeitsmarktregion Schweinfurt war über viele Jahrzehnte einseitig auf in der Stadt Schweinfurt ansässige industrielle Großbetriebe im verarbeitenden Gewerbe monozentriert. Infolge dieser regionalen Monostruktur mit mangelnden Anpassungskapazitäten an den konjunkturellen Einbruch, ausgelöst durch den Zusammenbruch der Transformationsökonomien in Osteuropa und das Aufkommen international wettbewerbsfähigerer Konkurrenz, kam es in der ersten Hälfte der 1990er Jahre zu einer tiefen Krise der regionalen Wirtschaft in und um Schweinfurt. Diese führte ausgehend von Massenentlassungen in der Großindustrie zur schrittweisen Einleitung eines regionalen Strukturwandels, der maßgeblich von den Entwicklungsstrategien der Großunternehmen angetrieben wurde. Vor dem Hintergrund der tiefen wirtschaftlichen Krise erscheint es deshalb umso bemerkenswerter, dass die Region Schweinfurt in jüngerer Zeit - das heißt, nur etwas mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer schweren Krise - in der Presse als deutschlandweit überdurchschnittlich prosperierender und sich überaus dynamisch entwickelnder Wirtschaftsraum dargestellt wird (vgl. Prognos Zukunftsatlas 2007).

    Anknüpfend an die Anfang der 1990er Jahre durchgeführten Untersuchungen und Publikationen von BLIEN (1993) bzw. BLIEN & FRIEDRICH (1993) zum regionalen Strukturwandel in der Schweinfurter Großindustrie soll die jüngere Entwicklung der Region anhand regionalstatistischer Auswertungen detailliert quantifiziert werden. Darüber hinaus werden die, für die positive Entwicklung der Region wichtigen regionalwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mittels qualitativen Informationen aus Interviews mit regional bedeutsamen Unternehmensvertretern und Vertretern der Verwaltung untersucht. In der Analyse werden dabei inhaltliche und methodische Bezüge zur empirischen Cluster-Forschung, die im Rahmen des Projektes CORIS bereits für mehrere Regionen Bayerns vorliegt, hergestellt. Vor diesem Hintergrund sollen so die adaptiven Unternehmensstrategien in Produktion und Organisation, wie auch die Vielzahl der arbeitsmarkt-, regional- sowie wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Verwaltungen im Rahmen einer exemplarischen Regionalanalyse der Arbeitsmarktregion Schweinfurt evaluiert werden. 

     

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  • IAB-Projekt

    Demografischer Wandel und Arbeitskräfteangebot im Saarland (01.08.2007 - 31.10.2009)

    Fuchs, Johann;

    Projektbeschreibung

    Deutschland unterliegt seit Jahrzehnten einem weitestgehend einheitlichen Trend, nämlich einer stetigen Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung. Grundsätzlich davon betroffen sind auch die Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre), allerdings sind auch bei dieser Altersgruppe regionale Eigenheiten und Unterschiede zu beobachten, die man auch für die zukünftige Entwicklung annehmen kann. Für eine möglichst zielgenaue Politikberatung ist daher die Frage interessant, wie sich dieses Erwerbspersonenpotenzial auf regionaler Ebene in Zukunft entwickeln wird. Ziel dieses Projekts ist es, beispielhaft für das Saarland (und im Vergleich zum westdeutschen Durchschnitt) eine Berechnung des künftigen Verlaufs des Erwerbspersonenpotenzials durchzuführen. Grundlagen dieser Projektion sind zum einen Daten der amtlichen Statistik und die Länderergebnisse der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, zum anderen das Erwerbspotenzialprognosemodell des IAB. Durch eine Verknüpfung der Daten kann das künftige Erwerbspersonenpotenzial des Saarlands in verschiedenen Varianten berechnet werden. Zudem soll die Frage geklärt werden, wie stark sich die einzelnen Komponenten (Annahmen zur demographischen Entwicklung und zum Erwerbsverhalten der Bevölkerung) auf das künftige Erwerbspersonenpotenzial auswirken werden. Das Ende des Projektionszeitraums soll das Jahr 2020 sein. Aus den Ergebnissen der Modellrechnungen können Handlungsempfehlungen für die Politik abgeleitet werden. Angedacht ist eine Ausweitung der Berechnungen auf weitere Bundesländer.

