Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Working poor: Trotz Einkommen kein Auskommen: Trend- und Strukturanalysen für Österreich im europäischen Kontext (2011)
Zitatform
Verwiebe, Roland & Nina-Sophie Fritsch (2011): Working poor: Trotz Einkommen kein Auskommen. Trend- und Strukturanalysen für Österreich im europäischen Kontext. In: SWS-Rundschau, Jg. 51, H. 1, S. 5-23.
Abstract
"Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema working poor - Armut trotz Erwerbstätigkeit. Dazu werden in einem ersten Schritt aktuelle Entwicklungen für Österreich im Kontext europäischer Trends betrachtet. Dabei wird der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert Unterschiede in den wohlfahrtsstaatlichen Rahmenbedingungen für die Ausprägung von working poor haben. In einem zweiten Schritt werden detaillierte empirische Analysen der Lebenssituation von in Armut lebenden Erwerbstätigen in Österreich vorgestellt. Die entsprechenden Berechnungen beruhen auf den EU-SILC-Daten für die Jahre 2004 bis 2008. Unsere Befunde zeigen, dass Frauen, AlleinerzieherInnen und kinderreiche Familien, aber auch Beschäftigte in der Landwirtschaft und in personenbezogenen Dienstleistungen von Armut trotz Erwerbstätigkeit besonders betroffen sind. Darüber hinaus zeigt unsere Studie, dass die Armutsrisiken innerhalb des Untersuchungszeitraums für diese Personengruppen deutlich zunehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
In-work poverty and labour market segmentation in the EU: key lessons. Synthesis report (2010)
Frazer, Hugh; Marlier, Eric;Zitatform
Frazer, Hugh & Eric Marlier (2010): In-work poverty and labour market segmentation in the EU. Key lessons. Synthesis report. Brüssel, 64 S.
Abstract
"Until now in-work poverty and labour market segmentation have not received sufficient attention in the EU's efforts to tackle poverty and social exclusion. However, given that the 17 million working poor in the EU represent about 15% of the new Europe 2020 social inclusion target, this is likely to become a more important issue in the future. The analysis of in-work poverty and labour market segmentation presented here is a first step to fill this gap and to suggest how progress can be made on this issue. It is also intended as a contribution to the monitoring of the EU 'Active Inclusion' process, which was launched at the end of 2008 and which is a crucial part of the EU's efforts to tackle poverty and social exclusion.
The Network Core Team's Synthesis Report is based on individual country reports prepared by members of the EU Network of Independent Experts on Social Inclusion. The experts' reports cover three elements. First, they provide a general statistical overview of the situation in their country in a comparative perspective, presenting some of the agreed indicators used to monitor the Social Open Method of Coordination and European Employment Strategy objectives. This is complemented with any available national data. Secondly, they examine the main explanatory factors for inwork poverty and labour market segmentation by undertaking a critical review of national studies by Governments and researchers. They also highlight the political debate at national level on these issues. Thirdly, they present and analyse policies in Member States to address in-work poverty and labour market segmentation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle? (2010)
Lutz, Hedwig; Mahringer, Helmut;Zitatform
Lutz, Hedwig & Helmut Mahringer (2010): Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle? Wien, 301 S.
