Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Low pay persistence in European countries (2009)
Zitatform
Clark, Ken & Nikolaos C. Kanellopoulos (2009): Low pay persistence in European countries. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 205), Berlin, 34 S.
Abstract
"Using panel data for twelve European countries over the period 1994-2001 we estimate the extent of state dependence in low pay. Controlling for observable and unobservable heterogeneity as well as the endogeneity of initial conditions we find positive, statistically significant state dependence in every single country. The magnitude of this effect varies by country, however this variation is not systematically related to labour market institutions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 4183 -
Literaturhinweis
Minimum wages and employment: a theoretical and empirical analysis (2009)
Würzburg, Klaas;Zitatform
Würzburg, Klaas (2009): Minimum wages and employment. A theoretical and empirical analysis. (Innovative Beschäftigungspolitik in Forschung und Praxis 03), Hamburg: Kovac, 242 S.
Abstract
"Die Auswirkungen von Mindestlöhnen auf das Beschäftigungsniveau werden seit längerer Zeit kontrovers diskutiert. Der Autor hat das Ziel, die Hintergründe dieser Debatte nüchtern und unideologisch zu analysieren und zu bereichern. Es werden zunächst verschiedene modelltheoretische Ansätze beleuchtet, die für die Auswirkungen von Mindestlöhnen auf die Beschäftigung relevant sein können. Dabei wird deutlich, dass die Arbeitsmarkttheorie sowohl Beschäftigungseffekte als auch -verluste erklären kann. Auch die Resultate von hochwertigen empirischen Mindestlohnstudien, die der Autor ebenfalls zusammenfasst und bewertet, erzielen keine eindeutigen Ergebnisse. Die uneindeutige Theorie und Empirie spiegelt gewissermaßen die häufig diffuse Mindestlohndebatte wider, in der festgefahrene Ideologien die Argumentation dominieren, und häufig wenig Platz für wissenschaftliche Fakten bleibt. Der Autor plädiert also für eine Versachlichung der Mindestlohndiskussion und präsentiert eine eigene empirische Analyse, die aus mehreren Gründen einzigartig ist. Ein aufwendiges und einheitliches Schätzverfahren wird auf sieben europäische Länder mit allgemeingültigen gesetzlichen Mindestlöhnen angewendet. Dabei werden neue Einflussfaktoren einbezogen, welche anderen Studien nicht zur Verfügung standen. Basierend auf dieser aufwendigen, länderübergreifenden Studie kann der Autor neue Erkenntnisse ableiten, die höchst relevant für die allgemeine Mindestlohndebatte sind und den Wissenstand jedes Arbeitsmarktökonomen erweitern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Low-wage employment and mobility in Spain (2008)
Blazquez Cuesta, Maite;Zitatform
Blazquez Cuesta, Maite (2008): Low-wage employment and mobility in Spain. In: Labour, Jg. 22, H. s1, S. 115-146. DOI:10.1111/j.1467-9914.2007.00390.x
Abstract
"The issue of low-wage employment has received increased interest during recent decades in many European countries. In this paper I analyse the patterns of low-wage employment in Spain. Using a sample of Spanish workers extracted from the European Community Household Panel for the period 1995-2001, I first analyse the earnings distribution as a whole, and how low-wage employment has evolved over the period 1995-2001. Furthermore, I examine the determinants of low-wage employment using an analytical framework that is characterized by the ability to ac count for the endogeneity of initial conditions. Finally, I explore the effects of low pay on job mobility in Spain. For this purpose I adopt an approach based on competing risks in order to allow for different risks of failure." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erwerbslosigkeit, Aktivierung und soziale Ausgrenzung: Deutschland im internationalen Vergleich (2008)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina & Werner Eichhorst (2008): Erwerbslosigkeit, Aktivierung und soziale Ausgrenzung. Deutschland im internationalen Vergleich. (WISO Diskurs), Bonn, 76 S.
Abstract
"Vier Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Analyse:
1) Ist das Risiko sozialer Ausgrenzung in Deutschland gewachsen, und wie stellt es sich im Vergleich mit anderen Ländern dar?
2) Wird soziale Inklusion über eine kompensatorische oder eher über eine arbeitsmarktorientierte und beschäftigungsfördernde Sozialpolitik befördert?
3) Können politische Maßnahmen, insbesondere die 'aktivierende' Ausgestaltung von sozialen Sicherungssystemen und das 'Fördern und Fordern' von Erwerbslosen soziale Ausgrenzung vermindern?
4) Gibt es hierzu vorbildliche Praktiken in anderen Ländern?
Einerseits soll geklärt werden, ob die in der Wissenschaft und in der beschäftigungspolitischen Diskussion etablierten Einschätzungen von beschäftigungspolitisch erfolgreichen Ländern zutreffend sind. Treffen sie auch noch zu, wenn es nicht allein um den Abbau von Arbeitslosigkeit, sondern um die Integration von Langzeiterwerbslosen und Inaktiven geht? Oder werden hier bei relativ ähnlichem Niveau der Ausgrenzung aus dem Erwerbsleben lediglich unterschiedliche Verteilungen auf die Transfersysteme erreicht? Welche Rolle kommt dabei der konkreten Ausgestaltung sozialer Sicherungssysteme zu? Annahmen über die Stärken und Schwächen der einzelnen Länder bzw. Wohlfahrtsstaatstypen werden in Bezug auf Inklusion einer empirischen Bewertung unterzogen.
