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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Subventionierung von Sozialabgaben"
  • Literaturhinweis

    Möglichkeiten und Grenzen der Verbesserung der Beschäftigungslage Geringverdienender durch die Übernahme ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch die öffentliche Hand: Gutachten (2002)

    Wahl, Stefanie; Hefele, Peter;

    Zitatform

    Wahl, Stefanie (2002): Möglichkeiten und Grenzen der Verbesserung der Beschäftigungslage Geringverdienender durch die Übernahme ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch die öffentliche Hand. Gutachten. Bonn, 53 S.

    Abstract

    Im dem Gutachten wird geprüft, welche Beschäftigungseffekte eine staatliche Breitenförderung unterdurchschnittlich produktiver Tätigkeiten haben könnte. Diese Prüfung erfolgt anhand von zwei Modellen mit zwei Szenarien und in drei Varianten. Hierbei übernimmt der Staat entweder die Sozialbeiträge zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung oder nur die Sozialbeiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung entweder in vollem Umfang oder degressiv abnehmend bei monatlichen Bruttoentgelten zwischen 625 und 1.250 Euro bzw. 835 und 1.670 Euro. Die Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass der Abbau der Arbeitslosigkeit und die Eindämmung von Schwarzarbeit durch die Übernahme der Sozialbeiträge durch den Staat im Niedriglohnbereich die öffentlichen Haushalte erheblich belasten. Das gilt unabhängig von Modell, Szenario und Variante. Auch werden mögliche Nebenwirkungen dieser Vorgehensweise negativ zu bewertet. Als deutlich kostengünstigere Alternative wird vorgeschlagen, durch entsprechende Umstrukturierungsmaßnahmen die durchschnittliche Vermittlungsdauer von Arbeitslosen von derzeit 35 Wochen um ein bis zwei Wochen zu verkürzen. Eine Verkürzung der Vermittlungsdauer um nur eine Woche vermindert die Zahl der Arbeitslosen um rund 100.000. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Une nouvelle évaluation des effets des allégements de charges sociales sur les bas salaires (2001)

    Crépon, Bruno ; Desplatz, Rozenn;

    Zitatform

    Crépon, Bruno & Rozenn Desplatz (2001): Une nouvelle évaluation des effets des allégements de charges sociales sur les bas salaires. In: Economie et Statistique H. 348, S. 3-24.

    Abstract

    "Die 1993 getroffenen Maßnahmen zur Absenkung der Sozialabgaben auf Niedriglöhne wurden in den Jahren 1995 und 1996 derart weiterentwickelt, dass sie heute ein zentrales Instrument der Beschäftigungspolitik darstellen. Anhand von Unternehmensdaten wird erstmals eine Ex-post-Bewertung des Effekts der Absenkung der Sozialabgaben auf die Beschäftigung vorgeschlagen, insbesondere der bedeutenden Ausweitung der anfänglichen Maßnahmen in den Jahren 1995 und 1996. Mit den Informationen über die Verteilung der Löhne innerhalb der Unternehmen im Jahre 1994 lässt sich für jedes Unternehmen die Ex-ante-Senkung der Arbeitskosten im Zusammenhang mit dieser Ausweitung errechnen. Danach erfolgt eine Bewertung durch Vergleich der Entwicklung in den Jahren 1994 und 1997 der Beschäftigung und der anderen Leistungen je nach Unternehmen, die diese Maßnahmen ex ante unterschiedlich in Anspruch nahmen. Zwischen 1994 und 1997 konnten durch die Absenkungen der Sozialabgaben zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Beschäftigtenzahl wuchs dadurch in der Industrie um 2.6% und im tertiären Sektor um 3,4%; demnach konnten dank diesen Maßnahmen in der Wirtschaft zwischen 1994 und 1997 460 000 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden. Bei der Hälfte dieser Stellen würde es sich um nicht qualifizierte Arbeitsplätze handeln. Erklären lässt sich diese Schaffung von Arbeitsplätzen durch die erheblichen Substitutionen von qualifizierten Arbeitnehmern durch nicht qualifizierte Arbeitnehmer sowie in geringerem Maße von Kapital durch Arbeit. Dies bestätigt auch die oftmals vertretene Auffassung, dass die in diesem Zeitraum beobachtete Zunahme der Beschäftigungsintensität des Wachstums auf die Absenkungen der Sozialabgaben auf Niedriglöhne zurückzuführen sei." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungseffekte und fiskalische Kosten von Lohnsubventionen im Niedriglohnbereich (2000)

    Buslei, Hermann; Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Buslei, Hermann & Viktor Steiner (2000): Beschäftigungseffekte und fiskalische Kosten von Lohnsubventionen im Niedriglohnbereich. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 1, S. 54-67.

