Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Dynamik rationaler Bildungsentscheidungen im Familien- und Haushaltskontext: eine empirische Untersuchung zum Bildungserfolg von ostdeutschen Jugendlichen in Armut (1998)
Zitatform
Becker, Rolf (1998): Dynamik rationaler Bildungsentscheidungen im Familien- und Haushaltskontext. Eine empirische Untersuchung zum Bildungserfolg von ostdeutschen Jugendlichen in Armut. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 10., H. 3, S. 5-28.
Abstract
"In der Studie wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen Einkommensverluste und Armut auf den Bildungserfolg von ostdeutschen Jugendlichen haben. Aus einer lebensverlaufs- und handlungstheoretischen Perspektive wird ein dynamisches Mehrebenen-Modell entwickelt, um die Bedingungen und Kontexteffekte für rationale Bildungsentscheidungen aufzuzeigen. Demnach führt sozio-ökonomische Deprivation zu suboptimalen, risikoaversen Entscheidungen zugunsten kürzerer Schullaufbahnen und frühen Schulabschlüssen. Eltern mit einer ausreichenden Ausstattung mit ökonomischen und nicht-ökonomischen Ressourcen können jedoch ungünstige Auswirkungen von Arbeitslosigkeit und Armut verarbeiten und ihre Präferenzen für maximale Humankapitalinvestitionen aufrechterhalten. Für die empirischen Analysen werden Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) herangezogen. Es bestätigte sich, daß ökonomisch benachteiligte, insbesondere arme Schüler auch beim Bildungserfolg benachteiligt sind. Familien können ökonomisch bedingte Nachteile in der Bildungskarriere ihrer Kinder teilweise durch die Mobilisierung ihres kulturellen und sozialen Kapitals ausgleichen. In Ostdeutschland bestehen Tendenzen für eine intergenerationale Transmission von Arbeitslosigkeits- und Armutsrisiken infolge mißlungener Schulausbildung von deprivierten Kindern und Jugendlichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur sozialen Lage in den neuen Ländern und Berlin-Ost (1998)
Sommer, Bettina; Gräb, Christopher; Seewald, Hermann; Hetmeier, Heinz-Werner; Hertel, Jürgen; Greiner, Ulrich; Winter, Horst; Voit, Hermann; Renz, Marianne; Kaukewitsch, Peter; Mösch, Bettina;Zitatform
Sommer, Bettina, Hermann Voit, Ulrich Greiner, Peter Kaukewitsch, Hermann Seewald, Jürgen Hertel, Horst Winter, Marianne Renz, Bettina Mösch, Heinz-Werner Hetmeier & Christopher Gräb (1998): Zur sozialen Lage in den neuen Ländern und Berlin-Ost. In: Wirtschaft und Statistik H. 4, S. 285-309.
Abstract
Der amtlichen Statistik stehen mittlerweile Erhebungsergebnisse für mehrere Jahre zur Verfügung, so daß sich der Entwicklungsprozeß in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung nachvollziehen läßt. In dem Artikel wird die soziale Lage in mehreren kurzen Einzelbeiträgen zu verschiedenen Themenbereichen (z. B. Arbeitsmarkt, Einkommen, Wohnungsbestand, Bildung, Gesundheitswesen) dargestellt. Dabei wird jeweils gefragt, welchen Stand der Angleichungsprozeß zwischen West- und Ostdeutschland erreicht hat und wie er verlaufen ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Zum Wandel des Schulsystems in den neuen Bundesländern (1996)
Schnabel, Kai; Roeder, Peter Martin; Baumert, Jürgen;Zitatform
Schnabel, Kai, Jürgen Baumert & Peter Martin Roeder (1996): Zum Wandel des Schulsystems in den neuen Bundesländern. In: Neue Sammlung, Jg. 36, H. 4, S. 531-544.
Abstract
Der Beitrag berichtet über eine "1991/92 begonnene Vergleichsuntersuchung zu "Bildungsverläufen im Jugendalter" (BIJU), in die Schülerinnen und Schüler aus zwei alten und zwei neuen Bundesländern einbezogen worden sind. Fragen sind: Gab und gibt es im deutsch-deutschen Vergleich Schulleistungsunterschiede? Zeugen bessere Noten von höherer Leistung? Geht Homogenität des Leistungsniveaus in Schulklassen auf Kosten der Leistungsspitze? Wie hat sich der Umbruch des Schulsystems auf das emotionale Befinden der Schülerinnen und Schüler ausgewirkt? Wie verhalten sich Fachleistung und Fachinteresse zueinander im Geschlechtervergleich?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Momente einer Zwischenbilanz: Schule in Ostdeutschland vom äußeren zum inneren Wandel (1994)
Döbert, Hans;Zitatform
Döbert, Hans (1994): Momente einer Zwischenbilanz: Schule in Ostdeutschland vom äußeren zum inneren Wandel. In: Zeitschrift für Bildungsverwaltung, Jg. 9, H. 1, S. 25-38.