    Beteiligte aus dem IAB

    Otto, Anne;
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  • IAB-Projekt

    Arbeitskräftemobilität und regionale Disparitäten (01.03.2007 - 31.10.2015)

    Niebuhr, Annekatrin;

    Projektbeschreibung

    Ziel des Projekts ist die empirische Analyse der Auswirkungen von Arbeitskräftemobilität auf die Unterschiede der regionalen Arbeitsmarktbedingungen in Deutschland. Hierbei sollen sowohl die Bedeutung von Pendlerverflechtungen als auch die Wirkungen von Wanderungsbewegungen auf die Arbeitsmarktbedingungen in der Ursprungs- und Zielregion untersucht werden. Hierin unterscheidet sich das Projekt von vorhandenen Studien, die in der Regel lediglich die Effekte von Wanderungen auf die Einkommensdisparitäten analysieren. Berücksichtigt wird die Qualifikation der Arbeitskräfte, weil die Auswirkungen der Mobilität auf die regionalen Arbeitsmarktbedingungen je nach Qualifikationssegment erheblich voneinander abweichen können. Ein besonderer Schwerpunkt der empirischen Analysen besteht in der detaillierten Betrachtung der Regionen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, da hier Wanderungsbewegungen und Pendlerverflechtungen zwischen west- und ostdeutschen Regionen für den Aufholprozess der ostdeutschen Gebiete eine besondere Rolle spielen können – etwa im Gegensatz zu Gebieten entlang der polnischen Grenze, da hier die Arbeitskräftemobilität durch administrative Hemmnisse und Sprachbarrieren eingeschränkt wird und zudem der polnische Arbeitsmarkt keine günstigen Bedingungen bietet. Neben deskriptiven Analysen der Struktur und Entwicklung der Arbeitskräftemobilität sowie der regionalen Disparitäten soll im analytischen Teil des Projekts die Wirkung der Mobilität auf die Unterschiede in den regionalen Arbeitsmarktbedingungen untersucht werden. Ein zentrales Kennzeichen des Forschungsvorhabens ist hierbei, dass sowohl Einkommensdisparitäten als auch Unterschiede in der regionalen Arbeitslosigkeit betrachtet werden. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass nicht nur hinsichtlich der Determinanten sondern auch der Zielgrößen nach Qualifikationsniveaus differenziert wird. Zentrale Bedeutung für das geplante Forschungsvorhaben hat der für das Projekt zusammengestellte Datensatz. Die regionale Arbeitskräftemobilität in Deutschland kann ausgehend von einer Sonderauswertung der Beschäftigtenhistorik besonders genau abgebildet werden. Der Datensatz umfasst die Entwicklung von Wanderungen, Pendlerverflechtungen und regionalen Disparitäten in Deutschland von 1999 bis 2004/5. Dabei kann zwischen verschiedenen Qualifikationssegmenten differenziert werden. Um den Analysezeitraum bis Mitte der 90er Jahre auszudehnen, werden zusätzlich Daten des Statistischen Bundesamtes verwendet. Für die Analysen sollen neben panel-ökonometrischen Methoden vor allem Methoden der räumlichen Statistik und Ökonometrie zur Anwendung kommen

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  • IAB-Projekt

    Cluster und Unternehmensnetzwerke im Raum Nürnberg - Identifikation und Analyse unter besonderer Berücksichtigung ihrer Bedeutung für den Arbeitsmarkt (01.11.2005 - 31.12.2015)

    Eigenhüller, Lutz; Fuchs, Stefan; Möller, Joachim; Litzel, Nicole;