Abstract
"In der Studie wird Niedriglohnbeschäftigung auf Vollzeitarbeitsplätzen in privatwirtschaftlich dominierten Wirtschaftsbereichen untersucht. Die Analysen basieren auf anonymisierten administrativen Individualdaten der österreichischen Sozialversicherungsträger. Neben deskriptiven Analysen werden Verweildauermodelle eingesetzt, die Übertrittschancen aus Niedriglohnbeschäftigung in höhere Entlohnung sowie in Arbeitslosigkeit analysieren. Angesichts eines Niedriglohnanteils von rund einem Drittel der vollzeitbeschäftigten Frauen bildet geringentlohnte Beschäftigung für Frauen einen häufigen Bestandteil des Erwerbsverlaufs. Der Niedriglohnanteil unter vollzeitbeschäftigten Männern nimmt zwar über die letzten Jahre leicht zu, liegt aber dennoch unter der 10%-Marke. Vor diesem Hintergrund fällt die wesentlich größere Persistenz der Niedriglohnbeschäftigung von Frauen gegenüber Männern auf. Für Männer haben Niedriglohnbeschäftigungen hingegen einerseits vergleichsweise häufiger eine Sprungbrettfunktion in höhere Verdienstsegmente, andererseits sind sie öfter eine Episode in einem No-Pay-Low-Pay Kreislauf, worauf das höhere Arbeitslosigkeitsrisiko von niedrigverdienenden Männern ebenso hinweist wie deren ungleich häufigerer Übergang in Positionen außerhalb des Arbeitskräfteangebotes. Insgesamt ist mit der Aufnahme von Niedriglohnbeschäftigung ein wesentlich höheres Arbeitslosigkeitsrisiko verbunden als bei höherentlohnter Beschäftigung. Dieses wird über die Dauer einer Niedriglohnbeschäftigung hinweg sogar größer, weil mit zunehmender Dauer der Erwerbsphase das Risiko einer erneuten Arbeitslosigkeit für Besserverdienende stärker sinkt als für Beschäftigte unter der Niedriglohnschwelle. Als Sprungbrett in eine dauerhafte, besserentlohnte Erwerbslaufbahn dienen Niedriglohnbeschäftigungen am ehesten für Jüngere und Höherqualifizierte, besonders wenn sie einen Arbeitsplatz in einem größeren Unternehmen mit tendenziell höherem betrieblichem Entlohnungsniveau und in einer von geringer Fluktuation geprägten Branche finden. Für Frauen verringert - zusätzlich zur insgesamt höheren Persistenz von Niedriglohnbeschäftigung - die Verpflichtung zur Kinderbetreuung die Chancen auf die Wahrnehmung der Sprungbrettfunktion." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle?: ausgewählte Ergebnisse einer aktuellen Studie des AMS Österreich (2010)
Lutz, Hedwig; Mahringer, Helmut;Zitatform
Lutz, Hedwig & Helmut Mahringer (2010): Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle? Ausgewählte Ergebnisse einer aktuellen Studie des AMS Österreich. (AMS-Info 155), S. 1-4.
Abstract
"Öffentliche Arbeitsvermittlung versucht, arbeitslose Arbeitsuchende möglichst rasch in den Arbeitsprozess zu integrieren. Dieses Bemühen kann im Widerspruch zu qualitativen Zielsetzungen der Vermittlung stehen: der Vermittlung auf dauerhafte, möglichst gut entlohnte und den Qualifikationen der jeweiligen Arbeitskraft sowie den Erfordernissen des Unternehmens entsprechende Arbeitsplätze. In den vergangenen Jahren wurde in vielen Ländern Europas ein Anstieg der Beschäftigung im Niedriglohnbereich beobachtet. Diese Entwicklung fiel mit politischen Bemühungen zur Flexibilisierung von Arbeitsmärkten, dem Anwachsen atypischer Beschäftigungsformen und einem geringer werdenden Deckungsgrad tarifvertraglicher Vereinbarungen der Sozialpartner zusammen. Aus Sicht der Arbeitsmarktpolitik stellt sich damit die Frage, ob diese Entwicklung die Integration von Arbeitskräften ins Beschäftigungssystem begünstigt oder behindert. Die Studie geht dieser Frage im Hinblick auf die Rolle der Niedriglohnbeschäftigung für den weiteren Erwerbsverlauf nach. Untersucht wurde einerseits, ob und für wen die Aufnahme einer niedrig entlohnten Beschäftigung ein Sprungbrett in eine stabile Beschäftigung mit höherem Entlohnungsniveau darstellt. Andererseits sollte festgestellt werden, ob und für wen die Aufnahme einer Niedriglohnbeschäftigung den Eintritt in eine Sackgasse lang anhaltender niedriger Entlohnung oder wiederholten Wechsels zwischen Arbeitslosigkeit und Niedriglohnbeschäftigung bedeutet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Wage subsidies, work incentives, and the reform of the Austrian welfare system (2010)
Steiner, Viktor; Wakolbinger, Florian;Zitatform
Steiner, Viktor & Florian Wakolbinger (2010): Wage subsidies, work incentives, and the reform of the Austrian welfare system. (IZA discussion paper 5191), Bonn, 26 S.
