Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Literaturhinweis
Förderung der Arbeitsaufnahme in Unternehmen für Jugendliche und junge Erwachsene: Studie zur Implementation und Wirksamkeit des Brandenburger Forschungsprogramms (1997)
Bathke, Anja; Grundler, Werner; Gros, Martin; Thünte, Petra-Ida;Zitatform
Bathke, Anja, Werner Grundler, Martin Gros & Petra-Ida Thünte (1997): Förderung der Arbeitsaufnahme in Unternehmen für Jugendliche und junge Erwachsene. Studie zur Implementation und Wirksamkeit des Brandenburger Forschungsprogramms. (Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen. Reihe Forschungsberichte), Potsdam, 104 S., Anhang.
Abstract
Mit dem vorliegenden Endbericht wird ein Forschungsvorhaben des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg abgeschlossen. Der Bearbeitungszeitraum erstreckte sich über das Jahr 1995. Ziel der Untersuchung ist es, die Praxis, Wirkung und Akzeptanz des Programms "Förderung der Arbeitsaufnahme in Unternehmen für Jugendliche und junge Erwachsene" zu analysieren, um darauf aufbauend konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Förderkonditionen zu entwickeln. Das Programm, das im Jahr 1996 nicht fortgeführt werden konnte, wurde aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. Diese dienten der Zahlung von Lohnkostenzuschüssen an Unternehmen, die arbeitslose junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 27 Jahren einstellen. Neben der direkten Firmenförderung wurden auch Arbeitsplatzschecks an Jugendliche vergeben. Diese hatten das Ziel, die persönliche Motivation und Eigeninitiative der jungen Erwachsenen bei der Arbeitsuche zu fördern. Über die bevorzugte Förderung von Personen aus bestimmten Branchen wird desweiteren eine auf die spezifischen brandenburgischen Arbeitsmarktprobleme zugeschnittene Förderung angestrebt. Der Forschungsbericht gliedert sich in drei wesentliche Elemente:
-Die Ableitung der relevanten Leitfragen für die Evaluierung aus den Rahmenbedingungen und den wesentlichen Inhalten und Zielen des Programms
-die problemorientierten Zusammenfassung aller Analyseergebnisse zu den einzelnen Fragestellungen der Programmevaluation sowie
-die Darstellung des Handlungsbedarfs und die Entwicklung von Empfehlungen. (IAB2) -
Literaturhinweis
Plädoyer für Lohnkostensubventionen in den neuen Bundesländern (1994)
Zitatform
Bellmann, Lutz (1994): Plädoyer für Lohnkostensubventionen in den neuen Bundesländern. In: H. Heinelt, G. Bosch & B. Reissert (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarktpolitik nach der Vereinigung, S. 150-157.
Abstract
Der Autor befaßt sich mit "Lohnkostensubventionen als arbeitsmarktpolitischer Strategie zur Beeinflussung des Einstellungsverhaltens von Betrieben zugunsten von Zielgruppen und als Ko-Finanzierung investiver Leistungen der Gebietskörperschaften." Es wird ein Vorschlag vorgelegt, wie Lohnkostenzuschüsse für die Einstellung arbeitsloser Frauen mit Vermittlungshemmnissen geregelt werden könnten. (IAB2)
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Literaturhinweis
Das Programm 301: Arbeitsplätze für beschäftigungslose Jugendliche und junge Erwachsene nach eigener Wahl: erster Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung, Stand: 31.12.1992 (1993)
Lukas, Helmut;Zitatform
Lukas, Helmut (1993): Das Programm 301: Arbeitsplätze für beschäftigungslose Jugendliche und junge Erwachsene nach eigener Wahl. Erster Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung, Stand: 31.12.1992. (BBJ-Consult. Paper 03/1993), Berlin, 65 S., Anhang.
Abstract
Im Rahmen des Programms 301 können sich ostberliner Jugendliche, die als besonders benachteiligt gelten, einen Arbeitsplatz nach eigenen Vorstellungen suchen. Dieser wird aus öffentlichen Mitteln bis zu 100% bezuschußt. Der Zwischenbericht gibt einen ersten Überblick zu den Bewerbern und ProgrammteilnehmernInnen, zu den Betrieben, in denen die Jugendlichen beschäftigt werden und zur Tätigkeit der Sozialberaterinnen, die das gesamte Programm betreuen. (IAB)
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Literaturhinweis
Lohnsubventionen in den neuen Bundesländern: theoretische Grundlagen und Programmentwürfe (1993)
Zitatform
Rabe, Birgitta (1993): Lohnsubventionen in den neuen Bundesländern. Theoretische Grundlagen und Programmentwürfe. (Discussion papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung: Forschungsschwerpunkt Arbeitsmarkt und Beschäftigung 93-207), Berlin, 85 S.
