Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Arbeitsmarktentwicklung
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IAB-Projekt
Erwerbsverläufe von Erstauszubildenden in Sachsen (01.06.2022 - 30.06.2027)
Kindt, Anna-Maria; Weyh, Antje; Sujata, Uwe;Projektbeschreibung
Das Projekt nimmt die Erwerbsverläufe von Erstauszubildenden der Ausbildungsjahrgänge 2000 und 2010 in Sachsen in den Blick. Mit Hilfe der Sequenzmusteranalyse, der Clusteranalyse und der Survival Analysis werden typische Verlaufs- und Mobilitätsmuster identifiziert und beschrieben. Die Mobilität wird dabei auf beruflicher, betrieblicher und geografischer Ebene betrachtet Erstauszubildende der Kohorte 2010 haben bessere Chancen auf einen stabilen Erwerbsverlauf als diejenigen der Kohorte 2000. Individuelle Merkmale wie das Geschlecht, das Alter, die Staatsangehörigkeit und der gewählte Beruf, aber auch Merkmale des Ausbildungsbetriebes sowie die Ausbildungsregion beeinflussen den Erwerbsverlauf und die Mobilität in den betrachteten zehn Jahren nach Ausbildungsbeginn erheblich.
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IAB-Projekt
Lieferengpässe: Auswirkungen auf Betriebe und den Arbeitsmarkt (01.01.2022 - 31.12.2023)
Kleifgen, Eva; Stepanok, Ignat; Stegmaier, Jens; Roth, Duncan; Moritz, Michael; Kagerl, Christian; Weber, Enzo;Projektbeschreibung
Zugang zu den notwendigen Vorleistungen und Zwischenprodukten ist für die Produktivität von Betrieben von großer Bedeutung. Deswegen hatten Lieferengpässe während der Covid-19-Pandemie negative Auswirkungen auf Betriebe in Deutschland. Viele haben ihre Produktion und Lagerbestände reduziert, nach neuen Lieferanten gesucht, oder auch Personalmaßnahmen ergriffen. Der Krieg in der Ukraine hat die Lieferengpässe weiter verschärft und dadurch die Betriebe zusätzlich belastet. Wir nutzen die Daten der IAB-Betriebsbefragung „Betriebe in der Covid-19-Krise“ (IAB-Projekt 3902), die seit August 2020 in ungefähr dreiwöchigem Abstand durchgeführt wird und repräsentativ für alle Betriebe in Deutschland mit mindestens einer sozialversicherungspflichtigen Person ist. Private Haushalte, extraterritoriale Organisationen und der öffentliche Dienst sind nicht Teil der Befragung.
Beteiligte aus dem IAB
Kleifgen, Eva; Stepanok, Ignat; Stegmaier, Jens; Roth, Duncan; Moritz, Michael; Kagerl, Christian; Weber, Enzo; -
IAB-Projekt
Stand und Entwicklung der regionalen Alterserwerbstätigkeit (05.10.2021 - 31.12.2025)
Hirschenauer, Franziska;Projektbeschreibung
Die regionale Arbeitsmarktintegration der Älteren wird vor dem Hintergrund arbeits- und rentenrechtlicher Regelungen, individueller Faktoren und regionalwirtschaftlicher Rahmenbedingungen untersucht. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem regionalen kohortenbezogenen durchschnittlichen Erwerbsaustrittsalter der älteren Männer und Frauen. Dieses wird für die 400 Kreise und kreisfreien Städte auf Basis der Integrierten Erwerbsbiografien des IAB berechnet. Neben der räumlichen Differenzierung werden dabei weitere Differenzierungen vorgenommen, insbesondere in qualifikatorischer, beruflicher und sektoraler Hinsicht.