Abstract
"We analyze the labor supply and income effects of a needs-based minimum benefit system ('Bedarfsorientierte Mindestsicherung') to be introduced in Austria by the end of this/beginning of next year. The aim of this reform is to reduce poverty as well as increasing employment rates of recipients of social assistance. On the basis of a behavioral microsimulation model we show that this new system will slightly increase incomes for the poorest households and slightly reduce labor supply due to the generous allowances for marginal employment under the current and the planned regulations of unemployment assistance. As an alternative, we analyze a reform proposal which reduces financial incentives for marginal employment not covered by social security, and rewards working longer hours by a wage subsidy. Although this alternative reform would yield modest positive labor supply effects, a relatively large number of households would suffer income losses." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Low pay persistence in European countries (2009)
Zitatform
Clark, Ken & Nikolaos C. Kanellopoulos (2009): Low pay persistence in European countries. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 205), Berlin, 34 S.
Abstract
"Using panel data for twelve European countries over the period 1994-2001 we estimate the extent of state dependence in low pay. Controlling for observable and unobservable heterogeneity as well as the endogeneity of initial conditions we find positive, statistically significant state dependence in every single country. The magnitude of this effect varies by country, however this variation is not systematically related to labour market institutions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 4183 -
Literaturhinweis
Low pay persistence in European countries (2009)
Zitatform
Clark, Ken & Nikolaos C. Kanellopoulos (2009): Low pay persistence in European countries. (IZA discussion paper 4183), Bonn, 34 S.
Abstract
"Using panel data for twelve European countries over the period 1994-2001 we estimate the extent of state dependence in low pay. Controlling for observable and unobservable heterogeneity as well as the endogeneity of initial conditions we find positive, statistically significant state dependence in every single country. The magnitude of this effect varies by country, however this variation is not systematically related to labour market institutions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Integration von formal Geringqualifizierten in den Arbeitsmarkt: Ergebnisse aus einer aktuellen Studie des AMS Österreich (2009)
Dornmayr, Helmut; Rothmüller, Barbara; Lachmayr, Norbert;Zitatform
Dornmayr, Helmut, Norbert Lachmayr & Barbara Rothmüller (2009): Integration von formal Geringqualifizierten in den Arbeitsmarkt. Ergebnisse aus einer aktuellen Studie des AMS Österreich. (AMS-Info 124), S. 1-4.
Abstract
"Die von den Forschungsinstituten ibw (Institut für Bildungsforschung derWirtschaft) und öibf (Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung) im Auftrag des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich, Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation, durchgeführte Studie untersucht Möglichkeiten zur verstärkten Integration von formal Geringqualifizierten - d.h. von Personen mit höchster abgeschlossener Ausbildung 'Pflichtschule ' - in den Arbeitsmarkt. Dieses Thema ist vor allem deswegen von besonderer Brisanz, weil diese Personengruppe am Arbeitsmarkt mit besonderen Schwierigkeiten und Benachteiligungen konfrontiert ist: Ihre Arbeitslosenquote ist mindestens zwei- bis dreimal so hoch wie jene von Personen mit weiterführenden Bildungsabschlüssen (Lehre, mittlere und höhere Schulen, Hochschulen)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mindestlöhne in Österreich: historische Entwicklung und aktuelle Probleme (2009)
Hermann, Christoph;Zitatform
Hermann, Christoph (2009): Mindestlöhne in Österreich. Historische Entwicklung und aktuelle Probleme. In: C. Hermann & R. Atzmüller (Hrsg.) (2009): Die Dynamik des "österreichischen Modells" : Brüche und Kontinuitäten im Beschäftigungs- und Sozialsystem (FORBA-Forschung, 04), S. 111-133.
Abstract
"Dieser Beitrag beschreibt die historische Entwicklung der Mindestlöhne und die Funktionsweise des Mindestlohnsystems, vergleicht Österreich mit anderen Ländern und diskutiert die aktuellen Herausforderungen: Nach einem historischen Rückblick über die Entwicklung der Mindestlöhne wird auf den 1.000- Euro-Mindestlohn eingegangen und die Situation in Osterreich mit jener in anderen europäischen Ländern verglichen. Der darauf folgende Abschnitt fasst die Ergebnisse von empirischen Studien zur Beschäftigungswirkung von Mindestlöhnen in Österreich zusammen, bevor die institutionellen Rahmenbedingungen für eine österreichische Mindestlohnpolitik analysiert werden. Im letzten Abschnitt werden aktuelle Herausforderungen diskutiert und danach in der Zusammenfassung noch einmal die wichtigsten Punkte herausgestrichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geringqualifizierte Arbeitskräfte auf dem österreichischen Arbeitsmarkt: Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "Einbindung durch Ausbildung? Zur Situation von gering Qualifizierten am österreichischen Arbeitsmarkt" von AMS Österreich und Caritas, Wien, 14. Mai 2007 (2008)
Bock-Schappelwein, Julia;Zitatform
Bock-Schappelwein, Julia (2008): Geringqualifizierte Arbeitskräfte auf dem österreichischen Arbeitsmarkt. Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "Einbindung durch Ausbildung? Zur Situation von gering Qualifizierten am österreichischen Arbeitsmarkt" von AMS Österreich und Caritas, Wien, 14. Mai 2007. (WIFO-Vorträge 102), Wien, 15 S.
