Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel, Länderbericht Sachsen: Ergebnisse der dreizehnten Welle 2008 (2009)
Abstract
Das IAB-Betriebspanel wurde in Sachsen als mündliche Arbeitgeberbefragung auf Leitungsebene von Juli bis Oktober 2008 zum dreizehnten Mal durchgeführt. Ziel dieser Arbeitgeberbefragung ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung und deren Bestimmungsgrößen in Sachsen zu erhalten. Für Auswertungen in Sachsen liegen für das Jahr 2008 Interviews von 1.151 Betrieben vor. Nachdem die Beschäftigtenzahl Sachsens zwischen Juni 1995 und Juni 2005 um 287 Tsd. Personen bzw. fast 16 Prozent gesunken ist, weisen die Panelangaben der letzten drei Wellen für Sachsen einen deutlichen, tendenziell wachsenden Beschäftigtenzuwachs aus. Dieser betrug zwischen Juni 2005 und Juni 2008 83 Tsd. Personen oder gut 5 Prozent, vor allem im verarbeitenden Gewerbe. Der Anteil der Betriebe mit Älteren beträgt 67 Prozent. Er hat sich gegenüber 2002 weiter erhöht. Der Frauenanteil an den Beschäftigten in Sachsen liegt - nahezu konstant bleibend - derzeit bei 46 Prozent (Ostdeutschland 47 Prozent). Frauen sind ebenso qualifiziert wie Männer, nehmen überdurchschnittlich häufig an betrieblicher Weiterbildung teil, die Hälfte arbeitet Teilzeit oder ist befristet eingestellt. Die Entwicklung zwischen 2004 und 2008 lässt eine leicht zunehmende Integration von Frauen in Führungspositionen erkennen. Der Anteil von so genannten "Nicht-Standard-Beschäftigungsverhältnissen" lag 2008 in Sachsen mit 35 Prozent auf einem vergleichbaren Niveau zu Ost- und Westdeutschland. Personalprobleme konzentrieren sich nach wie vor - allerdings mit sinkender Tendenz - mit großem Abstand auf eine hohe Belastung durch Lohnkosten, 22 Prozent aller Betriebe klagen darüber (1997=39 Prozent). An zweiter Stelle der erwarteten Personalprobleme standen in allen Befragungen immer die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Fachkräften. Mit 22 Prozent ist die Brutto-Ausbildungsbetriebsquote, die den Anteil der ausbildenden Betriebe an allen Betrieben misst, in Sachsen um rund 10 Prozentpunkte niedriger als in Westdeutschland. In Sachsen realisierte im 1. Halbjahr 2008 jeder zweite Betrieb (50 Prozent) Maßnahmen der betrieblich-beruflichen Weiterbildung. Damit haben sich die Weiterbildungsaktivitäten der Betriebe gegenüber den Vorjahren weiter erhöht. Die Betriebe Sachsens erreichten im Jahr 2007 auf Basis Umsatzproduktivität 73 Prozent der westdeutschen Werte. Die Investitionsbereitschaft der sächsischen Betriebe (gemessen am Investitionsvolumen, an der Investitionsintensität sowie dem Anteil investierender Betriebe) ist in den Jahren 2006 und 2007 relativ konstant geblieben. (IAB2)
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Kurzfassung -
Literaturhinweis
Die Flexibilisierung des Erwerbsverlaufs: eine Analyse von Einstiegs- und Ausstiegsprozessen in Ost- und Westdeutschland (2008)
Zitatform
Buchholz, Sandra (2008): Die Flexibilisierung des Erwerbsverlaufs. Eine Analyse von Einstiegs- und Ausstiegsprozessen in Ost- und Westdeutschland. (Life course research), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 199 S.
Abstract
"Wie flexibel ist heute der Arbeitnehmer in Deutschland? Wer erfährt die größten Nachteile auf dem zunehmend flexibilisierten Arbeitsmarkt? Wie entwickeln sich soziale Ungleichheiten im Flexibilisierungsprozess? Die Autorin geht diesen Fragen mit modernen Methoden der Längsschnittanalyse nach. Sie zeigt, dass die Flexibilisierung von Beschäftigung in Deutschland bisher vor allem zu Beginn und am Ende des Erwerbslebens stattfindet. Die Folgen für die jungen und älteren Erwerbspersonen sind jedoch sehr unterschiedlich: Während der Erwerbsausstieg älterer Menschen lange durch großzügige Renten abgefedert wurde, müssen junge Menschen ihre Flexibilisierung am Arbeitsmarkt ohne Risikoausgleich hinnehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demographic change and regional labour markets: the case of Eastern Germany (2008)
Zitatform
Henschel, Beate, Carsten Pohl & Marcel Thum (2008): Demographic change and regional labour markets. The case of Eastern Germany. (CESifo working paper 2315), München, 36 S.