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IAB-Projekt
Prüfung neuer Methoden zur Typisierung regionaler Arbeitsmärkte (01.05.2021 - 31.12.2028)
Moritz, Michael;Projektbeschreibung
Die Typisierung bildet ein wesentliches Element für das operative Management im SGB-III- und SGB-II-Bereich. Die BA kann den Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen nur dann effektiv steuern und die Einhaltung der Zielvorgaben für die Agenturen für Arbeit und Jobcenter nur dann kontrollieren, wenn sie die regionalen Unterschiede hinsichtlich der spezifischen sozialpolitischen Problemlagen berücksichtigt. Das IAB identifiziert regionale Bestimmungsfaktoren der Zieldimensionen des SGB III und des SGB II und fasst in Analogie zu modernen Verfahren der Künstlichen Intelligenz Agenturen und Jobcenter mit ähnlichen regionalwirtschaftlichen Bedingungen zu Gruppen zusammen, die die sogenannten Vergleichstypen bilden. Kennzeichen des IAB-Verfahrens ist, dass Auswahl und Gewichtung der Klassifikationsfaktoren nicht – wie sonst vielfach üblich – auf Basis von Expertenmeinungen eingebracht werden, sondern dem Clusterverfahren (“unsupervised learning”) eine Regressionsanalyse (“supervised learning”) vorgeschaltet ist. Diese Vorgehensweise entspricht Methoden des Maschinellen Lernens (ML), bei denen ebenfalls Modellparameter in Abhängigkeit von der aktuellen Situation angepasst werden. Im Rahmen des Projekts werden methodische Innovationen im Bereich des ML für die SGB-III- und SGB-II-Typisierung getestet, deren Anwendbarkeit im Erfolgsfall als Grundlage für die Diskussion mit den Beratungsempfängerinnen beider Rechtskreise dient.
Beteiligte aus dem IAB
Moritz, Michael; Dauth, Wolfgang; Haas, Anette; Hirschenauer, Franziska; Phan Thi Hong, Van; Ostermann, Kerstin; -
IAB-Projekt
Die Effekte der EU-Osterweiterung auf den Arbeitsmarkt in deutschen Grenzregionen (01.03.2021 - 31.12.2022)
Körner, Konstantin; Bähr, Sebastian; Ostermann, Kerstin;Projektbeschreibung
In diesem Papier untersuchen wir den Einfluss der EU-Osterweiterung auf die lokalen Arbeitsmarktsmärkte der deutschen Grenzregionen. Mithilfe kürzlich zusammengestellter georeferenzierter Datensatzes haben wir die Möglichkeit die Grenzregionen mit Regionen zu vergleichen, die in ihrer Struktur ähnlich sind, sich aber hinsichtlich der Distanz zur Grenze unterscheiden. Gemäß Annahme sind diese Regionen im Durchschnitt weniger von der EU-Osterweiterung betroffen. Insbesondere betrachten wir dabei die Auswirkungen auf Beschäftigte und Löhne.
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IAB-Projekt
Strukturwandel in Baden-Württemberg (21.01.2021 - 11.05.2023)
Wapler, Rüdiger;Projektbeschreibung
In den letzten Jahren prägten zunächst die Auswirkungen der Corona-Pandemie und seit 2022 auch die Folgen des Kriegs in der Ukraine (bspw. die damit einhergehenden Folgen für die Energieversorgung und Kosten in Deutschland) den Blick auf den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig steht der Arbeitsmarkt seit längerem unter dem Einfluss verschiedener Dimensionen des Strukturwandels. Da die dahinterstehenden Veränderungen aber oftmals nur zu langsamen Veränderungen führen, geraten sie teilweise aus dem Blickfeld, wenn wichtige tagesaktuelle Themen prominent sind. In diesem Bericht werden zwei Indikatoren zur Messung des Strukturwandels auf Ebene von Berufen sowie dem Anforderungsniveau gebildet. Demnach hat sich der Strukturwandel in der Vergangenheit stärker vollzogen, als es für die Zukunft erwartet wird. Auf der regionalen Ebene fiel der Strukturwandel zwischen 1999–2019 demnach in den ostdeutschen Bundesländern stärker als in Westdeutschland aus. In Baden-Württemberg war der Wandel geringer ausgeprägt als im Durchschnitt Deutschlands und Westdeutschlands. Ein wichtiger Aspekt des Strukturwandels findet aber auch innerhalb eines Berufs statt. Beispielsweise kommen neue Tätigkeiten oft mit einem höheren Anforderungsniveau hinzu. Diese Art von Wandel gestaltet sich in Baden-Württemberg überdurchschnittlich stark. Dabei zeigt sich, dass im Beobachtungszeitraum die Beschäftigungsanteile auf der Ebene der Fachkräfte zurück gingen, während sowohl niedrigere als auch höhere Anforderungsniveaus an Bedeutung gewannen. Während aber für die Zukunft erwartet wird, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften, die auf Helferniveau beschäftigt sind, zurückgeht, wird die Nachfrage nach Spezialist*innen und Expert*innen voraussichtlich weiter steigen.