Abstract
"Der zunehmende Strukturwandel in den neunziger Jahren, der durch anhaltende Globalisierung und technologischen Wandel getrieben wurde, stellt den Arbeitsmarkt für einfache Berufe vor neue Herausforderungen. Obwohl Beschäftigungsbereiche für Geringqualifizierte durch Produktivitätsgewinne oder Reduktion bzw. Verlagerung der Produktion wegbrechen, wird es auch künftig Beschäftigungsfelder für Hilfstätigkeiten geben. Die Hilfsarbeitertätigkeiten werden zwar in Bereichen zurückgehen, in denen die Anforderungen der Unternehmen an die Qualifikationen der Arbeitskräfte steigen und Personen ohne Berufsausbildung durch Personen mit Berufsausbildung ersetzt werden. Zugleich werden sich aber Beschäftigungsmöglichkeiten in den arbeitsintensiven Segmenten der persönlichen und sozialen Dienstleistungen eröffnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Integration von formal Geringqualifizierten in den Arbeitsmarkt (2008)
Dornmayr, Helmut; Lachmayr, Norbert; Rothmüller, Barbara;Zitatform
Dornmayr, Helmut, Norbert Lachmayr & Barbara Rothmüller (2008): Integration von formal Geringqualifizierten in den Arbeitsmarkt. (AMS report 64), Wien, 81 S.
Abstract
"Die von den Forschungsinstituten ibw (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft) und öibf (Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung) im Auftrag des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich in den Jahren 2007/2008 durchgeführte Studie untersucht Möglichkeiten zur verstärkten Integration von formal Geringqualifizierten - d. h. von Personen mit höchster abgeschlossener Ausbildung 'Pflichtschule' - in den Arbeitsmarkt. Dieses Thema ist vor allem deswegen von hoher Brisanz, weil diese Personengruppe am Arbeitsmarkt mit besonderen Schwierigkeiten und Benachteiligungen konfrontiert ist: Ihre Arbeitslosenquote ist mindestens zwei- bis dreimal so hoch wie jene von Personen mit weiterführenden Bildungsabschlüssen (Lehre, Mittlere und Höhere Schulen, Hochschulen). Zudem ist fast jeder / jede zweite (48 Prozent) unselbständig Beschäftigte (bzw. Arbeitslose) mit höchster abgeschlossener Ausbildung 'Pflichtschule' zumindest einmal im Jahr von Arbeitslosigkeit betroffen, bei Personen mit weiterführenden Ausbildungsabschlüssen betrifft dies nicht einmal jede fünfte Person." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jugendliche mit akutem Qualifikationsbedarf 2007-2015: Monitoring und Prognosen (2008)
Kamleitner, Daniel; Lehner, Ursula; Kernbeiß, Günter; Timar, Paul; Städtner, Karin; Wagner-Pinter, Michael;Zitatform
Kamleitner, Daniel, Günter Kernbeiß, Ursula Lehner, Karin Städtner, Paul Timar & Michael Wagner-Pinter (2008): Jugendliche mit akutem Qualifikationsbedarf 2007-2015. Monitoring und Prognosen. (AMS-Arbeitsmarktprognosen), Wien, 66 S.