Abstract
"Demographic change will be one of the most challenging issues for industrialized economies in the decades to come. In this paper, we focus on the impact of demographic change on labour markets. By setting up a stylized model of a regional labour market, we are able to analyze the interaction of labour demand and supply during demographic transitions. The simulation results for eastern Germany, a forerunner in the demographic process, show that the population decline will not help to reduce the currently high unemployment among the low-skilled dramatically. Among the high-skilled, scarcities will play a major role and could impede the development of industrial centers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Sozialreport 50+ 2007: Daten und Fakten zur sozialen Lage von Bürgern ab 50 Jahre in den neuen Bundesländern (2007)
Abstract
"Mit dem vorliegenden Material hat das Sozialwissenschaftliche Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. (SFZ) die Ergebnisse der nach 1990 zum 18. Mal durchgeführten Erhebung zu den Auffassungen und Befindlichkeiten der Bürger der neuen Bundesländer zu ihrer sozialen Lage und Entwicklung, speziell bezogen auf die Altersgruppe der ab 50-Jährigen, aufbereitet. Die Ergebnisse der Befragung im Mai/Juni 2007 von rund 1.020 Bürgern über dem 50. Lebensjahr machen - im Vergleich zu vorangegangenen Jahren - sichtbar, dass der von Politik und Medien übermittelte 'Aufschwungoptimismus' vielen Bürgern neue Zuversicht auf eine baldige Verbesserung auch ihrer Lebensverhältnisse vermittelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung in Brandenburg: Ergebnisse der elften Welle des Betriebspanels Brandenburg (2007)
Zitatform
(2007): Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung in Brandenburg. Ergebnisse der elften Welle des Betriebspanels Brandenburg. (Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie. Reihe Forschungsberichte 29), Potsdam, 120 S.
Abstract
Der Bericht ist eine aktuelle Bestandsaufnahme der Entwicklung der Betriebe und der Beschäftigung im Land Brandenburg. Grundlage ist das IAB-Betriebspanel, eine repräsentative Umfrage bei brandenburgischen Arbeitgebern, die gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit bereits zum elften Mal durchgeführt wurde. Die jährlich vorgenommene Befragung ermittelt nicht nur grundlegende Informationen über betriebliche Strukturen und Situationen, sondern erlaubt auch, gleichzeitig Schwerpunktthemen zu hinterfragen. Die Probleme der Beschäftigungssicherung in Betrieben stehen bei der elften Welle im Vordergrund. Es wird nach der Ausgestaltung diesbezüglicher Vereinbarungen zwischen Geschäftsleitung und Belegschaft bzw. deren Interessenvertretung gefragt. Im zweiten Schwerpunktthema geht es um die Analyse der Standortfaktoren und ihrer Bewertung durch die Betriebe. Desweiteren sind Aussagen zu den Themen betriebliche Arbeitszeiten, ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie betriebliche Ausbildung in der Studie enthalten. (IAB2)
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel, Länderbericht Sachsen: Ergebnisse der elften Welle 2006 (2007)
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel wurde in Sachsen als mündliche Arbeitgeberbefragung auf Leitungsebene von Juli bis Oktober 2006 zum elften Mal durchgeführt. Insgesamt wirkten ca. 16 Tsd. Betriebe aller Branchen und Größen mit. Ziel dieses Panels ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung und deren Bestimmungsgrößen in Sachsen zu erhalten. Das zentrale Schwerpunktthema der elften Welle konzentriert sich auf Probleme der Beschäftigungssicherung von Betrieben. Im Mittelpunkt steht dabei die Analyse diesbezüglicher Vereinbarungen zwischen der Geschäftsleitung und Belegschaft bzw. deren Interessenvertretungen. Im Wesentlichen werden folgende Fragen behandelt:
- die Verbreitung derartiger Vereinbarungen;
- Grund, Laufzeit und Form der Vereinbarungen;
- Inhalte der Vereinbarungen, speziell Arbeitszeit- und Vergütungsmodifikationen einerseits sowie Zusagen im Rahmen der Beschäftigungssicherung durch die Arbeitgeber andererseits.