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IAB-Projekt
Occupational specific wage curves: Evidence from Germany (01.01.2021 - 30.06.2022)
Jost, Oskar;Projektbeschreibung
Germany will suffer a sharp workforce decline resulting from demographic change in the near future. To avoid negative consequences related to this decline, an annual influx of 400,000 migrants is required. Yet, it is not clear how an adverse economic shock would differentially affect labour-market conditions for natives and these new migrants. This paper analyses how migrant and native wages respond to changes in occupational unemployment rates by developing an augmented occupational wage curve. We use an extensive dataset covering 10 percent of all German employees, which we expand with administrative firm data and regional characteristics, providing the most comprehensive examination of regional wage curves that we are aware of. Our results indicate that changes in a region’s unemployed/employed ratio within an occupation produces similar wage responses for native Germans and new immigrants. However, the composition of the unemployed differs across the two groups in terms of long-term unemployment and educational attainment.
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IAB-Projekt
Arbeitsmarktkonzentration und Beschäftigungsqualität in OECD-Ländern (01.01.2021 - 31.12.2027)
Popp, Martin; Oberfichtner, Michael;Projektbeschreibung
In dem Projekt wird das Ausmaß der Arbeitsmarktkonzentration nach Berufen und Arbeitsmarktregionen in Deutschland im einem Vergleich mehrerer OECD-Länder dokumentiert. Anschließend wird der Einfluss der Arbeitsmarktkonzentration auf die Qualität der Beschäftigung, insbesondere Löhnen, untersucht. Die Analyse basiert auf den Daten der Beschäftigtenhistorik (BeH).
Beteiligte aus dem IAB
Popp, Martin; Oberfichtner, Michael; Fitzenberger PhD, Bernd; Möller, Joachim; -
IAB-Projekt
Klimawandel und Digitalisierung: Potenzielle Chancen und Risiken für die niedersächsische Wirtschaft (01.01.2021 - 31.12.2021)
Wrobel, Martin;Projektbeschreibung
Um die Auswirkungen der beiden Megatrends Digitalisierung und Klimawandel auf den Arbeitsmarkt in Niedersachsen zu analysieren, wird in der vorliegenden Studie zum einen auf das Konzept der Substituierbarkeitspotenziale zurückgegriffen. Diese berechneten Potenziale bilden den Anteil an Tätigkeiten innerhalb eines jeweiligen Berufs ab, der durch den Einsatz von Computern und computergesteuerten Maschinen zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits automatisiert werden könnte. Zum anderen wird ein Klimaindex berechnet, der anzeigt, für welche Branchen der Klimawandel und die daraus resultierenden Klimapolitik überwiegend Chancen bereithält oder aber in erster Linie Risiken birgt. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass beide Megatrends für die untersuchten Teile der Wirtschaft Herausforderungen bergen. Diejenigen, die bisher durch die dynamische Entwicklung der Digitalisierung entstanden sind, erscheinen für größere Teile der Wirtschaft jedoch dringlicher. In jenen Branchen, in denen seitens beider Megatrends überwiegend potenziell negative Impulse zu erwarten sind und die zudem hohe Substituierbarkeitspotenziale aufweisen, sind strukturelle Veränderungen in der Beschäftigung, der Produktion bzw. Leistungserbringung und/oder in den Geschäftsmodellen als Anpassungsreaktion am ehesten und umfassendsten zu erwarten.