Abstract
In Österreich steigen rund 14,5 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahre ohne Berufsausbildung oder weiterführende Ausbildung direkt in das Berufsleben ein. Die Hälfte von ihnen sind beim Arbeitsmarktservice AMS registriert. An Hand eines Monitoring- und Prognosesystem wird ein scharfes und quantitatives Bild vom Umfang und von der demografischen und sozialen Zusammensetzung dieser Jugendlichen mit akutem Qualifikationsbedarf gezeichnet. Dabei geht es darum, die betreffenden Jugendlichen in Qualifikationsmaßnahmen einzubinden. Für die Jahre 2010 bis 2015 ist zu erwarten, dass in diesen Altersjahrgängen der Anteil der Jugendlichen mit akutem Qualifikationsbedarf leicht zunehmen wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Jugendliche mit akutem Qualifikationsbedarf: Ergebnisse aus einer aktuellen Studie des AMS Österreich (2008)
Kamleitner, Daniel; Städtner, Karin; Wagner-Pinter, Michael; Kernbeiß, Günter; Timar, Paul; Lehner, Ursula;Zitatform
Kamleitner, Daniel, Günter Kernbeiß, Ursula Lehner, Karin Städtner, Paul Timar & Michael Wagner-Pinter (2008): Jugendliche mit akutem Qualifikationsbedarf. Ergebnisse aus einer aktuellen Studie des AMS Österreich. (AMS-Info 123), S. 1-3.
Abstract
"Synthesis Forschung führt im Auftrag des Arbeitsmarktservice Österreich regelmäßig Analysen und Prognosen zum österreichischen Arbeitsmarktgeschehen durch. Das vorliegende AMS info beinhaltet eine Darstellung der Arbeitsmarktsituation von Jugendlichen mit akutem Qualifikationsbedarf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitsmarktchancen für Geringqualifizierte steigern (2008)
Känel, Natalie; Wetli, Angelo;Zitatform
Känel, Natalie & Angelo Wetli (2008): Arbeitsmarktchancen für Geringqualifizierte steigern. In: Panorama. Bildung, Beratung, Arbeitsmarkt, Jg. 22, H. 6, S. 19-21.
Abstract
"Personen ohne Ausbildung sind überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Ihre Reintegration in den Arbeitsmarkt ist schwierig, da es für sie immer weniger Arbeitsplätze gibt. Ein grenzüberschreitendes Projekt unter der Leitung der Arbeitsmarktbeobachtung Ostschweiz, Aargau und Zug (AMOSA) zeigt Chancen und Risiken für Geringqualifizierte im Bodenseeraum auf und formuliert konkrete Verbesserungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nur mehr "Wunderwuzzis" gesucht? Zur Situation formal gering Qualifizierter auf dem Österreichischen Arbeitsmarkt (2008)
Lachmayr, Norbert;Zitatform
Lachmayr, Norbert (2008): Nur mehr "Wunderwuzzis" gesucht? Zur Situation formal gering Qualifizierter auf dem Österreichischen Arbeitsmarkt. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 31, H. 4, S. 107-121.
Abstract
"Ausgehend von einer Illustration der klassischen Aufgaben und Tätigkeitsfelder formal gering Qualifizierter, werden in dem Beitrag Gründe der teilweise schwierigen Arbeitsmarktsituation gering Qualifizierter (Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss) beschrieben: Beispielsweise führen die Zusammenlegung mehrerer 'einfacher' Tätigkeiten in eine einzelne Beschäftigung, steigende Anforderungen an individuelle (soziale) Kompetenzen sowie steigender Verdrängungswettbewerb 'nach unten' durch Höherqualifizierte (Stichwort Bildungsexpansion) zu über 100.000 formal gering qualifizierten Personen ohne Job. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von über 16 %. Die Skizzierung möglicher Lösungsansätze in der zweiten Hälfte des Artikels behandelt einerseits Überlegungen hinsichtlich einer verbesserten Dokumentation und Transparenz von Erfahrungen und Teilqualifikationen. So könnte eine Alternative zum stigmatisierenden Auswahlkriterium 'abgeschlossene Berufsausbildung' geschaffen werden. Aber auch zielgruppenspezifische Anforderungen an Weiterbildung werden thematisiert. Abschließend erfolgt der Hinweis auf eine laufende Studie im Auftrag des AMS zur beruflichen Integration formal gering Qualifizierter: In einer Kooperation von ibw und öibf werden aus Interviews mit Betrieben und Personalvermittlerinnen entsprechende Empfehlungen erstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Choice and success of job search methods (2008)
Zitatform
Weber, Andrea & Helmut Mahringer (2008): Choice and success of job search methods. In: Empirical economics, Jg. 35, H. 1, S. 153-178. DOI:10.1007/s00181-007-0148-z
Abstract
Arbeitssuchende können die Zugangsrate von Arbeitsplatzangeboten durch die Auswahl ihrer Suchanstrengungen und Suchmethoden beeinflussen. Der Beitrag legt eine empirische Untersuchung der Auswirkungen unterschiedlicher Suchmethoden auf die Suchergebnisse vor. Dabei werden Daten zum Suchverhalten von Arbeitssuchenden in Österreich benutzt, die Informationen aus Erhebungen mit Verwaltungsdaten abgleichen. Die Qualität der Treffer bei der Arbeitsplatzsuche wird in Bezug auf Lohnhöhe und Beschäftigungsdauer für beschäftigte und arbeitslose Arbeitnehmer analysiert. Es zeigt sich, dass die staatliche Arbeitsverwaltung auf die Unterstützung niedrig qualifizierter Arbeitnehmer spezialisiert ist. Für diese Gruppe ist diese Einrichtung ebenso effizient wie andere Suchkanäle. (IAB)
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Literaturhinweis
Mindestlohn statt Kombilohn (2007)
Hermann, Christoph; Schulten, Thorsten;Zitatform
Hermann, Christoph & Thorsten Schulten (2007): Mindestlohn statt Kombilohn. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 30, H. 3, S. 133-151.