In einem zweiten Schwerpunktthema geht es im Kontext der betrieblichen Standortsicherung um eine Analyse der einzelnen Standortfaktoren und ihre Bewertung durch die ortsansässigen Betriebe einerseits sowie um die Standortattraktivität für potenzielle Investoren andererseits. In den diesjährigen Fragenkomplex wurden weiterhin Aussagen zu den verschiedenen Aspekten betrieblicher Arbeitszeiten aufgenommen. Das Spektrum umfasst Überstunden, Arbeitszeitkonten, separate Langzeitkonten, Vertrauensarbeitszeitregelungen, Kurzarbeit u. a. m. In Anbetracht dessen, dass die Arbeitgeberbefragung bereits zum elften Mal durchgeführt wurde, konnten Querschnittsvergleiche über die Jahre 1996 bis 2006 in die Auswertung aufgenommen werden." (Textauszug, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Einstellungen Älterer in West- und Ostdeutschland (2006)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Jens Stegmaier (2006): Einstellungen Älterer in West- und Ostdeutschland. In: Arbeit und Beruf, Jg. 57, H. 11, S. 315-316.
Abstract
Aus der geplanten Anhebung der gesetzlichen Regelaltersgrenze auf 67 Jahre bis 2029 ergibt sich ein Bedarf an mindestens 1,2 Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen, um einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Für den Arbeitsmarkt ist besonders relevant, wie viele Arbeitnehmer länger arbeiten und wie viele vorzeitig in Rente gehen. In diesem Zusammenhang ist von besonderem Interesse, wie groß die Einstellungsbereitschaft der Betriebe gegenüber älteren Arbeitnehmern ist. Der Beitrag versucht, diese Frage durch Auswertung empirischer Befunde des IAB-Betriebspanel für die Jahre 2004 und 2005 zu beantworten. 2004 betrug der Anteil der zuletzt mit älteren Arbeitnehmern besetzten Stellen 12 Prozent. Dieser Wert ist vor dem Hintergrund, dass im Jahre 2004 der Anteil der Erwerbspersonen über 50 Jahre am Bestand der Arbeitslosen bei knapp 25 Prozent lag, vergleichsweise niedrig. 2005 wurden die Daten in Bezug auf die Verteilung der neu eingestellten Älteren auf die Wirtschaftszweige hin ausgewertet. Es zeigt sich, dass die Beschäftigung Älterer stark nach Wirtschaftszweigen variiert. Bezüglich der teilweise niedrigen Einstellungsquoten älterer Personen geben die Autoren zu bedenken, dass bei einer Vielzahl von Stellenausschreibungen überhaupt keine Bewerbung Älterer vorlag. (IAB)
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Literaturhinweis
Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte nach wie vor schlecht (2006)
Grundig, Beate; Weyh, Antje; Sujata, Uwe;Zitatform
Grundig, Beate, Antje Weyh & Uwe Sujata (2006): Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte nach wie vor schlecht. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 13, H. 6, S. 30-33.
Abstract
"In zahlreichen Studien wurde bisher gezeigt, dass insbesondere zwei Gruppen von Personen stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind: Geringqualifizierte und Ältere. Der Beitrag analysiert zunächst die Qualifikations- und Altersstruktur der Erwerbspersonen im Jahr 2005 in Sachsen, Ost- und Westdeutschland. Daran anschließend werden die qualifikations- und altersspezifischen Arbeitslosenquoten für Sachsen für die Jahre 2004 und 2005 aktualisiert. Zusätzlich erfolgt eine Berechnung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten für die sächsischen Regierungsbezirke. Insgesamt hat sich das Bild der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten über die letzten Jahre nicht verändert: Geringqualifizierte haben die schlechtesten Arbeitsmarktchancen, während eine akademische Ausbildung am ehesten vor Arbeitslosigkeit schützt. Diese Unterschiede zeigen sich in allen Regionen Sachsens sowie in Ost- und Westdeutschland gleichermaßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Ost: Ergebnisse der neunten Welle 2004: Teil 2: Personalpolitik, betriebliche Flexibilität, betriebliche Arbeitszeiten, ältere Arbeitnehmer (2005)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Vera Dahms & Jürgen Wahse (2005): IAB-Betriebspanel Ost: Ergebnisse der neunten Welle 2004. Teil 2: Personalpolitik, betriebliche Flexibilität, betriebliche Arbeitszeiten, ältere Arbeitnehmer. (IAB-Forschungsbericht 21/2005), Nürnberg, 83 S.