Beteiligte aus dem IAB
Wrobel, Martin; -
IAB-Projekt
GridAB: Displacement and Gentrification (15.10.2020 - 31.12.2021)
Bähr, Sebastian; Ostermann, Kerstin; Körner, Konstantin;Projektbeschreibung
Die wirtschaftliche und sozioökonomische Forschung hat sich der Dokumentation und Analyse der sich verändernden gesellschaftlichen Muster der letzten Jahrzehnte gewidmet. Aufgrund der zunehmenden regionalen Mobilität verändern sich die Nachbarschaften, insbesondere in Ballungsräumen, rasant.
Verdrängungsprozesse geben daher besonderen Anlass zur Sorge. Mit Hilfe von u.a. geokodierten deutschen administrativen Arbeitsmarktdaten analysieren wir diese Prozesse. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Einkommenssegregation, der Verdrängung durch regionale Mobilität und der Mietentwicklung.
Durch die Untersuchung von Mobilitätsmustern von Individuen können Veränderungen in Nachbarschaften analysiert und Gentrifizierung durch Verdrängung verfolgt werden. Durch die Auswertung von Mietentwicklungen können die Folgen dieser Prozesse gemessen werden. -
IAB-Projekt
Displacement and long-term effects on commuting behavior of workers in Germany: A linked employer-employee analysis (01.09.2020 - 31.12.2026)
Jost, Oskar; Seibert, Holger; Seibert, Holger;Projektbeschreibung
In this study we investigate the mobility behavior of displaced males and females regarding the main spatial mobility determinant: commuting. Using comprehensive geo-referenced administrative employee and firm data enables us to calculate the exact commuting distance and time between workers’ residence and workplace location. Our results show that displaced workers not only suffer substantial wage losses, but also high increases in the distance and time over which people commute. In addition, we show a recovering of both wages and commuting distance: the wage effect decreases from 16.5 percent directly after the displacement to 8.8 percent 10 years after and the effect on the commuting distance decreases from 20.8 percent to 3.6 percent ten years after displacement. Further, by discussing the long-term commuting adjustment as well as considering differences between urban and rural areas, we provide valuable insights into regional dynamics.
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IAB-Projekt
Stratified Scars: Soziale Ungleichheit in den Arbeitsmarktkonsequenzen von Ausbildungsabbrüchen (15.07.2020 - 30.06.2025)
Ostermann, Kerstin; Patzina, Alexander;Projektbeschreibung
Obwohl bekannt ist, dass Ausbildungsabbrüche mit schlechteren Arbeitsmarktergebnissen verbunden ist, ist weniger klar, ob der Schulabbruch eine kausale Wirkung auf die Einkommensentwicklung hat und ob die Folgen des Abbruchs nach sozialer Herkunft differieren. Unter Verwendung georeferenzierter administrativer Daten aus Deutschland und eines konditionalen Instrumentalvariablenansatzes, der die Entfernungen zwischen Wohnorten und Großunternehmen ausnutzt, stellen wir diesen kausalen Zusammenhang her und zeigen, dass sich die negativen Folgen eines Ausbildungsabbruchs nur für Personen aus benachteiligten Schichten manifestieren. Diese "stratified scars" entstehen sowohl durch ungleiche Häufigkeit nachgeholter Abschlüsse als auch durch ungleiche Arbeitsmarktergebnissen bei Schulabbrechern und -abbrecherinnen, die keinen Abschluss nachholen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Abbruchs-Präventionsmaßnahmen ein großes Potenzial zur Verringerung sozialer Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt haben. Darüber hinaus deutet unsere Studie darauf hin, dass die soziale Herkunft ein wichtiger Moderator in der Beziehung von schulischen Zertifikaten und Arbeit zu sein scheint.