Abstract
"Im Regierungsübereinkommen zwischen SPÖ und ÖVP kommen sowohl Mindestlöhne als auch Kombilöhne vor. Beide Maßnahmen zielen auf die gleiche beschäftigungspolitische Problemgruppe ab - wenig qualifizierte und/oder schlecht bezahlte Arbeitnehmerinnen. Trotz der gemeinsamen Zielgruppe unterscheiden sich die beiden Maßnahmen aber dadurch, dass Kombilöhne Akzeptanz für eine weitere Ausdehnung des Niedriglohnsektors schaffen sollen, während die Funktion der Mindestlöhne gerade darin besteht, den Niedriglohnsektor zu begrenzen. Der Artikel beginnt mit einer Beschreibung des österreichischen Mindestlohnsystems und einer Verortung in der europäischen Mindestlohnstruktur. Während die österreichischen Mindestlöhne in absoluten Beträgen den westeuropäischen Ländern hinterherhinken, liegen sie als Prozent des nationalen Medianlohnes etwa im Mittelfeld. Darauf folgen ein Resümee der theoretischen Debatten zur Beschäftigungswirkung von Mindestlöhnen und eine Darstellung der empirischen Befunde diesbezüglicher Untersuchungen. Im folgenden Abschnitt wird dann das nach nur einem Jahr eingestellte österreichische Kombilohnmodell vorgestellt und deutsche Erfahrungen mit Kombilöhnen werden diskutiert. Sowohl bei Mindestlöhnen als auch Kombilöhnen ist die beschäftigungspolitische Wirkung fraglich. Während dieser Umstand aber für die Einführung und Ausweitung von Mindestlöhnen spricht, stellt derselbe Grund die Sinnhaftigkeit von Kombilöhnen infrage. Sinnvoller wären in beschäftigungspolitischer Hinsicht Qualifizierungsmaßnahmen und der Ausbau des öffentlichen Sektors." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Was kann Arbeitsmarktpolitik leisten? (2007)
Zitatform
Winter-Ebmer, Rudolf (2007): Was kann Arbeitsmarktpolitik leisten? In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 30, H. 1, S. 111-132.
Abstract
"1993 gab die Arbeiterkammer eine Studie zur 'Erfolgskontrolle der dualen Berufsausbildung in Oberösterreich' in Auftrag. Zentrale Forschungsfrage war der Berufsverbleib von LehrabsolventInnen drei bis vier Jahre nach dem Lehrabschluss. 2003 knüpfte eine Folgestudie an diesem Befragungskonzept an. 2004 befragte das Institut für Berufsbezogene Erwachsenenbildung 31- bis 35-jährige AK-Mitglieder. Untersucht wurden Erstausbildungen nach Karriereverlauf und Nachhaltigkeit. Die Studien zeigen Barrieren für erfolgreiche Berufsverläufe unter Bezugnahme auf die Erstausbildung auf. Vereinfacht gesagt, hängt die Wahrscheinlichkeit eines Karriereerfolgs wesentlich von der Qualität der Erstausbildung ab. Während das Einkommen proportional zum Erstausbildungsniveau wächst, verhält sich das Arbeitslosigkeitsrisiko disproportional dazu. Weibliche Karrierechancen sind 'barrierereicher' als männliche. Bei LehrberufsabsolventInnen variiert der Berufserfolg nach Beruf(sgruppe), Branche und Geschlecht. Beruflicher Aufstieg und Arbeitszufriedenheit sind wesentlich durch die Qualität der Lehrausbildung bedingt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The effects of marginal employment on subsequent labour market outcomes (2006)
Zitatform
Böheim, René & Andrea Weber (2006): The effects of marginal employment on subsequent labour market outcomes. (IZA discussion paper 2221), Bonn, 46 S.