    Projektbeschreibung

    Empirische Untersuchungen zeigen, dass die anhand der räumlichen Konzentration konventioneller Wirtschaftszweige gemessene Spezialisierung von Regionen im Trend abnimmt. Zugleich gibt es starke Evidenz für einen Bedeutungsgewinn einer funktionalen Spezialisierung von Wirtschaftsräumen. Während es bei der traditionellen Ballung bestimmter Aktivitäten vor allem um Verbundeffekte bei der Produktion bestimmter Güter ging, stellen neuere Ansätze unter anderem die unternehmensübergreifenden Kooperationen entlang der Wertschöpfungsketten heraus, die beispielsweise durch zunehmende Ausgliederung der Produktion oder die Kooperation zwischen Produzenten und spezialisierten Dienstleistungsunternehmen gekennzeichnet sind. Ein hoher Stellenwert kommt dabei dem Zusammenspiel verschiedener Akteure im Innovationsprozess zu. In diesem Sinn wird verstärkt von Innovationsclustern als den Kristallisationspunkten nachhaltigen Wirtschaftswachstums gesprochen, auf die vor allem Hochlohnregionen entscheidend angewiesen sind. Übereinstimmend hebt die neuere Literatur die Bedeutung von räumlicher Nähe hervor, die nicht nur durch Agglomerations- und Lokalisations-, sondern auch durch Netzwerkeffekte für die Herausbildung erfolgreicher Innovationskerne sorgt. Raumbezogene wirtschaftspolitische Strategien basieren deshalb häufig auf unterschiedlichen Formen der Clusterförderung. Solche Ansätze haben aber nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn sie auf die Besonderheiten einer Region zugeschnitten werden, d.h. an den bestehenden Kompetenzen und Stärken ansetzen. Dabei ergibt sich grundsätzlich die Frage, auf welcher Datengrundlage sich regionale Entwicklungskonzepte aufbauen lassen. Regionale Primär- und Sekundärstatistiken sind weitgehend auf Industriezweige bezogen. Eine solche Klassifikation ist in der Regel aber nicht geeignet, die sich an Wertschöpfungsketten und anderen Formen der funktionalen Spezialisierung von Regionen orientierenden Zusammenhänge adäquat zu erfassen. Das beantragte Projekt knüpft an die „neue Sicht“ einer funktionalen Spezialisierung von Regionen an. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass sich aus dem Paradigmenwechsel vielfältige Konsequenzen für die regionalen Arbeitsmärkte ergeben, die bisher kaum beachtet wurden. Das Projekt zielt darauf ab, diese Forschungslücke zu schließen. Voraussetzung dafür ist die Schaffung einer geeigneten Informationsbasis. Im Rahmen von CORIS, dem Cluster-Orientierten Regionalen Informations-System, wurde an der Universität Regensburg eine Methodik der Datenerhebung entwickelt, die auf die sich aus der funktionalen Spezialisierung ergebenden neuen Fragestellungen zugeschnitten ist. Diese Methodik wurde bereits im Wirtschaftsraum Ostbayern implementiert. Die Kombination unterschiedlicher, sich ergänzender Erhebungsmethoden bildet dabei die Grundlage für eine Identifikation von Clustern nach einem Katalog einschlägiger Merkmale. Der Grundgedanke von CORIS besteht darin, ein Abbild eines Wirtschaftsraums mit seinen wirtschaftlichen Besonderheiten, Kompetenzen und Wertschöpfungsketten zu schaffen. Dabei werden die vielfältigen Wirtschaftsbeziehungen innerhalb des Unternehmenssektors sowie zwischen Unternehmen, Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen und weiteren unterstützenden Institutionen durch den Einsatz eines eigens entwickelten webbasierten Informationssystems plastisch sichtbar und für weitere Analysen nutzbar gemacht. In der Datenerhebungsphase des beantragten Projekts geht es darum, nach dem Vorbild von CORIS Ostbayern Informationen über die regionalen Netzwerke in der Metropolregion Nürnberg zu erheben. Dabei soll die bisherige Methodik und Systematik weiterentwickelt werden und gegenüber dem Prototyp eine stärkere Betonung von Arbeitsmarktaspekten erfahren. Darüber hinaus soll der Art und Qualität der Beziehungen zwischen Unternehmen sowie den Beziehungen von Unternehmen zu institutionellen und korporativen Akteuren in der Region besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Eine im Sinne von CORIS geschaffene regional- und unternehmensspezifische Netzwerkinformation bietet die Basis, eine Vielzahl von Forschungsfragen auf dem Gebiet der Regional- und Arbeitsmarktökonomie sowie der Soziologie zu bearbeiten. Dazu zählt etwa die Prüfung von aus der Zusammenarbeit von Unternehmen resultierenden positiven externen Effekten (spillovers) mit Blick auf die Beschäftigungsentwicklung in der Region. Weitere Themenfelder sind die clusterbezogenen Effekte des Arbeitsmarktpoolings sowie Schlussfolgerungen für Qualifizierungsmaßnahmen (Aus- und Weiterbildung, Umschulung), Mobilität sowie Such- und Vermittlungsstrategien.