    Abstract

    "In dem Beitrag werden die grundlegenden Erscheinungsformen und Effekte von Lohnsubventionen skizziert und die wahrscheinlichen Beschäftigungseffekte der bestehenden Subventionen aufgezeigt. Darüber hinaus wird analysiert, welche Beschäftigungseffekte und fiskalischen Kosten aus vorgeschlagenen Veränderungen der bestehenden Subventionsformen resultieren würden. Es werden sowohl Lohnsubventionen an Unternehmen als auch lohnbezogene Transfers an Arbeitnehmer in Form verbesserter Hinzuverdienstmöglichkeiten in der Sozial- und Arbeitslosenhilfe betrachtet. Lohnsubventionen an Unternehmen durch Bezuschussung der Sozialversicherungsbeiträge oder eine degressiv gestaffelte Stundenlohnsubvention im gesamten Niedriglohnbereich erscheinen angesichts des erheblichen Finanzierungsbedarfs je zusätzlich Beschäftigten allein mit dem Ziel der Erhöhung der Beschäftigung nicht gründbar. Von verbesserten Hinzuverdienstmöglichkeiten in der Sozial- und Arbeitslosenhilfe sind ebenfalls keine größeren Beschäftigungszuwächse zu erwarten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsförderung: Staatliche Zuschüsse zur Sozialversicherung hinter der 630 DM-Grenze?: Prüfung eines Teilzeitmodells zur Verbesserung von niedrigen Monatseinkommen (1999)

    Bender, Stefan; Rudolph, Helmut; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Bender, Stefan, Helmut Rudolph & Ulrich Walwei (1999): Beschäftigungsförderung: Staatliche Zuschüsse zur Sozialversicherung hinter der 630 DM-Grenze? Prüfung eines Teilzeitmodells zur Verbesserung von niedrigen Monatseinkommen. (IAB-Kurzbericht 08/1999), Nürnberg, 5 S.

    Abstract

    "Ungeachtet der Neuregelung des 630 DM-Gesetzes liegt hinter dieser Verdienstgrenze immer noch eine Zone ungünstiger Erwerbsmöglichkeiten. Um diese Beschäftigungslücke zu schließen, wurde für niedrige Monatseinkommen ein Zuschuß zu den Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung ins Gespräch gebracht. Die Prüfung des Zuschußmodells zeigt folgende Ergebnisse: Im Jahr 1997 hätte man hierfür 420 Mio. DM benötigt. 1999 wären es 437 Mio. DM gewesen. Es würden fast nur Teilzeitkräfte begünstigt. Zusätzliche Beschäftigungseffekte sind kaum zu erwarten. Bisher geringfügig Beschäftigte dürften allerdings ihre Arbeitszeit ausdehnen. Die Ausgestaltung ist differenziert zu beurteilen: Einerseits dürfte der Mißbrauch an der 630 DM-Schwelle eingedämmt werden. Andererseits würde - wegen der Vielzahl der Betroffenen - der Verwaltungsaufwand beträchtlich sein. Auch könnten gutsituierte Haushalte zu den Begünstigten zählen. Das Modell könnte die Durchlässigkeit an der Grenze zu den 630 DM-Jobs erhöhen, was allerdings seinen Preis hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Förderung eines Niedriglohnsektors: die Diagnose stimmt, die Therapie noch nicht (1999)

    Bender, Stefan; Kaltenborn, Bruno; Rudolph, Helmut; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Bender, Stefan, Bruno Kaltenborn, Helmut Rudolph & Ulrich Walwei (1999): Förderung eines Niedriglohnsektors. Die Diagnose stimmt, die Therapie noch nicht. (IAB-Kurzbericht 06/1999), Nürnberg, 7 S.