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) führt seit 1996 jährlich eine Arbeitgeberbefragung in ostdeutschen Betrieben durch (IAB-Betriebspanel Ost). Ziel dieser Arbeitgeberbefragung ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung und deren Bestimmungsgrößen in den neuen Bundesländern zu erhalten. Für Auswertungen in Ostdeutschland liegen für das Jahr 2004 Interviews von 5.585 Betrieben vor. Mit der Stichprobe wurden 1,4 Prozent der Betriebe mit 10,9 Prozent der Beschäftigten erfasst. Die befragten Betriebe repräsentieren die Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Ostdeutschland.
Flexible Beschäftigungsverhältnisse: Mitte 2004 waren in Ost- wie in Westdeutschland ca. 30 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse flexibel. Bei den Frauen lag dieser Anteil in Ostdeutschland mit 41 Prozent deutlich höher. Während die Gesamtrelationen zwischen Normalarbeitsverhältnissen und flexiblen Beschäftigungsverhältnissen somit zwischen Ost und West ähnlich sind, zeigen sich in der Struktur der flexiblen Beschäftigungsverhältnisse einige Unterschiede. So sind sozialversicherungspflichtige Teilzeit, geförderte Arbeitsverhältnisse (ABM / SAM / BSI) und befristete ungeförderte Arbeitsverhältnisse in Ostdeutschland etwas stärker ausgeprägt, Mini Jobs demgegenüber deutlich stärker in Westdeutschland.
Betriebliche Arbeitszeiten: Der ostdeutsche Beschäftigte arbeitet im Durchschnitt länger als der westdeutsche. Zum einen ist die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit für Vollzeitbeschäftigte in Ostdeutschland um etwa 1,2 Stunden länger als in Westdeutschland, zweitens ist die Zahl der Feiertage in den neuen Bundesländern geringer (beim Urlaub gibt es kaum noch Unterschiede), drittens ist der Grad der Teilzeitarbeit in Ostdeutschland niedriger als in Westdeutschland (niedrigere Teilzeitquoten), wobei viertens die dabei vereinbarte Wochenarbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten in Ostdeutschland um 4 Stunden länger ausfällt.
Ältere Arbeitnehmer: Nach Angaben des IAB-Betriebspanels beschäftigen ca. 60 Prozent der ostdeutschen Betriebe ältere Arbeitnehmer, die 50 Jahre oder älter sind. Das sind 22 Prozent aller Beschäftigten. Der überwiegende Teil der ostdeutschen Betriebe schätzt ein, dass ältere Arbeitnehmer genauso leistungsfähig sind wie jüngere, nur die einzelnen Komponenten der Leistungsfähigkeit sind unterschiedlich ausgeprägt. Diese positive Einschätzung der eigenen älteren Arbeitnehmer schlägt sich aber nicht in adäquaten Einstellungen externer älterer Arbeitskräfte nieder. Gemessen an der im 1. Halbjahr 2004 zuletzt besetzten Stelle im Betrieb sind mit 14 Prozent unterdurchschnittlich viele Ältere eingestellt worden. Darüber hinaus wurde fast jeder zweite ältere Bewerber abgelehnt. Für die Beurteilung der betrieblichen Einstellungspraxis ist aber auch die Tatsache von Bedeutung, dass es für etwa drei Viertel aller im ersten Halbjahr 2004 zuletzt besetzten Plätze von vornherein keine Bewerbungen Älterer gab. Für einen höheren Beschäftigungsgrad Älterer sollten daher nicht nur die Betriebe, sondern auch die Bewerber sensibilisiert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
The skill loss of older East Germans after unification (2005)
Zitatform
Gathmann, Christina (2005): The skill loss of older East Germans after unification. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 1, S. 7-16.