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  • IAB-Projekt

    Ökonomische Effekte kultureller Vielfalt (01.04.2005 - 30.12.2009)

    Haas, Anette; Niebuhr, Annekatrin;

    Projektbeschreibung

    Das IAB wird sich an dem Modul A: "Ökonomische Effekte kultureller Vielfalt" beteiligen.
    Zur Realisierung ihrer Forschungsziele wird die Studiengruppe theoriebasierte empirische Analysen zweier Fragenkomplexe durchführen:
    - Wie beeinflusst die kulturelle Vielfalt von Zuwanderern, d.h. die Gesamtheit ihrer Eigenschaften, Verhaltensmuster und ihrer sozialen Netzwerke, ihren individuellen Arbeitsmarkterfolg sowie Produktivität, Innovationsfähigkeit und Wachstum in den Zuwanderungsregionen?
    - Welchen Einfluss nehmen die rechtlichen Rahmenbedingungen (gesetzliche und institutionelle Regelungen sowie Maßnahmen) in den Zuwanderungsregionen auf die wirtschaftlichen Effekte kultureller Vielfalt?
    Auf der Grundlage der Resultate wird die Studiengruppe Empfehlungen für die Zuwanderungs- und Integrationspolitik auf der lokalen, nationalen und EU-Ebene entwickeln sowie Maßnahmen zu deren praktischen Umsetzung vorschlagen.
    Die Forschungsarbeiten und Politikanalysen werden von einem internationalen Team durchgeführt, das sich aus Ökonomen, Soziologen, Politikwissenschaftlern und Juristen zusammensetzt. Zur Anwendung kommen qualitative und quantitative Analysemethoden. Zu Beginn des Projekts wird die Studiengruppe einen gemeinsamen theoretischen Forschungsrahmen entwickeln, der sich aus aktuellen Forschungsergebnissen über den Zusammenhang zwischen den Charakteristika von Immigranten und den allgemeinen Bedingungen in den Zuwanderungsländern ableitet. Ausgehend von einem "Forms of Capital"-Ansatz werden wir die wirtschaftliche Leistung von Einwanderern als das Ergebnis der Interaktion ihrer unterschiedlichen Formen von Kapital mit den ökonomischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in den Zielländern betrachten.
    "Forms of Capital", die wir als kulturelle Vielfalt der Zuwanderer bezeichnen, können entlang von drei Dimensionen definiert werden:
    - Das spezifische Human- und kulturelle Kapital der Einwanderer (Sprache, Werte und Überzeugungen, besondere Fähigkeiten und Wissen, die mit der Herkunft verbunden sind).
    - Das mit den Netzwerken von Einwanderern verbundene Sozialkapital. Dies bezieht sich auf die für unterschiedliche Kulturen, ethnische Gruppen und Nationalitäten spezifischen Muster sozialer Interaktion in den Gemeinschaften von Zuwanderern (z.B. Vertrauen, Loyalität, Kommunikationsmuster und Informationsaustausch).
    - Die räumliche Konzentration des Human- und Sozialkapitals, im Allgemeinen abgebildet durch die Größe und geographische Verteilung von Einwanderern und ethnischen Minderheiten.
     

    Beteiligte aus dem IAB

    Haas, Anette; Niebuhr, Annekatrin;
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  • IAB-Projekt

    Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten (VALA) (01.01.2005 - 30.05.2006)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Das Projekt untersucht in vergleichender Perspektive die Ökonomie und den Arbeitsmarkt von Bundesländern. Theoretische Basis sind u.a. Ansätze des regionalen Strukturwandels (vgl. Appelbaum und Schettkat) und der Neuen Regionalökonomie. Das VALA-Projekt knüpft an die Analyse der Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland ENDOR-Projekt vgl.: "Die Entwicklung der ostdeutschen Regionen" (BeitrAB 267) an.
    Die Debatte über die Ursachen von und Strategien zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit ignoriert häufig die erheblichen Disparitäten in der Beschäftigungsentwicklung zwischen Kreisen, Bundesländern oder siedlungsstrukturellen Kategorien. Eine empirische Untersuchung auf disaggregierter Ebene kann die makroökonomische Forschung in mehreren Richtungen ergänzen bzw. erweitern. Betrachtet man Städte, Kreise oder Bundesländer als eigenständige wirtschaftliche Einheiten, erhält man im Querschnitt eine beträchtliche Variation von ökonomischen Variablen (z.B. der Qualifikations,- Branchen- und Lohnstruktur), die zur Erklärung der Beschäftigungsentwicklung herangezogen werden kann und Aufschluss über relevante Faktoren der Beschäftigungsentwicklung auf verschiedenen Aggregationsebenen geben kann.
    Ziel der hier geplanten Untersuchung ist es, Beschäftigungseffekte des Lohnniveaus, der Qualifikations- und Firmengrößenstruktur, sowie des regionalen Branchen-Mix zu separieren und auch 'reine' Standorteffekte zu ermitteln, d.h. Beschäftigungseffekte die sich auf Kreise bzw. Bundesländer und siedlungsstrukturelle Gruppen beziehen und nicht über die anderen Variablen des Modells erklärt werden. Die Analyse erfolgt (unter Verwendung von Daten aus der Beschäftigtenstatistik) auf der Kreisebene und der Bundeslandebene
    Die verwendeten ökonometrischen Ansätze (Mehrebenenanalyse und Shift-Share-Regression) erlauben es, alle diese Detailanalysen im Rahmen eines umfassenden zweistufigen Regressionsmodells durchzuführen. In einem ersten Schritt werden regionale Lohneffekte im Rahmen einer erweiterten Lohngleichung identifiziert, die im zweiten Schritt (zusammen mit den anderen oben genannten Regressoren) zur Erklärung der Beschäftigungsentwicklung herangezogen werden.
    Um die teilweise massiven Unterschiede zwischen den neuen und alten Bundesländern abzubilden, erfolgt die Schätzung des Modells für die beiden Teile Deutschlands getrennt. Die Interpretation des Modells erfolgt dezentral durch die Mitarbei-terinnen und Mitarbeiter des regionalen Forschungsnetzwerkes. Dadurch wird insbesondere Wissen über die Arbeitsmarktstrukturen vor Ort mit den ökonometrischen Ergebnissen verknüpft.
    Die im ersten Projektschritt ermittelten reinen Standorteffekte bilden die Basis für weitere Analysen von Einflüssen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik von Regionen und Bundesländern auf die Beschäftigungsentwicklung.
    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des regionalen Forschungsnetzwerkes werden vor Ort zunächst eine qualitative Beschreibung der regionalen und landesspezifischen Wirtschaftspolitiken erstellen und sie zur Erklärung dieser Standorteffekte heranzuziehen. Auch für diesen Projektschritt ist geplant, die qualitative Analyse in eine quantitative zu überführen, z.B. durch die Bildung von Indikatoren für wirtschaftspolitische Maßnahmen und diese Indikatoren in das Regressionsmodell aufzunehmen.
    Die Ergebnisse sollen zum tieferen Verständnis regionaler Disparitäten beitragen und der Regionalpolitik sowie der regionalen Arbeitsmarktpolitik Handlungsansätze liefern, um die Beschäftigungsentwicklung zu fördern.
     

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  • IAB-Projekt

    Struktur der Arbeitslosigkeit zu Beginn des Jahres 2000 (01.09.1999 - 01.01.2002)

    Brixy, Udo;