    Abstract

    In der "Benchmarking-Gruppe" des Bündnisses für Arbeit werden verschiedene Varianten eines gestaffelten Zuschusses zu den Sozialversicherungsbeiträgen diskutiert. Nach dem Vorschlag der Friedrich-Ebert-Stiftung sollen bei Vollzeit die Sozialabgaben bis zu einem Monatslohn von 1500 DM ganz, bis 3000 DM teilweise vom Staat übernommen werden. Diese Bezuschussung niedriger Löhne entlastet einerseits die Betriebe von Arbeitskosten und stockt andererseits die Nettoeinkommen der Arbeitnehmer auf. In dem Bericht werden die Finanzierungswirkungen der Zuschüsse im Kreislaufzusammenhang und die vermuteten Beschäftigungseffekte berechnet. Es wird festgestellt, daß die "Einführungskosten" hoch und die zusätzlichen Beschäftigungseffekte bescheiden sind. Außerdem birgt die Ausgestaltung des Vorschlags die Gefahr des Mißbrauchs. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Kosten eines gestaffelten Zuschusses zu den Sozialversicherungsbeiträgen: Simulation des Zuschußbedarfs auf der Basis des Jahreszeitraummaterials der Beschäftigtenstatistik von 1997 (1999)

    Bender, Stefan; Rudolph, Helmut;

    Zitatform

    Bender, Stefan & Helmut Rudolph (1999): Kosten eines gestaffelten Zuschusses zu den Sozialversicherungsbeiträgen. Simulation des Zuschußbedarfs auf der Basis des Jahreszeitraummaterials der Beschäftigtenstatistik von 1997. (IAB-Werkstattbericht 08/1999), Nürnberg, 11 S.

    Abstract

    In der "Benchmarking-Gruppe" des Bündnisses für Arbeit werden verschiedene Varianten eines gestaffelten Zuschusses zu den Sozialversicherungsbeiträgen diskutiert. Nach dem Vorschlag der Friedrich-Ebert-Stiftung sollen bei Vollzeit die Sozialabgaben bis zu einem Monatslohn von 1500 DM ganz, bis 3000 DM teilweise vom Staat übernommen werden. Diese Bezuschussung niedriger Löhne entlastet einerseits die Betriebe von Arbeitskosten und stockt andererseits die Nettoeinkommen der Arbeitnehmer auf. In dem Bericht werden für zwei Varianten Simulationen durchgeführt, um den Brutto-Zuschußbedarf abzuschätzen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Fiskalische Effekte und Beschäftigungswirkungen einer degressiven Bezuschussung der Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung: Gutachten im Auftrag des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (1999)

    Kaltenborn, Bruno;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno (1999): Fiskalische Effekte und Beschäftigungswirkungen einer degressiven Bezuschussung der Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung. Gutachten im Auftrag des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit. (IAB-Werkstattbericht 14/1999), Nürnberg, 56 S.

    Abstract

    In dem Gutachten werden die Auswirkungen von zwei Varianten einer degressiven Bezuschussung der Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung auf Fiskus und Arbeitsmarkt in Deutschland untersucht. Verwendet werden hierfür Individualdaten des Sozio-ökonomischen Panels für West- und Ostdeutschland, das vom Autor entwickelte Modell SIMTRANS zur Mikrosimulation des deutschen Steuer-Transfer-Systems und alternativer Reformvarianten sowie mikroökonomische Schätzungen zur Quantifizierung der Determinanten des Arbeitsangebots der Haushalte. Es wird festgestellt, dass sowohl der Finanzbedarf als auch die Beschäftigungswirkungen bei beiden Varianten bescheiden sind. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Wirkungsanalysen von Niedriglohnkonzepten (1999)

    Kaltenborn, Bruno;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno (1999): Wirkungsanalysen von Niedriglohnkonzepten. (IAB-Werkstattbericht 19/1999), Nürnberg, 56 S.

    Abstract

    In dem Beitrag wird zunächst ein Überblick über die aktuell diskutierten Konzepte für Niedriglohnsubventionen gegeben. Anschließend werden die Ergebnisse empirischer Arbeiten referiert, die die Wirksamkeit und den Finanzbedarf dieser Konzepte untersuchen. Damit soll die weitere Diskussion um alternative Konzepte einer Niedriglohnsubvention unterstützt werden. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Subventionierung von niedrigen Löhnen: Zu den Vorschlägen einer Senkung der Sozialversicherungsbeiträge für Geringverdiener (1999)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (1999): Subventionierung von niedrigen Löhnen: Zu den Vorschlägen einer Senkung der Sozialversicherungsbeiträge für Geringverdiener. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 32, H. 4, S. 514-535.