Abstract
Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die Veränderungen der relativen Löhne älterer ostdeutscher Beschäftigter nach der Wende. 1990 erhielten Arbeitnehmer über 45 Jahre sowohl verglichen mit ihren jüngeren ostdeutschen Kollegen als auch im Vergleich mit Westdeutschen aus der gleichen Kohorte bedeutend geringere Löhne. Die Lohneinbußen bis zu 30 Prozent werden auf die Entwertung ihrer Arbeitserfahrungen in der sozialistischen Arbeitswelt zurückgeführt. Gemessen an jüngeren Ostdeutschen mussten ältere Arbeitnehmer außerdem aufgrund geringer Bildungserträge und geringerer Erträge von Berufserfahrung relative Verluste hinnehmen. (IAB)
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Literaturhinweis
Sozialreport 50+ 2005: Daten und Fakten zur sozialen Lage 50- bis unter 65-Jähriger in den neuen Bundesländern (2005)
Haupt, Hanna; Liebscher, Reinhard;Zitatform
(2005): Sozialreport 50+ 2005. Daten und Fakten zur sozialen Lage 50- bis unter 65-Jähriger in den neuen Bundesländern. Berlin: Trafo-Verlag, 263 S.
Abstract
"1. Die heute 50- bis unter 65-jährigen Bürger der neuen Bundesländer sind jene Altersjahrgänge, in denen sich in konzentrierter Form die sozialen Veränderungen, die soziale Umschichtung und die darauf beruhenden subjektiven Befindlichkeiten reflektieren.
2. Die 50- bis unter 65-Jährigen stellen aufgrund ihrer hohen beruflichen Qualifikation und durch die sich verlängernde aktive Lebensphase im Alter ein bedeutendes Potenzial künftiger Sozialarbeit dar.
3. Einer insgesamt relativ hohen allgemeinen Lebenszufriedenheit steht zugleich ein hohes Maß an Befürchtungen auf die unmittelbare und fernere Zukunft gegenüber.
4. Die soziale Situation der 50- bis unter 65-Jährigen ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Ausgliederung und Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt sowie hohe Anteile in nicht gewünschten Arbeitsverhältnissen (befristet, Teilzeit usw.). Insgesamt fehlen für ältere Bürger in den neuen Bundesländern rd. 830 Tsd. Arbeitsplätze absolut sowie 375 Tsd. Arbeitsplätze, die den Vorstellungen der Bürger über die Gestaltung ihrer Arbeitsverhältnisse zur Zeit nicht voll entsprechen.
5. Die Teilhabe der älteren Erwerbspersonen am Arbeitsmarkt ist - ebenso wie die der jüngeren - von hoher Flexibilität und Mobilität geprägt.
6. Die gegenwärtige individuelle (familiäre) wirtschaftliche Situation ist sowohl durch positive wie negative Wertungen - insbesondere in Abhängigkeit vom Erwerbsstatus - charakterisiert. Zugleich wird eine deutliche Verschlechterung im Verlauf der letzten fünf Jahre von 66 % der 50- bis unter 65-Jährigen festgestellt.
7. In den letzten Jahren zeigen sich deutliche individuelle Einkommensverluste, die Haushaltseinkommen stagnieren im Vergleich zum allgemeinen Anstieg. Rund die Hälfte dieser Altersjahrgänge ist latentes Armutspotenzial.
8. Der vorgezogene Renteneintritt bleibt für viele Ältere die einzige Chance ihrer materiellen Existenzsicherung. Das betraf im Jahre 2003 bereits weit mehr als die Hälfte der Rentenzugänge." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ältere Arbeitnehmer/innen in Ostdeutschland: Lebenslagen und Lebensverhältnisse, Werte und Handlungsorientierungen (2005)
Haupt, Hanna; Liebscher, Reinhard; Winkler, Gunnar;Zitatform
Haupt, Hanna, Reinhard Liebscher & Gunnar Winkler (2005): Ältere Arbeitnehmer/innen in Ostdeutschland. Lebenslagen und Lebensverhältnisse, Werte und Handlungsorientierungen. (Umbruch 19), Berlin: Trafo Verlag, 97 S.