    Projektbeschreibung

    Ziel der Studie ist es, die Strukturen des Arbeitslosigkeitsbestands und die der Abgänge aus Arbeitslosigkeit zu untersuchen. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt in der Entwicklung einer empirisch tragfähigen Typologie der Arbeitslosen in Hinblick auf ihre Wiedereingliederungschancen und -risiken.
    Die Untersuchung basiert auf einem längsschnittbezogenen Ansatz. Mit Hilfe einer retrospektiven Erfassung aller Phasen der Erwerbstätigkeit lassen sich typische Erwerbsverläufe präzise abbilden. Dadurch wird dem Verlaufscharakter der Arbeitslosigkeit, also der Einbettung der Arbeitslosigkeit in die Erwerbsbiographie, Rechnung getragen. Zusätzlich wurde auch der familiäre Kontext der befragten Personen erhoben, so dass sich auch aus diesem Zusammenhang Indikatoren zur Erwerbsorientierung der Betroffenen ableiten lassen.
    In repräsentativen computerunterstützten telefonischen Befragungen wurden 20.327 bundesweite Interviews durchgeführt. Hinzu kommen 4011 Interviews, die durch das Land Nordrhein-Westfalen finanziert wurden. Die Ausschöpfungsquote für die bundesweite Stichprobe beträgt 59 Prozent und ist, gemessen an durchschnittlichen Ausschöpfungsquoten anderer Personenstichproben der Gesamtbevölkerung, als sehr hoch zu bewerten.

    Beteiligte aus dem IAB

    Brixy, Udo;
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  • IAB-Projekt

    Die IAB-Regionalstichprobe 1975-1997 (01.07.1999 - 01.09.2001)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Ziel ist es, eine regional auswertbare anonymisierte Stichprobe aus der Historikdatei zu erarbeiten, mit der u.a. regionale Mobilitätsprozesse auf der individuellen Ebene in West- und Ostdeutschland untersucht werden können. Die Aufbereitung der Regionalinformation auf Basis der Kreisebene ist wesentlicher Bestandteil des Projektes, welche die Bereinigung von Gebietsstandsänderungen (vor allem in Ostdeutschland) im Längsschnitt beinhaltet. Die Anonymisierung auf der Quer- und Längsschnittebene ist notwendige Voraussetzung für die Weitergabe der Stichprobe an externe Nutzer. Analog zu den Vorgängerstichproben sollen nach Beendigung des Projekts die Daten als Scientific Use File über das Zentralarchiv für empirische Sozialforschung in Köln zugänglich gemacht werden.

    Beteiligte aus dem IAB

    Haas, Anette;
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  • IAB-Projekt

    Betriebliche Beschäftigungsentwicklung (01.07.1997 - 31.12.9999)

    Bellmann, Lutz;

    Projektbeschreibung

    Das IAB-Betriebspanel erfasst - ergänzend zur amtlichen Statistik - die aktuelle und zukünftige Personalentwicklung in den Betrieben nach Branchen, Betriebsgrößen und Regionen. Die Beschäftigung entwickelt sich in Abhängigkeit von Umsatz, betrieblicher Ertragslage, Investitionstätigkeit, Lohnentwicklung sowie von der arbeitsorganisatorischen und technischen Entwicklung.
    Über das Gründungsdatum von Betrieben lassen sich Gründungen identifizieren und deren Entwicklungen sowie ihre Wirkungen für die Beschäftigung analysieren. Die Betriebsbefragung gibt Auskunft über die Beschäftigungsentwicklung befristet Beschäftigter, überlassener Arbeitnehmer, freier Mitarbeiter mit Dienst- und Werkverträgen und geringfügig Beschäftigter.

    Beteiligte aus dem IAB

    Bellmann, Lutz;
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  • IAB-Projekt

    Regionale Beschäftigungsprojektion (01.06.1997 - 31.12.2006)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Ziel der Beschäftigungsprojektion ist die Abschätzung der kurz- und mittelfristigen Entwicklung der Nachfrage nach Arbeitskräften innerhalb möglichst kleiner regionaler Einheiten. Dies bedeutet für die Umsetzung im vorliegenden Fall eine Vorausschau auf die Entwicklung der amtlichen Beschäftigungszahlen einzelner Kreise bzw. von Kreis-Clustern (z.B. Arbeitsmarktregionen) der Bundesrepublik (zunächst nur West) mit einem Projektionshorizont von 2-3 Jahren.
    Für die Projektion stehen alternative Methoden wie Modellspezifikationen zur Verfügung. Datenbasis des Projekts ist die Beschäftigtenstatistik für Landkreise und kreisfreie Städte. Weitere Variablen sollen einbezogen werden. Darunter zählen Größen mit Vorlaufcharakter (leading indicators) sowie Panel- und Qualifikationsdaten.
    Das SGB III sieht die Dezentralisierung von Entscheidungskompetenzen auf der Ebene der Regionaldirektionen und Arbeitsagenturen vor. Nicht nur deshalb entsteht bei der Gestaltung der Mittelallokation im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik ein weiter erhöhter Bedarf an regionalisierter Information. Ein wichtiges Element der Entscheidungsbasis ist deshalb die Projektion kleinräumiger Einheiten (Kreise).