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IAB-Projekt
German Atlas of Economic Complexity (01.07.2020 - 31.12.2024)
Kubis, Alexander;Projektbeschreibung
Der Atlas ökonomischer Komplexität orientiert sich an den Arbeiten des Observatory of Economic Complexity (Datawheel) und des Atlas of Economic Complexity (Harvard Growth Lab) und zielt darauf ab, auf Basis verschiedener Datengrundlagen (u.a. sektorale Beschäftigtendaten und Beschäftigte nach Berufsgruppen des IAB, Patentdaten aus PATSTAT und Informationen zu den produzierten Gütern basierend auf den amtlichen Firmendaten Deutschlands) die Komplexität und die Verbundenheit der Strukturen des Verarbeitenden Gewerbes auf Ebene der deutschen Raumordnungsregionen zu visualisieren. Die Kombination von Input- und Outputindikatoren erlaubt dabei innovative Einblicke in die Geographie und Dynamik wirtschaftlicher Aktivitäten in Deutschland.
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
IAB-Projekt
Die Analyse lokaler Arbeitsmärkte auf der Basis georeferenzierter Online-Stellenangebote (01.01.2020 - 31.12.2024)
Janser, Markus; Ostermann, Kerstin; Stops, Michael;Projektbeschreibung
In den letzten Jahren befasst sich die Arbeitsmarktforschung wieder vermehrt der Ermittlung von lokalen Arbeitsmarkteffekten auf individuelle Handlungsentscheidungen. Neuere Papiere aus Großbritannien oder Österreich lösen sich hierbei von den administrativen Grenzen und modellieren lokale Arbeitsmärkte zunehmend flexibler und auf Basis von beobachtbaren und unbeobachtbaren Charakteristika dieser. Ziel dieses Projekts ist es, die Auswirkungen von Veränderungen in lokalen Arbeitsmarktstrukturen genauer zu untersuchen, indem Arbeitsmärkte kleinräumig und mehrdimensional definiert werden. Wir verknüpfen hierzu georeferenzierte Online-Stellenausschreibungen der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und administrative Beschäftigtendaten. Auf Basis dieses einzigartigen und neuen Datensatzes ermitteln wir in einem ersten Schritt lokale Stellenerreichbarkeiten („Local Job Assessability“, LJA) und nutzen in einem zweiten Schritt exogene Schocks in einzelnen Dimensionen der LJA (wie z.B. den Ausbau von Nahverkehrsinfrastruktur), um den kausalen Effekt von Veränderungen in der LJA auf individuelle Arbeitsmarktoutcomes zu untersuchen. Die Forschungsergebnisse werden für die Politikberatung des IAB aufbereitet.
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IAB-Projekt
Lohnungleichheit in ländlichen und städtischen Kreisen (27.06.2019 - 13.12.2019)
Popp, Martin;Projektbeschreibung
In politischen Debatten um Verteilungsgerechtigkeit steht oft die Lohnungleichheit auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene im Vordergrund. Neue Auswertungen mit IAB-Daten zeigen, dass Lohnentgelte nicht nur zwischen Regionen, sondern auch innerhalb von Regionen erheblich variieren können. Urbane Regionen weisen dabei im Durchschnitt eine höhere Lohnungleichheit auf als ländliche Gebiete, denn in den Ballungsräumen sind sowohl Akademiker als auch ausländische Beschäftigte überrepräsentiert.