Abstract
"We analyse the consequences of starting a wage subsidised job, 'marginal employment', for unemployed workers. Marginal employment is a type of wage subsidy paid to unemployed workers and they do not lose their unemployment benefits if the wage is below a certain threshold. We ask if the unemployed who start marginal jobs face better labour market outcomes than those who do not work. A priori it is not clear if those who work in marginal employment improve their labour market status, e.g. by signalling effort, or worsen it by reduced job search effort. We selected unemployed workers and investigate the effect of marginal employment on their labour market outcomes, by means of propensity score matching. Our results suggest that selection into marginal employment is 'negative', i.e. workers with characteristics we usually associate with low-productivity are more likely to select into such jobs. The unemployed who start to work in marginal employment during their unemployment sp! ell suffer a (causal) penalty for doing so, relative to their peers who do not. The penalty, in terms of less employment, more unemployment, lower wages, lessens over time but is still present after three years." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Benachteiligte Jugendliche - Jugendliche ohne Berufsbildung: qualitative und quantitative Erhebungen. Arbeitsmarkt- und bildungspolitische Schlussfolgerungen. Forschungsprojekt, Endbericht (2006)
Dornmayr, Helmut; Henkel, Susanna-Maria; Schneeberger, Arthur; Schlögl, Peter; Wieser, Regine;Zitatform
Dornmayr, Helmut, Susanna-Maria Henkel, Peter Schlögl, Arthur Schneeberger & Regine Wieser (2006): Benachteiligte Jugendliche - Jugendliche ohne Berufsbildung. Qualitative und quantitative Erhebungen. Arbeitsmarkt- und bildungspolitische Schlussfolgerungen. Forschungsprojekt, Endbericht. (AMS-Arbeitsmarktstrukturberichte), Wien, 143 S.
Abstract
Die Studie untersucht mittels verschiedener quantitativer und qualitativer Erhebungsinstrumente (Auswertung sekundärstatistischer Daten und Befragungen von Angehörigen der Zielgruppe) die Lebensbedingungen, Ausbildungs- und Berufsverläufe sowie die beruflichen Perspektiven von Jugendlichen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, d.h. mit keinem über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss. Es wird empirisch evident, dass es einen Migrationshintergrund der Ausbildungsprobleme gibt. Bildung und Erwerbstätigkeit haben bei allen interviewten Jugendlichen einen durchaus hohen Stellenwert. Generell ist darauf zu verweisen, dass auch die 20- bis 24-Jährigen ohne Sekundarabschluss II eine Reihe von formalen Qualifikationen erworben haben und über formelle und informelle Kompetenzen in unterschiedlichster Form verfügen. Gemeinsam ist ihnen jedoch allen, dass formale 'Erfolgskriterien' wie ein positiver Schulabschluss oder eine nachhaltige Integration ins Beschäftigungssystem bislang nicht erreicht wurden. Die Studie entwickelt Empfehlungen, die von bildungspolitischen Aktivitäten bis in das Feld der aktiven Arbeitsmarktpolitik und in die effektive und effiziente Verwaltung von Beratungs- und Vermittlungsdiensten, die einer Benachteiligung entgegenwirken, bzw. versuchen diese nicht entstehen zu lassen, reichen: Ausbau/Weiterentwicklung innovativer und alternativer Ausbildungsmodelle und Lernformen; Positive Beispiele von gelungenen Biografien als Unterstützung nützen; (Aus)Bildungsfähigkeit als Maßnahmenziel erkennen, zulassen und geeignete Methoden entwickeln; Fokussierung der Förderung von Kompetenzen und Stärken; Anerkennung und Weiterentwicklung von informell erworbenen Kompetenzen und Teilqualifikationen (,Drop-Outs'); Nachhaltige Vernetzung von AkteurInnen fördern; Case Management forcieren; Ausbau der Bildungs- und Berufsberatung; MigrantInnen als besondere Zielgruppe. (IAB)
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