Andererseits soll untersucht werden, ob es Erfolg versprechende Ansätze zur Integration von nichterwerbstätigen Transferbeziehern mit geringer Beschäftigungsfähigkeit gibt, von denen die Politik in Deutschland lernen kann. Insbesondere soll es um die Identifikation von Reformansätzen gehen, die in der gegenwärtigen Situation zu Einstiegen in den Arbeitsmarkt von Inaktiven und Erwerbslosen sowie zu einer verbesserten Chance auf Aufwärtsmobilität führen können.
Die Studie umfasst zehn Länder mit unterschiedlichen Beschäftigungs- und Sozialstaatsmodellen:
1. Deutschland, Frankreich und Niederlande, die nach den gängigen Wohlfahrtstypologien dem kontinentalen Typ zugeordnet werden,
2. Spanien und Italien als Vertreter einer mediterranen Variante des kontinentaleuropäischkonservativ geprägten Sozialmodells,
3. Großbritannien und die USA, welche für das angelsächsisch-liberale Modell stehen,
4. die skandinavischen Wohlfahrtsstaaten Dänemark und Schweden,
5. sowie Polen als neues EU-Mitgliedsland und Vertreter post-kommunistischer Transitionsländer." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Minimum wages and employment: a review of evidence from the new minimum wage research (2007)
Zitatform
Neumark, David & William Wascher (2007): Minimum wages and employment. A review of evidence from the new minimum wage research. (IZA discussion paper 2570), Bonn, 156 S.
Abstract
"We review the burgeoning literature on the employment effects of minimum wages - in the United States and other countries - that was spurred by the 'new minimum wage research' beginning in the early 1990's. The wide range of existing estimates makes it difficult for us to draw broad generalizations about the implications of the new minimum wage research. Clearly, no consensus now exists about the overall effects on low-skilled employment of an increase in the minimum wage. However, the oft-stated assertion that this recent research fails to support the traditional view that the minimum wage reduces the employment of low-skilled workers is clearly incorrect. The overwhelming majority of the studies surveyed in this paper give a relatively consistent (although not always statistically significant) indication of negative employment effects of minimum wages. In addition, among the papers we view as providing the most credible evidence, almost all point to negative employment effects. Moreover, the evidence tends to point to disemployment effects of minimum wages in the United States as well as many other countries. Two potentially more important conclusions emerge from our review. First, we see very few - if any - cases where a study provides convincing evidence of positive employment effects of minimum wages, especially from studies that focus on broader groups (rather than a narrow industry) for which the competitive model predicts disemployment effects. Second, when researchers focus on the least-skilled groups most likely to be adversely affected by minimum wages, we regard the evidence as relatively overwhelming that there are stronger disemployment effects for these groups." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 12663 -
Literaturhinweis
Mindestlöhne in Europa (2006)
Schulten, Thorsten; Kohl, Heribert; Lismoen, Havard; Hermann, Christoph; Schmid, Bernard; Schäfer, Claus; Bispinck, Reinhard; Burgess, Pete; Oesch, Daniel ; Erne, Roland ; Platzer, Hans-Wolfgang; Bispinck, Reinhard; Recio, Albert; Schulten, Thorsten; Rieger, Andreas; Burmeister, Kai; Schäfer, Claus;Zitatform
Schulten, Thorsten, Reinhard Bispinck & Claus Schäfer (Hrsg.) (2006): Mindestlöhne in Europa. Hamburg: VSA-Verlag, 306 S.
Abstract
"Was kann man hierzulande (wo kein gesetzlicher Mindestlohn, stattdessen eine sinkende Tarifbindung aufgrund der Blockadepolitik von Arbeitgeberverbänden existiert) von der Mindestlohnpolitik in den europäischen Nachbarländern lernen? Wie werden Mindestlöhne festgelegt, auf welchen Niveaus verglichen mit den Durchschnittseinkommen? Gibt es einen - wie die herrschende Wirtschaftsdoktrin immer wieder behauptet - negativen Zusammenhang zwischen Mindestlohnhöhe und Beschäftigung oder gar Hinweise auf eine positive Korrelation? Das sind nur einige Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The minimum wage debate (2005)
Zitatform
(2005): The minimum wage debate. In: European Industrial Relations Review H. 380, S. 17-21.
Abstract
"In the second of our two-part feature on minimum wage systems around Europe, we examine the main areas of focus and debate.The majority of EU member states have a statutory minimum wage, while sector-level collective bargaining plays a prominent role in minimum wage setting in others. We look at issues surrounding the introduction, implementation and uprating of minimum rates of pay." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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