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  • IAB-Projekt

    Weiterentwicklung der Konzepte und Daten zur Schätzung der Stillen Reserve und des Erwerbspersonenpotenzials (01.01.1980 - 31.12.9999)

    Fuchs, Johann;

    Projektbeschreibung

    In Abstimmung zu den von amtlicher Seite ausgewiesenen Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Arbeitslose, bzw. Erwerbslose) wird für die Vergangenheit das Erwerbspersonenpotential geschätzt, das die statistisch nicht erfasste Stille Reserve mit einschließt. Dies geschieht durch die Schätzung von Potentialerwerbsquoten auf Grundlage der nach demografischen Merkmalen disaggregierten Mikrozensus-Erwerbsquoten. Daraus lassen sich dann zum einen strukturierte Werte für die Stille Reserve ableiten. Zum anderen bilden die Schätzungen für die potentielle Erwerbsbeteiligung eine der Grundlagen für die langfristige Projektion des Erwerbspersonenpotentials.
    Zur methodischen Weiterentwicklung der Schätzungen sollen in Zukunft verstärkt Verlaufsanalysen eingesetzt werden. Ein Ansatz dafür wurde mit Daten des SOEP und des IAB-Arbeitsmarktmonitors für die neuen Länder bereits 1998 entwickelt. Dieses Verfahren soll mit Hilfe der Verlaufsinformationen des Mikrozensus auf eine besserer Datenbasis gestellt werden.
    Die Ergebnisse zum Erwerbspersonenpotenzial und zur Stille Reserve sind Bestandteil der langfristigen Arbeitsmarktbilanz, die zur Identifikation von Ungleichgewichten am Arbeitsmarkt benötigt werden. Darüber hinaus liefert das Erwerbspersonenpotenzial Teil-Informationen über mögliche demografisch bedingte Engpässe. In gewisser Weise werden damit Rahmendaten gesetzt, die z.B. die Beschäftigung von Frauen und Älteren betreffen.

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  • IAB-Projekt

    Längerfristige Projektionen des Arbeitskräfteangebots (01.01.1970 - 31.12.9999)

    Fuchs, Johann; Söhnlein, Doris;

    Projektbeschreibung

    Ziel des Projekts ist eine langfristige Vorausschätzung des Erwerbspersonenpotentials. Konzeptionell, methodisch und in seinen Grunddaten baut das Projekt auf das Projekt "Weiterentwicklung der Konzepte und Daten zur Schätzung der Stillen Reserve und des Erwerbspersonenpotentials" (IAB-Projekt 276) sowie auf das Projekt Längerfristige Vorausschätzung des Erwerbspersonenpotentials für die neuen Bundesländer (IAB-Projekt 397) auf. Das Erwerbspersonenpotenzial wird demnach als Maß für das gesamtwirtschaftliche Arbeitskräfteangebot betrachtet. Eine Vorausschätzung des Erwerbspersonenpotenzials basiert auf zwei Grundbausteinen: einer Bevölkerungsprojektion und einer Projektion der Erwerbsbeteiligung. Im Zentrum dieses Projekts steht die Vorausschätzung der Erwerbsbeteiligung, d.h. von Potenzialerwerbsquoten. Die für die Prognose des Erwerbspersonenpotenzials ebenfalls notwendige Bevölkerungsprojektion wird getrennt erstellt (siehe Projekt Nr. 955). Für die Projektionen der Potenzialerwerbsquoten, die hier im Mittelpunkt stehen, werden im Wesentlichen ökonometrische Zeitreihenanalysen eingesetzt. Alle Rechnungen sind nach Alter und Geschlecht sowie Deutschen und Ausländern disaggregiert. Der Vorausschätzungszeitraum reicht beim aktuellen Projektstadium bis zum Jahr 2050.

    Beteiligte aus dem IAB

    Söhnlein, Doris; Hellwagner, Timon;
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