Abstract
"Im ersten Teil der Arbeit wird die Funktionsweise verschiedener Lohnsubventionsformen und ihre Budgeteffekte in marktwirtschaftlich geprägten Volkswirtschaften untersucht. Die Analyse gibt Anlaß zu einiger Skepsis hinsichtlich der Wirksamkeit von Lohnsubventionen. Der zweite Teil betrachtet die einmaligen volkswirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in den neuen Bundesländern. Es wird gezeigt, daß die spezifischen Bedingungen die Implementation von arbeitsplatzerhaltenden Lohnsubventionen nahelegen. Durch entsprechende Programmausgestaltung können sie erhebliche Beschäftigungseffekte mit geringen Kosten und Mitnahmeeffekten verbinden, wobei auch der Strukturwandel vollzogen werden würde. Im Transformationsprozeß der neuen Bundesländer bietet das Instrument der Lohnsubventionen damit weitreichende Einsatzmöglichkeiten. Abschließend werden perspektivisch Anwendungsbereiche arbeitsplatzschaffender Lohnsubventionen in den neuen Bundesländern aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku) Doku)
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Literaturhinweis
Revenue-sharing subsidies as employment policy: reducing the cost of stimulating East German employment (1993)
Snower, Dennis J.;Zitatform
Snower, Dennis J. (1993): Revenue-sharing subsidies as employment policy. Reducing the cost of stimulating East German employment. (Centre for Economic Policy Research. Discussion paper 783), London, 24 S.
Abstract
Nach einer sehr knappen Beschreibung des Beschäftigungsproblems in Ostdeutschland stellt der Autor zwei alternative beschäftigungspolitische Strategien einander gegenüber, Lohnsubventionen einerseits und eine Subventionierung der Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer andererseits. Angesichts der Lage in Ostdeutschland plädiert der Autor für die zweite Strategie, da sie keine exzessiven Reallohnsteigerung zur Folge habe und zu keiner Verzerrung der Faktorpreisverhältnisse führe. (IAB2)
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Literaturhinweis
Eastern Germany since unification: wage subsidies remain a better way (1992)
Begg, David; Portes, Richard;Zitatform
Begg, David & Richard Portes (1992): Eastern Germany since unification: wage subsidies remain a better way. (Centre for Economic Policy Research. Discussion paper 730), London, 35 S.
Abstract
Die Autoren beschreiben zunächst kurz die Arbeitsmarktlage in Ostdeutschland etwa bis Mitte 1992 und bekräftigen sodann ihr Plädoyer für Lohnsubventionen als beschäftigungspolitische Strategie, wobei sie sich auch mit den üblichen Einwänden gegen eine solche Politik auseinandersetzen. (IAB)
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Literaturhinweis
Rettung ostdeutscher Arbeitsplätze durch Subventionierung der Lohnkosten? (1992)
Kromphardt, Jürgen; Kraft, Maria;Zitatform
Kromphardt, Jürgen & Maria Kraft (1992): Rettung ostdeutscher Arbeitsplätze durch Subventionierung der Lohnkosten? In: Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik H. 37, S. 111-124.
Abstract
Der Beitrag beschreibt und bewertet drei Vorschläge für Lohnsubventionen, nämlich 1. Lohnkostensubventionen für alle ostdeutschen Betriebe (Berkley-Modell), 2. Lohnkostensubventionen für einen Teil der ostdeutschen Betriebe (DIW, Frankfurter Modell) und 3. Subventionierung nur der Lohnnebenkosten (Tyll Necker). Den Autor(inn)en erscheint der DIW-Vorschlag am akzeptabelsten, da er sich nicht auf Lohnsubventionen beschränkt, sondern Lohn- und Kapitalsubventionen für die noch in Treuhandbesitz befindlichen Betriebe kombiniert. Durch die Lohnzuschüsse könnte deren Privatisierung erleichtert und beschleunigt werden. "Davon unberührt bleibt, daß selbst mit einer kombinierten Subventionsstrategie der Beschäftigungsstand der Treuhandindustrieunternehmen drastisch zurückgehen wird, wenn sich die Produktionsweisen in Ostdeutschland an den westdeutschen Standard annähern." (IAB2)
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Literaturhinweis
Allgemeine Lohnsubventionen: kein Ausweg aus der Beschäftigungskrise in Ostdeutschland (1991)
Flassbeck, Heiner; Scheremet, Wolfgang; Horn, Gustav-Adolf;Zitatform
Flassbeck, Heiner, Gustav-Adolf Horn & Wolfgang Scheremet (1991): Allgemeine Lohnsubventionen. Kein Ausweg aus der Beschäftigungskrise in Ostdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 58, H. 36, S. 511-513.
Abstract
Der Beitrag befaßt sich mit dem Vorschlag einer Forschungsgruppe der Universität Berkeley, USA, die Wettbewerbsfähigkeit ostdeutscher Unternehmen durch Lohnsubventionen zu erhalten oder wiederherzustellen. Probleme des Modells werden diskutiert. Ferner wird eine Schätzung der Kosten im Rahmen einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für das Jahr 1992 versucht. Die Autoren lehnen das Konzept ab, weil eine Lohnsubventionierung investive Maßnahmen für Ostdeutschland in die falsche Richtung drängen und die Anreize zur Angleichung der realen Bedingungen erheblich verringern würde. (IAB)
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Literaturhinweis
Subventionierung von Sozialbeiträgen in Ostdeutschland (1991)
Winters, Stephan;Zitatform
Winters, Stephan (1991): Subventionierung von Sozialbeiträgen in Ostdeutschland. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 71, H. 10, S. 515-519.
Abstract
Vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland plädiert der Autor für eine Senkung der Lohnkosten durch Subventionierung der Sozialversicherungsbeiträge der Beschäftigten. Der Vorschlag sieht vor, daß der Staat den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen für Beschäftigte in Ostdeutschland in voller Höhe übernimmt sowie den nach Einkommen gestaffelten Anteil der Arbeitnehmerbeiträge, der bei einem näher zu bestimmenden mittleren Einkommen auf Null absinkt. (IAB2)
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