Abstract
"In der Studie werden die sozialen Potenziale älterer Arbeitnehmerinnen in Ostdeutschland hinsichtlich der Erwerbsbeteiligung, der Betroffenheit von Arbeitslosigkeit und des Übergangs in den Ruhestand analysiert und Besonderheiten der sozialen Lage und deren Differenziertheit sowie subjektive Befindlichkeiten einschließlich geschlechtsspezifischer Unterschiede herausgearbeitet. Der Grundkonflikt der sozialen Gruppe älterer Arbeitnehmer/innen in Ostdeutschland besteht zwischen solider fachlicher Qualifikation einer hohen Erwerbsbeteiligung und umfangreichen Berufs und Lebenserfahrungen; einer hohen Flexibilität im Berufsleben, einer überwiegend festen sozialen Verankerung in der Familie und anderen sozialen Beziehungsgefügen einerseits und der Konfrontation mit der rapiden Verringerung der Anzahl der Arbeitsplätze insgesamt durch Abwicklungen und Betriebsschließungen und Insolvenzen sowie dem Bestreben vieler Unternehmen und Einrichtungen zur drastischen Verjüngung der Beschäftigten und einem zunehmenden Anteil an Arbeitslosigkeit innerhalb dieser Gruppe andererseits. Die Erfahrung der Ausgrenzung älterer Arbeitnehmer/innen aus dem Erwerbsleben reproduziert sich bei ihnen durch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Grundkonflikt beeinflusst die Lebensqualität und -zufriedenheit, die Zukunftserwartungen und die individuellen Handlungsstrategien." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The (East-)German labour market in a comparative perspective - with special reference to the employment of older persons (2005)
Kraatz, Susanne; Rhein, Thomas;Zitatform
Kraatz, Susanne & Thomas Rhein (2005): The (East-)German labour market in a comparative perspective - with special reference to the employment of older persons. In: KOPINT-DATORG Foundation for Economic Research, Budapest (Hrsg.) (2005): European Employment Strategy : ways of adaptability in the new member states. The case of Hungary, S. 115-127.
Abstract
"This paper analyses the East German labour market in a comparative perspective. lt puts special emphasis on the employment of older workers, since this issue gains in importance - for East (and West) Germany as well as for the new member states - given the common demographic challenge of declining birth rates and a rising life expectancy. One striking difference must be taken into account. The new member countries are independent states, whereas the former German Democratic Republic is now part of the unified Germany. Strong social, economic and political links have developed between both parts of Germany. An analysis of East Germany must take into account as well as allow for the situation in Germany. Considering this particular situation, we compare the employment situation and strategies for older workers in East Germany and the New Member States from the perspective of the European Employment Strategy. Our aim is to understand in detail why some post-socialist countries are more successful than others. Our paper starts with an overview of the recent employment trends and policies in Germany, then focuses on the East German labour market situation, before turning to the issue of older workers. The subsequent chapters give a short survey of labour market trends in the new member countries, including age-related employment problems, and put the East German situation into a comparative perspective. We find that there are considerable differences not only between East Germany and the CEE countries, but also growing heterogeneity within CEE countries - partly explained by different reform paths, partly due to differences in the past and present gender gap." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erhalt und Entwicklung der Innovationskompetenz Älterer in Tätigkeiten des sozialen Umfelds für eine zukunftsfähige Region (2005)
Steffens, Angelika;Zitatform
Steffens, Angelika (2005): Erhalt und Entwicklung der Innovationskompetenz Älterer in Tätigkeiten des sozialen Umfelds für eine zukunftsfähige Region. (QUEM-Materialien 63), Berlin, 41 S.