Abstract
Der Artikel skizziert Ergebnisse der Schulreform in Ostdeutschland seit dem Einigungsvertrag bis 1993. Er geht auf die Diskussion der bildungsrechtlichen und -programmatischen Rahmenbedingungen in den einzelnen neuen Bundesländern ein, auf den notwendigen Übergang von der "äußeren" zur "inneren" Schulreform und auf Personalveränderungen, die die Lehrerschaft betreffen, bei der sich unterschiedliche länderspezifische Umsetzungen zeigen, außerdem werden Ergebnisse einer empirischen Untersuchung bei über 1.000 Lehrern (350 ausgewertete Fragebögen) aus Ostberlin, Brandenburg und Sachsen zur Einschätzung des neuen Schulsystems und der eigenen Situation dargestellt. (IAB)
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Literaturhinweis
Bericht über die Situation der Kinder und Jugendlichen und die Entwicklung der Jugendlichen in den neuen Bundesländern - Neunter Jugendbericht (1994)
Zitatform
(1994): Bericht über die Situation der Kinder und Jugendlichen und die Entwicklung der Jugendlichen in den neuen Bundesländern - Neunter Jugendbericht. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 13/70 (08.12.1994)), 713 S.
Abstract
"Die Sachverständigenkommision für den Neunten Jugendbericht hatte die historisch einmalige Aufgabe, einen Bericht zu erstellen, der
-einerseits die Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den neuen Bundesländern (seit dem Beitritt der DDR zur BRD) darstellt,
-andererseits den Aufbau, die Problemlagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Jugendhilfe nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz thematisiert, das im Oktober 1990 im Zuge der Vereinigung in Kraft gesetzt wurde.
Der Neunte Jugendbericht ist also - anders als die bisherigen Jugendberichte - weder 'Gesamtbericht' im traditionellen Sinn noch durch eine thematische Begrenzung auf Handlungsfelder der Jugendhilfe gekennzeichnet, sondern es handelt sich zum ersten Mal um die Erstellung eines geographisch definierten Berichts. In einer historisch besonderen Situation hat er als 'Gesamt-Jugendbericht-Ost' die Aufgabe übernommen, die Folgen der dramatischen Umbruchsituation der DDR für deren junge Generation und für den Aufbau der Jugendhilfe in den an ihre Stelle getretenen neuen Bundesländern zu beschreiben und kritisch zu evaluieren. Im Mittelpunkt der Analysen und Empfehlungen des Neunten Jugendberichts steht die Umbruchsituation der Institutionen, der Werte und Normen, der Biographien sowie der Alltagsroutine ostdeutscher Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener. Angesichts der Tiefe und Brisanz der Problemlagen vertritt die Kommission einen kinder- und jugend(hilfe)politisch sensiblen Ansatz, der die Verbindung von individueller und kollektiver Lebenssituation mit den Dimensionen der instituionellen Bereitstellung von Ressourcen im Rahmen des wohlfahrtsstaatlichen Leistungsprofils der Bundesrepublik thematisiert." Der Bericht wird durch die Stellungnahme der Bundesregierung zum Neunten Jugendbericht ergänzt. (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Schule zwischen Wende und Wandel: Wie weiter mit den Schulreformen in Deutschland-Ost? (1992)
Döbert, Hans; Martini, Renate;Zitatform
Döbert, Hans & Renate Martini (1992): Schule zwischen Wende und Wandel: Wie weiter mit den Schulreformen in Deutschland-Ost? In: Die Deutsche Schule, Jg. 84, H. 1, S. 94-110.
Abstract
Der Beitrag versucht, "über einige Aspekte der Schulentwicklung in den ostdeutschen Ländern ... zu informieren und sie vergleichend zu betrachten". Er geht ein auf die Situation der Schule nach der gesellschaftlichen Wende in der DDR, auf die institutionelle und inhaltliche Neuorientierung in den einzelnen neuen Bundesländern (Bildungsprogrammatik, strukturelle Gesichtspunkte, stufenspezifische Betrachtung, Durchlässigkeit der Bildungsgänge, Schulabschlüsse, inhaltliche und pädagogische Erneuerung, Umsetzung von Schulreformvorhaben). (IAB2)
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Literaturhinweis
Das Bildungssystem der DDR: Entwicklung, Umbruch und Neugestaltung seit 1989 (1992)
Zitatform
Fischer, Andreas (1992): Das Bildungssystem der DDR. Entwicklung, Umbruch und Neugestaltung seit 1989. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 176 S.