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IAB-Projekt
Der Pflegearbeitsmarkt in Niedersachsen - Eine Bestandsaufnahme (01.01.2019 - 30.09.2019)
Wrobel, Martin;Projektbeschreibung
Die Studie analysiert die aktuelle Situation auf dem Pflegearbeitsmarkt in Niedersachsen. Die Pflegebranche und die zentralen Pflegeberufe werden dabei auf der Basis von Datenquellen der Bundesagentur für Arbeit nach wirtschafts- und berufsfachlichen Abgrenzungen definiert. Unter Berücksichtigung der Entwicklung der allgemeinen Pflegebedürftigkeit (Nachfrageseite) sowie der Pflegeeinrichtungen und -arrangements (Angebotsseite) erfolgt zuerst eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation der Beschäftigten im Pflegebereich und in vier der wichtigsten Pflegeberufe. Anschließend wird untersucht, ob es Anzeichen für einen Fachkräftemangel in der Pflege gibt. Hierfür werden verschiedene Engpassindikatoren für die wichtigsten Berufsgruppen in der Pflege ausgewertet. Zusätzlich erfolgt eine Analyse der Arbeitslosigkeit wie auch des Entgelts der Beschäftigten in der Pflege. Ein Grund für Fachkräfteengpässe und die damit verbundene Verknappung des Arbeitskräfteangebots kann in einer möglicherweise geringen Berufstreue der Beschäftigten in den Pflegeberufen gesehen werden. Daher wird für die untersuchten Pflegeberufe anhand von Längsschnittuntersuchungen der Verbleib in Beschäftigung und im Beruf betrachtet. Von besonderem Interesse ist hierbei die Frage, wie viele Altenpfleger und Krankenpfleger ihre Arbeit in Niedersachsen im Zeitverlauf aufgeben und ihren Arbeitsort in ein anderes Bundesland verlegen.
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IAB-Projekt
Struktur der Beschäftigten im Mitteldeutschen Braunkohlenrevier in den Bereichen Kohlenbergbau, Bergbaudienstleistungen und Elektrizitätserzeugung (03.12.2018 - 28.06.2019)
Kropp, Per; Weyh, Antje; Sujata, Uwe; Fritzsche, Birgit;Projektbeschreibung
Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Ausstiegs aus der Kohleverstromung steht das Mitteldeutschen Braunkohlerevier Deutschlands vor großen strukturellen Veränderungen. Wir untersuchen Wirkungen auf die regionale Beschäftigung vor dem Kontext der Verflechtung der Braunkohlenindustrie mit anderen, insbesondere energieintensiven Wirtschaftszweigen und der zu erwartenden demografischen Entwicklung in der Region.
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IAB-Projekt
Welfare consequences of coal exit for coal workers and local spillover effects: new evidence from administrative micro data (01.09.2018 - 31.12.2022)
Janser, Markus;Projektbeschreibung
In dem Projekt werden die langfristigen Kosten des Beschäftigungsabbaus in der deutschen Kohleindustrie durch die Bearbeitung der folgenden drei Forschungsfragen analysiert: (1) Wie groß und anhaltend sind die Beschäftigungs- und Lohnverluste für die entlassenen ehemaligen Beschäftigten der Kohleindustrie? Diese direkten Kosten hängen sowohl von der Dauer der Arbeitslosigkeit als auch von langfristigen Einkommensveränderungen ab, die mit der sektoralen und regionalen Reallokation verbunden sind. (2) Wie haben sich lokale Wirtschaftsräume an den Beschäftigungsabbau in der Kohleindustrie angepasst und haben sie unter Übertragungseffekten im Sinne von indirekten Arbeitsplatzverlusten gelitten? (3) Wie haben sich ehemalige Beschäftigte der Kohleindustrie an die strukturellen Veränderungen im Hinblick auf berufliche und geografische Mobilität angepasst?