Abstract
Im Beitrag wird davon ausgegangen, dass nur lernende Regionen zukunftsfähig sind. Lernen wird dabei in engem Zusammenhang mit Innovationsfähigkeit betrachtet. Die Studie zur Innovationsfähigkeit älterer Menschen wurde in der peripheren, strukturschwachen Region Südbrandenburg durchgeführt, die von einer massiven Abwanderung Jüngerer betroffen ist. Hierzu wurden 21 ältere Personen im Alter zwischen 45 und 75 Jahre befragt, die die ehrenamtlich oder in geförderten Maßnahmen in Vereinen, Gruppierungen und Netzwerken tätig sind. Dabei handelte es sich in erster Linie um Führungskräfte und Mitarbeiter sozialer Organisationen, die zur Regionalentwicklung beitragen. 'Aus den Untersuchungen geht hervor, dass Organisationen, deren Tätigkeitsbereich im sozialen Umfeld liegt, prädestiniert dafür sind, die Innovationsfähigkeit nicht nur Älterer zu fördern. Die Realität sieht jedoch so aus, dass nur wenige der Schlüsselakteure Ansätze zeigen, sich dieser Aufgabe zielgerichtet zu stellen. Es wird zwar als dringlich angesehen, neue Mitglieder zu gewinnen, aber die Mitverantwortung, die die Organisationen für die Erhaltung und Entwicklung des Humankapitals der Region sowie für die Schaffung regionaler innovativer Milieus tragen und die damit verbundenen Lernprozesse innerhalb der Organisation sind nur in Ausnahmefällen Gegenstand von Überlegungen.' (IAB2)
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel, Länderbericht Sachsen: Ergebnisse der neunten Welle 2004 (2005)
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel wurde als mündliche Arbeitgeberbefragung auf Leitungsebene im Jahr 2004 in Sachsen zum neunten Mal durchgeführt. Insgesamt wirkten ca. 16 Tsd. Betriebe aller Branchen und Größen mit. Ziel dieses Panels ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung und deren Bestimmungsgrößen in Sachsen zu erhalten. Das zentrale Schwerpunktthema der neunten Welle konzentrierte sich auf das Innovationsgeschehen im Betrieb. Bereits 1993 (nur für westdeutsche Betriebe) sowie 1998 und 2001 (für west- und ostdeutsche Betriebe) wurde die Problematik der betrieblichen Innovationen im IAB-Betriebspanel aufgegriffen. Die diesjährige Welle führt die Befragung zu diesem Thema fort, wobei teilweise identische Fragen wie in den früheren Wellen gestellt werden. Dies betrifft einerseits die Weiter- oder Neuentwicklung von Produkten und Leistungen (Produktinnovationen) und andererseits die technologischen und organisatorischen Veränderungen (Verfahrensinnovationen), um Veränderungen und zeitliche Entwicklungen abzuleiten. Unverändert werden auch die Fragen zum Forschungs- und Entwicklungspotenzial gestellt. Darüber hinaus werden bestehende Kooperationsbeziehungen der Unternehmen im Rahmen von Forschung und Entwicklung hinterfragt. Die mit dem Panel gewonnenen Aussagen über die betriebliche Nachfrage nach Arbeitskräften verbessern wesentlich die Informationsbasis, die von amtlichen statistischen Daten geboten wird. In Anbetracht dessen, dass die Arbeitgeberbefragung bereits zum neunten Mal durchgeführt wurde, konnten Querschnittsvergleiche über die Jahre 1996 bis 2004 in die Auswertung aufgenommen werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebspanel Berlin: Ergebnisse der neunten Welle 2004 (2005)
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) führt in Zusammenarbeit mit Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen seit 1996 jährlich eine Arbeitgeberbefragung in Berliner Betrieben durch (IAB-Betriebspanel Ost / Länderbericht Berlin). Im Jahre 2004 fand diese Befragung zum neunten Mal statt. Ziel dieser Arbeitgeberbefragung ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung und deren Bestimmungsgrößen in Berlin zu erhalten. Für Auswertungen in Berlin liegen für das Jahr 2004 Interviews von 890 Betrieben vor. Mit der Stichprobe wurden 1,1 Prozent der Betriebe mit 12,8 Prozent der Beschäftigten erfasst. Die befragten Betriebe repräsentieren die Grundgesamtheit von 82.064 Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis in Berlin.