    Abstract

    Um die berufliche Reintegration wettbewerbsschwächerer Arbeitsloser zu fördern, werden in letzter Zeit eine Vielzahl von Ansätzen zur Subventionierung niedriger Löhne diskutiert. Zur Beurteilung dieser Arrangements werden in dem Beitrag die für ökonomische Wirkungsanalysen zentralen Kriterien (wie z.B. fiskalische Gesichtspunkte, Arbeitsmarkteffekte und Anreizwirkungen) herausgearbeitet. "Einer genaueren Betrachtung wird der zuletzt viel diskutierte Vorschlag der Friedrich-Ebert-Stiftung einer weitgehenden Bezuschussung der Sozialversicherungsabgaben für Geringverdiener unterzogen. Die Ergebnisse der empirischen Analysen zeigen, dass die Kritik an großangelegten Subventionsarrangements auch für diesen Vorschlag relevant ist. Bei Lohnsubventionen ohne Zielgruppenbeschränkung und auf unbefristete Dauer sind für den Fall unveränderter Transferleistungen und der aus Gründen der horizontalen Gleichbehandlung notwendigen Gleichbehandlung bereits Beschäftigter hohe Kosten für den Fiskus und nicht unerhebliche Mitnahme von im Grunde nicht bedürftigen Haushalten zu erwarten. Nicht zuletzt aufgrund des angesichts knapper öffentlicher Kassen unabdingbaren Gegenfinanzierungsbedarfs dürfte sich auch die Zahl der dadurch zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätze in engen Grenzen halten. Dazu kommt, dass aufgrund von Fehlanreizen die Akteure auf dem Arbeitsmarkt an Zuschüsse gewöhnt werden und sich Subventionsmentalität breit machen könnte. Die Analysen zeigen, dass großzügige Hilfe- und Lohnersatzleistungen auf der einen Seite und wirksame Arbeitsanreize auf der anderen Seite mit Blick auf die Erschließung eines niedrig produktiven Beschäftigungssektors inkompatible Ziele zu sein scheinen. Um diesen Zielkonflikt zu entschärfen, erscheint eine beschäftigungsorientierte Reform des Steuer- und Transfersystems unumgänglich, bei der folgende Eckpunkte zu berücksichtigen wären: (1) Verkleinern des zu groß gewordenen Keils zwischen Arbeitskosten und Nettolohn; (2) strikte Ausrichtung aller Transferleistungen an Bedürftigkeitskriterien und (3) Stärkung der Eigenverantwortung in der sozialen Sicherung." (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Arbeit ist machbar: die Magdeburger Alternative. Eine sanfte Therapie für Deutschland (2005; 2006)

    Schöb, Ronnie ; Weimann, Joachim ;

    Zitatform

    Schöb, Ronnie & Joachim Weimann (2005; 2006): Arbeit ist machbar. Die Magdeburger Alternative. Eine sanfte Therapie für Deutschland. Dössel: Stekovics, 142 S.; 144 S.

    Abstract

    Die Autoren schildern die unaufhaltsame Ausbreitung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland seit 1973 und die bislang vergeblichen Versuche, diese einzudämmen; zu diesen zählen u.a. die Arbeitszeitverkürzungen, die aktive Arbeitsmarktpolitik, das Bündnis für Arbeit, das Hartz-Konzept, die Personal Service Agenturen, Minijobs und die Agenda 2010. Sie ziehen Lehren daraus und entwickeln eine neue Beschäftigungsformel, mit der Deutschland zurück in die Vollbeschäftigung gebracht werden kann. Dies kann gelingen, ohne den seit Jahrzehnten bewährten sozialen Frieden aufzukündigen. Zunächst muss die Situation der immer größer werdenden Gruppe der Geringqualifizierten in Qualifizierte verbessert werden, da dieser Teil des Arbeitsmarktes der einzige Ansatzpunkt für eine Politikwende ist, der einen 'turnover' des gesamten Marktes herbeiführen kann. Hier geht es darum, Strukturen zu verändern. Nur wenn gleichzeitig die Anreizprobleme der Arbeitsanbieter gelöst werden und dafür Sorge getragen wird, dass der Preis für Arbeit für die Nachfrager deutlich sinkt, wird der Arbeitsmarkt wieder auf die Beine kommen. Der vorgestellte Lösungsansatz der beiden Autoren unterscheidet sich von allen Vorschlägen, die auf einen Kahlschlag des Sozialstaates setzen: Das deutsche System der sozialen Grundsicherung muss auf ein System der Hilfe zur Arbeit umgestellt werden. Neue Arbeitsplätze werden dann von den Unternehmen bereitgestellt werden, wenn die Bruttolöhne fallen. (IAB)

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