Beteiligte aus dem IAB
Janser, Markus; -
IAB-Projekt
Segregation und regionale Mobilität - Analyse mit feinräumigen Geodaten (23.04.2018 - 31.12.2022)
Haller, Peter; Blien, Uwe; Eppelsheimer, Johann; Bähr, Sebastian;Projektbeschreibung
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer guten Verfassung im Hinblick auf eine wachsende Wirtschaft, sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Löhne. Im Gegensatz dazu steigt der Anteil der Deutschen, die glauben, dass sich die Gesellschaft verschlechtert. Dies ist auf die verstärkte Zuwanderung zurückzuführen, aber auch auf den Eindruck, dass die Ungleichheit und Segregation in Deutschland zunimmt, die Hauspreise explodieren und es mehr sogenannte "No-Go-Areas" in den Städten gibt. Die individuelle Wahl des Wohnortes verstärkt die soziale Segregation. In Deutschland hat eine solche Trennung nach ethnischer Herkunft, Klasse oder Qualifikationsniveau zu politischen Bedenken geführt, da sie ein Katalysator für soziale Ungleichheit ist. Ein Indikator für eine verstärkte Segregation ist eine entkoppelte Entwicklung der Hauspreise innerhalb und zwischen den Städten. Das Ziel dieses Projektes ist es, Mobilitätsentscheidungen von Arbeitnehmern zu analysieren und wie diese zu einer beschleunigten sozialen Segregation beitragen können. Eine umfassende Analyse der Entwicklung der Segregation innerhalb und zwischen Städten bildet hierfür den Ausgangspunkt.
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IAB-Projekt
Die räumliche Mobilität von Arbeitskräften im Erwerbsverlauf - Analysen für ländliche Räume in Deutschland (01.03.2018 - 30.09.2021)
Niebuhr, Annekatrin;Projektbeschreibung
In Deutschland sind seit langem ausgeprägte Unterschiede in den regionalen Arbeitsmarktbedingungen zu beobachten. Vor allem die Entwicklungsdynamik vieler ländlicher Gebiete fällt unterdurchschnittlich aus. Die Mobilität von Arbeitskräften ist für die Veränderung der regionalen Disparitäten und damit den Entwicklungsrückstand von ländlichen Gebieten von zentraler Bedeutung. Das Projekt soll neue Erkenntnisse über die Faktoren liefern, die sich auf die interregionale Arbeitskräftewanderung auswirken. Insbesondere ist bislang kaum erforscht, wie sich das Wanderungsverhalten im Zuge der Erwerbsbiografie verändert. Der Fokus liegt auf der Mobilität von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen im Verlauf ihrer Erwerbsbiografie und den aktuellen Wanderungsbilanzen der ländlichen Regionen. Da der Umfang des Wanderungsgeschehens in Deutschland auch in ländlichen Regionen erheblich größer ist, als dies aus den zumeist berichteten Wanderungssalden erkennbar wird, sollen neben der Nettomigration auch die Zu- und Abwanderungsströme der Regionen betrachtet werden. Die mit dem Wanderungsergebnis verbundene Heterogenität ländlicher Räume wird differenziert nach verschiedenen Personenmerkmalen wie dem Alter und dem Bildungsniveau analysiert, um Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie sich das regionale Arbeitsangebot und Humankapital durch die Binnenwanderung verändert. Zudem wird der Zusammenhang zwischen den Wanderungsbilanzen der Regionen und regionalen Charakteristika untersucht. Insbesondere soll dabei die Spezialisierung der regionalen Wirtschaft berücksichtigt werden. Die Analyse der individuellen Wanderungsentscheidung legt einen Schwerpunkt auf die Abwanderungswahrscheinlichkeit von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen und ihre Rückkehrwahrscheinlichkeit. Daneben werden Wanderungsbewegungen zwischen verschiedenen Regionstypen untersucht. Dabei werden sowohl individuelle Merkmale der Personen wie auch Charakteristika der Regionen berücksichtigt und es wird analysiert wie sich die Bedeutung dieser Faktoren im Verlauf der Erwerbsbiografie verändert.
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