Das zentrale Schwerpunktthema der neunten Welle konzentrierte sich auf das Innovationsgeschehen im Betrieb. Darüber hinaus wurden Informationen zu folgenden Aspekten erhoben:
- Entwicklung und Struktur der Betriebe und Beschäftigung,
- Personalpolitik,
- Flexible Beschäftigungsverhältnisse,
- Betriebliche Arbeitzeiten,
- Chancengleichheit von Frauen und Männern,
- Frauen in Führungspositionen,
- Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
- Betriebliche Ausbildung,
- Wirtschaftliche Lage der Betriebe." (IAB2) -
Literaturhinweis
IAB Betriebspanel 2002 Ostdeutschland (2003)
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel ist eine repräsentative Arbeitgeberbefragung zu betrieblichen Bestimmungsgrößen der Beschäftigung. Hierbei handelt es sich um ein Projekt des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Befragung wird seit 1993 jährlich bei denselben Betrieben in Deutschland durchgeführt. Mittlerweile werden bundesweit knapp 16 000 Betriebe aller Branchen und aller Größen zu einer Vielzahl beschäftigungspolitischer Themen befragt. Der Strukturbericht für Ostdeutschland liefert Informationen über die wirtschaftliche Lage der Betriebe in den neuen Bundesländern und ihre Personalpolitik. Weitere Schwerpunkte der Befragung des Jahres 2002 waren die betriebliche Berufsausbildung, die Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen sowie die Zusammenarbeit der Betriebe mit dem Arbeitsamt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demographischer Wandel als Wachstumsbremse oder Chance?: Innovations- und Personalstrategien in den neuen Bundesländern (2001)
Astor, Michael; Jasper, Gerda;Zitatform
Astor, Michael & Gerda Jasper (Hrsg.) (2001): Demographischer Wandel als Wachstumsbremse oder Chance? Innovations- und Personalstrategien in den neuen Bundesländern. (Demographie und Erwerbsarbeit), Stuttgart: IRB Verlag, 79 S. DOI:10.24406/publica-fhg-290958
Abstract
Der wirtschaftliche Umbruch war in ostdeutschen Unternehmen mit einer drastischen Reduzierung des Personals verbunden. Dies verjüngte jedoch die Belegschaften nicht, sondern beschleunigte den betrieblichen Alterungsprozess. Ostdeutsche Unternehmen müssen daher früher als westdeutsche mit dem Phänomen "alternde Belegschaften" lernen umzugehen. In den drei Beiträgen werden zukunftsfähige Personalstrategien, aber auch Instrumente zur Innovationsförderung vorgestellt. Der erste Beitrag beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Innovations- und Personalmanagement im Unternehmen, der zweite Betrag stellt ein Beratungsmodell vor allem für Klein- und Mittelbetriebe vor und der letzte Beitrag analysiert die Situation von älteren Entwicklern und Unternehmensgründern der Softwarebranche in Ostdeutschland. (IAB2)
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Literaturhinweis
Ältere - eine Manövriermasse des Arbeitsmarktes?: ältere Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern zwischen Vorruhestand und Erhöhung des Rentenzugangsalters (1999)
Koller, Barbara;Zitatform
Koller, Barbara (1999): Ältere - eine Manövriermasse des Arbeitsmarktes? Ältere Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern zwischen Vorruhestand und Erhöhung des Rentenzugangsalters. In: E. Wiedemann, C. Brinkmann, E. Spitznagel & U. Walwei (Hrsg.) (1999): Die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Herausforderung in Ostdeutschland : Workshop der Bundesanstalt für Arbeit am 14./15. Oktober 1998 in Magdeburg (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 223), S. 227-246.
Abstract
"Der Beitrag diskutiert, ausgehend von einer Darstellung der Entwicklung von Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer in den neuen Bundesländern, die Altersgrenzenpolitik in Deutschland und ihre Auswirkungen für ältere Arbeitnehmer. Aus der Betrachtung im Zeitverlauf ist ersichtlich, daß der Anteil der Arbeitslosigkeit, der auf Ältere entfällt, seit der Wende von Jahr zu Jahr angestiegen ist, und daß immer mehr Ältere in die Langzeitarbeitslosigkeit hineingewachsen sind. Damit hat sich die Struktur der Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern an jene in den alten angeglichen. Dieser Prozeß ist jedoch keine zwangsläufige Folge der Umstellung auf die Marktwirtschaft, wie allein die Tatsache belegt, daß Ältere in den meisten EU-Ländern sogar unterdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Vielmehr erscheint es wahrscheinlich, daß neben vielen anderen Faktoren - auch der Umgang von Seiten der Politik mit den verschiedenen Personengruppen am Arbeitsmarkt Einfluß auf die Struktur der Arbeitslosigkeit hat." Am Beispiel der Vorruhestandsregelungen wird dies näher ausgeführt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion von Bürgern ab 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern (1997)
Zitatform
(1997): Zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion von Bürgern ab 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern. In: Sozialreport H. Sonderheft 1, S. 2-35.
Abstract
Das Sonderheft stellt Daten zur sozialen Situation älterer Menschen in den neuen Bundesländern nach folgenden Schwerpunkten zusammen:
- Bevölkerung,
- Einkommen,
- Arbeit,
- Wohnen und
- Lebenszufriedenheit. Der Report stützt sich auf eine Befragung von 1.457 Bürgern in den neuen Ländern, darunter 619 Bürger ab dem 50. Lebensjahr. (IAB2)
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