Abstract
"Die hier versuchte Skizze des Bildungssystems der Deutschen Demokratischen Republik entstand fast parallel zum Verschwinden ihres Gegenstandes von der Landkarte." Die Untersuchung geht auf geschichtliche und ideologische Voraussetzungen und Bedingungen der Entwicklung des Bildungswesens in der DDR ein, beschreibt Etappen der Entwicklung von 1945 bis 1989, skizziert das Bildungssystem der DDR im Oktober 1989, stellt Erziehungsziel, Lehrplan und Unterrichtsgestaltung dar, analysiert die sozialistische Bildungsgesellschaft und umreißt Neuansätze seit dem Herbst 1989 (politische Entwicklungen, bildungspolitische Entwürfe bis zum Sommer 1990, Entwicklungen in den neuen Bundesländern seit dem Einigungsvertrag). (IAB2)
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Literaturhinweis
Schule zwischen Wende und Wandel: wie weiter mit den Schulreformen in Deutschland-Ost? (1991)
Döbert, Hans; Martini, Renate;Zitatform
Döbert, Hans & Renate Martini (1991): Schule zwischen Wende und Wandel. Wie weiter mit den Schulreformen in Deutschland-Ost? In: Zeitschrift für Bildungsverwaltung, Jg. 6, H. 2/3, S. 39-51.
Abstract
Die Autoren schildern Situation und Entwicklung der Schule in Ostdeutschland nach der gesellschaftlichen Wende in der DDR, untersuchen Schulreformvorhaben der ostdeutschen Länder im Vergleich (allgemeine Grundlage, Konzeption der Schulsysteme, Schulstufen, Durchlässigkeit der Bildungsgänge, Schulabschlüsse, inhaltliche und pädagogische Erneuerung) und erörtern die Frage, wie Schulreformen in die Schule kommen. "Es wird sich zeigen müssen, ob die Schulentwicklung in den ostdeutschen Ländern die in sie gesetzten Erwartungen und Hoffnungen erfüllen kann und ob davon Impulse für Reformbestrebungen auch in den westdeutschen Ländern ausgehen können." (IAB2)
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Literaturhinweis
Einheits-Schulrecht: Das Schulwesen im Einigungsvertrag (1991)
Hage, Karl-Heinz;Zitatform
Hage, Karl-Heinz (1991): Einheits-Schulrecht: Das Schulwesen im Einigungsvertrag. In: Recht der Jugend und des Bildungswesens, Jg. 39, H. 1, S. 49-59.
Abstract
Der Artikel analysiert Auswirkungen des Einigungsvertrages auf das Schulrecht in den neuen Bundesländern und die Voraussetzungen für eine Schulreform. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Neustrukturierung der allgemeinbildenden Schulen in den neuen Bundesländern (1991)
Schmidt, Wolfgang;Zitatform
Schmidt, Wolfgang (1991): Die Neustrukturierung der allgemeinbildenden Schulen in den neuen Bundesländern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 37-38, S. 37-45.
Abstract
"In der Zeit zwischen der Gründung der neuen Bundesländer im Oktober 1990 und dem im Einigungsvertragsgesetz dafür vorgesehenen Datum des 30. Juni 1991 wurden dort - häufig mehrere - Schulgesetzentwürfe vorgelegt, öffentlich diskutiert und von den Landtagen verabschiedet. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Reformen der Schulstrukturen, die Reduzierung der Zahl der Lehrerstellen sowie die 'Durchlässigkeit' der jeweiligen Schularten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildungswesen in Ostdeutschland im Übergang (1990)
Jeschek, Wolfgang;Zitatform
Jeschek, Wolfgang (1990): Bildungswesen in Ostdeutschland im Übergang. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 57, H. 45, S. 637-642.
Abstract
In dem Beitrag werden zunächst die Unterschiede zwischen dem zentralstaatlich organisierten Bildungssystem der ehemaligen DDR und dem föderativen System der Bundesrepublik kurz umrissen sowie die Bildungsbeteiligung und die Verteilung der Schüler und Studenten auf die Schul- und Hochschularten im Jahre 1988 in beiden deutschen Staaten dargestellt. Anschließend werden die Probleme bei der Umgestaltung des ostdeutschen Bildungswesen verdeutlicht. Der Autor geht davon aus, daß die Reformen erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen erfordern und längere Zeit beanspruchen werden. Er sieht Chancen, auch einige landesspezifische Schwerpunkte , wie die Berufsbildung Abitur, zu erhalten. (IAB)
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